Europarat-Rüge wegen Prügelstrafe: Ohrfeige für Frankreich

04.03.2015: SPIEGEL ONLINE

Der Europarat hat die französische Regierung gerügt, weil sie körperliche Züchtigungen von Kindern noch immer per Gesetz erlaubt. Anhänger der Prügelstrafe befürchten einen Verfall der elterlichen Autorität.

Einen Klaps auf den Hintern oder auf die Wange: In Frankreich dürfen Kinder von ihren Eltern noch immer körperlich bestraft werden, so steht es im Gesetz. Der Europarat in Straßburg rügte nun das Land und erhöht so den Druck auf die Regierung in Paris.

Das Komitee für soziale Rechte des Europarats entschied an diesem Mittwoch über eine Beschwerde der britischen Kinderschutzorganisation „Approach“. Dass Frankreich – anders als etwa Deutschland – Prügelstrafen für Kinder nicht völlig verboten hat, wertet das Gremium als Verstoß gegen die Europäische Sozialcharta. Weiter lesen…

3 Kommentare

  1. Anna M. schreibt am :

    Bravo, Europarat!

  2. Mario schreibt am :

    Und dabei geht es auch ganz anders! Der Franzose Yves Duteil hat wohl eines der schönsten Lieder darüber komponiert, wie man Kindern begegnen soll:

    https://www.youtube.com/watch?v=wiI8f8yKwlA

    Der Text auf deutsch:

    Ein Kind an der Hand nehmen,
    es in den Morgen führen,
    ihm Vertrauen in seine Schritte schenken.
    Ein Kind wie einen König achten.
    Ein Kind in seine Arme nehmen.
    Erst einmal seine Tränen trocknen,
    bis sie in Freude versiegen.
    Ein Kind in seine Arme nehmen.

    Ein Kind mit seinem Herzen verstehen,
    es bei Missgeschicken ermutigen.
    Ganz leise, ohne Worte, ohne Scham.
    Ein Kind mit dem Herzen verstehen.
    Ein Kind in seine Arme nehmen.
    Seine Tränen erst einmal vergiessen lassen,
    bis sie in Freude versiegen.

    Ein Kind an der Hand nehmen,
    ihm wieder Lieder singen,
    bis es einschläft beim Hereinbrechen der Nacht.
    Ein Kind in Liebe aufnehmen,
    ein Kind annehmen, wie es ist,
    es in seinem Kummer trösten,
    es sein Leben leben lassen.
    Und es wieder an der Hand nehmen,
    vorwärts blicken auf das Ziel des Weges.

    Ein Kind annehmen, begleiten,
    damit es sich selber wird.

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