Die Hölle auf Erden

27.03.2010

Als Heimkind erlebte ich „die Hölle auf Erden“.

Welche menschlichen Dramen sich abspielten bleibt nicht immer ein Geheimnis, so wie es viele Heimerzieher von damals es gerne hätten, sowie den Talarträgern in schwarz, ob Pfarrer, Staatsanwälte oder Richtern. Zu den Staatsanwälten komme ich noch zurück, auf den weiteren Ausführungen meiner Klage und diesem Schriftsatz.
15 Jahre lang im Heim, die Hölle kann nicht grausamer sein. Ich hatte die Hölle erlebt und das 15 Jahre lang, von 1947 – 1961, in verschiedenen Heimen untergebracht. Nachdem das Fürsorgeamt Frankfurt/M das Sorgerecht erhielt, da meine Mutter mich nicht wollte, sie sagte, „den Balg können sie mitnehmen“. Auch mein Vater wollte nichts von mir wissen. Meine Mutter und mein Vater hatten sich scheiden lassen in den Kriegsjahren. Die Führsorge über mich bekam das Fürsorgeamt und somit das Sorgerecht über mich und nun ging es in das Diakoniezentrum Treysa- Hephata. 15 Jahre war dies nun mein Zuhause. Morgens wurde man um halb sieben geweckt. Um sieben war das Frühstück. Danach mussten wir uns zur Sichtkontrolle vor dem Hause aufstellen und wurden begutachtet, Friseur, Kleidung, Schuhe. Dann ging es jeden Tag im Gänsemarsch zur entfernt liegenden Schule vom Kinderheim Treysa nach der Schule in Hephata, strenges Regiment, mit Befehlen und einnahmen von Medikamenten. Mein Vornahme Alwin-Hans existierte für mich nicht im Heim. Ich wurde, genau wie all die anderen 90 Kinder, stets mit dem Nachnahmen angebrüllt. Es gab keine Persönlichkeit, keine Intimsphäre, auch keine Rechte. Die einzige Art der persönlichen Aufmerksamkeit waren Prügel. Die Prügelstrafe war an der Tagesordnung. Es lagen überall Rohrstöcke. Mit den Rohrstöcken wurde in der Schule auf die Tafel gezeigt. Wenn in den Reihen jemand redete wurde einfach dreingeschlagen egal wo es hintraf. Das konnte auch mal das Gesicht sein, Das war üblich. Auch auf die flache ausgestreckte Hand, oder auf die Fingerkuppen der Hand schlug man sehr gerne drauf.

Mittagsschlaf – oder besser gesagt Beischlaf.

Nach dem Schulunterricht kam der Befehl zum Mittagsschlaf. Damit wir Kinder zur Ruhe kamen und ein Medikament wurde verabreicht. Dieser Mittagsschlaf war eher ein gezwungener Beischlaf mit dem Erzieher Bruder Gutenberg. Ich wurde fasst täglich vom Erzieher Bruder Gutenberg mitgenommen auf sein Zimmer wo ich mich ausziehen musste und mich zu ihm ins Bett legen musste. Er rieb sich an mich und fing an, an meinem Glied zu spielen und immer sonderbare Laute von sich zu geben und sagte zu mir: „ist das nicht schön? Ich wusste nicht was ich machen sollte. Ich hatte große Angst. Angst vor den Strafen, Schlägen und eingesperrt zu werden, in einem Zimmer ohne Licht. Ich ließ alles über mich ergehen und war still bis ich aufgefordert wurde mich wieder anzuziehen.

Nach dem Mittagsschlaf hieß es oft, raus aufs Feld, Stroh, Äpfel oder Kartoffeln einsammeln. Je nach Korb und Gewicht gab es 10 Pfennig. Ich kam ca. auf einen Betrag von einer DM und dies im Spätherbst, durchnässt und durchgefroren. Mir wurde ständig auf die Hand getreten, da es dem Bauer nicht schnell genug ging die Kartoffeln einzusammeln.

Verlegung ins nahegelegte Kinderheim Hepahta.

Mit 16 Jahren kam ich in das Kinder und Jugendheim Hephata. Dort sollte ich die Lehre als Maler absolvieren. Aber ich hielt das alles nicht mehr aus und weigerte mich zu arbeiten. Als Strafe erhielt ich Essensentzug und wurde in einem Zimmer eingesperrt. In diesem Zimmer war ein älterer Jugendlicher und ich hatte Angst vor ihm. Am zweiten Tag verging dieser sich an mir. Ich schrie und er hielt mir den Mund zu, Er drohte mir, mich zu schlagen, sollte ich was erzählen. Er sagte zu mir noch: „Es glaube mir doch keiner, die Erzieher würden ihm glauben sollte, ich etwas sagen. Ich ekelte mich sehr und wusste nicht was ich machen sollte, Ich dachte nun an Flucht. Als ich die Gelegenheit bekam, ich alleine im Zimmer eingeschlossen war, nahm ich ein Bettuch und lies mich an diesem herab, vom ersten Obergeschoss. Doch das Bettuch riss und ich stürzte in die Tiefe, wobei ich mir die Verse gebrochen hatte. Meine Flucht aus dem Kinderheim scheiterte. Ich humpelte und versuchte aus dem Sichtfeld zu entkommen und versuchte weiter zu fliehen, doch die Erzieher griffen mich auf und brachten mich in das Krankenhaus in Hephata. Wieder aus dem Krankenhaus endlassen, versuchte ich erneut zu entkommen und sah ein Fahrrad und überlegte nicht lange und nahm das Fahrrad, was an der Wand lehnte. Aber ich kam nicht weit, da mich die Polizei aufgegriffen hatte. Von der Polizei Treysa ging eine Strafanzeige an das AG Treysa unter dem Akz.: vom 13.06.1956 AG Treysa „M1812-2 DS-41/56 JUGL“.

Nach dem Berufsabschluss den ich nicht bestand, musste ich das Heim verlassen. Das Fürsorgeamt, das für mich zuständig war, hatte die Zahlung eingestellt für mich. Ich war in das Heim hinein geboren und war nun 21 Jahre alt. Nun musste ich von einem Tag auf den anderen das Heim verlassen, ohne jeglicher Vorbereitung. Da brach für mich eine Welt zusammen.

Nunmehr kam ich nach Frankfurt/M Bornheim in ein Aufnahmeheim für Jugendliche und von da ab beging mein Abrutsch in die Tiefe.

Da ich nicht länger in diesem Heim bleiben wollte suchte ich mir ein Zimmer zur Untermiete und fand dies auch. Bald auch einen Arbeitsplatz, in Frankfurt/M Bockenheim, bei der Firma VDO als Hilfsarbeiter für die Montage von Tachometern, mit einem Stundenlohn von 5,80 DM. Auf dieser Arbeitsstelle lernte ich eine Mitarbeiterin kennen und wir verabredeten uns zu einem Besuch in einer Disco. Nun kam ich in Geldnot, da ich mich wieder verabredet hatte mit meiner Freundin, die ich nun kennenlernte und konnte nicht zur Verabredung kommen, da ich kein Geld hatte. Ich aber auch nicht diese Freundschaft verlieren wollte, stahl ich 15.- DM und einen Ring meiner Vermieterin. Diesen Ring hatte ich meiner Freundin geschenkt. Wollte mich ja ins besondere Licht rücken oder die Liebe und Freundschaft erkaufen, da ich große Angst hatte die Freundin zu verlieren. Das ganze flog auf als meine Freundin mich besuchte und die Vermieterin den Ring an ihrem Finger sah. Sie teilte der Vermieterin mit, dass dieser Ring ein Geschenk sei von mir. Nun kam es zur Anzeige wegen Diebstahl unter dem Akz.: vom 01.02.1961 vom AG Frankfurt/M, M1201 – 915/42LS/61 – ein Jahr Jugendstrafe zur Bewährung bis zum 07.03.1963. Dem Staatsanwalt Fischer und Richter Scholz, die „Halbgötter“ in diesem Verfahren, versuchte ich meine Erlebnisse vom Kinderheim mitzuteilen, zu berichten, was mir passierte im Kinderheim: Missbrauch, Vergewaltigung, es kam nur zögernd über meine Lippen, da ich Angst verspürte, da ich mich sehr schämte darüber zu berichten, zu reden über all die schrecklichen Erlebnissen, die ich erlebte als Kind, Als der Staatsanwalt Fischer dies hörte, schrie er mich an und sagte zu mir: „Sie heißen nicht umsonst Schnabelrauch, wenn sie den Schnabel aufmachen kommen nur Lügen aus ihrem Schnabel.“ Ich weinte bitterlich. Wieder wurde ich als Lügner bezichtigt, wie so immer in meiner Kindheit, Auch der Jugendrichter Scholz hatte kein Interesse einzugreifen. Die Hauptsache war ja, der Staatsanwalt konnte seinen Frust und seine Wut an meiner Person abreagieren und es ging lediglich um ein Urteil zu erzielen, ob mit Recht oder Unrecht, Gerechtigkeit steht auf dem Papier, um Gerechtigkeit zu erzielen, muss man viel Geld besitzen und haben, um Gerechtigkeit sich zu erkaufen, um so zu seinem Recht zu kommen, so wie in den vielen Fällen der Geldschiebung ins Ausland, in Millionenbeträge und noch Abfindung in Millionenbeträgen zu erhalten und ein freier Mann – hoch lebe die „Gerechtigkeit“.

Nun habe ich jüngst versucht, die ganze Sache mit Hilfe von Psychologen aufzuarbeiten. Die Entgegnung war: „Sie sind kein Fall für uns, es ist alles vernarbt. alles ist verschlossen, sie können damit gut Leben, lassen sie die Vergangenheit ruhen.“

Was soll ich machen, bin nur ein kleines Licht, ein Sandkorn in den Machenschaften der Justiz, die alles unter den Teppich kehrt. Dieses Leid der Wehmut, Hilflosigkeit und Verbitterung über das Unrecht was mir widerfahren ist, dem Missbrauch, Vergewaltigung in meiner Kindheit, ein Unrecht der Menschlichkeit und der Menschenwürde. Wo ist dieses Gesetz: Die Menschenwürde ist unantastbar! Oder ist dieses nur ein Spruch? Was bleibt ist der Hass auf die, die mir dies angetan haben. Dies trage ich heute noch mit 70 Jahren mit mir herum. Das ist im Kopf, in der Seele. Heute lebe ich mit einer Rente von 234,- Euro und einer Grundsicherung von 150,- Euro. Ein Leben wie im „Schlaraffenland“. Dies ist eine Menschenrechtsverletzung. Eine Entschuldigung gab es bis jetzt nicht, für die Zerbrechlichkeit von Kinderseelen und Kinderkörpern. Bin missbraucht worden für alle Schweinereien die es gab. Bin todkrank. Mit zwei Herzinfarkten, mit einem Anorysma, Dazu kommt ein Schlaganfall, sowie ein Nierentumor und nicht OP fähig.

Alwin Michel

17 Kommentare

  1. Alwin Hans schreibt am 28.03.2010

    Hallo, suche auf diesem Wege die Heimkinder vom Kinderheim Treysa-Hephata von 1947-1961.

    Ich komme nicht zur Ruhe über das Heimkind „Rademacher“, das Kind der Familie des Schauspielers,“Rademacher“.

    Dieses Heimkind war mit uns an allsonntaglichen Fußgang in die Kirche nach Hephata gelaufen um dort zu beten.
    Dieser Junge „Rademacher“ brach dort plötzlich in der Kirche zusammen und so glaube ich es zu wissen in die Hose gemacht zu haben ich kann mich gut errinner da er auf der linken Seite saß und ich inder rechten Seite auf der gleichen Höhe allso einplick hatte wo er saß,bis zum ende des Amens kümmerten sich die Erzieher um ihn.
    Eine Woche später verstarb dieser Junge woran ist mir bis heute ein Rätzel er wohnte mit mir im gleichem Haus, Haus 1 uns wurde nur labitar mitgeteilt das der Junge verstorben sei.

    Wenn ich nun zurückschaue und das passiert öfters als mir lieb ist und nachts Alpträume habe ich das Mittel Diazeparm Tropfen einnehmen muss um meine Ängste zu lindern dies nun 30 Jahre schon.
    Ich finde keine Ruhe und stelle mir die Frage, woran ist dieser Junge mit Namen „Rademacher“ verstorben sah nur einige Ärzte, aber wo waren die Behörten „Polizei“ wollte man etwas vertuschen oder laut gedacht etwas unter dem Teppich kehren.

    Ich bitte dringenst alle Heimkinder des Kinderheimes Treysa-Hephata von der Zeit 1947 – 1961 sich zu melden um eine Aufarbeitung unser allen zu verarbeiten was wir als Heimkinder schreckliches erleben mussten, zerbrochene Herzen, „gehalten als Wekzeug für die Erzieher“ über uns Schande, Schmerz, Diskriminiert, Opfer von Gewalttaten des Missbrauch, Traumatisiert.

    Welche LEBENSQULITÄT führen wir Heimkinder, lachaft ist der Satz; „Jeder Junge Mensch hat ein Recht auf Förterung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu seiner eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit ( §§ 1 SGB VIII) heute sind von den Heimkindern eine Hohe Prozentzahl Sozialhilfeempfänger und müssen uns von einem Außenminister „WESTERWELLE“ der FDP uns als Sozialschmarotzer beschimpfen lassen und im Wohlstand leben, „eine Diffamierung“ an uns Heimkindern.

    Ich bitte Euch „bitte bekennt Euch“ und teilt es mir mit der etwas dazu beitragen kann,

    es grüßt Euch

    Alwin Hans Michel geb. Schnabelrauch

  2. Hallo Michael

    Würdest Du mir erlauben Deine „Geschichte“ auch auf meiner Webseite unter der Rubrik Erfahrungen veröffentlichen zu dürfen?
    Gern auch in anonymisierter Form.

    Mir geht es darum, ein virtuelles Mahnmal mit all den fürchterlichen Erfahrungen zu errichten und damit gegenüber unserer Gesellschaft an die Einführung umfassender Bildungsreformen zu appellieren.
    Eben, damit zukünftige Kindergenerationen, vor ähnlich desaströsen Kindheiten wie wir sie er- und durchleben mussten nicht mehr wiederholen können.
    Diese Bitte möchte ich gleichfalls an alle Mitlesenden richten, die ein Interesse daran haben, dass ihr erfahrenes Leid nicht völlig vergebens gewesen sein soll.
    Ich bedanke mich für das Verständnis und wünsche Dir Michael, wie allen anderen Betroffenen auch alles erdenklich Gute auf Deinem/Eurem weiteren Lebensweg.
    MfG. Klaus

  3. ein Schreiben an mich des Hessichen Landtag vom 29.03.2010 der
    Marjana Schott, Umweltpolitische Sprecherin.

    Sehr geehrter Herr Michel,
    vielen Dank dafür, dass Sie sich Mühe gemacht haben, Ihre Geschichte
    aufzuschreiben.
    Es gibt keine Worte, die irgendetwas von dem was Ihnen geschehen ist
    wieder gut machen können.
    Trotzdem möchte ich Ihnen mein tiefes Mitgefühl übermitteln.

    Für Ihre Gesundheit wünsche ich Ihnen alles Gute.

    Zu Ihrer Kenntnis füge ich noch meine Rede der Letzten Woche bei.

    Mit freundlichen Grüßen

    Marjana Schott

    Zitat:

    „Zunächst möchte ich im Namen der Linken allen mein tiefes Mitgefühl aussprechen, die in der Vergangenheit aber auch in der Gegenwart Opfer von Gewalt, insbesondere sexueller Gewalt geworden sind. Besonders alle Formen von sexueller Gewalt gegenüber Kindern und jugendlichen egal in welcher Form sind VERBRECHEN, die als solche geahndet werden müssen. Wir haben im Hessichen Landtag im letzten Jahr Anhörungen von ehemaligen Heimkindern durchgeführt und dabei erschütternde Lebensberichte der Betroffenen hören müssen. Zutiefst verletzt haben uns Männer und Frauen davon berichtet, wie sie zum teil über Jahre MISSACHTUNG, MISSHANDLUNG, PRÜGEL UND VERGEWALTIGUNGEN erlitten haben, die ihr ganzes Leben beeinflusst, zum Teil zerstört haben.
    Prof. Dr. Manfred Kappeler hat in seinem Einführungsreferat in der Anhörung sehr deutlich gemacht, dass das geschehene Unrecht mit dem Wissen und der stillschweigenden Duldung der Verantwortlichen auch in der hessischen Politik möglich wurde. Leider haben wir daraus und aus den zahlreichen fällen bis heute nicht die Konsequenz gezogen, grundlegend zu überprüfen, ob es weiterhin Übergriffe auf Kinder und Jugendlichen in Schulen, Heimen, Internate oder anderen Einrichtungen gegeben hat oder gar immer noch gibt.
    Die Aufgabe der Regierung, des Parlaments und aller gesellschaftlichen Kräfte, die für Kinder und Jugendliche Verantwortung tragen, muss darin bestehen zu klähren, wo Strukturen herrschen, die durch ihre GESCHLOSSENHEIT, ihre Intransparenz und ihren hierarchischen Aufbau dazu geeignet sind Einzelnen zu ermöglichen ihren pädagogischen Auftrag zu missbrauchen und Schutzbefohlenen zu quälen.
    Solche Strukturen müssen nachhaltig aufgebrochen werden.
    Wir haben aber auch die Verantwortung in unseren Bildungseinrichtung Sorge dafür zu tragen,das Kinder starke, selbstbewusste Persönlichkeiten werden, die den Mut und das Vertrauen haben, sich Hilfe suchend an anderen zu wenden, wenn ihnen Unrecht zugefügt wird. Dazu bedarf es auch Unterrichtseinheiten, die Kindern auf kindliche Weise beibringt, dass es Erwachsenen gibt, die Grenzen überschreiten.
    Wenn die Leitung einer Einrichtung egal ob Schule, Kita, Heim, Internat entscheiden muss, ob ihre Einrichtung die Veröffendlichung eines Skandals überleben wird, wird sie die Frage nach Transparenz sicher anders beantworten, als wenn es nur und ausschließlich um das Wohl der Kinder geht. Wenn alle Beteiligten appelieren, dass alles getan werden muss, um sexuellen Missbrauch zu erkennen und zu verhindern, müssen alle auch dafür Sorge tragen, dass alle Beteiligten das notwendige Wekzeug dazu haben.“

    Zitatende

    Ein paar persönliche Worte von mir:

    Recht bekommen ist eine Frage des Geldes. Millionenschwere Steuerbetrüger lässt man laufen…
    Parksünder verfolgt man bis in den hindersten Winkel…
    Gefängnis müssen krimminelle Steuerbetrüger nicht fürchten, der Kuhhandel ist schon abgeschlossene Sache…
    Milliarten bis zu Billionen gehen an Banken vom Staat und erhalten noch als Dankeschön die Abfindungen in Millionenbeträgen…

    Ich bin es leid, ständig mit der Angst, den Alpträumen weiter zu leben.
    Da ich kaum noch Hoffnung erkenne, um das leid zu mildern, werde ich zum 1. Mai mich vor dem Hessischen Landtag stellen – ein Zeichen setzen, für alle Opfer des MISSBRAUCHS und der Vielzahl an VERGEWALTIGTEN Kindern.

    Es grüßt Euch alle ein Heimkind ohne Liebe, Geborgenheit, Zufriedenheit, in Schmutz und Ekel aufgezogen, den Mund und die Augen zu schließen, aus Schamgefühl und der Verachtung zum Schweigen verdammt.

    Alwin Hans Michel

  4. Martha Schalleck schreibt am :

    … tut mir so leid. Ich finde am schwersten auszuhalten: Alle tun so als hätten wir Menschenrechte und Chancengleichheit. Aber für die, die da einmal rausfallen, gibt es am Ende gar nichts mehr. Außer vielleicht dem Wissen, dass es noch andere gibt, die so etwas durchmachen.
    Was du schreibst, ist so traurig und hart, dass ich fand, alles was man sagen kann, klingt so banal, dass man besser gar nichts sagt. Aber dann weißt du ja gar nicht, dass man das hier liest und mitfühlt.
    Vielleicht nochmal mit anderen Therapeuten versuchen? Gute, mitfühlende findet man oft unter http://www.emdria.de.
    Martha

  5. lini schreibt am :

    hallo herr alwin michel,

    bitte melden sie sich bei mir dringend, denn ich habe ebenfalls ein ähnliche geschichte bezüglich hephata diakonie hinter mir.
    aber mir scheint es so, dass dies früher schon so war und sich daran nichts geändert hat.

    bitte melden sie sich, ich glaube ich könnte sie unterstützen und vorallem auch helfen wenigstens einen teil zu verarbeiten.

    liebe grüße

    alias lini

  6. dieter.michel schreibt am :

    hallo ich war auch in hefata und würte mich freuen wenn du dich melden würtes

  7. dieter.michel schreibt am :

    ich war auch in hefata bitte merlde dich mal.hr.michel

  8. Ich war auch in Hephata von 1967bis 1976 in Johannes-Falkhaus und Pniel.Ich werte mich freuen wen sie noch bilder haben,Ich suche alle Bilder von hephata-Treysa.Danke Es grüsst Friedhelm Hoff aus düsseldorf.

  9. Gertrud Tammena schreibt am :

    Hallo Herr Hoff, es gab damals Päckchenaktionen von Konfirmanden an die Heimbewohner, um Kontakte „nach draussen“ aufzubauen. Ich hatte einen Briefwechsel (1970 – 1976) mit einer jungen Frau, Regina K. , und habe sie auch einmal besucht und dort im Gästehaus übernachtet; davon habe ich noch Bilder. Als ich aus der Region weg zog,hat der Kontakt irgendwann aufgehört.In diesem Zusammenhang habe ich nichts Schlimmes erfahren; sie war sehr still, fast scheu, schlicht und lieb; sie arbeitete wohl in der Küche.

  10. Heinz-Norbert Schäfer schreibt am :

    Hallo,ehemaliges HK.von Hephata/Treysa!
    Auch ich war in der o.g. Anstalt von 1956-1966 und schreibe zur z. Zt. eine kritische Autobiographie über meine 21.Kinder- und Jugendheime.
    Die Verantwortlichen und Zuständigen dieser Einrichtungen wußten sehr genau um die nationalistisch gesetzwidrigen
    Misshandlungen in den Heimen.
    Es ist bis heute das größte Nachkriegs-verbrechen der beteiligten: Heimbetreiber, Politiker, Ärzte, Kirchen und Behörden seit 1945!
    Mfg. HNS.

  11. savina schreibt am :

    Wieviel Vergewaltigung eines Kindes darf`s denn sein bis einem dann später erwachsenen Menschen in diesem hoch zivilisierten Land Deutschland, dem Land mit einer Leitkultur, eine Anerkennung des zugefügten Leids nicht nur in Form von „liebevollen“ Lippenbekenntnissen sondern durch ganz reale, tat!-kräftige Unterstützung, zur Zurück- Erlangung von Würde und Selbstbestimmung, gegeben wird ? – Das frage ich mich manchmal , zu meinem Selbstschutz vollkommen zynisch, und bin dann wieder gedanklich in meiner Kindheit. Bin dann wieder in einer ganz bestimmten Situation als ich aus meinem Körper komplett ausgetreten bin (dabei ein Nahtod-Erlebnis hatte , als sie beide, beide zusammen….), um diese Tat der beiden zu überleben. Eine von mir aus der Todesangst heraus erfolgte Anzeige beim Jugendamt der Stadt, da mir damals klar war, dass ich eine Wiederholung der Tat eventuell nicht überleben würde, endete für mich mit Bedrohungen.
    Man beschloss, mir nicht zu glauben und bedrohte mich statt dessen. Einmal rief ich auch die Polizei, auch wendete ich mich hilfesuchend an die Schulleiterin. Das Ergebnis aber war.:Ich sollte meinen Mund halten. Sie bedrohten mich. Niemand!!! half ….
    „Woher kommt die Grausamkeit im Menschen ?“ – die Beantwortung dieser Frage wurde zu meinem ROTEN FADEN in meinem Leben….Da es im Ausland laut Statistik ja immer noch viel schlimmer ist, wird dieser Fakt gern als Argument dafür genommen, dass die Gewalt, jeglicher Art, gegen Kinder im Inland doch gar nicht so schlimm ist.(„Aber im Ausland passiert das doch auch.“ – mit diesem Satz wurde ich mal mehr und mal weniger wütend unterbrochen, wenn ich die Gewalt gegen Kinder im Inland thematisierte. Dieser Satz war dann auch oftmals der Satz, der das von mir beabsichtigte Gespräch durch mein Gegenüber beendete.) … Immer wieder wird die Bagatellisierung genutzt, um not-wendige Konsequenzen in Form von schnellen und unbürokratischen Taten und Handlungen für! die Betroffenen, auf keinen Fall durchzusetzen. Statt sich dem schon längst vorhandenen Wissen entsprechend zu verhalten und Veränderungen herbeizuführen, wird weiterhin am schon lange ersichtlichen Handlungsbedarf vorbei „geforscht“ .
    Reicht all das Leid noch immer nicht, um endlich lebensbejahend zu handeln ?:
    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/unicef-gewalt-gegen-kinder-hat-erschuetterndes-ausmass-a-989818.html ; http://www.spiegel.de/media/media-34697.pdf ; http://kriegsursachen.blogspot.de/2014/09/weltweit-grote-studie-zum-ausma-der.html?showComment=1410603341670#c6190772319066911777 ; http://www.xn--kosozialbank-3ib.at/gwn/arno_gruen.html
    Auf die ca 8 Millionen, von extremer Gewalt betroffene Erwachsene, in Deutschland, http://www.uniklinik-ulm.de/service/presse/presseinformationen/archiv/pressemeldung/article/12107/traumafolgen.html , muss immer wieder, und immer wieder, der Focus gerichtet werden, um den Anderen (den „Nicht-Betroffenen“) klar zu machen, dass das gewollt Unsichtbare sichtbar gemacht werden muss, in allen!! Lebensbereichen, um Veränderungen zu bewirken. …

  12. Elfi schreibt am :

    erst wenn das Kind zu Tode gef…. wird, kommt Entsetzen, Bedauern, Mitleid und anderes Geheuchel.

    Traurige Gesellschaft, noch immer Schweigen, Wegsehen und Lügen.

  13. Fairfield, Joachim Heinz schreibt am :

    hallo!
    ich joachim und mein bruder harry fairfield war auch in hephata, traysa. von der zeit ca.1959 bis 07.1969.
    wir beide mussten diese hölle miterleben.damals gab es keine rechte für kinder.wurde etwas gesagt das andere nicht hören sollten ,gab es schläge,und einspärt,ruhig gestellt mit tapleten und andere medizin.nachts wurde ich aus dem bett geholt und musste mit den „erzieher“ ins wc dann hatte er an an mein glied gerieben. es durfte kein wort darüber gesprochen werden.usw.das war eine hölle.
    wer kennt uns noch? wir waren im johannes falk haus.
    ich glaube es war die gruppe vier, erster stock rechts.später im dachgeschoss links,könnte die gruppe fünf.mein geburtstag war 25.august.weil ein schreibfehler in meiner ackte war wurde aus einer 25. eine 26.ich sagte dieses es wurde nicht
    berichtigt. ich könnte noch vieles berichten…!meldet euch.
    mfg. jachim und harry fairfield

  14. Fairfield, Joachim Heinz schreibt am :

    Hallo Ehemalige aus dem Johannes Falk Haus

    Am 13.09.2016 habe ich über die Mieshandlungen jäglicher Art,Medikamenten einnahme geschrieben.
    Voreinigen Tagen hat mich das HR FERNSEHN MAINTOWER kontaktiert.
    Sie möchten das ich über die damligen Zustände und medikamente einnahme berichte. Ein Reportertaem war
    Zwei Stunden später bei mir mit Kamera. Sie haben
    ca. 2 Stunden aufgenommen. Dem Reporter ist ein kalter Schauer den Rücken und Glieder gegangen.
    Es wurde eine Zwangspause einlegt,
    er musste sich neu fassen.
    Dieser Bericht wurde am nächsten Tag,
    den 08.11.2016,18:00 Uhr,bei HR MAINTOWER gesendet.
    Diesen Bericht kann man im Internet unter mein Name,
    Joachim Fairfield, Eingabe sehen.
    Bitte hab den Mut auch wenn es schwer fällt,
    eure Erlebnise über das Johannes Falk Haus,
    darüber zu berichten.
    mfg.
    Joachim Fairfield

  15. savina schreibt am :

    „…Nun habe ich jüngst versucht, die ganze Sache mit Hilfe von Psychologen aufzuarbeiten. Die Entgegnung war: „Sie sind kein Fall für uns, es ist alles vernarbt. alles ist verschlossen, sie können damit gut Leben, lassen sie die Vergangenheit ruhen.“

    …“ (Textauszug aus obigem Text)
    Ich persönlich bin ein ganz klein wenig erleichtert, dass es mittlererweile eine Gegen-Bewegung zu all dem gut verdeckten Horror, hier inmitten von Deutschland, gibt.:

    http://www.psychiatrie-und-ethik.de/wpgepde/beispiel-seite/
    http://www.psychiatrie-und-ethik.de/wpgepde/erfahrungen-schlussfolgerungen/
    „…Wie die Erfahrungen der Betroffenen mit Psycho­the­rapie aussehen, dazu bietet Netz­­­werkB, ein Zu­sam­men­schluß von Opfern sexueller Gewalt, einen ak­tu­ellen Überblick an Hand von 42 ab Frühjahr 2015 in einem blog zusammengestellten Kommentaren zu Jeffrey Massons Buch von 1991 DIE ABSCHAF­FUNG DER PSY­CHOTHERAPIE….“
    aus:
    http://www.psychiatrie-und-ethik.de/wpgepde/4272-2/kulturpoltisches/
    dazu hier auf netzwerkb:
    http://netzwerkb.org/2011/08/22/die-abschaffung-der-psychotherapie/

  16. Fairfield, Joachim Heinz schreibt am :

    Hallo Savina,
    Toll…! das du meine Texte gelesen hast.
    Die Repotage von mir wurde vom HR Fernsehen Reportertaem aufgezeichnet.Ca.zwei Stunden habe ich auf die Fragen: Medikamenten Einnahme in Hephata – Kinderheim Johannes Falk Haus, Misshandlung, berichtet. Das war der einzige Fernsehsender ,der die Missstände Hören und mit Kamera Aufzeichnet hat.
    Der Sender HR MAINTOWER hat nur ca.5 Minuten Platz in der Sendung.Mein 2 Stunden Bericht musste auf 5 minuten zusammen geschnitten werden.
    Ich wünsche mir das die ganze Aufzeichnung gesendet werden soll.
    Das der Film nur bis zum 16.11.2016 im Netz war,liegt wohl an
    HR FERNSEHEN ?.
    Ich habe die ca. 5 min. Aufzeichnug.
    Für diesen Bericht musste ich mich überwinden und Mut Fassen.
    Mfg. Joachm Fairfield

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