Spätfolgen von Kindesmisshandlung – Die Bombe im Gehirn

06.01.2013

Gastbeitrag von Sarah Mohn

Kindesmisshandlung hinterlässt nicht nur NARBEN im Gehirn, wie bisher wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte, sondern verursacht bleibende gravierende Schäden im Gehirn, aus denen sämtliche weitere Spätfolgen resultieren, wie nun eine neue veröffentlichte Langzeitstudie beweisen konnte.

Die Langzeitstudie, die gerade vom englischen ins Deutsche übersetzt wird, macht dies auf geballte, sehr nüchterne Weise anschaulich, wie tiefgreifend und nachhaltig in allen Lebensbereichen diese Langzeitfolgen sich bei Betroffenen auswirken. Eine sehr aufschlussreiche und wissenschaftlich fundierte Studie, die an Betroffene im Alter von ca. 50 Jahre durchgeführt wurde, die im Kindesalter sex. Gewalt erlitten.

Dr. Felliti, Leiter der Adverse Childhood Experiences (ACE) Studie weist unter anderem darauf hin, wie viel Geld eingespart werden könnte, würden Politiker, Ärzte, das gesamte Gesundheitssystem solche Studienergebnisse nicht wie bisher ignorieren, sondern diese als richtungsweisend für zukünftige Entscheidungen mit einbeziehen.

Leider ist Teil 4 und 5 noch nicht ins Deutsche übersetzt, folgt aber demnächst.

Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=9B6lS6IJLoM

Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=vYRc419iRM0

Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=B6NIGpAVCNw&NR=1&feature=endscreen

 

 

6 Kommentare

  1. Sarah Mohn schreibt am :

    Ich bitte alle User, diese Studie weitflächig zu verbreiten über Facebook, anderen Betroffenenhomepages oder gerne auch mittels Presse.

    Vielen Dank im Voraus
    Sarah Mohn

  2. Eva schreibt am :

    Dss Dilemma von Studien ist leider, dass sie einen 100% igen eindeutigen Kausalzusammenhang für Juristen nicht hergeben. Ich fürchte , dass diese Studie leider keinen Richter überzeugt, wenn es um schnelle OEG Leistungen geht und nicht um jahrelangen Kampf geht oder um Täter strafrechtlich eindeutig wie mit Gentests zu überführen. Trotzdem ist es wichtig , dass solche Ergebenisse weit veröffentlicht werden, denn:

    Unfassbar:
    Am kommenden 4. Februar entscheidet das Brüsseler “Tribunal d’application des peines” über den Antrag des belgischen Kindermörders Marc Dutroux auf eine Freilassung.

    http://www.wort.lu/de/view/dutroux-freilassung-gericht-entscheidet-am-4-februar-50dc0e62e4b0f41b467cf017

  3. Lisbeth schreibt am :

    Kleine Korrektur zur obigen Beschreibung der ACE Studie: Die ursprüngliche Studie wurde von 1995 bis 1997 bei Kaiser Permanente durchgeführt. Seither geht es weiter mit Folgestudien und vielen wissenschaftlichen Publikationen.
    ‚Adverse childhood experiences‘ (ACEs) steht für schädliche oder negative prägende Erfahrungen in der Kindheit.
    Es geht also nicht nur um sexualisierte Gewalt.
    Die Kategorie umfasst verbale, physische, sexualisierte Gewalt, als auch problematische Familienverhältnisse, wie z.B. in Familien mit einem Elternteil im Gefängnis oder in der Psychiatrie, oder wo Drogen oder Alkohol missbraucht werden. Auch Familien in denen häusliche Gewalt herrscht sind mit eingeschlossen, wie auch Familien wo ein Elternteil fehlt durch Scheidung oder Trennung.
    Ich finde dies sehr wichtig: nicht nur sexualisierte Gewalt sondern auch andere Formen von Gewalt sind schädlich für die Entwicklung eines Kindes.

  4. Sarah Mohn schreibt am :

    @Lisbeth
    Danke für die Korrektur :-).

    Sarah Mohn

  5. Bärbel schreibt am :

    @z Lisbeth
    @zu Sarah—-
    es ist gut ,dass es nicht nur um sexualisierte Gewalt geht,dass es um jegliche Gewalt geht,
    meine eigene Familie ,war mit stets sehr wichtig,
    und ich versuche zu vergessen,
    wage mit meinen älteren Kindern einen Neuanfang,
    ohne einen Mediator sind wir bislang gescheitert,
    die Folgen treffen die Kinder und Kindeskinder,
    natürlich bin ich nicht fehlerfrei,
    wenn wir uns aber nicht bemühen ,um unsere Kinder,
    versuchen,HEIL zu werden,wer sollte es denn tun,
    was ANDERE uns angetan haben,die unserer/meiner Familie so schadeten,dass ich nicht Mutter sein durfte,Heute weiss ich nach Jahren zu viel,
    ob es gelingt ,mit den Kindern,und mir ??!!

  6. geprellt95 schreibt am :

    Jede dritte Ehe wird mittlerweile geschieden (Eheschließungszahlen kann man ja eruieren)- wenn nur die Hälfte der Scheidungen Kinder betrifft, dann ist das schon längst als Alarmzeichen zu werten. Wann endlich werden Männer und Frauen gleich – berechtigt? Wann werden die anerzogenen Dissonanzen abtrainiert werden? Wann wird Wahrheit und Liebe und Freiheit im Sinne Jesu Christi in unserer Gesellschaft ankommen? Das ist seit 2000 Jahren nicht geschehen.

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