Buchtipp: Warum ich Pater Pierre getötet habe


Wer hat denn nun wirklich Recht? Die Hippies oder die Kirche?

Immer wieder dringen Berichte von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen durch Geistliche der katholischen Kirche an die Öffentlichkeit. Letztes Jahr zahlte sogar die Diözese Kaliforniens Unmengen als „Abfindung“, um einer Sammelklage zu entgehen. Bei all diesen erschütternden Fällen mag man sich immer wieder fragen, wie es im Einzelnen dazu kommen konnte. Warum Eltern und andere Erwachsene nichts bemerkt haben, nichts bemerken konnten. Der Autor Olivier Ka wurde im Alter von zwölf Jahren von seinem „Freund und Kumpel“ Pater Pierre missbraucht. Bei Carlsen liegt sein letztes Jahr in Angoulême ausgezeichnete autobiographische Comic über diesen Vorfall nun auf Deutsch vor.

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Quelle:

http://www.satt.org



3 Kommentare

  1. Vera Scheidweiler schreibt am 11. März 2010 um 10:28 Uhr

    Der comic ist sehr empfehlenswert, weil er die Gefühle des Jungen und späteren Erwachsenen, seine Zerissenheit, seine Ängste, sein Widerstreben und seine Wut so gut zum Ausdruck bringt.

  2. Manfred Keitel schreibt am 14. März 2010 um 22:02 Uhr

    Er kommt ausserdem mit viel Fingerspitzengefühl, auf nachvollziehbare Art, konkret auf den Punkt. Er liefert meiner Meinung nach keine Antworten, sondern in erster Linie Authentizität ohne erhobenen Zeigefinger, da es ein autobiographisches Werk ist.

  3. Pia Nachtsheim schreibt am 18. Mai 2010 um 07:41 Uhr

    Ich weiß nicht
    was soll es bedeuten.
    Das ich heute so traurig bin.
    Kein Märchen aus uralten Zeiten
    kommt mir da in den Sinn.
    Die Sonne schien hell und funkelnd,
    der Keller wurde abgedunkelt,
    Geräte bereits gestellt,
    das hübsche kleine Mädchen,
    nackend auf Blechdosen gestellt,
    die Klammern wurden befestigt,
    der Strom wurde durch das Mädchen gejagt,
    Das Mädchen brach schreiend zusammen,
    das geschah am helllichten Tag .

    Der Blick hinaus in die Sonne,
    der bleibt mir fest im Sinn,
    ich weiß nicht was soll es bedeuten,
    das ich heute so traurig bin.

    Ich war 6 Jahre alt,
    man hielt mich für eine Märchenerzählerin,
    wenn ich davon erzählte,
    was der Küster mit mir getan hatte,
    man gab mir Medikament,
    bis meine lauten Schreie in der Nacht,
    Niemand anderen mehr quälten.
    Sie haben mich Stumm gemacht.

    24 Jahre später tritt alles an den Tag,
    ich weiß nicht was soll es bedeuten,
    wie ich das alles ertrag.

    Pia Survivor

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