Präventionsprojekt “Kein Täter werden” – Pädophile Impulse nachhaltig stoppen!

07.11.2014: netzwerkB Pressemitteilung

Offener Brief an:
Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig
Bundesjustizminister Heiko Maas

Sehr geehrte Frau Schwesig,
Sehr geehrter Herr Maas,

das Pädophilie-Präventionsprojekt “Kein Täter werden” ‘sei “sinnvoll und erfolgreich“ und Sie wollen sich dafür einsetzen, dass das Projekt dauerhaft auf eine finanzielle Grundlage gestellt wird, dies erfuhren wir durch die Medien.

Die UnterzeichnerInnen dieses Briefes haben fachlich begründete Zweifel, dass sich das Konzept der Charité als eine dauerhaft ausreichend wirksame Strategie zur Tätervermeidung erweisen wird.

Wir bitten Sie freundlicherweise, Ihre Entscheidung nochmals zu überdenken und stehen Ihnen dabei gerne für einen offenen Dialog mit weiteren Anregungen zur Verfügung. Dazu beispielhaft das Folgende:

Der bisherige Ansatz der Charité bietet Tätern bei allen damit verbundenen hilfreichen Methoden leider in der Regel noch keine Möglichkeit für nachhaltige therapeutische Veränderungsansätze. Er dient aus der Sicht der UnterzeichnerInnen als Hilfsangebot lediglich für die, die nichts grundlegend verändern wollen, aber sich eventuell besser kontrollieren können wollen. Auch dies dient selbstverständlich – so es erfolgreich ist – nicht nur dem Täter zur Verhinderung eigener Straftaten und strafrechtlicher Konsequenzen, sondern indirekt auch dem Opferschutz.

Dass diese pädophilen ‘Neigungen‘ plötzlich in der Pubertät einfach so auftauchen, so wie die Charité das darstellt, ist aus der Sicht der UnterzeichnerInnen eine nur oberflächliche Betrachtungsweise. Aufgrund der Erkenntnisse aus der Hirnforschung ist bekannt, dass die individuelle Persönlichkeits-Entwicklung maßgeblich von der Art der frühen Erfahrungen geprägt wird. (u. a. Gerald Hüther) Daher benötigt es unserer Ansicht nach einen zusätzlichen therapeutischen Ansatz, der auf diesem Wissen basiert.

Wir sind der Meinung, dass die erscheinenden sexuellen Präferenzen in den meisten Fällen wahrscheinlich eine in sich schlüssige und in wiederum vielen Fällen eine  traumatisierende Vorgeschichte inklusive dissoziativer Reaktionen haben können, die mit ausschließlich verhaltenstherapeutischen Arbeitsmodellen nur unzureichend bearbeitet und in Fällen einer Traumatisierung kaum bis gar nicht aufgelöst werden können.

Diese Fälle benötigen neben einer umfassenden Anamnese einschließlich Trauma Anamnese höchstwahrscheinlich eine daran angepasste Psycho-Traumatherapie zur Bearbeitung traumabedingter innerer Dissoziations-Spaltungs-prozesse. Aus unserer Sicht und nach unserer Erfahrung sind gerade beim Vorliegen dissoziativer Reaktionen eher Chancen gegeben, über die Auflösung von Dissoziationen eine selbst bestimmte und gezielte Kontrolle über das eigene Verhalten zu erarbeiten und über die Verarbeitung eigener traumatischer Erfahrungen das dadurch entstandene schädigende Verhalten anderen Menschen gegenüber, hier Kindern, abzulegen. Man denke an manche Worte von Tätern, die überzeugt bis zum Ende von Gerichtsverfahren sagen: „Ich war das nicht!“ Bei einer vorliegenden Amnesie bei dissoziativen Störungen entspricht dies dann sogar der subjektiven Realität des Täters, denn er hat die Tat dann vermutlich in einem dissoziativen Zustand ausgeübt und sie nicht bewusst als eigene Handlung erlebt.

Auf dieser theoretischen Basis wäre Pädophilie nach eigenen traumatischen Erfahrungen verstehbar und in vielen Fällen dann wahrscheinlich auch heilbar, sofern eine Motivation für eine Traumabearbeitung vorhanden ist. (siehe auch Alison Miller: `Jenseits des Vorstellbaren`).

Immer wieder sprechen uns ‘Pädophile‘ an und bitten uns vertrauensvoll um Hilfe. Sie wollen sich nicht damit abfinden, mit einer „unheilbaren Neigung“ stigmatisiert zu werden, sondern suchen HelferInnen an Ihrer Seite, die sie dabei unterstützen, nach den Ursachen ihrer ‘Neigung‘ zu suchen.

Es gilt, pädophile Impulse in den Fällen, in denen dies möglich ist, dauerhaft zu stoppen. Hierzu braucht es alternative beziehungsweise ergänzende Projekte, die motivierten´Pädophilen`, Tätern oder Nicht-Täter-werden-wollenden Pädophilen mit einem traumaspezifischen Therapieansatz unter Einbindung von Ego-State-Arbeit nachhaltige Veränderungschancen anbieten können. Dieser Ansatz ist sicherlich für den Einzelfall zunächst deutlich aufwendiger als das bisherige Angebot der Charité.

Da dieser Ansatz im Unterschied zur Symptombehandlung aber eine Ursachenbehandlung anstrebt, in deren Verlauf sich die Dynamik abbaut, lässt sich hier allerdings eher ein langfristiger Erfolg erwarten, der für Täter und diejenigen, die es noch nicht geworden sind sowie für die (potenziellen) Opfer eine nachhaltige Veränderung bedeuten würde.

Mit freundlichen Grüßen

Norbert Denef
(netzwerkB, Vorsitzender)

Dr. Marcella Becker,
(netzwerkB, Vorstand)

Mareen Dimter,
(netzwerkB, Vorstand)

Ursula Bußler,
(Psychotraumatherapeutin DeGPT / DGTD, analytische Kinder-und Jugendlichenpsychotherapeutin)

Claudia Maria Fliß,
(Psychologische Psychotherapeutin, Spezielle Psychotraumatherapie DeGPT)

Dipl.-Psych. Elke Kügler, PP
Zertifiziert als Trauma- und Sexualtherapeutin DeGPT, EMDRIA, DGfS

Angela Osius,
Heilpraktikerin für Psychotherapie, Dipl. Supervisorin, Traumatherapeutin

Marion Wurdak-Swenson,
Dipl. Soz.Päd. Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Dr. med. Werner Tschan,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Dr. Almute Nischak,
Traumatherapeutin, Systemische Therapeutin und Beraterin (SG), Psychotherapeutische Heilpraktikerin (HP), Ethnologin

Katharina Hanel-Wirtz,
(Psychologische Psychotherapeutin Psychotraumatologie DeGPT, EMDRIA)

Birgit Hirth-Haunerland,
Psychologische Psychotherapeutin, Mannheim

Dr. med. Simone Schliermann,
Fachärztin für Innere Medizin, Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin, Systemische Familientherapeutin, Traumatherapeutin

Virginie Puschmann
Maîtrise de Psychologie Université Paris 8
Licensed Marte Meo® Supervisor
Master- und Lehrcoach DGfC
Psychotherapie (HPG)
Psychotraumatherapie nach den Richtlinien der DeGPT

Für Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)163 1625091

25 Kommentare

  1. Wee Lanchee Anwa schreibt am :

    Ich unterstütze voll und ganz diesen offenen Brief. Und kann die darin gemachten Aussagen aus eigener Erfahrung, als Betroffene von multipler sexualisierter Gewalt und langjährige Traumabewältigende, bestätigen. Außerdem halte ich den Begriff „pädophil“ für einen Euphemismus. Vergleichbar dem „stillen“ Ozean, der in Wahrheit eines der gefährlichsten Weltmeere ist.
    Ich verfolge Eure Aktivitäten mit Interesse und bin froh, dass es ein solches Netzwerk gibt!
    Viel Kraft weiterhin und herzliche Grüße.

  2. shania schreibt am :

    Ein sehr guter Ansatz! Es wird ja so gerne an Symptomen herum gedoktert, ohne auch nur irgendeinen Gedanken an mögliche Ursachen zu verschwenden. So etwas kann nicht nachhaltig sein und der Mensch hat keine Chance, überhaupt gesund zu werden. Nur eine ursächliche Therapie ist natürlich auch sehr viel kostenintensiver, da begnügt man sich lieber halbherzig mit einer schnellen und kostengünstigen Kurztherapie, die nicht ansatzweise in die Tiefe geht. Auch Opfer sollen ja innerhalb kürzester Zeit in nur zwei Jahren ihre erlebten Traumata gefälligst bearbeitet haben. Dann müssen sie eine Zwangspause von zwei Jahren einlegen, um anschließend erneut ihre Traumata bewältigen zu dürfen. Ich beziehe mich hierbei auf eine ambulante Therapie. Unser ganzes System ist darauf aufgebaut, dass Mensch nicht gesund werden kann! Ist viel zu teuer, da verschwendet man das Geld lieber für Waffen in fremder Länder Kriege, um neue Opfer zu produzieren. Auf beiden Seiten, sowohl die, die auf Menschen schießen müssen, als auch die, die beschossen werden. Das ist an Perversität kaum noch zu überbieten!

  3. Anna M. schreibt am :

    Sehr guter Brief!

  4. S. Rung-Laux schreibt am :

    sicher ist es in den meisten „Fällen“ so, wie Sie das im offenen Brief geschrieben haben. Danke.

    Von daher sehe ich das Charité-Konzept in nur einem geringen Prozentsatz hilfreich. Zudem würde das ja bedeuten,, dass ein Täter ja lebenslang „nichts dafür kann“, wenn mal wieder die Kontrolle „versagt“. Nicht auszudenken, was dies dann bedeutet, welche Konsequenzen das dann möglicherweise hat, von „lebenslang einsperren“ bis „Freispruch, da biologisch angelegt, also normal“. Und was ist mit den Fällen, in denen es lediglich um Machtausübung, kleinmachen geht? Gar keine sexuellen Neigungen betrifft, sondern dies nur Ausdruck von Machtgeilheit ist? Dürfen sich diese Täter dann hinter der angeblichen Neigung verstecken? … Und das betrifft auch nicht nur sexuellen Missbrauch, überall, wo ein Machtgefälle besteht, sei es wegen Wissensvorsprüngen, rechtlicher, finanzieller, … Überlegenheit. Und wenn man erstmal diese Erfahrung gemacht hat, werden selbst körperliche Symptome, die eindeutig von Fehlbehandlungen bedingt sind, immer schön auf die Psyche des „Opfers“ geschoben, weil man ja eine PTBS hat. So geht der Kreis immer weiter, wird immer größer und man erfährt immer mehr Stigmatisierung. Täter werden geschützt, auch wenn jemand eigentlich gute Absichten hat, findet meist eher Täter- denn Opferschutz statt.

  5. Lotosritter schreibt am :

    Nein, Schuster bleib bei deinen Leisten. Das Verhalten von Tätern zu dekonstruieren und sie zu Opfern vorausgegangener Schändung zu stilisieren, ist wahrlich nicht die Aufgabe der Opfer sexuellen Missbrauchs. Dann noch mit der fraglichen Diagnose DIS zu operieren halte ich für abwegig und haltlos. Diese Diagnose ist zudem häufig der Beginn eines Missbrauches mit dem Missbrauch.

    Pädophilie und Hebephilie sind nicht nur Verhaltensstörungen, sondern Ausdruck perverser Machtgelüste. Ihnen nachzugeben ist auch eine Willensentscheidung und nicht die Tat eines zweiten versteckten Ichs. Auch Täter sind keine Werwölfe, sondern schlicht Kriminelle, die sich bewusst über Sitte und Gesetz hinwegsetzen. Jede Schändlichkeit der Psyche zu pathologisieren führt in die Beliebigkeit und damit in die Verantwortungslosigkeit.

  6. Beate Lindemann-Weyand schreibt am :

    Diese Zweifel am bestehenden angeblichen Lösungsweg der Charite bekommen hier eine Stimme! Ich lese hier, dass es darum geht eine Therapieform anzusetzen, die nicht ausschließlich Verhaltensorientiert handelt und zudem oftmals eher davon ausgeht, dass die Täter, oder Diejenigen die es werden könnten, auch eine Geschichte haben. Manchmal können diese schwerwiegenden Erfahrungen dazu führen, dass z.B. in der Kindheit derer Täteranteile ausgebildet werden. Diese Täteranteile existieren in vielen ehemaligen Opfern- aber das bedeutet noch lange nicht, dass diese zu Tätern werden, oder ein, wie ich es hier las, negieren ihrer Verantwortung. Im Gegenteil! Können sich ehemalige Opfer darüber bewusst werden, dass sie solche Anteile in sich ausgebildet haben- und natürlich auch, warum- können sie u.U. dagegen steuern. Wer nicht weiss was in seinem Inneren passiert, und dies möglicherweise sogar nur nach aussen projeziert kann vielleicht für einen kurzen Zeitraum sein Verhalten kontrollieren- aber man muss doch an der Wurzel ansetzen, um wirklich etwas zu verändern. Und genau dies kommt doch dem Kinderschutz zu Gute! Dissoziationen sind nichts anderes als ein Hilfsmittel der Psyche Situationen zu überleben, die anders nicht überlebbar sind.Dissoziation heisst noch lange nicht, dass Jemand ein Täter ist, oder wird. Aber Dissoziationen bewirken Abspaltungen, und KÖNNEN dazu führen, dass Derjenige sich seiner Handlungen nicht bewusst ist. Es geht ja darum, dass diese ihm bewusst werden. Dies kann aber nur geschehen, wenn Derjenige versteht, was Dissoziation ist, warum sie entstand. So würde es auch möglich sein für Denjenigen Verantwortung zu übernehmen. Wer sich seiner selbst bewusst wird, wer nicht mehr wegdrängen muss dass er einst Opfer war, der muss andere nicht mehr zum Opfer machen! Ja, tatsächlich geht es um ein Verbrechen- und um es aufzuhalten muss man den Dingen auf den Grund gehen, dies bewirkt eine Verhaltensänderung! Opfersein schützt nicht davor Täteranteile zu haben. Gewalt KANN Gewalt erzeugen- manche schlagen ihre Kinder, manche schreien sie an, manche vernachlässigen Kinder, manche knüpfen „Beziehungen“ mit ihnen, um ihnen sexuelle Gewalt zuzufügen, etc.. das alles ist Täterverhalten. Es gibt keine „Sexualität“ Erwachsener mit Kindern- das ist absolut irreführend! Es gibt nur sexuelle Gewalt gegen Kinder und dies ist immer eine Machtdemonstration und Grausamkeit- die schon beim ständig verharmlosten „Konsum“ von Kinder“pornographie“ längst begonnen hat-diese muss gestoppt werden. Und der oben genannte Weg hat Hand und Fuß. Danke für Euren Brief, auch ich stehe absolut dahinter!

  7. klaraklara schreibt am :

    Super-Brief!
    Sicherlich mit einer Ausweitung unseres Themenbereiches verbunden – Engagement für Jugendliche mit Täter-Phantasien?!??? Aber berechtigt, denn:
    – Jugendliche, erst recht, wenn sie Hilfe in dem Projekt der Charite suchen, werden sich noch nicht voll auf die Seite der Täter geschlagen haben, ihr Opfer-Sein wird ihnen noch nah genug sein, dass wir uns mit ihnen – nun, so kommt mir diese Initiative vor – solidarisieren können. Das Charite-Projekt hat auch die Erfahrung gemacht, dass viele aus dieser Patientengruppen noch weitere psychische Störungen haben – dies fordert erst recht zur Frage nach dem biographischen/sozialen Hintergrund auf.
    – es floss das Fachwissen mehrerer Psychotherapeutinnen in das Schreiben ein.

    Was mir noch zu dem Schreiben einfällt:
    Diese Initiative leistet einen Beitrag, um klarzustellen, dass NetzwerkB nicht „Kopf ab für Kinderschänder“ fordert, sondern dass wir – zum Schutz der Kinder – für das Begehen von Straftaten auch die realistische Aussicht auf ein angemessenes Strafmaß verlangen.

    Den Begriff „Pädophilie“ kann man aus der psychiatrischen, juristischen und gesellschaftlichen Auseinanddersetzung mit dem Themenbereich wohl nicht mehr verbannen. Einige Menschen, die ihn verwenden, haben damit gute Absichten. Kritik an dieser verdrehten und verharmlosenden Sprechweise finde ich aber auch berechtigt. Sollten wir uns mit unserer Kritik vielleicht an jene KOngresse wenden, die alle paar Jahre die diagnostischen Leit-Inventare DSM und ICD überarbeiten?

    Nach unserem Engagement für Jugendliche mit Täter-Phantasien fände ich angemessen, uns auch die Situation von Jugendlichen anzusehen, die ihre schlechten Kindheitserfahrungen ebenfallls mit psychischen Störungen bezahlen, dabei aber keine Täter-Phantasien entwickelten – von denen Betroffene sicherlich auch in der Charite behandelt werden, aber in weniger prominenten Projekten. Was geschieht da in den Bereiichen Eßstörungen, Sucht, AD(H)S, Depression, Schizophrenie – interessiert man sich da für die Biographie und erlebte Traumata der Jugendlichen? Fragt man nach, ob die Abhängigkeit vom Elternhaus möglicherweise Abhängigkeit von Tätern bedeutet?

  8. Gertrud Tammena schreibt am :

    Es ist nicht bewiesen, daß pädosexuelle Vorstellungen,Orientierungen von Jugendlichen nur exogene Ursachen haben; eigene Gewalterlebnisse könnten eine Erklärung neben anderen sein, die auch zu erwägen sind; darum ist es richtig, auch auf diesen Aspekt hinzuweisen. Und es ist gar nicht klar, wieweit es individuell dauerhaft heilbar ist. Insofern bleibt eine Distanz zwischen Betroffenen und möglichen Tätergruppen. Ja ,man kann Einwände machen und Aspekte verdeutlichen, aber Behandlung und Forschung muß langfristig sein und zwingend wissenschaftlich und neutral erfolgen – die Gefahren bei Misserfolgen sind zu hoch.

  9. Soul schreibt am :

    @Frau Tammena
    wenn man nur alles beweisen könnte, was wahr ist, dann hätten auch die Opfer von sexueller Gewalt ein Problem weniger!!
    Ein Teil der Opfer wird zu Tätern, d.h. ein Teil der Betroffenen ist auch Täter. Dem muss man sich stellen. Es gibt Opfer, die auch Täter sind. Die Möglichkeit dass ein Opfer zum Täter wird besteht nicht bei jedem Opfer, aber sie besteht, daher darf man hier auf keinen Fall aus Angst vor dieser Wahrheit die Augen verschließen. Auch Opfer müssen lernen sich zu reflektieren, auch ihre garstigen, fiesen, täterorientierten und manchmal eben nicht nur täterloyalen Seiten, sondern eben auch Täterseiten! Wer mit Grausamkeit, mit Kälte, mit Lieblosigkeit, mit Grenzüberschreitung, mit Schlägen, mit Qual, mit Wertlosigkeit, mit Verbrechen aufwächst, muss lernen genau hinzuschauen, weil diese Prägungen MASSIVST schädigen. Opfer werden auch nicht automatisch zu Gutmenschen! Verbrechen müssen aufgeklärt werden, auch die an den „Pädophilen“. Und sie müssen für das was sie getan haben noch mehr Verantwortung übernehmen, als sie es heute tun! Denn heutzutage stehen sie vor Gericht und die Richter zerfließen vor MItleid, und verringern die Strafen bis zur Lächerlichkeit- “ er nimmt ja an einer Therapie(kein Täter werden lässt Grüßen) teil“ .Täter sind Täter- aber oft Opfer gewesen. Verbrechen aufklären, auch nach vielen Jahren ist für ALLE Opfer wichtig! Wäre das in meiner Familie passiert, wäre mir und anderen Kindern eine Menge erspart geblieben! Pädophilie als Krankheit ist ein fürchterliches Konstrukt, das im Moment in unserer Gesellschaft Fuß fasst. Wer erinnert sich noch an die Aussage von Beier, dass Edathy ein prima Politiker sein könnte, auch wenn er pädophil wäre…. SO jemand wie dieser Psychologe(und seine Kollegen tuten ins gleiche Horn) soll sich um Kinder und Jugendliche kümmern? So jemand, der sagt, dass pädophile Fantasien nicht so schlimm seien, und der wirbt damit dass Pädophilie Liebe sei? Wir dürfen hier wirklich nicht schlafen! Täter sind Täter- und es geht nicht um Mitleid. Es geht um Wahrheit und Gerechtigkeit und um Verbrechensaufklärung. Die gibt es kaum, aber deshalb darf man sie nicht aufgeben!

  10. hildegard schreibt am :

    Auch meinen Dank an die vielen Experten der Psyche für diesen ‚Super-Brief‘!!
    Es ist gut zu wissen, dass sich gleich mehrere PsychologInnen gemeinsam für ’s NetzwerkB an die Regierung wenden.

    Die Wurzel der sexuellen Gewalt an Kindern ist immer dieselbe: Eine natürliche Grenze wird ignoriert und unter Macht-Missbrauch überschritten.
    An dieser Wurzel MUSS heutige Politik ansetzen, um endlich etwas verändern zu können.

    Grundgesetz und Kinderrechtskonvention sprechen die klare Sprache der Menschenrechte.
    War die Politik auf diesem „Ohr“ bislang taub?? Auf jenem Auge blind???

    Zur Umsetzung verfasster Grundrechte werden heutige Regierende nicht länger mehr umhin können, sich mit der Geschichte ihrer Nation seit der Nazizeit zu beschäftigen.

    Und dieser Rückblick in die „braune“ Vergangenheit braucht die Bereitschaft nicht nur von Frau Schwesig und Herrn Maas – es müssen unbedingt die Verantwortlichen in den Bildungs-, in Schul- und in anderen beteiligten Ministerien von Bund und Ländern für die strukturellen Veränderungen mit bemüht werden …

  11. hildegard schreibt am :

    @ Soul … ja! Die Richter zerfließen vor Mitleid, und verringern die Strafen bis zur Lächerlichkeit, und zwar im Sinne der Täter aller Schichten – das also wäre „des Pudels Kern“ …

    Pädophilie sei ‚Liebe’… – wie bitte???
    Wie viele von solchen irregeleiteten Psychotherapeuten mag es wohl außer besagtem geben?

    Da lob‘ ich mir NetzwerkB:
    Es bietet inzwischen zehn Psychologen auf, die mit uns Betroffenen fühlen, für Veränderung kämpfen und mit ihrem Namen einstehen für Recht und Gerechtigkeit.

    Weiter so, IHR PROFIS!

    Tragt euch ein in die Professionellen-Liste der Verantwortlichkeit!
    Seid kreativ im Welt-Verbessern!
    Wir wünschen eure Stütze gegen den leidlich überstandenen Eis-Sturm unserer Vergangenheit …

  12. Gertrud Tammena schreibt am :

    @soul
    Wir stehen überhaupt nicht im Widerspruch. Mnche Täter sind selber gewaltbetroffene, manche vielleicht nicht – bei manchen hilft jene Therapie vielleicht dauerhaft, bei anderen möglicherweise nicht – man muß immer differenzieren. Ja ,und hier wird es ja richtig festgestellt: Jede/r in der Kindheit/Jugend von sexueller Gewalt Betroffene muß auf seine eigenen Gewaltanteile achten und Ausraster verantworten – auch lebenslang.

  13. Anna M. schreibt am :

    Wenn man die Mechanismen der Gewalt einmal durchschaut hat, kann es gar keinen anderen Ursache für Gewalttaten an anderen Menschen geben als daß der Täter selbst einmal Opfer von Gewalt geworden ist. Gewalt in welcher Form auch immer.
    Wenn man diese Mechanismen negiert, spielt man den Tätern in die Hände.
    Oder man nährt ein Menschenbild, das behauptet, daß es „von Natur aus“ gewalttätige Menschen oder „das Böse im Menschen“ gibt. Auch solche Theorien/Weltanschauungen schützen Täter.

  14. Pit Van CalvinII schreibt am :

    Teilweise sehe ich es so wie Lotosritter weiter vorne schreibt, dass es problematisch sein kann, Täter-Aktionen auf dissoziierte Anteile der Person herunter zu relativieren. Der Mensch muss Vrantwortung dafür übernehmen, wenn er sich dafür entscheidet, anderen Schaden zuzufügen. Das muss jeder Einbrecher, jeder trinkende Verkehrsteilnehmer, jeder Stalker und jeder Mörder und kann sich nicht dahinter verstecken, einen abgetrennten Persönlichkeitsanteil zu besitzen, oder von Introjekten bewegt zu werden.
    Das gesamte Gebilde Strafrecht würde infrage gestellt, wenn man den menschlichen Geist, die Psyche, auf zig Anteile herunter bräche, die von einander Tun kein Bewusstsein besitzen. Und aufgrund dessen auch keine Schuld an ihrem Tun auf die Person luden.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass das Gros der Täter in solchen gespaltenen Wirklichkeiten lebt, dass sie einerseits einen gewöhnlichen Alltag mit Familien, oft eigenen Kindern und völlig bewusstem Handeln leben, sich aber an ihre pädophilen Aktionen nicht erinnrn, oder diese wie nicht eigen wahrnehmen. Jeder könnte sich über abgespaltene Persönlichkeitsanteile seiner Verantwortung entledigen….

    Andererseits finde ich den Ansatz gut, die bisherige Anstrengung der Charite mit einem fachversiert geleiteten Unterbau zu versorgen, sodass auch auf die Verhinderung des malignen Verlaufs mancher Opfer, wenn aus denen Täter werden könnten, geachtet wird.

    Die Nessel an der Wurzel zu fassen, nicht nur die Blätter abzuschneiden, ist wohl die größte Herausforderung bei diesem Thema.

  15. Gertrud Tammena schreibt am :

    @Anna M.
    Es ist ja richtig und wichtig, erlittene Gewalt- und Übermächtigungserfahrungen in der Entwicklung als mögliche Ursache von pädosexuellen Trieben zu ergründen, aber Sie können doch nicht andere Gründe völlig ausschliessen bzw. abstreiten als da denkbar sind :
    – Konsum von sexualisierten Videos, und Gewaltliteratur, Internet“spiele“
    – Stillstand der Entwicklung
    – transgenerationale Weitergabe und -prägung
    – Mutationen
    – Hirnerkrankungen und-verletzungen
    – hormonelle Störungen
    – Mimikry
    – Auswirkungen von Drogen und anderen Giften
    – negative Vorbilder (z.B.Umfeld, Popkultur,…)
    Ja und auch Gewalt, Aggressionen sind im Menschen fundamental angelegt, was zu Affekkt und Überreaktionen führen kann – also das „Böse“, Destruktive im Menschen.
    Solche Ansichten völlig auszuschliessen, wäre doch ein sehr fahrlässiges Ausblenden weiterer wichtiger Aspekte.
    Darüberhinaus halte ich es für erforderlich, ältere Kinder und Jugendliche für eigene erlittene Schädigungen und Gewalterlebnisse zu sensibilisieren sowie für ihre Verantwortung einer seelischen Gesundheitspflege und Wahrnehmung von Hilfemöglichkeiten – das kann im Ethikunterricht, in Sozialkunde, in Biologie erfolgen und ebenso bei den Jugenduntersuchungen der Kinderärzte sowie bei Andrologen und Gynäkologen (Schwangerschaftsverhütung und Vorbereitung/ Begleitung).Prävention kann nicht erst in z.B. der Charité ansetzen sondern vorher und erweitert..

  16. hildegard schreibt am :

    Das an der Charité gegründete Netzwerk „Kein Täter werden“ wird bislang mit 370 000 Euro im Jahr vom Bundesjustizministerium gefördert.
    Das mag ja im Jahr 2005 gerechtfertigt gewesen sein, aber …
    Die Familienministerin plazierte gestern den unter Betroffenen umstrittenen Leiter dieses Modells neben sich, präsentierte ihn öffentlich in den Nachrichten – ein auf Betroffene eher hilflos wirkender Versuch, Frau Schwesig!
    Sie verkaufte damit einer gestressten Gesellschaft am Abend diese eine Idee als DIE Lösung DES Problems, das seit ZIG Jahren skrupellose Politikerkollegen zu verantworten gehabt HÄTTEN …
    Hilfreich, angemessen, überfällig wäre ein Wort der Einsicht in frühere Versäumnisse der – inzwischen z.T. ausgedienten -Politikerriege aus allen beteiligten Ressorts gewesen!

    Wie wir wissen, MÜSSTE aber die Aufmerksamkeit der Regierung für potentielle Täter wesentlich früher ansetzen:

    Ursachen der Gewalt sind zu erforschen, anzuerkennen, öffentlich zu benennen! Kranke Wurzeln sind unverzüglich zu behandeln!

    Aus Betroffenen-Sicht wurde immer wieder die Umsetzung eines not-wendigen System-Umbaus eingefordert.

    Will diese durch und durch ökonomistisch ausgerichtete Regierung menschlich nicht durchblicken?
    Will man mit aller Macht Gewalt eskalieren lassen?
    Will man von unseren Erfahrungen und den Ergebnissen aus Forschung, Lehre und …Praxis nicht profitieren?

    Ministerielle Halbherzigkeiten und Sand für ermüdete Augen abendlicher Fernsehzuschauer aber sind das allerletzte, was wir gesellschaftlich ausgegrenzte Überlebende der s.G. noch in 2014 ertragen möchten und können.
    Ein Trauerspiel – angesichts der ständig steigenden Gewalt – auch/gerade in Kinder- und Jugendkreisen!!!

  17. rasch schreibt am :

    Ist es vielleicht auch die Gefahr den Wald vor lauter Bäumen nicht zu sehen?
    Letztlich las ich ein Buch eines Gerichtspsychiaters…etwas unwillig aber ich brachte es zuende. Er beschrieb den Fall eines Mannes der eine oder mehrere Obdachlose Frauen bis zum Tode brachte mit üblesten Aktionen. Als dieser Mann seine Strafe abgesessen hat und von diesem Psychiater ein positives Gutachten bekam wurde ihm der Vorschlag gemacht in der Suppenküche zu arbeiten. Ich dachte, das darf doch nicht wahr sein. Klar ist es ihm nicht auf der Stirn geschrieben aber einen Mörder geanu dort unterzubringen wo seine Opfer früher waren, ist das Gut???
    Ich plädiere aus ethischen Gründen und wahrscheinlich wird es auch wissenschaftliche geben, ganz klar für ein Nein.
    Der Gerichtspsychiater beschrieb noch, wie er nach längerer Zeit einen Brief von dem Entlassenen bekommen hat und darin sagte der Mann aus, dass er nicht in der Suppenküche arbeiten würde weil ihn das traurig machen würde, wenn er immerzu an seine Taten erinnert wird. Soviel zu dem „armen“ Entlassenen der aus diesem grunde den Job nicht annahm (gottseidank muss man sagen). Für mich wird nur der Egoismus deutlich. Und der Gerichtspsychiater war meines Erachtens nicht in der LAge zu evaluieren.

  18. Die zugrundeliegende Argumentation des offenen Briefes ist aus Sicht eine verkürzte Betrachtung.

    Gewalt trägt sich weiter, ohne Frage. Erlebter inzestuöser Missbrauch in der Kindheit birgt eine viereinhalbfach höhere Gefahr selbst einmal zum Täter zu werden.
    „Befragungen in der Bevölkerung und von Sexualstraftätern legen nahe, dass 4 bis 12 Prozent der als Kind missbrauchten Männer später selbst Sexualstraftaten begehen und umgekehrt 12 bis 35 Prozent der Sexualstraftäter als Kinder selbst sexuell missbraucht wurden.

    Darauf hat Dr. Manuela Dudeck, Fachärztin mit Schwerpunkt Forensische Psychiatrie, aus Greifswald hingewiesen.“Einen einfachen kausalen Zusammenhang gibt es aber nicht“, so Dudeck. Jedoch könnten traumatische Kindheitserfahrungen für spätere Straftaten durchaus von Bedeutung sein: Oft komme es zu pathologischen Abwehrformen wie Ärger, Groll und Rachegefühl“(http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/632313/sexueller-missbrauch-opfern-oft-taeter.html).

    Dudeck sagt weiter, „die Erhebung einer Biografie hilft immer“.

    Das bedeutet für uns, dass es gut wäre die Charite‘ würde diese Zusammenhänge mit bedenken. Doch wollen wir nicht per se die Arbeit in Frage stellen oder gar deren Abschaffung erreichen. Wir sind der Ansicht, es gibt viel zu wenig Wissen über Täter, sodass in alle Richtungen gedacht werden sollte. Die Charite sammelt Wissen darüber, wie pädophile Menschen ticken, und selbst wenn nur wenige Prozent der Täter ausmachen, so wird dadurch Täterwissen erlangt und das ist gut. Wir dürfen uns vor keiner Gruppe verschließen, die uns, aus welcher Perspektive auch immer, Einblick gewährt.

    Auch Psychodynamische Aspekte,wie die Identifikation mit dem Aggressor, täterloyale Anteile, sollten mit in Betracht gezogen werden. Auch die transgenerative Weitergabe von Traumatisierungen könnte einbezogen werden.

    Alles in allem gibt es aber sehr mehr Faktoren als Missbrauch in der Kindheit, die dazu führen, dass Opfer Täter werden. Das gesamte soziale Umfeld spielt eine Rolle, ob der Missbrauch aufgedeckt wurde, ob das Kind Hilfe erhielt, ob es andere gute Menschen gab, wie das Kind in seiner Persönlichkeitsstruktur veranlagt ist, und, und, und.

    Es gibt sehr viele Menschen, die genau den gegenteiligen Weg einschlagen, und nicht weil sie Opfer waren, Täter werden wollen.

    Wenn ein Jugendlicher sich als pädophil empfindet, wäre es fatal keine Hilfe anzubieten und zwingend auf den eventuellen Traumahintergrund zu schauen.

    Wir folgen natürlich dem Wissen, dass die meisten Täter nicht pädophil, sondern Gewaltverbrecher sind; daher ist die Einbeziehung von Gewaltprävention immer gut. Zuverlässige Zahlen darüber wie viele Menschen pädophil sind, gibt es so wenig, wie es zuverlässige Aussagen darüber gibt, wie Täterschaft entsteht.

    Außerdem möchten wir nicht, männliche Opfer sexualisierter Gewalt, generell unter den Verdacht stellen, selbst Täter zu sein oder zu werden.

    Soll der offene Brief die Charité nur zu einer offeneren Sichtweise einladen, so stimmen wir dem zu.

    So wie es soziale Gründe für Gewaltbereitschaft gibt, gibt es auch Hinrforscher die biochemische Vorgänge im Gehirn und Hirnschäden als Ursachen sehen, die die Gewaltbereitschaft begünstigen.

    Wir finden, alles sollte in Betracht gezogen werden, um Opfer zukünftig schützen zu können. Werden wir nachlässig, und schauen nur auf eine Sache, so schaden wir den Opfern.

  19. @rasch (auch wenn die Antwort hier Off-Topic ist)

    ja, sicherlich. Aber um diese – zutreffenden Forderungen – auch zu manifestieren, aber auch andere Belange von Kindern wäre es wichtig das Kinderrechte ins Grundgesetz kommen. Und ohne politisch zu werden ist es die Union die sich hier vehemmt wehrt.

    Zitat: „Ein Bedarf für eine Ergänzung des Grundrechtekatalogs besteht daher nicht. Ein neuer Grundgesetzartikel »Kinderrechte« könnte nicht über den schon bestehenden Rechtsschutz hinausgreifen und hätte damit eine rein symbolische Bedeutung. Symbolgesetzgebung, die keine echte rechtliche Wirkung entfalten kann, ist nicht dazu geeignet, das Vertrauen der Bürger in die Rechtsordnung und ganz besonders in unsere Verfassung zu erhöhen. Daher lehnen CDU und CSU die Einfügung von Kinderrechten ins Grundgesetz ab. “
    Quelle: http://www.tdh.de/was-wir-tun/arbeitsfelder/entwicklungspolitik-und-kinderrechte/meldungen/zwoelf-fragen-zu-kinderrechten/cdu-kinderrechte.html

    Und hier: „Im Grundgesetz sind bereits Kinderrechte in Abwägung zu Elternrechten formuliert. Das hat das Bundesverfassungsgericht klargestellt. Dort, wo Eltern versagen, ist der Staat gefordert. Wir haben eine neue Qualität im Kinderschutz. Wir sind aber gut beraten, die Eltern nicht einem Generalverdacht auszusetzen. Die allermeisten Eltern kümmern sich vorbildlich und liebevoll um ihre Kinder.“
    Quelle: http://www.dksb.de/CONTENT/SHOWPAGE.ASPX?CONTENT=791&TPL=1

    Auf die Äußerungen der ABC-Partei im EU-Parlament , die mit dem blauen Fähnchen, möchte ich hier jetzt gar nicht eingehen.

    Solange Kinder keine Lobby haben, Politik Taub und Blind ist, wird sich kaum etwas ändern – leider.

  20. rasch schreibt am :

    @ Ingo Fock
    Ja ich bin auch nicht professionalisiert genug um in der Materie schnell und gezielt anzusetzen.
    Ich spüre nur nach und in der Gegenwart erlebe ich meine und die Geschichte von anderen.
    Fakt ist für mcih daß eine grosse innere Bereitschaft da ist, transparent mit Gewalt umzugehen. Dies darf nicht behindert werden sondern muss gefördert werden. Es kann nicht sein daß mit Willkür und Gewalt die Gelassenheitsgrenze ausgenutzt wird, das wird sich rächen. Nicht jeder ist in der Lage dies zu nutzen um sein traumatissches Wachstum zu fördern egal unter welchen unwürdigen und erneuten missbräuchlichen Situationen auch immer.
    Wenn da nix passiert werden sich die Kinder auf der Strasse weiter verselbständigen, nur als Beispiel. Das kann nicht der Weg sein.
    Wird das zugelassen werden die heute regierenden dafür die Verantwortung übernehmen müssen.

  21. Hubert schreibt am :

    also wenn ich ein einige mit Fachbegriffen durchsetzten Kommentare hier so lese,
    so frage ich mich, wozu denn das Ganze?
    Es sollte längst bekannt sein, dass sich diese Übergriffe nie ausmerzen lassen.
    Tätergruppen lassen sich einfach nicht kanalisieren und sind überall zu finden.
    Ich sehe sogar eine Gefahr, den Blick auf bestimmte Personengruppen zu legen,
    weil es von der Gesamtheit ablenkt und man anderswo unvorsichtig wird.
    Es macht viel mehr Sinn, den Opfern Unterstützung anzubieten und zu entschädigen, damit diese ein Leben in Würde führen können.
    Das ist bist heute nur in kleinen Ansätzen geregelt.
    Diese ganzen kostspieligen Forschungsstudien sollte man sich sparen und das Geld den Opfern direkt zukommen lassen.
    Es ist doch mehr als genug geforscht worden. Insbesondere mangelt es an der Umsetzung der bisherigen Forschungsergebnisse.
    Man kann es garnicht oft genug wiederholen.

  22. ExKanonikus schreibt am :

    Man scheint in Deutschland ein richtiges pädofiles Netzwerk zu haben, und an dieses will man nicht ran.

  23. prof.dr.gernot lucas schreibt am :

    sehr guter, wichtiger brief !
    prof.dr.gernot lucas

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