Betroffene ohne demokratische Anbindung

31.10.2014: netzwerkB

Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs
Johannes-Wilhelm Rörig
Glinkastraße 24
10117 Berlin

Sehr geehrter Herr Rörig,

ein offener Brief an Sie vom 21. Oktober 2014 war Anlass einer E-Mail von einer Referentin aus Ihrem Hause, die uns am 31. Oktober 2014 erreichte.

Wir werden immer wieder aus den Reihen der Mitglieder gefragt, warum nicht einer oder mehrere Sitze im Beirat durch den Betroffenenverband netzwerkB und andere Betroffenenvereinigungen bekleidet werden können.

Die bloße Beteiligung von einzelnen Betroffenen ohne demokratische Anbindung an eine Betroffenenvereinigung wird als ein bloßes Alibi empfunden und kritisiert.

Wir bitten Sie um Ihre persönliche Stellungnahme ohne das von Ihnen sonst übliche Vorschicken einer Sekretärin oder Referentin.

Für Ihre Antwort schon im Vorraus sehr vielen herzlichen Dank!

Ihr netzwerkB Team

Offener Brief netzwerkB 21.10.2014:
http://netzwerkb.org/2014/10/21/aufruf-zur-bewerbung-im-betroffenenrat/

E-Mail Rörig-Referentin 31.10.2014:
http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2014/10/Rörig_2014-10-31.pdf


Für Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)163 1625091
presse [at] netzwerkb.org
www.netzwerkB.org

13 Kommentare

  1. Karl Görtz schreibt am :

    III. Möchten Sie dem Auswahlgremium noch Weiteres mitteilen?

    z.B.

    Was möchten Sie durch Ihre Mitarbeit im Betroffenenrat erreichen?

    http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2014/10/Aufruf_Betroffenenrat_Bewerbungsbogen.pdf

    1. Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt rückwirkend ab Gründung der Bundesrepublik Deutschlands im Jahr 1949 ( Grundgesetz: „ Die Würde des Menschen ist unantastbar“)

    2. Stellvertretende Anzeigepflicht für die Opfer sexualisierter Gewalt von der nachweislich LehreRinnen, TraineRinnen, Ärzte, Psychologen, Psychiater und alle Personen Kenntnis erhalten haben.

    3. unbürokratische Entschädigung der Opfer, die nachweislich sexualisierte Gewalt erlitten haben in Höhe von mindestens 100.000 Euro.

    4. Konsequente Strafverfolgung der Anwälte des Staates nach Tätern ab 1949.

    Das möchte und würde ich gerne durch eine Mitarbeit im Betroffenenrat erreichen wollen.
    Andere Leidende können das gerne noch erweitern oder abändern.

    Eine Frage hab ich noch an die Werbenden für einen Betroffenenrat:

    Aufgrund meiner akuten Traumatisierung im Jahre 2001 konnte ich bis heute nicht mehr beruflich Fuß fassen und beziehe seit 2005 die „Grundsicherung mit Sanktionsandrohungen bis zur Obdachlosigkeit“ nach dem SGB II, auch Hartz IV genannt. Eine Ortsabwesenheit für eine ehrenamtliche Tätigkeit müsste ich dem Sanktionsstaat Deutschland begründen um nicht von ihm in die Obdachlosigkeit getrieben zu werden. Weiterhin wäre ich nicht in der Lage, mir selbst eine Unterkunft für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu finanzieren die auch Sie Bewerbern nicht zur Verfügung stellen würden.

    Ich kann auch anders fragen. Was für Betroffene suchen Sie eigentlich?

    Den perfekt gestylten und seit Jahren in einem gesicherten Beschäftigungsverhältnis gut betuchten Betroffenen, der Ihre Interessen vertreten soll?

  2. Gertrud Tammena schreibt am :

    Hallo Herr Görtz, ich denke, Sie könnten sich gut und unbequem-konstruktiv in einem solchen Gremium einbringen. Alles ist Stückwerk und auch dieses Gremium ist ein Versuch, die träge oft abgeschottete Politik durch Insidererfahrungen voranzubringen und zu sensibilisieren.Whrscheinlich würde der Beauftragte Herr Rörig auch ganz anders voranpreschen wollen und das Verfestigte durchreissen und viele dieser Forderungen einfach einsetzen.Aber was nicht mehrheitsfähig ist, das bleibt ungenügend und unerfüllt.Darum braucht es wenigstens die parlamentarisch abgesegnete Einrichtung des UBSKM und dessen Mandatserweiterung durch den Betroffenenrat – alles keine glückliche noch ideale Lösung und ein sehr wackeliger Rahmen für die,die sich dort einzubringen wagen. Das wären wohl mutige und hoffentlich getragene
    VertreterInnen, die man nur als Rat ansehen kann,aber nicht instrumentalisieren,vereinnahmen, noch ihnen alle Verantwortung, noch berechtigten Unmut zuschieben darf. Es bleibt in dieser unvollkommenen und unzivilen Zeit und Welt Stückwerk und ein unerfüllbarer Auftrag – aber diese Vakanz des Rechtes sollte wenigstens dauerhaft dargestellt werden.Absolute Forderungen bleiben schnell unerhört.Ich halte diesen ungenügenden Rat für einen Minimalversuch,aber er sollte von Betroffenenverbänden getragen/besetzt werden zur Sicherung der Vertretungspersonen.Die Gefahr, sich darin zu verlieren ist allzugroß.

  3. Angsthase schreibt am :

    Liebes Team von NetzwerkB,

    gestatten sie mir hierzu einige Rückfragen.

    Von welchen Betroffenenvereinigungen reden Sie hier genau, und wie definieren Sie eine solche ?

    Welchen Mehrwert hätte es aus Ihrer Sicht, wenn sich solche Betroffenenvereinigungen in diesem Gremium wiederfinden, statt Einzelbetroffene ?

    Generell kann ich mich Ihrer Grundfrage sicherlich anschließen, dennoch ist es wohl einigen – nicht organisierten Betroffenen – wichtig Ihre Meinung in den politischen Prozess einzubringen. Hierzu meine ich u.a die Gruppe die sich um Frau O. und ihren „Betroffenenbeirat EHS“ gebildet hat (einen entsprechender Hinweis wurde hier schon gepostet).

    Und ich vermute einmal das sich diese Gruppierung auch für den Betroffenenrat bewerben wird.

    Und hier ist die Crux an der Sache:
    Der Betroffenenrat wird durch ein – ausschließlich weibliches Auswahlgremium .- benannt, beinhaltet dies Ihrer Meinung nach eine legitimer Mandatierung oder würden Sie sich hier eine öffentliche Wahl wünschen ?

    Über eine öffentliche Antwort würde ich mich freuen.
    ____________________________________________________

    Anmerkung vom netzwerkB Team:

    Lieber Fragesteller bzw. liebe Fragestellerin,

    wir danken Ihnen für Ihr Interesse. Vermutlich sind Sie selbst couragiert tätig und stehen auch in Funktionen. Wir haben grundsätzlich Toleranz dafür, dass Sie Ihren Namen nicht preisgeben wollen. Gerade in den Kreisen in Berlin gibt es seit Jahren Streit um Ämter und mehr. Sie sprechen das ja auch selbst – sozusagen durch die Blume – an.

    Als Betroffenenverband meinen wir insbesondere netzwerkB. Der Ansatz unseres Netzwerkes ist es, dass wir betonen, dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer Opfer von sexueller Gewalt werden können. Ebenso sind nicht unbedingt nur Männer die Täter, sondern gelegentlich auch Frauen. Wir haben also keinen geschlechterpolitischen Ansatz. Opfer von sexueller Gewalt kann man in jedem Lebensabschnitt werden, vom Alter von wenigen Lebensmonaten bis hin zum Seniorenalter, etwa im Pflegeheim. Von Gewalt kann man also in jedem Moment an jedem Ort betroffen sein. Manchmal finden sich Menschen, die es verbindet, dass sie in derselben Institution Opfer von Gewalt geworden sind. Bei manchen Menschen liegen diese Gewalterfahrungen lange zurück, bei anderen findet sie in Form von systematischer Gewalt jetzt gerade noch statt. Es sind nicht die Opfer allein, die betroffen sind. Die Folgen müssen auch von den Partnern und Familienmitgliedern mitgetragen werden. Wenn wir von Hilfe sprechen, dann von wirklicher Unterstützung und Entschädigung und nicht nur von Almosen. Wenn wir von Anerkennung sprechen, dann auch von einer Anerkennung durch Gesetzgebung und Rechtsprechung und nicht nur durch Clearingstellen. Das alles zu berücksichtigen macht in unseren Augen einen allgemeinen und bundesweiten Betroffenenverband aus.

    Jeder, der betroffen ist, muss auch mitreden können. Das ist ein demokratisches Grundprinzip. Nun kann nicht mit jedem direkt gesprochen werden, wenn es sich um hunderte, tausende oder Millionen Betroffene handelt. Die Aufgabe einer Interessenvereinigung ist es daher, die Meinungen vieler Betroffener zu bündeln, damit ein Vertreter im Namen vieler Personen sprechen kann. Vertreter müssen auch die Möglichkeit besitzen, sich mit seiner Basis zu beraten, bevor sie im Rahmen von Mitwirkung und Mitbestimmung ihre Meinung in den Gremien kundtun oder sich an Abstimmungen beteiligen. Das kann sogar mal etwas länger dauern, wenn sich die Basis auch selbst ein Bild machen muss. Diese Anbindung ist nun mal wichtig.

    Wenn eine Vereinigung einen oder mehrere Sitze bekleiden kann, ist es eine Sache des Innenverhältnisses der Vereinigung, wie diese Person bestimmt wird. Hier sollte die Möglichkeit bestehen, für den Fall eines Ausscheidens von Personen auch Ersatzmitglieder als Nachrücker benennen zu können. Selbstredend sollten Gremien so zusammengesetzt sein, dass auch eine wirkliche Möglichkeit der Mitbestimmung besteht, also ausgeglichene Stimmverhältnisse oder zumindest ein Veto-Recht. Für die Arbeit selbst brauchen die Gremienmitglieder aussagekräftige Tagesordnungen, die Möglichkeit, selbst Tagesordnungspunkte vorzuschlagen und den rechtzeitigen Erhalt von Unterlagen. Ferner zählen dazu Reisekosten und angemessene Aufwandsentschädigungen für die Mitarbeit. Ist das alles zu viel verlangt? Wir finden das nicht!

    Wir haben erlebt, wie der „Verein ehemaliger Heimkinder“ am „Runden Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahren“ unter der Leitung von Antje Vollmer vollkommen ausgespielt wurde. Wir haben beobachtet und kritisiert, wie am „Runder Tisch Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ die Opfer von der Mitbestimmung ausgeschlossen wurden. Wir teilen als Vorstand die Kritik unserer Mitglieder, dass diese beiden Runden Tische Scheinveranstaltungen waren, bei denen die Interessen der Betroffenen nicht vertreten wurden.

    Es liegt in den Händen des Bundesmissbrauchsbeauftragten, ob er Vertreter von Betroffenenvereinigungen mit demokratischer Anbindung in seine Arbeit einbinden will. Anscheinend hat die Politik aber (noch) Angst davor. Dabei wollen wir wirklich nicht viel. Wir wollen nur unser Recht!

  4. Karl Görtz schreibt am :

    Hallo Gertrud Tammena,
    Dakor! Natürlich nur eine Besetzung durch Vertreter von Betroffenenverbänden oder Vereinen wie netzwerkB. Nur sollten die Abgesandten der jeweiligen Verbände oder Vereine die Forderungen aller Mitglieder einsammeln und vor dem UBSKM repräsentieren. Das verstehe zumindest ich unter demokratischer Anbindung. Im Übrigen erübrigt sich dann auch ein Auswahlverfahren von Bewerbern durch den UBSKM. Ich habe oben bereits meine Stellungnahme und Forderungen abgegeben falls meine Erkenntnis jetzt auch Herrn Rörig einleuchtet und diese Zeilen liest. Also, ich frage noch mal: Über was und worüber sollen Betroffene den USBKM beraten? Komme mir bitte keiner mit Erfahrungen, die die Betroffenen durch sexualisierte Gewalt erfahren haben. Tausende Erfahrungsberichte liegen den Herrschaften bereits seit fast vier Jahren vor. Einige Auszüge findet man im folgenden Link ab Seite 230.

    http://beauftragter-missbrauch.de/file.php/136/Abschlussbericht_UBSKM.pdf

    Bleiben also nur noch Forderungen von Betroffenen übrig über die beraten werden kann. Und wenn es dann noch um Entschädigungszahlungen geht, dann wird’s schwierig Gehör zu finden. Dann wird selektiert und ausgewählt. Oder nicht, Herr Rörig? Ich weiß. Sie kommen jetzt mit dem Opferentschädigungsgesetz. Können Sie sich sparen. Ist genau so demütigende Scheiße wie sich in den Jobcentern ausziehen zu müssen um in diesem Land überleben zu können.

  5. Bernd Rohlfs schreibt am :

    Es geht ja um einen Kreis von Personen mit bestimmten Erfahrungen, von dem man gewohnt ist, dass diese schweigen. Das sieht man wohl nicht gerne, wenn sich diese organisieren.

  6. Gertrud Tammena schreibt am :

    Wer einen Betroffenenrat unterstützt, sollte dem auch eine Chance geben – Polemik gegeneinander bzw.gegenüber den damit befassten Funktionären sollte weitestgehend vermieden und immer wieder versachlicht werden. Grenzen dieser Arbeit müssen immer wieder verdeutlicht und offengelegt werden. Jede/r Delegierte sollte auch sich selbst vertreten können (Gewissensfragen)- Plätze ,die nicht von Betroffenenorganisationen belegt sind, könnten an Gruppenbewerbungen von mehreren Personen vergeben werden, zuletzt an Einzelpersonen mit besonderem Schwerpunkt.. Allerdings muß dabei sehr gut geschaut werden,daß das Gremium nicht von täterorientierten oder sonstigen “Interessen”gruppen unterwandert würde.Eine Entschädigungsinstanz kann ein betroffenrat nicht sein.

  7. Karl Görtz schreibt am :

    Das sehe ich anders hinsichtlich der Entschädigungsinstanz. Genau dafür ist der UBSKM zuständig und das würde ich denen termingetreu ständig unter die Nase reiben. Ich vertrete damit die Interessen meines inneren Kindes das mir sagt: Schau auf unser kaputtes und verpfuschtes Leben. Hau drauf und lass nicht locker. So langsam geht uns nämlich die ganze Hinhaltetaktik dieser Strategen gehörig auf den Zwirn. Wenn ich früher einen Auftrag meines Chefs erhalten habe, wollte der innerhalb einer gesetzten Frist den Auftrag erledigt sehen. Aber diese Herrschaften halten Leidende lieber an der langen Leine und sehen kein Interesse darin zügig zu Ergebnissen zu kommen. Wenn ich morgen verrecken würde, wäre denen das doch Recht. Wieder einer Weniger, wieder Unkosten gespart. Tresor zu!

  8. eliana schreibt am :

    @Bernd Rohlfs: Sie treffen den Nagel auf den Kopf!

  9. Karl Görtz schreibt am :

    Hallo Markus,
    Man sollte in diesen Zeiten wirklich die Worte des neuen EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker beherzigen und diesen Herrschaften zeigen: Bis hier hin und nicht weiter. Sonst wird das alles nichts mehr mit einer Demokratie des Volkes.

    EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker wörtlich:

    „Das einzige Mittel, etwas Demokratisches demokratisch zu stoppen, ist Geschrei und Aufstand!“ „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

    Der rechts im Bild hat das gesagt:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/europaeische-union/buchvorstellung-juncker-helmut-kohl-ist-ein-europaeischer-patriot-13245360.html

    Da gehn wir doch mal mit gutem Beispiel voran.

  10. Markus E. schreibt am :

    Hallo Karl,
    ich würd sagen…dann machen wir mal weiter.Ich versuch dich morgen nochmal telefonisch zu erreichen.Mir kam heut eine neue Idee mit der wir …mal richtig Aufsehen erregen werden.Jetzt wird es Zeit für einen „Gezeitenwechsel“.Die Planung und Organisierung läuft schon 🙂 .Unser Motto ist in letzter Zeit ein wenig unter gegangen.“Wenn nicht wir…wer dann“ .Also…auf gehts !!

  11. Holger Knupp schreibt am :

    Mann sollte einfach einen eigenden Betroffendenrat gründen so als allternative ,vieleicht lassen sich ein paar Politiker dafür begeistern .

  12. Markus E. schreibt am :

    @ Holger..das Problem dabei ist nur das wir so etwas ehrenamtlich machen würden.Die Politiker würden das ganz sicher nicht tun..weil sich bei denen alles nur ums Geld dreht.Und das haben wir nicht…die Möglichkeit deren goldene Sparschweine zu füttern 😉
    Obwohl..wenn sie sich mit 5000 Euro zufrieden geben würden könnte man auf diesem Weg Edathy`s Kohle unter die Leute bringen..anscheinend will es ja niemand haben.Und die werden es nehmen.Ich wette um 5000 🙂

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