Eine Opfer-Initiative hat die zentrale Veranstaltung über Missbrauch in der katholischen Kirche auf dem Ökumenischen Kirchentag gestört.

14.05.2010: Mittelbayerische

Mittelbayerische 14.05.2010

Eklat bei Missbrauchsdebatte

Eine Opfer-Initiative hat die zentrale Veranstaltung über Missbrauch in der katholischen Kirche auf dem Ökumenischen Kirchentag gestört.

Der Sprecher des netzwerks B , Norbert Denef, hält während einer Podiums-Veranstaltung zum Thema Missbrauch in der Kirche das Bild eines Betroffenen in Händen.
München. Buhrufe für einen Bischof, Flugblätter mit Opfer- Fotos, dazu ein „Störenfried“ und knallharte Systemkritik an der katholischen Kirche – die Debatte um sexuellen Missbrauch hat am Freitag auf dem Ökumenischen Kirchentag in München große Emotionen freigesetzt. In der überfüllten Messehalle C 1 begleiteten am Freitag rund 6000 Menschen die Diskussion auf dem Podium immer wieder mit Applaus, aber auch mit für einen Kirchentag ungewöhnlichen Unmutsäußerungen.

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12 Kommentare

  1. missi schreibt am :

    weiter so. und noch viel mehr. die kapieren nichts.

  2. Thomas Jäger schreibt am :

    Hallo Herr Denef,

    ich möchte Ihnen mein Mitgefühl und meine moralische Unterstützung zum Ausdruck bringen. Gut, dass Sie die sich beim Kirchentag engebracht haben. Traurig, dass nur darüber, aber nie miteinander gesprochen wird. Das macht Ihre Arbeit so wertvoll.

    Thomas Jäger

  3. Sarah M. schreibt am :

    Die Flugblätteraktion und die erste Reihe mit Fotos von Betroffenen sex. Misshandlungen von Kirchenmännern: eine geniale Idee!
    Nur was das menschliche Auge sieht, was der Mensch greifen kann, ist begreiflich für viele Ungläubige der Gläubigen!!!
    Sexuelle Folter verjährt, wann verjährt endlich der Institutionsförderalismus der Kirche?
    Sarah M.

  4. marga schreibt am :

    Prima gemacht.
    Danke.

    Laut sein und laut bleiben!

  5. marga schreibt am :

    Gut, daß wir Sie haben, Herr Denef.
    Wer hätte sonst zu so einer Aktion den Mut? Ich nicht.

  6. otto schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef,

    habe heute schon die suspekten und irgendwie in der äußeren Anmutung nichts Gutes verheißenden Kirchenanhänger in der Münchner U-Bahn angetroffen.
    Dann von Ihrem „Eklat“ auf dem Kirchentag gelesen.
    Dann, um Sie besser kennenzulernen, Ihren Auftritt bei „Hart aber fair“ runtergeladen und angeschaut.
    Ich danke Ihnen für Ihre Klarheit und Ihren unermüdlichen Einsatz.
    Weiter so. Mögen die „Unbelehrbaren“ doch noch einmal Erwachen.

  7. Mona schreibt am :

    Hallo Norbert !

    Ich danke Dir das du für uns so eintrittst und Kämpfst.Wir alle hir sind sehr stolz auf Dich das Du uns so gut und laut vertrittst.Ich wünsche mir nur das Sie es auch mal entlich hören und sehen können.Das die Anderen entlichmal mit uns reden und nicht nur über uns. Und nicht nur reden sondern auch Taten machen so wie du Norbert. Ich bin mächtig Stolz auf Dich das kannst Du mir ruhig Glauben.

    Bey Ramona

  8. loja schreibt am :

    -Der Mond er scheint so grelle und kann doch nicht verstehn
    -er will so gern mein Kleidchen im Lichte baden sehn
    -mein Kleid es ist zerrissen und ich lieg weggeworfen da
    -oh Mond oh Mond
    -wie kann ich beten
    -wie wieder auferstehn
    -der Kuttenmann er kommt doch wieder und will mich liegend sehn
    -er ritzt sein Dolch in meine Haut und freut sich wenn ich ihm was flüster
    -oh Jammer mein
    -es ist jetzt sein
    -es ist jetzt sein
    -ich werde zu ihm gehn mit Mondes Licht
    -ich freu mich so auf sein Gesicht
    -ich brauch kein Messer nur Verstand
    -und Liebe die ich habe
    -doch nicht für ihn
    -für UNS hier werd ich weiter ziehn loja

  9. darkmoon schreibt am :

    Ich bin froh, dass ich euch gefunden habe. Ich hatte mir selbst schon überlegt, eine Initiative zu gründen. Durch die Berichterstattung über die Aktion auf dem Kirchentag habe ich erst von euch erfahren. So kann und wird es nicht mehr weiter gehen. Das Schweigen, verschweigen, verharmlosen hat jetzt ein Ende gefunden. Wenn die Omerta auf Sizilien unterlaufen werden konnte, warum sollte es uns nicht auch gelingen. Mit Mafia-ähnlichen Strukturen haben wir es doch auch zu tun.
    darkmoon

  10. keinnick schreibt am :

    Lieber Herr Denef,
    Ihr Protest auf dem Ökumenischen Kirchentag war ein voller Erfolg. Er war in fast allen TV-Nachrichten zu sehen. Das haben sie wirklich gut gemacht.
    „Kirchentagshelfer sammelten die Flugblätter aber umgehend ein.“ Darin zeigt sich, wie es um die Fähigkeit zur Selbstkritik der Herrschaften bestellt ist. Darüber hinaus ist es sowieso unerträglich, dass diese Pharisäer die Diskussion an sich reißen. Täter und vor allem deren Unterstützer diskutieren öffentlich über ihre Missetaten, die Gründe und Vermeidungsstrategien. Wann endlich dürfen Ladendiebe auf so viel Verständnis hoffen?
    Viele Grüße

  11. Mara10 schreibt am :

    Ich frage mich, wie lange Herr Denef hier noch weiter seinen Kopf als Einziger in die Wolfshöhle halten will. Er hält den Kopf hin – vielseitig beklatscht – das wird nicht funktionieren. So wichtig, wie es ist, was er macht – läuft er wieder Gefahr, das Trauma erneut zu erleben –
    wie man es am Kommentar des Herrn Krümel sieht – als Einzelfall –
    Störenfried “ geoutet“ zu werden um wieder wie geschehen – zurück an den Rand und hinaus gedrängt zu werden. Ich frage mich, wie es Herrn Denef dabei geht .

    Genau, wie es jemand im Forum bereits aussprach : Solange dort nicht 100 stehen, dann wäre die Veranstaltung auch wirklich geplatzt, wenn sich diese hätten allesamt auch noch durch die Polizei raustragen lassen wie in Gorleben – es gibt Betroffene genug, der Wille, sich zu organsieren und dann einen lautstarken Chor zu bilden wird langfristig wichtig sein,
    bevor sie “ den mit der schrillen Trillerpfeife “ schon wieder mal
    die Pfeife abnehmen !! Damit auch hier eine Entwicklung in der Bewegung selbst stattfindet und täglich vorangebracht, die es basisdemokratisch dringend braucht – das aus dem “ Einer für alle “ das “ alle für Einen “ werden kann, gemeint, eine ganz breite Vertretung für jeden Einzelnen, der betroffen ist.

    Mara

  12. Eine Opfer-Initiative hat die zentrale Veranstaltung über Mißbrauch in der kath. Kirche auf dem Ökumenischen Kirchentag gestört…

    DANKE, DANKE, DANKE, das du Norbert und die ihr mitgeholfen habt ….zu stören, Danke für das Schreien, Danke für die Worte, Danke für die Gesichter…. Stehen sie doch stellvertretend für uns alle.
    Ich sah die Bilder des Kirchentages , hörte die Sprache zu den Vergehen der kath. Kirche und konnte kaum auf meinem Sofa sitzen bleiben. Ich wohne weit entfernt von München… wäre gerne da gewesen, um meinen Protest zu zeigen.
    Danke Norbert und alle Frauen und Männer,die dabeiwaren und mithalfen, ihr habt meinem lautstarken Protest zu Hause ein Gesicht und eine Stimme gegeben.
    Ich schicke euch allen und dir Norbert in besonderer Weise eine noch lautere Stimme, noch mehr Gesichter, noch größeres Stören.
    Irgendwann werden sie es ernstnehmen!!!!!!!
    Heike

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