Kardinal Lehmann weist Vertuschungsvorwurf zurück


SPIEGEL ONLINE 2.03. 2010

…Seit Bekanntwerden des Missbrauchsskandals an Jesuitenschulen Ende Januar meldeten sich jeden Tag zahlreiche Opfer bei Tschapek-Güntner. “Leute rufen an und sagen: ‘Mir ist das auch passiert’”, sagte sie. “Die Menschen halten es nicht mehr aus und müssen reden.” Tschapek-Güntner warf der katholischen Kirche “Falschheit” vor. Zwar wolle die Kirche den Eindruck erwecken, die Missbrauchsfälle aufklären zu wollen, jahrelang habe sie Opfer aber unter Druck gesetzt oder mit Geld zum Schweigen gebracht. “Da wird die Decke der Verschwiegenheit ausgebreitet. Das ist grausam, und das halten wir kaum aus.”

Der langjährige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, wies den Vorwurf der systematischen Vertuschung scharf zurück. “Dies ist eine ganz und gar unberechtigte Unterstellung”, schrieb der Bischof von Mainz in seiner Veröffentlichung “Auf ein Wort” für März 2010 und sprach von Verleumdung. Früher habe es vielleicht “eine Verharmlosung oder gar Verniedlichung in einzelnen Fällen gegeben”. Seit Jahren bemühe sich die Kirche aber nun schon um Aufklärung, betonte Lehmann. “Es ist also barer Unsinn zu behaupten, die katholische Kirche habe keinen überzeugenden Willen zur Aufklärung.”…

Den gesamten Artikel lesen…

Quelle:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,681369,00.html


Ein Kommentar

  1. Sarah M. schreibt am 3. März 2010 um 09:51 Uhr

    …aber sicher, Herr Kardinal!
    Wir sind Deutschland, wir sind Kirche, wir sind Papst…

    und was ist das???

    http://www.youtube.com/watch?v=jOsYWF4TD3k&feature=related

    soviel zu den jahrelangen Bemühungen und überzeugenden Willen zur Aufklärung…

Einen Kommentar schreiben

Bitte bleiben Sie beim Thema des zu kommentierenden Beitrags. Sie können anderer Meinung sein, aber vermeiden Sie persönliche Angriffe. Verwenden Sie einen eindeutigen Namen in den Kommentaren, so dass ersichtlich bleibt, wer hier mit wem diskutiert. Spam und Werbung sind im Kommentarbereich nicht erlaubt. Neben den Kommentaren besteht auch die Möglichkeit einen Artikel einzureichen, bitte wenden Sie sich dazu an: info [at] netzwerkb.org