Joachim Rother
- Opfer von Kamphusmann -
Er vertraute sich seinen Eltern an und erzählte ihnen von den sexuellen Handlungen. Sie hatten den Mut etwas dagegen zu unternehmen, haben sich hinter ihren Sohn gestellt und die Verbrechen bei der Kirchenführung angezeigt. Weil die Gemeinde seine Eltern daraufhin ausgrenzte, sind sie aus der Kirche ausgetreten – bis zu ihrem Tod haben sie darunter gelitten.





Das ist ganz entsetzlich!
Hier wird doch ganz klar deutlich, dass es nicht
nur ein Problem der Betroffenen allein ist, sondern
vor allem auch ein Problem der gesamten Bevölkerung.
Warum wird dann nur das Opfer therapiert?
Im Grunde müsste zu der Angelegeneheit fast die gesamte
Bevölkerung therapiert werden!
Es geht doch allen etwas an.
Ein Betroffener (Opfer) kann sich noch soviel Mühe geben, damit klarzukommen. Es wird wohl kaum gelingen, wenn die Einstellungen und das Verhalten der Bevölkerung zu dem Thema sich nicht ändern.
Es ist leider immer so, dass wer die Wahrheit sagt wird ausgegrenzt…
Dies wird sich nur ändern können, wenn die, die jetzt die Macht haben und somit entweder Mitnutznießer oder gar (mit)schuldig sind – herunter kommen von ihrem hohen Ross und die Verbrechen eingestehen, Sühne/Entschädigung leisten und vor allem muss das Verhalten/die Sicht auf die Opfer bzw. die (Nachsicht) auf die Täter geändert werden.
Ich kann mich an meine Schulzeit in Hecklingen erinnern (1975-1985), wo Alfons Kamphusmann DER “Liebling” vieler Jugendlicher war: offen, gesellig… geködert hat er fast alle mit “Westgeld” und Pornos, vor allem die Jungs (auch aus meiner Klasse gingen einige mit Begeisterung regelmäßig zu ihm)… Das war bekannt und wurde unter uns Jugendlichen offen ausgesprochen… Wer von uns hätte da an MEHR gedacht? Gibt es auch unter meinen ehemaligen Schulkameraden Missbrausopfer? Ich war schockiert als ich letzte Woche in BRISANT den bericht von Norbert Denef sah und jetzt im Internet tatsächlich einen Zusammenhang mit Alfons K. aus Hecklingen entdeckte… Schade nur, dass er schon tot ist und seiner gerechten Strafe, zumindest der öffentlichen Bloßstellung entgeht… Allen Opfern hilft das wenig; sie brauchen JETZT jede Unterstützung…