netzwerkB Fördermitglied werden – auch beitragsfrei!

19.11.2012: netzwerkB

Liebe UnterstützerInnen,

vielen Dank für Ihre Unterschrift bei unserer Petition ‘Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben’. Wir möchten Sie zusammenfassend über das Ergebnis informieren und Sie bitten, unsere weitere Arbeit von netzwerkB als Fördermitglied zu unterstützen – auch beitragsfrei.

23.515 Menschen haben die Beschwerde ‘Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben’ an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte unterschrieben. Fleißige HelferInnen haben auf Handzetteln Unterschriften gesammelt und sie uns mit der Post zukommen lassen. Über jeden einzelnen Brief haben wir uns sehr gefreut – jede Unterschrift ist uns wichtig, jede Unterschrift hat uns Kraft gegeben, nicht aufzugeben. Wir möchten uns mit diesem Schreiben bei jedem Einzelnen für die vertrauensvolle Unterstützung bedanken.

Danke!

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte erklärt die Beschwerde mit Schreiben vom 4. Oktober 2012 für unzulässig. „Diese Entscheidung ist endgültig und unterliegt keiner Berufung … keine weiteren Auskünfte über die Beschlussfassung“, so die Schweizer Richterin Helen Keller. Die unmenschliche und eiskalte Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes regt zum Nachdenken an.

Aufgeben, sich diesen mächtigen Täterstrukturen unterwerfen und wieder schweigen? – Diesen Weg wird netzwerkB nicht gehen, niemals. Viele Millionen Menschen in Deutschland sind unmittelbar von sexualisierter Gewalt betroffen. Noch nach Jahrzehnten leiden sie an gesundheitlichen Folgen und sozialer Ausgrenzung. Viele Kinder sind in diesem Moment Opfer sexualisierter Gewalt.

Damit Betroffene mehr Verständnis, Solidarität und Fürsprache erhalten, haben wir im April 2010 unsere Interessensvertretung gegründet.

netzwerkB setzt sich u.a. dafür ein:

  • Aufhebung der Verjährungsfristen im Zivilrecht und im Strafrecht
  • Anzeigepflicht
  • Anerkennung der Straftaten als Verbrechen und nicht wie bisher als Vergehen
  • Höhere Strafrahmen
  • Angemessene, gerechte Entschädigung statt Almosen
  • Erhalt der Meldepflicht von Tätern durch Psychiater und Psychologen gegenüber den Krankenkassen
  • Gegen die weibliche und männliche Beschneidung von Kindern

Wir nehmen die Absage des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte zum Anlass, unsere Kräfte zu verstärken und ermöglichen Ihnen, die Arbeit von netzwerkB beitragsfrei als Fördermitglied zu unterstützen. Mit Ihrer Stimme verleihen Sie unseren politischen Aktionen mehr Gewicht.

netzwerkB Fördermitglied werden – auch beitragsfrei!

Jetzt eintragen … http://netzwerkb.org/mitglied

12 Kommentare

  1. udo STEFFEN schreibt am :

    Wenn diesen “Menschenrechtlern” der Schutz von Verbrechensopfern so wichtig wäre, wie der von gemeingefährlichen Verbrechern, dann könnte man ihn ernst nehmen.

  2. Walthelm Detlef schreibt am :

    man hat immer mehr den Eindruck das die Täter die Oper sind und die Opfer die Täter; es ist so traurig das Opfer sich selbst überlassen werden und die Täter bekommen jegkiche Untserstützung; ich muss an dieser Stelle aufhöhren ,da sonst meine Zeit nicht ausreichen würde um meine Gedanken niederzuschreiben

  3. mg21 schreibt am :

    ich verstehe nicht warum sich alle größeren Institutionen davor drücken das Leid der Betroffenen anzuerkennen und ihnen damit die Möglichkeit nimmt Gerechtigkeit zu erhalten. Wenn ein Täter sich ungerecht behandelt fühlt wird das sofort ernst genommen, der Täter wird angehört, es wird diskutiert usw. Man denke an den Fall Jakob von Metzler wo der Täter von dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte mehrere Tausend Euro zugesprochen bekam weil ihm in der Vernehmung schmerzen ANGEDROHT wurden weil er den Aufenthaltsort des von ihm entführten Kindes nicht preisgeben wollte. Wenn sich aber mehrere tausende Menschen versuchen was für Betroffene zu erreichen dann hat das keinen Erfolg? Und es wird nicht mal mitgeteilt was denn nun aus Sicht dieser Leute gegen die Aufhebung der Verjährungsfrist spricht!!!

    In meinen Augen ist das ein unglaublicher Skandal

  4. Kristin schreibt am :

    Die neue Website von netzwerkB ist aber toll geworden!
    Ein großes Lob an Norbert und alle seine fleißigen Mitarbeiter!
    Super Layout, lieber Sebastian!

  5. Esther schreibt am :

    mg21 spricht mir voll aus der Seele.
    Haben WIR keine Menschenrechte verdient ? Ich könnte laut schreien. Wenn WIR ALLE schreien, könnte es ein AUFSCHREI werden.
    “Es giebt aber sicher ein Gesetz dagegen “…

  6. Jacqueline schreibt am :

    Vielen Dank für die schnelle Mitgliedsbestätigung – freue mich dabei zu sein. JA, die Homepage ist wunderbar geworden und sehr einfach und schnell zu bedienen, habe sogar meinen Outing-Bericht von 2010 schnell wiedergefunden!

    Ja, ein Aufschrei soll durch die Reihen gehen, denn es ist schwer nachvollziehbar wieso, weshalb die Richterin zu dem Beschluss kam.

    So hoffe ich, dass eine andere, VIEL bessere Türe für uns Betroffene endlich aufgeht!

    Herzliche Grüsse und vielen Dank für den Austausch hier und das gemeinsame sich einsetzen für eine bessere Welt und vor allem gewaltFREI.

    Jacqueline

  7. Fried schreibt am :

    Das war ja Wohl wieder mal ein dicker Faustschlag
    in das Gesicht der Opfer Sexueller Missbräuche.
    Was muß eigendlich noch Geschehen.
    Wir sollten Eigendlich dafür sorgen das auch Opfer
    Sexueller Gewalt am Runden Tisch Teilnehmen.
    Denn Politiker können das nicht nachempfinden was ein
    Opfer Erlitten hat , und auch nicht die Kirche.
    Opfer Leiden heute noch unter dem Erlebten.
    Habe bei 1 Live in der Sendung Domian einen Erlebniss bericht von einem Kurt gehört da ist
    mir bald die Kinlade runter gefallen.
    Hier der Link zum You Tube Vidio : http://www.youtube.com/watch?v=z7F8NX6Ief4
    Es ist nur Schwer zu Ertragen was Kurt dort Schildert.

  8. Jacqueline schreibt am :

    Hallo Fried,

    ich habe bei Domian, dazu mal auch Kurt gehört und mich hat sein Schicksal sehr betroffen gemacht, da ich selber auch Betroffene bin, nur nicht so krass.
    Domian ist da auch ganz still geworden vor Erschrecken.

    Ja, die Opferbetroffenen werden nicht gefragt, werden wie annodunnemals nach Schema F abgefertigt, das scheint den Gesunden am einfachsten zu sein, damit umzugehen, zementiert aber das Dasein.
    Das Bewusstsein im Aussen steckt noch immer Mittelalter, während die hart an sich gearbeiteten Betroffenen einmal mehr erleben müssen, in was für einem falschen Film sie sind oder noch immer sind…
    Betroffene lernen vor allem aus Leidensdruck soo schnell und weil angesagt, raus da, raus aus den Symptomen – dem Leid etc….

    Jemandem zu sagen, dem nix weh tut, was zu ändern – ist dann ein schweres Unterfangen.

    Aber klar zu machen, im Aussen, dass sie genauso in dem Spiel mitspielen und so beitragen, dass die genauso zur Leidverlängerung beitragen – kostet Kraft und Mut.

    Denn nichts tun, wirkt wie das Verbrechen selbst.

    Und so rütteln wir Menschen auf, die auf eine Sicherheit vertrauen, die es so nicht gibt.
    Die träumen….

  9. Rose schreibt am :

    Ich habe das Gefühl, dass je mehr die Opfer sich wehren und an die Öffentlichkeit gehen, desto mehr die Täter und die feigen Täterbeschützer zum Gegenangriff übergehen.

    Sexueller Missbrauch kommt häufiger vor, als die meisten sich vorstellen können. Vielen Menschen ist das auch nicht bewusst, da die traumatischen Erfahrungen oft verdrängt sind. So ist davon auszugehen, dass auch viele Opfer bei den Entscheidungsträgern sitzen, die ihre eigene Geschichte auf Kosten aller Opfer abwehren und sich weil sie ihr eigenes Opfersein nicht sehen wollen auch nicht für andere Opfer einsetzen “können” oder wollen.

    Jeder Mensch, der selbst Opfer war und bereit ist seine Geschichte aufzuarbeiten hat auch Mitgefühl für das Leid anderer ebenso wie Menschen, die nur Gutes erfahren haben (sofern es das überhaupt gibt). Daher glaube ich ganz fest, dass Menschen, die kein Mitgefühl für Opfer haben, ja sogar diese noch beschuldigen, entweder selbst Täter sind oder/und selbst Opfer waren.

    Es ist schwer gegen solche Menschen anzukommen, daher halte ich es für immens wichtig, dass jeder die Augen aufmacht und etwas unternimmt, sollten irgendwelche Anzeichen irgendwo sichtbar sein, und das fängt in der Nachbarschaft an, denn Kinder die Hilfe von außen erfahren, können sich in ihrem Leben besser orientieren und werden als Erwachsene auch nicht den Opfern die Schuld geben.

  10. Snjezana schreibt am :

    Mit 7 jahren wurde ich brutal Missbraucht die Polizei glaubte mir nicht obwohl das blut mir die beine runter lief.Keiner glaubte mir so das ich bis heute darunter leide und von IHM verfolgt über jahre.

  11. Helga schreibt am :

    Ich bin 54 Jahre alt und leide unter den Folgen eines über 10 Jahre dauernden sexuellen Inzest durch meinen Vater. Wegen der mangelnden Erlebnisfähigkeit auf sex. Gebiet lebe ich allein, mein Ehemann zwang mich vor ca. 3 J., aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen, er könne mich nicht mehr ertragen. Ich bin durch Therapien nämlich zu einem eigenständigen, selbstbewussten Menschen geworden. Das gefällt nicht vielen Männern! Ich unterstütze für alle Betroffenen gerne die Petition gegen die Bundesrep. Deutschland. Keine Verjährung für Sexualstraftäter! Helga

  12. Antonia schreibt am :

    Hurra wir leben noch,aber wie…?
    Die Bilder von Missbrauch als Kind egal ob Mann o Frau, die schuldgefühle als erwachsene, der schmerz im Herzen, damit müssen die Opfer leben. Aber wer (-:weisser ring) hilft
    Habe mein Täter angezeigt,Verurteilung gut für mich, Gerechtigkeit. Es geht mir nicht um Rache, sondern um die Verarbeitung meiner Vergangenheit. Ich bin gegen verjährungsfristen denn miss am Körper ist wie ein Tod für den betroffenen.es ist ein Kampf um die Konfrontation mit dem Täter zu überstehen. Manch dauert es Jahre, aber es lohnt sich. Wir haben ei.e stimme.ich wuensch mir, dass das Thema in den köpfen der Menschen bleibt und öffentlich ohne Scham besprochen wird.
    Alles gute auf der Welt

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