„Nehmen wir sie beim Wort“



(Foto: netzwerkB)

hpd 1.10.2010

Evelin Frerk

BERLIN. (hpd) Der „Runde Tisch Sexueller Kindesmissbrauch“ beriet die Ergebnisse der seit April tätigen Arbeitsgruppen und stellte die bisherigen Ergebnisse der Öffentlichkeit auf einer Pressekonferenz vor.

Als Vorsitzende legten die Bundesministerinnen Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Prof. Dr. Annette Schavan, Dr. Kristina Schröder sowie Dr. Christine Bergmann, Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs eine gemeinsame Presseerklärung zur 2. Sitzung vor und stellten den aktuellen Stand der Arbeitsgruppen in einem Pressestatement im Gustav-Radbruch-Saal des Bundesministerium der Justiz vor. Die Arbeitsgruppen hatten sich in der ersten Sitzung am 23. 04.2010 gebildet:
1. Durchsetzung Strafanspruch – Rechtspolitische Folgerungen – Anerkennung des Leidens der Opfer sexuellen Missbrauchs in jeglicher Hinsicht 
2. „Prävention – Intervention – Information“
3. „Forschung, Lehre und Ausbildung“

Rund 60 Mitglieder gehören diesem Runden Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch“ an. Es sind Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft.

Die Konferenz wurde lebhaft und immer wieder unterbrochen. „netzwerkB“ stand nicht nur mit dem Plakat: „Ihr Runder Tisch ist ohne Betroffene ein Irrweg“ und „Ehemalige Heimkinder fordern € 54.000“ vor dem Justizministerium, sondern hatte auch Vertreter in den Reihen sitzen. So wurde speziell Christine Bermann in ihrem Vortrag von dieser Seite unterbrochen mit der Forderung, der „Runde Tisch Sexueller Kindermissbrauch“ müsse sich erneut konstituieren. Betroffene wollen nicht, dass über sie gesprochen werden. Sie wollen für sich selbst sprechen.

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Ein Kommentar

  1. Georg Bohn schreibt am 3. Oktober 2010 um 15:53 Uhr

    Unsere Frauen Ministerinen wollen nicht Ehrenamtliche unter Verdacht stellen, leider ist es aber immer wieder zu beobachten, dass sich gerade Täter gerne besonders ´nützlich´machen, um sich gewisse Freiräume und Vertrauensvorschüsse zu erarbeiten. Die Organisationen für die sie tätig sind, sehen dann nur allzu gerne mal hinweg, über die Klagen die ´einfache´ Mitarbeiter, Klienten oder gar Kinder vorbringen, gegen so ein ´hervorragendes´ Mitglied der Gesellschaft .

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