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	<title>Kommentare zu: Das Leben im Katholischen Kinderheim</title>
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	<description>netzwerkB ist eine unabhängige Interessenvertretung in der sich Betroffene von sexualisierter Gewalt für die Rechte Betroffener einsetzen.</description>
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		<title>Von: hildegard</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/13/das-leben-im-katholischen-kinderheim/comment-page-1/#comment-11383</link>
		<dc:creator>hildegard</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 13:43:55 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Bernd Schulz, 
bleiben Sie dran! und erinnern Sie Herrn Wanke so lange an seine Worte, bis er Ihnen &quot;GUTE GESPRÄCHE BEI EINEM GUTEN THERAPEUTEN&quot; bewilligt. W e r  für Sie ein guter Therapeut ist, das können nur Sie selber sagen!! Sie haben lange genug gelitten!  
Und wenn Sie Ihre Schreckens-Geschichte an den Runden Tisch schicken wollen, dann teilen Sie Ihrem Bischof auch das mit!

an alle:
soeben bekam ich die Eingangsbestätigung über alle meine bisherigen Schreiben an den Runden Tisch - wir werden wahr-genommen ...!...?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Bernd Schulz,<br />
bleiben Sie dran! und erinnern Sie Herrn Wanke so lange an seine Worte, bis er Ihnen &#8220;GUTE GESPRÄCHE BEI EINEM GUTEN THERAPEUTEN&#8221; bewilligt. W e r  für Sie ein guter Therapeut ist, das können nur Sie selber sagen!! Sie haben lange genug gelitten!<br />
Und wenn Sie Ihre Schreckens-Geschichte an den Runden Tisch schicken wollen, dann teilen Sie Ihrem Bischof auch das mit!</p>
<p>an alle:<br />
soeben bekam ich die Eingangsbestätigung über alle meine bisherigen Schreiben an den Runden Tisch &#8211; wir werden wahr-genommen &#8230;!&#8230;?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bernd Schulz</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/13/das-leben-im-katholischen-kinderheim/comment-page-1/#comment-11380</link>
		<dc:creator>Bernd Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 12:20:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1841#comment-11380</guid>
		<description>Bernd Schulz Mülhausen 



Liebe Leser 

Ich habe eine Anzeige gegen das damalige  Kloster in Ershausen gemacht. Leider wurde es eingestellt auf Grund der Verjährung .

Danach habe ich den Bischof Dr. Wanke eine E-Mail gesendet er
bedankte sich, und versicherte mein Schicksal in keinster Weise 
unberührt zu lässt. Aus diesem Grunde möchte er mit mir ein Gespräch,
auch wenn das Thema “Endschädigung” vorerst nicht im Vordergrund
stehen sollte und von ihm derzeit auch nicht beeinflusst werden kann.

Dr. Bischof Wanke schickte mir ein Dr. Rudolf Arnrich ein Arzt zum Gespräch bei mir zu Hause es verlief so als ob ich bei meinen Hausarzt
bin und mein Gefühl wahr als ob er mir einen Therapeuten zur Seite stellen wollte und von der Kirche bezahlt würde.


Jetzt haben sie mich vergessen und glauben das sie Ihre Flicht getan hätten von den Bischof Dr. Wanke  ist bis heute keine Entschuldigung gekommen.

Bernd Schulz</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bernd Schulz Mülhausen </p>
<p>Liebe Leser </p>
<p>Ich habe eine Anzeige gegen das damalige  Kloster in Ershausen gemacht. Leider wurde es eingestellt auf Grund der Verjährung .</p>
<p>Danach habe ich den Bischof Dr. Wanke eine E-Mail gesendet er<br />
bedankte sich, und versicherte mein Schicksal in keinster Weise<br />
unberührt zu lässt. Aus diesem Grunde möchte er mit mir ein Gespräch,<br />
auch wenn das Thema “Endschädigung” vorerst nicht im Vordergrund<br />
stehen sollte und von ihm derzeit auch nicht beeinflusst werden kann.</p>
<p>Dr. Bischof Wanke schickte mir ein Dr. Rudolf Arnrich ein Arzt zum Gespräch bei mir zu Hause es verlief so als ob ich bei meinen Hausarzt<br />
bin und mein Gefühl wahr als ob er mir einen Therapeuten zur Seite stellen wollte und von der Kirche bezahlt würde.</p>
<p>Jetzt haben sie mich vergessen und glauben das sie Ihre Flicht getan hätten von den Bischof Dr. Wanke  ist bis heute keine Entschuldigung gekommen.</p>
<p>Bernd Schulz</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Sarah M.</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/13/das-leben-im-katholischen-kinderheim/comment-page-1/#comment-8495</link>
		<dc:creator>Sarah M.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 20:45:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1841#comment-8495</guid>
		<description>Lieber Bernd,
es ist gut, wenn Sie Ihren Tränen freien Lauf lassen können. Das mussten Sie in Ihrer Kindheit dank der gefühlskalten Erwachsenen um Sie herum lange genug unter Kontrolle halten! Das kann Ihnen heute Gott sei Dank niemand mehr verbieten. 
Ich kann mich noch sehr gut an meine Therapie erinnern, und ich dachte anfangs, ich ertrinke in einem Tränensee, Tränen, die man mir in meiner Kindheit nicht erlaubte, ohne erneute Gewalt zu riskieren. Aber mit der Zeit spürte ich, dass die inneren verletzten misshandelten Kinder in mir dankbar waren, endlich weinen zu dürfen. All die Gefühle, die man als Kind unterdrücken musste, konnte ich nun zulassen. Das muss sein, und es darf sein. Es ist ein Stück Weg zum Heil - Werden der Wunden, die uns Erwachsene in unserer Kindheit zugefügt haben. 
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft, um Ihre Gefühle zuzulassen.
Im Gedanken Ihnen nahe
Sarah M.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Bernd,<br />
es ist gut, wenn Sie Ihren Tränen freien Lauf lassen können. Das mussten Sie in Ihrer Kindheit dank der gefühlskalten Erwachsenen um Sie herum lange genug unter Kontrolle halten! Das kann Ihnen heute Gott sei Dank niemand mehr verbieten.<br />
Ich kann mich noch sehr gut an meine Therapie erinnern, und ich dachte anfangs, ich ertrinke in einem Tränensee, Tränen, die man mir in meiner Kindheit nicht erlaubte, ohne erneute Gewalt zu riskieren. Aber mit der Zeit spürte ich, dass die inneren verletzten misshandelten Kinder in mir dankbar waren, endlich weinen zu dürfen. All die Gefühle, die man als Kind unterdrücken musste, konnte ich nun zulassen. Das muss sein, und es darf sein. Es ist ein Stück Weg zum Heil &#8211; Werden der Wunden, die uns Erwachsene in unserer Kindheit zugefügt haben.<br />
Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft, um Ihre Gefühle zuzulassen.<br />
Im Gedanken Ihnen nahe<br />
Sarah M.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bernd Schulz</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/13/das-leben-im-katholischen-kinderheim/comment-page-1/#comment-8493</link>
		<dc:creator>Bernd Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 18:28:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1841#comment-8493</guid>
		<description>Ich möchte mich bedanken bei all den Menschen, dir mir in der letzten Tagen  hilfreiche zu Seite gestanden haben  ; sei es durch Liebe Worte oder durch Briefe hier auf dieser Seite. Entschuldigt bitte, dass ich mich erst jetzt dazu zu Wort melde; ich brauchte Zeit zu verarbeiten. Und ich bin Wütend  von dem, was derzeit alles ;ans Tageslicht kommt was aufgedeckt, bekannt, endlich ausgesprochen wird. Welche Kraft, welche Macht wird plötzlich frei, welche Solidarität. 

Ich muss immer mal eine Pause machen wenn ich meine Geschichte weiter darlege da ich meine Tränen nicht unter Kontrolle habe verzeiht mir bitte und Danke</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte mich bedanken bei all den Menschen, dir mir in der letzten Tagen  hilfreiche zu Seite gestanden haben  ; sei es durch Liebe Worte oder durch Briefe hier auf dieser Seite. Entschuldigt bitte, dass ich mich erst jetzt dazu zu Wort melde; ich brauchte Zeit zu verarbeiten. Und ich bin Wütend  von dem, was derzeit alles ;ans Tageslicht kommt was aufgedeckt, bekannt, endlich ausgesprochen wird. Welche Kraft, welche Macht wird plötzlich frei, welche Solidarität. </p>
<p>Ich muss immer mal eine Pause machen wenn ich meine Geschichte weiter darlege da ich meine Tränen nicht unter Kontrolle habe verzeiht mir bitte und Danke</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Frank Linnhoff</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/13/das-leben-im-katholischen-kinderheim/comment-page-1/#comment-8479</link>
		<dc:creator>Frank Linnhoff</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 09:08:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1841#comment-8479</guid>
		<description>Lieber Bernd Schulz,

sie sind ein sehr mutiger, sehr starker Mensch, dies schon als Kind. Mit der Veröffentlichung Ihrer Folter mit Ihren von Leben erfüllten Worten wird helfen, dass diese Praktiken veröffentlicht und geahndet werden, und nicht zu vergessen, Folteropfer wie Sie es eines sind, zumindest geldlichen Schadensersatz bekommen. 

Danke

Frank Linnhoff</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Bernd Schulz,</p>
<p>sie sind ein sehr mutiger, sehr starker Mensch, dies schon als Kind. Mit der Veröffentlichung Ihrer Folter mit Ihren von Leben erfüllten Worten wird helfen, dass diese Praktiken veröffentlicht und geahndet werden, und nicht zu vergessen, Folteropfer wie Sie es eines sind, zumindest geldlichen Schadensersatz bekommen. </p>
<p>Danke</p>
<p>Frank Linnhoff</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: H. Verhees</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/13/das-leben-im-katholischen-kinderheim/comment-page-1/#comment-8344</link>
		<dc:creator>H. Verhees</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 15:03:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1841#comment-8344</guid>
		<description>In 150 Ländern dieser Welt zählt man 1.000.000.000 Menschen zur KK. Die von innen und außen geforderte Wende ist eine letzte Chance vielleicht, gerade noch rechtzeitig kranke, kriminelle, diskriminierende Strukturen aufzubrechen und zur Botschaft des Urhebers zurück zu finden. Das Potential menschlichen Mitfühlens liegt in jedem Mann, in jeder Frau. Das wird Frau dem Mann zugestehen, der sich zu seinen Fehlern bekennt und sich auf sein Menschsein besinnt.
Frauen werden mit Männern wieder auf Augenhöhe kooperieren wollen - zunächst aber braucht&#039;s leider noch die &quot;Radarfalle&quot; und in den Kirchen den Abstieg vom Sockel der Hierarchen/Patriarchen ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In 150 Ländern dieser Welt zählt man 1.000.000.000 Menschen zur KK. Die von innen und außen geforderte Wende ist eine letzte Chance vielleicht, gerade noch rechtzeitig kranke, kriminelle, diskriminierende Strukturen aufzubrechen und zur Botschaft des Urhebers zurück zu finden. Das Potential menschlichen Mitfühlens liegt in jedem Mann, in jeder Frau. Das wird Frau dem Mann zugestehen, der sich zu seinen Fehlern bekennt und sich auf sein Menschsein besinnt.<br />
Frauen werden mit Männern wieder auf Augenhöhe kooperieren wollen &#8211; zunächst aber braucht&#8217;s leider noch die &#8220;Radarfalle&#8221; und in den Kirchen den Abstieg vom Sockel der Hierarchen/Patriarchen &#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Angelika Oetken</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/13/das-leben-im-katholischen-kinderheim/comment-page-1/#comment-8338</link>
		<dc:creator>Angelika Oetken</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 13:07:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1841#comment-8338</guid>
		<description>Lieber Bernd Schulz, 
ich kann mir vorstellen, daß es für Sie sehr traurig ist uns von Ihren Erinnerungen zu berichten. 
Daß Sie es trotzdem tun, finde ich toll. 

Sie berichten sehr echt und ganz klar. 

Die realistischen Schilderungen von Betroffenen sind absolut wichtig, um den &quot;gefühlten&quot; Informationen, auf deren Grundlage so mancher Verantwortliche und viele Würdenträger ihre Entscheidungen treffen, etwas entgegen zu setzen. 

Ein Beispiel : 
Heute habe ich im Radio gehört, daß der Katholikenpräsident Herr Glück öffentlich über eine Aufhebung des Zölibats nachdenkt - im Zusammenhang mit dem Problem sexueller Übergriffe innerhalb der katholischen Kirche. 

Ich zitiere aus der Meldung (FR-online):  

&quot;Katholiken-Präsident
Glück plädiert für Zölibat-Aufhebung

Angesichts der sich häufenden Meldungen über Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche plädiert ZdK-Präsident Alois Glück für eine Aufhebung des Zölibats für Priester. Die Kirche müsse Konsequenzen struktureller Art ziehen und dabei auch überlegen, ob es kirchenspezifische Bedingungen für den Missbrauch gebe, sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) der &quot;Süddeutschen Zeitung&quot;.

&quot;Dazu gehört zweifellos eine Auseinandersetzung mit dem ganzen Thema Sexualität, angefangen vom Umgang damit bis hin zur Auswahl des kirchlichen Personals.&quot; Die Lockerung des Pflichtzölibats sei ein Weg, sagte der CSU-Politiker. Allerdings sei das Problem damit allein nicht gelöst.&quot;


Die notwendigen und wirksamen Konsequenzen struktureller Art hat Herr Prof. Schneider in seinem Interview, das Norbert Denef gestern hier eingestellt hat (13.03.2010 Psychiater: An Missbrauchsdiskussion dran bleiben) schon aufgeführt. 

Ich zitiere aus seinem Beitrag : 
&quot;«Ausschlaggebend sind geschlossene Einheiten, wenn der Kontakt zur Außenwelt fehlt», sagte der 52-Jährige. ....«Dass es bei den Katholiken angefangen hat, ist Zufall. Missbrauch wird durch Abhängigkeit gefördert.»
.....
«Kinder und Jugendliche brauchen Informationen. Sie müssen wissen, wie und woher sie Hilfe bekommen können», umschrieb der Psychiater einen offenen Umgang mit dem Thema. 
.....
Bleibe Missbrauch als Thema aktuell, bremse dies auch mögliche Täter. «Dann wissen sie, dass sie unter Beobachtung stehen», sagte Schneider. «Das wirkt wie eine Radarfalle.»
.....&quot;

Die Stichworte von Prof. Schneider &quot;geschlossene Einheiten, Abhängigkeit, Mangel an Informationen, Mangel an Kontrolle...&quot; geben Hinweise auf genau 
die Baustellen, an denen die katholische Kirche, genauso wie alle anderen ähnlich strukturierten Institutionen arbeiten sollte.

Wie speziell die katholische Kirche jetzt mit dem Thema umgeht, wird über ihre Zukunft entscheiden. 

Mein persönlicher Eindruck ist : der Zug ist längst abgefahren. Jedenfalls in Europa. 
In Ländern, in denen antidemokratische Strukturen der katholischen Kirche ermöglichen, weiterhin strukturellen Machtmissbrauch zu betreiben, mag das anders aussehen. Aber auch da schlägt die Stimmung um. 
 
Die Strukturen der katholischen Kirche haben so viele Schwächen, daß es Jahrzehnte dauern würde, etwas zu ändern. 
Die ganze Unfähigkeit und die extremen menschlichen Schwächen der Verantwortlichen treten ungewohnt offen zu Tage. 
&quot;Gott sei Dank&quot; kann man nur sagen. 

Wäre &quot;KK&quot; ein Wirtschaftsbetrieb hätte er längst einen Insolvenzverwalter und die Geschäftsführer wären im Gefängnis u.a. wegen Veruntreuung, Vertuschung von Straftaten und Mißhandlung von Schutzbefohlenen. 

Insofern sind es gerade Berichte wie der von Ihnen die angesichts des ganzen öffentlichen &quot;Blablas&quot; den Menschen die Augen öffnen für das, was wirklich passierte und auch heute noch passiert. 

Im selben Radiobeitrag sagte der Präsident des Kinderschutzbundes, daß wir davon ausgehen müssen, daß sich die Menschen, die derzeit sexuell misshandelt werden erst in den nächsten Jahren melden werden. Und das das Thema brandaktuell sei - sexuelle Gewalt finde derzeit meist innerhalb der Familien statt. 

Ich danke Ihnen für Ihren Mut und Ihr Durchhaltevermögen, das Ihnen ermöglicht, hier Ihre Beiträge zu veröffentlichen. 

Angelika Oetken, Berlin</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Bernd Schulz,<br />
ich kann mir vorstellen, daß es für Sie sehr traurig ist uns von Ihren Erinnerungen zu berichten.<br />
Daß Sie es trotzdem tun, finde ich toll. </p>
<p>Sie berichten sehr echt und ganz klar. </p>
<p>Die realistischen Schilderungen von Betroffenen sind absolut wichtig, um den &#8220;gefühlten&#8221; Informationen, auf deren Grundlage so mancher Verantwortliche und viele Würdenträger ihre Entscheidungen treffen, etwas entgegen zu setzen. </p>
<p>Ein Beispiel :<br />
Heute habe ich im Radio gehört, daß der Katholikenpräsident Herr Glück öffentlich über eine Aufhebung des Zölibats nachdenkt &#8211; im Zusammenhang mit dem Problem sexueller Übergriffe innerhalb der katholischen Kirche. </p>
<p>Ich zitiere aus der Meldung (FR-online):  </p>
<p>&#8220;Katholiken-Präsident<br />
Glück plädiert für Zölibat-Aufhebung</p>
<p>Angesichts der sich häufenden Meldungen über Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche plädiert ZdK-Präsident Alois Glück für eine Aufhebung des Zölibats für Priester. Die Kirche müsse Konsequenzen struktureller Art ziehen und dabei auch überlegen, ob es kirchenspezifische Bedingungen für den Missbrauch gebe, sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221;.</p>
<p>&#8220;Dazu gehört zweifellos eine Auseinandersetzung mit dem ganzen Thema Sexualität, angefangen vom Umgang damit bis hin zur Auswahl des kirchlichen Personals.&#8221; Die Lockerung des Pflichtzölibats sei ein Weg, sagte der CSU-Politiker. Allerdings sei das Problem damit allein nicht gelöst.&#8221;</p>
<p>Die notwendigen und wirksamen Konsequenzen struktureller Art hat Herr Prof. Schneider in seinem Interview, das Norbert Denef gestern hier eingestellt hat (13.03.2010 Psychiater: An Missbrauchsdiskussion dran bleiben) schon aufgeführt. </p>
<p>Ich zitiere aus seinem Beitrag :<br />
&#8220;«Ausschlaggebend sind geschlossene Einheiten, wenn der Kontakt zur Außenwelt fehlt», sagte der 52-Jährige. &#8230;.«Dass es bei den Katholiken angefangen hat, ist Zufall. Missbrauch wird durch Abhängigkeit gefördert.»<br />
&#8230;..<br />
«Kinder und Jugendliche brauchen Informationen. Sie müssen wissen, wie und woher sie Hilfe bekommen können», umschrieb der Psychiater einen offenen Umgang mit dem Thema.<br />
&#8230;..<br />
Bleibe Missbrauch als Thema aktuell, bremse dies auch mögliche Täter. «Dann wissen sie, dass sie unter Beobachtung stehen», sagte Schneider. «Das wirkt wie eine Radarfalle.»<br />
&#8230;..&#8221;</p>
<p>Die Stichworte von Prof. Schneider &#8220;geschlossene Einheiten, Abhängigkeit, Mangel an Informationen, Mangel an Kontrolle&#8230;&#8221; geben Hinweise auf genau<br />
die Baustellen, an denen die katholische Kirche, genauso wie alle anderen ähnlich strukturierten Institutionen arbeiten sollte.</p>
<p>Wie speziell die katholische Kirche jetzt mit dem Thema umgeht, wird über ihre Zukunft entscheiden. </p>
<p>Mein persönlicher Eindruck ist : der Zug ist längst abgefahren. Jedenfalls in Europa.<br />
In Ländern, in denen antidemokratische Strukturen der katholischen Kirche ermöglichen, weiterhin strukturellen Machtmissbrauch zu betreiben, mag das anders aussehen. Aber auch da schlägt die Stimmung um. </p>
<p>Die Strukturen der katholischen Kirche haben so viele Schwächen, daß es Jahrzehnte dauern würde, etwas zu ändern.<br />
Die ganze Unfähigkeit und die extremen menschlichen Schwächen der Verantwortlichen treten ungewohnt offen zu Tage.<br />
&#8220;Gott sei Dank&#8221; kann man nur sagen. </p>
<p>Wäre &#8220;KK&#8221; ein Wirtschaftsbetrieb hätte er längst einen Insolvenzverwalter und die Geschäftsführer wären im Gefängnis u.a. wegen Veruntreuung, Vertuschung von Straftaten und Mißhandlung von Schutzbefohlenen. </p>
<p>Insofern sind es gerade Berichte wie der von Ihnen die angesichts des ganzen öffentlichen &#8220;Blablas&#8221; den Menschen die Augen öffnen für das, was wirklich passierte und auch heute noch passiert. </p>
<p>Im selben Radiobeitrag sagte der Präsident des Kinderschutzbundes, daß wir davon ausgehen müssen, daß sich die Menschen, die derzeit sexuell misshandelt werden erst in den nächsten Jahren melden werden. Und das das Thema brandaktuell sei &#8211; sexuelle Gewalt finde derzeit meist innerhalb der Familien statt. </p>
<p>Ich danke Ihnen für Ihren Mut und Ihr Durchhaltevermögen, das Ihnen ermöglicht, hier Ihre Beiträge zu veröffentlichen. </p>
<p>Angelika Oetken, Berlin</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Bernd Schulz</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/13/das-leben-im-katholischen-kinderheim/comment-page-1/#comment-8336</link>
		<dc:creator>Bernd Schulz</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 12:23:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1841#comment-8336</guid>
		<description>Nachschlag

Der Pfarrer wurde dann versetzt da er sich noch an
anderen Kinder vergangen hatte. Das Leben im Kloster wahr die Hölle. 

Ich war 16 Jahre und kam in einer anderen Abteilung wo ältere Jungs (18-20)
Jahre wahren. Am anfangs war alles in Ordnung bis ein Pfleger der immer Nachtdienst hatte und  mich immer aus dem Bett holte, und stopfte mir einer Unterhose in meinen Mund und  mein Nachthemd auszog  um mich zu vergewaltigen. Es kam alles wieder zurück das was ich schon erlebt hatte und noch nicht verarbeitet hatte. So werden Menschen vernichtet, bevor sie auch nur einen Schritt ins Leben machen können, und die mich an den Rand der Selbsttötung gebracht haben. Ich wollte nicht mehr Leben und versuchte mich wieder mein Leben zu nehmen mit einer Glasscheibe mein Puls aufzuschneiden. Es war vergeblich man hat mich gefunden und auf die Krankenstation gebracht der Doktor fragte mich warum ich das gemacht habe ich schwieg vor Angst und sagte er solle mir eine Spritze geben das ich nicht wieder aufwache und Weinte. Die Schwestern im Kloster wollen es nicht wahr haben, und gaben mir die Schuld. Der Doktor erkannte die Situation und befragte mich nochmals ich wollte nichts sagen da mir sowieso keiner glaubte. Der Doktor nahm mich ernst, darauf erzählte ich Ihn alles und sagte warum ich das getan habe und bat Ihn noch mal mein Leben zu beenden. Er sagte das darf ich nicht werde aber dafür sorgen das das ein ende hat. Ich schöpfte wieder Hoffnung sie hielt nicht lange an. Ich wurde erneut missbraucht und erniedrigt. Das Kloster wollte davon nichts wissen und billigte weiter diese Handlungen um das es nicht nach außen Getragen wurde, wurde unser Doktor in Altes Ruhestand geschickt und durch eine Ärztin ersetzt .Der Missbrauch  ging über mehr als 10 Jahre, er war systematisch, ein Teil des Systems.  Von der Klosterleitung gewollt. Das Kloster wurde zum Täter ,spätestens nachdem  das erste Kind nach Schlägen zum Arzt bracht wurde und dann in die Hände des Schlägers zurückbrachte.

Ich möchte alles raus lassen, damit es mir etwas besser geht. Meine Kindheit und meine Jugend ist dahin, ich habe daran keine schöne Erinnerung. Ich habe immer noch Angst und  Depressionen . Ich glaube nicht, dass man sich dafür entschuldigen kann, für das Leid, das man mir und auch den anderen angetan hat, es ist nie wieder gut zu machen. 

Ich muss immer mal eine Pause machen da ich meine  Tränen nicht unter Kontrolle habe  verzeiht mir bitte</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachschlag</p>
<p>Der Pfarrer wurde dann versetzt da er sich noch an<br />
anderen Kinder vergangen hatte. Das Leben im Kloster wahr die Hölle. </p>
<p>Ich war 16 Jahre und kam in einer anderen Abteilung wo ältere Jungs (18-20)<br />
Jahre wahren. Am anfangs war alles in Ordnung bis ein Pfleger der immer Nachtdienst hatte und  mich immer aus dem Bett holte, und stopfte mir einer Unterhose in meinen Mund und  mein Nachthemd auszog  um mich zu vergewaltigen. Es kam alles wieder zurück das was ich schon erlebt hatte und noch nicht verarbeitet hatte. So werden Menschen vernichtet, bevor sie auch nur einen Schritt ins Leben machen können, und die mich an den Rand der Selbsttötung gebracht haben. Ich wollte nicht mehr Leben und versuchte mich wieder mein Leben zu nehmen mit einer Glasscheibe mein Puls aufzuschneiden. Es war vergeblich man hat mich gefunden und auf die Krankenstation gebracht der Doktor fragte mich warum ich das gemacht habe ich schwieg vor Angst und sagte er solle mir eine Spritze geben das ich nicht wieder aufwache und Weinte. Die Schwestern im Kloster wollen es nicht wahr haben, und gaben mir die Schuld. Der Doktor erkannte die Situation und befragte mich nochmals ich wollte nichts sagen da mir sowieso keiner glaubte. Der Doktor nahm mich ernst, darauf erzählte ich Ihn alles und sagte warum ich das getan habe und bat Ihn noch mal mein Leben zu beenden. Er sagte das darf ich nicht werde aber dafür sorgen das das ein ende hat. Ich schöpfte wieder Hoffnung sie hielt nicht lange an. Ich wurde erneut missbraucht und erniedrigt. Das Kloster wollte davon nichts wissen und billigte weiter diese Handlungen um das es nicht nach außen Getragen wurde, wurde unser Doktor in Altes Ruhestand geschickt und durch eine Ärztin ersetzt .Der Missbrauch  ging über mehr als 10 Jahre, er war systematisch, ein Teil des Systems.  Von der Klosterleitung gewollt. Das Kloster wurde zum Täter ,spätestens nachdem  das erste Kind nach Schlägen zum Arzt bracht wurde und dann in die Hände des Schlägers zurückbrachte.</p>
<p>Ich möchte alles raus lassen, damit es mir etwas besser geht. Meine Kindheit und meine Jugend ist dahin, ich habe daran keine schöne Erinnerung. Ich habe immer noch Angst und  Depressionen . Ich glaube nicht, dass man sich dafür entschuldigen kann, für das Leid, das man mir und auch den anderen angetan hat, es ist nie wieder gut zu machen. </p>
<p>Ich muss immer mal eine Pause machen da ich meine  Tränen nicht unter Kontrolle habe  verzeiht mir bitte</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wilma</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/13/das-leben-im-katholischen-kinderheim/comment-page-1/#comment-8332</link>
		<dc:creator>Wilma</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 11:52:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1841#comment-8332</guid>
		<description>Ich bewundere den kleinen Jungen, der es schon kräftig verstanden hat, sich zu wehren und den Pfarrer in ein Loch hat fallen lassen. So klein und schon so stark. Wenn der liebste Gefährte, ein Hund, erschossen wird, dann ist das kaum noch zu ertragen. Wie ist denn die Geschichte weitergegangen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bewundere den kleinen Jungen, der es schon kräftig verstanden hat, sich zu wehren und den Pfarrer in ein Loch hat fallen lassen. So klein und schon so stark. Wenn der liebste Gefährte, ein Hund, erschossen wird, dann ist das kaum noch zu ertragen. Wie ist denn die Geschichte weitergegangen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Eike</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/13/das-leben-im-katholischen-kinderheim/comment-page-1/#comment-8327</link>
		<dc:creator>Eike</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 10:02:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1841#comment-8327</guid>
		<description>Unfassbar wie grausam Menschen sein können!
Anstatt mit einem Kind besonders liebevoll, achtsam und sanft umzugehen, weil es als Findelkind aufgefunden wurde und nicht in einem geborgenem Elternhaus aufwachsen darf, wird es auf hinterlistigste Art sexuell missbraucht, als Lügner stigmatisiert und bestraft.
Und das von Menschen von denen man als erstes erwartet, dass man von ihnen seelische Hilfe und Nächstenliebe bekommt.
Es tut mir sehr Leid, was Ihnen in ihrem so jungen Leben angetan wurde!
Ich wünsche Ihnen alles erdenkliche Gute und viel Liebe!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Unfassbar wie grausam Menschen sein können!<br />
Anstatt mit einem Kind besonders liebevoll, achtsam und sanft umzugehen, weil es als Findelkind aufgefunden wurde und nicht in einem geborgenem Elternhaus aufwachsen darf, wird es auf hinterlistigste Art sexuell missbraucht, als Lügner stigmatisiert und bestraft.<br />
Und das von Menschen von denen man als erstes erwartet, dass man von ihnen seelische Hilfe und Nächstenliebe bekommt.<br />
Es tut mir sehr Leid, was Ihnen in ihrem so jungen Leben angetan wurde!<br />
Ich wünsche Ihnen alles erdenkliche Gute und viel Liebe!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lena</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/13/das-leben-im-katholischen-kinderheim/comment-page-1/#comment-8312</link>
		<dc:creator>Lena</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 22:13:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1841#comment-8312</guid>
		<description>Es ist immer wieder unvorstellbar, was Menschen anderen Menschen antun. 

Dass man Ihren Hund getötet hat, der in all den Grausamkeiten Ihr einziger Halt war, muss ganz, ganz schlimm gewesen sein.

Meine Katze war in den letzten Jahren ein großer Trost, ich weiss nicht, wie ich das ausgehalten hätte, wenn ihr jemand weh getan hätte. Und Sie waren noch klein!

Ich wüsste auch gerne, wo ich das Buch bekommen kann.

Viele Grüße, 
Lena</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist immer wieder unvorstellbar, was Menschen anderen Menschen antun. </p>
<p>Dass man Ihren Hund getötet hat, der in all den Grausamkeiten Ihr einziger Halt war, muss ganz, ganz schlimm gewesen sein.</p>
<p>Meine Katze war in den letzten Jahren ein großer Trost, ich weiss nicht, wie ich das ausgehalten hätte, wenn ihr jemand weh getan hätte. Und Sie waren noch klein!</p>
<p>Ich wüsste auch gerne, wo ich das Buch bekommen kann.</p>
<p>Viele Grüße,<br />
Lena</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Angelika Oetken</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/13/das-leben-im-katholischen-kinderheim/comment-page-1/#comment-8306</link>
		<dc:creator>Angelika Oetken</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 20:18:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1841#comment-8306</guid>
		<description>Beachtenswert, daß Sie trotz so einer menschenverachtenden, grausamen Behandlung noch so viel Kraft und Mut gehabt haben, sich zu wehren und schon als Kind viel mehr Menschlichkeit bewiesen haben (z.B. durch Ihren Einsatz für Ihren Hund) als die vollkommen unfähigen Erwachsenen, denen Sie ausgeliefert waren. 

Wie heißt denn Ihr Buch und wo kann man es bekommen ?

Herzliche Grüße von 
Angelika Oetken, Berlin</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Beachtenswert, daß Sie trotz so einer menschenverachtenden, grausamen Behandlung noch so viel Kraft und Mut gehabt haben, sich zu wehren und schon als Kind viel mehr Menschlichkeit bewiesen haben (z.B. durch Ihren Einsatz für Ihren Hund) als die vollkommen unfähigen Erwachsenen, denen Sie ausgeliefert waren. </p>
<p>Wie heißt denn Ihr Buch und wo kann man es bekommen ?</p>
<p>Herzliche Grüße von<br />
Angelika Oetken, Berlin</p>
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