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	<title>Kommentare zu: Kindheitstraumen fordern lebenslang Tribut</title>
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	<description>netzwerkB ist eine unabhängige Interessenvertretung in der sich Betroffene von sexualisierter Gewalt für die Rechte Betroffener einsetzen.</description>
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		<title>Von: Angelika Oetken</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2009/11/11/kindheitstraumen-fordern-lebenslang-tribut/comment-page-1/#comment-3476</link>
		<dc:creator>Angelika Oetken</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 21:26:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=584#comment-3476</guid>
		<description>Liebe Peggy, 
Sie handeln doch verantwortungsvoll, wenn Sie sich für sich Hilfe holen und darüber hinaus versuchen, den Täter ins Gefängnis zu bekommen. 
Das ist mehr, als viele andere Eltern tun - viel mehr. 

Nicht wenige verleugnen, was die Kinder Ihnen erzählen, um sich eben diesen negativen Gedanken (Schuldgefühle) nicht auszusetzen oder weil sie unbewusst für ihr Kind dieselbe Situation herbeiführen, in der sie selbst mal gesteckt haben. Weil das das eigene Unglück offenbar schmälert- nivelliert (Dein Leid halbiert mein Leid ist zwar mathematisch nicht korrekt - aber einige Menschen empfinden so)

Kommt leider häufig vor. Außenstehende/nicht-Betroffene können das nicht nachvollziehen. 
Ich habe es selbst in der Kindheit so erlebt, erlebe es bei Menschen, mit denen ich beruflich zu tun habe und weiß, dass Menschen leider so gestrickt sein können. 

Wenn Ihr Sohn schon 14 ist und gute Freunde hat, kann das ein verlässlicher Schutz sein. 
Warten Sie noch ein Jahr - mancher 15jährige verfügt über die Kräfte und das Erscheinungsbild eines ausgewachsenen Mannes. 

Falls Ihr Sohn offen mit dem, was geschehen ist, umgehen kann und seine Freunde echte Freunde sind, kann auch ein gemeinsamer &quot;Motivationsbesuch&quot; einer Horde wilder junger Männer dazu führen, dass so ein feiger Täter verschwindet. 
Falls die Polizei kommt - die Jungs sagen, dass sie belästigt wurden. Es gibt ja schon Anzeigen deshalb oder?
Oft ist so jemand selbst mal Opfer gewesen. Er wird Angst bekommen. Klar. 

Für den Täter tragen Sie keine Verantwortung. Die Jugendlichen auch nicht. Wenn er eins aufs Dach bekommt, dann hat er das ja selbst provoziert. Er scheint sich seiner Sache ja sehr sicher zu sein. 

Falls Ihr Sohn insgeheim die Aufmerksamkeit des Täters genießt - ist leider manchmal so - dann könnten Sie mal überlegen, ob Sie so eine Art &quot;Paten&quot; für ihn suchen. 
Das kann jemand sein, der das ehrenamtlich macht, jemand aus dem Bekanntenkreis oder von einem PC-Club, Schraubertreff oder Jugendclub. 
Das wirkt manchmal Wunder. 

Alles Gute !
Angelika Oetken, Berlin
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Peggy,<br />
Sie handeln doch verantwortungsvoll, wenn Sie sich für sich Hilfe holen und darüber hinaus versuchen, den Täter ins Gefängnis zu bekommen.<br />
Das ist mehr, als viele andere Eltern tun &#8211; viel mehr. </p>
<p>Nicht wenige verleugnen, was die Kinder Ihnen erzählen, um sich eben diesen negativen Gedanken (Schuldgefühle) nicht auszusetzen oder weil sie unbewusst für ihr Kind dieselbe Situation herbeiführen, in der sie selbst mal gesteckt haben. Weil das das eigene Unglück offenbar schmälert- nivelliert (Dein Leid halbiert mein Leid ist zwar mathematisch nicht korrekt &#8211; aber einige Menschen empfinden so)</p>
<p>Kommt leider häufig vor. Außenstehende/nicht-Betroffene können das nicht nachvollziehen.<br />
Ich habe es selbst in der Kindheit so erlebt, erlebe es bei Menschen, mit denen ich beruflich zu tun habe und weiß, dass Menschen leider so gestrickt sein können. </p>
<p>Wenn Ihr Sohn schon 14 ist und gute Freunde hat, kann das ein verlässlicher Schutz sein.<br />
Warten Sie noch ein Jahr &#8211; mancher 15jährige verfügt über die Kräfte und das Erscheinungsbild eines ausgewachsenen Mannes. </p>
<p>Falls Ihr Sohn offen mit dem, was geschehen ist, umgehen kann und seine Freunde echte Freunde sind, kann auch ein gemeinsamer &#8220;Motivationsbesuch&#8221; einer Horde wilder junger Männer dazu führen, dass so ein feiger Täter verschwindet.<br />
Falls die Polizei kommt &#8211; die Jungs sagen, dass sie belästigt wurden. Es gibt ja schon Anzeigen deshalb oder?<br />
Oft ist so jemand selbst mal Opfer gewesen. Er wird Angst bekommen. Klar. </p>
<p>Für den Täter tragen Sie keine Verantwortung. Die Jugendlichen auch nicht. Wenn er eins aufs Dach bekommt, dann hat er das ja selbst provoziert. Er scheint sich seiner Sache ja sehr sicher zu sein. </p>
<p>Falls Ihr Sohn insgeheim die Aufmerksamkeit des Täters genießt &#8211; ist leider manchmal so &#8211; dann könnten Sie mal überlegen, ob Sie so eine Art &#8220;Paten&#8221; für ihn suchen.<br />
Das kann jemand sein, der das ehrenamtlich macht, jemand aus dem Bekanntenkreis oder von einem PC-Club, Schraubertreff oder Jugendclub.<br />
Das wirkt manchmal Wunder. </p>
<p>Alles Gute !<br />
Angelika Oetken, Berlin</p>
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	</item>
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		<title>Von: Peggy Jansen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2009/11/11/kindheitstraumen-fordern-lebenslang-tribut/comment-page-1/#comment-3450</link>
		<dc:creator>Peggy Jansen</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 19:56:07 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=584#comment-3450</guid>
		<description>Liebe Angelika,
danke für die netten Zeilen. Was mich sehr bedrückt, sind Schuldgefühle. Auch wenn ich weiß, dass ich nicht schuldig bin, fühlt man sich als Mutter doch verantwortlich. Dazu kommt, dass wir durch das Urteil vom Freispruch für den Angeklagten (2. Instanz) stets jeden Schritt &quot;beweisen&quot; wollen/müssen, als würden wir eh unglaubwürdig dargestellt. Das dritte ist, die Angst loszulassen meiner Kinder. Timon wird bald 14, hat Freunde, mit denen er zusammen Freizeit gestaltet. Meine Angst, dass es erneut passieren könnte (Täter zeigte trotz vieler Umzüge stets Präsents), ich es wieder nicht &quot;verhindern&quot; kann.
Wegen der Therapie (ich), war noch nie zur Traumatherapie, mir ist schon bewusst was auf mich zukommen wird, zumal es grad in dieser &quot;Jubiläumszeit&quot; nun liegt. Zusätzliche Belastung also. Ich kann sicher nicht alles be/verarbeiten, dazu wären Monate/Jahre erforderlich. Aber ein Teil hoffe ich zu meistern. lg.
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Angelika,<br />
danke für die netten Zeilen. Was mich sehr bedrückt, sind Schuldgefühle. Auch wenn ich weiß, dass ich nicht schuldig bin, fühlt man sich als Mutter doch verantwortlich. Dazu kommt, dass wir durch das Urteil vom Freispruch für den Angeklagten (2. Instanz) stets jeden Schritt &#8220;beweisen&#8221; wollen/müssen, als würden wir eh unglaubwürdig dargestellt. Das dritte ist, die Angst loszulassen meiner Kinder. Timon wird bald 14, hat Freunde, mit denen er zusammen Freizeit gestaltet. Meine Angst, dass es erneut passieren könnte (Täter zeigte trotz vieler Umzüge stets Präsents), ich es wieder nicht &#8220;verhindern&#8221; kann.<br />
Wegen der Therapie (ich), war noch nie zur Traumatherapie, mir ist schon bewusst was auf mich zukommen wird, zumal es grad in dieser &#8220;Jubiläumszeit&#8221; nun liegt. Zusätzliche Belastung also. Ich kann sicher nicht alles be/verarbeiten, dazu wären Monate/Jahre erforderlich. Aber ein Teil hoffe ich zu meistern. lg.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Angelika Oetken</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2009/11/11/kindheitstraumen-fordern-lebenslang-tribut/comment-page-1/#comment-3396</link>
		<dc:creator>Angelika Oetken</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 18:47:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=584#comment-3396</guid>
		<description>Hallo Peggy,
wenn Sie in eine spezialisierte Reha gehen, brauchen Sie keine Angst davor zu haben, dass Sie genötigt werden &quot;alles&quot; preiszugeben oder man von Ihnen verlangen wird, etwas wiederzuerleben, was Sie nicht wiedererleben wollen. 
Gerade das wäre absolut kontraproduktiv. 
In einer guten Traumatherapie geht es darum, dass Sie wieder Kontrolle über Ihre Gedanken und Erinnerungen erlangen. Und auch Kontrolle über Ihr Leben - soweit das möglich ist. 
Eine &quot;Hirnamnesie&quot; kann ebenfalls nicht Ziel einer Therapie sein. 
Das problematische an Therapie für den, der therapiert wird ist vielmehr, dass Ambivalenzen im Erleben aufkommen könnten. Gerade die Ambivalenzen verursachen Leid. Sich mit ihnen zu beschäftigen, fördert auch Seiten in einem selbst zutage, die man im ersten Moment nicht mag. Gerade die abzuwehren kostet viel Kraft und ist letztendlich häufig das, was krank macht. Wut, Ärger, Schuld, Scham.... Alles Dinge, die jemand von außen in einen selbst hineingetragen hat... 

Und es kann schmerzhaft sein, von &quot;alten&quot; Überzeugungen Abschied zu nehmen. Gerade was &quot;Schuld&quot; und &quot;Verantwortung&quot; angeht. Es kann auch sein, dass Sie zu der Erkenntnis kommen, dass Sie Ihr Verhältnis zu Ihrem immerhin noch minderjährigen Sohn neu verorten sollten. 

Das Anstrendende an einer solchen Reha ist, dass man in kurzer Zeit soviel Neues, Unerwartetes bei sich selbst entdeckt. 

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn, dass Sie einen guten Weg finden!

Angelika Oetken, Berlin</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Peggy,<br />
wenn Sie in eine spezialisierte Reha gehen, brauchen Sie keine Angst davor zu haben, dass Sie genötigt werden &#8220;alles&#8221; preiszugeben oder man von Ihnen verlangen wird, etwas wiederzuerleben, was Sie nicht wiedererleben wollen.<br />
Gerade das wäre absolut kontraproduktiv.<br />
In einer guten Traumatherapie geht es darum, dass Sie wieder Kontrolle über Ihre Gedanken und Erinnerungen erlangen. Und auch Kontrolle über Ihr Leben &#8211; soweit das möglich ist.<br />
Eine &#8220;Hirnamnesie&#8221; kann ebenfalls nicht Ziel einer Therapie sein.<br />
Das problematische an Therapie für den, der therapiert wird ist vielmehr, dass Ambivalenzen im Erleben aufkommen könnten. Gerade die Ambivalenzen verursachen Leid. Sich mit ihnen zu beschäftigen, fördert auch Seiten in einem selbst zutage, die man im ersten Moment nicht mag. Gerade die abzuwehren kostet viel Kraft und ist letztendlich häufig das, was krank macht. Wut, Ärger, Schuld, Scham&#8230;. Alles Dinge, die jemand von außen in einen selbst hineingetragen hat&#8230; </p>
<p>Und es kann schmerzhaft sein, von &#8220;alten&#8221; Überzeugungen Abschied zu nehmen. Gerade was &#8220;Schuld&#8221; und &#8220;Verantwortung&#8221; angeht. Es kann auch sein, dass Sie zu der Erkenntnis kommen, dass Sie Ihr Verhältnis zu Ihrem immerhin noch minderjährigen Sohn neu verorten sollten. </p>
<p>Das Anstrendende an einer solchen Reha ist, dass man in kurzer Zeit soviel Neues, Unerwartetes bei sich selbst entdeckt. </p>
<p>Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn, dass Sie einen guten Weg finden!</p>
<p>Angelika Oetken, Berlin</p>
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		<title>Von: Peggy Jansen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2009/11/11/kindheitstraumen-fordern-lebenslang-tribut/comment-page-1/#comment-3384</link>
		<dc:creator>Peggy Jansen</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 19:07:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=584#comment-3384</guid>
		<description>Hey Leute, hallo lieber Norbert,

Ich bin 38 Jahre, habe nun meinen 2. Suizidversuch hinter mir. Weil ich es nicht ertragen habe, mich alles auffrisst. War nun ca. 5 Wochen im Krankenhaus. Ab 24.11. beginnt endlich meine Reha-Traumatherapie, worüber ich mich zum einen freue, aber auch Angst davor habe, alles erzählen, preisgeben, Widererleben... aber ich ziehe das durch. Mein 13 jähriger Sohn ist mittlerweile ein Vorbild. Er hat es auch geschafft. Ich erhoffe mir keine &quot;Hirnamnesie&quot;, aber lernen, es besser ertragen zu können. 
Norbert, Sie wissen, dass auch ich in der Öffentlichkeit zu tun habe. Ich würde ihr Forum gern verlinken, um mehr Aufmerksamkeit auf Sie und Ihre Petition zu bringen. Bitte melden Sie sich mal bei mir. 
Danke und für Euch anderen viel Kraft für alles.

Eure Peggy Jansen
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hey Leute, hallo lieber Norbert,</p>
<p>Ich bin 38 Jahre, habe nun meinen 2. Suizidversuch hinter mir. Weil ich es nicht ertragen habe, mich alles auffrisst. War nun ca. 5 Wochen im Krankenhaus. Ab 24.11. beginnt endlich meine Reha-Traumatherapie, worüber ich mich zum einen freue, aber auch Angst davor habe, alles erzählen, preisgeben, Widererleben&#8230; aber ich ziehe das durch. Mein 13 jähriger Sohn ist mittlerweile ein Vorbild. Er hat es auch geschafft. Ich erhoffe mir keine &#8220;Hirnamnesie&#8221;, aber lernen, es besser ertragen zu können.<br />
Norbert, Sie wissen, dass auch ich in der Öffentlichkeit zu tun habe. Ich würde ihr Forum gern verlinken, um mehr Aufmerksamkeit auf Sie und Ihre Petition zu bringen. Bitte melden Sie sich mal bei mir.<br />
Danke und für Euch anderen viel Kraft für alles.</p>
<p>Eure Peggy Jansen</p>
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