Wer sind die Täter?

23.01.2011: netzwerkB

Stand: 23. Januar 2011

In der Öffentlichkeit werden sie hauptsächlich als „Sexmonster“, „pervers“, „irregeleitet“ oder „Pädophile“ wahrgenommen. Doch dies trifft nur auf eine sehr geringe Zahl der Täter zu. Der weitaus überwiegende Teil derer, die sexualisierte Gewalt an Kindern verüben, sind weder krank, noch „pädophil“ noch handeln sie aus irgendeinem sexuellen Notstand heraus. Die meisten sind ganz normale Durchschnittstypen, die von ihrer ganz normalen Möglichkeit der Machtausübung Gebrauch machen.

„Täter im sexuellen Missbrauch sind Menschen wie du und ich“, bringt es die Autorin Karin Jäckel (1) auf den Punkt. Sie entstammen allen sozialen und gesellschaftlichen Schichten; es gibt sie in allen Berufsgruppen und Einkommensstufen. Sie sind nicht häufiger im psychiatrischen Sinne krank als der Bevölkerungsdurchschnitt und wirken auch nicht bereits auf den ersten Blick zwingend als Täter. Jäckel schreibt, sie habe es immer wieder erlebt, dass „gerade gutaussehende, gebildete, körperlich gepflegte und in ihrem Benehmen tadellose Männer Täter waren.“

Der überwiegende Teil der Täter (85 – 95 Prozent) ist männlich. In der Regel ist es ein heterosexueller Mann, egal ob er Jungen oder Mädchen vergewaltigt. Geschätzte 5 – 15 Prozent derer, die sexualisierte Gewalt auf Kinder verüben, sind Frauen. Täter sind ledig oder verheiratet, leben in einer Beziehung oder nicht. Altersmäßig geht man davon aus, dass etwa ein Drittel der männlichen Täter Jugendliche sind, zwei Drittel Erwachsene.

In ihrem sozialen Umfeld sind die Täter oft bis zur Unauffälligkeit angepasst: „Polizeilich gut bis sehr gut beleumundet, als Nachbar beliebt und als Vereins- oder Gemeindemitglied anerkannt. Häufig zeichnet er sich durch eine stark ausgeprägte christliche Einstellung aus (…); nicht selten tritt er politisch hervor und bemüht sich um ein Mandat im Stadtrat“, so Jäckel (1). Als „unauffällige, psychisch nicht von der Norm abweichende Menschen“ beschreibt die Rechtsmedizinerin Elisabeth Trube-Becker (2) die Täter, die „von Außenstehenden oft als fleißige und treusorgende Familienväter“ beurteilt würden. Die Kriminalpsychologin Anna Salter (3): „Das Bild, das der Täter von sich vermittelt, entspricht in der Regel dem eines „ordentlichen Mannes“, jemand, von dem die Gemeinschaft annimmt, er habe einen guten Charakter und „würde so etwas nie tun“.“

Selten, so die übereinstimmende Meinung der Forscher/innen, sind Täter dumme Menschen. Die große Mehrheit ist laut Jäckel (1) durchschnittlich bis überdurchschnittlich intelligent und übt einen Beruf im mittleren bis oberen Bildungsbereich aus. Für Salter (3) ist Intelligenz die Voraussetzung für das „Leben eines Chamäleons“. „An erster und wichtigster Stelle steht die Etablierung eines Doppellebens. Viele Täter präsentieren sich kühl kalkulierend als die Art von Menschen, die „so etwas“ nie tun würde.“ Sexualstraftäter sind gerissene und geübte Lügner und Täuscher.

Alle Täter verfügen über die Möglichkeit des Machtgebrauchs (bzw. Machtmissbrauchs) innerhalb einer Abhängigkeitsbeziehung: in der Familie, in der Kirche, in der Schule, im Kindergarten, in der Behinderteneinrichtung, im Heim, im Verein, usw. In 40 – 50 Prozent aller Fälle, so Jäckel (1), seien die Täter mit ihren Opfern gut bekannt, aber nicht verwandt. Diese Täter sind Lehrer, Pfarrer, Erzieher, Jugendgruppenleiter, Trainer, Pädagogen, Vereinsmitglieder, usw. In weiteren 40 Prozent der Fälle handele es sich um direkte Angehörige des Opfers, also Väter, Mütter, Stiefväter, Großväter, Brüder, Cousins, Onkel, etc. Insgesamt muss gerade im familiären Bereich von einer sehr hohen Dunkelziffer ausgegangen werden. Das heißt: In nahezu 80 – 90 Prozent der Fälle kennt das Opfer den Täter sehr gut. Nur in etwa 10 Prozent der Fälle handelt es sich um den berühmten „fremden Mann“.

Pädosexuelle mit verdrehter Rechtsauffassung

Obwohl in der Öffentlichkeit gerne jeder Täter als „pädophil“ bezeichnet wird, macht in Wahrheit der Anteil der so genannten „Pädophilen“ (richtiger: Pädosexuellen) an den Sexualstraftätern gegen Kinder nur etwa 2 bis 20 Prozent aus. Bei diesen Tätern besteht eindeutig ein sexuelles Motiv. Sie selbst bezeichnen dies als „Liebe“ und behaupten, „partnerschaftliche Beziehungen“ zu den Kindern zu haben. Pädosexuelle verdrehen ihr sexuelles Bedürfnis nach Kindern in ein „Recht jedes Kindes auf Sex mit Erwachsenen“ und kämpfen offen oder versteckt für die Aufhebung aller Strafbestimmungen, die dem Schutz von Kindern vor sexualisierter Ausbeutung dienen. „Pädosexuelle“, so Heiliger/Engelfried (4), „bauen eine Rechtfertigung für ihre Handlungen auf, die sie selbst als Opfer gesellschaftlicher Repressionen darstellt, die Sexualität mit Kindern völlig ungerechtfertigterweise verbiete und kriminalisiere.“ Diese Täter haben auch keinerlei Hemmungen, die Schädlichkeit von sexualisierter Gewalt gegen Kinder öffentlich in Frage zu stellen.

Da gerade diese Tätergruppe ihr eigenes Sexualverhalten eher positiv sieht und sich vehement weigert, die Gewalt und die Kriminalität, die in ihren Taten ebenso enthalten ist, anzuerkennen, zeichnet sie sich durch eine hohe Aktivität und fehlendes Schuldbewusstsein aus. Der häufige Wechsel ihrer Opfer, stellen Heiliger/Engelfried (4) fest, führe zum Teil zu „unglaublichen Fallzahlen“. Dies bestätigt die Kriminalpsychologin Anna Salter (3): „Der durchschnittliche pädophile Triebtäter missbraucht fünfzig bis hundertfünfzig Kinder, bevor er verhaftet wird (und danach noch viele andere)“. Und zwar Mädchen und Jungen. Pädosexuelle verbergen sich laut Heiliger/Engelfried (4) bevorzugt hinter angesehenen beruflichen und sozialen Positionen. Entsprechend hoch ist ihr Einfluss auf die öffentliche Darstellung und den gesellschaftlichen Umgang mit sexualisierter Gewalt gegen Kinder.

Es geht hauptsächlich um Macht

Der weitaus überwiegende Teil (80 – 98 Prozent) derer, die Mädchen und Jungen sexualisierte Gewalt antun, sind jedoch nicht „pädophil“. Sie sind nicht primär auf Kinder als Sexualpartner fixiert und ihre Motivation ist auch nicht in erster Linie eine sexuelle. Die Motivation dieses Großteils der Täter ist das Bedürfnis nach Macht, bzw. Kompensation:

„Mehr als 95 Prozent der „Missbraucher“ sind „normal veranlagt“. Sie sind psychosexuell nicht auf Kinder fixiert und auch nicht an einer Beziehung mit ihnen interessiert, sondern nutzen bestehende Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse aus beziehungsweise weichen in Krisen der Männlichkeit auf Kinder aus.“ (5)

„Immer geht es um Macht und Machtmissbrauch. Um den Wunsch, die eigene Feigheit und Ohnmacht hinter dem Gefühl der Herrschaft über einen anderen Menschen zu verstecken und sich selbst zu beweisen, wie stark man doch ist.“ (1)

„Es ist inzwischen schon fast eine Binsenweisheit, dass Vergewaltigung weniger mit Sex zu tun hat als vielmehr mit Wut und Macht. Und Vergewaltigung ist eindeutig ein Versuch, Macht über ein anderes Individuum auszuüben, auch wenn der Impuls dazu oft aus einem akuten Gefühl der Machtlosigkeit heraus entsteht.“ (6)

„Sexueller Missbrauch, sexualisierte Gewalt ist Sexualverhalten im Dienste nicht-sexueller Bedürfnisse, Mittel für eine Vielzahl von Zwecken. In der Beziehung zum Opfer werden vielmehr Probleme und Phantasien, unerfüllte Wünsche und ungelöste Konflikte ausgedrückt.“ (7)

„Die meisten Täter haben oft ein Identitäts- und Durchsetzungsproblem mit ihrer Männlichkeit.“ (8)

„Nicht immer haben [solche] Handlungen ihren Ursprung in einer so genannten kernpädophilen Orientierung, oft verbergen sich dahinter unbefriedigte Machtbedürfnisse oder erhebliche Probleme im Selbstwert.“ (9)

Auffällig ist nach Meinung einiger Expert/innen bei vielen männlichen Tätern eine ausgeprägte sexistische Grundhaltung und ein Anspruch auf Höherwertigkeit bzw. Vormachtstellung von Männern gegenüber Frauen. Das eigene Geschlecht wird zu einem zentralen Identitätsfaktor, der gleichzeitig mit einem Mehr an Rechten und Macht erlebt wird. Sexualität ist für diese Täter das Instrument, mit dem sie sich ihrer Identität versichern, bzw. ihre vermeintlichen Rechte demonstrieren und durchsetzen. Die früh einsetzende und gesellschaftlich geförderte Sexualisierung von Bedürfnissen bei Jungen und Männern, so Heiliger/Engelfried (4), gekoppelt mit der Gleichsetzung von Männlichkeit und Sexualitätsausübung, mache den sexuellen Übergriff zum „effektivsten Instrument, sich männlich = überlegen zu fühlen“. Täter sexualisierten Macht: ihr „Bedürfnis nach und die Gelegenheit zur Machtausübung verbindet sich mit sexueller Erregung“.

„Die Verkoppelung von Macht, Sexualität, Gewalt und Brutalität ist nach wie vor ein völlig blinder Fleck in den Theorien männlicher Sexualität“, konstatiert auch Olbricht (10). Die sexualisierte Attraktivität von Macht und die sexuelle Anregung durch Gewalt und Folter sei nach wie vor weder in der Sexualtherapie von Männern noch gar in der Tätertherapie ein wirksames Thema.

Täter haben kein Unrechtsbewusstsein

Gerade vor diesem Hintergrund wird verständlich, warum so viele dieser Straftäter selten Schuldgefühle haben und wenig Reue zeigen. „Ein blutschänderischer Vater“, schreibt Trube-Becker (2), „ist nicht selten überrascht, wenn er erfährt, dass sein Verhalten strafbar sei; denn er glaubt, sexueller Zugang zu seinen Kindern sei sein gutes Recht.“ Echte Reue oder Scham sei bei denen, die strafrechtlich zur Verantwortung gezogen würden, „uncharakteristisch“.

Jäckel (1) beschreibt, dass diese Täter „auf Befragen in ihrer Selbstdarstellung meist frei von Schuld“ seien. Sie „verdrängen die Tat entweder ganz aus ihrem Bewusstsein und der Erinnerung, oder sie nehmen diese von vorneherein nicht als Unrecht gegenüber dem Kind wahr“. Sie seien selten bereit, für das, was sie getan haben, bewusst Verantwortung zu übernehmen. Meist stellten sie die sexualisierte Gewalt so dar, als „habe das Kind den Täter zu der Handlung verführt, diese gewünscht, herbeigeführt und als schön genossen“. In fast allen Fällen stellten die Täter sich selbst als die wahren Opfer dar.

„Der Sexualstraftäter verdrängt, dass er ein Krimineller ist“, so die Kriminalpsychologin Anna Salter (2). „Viele von ihnen glauben, ein Recht darauf zu haben, sich zu nehmen, was sie begehren, und scheren sich schlicht keinen Deut darum, welchen Preis die anderen dafür bezahlen müssen.“

„Allgemein verbreitet ist mittlerweile die Auffassung, dass sexuelle Missbraucher nicht therapiefähig sind, da eine erfolgreiche Therapie Einsicht, subjektiven Leidensdruck und Eigenmotivation des Klienten zu seiner Veränderung erfordert, was beim sexuellen Missbraucher in aller Regel nicht der Fall ist“, so Heiliger/Engelfried (4). Sie nennen das Leugnen der Taten bei den Sexualstraftätern „extrem charakteristisch“.

„Selten gesteht ein Mann, der entdeckt wird, die von ihm ausgeübte sexuelle Gewalt an der Tochter. Die meisten stellen vielmehr das Mädchen als Lügnerin dar und setzen sie damit quälenden Befragungen und Unterstellungen aus. Sie lehnen jegliche Verantwortung ab für das, was sie getan haben, und bestehen darauf, dass sie selbst Opfer sind. Schuld sind die sexuellen Provokationen der Tochter oder die Frigidität der Ehefrau“, so Kavemann/Lohstöter (11).

„[Sexuelle] Gewalttäter sind in der Regel nicht zur Therapie motiviert. Selten besteht Leidensdruck in Bezug auf die Gewalttat, lediglich in Bezug auf den Freiheitsentzug. Erschwerend ist weiterhin, dass meist wenig Unrechtsbewusstsein und wenig Scham- und Schuldgefühle bestehen, ebenso wie der bekannte Mangel an Verantwortungsbereitschaft, Empathie und Einsicht“, so Olbricht (10).

Wer also wirksam Kinder vor sexualisierter Gewalt schützen und die Täter identifizieren will, muss sich zuallererst von seinen falschen Vorstellungen und den gesellschaftlichen Mythen über diese Straftäter befreien. Bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder geht es seltener als die meisten glauben um Sexualität und dafür sehr viel häufiger um Macht und „Männlichkeit“. Sexualstraftäter (gegen Kinder) leben mehrheitlich im nahen Umfeld von Kindern und sind sehr geschickt darin, „normal“ zu wirken und andere zu täuschen. Der Großteil dieser Täter findet überhaupt nichts Schlimmes daran, seine Macht zu missbrauchen, im Gegenteil, die meisten glauben, ein Recht darauf zu haben und kennen entsprechend keine Reue. Daher ist ein ebenso großer Teil dieser Tätergruppe weder bereit, seine Straftaten zuzugeben, noch sich in Therapie zu begeben. Das Interesse dieser Täter gilt einzig und allein sich selbst und den eigenen Bedürfnissen nach Kompensation, Macht, Gewalt, Erregung, Vorteilnahme, Geld, etc. Ihre offenbar vorhandene Intelligenz nutzen sie zur Durchsetzung und Begründung ihrer egozentrischen Interessen ebenso geschickt wie zur Manipulation und Täuschung ihrer Umwelt. Das Kind ist ihnen völlig egal. Die Asozialität der Täter ist ein identifizierendes Merkmal. Sie zeigt sich allerdings nicht in fettigen Haaren und schmuddeligem Äußeren, sondern sehr viel häufiger in der Zugehörigkeit zum männlichen Geschlecht. Deshalb fällt sie auch nicht auf. Wer also wirksam Kinder vor sexualisierter Gewalt schützen will, muss beginnen, die „Normalität“ von Macht und Machtmissbrauch in unserer Gesellschaft in Frage zu stellen. Er oder sie muss bereit sein, die Raffinesse der Täter vorauszusetzen und sie als Sexualstraftäter zu erkennen – egal, wie „normal“ oder „nett“ sie auch scheinen mögen.

Quellen:

  1. Karin Jäckel, „Wer sind die Täter?“, dtv 1996
  2. Elisabeth Trube-Becker, „Mißbrauchte Kinder“, Kriminalistik Verlag 1992
  3. Anna Salter, „Dunkle Triebe“, Goldmann 2006
  4. Anita Heiliger, Constance Engelfried, „Sexuelle Gewalt“, Campus 1995
  5. Sophinette Becker, leitende Psychologin der Sexualmedizinischen Ambulanz der Goethe-Universität Frankfurt (in WELT online, 16.03.2010)
  6. Ray Wyre, Anthony Swift, „Die Täter“, Volksblatt Verlag 1991
  7. Adolf Gallwitz, Manfred Paulus, „Grünkram“, Verlag deutsche Polizeiliteratur 1998
  8. Markus G. Feil, Psychotherapeut und Leiter der Psychotherapeutischen Fachambulanz des Evangelischen Hilfswerks München (in WELT online, 30.04.2010)
  9. Dr. Heidi Kastner, Vorstand der Psychiatrischen Abteilung mit Schwerpunkt Forensik an der Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Linz. (Quelle: „State oft he art der Therapie sexueller Funktionsstörungen“, Symposium im Rahmen der 6. Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Gmunden, 24.04.2008; www.clinicum.at)
  10. Ingrid Olbricht, „Wege aus der Angst“, C.H. Beck 2004
  11. Barbara Kavemann, Ingrid Lohstöter, „Väter als Täter“ Rowohlt 1984

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31 Kommentare

  1. TÄTER

    „Polizeilich gut bis sehr gut beleumundet, als Nachbar beliebt und als Vereins- oder Gemeindemitglied anerkannt. Häufig zeichnet er sich durch eine stark ausgeprägte christliche Einstellung aus…..

    Ja das entspricht ganz genau dem Bild des Küsters in unserer Gemeinde in Friedrichssegen der ER sich an mir als kleinst Kind, mehrfach schwer vergangen hat! Selbst heute lebt er in einem Altersheim hier ganz in meiner Nähe, ist dort gut angesehen, und Niemand weiss was dieses Monster alles auf dem Gewissen trägt.

    So ER ein Gewissen haben sollte?

    Denn TÄTER Sie seien selten bereit, für das, was sie getan haben, bewusst Verantwortung zu übernehmen. Meist stellten sie die sexualisierte Gewalt so dar, als „habe das Kind den Täter zu der Handlung verführt, diese gewünscht, herbeigeführt und als schön genossen“.

    Der Küster rechtfertigte sich immer damit das die Biester (wir Kinder)
    von niederer Herkunft seien. Er soetwasmit mir machen müsse weil ich ja so schlecht sei, ich Hure im Alter 4 Jahren. Er klaute uns Kindern die Schulranzen wenn diese unbeaufsichtigt an der Schultreppe abgelegt wurden, mimte dann bei der Lehrerin den “ GUTEN MANN “ und wir Kinder mussten ihm dann in den Keller folgen, wo er unausprechliches mit mir und den andere tat. Dann erst bekamen wir unsere Schulsachen zurück.

    Mir ist einfach nur übel wenn ich an all das Unrecht denke. Der Küster kassiert weiterhin eine Pension von der katholischenn Kirche, obwohl diese Kenntnis von den Vorfällen hat. Ich muss weiterhin um das überleben Kämpfen.

    “ SAGT ES LAUT “

    Pia Survivor

  2. hildegard schreibt am :

    Jäckel schreibt, sie habe es immer wieder erlebt, dass „gerade gutaussehende, gebildete, körperlich gepflegte und in ihrem Benehmen tadellose Männer Täter waren.“
    ‚Angesehen‘ – bei den heute noch schweigend wegschauenden Verleugnungs-Gesellschaften können sie ihre Pensionen beziehen – und die Kinder, denen sie die Kindheit zerstörten …?
    Die Empfehlungen im Mai werden eines Tages als „Relativierung“ in den Geschichtsbüchern nachzulesen sein – ES SEI DENN, dort geschieht JETZT ein ministerielles Erwachen und Erkennen und frau handelt GEGEN die bisher strukturelle Männermacht in Staat und Kirche.

    Ministerinnen und Bundeskanzlerin KÖNNEN in alle Zukunft:

    Verjährung wie bei Mord und Völkermord AUFHEBEN,
    Vertuschen, Verleugnen, Verschweigen VERBIETEN,
    Archive beschlagnahmen und Beweise SICHERN,
    Täter sicherheitsverwahrt mini-BERENTEN,
    Täter-Institutionen MÜSSEN DIE ZECHE ZAHLEN – wer sonst???

    FRAGT LAUT:
    Wer will sich angesichts dieser Ungeheuerlichkeiten noch Relativierung nachsagen lassen !?

  3. Liebe Hildegard

    Archive beschlagnahmen und Beweise SICHERN!
    Da Capo!

    Ja das wäre endlich einmal etwas konkretes, denn schliesslich hat die kath. Kirche die Täter all die Jahre nur verwaltet und damit auch geschützt. Wer beschützt die Opfer die ohne Versorgung leiden nach der Tat. Sind das die Glaubensgrundsätze der kath. Kirche? Belohnt- Berentet die Kirche die Täter und lässt die Opfer weiter im Elend leiden? Ja die Menschenrechte haben für Kirchenbedienstete Gültigkeit in unserer so zivilisierten ach so kultivierten Bundesrepublick. Ja die Menschenrechte haben für nicht Kirchenbedienstet keine Gültigkeit in der BRD und innerhalb der katholischen Kirche das sollte uns allen zu Denken geben.

    “ Sagt es LAUT“ !

    Grüße

    Pia Survivor

  4. Bodo schreibt am :

    dass es „ganz normale“ männer sind – naja. ich hoffe doch, dass es normal ist, der treusorgende familienvater zu sein, der auch beruflich seine mehr oder weniger vorhandene macht nicht missbraucht, sondern entsprechende soziale kompetenz besitzt und auch mit durchaus vorhandenen niederlagen im beruflichen oder auch privaten bereich umgehen kann und sie nicht an abhängigen auslässt.

    jedoch, das ist das für mich neue und daher erschütternde, dass ein so hoher prozentsatz (80+) von tätern nur seine macht gegenüber abhängigen, insbesondere kindern in solchen sexuellen handlungen ausübt und garnicht pädophil ist, macht mich zornig. machtmissbrauch in politik und wirtschaft ist schon erbärmlich – macht gegenüber kindern auszuüben indem man(n) sie prügelt und/oder sexuell missbraucht ist einfach erbärmlich.

    insbesondere durch das fehlende schuldbewusstsein und die daraus folgend fehlende therapierbarkeit wird meine auffassung bestätigt, dass solche täter zu lebenslänglich mit anschließender sicherungsverwahrung verurteilt werden müssen. die vermögenswerte der täter sind in die therapien der opfer einzusetzen.

    die missbrauchten kinder sind schließlich lebenslang traumatisiert.

  5. Thomas schreibt am :

    Guten Tag Herr Denef,

    eine treffende Analyse, deren Erkenntnisse in dem Schlußsatz kumulieren:
    ‚Wer also wirksam Kinder vor sexualisierter Gewalt schützen will, muss beginnen, die „Normalität“ von Macht und Machtmissbrauch in unserer Gesellschaft in Frage zu stellen.‘

    Das sehe ich genauso. Es geht um nichts anderes als Macht und Ohnmacht, wie das ebenfalls Mariella Mehr in ihrem grausigem Lebensbericht „Steinzeit“ herausgearbeitet hat.

    Dies ist auch der Grund, warum Ihnen bzw. netzwerkB nun dieser massive Widerstand entgegenschlägt: Man will nicht ablassen von der Macht, man will entgegen scheinheiliger Beteuerungen weitermachen wie bisher.

    netzwerkB kommt der Verdienst zu, dass das Thema wieder auf der Tagesordnung steht.
    Machen Sie weiter so, lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen!

    Mit den allerbesten Grüssen,

    Thomas

  6. hildegard schreibt am :

    @ Bodo: … und ganz besonders tragisch die Mitwisserschaft, die immer noch schweigt und sich im schummrigen Dunkelfeld lieber verkriecht als mit helfenen Händen ihre Scheinwerfer auf das Schlusskapitel des Dramas zu richten – eines schaurigen Nachkriegs-Schauspiels!
    „… mit anschließender sicherungsverwahrung verurteilt werden müssen. die vermögenswerte der täter sind in die therapien der opfer einzusetzen.“
    Ja!!! – und die der Mitwisser in menschenwürdige Lebensvorsorge der Geschändeten, Zerstörten.

    @ Pia: Ja! – jetzt hilft nur noch DENKEN!

  7. Ludwig schreibt am :

    Die Ursachen in Problemen mit „der Männlichkeit“ zu sehen, könnte überholt sein: die Soziologie spricht bereits seit mehreren Jahren von einer Vielfalt der MännlichkeitEN. Der erste, der diese Theorie meines wissens psychologisch erklärt umsetzt ist der Autor Peter Jedlicka in seinem Buch „Männercoaching“ ..

    L.Renhardt

  8. Eva schreibt am :

    Das obige ist ein gutes Postionspapier, aber im Einzelfall nützt es nichts.

    Kennt ihr das ?
    Was kann da machen ?
    Abwarten bis alles verjährt ist ?

    Wenn ein mißbrauchter Mensch schwer psychisch krank geworden ist, das die Staatanwaltschaft aber nicht glaubt und nicht einmal Gutachter einschaltet, da es angeblich keinen Kausalzusammenhang zwischen schwersten Psychosen und Mißbrauch gibt und bei mehreren Zeugenaussagen der mißbrauchte Mensch das ganze Furchtbare stundenlang geschildert hat , dann aber aus Angst und Krankheit keine Strafverfolgung wünscht und die Beamten dem Opfer sagen, dass das Opfer mit zB. Zartbitter oder anderen Institutionen Kontakt aufnehmen kann , da die Behörden die Adressen nach den Zeugenverhören mitgeben. Dann steht in der Strafakte, dass keine Straftaten stattgefunden haben. Warum dürfen Strafverfolgungsbehörden da so lügen ? Wer ist Schuld, wenn der Täter wieder weitere Opfer hat ?
    Oder ist meine Denkweise falsch ?
    Auf seinen Internetseiten schreibt der Täter, dass er als Kinderschänder vor Jahren bezeichnet wurde von einem bereits Verstorbenen und das deshab eine Zeitung über seinen „schlechten Lebenswandel“ geschrieben hat . Das verfolgen die Behörden überhaupt nicht.
    Gewiss ein Staatsanwalt muß 100 % überzeugt sein , dass er den „Prozess gewinnt“ sonst hat er Staatsgelder vergeudet.
    Für mich ist es pardox, dass psychisch schwer Kranke immer allein gegen ihre Peiniger vorgehen müssen und das Angehörige nur zuschauen dürfen.
    Wenn ein Mensch durch Mißbrauch schwere Psychosen bekommt und nie mehr arbeiten kann und immer wieder ins Krankenhaus kommt, und die Psychosen anscheinend immer wieder kommen, ist das für mich ein schwerer Seelenmord über den der Täter lacht .

    Wenn Angehörige den Fall publik machen, besteht die Gefahr, dass die Angehörigen wegen Verleumdung verklagt werden.
    Absurd.
    Absoluter Täterschutz .

  9. Petra schreibt am :

    Frage: Wenn sexualisierte Gewalt gegen Kinder nichts mit „Männlichkeit“ zu tun hat – warum sind dann ca. 90 Prozent derer, die diese Straftaten verüben, männlich??

    „Zu den gemeinsamen, in kulturell unterschiedlich starken Ausprägungen und Mischungsverhältnissen angelegten Grundmerkmalen der männlichen Tiefenstruktur und ihrer Erscheinungsformen gehört in erster Linie eine ambivalente, aus Lust, Angst, Neid und Wut gespeiste Einstellung zu Frauen und zur weiblichen Sexualität. Die individuell und kulturell unterschiedlich verbreitete Neigung zur Abwehr und Abwertung der als bedrohlich erlebten Weiblichkeit geht dabei mit einer bis zum Selbsthass reichenden Feindseligkeit gegenüber den als weiblich assoziierten „fremden“ Anteilen am eigenen Geschlecht einher.

    In der männlichen Subjektkonstitution bilden Sexualität und Aggression (…) spezifische Legierungen, die von Beginn an mit projektivem Hass und einer virulenten Gewaltbereitschaft aufgeladen werden. Diese Legierungen drücken sich körpersprachlich durch eine Zentrierung der sexuellen, aggressiven und narzisstischen Persönlichkeitsanteile im Genital (Penis-Phallus), der unter dem Genitalprimat gewissermaßen mit dem Gesamt-Ich zusammenfallenden Exekutive der männlichen Psychosexualität aus. (…) Der als Phallus idealisierte Penis bleibt auch als Insignium von Macht, Größe und Vollkommenheit (Narzissmus) nach wie vor wichtigstes Lustorgan (Sexualität) und kann im existenziellen „Notfall“ als sexualisierte Waffe (Aggression) eingesetzt werden. (…)

    Als Konsequenz ergibt sich ein auch zur unbewussten Ausstattung von „normaler“ Männlichkeit gehörendes (latentes) Potenzial aus sadistischen und paranoiden Reaktionsbereitschaften. Den meisten Männern gelingt zwar eine einigermaßen sozialverträgliche Umwandlung dieses gefährlichen Potenzials, was aber bleibt und von vielen „gewöhnlichen“ Männern immer wieder bestätigt wird, ist die grundsätzliche Anfälligkeit für innere und äußere Krisen, die eine als Infragestellung der Männlichkeit erlebte Erschütterung ihrer narzisstischen Grundstruktur hervorruft.“

    “(…) Die Einnahme einer paranoid getönten Abwehr-Kampf-Haltung gehört neben der Mobilisierung sadistischer Persönlichkeitsanteile zu den wesentlichen Hauptmerkmalen männlicher Reaktionen auf narzisstische Kränkungen und Krisen. Die von diesen Mechanismen bestimmten Abwehrschlachten (…) dienen unbewusst in erster Linie der Reaparierung ihrer “beschädigten” Männlichkeit und der Wiederherstellung einer aus den Fugen geratenen Geschlechter-Ordnung unter dem Diktat hegemonialer Männlichkeitsvorstellungen.”

    Quelle: Rolf Pohl „Feindbild Frau“ Offizin-Verlag 2004

  10. Doro schreibt am :

    Und so (s.u.) werden genau die Macht-Strukturen zementiert, die sexualisierte Gewalt von Vätern und Stiefvätern, Großvätern und Brüdern usw. gegen (unterworfene) Kinder (und Frauen) weiter sicher stellen:

    „Der einzige Ausweg aus der Misere – drei Forderungen an den Mann

    1. Sei du selbst.
    2. Beherrsche dein sexuelles Verlangen.
    3. Sei Haupt und Herr deiner Partnerin

    Das Weib in der Frau will den Mann, der fest zu sich selber steht. Der nicht danach schielt, einer Frau zu gefallen und ihr zuliebe sich ummodelt, sondern in erster Linie sich selbst gefällt. (…)

    Strahlende Männlichkeit, welche unbekümmert den Raum füllt und nicht von den Reaktionen der Partnerin abhängt, um glücklich zu sein. (…) „Das Glück des Mannes heißt: Ich will – das Glück der Frau heißt: ‚Er will‘“, wusste Nietzsche.

    (…) Ein Mann muss sich klar sein, dass er Vertrauen und Zuneigung einer Frau nicht dadurch gewinnt, dass er ihre Forderungen erfüllt. Er gewinnt und begeistert sie, wenn er fest zu sich selbst steht – und sie dennoch aufrichtig liebt. Wenn er sich ihr zuliebe sich anpasst, wenn er Dinge tut, von denen er nicht ganz überzeugt ist und damit die Zielsetzung seiner Partnerin übernimmt, wird sie sich einen Moment lang freuen. – Dann wird sie ihn mit Verachtung strafen. Weil sie spürt, dass er seiner eigenen Wahrheit, um die er kämpfen sollte, untreu geworden ist. Weil nicht er, sondern sie den Mittelpunkt seines Lebens bildet. Und weil sie ihm deshalb nicht mehr vertrauen kann.

    (…) Nietzsche sprach vom „Instinkt der zweiten Rolle“. – Eine Frau will nicht herrschen, nicht Macht ausüben, so sehr es auch heute den Anschein hat. (…)

    Mann und Familie
    (…) Wir können uns die Familie kaum anders vorstellen denn als kleinbürgerliche Institution mit mehr oder weniger sentimentalen Bindungen. Tatsächlich war es in jeder höheren Tradition aber gerade ein überpersönliches, geistiges Element, das ihr Halt und Prägung verlieh. Es wurde eingebracht durch das Oberhaupt der Familie, den Vater, dessen Autorität einen festen Bezugspunkt bildete. Das Wort Vater entstammt derselben etymologischen Wurzel wie Herr und Herrscher. Die äußere Herrschaft des Vaters (potestas) war nur die natürliche Folge der „inneren“ Herrschaft, die sich als geistig-geistlicher Einfluss auswirkte.“

    Aus: Oliver Ritter, Magische Männlichkeit. Mann-Sein aus initiatischer Sicht, Verlag Zeitenwende 2005

    Stichworte: Herrschaft, Ich will, Oberhaupt, Herr und Herrscher, Tradition, Macht, in erster Linie sich selbst gefallen, Halt, Prägung.

    Das IST A(nti)-Sozialität.

  11. hildegard schreibt am :

    Zu spät erkennt mensch, dass seit der Steinzeit nicht nur die Welt, sondern auch der Mensch sich geändert hat. Damals lebte mensch mit – heute lebt mensch gegen die Natur, auf die er nach wie vor angewiesen ist.
    Wenn Männlichkeiten aber – „Stichworte: Herrschaft, Ich will, Oberhaupt, Herr und Herrscher, Tradition, Macht, in erster Linie sich selbst gefallen, Halt, Prägung.“ – in all den alten Mustern stecken geblieben sind, dann haben sie Wesentliches verpasst.
    Wer uns heute noch einredet, das WORT ‚das Weib sei dem Mann untertan‘ nicht kritisch lesen zu dürfen, der steckt im Nebelstau vergangener Zeiten …

    An uns liegt es, in Sachen ‚Augenhöhe‘ hellwach zu bleiben.
    Überkommene Männlichkeits-Wahn-Muster wollen uns Frauen weismachen, von der Natur her anders „verstanden“ zu sein – anders vielleicht, da wir Verstand anders anwenden mussten + müssen, um unter widrigen Umständen überleben zu können.
    Man spricht uns aber geradezu den Verstand ab und tut so, als sei mit der Frauenriege am offiziellen Runden Tisch Gleichstellung bewiesen.

    Merken wir, wie Macht-Wahn-Muster sich auch hier ver-stecken? Es geht um Geld, um viel Geld …

  12. Petra schreibt am :

    Hier noch aktuelle Zahlen zur Täterstruktur:

    Laut dem zweiten Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung zur telefonischen Anlaufstelle der Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs von Kindern Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a. D. vom 1. 12. 2010 wurden zum Geschlecht der Täter, der Anzahl der Übergriffe und sonstiger Tatenmerkmale folgende Angaben gemacht:

    „Nach den Angaben zum Geschlecht der Täter bzw. Täterinnen (N = 389; keine Angaben N = 75) liegt der Anteil der Täterinnen bei 8% (N = 31), der der Täter bei 85 % (N = 331). In 7% (N = 27) der Berichte wurden sowohl Täter als auch Täterinnen genannt.

    In 86% (N = 105), der hier* geschilderten Fälle wurden die Betroffenen von Männern missbraucht, in 10% (N = 12) der Fälle von Frauen (Erzieherinnen und Ordensschwestern in Heimen) und 4% (N = 4) von Personen beiderlei Geschlechtes.

    (Anmerkung: * bezieht sich auf die kleinere Gruppe der Betroffenen, die überhaupt bereit waren, Details über die erlebte Gewalt zu berichten. Von diesen (isg. 121 Betroffene/Berichte) waren 60% männlich und 40 % weiblich)

    Nur 12 der Berichte beziehen sich auf einen einmaligen Tatvorgang, bei der Hälfte der Betroffenen wurden die Taten von ein und derselben Person begangen.

    Bei fast allen fanden körperliche Übergriffe statt und bei vielen Vergewaltigungen.

    Im kirchlichen Kontext nutzen Pfarrer und Priester die Beichte oder den Konfirmanden-/Religionsunterricht, in der sich eine Betroffene oder ein Betroffener mit einem Anliegen anvertraut. Es gibt auch Betroffene, die innerhalb der Familie missbraucht wurden und sich auf Anraten eines Familienmitgliedes – häufig die Mutter – einem Pfarrer oder Priester anvertrauten und von diesem missbraucht wurden.

    Ein häufiger Ort, den Täter/innen in Institutionen (Heim, Krankenhaus) nutzen, sind Schlaf- und Waschräume bzw. Zelte bei Freizeiten. In Zeltlagern und Landschulheimaufenthalten scheint es für Täter/innen besonders einfach zu sein, eine Situation zu arrangieren, in der sie mit einem Kind alleine sind. Hier werden auch oft mehrere Kinder von einem/r Täter/in missbraucht.

    In Schulen werden Situationen ausgenutzt bzw. arrangiert, in der ein Kind mit der Lehrkraft alleine ist bzw. sein muss (z. B. Nachsitzen, Nachhilfe, Besprechung). Häufig findet auch Missbrauch durch Sportlehrer statt. Teilweise werden die Kinder auch unter einem Vorwand oder zur Verrichtung einer Aufgabe zu der Lehrkraft nach Hause beordert.

    Im medizinischen Bereich (Krankenhaus, Praxen) wird der Missbrauch teilweise unter dem Vorwand notwendiger Untersuchungen getarnt, von Hypnose wurde berichtet, aber auch von direkten Übergriffen und Vergewaltigungen.

    In allen Bereichen ist eine wirksame Strategie, dass der Täter bzw. die Täterin eine „besondere“ Beziehung aufbaut bzw. ausnutzt, die als positiv suggeriert wird und mit Belohnungen UND Vorteilen aufrecht gehalten und/oder durch Bestrafung und Drohungen erzwungen wird.

    In den Berichten zum Missbrauch in Institutionen geht es selten um Einzelfälle, fast immer sind mehrere Kinder betroffen, teilweise durch denselben bzw. dieselbe Täter/in, meistens sind es mehrere Täter und Täterinnen. In einigen Berichten über Heime sind die Täter gleichaltrige oder ältere Jugendliche. Meistens werden/wurden sie selbst missbraucht und/oder gezwungen sexuelle Handlungen und Misshandlungen an Jüngeren vorzunehmen.“

  13. Maro schreibt am :

    in kapitel „täter haben kein unrechtsbewusstsein“ steht : Sie (die täter)lehnen jegliche verantwortung ab für das was sie getan haben und bestehen darauf, dass sie selbst opfer sind. Dies ist eine auswirkung und die frage ist was die ursache dieses mangels an einsicht ist.
    Es ist erstaunlich, dass sie sich selbst als opfer sehen und aus den forschungen und zahlreichen büchern der kindheitsforscherin alice miller geht auch hervor wieso. Die meisten täter haben selbst in der kindheit sexuelle gewalt erlebt und kompensieren mit ihrer tat die tat die sie selbst erlebt haben. Die bedeutet überhaupt NICHT, dass sie deshalb unschuldig sind. Sie sind erwachsene menschen und wissen sehr genau was unrecht ist und sie müssen dafür auch die verantwortung tragen. Das ganze läuft auf einer unbewussten ebene ab und viele täter reflektieren auch nicht, dass sie selbst einmal opfer waren. So wird das von einer generation an die andere gereicht und nur aufklärung über das thema wird diese gewalt spirale unterbrechen. Opfer die die erlebte sexuelle gewalt in der kindheit reflektieren, erinnern und aufarbeiten können und nicht ins unterbewusstsein verdrängt haben, werden die gewalt auch nicht weitergeben. 40 jahre hat alice miller geforscht und ihre 14 bücher sind sehr ausschlussreich.

  14. Larissa schreibt am :

    hallo Liebe Eva

    # Eva schreibt am 25. Januar 2011 um 09:38 Uhr

    Wenn ein Mensch durch Mißbrauch schwere Psychosen bekommt und nie mehr arbeiten kann und immer wieder ins Krankenhaus kommt, und die Psychosen anscheinend immer wieder kommen, ist das für mich ein schwerer Seelenmord über den der Täter lacht .

    Wenn Angehörige den Fall publik machen, besteht die Gefahr, dass die Angehörigen wegen Verleumdung verklagt werden.
    Absurd.
    Absoluter Täterschutz .

    ——————————
    Mein Täter so denke ich ,stellt die Opfer gerne Unglaubwürdig
    dar , wenn die einmal eine Psychose hatten .
    (Ich habe erfahren , das Psychosen oft aus Posttraumatischen Belastungstörungen entstehen könnten )
    Ich habe da bei der Polizei eine Aussage machen müssen ( am Telefon ), so wie der Täter das wollte .
    Der Täter habe der Polzei gesagt ( sagte der Polizist zu mir ), die Polizei solle doch bei mir anrufen .
    Ich sollte sagen( bestätigen ) wie meine Mutter so währe , wenn die eine Psychose habe .
    Wo ich aber noch mehr dann zu sagte , als der Täter das wollte , nähmlich
    die wahrheit .( was drann gemacht hat die Polizei nicht , nur gesagt das geht nicht mehr lange gut )
    Bei mir hat er es sicher auch so versucht , mich psyschotisch da hinn zu stellen .
    Weil ich für ihn wol immer mehr im Weg stand !
    2 mal verpasste der Täter mir eine Gehirnwäsche .
    —————————
    ich für mich finde es schwer , es richtig einzuschätzen , ob da wirklich was im argen liegen mag .
    Macht man es , wo nichts ist , hat man den schwarzen Peter gezogen .
    Und kriegt , dann wirklich einen wegen Übler Nachrede drüber .

    Ich mußte so einen Lügendedecktor mit normalen Messgeräten , bei dem Täter als Kind machen .
    Was ich dazu sagen will , das ich denke , das die Täter das wirklich so denken , das da nichts war , das man das als Kind dann gern gehabt hätte .
    Das bei einen Lügendedektor , keine Auffälligkeit abgeben würde , das der lügen würde .
    Ich kann nur bestätigen das ich da auch so empfinde , das die Täter alles dürfen , obwohl die andere Menchen gefährden , wo Psychich kranke für ins Krankenhaus für kämen .

    bei den Tätern , traut sich wol keiner so richtig , weil die so ein Selbstsicheres Auftreten haben .
    Was ich filleicht nicht habe, und deswegen für Täter der beste Agressionsabbau , für die binn ?( Das beste Opfer )
    Mfg
    Larissa

  15. Eva schreibt am :

    Larrisa
    Dass du am Telefon Aussagen machen solltest , kommt mir sehr merkwürdig vor !

    Wenn da mal nicht der Täter angerufen hat oder seine Verbündeten.

    Das Psychosen oft aus Posttraumatischen Belastungstörungen entstehen könnten, hat mir bislang kein Arzt bestätigt.

    Ds Ärtze sich schon geirrt haben mit der Diagnose, kann man im Internet nachlesen.

    Aber ich bin mir sicher das sowohl Postraumatische Belastungsstörungen als auch Psychosen durch schreckliche Übergriffe entstehen, da habe ich einige ärtzliche Fallstudien, die das nachgewiesen haben.

    Aber in der Justiz zählen die nicht, da geht es nur um den konkreten Fall.

  16. Petra schreibt am :

    Viele tickende Zeitbomben unter uns

    Berlin (dpa) – Der mutmaßliche Mörder von Mirco aus Grefrath war nach außen hin wohl ein ganz normaler Familienvater. Wie kann es sein, dass ein Mensch, der selbst Kinder hat, ein anderes Kind tötet?

    Solche Menschen seien – unabhängig vom aktuellen Fall – oft wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde, sagte der Psychotherapeut Christian Lüdke im Interview. Lüdke ist nach eigenen Angaben psychologischer Ausbilder von Polizei-Spezialeinheiten und beschäftigt sich besonders mit der Psychologie von Tätern.

    Wie kann ein Mann, der selbst Kinder hat, anderen Kindern so etwas antun?

    Lüdke: „Solche Menschen führen ein Doppelleben. Sie sind wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Nach außen sind sie angepasst und können liebevoll mit ihren eigenen Kindern umgehen. Im Inneren fühlen sie sich wie die absoluten Versager – familiär, beruflich und sexuell, und sie werden geleitet von extremen Machtwünschen. Weil sie das aber im Alltag nicht umsetzen können, müssen sie das über so eine Gewalttat machen. Also suchen sie sich die schwächsten Opfer – die Kinder – bei denen sie dann dieses sehr starke Machtgefühl erleben können.“

    Meistens geht dem Mord ein sexueller Missbrauch voraus. Schon das ist schlimm genug, aber warum muss ein Täter dann das Kind auch noch töten?

    Lüdke: „Das Töten des Kindes ist für solche Menschen eine sehr primitive Form der Konfliktbewältigung. Das Kind ist nur Mittel zum Zweck, um wieder einen Rauschzustand zu erleben. In dem Tatplan ist von vornherein klar, dass das Kind sterben muss.“

    Gibt es eine Möglichkeit an Aussehen und Verhaltensweisen zu erkennen, ob ein Mensch unter der Oberfläche solch eine tickende Zeitbombe ist?

    Lüdke: „Nach außen hin sind solche Menschen meistens sehr unscheinbar. Man sieht es weder ihnen noch ihren Verhaltensweisen an. Aber in der Lebensgeschichte dieser Täter finden sich häufig um das elfte Lebensjahr herum drei Symptome: dass sie wieder ins Bett machen, dass sie mit Feuer spielen und vor allem, dass sie Tiere quälen. Wenn bekannt ist, dass bei einem Jugendlichen diese Symptome, in erster Linie das Tierequälen in einer ganz massiven Form schon vorgelegen haben, dann sollten alle Alarmzeichen angehen.“

    Sind das Einzelfälle oder leben unter uns viele Menschen, von denen eine solche Gefahr ausgeht?

    Lüdke: „Leider ist das kein Einzelfall. Es gibt bedauerlicherweise sehr viele Menschen unter uns, die eine so hohe sexuelle, kriminelle Energie haben, dass sie quasi tickende Zeitbomben sind. Es ist im Grunde oft nur glücklichen Umständen und einer Kontrolle über soziale und familiäre Netzwerke zu verdanken, dass es bei ihnen nicht zur Umsetzung dieser kriminellen Energie kommt und sie zu Tätern werden.“

    Quelle: web.de

  17. Petra schreibt am :

    Ein ganz „normaler“ Täter:

    „Bei dem Mann [Mörder von Mirco aus Grefrath] handelt es sich der „Rheinischen Post“ zufolge um einen 46-Jährigen aus Schwalmtal – selbst Vater zweier Kinder. Der Verdächtige habe völlig unauffällig gelebt und sei fest in die Nachbarschaft integriert gewesen, berichtet das Blatt. Er soll bei einem großen Konzern in Bonn arbeiten und mit einem silbergrauen Passat mit münsteraner Kennzeichen täglich pendeln.“

    Quelle: SPIEGEL Online

  18. Larissa schreibt am :

    @ Eva
    Eva schreibt am 27. Januar 2011 um 12:08 Uhr

    Larrisa
    Dass du am Telefon Aussagen machen solltest , kommt mir sehr merkwürdig vor !

    Wenn da mal nicht der Täter angerufen hat oder seine Verbündeten.

    ——————

    So wie ich das verstanden habe , ging das so .
    Das meine Mutter in der Not Hilfe gesucht hat , damals dann eben bei der Polizei , die dann bei dem Täter ? , der mich dann als Zeugen angab , wie die meine Mutter sich bei ner Psychose benehmen würde .

    Mfg
    Larissa

  19. Margarete schreibt am :

    Wer sind die Täter….von diesem Buch von Karin Jäckel eine einzige Kundenbewertung bei amazon.de,
    die ich gemacht habe am 23.Juli 2009

    Ich kann das Buch nur empfehlen, inzwischen ist es „spottbillig“ zu haben.
    Seite 164-167 ist auch zu lesen, wie „Ämter“ im
    der Anzeigephase mit z.B. Mütter und ihren zu Opfer gewordenen Kindern umspringen, auch wie Eva schieb,
    dass man gleich in die Offensive geht,auf direktem Weg zum Täter, dem die Gelegenheit des Leugnen gibt,
    um das ganze im Keim ersticken zu können.
    MfG

  20. Jürgen schreibt am :

    Warum Täter? Nach Sigmund Freud und seinen Jüngern sind doch Kinder die Verfäührungstäter_Innen.
    Siegmund Freud / Psychoanalyse heute ( Kernberg 1999)
    Professor Otto F. Kernberg 
    Präsident der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPA)
    von 1997-2001, bis ins Jahr 2008 mit Sitz im „wissenschaftlichen Beirat“
    der „Lindauer Psychotherapiewochen“ Zitat:
    Eine Grundschülerin von noch nicht zehn Jahren erlebe den sexuellen Missbrauch durch ihren Vater „in typischer Weise … als einen sexuell erregenden Triumph über ihre Mutter“. Die erwachsene Frau, die wegen dieses Ereignisses unter schweren Depressionen leidet, müsse „ihre Schuld tolerieren“ (Kernberg, 1999, S. 13).
    Siegmund Freuds Menschen / Kinderbild
    Mißbrauch bei Kindern aus Sicht von Freud.
    Sigmund Freud beschreibt 1905 einen Fall, den er im Jahr 1900 behandelt hat. Ida Bauer, eine junge Frau von damals 18 Jahren. Sie erzählt Freud folgende Episode: Der 27-jährige Herr Z. presst sie als 13-Jährige in seinem ansonsten menschenleeren Büro an sich und küsst sie – gegen ihren Willen – auf den Mund. Obendrein spüre sie „das Andrängen des erigierten Gliedes gegen ihren Leib“. Sie ekelt sich, reißt sich los und rennt weg. Dies beweist – für Freud – , dass das Mädchen bereits „ganz und voll hysterisch“ sei. „Anstatt der Genitalsensation, die bei einem gesunden Mädchen unter solchen Umständen gewiß nicht gefehlt hätte, stellt sich bei ihr … der Ekel [ein]“. Freud: „Ich kenne zufällig Herrn Z.; … ein noch jugendlicher Mann von einnehmendem Äußern“. Zwei Jahre später quittiert das Mädchen einen „Liebesantrag“ dieses (verheirateten) Herrn Z. mit einer Ohrfeige. Freud analysiert: „Dass sie von dem Vorfalle ihre Eltern in Kenntnis gesetzt, legte ich als eine Handlung aus, die bereits unter dem Einflusse krankhafter Rachsucht stand. Ein normales Mädchen wird, so sollte ich meinen, allein mit solchen Angelegenheiten fertig.“ Sigmund Freud, erkennt also „gesunde“ und „normale“ Jugendliche daran, dass sie bei erotischen Zudringlichkeiten von Erwachsenen still halten, ihre sexuelle Erregung genießen und ihren Eltern gegenüber dies alles verschweigen. Bei Ida Bauer, einer – in Freuds Augen – kranken, „hysterischen“ Jugendlichen, sieht er dagegen „verdrängte“ Triebe – einen unterstellten, bizarr herbeigedeuteten Drang zu Homosexualität, Selbstbefriedigung, und vor allem: zum Inzest – als Ursache der Störung. (Die Altersangaben für die genannte Szene, hatte Freud fälschlich ein Jahr erhöht; erotische Annäherung an Mädchen unter 14 Jahren war im alten Österreich strafbar.) Da ist es doch kein Wunder wenn Täter nicht verfolgt werden, denn nach Freud sind die Opfer Krank.

  21. Margarete schreibt am :

    @Jürgen….Warum Täter….so wie diese 10jährige werden viele Töchter/Stieftöchter zuvor vom Täter
    „moralisch manipuliert“,um den Missbrauch als einen Triumpf über die Mutter erleben soll…mit dieser Methode treibt der Täter einen tiefen Keil für sein weiteres Vorhaben zwischen Mutter u. Tochter,der Mutter die Tochter bzw. der Tochter die Mutter zu entziehen…es kann schon als Vorbereitungsphase
    für ein Scheidungsverfahren angesehen werden, bei dem der Täter zum Sorgerecht über die gelangen will….er muss sich deren Aussagen gegen die Mutter ja sicher sein !! Der weitere Pluspunkt liegt darin, dass sich ja die Mutter in diesem Gemütszustand mehr nicht dazu eignet zur Ausführung des SR…(..)Prof.Dr.Eva Breitenbach hat sich mit
    diesem Phänomen schon befasst, dass Täter zum SR der
    missbrauchten Töchter gelangen, dass dann als Tarnung verwendet wird und dann weitermachen können, auch mit den Töchtern der nächsten Partnerinnen….
    Die weitere Schilderung von Sigmund Freud über das Verhalten von dieser 13jährigen halte ich für schlichtweg skandalös, denn so HÄTTEN es die Täter gerne, dass ALLE das in diesem Alter so galant wegstecken…für mich hat diese 13jährige ein sehr gesundes Selbstwertgdefühl…man kann sich nur wünschen, dass wir viele solche Kinder haben….selbst diese Ohrfeige nach 2 Jahren hat er doch verdient, wenn wer verheiratet war…vllt war er ein notorischer Missbraucher, der nur zum eigenen Schutz verheiratet war…..
    Dass Täter in gepflegter Erscheinung auftreten können, ist kaum zu bezweifeln, da sie auch unter
    einem gewissen Grad von Wasch- und Reinlichkeitszwang betroffen sein können, einer verdeckter Hinweis, dass sie auch Opfer geworden sein müsste.( Siehe auch chronische u. komplexe PTBS)
    Noch ein Hinweis über dem Täter von Mirko aus Grefrath…es stimmt, viele arbeiten in der mittleren u. oberen (Chef)etagen, sind aber nicht
    mehr BELASTBAR, weil sie schon durch ihre Erkrankung des PTBS überfordert sind !! Bekanntlich kommt der Druck „von oben“, der so lange weitergegeben wird, bis der letzte in der Kette keinen Untergebenen mehr hat und diesen Druck dann an einem Opfer auslassen muss …der Täter hat die Wahl, ob er diesen in seiner Familie ablässt oder ausserhalb seiner Familie…Möglicherweise war es doch wo, wie es der Täter von Mirco gestanden hatte, was aber das Unternehmen seines Arbeitgebers weit von sich gewiesen hat….

    MfG

  22. rasch schreibt am :

    @magarete
    anzunehmen…mircos täter hätte aufgrund von schwierigkeiten am arbeitsplatz missbraucht und getötet ist in meinen augen verniedlichend….dazu kommt…..dass wir bis heute nicht wissen ob er ein Einzeltäter war…..ich bin der meinung dass es im falle mirco eine geplante tat war…und dass es mindestens einen helfer gegeben hat.

  23. rasch schreibt am :

    ebenso bin ich persönlich der meinung dass es nicht seine erste tat gewesen sein kann, wenn er denn dann den Mord begangen hat….ob er mirco missbraucht hat und ihn jemand anderes ermordete ist bis heute soviel ich weiss nicht ganz klar. Für mich schaut auch hier im falle mirco alles nach einem „netzwerk“ aus….

  24. Margarete schreibt am :

    Schwierigkeiten am Arbeitsplatz verniedlicht…das kann ja alles so sein, dass Mirco nicht sein erstes Opfer war…ich sehe hier eben mehrere Fakten aueinanderprahlen…Mircos Täter war nicht in der Politik beschäftigt, wo er sich getrost zurücklehnen
    konnte und eine Sicherheit am Arbeitsplatz hatte….von seinem Arbeitgeber ist bekannt, dass dort ständig Arbeitsplätze abgebaut werden….ausserdem ist es ein europaweites Unternehmen, bei dem ich mal von der französischen
    Seite mitbekommen habe, dass sich Kollegen darüber
    wunderten,weil andere Kollegen plötzlich Suizide
    begingen, ohne zuvor Anlass hatten, der die
    Vermutung einer psychischen Krankheit zuliesen…

    Kann also sein, dass der Schuss nach hinten losging..
    An einen geplanten Mord habe ich in dem Fall noch nicht gedacht.Meine Erfahrung sagt mir,
    dass sich Mircos Eltern viel zu lasch der Justiz gegenüber verhalten haben, gerade was die Nachforschungen betrafen…

    Der Täter war selbst Vater von zwei Kinder, aber eines war aus der ersten Ehe..was dafür sprechen kann, dass er alle Kontakte zur ersten Frau abbrechen konnte…Gerichte vergeben so das SR, weil diese Menschen nicht alleine bleiben können und dass sie schnell wieder zu einer Partnerschaft kommen können….Marc Hoffmann hatte auch das SR
    seiner Tochter aus erster Ehe, auf das die zweite Frau, keinen Einfluss gewinnen konnte…er war ja arbeitslos und hatte Zeit..
    Ich selbst hab mit so einem Menschen zusammengelebt
    und weiß, wie explosionsartig sie bei Kritik reagieren…da passiert sehr viel im „Affekt“, was ihnen dann im Strafmaß entgegen kommt…mehr kann ich nicht dazu sagen….

  25. rasch schreibt am :

    @ margarete
    klar…verniedlichen kann ich so nicht „stehenlassen“…jede tat, egal ob ein amoklauf oder was auch immer….kann zurückgeführt werden auf die furchtbaren Ignoranstrategien von Firmen und ihren machtbesessenen Chefs.Aber das ist ein grosses gebiet und im falle von mirco vllt, wie du ja auch schon selber bemerktest…“nur“ ein Faktor der die tickende zeitbombe in bewegung setzte..
    Wir alle sind keine Profis und ich weiss nciht ob es in deutschland inzwischen soetwas wie „work violence“ gibt…wie in den staaten.
    Aber in dem Fall mirco gibt es tatsächliche ungereimtheiten, wohl sogar bei Tatablauf des geständnisses von dem täter…
    Da wir in einem Täterstaat leben müssen wir auch daran denken dass Kinder eine Ware sind und sadistisch sexuelle kreise und ringe bis heute gut vernetzt sind…
    Immerhin ist er durch die handyortung überführt worden…..aber das ist KEIN Indiz dafür dass er überhaupt den mord begangen hat. Genauso kann es sich verhalten, dass er den wahren Täter deckt….weil er sonst noch im knast mit Repressalien zu rechnen hätte….
    das buch des sokoermittlers kann ich nur empfehlen…und mithoffen, dass mehr klarheit auch in diesem falle kommt, wie in wohl nicht wenigen anderen kriminalfällen auch…

  26. Margarete schreibt am :

    Habe es jetzt gelesen…scheint doch noch etwas anders zu sein, aber wen wunderts, wenn es so wäre..die haben meist auch ihre Helfershelfer…
    Leider ist hier nicht so der richtige Ort, mehr darüber zu diskutieren….es würde den Rahmen sprengen, aber du könntest dir meine Mailadresse
    bei Netzwerkb geben lassen…

  27. Nathalie G. schreibt am :

    Prima, wir wissen jetzt das, was wir sowieso wissen.
    Ich frage mich mein ganzes Leben lang, warum das niemand ausser den Betroffenen zu wissen scheint.
    Bei mir hat das dazu gefuehrt, dass ich den Begriff Taeter ausgedehnt habe. Fuer mich gibt es den Haupttaeter und die Helfer der Taeter, also Nebentaeter sozusagen. Im Falle meiner Ex-Familie sind das Richter, Anwaelte, Jugenamt, Kinderanwalt, aber auch Vereine, die angenlich Hilfe anbieten. Sie sind und bleiben untaetig und verschlimmern die Situation der Opfer deutlich. Ein bequemes Voelkchen ist das, das sich keinerlei Muehe macht Opfer anzunehmen und jeden Zweifel dazu benutzt, das Opfer noch zusaetzlich zu isolieren, als Unglaubwuerdig zu verurteilen, was nicht alles. 20 Jahre bald kaempfe ich mit meiner Tochter und es geht immer weiter…..Als Dreijaehrige unglaubwuerdig, spaeter nur noch stumm, da niemand ihr glaubte (ausser mir), Hilfen wurden verweigert oder erst niemals angeboten und jetzt, als sie mit 18 Jahren selber nochmal Anzeige erstattet findet das Gleiche wieder statt. Der Haupttaeter legte auf diesem langen Wege Meineide ab, behauptete genau diese Dinge ueber mich ala unverstaendige Ehefrau, gefuehlskalt usw und laeuft unbehelligt in Deutschland herum. Und das bleibt unverfolgt…
    Es ist doch viel bequemer Luegen zu Glauben als Kindern, denen man ihre Freiheit und Wuerde nimmt.
    Mir lies man keinen anderen Ausweg ausser Deutschland zu verlassen. Wir haben bis dahin 8 Jahre Stalking, mutwillige herbeigefuehrte Verletzungen des Kindes wie bsp einen Schulterbruch einer Zweijaehrigen und schliesslich die Vergewaltigung des dreijaehrigen Kindes. Alle, die sich nagbelich fuer Kinder einsetzen, haben zugesehen und suchten foermlich verzweifelt, warum die Aussage des Kindes nicht stimmen koenne, anstatt dem Kind Glauben zu schenken, welches keine Veranlassung hatte solche Geschichten zu erfinden.Mir hat tatsaechlich mal einer erzaehlt, Maenner koennten mit Kindern einfach nicht so toll umgehen und muessten das noch ueben!!!?? Nein, ich war es Schuld, ich haette dem Kind gesagt, ich solle diese Sachen erzaehlen. Man fasst sich an den Kopf ueber solche unverfrorenen and absurden Vorwuerfe.Und jetzt, als Erwachsene, bequemt sich die Staatsanwalt meiner Tochter zu erzaehlen, ihre Vorwuerfe gegen ihren Vater seien unglaubwuerdig, weil sie auch frueher schon unglaubwuerdig gewesen seien und man stuetzt diese Aussage auf genau die Kommentare der Nebentaeter wie Jugendamt, Kinderanwaeltin usw, die vor 14 Jahren schon erzaehlt haben, es sei nicht ihr Job nach Wahrheit zu suchen oder dem Kind zuzuhoeren, sondern „Umgangkontakte“ herbeizufuehren. Immer und immer wieder musste das Kind erklaeren, warum es nicht zum Vater wolle und das es den Vater nicht sehen wollte….um ihr dann zu sagen, das sei alles irrelevant.Prima.
    Wie gesagt, ich sitze bei diesem „Schauspiel der Hoelle“ fast zwei Jahrzehnte in der ersten Reihe und stelle fest: Es gibt keinerlei Hilfe fuer Kinder. Kinder haben keine Glaubwuerdigkeit und auch keine Wuerde in Deutschland.
    Wenn sie ihrem Kind Glauben schenken werden Sie kriminalisert, bedroht und handfest erpresst.(Mir hat man gesagt, wenn ich nicht Schweigen wuerde, wuerde sich das Nachteilig auf die Entscheidung des Sorgerechts auswirken)Man muss sich das vorstellen, man hat mich bedroht, man wuerde dem Taeter das Sorgerecht zusprechen oder das Kind ins Heim stecken. Nur weil ich wollte, dass jemand meiner Tochter zuhoert und GLAUBEN schenkt.
    Was lernt man? Dieses Deutschland muss solche Kinder hassen und auch die, die sich auf die Seite dieser Kinder stellen. Mir hat mal (im Vertrauen) so eine „Pseudofamilientherapeutin“ aus so einem „Ich bin ein unverstaendandener Mann Verein“ erzaehlt, warum sie sich fuer Maenner unter speziell Missbrauchsvorwurf einsetzt: Zitat „Diese Klientel sei finanziell potenter als die andere Seite“.
    Das lasse ich dann mal jetzt so stehen.

  28. Alexander Markus Homes schreibt am :

    Zum Thema sexueller Missbrauch und weibliche Pädophilie habe ich ein Buch veröffentlicht (Von der Mutter missbraucht. Frauen und die sexuelle Lust am Kind). Dort kommen auch Opfer zu Wort. Das Buch gibt auf etliche Fragen im Zusammenhang mit Frauen und Müttern, die Kinder sexuell missbrauchen oder misshandeln, umfassend Antworten. Es belegt vor allem, dass eben nicht nur Väter, sondern auch Mütter ihre Kinder sexuell missbrauchen; dass Mütter vorwiegend ihre Söhne missbrauchen und dies offenbar vorwiegend zärtlich tun; dass sie ihre Töchter missbrauchen, sie dabei aber häufig quälen; dass allein erziehende Mütter unter den weiblichen Missbrauchern überproportional vertreten sind; vor allem aber, dass Mütter und überhaupt Frauen als Kindesmissbraucherinnen in der Gesellschaft, in den Medien und in der Forschung kaum wahrgenommen werden.

  29. Kirsten schreibt am :

    Ja, alles Wesentliche wurde schon geschrieben. Nur – im Alltag brauchen die potentiellen Opfer gute Strategien sich zu wehren.
    Ich schlage vor, Selbstbehauptungstraining und Selbstverteidigungstraining als Pflichtschulsport ab der erten Klasse einzuführen. Selbstwertschätzung
    und Respekt, sowie Toleranz für die Vielfalt menschlichen Miteinanders bei gleichzeitiger Null-Toleranz gegen jede Art von Gewalt würden es Tätern schwerer machen, potentielle Opfer zu finden, bzw. die Opfer dann auch noch zum Schweigen zu bringen.
    Kinder müßten frühzeitig lernen, auf ihr Bauchgefühl zu achten und diesem zu Folgen.
    Unsere gesamte Gesellschaft muss begreifen, dass Kinder nicht erst „vollwertige“ Menschen werden, wenn sie Volljährig geworden sind.
    Außerdem wünsche ich mir, dass Verjährung von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung vollständig abgeschafft wird. Täter/Täterinnen dürfen sich lebenslänglich niemals sicher sein, dass sie unenttarnt und/oder ungestraft „davon“ kommen.

  30. Karla schreibt am :

    Vielleicht sollte man mal überlegen einen fest im Unterrichtsplan als Pflicht verankerten Aufklärungsunterricht an Schulen zu starten, Kinder über solche ERwachsenenstraftäter zu unterrichten und mögliche Hilfen.
    Was nur ein guter Kinder-Psychologe unternehemn könnte, der im Falles eines Falles, daß ein Kind reagiert, es auffangen kann.

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