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	<title>Kommentare zu: Missbrauch ist nie ausgestanden</title>
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	<link>http://netzwerkb.org/2010/03/03/missbrauch-ist-nie-ausgestanden/</link>
	<description>netzwerkB ist eine unabhängige Interessenvertretung in der sich Betroffene von sexualisierter Gewalt für die Rechte Betroffener einsetzen.</description>
	<lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 20:54:23 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Hubert</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/03/missbrauch-ist-nie-ausgestanden/comment-page-1/#comment-12234</link>
		<dc:creator>Hubert</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 10:40:46 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1674#comment-12234</guid>
		<description>@Barbara
ja, ich glaub dir das alles auf Wort.
Das einzige, was Betroffenen am Ende wohl bleibt, ist die Tatsache, 
daß sie prächtige Arbeitgeber für viele Personen sind, welche sich professionell mit dem Thema beschäftigen.
Ärzte, Therapeuten, Rechtsanwälte, Richter, Forscher, Schriftsteller, Verleger, ... usw. verdienen ordentlich Geld mit den Geschichten der Betroffenen. Nur leider ist es so, daß die Betroffenen meist dabei lehr ausgehen. Gerade die, welche  es am ehesten nötig häten.
Irgendwas stimmt doch da in unserem Staatssystem nicht. 

Der so gern hochgehaltene Opferschutz oder OEG-Einrichtungen seitens des Staates funktionieren zumindest bisher nicht so, wie es eigentlich sein sollte.
Nicht selten kommt es vor, daß Antragsteller bei der stark belastenden Überprüfungsprozedur freiwillig ihr Leben beenden, weil sie das alles nicht mehr ertragen können. Oder wartet man etwa nur darauf? 
Ich meine, der Spareffekt wäre zweifelsohne enorm hoch. 
Hier fehlt geschultes Fachpersonal, welches in der Lage ist, zu erkennen,
ob jemand betroffen ist oder nicht. Und zwar ohne ein Opfer unnötig zusätzlich dabei zu belasten.
Ein  Wald- und Wiesen-Richter ist dazu z.B. völlig ungeeignet.
Und vor allem Feinfühligkeit ist gefragt und nicht nur stumpfes Paragraphendenken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Barbara<br />
ja, ich glaub dir das alles auf Wort.<br />
Das einzige, was Betroffenen am Ende wohl bleibt, ist die Tatsache,<br />
daß sie prächtige Arbeitgeber für viele Personen sind, welche sich professionell mit dem Thema beschäftigen.<br />
Ärzte, Therapeuten, Rechtsanwälte, Richter, Forscher, Schriftsteller, Verleger, &#8230; usw. verdienen ordentlich Geld mit den Geschichten der Betroffenen. Nur leider ist es so, daß die Betroffenen meist dabei lehr ausgehen. Gerade die, welche  es am ehesten nötig häten.<br />
Irgendwas stimmt doch da in unserem Staatssystem nicht. </p>
<p>Der so gern hochgehaltene Opferschutz oder OEG-Einrichtungen seitens des Staates funktionieren zumindest bisher nicht so, wie es eigentlich sein sollte.<br />
Nicht selten kommt es vor, daß Antragsteller bei der stark belastenden Überprüfungsprozedur freiwillig ihr Leben beenden, weil sie das alles nicht mehr ertragen können. Oder wartet man etwa nur darauf?<br />
Ich meine, der Spareffekt wäre zweifelsohne enorm hoch.<br />
Hier fehlt geschultes Fachpersonal, welches in der Lage ist, zu erkennen,<br />
ob jemand betroffen ist oder nicht. Und zwar ohne ein Opfer unnötig zusätzlich dabei zu belasten.<br />
Ein  Wald- und Wiesen-Richter ist dazu z.B. völlig ungeeignet.<br />
Und vor allem Feinfühligkeit ist gefragt und nicht nur stumpfes Paragraphendenken.</p>
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		<title>Von: Barbara</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/03/missbrauch-ist-nie-ausgestanden/comment-page-1/#comment-8040</link>
		<dc:creator>Barbara</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 23:03:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1674#comment-8040</guid>
		<description>1979, als ich 18 Jahre war, habe ich den Täter angezeigt - nach 6 Jahren Angst. Doch es war keine Erlösung, es war fortgesetzte Demütigung: 
Der Polizist, der vor Gericht aussagt, er hätte mir &quot;die Würmer aus der Nase ziehen müssen&quot;, sprich: ich hätte nichts &quot;freiwillig&quot; erzählt. Ha! Wir Betroffene wissen, was da im Inneren abspielt.
Der Richter, total unerfahren, der mich vor Publikum (damals waren diese Verhandlungen öffentlich!!) bloßstellt. 
Meine Eltern, die mich keines Blickes gewürdigt haben: Diese Schande!
Die Mutter des Täters, die mich im Gerichtssaal Hure schimpft. Es gab keinen Opferschutz, und das hat mich immer tiefer in die Depression getrieben. 
Nach 30 Jahren endlich die Aufarbeitung - Psychoanalyse. Eine Therapeutin die nach Erzählungen von mir sagt: &quot;Wenn ich das alles so glauben kann.&quot; Mir bleibt jedes weitere Wort im Halse stecken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>1979, als ich 18 Jahre war, habe ich den Täter angezeigt &#8211; nach 6 Jahren Angst. Doch es war keine Erlösung, es war fortgesetzte Demütigung:<br />
Der Polizist, der vor Gericht aussagt, er hätte mir &#8220;die Würmer aus der Nase ziehen müssen&#8221;, sprich: ich hätte nichts &#8220;freiwillig&#8221; erzählt. Ha! Wir Betroffene wissen, was da im Inneren abspielt.<br />
Der Richter, total unerfahren, der mich vor Publikum (damals waren diese Verhandlungen öffentlich!!) bloßstellt.<br />
Meine Eltern, die mich keines Blickes gewürdigt haben: Diese Schande!<br />
Die Mutter des Täters, die mich im Gerichtssaal Hure schimpft. Es gab keinen Opferschutz, und das hat mich immer tiefer in die Depression getrieben.<br />
Nach 30 Jahren endlich die Aufarbeitung &#8211; Psychoanalyse. Eine Therapeutin die nach Erzählungen von mir sagt: &#8220;Wenn ich das alles so glauben kann.&#8221; Mir bleibt jedes weitere Wort im Halse stecken.</p>
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		<title>Von: Hubert</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/03/missbrauch-ist-nie-ausgestanden/comment-page-1/#comment-7980</link>
		<dc:creator>Hubert</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 10:26:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1674#comment-7980</guid>
		<description>Also von einer Wiedergutmachung kann garkeine Rede sein, weil das garnicht wiedergutzumachen ist.
Zumindest aber sollte eine annähernde, Ausgleichentschädigung den Betroffenen geben werden.
Und das weitab von dem, was ein OEG (Opferentschädigungsgesetz) dafür minimalistisch vorsieht.

Man stelle sich vor: 
&quot;Die Lebenserwartung verkürzt sich&quot;
&quot;Gene tragen Schäden davon&quot; durch Missbrauch.
Das alles ist doch irreparabel!

Es ist unfassbar, wie einige da noch diese Schädigungen bagatelleisieren, indem sie die Auffassung  vertreten,
&quot;es ist heute gut therapiebar&quot;.

Man bedenke, daß eine Therapie in diesem Bereich immer nur ein Versuch darstellt! 
Ein Versuch, der nicht selten auch zum Experiment und somit sogar noch zu einer Zusatzbelastung für Betroffene werden kann, und das gerade in diesem sensiblen Bereich.
Allein schon die Suche nach einer geeigneten Therapiestelle zieht sich nicht selten über Jahre hin.
Geeignete Einrichtungen, welche auch bereichs-
übergreifend die Angelegenheiten anzugehen in der Lage sind, gibt es noch viel zu wenig. Und wenn, dann nur mit extrem langen Wartezeiten.
Eine &quot;Wald-und Wiesen&quot; - Therapiestelle ist hierbei oft mehr schädigend, als daß sie nützt.
Das muss endlich besser unterstützt werden!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also von einer Wiedergutmachung kann garkeine Rede sein, weil das garnicht wiedergutzumachen ist.<br />
Zumindest aber sollte eine annähernde, Ausgleichentschädigung den Betroffenen geben werden.<br />
Und das weitab von dem, was ein OEG (Opferentschädigungsgesetz) dafür minimalistisch vorsieht.</p>
<p>Man stelle sich vor:<br />
&#8220;Die Lebenserwartung verkürzt sich&#8221;<br />
&#8220;Gene tragen Schäden davon&#8221; durch Missbrauch.<br />
Das alles ist doch irreparabel!</p>
<p>Es ist unfassbar, wie einige da noch diese Schädigungen bagatelleisieren, indem sie die Auffassung  vertreten,<br />
&#8220;es ist heute gut therapiebar&#8221;.</p>
<p>Man bedenke, daß eine Therapie in diesem Bereich immer nur ein Versuch darstellt!<br />
Ein Versuch, der nicht selten auch zum Experiment und somit sogar noch zu einer Zusatzbelastung für Betroffene werden kann, und das gerade in diesem sensiblen Bereich.<br />
Allein schon die Suche nach einer geeigneten Therapiestelle zieht sich nicht selten über Jahre hin.<br />
Geeignete Einrichtungen, welche auch bereichs-<br />
übergreifend die Angelegenheiten anzugehen in der Lage sind, gibt es noch viel zu wenig. Und wenn, dann nur mit extrem langen Wartezeiten.<br />
Eine &#8220;Wald-und Wiesen&#8221; &#8211; Therapiestelle ist hierbei oft mehr schädigend, als daß sie nützt.<br />
Das muss endlich besser unterstützt werden!</p>
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	<item>
		<title>Von: Angelika</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/03/missbrauch-ist-nie-ausgestanden/comment-page-1/#comment-7964</link>
		<dc:creator>Angelika</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 15:46:10 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1674#comment-7964</guid>
		<description>Auch ich wurde bereits vom Kleinkindalter an jahrelang  missbraucht vom eigenen Vater und mit Drohungen zum Schweigen gebracht. Ich bin heute 53 Jahre alt und leide bis heute unter dem Missbrauch und Prügel aus der Kindheit. Vor 3 Jahren entwickelte sich bei mir ein PTBS und ich bin dadurch erwerbsunfähig geworden. Jahrzehntelang hatte ich immer gegrübelt, eine Antwort für das Warum gesucht, auf eine ehrliche Entschuldigung vom Täter gehofft und gemeint, vielleicht dann einmal zur Ruhe kommen zu können. Ja, ich hatte jahrelang sogar noch MItleid mit dem Täter, wegen seiner schlechten Kindheitsjahre. Dabei blieb das eigene Leid auf der Strecke. Um Andere kümmern ging gut(da erntete ich früh Lob und Anerkennung von außen), aber für mein Wohlergehen zu sorgen ist mir nie gezeigt worden und das fällt mir bis heute schwer. Ich überlebte, indem ich mich anpasste, d. h. nur existierte und mit einem Gefühl von Wertlosigkeit durch das Leben zog. Seit 2 Jahren arbeite ich durch Therapien meine Vergangenheit auf und beginne mein Leben zu erlernen. Das fällt verdammt schwer, zumal bei jeder Kleinigkeit von Außen urplötzlich unerwartete und nicht zu deutende Anspannungen mit Stress entstehen, als würde jemand mit mir &quot;Russisch Roulette&quot; spielen.
Kein Wunder, dass die Täter ihre Taten herunterspielen, schließlich gehen die meisten von ihnen ja straffrei aus, weil die Opfer erst jahrzehnte später in der Lage sind, sich zu offenbaren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch ich wurde bereits vom Kleinkindalter an jahrelang  missbraucht vom eigenen Vater und mit Drohungen zum Schweigen gebracht. Ich bin heute 53 Jahre alt und leide bis heute unter dem Missbrauch und Prügel aus der Kindheit. Vor 3 Jahren entwickelte sich bei mir ein PTBS und ich bin dadurch erwerbsunfähig geworden. Jahrzehntelang hatte ich immer gegrübelt, eine Antwort für das Warum gesucht, auf eine ehrliche Entschuldigung vom Täter gehofft und gemeint, vielleicht dann einmal zur Ruhe kommen zu können. Ja, ich hatte jahrelang sogar noch MItleid mit dem Täter, wegen seiner schlechten Kindheitsjahre. Dabei blieb das eigene Leid auf der Strecke. Um Andere kümmern ging gut(da erntete ich früh Lob und Anerkennung von außen), aber für mein Wohlergehen zu sorgen ist mir nie gezeigt worden und das fällt mir bis heute schwer. Ich überlebte, indem ich mich anpasste, d. h. nur existierte und mit einem Gefühl von Wertlosigkeit durch das Leben zog. Seit 2 Jahren arbeite ich durch Therapien meine Vergangenheit auf und beginne mein Leben zu erlernen. Das fällt verdammt schwer, zumal bei jeder Kleinigkeit von Außen urplötzlich unerwartete und nicht zu deutende Anspannungen mit Stress entstehen, als würde jemand mit mir &#8220;Russisch Roulette&#8221; spielen.<br />
Kein Wunder, dass die Täter ihre Taten herunterspielen, schließlich gehen die meisten von ihnen ja straffrei aus, weil die Opfer erst jahrzehnte später in der Lage sind, sich zu offenbaren.</p>
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	<item>
		<title>Von: Gertraud</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/03/missbrauch-ist-nie-ausgestanden/comment-page-1/#comment-7956</link>
		<dc:creator>Gertraud</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 08:54:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1674#comment-7956</guid>
		<description>Ja, diesen Artikel kann ich nur voll mit meinen eigenen schmerzvollen Kindheitserinnerungen bestätigen. Ich wurde ab dem Alter von 6 Jahren von einem Angestellten meines Vaters missbraucht und heute weiß ich, dass es Mitwisser und -dulder gab, die mir aber nie Hilfestellung gaben. Fazit meines vergeudeten Lebens: Ich hatte mein Leben lang Alpträume, fürchtete mich vor dem Finsterwerden, denn da kam er ... Und durch ein schreckliches Ereignis holte mich meine Kindheit ein, ich erlebte alles noch einmal im Zeitraffer und versuchte letztes Jahr, mir - ohne ersichtlichen Anlass, alle Pulsadern aufzuschneiden, wurde aber in buchstäblich letzter Sekunde gerettet. Ich glaube, es mit unzähligen und aufwändigen Gesprächstherapien, die mich ein Drittel meines Einkommens kosteten, geschafft zu haben, nehme aber nach wie vor Psychopharmaka. Für solche Triebtäter sollte es nie eine Verjährung und keine Gnade geben. Ein schutzbedürftiges Kind zu missbrauchen, ist SCHLIMMER ALS MORD</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, diesen Artikel kann ich nur voll mit meinen eigenen schmerzvollen Kindheitserinnerungen bestätigen. Ich wurde ab dem Alter von 6 Jahren von einem Angestellten meines Vaters missbraucht und heute weiß ich, dass es Mitwisser und -dulder gab, die mir aber nie Hilfestellung gaben. Fazit meines vergeudeten Lebens: Ich hatte mein Leben lang Alpträume, fürchtete mich vor dem Finsterwerden, denn da kam er &#8230; Und durch ein schreckliches Ereignis holte mich meine Kindheit ein, ich erlebte alles noch einmal im Zeitraffer und versuchte letztes Jahr, mir &#8211; ohne ersichtlichen Anlass, alle Pulsadern aufzuschneiden, wurde aber in buchstäblich letzter Sekunde gerettet. Ich glaube, es mit unzähligen und aufwändigen Gesprächstherapien, die mich ein Drittel meines Einkommens kosteten, geschafft zu haben, nehme aber nach wie vor Psychopharmaka. Für solche Triebtäter sollte es nie eine Verjährung und keine Gnade geben. Ein schutzbedürftiges Kind zu missbrauchen, ist SCHLIMMER ALS MORD</p>
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