128 Kommentare

  1. Karl Görtz schreibt am :

    Wir werden von denen doch sowieso alle wieder verarscht. Was ist denn mit den Betroffenen die in einem akuten Trauma hängen, keine Hilfe durch Angehörige erwarten können und keinen Internetanschluss haben um sich zu informieren? Und dann diese Trennung des familiären vom institutionellen Bereich.
    Selbst Wikipedia kennt die Institution nur wage. Gehört ein Sportverein zum familiären oder zum institutionellen Bereich? Wer es einigermaßen geschafft hat sich aus seinem Trauma zu befreien, dem oder der zeigt der bürokratische Aufbaustaat seine hässliche Fratze. Ergänzende Hilfeleistungen? Subsidiäre Leistungen? Und die oder der Traumatisierte, wenn sie/er denn überhaupt in der Lage ist Anträge zu stellen, findet sich als Vermittler zwischen „subsidiäre“ Versorgungssysteme wieder. Sein Briefkasten wird bombardiert mit bürokratischer Post subsidiärer Versorgungssysteme und muss dem einen Versorgungssystem begründen, warum Leistungen des anderen Versorgungssystems nicht bewilligt worden ist. Und dann diese Begriffe wie „öffentliches Interesse“ oder „Zumutbarkeit.“ Das sind alles fein säuberliche politische Totschlagbegriffe um die Hilferufe von Betroffenen abzuwehren. Soll ich weitermachen? Nein, dieses System hat bereits seinen eigenen Untergang instrumentalisiert. Und die Mehrheit schaut zu und merkt es nicht. Frohes neues Jahr!

  2. Pu schreibt am :

    Ein starkes Stück. Die sagen: Jaaaaa, schön dass Sie meinen, dass Ihnen das helfen würde. WIR aber meinen, dass sie Therapie brauchen. Und erst wenn Sie die gemacht haben, können Sie wiederkommen und es nochmal versuchen.

    Ist ja auch Gewalt, wenn einem jemand sagt, was man braucht, oder?

    Pu

  3. Pu schreibt am :

    Und toll, die Psychotherapie wird ja auch die Krankenkasse zahlen. Ach ja und OEG ist auch vorrangig, das muss sie natürlich auch erst noch beantragen und erst wenn sie da einen Ablehnungsbescheid bekommen hat, kann es weitergehen. Kann nur auch etwa 5 Jahre dauern und sicher gibs dann den Fond auch gar nicht mehr.

  4. Pu schreibt am :

    Könnt ihr die Richtlinien mal anfordern und einstellen? Ihr könnt ja sagen, das es das Informationsfreiheitsgesetz gibt und die daher die zugrundeliegenden Richtlinien offenlegen müssen an jeden, der nachfragt.

  5. klaraklara schreibt am :

    Ist das jetzt eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Psychotherapeuten? Der Bund Deutscher Psychologen und die Psychotherapeutenverbänden sollten mal die Öffentlichkeit und Poliiker aufklären über die Grenzen ihrer Arbeit und über die Voraussetzungen erfolgreicher, psychotherapeutischer Arbeit.
    Ich HOFFE, jemand von denen wacht auf.

  6. klaraklara schreibt am :

    Nachtrag: ich will das noch etwas erklären. Psychotherapie ist definitv Vertrauenssache, und für Betroffene(r) von sexualisierter Gewalt ist ja Vertrauen ein großes, schwieriges Lebensthema. ES verstehen auch nicht alle Psychotherapeuten, worum es davbei geht, und die Wartelisten sind ja zur Zeit ohnehin sehr lang!
    Es ist super, wenn Betroffene arbeiten gehen (und es ihnen dabei gut geht) und dabei zugleich dafür sorgen, sich auf verschiedenste Weise Gutes zu tun. Ob nun mit nun mit Schuh-Einlagen oder einem Gymnastikkurs fürs Körpergefühl oder mit Musik. Psychotherapie kann am Ende ohnehin nur auf vorhandene Ressourcen aufbauen! oder ohne das Ziel, zum geeigneten Zeitpunkt eine Psychotherapie zu beginnen.
    Es wirft auch ethische Probleme auf, wenn jemand eine Psychotherapie beginnt, um anderweitige Vorteile zu erlangen.
    Mich persönlich regt es besonders auf, weil meine Erfharungen mit Psychotherapeuten nicht immer die besten waren. Aber viele Probleme bestehen in dieser Situation auch für Betroffene, die sich prinzipiell etwas von einer Psychotherapie erhoffen. Vielleicht eine Überlegung für Andrea Beckers. Sie könnten bei 10 Psychotherapueten anrufen, die sich für Traumatherapie auch für Betroffene im familiären Bereich mehr als oberflächlich qualifiziert haben und die nach ihren Wartelisten fragen und das Ergebnis dokumentieren.
    Ich wünsche Ihnen viel ERfolg bei Ihren weiteren Maßnahmen!

  7. Ja, die Tränen aus den Augen Wischerei ist das!

  8. andreas steindl schreibt am :

    hallo team, hier ist andreas, ja ich hab es befürchtet, weil gewalt als normal angesehen werd, es ist furchtbar, der was das nicht mitgemacht hat…… ich hab bei uns beim land einen brief geschrieben, nach monaten kam die absage wegen zuwenig nachvollziebare beweiße, meine erkenntnis ist wenn wir was erreichen wolen, dann geht der weg nur über den eugh, sonst von unseren regierungen kann man keine hilfe erwarten, traurig aber war meine freunde, mein aufruf wählt niemehr solche parteien, die sind nur für sich da….. überhaupt wenn es um die futtertöge handelt wo sie fressen können, wie gesagt wenn wir was erreichen wollen dann über das eugh, nur bitte nicht aufgeben, und kopf hoch es werd ein schwieriger weg ein langer weg, aber er lohnt sich, deswegen müßen wir zusammenhalten….. es muß gelingen diese politiker das sie sexueller gewalt endlich anerkennen müßen, und das geht jetzt nur noch über den eugh, macht eine sammelklage wenn möglich europäisch und mit dieser hoffnung kopf hoch und nicht aufgeben liebe freunde alles gute andreas steindl finkenberg österreich

  9. klaraklara schreibt am :

    Pu schreibt: „Ein starkes Stück. Die sagen: Jaaaaa, schön dass Sie meinen, dass Ihnen das helfen würde. WIR aber meinen, dass sie Therapie brauchen. Und erst wenn Sie die gemacht haben, können Sie wiederkommen und es nochmal versuchen.

    Ist ja auch Gewalt, wenn einem jemand sagt, was man braucht, oder?“

    So emofinde ich es auch.

  10. klaraklara schreibt am :

    Hier die Richtlinien zu veröffentlichen, nach denen dieses Gremium arbeitet, fänd ich auch gut.

  11. m schreibt am :

    Mehr Schein und Augenwicherei. Warum wird nichts für die Opfer getan? Vielmehr gönnt sich der Politiker vieles, aber der Bürger ist nur eine Schnurfigur, die man mit politischen Pincchio Fäden umspinnen möchte. Man darf als Opfer nichts erwarten dürfen. Immer wieder neue Widrigkeiten für die Opfer und eine Scheinpolitik, die ins nihilistische führt. Nichts kann man den Politikern glauben. Auch schwammige formulierungen sorgen dafür, das nichts verändert wird. Der Politiker erhebt für sich selbst hohe Ansprüche, jedoch der Geschädigte Bürger wird immer wieder reduziert und zum Opfer gewollt gemacht. Die Missgunst und die gewollten Widrigkeiten zeigen eine widerholte Verachtung den Opfern gegenüber. Ein Opfer wird immer wieder zum Opfer gewollt gemacht, bis die Umstände einen so krank und schwach machen um daran zu sterben. Der Täter ist mal wieder besser geschützt als das Opfer. Das ist eine Menschenfeindlichkeit und eine gewollte zerstörung gegenüber den Opfern. Es ist ein versuchter Doppelmord und weitere vivisektionen an der Seele des Opfers.

  12. Miriam Geller schreibt am :

    Bin ich froh, dass ich den Antrag den mir freundlicherweise eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des weißen Rings zum Ausfüllen gegeben hat NICHT ausgefüllt und eingereicht habe. Schon allein die Tatsache dass dieses Formular eine absolute Frechheit ist und man wieder bis ins kleinste Detail den Missbrauch schildern soll, was bei mir dann nun nach Polizeiaussage, Schilderung bei Anwalt, Schilderung beim weißen Ring, Schilderung im Gerichtsprozeß, Schilderung im Glaubwürdigkeitsgutachten, Schilderung ggü. Psychologen und Psychiatern, Schilderung ggü. Behörden etc. immer und immer wieder – das nun bestimmt das 10. Mal gewesen wäre, wo ich mich hätte den Fragen erneut stellen müssen. Für mich ist es schon eine Herabwürdigung und Demütigung meiner Person und als Opfer, dass mein Schänder bereits 2008 nach 20 Jahren rechtskräftig verurteilt wurde und bis heute nicht sitzt. Alleine die erneute Erniedrigung dieser Stelle, dann eine Absage zu erhalten, für eine Förderung die bei jedem Einzelnen ganz individuell betrachtet werden muss, da möchte man den Entscheidern mal ganz gerne eine Backpfeife links und rechts verpassen. FÜR MICH STEHT ES AUSSER FRAGE – dass ALLE Opfer die sexuellen Missbrauch erlitten haben und dies auch mit Urteil begründet ist, einen Schadenersatz von 10 Tausend Euro erhalten müssten, OHNE noch einen Satz schreiben zu müssen, WARUM und WOFÜR man nun aus dem Pott bedient werden will. Das ist der reinste Psychoterror und müsste genauso bestraft werden, wie die Täter die uns geschunden haben. In diesem Sinne – frohes Neues.

  13. Pit Van Calvin II schreibt am :

    Ich hatte außer i.d.R. persönlich-unterstützenden Beistand ( Gespräch / Begleitung ) durch den weissen Ring nie irgendwelche Geld-Hilfen beantragt, glaube allerdings auch nicht, dass Geld wirklich irgendwas an einer durch das Erfahrene zerstörten Persönlichkeit beheben kann. Für psychotherapeutische Behandlungen wegen PTBS und Folgebeschwerden ( dauerhaft geänderte Persönlichkeit, stark erhöhte Vigilanz, Angstproblematik, Flashbacks & Trigger-Problematik ect) reicht gewöhnlich die normale Krankenversicherung aus.

    Ich finde es etwas schäbig, wie wenig taktvoll diese Fonds-Leute mit den Antragsstellern verfahren. In rücksichtslosem Amts-Deutsch wird also unterstellt, die Psyche sei selbstverständlich reperaturbedürftig, und das war’s dann vorerst. Unbestritten dessen, dass psychologische Hilfe in der aktuellen Zeit sehr bedeutsam sein mag, klingt eine wenig sachte Hinführung dazu, dass die Folgen sexuellen Missbrauchs wie eine Art Krankheit gesehen werden, die zunächst kuriert werden soll, schon bitter an.
    Wer immer diese ’sachlichen‘ Texte schreibt, sollte vielleicht damit in Berührung gebracht werden, dass es um Menschen geht, und nicht um Aktenzeichen. Menschen, die aufgrund des Erlebten vielleicht einen anderen Umgangston verdienen, oder wenigstens das.

    Die Frage bleibt, ob dabei, wo über Missbrauchsopfer gesprochen wird, erkannt wird, dass die ‚Krankheit‘ nicht in den Beschwerden steckt, wie Missbrauchte diese als natürliche Folge meist zeigen, sondern in der Gesellschaft, welche einen krankhaften Umgang damit zulässt. Ein Umgang in der Fassón : „Lassen Sie sich erst Mal psychotherapeutisch behandeln, dann ist der Missbrauch praktisch unwirksam und Sie sind wieder fit, wie vorher“ lässt doch einen merkwürdigen Beigeschmack hängen.
    Wieder mal wird gemeint, die Therapeuten könnten Wunderheilung vollbringen. Die Therapeuten als Türsteher zum Validitierungszimmer zu ernennen, schießt allerdings am durchaus wohlmeinenden Ziel vorbei.

  14. Marion Meyer schreibt am :

    Für mich ist das schlicht und einfach Diskriminierung gegenüber den Missbrauchsopfern und da sollten sich die Herrschaften vom Fond sexuellen Missbrauchs für schämen solche einen Brief Frau Beckers und Anderen zu schicken..na Pfui Teufel…Ich wünsche jedenfalls allen Betroffenen für das Jahr 2014 ganz ganz viel Kraft im Kampf gegen Ungerechtigkeit , Ausgrenzung und Bürokratie …und ganz besonders Grüße ich Herrn Norbert Denef und sein Team und wünsche von ganzen Herzen viel Kraft im Kampf gegen sexuelle Gewalt…

    Hochachtungsvoll
    Marion Meyer

  15. Meli schreibt am :

    Unfassbar!!! Ich bin sehr schockiert, dass so ein Bescheid im Jahr 2013 noch ergehen kann, als hätte niemand irgendetwas gelernt aus all den Opferaussagen der letzten Jahre. Unfassbar!!! Es tut mir von ganzem Herzen Leid für die Betroffene, so ein Schlag ins Gesicht ist einfach ungeheuerlich, das sollte man wirklich in den Medien veröffentlichen!!! Grauenhaft – und dazu hat man sich in diesem Antrag fast komplett ausziehen müssen mit Informationen:-(((

  16. berger schreibt am :

    Stellt euch vor, die Täter werden nur bestraft wenn das Opfer Therapie in Anspruch nimmt und das Opfer noch nicht einmal selbstbestimmen darf, was für Hilfen es am dingendsstend braucht.
    Nach dem Motto „Es muss Schaden entstanden sein, den man beheben kann.“, obwohl es genügfend Schäden gibt, die man eben nicht beheben kann und damit leben muss.

  17. Aus eigener Erfahrung kann ich beschreiben und durch zahllose Schreiben unzähliger BRD BEHÖRDEN in 25 Jahren belegen, dass der Staat oft weit stärkere Gewalt anwendet, als die Täter, die er schützt und unterstützt. Dieser Staat oder hier die Kirche und der Fonds, sind wie nahezu jeder Täter, dazu bereit so gut wie alles zu tun, damit das Opfer keine Entschädigung erhält.

  18. Aufgewachte schreibt am :

    Es ist schlichtweg eine Schweinerei,was sich
    sogenannte Hilfefonds leisten.Bekommen die
    Geld dafür,daß sie Sexualstraftatsopfer die
    Psychiatrie empfehlen?-Nun ja,die wollen ihre
    Häuser und Praxen auch vollkriegen,bekommen da-
    für auch noch Geld !-Die Pharmamafia ebenfalls.

    Als mir mein Hausarzt Psychopharmaka verschrieb
    und mir eine Überweisung für die Psychiatrie in
    die Hand drückte,hat mich dieser Arzt das letzte
    Mal gesehen.Wie gefährlich solche Pillen sind,
    ist allgemein bekannt.-Die können erst richtig
    krank machen.Mit mir nicht!-und ich kann nur alle
    traumatisierten Opfer warnen.Einen klaren Kopf zu
    behalten ist das A und O,um sich erfolgreich
    wehren zu können.Auf diesem Weg befinde ich mich jetzt.-Was mich nicht umhaut,macht mich stark.
    Da Opfer von Gewalt von Institutionen,Gerichten,
    rücksichtslosen Vermietern,Weißer Ring,angeblichen
    Hilfsorganisationen,Polizei,Ordnungshüter,etc.sehr
    oft nochmals zu Opfern werden,ist das anprangern
    und veröffentlichen solcher Mißstände der erste
    Weg,um selbst wieder heil zu werden.Denn das stärkt
    das Selbstvertrauen.Derjenige,der dir zuerst hilft,
    ist dein eigener verlängerter Arm,die Hand,die schreibt.Die Hand,die zum Telefon greift-um einen
    Notruf abzusetzen oder einen Freund/Freundin um Hilfe zu bitten.
    Alles Gute den Opfern und echten Helferinnen/Helfern

  19. Alii schreibt am :

    Ich habe vor 7 Monaten diese Leistung beantragt weil ich durch den Missbrauch gesundheitlich so angeschlagen bin das ich mich zeitweisse in Lebensgefahr befinde.Meine Therapie ist am auslaufen da die Krankenkasse dann nicht mehr bezahlt.Ich müsste dann 2 Jahre warten bis ich wieder in Therapie kann.Dabei muss diese noch mindestens 2-3 Jahre weitergehen und ich brauche sie weil ich noch sehr unstabil bin.Ich bin nicht arbeitsfähig und kann mir auch die Fahrten zu den Therpiestunden nur alle 2 Wochen leisten obwohl ich wöchentlich hin müsste. Habe den Fon wegen Kostenübernahme der Therapie und Fahrtkosten beantragen müssen. Wegen der Dringlichkeit hat meine Therpeutin und auch ich das Gremium um zügigere Weiterbearbeitung gebeten da die doch schon ziemlich lange brauchen.Ich habe dann nur einen Brief erhalten der besagte das der Antrag dem Gremium vorliegt und sie nicht sagen können wie lange die Bearbeitung noch dauert.Und das ist jetzt auch schon wieder 3 Monate her.Also werde ich demnächst hilflos meinem körperlichen und psychischen Zusatnd hilflos ausgeliefert sein. Vielen Dank für die unterlassene Hilfeleistung liebe Bundesregierung.

  20. Ingo schreibt am :

    „Alii schreibt am 31.12.2013:
    …Meine Therapie ist am auslaufen da die Krankenkasse dann nicht mehr bezahlt.Ich müsste dann 2 Jahre warten bis ich wieder in Therapie kann…“

    Hallo Alii,
    das stimmt nicht, es gibt diese 2 Jahresfrist nicht.
    Die entsprechenden Infos dazu haben wir u.a. hier zur Verfügung gestellt.
    Ich hoffe es hilft ein wenig.
    http://www.gegen-missbrauch.de/news,144,es_gibt_keine_2_jahresfrist_nach_theraphieende.htm

    Ingo von gegen-missbrauch e.V.

  21. Blueprint schreibt am :

    nach meinen Erfahrungen kostet es weitaus weniger Kraft und Gesundheit, sich selbst ein Heilungskonzept zu erarbeiten und eigene Heilungsstrategien zu entwickeln. Literatur über Heilungskonzepte gibt es schließlich in jeder Stadtbücherei und im Internet genug. Seitdem habe ich gesundheitliche und persönliche Fortschritte gemacht, die niemand für möglich gehalten hätte. Mein Weg war, mich von der “ HelferInnenindustrie“ so unabhängig wie möglich zu machen. Zumindest für mich war es ungemein entlastend, meine Gewalterlebnisse nicht nochmal für einen Antrag zum 10. Male erzählen zu müssen und es war eine unendliche Befreiung, sich zu entscheiden, keiner Therapeutin mehr gegenüber sitzen zu wollen, die ihre eigenen Gewalterlebnisse nur unzureichend aufgearbeitet hat und die deshalb ihre ganze Wut über eigene Traumatisierungen an mir ausgelassen hat. Ich fand diese ganze Tretmühle nicht heilsam und habe sie deshalb hinter mir gelassen. Sie ist täterInnenidentifiziert und wird es bleiben.

  22. Anni Rock schreibt am :

    Wir haben lange überlegt, ob wir so einen Antrag stellen wollen/ sollen. Wir haben 100 Std ambulante Therapie von der KK bekommen, einen furchtbaren langen Klinikaufenthalt mit falschen Diagnosen und danach zwei Klinikaufenthalte, die gut waren, aber das alles hat lange nicht gereicht und wir zahlen seit 2011 unsere ambulante Therapie selbst, weil wir eine sehr gute Therapeutin gefunden haben, die aber keine KK-Zulassung hat. Wenn wir die aber selbst zahlen,dann zahlt sie eigentlich unser Partner, weil wir aufgrund unserer Geschichte nur eingeschränkt arbeitsfähig sind und wenig verdienen, aber nach dem Familieneinkommen eingestuft werden als Selbstzahlerin. So muss also unser Partner, der der erste Mensch in unserem Leben war/ ist, der keine Gewalt ausgeübt hat, dafür bezahlen, dass wir krank sind, von alten Sachen überflutet werden, den Körper nicht mehr als eigenen empfinden, Angst vor allem haben- usw usw.
    und wir müsssen damit leben, dass ein Mensch für uns zahlen muss, der überhaupt nichts mit der Gewalt zu tun hat, im Gegenteil selbst darunter leidet. Also haben wir hier überlegt, ob es nicht sinnvoll wäre, sich an den Fond zu wenden, um wenigstens die nächsten Jahre ambulante Therapie bezahlt zu bekommen. Dann haben wir den Fragebogen gedownloadet und sind auseinandergeflogen. Uaaa! Der ist gräßlich! Und die Vorstellung, von denen irgendwann einen Brief zu bekommen, in dem sie sich das Recht herausnehmen zu beurteilen, ob man betroffen oder nicht war/ist, ist auch gräßlich. Wir haben fast 50 Jahre gebraucht, um langsam zu sehen und zu verstehen und zu akzeptieren, was als kleines Mädchen erlebt wurde, die Täter leben nicht mehr, nur die Zuschauer und Zuführer teilweise, und wir haben immer noch Anteile, die täterloyal argumentieren, wir wären nicht misshandelt und traumatisiert, sondern bekloppt. Das alles zu riskieren bei einem Antrag beim Fond ist fast schon selbstverletzendes Verhalten. Andrerseits ist es auch nicht dieser bescheuerte Selbstzahlermodus gut. Und dann haben wir gedacht, dass es eigentlich gut wäre, wenn der Fond vor Anträgen platzen muss und kapiert wird, wie viele Menschen von sowas betroffen sind/waren.Eigentlich ist es doch so, wenn wir uns nicht an den Fond wenden und die Klappe halten und irgendwie versuchen, zu überleben, dann sind wir angepasst und sorgen für Ruhe und für falsche Zahlen und Ergebnisse, oder? Wir wissen zurzeit noch nicht weiter, aber wir überlegen das und es wäre gut, wenn wir das schaffen könnten solange wir noch leben.

  23. katja schreibt am :

    Liebe Anni,
    mir geht es ganz genauso, wie Dir. Auch ich bezahle die Therapie seit Jahren zum großen Teil selbst, die letztendlich mein Mann finanziert, da er der Hauptverdiener in unserer Familie ist. Auch ich denke, jede/r Betroffene sollte versuchen, einen Antrag zu stellen, um darzustellen, wie viele Überlebende dieser Grausamkeiten es gibt. Sicher ist bisher deutlicher geworden, dass es sich nicht nur um eine Minderheit handelt, aber das tatsächliche Ausmaß der Häufigkeit der Taten ist nicht bekannt.
    Wie in unserem Sozialsystem üblich, existiert das Prinzip der Vorrangig- oder Nachrangigkeit von Leistungen und es ist auch vollkommen klar, dass die Taten beschrieben werden müssen, weil es eine Grundlage geben muss, auf der entschieden wird. Das soll nicht bedeuten, dass eine Ablehnung irgendetwas Gutes oder Nachvollziehbares in sich birgt. Viel mehr wird die Machtlosigkeit wiederholt, in der alle Überlebenden fest hängen. Und auch der Gedanke, jemand anderes entscheidet, wie viel und ob überhaupt eine Leistung erforderlich ist und auch noch welche. Das muss jede/r Überlebende selbst entscheiden können, da sich nicht alle auf dem gleichen Stand des Weges befinden, den sie ganz subjektiv beschreiten möchten. Der/Die eine benötigt Psychotherapie, der/die nächste Physiotherapie, wieder ein/e andere/r anwaltlichen Beistand, bis hin zu Schuheinlagen, die das Arbeiten ermöglichen. Die Folgen und die Hilfen müssen so vielfältig sein, wie die Taten selbst.
    Was mich persönlich sehr verärgert, ist die Augenwischerei, die durch die Werbung dieses Fonds betrieben wird. Nach außen hin bewirkt es bei der „Normalbevölkerung“ zu denken, es würde doch nun endlich etwas getan und nun wird schon wieder gemeckert. Kaum jemand, so behaupte ich, wird sich ohne betroffen zu sein, mit der Problematik wirklich beschäftigen, sondern wahrnehmen, wir könnten ja nun endlich reden und es wird uns ein offenes Ohr geschenkt, weil wir eine Hotline anrufen können und uns alles von der Seele zu reden. Das ist so bescheuert! Reden allein hilft nicht, wenn man denn überhaupt dazu in der Lage ist, Worte heraus zu bringen und nicht sofort in eine Starre verfällt. In der Vorstellung hat es uns als Betroffene aber bitteschön wieder gut zu gehen, nachdem wir erzählt haben, was der Papi, der Opi, der Bruder oder Onkel so gemacht haben und nach dem Auflegen des Hörers trinken wir einen Prosecco vor Erleichterung. Niemand kann sich vorstellen, welche Hürden wir nehmen müssen, um nur ein einziges Kreuzchen auf diesem Antragsformular zu tätigen.
    Ich bin selbst gerade im Begriff, den Antrag auf den Fond zu stellen und leider auch nicht in der Lage, dieses alleine zu bewältigen. Abgesehen von der Tatsache, bei jedem Satz retraumatisiert zu werden, ist es für mich eine nahezu unüberwindbare Hürde, alle Ärzte aufzusuchen und um Stellungnahme zu bitten, die mich wegen der Folgen behandeln. Mein Orthopäde, z.B. weiß nichts von meiner Vergangenheit und ist kein Mensch, dem ich soviel Vertrauen entgegen bringe, dass ich mich in der Lage fühle zu äußern, was geschehen ist. Die Verletzungen, die bei einem MRT festgestellt wurden, sind uralt und auch nicht sicher als Verletzungsfolge durch den Täter zu identifizieren. Es könnte auch von einem Sturz auf dem Spielplatz herrühren. Somit hege ich kaum Hoffnung auf physiotherapeutische Hilfe, bzw. deren Kostenübernahme, werde es jedoch trotzdem beantragen.
    „Mein“ Täter lebt noch und hat sich nach 10 Jahren des Kontaktabbruches erlaubt, mich ein weiteres Mal zu bedrohen, als hätte er gerochen, was ich vorhabe und mir nun dicke Felsbrocken vor die Füße werfen will. Das ist der Grund, warum für mich eine Beantragung nach dem OEG nicht in Frage kommt. Sollte ich ihn anzeigen, bringt er mich schlicht und ergreifend um; jedenfalls muss ich damit rechnen. Einem Glaubwürdigkeitsgutachten würde ich nicht Stand halten können, sondern direkt in er geschlossenen Psychiatrie landen, deren Kosten ohne Probleme und Anträge umgehend finanziert würden. Das ist paradox und nicht nachvollziehbar!
    Durch die Polizei wurde mir mehrfach mitgeteilt, es könne erst eingeschritten werden, wenn etwas passiert sei. Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Was bereits alles passiert ist, wird außer acht gelassen.
    Überlebende sind und bleiben in der Beweispflicht.
    Das einzige, was mir hilft ist das Bewusstsein, nicht alleine mit diesen Problemen zu sein, sonst würde ich durch drehen. Das einzige, was bleibt, ist nicht aufzugeben, trotz allem, denn das Aufgeben wäre ein weiterer Erfolg aller Täter dieser Welt.
    Diesen Erfolg gönne ich ihnen nicht! Nicht einem einzigen!

  24. Larissa schreibt am :

    Hallo Ingo
    seit wann ,ist das denn nicht mehr so ,mit der 2 Jahres frist .
    Damals bekam ich keine Stunden mehr bewilligt von der KK , das war anfang 2006 gewesen .
    LG Larissa

  25. anonym schreibt am :

    Es ist das Letzte was ich brauch, die Anerkennung einer Behörde. Es ist einzig die ökonomische Abhängigkeit, die mich zum Bittsteller werden lässt. Dafür muss ich mich nicht schämen, sondern die Gesellschaft. Man muss mir auch nicht unter die Nase reiben, dass es öffentliche Gelder sind. Die sogenannte Öffentlichkeit hat vor vielen Jahren gewusst und geschwiegen und sie tut es heute noch bei so vielen Kindern. Gewalt gegen Kinder einschließlich sexualisierter Gewalt ist keine Ausnahmeerscheinung der Gesellschaft, sondern ein Verbrechen der Gesellschaft an einem Großteil ihrer Mitglieder, besonders der Kinder. Die unterdrückende Kontrolle der Betroffenen ist der Ausdruck repressiver Institutionen dieser Gesellschaft.

  26. Karl Görtz schreibt am :

    Kontakt
    Danke für Ihr Interesse.
    Ihre Nachricht wird an die Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch weitergeleitet. Folgender Text wird übermittelt:

    Nachricht: Eine kleine Anfrage eines Betroffenen ( abgesendet am 31.12.2013 an den Fonds Sexueller Missbrauch) : 1. Warum unterliegt der Fonds Sexueller Missbrauch einer Verjährungsfrist, hier der 30. April 2016, wo doch allen Organisationen bekannt ist, dass Betroffene erst nach Jahrzehnten über ihr Leid sprechen können? 2. Warum sind die Hilfeleistungen des Fonds Sexueller Missbrauch nur ergänzend und somit subsidiär gegenüber anderen Versorgungssystemen? 3. Warum setzt sich der Fonds Sexueller Missbrauch als letzte Rettung für Betroffene ans Ende der subsidiären Versorgungskette und nicht an den Anfang wo doch alle enttabuisierten Politiker entsetzt sind über die Gewalterfahrungen der Betroffenen? 4. Warum macht der Fonds Sexueller Missbrauch die von sexualisierter Gewalt Betroffenen zu Bittstellern auf Hilfe aus dem Fond auf dem zudem kein Rechtsanspruch besteht obwohl die Clearingstelle eindeutig festgestellt hat, dass ein/eine AntragstelleRin betroffenen ist? 5. Warum setzt der Fond Sexueller Missbrauch gerade die betroffenen AntragsstellerInnen mit Ihrem Fragebogen einer Retraumatisierung aus, die allein mit der Vorlage psychologischer und psychiatrischer Gutachten im Vorfeld beweisen können, dass Sie Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind? Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Karl Görtz

    Vor- und Zuname: Karl Görtz

  27. Susanne Brinkmeier schreibt am :

    Sehr geehrte Frau Beckers,
    ich habe mir diesen Antrag angeschaut, allein die Form halte ich für eine Katastrophe: Politiker glauben, dass das ausfüllen „belastend“ sein kann, sicher, denn für diesen Antrag muss man sich ja „ausziehen“. Belastend ist aber viel mehr in meinen Augen das traumatisierte Leben in der Dunkelzone. „Oh, sprechen Sie bitte nicht an, dass jemand sie vergewaltigt hat. Das hören wir gar nicht gern. Denn dann müssten wir uns ja mit der Realität beschäftigen:“ Mein Vorschlag deshalb an alle: Raus ans Tageslicht und so viele Anträge stellen wie nur möglich, damit die Politiker endlich nicht mehr von Dunkelziffer reden können!!!
    Des weiteren: Sie empfehlen uns eine „Ausfüllhilfe“, und suggerieren damit, dass wir behindert sind. Sie behaupten, wir bräuchten eine schulmedizinische Therapie. Das mag sein, muss aber nicht. Sie wollen Nachweise noch und nöcher. Wenn aber nichts zu beweisen ist, weil nur „erinnert“, weil von der Gegenseite abgestritten, weil kein Rechtsweg möglich, weil verjährt, wenn ein gutes Leben möglich ist, aber beschädigt und die Therapie trotzdem 10000€ gekostet hat, bekommt man nix, außer weiterhin Ausgrenzung, Täterschutz und Tabuzone.
    Liebe Frau Beckers und alle anderen, geben wir nicht auf öffentlich zu sein! Liebe Politiker: Hoffentlich fällt Euch bald etwas Sinnvolleres ein als die Betroffenen mit einem solchen Fonds und Anträgen zu schikanieren!
    Möge die Welt lichtvoller werden in 2014!
    Susanne

  28. Jana schreibt am :

    Ein Antrag auf Psychotherapie, egal ob Erstantrag oder Fortsetzung, wird immer einem Gutachter vorgelegt. Wenn der Gutachter befindet, dass eine Therapie oder eine Fortsetzung einer Therapie notwendig ist, dann wird die Therapie von der Krankenkasse genehmigt, völlig unabhängig von einer zweijährigen Wartezeit, die es in der Form schlichtweg nicht gibt!

  29. Larissa schreibt am :

    Hallo Jana
    Meine Thera glaubt auch nur an eine bestimmte Stundenzahl die man bewilligt bekommt , dann währe 2 Jahre Wartezeit drann .
    Damals wurde mir die Thera nicht mehr verlängert , worauf ich nur noch einmal im Monat ne Stunde hatte,
    Das hatte sich dann aber gerecht ,weil ich zum Ende der Bewilligten Stunden ein Tragisches Erlebniß hatte und dann richtig Krank wurde ,mit Klinikaufenthalt.
    Der 4 Wochenabstand war dann zu groß.
    Ich hätte noch eine Stunde haben können ,auf kulanz der Psychologin .
    Aber der 4 Wochen Abstand ,war in der Zeit ,mit dem
    Tragisches Erlebniß zu groß .
    Ich werde den Founds denke ich nciht beantragen , der OEG Antrag hat mir gereicht ,als Belastung .
    LG
    Larissa

  30. Eva schreibt am :

    Es ist so einfach fast jeden Fall kleinzureden.

    Kann netzwerkB einmal einen anonyme Umfrage machen,
    wie viele durch die Folgen der sexuellene Gewalt von Grundsicherung leben bzw. nicht arbeiten können.
    _______________________________
    Anmerkung vom netzwerkB Team:

    Eine solche Umfrage können wir nicht selbst machen, sondern müssten ein entsprechendes Institut beauftragen, was aus finanziellen Gründen für uns nicht möglich.

  31. Ingo schreibt am :

    Hallo Eva,
    das würde tatsächlich nicht gehen. Aber es gibt doch durchaus interessante Zahlen, wenn du dir z.B. mal die Traumafolgenkostenstudie ansiehst.
    Zitat: „…

    Die Studie stützt sich auf Daten von rund 54 Millionen Deutschen zwischen 15 und 64 Jahren aus dem Jahr 2009. Nach aktuellen Zahlen seien in dieser Altersgruppe 14,5 Prozent von schwerer bis extremer Kindesmisshandlung, -missbrauch oder Vernachlässigung betroffen gewesen.

    Ein Fünftel dieser Menschen – 1,6 Millionen – würde Langzeitfolgen davontragen. Rechne man bei ihnen zum Beispiel Arbeitslosenunterstützung, Kriminalitätsfolge- und Therapiekosten zusammen, komme man auf elf Milliarden Euro im Jahr.

    Allein im Gesundheitswesen fielen jährlich 500 Millionen bis drei Milliarden Euro an. Auftraggeber der Studie war das Bundesfamilienministerium…“
    Die Studie findest du unter: beauftragter-missbrauch.de/mod/resource/view.php?id=1135

    Ingo

  32. Ich bin seit 2000 bei meiner Psychologin in Behandlung, ambulant, 2006 wurde ich von ihr in die Psychosomatische Klinik für ca. 3 Monate eingewiesen, noch heute gehe, wenn auch nicht mehr regelmäßig in ambulante Therapie zu ihr, sie ist Dr. Allgemeinmedizin, Facharzt für Psychiatrie und Psychoanalyse, vielleicht spielt es eine Rolle, bisher hatte ich keine Schwierigkeiten mit KK (BARMER), sie bezahlen die Behandlungen.

  33. Jana schreibt am :

    @Larissa
    wie schon geschrieben, es kommt darauf an, wie der Gutachter entscheidet. Der muss natürlich von der behandelnden Psychologin mit guten Argumenten gefüttert werden. Wenn sie dazu nicht bereit ist (normalerweise sitzt eine gute Therapeutin stundenlang an so einem Schreiben), dann hat man schlechte Karten.
    Dir alles Gute!

  34. Kirsten schreibt am :

    Auch ich empfinde den Fonds, die Art und Weise der Berabeitung, die Reglementierung, welche Mittel gewährt werden eine erneute Demütigung und Entwürdigung. Auch, dass offenbar immer noch nicht geklärt ist, wo die bereitgestellten Gelder herkommen und wie bei der Bearbeitung der Anträge vorgegangen wird. Ich habe diesen Antrag vor sechs Monaten gestellt und bisher keine Antwort bekommen. Weder ist es möglich durch Mitarbeiter des weißen Ringes nachzufragen, noch sonst dergleichen. Eine Anfrage von mir wurde mit dem Hinweis auf mehr Geduld, zurück gewiesen. Inzwischen weiß ich aber von Anträgen, die bereits bearbeitet wurden, aber erst viel später dort eingegangen sind. Welch eine Entwürdigung.
    Und warum sollte ich mir das gefallen lassen, leider entscheiden wieder andere über die Bewilligung von Unterstützung.

  35. Annette schreibt am :

    Kann sich bitte mal jemand hier melden, die/der bereits Leistungen aus dem Fonds erhalten hat? Ein bisschen Hoffnung wäre schön.
    Ich habe kurz vor Weihnachten meine anonymisierte Registriernummer erhalten, dass mein Antrag eingegangen ist.
    Vier Monate habe ich dafür gebraucht. Es war eine Qual. Wegen der Nachrangigkeit des Fonds musste ich ja auch einen OEG-Antrag stellen. Seit ca. 2008 habe ich das immer wieder vor mir her geschoben. Doch nun musste ich! Dabei habe ich zum Glück sehr gute Unterstützung vom Weissen Ring sowie von meiner Therapeutin gehabt. Mein OEG-Antrag wurde so schnell abgelehnt………Weil die Taten vor 1975 geschehen waren, gilt es „Hürden zu überwinden“. Als Ablehnungsgrund wurde mir mitgeteilt, dass meine 50 % Schwerbehinderung nicht 50 % psychische Folgeschäden ausmachen, wie es Voraussetzung ist. Ich leide auch an einem chronischen LWS-Syndrom, was also demzufolge nicht als Ursache des SMB anzusehen ist. ??????????? Der Grad der psychischen Erkrankung muss den Grad der Schädigungsfolge von 50 erreichen. So entscheiden Gesetzgeber, die einfach nur keine Ahnung haben können. Zudem gibt es im Ablehnungsbescheid folgende Sätze: „Die Anspruchsvoraussetzungen müssen nachgewiesen sein. Die Folgen der Beweislosigkeit hat derjenige zu tragen, der aus einer unbewiesenen Tatsache eine für ihn günstigere Rechtslage herbeiführen will.“ Erst habe ich geweint, dann wurde ich wütend. Die freundliche Frau vom Weissen Ring hat mir gesagt, dass die Schreiben extra so krass, ja unmenschlich, geschrieben werden. Man will uns Betroffene abschrecken, Widerspruch einzulegen. Aber ich habe es trotzdem getan. Der Weisse Ring hat mich nicht nur sehr bestärkt darin, sondern mir auch einen Beratungscheck für meine Anwältin gegeben. Als nächstes wird ein Gutachten auf mich zukommen. Aber ich wollte die Widerspruchsfrist auch nicht ungenutzt verstreichen lassen… Es ist wirklich alles furchtbar retraumatisierend. Ich bin erschöpft, funktioniere irgendwie und lebe nur an seltenen Tagen. Wenn ich Geld hätte, würde ich mir diese Tortouren nicht freiwillig antun. Seelische Folter ist auch ein Ausdruck, der hier passt.
    Ich habe 40 Yoga-Einzelstunden beantragt. Eine Körpertherapie, die ich nach langer Suche und vielen Fehlversuchen als gut und hilfreich für mich gefunden habe. Außerdem 20 Stunden Osteopathie für meinen geschundenen ewig schmerzenden Körper. Alles, was die KK bezahlt, ist ausgereizt. Selbst meine Therapeutin empfiehlt mir dringend Körpertherapie. Meine Yoga-Lehrerin ist so empathisch und hat Erfahrungen mit traumatisierten Menschen. Ich habe schon ganz kleine Schritte geschafft. Wenn ich nun wg. Geldmangel aufhören muss, eine Katastrohe. Ich kann nicht Monate auf einen Bescheid warten…………

    Ja, stellt Anträge und holt euch Hilfe dazu. Kein anderer, als wir selbst, kann für uns kämpfen. Ich wünsche allen Kraft.
    Annette

  36. Alii schreibt am :

    Tja den OEG Antrag hatte ich auch gestellt und intern nach 2 1/2 Jahren Wartens schon bewilligt bekommen.Als dann der Entgültige Entscheid kam bekam ich eine Ablehnung.Begründung war das ich zwar 8 Jahre lange Missbraucht worden bin die jeweiligen Vorfälle aber ja immer nur von kurzer Dauer waren und somit keine Schäden hinterlassen konnten.Die ganze Zeit hat mein Mann gearbeitet und mich ernähren müssen da ich dazu nicht fähig bin.Mir steht von nirgends auch nur ein Cent zu .Ich noch nicht einmal eine Nummer in unserer Gesellschaft da ich durch das soziale Netz Falle.Ich bin einfach nicht existent und so werde ich von den Ämtern auch behandelt. Da ich nichts koste und nie etwas zu unserem Steuersystem beitragen kann oder in die Rentenkasse bezahle bin ich aus der Gesellschaft, in die man die Täter verzweifelt versucht zu integrieren , ausgeschlossen.Leider ist mein Mann jetzt schwer erkrankt und bezieht nur noch Krankengeld.Oft bekommen wir deswegen mit der Krankenkasse stress weil mein Mann beweisen muss das er nach 3 schweren Operationen noch nicht arbeitsfähig ist.Wir bekommen sehr verzögert und unregelmässig Geld,werden schikaniert und niemand fühlt sich zuständig. Manchmal haben wir noch nicht mal mehr die Mittel Lebensmittel zu kaufen ( das ist schlimm da ich sehr untergewichtig und gesundheitlich sehr geschwächt bin) ich musste Dinge aus meinem Haushalt verkaufen um etwas zu essen zu kaufen.Und ich kann mit meinem verdammten Zustand der durch die Traumatisierungen verursacht wurde nichts anderes tun als abzuwarten und auszuharren.Bin dem System ausgeliefert.Der OEG und der Fond waren meine Hoffnung das ich eben in solchen Situationen auch was beisteuern kann wenn es nötig wäre und um nicht in solche auswegslosen situationen zu geraten. Aber wie immer wird man als Opfer abgelehnt und totgeschwiegen. Ich verzweifle dann immer wenn ich lese das ein Täter entschädigung bekommen hat weil er wegen begangenem Missbrauch im Knast war. Für uns Opfer bleibt noch nicht einmal Geld das wir in notwendigem Massnahmen gehen können.
    Meine Therapeutin hat gesagt das meine Therapie nicht mehr genehmigt werden wird und ich in zwei Jahren einen Antrag auf neue Stunden stellen kann. Sie wird es aber nochmal probieren ob es durchgeht und wenn nicht kann ich die kosten selbst tragen.
    Ich frag mich nur wie da ich ja total mittellos bin.

  37. Larissa schreibt am :

    Hallo Annette
    Ich habe 40 %Gds bewilligt bekommen , also geht es auch unter den 50 %
    Ich bekomme eine kleine Opferrente damit und bekäme
    auch Therapien erstattet .

    „“Wegen der Nachrangigkeit des Fonds musste ich ja auch einen OEG-Antrag stellen““
    Also muß man doch erst einen OEG Antrag machen ? wenn man den OEG Antrag durch hat ,steht einen sicher kein Founds mehr zu ,wenn man denn einen Antrag machen wollte ?

    Hallo Jana .
    Danke für die Info , ich denke ,das die jetzige Thera ,sich viel Mühe geben hat ,was dem Gutachter zu schreiben .
    Sie meinte , der Bericht ,währe schön geworden .
    Es ist aber auch ,die 1 te Verlängerung .

    @ Alii
    Ich finde paar mal ,in der Richtung ,sowas erlebt zu haben ,zestöhrt auch die Psyche .

    Wie wenn man einmal Überfallen worden ist .
    LG Larissa

  38. Windmühle schreibt am :

    Liebe Allii,
    es tut mir fürchterlich Leid lesen zu müssen, dass es euch beide, dir und deinen Mann so schlecht geht.
    Meine Frage –
    kannst du denn nicht doch mit Hilfe deiner Therapeutin oder mit Hilfe eines Anwalts (Opferrecht, Sozialrecht)noch in Widerspruch gehen ? (OEG)

    Ich selbst fühle mich auch schwer gedemütigt von den Ämtern, der Weg ist noch nicht zu Ende gegangen.

    Lieben Gruss
    Windmühle

  39. Annette schreibt am :

    @Larissa
    Ja, du musst leider einen OEG-Antrag stellen. Der Weisse Ring hatte mir empfohlen, einen OEG-Antrag zu stellen und nach ca. 3 Wochen den Antrag an den Fonds zu stellen. Somit ist das Procedere eingehalten. Die Bearbeitung des OEG-Antrages dauert ja sehr lange, du musst die Entscheidung nicht abwarten. Hauptsache, du kannst die Registriernummer eintragen. Das Problem ist nur, wenn dann leider so schnell eine Ablehnung des OEG-Antrages erhält, ist man ja gezwungen zu reagieren. Also Widerspruch einzulegen. Ich kann dir nur empfehlen, dich an den Weissen Ring zu wenden. Die können auf jeden Fall bei den Anträgen sehr umfangreiche Hilfen leisten. Bei mir hat das super funktioniert und ich bin sehr dankbar dafür.
    Übrigens wurden einige Mitarbeiter vom Weissen Ring extra für das Ausfüllen der Formulare für den Fonds qualifiziert. Leider viel zu wenig Personen. Ich wohne in der Nähe von Bielefeld und in ganz OWL gibt es keine weitergebildete Person. Die nächste Anlaufstelle ist in NRW für mich in Bonn. Im Rahmen des Wahlkampfes habe ich Britta Haßelmann von den Grünen daraufhin angesprochen, sie beschäftigt sich ja auch mit diesem Thema. Sie hatte keine Ahnung, dass es in OwL keinen kundigen Mitarbeiter gibt und wollte sich kümmern. Die Menschen hier vor Ort vom Weissen Ring können nichts dafür und ihrer Meinung nach ist auch das von der Politik so gewollt, dass so wenig Leute geschult werden. Desto zögerlicher kommen ja die Anträge.
    Die Vorarbeit habe ich vor Ort gemacht und den Fonds-Antrag habe ich per E-Mails und Telefonaten ausgefüllt. Ich habe sogar meine Kladde nach Bonn geschickt, später das Original und der Weisse Ring hat es direkt mit Anschreiben weiter geleitet. Es war leider unglaublich anstrengend und ich musste immer wieder 1 bis 3 Wochen Pause einlegen, weil es mich so viel Kraft gekostet hat. Ich hoffe nur, dass der ganze Aufwand sich gelohnt hat. Aufgeben wollte ich aber auf keinen Fall.
    Ich frage und bitte euch noch einmal, wer hat Leistungen erhalten und wie sehen diese aus? Es geht mir vor allem darum, nicht die Hoffnung zu verlieren. Ich gönne es jedem!
    Annette

  40. Karl Görtz schreibt am :

    Kontakt

    Danke für Ihr Interesse.

    Ihre Nachricht wird an die Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch weitergeleitet. Folgender Text wird übermittelt:

    Nachricht: Sie haben mir bislang auf meine kleine Anfrage vom 31.12.2013 nicht geantwortet. Deswegen wiederhole ich sie nochmals und erweitere meine kleine Anfrage vom 31.12.2013 heute am 06.01.2014 Punkt 6 und 7. Eine kleine Anfrage eines Betroffenen ( abgesendet am 06.01.2014 an den Fonds Sexueller Missbrauch) : 1. Warum unterliegt der Fonds Sexueller Missbrauch einer Verjährungsfrist, hier der 30. April 2016, wo doch allen Organisationen bekannt ist, dass Betroffene erst nach Jahrzehnten über ihr Leid sprechen können? 2. Warum sind die Hilfeleistungen des Fonds Sexueller Missbrauch nur ergänzend und somit subsidiär gegenüber anderen Versorgungssystemen? 3. Warum setzt sich der Fonds Sexueller Missbrauch als letzte Rettung für Betroffene ans Ende der subsidiären Versorgungskette und nicht an den Anfang wo doch alle enttabuisierten Politiker entsetzt sind über die Gewalterfahrungen der Betroffenen? 4. Warum macht der Fonds Sexueller Missbrauch die von sexualisierter Gewalt Betroffenen zu Bittstellern auf Hilfe aus dem Fond auf dem zudem kein Rechtsanspruch besteht obwohl die Clearingstelle eindeutig festgestellt hat, dass ein/eine AntragstelleRin betroffenen ist? 5. Warum setzt der Fond Sexueller Missbrauch gerade die betroffenen AntragsstellerInnen mit Ihrem Fragebogen einer Retraumatisierung aus, die allein mit der Vorlage psychologischer und psychiatrischer Gutachten im Vorfeld beweisen können, dass Sie Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind? 6. Sie schreiben auf Ihrer Internetseite: „Auch zivilrechtliche Ansprüche gegen die verantwortliche Organisation, die Täterin oder den Täter haben Vorrang vor den Leistungen aus dem Fonds Sexueller Missbrauch, sofern sie (noch) gerichtlich durchgesetzt werden können und dies auch zumutbar ist.“ Meine Frage: Wie geht der Fonds Sexueller Missbrauch vor, wenn er zivilrechtliche Ansprüche gegenüber verantwortlichen Organisationen, Täterinnen und Täter vorrangig ermitteln will? Wie können Sie mir in diesem Zusammenhang – (noch) gerichtlich durchgesetzt- und – zumutbar- erklären? 7. Werden Verjährungsfristen berücksichtigt? 8. Werden Strafanzeigen von Betroffenen berücksichtigt, die wegen Verjährung nicht strafrechtlich verfolgt werden können? Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Karl Görtz

  41. Larissa schreibt am :

    Hallo Annette
    Ich habe den OEG Antrag mit 40 %Gds , schon durch bekommen , haste sicher nicht gelesen ?
    Ich wollte es nur für andere Betroffene wissen ,ob man den Founds auch ohne OEG Antag bewilligt bekäme .
    Ich finde es aber sehr anstrengend ,beide Anträge anzugehen , ich fand den OEG Antrag alleine schon anstrengend genug .

    Ich mache den Founds Antrag nicht
    Grüße
    Larissa

  42. Alii schreibt am :

    Liebe Windmühle,
    ich hatte schon Widerspruch eingelegt beim OEG. Es wurde ein Gutachten herangezogen das eigentlich für eine Reha erstellt wurde( welche mir daraufhin auch abgelehnt wurde trotz ärztlichem Gutachten über meinen lebensbedrohlichen Zustand ). Der psychologische Gutachter war sehr Schroff, legte mir Worte in den Mund und machte sich dann im Gutachten unter anderem über meinen pfälzischen Akzent lustig indem er z.b.einige Worte die ich gesagt hatte, in meinem Akzent und in Anführungszeichen gesetzt im Gutachten zitierte.Danach sprach er mir meinen Gesundheitszustand ab weil ich ohne zu murren alle fragen beantwortet hatte und alles in Berichterstatterischer Weise von mir gab( ich leide unter anderem an einer dissoziativen Perönlichkeitsstörung aber das ist ihm wohl nicht aufgefallen).Er führte auf das ich nur eine Neurose hätte und alle anderen Gesundheitsstörungen nicht vorhanden sein könnten( obwohl diverse Befundberichte von anderen Ärzten und Kliniken vorlagen) Wegen dem Gutachten wurde mir die Reha, Gestaltungstherapie,OEG-Rente alles abgelehnt und es wurde mir nahegelegt doch zum Arzt zu gehen wenn ich krank bin( es wurde wenigstens eingeräumt das Verständnis für meinen Zustand bestände).Und für all diese Sachen habe ich 4 Jahre gekämpft .Das alles war so schlimm für mich das ich beschlossen habe mich wieder zu verkriechen denn ich habe keine Kraft für diese Demütigungen.Ich wollte einfach Leben aber das wurde mir abgesprochen. Ich habe aber wenigstens wieder mit einer Traumatherapie angefangen die ich aber durch unsere Lage nicht oft genug erreichen kann.Der Fonds ist meine letzte Hoffnung aber die melden sich schon seit Anfang Juni letzten Jahres nicht mehr.Leider baue ich körperlich immer schneller ab und habe deshalb auch nicht unbegrenzt Zeit. Das hat meine Therapeutin dem Fonds auch mittgeteilt aber das belastet die anscheinend nicht besonders.Aber liebe Windmühle, ich danke Dir das Du mich gelesen hast .

    Liebe Grüsse
    Alii

  43. Eva schreibt am :

    Alii

    Deine Erfahrung mit Gutachtern zeigt, wie in vielen anderen Fällen, dass es immer wieder vom einzelnen Gutachter abhängt, wie entschieden wird.

  44. klaraklara schreibt am :

    @ Alii, der psychologische Gutachter
    leider kann ich dir keinen Tip geben und mich hier nur mal wieder „auskotzen“. Ich weiß nicht, ob ich SCHON WIEDER oder IMMER NOCH frappiert bin über die Kaltschnäuzigkeit, mit der einige „Fachleute“ mit Menschen umgehen. Ich vermute, der Psycho-Freak meint (denkt tatsächlich aus Nichtwissen/psychologischer Abwehr oder behauptet zum Schutz von Tätern – werden wir niemals wissen), dass das Erstellen der Diagnose Dissoziative Identititässtörung ein Schmarrn sei. Vielleicht sollten wir diese Ignoranz gegenüber kinischen Erfahrungen und Zeugnissen von Betroffenen zum öffentlichen Skandal machen oder Forderungen formulieren, was die Ausbildung solcher Gutachter angeht.

  45. Windmühle schreibt am :

    Liebe Alii,
    das was du berichtest, ist mir nur allzu gut bekannt ! Mein Gutachter war da nicht anders, er behandelte mich wie eine Kriminelle. Aber, das haben wir uns nicht gefallen lassen, sind dem ganzen noch auf der Spur, gebürend im Widerspruch. Ich wurde zwar anerkannt, aber es fehlen wesentliche Dinge.

    Ich könnte hier noch einiges mehr schreiben, möchte aber im öffentlichen Bereich meine Anonymität bewahren.

    Wie lange liegt denn dein Gutachten zurück ?

    In der Angelegenheit „runder Tisch“, läuft meine Sache auch schon ein halbes Jahr, habe nach ungefähr 6 -8 Wochen meine Identifizierungsnummer erhalten, dabei es auch bis heute geblieben ist.

    Liebe Grüsse und dir einen entspannten Tag
    Windmühle

  46. Blueprint schreibt am :

    Liebe Mitbetroffene,

    Andrea Fischer,
    die frühere, grüne Gesundheitsministerin, soll mit in dem internen Partei – Ausschuss sitzen, der neben der externen Studie von Prof. Walter die Pädophilie und sexualisierte Gewalt in – grün – alternativen Lebensräumen aufarbeiten soll.

    Der Bundesverband der Psychiatrie – Erfahrenen hat sich vor einiger Zeit von Andrea Fischer als Schirmherrin getrennt, weil sie gleichzeitig für die Pharma – Lobby gearbeitet hat. Das war für den BPE ganz klar eine Interessenkollision und ein unlösbarer Loyalitätkonflikt. Siehe dazu folgenden Link:

    Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.
    http://www.bpe-online.de/verband/…/schirmherrin-trennung.pdf‎

    Es ist bekannt, dass niemand zwei Herren, bzw. zwei Damen gleichzeitig dienen kann.
    Solange Frau Fischer weiter für die Gesundheitslobby arbeitet, ist sie im Umgang mit Opfern nicht neutral und schon gar nicht den Opfern gegenüber eindeutig parteilich.

    Beim jetzigen Wissensstand ist bekannt, dass die strukturelle Gewalt, wie sie beim Fond angewendet wird, Opfern schadet.Mit Opfern erneut seelisch so demoralisierend umzugehen, ist keine Unwissenheit, sondern eine bewusste Entmutigungsstrategie.
    Dies bedeutet, dass die Opfer noch immer als mit allen Mitteln zu bekämpfender ” Gegner ” und nicht als gleichberechtigter Partner definiert werden.

    Die Kampfkraft wird weiter in die Bekämpfung der Opfer und nicht in die Bekämpfung der Täter und Täterinnen und in die Bekämpfung und Linderung der Folgeschäden gesteckt. Die destruktive Energie wird so von den politisch Verantwortlichen nicht in konstruktive Heilkraft umgesetzt.

    Ein wirkliches Umdenken hat nicht eingesetzt.
    Mit den Opfern und nicht mit den Täterinnen und Tätern wird so ungegangen, als wären sie der soziale Feind und das kriminelle Element. So auf Opfer zuzugehen, bietet den Opfern weiterhin eine völlig verdrehte und schizophrenogene Form von Beziehung an.

    Das wissen auch die Psychiater und Psychiaterinnen, wenn sie auf dem neusten Stand der Traumaforschung sind. Wir haben das dialogische Recht, sie persönlich und öffentlich zu fragen, warum sie das weiterhin tun und was sie eigentlich selber davon haben, etwas mitzumachen, von dem sie wissen, dass es schadet.

  47. Kirsten schreibt am :

    Ich frage mich, welche Opfer werden denn mit dem Fond unterstützt. Wie viele der 720 gestellten Antragsteller haben denn einen positiven Bescheid erhalten und nach welchen Kriterien wird hier ausgewählt, wer kontrolliert es. Niemand will in diesem Land etwas mit Opfern sexualisierter Gewalt zu tun haben. So ist es der einfachere Weg das Leid nicht anzuerkennen, Gremien zu schaffen, in denen das erlittene Unrecht erneut bagatellisiert wird. Gutachter einzusetzen, die erneut die Aufgabe haben, abzuwiegeln und zu beschönigen, oder im Auftrag der Täter eingesetzt werden oder arbeiten. Nicht um Opfern zu helfen, sondern Täter zu stärken. Jedes Opfer das sich offen meldet, ist Tätern immer unangenehm. Und inzwischen erlebe ich auch die Vorgehensweise des Fonds, als Täterloyal.
    Die vielen Wortmeldungen zu diesem Artikel, geben dem Unrecht nur mehr eine Bedeutung. Auch die Meldungen in den Zeitungen zu dem Fond, empfinde ich eher als Hohn.Vielleicht ist es an der Zeit dass ein Herr Röhrig dazu mal Stellung bezieht, oder auch an der Zeit das Journalisten, den Ablauf der Bearbeitungsweise mal hinterfragen.
    Krankenkassen übernehmen keine Kosten, OEG ämter wiegeln ab , erkennen nicht an. Opfer gehen erneut als die Verlierer hervor. Warum müssen wir das eigentlich permanent so hinnehmen.

  48. Jana schreibt am :

    Es gibt einen Verein oder eine Initiative, der oder die beim Fonds nach den genauen Namen derer gefragt hat, die über die Anträge entscheiden. Der Antrag wurde abgelehnt, aus Datenschutzgründen. Das Ganze soll nun zum Datenschutzbeauftragten gehen oder ist sogar schon dort, ich weiß es nicht genau.
    Da werden eher die Daten der Bearbeiter geschützt als die der Antragsteller, auch nicht schlecht…

  49. Karl Görtz schreibt am :

    Als er den ersten Schritt als Justizminister in die Öffentlichkeit machte, hatte ich fest daran geglaubt, Heiko Maas würde die Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt ansprechen. Heiko Maas ist seit Dezember 2013 Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz. Dieser steile Schritt in seiner politischen Laufbahn wurde ihm serviert durch die große Koalition von CDU und SPD. Der erste große Brocken der ihm statt der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt in seinem Amt vorgelegt wurde, war vorläufig die Vorratsdatenspeicherung. Sie, die Vorratsdatenspeicherung, wurde von ihm nach seinem ersten öffentlichen Auftritt national erst mal „auf Eis“ gelegt. Alles was in diesen Zeiten national zu heiß werden kann, wird heute erstmal auf Eis gelegt was nichts anderes bedeutet, dass das Eis zum Auftauen nach Brüssel und Luxemburg verlagert wird, hier zum europäischen Gerichtshof, der wiederum Monate oder Jahre braucht, um das Eis aufzutauen. Somit ist vorerst das Thema Vorratsdatenspeicherung vom Tisch. Jetzt heißt es nur noch: Abwarten auf eine Entscheidung aus Luxemburg. In der Zwischenzeit könnte sich Heiko Maas wieder auf die Durchsetzung der vollständigen Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt konzentrieren. Sind Sie dazu bereit, Herr Maas? Sie hätten jetzt die Macht, das voran zu treiben und durchzusetzen. Bleiben Sie glaubwürdig für uns, denn noch vertrauen wir Ihnen. Denken Sie immer daran: Vertrauen hätte für uns Leben bedeutet. Unser Vertrauen aber wurde zerstört.

  50. Alii schreibt am :

    @Windmühle,
    mein Gutachten war 2008.Danach dann gleich noch die Verhandlung vor dem Sozialgericht. Dort wurde ich von dem Herrn der DRV auch erst mal hämisch angegrinst und mir wurde zugeflüstert das er ja hoch erfreut sei das ich noch vertrauen ins sozialsystem habe wenn es denn wirklich so ungerecht sei. Eine Woche danach die Ablehnung des Sozialgerichtes und gleichzeitig des OEG.
    Liebenswürdigerweise wurde mir aber eine Schwerbehinderung eingeräumt die mir nichts bringt da ich ja nicht arbeitsfähig bin. Nach dem ganzen Schlamassel war ich dann so am Boden das ich in die Psychatrie musste. Dort entschloss ich mich dazu wieder zu Schweigen und keine Anträge zu stellen ( bis jetzt).Es ist halt der Politik sehr wichtig das sie uns Mundtot machen.
    Man bekommt eine helfende Hand gereicht und nimmt sie hoffnungsvoll an wie ein ertrinkender.Aber kurz bevor man die Hand erreicht und greifen kann wird sie einem weggezogen und man verliert sich nur noch mehr in der Verzweiflung.Der letzte Funke Vertrauen weicht einer gewissheit das man in seinem unendlichen Leid verlassen wird.

  51. Tom schreibt am :

    Na ja Jana, durch Google wissen wir doch schon mal zumindest wer von den Betroffenen da offenbar in diesem Lenkungsgremium sitzt (die irgendwie dafür verantwortlich sein sollen). Schaust du hier: http://www.eckiger-tisch.de/wp-content/uploads/2013/08/20130829_PE_Netzwerk.pdf

    Und es gibt ja auch Vereine die das Ding massiv kritisieren und Verbesserungen wollen, aber die werden eben nicht gehört. Schaust du hier: http://netzwerkb.org/2014/01/02/fonds-sexueller-missbrauch-in-der-kritik/

  52. Windmühle schreibt am :

    @Alii

    An deinem Beispiel kann man ganz gut die Ironie des Systems erkennen. Nun können wir zwar von hier aussen nicht erkennen wie dein Fall rechtlich liegt und wo man hätte ansetzen können, um eine Gegenargumentation aufzubauen.

    Dein Widerspruch ist jetzt Vergangenheit oder hättest du zu einem späteren Zeitpunkt nochmal die Möglichkeit ihn fortzusetzen ?

  53. Alii schreibt am :

    Ich kann höchstens einen neuen Antrag auf OEG stellen eine Fortsetzung bzw.Wiederaufnahme ist nicht möglich.Meine Therapeutin rät mir dringend dazu damit meine Traumatherapie weiter finanziert wird.Auch damit ich nicht immer so arg zu kämpfen hätte für medizinische bzw. therapeutische Massnahmen oder psycchosomatische Reha.Wenn ich mir aber dann das herumgezögere des Fonds anschaue ( ist bei mir am 16.01. seit 8 Monaten in Bearbeitung)verlässt mich jeglicher Mut und jede Hoffnung.Bei mir wurde zwar alles wegen Zeugenaussagen anerkannt aber irgendwie ist das trotzdem egal. Vielleicht weil ich sowieso von nirgends eine Leistung bekomme und nie in die Kassen einzahlen kann wegen meiner arbeitsunfähigkeit.Wie ich schon gesagt habe, ich bin nicht existent im deutschen Sozialsystem obwohl ich 4 Kinder erzogen habe die jetzt treue Steuerzahler sind.Ich konnte wegen der Kinder nur auf 400 eurobasis arbeiten weil ich Angst hatte sie alleine zu lassen.Jetzt werde ich dafür bestraft für den Rest meines Lebens.

  54. Windmühle schreibt am :

    @Alii, du könntest ja mal den runden Tisch schriftlich kontaktieren und dich nach den Stand der Dinge erkundigen. Das wäre ja möglich. Dort Druck machen ist immer gut.

    Deine Therapeutin rät dir, einen neuen Antrag nach OEG zu stellen, in der Hoffnung, die Therapiekosten möglicherweise über das OEG finanziert zu bekommen, richtig ? So ein Antrag bzw. bis es denn mal zu einer befriedigend stellenden Lösung kommen wird, kann Jahre dauern. Selbst das OEG zahlt nur solange wie es die Richtlinien der Krankenkasse erlauben, bis auf Ausnahmefälle, und ein Ausnahmefall (!!) muss man in deren Augen erst mal sein.

    Alles nicht einfach . . . . .

  55. Alii schreibt am :

    @Windmühle, danke für den Tip.Ich werde das mal machen mit dem Anschreiben. Ich habe den Fonds schon selbst angeschrieben und bekam dann nur die Aussage das mein Antrag vorläge und in Bearbeitung ist.Das ist aber auch schon wieder ein paar Monate her. Anfang Dezember hat dann meine Therapeutin nochmal hingeschrieben mit der dringenden Bitte um Bearbeitung wegen meiner ernsten Lage aber das hat wohl auch nichts bewirkt.Ich werde mal die Anschrift der Verantwortlichen vom Runden Tisch googeln und eine Anfrage an die schicken und sehen ob das etwas bewirkt.

  56. Larissa schreibt am :

    Hallo Windmühle
    „“Selbst das OEG zahlt nur solange wie es die Richtlinien der Krankenkasse erlauben, „“

    Hm ,was heißt das denn ?
    Das das OEG ,auch nur ne bestimmte Stundenzahl an Therapistunden bewilligt ?…..
    Grüße
    Larissa

  57. Eva schreibt am :

    Ist das ein Fortschritt ?

    Lebenslanger Ausschluss vom Priesterdienst und eine Geldstrafe: Das Kirchengericht des Erzbistums Berlin hat einen 72-jährigen ehemaligen Jesuitenpater verurteilt. Der Geistliche soll der mutmaßliche Haupttäter bei den langjährigen Fällen sexuellen Missbrauchs am Berliner Canisius-Kolleg sein.
    Straf- und zivilrechtlich sind die Taten verjährt.

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/canisius-kolleg-kirchengericht-verurteilt-pater-wegen-missbrauchs-a-943752.html

  58. Prospero schreibt am :

    Natürlich nicht – im Gegenteil

    Mathias hat auf der Seite des „Eckingen Tisches“ ein gutes statement ergänzend dazu abgegeben:
    http://www.eckiger-tisch.de/2014/01/16/zum-urteil-des-geheimen-kirchengerichts-gegen-peter-riedel/

    Jacques Nuoffer von der Schweizer Opferinitiative Sapec, bringt es erneut auf den Punkt:
    „Damit die Opfer sexuellen Missbrauchs durch Kirchenleute endlich zu ihrem Recht kommen, muss der Staat die Kirche zum Handeln zwingen.“
    http://www.kipa-apic.ch/index.php?pw=&na=0,0,0,0,d&ki=250765

    Habt Ihr gestern die Befragung des Heiligen Stuhls vor der UN-Kinderrechtekommission in Genf mitbekommen?

  59. Anna schreibt am :

    Zum Thema es hat sich nichts geändert: wie findet ihr es hier im Forum, wenn ein Therapeut einem Opfer von sexueller Gewalt sagt, eine PTBS reicht nicht aus, um vor Gericht nachzuweisen, dass die Tat tatsächlich stattgefunden hat. Mir scheint, es geht darum, dass die Opfer entmutigt werden sollen, gar nicht erst vor Gericht zu gehen und unglaubwürdig hingestellt werden sollen

  60. Karl Görtz schreibt am :

    @Anna
    Genau so ist es. Der Therapeut, der die PTBS festgestellt hat, will Sie jedenfalls nicht entmutigen, Anzeige zu erstatten und Klage zu erheben. Er weiß aber sehr wohl, bzw. sollte wissen, dass der Gesetzgeber das Ziel verfolgt, die Missbrauchsfälle der vergangenen Jahrzehnte, die Anfang 2010 die Öffentlichkeit entsetzte, wieder ins Tabu versenken zu lassen. Der Gesetzgeber hat sich damit als Handlanger der Täter geoutet zum Leid der Opfer, denen er fast unüberwindliche Hürden geschaffen hat, um zu ihrem Recht zu kommen. Das zeigt er auch dadurch, dass er die Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt bislang nicht abgeschafft hat.

  61. S. schreibt am :

    Hallo beisammen,

    ich würde mich auch gerne einmal zu dem Thema äußern.

    Achtung, könnte triggern!!!

    Habe im Dezember von dem Fonds erfahren und war sehr interessiert, da ich den Missbrauch nie aufgearbeitet habe und dringend Hilfe benötige. Ich bin jahrelang von einer Frau körperlich, seelisch und sexuell missbraucht worden, habe aber nie mit jemandem darüber gesprochen, da es ein Tabu-Thema ist.
    Habe mir über die Homepage des Fonds die Beratungsstelle in meinem Bundesland herausgesucht. Sowohl der Name als auch die Rufnummer des Mitarbeiters waren falsch angegeben… Habe die richtigen Daten herausgefunden und letzte Woche endlich einen Mitarbeiter des Weißen Rings erreicht (nachdem 2 Wochen lang niemand ans Telefon ging). Mir wurde der Antrag zugeschickt und gesagt, ich solle mich an die Frauenberatungsstelle der Kirche wenden. Mit der Beraterin soll ich ein Erstgespräch führen und den Antrag mit ihr gemeinsam ausfüllen. Im Februar ist dann das Treffen mit dem Mitarbeiter vom Weißen Ring.
    Der Fragebogen ist echt total heftig. 14 Seiten voller Fragen, von denen viele sehr intim sind. Ich weiß, dass einige Fragen berechtigt sind, weil es ja schließlich um den Anspruch auf Unterstützung geht, aber…. Ich will niemandem etwas unterstellen, doch mal ehrlich: Weiß ich, was mit den Daten geschieht?!? Ich muss meine Adresse angeben und Informationen zum Täter und Geschehen machen. Das geht mir irgendwie zu weit. Außerdem sind die Fragen extrem triggernd und haben mich psychisch stark zurückgeworfen. Dann auch noch die ständige Anforderung von Unterlagen aus Beratungsgesprächen. Ich habe keine Dokumente und weiß auch nicht mehr genau, wo ich überall war, da ich sehr oft umgezogen bin und mich an vieles nicht mehr erinnern kann. Wenn ich zurückdenke, sehe ich häufig nur eine graue Nebelwand vor mir. Deswegen kann ich viele Fragen überhaupt nicht beantworten. Und mit einer wildfremden Frau von einer kirchlichen Einrichtung möchte ich so intime Details erst recht nicht besprechen.

    Schöne Grüße an euch alle und alles Gute!!!

    vogel_kueken [at] yahoo.de

  62. Anna schreibt am :

    @Anna

    Leider hat der Therapeut Recht nach derzeitiger Gesetzeslage und Expertenmeinung.

    Zitat:
    In einer Ausgabe des Spiegels von 2005 ist ein Interview mit Prof. Dr. Dörner.

    In diesem bezeichnet er die posttraumatische Belastungsstörung als Modediagnose und behauptet, Therapeuten würden mit der zu überspannten Behandlung nur ihre Existenz sichern.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-39834872.html

  63. klaraklara schreibt am :

    Dörner vertritt mit Sicherheit nicht DIE Expertenmeinung. Hat er sich selbst mal eine Fortbildung Traumatherapie angetan, hat er selbst mit Folteropfern gearbeitet, hört er Betroffenen in Gesprächen überhaupt zu?
    Wer heutzutage als Experte zu dem Thema anerkannt ist – die Gruppe ist zerstritten. Ich denke mal, um den anderen Pol darzustellen, eignen sich zum BEispiel Ulrich Sachsse, Renate Hochauf, Michaela Huber oder Gottfried Fischer.

  64. klaraklara schreibt am :

    @ eva.
    sorry, hatte die Vorgeschichte nicht gelesen. Der Therapeut wird es sicherlich wissen, was vor Gericht anerkannt wird und was nciht. Man weiß natülich auch nicht, wenn eine PTBS vorliegt, von welchem Trauma sie kommt. Dann muss man immer noch der Tatschilderung des Opferrs glauben, und das könnte – ich=Krimileserin – von der wahren Täterin erpresst werden. Klaus Dörner finde ich extremistisch in seiner Ignoranz.

  65. Eva schreibt am :

    @ klaraklara

    Dass die Gruppe der Chefpsychiater / Gutachter zerstritten sind, läßt aufhorchen.

    Dass einige Psychologen / Traumatologen anderer Meinung sind, habe ich auch schon gelesen.

    Ein Trost ist , dass der Prof. schon im Rentenalter ist, aber Promianwälte wie der Kachelmannanwalt, halten sehr viel von Dörners Meinung.

  66. klaraklara schreibt am :

    Hallo Eva,
    ich habe keine Ahnung, ob jetzt die Gruppen der Chefpsychiater und der Gutachter zerstritten sind. Meinte nur, dass unter den Traumatherapeuten ja wohl einige Experten sind. Sagen, wir, wer sich zu recht Traumatherapeut nennt, IST Experte und müsste in den Gerichtsverfahren über sexuelle Ausbeutung angehört werden.
    Über psychologische Gutachter und damit zusammenhängend Täterschutz vor deutschen Gerichten hatte Alice Schwarzer interessante SAchen geschrieben.

  67. S. schreibt am :

    Hallo an euch alle.

    Den Antrag kann ich nicht alleine ausfüllen, weil ich zu blöde dazu bin. Einen Großteil der Fragen verstehe ich nämlich gar nicht. Und die Sachen, die ich verstehe, machen mich total fertig. Vor zwei Wochen wurde mir der Antrag zugeschickt, seitdem bin ich mit den Nerven am Ende, weil alles wieder hochkommt. Der Weiße Ring will mir nicht helfen, da ich von einem Tabuthema betroffen bin. War beim Arzt, weil ich psychisch am Ende bin. Der hat mich weggeschickt, weil er Vorbehalte gegenüber Depressionen hatte und mich für einen Ossi hielt.

    Keine Ahnung, was das für eine komische Welt ist, in der wir hier leben…

  68. heike04 schreibt am :

    Hallo zusammen,

    habe mal eine Frage, hat eigentlich schon irgendwer Hilfe aus dem Fonds bekommen? Ich habe den gleich im Mai 2013 gestellt mit Hilfe vom Weissen Ring. Aber ich habe bis heute nichts weiter als die Bearbeitungs Nr. erhalten. Ich möchte den Antrag gerne erweitern. Nur wenn es ehe nichts bringt, dann kann ich mir die Energie sparen.

    Wäre liebt, ich würde etwas erfahren.

    Beim OEG-Antrag habe ich nun Anfang März einen Gutachtertermin. Der LVR will meinen Gesundheitszustand überprüfen, wegen angeblich unterschiedlichen Aussagen in den Unterlagen…na denn!

    Was geschieht, wenn der Gutachtertermin gemacht ist. Wer weiss wie es weiter geht? Auch da wäre ich froh etwas zu erfahren.

    Ganz lieben Dank
    heike 04

  69. Wilma schreibt am :

    @heike 04
    Ich habe nach einer Reihe von Telefonaten beim Fonds Einiges herausfinden können. Sie haben momentan gerade mal den Mai bearbeitet, d.h. drei Clearingausschüsse haben in neun Monaten erst 90 Anträge bearbeitet (durchschnittlicher Eingang), vielleicht sogar weniger. Wenn also jemand im Januar 2014 einen Antrag stellt, dann erhält er bei gleicher Bearbeitungsgeschwindigkeit und derselben Anzahl von Antragseingängen wie bisher im Januar 2020 eine Antwort. Die ersten Antragsteller sind dann schon tot. Für mich sieht das so aus, als wenn die Clearingausschussmitglieder sich einmal im Monat treffen, vier Anträge bearbeiten und dann sagen: „Tschüss, bis nächsten Monat“. Das ist ein Skandal! Wenn jemand aus dem Monate Mai noch keine Antwort bekommen hat, dann lässt das darauf schließen, dass der Antrag zurückgestellt wurde, weil irgendwelche Unklarheiten aufgetreten sind. Bei mir war das so. Ich habe meinen Antrag Anfang Juni gestellt. Unglücklicherweise habe ich mehrere Täter angegeben. Fam. MB,+ 2 Insitutionen. Jetzt streiten sich die Juristen, unter welcher Rubrik das geführt werden soll. Ich bin froh, wenn ich diese ganz Prozedur hinter mir habe. Noch mal mache ich das ganz bestimmt nicht.

  70. Uwe Werner schreibt am :

    @heike Beim OEG-Antrag ist es gängige Praxis vom LVR einen Psychiater als Gutachter abschliessend hinzu zu ziehen. Eigentlich ist er in ordnung.
    Sprech von Dir aus alles an, was Dir wichtig ist und womit Du aus heutiger Sicht noch gesundheitlich zu kämpfen hast. Bzgl. Hilfsfond liegt das Problem bei der BAFzA in Köln, welche die Anträge auf Schlüssigkeit prüfen. Die Anlaufstellen erhalten permanent neue Mitteilungen über Auflagen vom Lenkungsausschuss, damit sind sie oft selber überfordert. Eine gewisse Taktik kann man da wohl hinter vermuten. Oft hilft aber, wenn man andere z.B. örtliche Vertreter aus Politik oder Kirche dort nachfragen lässt und sie somit etwas genervt Deine Akte heranziehen. Wir haben zwar alle keine Rechtsmittel gegen den Fond, aber sich beschweren, so oft wie es geht, sollte man tun. Denn die Zeit spielt gegen uns und denen in die Hände. Viel Glück!!!

  71. Uwe Werner schreibt am :

    Es ist nicht richtig, wenn die Anlaufstelle Berlin behauptet, das ein OEG-Antrag Vorrang hat, vor einem Antrag an den Hilfsfond. Das ist definitiv nicht so. Beide Anträge können unabhängig gestellt werden!!! Auch darf OEG mit keiner anderen Sozial-u.Grundleistung angerechnet werden. Die Anlaufstelle Berlin erhält sogar höhere Beträge zur freien Verfügung, was andere Anlaufstellen nicht bekommen. Auch sollte man wissen, das bis 1.000 Euro über das sogenannte vereinfachte Verfahren sofort ausgezahlt werden dürfen, ohne dafür Belege vorlegen zu müssen. Gleichzeitig auch 250 Euro als einmalige Aufwandsentschädigung, egal ob der Antrag bewilligt wird. Viel Glück

  72. Karsten Rydzy schreibt am :

    An alle Mitglieder im (Grossraum)Berlin u.Dahme Spreekreis!
    Ich bin erschüttert über das Ausmaß von Schwierigkeiten u.neuen Elends durch die Vielfalt unötig hoher amtlicher Hürden bei Euern Bemühungen,Zugang zu angemessener Behandlung oder zum Fonds zu erhalten.
    1.Es muss eine Selbstverständlichkeit werden(so wie bei jedem PT Antrag längst üblich)Anträge an den Fonds in anonymisierter Form zu stellen, für deren Hilfestellung bei Eröffnung der Antwort (schlimmstenfalls des „Fehlurteils)und Zuordnung eine einzige Vertrauensperson in der Region legitimiert wird.
    2.Gerade für ältere,die schwer und chronisch krank sind ist eine Reihe von Praxen zu suchen,die sich dazu verpflichten,eine angemessene Zahl für Erstgepräche ohne Wartezeiten von mehr als 4 Wochen freizuhalten-wie für leichtkranke Privatvers.längst überall üblich.
    3.Die von mir im letzten Jahr angeregte Gründung einer weiteren Regionalgruppe Berlin/Brandenburg (auch zwecks Entwicklung besseren Gruppendrucks und Austauschs zur Vermeidung weiteren Machtmißbrauchs durch Institutionen in der Region)wurde vom Vorstand leider bisher nicht aufgegriffen,obgleich ich längerfristig schon für Nov.13 Trefftermine u.Ort vorgehalten habe.Schade!
    Ich bin ein Betroffener,der seit Jahrzehnten schon keine Hilfe mehr brauchte,sondern beruflich geben konnte als Kassen -Facharzt u.Schwerpunkttherapeut für Opfer verschiedener Art.
    Nun als „junger“ Rentner darf ich nur noch privat behandeln odef den Netzwerk-Betroffenen anderweitig helfen-z.B.durch 3-4xjährliche regionale Treffen,die ich hiermit nochmals anbiete.
    Dem Vorstand ist es hiermit freigestellt,jedem (regionalem)Interessenten meine Handynummer mitzuteilen.
    Zu meinem ethischen Selbstverständnis gehört es weiterhin,möglichst vielen (Macht)Mißbrauchsopfer zu ihrem legalen Recht zu verhelfen-allerdingst nicht mehr wie früher vereinzelt,sondern in einem starken und offensivem Gruppenverbund.
    Nach 10 interessierten Anfragen u.Treffzusagen organisiere ich uns gerne eine „Gründungssitzung 2014“.
    Alle mail-anfragen bitte mit Rückrufnummer-ich habe eigentlich kaum“tippen“gelernt u.arbeite z.Zt.ohne jedes Sekretariat-schaffe es auch leider zu selten,wenigsten die wichtigsten Schreiben u.Kommentare rechtzeitig zu lesen.
    Nun lasst uns zukünftig mehr auf gemeinsame Kraft und weniger auf Himmelsglück und einzelne „Vorkämpfer“bauen-jedenfalls überall dort,wo sich starke regionale Gruppen bilden.
    Wir können unserm Vorstand so wohl auch seine harte Arbeit erleichtern.

  73. Karsten schreibt am :

    Kein traumatisierter Mensch darf aus guten Gründen lt.Psychotherapierichtlinien gezwungen werden,seinen Antrag auf Therapie u.hier eben auch Entschädigung ohne den Vertrauensschutz d.Anonymisierung ALLEIN zu stellen,dies ist Aufgabe eines zugelassenen Richtlinientherapeuten und MUSS von der Krankenkasse bezahlt werden.
    Die Regelung des Fonds zur“ungeschützten Offenlegung intimster Daten Grundrechte des Persönlichkeitsschutzes!
    Ich empfehle baldige Sammelklage des Vereins-leider hilft dies ohne entspr.Pressekampagnen oft erst nach Jahrzehnten-siehe Irland.
    Wo bleiben aber längst überfällige Klagen wegen „Strafvereitelung im Amt“ gegen Kirchen-u.Behördenamtsleiter“wegen nachweislicher Vertuschung und Behinderung der Verfolgung von Straftätern.
    Weshalb akzeptieren wir fast klaglos,daß kanonisches Kirchenrecht Staatsrecht bricht!
    Jede simple Versetzung eines verdächtigen
    „Geistlichen“,Erziehers oder Lehrers ohne Einleitung eines Ermittlungsverfahrens erfüllt diesen STRAFTATBESTAND,der aber allzurasch verjährt.
    Also aufpassen-lieber eine (Internet)anzeige zu früh als zu spät .
    Auch „ewige“Bearbeitungszeiten von Anträgen können eine Strafvereitelung sein,wenn begründet wird, daß
    ein Betroffener erst nach Therapie und Entschädigung fähig wird als Kläger an die Öffentlichkeit zu treten und im Antrag das ENDE DER VERJÄHRUNGSFRIST genannt ist.
    Ihr könnt das von jedem Vertragstherapeuten einfordern u.a.Anträge an den Fonds (mit ähnlichem Inhalt wie PT Antrag)ANONYMISIEREN lassen,bis ihm bzw.euch eine Entscheidung vorliegt.
    Also fasst Mut und werdet offensiver!
    Für Leute aus Berlin-Süd und Dahme-Spree-Kreis bin ich gern im Einzelfall nach Handyanruf auch mal behilflich (als n.a./PT-„Rentner“). Meine Nummer kennt der Vorstand.

  74. heike04 schreibt am :

    @Uwe Werner

    ich habe deine Nachricht gelesen. Du bist also der Meinung, das dieses psychiatrisch-psychologische Gutachten der Hinweis ist, das sich das Verfahren dem Ende neigt? Das wäre echt gut. Ich kann nämlich nicht mehr. Bei mir sind drei von einander getrennte Ereignisse bzw. Zeiträume zu betrachten. Ich habe mehrere Klinikaufenthalte hinter mir, die mir aber nichts gebracht haben. Diagnose: chronische komplexe partielle PTBS mit div. Nebenerkrankungen: Mein GdB ist momentan bei 70 und ich strebe eine Erhöhung an. Alles in allem wird sich an dem Krankheitsbild nicht mehr viel verändern, ausser es geht bergab. Die Therapeuten meinen alle, man sollte das kompl. Trauma nicht öffnen, weil die Gefahr besteht, das es dann noch schwieriger wird. Ich kann nichts dazu sagen. Wenn es keine versucht, kann ich auch nichts machen.

    Den Fond werde ich nächste Woche mal anrufen. Da ich sehr starke Schmerzen haben, die von den Nerven kommen bin ich in einer Schmerztherapie. Die erste habe ich fluchtartig abgebrochen, da ich nur noch Infusionen, Tabl. Tropfen etc. bekam und zu guter letzt noch psychiatrische Medikamente nehmen sollte, die abhängig machen…nö, lass mal. Wärme tut mir sehr gut. Deshalb möchte ich eine Wärmekabine oder Sauna beantragen. Ich weiss, das klingt vermessen, aber für mich wäre es eine Chance und eine Hilfe. Denn nach einer Wärmebehandlung fühle ich mich körperlch entspannt und wohler.

    Ich drücke hier allen ganz fest die Daumen und lasst euch nicht unterkriegen.

    Liebe Grüsse
    heike04

  75. Sandy schreibt am :

    Hallo ihr Lieben!

    Im Februar habe ich mich mit einem Mitarbeiter des Weißen Rings getroffen, um mit ihm gemeinsam den Antrag durchzugehen. Erst war ich ihm sehr dankbar dafür, dass er sich die Zeit für mich genommen hat. Im Nachhinein ist mir allerdings klar geworden, dass mir dieses Gespräch mehr geschadet als genützt hat! Der Mitarbeiter war nämlich äußerst aufdringlich und hat mir viele persönliche Fragen gestellt. Drei Stunden saßen wir da und er hat versucht, meine komplette Lebensgeschichte aus mir herauszuquetschen. Da ich durch die intimen Fragen des Antrags noch vollkommen unter Schock stand, ist mir gar nicht bewusst geworden, wie sehr mich sein ständiges Nachbohren belastet hat.
    Mittlerweile weiß ich aber, dass sowohl der Antrag selbst als auch das Gespräch mit dem Weißen Ring ein erneutes Trauma bei mir ausgelöst haben…

    Alles Gute Euch allen und VIEL KRAFT beim Kämpfen !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  76. Sandy schreibt am :

    Nachtrag:

    Hallo, wollte noch etwas dazu sagen…
    Als ich mit dem Mitarbeiter vom WR zusammensaß, hat er mich aufgefordert, ihm den ausgefüllten Antrag (die ersten 8,5 Seiten sollte ich ja alleine ausfüllen) zu geben. Er meinte, er wolle nur kurz schauen, ob ich auch jede Frage beantwortet hätte und sich nichts näher anschauen. Dann fing er plötzlich an, sich jedes einzelne Wort, das ich geschrieben hatte, durchzulesen und mir Fragen, besonders zu den Spätfolgen, zu stellen… Er hat auch alles kommentiert. Beispielsweise habe ich als Folge des MB angegeben, dass ich meine Weiblichkeit komplett ablehne. ER meinte, das stimme nicht; ich sähe weiblich aus und sei weiblich gekleidet. Nun, ich habe kurze Haare und trug an dem Tag ein T-Shirt aus der Herrenabteilung. Scheinbar weiß er besser über mein Innenleben Bescheid als ich…
    Leider war ich irgendwie absolut nicht in der Lage, ihm zu sagen, wie sehr mich sein Verhalten stört. Es war mir alles nur entsetzlich peinlich…

    Sorry, dass ich soviel schreibe. Wollte das alles einfach nur einmal loswerden, weil ich diesen Typen so unverschämt fand…

  77. Homer schreibt am :

    Liebe Mitbetroffene,
    Bitte beginnt an Euch selbst zu glauben! Viel durchgemachtes Leid gibt viel Kraft. Glaubt nicht an die falschen Versprechungen von Geld (Hilfsorganisationen) und das Gerede von sogenannten Therapeuten.

    Helft Euch selbst!

    Viel Erfolg und Kopf hoch!

    Gruss Euer Homer!

  78. hildegard schreibt am :

    Täter brachten uns ihr „Du sollst nicht merken“ so nachhaltig bei, dass wir oft genug die Übergriffe solcher Gutmenschen viel zu spät oder gar nicht wahrnehmen …
    Der ‚Schalter‘ zwischen unguten, peinlichen Gefühlen und angemessener Reaktion klemmt immer wieder, wenn solche Unverschämtheiten uns treffen, uns retraumatisieren und uns in die ursächliche Starre versetzen.
    Diesen Schaltdefekt dürfen wir uns nicht länger selbst anlasten. Wir sind stark genug gewesen, „es“ überlebt zu haben, was [wie vielen???!!!] anderen Betroffenen nicht gelang …

  79. Gina schreibt am :

    Oh, Sandy,

    so eine verdammte Scheiße! Was für ein übler Typ. Was für ein Leisetreter. Das ist ein Täter.

    In Solidarität
    Gina

  80. Homer schreibt am :

    @ Hildegard

    Wer sind Sie, Hildegard, … !?

    Sehr gut formuliert…. sehr gut interpretiert…!
    Was bindet uns an die Täter… was löst uns von Diesen..!?

    Gruss Homer

  81. Saskia schreibt am :

    @ Hildegard…..
    ja wir haben überlebt….

    Trotz Allem,das macht und stark??!!!, und wir können stolz sein….

  82. hildegard schreibt am :

    … eine Mitbetroffene dankt! Letztlich ist es die immer neue Entscheidung für ein Leben ohne zwanghafte Abhängigkeiten. Täter will Opfer. Taten wollen zerstören.
    Gäbe es nicht unsere je eigenen Lösungs-Wege – uns gäbe es nicht mehr …

    Uns gibt es, und das ist gut so.
    Bleiben wir wachsam!

  83. Sandy schreibt am :

    Liebe Gina!

    Vielen Dank für deine netten Worte und deine Solidarität. Es tut sehr gut, das zu lesen.

    Schöne Grüße

    Sandy

  84. Gina schreibt am :

    Hallo Sandy,

    ich bin so erleichtert, dass dich meine Worte erreichen konnten. Dass du wieder zu dir findest, ist das Allerwichtigste!

    Alles Gute
    Gina

  85. Ingo schreibt am :

    Wie wir heute erfahren haben, hat der Fond seine Leistungslinien erweitert, so können jetzt auch Leistungen im Bereich der Psychotherapie beantragt werden, wenn der/die Therapeut/in auch nicht approbiert ist, aber eine entsprechende Qualifikation nachweisen kann.
    Aus der Erfahrung wissen wir das gerade im Bereich einer Diagnose DIS (300.14 nach DSM-IV, bzw. F44.81 nach ICD 10) dies wichtig sein kann, da gerade Mitarbeiterinnen von Fachberatungsstellen oftmals nur nach HPG abrechen, aber dennoch die entsprechende Qualifikation und Fortbildungen gaben, da etablierte Psychotherapeuten Traumafolgen nach sexualisierter Gewalt in der Kindheit nicht im Studiengang belegen mussten, bzw. zum Zeitpunkt der Studiums dies „noch kein Thema war“

    So heisst es im Original:[…]
    In seiner Sitzung vom 13.02.2014 hat der Lenkungsausschuss des Fonds Sexueller
    Missbrauch im familiären Bereich jedoch nunmehr eine Änderung der Leistungsleitlinien
    hinsichtlich des Approbationserfordernisses für Psychotherapien dergestalt beschlossen, dass
    in begründeten Einzelfällen auch ohne Approbation des oder der Therapeut/in die
    Kostenübernahme für eine Psychotherapie bewilligt werden kann. Dies kann dann der Fall
    sein, wenn sich aus den besonderen Umstanden des konkreten Falls ergibt, dass der oder die
    Therapeutin über eine der Approbation vergleichbare Qualifikation zur Erbringung der
    konkrete psychotherapeutische Leistung verfügt.[…]

    Das bedeutet auch im Umkehrschluss, dass alle Antragssteller/Innen die zu diesen Leistungen einen Ablehnungsbescheid erhalten haben einen Neuantrag stellen (Widerspruch ist durch die Umwandlung in Bundesvermögen nicht möglich). Dies kann aber einfach gestaltet werden, da man sich auf seiner Erstantrag beziehen kann (ist unter der Anonymisierungsnummer gespeichert) und dann, mit entsprechenden Nachweisen des/der Therapeut/in einen Neuantrag stellt (ohne nochmals die 14 Seiten ausfüllen zu müssen)

    Mit freundlichen Grüßen

    Ingo Fock
    1. Vorsitzender
    gegen missbrauch e.v.

  86. Karsten schreibt am :

    Gute Nachricht von Ingo Fock zu einer wichtigen (längst überfälligen)Änderung der Fondsrichtlinien.
    Bin selbst Netzwerk B Mitglied,seit Jahrzehnten als approbierter Schwerpunktpsychotherapeut,Gutachter etc.“kassenzugelassen“ in Hessen tätig gewesen,auch für Folter und Mißbrauchsopfer.
    Meine jetzige Region (Berlin/Köpenick u.Dahme/Spree Kreis) gilt als ärztlich und psychotherapeutisch „überversorgt“,wenngleich für gesetzl.Versicherte PT- Wartezeiten über 6 Monate die Regel sind,für alle,insbesondere derart Betroffene unzumutbar lang!
    Immerhin akzeptieren fast ein Drittel d.gesetzlichen Kassen (im Einzel-u.Eilfall)Abrechnung im „Kostenerstattungsverfahren“,wenn ein Therapeut ohne Kassenzulassung,aber mit Fachkunde u.Approbationsnachweis!,die gesuchte Hilfe/therapie anbietet.
    Die mühselige,zeitaufwendige und teils immer noch entwürdigende Fondsantragsprozedur kann dann aus der Sicherheit und Schweigeschutzzone,sowie dem Rückhalt einer schon gefestigten Therapiebeziehung heraus organisiert werden.
    Auch die Verunsicherung und neue Traumatisierung durch den“einsamen Kampf mit dem Fragebogen“wird Therapiefeld gemildert.
    Schließlich muß jeder „Richtlinientherapeut“sein Therapiekonzept ohnehin prinzipiell einem Obergutachter(ohne Patientennamen) vorstellen,warum nicht (zunächst)auch anonymisiert dem Fonds,sodaß auch dort nur EINER(außer dem Therapeuten) mit spezieller Schweigepflicht Namen und Begründungstext verknüpfen kann.
    Schließlich darf oft erst am Ende einer erfolgreichen Therapie erwartet werden,daß vom Täter verursachte Ängste und falsche Scham vor der (Experten)Öffentlichkeit überwindbar sind-erst dann kann neuer Mißbrauch z.B.durch Voyerimus sogenannter Experten erkannt und bekämpft werden.
    Wünsche mir und biete gern Gelegenheit zu weitrem(auch fachlichem)dialog.

  87. helga04 schreibt am :

    Dieses ganze hin und her mit dem Fond ist doch nur noch lächerlich. Wer in einer entsprechend brenzligen Situation ist schon in der Lage hier Anträge zu stellen und sich Therapeuten zu suchen und die zu bitten und zu beknien. Wer das alles kann, der benötigt keine Therapie, dem gebührt ein Orden. Wo sind die Menschen, die nicht nur den Antrag mit einem stellen, sondern auch die Rechte aus dem Antrag für einen erstreiten? Das alles ist doch einfach ungerecht und wahrscheinlich so gewollt.

    Ich hatte einen Gutachtertermin. Leider sind wir mit der ersten Stunde nicht hingekommen und ich musste ein zweites Mal antreten. Bin gespannt was da raus kommt. Habe mir abgewöhnt Vorschusslorbeeren zu vergeben. Bei mir geht es um drei unterschiedliche Zeiträume und Tatzusammenhänge. Die beiden ersten waren vor 1976 und wurden anerkannt und begutachtet. Da würde dann die Härtefallregelung greifen. Der dritte Zeitraum wurde nicht beachtet und nicht bearbeitet. Denn hierfür müsste das OEG in vollem Umfange herhalten. Ein Schelm der böses dabei denkt. Obwohl mein Rechtsanwalt schon letztes Jahr die Eingabe gemacht hat, das eben dieser Zeitraum dazugehört…..wurde der Gutachtentermin nur für die beiden ersten Zeiträume genutzt.

    Wahrscheinlich wird jetzt noch versucht werden, den dritten Zeitraum als s.g. Nachschaden zu betitteln und damit den GdS runter zu drücken.

    Bin echt mal gespannt.

    Ich kann hier immer nur allen raten, lasst euch nix gefallen. Sucht Rechtsanwälte auf und klagt und schreibt und immer wieder. Alles ist nur drauf ausgelegt, so umständlich zu sein, das es kaum jemand erreichen kann.

    Traurig aber wahr…..so geht dieser Staat mit seinen Opfern um.

    Wünsche Euch sehr viel Kraft.

    Heike04

  88. Hubert schreibt am :

    offensichtlich müssten Betroffene erst einen Batchelor-Studiumgang absolvieren in Sachen Antragstellungsverfahren zu gesetzlich geregelten Entschädigungsleistungen, damit so ein Antrag auch durchkommt.
    Es war zu vermuten, daß die Bewertungskriterien bei derartigen Anträgen diverse Fallstricke beinhalten.
    Aber ok, man kann nun immerhin sagen, daß es endlich einen solchen Hilfsfonds gibt, und jetzt für Betroffene hinreichend gesorgt ist – theoretisch zumindest.
    Damit soll wohl nun endgültig die Angelegenheit abgehakt sein. Oder??
    Den vielen zutreffenden Kommentaren ist zu entnehmen, daß Betroffene die Intention der Regelung sehr wohl verstanden haben.

  89. Windmühle schreibt am :

    Hallo zusammen,
    ich kann es immer noch nicht glauben, mein Antrag (sexueller Missbrauch Fond, Berlin) ist durch, ich bekomme die Therapiestunden bezahlt und dies gleich für zwei Jahre. Das Warten hat sich am Ende gelohnt.

    Ich wünsche euch allen auch die nötige Geduld, mögen eure Anträge auch bewilligt werden.

  90. Inel schreibt am :

    Hallo,
    ich warte seit 8 Monaten auf eine Entscheidung. Es vergeht nicht ein Tag, wo ich nicht auf eine Entscheidung hoffe und gleichzeitig mit der Angst zu tun bekomme, eine Ablehnung zu bekommen. Ich frage regelmäßig meinen Stand ab, ohne das sich etwas bewegt. Es treibt mich in die Verzweiflung. Wenn ich eine Ablehnung bekomme, ist das Wort Hoffnung für mich gestorben. Ich weiß dann nicht wie es weiter geht und wer mich auffangen kann (leider habe ich niemanden)…Ich wünsche mir, dass dieses Loch was sich dann öffnet, nicht so tief ist. Ich kenne die Bestimmungen nicht, nach welchen Kriterien das Entscheidungsteam entscheidet…vielleicht reicht das Geld einfach nicht für alle…aber ich hoffe unsere Regierung fängt irgendwann an, Dinge zu sehen und nicht mehr zu dulden…Denn ich Bemühe mich eine gute Staatsbürgerin zu sein. Bisher ist mir das gut gelungen…Ich gehe arbeiten und erziehe alleine ein Kind, bin nicht bei der Polizei bekannt und mache auch sonst nichts illegales…Die Familie wo ich rein geboren wurde, hat mir sehr weh getan…Ich habe mir mein Schicksal nicht ausgesucht…Alles was ich WILL, ist mein Kind zu schützen. Und dazu brauch ich rechtskräftige Hilfe und Unterstützung von Oben,…

  91. Saskia schreibt am :

    Hallo Inel…….

    Ich möchte Dir Mut machen,wir haben so unterschiedliche leidvolle Erfahrungen gemacht,und möchte nichts SCHÖN REDEN;
    Oft hat mich die Verzweiflung erdrückt.,wollte nicht mehr um mich und mein Kind kämpfen,aber die Liebe zu meinem Kind hat mich dann wieder getragen,
    ich wünsche Dir die Kraft ,weiter nach Vorne zu schauen,und nach einer Lösung zu suchen,
    ich habe hier in diesem Forum Anregungen und ein nicht AUFGEBEN FÜR MICH FINDEN KÖNNEN…..

  92. Ingo schreibt am :

    @Inel,

    zur Zeit begleiten und betreuen wir über 100 AntragstellerInnen beim FSM. Die 8 Monate erscheinen mir jetzt aber auch mehr als lang.
    Statt telefonisch nachzufragen würde ich dir empfehlen einmal schriftlich nachzufragen.
    Gerade am Anfang „krankte“ der FSM noch mehr als jetzt (Nein, auch jetzt ist im Sinne der Betroffenen noch wahrlich nicht alles rund).
    Meine Vermutung ist das es hier noch Rückfragen gab/gibt die dich nicht erreicht haben ( das passiert leider immer noch ganz oft), daher die schriftliche Nachfrage nach Antragsstand.
    Gerne kannst du dich auch an uns für etwaige Nachfragen und Unterstützung wenden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ingo Fock
    1. Vorsitzender

  93. Inel schreibt am :

    @Saskia: Danke für deine aufbauenden Worte. Ich werde alles dafür tun, dass es meinem Kind gut geht. Ich werde es weder alleine lassen ,noch spüren lassen, dass etwas nicht okay ist….auch wenn ich vielleicht heimlich unendlich viel weinen muss. Bis heute habe ich mein Leben ganz gut im Griff…nur jede enttäuschende Erfahrung lässt einen Menschen mehr in sich gehen…mehr Schutzschilder bauen…viel Kraft kosten. Irgendwann kapituliert ein Körper, weil der Geist zu schwer wird. Diese Verantwortung ist dem Entscheidungsteam vielleicht nicht immer bewusst, oder auch aus Not nicht annehmbar. Aber so tief das Loch auch sein könnte…nicht eins hat mich verschlungen.

    @Ingo: Danke auch für deine Antwort! Ich bin bisher nicht auf die Idee gekommen, eine schriftliche Anfrage zu machen. Vielleicht auch deshalb nicht, weil ich mir keine andere Antwort vorstellen hätte können, die ich über Telefon nicht auch bekomme. Ich werde dies aber nun tun, wenn mein Antrag im April nicht dem Entscheidungsteam vorgelegt wird. Danke für diesen Tipp. Ganz liebe Grüße und herzlichen Dank, Leni

  94. Kirsten schreibt am :

    @Inel
    Ich warte inzwischen ebenfalls 81/2 Monate. Unvorstellbar. Und mir geht es ähnlich. Ich habe mehrere schriftliche Anfragen gestellt, in der mir mitgeteilt wurde, dass eben einige Anträge mehrere Monate (speziell, wenn auch Institutionen beteiligt sind)dauern können. Ich empfinde das echt als Hohn und bin eben so entnervt. Mitarbeiter der Beratung können nicht mal den Stand abfragen. und ich habe mich ebenfalls gefragt,wie dort gewichtet wird.(Je schwieriger der Missbrauch, desto langwieriger die Bearbeitung)Es ist eigentlich eine erneute Demütigung der Opfer, diesem Antragsverfahren in der Form ausgesetzt zu sein.

  95. Ingo schreibt am :

    „…Ich habe mehrere schriftliche Anfragen gestellt, in der mir mitgeteilt wurde, dass eben einige Anträge mehrere Monate (speziell, wenn auch Institutionen beteiligt sind)dauern können….“

    Hallo Kirsten,

    ja das ist richtig. Der Grund hierfür ist das am Anfang keinerlei Institutionen an diesem Fond beteiligt waren und die Anträge lediglich gesammelt worden sind.
    Nun ist es ja so das Kath. und Ev. Kirche am diesem Fond beteilgt sind.
    Das bedeutet folgendes im Umkehrschluss: Die Entscheidungsstellen des Fonds geben eine Empfehlung !! über diese Anträge ab und leiten dann die Anträge an die entsprechende Institution weiter. Die finale Entscheidung findet dann dort statt.

    Dies ist lediglich eine Erklärung und spiegelt nicht unsere Meinung zu der Thematik wieder.

    Ingo Fock
    1. Vorsitzender

  96. Wilma schreibt am :

    Ich habe nach 9 1/2 Monaten einen Brief von der Geschäftsleitung bekommen, dass ich eine therapeutische Bescheinigung nachreichen soll. Diese´ganze Warterei ist für kranke Menschen unerträglich. Mitte Februar wurde der Antrag der Clearingstelle vorgelegt. Ende März bekam ich aber erst Nachricht von der Geschäftsleitung. Wo war der Antrag dann in den sechs Wochen dazwischen? Ich bekam die Nachricht, dass nur gezahlt wird, wenn der SM sicher ist. Was soll das denn jetzt heißen, wollen sie den etwa anzweifeln?

  97. Flora schreibt am :

    Hallo, weiß jemand, ob das Geld von der FSM beim Harz 4 angerechnet wird? Ich bin Aufstocker, da ich leider nicht soviel verdiene und habe eine Bewilligung von der Clearingstelle bekommen. Das Geld wird für meine beantragte Sachen gebraucht und kann von mir NICHT „just for fun“ ausgegeben werden. Jetzt habe ich Angst, dass die Arge mir das Geld anrechnet, dann stehe ich wieder mit meinem Problem alleine da. Ich bin so glücklich wegen der Bewilligung aber habe nun deshalb große Angst. Ich konnte leider nichts bei Google darüber finden. Es wäre ganz toll, wenn hier jemand Bescheid weiß. Vielen Dank!

  98. Gertrud Tammena schreibt am :

    @Flora:

    vielleicht erhält man hier dazu kompetente Auskunft:

    beratung [at] hilfetelefon-missbrauch.de

    (Online-Beratung der Stelle des Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung zu Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs)

  99. Gertrud Tammena schreibt am :

    P.S. @flora:
    auch der / die Bürgerbeauftragte für Soziale Angelegenheiten Deines Bundeslandes müsste dazu kompetent Auskunft geben können

  100. Hubert schreibt am :

    Wozu denn überhaupt ein Hilfefond?
    Hat es ein Gutachter denn nicht in der Hand,
    die gesundheitlichen Einschränkungen als
    angeborene Eigenschaft zu definieren?
    Wenn sich solche Trauma schwer beweisen lassen,
    so hätte er doch die Möglichkeit zu dieser Alternative oder?
    Und für angeborenes Leiden kommt die Opferentschädigung ja auch nicht auf, oder?
    Der finanzielle Spareffekt wäre dabei enorm.
    Aber ok, sowas machen diese Gutachter natürlich nicht. Es sind ja alles gewissenhafte ehrliche Menschen.
    Somit könnten Betroffene doch völlig unbesorgt sein.
    Danke, daß es dieses Opferentschädigungsgesetz so gibt.
    Und in Therapien haben Betroffenbe ja auch gelernt, positiv zu denken und zu bewerten.
    Friede, Freude, Eierkuchen …

  101. Claudia R. schreibt am :

    Guten Tag,
    ich erhielt im August 2014 den Bescheids vom Fonds in Berlin daß ich als Betroffene im familiären Bereich anerkannt bin.
    Ich habe endlose Anträge geschrieben und es wurden die meisten Antragspunkte abgelehnt.
    Aufgrund einer Härtefallsituation kann ich mir nicht einmal einen Kühlschrank und einen PC (Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft) leisten u. bin mit 70 % GdB schwerbehindert.Ich habe auch eine Mobilitätseinschränkung.
    Da ich in bitterer Armut durch meine fragmentierte Erwerbsbiographie und durch das schwere frühkindliche Trauma lebe, kann ich mir einen Umzug in eine barrierefreie Wohnung nicht leisten.
    Der Fonds hatte auch meinen Antrag auf Umzugskosten abgelehnt.
    Ich hatte auch einen Kleiderschrank beantragt, abgelehnt.
    Ich habe eine gigantische Akte, das Antragsverfahren ist retraumatisierend und belastend und an Bürokratie auch nicht mehr zu toppen.
    Nebenbei muß ich mir auch schikanöse Umgangsweisen vom Jobcenter gefallen lassen.
    Ähnlich kommt es mir auch bei dem Fonds vor.
    Die Opfer, die eh schon geschwächt und kraftlos sind, müssen bis zum Umfallen kämpfen um Dinge, die für andere selbstverständlich sind.
    Die KK zahlt in meinem Falle bis zum Lebensende eine Psychotherapie, so schwer bin ich traumatisiert.
    Auch wenn mir die Kraft fehlt, werde ich meine Anträge beim Verwaltungsgericht einklagen.
    Ich wünsche allen daß sie nicht aufgeben bei der Antragsstellung.

  102. Angela E. schreibt am :

    Das Menschen-verachtende-System des Gesetzgebers und seiner Staatlichen Institutionen wird hier deutlich! Zwang und Gewalt durch Nötigung und Existenz-Bedrohung verweigert die ERKLÄRUNG (SGB I), re-traumatisiert die Missbrauchs-Opfer zielführend! Das hat eine hohe Kriminelle-Energie immer dann wenn es um die Wegnahme von Rechtsgütern geht, wie es seit Einführung der Schröder-Agenda System ist, nachweislich.

    Wie gut das WIR DAS MERKEN!!

  103. Claudia R. schreibt am :

    hallo Ihr Lieben,
    ich bins nochmal, ich habe beschlossen meinen Antrag beim Fonds ad acta zu legen, so erschöpft bin ich von der belastenden Bürokratie, den Endlosschreiben zw. mir u. dem Fonds u. jedes Mal löst die Sache traumatische Gefühle bei mir aus.
    Es wurde bei mir kaum etwas bewilligt u. ich bin mehr als enttäuscht.
    Ich kann jedem nur abraten, einen Antrag zu stellen, wenn er nicht die Mittel hat, für Dinge oder Dienstleistungen in Vorleistung zu gehen.
    Das Antragsprocedere ist so belastend u. ich bin jetzt nach 3/4 Jahr völlig fertig davon.
    Ich wünsche aber allen viel Glück,die einen Antrag gestellt haben, daß sie beim Fonds etwas erreichen können.

  104. Kirsten schreibt am :

    @Claudia
    Ich habe nach 22 Monaten unendlicher Verzweiflung wegen des Fonds, vielen Schreiben und Nachfragen, endlich einen Bescheid bekommen.
    Das Procedere fand ich schrecklich und habe zwischenzeitlich auch gedacht, dass ich nie wieder diesen Antrag stellen würde, aber fast alles ist nun doch genehmigt geworden. Aber ich habe mich irgendwann an einen völlig anderen Bearbeiter gewandt, dem ich mein Unverständnis über diese unglaubliche Vorgehensweise erklärt hatte. Und dann lief es schnell und gut.
    Doch es ist einfach unglaublich, wie auch hier ehemalige Betroffene wieder zu Verlierern des Systems gemacht werden und in Gremien entschieden wird, was gebraucht und notwendig fürs Überleben ist.
    Während sich die Opfer in unzähligen Behörden mit unzumutbaren Antragsverfahren immer wieder demütigen lassen müssen, wird die Lobby der Täter stärker.

  105. Claudia R. schreibt am :

    Hallo,
    ich muß meine desaströse Biographie permanent erzählen, dazu werde ich wg. des leidigen BFA-Rentenverfahrens regelmäßig von Gutachtern genötigt.
    Ich habe 90 Seiten Anträge für den Fonds geschrieben, endlos u. die wollten immer neue Argumente u. neue Unterlagen.
    Die überbordende Burokratie ist zermürbend u. selbst kl. Hilsmittel wie orthopäd. Spezialeinlagen, wurden abgelehnt.
    Für die meisten Betroffenen ist der Antrag eine Zumutung u. ich habe den Eindruck er dient eher der Abschreckung.

  106. Gast schreibt am :

    Nachdem die gesamte Krankengeschichte ausgebreitet wurde, was schon demütigend und kräftezehrend genug war, teilweise auch retraumatisierend steht man als ehemaliges Gewaltopfer wieder vor einer gesellschaftlichen Institution als Bettler. Das Problem ist, dass zunächst die Kosten selbst bezahlt werden müssen und es ist nie sicher, ob der Antrag oder Folgeantrag auch genehmigt wird, selbst wenn der erste Antrag anerkannt wurde. Eine permanente Unsicherheit und das für Monate, in denen bereits wieder neue Kosten anfallen. Für die laufenden Kosten musste ich mir Geld leihen, d. h. wer kein Geld hat kann auch keins bekommen. Hier spiegelt diese Gesellschaft ihre allgemeine Funktionsweise.

  107. Claudia R. schreibt am :

    Hallo,
    nachdem ich nach 1 Jahr eine sehr umfangreiche Hin-und Herschreiberei mit dem Fonds hatte und die meisten Antragspunkte abgelehnt wurde (Bescheide gibt es genügend vom Fonds), habe ich die Sache meinem Anwalt übergeben, der jetzt Klage vor dem Verwaltungsgericht Berlin einlegen wird.
    Ich bin zutiefst verbittert das der Fonds mit ansieht wie ich weiter als SGB- II-Empfängerin, bald voll erwerbsgemindert, weiter in die Armut rutschen läßt.
    Nach einem umfangreichen Schriftwechsel wurde sogar mein Antrag auf einen Kühlschrank abgelehnt.Das beschämt mich zutiefst.
    So bin ich nicht nur den schikanösen Vorgehensweisen vom Jobcenter ausgesetzt, sondern auch der Retraumatisierung durch die vielen Anträge beim Fonds, die fast alle abgelehnt wurden.
    Wenn man ohnehin als Betroffene im familiären Bereich anerkannt ist, warum erhält man dann nicht ein Schmerzensgeld vom Fonds in Form eines pauschalen Geldbetrags, wovon die Betroffenen Sachleistungen kaufen können oder die entsprechenden Therapien bezahlen kann?
    Ich verstehe es nicht.

  108. Fr. R. schreibt am :

    Hallo,
    fast alle meiner Anträge beim Fonds wurden abgelehnt, mit der Begründung die Armut resultiere nicht aus dem früheren Kindheitstrauma her.
    Ich bin zutiefst gedemütigt.
    Das ist noch schlimmer als bei anderen Sozialleistungsträgern

  109. Savina schreibt am :

    Wenn ich hier auf NetzwerkB schreibe, dann tue ich dies auch immer mit dem Gedanken, dass Nicht-Betroffene sich auf dieser Seite netzwerkB über die Situation von Betroffenen informieren möchten (Aber vielleicht ist dies auch eine Illusion.) .Deswegen möchte ich hier mit diesem Text einmal in so übersichtlicher Form wie möglich weitere Gedanken, die ich zum „Fonds sexueller Missbrauch“ habe, nieder schreiben.:
    In Deutschland leben rund 8 Millionen erwachsenne, traumatisierte Menschen .http://www.uniklinik-ulm.de/service/presse/presseinformationen/archiv/pressemeldung/article/12107/traumafolgen.html
    Auf der Suche nach einer Stiftung für erwachsene, traumatisierte Menschen, die ein Leben lang unter den Folgen der Traumata leiden http://www.traumhaus-bielefeld.de/wp-content/uploads/Luise-Reddemann-Trauma-und-W%C3%BCrde-2009.pdf und mitunter höchst eingeschränkt, bis hin zur Arbeitsunfähigkeit, ihr Leben führen müssen, infolge von posttraumatischen Belastungsstörungen http://www.traumhaus-bielefeld.de/traumatherapie/vortrage-texte oder auf der psychsomatischen Ebene, infolge von z.B. einer Krebserkrankung, fand ich bisher keine einzige Stiftung für traumatisierte Erwachsene, die mit Traumafolgeschäden leben müssen. Für an Krebs Erkrankte z.B. gibt es eine Stiftung, und für so viele andere Erkrankungen auch, aber keine einzige für diejenigen, die mit posttraumatischen Belastungsstörungen (Trauma-Folge-Schäden) gezwungenermaßen leben müssen….

    Nun wurde, als Antwort auf die im Jahre 2010 ins Leben gerufene Kampagne „Schweigen schützt die Täter“, der „Fonds sexueller Mißbrauch“ eingerichtet. Der Kampagne „Schweigen schützt die Täter“ folgte ein Abschlußbericht von 302 Seiten.
    http://www.dgfpi.de/tl_files/pdf/medien/2011-06-15_Abschlussbericht_UBSKM.pdf
    Der FSM (Fonds sexueller Mißbrauch) war dann die Antwort auf die Erkenntnisse, zu denen man durch die Anrufe der Betroffenen während dieser Kampagne gelangt war (siehe eben dieser Abschlussbericht).
    Ich gehörte zu den Anrufern/Anruferinnen….
    Nun hat sich aber die wie folgt beschriebene Realität für die Betroffenen ergeben.:http://www.gegen-missbrauch.de/fileadmin/user_upload/Presse/2015306_OBSchwesig.pdf – !. offener Brief an Manuela Schwesig , vom 30.Juni 2015, betreff Fonds Sexueller Missbrauch: Schnelle und unbürokratische Hilfe sieht anders aus ; ein zweiter Brief folgte dann http://www.gegen-missbrauch.de/fileadmin/user_upload/Presse/Schwesig_fsm_II.pdf, vom 27.August 2015,
    betreff Fonds Sexueller Missbrauch: Betroffene brauchen schnellere Hilfen
    Der nun aktuelle „Stand der Dinge“ wird hier in diesem Text , vom 21.01.2016, sehr gut beschrieben.: http://www.gegen-missbrauch.de/news/artikel/rueckschritte-statt-fortschritte.html
    ——————————————————————————————————————-
    Zum bisherigen „Stand der finanziellen Umsetzung“ des FSM (Fonds sexueller Missbrauch)kann man folgenden Zwischen – Bericht (Der Fond wurde ja nur vorgesehen für den Zeitraum 01.Mai 2013 bis zum 30.April 2016, also für nur 3 Jahre.) auf http://www.fonds-mißbrauch.de finden:
    http://www.fonds-missbrauch.de/fileadmin/content/Jahresbericht_des_FSM_2013-2014.pdf
    Ab der Seite 12 dieses 16 – seitigen Berichts wird darüber Auskunft erteilt wie der FSM sein Vorhaben, den Betroffenen eine Unterstützung und Hilfe sein zu wollen, in der Zeit von Mai 2013 bis Dezember 2014 umgesetzt hat.

    Nun begann ich zu rechnen und aufgrund der dort vorgefundenen Angaben ergab sich für mich folgender Rechnungsweg.:
    In den Fond hatte die Bundesregierung 50 Millionen EUR eingezahlt, der Freistaat Bayern dann 7,61 Millionen EUR, und das Bundesland Mecklenburg-vorpommern 1,03 Millionen EUR. Das macht zusammen: 58,640 Millionen EUR. Davon müssen 10 % an Verwaltungskosten, dann also 5,864 Millionen EUR, sowie 10.100 EUR für Gelder, die an Beratungsstellen flossen (für deren, den Betroffenen zur Verfügung gestellten, Hilfeleistungen bei der Antragsstellung).
    Addiere ich die Verwaltungskosten, von 5,864 Millionen EUR zu dem Geld, welches an die Beratungsstellen floss, hinzu, ergibt sich die Rechenaufgabe von.: 5,864 Millionen EUR (5.864.000,- EUR- Verwaltungskosten) plus 10.100,- EUR (der an die Beratungsstellen gezahlte Betrag). Das ergibt: 5.874.100,-EUR. Diese Summe muss ich abziehen von dem in den Fonds eingezahlten Geldbetrag von insgesamt 58,64 MIllionen EUR. Das hat zur Folge, dass für die Betroffenen direkt dann also die im Fonds verbleibenden 52,766 Millionen EUR angedacht wurden. Bis Dezember 2014 wurden laut Bericht davon dann 663.436,81 EUR bereits ausgezahlt und für bereits positiv besschiedene Anträge dann 3.531.061.40 EUR als „gebundene Haushaltsmittel“ sicher gestellt. Daraus ergibt sich die Rechenaufgabe von.: 663.436,81 EUR plus 3.531.061,40 EUR. Das ergibt dann eine Summe von 4.194.498,21 EUR.
    Der Zwischenbericht hat also ergeben, dass im Zeitraum von Mai 2013 bis Dezember 2014 von den im Fonds befindlichen 58,640 Millonen EUR, und den davon direkt für die Betroffenen angedachten 52,766 Millionen EUR, dann 4.194.498,21 EUR für die Betroffenen eingesetzt worden sind.

    Nun gehe ich der Frage nach.: Welcher Prozentangabe entspricht die Summe von 4.194.490,21 EUR, die im Zeitraum von Mai 2013 bis Dezember 2014, in einer Zeitspanne von 20! Monaten, für die Betroffenen eingesetzt worden ist ?
    Mein Ergebnis resultiert aus folgender Rechenaufgabe.:
    52,766 Millionen entsprechen 100 Prozent und 4,1945 Millionen entsprechen x %.
    Auf die Prozentangabe X komme ich dann durch folgende Berechnung.:x ist gleich 4,1945 multipliziert mit 100, und dann geteilt durch 52,766. Das macht. 419,45 geteilt durch 52,766. Das Ergebnis ist die Zahl: 7,94925
    Ich komme also zu folgendem Ergebnis.:
    In der Zeitspanne von 20 Monaten flossen vom gesamten Geldbetrag (52,766Millionen EUR), der direkt für die Betroffenen gedacht war, aus dem Fonds nur !!! 7,95 % , nämlich nur 4,195 Millionen EUR zu den Betroffenen.

    Nun besteht ja noch Hoffnung. Der Fonds läuft noch bis zum 30.April 2016, also noch, ab heute dem 17.02.2016, 12 Tage im Februar, 31 Tage im März und 30 Tage im April. Also noch insgesamt 73 Tage. Danach dann wird es einen weiteren Bericht geben müssen, der dann Auskunft gibt über die letztendlich, tat-sächlich für die Betroffenen ausgegebenen/ gezahlten Gelder. Ich bin jetzt schon sehr gespannt auf die Prozentangabe.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt….
    ..

  110. Savina schreibt am :

    Den Text zu den Berechnungen schrieb ich bereits am 17.02.2016 und habe ihn aber erst am 01.03.2016 an netzwerkb gesendet.

  111. klaraklara schreibt am :

    es ist halt auch so eng definiert, für was die Gelder aus dem Fonds eingesetzt werden – immer nur (und auch das nur unter bestimmten Bedingungen) für medizinische oder psychotherapeutische Hilfe oder Rehabilitation im Arbeitsleben. Ich kenne Betroffene, auf die keine dieser Bedingungen zutrifft, zum Beispiel weil man schon zu eingeschüchtert ist, um sich eine Psychotherapie oder eine beruflihe Reha zuzutrauen. (ich hoffe, ich habe nichts übersehen, wer wissen will, ob er Ansprüche aus dem Fonds haben könnte, sollte sich selbst schlau machen auf der Webseite vom Fonds). Anscheinend ist kein Geld vorgesehen, damit man sich außerhalb des Gesundheitssystems etwas Gutes tut und zum Beispiel schwimmen geht oder an einem Tanzkurs teilnimmt oder ans Meer fährt. Dazu kommt noch die zeitliche Befristung der Fonds – der für die ehemaligen Heimkinder ist schon beendet – sorry, aber mir kommt es nicht so vor, dass man da effektiv helfen wollte.

  112. Gertrud Tammena schreibt am :

    Es gibt durchaus schwerwiegende Erkrankungen im endokrinen Systemkreis ,die durch Traumata entstehen und hervorgerufen werden können (sekundäre Formen) oder bei vorhandener genetischer Veranlagung ausbrechen und verstärkt werden können (primäre Form). Solche Erkrankungen,die mit Störungen im hormonellen Systemkreis einhergehen, äussern sich durch ein Beschwerdebild, das häufig verkannt und falsch zugeordnet wird und daher oft fehldiagnostiziert und nicht richtig behandelt wird.(siehe z.B. Hermann/Müller/Lohmann „Endokrinologie für die Praxis“-Thieme).Eswäre wichtig, diese psychosomatischen Zusammenhänge nicht abzutun oder einseitig zu betrachten oder zu bagatellisieren sondern sowohl somatisch als auch psychisch zu therapieren in ggs. fachübergreifender psychosomatischer Kooperation.Solche Erkrankungen können unerkannt auch in einen Notfall übergehen.Hier herrscht immer noch ein grosses Defizit im Wissen über die Auswirkungen seelentraumatischer Verletzungen.Solche Patienten gelten oft als anstrengend,zeitintensiv und unbequem.

  113. hildegard schreibt am :

    … ich glaube nicht an ein Defizit im Wissen über die Auswirkungen seelentraumatischer Verletzungen.
    ‚Man‘ weiß heute genug – fürchtet aber die Folgen von Weiter-Denken. Totale Erstarrung vor dem noch viel zu tief sitzenden Tabu – ferngesteuert aus Nazizeiten – gehört zu den Entartungen dieser Sex-Seuche.
    Wo heute Patienten als anstrengend, zeitintensiv und unbequem gelten, muss (auch!!) die Gesundheitspolitik sehr viel mehr Geld in gutes Personal investieren.
    Die Folgen dieser Unterlassungs-Sünden werden unsere Enkel teuer bezahlen.

  114. Kirsten schreibt am :

    Man weiß heute genug…, will es aber nicht wissen und will sich mit diesem Müll auch nicht beschäftigen. Nur einige Wenige wagen sich, an die manchmal belastende Arbeit mit Traumatisierten.
    Und vielen ist es schlicht weg „egal“. Es interessiert sie nicht. Am Ende interessiert nur das Geld. Traumatisierte sind schon lange zu einem Geschäft geworden und haben mit einer psychischen Vorgeschichte nur wenig Lobby. Ich kenne Ärzte die auf der Täterseite Gutachten von Missbrauchsopfern schreiben, als Täter für die Täter. Und nicht nur dort sind sie zu finden.Es ist doch ein leichtes ein Opfer das nach Hilfe sucht, durchs Netz fallen zu lassen.
    Und wenn wir Aufklärung zulassen würden in unserer Gesellschaft, dann wären sie zu finden, diese Täter- aber man will es nicht. Täter tragen nicht immer einen Rauschebart, sie sind nett, stehen mitten in unserer Gesellschaft. So ist es doch einfacher, die Opfer zu degradieren, zu entmündigen.

  115. Fr. R. schreibt am :

    Hallo,

    ich hatte den letzten Bescheid vom Fonds vor über 1 Jahr erhalten und schreibe mir die Finger wund.Ich rechne damit dass mein Antrag auf eine Reittherapie auch vom Fonds wieder abgelehnt wird und schreibe in jeden Antrag rein dass mein Anwalt die Dinge beim Verwaltungsgericht Berlin einklagt.Auch die Anträge wg. med. Behandlungen.Der Fonds wartet so lange mit der Beantwortung meines Antrags für meine Blaseninstillationen bis ich womöglich dann eine Neoblase habe weil ich mir die med. Behandlung, die die Blase erhalten könnten, nicht leisten kann.Auch ein weiterer Brief an Hr. Rörig persönlich blieb bis heute unbeantwortet.

  116. Sabrina Eckert schreibt am :

    Hallo,
    meinen Antrag für den Fonds habe ich letztes Jahr im November gestellt. Er ist immer noch nicht bearbeitet worden. Ich habe lediglich eine PAN erhalten, das ist alles. Den OEG-Antrag habe ich einen Monat vorher gestellt. Bis auf unzählige belastende Nachfragen kommt auch nichts. Da ich vorher nicht die Kraft hatte, hat es so lange gedauert, bis ich die beiden Anträge endlich gestellt habe. Momentan geht es mir psychisch und physisch extrem schlecht, doch nirgendwo ein Lichtblick….

  117. savina schreibt am :

    Sabrina Eckert;
    Da hilft nur eines.
    Seien Sie ein guter, hilfsbereiter Mensch, helfen Sie ihnen. Bitte helfen Sie.
    Sie werden ge-braucht :https://www.aufarbeitungskommission.de/
    Erzählen Sie, zur Abwechslung, auch mal ihnen Ihre Geschichten. Sie können sich dann ganz wichtig fühlen und gut, denn :
    Hilfreich sei das Opfer, Edel und gut !.

    „Ihre Geschichte ist wichtig

    Wir möchten Sie ermutigen, uns von Ihren Erfahrungen zu berichten. Sie können mit Ihrer Geschichte dazu beitragen, dass sich etwas in unserer Gesellschaft verändert. Mit Ihrer Hilfe wollen wir Tatsachen offenlegen und dadurch erkennen, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden. Wir wollen herausfinden, was Politik und Gesellschaft verändern müssen, …“


    Auch hier können Sie wahrscheinlich hilfreich sein.
    – Öffentliche Hearings, Termine:

    3. Mai 2016 Vorstellung des Arbeitsprogramms, Betroffene und Zeitzeugen können sich bei der Kommission melden
    22. Juni 2016 Besuch der Vorsitzenden der Kommission und des Unabhängigen Beauftragten bei der englischen Aufarbeitungskommission (IICSA)
    12. / 13. Juli 2016 Werkstattgespräch I – Anhörungen
    10. September 2016 Besuch Gedenkstätte Torgau durch die Kommission
    27./28. September 2016 Anhörungen durch die Kommission
    Oktober 2016 Anhörungen durch Anhörungsbeauftragte
    8./9. November 2016 Werkstattgespräch II – Recherche & Archiv
    29. November

    1. Dezember 2016 Anhörungen durch die Kommission
    13. Dezember 2016 Anhörungen durch die Kommission
    31. Januar 2017 1. Öffentliche Anhörung (Hearing) zum Thema „Sexueller Missbrauch im familiären Kontext“
    2017 Zwischenbericht
    1. Quartal 2019 Bilanzbericht “
    aus: https://www.aufarbeitungskommission.de/termine/——————————————————–
    Angesichts der beständigen Notlagen von Betroffenen
    scheint diese Aufarbeitungskommission in einer Parallelwelt zu leben….

  118. savina schreibt am :

    Sabrina Eckert;
    Gut , für sehr viele „Nicht-Betroffene“ in diesem Land, dass stets und beständig die Unterlassene Hilfeleistung, per Machtausübung, durchgesetzt wird. So verbleiben die, denen man Gewalt angetan hat, in ihrer Opfer-Position. Eine Gesunde Autonomie von Menschen ist hierzulande unerwünscht.
    Und :
    „Gestört sind alle und überall.‘ Die Begriffe der (Sozial-)Psychiatrie ebenso wie die psychiatrische Praxis basieren auf der Konstruktion von Störungen, die im Subjekt zu finden seien. So wird die Frage nach dem Zusammenhang gesellschaftlicher Entwicklungen mit subjektiven Problemen entnannt und auf die Einzelnen als Träger von ‚Störungen‘ abgewälzt. Für den Erhalt der Psy-Professionen (Sozialarbeit, Psychologie, Psychiatrie etc.) ist dieser Vorgang berufsständisch und ökonomisch funktional. Aus kritisch-psychologischer Sicht hingegen ist ‚gestörtes‘ Verhalten subjektiv sinnvoll und als Form individueller Auseinandersetzungen mit dieser Welt zu verstehen.“ aus: Störungen: texte kritische psychologie 04 Taschenbuch – 22. August 2016
    von Ariane Brenssell (Herausgeber), Klaus Weber (Herausgeber)
    Der einen Seite werden die Opfer/die Gestörten/ die Betroffenen zugeteilt – auf die dann die Nicht-Betroffenen/ die Nicht-Gestörten dann ganz mitleidsvoll herabblicken und auch hinter der Etikettierung der sozialen, beruflichen Ausrichtung einen ganz subtilen Sadismus ausleben können. (Ich habe nicht nur einmal diese Erfahrung gemacht…- Aber zum Glück!! auch andere Erfahrungen….)
    Die Opfer, die Sündenböcke machen Sinn , um das bestehende System aufrecht zu erhalten.
    http://www.traumaheilung.de/warum-trauma-kein-individuelles-problem-ist/
    Und aus genau diesem Grund ist auch eine sogenannte Aufarbeitungskommission sehr daran interessiert, zusammen mit dem UBSKM, in ihrer „Parallelwelt“ zu verbleiben.

  119. eliana schreibt am :

    „Anhörungsbeauftragte“? Heißen die wirklich so oder ist das Polemik und Satire?

  120. savina schreibt am :

    eliana,
    „Anhörungsbeauftragte“ – das sind dann die jeweiligen OBER-HÄUPTLINGE…. Da tun sich offensichtlich ganz neue Möglichkeiten der Arbeitsplätze-Beschaffung für die Zukunft von ganz speziellen Nicht-Betroffenen auf….
    – Das ist alles sehr interessant….Ich weiß manchmal auch nicht mehr ob ich darüber lachen soll oder….

  121. Sabrina Eckert schreibt am :

    @ savina

    Vielen Dank für die netten Worte. Ich habe gerade auf der Seite meine Daten angegeben, damit ich kontaktiert werden kann.

  122. Sturm schreibt am :

    Mein Antrag beim Fonds wird seit bald 2 Jahren nicht abschließend bearbeitet. Inzwischen bereue ich, ihn jemals gestellt zu haben. Nach weit über 1 Jahr erfolgte erstmalig und EINMALIG die Bearbeitung mit einer mir gestellten NACHFRAGE, diese wurde sodann beantwortet, seitdem mehrere Monate erneut absolute Funkstelle.
    Die Leute die da sitzen leben nur noch in ihrer eigenen Welt. Sie wissen alles, sie können alle, sie haben auf alles eine Antwort parat. Die sie nur sich selbst gegenüber kommunizieren. In Wahrheit wissen sie nichts, und drehen sich nur um sich selbst und um ihre wirre Selbstwahrnehmung ihren Sachverstand betreffend im Kreise.
    In der realen Welt nennt man sowas Pausenclowns.

  123. Sabrina Eckert schreibt am :

    @ Sturm
    Traurig, aber wahr, was Sie da schreiben. 🙁
    Finde es mehr als unverschämt, dass Sie noch keine richtige Antwort erhalten haben, und wünsche Ihnen ganz viel Glück und Kraft.

  124. hildegard schreibt am :

    Selbstmorde, Morde, ungeklärte Todesfälle, verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche, und-und-und – infolge der verbreiteten Seelenmorde im Nachkriegs-Deutschland konnten Mitbürger nicht nur hinter vorgehaltener Hand munkeln. Sie konnten folgerichtige Schlüsse ziehen, konnten zuordnen.

    Keiner wollte es so genau wissen, was da geschah. Denn die Obrigkeiten stellten das ungeschriebene Schweigegebot über die verbrieften Menschenrechte.

    Angst kroch durch Jahrzehnte unverdauter Mit-Schuld. Durch Städte und Dörfer.

    Beamte aber müssen ihre Pension abwarten, Angestellte die Rente bevor sie über die politischen Strukturen laut nachdenken wollen, ob die denn wohl verfassungsmäßig seien …
    Abhängige sind sie alle.
    Frei ist keiner.

    Bundesdeutsche BürgerInnen sind komplett überfordert gewesen mit den alten Strukturen aus früheren Diktaturen:
    Adenauer hätte niemals die Wiedereinstellung alter Nazis dulden dürfen. Nicht er und nicht seine wirtschaftswunderlichen Nachfolger. Die direkte Folge in demokratischer Zeit ist himmelschreiendes Unrecht.
    Heutige Hetzkampagnen und Hassprediger hätten niemals unter „Recht zur Versammlungsfreiheit“ stattfinden dürfen.

    Obrigkeiten, Autokraten erwarten immer noch Hörigkeit, völlig unpassend und unwürdig der Demokratie – Angst regiert.
    Was lief schief?
    Technokraten geben den Takt vor zur Lebensführung unter höherer Wirtschaftswertung, dem fast alle erliegen …
    Reguliert wird nicht die Rechtsordnung, sondern das Recht – und zwar nach Maßgabe der Wirtschaft, der Banken und all ihrer (zumeist männlichen) Potentaten.
    Das Ungleichgewicht war vorgezeichnet. Die Schieflage ist da: Schwache zahlen für Starke – Herr Groß wächst – Frau Klein hat zu schweigen.

    Wo ist nur der SINN für Gerechtigkeit geblieben?
    Lähmt Angst?
    Angst lähmt!

    Und wer sich dennoch die eigenen Rückbindungen an alte Werte von Frieden, Freude und Freiheit erhalten will wird durch das allgemeine Verordnungs-Raster rutschen.

    Das System braucht den Strukturwandel!

  125. savina schreibt am :

    Sabrina Eckert,09.11.2016;
    Um mich zu schützen, gebe ich nur etwas von mir preis, wenn ein Datenschutz vorliegt und ich dadurch anonym bleiben kann. Ich muss mich schützen. Sehr viel Lebens-Energie stecke ich allein nur in Schutzmaßnahmen, die ich mir hier in Deutschland erarbeiten musste, um der Opfer-Verächtung so weit und so gut es geht zu entkommen.
    Deshalb gehe ich mit privaten Kontakten äußerst vorsichtig um und lebe lieber zurück gezogen.
    Im Moment möchte ich meine „Rückzug vor den Menschen“ noch beibehalten.:
    Warum ich mich so verhalte, wird , glaube ich, hier sehr gut dargestellt.:
    https://www.youtube.com/watch?v=Y5HFHkH5Apw (5 Min )
    Auch dort geht der Appell an alle „Nicht-Betroffenen“:
    „…Schützt die Täter nicht.
    Verachtet die Opfer nicht.
    Beschützt unsere Kinder….“
    ….

  126. Hallo liebe Überlebenden,
    auch ich habe einen Antrag beim Fond-sexuellen Missbrauch in Berlin gestellt!
    Vor 3,5 Jahren schon!!!!!
    Wow, was ist los in Berlin?
    Habt Ihr die Jahresberichte gelesen? Wohin die Gelder wirklich fließen! Sie fließen in die eigenen Reihen. Verwaltung ect.
    Ich nenne das Missbrauch mit den Missbrauch! Und wieder steht Frau/Mann alleine da! Oder schauen wir uns mal Ihre „Entscheide“ an!!!
    Warum gehen wir nicht alle zusammen dagegen an? Lasst uns zuzsammenschließen und lasst uns etwas dagegen tun! Wir haben genug gelitten, wir haben genug geschwiegen, es ist Zeit uns zu wehren!
    Hinter diesem „sauberen Projekt steht der „weisser Ring“!! Es ist an der Zeit sich zu wehren! Lasst es uns zusammen tun!
    Seit Wochen versuche ich in Berlin am Dienstag und Donnerstag anzurufen und schnell bin ich beim mindestens 150 mal die Wahlwiederholung zu wählen….. nichts tut sich!

    Lasst uns zusammenhalten und was tun!

    Bestimmt haben wir eine Lobby!

    Herzlichst Eure Claudia

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