Israel erschüttert Missbrauchsvorwürfe gegen Rabbi


n-tv.de 16.02.2010

Ein Skandal um sexuellen Missbrauch junger Schutzbefohlener durch einen geistlichen Erzieher erschüttert Israels Öffentlichkeit. Der nationalreligiöse Rabbi Mordechai Elon soll sich nach israelischen Medienberichten mehrfach Jugendlichen und jungen Männern, die ihn um Rat in intimen Fragen baten, unsittlich genähert haben. Der Rabbiner selbst und seine Anhänger wiesen die Anschuldigungen allerdings vehement als Lügen zurück.

Der Fall löste in Israel eine heftige Debatte über die Kette des Schweigens aus, die oft eine Verfolgung von Missbrauchsfällen innerhalb der religiösen Gesellschaft verhindere. Im Fall von Rabbi Elon drangen die Vorwürfe durch eine Stellungnahme des “Forums Takana” an die Öffentlichkeit, einer 2003 gegründeten Vereinigung mehrerer reliöser Einrichtungen, die sich gegen sexuellen Missbrauch innerhalb des religiösen Sektors einsetzt. Dem Rabbiner würden “Taten vorgeworfen, die gegen die Werte von Heiligkeit und Moral verstoßen”, hieß es in darin unter anderem.

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Quelle:

http://www.n-tv.de/panorama/Missbrauchsvorwuerfe-gegen-Rabbi-article731492.html


2 Kommentare

  1. Sarah M. schreibt am 16. Februar 2010 um 20:28 Uhr

    In der heutigen online – Ausgabe von Panorama ist auch ein Artikel mit der Überschrift “Katholische Kirche am Pranger” zu finden.
    Bischof Maxi von Augsburg ist doch tatsächlich so dreist, die sex. Mißbräuche von Geistlichen auf die Sexuelle Revolution zu schieben.
    Davon haben aber die Studierenden und Gymnasiasten in diesen ehrenwerten Häusern sicher nicht´s mitbekommen.
    Denn er meint damit sicher nicht die unzähligen sex. Missbräuche, die dort statt gefunden haben.
    Eugen Drewermann, den die katholische Kirche ja schon vor Jahren hinauskomplimentiert hat, weil er zu mutig in ihren Augen war, sieht die Ursache vielmehr in der repressiven Sexualmoral, und ihrem unbeirrbaren Unfehlbarkeitsanspruch, der sich mit Selbstreflektion und eingefleischten Fehlstrukturen nicht vereinbaren lässt.
    …und welch ein Trost (Hohn) für alle Opfer, die von Jesuiten missbraucht wurden… anstatt Opferentschädigungen zu zahlen (“es gibt keine Blanco-checks” – Zitat v. Pressesprecher des Jesuitenordens), werden alle Patres und Brüder dieses Ordens morgen ein Aschermittwochsgebet “veranstalten”…
    Ich bin gerührt…

  2. Angelika Oetken schreibt am 16. Februar 2010 um 22:57 Uhr

    Hallo,
    ja die Welt ist doch ganz schön “globalisiert”. Dank der ausgezeichneten Vernetzung weiß man jetzt ganz schnell überall Bescheid.
    “Jahwe und Internet sei Dank” können sich die Betroffenen aus Israel ja unkompliziert von denen aus christlichen Ländern beraten lassen.

    Es ist ganz klar zu erwarten, dass in allen monotheistischen und/oder hierarchischen religiösen Institutionen sexuelle Übergriffe geschehen. Ob häufiger, genauso häufig oder weniger häufig als im Durchschnitt wird sich im Laufe der Zeit herausstellen.
    Die Tabuisierung hat bislang überall für Schweigen gesorgt.
    Aber besonders die Patronahlen drei “Weltreligionen” legen ja so großen Wert darauf, die Sexualität ihrer männlichen Schäfchen zu kontrollieren, die weibliche ist ja sowieso von denen abgeschafft worden. Es gibt da nur die Pflicht zum Gewähren-lassen und Gebären.

    Es wird nicht lange dauern, bis sich auch Betroffene aus der islamischen Welt öffentlich zu Wort melden. Sofern sie das überhaupt riskieren können. Mit den Menschenrechten ist es ja bei uns in der “westlichen” Welt schon nicht weit her.

    Das Ganze zieht doch verdammt weiter Kreise…

    Grüße von
    Angelika Oetken, Berlin

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