Fonds sexueller Missbrauch

24.10.2015: netzwerkB

Unmut über Geschäftsstelle

Ein Gastbeitrag von Brigitte Lochmann

Ich habe über 1 Jahr auf den Entscheid auf Übernahme der Kosten meiner Therapie gewartet. Daraufhin habe ich einen Antrag auf Übernahme meiner erhöhten Fahrtkosten gestellt.

Da ich auf Grund meiner psychischen Erkrankung nicht in der Lage bin, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, habe ich einen Antrag auf Übernahme meiner erhöhten Fahrtkosten gestellt.

Ich fahre nicht mit dem Taxi, sondern habe mir privat einen Fahrdienst gegen Bezahlung organisiert, der wesentlich günstiger als ein Taxi ist (ich bin Hartz IV-Empfängerin und kann das nicht selbst bezahlen).

Dieser Antrag wurde wieder monatelang bearbeitet.

Am 7.10.2015 wurde mir per Mail mitgeteilt, dass jetzt eine Entscheidung getroffen wurde und ich auf die schriftliche Benachrichtigung warten muss, die bis heute nicht eingegangen ist.

Ich finde, das hat System – Menschen mürbe machen und warten lassen.

Ich weiß seit Wochen nicht, wie ich die Fahrtkosten bezahlen soll und stehe bei meinem Fahrdienst in finanzieller Schuld.

Ich fände es mal interessant, wie es anderen Betroffenen geht, die sich an diese Geschäftsstelle gewand haben, mit der Bitte um finanzielle Unterstützung.

Wie mit uns Betroffenen umgegangen wird – ich bin fassungslos.

Mehr auf netzwerkB: Alles Augenwischerei

132 Kommentare

  1. Eva schreibt am :

    Eine Petition, die nicht ganz passt, aber auch die aufzeigt wie Opfer behandet werden.Heute läuft sie aus.

    Petition 59745
    Entschädigung der Opfer von Gewalttaten – Vermeidung der Retraumatisierung der Opfer vom 03.07.2015

    Text der Petition

    Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Verfahrensweise in der Umsetzung des Opferentschädigungsgesetzes so verändert wird, dass eine Retraumatisierung der Opfer vermieden wird. Die Ausführungsbestimmungen des Gesetzes sollten dementsprechend präzisiert werden.

    Begründung
    Ich bin Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und arbeite als niedergelassener ärztlicher Psychotherapeut in einer Kleinstadt am Niederrhein. Ich behandele mehrere in ihrer Kindheit sexuell traumatisierte Patientinnen, die Entschädigungsmaßnahmen gem. OEG beantragt haben.
    Hier in NRW ist in Nachfolge des aufgelösten Versorgungsamtes der Landschaftsverband Rheinland (LVR) in Köln die zuständige Behörde. Die sehr rigide und für die Betroffenen sehr belastende Verfahrensweise, mit der die Ansprüche von den zuständigen Mitarbeitern des LVR überprüft werden, führt zu massiven Belastungen der betroffenen Patientinnen. So werden wahlweise Explorationen durch die (meiner Information nach nicht psychotherapeutisch oder psychologisch ausgebildeten) Mitarbeiter durchgeführt oder mehrstündige aussagepsychologische Begutachtungen in Auftrag gegeben.
    In einem Telefonat mit einer dieser Mitarbeiterinnen, in welchem ich sie auf die mit dieser Verfahrensweise verbundenen, schweren gesundheitlichen Risiken für die Betroffenen aufmerksam gemacht habe, teilte sie mir mit, „sie würden schon sehr behutsam vorgehen, das Risiko sei ihnen bewusst, aber es ginge ja schließlich um viel Geld“.
    Ich bin Leiter eines Qualitätszirkels für Psychotherapeuten und im Rahmen unserer dortigen Arbeit wurde deutlich, dass die Kollegen, so wie auch ich, den betroffenen Patienten inzwischen davon abraten, Ansprüche zu stellen, um ihnen diese schweren Belastungen zu ersparen.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Verfahrensweise den Sinn dieses Gesetz wirklich wiederspiegelt. Ich bitte daher darum, die Ausführungsbestimmungen des Gesetzes dementsprechend zu präzisieren.

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2015/_07/_03/Petition_59745.nc.html

  2. Savina schreibt am :

    Als ich langsam und allmählich begriff, dass diese damalige Kampagne „Schweigen schützt die Täter“, damals im Jahre 2010 noch unter der Schirmherrschaft von Frau Dr. Christine Bergmann, nur ein Ködern von Betroffenen war, damit nach außen hin nun auch zu sehen war, dass sich sogar die Regierung dazu herab ließ einmal genauer zur Thematik „Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ hinzuschauen, nachdem ! Kirche und Odenwaldschule sich bereits dazu gezwungen sahen, wendete ich mich angewidert von dem aus der Kampagne entstandenen „Fonds sexueller Missbrauch“ ab. Man wollte nur an die „Geschichten“ der Betroffenen gelangen, die sich dann hinterher gut archivieren ließen und für „Forschungs-Zwecke“ gut verwendbar sind.
    Man weckte damals in den Betroffenen tiefe Erwartungen und gab diesbezüglich Versprechen ab, die den Eindruck machen sollten, den Betroffenen Anerkennung, Respekt und tat-sächliche Hilfe zukommen lassen zu wollen.
    Was da nun am Ende in Form des „Fonds sexueller Missbrauch“ entstanden ist, ist eine ver-bürokratisierte erneute „Stacheldrahtzaun-Hürde“ (Dieses Bild habe ich gerade vor mir.) für die Betroffenen, die erneut die Betroffenen demütigt. die Betroffenen auf seelischer Ebene mit Füßen tritt und für meine Begriffe für die Betroffenen, angesichts der an ihnen begangenen Grausamkeiten in der Kindheit und/oder Jugend , eine Verhöhnung darstellt.
    Ich habe mich damals auch an dieser Kampagne beteiligt. Und ich habe dann auch Fragen zum „Fonds sexueller Mißbrauch“ bei der dortigen telefonischen Anlaufstelle gestellt.
    Für die dort arbeitenden Leute haben wir Bittsteller und Bettler zu sein.- Das war mein Eindruck. „Edel sei das Opfer, hilflos und gut? “ (siehe link, strohhalm-e,V.)- fiel mir ein als ich mit der telefonischen Anlaufstelle des „Fonds sexueller Mißbrauch zu tun hatte und mir auch selbstverständlich den Antrag für die angeblichen Hilfen aus dem Internet heraus zog. – http://www.strohhalm-ev.de/kunde/pdf/1/25_6_07.pdf. – Letztendlich wendete ich mich von diesem „Hilfsangebot“ ab. Diese Hilfe würde mich erneut schädigen und so ist das Ganze wohl auch konzipiert. Es lebt sich für viele so schön mit einer auserwählten Gruppe von Sündenböcken. Man kann sich dann so dermaßen herablassend vollkommen großartig fühlen , wenn man dann in der „Helfer“-Rolle ist und Almosen verteilt…..Eine Hilfe ist das für meine Begriffe in keinster Weise und deswegen lehne ich für mich ein solches schein-heiliges „Hilfs“-Angebot ab.
    Meine Würde (siehe folgender link) wurde bereits in extremster Form verletzt und ich lasse es nicht zu, dass nun auch noch von offizieller Regierungsseite aus weitere Verletzungen erfolgen. – – http://www.traumhaus-bielefeld.de/wp-content/uploads/Luise-Reddemann-Trauma-und-W%C3%BCrde-2009.pdf – Ich will keine Erfahrungen mit diesem „Fonds sexueller Mißbrauch“ machen. Was ich bisher durch meine eigene, persönliche Beteiligung an der damaligen Kampagne und den telefonischen Anfragen sowie durch das Durchlesen des Antrags mitbekommen habe, hat für mich ausgereicht, um eine solche Entscheidung in voller Klarheit zu treffen.Für mich ist das Ganze, dieses „Hilfs“- Angebot, eine einzige strukturelle Gewalt. Es ist scheinheilig und geheuchelt, es ist Augenwischerei….

  3. Gast schreibt am :

    Vielleicht sind andere schon mürbe, weil sich niemand sonst äußert.
    Mir geht es genauso und im Jahr 2014 war es ähnlich.
    Die abhängige Situation ist es doch, die gewollt ist. Die kennen wir doch alle.
    Wer schon Erfahrungen mit dem System hat, den wundert diese Vorgehensweise nicht.

  4. Angela Ebert schreibt am :

    Liebe Brigitte Lochmann,
    es ist egal wohin man/frau sich als Geschädigte/r wendet, Sozial-Behörden und -Gerichte sind auch kalt „Ein-ge-Nordet durch die Agenda-Ideologie“ unseres ehemaligen Kanzlers + Bertelsmänner und seiner Nachfolgerin!, Rechts-Ansprüche zu verweigern, notwendige Leistungen Budget-schonend immer erst mal abzulehnen. Diese zielführend manipulierten Rechts- und Verfassungswidrigkeiten nennt man seit über 10 Jahren den Rechtsfreien Raum innerhalb freie Arbeits-Gemeinschaften mit unterschiedlicher Namensnennung und ohne erkennbaren Rechts-Status. Frei von jeder Amts-Pflicht und Amts-Haftung. Faktisch ohne die Berücksichtigung von individuellem RECHT-SCHUTZ der Grund- und Bürger-Rechte, Menschen-Recht scheint ebenfalls nicht entscheidungsrelevant zu sein.
    Das Verschleppen und Verzögern von „Anträgen“ ist gängige Praxis, überall.
    Ich finde, das hat System – Menschen mürbe machen und warten lassen.
    Ja, das kann ich nur bestätigen!!!
    Der Slogan scheint zu sein, einmal „Opfer“ immer „Opfer“.
    Die Fassungslosigkeit sollte sich, vermutlich, als Resignations-Unterstützung zieflührend auswirken, ein sozial-politischer Skandal.
    Es hat den Anschein das sich die zuständigen Amts-Träger da allesamt einig sind, auch die nicht-zuständigen Amts-Träger verfahren nach dieser Menschen-verachtenden Ideologie, die seit 2005 in sogenannte Sozial-Gesetze gegossen wurden.
    Solange die Armuts-Verwertungs-Industrie, die Hartz-Gesetzgebung, zielführend „Gewinne“ einfährt wird das wohl so bleiben und die Prämien-Zahlungen an Amts-Träger würde ich als Schmiergeld-Zahlungen (Steuergeld) bezeichnen, so meine Meinung!
    Die Kirchen schröpfen kräftig mit ab durch die zur Verfügung stehenden Billig-Arbeitskräfte. Um welche „Probleme“ sich die Bischofs-Synode in Rom so Gedanken macht in bekannt.
    Die Internet-Foren sind voll von Geschichten der ganz besonderen ART, des zielführenden generierens von fremder Rechtsgütern, auch von uns Betroffenen.
    Sie sind nicht allein, soviel ist sicher!
    Alle schwerwiegend Erkrankten werden genau so „behandelt“…
    Nicht aufgeben!
    Auch netzwerkb berichtet seit vielen Jahren darüber, sehr ausführlich, wie ich finde.

  5. Kirsten schreibt am :

    Die Kritik und die Wut ist berechtigt, die hier bezüglich des Fonds geäußert wird. Eine Anlaufstelle, die sich erhebt, um wieder zu entscheiden, um eine Hinhaltetaktik zu praktizieren. Für Opfer, die darauf angewiesen sind eine bittere Erfahrung. Ich habe nach zwei Jahren Wartezeit, unendlichen Anfragen einen positiven Bescheid bekommen und bin froh, aber dennoch ist dieser Fonds eine Farce. Vor der Krankenkasse bin ich nun gesund, denn niemand muss Therapiekosten bezahlen, von der Gesellschaft durch den Erhalt von Mitteln, die mir als Opfer zustehen sollten, bin ich durch die Zahlung von Almosen, offiziell ruhig gestellt. Dankbar für Mittel?, durch Verschulden eines „Rechtsstaats“, in dem niemand von dem Furchtbaren etwas wissen will, in dem es nicht interessiert, wenn Kinder missbraucht werden.

  6. Susanne schreibt am :

    Hallo,
    für diejenigen, die sich mit dem Gedanken des Fonds beschäftigen, möchte ich trotzdem etwas Mut machendes loswerden: Wenn man genau in den Rahmen des Fonds fällt, und z.B. Therapiekosten selbst trägt, dann kann man doch auch gute Erfahrungen machen. Ich musste zwar ein Jahr warten aber nun bekomme ich wirklich Therapiekosten bis 10000 Euro bezahlt.
    Ich kann jedem nur raten, sich vorher mit dem Weissen Ring in Verbindung zu setzen. Sie haben Erfahrung und können einem helfen, den Antrag richtig aufzusetzen, und haben mir auch viele Sorgen genommen (z.B. ist es nicht nötig, die erlittenen Dinge wirklich zu schildern, ein paar Kreuze mit groben Angaben und die Erklärung, dass einen ausführlichere Angaben triggern, genügt, ausserdem ist es nicht nötig, dass man einen OEG Antrag gestellt hat). Ausserdem weiss ich, dass meine Betreuerin vom weissen Ring mehreren Menschen dabei geholfen hat, auch Widerspruch gegen den Bescheid des Fonds einzulegen. Auch wenn es nichts wider gut macht, was geschehen ist, und ich es auch richtig fände, wenn wir angemessene Traumatherapie bei professionellen Therapeuten, auch wenn sie nicht den Kassenstandards entsprechen, eigentlich auch ohne große Anträge bezahlt bekommen sollten, bin ich dennoch persönlich dankbar, dass ich diese Kosten nun vom Staat übernommen bekommen habe. Ausserdem wird mir schriftlich bestätigt, dass man mich als Betroffene „anerkennt“. Das tut mir auch ein Stück gut, so ein Papier in der Hand zu haben. Besser als nichts.
    Allen weiterhin alles Gute auf ihrem schweren Weg beim Leben mit der Traumatisierung, wo auch immer er gerade langgeht,
    Susanne

  7. hildegard schreibt am :

    Savina, so reagierte ich damals auch, aus Selbstschutz.
    Allerdings würde ich eher nicht glauben, dass die schwarze-Zahlen-fixierte Regierung auch nur einen Gedanken an Ursachen-Forschung verschwendet – denn dann hätte sie schon von 1/10 an völlig anders vorgehen müssen. Transparenz und Wahrheitsfindung wurden in meinen Augen offensiv per Scheinaktion – mit UBSKM, ‚Prävention‘, Fonds – und Minimalzugeständnis bzgl. Verjährung behindert. – Und ‚weise Voraussicht‘ will Kosten verhüten.

  8. Savina schreibt am :

    Ich habe in meinem Text das Wort FORCHUNGSZWECKE in Anführungszeichen gesetzt und meinte damit, dass die Regierung nur den Anschein erwecken will, dass sie forschen will und forscht. … Geforscht, tatsächlich geforscht, haben schon andere. Z.Bsp. Wilhelm Reich , der die Ursachen für die Entstehung von Sadismus erforschte und dafür ja auch beständig, bis an sein Lebensende, bekämpft wurde.
    http://www.amazon.de/Die-Massenpsychologie-Faschismus-Wilhelm-Reich/dp/3866476663
    Die Familie als Unterdrückungsapparat, als geschlossenes System, in dem Kinder immer wieder zum Besitzstand der Eltern gehören und optimal darauf vorbereitet werden, nicht selbständig zu denken, nicht zu hinterfragen, Hierarchien zu akzeptieren, zu gehorchen , sich anzupassen und mit der Masse mitzugehen. Mit einer Masse, die immer Feindbilder braucht, um sich besser zu fühlen.
    http://www.amazon.de/Fremde-uns-dtv-Sachbuch/dp/3423351616/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1446124464&sr=1-1&keywords=Der+Fremde+in+uns Arno Gruen hat ebenso sein ganzes Leben lang geforscht. Und auch Alice Miller http://www.amazon.de/sollst-nicht-merken-Variationen-Paradies-Thema/dp/3518374524 Es liegt schon soviel an Forschung vor…. Wenn die Regierung im Sinne von Wilheln Reich, Arno Gruen oder Alice Miller weiter forschen würde, würde dies Veränderungen an den Machtverhältnissen bewirken. Daran besteht in Regierungskreisen keinerlei Interesse.

  9. hildegard schreibt am :

    … so ist es: in Regierungskreisen keinerlei Interesse.

  10. Angela Ebert schreibt am :

    Liebe Savina,
    liebe Hildegard,
    da schließe ich mich direkt an, auch diese Regierung hat KEIN INTERESSE an Aufklärung und Hilfestellung für Betroffene!
    Recht und Gesetz sind der Profit-Maximierung UNTERSTELLT!
    Das ist nicht nur nicht redlich, das ist KRIMINELL!
    Würde braucht Un-Rechtsbewußtsein!
    Luise Reddemann
    Gruß
    Angela

  11. Frau. R.. schreibt am :

    Ich finde den Beitrag von Fr. Lochmann sehr mutig und sehr realistisch.
    Nach fast 2 Jahren endlosem Hin und Hergeschreibe mit dem Fonds hatte ich es aufgegeben, weil fast alles abgelehnt wurde.
    Selbst mein Antrag auf einen Kühlschrank.
    Bei meinen Anträgen ging es mir ähnlich wie Fr. Lochmann.
    Und permanent forderte der Fonds neue Argumentationen von mir, beklagte sich aber gleichzeitig darüber wie umfangreich die Akte inzwischen geworden sei.
    Meine Erfahrungen mit dem Fonds sind sehr negativ, ich finde ihn genauso unwürdig wie Hartz IV.
    Die Betroffenen zahlen die Zeche dafür.
    Nachdem ich kürzlich wieder einen Schrieb von dem Fonds erhielt, weitere Anträge zu präzisieren, ist mir dann der Kragen geplatzt u. ich hatte es dann aufgegeben.
    Ich mußte mich sogar mit dem Fonds um einen Gehstock streiten u. weitere Anträge (z. B. Osteopathie etc.) wurden gnadenlos abgeschmettert.
    Es ist beschämend was der Fonds den Betroffenen zumutet.
    Selbst der Antrag für einen möglichen Umzug in eine barrierearme Wohnung wurde abgeschmettert mit der Begründung ich sollte doch zum Jobcenter gehen.
    Oder zum Sozialamt.

  12. hildegard schreibt am :

    Fr.R. – und wie wäre es mit einem geharnischten Protest bei Herrn Rörig? Ein Armutszeugnis auch für seine Behörde!!

  13. Fr. R. schreibt am :

    Hallo liebe Hildegard,

    ich hatte vor geraumer Zeit einen Beschwerdebrief wg. der Ablehnung des Kühlschranks geschrieben u. nie eine Antwort erhalten.
    Da ich eine sehr schwere urologische nebst depressiver Erkrankung habe, ist mir meine Kraft abhanden gekommen u. ich habe jetzt den gesamten Vorgang meinem Anwalt übergeben.
    Ich mache mir nicht viel Hoffnung dass er noch etwas bewirken kann, bei mir ist das Maß voll weil der Fonds permanente Argumente für meine Antrag fordert u. ich mir immer Neues einfallen muß. Das ist schikanös
    Ich habe schon bis zum Äußersten gekämpft u. jetzt bin ich völlig erschöpft.
    Trotzdem möchte ich hier allen Mut machen nicht völlig aufzugeben.
    Jeder Fall ist anders gelagert.Ich finde die Vorgehensweise vom Fonds noch wesentlich trauriger als die Angelegenheiten bei Sozialleistungsträgern.
    Ich bin einfach völlig kraftlos geworden weil ich seit über 2 Jahren mit dem Fonds zu tun habe u. alle von mir vorgebrachten Argumenten nebst ärztlicher Bescheinigungen abgeschmettert werden.
    Dann ist irgendwann der Akku leer.

    Aber liebe Hildegard, gib nicht auf u. Kopf hoch, ich weiß es ist schwer.

    Liebe Grüße von Fr. R.

  14. Fr. R. schreibt am :

    An den Facharzt für Psychiatrie vom Niederrhein

    Ich finde Ihren Beitrag sehr gut denn ich hatte in 2013 3 Tage eine stundenlange aussagepychologische Begutachtung u. quälende Exploration, es ist das Grauenhafteste überhaupt u. die Vorgehensweise mehr als brutal aus psychiatrischer Sicht.
    Man wird seelisch seziert wie ein Kaninchen u. dann einfach alleine gelassen mit der schweren Retraumatisierung.Ich befand mich damals zwischen Himmel und Hölle und wollte damals im Feb. 2013 meinem Leben einfach ein Ende setzen.
    Durch die völlige seelische Abspaltung des schweren Kindheitstraumas hatte ich das überlebt aus seelischer Sicht.
    Ich kann jedem nur von einer Antragstellung beim OEG abraten.Es schreit nach Ungerechtigkeit.
    Und dann erging vor 2 Jahren ein Bescheid vom Fonds dass ich anerkannte Betroffene im familiären Bereich bin und fast alle Antragspunkte wurden vom Fonds abgelehnt.
    Das ist das Deprimierteste und Entwürdigenste was ich in meinem Leben erlebt habe.Med. Behandlungen werden abgelehnt, Hilfsmittel, überschaubare Fortbildungen, einfach fast alles.
    Wenn ich „Glück“ habe, bin ich hoffentlich bald aus dem SGB-II-Zuständigkeitsbereich / Hartz IV raus und muß mich bis zum Lebensende mit Grundsicherung / SGB XII abfinden und arrangieren.
    Ich bin zutiefst verletzt u. gedemütigt.

    Viele Grüße

  15. hildegard schreibt am :

    Fr.R., verstehe ich das richtig: … ‚einen Beschwerdebrief wg. der Ablehnung des Kühlschranks geschrieben u. nie eine Antwort erhalten.‘ – an Herrn Rörig?
    Wenn das so wäre, dann würde ich jetzt sehr bald an seine vorgesetzte Dienststelle, oder besser noch an seine oberste Dienstherrin Beschwerde führen. Die ganze(n) Beschreibung(en) sieht/sehen sehr nach organisierter „seelischer Grausamkeit“ seitens des Staates aus, die sich Frau Merkel nicht gern wird nachsagen lassen …

    Gegen schikanöse Umwelteinflüsse hilft erfahrungsgemäß die Einübung eines selbst verordneten Antiresignationsprogramms, sich nämlich
    3 x tgl. zehn Minuten lang an etwas sehr SCHÖNEM erfreuen – oder umgekehrt …! Das verinnerlichst du dann als Lebens-Haltung – das kann dir/mir niemand rauben, weil es „deins“ ist, bzw. meins … 🙂 !

  16. Fr. R. schreibt am :

    Hallo liebe Hildegard,

    ja du hast das richtig verstanden.Ich hatte Hr. Rörig persönlich wg. des Kühlschranks geschrieben.Nie eine Antwort erhalten.Jetzt weiß ich nicht, wer der / die Vorgesetzte ist von Hr. Rörig.Habe ich das richtig verstanden dass ich an Fr. Merkel persönlich schreiben soll?
    Fazit ist: ich bin zutiefst gedemütigt u. muß mich jetzt weil ich als voll erwerbsgemindert (befristet) ins SGB XII gehe, mich auch noch vor dem Grundsicherungs-u. Sozialamt rechtfertigen was es mit dem Fonds auf sich hat.
    Ich finde der Fonds sollte sich schämen dass er bei mir so etwas Existentielles wie einen Kühlschrank, aber auch sonst die meisten Antragspunkte abgelehnt hat.
    Der Fonds hatte fast alle Antragspunkte bei mir mit dem Argument, Armut resultiere nicht aus dem Kindheitstrauma, abgelehnt.
    Ich hatte mir die Finger wundgeschrieben u. bis zum Umfallen argumentiert.Der Fonds hatte mir auch viele Quittungen wieder zurückgeschickt für kleinere Anschaffungen.
    Ich habe den ganzen Mist wieder zurückgeschickt an den Fonds u. ob mein Anwalt noch etwas bewegen kann?
    Liebe Hildegard, gib auch du nicht auf, auch nicht die anderen Betroffenen hier.
    Ich fühle mich jedenfalls wie in einem Albtraum.

    Allen hier von Herzen alles Gute.Liebe Grüße

  17. Wilma schreibt am :

    Seit dem 20. Oktober 2015 steht auf der Internetseite des Fonds der Jahresbericht 2013/2014 mit vielen interessanten Details. Ich habe nur kurz draufgeschaut. Aber so wie ich das sehe, sind die Personalkosten höher als die Auszahlungen an die Betroffenen. Da steht es doch schwarz auf weiß, wer hier der Nutznießer dieses Fonds ist.
    Mein Folgeantrag wurde nach 4 Monaten von der Clearingstelle entschieden. Was da drin steht, weiß ich bis heute nicht. Die Unterlagen liegen seit sechs Wochen bei den Sachbearbeitern. Und da schlummern sie jetzt. Gute Nacht.

  18. Fr. R. schreibt am :

    Ich hatte vor Monaten die Kostenübernahme für einen Kleiderschrank gestellt, ggg. aus dem Sozialkaufhaus u. einen REWE-Gutschein damit ich mir Weihnachten mal etwas Vernünftiges zu Essen leisten kann.
    Was war? Abgelehnt mit der Begründung, Armut resultiere nicht aus dem schweren Kindheitstrauma.
    Begründung für die Ablehnung des Kühlschranks: ich sollte mir einen schenken lassen.

  19. Liebe Fr.R.,
    Ich kann nicht viel…. aber darf ich dir einen Kühlschrank schenken? Ich meine das ernst.
    alles gute
    corrie Wolters aus Holland

  20. Fr. R. schreibt am :

    Hallo liebe Corrie,

    vielen Dank, das ist sehr lieb, bei mir sprang Gott sei Dank eine Bonner Stiftung anteilig für einen Kühlschrank ein, die Stiftung war geschockt über die Ablehnung vom Fonds.Ich will auch nicht jammern aber ich finde den Fonds noch brachialer als das JC oder das Sozialamt.
    Die Betroffenen werden häufig noch durch Armut bestraft weil sie oft nicht arbeitsfähig sind durch das Trauma.Warum wurde dann der Fonds auf den Weg gebracht wenn er z. B. auch nicht die Osteopathie die ich dringend gebraucht hätte neben best. Medikamente wg. meiner defekten Blase die vom Arzt nicht mehr verordnet werden, finanziert?
    Oder meine orthopädischen Spezialeinlagen? Es schreit zum Himmel vor Ungerechtigkeit.
    Der Fonds sollte sich schämen so etwas abzulehnen.Oder den Umzug in eine barrierearme Wohnung.Ich würde gerne meine Wut u. Demütigung an den Fonds abgeben u. mich nicht wehrlos abfinden.
    Das Warten auf Bescheide ist sogar m.E. noch schlimmer als beim Jobcenter.Ob der Anwalt noch etwas gegen den Fonds bewirken kann? Ich möchte nicht wehrlos zuschauen.
    Es ist ein Skandal allgemein für die Bundesregierung, auch für einen Hr. Rörig, der ja angeblich die Interessen der traumatisierten Betroffenen vertreten soll.
    Warum straft man die Betroffenen noch weiter mit Armut, der sie meistens ausgesetzt sind?
    Ich schlage vor Herr Rörig versucht auch einmal mit dem kärglichen H4-Regelsatz 1 Jahr zu leben, wissend das das Geld nicht mal mehr für das Nötigste reicht.
    Und im Rheinland sind die Tafeln völlig überlastet, es ist traurig dass Deutschland so etwas nötig hat und hochqualifizierte Fachkräfte z.B. mich, in die bittere Armut schlittern läßt, durch die Verweigerung der von mir beantragten Fortbildungen, damit ich noch stundenweise arbeiten kann.Mir schickt der Fonds häufig meine Anträge einfach wieder zurück mit der Begründung sie wären zu ausführlich, dennoch hatte der Fonds mich permanent unter Druck gesetzt weitere Argumentationen nachzuschieben.Immer das gleiche Argument, Armut resultiere nicht aus dem Trauma, diente zur Ablehnung meiner Antragspunkte.
    Ich frage mich wirklich welchen Sinn mein Leben noch hat wenn ich jeden Tag um die bittere Existenz ringen muß.

  21. Karl Görtz schreibt am :

    Das Reinvermögen des Fonds Sexueller Missbrauch:

    Vom Bund, Länder und Zinsertrag erhielt der Fonds sexueller Missbrauch für ergänzende Hilfeleistungen für Betroffene sexualisierter Gewalt seit Bestehen bis Ende 2014 insgesamt 33.669.032,41 € . Davon wurden seit Bestehen des Fonds zum Jahresende 2014 an Betroffene 663.436,81 € ausgezahlt.

    Das sind 1,97 % von 33.669.032,41 €
    (Hoffentlich habe ich mich hier verrechnet. Ich kann das gar nicht glauben.)

    Wussten Sie eigentlich, dass der Fonds Sexueller Missbrauch zum Jahresende 2014 insgesamt ein Reinvermögen von 29.120.954,23 € auf Kosten Betroffener sexualisierter Gewalt „erwirtschaftet“ hat. Das sind 86,5 % der bereitgestellten Gelder von 33.669.032,41 €. Am 30. April 2016 macht der Fonds dicht.Warum eigentlich? Geht die Große Koalition davon aus, dass dann alle Altbetroffenen bis zu diesem Datum verstorben sind? Auf jeden Fall wird bis dahin der Fonds ein unglaubliches Reinvermögen in mehrfacher zweistelliger Millionenhöhe auf Kosten Betroffener sexualisierter Gewalt angespart haben. Wohin fließt dann das Reinvermögen? Legt ihr das Reinvermögen aus dem Fonds Sexueller Missbrauch dann in Aktien oder Immobilien an?

    https://www.fonds-missbrauch.de/fileadmin/content/Jahresbericht_des_FSM_2013-2014.pdf

  22. Fr. R. schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Görtz,

    ich bin erschüttert dass knapp 2 % bisher vom Fonds an die Betroffenen gegangen ist.Ich selbst bin verbittert ohne Ende u. weiß nicht wohin mit meiner unglaublichen Wut.
    So furchtbar hatte ich mir das nicht vorgestellt.
    Es ist so demütigend.Ich habe keine Worte dafür u. bei mir kullern nur noch die Tränen.

    Aber den meisten wird es wohl ähnlich ergehen wie mir.Es ist ein großer Skandal für Deutschland.
    Viele Grüße

  23. Savina schreibt am :

    zum Kommentar von Karl Görtz,
    Danke !!! für die Berechnung und vor allem für den Hinweis auf diesen Tat-Bestand.
    Ich habe dann auch gerechnet und dasselbe berechnet.: 1,97 % !! Mit der verbleibenden Geld-Summe, die am Ende der „Fonds sexueller Mißbrauch“-Frist (April 2016) wahrscheinlich ca 96 % beträgt, kann dann z.Bsp. „Forschung“ betrieben werden…. -Es ist doch alles der blanke Hohn.
    Die Realität der Betroffenen bleibt weiterhin dieselbe wie zuvor.Traumata führen nunmal zu Traumafolgestörungen. Traumafolgestörungen führen zu einer eingeschränkten Belastbarkeit in allen Lebensbereichen Diese eingeschränkte Belastbarkeit kann bis zur verminderten Erwerbsfähigkeit und sogar zur kompletten Arbeitsunfähigkeit führen. Eine verminderte Erwerbsfähigkeit bzw. die komplette Arbeitsunfähigkeit führen dann geradewegs in die Armut. Emotionale Blindheit liegt hier mit Sicherheit vor, wenn kein Zusammenhang zwischen erlittenen Traumatisierungen und späterer Armut gesehen wird bzw. nicht gesehen werden soll. Emotionale Blindheit dient dem Ausblenden von Realitäten, dient der Verleugnung und Bagatellisierung von unerwünschten Wahrheiten. Der „Fonds sexueller Mißbrauch“ schaut zielgerichtet und bewußt durch die Brille der emotionalen Blindheit auf menschliche Schicksale. Armut ist kein Zufall.:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article147694181/Bundesrat-stimmt-Erhoehung-der-Hartz-IV-Saetze-zu.html
    http://www.sankt-georgen.de/nbi/fileadmin/redakteure/Dokumente/2015/15_10_17_Zweiter_Schattenbericht_der_NAK_PM_Armut_ist_kein_Zufall.pdf

  24. Angela Ebert schreibt am :

    Verehrte Gemeinschaft,
    der Gesetzgeber hat mit Beihilfe von Sozial-Behörden und -Gerichten, mit Beihilfe aller staatlicher Institutionen (auch der Verwaltung), durch die Agenda-Ideologie von Schröder die Armuts-Verwertungs-Industrie UMGESETZT. Verwertet wird Arbeitskraft im Niedriglohnsektor, „un-angemessenes“ Eigentum und Vermögen.
    Die Zielführung IST ARMUT durch Entmündigung und Enteignung per Gesetz!! Falsche Beschuldigung ist für die heutigen Gerichte kein Problem mehr, das Beispiel Mollath spricht doch Bände!!!!
    Das Strafgesetzbuch ist voll geschrieben mit den Mitteln der Wahl für eben diese Umsetzung.
    Politiker sind Berufs-Lügner, Profi-Heuchler, die Verkaufen ihre rechtswidriges Handeln so gut es halt geht, wie Winterkorn seine Auto`s.
    Schwerwiegend Erkrankten die Grundrechte zu verweigern, allgemein übliche RECHTSANSPRÜCHE, auch Geld-werte Rechtsansprüche, ist Betrug im großen Stil. Da unterscheiden sich Winterkorn und Richtlinienkompetenz im Grunde nur wenig, meine Meinung!
    Das der Fond nur knapp 2 % seiner möglichen Mittel ausgezahlt hat ist vermutlich genau so geplant. Verwaltung ist halt teuer, wenn die Zielführung nicht die Entschädigung der Missbrauchten ist.
    Diesen Leuten ist per Befehl und Weisung vieles ab-zu-verlangen, das hat in Deutschland Tradition.

    Über ZIELFÜHRUNGen gibt es keine Aufklärung, keine Erklärung, ähnlich HARTZ 4, ohne Skrupel und ein Gewissen steht da wohl nur im Wege.
    Fassungslos war ich mal, heute bin ich das nicht mehr!!
    Dafür bin ich heute hell-wach und ohne Illusionen über Politik und Verwaltung. Illusionen sind wenig hilfreich will man die Realität verstehen.
    Es wiederholt sich alles, immer wieder, bis zur Erlösung oder auch nicht.

  25. klaraklara schreibt am :

    habe hier nur sporadisch gelesen, springe auf die Behauptung des Fonds an, Armut resultiere nicht aus schwerem Kindheitstrauma. Man kann natürlich nicht behaupten, das SÄMTLICHE Armut der Erwachsenen durch Kindheitstraumata bedingt sei, aber diese spielen für den Mangel an Geld sicherlich eine große Rolle. Das Problem ist, sich im Existenzkampf zu bewähren, wenn pschische, soziale und körperliche Fähigkeiten durch die Traumata beeinträchtigt wurden oder gar nicht erst entwickelt werden konnten. Mitarbeiter des Fonds sollten diese Zusammenhänge kennen!

  26. Fr. R. schreibt am :

    Guten Abend,
    ich stimme hier mit den Feedbacks überein u. hoffe dass mein Anwalt noch etwas in der Klage gegen den Fonds erreichen kann.
    Das ist meine Art mich zu wehren gegen die Entwürdigung durch den Fonds.
    Ferner werde ich noch ein Schreiben an den / die Vorgesetzte von Hr. Rörig verfassen, selbst auf die Gefahr hin dass sich alles evtl. im Sande verläuft.
    Ich finde es ist ein Skandal auch in der Geschichte von Deutschland.
    Wer schwer traumatisiert ist wie ich u. auch die anderen Betroffenen hier, ist meistens arbeitsfähig u. da auch meistens von Armut betroffen.
    Ich habe eine sehr hohe Bildung bin aber nicht mehr arbeitsfähig durch meine schweren Traumata nebst so. Behinderungen.
    Und dann muß ich beim Fonds um einen Kühlschrank „betteln“?
    Wie armselig.Ich finde es auch zutiefst beschämend entwürdigend etc.
    Sicher geht es hier einigen Ähnlich.Ich finde die Richtlinien vom Fonds noch viel entwürdigender als H4.
    Wie armselig dass ich aufgrund der Notlage weder orthopäd. Einlagen, meine Spezialbehandlungen oder nicht einmal einen Kleiderschrank finanziert bekomme weil es so dringend nötig ist u. das Geld an allen Ecken u. Kanten fehlt.
    Und ich bin sehr traurig dass ich (das ist nicht mitleidheischend) nie an kulturellen Veranstaltungen teilnehmen kann wg. der Armut u. selbst Weihnachten wie immer an allem sparen muß.
    Ich meine das nicht plakativ, es geht sicher einigen Betroffenen ähnlich.
    Ich habe eine große Wut in mir u. weiß nicht wohin damit.
    So hoffe ich dass mein Anwalt noch etwas bewegen kann denn nur passiv zusehen möchte ich auch nicht.
    Auf meine Anträge wird nicht mehr reagiert.
    Ich dachte erst der Fonds wäre vielleicht ein Lichtblick.
    Aber toppt sogar noch die komplizierten Anträge bei den Sozialleistungsträgern, was soll das mit dem Subsidiaritäts bzw. Nachrangigkeitsprinzip beim Fonds?
    Man demütigt die Betroffenen damit.Wieviel Demütigungen sollen denn die Betroffenen noch ertragen?

  27. hildegard schreibt am :

    Fr. R. schreibt am 06.11.2015: … an Fr. Merkel persönlich schreiben? Warum denn nicht einmal eine kurze, betont sachlich gehaltene Eingabe über deine persönliche Misere? Etwa m.d.B. um Faktencheck dieser Berechnungen von Karl Görtz …
    Und deine ‚große Wut‘ solltest du rechtzeitig kanalisieren, bevor sie dir schadet – „sollen“ sollst du sonst aber gar nichts :)!!
    Übrigens, ein Gruß an Frau Merkel, sie habe ja kürzlich schon einmal „Herz bewiesen“, und sie möge doch bitte auch dieses Politikum zur Chefin-Sache erklären. Es gehe hier um vielfältige und um hauptsächlich weibliche Armut, die ganz offensichtlich systematisiert und längst aus dem Ruder gelaufen sei …

  28. Karl Görtz schreibt am :

    Es geht sich in der heutigen Zeit immer um die Angst um den eigenen Arbeitsplatz, und die Lage spitzt sich immer mehr zu. Bevor auch ich abrutsche, so denken Viele, und im Hartz IV Elend und in der Altersarmut mein Dasein fristen muss, stimme ich lieber geschlossen zu. Ja nicht da enden, wo Viele schon sind. Und es werden täglich immer mehr, auch ohne Flüchtlingskrise. Wer es geschafft hat, einen Posten im Fonds sexueller Missbrauch wie auch als Fallmanager in den Jobcentern zu ergattern, stimmt Entscheidungen zu und nickt mehrheitsfähig ab. Ob es nun Sinn macht oder nicht. Warum? Immer wegen eines möglichen Status-, oder Arbeitsplatzverlustes. In der Politik nennt man das auch Fraktionszwang. Weicht einer ab, ist er raus . Haben Sie schon mal vom Betroffenenrat des Fonds Sexueller Missbrauch irgendetwas gehört, dass der sich auch für Betroffene wirklich einsetzt?, dass er sich in der Öffentlichkeit empört und aufschreit. Sie werden Nichts hören. Alles wird heute in einvernehmlicher Konsenssoße entschieden.

    Ich selber werde Anfang nächsten Jahres 59 und gehe mit 61 in die vorzeitige Rente aufgrund meiner Schwerbehinderung, die ich nicht wollte, aber mir vom Jobcenter mittels Verwaltungsakt unter Sanktionsandrohung bis zur Obdachlosigkeit angedroht wurde.

    Morgen, den 10.11.2015 habe ich, 2 Jahre vor meinem Renteneintritt und nach sieben Jahren Vermittlungshemmnis – damit meine ich eine Hemmnis seitens des Jobcenters mich zu vermitteln-einen Termin beim Jobcenter:

    Worum geht es da:

    Zitat:

    „ Das Jobcenter möchte Sie über Unterstützungsmöglichkeiten für schwerbehinderte/gleichgestellte Menschen informieren. In Kooperation mit verschiedenen Akteuren soll die Situation aller schwerbehinderten und gleichgestellten Arbeitnehmer und Arbeitsuchenden auf dem regionalen Arbeitsmarkt verbessert werden. Aus diesem Anlass laden wir Sie zu dieser Informationsveranstaltung ein. Die Teilnahme ist verpflichtend.“

    Zitat Ende:

    Erst macht das Jobcenter mich zum Schwerbehinderten um mich dann schwerbehindert kurz vor meiner Rente zu vermitteln. Erscheine ich hier morgen als Schwerbehinderter nicht zu diesem Termin, wird mein Existenzminimum im ersten Schritt um 10 % gekürzt. Halt wie früher in der Weimarer Republik, heute nur subtiler. Das ist übrigens eine Schwerbehinderten – Masseninformationsveranstaltung. Da werden zahlreiche Schwerbehinderte unter Sanktionszwang eingeladen, die sich informieren lassen müssen. Oder eben als Schwerbehinderter später auf der Straße leben.

    Stellen Sie sich vor, Sie gehen morgen mit 10 Arbeitswilligen zu einem Bauer und fragen ihn, ob sie und ihre Truppe nicht sein Feld mit einem Spaten für einen angemessenen Lohn umgraben könnten. Der Bauer würde Sie und ihre Truppe für verrückt erklären. Dafür hat er schließlich seine Maschine. Immer wieder höre, sehe und lese ich, dass einfache Arbeiten durch die Robotik/Automatisierung ersetzt werden und dass wir deswegen in Zukunft mehr qualifizierte Fachkräfte und eine Investition in Bildung brauchen. Wie viele hochqualifizierte Fachkräfte brauchen wir denn in Zukunft, um die Vernetzung von Robotern/Automatisierung ( Industrie 4,0) noch effizienter zu beschleunigen wodurch sich dann diese hochqualifizierten Fachkräfte selbst wieder überflüssig machen?

    https://www.youtube.com/watch?v=lVs5Sr5gGdY

    Was wir brauchen, ist ein bedingungsloses Grundeinkommen. Es wird kommen müssen, da führt kein Weg dran vorbei, nur nicht mit der jetzigen Bundesregierung und schon gar nicht, wo jetzt zusätzlich die Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden müssen. Fragt sich nur wohin.

  29. Hubert schreibt am :

    Ist schon alles entsetzlich, was hier geschrieben steht. Es ist also so, daß ein Großteil schwerst Traumatisierter nicht entschädigt wird, sondern mit Druck in unerträgliche Bereiche reingepresst wird.
    Und das sichtbare Elend soll dann vermutlich nach Außen einen abschreckenden Effekt haben.
    Wohl dem, welcher es schafft, mit seiner Traumageschichte klarzukommen und erträgliche Unterstützung erhält.
    Alle anderen dienen dann eben als Abschreckung (siehe oben) und haben somit immerhin auch eine wichtige Funktion – oder?
    Aber all das geschieht ja in guter Absicht!
    Versteh das wer will – ich nicht.

  30. Angela Ebert schreibt am :

    Informations-Veranstaltung bei einem JC, ist schon gelogen!
    Lieber Karl Görtz,
    da sind wir uns sicher einig?!
    „Gewalt geht nicht“ nennt sich eine Initiative meiner Kreis-Verwaltung, ist auch gelogen! Es geht ausschl. um Zwang und Gewalt.
    Im Niedriglohn-Sektor geht es um die Ausbeutung von Arbeitskraft, um billigste und rechtswidrige Ausbeutung per „Sozial-Gesetz“, es geht um falsche Beschuldigungen um der „Wirtschaftlichkeit“, einer rechtswidrigen Bereicherungs-Absicht!, die zielführende Umsetzung zu garantieren.
    Belehrungen sollte man den Umsetzern nicht gönnen, da werden Sanktionen draus gemacht, ebenso zielführend.
    Ich bin schon in Kap. 4-Rente, selbst eine Mini-Rente in Höhe der Grundsicherung ist nicht geschützt, was ein Verstoss gegen die Eigentums-Verfügung Art. 14 GG ist, gegen die Selbst-Bestimmung Art. 2 GG, gegen die Würde des Menschen Art. 1 GG und am Ende die Verweigerung von Rechtsstaatlichkeit Art. 20 GG!
    Diskriminierung Art. 3 GG ist heute gesetzlich angeordnet, zum Zwecke der Bereicherung.
    Ich habe den Eindruck das sich die Eliten/Staatliche Institutionen der BRD in einem Wettbewerb befinden, wer kann am besten betrügen und beste Ergebnisse erzielen, die höchste „Rendite“ erzielen. ALLE MITTEL sind erlaubt in diesem christlichen Wettbewerb des Abendlandes.
    Es geht nicht um Menschen, es geht ausschl. um Gewinn-Maximierung, der Anschein ist entstanden das der Fond da mit-macht und der „Gewinn aus dem Fleischtopf des Fond`s“ einverleibt werden soll.
    Das einzige was heute noch zählt, vermutlich.
    WER trägt da Verantwortung für das persönliche Handeln einer auf Dauer angelegten Grundrechts-Verletzung aller „Kunden“. Heißt es beim Fond auch Kunden oder Klientel?
    Die Gesellschaft ist durch eine pervertierte politische Gestaltung gespalten in Verwerter und zu-Verwertende, ein rechtliches Chaos das der Gesetzgeber in erster Linie zu verantworten hat!
    Der Spät-Kapitalismus läßt grüßen, die Mega-Maschine der Menschen-Verwertung läuft auf Hochtouren, zielführend.
    Die Anständigen und Redlichen unter den Verwertern sind am Zuge, so es diese noch geben sollte.
    Lieber Karl Görtz, viel Glück beim „Info-Termin“ und gut aufpassen das es keine Sanktion zur Folge hat, eine der Zielführungen im „Sozial-Recht“.
    Sorry, Wiederholungen lassen sich nicht vermeiden, das Armuts-Verwertungs-Thema ist zu wichtig um es bei der Besprechung der Auswirkungen un-erklärt zu be-lassen.
    Alles Gute!

  31. Fr. R. schreibt am :

    Hallo,

    ich bin sehr betroffenen über die Lebenssituation von einigen Betroffenen hier.Ich gehe ab Jan. 2016 ins Kap. 3 SGB XII, glücklich bin ich darüber zwar nicht, aber so entkomme ich dem Druck vom Jobcenter.
    Das ist neben meiner prekären gesundheitlichen Lage eines der Hauptgründe warum ich ins Kap. 3 SGB XII gehe.
    Die Ärzte haben alle einvernehmlich zugestimmt dass ich nicht mehr arbeitsfähig bin.
    Aber mit dem Ende von H4 bin ich schon erleichtert, es war eine Tortur.Aber der Fonds ist auch eine Tortur.An wen kann ich mich denn wenden wenn ich meine Lage schildere, auch die Erfahrungen mit dem Fonds?
    Wenn schon ein Herr Rörig nicht auf mein Schreiben vor Monaten reagiert hatte.
    Jetzt wird seitens der Clearingstelle vom Fonds über manche meiner Antragspunkte gar nicht mehr entschieden, sie werden auch ignoriert und sofort ad acta gelegt.

  32. Fr. R. schreibt am :

    Hallo Wilma,

    vielen Dank für den Hinweis.Ich werde morgen Kontakt zum Betroffenenrat aufnehmen u. auch gerne zur Presse, d.h. meine persönlichen sehr demütigenden Erfahrungen mit dem Fonds schildern.

  33. hildegard schreibt am :

    „Wenn schon ein Herr Rörig nicht auf mein Schreiben vor Monaten reagiert hatte“ …
    Mitglieder des o.g. Betroffenenrates sind mit eigenen Emailadressen angegeben, stehen offenbar in ständigem Austausch und sollten sich solch gravierende Probleme zu Herzen nehmen, Herrn Rörig nachdrücklich zur Lösung auffordern und um Antworten bitten.
    Wozu gibt es UBSKM und Expertenrat, wenn AUCH ihre Vermittlerrolle ins Leere läuft? – – oder hat die Politik nur Makulatur produziert?

  34. Fr. R. schreibt am :

    Hallo,

    die beiden Briefe an Fr. Schwesig sind sehr gut u. spiegeln meine Erfahrungen mit dem Fonds wieder.

    Ich werde auch die Berliner Zeitung bzw. Tageszeitung anrufen, dass in einem Lokalteil über meine Erfahrungen mit dem Fonds berichtet werden.
    Ich wende mich auch an den Bonner General-Anzeiger u. Kölner Stadtanzeiger nebst dem Betroffenrat.

    Da ich nichts mehr zu verlieren habe, ist es mir auch wurscht was die Clearingstelle zu meiner Vorgehensweise zu sagen hat oder darüber denkt.
    Mir ist es auch egal ob ich möglicherweise dann als Querlulantin eingestuft werden könnte.Wer sich nicht wehrt lebt verkehrt.

    Es muß an die Öffentlichkeit gebracht werden wie schlecht der Fonds Betroffene behandelt u. wie retraumatisierend die Anträge beim Fonds sind.
    Es ist beschämend auch für die Bundesregierung die eine solche brutale Vorgehensweise vom Fonds duldet.
    Gelder werden nicht bewilligt um den Leidensdruck der Betroffenen zu lindern u. auch die Härtefallregelung greift nicht.
    D.h. es kann auch aufgrund von Armut sein dass Betroffene sich nicht einmal best. Sachleistungen oder Gegenstände leisten können u. häufig resultiert die Armut auf fragmentierten oder schwierigen Erwerbsbiographien, weil es sein kann das Menschen mit einem solchen Mißbrauchstrauma auch nicht arbeitsfähig sind.
    Und der Fonds greift nicht ein um mögliche Ressourcen von Betroffenen, auch wenn es sich z. B. um die Erhaltung einer Restarbeitsfähigkeit handelt u. manche Fortbildungen großen Sinn machen würden, ein.
    Es werden Hilfsmittel abgelehnt etc. p.p.
    Die Betroffenen werden durch das OEG-Verfahren mit der brutalen stundenlangen Exploration gequält u. durch die häufig harsche Vorgehensweise von Sozialleistungsträgern weiter gedemütigt.
    Wenn Betroffene von Hartz IV leben müssen, dann sind sie mit ihrem Leidensdruck auch noch brutalen Sanktionen ausgesetzt.
    Anstatt dass der Fonds die Betroffenen unterstützt, wirft er ihnen weitere Knüppel zwischen die Füsse.
    Ich habe es auch erlebt dass best. Antragspunkte gar nicht bearbeitet wurden.

  35. Fr. R. schreibt am :

    Eine abschließende Frage.Ich konnte im Internet nicht die Emailadressen der Mitglieder vom Betroffenenrat finden.Sonst würde ich Hr. Röhrig noch ein sehr taffe Mail schicken.

  36. Hubert schreibt am :

    zu Fr.R.
    Wie erklärst du dir bitte, daß einige Betroffene diesem Fond ohne Probleme begegnen und auch erhalten was sie einfordern?
    Also muß doch bei dir irgendetwas sein, dass zur Ablehnung führt, denkt man.
    Vielleicht wird aber auch wie so oft in dem Bereich nach reiner Willkür entschieden.
    Die Beweisführung bei Problemen ist schwierig und kaum möglich. Und genau darum weiß man auch. Betroffene, welche abgewiesen werden, erfahren damit ein weiteres Trauma und werden quasi demoralisiert. Nicht selten hört man, dass Patienten von zu bewertenden Personen sogar anschließend hämisch ausgelacht werden.
    Die beauftragenden Institutionen wissen darum und lassen es so weiterlaufen trotz Beschwerden einiger Patienten. Das geschieht natürlich alles mit guter Absicht und zum Wohle der Patienten.
    Also warum willst du dich beklagen? – die meinen es doch nur gut mit dir! 😉

  37. hildegard schreibt am :

    @ Fr.R. Sorry, keine eigenen Emailadressen sind bei den alphabetisch aufgeführten B-ratsmitglieder angegeben, sondern nur Homepages bei einigen …
    Die Bundesregierung duldet immer noch das tödliche Schweigegebot zum Verbrecherschutz, die Verjährung von Seelenmord und daraus entstehende Lebensschwäche und Altersarmut – die brutale Vorgehensweise vom Fonds passt zu dieser verächtlichen Grundhaltung!

    Und Frau Merkel wird wohl gewusst haben, warum sie sich damals nicht selbst um Wahrheit und Klarheit würde kümmern dürfen. Wo sie sich dennoch ohne Maske menschlich zeigt, da bedrängen sie sehr maskuline Maskenträger.

  38. Thomas schreibt am :

    Hallo Norbert,

    regelmäßig bekomme ich Nachrichten von presse [at] netzwerkb.org, die ich ich immer sehr aufmerksam lese. Heute möchte ich die Nachricht mal zum Anlaß nehmen, dir über das bisher von mir Erreichte zu berichten. Wir kennen uns zwar nicht persönlich, haben aber schon einmal vor ungefähr zwei Jahren miteinander Telefoniert. Du gabst mir seinerzeit den Mut, mich an den Fonds sexueller Missbrauch in Berlin zu wenden. Es hat nach diesem Anruf noch einige Monate gebraucht, bis ich mich zu diesem Schritt entschieden habe. In vielen Sitzungen mit meiner Therapeutin kam dann der Antrag an den Fonds zustande, der erwartungsgemäß zunächst abgelehnt wurde. Allein die Bearbeitung dieses Antrages durch den Fonds hat 10 Monate gedauert. Trotz der Ablehnung bin ich dran geblieben und habe weiter gemacht. Zwischenzeitlich sind mir Kostenübernahmen für Tierhaltungs- und Tierarztkosten für Therapietiere (in meinem Fall Katzen und einige Hühner), Fahrtkosten zu Therapiegesprächen, Zuzahlungen zu ärztlich verordneten Medikamenten, die aufgrund meiner Erkrankung notwendig sind, Zuzahlungen für ärztlich verordnete Physiotherapien und nicht zuletzt Zahnarztbehandlungskosten bis zur Höhe von ca. 7.500,00 € bewilligt worden. Die hohen Zahnarztkosten kamen zustande, weil ich durch das Erlebte regelmäßig nächtliche Albträume habe und massiv die Kiefer aufeinander presse und mit den Zähnen knirsche (was unbewusst auch tagsüber aufgrund der ständigen Anspannung passiert). Dies führte dazu, dass die Zahnsubstanzen trotz Aufbissschiene derart geschädigt wurden, dass die herkömmliche Zahnmedizin nichts mehr ausrichten konnte und eine Zahn-OP mit Einsetzen von 4 Implantaten geplant ist. Ich habe mich riesig über diese finanzielle Zuwendung gefreut, auch wenn dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Dennoch war es mir ein Bedürfnis, dir das mitzuteilen und vielleicht kann diese Schilderung ja hilfreich für andere Betroffene sein, die zunächst eine Ablehnung vom Fonds erhalten. Dir an dieser Stelle auch ein großes Dankeschön dafür, dass du mir gut zugeredet hast, diesen Schritt zu tun.

    In diesem Sinne dir eine schöne Woche und liebe Grüße von der Insel Rügen

    Thomas

  39. Gewalt opfern wird nich geholfen sondern der pyschatri in mannheim verschlimmert sogar mit bettfesslungen giftspritze und zwangsmedikantion sachbeschädigung diebstahl gewalttäter haben hier nahren freiheit und enschädigung bekommt man als opfer auch nicht und traumertherpia auch nicht man bekommt sogar gehirnwäsche mit der erfindung pyschische erkrankung muss ein leben lang behandelt
    werden
    ich habe zu über 20 heiligen gebetet um
    lung mir hats geholfen ist billiger als artzt
    wenn jemand hilfe braucht ich helfe gerne
    puetzgerhard [at] aol.com

  40. Sabrina Eckert schreibt am :

    Hallo beisammen!

    Kann meinen Vorrednern leider nur zustimmen. Es ist mit dem Fonds genauso wie mit allen anderen Sachen: In Deutschland steht der Täterschutz immer an allererster Stelle, und Opfer werden bestraft.
    Vor kurzem habe ich meine beiden Anträge für den Fonds und das OEG losgeschickt, was mich natürlich sehr belastet hat. Die ganzen Fragen nach Details, einzureichende Unterlagen,… Und dann noch die Info, dass sämtliche Daten im System gespeichert werden. Das finde ich einfach nur total unverschämt. Weiß man, was mit den Angaben geschieht??? Geht doch niemanden etwas an, was man genau erlebt hat!
    Bei mir ist es so, dass ich im August meine Arbeitsstelle auf Grund eines Burnouts aufgeben musste. Alle Erinnerungen an den Missbrauch kamen wieder hoch, sodass ich nicht mehr in der Lage war, klar zu denken und arbeiten zu gehen.
    Mein Hausarzt hatte natürlich kein Verständnis dafür.
    Anspruch auf Hartz IV habe ich nicht, da ich mit meinem Partner zusammenlebe, der berufstätig ist. Dadurch bin ich auch nicht krankenversichert und kann noch nicht einmal zum Arzt gehen. Geld für Medikamente hätte ich sowieso nicht. An den Kosten für Miete, etc. muss ich mich dennoch beteiligen, und ich weiß nicht, wovon. Möchte mich auch nicht ständig von meinem Partner aushalten lassen und ihm meinen Anteil an den Kosten so schnell wie möglich geben.
    Habe aus purer Verzweiflung die beiden Anträge gestellt, weil ich einfach nicht weiß, wo ich Hilfe herbekommen kann.
    Hier in der Gegend gibt es nur sehr wenige Therapeuten, und entweder betragen die Wartezeiten fast ein Jahr, oder es werden keine neuen Patienten mehr aufgenommen. Oder nur noch Privatversicherte.

    Wünsche allen, die das hier lesen, viel Kraft und Erfolg.
    LASST EUCH NICHT UNTERKRIEGEN UND KÄMPFT FÜR EURE RECHTE!!!!!!!!

  41. Karin2 schreibt am :

    vielen vielen Dank ihr !

    durch das was ihr hier schreibt hilft ihr mir sehr- auch wenn es mir leid tut wie es vielen hier ergangen ist. Ich hatte keinen Antrag gestellt- zu viel Behörden Bürokratie scheiße (sorry) schon erlebt und auch in die Gegenwehr gegangen- dafür hatte ich nicht mehr die kraft
    Es ist wieder mal eine Verhöhnung aber ich war keine 2 Sekunden erstaunt, als ich es hier laß, dass nur zwei Prozent an Betroffene ausgezahlt wurden.Ich hatte keine Lust auf diesen Antrag.

    Es ist schon menschenverachtend für mich dass ich mich bei der Antragsstellung exponieren muss mit meiner Geschichte, damit mir mal vielleicht auch ein Möbelstück zusteht- nachdem ich immer am Existenzminimum bin.Ja ich hatte kein Vertrauen in deutsche Behörden und finde es einfach wiederwärtig- gerade wenn ich hier lese fällt mir die Tragweite mal wieder auf wie pervers es ist wenn in einem derart reichen Land die Gewaltgeschichte herangezogen werden muss um einen Kühlschrank zu erhalten.

    Die begründung ist gut- vielleicht hätten die schreien können Armut ist politisch gewollte und keine Gewaltfolge. Nun noch mehr an zynismus können wohl nur die buddisthisch achtsamen Traumatherapeutinnen bieten mir wurde gesagt, dass das alles meine Glückfähigkeit nicht tangieren würden – denn bei ihren Fernreisen könne sie ja sehen wie glücklich die armen dort sein können und die werden da ganz schnell weggetreten-ansonsten hatt ich zu meinen realen Lebensumständen meine Fresse zu halten soweit zu renomierten Anti-Gewaltprojekten.

    Gut genug mit meinem zynischen Einschub- jedenfalls hatte ich die Überlegung ob ich nicht kurz vor Ende nun doch noch den Antrag stellen sollte und ob es nicht auch eine Chance ist es geht um ein Massagegerät was ich dann zu Hause hätte – und durch das ständige benutzen sehr viel lindern kann-
    aber ich wurde durch euch eines besseren belehrt und nehme davon abstand.
    danke

  42. Katharina schreibt am :

    Berlin, 29.03.2016. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat heute auf der Website des „Fonds sexueller Missbrauch“ (FSM) bekannt gegeben, dass Betroffene sexuellen Missbrauchs im Kindes- und Jugendalter über den 30. April 2016 hinaus Anträge auf Hilfeleistungen an die Geschäftsstelle des FSM richten können (www.fonds-missbrauch.de).
    Johannes-Wilhelm Rörig, Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, begrüßt die unbefristete Aufhebung der Antragsfrist beim FSM: „Dies ist ein längst überfälliges Signal an Betroffene aus dem familiären Bereich! Die vom Runden Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch“ Ende 2011 geforderten ergänzenden Hilfen müssen mindestens so lange erhalten bleiben, bis die seit mehr als vier Jahren überfällige Reform des Opferentschädigungs-gesetzes (OEG) endlich umgesetzt wird. Sollte die OEG-Reform jedoch in Kraft treten, ohne dass die dringend notwendigen Verbesserungen für Betroffene darin berücksichtigt werden, müssen ergänzende Hilfen für Missbrauchsopfer auch über die OEG-Reform hinaus weiter zur Verfügung gestellt werden!“

    Die Antragsbearbeitungszeit ist eine Zumutung, doch die Zuwendung, die ich erleben durfte (nahezu 10.000 Euro), ist beglückend. Für meine Rechte einzustehen, hat sich gelohnt. Ich durfte einen Sieg erleben und freue mich darüber sehr.

  43. Katharina schreibt am :

    Rörig fordert außerdem verbesserte Verwaltungsabläufe und Informationen für Betroffene: „Aktuell gibt es einen Bearbeitungsstau von über einem Jahr! Betroffenen wurden von den Mitgliedern des Runden Tisches und der damaligen Bundesregierung schnelle und unbürokratische Hilfen versprochen. Tatsache ist aber, dass Betroffene, die zum Beispiel dringend therapeutische Hilfe benötigen, im Schnitt ein Jahr auf eine Rückmeldung warten. Das ist eine Missachtung der berechtigten Interessen von Betroffenen!“ Rörig mahnte auch, dass viele Betroffene nicht wissen, dass diese Hilfen überhaupt existieren beziehungsweise auch dann beantragt werden können, wenn bereits durch die Institution Anerkennungszahlen geleistet wurden. „Wenn Betroffene nicht ausreichend informiert sind, werden ihnen wichtige Hilfen vorenthalten. Es braucht dringend mehr Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, um Betroffene über die ihnen zustehenden Hilfeleistungen umfassend zu informieren“, so Rörig.

  44. Savina schreibt am :

    An Katharina: Wie lange dauerte die Bearbeitungszeit ? Hat Ihnen eine Beratungsstelle, zur Unterstützung Ihres Anliegens, bei der Beantragung zur Seite gestanden ?

  45. Katharina schreibt am :

    Ein gutes Jahr dauert die Bearbeitung eines Antrages; Folgeanträge zwei bis sechs Monate. Der Missbrauchsbeauftragte und sein Mitarbeiterstab setzen sich wirklich beherzt für verbesserte Verwaltungsabläufe ein. Nachdem es mir zu lange dauerte, nicht weil mir die Geduld fehlte, sondern weil es für mich existenziell wurde, wendete ich mich an den Missbrauchsbeauftragten und ans Bundesfamilienministerium und zwar mit Unterstützung: von Pädagogen, Psychologen, Therapeuten, Seelsorgern, etc. Ich übte Druck aus. Hilfen sind „not“-„wendig“, d.h. sie müssen fähig sein, die „Not“ zum richtigen Zeitpunkt zu „wenden“,somit ist „Zeit“ eine bedeutsame Variable. Es wird sich aufrichtig bemüht, doch Entwicklungen brauchen Zeit – Zeit, an der wir uns abarbeiten und schmerzhaft reiben. Ich hatte zunächst den Weissen Ring mit einbezogen, doch ich empfand meine Stabilität und Kompetenz als ausreichend, um meine Interessen zu vertreten. Es tat mir gut, mich kund zu tun, zu kämpfen, Mut zu zeigen. Trotz allem, was destruktiv ist, empfinde ich Wertschätzung für den Aufarbeitungsprozess in Deutschland. Es ist leicht, beständig Druck auszuüben, zu kritisieren, defizitär zu denken, sich negativ zu äußern, um so mehr fordere ich mich selbst heraus das Gute zu sehen und dem hochachtungsvoll zu begegnen. Es wird werden…

  46. Jay schreibt am :

    Hallo! Mich macht das wütend, was ich hier lese. Auch ich habe diesen besch…enen Antrag gestellt vor bald einem Jahr und warte und warte und warte, finanziell immer wieder handlungsfähig. Keine Chance Arbeit zu finden mit 45. Mit massiven Lücken im Lebenslauf. Aber Not macht erfinderisch. Ich kann nur jeden ermutigen, sich vom System nicht verarschen zu lassen, sondern schlicht zurück zu verarschen. Nur so kommt Ihr raus aus der Opferrolle. Kein Hartz zu bekommen wegen vermeintlicher oder tatsächlicher Bedarfsgemeinschaft mit Verdiener, da gibt es gangbare Weg das zu verhindern. Hier sind einige wohl zu ehrlich. Das sind die die in den Entscheidungsgremien sitzen übrigens NICHT.

  47. Jay schreibt am :

    Druck aufbauen bringt nichts. Nach Ablauf von exakt einem Jahr => Klage wegen Untätigkeit (ist schon vorbereitet). Da sitzen selbstherrliche Gestalten, denen es nur um sich selbst geht und um IHRE Schlauschwätzerei. Daß jemand mit 45 keine Arbeit mehr findet, weil massivste Lücken im Lebenslauf bestehen, das ist denen sch…egal.

  48. Savina schreibt am :

    an Katharina:
    Ich hatte nach Ihrer persönlichen, genauen Bearbeitungszeit des Antrags gefragt, nicht nach der offiziellen momentanen Angabe der Bearbeirtungszeiten. Also frage ich Sie erneut.: Wie lange hat bei Ihnen persönlich die Bearbeitungszeit ganz konkret gedauert ? Nachdem Sie in sich nun eine Siegerin sehen (Ihr Kommentar vom 29.03.) und den Sieg in Form einer Zuwendung von nahezu 10 000 EUR auch im Zusammenhang mit der Zuwendung als solchen formulieren (Ihr Kommentar vom 29.03.), möchte ich Ihnen sagen , dass ich persönlich, es vollkommen ablehne mit anderen Betroffenen in einen Wettkampf zu gehen, aus dem dann zwangsläufig Sieger und Verlierer hervor gehen. Ich sitze , von meinem Gefühl her, mit anderen Betroffenen in einem Boot, habe aber meine eigene, persönliche, individuelle Leidens-Biographie, da ich als Kind meinen Eltern, den beiden Tätern, nunmal ausgeliefert war, ohn-mächtig (ohne Macht) und
    noch dazu ein zusehendes und wegsehendes Umfeld die Taten meiner Eltern möglich machten….Unsere Betroffenen-Biographien sind alle sehr verschieden voneinander, denke ich. …Ich persönlich habe infolge der enormen Trauma-Folgen Jahrzehnte gebraucht, um nach einem sehr langen therapeutischen Prozess überhaupt ersteinmal in das Sprechen über all das Grausame, – was mir in Form der beständigen, jahrelangen Traumatisierungen in meiner Kindheitund Jugend und dann später in Form der sequentiellen Traumatisierung (siehe Kritische Psychologie, „Störungen“ von Ariane Brenssell, Klaus Weber, Januar 2016 erschienen) zugemutet wurde, damit sich andere gut fühlen konnten und eigene Defizite kompensieren konnten -, zu gelangen. Wie durch ein Wunder habe ich mehrmals die Übergriffe überlebt….Erlittene Traumata bewirken zwangsläufig Trauma-Folgen, die das Leben von Betroffenen stark einschränken, beschränken und in meinem persönlichen Fall auch eine „unsichtbare Behinderung“ letztendlich sind. …
    Sie schreiben: „…wendete ich mich an den Missbrauchsbeauftragten und ans Bundesfamilienministerium und zwar mit Unterstützung: von Pädagogen, Psychologen, Therapeuten, Seelsorgern, etc. Ich übte Druck aus. …“ Sie haben also sehr viel an Unterstützung (Pädagogen, Therapeuten, Seelsorger etc.- alles in der Mehrzahl) für sich erhalten. Ein wenig später im Text dann aber schreiben Sie : „…Ich hatte zunächst den Weissen Ring mit einbezogen, doch ich empfand meine Stabilität und Kompetenz als ausreichend, um meine Interessen zu vertreten. …“- so als ob Sie aufgrund ihrer ausreichenden Stabilität und Kompetenz (von Ihnen persönlich so formuliert)
    dann doch sich ganz allein vertreten konnten. Zuerst die Unmenge an Pädagogen, Therapeuten, Seelsorger… und dann plötzlich doch ein Alleingang ?- Für mich setzt da Irritation ein. …
    Mich irritiert auch an Ihnrem Text, dass Sie sehr viel Mit-Gefühl/Verständnis/ Verstehen („…Der Missbrauchsbeauftragte und sein Mitarbeiterstab setzen sich wirklich beherzt für verbesserte Verwaltungsabläufe ein….“) mit dem Mißbrauchsbeauftragten und seinem Mitarbeiterstab aufbringen, den Betroffenen gegenüber aber zeitgleich mit folgender Aussage erhaben und unempathisch, ohne jedes Mit-Gefühl, gegenüber treten: „…Es ist leicht, beständig Druck auszuüben, zu kritisieren, defizitär zu denken, sich negativ zu äußern, …“ (Weiter oben in Ihrem Text noch schrieben Sie „…Ich übte Druck aus….“ und dann ein wenig später schreiben Sie vorwurfsvoll an die Betroffenen gerichtet: „…Es ist leicht, beständig Druck auszuüben, zu kritisieren, defizitär zu denken, sich negativ zu äußern, …“)
    Ich sage Ihnen hiermit ganz klar, meine persönliche, eigene Meinung als Betroffene.: Es ist absolut not-wendig, beständig Druck auszuüben, zu kritisieren, defizitär, den erlittenen Traumatisierungen entsprechend, zu denken (und sich nichts schön zu reden- das gehört zum Heilungsprozess dazu…), sich negativ zu äußern und dabei immer wieder solidarisch, empathisch mit anderen Betroffenen zu sein. Ihr Text drückt für mich eine enorme Distanz und Erhabenheit , was die Problematik von Betroffenen angeht, aus. Fast so als ob eine „helfende“ Beraterin hier ein paar Rat-Schläge verteilen möchte. Vielleicht wird man so, wenn man sich zu den Siegern zählt und ganz oben auf dem Siegerpodest steht.Ich persönlich möchte keine Siegerin sein, weil ich nicht in einen Wettbewerb oder Wettkampf mit anderen Betroffenen treten möchte. Mir persönlich liegt das absolut fern. Das ist nicht mein Weg…

  49. Karin2 schreibt am :

    Für mich war es schon immer existenziell – aber zu mir sagten die sozialpädagogen ich brauche nicht was andere menschen brauchen- wenn ich mir keine Ticket kaufen kann was ja auch für Therapiesuche etscheidend wäre z. b würde das an meiner
    Glücksfähigkeit nichts ändern – andere brauchen dinge die sie machen können ich nciht weil das an meiner Glücksfähigkeit nichts ändert- ich brauche auch kein soziales netzwerk weil die teuer einen kaffee trinken gehen oder eintritt bezahlen weil das an meienr Glücksfähikgiet nichts ändern.
    Die die hilfreiche Therapien bekommen haben haben auch gar nichts bekommen und die die eine qualifizierung bekommen haben haben auch keine bekommen- so wurde mit mir umgegangen und das ich nie in meinem Leben eine auch nur so geringe Lebensplanung haben konnte sollte ich auch meine fresse halten- wieso darf bei dir der Faktor Zeit eine Rolle spielen-
    Ich habe mich zwei Jahre mehr oder weniger eingerrt zu Hause um mir mal die nötigsten Dinge kaufen können- weil der großteil für das essen da ist- damit ich eben nicht teure tickets mir hole und die andern dinge immer fehlen- dann bin ich in meiner wohung beklaut worden- und ich konnte von vorne anfangen dann hieß es von den Achtsamkeitsappostel- Phh dann müssen sie sich oder ihr leben ändern- Phhh die menschen sind eben übergriffig
    Mir hat das den Rest gegeben- ich bin sehrretraumatisiert da raus gekommen aus dieser hilfestellung und hatte keine kraft mehr es zu stoppen keine abwehrkraft mehr jede nacht bin ich durch dem empfunden Sadismus in sehr schlimme Zustände gekommen- und es hörte nicht mehr auf.
    Ich habe keine Hoffnung mehr die Hilfe könnte jetzt gar nicht mehr greifen- warum die das jetzt positiv sehen dass vielleicht einige dann doch wieder was brauchen dürfen ist weil sie selber Gelder absaugen können und pro Antrag geld einkassieren- was ja auch eine Fragwürdigke kontruktion ist.-
    Klingt schräg ich weiß aber das bin ich auch sehr stark durch hilfe immer wieder geworden-
    Ich glaube an keine hilfe mehr und wenn man dafür kämpfen muss heißt es für mich auch es geht an diejenigen die das können und wahrscheinlich auch ohne irgenwie durchkommen würden und die die es am meißten brauchen würden wird es gar nicht erreichen und da gibt es leute die schlimmer krank sind und es nötiger bräuchten als ich, weil die jünger sind und noch nicht abgeschlossen haben.
    Mir ist duch hilfe jede hoffnung genommen worden auf menschenwürdigen umgang und auf sowas wie integration und meine Symtomatik wurde durch hilfe sehr viel schlimmer

    Ich bin nicht sehr konstruktiv ich weiß – aber seid vorsichtig bitte- das kann alles extrem nach hinten losgehn und mann kann es vorher nicht absehen.

    Enschuldigt ich bin einfach manchmal verweifelt- durch die hilfe bin ich ohne jede hoffnung- vor den kontakt mit achtsamkeitstherapeuten die sich dann so äußern hätte ich wahrscheinlich auch noch so einen Antrag gestellt und noch mut zum kämpfen gehabt-
    Ich habe keinerlei Vertrauen mehr ins deusche hilfesysthem – null ich bin daran zerbrochen
    Ich frage mich warum die andern Menschen aufeinmal was brauchen dürfen für mich sind auch existenzille dinge wie spüle und Matratze nicht notwenig.
    Karin2

  50. Katharina schreibt am :

    Es tut mir aufrichtig leid, dass ich Sie mit meinen Worten verletzt habe, das war nicht meine Absicht, weil verletzt wurden wir alle zu Genüge. So merke ich, dass wenige Worte nicht ausreichen, um mich verständlich zu machen, was zu Missverständnissen führt. Die Antragsbearbeitungszeiten sind meine persönlichen. Sie decken sich mit den offiziellen Angaben. Ich kann aber noch hinzufügen, dass sich bei einem Antragsanliegen aufgrund einer Nachfrage seitens des Fonds die Bearbeitungszeit auf knapp zwei Jahren ausgedehnte.

  51. Jay schreibt am :

    Mit Druck ausüben reibt man sich nur selbst auf. Ich habe das auch versucht, es bringt absolut nichts. Sie brüten dann wieder ein individuell formuliertes Schreiben aus, in dem Du weiter vertröstet wirst. Dadurch verlängert sich die Bearbeitung der gestellten Anträge nur noch weiter. Vor Ablauf von einem Jahr WIRD nichts passieren, da kannst Du Dich vor dem Familienministerium selbst anzünden. Es WIRD nichts passieren. Wer rechtliche Hilfe benötigt für die Klageerhebung nach einem Jahr Untätigkeit, kann sich gerne bei mir melden. Ich bin gerade dabei eine entsprechende Klage vorzubereiten, deren korrekte Darstellung aufgrund der gewählten Rechtsnatur des Fonds für den juristischen Laien schwer durchschaubar ist.

  52. Jay schreibt am :

    Mich wundert ehrlich gesagt, daß noch keine Fälle geworden sind, daß der Fonds über einen Antrag vor dem Verwaltungsgericht verhandeln mußte. GIBT es diese Fälle bisher nicht? War bisher JEDER Betroffene mit seinem Gnaden-Bescheid einverstanden? ich glaube eher, das entsprechende Fälle nicht publik gemacht werden.
    Ich freue mich jedenfalls schon auf die clevere Ausarbeitung einer Klageschrift, die am 1.6. beim Verwaltungsgericht eingehen wird. Das wird sehr spannend auch in rechtlicher Hinsicht. Sondervermögen des Bundes, Passivlegitimation. Das sind dann juristische Fragen, die ausgebrütet werden müssen. Anschließend wird die materiell-rechtliche Seite gleich rechtssicher mitverhandelt. Bin mal gespannt – egal was dabei raus kommt. Auch wenn ich die 10.000 EUR gut gebrauchen könnte, ich sehe es eher als die Cleverness-Aufgabe für einen verhinderten Juristen! Da irgendwie zu obsiegen, wäre für mich persönlich das schönste, egal wie viel Geld am Ende fließt. RAU aus der Opfer-Rolle! Wer Hilfe braucht => Melden!

  53. Jay schreibt am :

    Seien wir mal ehrlich: Die meisten sog. Therapien bringen wenig oder nichts.
    Die „Therapien“, die die Krankenkassen nicht bezahlen, nutzen in der Regel am Meisten denen, die dafür Geld einkassieren.
    Wichtig ist, sich mit Hilfe von Menschen, die einen EHRLICH an der Hand nehmen, EINFACH so, ohne finanzielle oder sonstige Interessen, Schmerz, Wut, Trauer, Verzweifelung so gut es geht zu überwinden.
    Und: Raus aus der Opferrolle! Nicht immer wieder abhängig sein von irgendwelchen selbsternannten Therapeuten/Schlauschwätzern/Fachleuten/Heilern/Gurus!
    Ich selbst kann davon ein Lied singen, ich war in einem Selbsthilfe/Betroffenen-Setting, in dem es KEINEM außer mir aufgefallen ist, wie sich EIN Betroffener nach und nach völlig selbstherrlich zum geheilten Heilungsguru selbst inszeniert hat, und ALLE anderen zu IHM GEHEILTEN bewundert aufsehen, IHN zu IHREM Leben meinen zu brauchen! Zufälligerweise sitzt dieser nette Herr im Entscheidungsgremium des Fonds, für die Betroffenenverbände …

  54. Kirsten schreibt am :

    Ich habe nach zweieinhalb Jahren einen positiven Bescheid bekommen. Habe den Antrag selbst gestellt weil ich nach unendlich vielen Jahren die angebliche Hilfe von Weißem Ring und diversen anderen Hilfsorganisatiionen nicht mehr in Anspruch nehmen wollte. Ich habe an Herrn Röhrig, an das Bundesministerium geschrieben und nie eine Antwort bekommen. Ich habe unsendlich viele Briefe an den Fonds geschrieben und bin immer wieder verschaukelt worden. Ich würde heute diesen Antrag nicht mehr stellen. Aber auch ich habe sämtlich, beantragte Therapiekosten bewilligt bekommen und bin sehr froh darüber. Aber die erneute Entwürdigung während des laufenden Verfahrens kann ich nicht vergessen, es war schlimm. Niemand wollte die Not sehen,in der ich mich befand. Keine Krankenkasse die nach der maximalen Anzahl der Stunden nicht mehr gezahlt hat(welch eine Hohn im Vergleich zu anderen Menschen ohne Traumatisierung) selbst nach meinen Beschreibungen nicht. Es hat niemanden interessiert. In vielen Einrichtungen bin ich nach meinem Empfinden nur zu deren Selbstzweck und Erhalt gewesen. Das kann ich nur so fühlen. Immer wieder waren alle überfordert, wollten und konnten sich wohl das erlebte Leid nicht anhören.
    Dank des Fonds kann ich nun eine Therapie in Anspruch nehmen, die notwendig für meine Entwicklung war- aber dennoch, sollte das nicht Anliegen der Gesellschaft sein? warum musste ich dafür so kämpfen- für minimalste Unterstützung.
    Mir geht es heute gut, aber nur weil ich immer wieder für mich gekämpft habe, nie aufgehört und gehofft habe , an das Gute zu glauben, mich nicht mehr auf andere verlassen habe, misstrauisch und durchsetzungsfähig geworden bin. Es hat sich gelohnt-besonders auch für meine Kinder.

  55. Fr. R. schreibt am :

    Guten Abend,

    mir sind gerade die Tränen gekommen als ich die zahlreichen Beiträge zum Fonds gelesen hatte.
    Mein Anwalt vertritt einige Dinge wg. des Fonds und die Chose ist beim Verwaltungsgericht Berlin.
    Allerdings bezieht sich der Rechtsstreit nur auf einen bestimmten Bescheid, er hat auch in etwa gecheckt wie hoch die Erfolgsquote ist damit ich Prozesskostenhilfe erhalte.
    Ich schreibe endlose Anträge bzw. Änderungsanträge mit verschiedenen Belegen an den Fonds, ein Feedback gibt es nicht.
    Ich beabsichtige, gegen den Fonds eine Untätigkeitsklage einzureichen, muß mir das aber noch in Ruhe überlegen.

    Ich muß dringend zur Ruhe kommen und bin an dem Punkt wo ich sage dass ich den Nerv nicht mehr habe, Änderungsanträge oder Neuanträge an den Fonds zu versenden.MIr fällt auch keine vernünftige Argumentation mehr ein.
    Ich hatte erst vor einen Antrag für eine Reittherapie beim Fonds zu stellen, bin aber so kraftlos und erschöpft dass ich das nicht mehr schaffe.Ich fühle mich so gedemütigt dass ich von dem Fonds nichts mehr wissen möchte.Natürlich ist es gut wenn überhaupt ein Betroffener Leistungen von dem Fonds bekommen kann.Aber es ist ein demütigender Weg, der einen nicht zur Ruhe kommen läßt weil einem permanent die Traumata hochkommen.Ich finde es furchtbar wenn man einzelne Details offenbaren muß.
    Habe ich es dennoch richtig verstanden dass der Fonds doch nicht Ende April 2016 enden?
    Ich habe eine schwere Erkrankung der Blase und kann mir die Blaseninstillationen die ich bräuchte, um keine Neoblase zu bekommen, nicht leisten.
    Den Antrag für diese Instillationen hatte ich vor Monaten beim Fonds gestellt, nie eine Antwort erhalten.
    Ich hatte eine Osteopathie beantragt, nie eine Antwort erhalten.
    Oder es wird alles abgelehnt oder neue Argumente eingefordert.
    Für mich ist es klar dass die persönliche Armut aus den schweren Kindheitstraumata die ich so gerade überlebt hatte, aus den Traumafolgen her resultiert.
    Ich habe eine hohe fachliche Qualifikation mit der ich, wenn ich einigermaßen stabil wäre aus psychosozialer Sicht, längst in Lohn und Brot wäre.Durch die schweren Depressionen die mich immer wieder einholen bin ich natürlich instabil.
    Ich wünsche Euch allen hier dass Ihre die Hilfe bekommt die Ihr braucht.
    Liebe Grüße

  56. Fr. R. schreibt am :

    Ergänzung:
    Mir fällt noch ein dass ich vom Verwaltungsgericht ein Schreiben erhielt, gemäß demzufolge meine Klagesache erst im III. Quartal diesen Jahres entschieden wird.

    Ich finde das hammermäßig, mein Anwalt hatte für das Verfahren Prozesskostenhilfe erhalten und die Verfahrensdauer längst schriftlich moniert.
    D.h. ich kann noch lange auf die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin warten.
    Das Klageverfahren ist mit einem riesigen Papierkrieg verbunden und der Gegenanwalt verdreht alles, er betont dass es sich beim Fonds ja um eine Kann-Leistung handelt und in dem Schreiben vom Gegenanwalt werden meine Traumata sehr dezidiert ausgeschlachtet.Ich finde das pervertiert und gnadenlos.

  57. Savina schreibt am :

    Diese Infos sind im Moment wohl die aktuellsten zum Fonds.:
    http://www.gegen-missbrauch.de/aktuelles.html
    http://www.tauwetter.de/en/aktuelles/214-ehs-antragsfrist-verlaengert.html
    „…Die Bearbeitungsdauer bis ein Bescheid kommt, beträgt aktuell über ein Jahr. Es steht zu befürchten, dass sie demnächst auf 1,5 Jahre steigt, weil sehr viele Anträge gestellt werden.“(siehe:dieser angegebene Tauwetter.de-Link)
    Wenn Betroffene sich aufgrund ihrer unverschuldeten Situation in akuten, existenziellen Notlagen befinden,
    stellt dieser Fonds, bei einer Bearbeitungszeit von 12 bis 24 Monaten (bei zwischenzeitlich durch den Fonds gestellten Rückfragen), meiner Meinung nach, sich ganz offensichtlich als ein „Werkzeug der Verhöhnung von Betroffenen“ dar. Und wenn dann doch vereinzelt ab und an jemand, von ca 8 Millionen Betroffenen allein in Deutschland (http://www.uniklinik-ulm.de/service/presse/presseinformationen/archiv/pressemeldung/article/12107/traumafolgen.html),eine Zuwendung erhält, ist nicht nachvollziehbar, welche Kriterien und Maßstäbe zur Mittel-Vergabe da angelegt wurden. Dieser Fonds beruht, meiner Meinung nach, auf einem „undurchsichtigen, höchst fragwürdigen Konzept“. Und dass Betroffene bei der ganzen
    Verfahrensweise erneut gedemütigt, erneut verletzt und einfach immer wieder nur hingehalten werden, ist kein Zufall, meiner Meinung nach…. „…Der Missbrauchsbeauftragte und sein Mitarbeiterstab setzen sich wirklich beherzt für verbesserte Verwaltungsabläufe ein….“(Katharina, 31.03.2016)- Zu so einer Erkenntnis kann ich beim besten Willen nicht kommen. Irgendwie funktioniert meine mir vehement anerzogene emotionale Blindheit wohl seit geraumer Zeit nicht mehr.http://www.amazon.de/Evas-Erwachen-Aufl%C3%B6sung-emotionaler-taschenbuch/dp/3518455613/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1459588919&sr=1-1&keywords=evas+erwachen

  58. Fr. R. schreibt am :

    Hallo Savina,

    vielen Dank für die Informationen.Ich schreibe mir weiter die Finger wund wg. meiner Änderungsanträge und fühle mich zutiefst gedemütigt, verletzt, dass ich um Hilfe betteln muß, ich bin auch wütend darüber.
    ICh möchte keine Opferrolle,sondern die Finanzierung von Therapien und Hilfsmöglichkeiten, damit ich wenigstens die schweren Traumafolgen lindern kann.
    Ich werde wohl eine Petition verfassen.Wie beschämend für Deutschland dass die Betroffenen teils durch die lange Bearbeitungsdauer wieder gedemütigt werden.

    Viele Grüße

  59. Katharina schreibt am :

    zu Savina: Meine Erfahrungen mit dem Bundesfamilienministerium/Fonds sexueller Missbrauch und dem Missbrauchsbeauftragten / Missbrauchsbeauf-tragtenmitarbeiterstab sind grundlegend verschieden. Als ich den positiven Bescheid erhielt, bei dem ich nur eine geringe Unterstützung beantragt hatte, war ich betrübt. Ich hatte unter den demütigenden, erniedrigenden, entwürdigen Antragsbearbeitungszeiten sehr gelitten gehabt und wie Kirsten gefühlt unendlich viele Briefe an den Fonds geschickt gehabt, der mich immer wieder aufforderte, Verständnis zu zeigen. Als ich den positiven Bescheid erhielt, war ich deswegen alles andere als vergnügt, weil sich aus der Antragsbearbeitungs-zeit bei mir Folgeschäden ergeben hatten. Diese Hilfe hatte in meinem Leben eine destruktive Spur hinterlassen. Das war der Beginn, wo ich anfing erst recht zu kämpfen. Ich bekundete meine durch den Fonds herbei geführte entwür-digende Situation und erhielt vom Mitarbeiterstab des Missbrauchsbeauftragten Antwort. Ich war wütend, so bekundete ich, dass ich den Fonds in die Verantwortung ziehen würde bzgl. der destruktiven Folgen, die der Fonds auf mein Leben ausübte. Sie ermutigten mich dazu. Ich stellte also einen weiteren Antrag und noch einen und noch einen… Folgen über Folgen für den ich den Fonds in die Verantwortung zog, darauf basierend meine Argumentation aufbaute. Ich bezog dabei Seelsorger, Psychologen, Therapeuten, Pädagogen mit ein. Sie alle bat ich darum, eine Stellungnahme zu schreiben – aus professioneller Sicht. Diese verschickte ich dann an den Fonds und an den Missbrauchsbeauftragten. Kurz darauf erhielt ich einen Anruf seitens des Mitarbeiterstabes des Missbrauchsbeauftragten. Ich erkannte, dass ihre Einflussmöglichkeit eingeschränkt waren, dass sie wirklich alles taten, um die Verwaltungsabläufe des Fonds zu verbessern. Sie fragten mich, ob sie meinen „Fall“ in anonymisierter Form als Beispiel der Bundesfamilienministerin vortragen dürfen. Ich wollte ursprünglich mehr Druck ausüben, doch sie machten mir offenbar, dass neben Druck auch diplomatisches Verhalten vonnöten wäre,… Ich erlebte, dass sie mir zuhörten und handelten, aber auch, dass ihr Handlungsspielraum eingeschränkt war. Ich empfand meine Folgeanträge als Sieg für mich, weil es ein enormer Kampf für mich war, den Fonds in die Verantwortung zu ziehen und letztlich indirekt „Recht“ zugesprochen zu bekommen, indem meine Anträge bewilligt wurden. Das war für mich ein sehr harter, kraftzehrender, herausfordernder, schmerzhafter, tränenreicher Weg. Und daher bitte ich Sie von ganzem Herzen, meine Worte, mögen sie manchmal unverständlich und zu gering sein, stehen zu lassen. Es war eine für mich schon so belastende Zeit…
    Die Einblicke, die ich erhalten habe, führten dazu, dass ich trotz all erlebten Elends manches Verständnis entwickeln konnte. Erst durch diese Transparenz wurde meine Haltung wertschätzender, denn es ist nicht alles, so wie es scheint… Aber diese „öffentliche Transparenz“ fehlt…

  60. Fr. R. schreibt am :

    Hallo Katharina,

    ich hatte auch die diplomatische Schiene versucht, vergebens.
    Ich habe einige Schreiben vom Fonds wo das Argument mit der Armut immer abgeschmettert wurde.
    Und jetzt stehe ich Montags mit einem befristeten Ausweis für die Tafel und muß meine Therapien (wie Blaseninstillationen, zusätzliche Medikamente etc.) vom Existenzminimum abstottern und bei der Tafel stehen ganze Schlangen von Menschen, die sich in einer Notlage befinden.
    Man kann nur noch froh sein wenn man überhaupt einige Lebensmittel „ergattert“, ich bin sehr traurig darüber, armes Deutschland sag ich nur.
    Und dann die Kehrseite der Medaille dass man froh sein kann wenn man überhaupt ein paar Lebensmittel bekommt.
    Ich erhielt ein Schreiben von dem Ministerium dass man zwar Verständnis habe für meine Lage aber die Anträge nicht die Richtlinien des Fonds erfüllen und das Argument der Subsidiarität.
    Wie sollen es Betroffene schaffen wenn sie eh schon keine Kraft haben, noch um das Nötigste kämpfen zu müssen um die Folgen der Traumata zu lindern?
    Ich bewundere diejenigen die die Kraft noch haben.
    Ich habe weder die Kraft noch die Geduld dafür.Ich bin an dem Punkt angekommen wo ich eigentlich auch nichts mehr wissen will von Richtlinien Vorgaben etc.
    Mein Akku ist nach fast 2 Jahren Kämpfen völlig leer.
    Mich schlaucht es dass ich permanent neue Argumentationen nachliefern muß und gleichzeitig moniert der Fonds den hohen administrativen Aufwand.Ich wüßte nicht warum ich noch diplomatisch verhandeln sollte wenn man eh wie Don Quijote gegen die Windmühlen kämpft.
    Mein Anwalt hatte z. B. die Anschaffung von orthopäd. Einlagen in seiner Klageschrift vermerkt, ich vermute dass ich keinen Cent vom Fonds dafür erhalte.Eine traurige und nüchterne Realität.
    Viele Grüße

  61. Fr. R. schreibt am :

    Anmerkung, die ich noch vergessen hatte: der Sozialdienst betreut mich seit Jahren und hat sich schon die Finger wund geschrieben wg. des Fonds.Was soll ich dann noch dazu sagen?
    Die Sozialarbeiterin vom Fonds kennt meine desaströse Lage sehr dezidiert, ihr fällt auch nichts mehr an Argumenten ein welche sie dem Fonds schicken könnte.

  62. hildegard schreibt am :

    Katharina – CHAPEAU vor dem Kraftakt!
    Gestärkt unter Mitwirkung eines ganzen Heeres von Profis an deiner Seite durch deine persönliche Hölle zu gehen – wahrhaftig kein Kinderspiel. Vor so viel System-Kälte aber haben die allermeisten längst aufgegeben.
    Wenn es dir damit gelungen ist die Herzen – nämlich die der Leute vom „Missbrauchs-beauftragten-mitarbeiterstab“ – zu erweichen, dann wirft das erneut die Frage nach RECHT, nach Verhältnismäßigkeit auf.

    So verschieden die Schicksale sind, so gleich ist bei jedem dieser acht MIO. Schicksale die Ignoranz der jeweils umgebenden Gesellschaft gewesen – damals unter dem Schweigediktat und heute unter’m Fonds (einem angeblichen Hilfesystem, dem Traumatisierte kaum vertrauen können, an das aber das Volk glauben soll wie an die Rechtmäßigkeit der Verjährung von Seelenmord)!

    Was für ein sauberes Hilfesystem, vor dem Opfer reihenweise kapitulieren müssen wegen Retraumatisierung – aus Selbstschutzgründen!

    Transparenz fehlt – sag’s laut!

  63. hildegard schreibt am :

    … armes Deutschland – das sag auch ich nur noch.
    Und dennoch, anonymisierte Fonds-Fallgeschichten müssten unbedingt an die breitere Öffentlichkeit gebracht werden!
    Welche Redaktion gäbe sich dafür her?

  64. Fr. R. schreibt am :

    Hallo,

    ich finde es natürlich anerkennenswert wenn manche die Hölle der Retraumatisierung durch das fürchterliche Antragsprocedere durchstehen und einiges beim Fonds durchsetzen.
    Aber nicht jeder hat einen Stab an Profis wie Psychologen, SozialarbeiterInnen an seiner Seite.
    Ich hatte mich schäbig gefühlt als ich das Schreiben vom Verwaltungsgericht Berlin erhielt dass über meine Anträge wg. eines Kühlschranks (ist jetzt 1 1/2 Jahre her) und über einen Kleiderschrank (ich hatte schon geschrieben dass ich froh wäre über ein Ding aus einem Sozialkaufhaus) erst im III. Quartal diesen Jahres beschieden wird.
    Was soll ich dazu noch sagen? Das sind doch normale Alltagsgegenstände und man möchte sich doch deswegen wenn man ohnehin am Existenzminimum herumkrebbst, keine Schulden machen.
    Viele meiner Medikamente muß ich selbst zahlen und so stehen seit Monaten die Kleidersäcke in meinem Schlafzimmer.
    Man fühlt sich schäbig und verarmt.Erst recht schäbig fühle ich mich dass ich mir das Geld für meine Blaseninstillation vom Munde absparen muß damit ich keine Neoblase bekomme.Nee ist nicht mitleidsheischend gemeint, aber umgerechnet heißt das 1 Woche kein Geld für Lebensmittel.
    Ich habe mich schon mit dem Wenigen was ich habe arrangiert und habe keinerlei Ansprüche mehr.Der Fonds hatte auch meinen Antrag auf einen Fernlehrgang damit ich wenigstens noch stundenweise arbeiten darf, abgelehnt.
    Ich hatte alles versucht, auch die diplomatische Schiene.
    Montags bei der Tafel erlebe ich dann mit wie die Leute dort quasi Futterneid haben, jeder sieht zu dass er ein paar Lebensmittel abbekommt und ist neidisch wenn einer vielleicht einen Apfel oder ein paar Brötchen mehr bekommt.Überspitzt gesagt.Es geht eben ums Überleben.Und das im reichen Deutschland.Erschreckend auch wieviel gebildete Menschen bei der Tafel sind.Wie war doch der Satz? Bildung schützt vor Armut? Der Fonds sollte doch die Bestrebungen, noch etwas zur Solidargemeinschaft trotz der Folgen der Traumata beizutragen, unterstützen soweit er es vermag.
    Mich verwies der Fonds an das Jobcenter oder Sozialamt, ich möge doch dort Darlehensanträge stellen. Dann kommt man ja aus seiner finanziellen Misere gar nicht mehr heraus.
    Nee ich möchte nicht jammern, ich bin sprachlos darüber dass es 8 Mio. Betroffene alleine in Deutschland gibt und nicht jeder hat die Kraft, den entwürdigenden Antrag beim Fonds mit der Offenlegung der Einzelheiten der Traumata zu stellen.
    Und wenn man den Bescheid darüber hat dass man anerkannte Betroffene im familiären Bereich ist dann hat man meistens schon das entsetzliche OEG-Verfahren durchmachen müssen wo von Anfang an klar ist dass die Aussichten auf eine OEG-Rente trotz aussagepsychologischen Gutachtens fast gegen Null tendieren.Und das gleiche entwertende Procedere muß man dann nochmal beim Fonds durchmachen.
    Ich werde ein Schreiben an Herrn Röhrig verfassen und ihm meine desaströse Lage schildern.Ich wünsche allen hier dass sie positive Bescheide vom Fonds erhalten und viel Glück

  65. Kirsten schreibt am :

    Die hinhaltende Bearbeitungstaktik, als etwas Anderes kann ich diese leider nicht verstehen, hat etwas Zerstörendes, genauso wie das, was ich früher kennen lernen musste, als Opfer. Und genau das ist die Perfidität.Ich musste verstehen, nichts tun zu können. Auch ich habe die unterschiedlichsten Bearbeiter kennen gelernt. Manche haben durch ihr Verhalten in mir tiefe Spuren hinterlassen. Alle meine Schreiben an verschiedenste Stellen, waren völlig umsonst, sie dienten nur für mich, um es wieder ein paar Tage auszuhalten, das erneut erlittene Unrecht. Wo doch zuvor schnelle unbürokratische Hilfe zugesichert wurde. Nichts von alledem.
    Erstaunlich war dann aber doch, wie nach einem persönlichen Gespräch mit einem Bearbeiter, dann innerhalb von wenigen Tagen- nach zweieinhalb Jahren-, mein Antrag genehmigt wurde-völlig unproblematisch.
    Ich konnte mich nicht mehr freuen, habe nur Erleichterung empfunden, dass dieser Horror vorbei war. Insgesamt habe ich gelernt aus dieser Situation, bin misstrauischer geworden, musste verstehen, dass das Leid des Einzelnen, das einer Familie nicht zählt, für Niemanden in diesem Staat, „der sich doch so gut um seine OPfer bemüht“.Welch ein Hohn. Von keiner Hilfsorganisation egal welcher bekam ich nur annähernd angemessene Hilfe. Helfen konnte ich mir nur selbst, immer wieder. Missbrauch ist das zutiefst Verletzende was einem Kind angetan werden kann, es ist als wäre es eine ansteckende Krankheit, vor der man sich besser schützt- aber Andere noch versuchen davon zu profitieren.

    Ich habe und hatte das große Glück eine mich so förderlich begleitende Therapeutin zu haben, dank der es mir gelang wieder am Leben teilnehmen zu können, Spaß zu haben, von niemandem Abhängig zu sein und heute mehr denn je verstehen zu können.Verständnis konnte ich nur für mich selbst entwickeln, für mich, meine betroffenen Kinder und meine katstrophale Situation die ich überlebt hatte. Die erlittene Demütigung durch den Fonds, das OEG, den weißen Ring, kann ich trotz positivem Antrag nicht vergessen. Deutschland ist noch lange nicht soweit, weil die Bereitschaft fehlt,das Leid der vielen Betroffenen anzuerkennen.

  66. Katharina schreibt am :

    Liebe Fr. R. und liebe Hildegard, es berührt mich sehr, wie sehr Sie ringen, kämpfen. Und ich wüsste nicht, ob ich es hätte durchstehen können, wenn mein Bescheid negativ ausgefallen wäre. Im Gespräch mit dem Mitarbeiterstab des Missbrauchsbeauftragten wurde an meiner Lebensgeschichte auch deutlich, dass ich viel Glück erfahren hatte, was Hilfe anbelangt und genau wie Sie, Hildegard, es beschreiben, es darf kein Glück sein, Unterstützung muss für jeden gleichermaßen zugänglich sein und dafür kämpft der Missbrauchsbeauftragte auch: für Gleichberechtigung. Ich finde es gut, wenn Sie, Fr. R. dem Missbrauchsbeauftragten schreiben. Ich war einer der ersten, die sich schriftlich beim Missbrauchsbeauftragten über die Auswirkungen der Fonds-Antragsbearbeitungszeiten beklagte. Und auch wenn sie nicht antworten; sie hören! Es ist nicht vergebens! Bis ich eine Reaktion bekam, war meine Situation schon absolut entwürdigend. Ich weiß auch nicht, ob ich diesen Weg noch einmal gehen würde. Ich war naiv, als ich den Antrag stellte und ich hatte „Glück“, dass ich nicht an diesem zerbrach, sondern daran gewachsen bin. Wie gesagt, hätte ich eine Ablehnung erhalten, ich glaube, ich wäre daran zerbrochen. Daher meine Hochachtung Ihnen gegenüber Fr. R., denn Sie kämpfen nochmals viel härter als ich kämpfen musste. Und ja, ich hatte „Glück“, dass sich viele Professionelle mit mir solidarisierten. Für mich ist es so wichtig geworden, sich zu solidarisieren, statt sich immer mehr zu splitten, da wir so keine Kraft aufbauen können, die tatsächlich Wirkung erzielen kann. Und daher solidarisiere ich mich auch mit dem Missbrauchsbeauftragten und seinem Mitarbeiterstab, auch wenn nicht alles so ist, wie „ich“ es mir vorstelle, dennoch gibt es viel Gutes, das ich anerkenne. Ich habe sie damit konfrontiert, ob sie überhaupt ein Herz für die Betroffenen haben und sie erwiderten nicht nur, dass sie beherzt handeln, sondern zeigten es mir auch. Ich war in vielerlei Hinsicht sehr kritisch gewesen, mittlerweile weiß ich, dass sich im Hintergrund viel bewegt, was wir nicht sehen. Es wirkt so, als würde sich nichts tun, aber dem ist nicht so. Irgendwann verstand ich, dass wir für die nachkommenden Generationen kämpfen und das tut auch weh, weil mir dadurch das Gefühl kam, zu der „verlorenen Generation“ zu gehören. Wir kämpfen um Rechte und das ist gewiss kein Kampf, der von Heut auf Morgen sondern über Jahrzehnte (bereits) geführt wird.

  67. Katharina schreibt am :

    Und noch etwas für die, die sich stabil genug fühlen und an der Aufklärung mitwirken möchten: Hilfetelefon Forschung! Am Ende einer einfühlsamen Befragung haben Sie die Möglichkeit ein Statement abzugeben, was für Sie an Entwicklung, an politischen Prozessen, etc. bedeutsam ist. Es wird nicht nur erfasst, sondern damit gearbeitet, sich damit auseinander gesetzt.

    Hilfetelefon Forschung: Tel. 0800-4455530 (kostenfrei und anonym)
    Beteiligung von Betroffenen und Angehörigen an spezifischer Forschung zu belastenden Kindheitserlebnissen mit dem Childhood Trauma Questionnaire (CTQ): Mit der neuen wissenschaftlichen Begleitforschung bietet das Hilfetelefon eine weitere Telefonnummer an: das Hilfetelefon Forschung. Es wendet sich an Betroffene und Angehörige, die sich an Forschung zu belastenden Kindheitserlebnissen beteiligen möchten und keinen akuten Beratungs- und Entlastungsbedarf haben. Die Befragung erfolgt durch Fachkräfte, die auf das Thema sexueller Missbrauch spezialisiert sind und auch die Beratung am Hilfetelefon Sexueller Missbrauch durchführen. Auch die Daten für den CTQ werden durch das Universitätsklinikum Ulm unter der Leitung von Prof. Dr. Fegert vollständig anonym ausgewertet.

    Das Childhood Trauma Questionnaire (CTQ): Der Fragenkatalog des CTQ ist wissenschaftlich geprüft und wird weltweit in zahlreichen Studien eingesetzt. Der Fragenkatalog besteht aus 28 Aussagen zu verschiedenen Kindheitsereignissen, die in fünf vorgegebenen Antwortstufen zu bewerten sind. Die Fragen beziehen sich auf Bewertungen von belastenden Erlebnissen wie sexuelle Gewalt („…belästigte mich jemand sexuell“), körperliche Misshandlung („…glaube ich, körperlich misshandelt worden zu sein“), emotionale Misshandlung („…sagten Familienangehörige verletzende oder beleidigende Dinge zu mir“), emotionale Vernachlässigung („…hatte ich das Gefühl, geliebt zu werden“) und körperliche Vernachlässigung („…musste ich schäbige oder dreckige Kleidung tragen“), aber auch auf Einschätzungen zu positiven Kindheitserfahrungen. Hieraus können statistisch zuverlässige Einschätzungen zu Häufigkeit und Schweregrad sexuellen Missbrauchs sowie zu anderen Misshandlungserfahrungen bestimmt werden. Anhand vergleichbarer internationaler Studien können diese ins Verhältnis gesetzt und somit aussagekräftig interpretiert werden.

    Ziel der wissenschaftlichen Begleitforschung von Hilfetelefon Sexueller Missbrauch und Hilfetelefon Forschung:
    Die Dokumentation der Gesprächsinhalte beim Hilfetelefon Sexueller Missbrauch und die Befragung anhand des CTQs beim Hilfetelefon Forschung helfen, Erfahrungen und Anliegen von Betroffenen, Angehörigen, Fachkräften und weiteren Interessierten in die Forschung, in die gesellschaftliche Diskussion und die politischen Prozesse einzubeziehen und zu berücksichtigen. In Form von quantitativen Statistiken und qualitativen Beschreibungen werden die Auswertungsergebnisse in regelmäßigen Zwischenberichten dokumentiert und öffentlich zugänglich gemacht werden.

  68. Savina schreibt am :

    Ich lese die Kommentare ab dem 29.03.2016 und fühle in mir Bestürzung. Ich fühle erneut Ohn-Macht, bei dem , was ich lese. Und ich muss unweigerlich an den Film “ Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss“ denken….Was ist das für ein perverser Fonds ?- denke ich gerade….

  69. Fr. R. schreibt am :

    Hallo,
    herzlichen Dank für die Feedbacks.Mir kommt es so vor als ob meine Kämpfe sinnlos sind und einfach so verpuffen, ohne Resultat.
    Meine Traumata werde ich keinesfalls möglichen Forschungszwecken zur Verfügung stellen, denn dann nimmt ja die Retraumatisierung kein Ende.
    Der Mensch hat psychosoziale Schutzmechanismen und spaltet Traumata, sonst würde er sie nicht überleben.

    Die Anträge beim Fonds sind für mich sehr destruktiv und mit 50 hat man über die Hälfte seiner Lebenszeit hinter sich.Ich möchte den Rest meines Lebens nicht mit destruktiven Dingen verbringen sondern meine Lebensfreude rekultivieren.
    Den Fonds finde ich genause pervertiert wie das OEG-Verfahren.Wie furchtbar wenn man um Dinge wie einen Kühlschrank oder Kleiderschrank betteln muß.
    Oder um die Blaseninstillationen die eine Neoblase verhindern sollen.
    Oder die Reittherapie.All das wird mir verweigert.Es erinnert mich an meine desaströse Kindheit wo meine Hilferufe überhört wurden.
    Dem Trauma möchte ich mich nicht mehr aussetzen.Ich pfeife auf den Fonds weil ich es leid bin zu bitten und zu betteln.
    Trotzdem wünsche ich allen hier dass sie ihre Anträge durchsetzen.

    Liebe Grüße

  70. Fr. R. schreibt am :

    Anmerkung:
    ich konnte mir nur selbst immer helfen durch meine Zähigkeit und Beharrlichkeit, das ist aber beim Fonds sinnlos.

  71. Karin2 schreibt am :

    Katharina- du kommst mir vor wie so wie heißen die Uboote-oder so also interessensvertreter die soziale Netzwerke infiltrieren und sich als Betroffene ausgeben.

    Die gibt es zum Beispiel in Foren für Menschen mit psychischen Problemen. von der Pharmaindustrie eingeschleußt, gehen als Betroffene in den dialog mit anderen Betroffenen um dann nach längeren blah blah und gewonennen Vertrauen zu offenbaren- das einzige was mir geholfen hat ist medikament Xy.

    Ja ich hoffe ich tue dir jetzt furchtbar unrecht-
    aber so ist es um mein Vertrauen bestellt.
    bist du nicht schon in genug Fettnäpfchen getreten umd jetzt hier so die werbetrommel für die forschung zu rühren.

    Da profitieren doch schon wieder die falschen, die für die diese Jobs geschaffen werden- die schön stabil sind und die ihren Kühlschrank und Kleiderschrank – schon zu Hause stehen haben.
    Das ist ja wieder so ein Verhältnis zwischen Menschen wo die Betroffenen zu Objekten gemacht werden- vielen dank dann darf ich sogar ein statement abgeben- oder kriegen die betroffenen irgentwas für den Zeitaufwand oder eine Nachsorge falls es doch was auslöst und das kann auch die noch so empathischste Befragung.
    Das könnte man sich sparen und das Geld sinnvoller ausgeben- auch Forschen ist eine Möglichkeit Gelder von unten nach oben umzuverteilen-

    wenn es dann an der Umsetzung mangelt und das tut es ja, das sieht man ja an allen Ecken und Enden.
    dafür wären genug kentnisse bereits vorhanden umd die Versorgungslage für Betroffene zu verbessern- wäre es denn gewollt.

  72. Katharina schreibt am :

    Nein, das bin ich nicht. Aber ich respektiere deine Meinung und ich ziehe mich zurück.

  73. Fr. R. schreibt am :

    Auch wenn ich damit anecke, ich habe gerade meinen Fall und meine persönlichen Erfahrungen an die Berliner Zeitung weitergereicht, auch wenn ich damit Gefahr laufe, eine mögliche Querulantin zu sein.
    Ist mir wurscht.Und ich werde mich nicht für Forschungszwecke zur Verfügung stellen, soll der Fonds doch besser die Gelder dafür verwenden dass den Betroffenen geholen wird.Oder dass man die Traumata der Folgen lindern kann.
    Ich laufe wenn ich meine Geschichte an die Forschung weiterreiche, wieder Gefahr, retraumatisiert zu sein.
    Es bringt mich auch nicht weiter.
    Ich hatte alle Möglichkeiten versucht, mit dem Fonds in einen Dialog zu treten aber jetzt reicht es mir mit der Diplomatie.
    Primär geht es ums Überleben und um existentielle Dinge.

    Oder um die Kostenübernahme für medizinische Behandlungen die mir verwehrt bleiben.

  74. hildegard schreibt am :

    Hinhaltende Bearbeitungstaktik hatte seit über 20 Jahren und hat erneut etwas Zerstörendes. Polit-Profis beteuern nach all den Versprechen auf der Seite der Opfer zu stehen und zu tun, was in ihrer Macht liege. Sie blieben untätig, hatten wichtigere Geschäfte abzuwickeln, taten nichts und wir selbst verstehen am Ende: nur wir selbst können tun, was uns gut tut.

    Dennoch sollen wir nun an angeblich statistisch zuverlässigen Einschätzungen zu Häufigkeit und Schweregrad sexueller Gewalt sowie zu anderen Misshandlungserfahrungen mitwirken?
    Um Statistiken schönen zu helfen?
    NEIN, so nicht!
    Beherzter Wille zu helfen muss anders aussehen in Notsituationen nach so langen Jahren: Weder warme Worte noch starre Statistiken ersetzen NOT-wendiges.

    Denn „… damit sich andere gut fühlen konnten und eigene Defizite kompensieren konnten“ verging man sich an Kindern. In ABERMILLIONEN Fällen. Feiger Macht-Missbrauch nach immer gleichem Muster. Motiv und Ablauf zielten auf Vernichtung. Darf staatliche Macht sich erschöpfen in rationalisiertem Erfassen innerer Vorgänge der Opfer von Seelenmord? … der Opfer auch von staatlichem Versagen damals und ethischem bis zum heutigen Tag?
    Was sind das für Beamte, die sogar angesichts erneuter Retraumatisierung der Hilfesuchenden sich selbst zu Rechenmaschinen degradieren? Lassen auch hier wieder die Nazis grüßen?
    Perverses Denken!
    Ähnlich Perverses gab es bereits nach dem Holocaust und dem beamtenmäßigen Umgang damit. Aus den vorherigen Katastrophen hat der Staat offenbar nichts gelernt. Warum?

    H-Überlebende sprechen ebenso von ihren „toten Seelen“. Auch sie sind manipuliert worden. Auch sie waren ohne eigenen Antrieb dem Terror entkommen.

    Wer wäre frei von Schuld an den Massengräbern der Geschichte gewesen?
    Freispruch dennoch …

    Ändern wir, was unveränderlich erscheint?
    Nicht mit Strafen – Folgen braucht es!

    Transparenz ändert Schweigen und Wegschauen.
    Der Mensch mit Herz erkennt entkommene Seelentote unter uns.
    Beherztes Zusammenstehen kann heilend helfen ein Leben in WÜRDE zu führen.
    Leben-lassen-in-WÜRDE würde den Verursachern der Verbrechen die Chance einer „Ent-Schuldung“ durch Wiedergutmachung geben.
    Das ist es, was sich ändern lässt.

  75. hildegard schreibt am :

    … gut so, Fr. R. – die Mitwisser/Betroffenen der letzten 20 Jahre hätten sämtlich die Medien hinweisen müssen auf aktuelle Gewalt.
    WIE viel Leid wäre den Kindern und Jugendlichen erspart geblieben! …?
    Ob man dann ernsthaft recherchiert hätte?
    Wer hätte wohl die ersten Maulkörbe verordnet?

  76. Beate Lindemann schreibt am :

    Hut ab vor Euch allen, die ihr Euch dem ganzen aussetzt. Ich empfinde Beschämung und Wut darüber wie schwer Euch das gemacht wird. Das ist absolut falsch und verkehrtherum! Super mutig und absolut unterstützenswert das Ganze öffentlich zu machen Fr. R.!
    Ich verstehe diese ganze merkwürdige Installation von Beauftragten nicht, die laut Aussagen mit Herzblut kämpfen- das will ich persönlich eigentlich niemandem absprechen. Mich irritiert aber, dass man einerseits mit Herzblut für etwas kämpft und andererseits aber dem ganzen System wie es läuft doch nahesteht. Also in meinen Augen müsste so ein Kämpfer entweder jemand ganz Aussenstehendes sein, oder das ganze System der „Hilfe“ müsste auch eines sein- dann würde sich ein eigens engagierter „Kämpfer“ ohnehin erübrigen. Auch möchte ich nicht das gut Gemeinte der ganzen Maschinerie der Hilfe und Forschung bezweifeln, aber wie soll man dieser ganzen Fragerei und vor allem den Schlüssen und deren möglichen Anwendung vertrauen, wenn bis heute z.B. aus den Erkenntnissen der Trauma- Forschung beispielsweise auch noch nichts bis zu dieser ganzen Hilfssystemerei durchgedrungen ist- denn wäre dem so, würden Betroffene Himmel noch einmal nicht derart entwürdigt werden! Es würde nämlich endlich verstanden werden was dieses VERBRECHEN an Kindern WIRKLICH bedeutet, und es würden Konsequenzen gezogen.Das Problem ist doch, dass das ganze System hinkt, dass das Ganze doch hinten und vorne nicht stimmt- und wenn das Ganze nicht stimmmt kann man noch so viele gut Meinende holen, sie ändern nicht, sie beschwichtigen. Und es macht den Eindruck, als ginge es doch nur darum. Es ist völlig unerheblich für Betroffene und für die Nachfolgenden, ob das unbewusst oder bewusst gemacht wird, Fakt ist, es ist eine Ungerechtigkeit hoch zehn.
    So lange es kein Verbrechen ist, sondern eine Privatsache, die auf den Schultern der Opfern lastet(das muss man sich mal vorstellen!!!) so lange wird das alles so bleiben.
    Im sorry für Diejenigen die sich einbringen und wirklich beherzt handeln, aber ich persönlich glaube nicht an Kosmetika und Fassaden!
    Mich macht es wütend, Betroffene dieser Maschinerei ausgeliefert zu sehen!

  77. Savina schreibt am :

    Ich war dann doch mal wieder neugierig und suchte eine Info zum angepriesenen CTQ. Ich fand folgendes und konnte nur noch mit Zynismus reagieren.:
    Das ist es !!!! Genau das !!! Das brauchen Betroffene in ihrer existentiellen Not und dem seelischen, manchmal übermächtigen, Schmerz :.Die deutsche Version des Childhood Trauma Questionnaire (CTQ) – psychometrische Eigenschaften in einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe:http://www.psychologie-aktuell.info/reha/2012/01/die-deutsche-version-des-childhood-trauma-questionnaire-ctq-psychometrische-eigenschaften-in-einer-bevolkerungsreprasentativen-stichprobe/
    Und wer bei diesem Empathie-und Hilfs-Angebot noch nicht genug von all der ihm dargebotenen Hilfe hat, kann sich ja eventuell das hier auch noch irgendwie in sein Leben organisieren.:http://www.psychologie-aktuell.info/reha/2008/12/die-symptom-checkliste-90-r-und-ihre-kurzversionen-psychometrische-analysen-bei-patienten-mit-psychischen-erkrankungen/
    – Ich kann mich manchmal nur noch lustig machen über all diesen Irrsinn und Wahnsinn, der mich immer wieder umgibt. (Mir persönlich hilft das.)…
    —————————————————
    Betroffene als Forschungs-Objekte….-Hier mein momentanes, ganz persönliches „Gegengift“ dazu.:
    http://www.amazon.de/St%C3%B6rungen-texte-kritische-psychologie-04/dp/3867548080/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1459717942&sr=8-1&keywords=Ariane+Brenssell+Klaus+Weber
    „Gestört sind alle und überall.‘ Die Begriffe der (Sozial-)Psychiatrie ebenso wie die psychiatrische Praxis basieren auf der Konstruktion von Störungen, die im Subjekt zu finden seien. So wird die Frage nach dem Zusammenhang gesellschaftlicher Entwicklungen mit subjektiven Problemen entnannt und auf die Einzelnen als Träger von ‚Störungen‘ abgewälzt. Für den Erhalt der Psy-Professionen (Sozialarbeit, Psychologie, Psychiatrie etc.) ist dieser Vorgang berufsständisch und ökonomisch funktional. Aus kritisch-psychologischer Sicht hingegen ist ‚gestörtes‘ Verhalten subjektiv sinnvoll und als Form individueller Auseinandersetzungen mit dieser Welt zu verstehen.(„Störungen“ von Ariane Bressell und Klaus Weber) –
    Dem Erhalt der Psy-Professionen (Sozialarbeit, Psychologie, Psychiatrie etc) dient die CTQ-Befragung auf jeden Fall….

  78. Fr. R. schreibt am :

    Hallo Savina,

    durch das quälende Begutachtungsverfahren der Rentenversicherung wurde ich immer und immer wieder psychometrischens Tests ausgeliefert wo es um die Erfassung meiner Traumata ging.
    ICh habe auf psychometrische Test geschi…….en.Sorry für die krasse Ausdruckweise.
    Und ich spiele nicht freiwillig Versuchskarnickel für den Fonds.
    Ich würde drüber stehen wen man mich als gestört einstufen würde, ich habe eh nichts mehr zu verlieren angesichts der desaströsen existentiellen Lage wo ich täglich damit beschäftigt bin zu überleben.
    Trotzdem interessant deine Anregungen, liebe Savina.

    Liebe Grüße

  79. hildegard schreibt am :

    Nach so viel „Groll“ in diesen 80 Kommentaren müssen wir die Frage stellen, wie kaputt ein Rechtssystem sein muss, das die eigenen Kinder vergisst und altes Menschheitswissen ignoriert:

    Versöhnt man großen Groll,
    und es bleibt noch Groll übrig,
    wie wäre das gut?
    Darum hält der Berufene sich an seine Pflicht
    und verlangt nichts von anderen.

    Darum: Wer Leben hat,
    hält sich an seine Pflicht,
    wer kein Leben hat,
    hält sich an sein Recht.

    Quelle: Tao Te King

    Berufene Juristen und Psy-Profis haben [`Himmel noch mal´!] ihre Pflicht zu tun.

    Uns aber rollt man dicke Steine in den Weg, wenn wir unsere Rechte einfordern …

  80. Angela Ebert schreibt am :

    Wir sind an einem Punkt angekommen wo der persönliche Kontakt zu Sozial-Behörden und -Gerichten vorsätzlich schädigend wirkt! Re-Traumatisierung müsste im Sozial-Recht schon bekannt sein und begriffen werden wie schnell und ZIELFÜHREND das funktioniert, aber alle Staatlichen Institutionen decken sich gegenseitig beim Verwerten der WARE MENSCH. Das ist ein Verstoss gegen Treu und Glauben, zumindest wenn bekannt ist wer der Mensch ist der RECHTLICH BESCHWERT und verwertet werden soll?!
    Gesetzgeber installierte die MEGA-MASCHINE der Menschen-Verwertung aus wirtschaftlichen Gründen, mehr braucht man nicht mehr wissen.
    Die Fonds die es in`s Leben geschafft haben zu entstehen bewirken was genau? Sie schaffen Arbeit für die Experten und auch Lebensgrundlage, tolle Sache das.
    Und Pippi Nahles setzt Recht und Gesetz außer Kraft per Minister-Weisung?! Die steht doch nicht über dem Gesetz?? Kein Politiker der Regierung kann das, und tut es trotzdem.
    NEIN heißt NEIN, ist das so schwer???

    Der Rentenversicherer ist schon heftig mit seinen Budget-schonenden medizinischen Gutachtern, bestens bezahlt für Negativ-Gutachten incl. gesetzlicher Diskriminierungen. Auch da werden massive Lebens-be-drohende Möglichkeiten missbraucht/ge-nutzt. Selbst erlebt, natürlich nicht ohne Folgen, über viele Jahre.
    Derzeit ist ein neues Teilhabe-Gesetz in Arbeit, betrachtet man die schrecklichen Entwicklungen der Schröder-Agenda können wir uns alle denken wohin es weiter geht.
    Entwürdigung und Rechtsunsicherheit sind keine Vertrauens-fördernden Maßnahmen, das GG können wir denen nicht auch noch hinterher tragen!
    Bedarfe oder Bedürfnisse darf ein Almosen-Empfänger der Hartz-Verwaltung nicht mehr haben, das sind grobe Fahrlässigkeiten, oder werden zu solchen gemacht um zu schädigen, anders kann es nicht sein.
    Im Land der großen Merkel-WERTE, ein Armutszeugnis!
    Ja, ausgeliefert ist man dem fast ohne Möglichkeit der Gegenwehr, der Abwehr von Gefahren die von medizinischen Gutachtern ausgehen!! Fern-Gutachten vom MdK sind auch nicht schlecht im vorätzlichen schädigen!
    Zorn und Angst, eine merkwürdige Adrenalin-Mischung der Betroffene über Jahre ausgesetzt sind, und sie wissen alle was sie tun…!
    STRESS nennt man`s auch…mit vielen schwerwiegenden Auswirkungen.
    Ekelhafte Menschen gibt es auf dieser Welt, mit Briefkasten-Firmen in Panama, das ist wohl ok für Merkel! Das Geld kann da bleiben und der Gesetzgeber bereichert sich an den Ärmsten, allerehrenwert, Damen und Herren Fond-Begünstigte.
    😉
    Unfassbar schäbig

  81. Fr. R. schreibt am :

    ICh bin sehr zynisch geworden, zumal ich mich seit Wochen mit dem Fonds um eine Waschmaschine angesichts meiner Blasenerkrankung kämpfe und in einen Waschsalon gehen muß da ich kein Geld für eine Waschmaschine habe.
    Ich weiß nicht wohin mit meiner Wut.Kühlschrank, Waschmaschine, Kleiderschränk, das fällt unter die Härtefallrichtlinien des Fonds und am Telefon sagte man mir, ich solle mir die Dinge schenken lassen.
    Und die Chose mit dem Kühlschrank liegt seit 1 1/2 Jahren beim Fonds, die erste Ablehnung war vor 1 Jahr, ich hatte dann nochmal an den Fonds, aber auch der Sozialdienst, geschrieben.

    Liebe Grüße

  82. Fr. R. schreibt am :

    Ich bin sehr zynisch geworden, ich bräuchte dringend ein neues Bett und auch eine Waschmaschine, hatte ich beim Fonds beantragt.
    Es ist sehr demütigend dass ich im Sperrmüll wohne, der Sozialdienst ist auch sehr betroffen, die Schreiben vom Sozialdienst werden vom Fonds auch immer ignoriert.

  83. hildegard schreibt am :

    Behörden bewegen nichts, Amtspersonen bewegen sich nicht. Man führt ein Eigenleben auf Seiten der Täter, jenseits des Rechts. Ob bei Seelenmord-, Nazi-, NSU- oder anderen Terroropfern.

    Behörden haben die Pflicht zu handeln – müssen Grenzen setzen gegen Gewalt und Hass, Terror und Volksverhetzung – hocken auf ihrem Geheimwissen, hüten und bewachen ihre Geheimnisse – schaden den Opfer von Seelenmördern, Rassisten, Fanatikern, beschädigen das Recht.

    Das Patriarchat und die Familie sind „Goldenes Kalb“ und „Heilige Kühe“ die Religion und die Nation.

    Warum bewegen demokratische Behörden nichts?
    Wo endet der Eigennutz?
    Wann zählt der Mensch?

  84. Fr. R. schreibt am :

    Es macht mich bitter wenn ich so mitbekomme wie schlecht Betroffene behandelt werden und welchen seelischen Qualen sie duch den Antrag vom Fonds, aber auch durch das OEG-Verfahren, ausgesetzt wird.
    Und wenn man Pech hat, geht die Mühle mit den Qualen auch noch durch die Rentenversicherung weiter, wenn es um die Erwerbsfähigkeit geht.
    Ich finde es beschämend und gnadenlos dass man in einer akuten Notlage um selbstverständliche Dinge wie Kühlschrank, Waschmaschine, um Hilfsmittel und um Therapien etc. beim Fonds betteln muß.Letzten Endes sind es ja die schweren Traumata die meistens eine Erwerbsunfähigkeit nach sich ziehen.
    Ich bin das mit dem Fonds so leid und habe auch keine Kraft mehr mich um die Dinge beim Fonds zu kümmern.Mir geht wirklich die Puste aus und ich bin es auch satt, immer weitere neue Argumentationen für meine Anträge liefern zu müssen.
    Und seit Monaten bzw. seit über 1 Jahr warte ich auf einen Bescheid wg. meiner Antragspunkte und es passiert gar nichts.
    Ich glaube insgesamt habe ich 150 Seiten Anträge nebst Unterlagen an den Fonds versandt.
    Und jedes Mal immer die pure Erschöpfung nach solchen Schreiben die keinen Sinn mehr machen.
    Selbst das Lebensnotwendige wird einem vorenthalten und so wird sicher mein Keller weiterhin eine Lagerungsstätte für Lebensmittel sein weil das Geld nicht einmal für einen Kühlschrank reicht.
    Und mit 50 mit einer Blasenerkrankung in einen Waschsalon gehen müssen ist auch nicht zumutbar, da ich auch keine Gelder für eine Waschmaschine bekomme.
    Soweit zum Fonds und ich habe mich entschlossen es mit dem Fonds bleiben zu lassen damit ich endlich meine innere Ruhe wiederfinde.Ich gebe es jetzt einfach auf weil ich nicht mehr kann.
    Ich wünsche allen hier dass sie positive Bescheide erhalten.

    Viele Grüße

  85. hildegard schreibt am :

    Fr. R. – dann halt‘ dich an die BERLINER ZEITUNG. Die wird ihre Scheinwerfer auf deinen Stoff richten.
    Maulkörbe werden wirkungslos werden – Maulwürfe sind heute gut vernetzt …

    Gestern bei Lanz erwähnten die Autoren der „Panamapapers“ (Obermayer/Obermaier) in ihrer Briefkästen-Aufzählung auch Pädophil-Kriminelle!

    Investigativer Journalismus wird so leicht nicht mehr zu bremsen sein, wo mit solch persönlichem Einsatz weltweit vernetzt wird. Kurz nach Freischaltung wusste E.Snowden bescheid und leakte mit.

    Die Politik muss global gleiches Recht schaffen:
    Weltweit wollen Menschen Gerechtigkeit.

  86. Fr. R. schreibt am :

    Ich hatte eine Mail an die BZ versandt, keine Reaktion.Ich glaube auch nicht dass die großes Interesse an der Story von mir haben.
    Ob das was bewirken würde weiß ich auch nicht.Aber ich habe eh nichts mehr zu verlieren.

  87. Savina schreibt am :

    Um die neoliberalen Politik durchzusetzen, muss mit großer Selbstverständlickeit Härte angewandt werden. Wer, aus welchen Gründen auch immer, in die Armut abgerutscht ist, wird automatisch zu einem Verlierer. Und um Verlierer braucht und will sich neoliberale Politik nicht kümmern.:https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/es-geht-darum-den-begriff-armut-zu-toeten?utm_content=buffer7ede0&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer
    – Dieses Interview, mit Stefan Sell, entwirrt die unerklärbar scheinenden, diffusen Zusammenhänge innerhalb der neoliberalen Sozialpolitik mit klaren Worten. Alles wird auf die Einzelnen abgewälzt, jeder ist für sich selbst verantwortlich, die Gesellschaft soll sich weiter zerteilen und entsolidarisieren…. – Das Nicht-Verhalten , Das Weg – Ducken von Politikern im Bezug zur Problematik „Fonds sexueller Missbrauch“ ist einfach nur ein Bestandteil der gesamten neoliberalen Sozialpolitik.

  88. Anonymus schreibt am :

    Ich habe beim UBSKM nachgefragt, wie es um meinen bereits bewilligten aber noch nicht ganz ausgezahlten Antrag steht. Also ob der Fonds ausgeschöpft ist… So bekam ich folgende Antwort:

    „…ich kann Sie beruhigen, die Zahlen beziehen sich auf neue Anträge. Wir haben so gerechnet, dass – auch mit Ihrem Antrag – soviele Mittel bereits gebunden sind (also demnächst und über die kommenden Jahre ausgezahlt werden müssen), dass nur noch circa 1000 Betroffene einen ersten Antrag stellen können. Aber das Ergebnis wird nicht sein, dass es danach nichts mehr gibt, es wird neue Mittel geben und dafür haben die Medien jetzt Alarm geschlagen, damit eben nicht passiert, dass neue Anträge nicht mehr erfüllt werden können. Sie können auch andere Betroffene beruhigen. Sie können weiterhin Anträge stellen. Die Mittel werden kommen!“

  89. Holger schreibt am :

    Na super. Dann zahlt doch endlich aus. Das ist ein einziges Schmierentheater um die selbstgefällige Selbstinszenierung eines Herrn Rörig. ich kann diese wohlformulierten Schreiben aber inhaltlich völlig unkonkreten nicht mehr ertragen. Hier geht es NUR um die Selbstinszenierung eines Herrn Rörig.

  90. Savina schreibt am :

    Dieser Fonds erfüllt zwei Ziele, meiner Meinung nach.
    1.) Man „beruhigt“ die breite Masse damit, dass man dann ja sagen kann, dass man etwas für die Betroffenen tun würde.
    (Die Betroffenen werden dadurch, von der breiten Masse , die nunmal sehr gern auf Sündenböcke hinunter blickt, wieder sehr viel eher aufgefordert, einfach ihren Mund zu
    halten und dankbar zu sein. Ich musste mir in der Vergangenheit anhören, was ich denn wolle , sie haben mich doch am Leben gelassen. Dann wäre doch alles in Ordnung….)
    und
    2.) Man kann den Betroffenen wieder ganz gezielt zeigen , was sie dem Land wert sind, als Menschen, als Mitbürger dieses Landes.
    Betroffene haben sich erneut demütigen zu lassen. Sie werden zu Bittstellern, zu Bettlern gemacht. Sie werden in eine 1- bis 1,5- jährige Warteschleife gesetzt, bis sie ein „Ja“, oder „Nein“als Antwort auf ihren 18-seitigen, retraumatisierenden, vollkommen unsensiblen Antrag erhalten. Ohne jede Transparenz darüber nach welchen Kriterien der eine etwas bekommt und der andere nicht und auch ohne Transparenz darüber warum der eine einen bestimmten Betrag erhält und der andere eben einen ganz anderen Betrag….

    Das will man sich schließlich nicht nehmen lassen.: Die Erniedrigung der einen ermöglicht die Erhöhung der anderen.
    Einmal Opfer , immer Opfer. – Das ist die verordnete Ordnung, der sich ein Opfer unter zu ordnen hat.
    So soll es sein.
    Ein forderndes Opfer dagegen stört! diese Ordnung. …
    Deswegen und nur deswegen werden die Forderungen von Betroffenen, bekannt seit über 5 Jahren,
    http://www.dgfpi.de/tl_files/pdf/medien/2011-06-15_Abschlussbericht_UBSKM.pdf (S.77 ) jetzt
    ganz einfach wieder unter den Teppich gekehrt, so wie man es schon immer getan hat, wenn sich Betroffene zur Wehr setzten.
    Denn diesem Land ist es auch weiterhin wichtig, die Täter zu schützen und den Betroffenen, auf gar keinen Fall respektvoll Selbstbestimmung und die genommene Würde zurück zu geben.

    ——————————————-
    Die damalige Kampagene „Schweigen schützt die Täter „(2010/2011) aus der der Abschlussbericht im Jahre 2011 hervor ging, brachte den Betroffenen nur Stress, den sie durch die Trauma-Folgen und die miserablen existenziellen Gegebenheiten sowieso schon in Hülle und Fülle haben.
    Und ein verbaler, salbungsvoller Text, nach der Kampagne, sollte den Betroffenen einfach nur Hoffnungen auf Veränderungen, die man vor der Kampagne, als Köder, auch schon versprach, machenen :.
    „Viele Betroffene sexuellen Missbrauchs haben Anfang des Jahres 2010 ihr Schweigen gebrochen und berichteten über Erlebnisse sexualisierter Gewalt, die sie in ihrer Kindheit oder Jugend durch Väter und Mütter, Familienmitglieder, Trainer und Trainerinnen, Lehrkräfte, Priester sowie andere Personen, denen sie anvertraut waren und zu denen sie in einem Abhängigkeitsverhältnis standen, erleiden mussten.

    Dem Mut dieser Betroffenen ist es zu verdanken, dass die Tabuisierung des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger nun endlich beendet wurde. “
    (Quelle :http://www.fonds-missbrauch.de/)
    ——————————————–

    Ich fühle mich im Heute von ihnen getäuscht, verraten
    und verhöhnt….

  91. Lunas schreibt am :

    Ich warte mittlerweile seit 3,5 Jahren und es wird wohl noch ein weiteres halbes Jahr dauern bis entschieden wird. Ich bin auch tatsächlich ziemlich sprachlos. Als man mir diese Hilfe empfohlen hatte, sagte man mir: „Das ist eine Stelle an der man ziemlich schnell und unbürokratisch Unterstützung bekommt.“ Nichts von dem habe ich selbst erleben können. Zudem wird meines Erachtens nicht sonderlich sorgsam mit den Daten umgegegangen. So ist es zwingend erforderlich die Genemigung zu erteilen Details seines Traumas an Stellen weiterzuleiten, die aber diese Infos garnicht brauchen. Datenschutzrechtlich bedenklich.

  92. Sandra schreibt am :

    Kannst Du das mal näher schildern, gerne auch per E-Mail am mich?
    Was wurde beantragt, was ist die 3,5 Jahre an Schriftverkehr erfolgt etc.
    An welche Stellen wurde was warum weitergeleitet?
    Darf man seine E-Mail-Adresse hier rein schreiben?
    __________________________________
    Anmerkung vom netzwerkB Team:

    wegen Datenschutz handhaben wir das so, dass wir gern die e-Mail an die betreffende Person weiterleiten und sie dann entscheiden kann ob sie Kontakt aufnehmen will.

  93. Samira schreibt am :

    Mein OEG-Antrag wurde mittlerweile abgelehnt. Mit anderen Worten stand da drin: da ich nichts beweisen kann, kann es auch sein, dass ich alles nur erfunden habe. Wo soll ich denn die Zeugen hernehmen? Mein leiblicher vater, dessen Frau die Täterin war, ist vor einigen Jahren gestorben, und Geschwister hatte ich keine. Unsere Nachbarn waren ein über 80 Jahre altes Ehepaar und eine über 90jährige. Ob die jetzt, mehr als 20 Jahre danach, noch leben, ist ungewiss. Und die Akte beim Jugendamt wurde mittlerweile vernichtet. Der Weiße Ring und mein Anwalt wollen mir nicht helfen, und die Mitarbeiter der Beratungssstellen kennen sich weder mit dem OEG, noch mit dem Fonds aus. Das Schreiben hat mich komplett aus der Bahn geworfen, da es sehr verletzend geschrieben war.

  94. hildegard schreibt am :

    … erheb‘ Einspruch gegen die Ablehnung, Samira.

    Wer könnte denn diese Art Gewalt „beweisen“? Was könnten Nachbarn schon aussagen? …!

  95. Hubert schreibt am :

    Wir haben doch gute Psychologen-Gutachter in unserem Land. Diese sollten doch erkennen, ob jemand die Wahrheit sagt oder nicht.
    Zudem gibt es neuartige Messmethoden, um Traumata im Gehirn nachzuweisen. Warum werden diese Methoden nicht angewandt zum Nachweis?
    Oder will man das garnicht, um Geld zu sparen?
    Sicherlich gibt es unter den Antragstellern auch
    mal Trittbrettfahrer, welche in die Gunst von Leistungen kommen wollen.
    Ist es nun sinnvoll, lieber geschätzte 50% der Antragsteller nicht anzuerkennen, wenn Zweifel bestehen?
    Wie mögen sich berechtigte Antragsteller fühlen, wenn ihnen trotz tatsächlicher Vorfälle nicht geglaubt wird und Leistungen nicht anerkannt werden?
    Ein gewisser %-Anteil derer wird wohl den Weg in den Suizid wählen. Das hätte man dann todsicher schonmal an Leistungen eingespart. Statistiken dazu gibt es bisher immer noch nicht – warum?

  96. rasch schreibt am :

    Derzeit ist ein Gutachter wohl erst bei Gericht einzufordern.
    Wäre gut wenn die Damen und Herren von dem Fond klare Worte reden würden und eben von vorneherein erklären, sie können keinen Gutachter stellen.
    Aber gut, in meinem Falle zum Beispiel wurde jetzt erklärt, die Anfrage ruht..und zwar solange bis ein Psychiater Stellung nimmt.
    Und da beisst sich die KAtze in den Schwanz. Denn egal ob ein Psychiater eine Traumakette von mehreren Jahrzehnten bestätigen kann..es würde nichts bringen.
    Nur eine mehrstündige Sitzung mit einem Gutachter kähme einer Anamnese gleich, welche bestätigen könnte, es handelt sich um traumatische Erlebnisse in der Kindheit.
    Solch eine Ausschlussanamnese..darum geht es.
    Übrigens auch in wahrscheinlich tausenden psychiatrischen Fällen wo kein Hahn danach kräht und Opfer unter falscher Diagnosestellung versumpfen und zu Monster mutieren durch Psychopharmaka!
    Und mit Tätern in einem Topf geworfen werden und so gemeinsam mit ihnen ihr Dasein fristen in Heimen und Wohnstätten wo am Essen gespart wird um lukrativere Standbeine zu unterstüzen ?

    Armes Deutschland!

  97. Samira schreibt am :

    Danke für eure Worte. Es ist gut, zu wissen, dass jemand da ist, und meinen Beitrag gelesen hat. Ich weiß auch nicht, was Nachbarn zu meinen Gunsten aussagen könnten, und ob sie sich überhaupt noch an mich erinnern würden. Widerspruch werde ich einlegen. Ich weiß nur nicht so genau, was ich schreiben soll, und das Ganze zieht mich enorm herunter. Jahrelang wurde mir nicht geglaubt, und jetzt werde ich wieder als Lügner bezeichnet. Dadurch habe ich sehr starke Depressionen. Dieser Bescheid hat mir meine letzte Hoffnung weggenommen. Es tut einfach so weh, dass stöndig so mit einem umgegangen wird und man alles beweisen muss.

  98. klaraklara schreibt am :

    Hallo Samira, nur kurz ein Gedanke: vielleicht kann noch jemand von den früheren Jugendamtsmitarbeitern etwas aussagen??? Nur so eine Idee, MANCHMAL merkt man sich ganz gut, was man mit einem Kind oder in einer Familie erlebt hat.

  99. elfi schreibt am :

    Semira, kann Dir auch nur den Rat, Widerspruch einzulegen.
    Das die Behörden verlangen, Name und Anschrift der Zeugen zu benennen ist widersprüchlich, da man als Nichtverwandter keine Auskunft beim Einwohnermeldeamt, Standesamt usw. bekommt.
    Persönlich musste ich es erneut erfahren, das man als Lügner u.ä. abgeschrieben wird, trotz, teilweise mit Adresse, Zeugenangabe, Schreiben vom Staatsanwalt-Verwarnung ausgesprochen, (wurde von Verwandtschaft (einer Mittäterin) tätlich angegriffen), Justiz, mit AZ-Benennung einer Gerichtsverhandlung. (was ich bis jetzt nicht näher öffentlich angeben möchte, Datenschutz zwecks weiterer rechtlicher Schritte). Das wurde einfach ignoriert!
    Auch wenn es Kraft und Nerven kostet, aber auch weiteren Schritte, OLG, BGH gehen und wenn man keine Rechtshilfe bekommt, dann ohne. Das kann man sich nicht gefallen lassen, die Verfassung der Widersprüche ist respektlos, als ob man geistig nicht auf der Höhe ist.

  100. Samira schreibt am :

    @ klaraklara und elfi
    Vielen Dank für Eure / Ihre Kommentare. Es tut wirklich sehr gut, zu lesen, dass andere darauf eingehen.
    Dem Versorgungsamt habe ich alle Namen von Mitarbeitern, Lehrern, Beratungsstellen, etc. genannt, an die ich mich erinnern konnte, bzw. die ich nachträglich noch herausfinden konnte. Wenn ich die Stellen persönlich anschreibe oder anrufe, behaupten die immer, mich nicht zu kennen. Sogar meine ehemalige Therapeutin hat mich verleugnet!
    Habe ärztliche Gutachten, usw. eingereicht, das wird alles nicht beachtet. Es wird immer nur auf die Sachen eingegangen, die ich nicht mehr weiß, oder nicht mehr nachweisen kann. Beweise und Berichte sind denen egal.
    Widerspruch habe ich mittlerweile eingelegt.
    Finde es auch schockierend, dass ich die Berater vom „Hilfetelefon s. Missbrauch“ und dem Frauennotruf erstmal über das OEG und den Fonds aufklären musste. Da kam ich mir total dämlich vor.
    Ja, die Leute tun ständig so, als sei man nicht ganz richtig im Kopf.

    Ob die Mitarbeiter vom Jugendamt sich noch an mich erinnern, weiß ich nicht, ich werde es aber dennoch versuchen.

    Liebe Grüße

  101. hildegard schreibt am :

    Samira, Widerspruch ist gut.
    Widersprich auch dort, wo man genervt reagiert. Denn das Recht ist auf deiner Seite. Und oft sind genervte Helfer „nur“ überfordert, unzureichend informiert, Ehrenamtler …

    Aufgrund des Grundgesetzes bräuchte es eigentlich Sanktionsmöglichkeiten, wenn vom Staatvertreter Verfassungsgrundsätze und Menschenrechte im Sinn der Gewaltopfer nicht eingehalten wurden.
    Gäbe es für Staatsdiener (alternativ den Verantwortlichen in der Wirtschaft) eine Art „Vertragsverletzungsverfahren“, dann müsste ein gescheiter Opferanwalt im Namen der Mandanten Klage führen können gegen das Unrecht der Verjährung von Seelenmord und den faktischen „Täterschutz“. Verjährte Sexualverbrechen lassen sich kaum einmal beweisen.

    Eine solche ‚Klage gegen vergangene Regierungen‘ müsste durchgeführt werden und zumindest mit einer angemessenen Opferrente ein erträgliches Ende finden können – wenn schon die Täter selbst nicht mehr zur Verantwortung heran zu ziehen sind. Glaubwürdigkeitsgutachten von Ärzten und Therapeuten sollten als Beweisersatz inzwischen reichen – nach sieben langen Jahren …!

  102. elfi schreibt am :

    Hildegard, ich gebe Dir Recht, wenn Täter nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden können, durch Tod oder Verjährung der Tat, muss der Staat zur Verantwortung gezogen werden. Klage gegen Regierung, was ich bisher nicht unbedingt wollte, aber eine Einigung bei Erörterungsgesprächen SG o.ä. bringen nichts, ist schon erforderlich. Heißt es doch, es ist unser Recht Entschädigung zu fordern. Die von Behörden verfassten Ablehnungen sind Hohn und Spott für Opfer, ähneln sich, vorgeschriebener Text, politisch motiviert gegen eigenes Grundgesetz?

  103. hildegard schreibt am :

    Ja, Hohn und Spott über Betroffene … gegen das Grundgesetz.
    Der Justizminister hätte n.m.M. aufrecht stehend die dringend not-wendige ‚Klage gegen frühere Regierungen‘ führen können. Und dann die Verjährung aus sehr guten Gründen gänzlich abschaffen müssen.

    Vermutlich wäre er seinem Wort auch lieber treu geblieben, um der Wahrheit in seinem Brief an Norbert Denef näher zu kommen.

    Vielleicht fehlten starke Stützen der eigenen Partei, die zwar N.D. applaudierten – für klare Verhältnisse aber nicht sorgen wollten.
    Was hinderte sie?
    Der Staatsminister einer anderen Fraktion verfügt über die Finanzen.
    Der dachte an die Zahlungen, hütete sein Finanzsäckel und blieb lieber drauf sitzen …

    Wissen Politiker was sie anrichten?

  104. elfi schreibt am :

    Hildegard, bei Herrn Maas würde ich sagen – vielleicht – hätte er sein Versprechen eingehalten.
    So oft wie ich versch. Minister angeschrieben haben, war noch Leuthäuser-Schnarrenberger, auch bei UBSKM, schiebt es einer auf den anderen. Frau Schwesig hat auch Versprechungen gemacht, minimale Veränderung. Selbst so wie die Gesetze jetzt sind, werden sie oft nicht angewendet. Bei bestimmt Taten wurden jetzt auch sofort Verschärfungen der Gesetze beschlossen, was berechtigt, also geht doch – wenn Politiker will/wollen!
    Gerade die Wahl 2017, was kommt da raus, außer neue Wahlversprechen die dann nicht eingehalten werden???

  105. hildegard schreibt am :

    Wahlen 2017? Wahlversprechen?

    Wenn ich die Lage richtig einschätze, dann bildet das Grundgesetz mit seinen Grundrechten ausnahmslos für alle Menschen die Grundlage unserer Verfassung – inklusive der Menschenrechte und der Menschenwürde.
    Kinder sind Menschen.
    Ein Kind hat Grundrechte und besitzt Menschenwürde.

    Bundespräsidenten, Regierungen und MinisterInnen wussten sehr früh von diesen Verbrechen und ignorierten die Abhängigkeiten von Kriminellen dennoch jahrzehntelang.
    Wie konnte es dazu kommen:
    Dass keine Klage über das verjährende Verhängnis für ungezählte Kinder gehört wurde?
    Dass keinem Gesetzgeber die Fehlentscheidung auffallen wollte?
    Dass kein Nachkriegspolitiker die fatalen Folgen für Kinder, Jugendliche und andere abhängige Menschen sah und anerkannte?
    Dass keine Politikerin auf Überprüfung der entsprechenden Gesetzgebung bestand?
    Dass kein Arzt, keine Therapeutin, kein Psychiater, keine Institution den Tätern und ihren Lobbyisten widerstand?
    Dass seit den Anfängen der BRD-Verfassung Justitia auf diesem Auge blind bleiben durfte?
    Dass UBSKM nicht zu allererst die Aufhebung der Verjährung forderten; eine staatliche Kommission keine Entscheidungsbefugnis für Härtefälle erhielt; der Staat wichtige Hilfen vernachlässigen konnte; dieser Fonds daher nur beschränkt ausgestattet/handlungsfähig und abhängig von knappen Ressourcen arbeiten musste?
    Familien, Freunde, Nachbarn wurden per Verjährung zum Schweigen genötigt.
    Die Gesellschaft insgesamt wurde in die Sicherheit der „heilen Welt“ verschaukelt. Kinder seien unsere Zukunft – so jedenfalls tönte es durch die Nation.
    Kinder aber wurden derweil die ungeschützesten Wesen – und sie sind es heute noch.

    Sie sind eben nicht alle gleich vor dem Gesetz.
    Sie werden von den Politikerinnen genau nicht „mitgenommen“. Auch nicht von denen, die dies noch vor ihrer Wahl hoch-und-heilig versprochen hatten.

    Wen stört’s?
    Vielleicht den neuen Präsidenten?
    Vielleicht heißt es noch nach all den Wahlen „Die Karawane zieht weiter“, … ?

  106. Ka schreibt am :

    Ich fände es mal interessant, wie es anderen Betroffenen geht, die sich an diese Geschäftsstelle gewand haben……
    Ich bekam heute ein schreiben von ebendieser Stelle mit einem Zwischenbericht zu Ihrer Antragstellung. Darin steht zu meinem Antag- sage und schreibe nichts.
    es wird erklärt, dass die Kompetenzen der Clearingstelle erweitert wurden und im Zuge dessen:
    Bitte teilen sie uns mit, ob Sie fortan auf eine Anonymisierung Ihres Antrags verzichten und somit helfen möchten, die Beartbeitungsdauer für alle Antragsteller/-innen zu reduzieren mit Einverständniserklärung dazu-

    Mit meinem übersteigerten schutzbedüfnis scheine ich also allen Antragstellern irgenwie zu Schaden, weil ich die bearbeitungsdauer dadurch so sehr in die Länge ziehe……aber man lässt mir die Wahl….
    wie absurd- bei der Krankenkasse kämpfe ich gerade um eine lächerliche packung von einen Baldrian Hopfen Präparat-und legte Widerpsruch ein- laut Kassenangaben gibt es einen freibetrag von 100 euro im Jahr für alternative arzeimittel darunter Phytotherape…. nun wollen sie es mir ohne Begründung aber nicht bezahlen…..(man muss in vorleistung gehen) ich lebe auch von Harz 4
    nun habe ich ja viel Ämtererfahrung und es scheint auch eine Strategie zu sein möglichst Schriftverkehr zu vermeiden- und keine schriftlichen Bescheide und begründungen mehr rauszurücken denn ohne kann man auch keinen Rechtsweg beschreiten und somit sparen die sich Geld- als reaktion zum obigen beitrag es muss nicht so sein kann aber strategie sein- von der kasse kommt auch nichts schrifltiches an….trotz widerspruch.

    Ich wundere mich längst nicht mehr über so ne vorgehensweisen- sie haben ja ihre eigene(menschenverachtende9 Logik, habe aber wenig Hoffnung für mich.. aber ich glaube man darf nicht den fehler machen von einen solchen Fond tatsächliche hilfe zu erwarten- man kann glück haben das hatten auch schon einige oder man hat pech – ich schreibe da hin weil ich keine anderen Möglichkeiten habe- um die minichance mir zu geben – aber gut oder glaubwürdig ist da für mich nichts….es ist nicht der vordergründige Zweck wirkliche Hilfe zu bieten…

  107. Anni Rock schreibt am :

    Ich warte seit September 2015.
    Aber ich gehe nicht davon aus, dass das was wird, weil meine T…r tot sind und die Mitwisser uralt und ich auch niemanden angezeigt habe, weil das Wissen über all diese Dinge erst mit Ende 40 immer mehr wurde.
    Und wir sind ja auch daran gewöhnt, 1. dass niemand glaubt, 2. man sich nicht so anstellen soll und 3. wir nicht wert sind unterstützt zu werden.

  108. li schreibt am :

    @ anni
    wir sind es wert!!!!!!!!!!!

  109. Hubert schreibt am :

    Es sieht offensichtlich so aus, als ob man mit dem bisherigen Regelwerk in eine fatale Sackgasse zusteuert.
    Man darf ja nicht glauben, dass diese pauschalen Ablehnungen immer folgenlos bleiben. Möglicherweise wird es zu unangenehmen gesellschaftlichen Folgen kommen.
    Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Betroffene anschließend so weiterleben können, als ob da nichts gewesen wäre.
    Ein gewisser Anteil der Betroffenen lässt sich damit sicherlich auf kostengünstige Art und Weise ruhig stellen, indem sie vermutlich an innere Frustration und Demoralisierung ersticken. Glückwunsch!

  110. Tine schreibt am :

    Ich habe gestern, am 23.2.2017, die Bewilligung bekommen. Mein Antrag war am 31.07.2015 eingegangen. Keine andere deutsche Behörde braucht so lang.
    Euch nur zur Info.
    Wenn ich die Dinge aufstelle, die ich zu einer einigermaßen angemessenen Kompensation brauchen würde und die dort offensichtlich anerkannt würden, bin ich definitiv bei 20.000 Euro.

  111. Romy Papra schreibt am :

    Eine Zähigkeit und Beharrlichkeit zu zeigen, setzt eine gewisse Stabilität vorraus. Aber Viele Betroffene sind dazu nicht in der Lage, weil sie weder Kraft, Mut noch Hoffnung haben. Wenn dass so ist, dann verbringt man die meiste Zeit alleine zu Hause unter der Bettdecke. Ohne ein Helfernetz hat man einfach keine Chance. Ich vetstehe auch nicht, warum die meisten Betroffenen keine Hilfen erhalten, andere hingegen oftmals die Hilfen bis zu zum Maximum zugesprochen bekommen. Der Eine kann sich kaum etwas zu Essen leisten oder benötigt dringend einen Kühlschrank, Prothesen ect….andere hingegen „dürfen“ sogar Reittherapie machen. Wenn man sowas liest, verliert man seinen letzten Glauben an die soziale Gerechtigkeit und an sich selbst. Es ist fast so wie früher, man ist nichts wert und man darf sich nicht beschweren. Solange man noch atmet, kann es ja nicht so schlimm sein.

  112. Claudia schreibt am :

    Hallo Ihr Lieben,
    alle Eure Mitteilungen sind Wichtig und berühren mein Herz. Und machen mich so wütend. Aber auch Sprachlos!
    Seit Juli 2013 liegt mein Antrag beim Fond! Ich bin eine Überlebende die familiär, sowie institutionell Betroffen ist. Deshalb habe ich erst mal gar nichts vom Fond gehört, nach etlichen Anrufen und Schreiben, wurde ich immer wieder darauf hingewiesen, dass der Bund und das Land noch nicht entschieden haben, sich daran zu Beteiligen. Dann sollte ich vor 2 Jahren schriftlich mein Einverständnis für das Land geben. Gemacht getan. Nur nie eine Antwort.
    Aber stellt Euch vor, im Februar 2017 bekam ich Post vom Fond mit zwei Schreiben (Antworten) vom Regierungsministerium Stuttgart und dem DOSB und jetzt haltet Euch fest, diese Schreiben hat der Fond schon genau 1 Jahr zuvor (2016 ) erhalten! Und klar, keiner will irgend etwas übernehmen! Obwohl ich meine Geschichte aufgeschrieben habe (alle meine Erinnerungen des Missbrauchs habe ich Aufgeschrieben, mit den Namen der Täter usw.).
    Somit schreibt der Fond habe ich nur noch die Hälfte Anspruch von den Sachleistungen im Wert von 5000,00€
    Und die Clearingstelle wird entscheiden……..
    Muss ich noch einmal 4 Jahre warten!! ????
    Meine Seele schreit nach wenigstens ein wenig Gerechtigkeit, diese wird es wohl nicht mehr geben! Vielleicht bauen sie darauf, das Frau/Mann das nicht lange durchhält und aufgibt!
    Ich möchte gerne meine und diese Geschichte in eine seriöse Zeitung und ins Fernsehen bringen. Es hat sich nicht viel geändert! Leider!

  113. Tine schreibt am :

    Hallo Claudia,
    das ist hochgradig übel!
    Spontan fällt mir dazu ein, dass eine Person damit durchkam, den Fonds beim Verwaltungsgericht zu verklagen. Und zwar einfach deshalb, weil der Fonds offensichtlich keine Verfahren wollte. Die Person bekam plötzlich einige Dinge bewilligt bis 10.000 Euro, die ihr vorher nicht bewilligt worden waren. Allerdings war das in der Anfangszeit des Fonds, und ich weiß nicht, ob das „Verfahren vermeiden“ dort noch so gehandhabt wird.
    Weshalb du allerdings nur Anspruch auf 5.000 Euro haben solltest, weil sie dort ein Zuständigkeitsproblem nicht lösen können, ist nicht einzusehen und mit Sicherheit Grund, Rechtsberatung aufzusuchen.
    Ich meine, Beratungs- und Prozesskostenhilfe beantragen und den Fonds verklagen ist nicht verkehrt. Die Person, von der ich geschrieben habe, hat das nicht selber bezahlt.
    Tine
    PS – Der Fonds ist definitiv eine komplette Fehlkonstruktion und produziert mit seinen Verfahren neues Leid. Allerdings möchte ich auch nicht in einer Behörde sitzen, in der ich nach Jahren einen Antrag zum ersten Mal in die Hand nehmen kann oder Schreiben ewig liegen lasse, weil ich wahrscheinlich nicht weiß, wer eigentlich was zahlt und ob überhaupt.
    Mit den Medien kann ich leider nicht helfen. Ich hätte selber an anderer Stelle Grund genug dazu und würde gerne dasselbe machen. Bei mir hat schon die zweite Behörde das Sozialgeheimnis massiv verletzt, und das mit solchem Inhalt. Das Strafverfahren wurde auch nach Beschwerde eingestellt…

  114. Kim schreibt am :

    Liebe Claudia,

    sei erst einmal ganz lieb gegrüßt… wie wir alle – bist Du so tapfer und kämpfst.

    Ich möchte hier mal kurz meine Erfahrungen zum OEG und Fond geben. Ich bin auch Autorin in „meinem“ Rahmen gewesen und habe auch viel von anderen Betroffenen gehört (Bittere-Tränen-Projekt).

    Ich litt an heftigsten Traumatisierungen bei Antragstellung für das OEG. Ich muss schon sagen – sowas abgebrühtes hab ich echt noch nicht erlebt… oder sagen wir es anders, gerade von diesen Leuten – hab ich das nicht erwartet. Begründung der Ablehnung damals: „Da es sich auch um eine andere Erkrankung handeln kann“ – wie gesagt einer Traumafolgestörung die auch Fachärztlich Attestiert war!

    Claudia glaube mir – ich kenne mittlerweile diese gesamte Mischpoke… aber ich werde sicher noch mehr dazu lernen müssen.

    Fakt ist doch sicherlich – das wir alle schon mal mit unserem Mist zum Arzt gegangen sind – gerade wegen Atteste etc. und das uns endlich jemand glaubt… der Weg – ist sowas von abgebrüht kalt.

    Ich habe etwas gelernt Claudia…ich muß die Klappe halten um zu heilen! Es gab Momente – da hätte ich mir einfach nur einen Menschen gewünscht – der mich in den Arm nimmt – und zwar ohne das ich was sagen muß…

    Deshalb war ich hier auf diesen Seiten fast 2 jahre nicht zu sehen…ich bin in die Askese gegangen. Ich bin nicht verzweifelt daran… aber die Schmerzen waren die Hölle auf Erden und weißt Du was so weh tat Claudia? Die Realität! damals wie heute!

    Viele – die im sogenannten Hilfs – und vor allem Gesundheitssystem gelandet sind, fragen sich sicher wie ich mich fragte: „Wie komme ich da nur wieder raus?“.

    Was diese Anträge angeht…hab ich sie in die Tonne getreten, denn eines hab ich ganz schnell begriffen. Hier geht es nicht um eine ernste Anerkennung. Hinter den Kulissen sitzt ein Amtsarzt oder Psychiatrischer Dienst! Ich hab mal ganz schnell die Finger von gelassen. Wozu dient dieses Scheißmodell hab ich mich gefragt? Man sendet seine Intimsten schlimmsten Details – man vertraut sich den Leuten an.

    Ich kann nur eines sagen…ich würde mir auch so gerne Unterstützung vom OEG und Fond wünschen. Doch was muß ich dafür tun? Ich muß mich Ausziehen – vor wildfremden Leuten.

    Das alles hat sehr viel mit dem Kindesmissbrauch zu tun gehabt, derartige kranke Verhaltensmuster. Was da abgeht ist doch nichts anderes – als erneut sexuell missbraucht zu werden und diesmal sichtbar für alle?

    Ich lerne derzeit sehr viel und es tut sehr sehr weh. Die „Realität“ ist noch viel schlimmer als gedacht, doch ich kann heilen. Ich mache mich einfach so gut es geht unsichtbar und halte meine Klappe. Es scheint mir sonst wie Treibsand – was die alle betreiben. Je mehr ich strampeln tue – auch vor Gericht, desto tiefer rutsche ich rein durch Gutachten, Atteste, Aussagen – und nix hilft. Eine Bekannte klagte vor Gericht – und geriet in die Zwangsbetreuung (Psychiatrie). Der Täter wusste sich zu wehren und war hochrangig.

    Lange Rede kurzer Sinn. Das wirklich allerwichtigste ist zu heilen und so gut es geht gesund zu werden und jede weitere Art der Diagnostik und Schäden abzuwenden und liebe Menschen zu finden – die einen wirklich gerne haben.

    Das ganze System lebt doch von uns Betroffenen…Gerichtskosten Ärzte etc.

    Aber – man verpisst sich einfach so wie ich… und findet zurück in ein halbwegs normales Leben. Allein – heisst nicht unglücklich! Ziel: Autonomie! Die hab ich nämlich zuvor noch nie besessen 😉 kein Wunder – oder?

    Und dann Claudia – kann man alles schaffen…

    Ich hoffe, ich bin dir nicht zu nahe getreten.. es gibt so viel Hoffnung auf ein schönes Leben – auch nach allem…Du musst nur weiter tapfer bleiben! Sobald Du loslassen kannst Stück für Stück…wird es aufwärts gehen! Höre immer auf dein Innerstes…

    Ich sende dir ganz viel Trost
    Alles kann gut werden…auch bei Dir.

    Kim

  115. Tine schreibt am :

    Oh, also dazu kann ich nicht schweigen.
    Claudia hat sich bereits vor vier Jahren für den Mist, die ganze Geschichte aufzuschreiben und einzureichen, entschieden. Die Frage, ob Antrag ja oder nein, ist also lange vorbei. Und leider gibt es ja sehr viele Menschen, die Gelder und Leistungen schlicht benötigen…
    Ich kann gut verstehen, wenn jemand nicht nach außen hin kämpfen kann oder der Meinung ist, dass Fonds und OEG die falschen Stellen hierfür sind und mit sich und dem eigenen Leben beschäftigt ist. Aber es ist auch gut, wenn jemand noch so viel Kraft hat oder irgendwann an den Punkt kommt, doch nach außen hin zu kämpfen, denn das ist ja das, woran es hinten und vorne fehlt.
    Jedenfalls finde ich nicht, man sollte anderen raten, zu schweigen oder einen Rückzieher zu machen. Sie würden sicher selbst merken, wenn sie an einen solchen Punkt kämen, an dem es nicht mehr ginge. Und ich habe aus Claudias Beitrag nicht herauslesen können, dass das die Stelle ist, an der sie steht und wünsche ihr, dass sie die Kraft hat weiterzumachen.

  116. Kim schreibt am :

    Hallo Tina,

    ich glaube ich wurde hier etwas missverstanden..verzeih. Ich kämpfe seit 2002….und war dennoch auf Grund der Traumatisierungen „auch und gerade“ durch die Behörden.

    Es wurde hier ja auch schon schwer diskutiert – OEG ja oder nein… ich finde aufgeben – ist hier nicht das richtige Wort. Ich würde meine Empfehlung auch nicht als aufdrücken empfinden…wissen wir doch alle – wie hart unser aller Weg ist anerkannt zu werden. Vielleicht – ist es nicht richtig rüber gekommen. Was ich sagen wollte ist – eben das was ich gemacht hatte – nach jahrelangem Kampf – mein „loslassen“ und gerade das ist wohl das allerschlimmste und schwerste – alles noch einmal durchzuerleben….ich habe für mich gemerkt…das die Beurteilungen eben nicht von ausgebildeten Profis erfolgt – sondern von einem Amts-Arzt. Letztendlich ist das auch nicht wichtig. Jeder – muß seinen eigenen Weg finden…aber was ich für mich einfach sagen und weiter geben kann ist:
    „Das Leben geht auch ohne Anerkennung weiter“ und sogar besser; Der schwere Kampf…brachte und bringt mich jetzt erst – zurück in die Autonomie – durch eben dieses Loslassen und sich eben nicht mehr mit Ämtern rum zu schlagen. Ich – bräuchte auch so dringend diesen Fond z.B. für Zahnersatz…was sollś. Ich habe einfach begriffen für mich – das die Auseinandersetzung nur ständig neu Traumatisierend ist. 15 Jahre Kampf um Gerechtigkeit… es gibt und gab sie nie! Leider. Tapfer bleiben! Courage haben. Überlebende sind Kämpfer! Das Leben geht auch ohne die Behörden weiter.

    Ich muss den Behörden den Missbraucht „beweisen“? – Durch geforderte Zeugen? Daran habe ich erkannt das das zumindest für mich Mist ist – denn – dafür gibt es niemals Zeugen!

    Alles eine Scharlatanerie! Sorry, bin ja nicht die einzige die das erlebt hat. manche Klagen auch und müssen sich dann auch noch Gutachten unterziehen – und kriegen nicht mit, das dies alles in die psychiatrische Schiene gezogen wird. Nur weil man Missbrauchsopfer ist – hat niemand das recht dazu Missbrauchopfer zu „begutachten“ – das sorry finde ich genauso krank – wie Pädophile….sind.

    Also mehr kann ich nicht sagen, außer das Loslassen irgendwann Frieden schafft..

    Kim

  117. Claudia schreibt am :

    Hallo Ihr Lieben,
    danke, danke für Eure Antworten!
    Es ist traurig zu sehen, das einerseits viel Werbung mit dem Thema gemacht wird, das sich Betroffene (Überlebende) trauen sollen….. und andererseits wiederum dann doch im Stich gelassen wird.Außer es wäre genau jetzt aktuell passiert! Aber wie wir ja alle wissen, trauen sich Überlebende ja eben erst viele Jahre später!
    Auch ich habe keine guten Erfahrungen mit dem OEG gemacht. Zwar wurde meine Missbrauchsgeschichte anerkannt, aber ich hätte zu wenig „gesundheitliche Einschränkungen“. Tsss! Damals habe ich noch Widerspruch eingelegt und dann aufgegeben, weil mir das einfach zu viel war! Ich hatte eine wirklich unglaublich schlechte BegutachterIn, die mit der Prüfung Ihres Kindes beschäftigt war! Unfassbar!
    Diesen Satz„da es sich auch um eine andere Erkrankung handeln kann“ kenne ich auch aus meinem OEG Beschluss.
    Aber „ich“ habe eine andere Erfahrung gemacht, zu Schweigen und den Mund zu halten, finde ich keine Lösung! Auch nicht für die vielen anderen Überlebenden und die, die es zukünftig noch zulassen werden.
    Klar, gehe ich nicht damit Hausieren, denn das Thema ist zu sensibel und schnell wird Frau/Mann in eine Schublade gesteckt 🙁
    Nein, ich arbeite seit 25 Jahren an mir und den folgen meiner Geschichte und werde nicht „Schweigen“.
    Ich habe das große Geschenk bekommen, lange und intensiv an mir und den immer wiederkehrenden Folgen zu arbeiten/bearbeiten und möchte sagen „es gibt ein Leben nach dem Missbrauch“. Lasst uns zusammenhalten! Bleibt am Thema, es lohnt sich! Ich möchte nicht überheblich klingen und weiß von was ich spreche! Auch meine Folgen und Schmerzen begleiten mich, aber jetzt bin ich erwachsen und kann viel besser damit umgehen. Zu Leben lohnt sich, das Leben ist schön! Und ich weiß bestimmt wie Ihr Alle, wie schlecht Frau/Mann sich fühlen kann…..
    Deshalb dürfen/sollten wir ALLE zusammenhalten und uns zusammenschließen, jeder wie er möchte und auf keinem Fall „Schweigen“!
    Vielleicht ist es naiv zu denken, ich will es an die Öffentlichkeit bringen, ich möchte nicht das WIR Schweige. Ich überlege schon lange einen Blog zu eröffnen, aber wie fängt Frau an und wie weit schadet es mir, es Öffentlich zu machen!
    Ich bin nicht gewillt zu Schweigen, das habe ich die ersten 30 Lebensjahre gemacht! (ich gehe aber auch nicht damit Hausieren).
    Danke für Euer Interesse und ich würde mich über einen weiteren Austausch freuen!
    Herzliche Grüße und passt auf Euch auf 😉

  118. elfi schreibt am :

    Ich hatte es auch so von Kim, dass sie aufgegeben hat.
    Ich lebe auch zurück gezogen, aber würde gerne mehr am Leben teilnehmen, es fehlt die Kraft und Vertrauen.
    Zur Zeit tue ich mich schwer, einen Brief zu schreiben, aber nur weil ich nicht die Contenance verlieren will, nicht zu oft zu intensiv an die Ereignisse erinnert werden möchte.
    Ich will es nicht akzeptieren, dass einem unterstellt wird, unglaubwürdig zu sein, Zeugen befragt, die am Vertuschen beteiligt waren und diese Aussagen würdigt.
    Bei Tausend anderen Fällen, wird trotz wissen mehrerer Identitäten und schwerer Straftaten (Vergewaltigung. Terrorismus u.a., mit illegalem Aufenthalt)weiterhin Geld fließt und kaum Bestrafung erfolgt, bis auf Ausnahmen. Bei den Verbrechen die hier in Deutschland stattfanden, soll kein Geld für Opferentschädigung vorhanden sein. Über andere Verschwendungen, nur z.B. BER, wo auch keine Konsequenzen für Versagen, eher noch Abfindungen nach Versetzen in Vorruhestand o.ä.. gezahlt werden. Das ist mehr als ungerecht.
    Ich habe das Gefühl, dass die Entscheidungen der jeweiligen Versorgungsämter angeordnet ist, dass wir ermüden und aufgeben sollen. Wo Recht ist, da soll es auch Recht geben.
    Ich hab mir jetzt das Video von Norbert Denef angesehen und es müsste direkt an den Vatikan, an die Bundesregierung, dort wird auch so agiert, gehen. In anderen Ländern geht es den Opfern ähnlich.
    2017 ist ein besonderes Wahljahr. Ich wünsche den Politikern für die Wahl zwischen Recht, Gerechtigkeit und Unrecht zu wählen, ein intelligentes Handeln vor der BT-Wahl. Dazu gehört bevor neue Wahlversprechungen gemacht werden, die vorherigen zu Verwirklichen.

  119. Kim schreibt am :

    Askese – ist das Zauberwort. Selbstfindung.Schweigen.Schreiben.Sich selbst alles erlauben.
    Und nach Jahren der Eigenheilung (ohne OEG) hinausgehen.

    Ich bin heute eine andere. Heute – sehe ich die Realität….und ich kann mich umdrehen…und hinter mir liegen all die Straftäter und Vergewaltiger…SIE – haben das nicht überlebt! ICH SCHON.

    ;-))

  120. Kim schreibt am :

    Ich brauche nicht noch eine Ohrmarke…sichtbar und offen…für jeden der Bock hat…leider – ist die Welt so.

    Habt den Mut zu schweigen wie ich – denn Schweigen..tötet diese Bastarde…und was wir unter uns Betroffene tun – ist Halt geben, Verstehen und Trost!

    Und genau das ist es doch, was wir alle brauchen….ab und zu mal ne Schulter und liebe Menschen um uns, die uns die Hand reichen, einfach weil sie uns gerne haben und eben „nichts“ dafür verlangen. Könnt ihr das von Behörden bekommen?

    Lasst uns doch Morgen mal eine Kerze ins Fenster stellen…sagen wir um 22.00h? und uns ganz festhalten in Gedanken…für 10 Minuten. NIEMAND ist alleine mit dem Unaussprechlichem…WIR haben UNS!!

    ich mache das jedenfalls …

    Ganz liebe Grüße
    Kim

  121. Kim schreibt am :

    PS: Das schlimmste für mich beim OEG war – das ich mich „ausziehen“ musste…für Geld…und zwar vor Menschen die ich nicht mal persönlich kannte…

    Prostitution?

    Sorry, das tat mir richtig weh……

    Es tut mir Leid das ich so offen bin…aber ich werde Sie mein Leben lang dafür verachten…da mache ich nicht mit..niemals mehr. Und da sie eh nicht zahlen…wurde der sex. Kindesmissbrauch durch das OEG perfekt und widerholt.
    Deshalb wurde ich schwerst traumatisisert…ich denke, die wissen ganu was sie tun.

    Verzeiht meine Worte. Indem ich eine derartige Mischpoke hinter mir lasse…gehe ich in die Selbstverantwortung, das ist dann wieder positiv und hat mich weiter gebracht.

    Heilung tut weh….aber sie wirkt und hilft mir..und half mir, den richtigen Weg zu gehen. Wir können die Welt nicht ändern, aber uns selbst und unser Leben und sich lernen zu schützen und zu heilen und NEIN zu sagen. Es gibt da draußen so viel abartige, perverse Psychopathen…auch ich hätte dies nie für möglich gehalten.

    ……alles wird gut…man muß sich erst Mal selbst retten, bevor man andere retten kann… bis morgen um 22.h

    Gute Nacht

    Kim

  122. Tine schreibt am :

    @ Kim
    Dass du durch mich nicht missverstanden wurdest, hast du durch deinen zweiten Text vom 10.4. nochmal deutlich gezeigt.

    Du schreibst: “Habt den Mut zu schweigen wie ich.” Dass ist eine klare Aufforderung. U.a. die Aufforderung an andere, gegenüber Fonds (Claudia) und OEG nicht zu kämpfen. Und auch nicht in der Öffentlichkeit.

    „… – denn schweigen … tötet diese Bastarde“.
    Das ist eine falsche Schlussfolgerung.

    Du bist offensichtlich mit dir selber beschäftigt und hast für dich Schlüsse gezogen, wie du am besten lebst. Soweit so gut. Aber: Bleibe damit bei dir und entmutige nicht andere! Schließe nicht von dir auf andere! Es geht nicht allen gleich schlecht, nur weil sie Ähnliches erlebt haben. Aber deshalb sind sie auch nicht zwangsläufig unsolidarisch mit dir.

    Ich finde, deine Beiträge kann man in diesem Zusammenhang als sehr destruktiv lesen. Auch ich habe ab und an was auf dieser Seite gepostet und gedacht, vielleicht fällt irgend jemandem was Sinnvolles dazu ein, was ich bislang nicht erlebt habe. Schade, aber weniger schlimm als was Negatives zu hören.

    Ich schlage dir vor, auf ein Selbsthilfe-Forum im Bereich Psyche zu gehen und solche Beiträge wie deine vier letzten da zu posten.

    Tine

  123. Hubert schreibt am :

    Wenn ich das so lese, kommt mir das Ganze vor wie eine Seelenschlachterei für Betroffene …
    Na dann mal frohes Osterfest!

  124. elfi schreibt am :

    @ Tine, ich hab mir so ähnliche Gedanken gemacht, wenn man resigniert, weil es an die Psyche geht, kann ich verstehen, aber das Ganze in sich „reinfressen“ in dem man schweigt, bringt nichts, mir nicht. Ab und zu muss man (ich) der Seele mal Luft machen und versuchen, die Politiker (Justiz, Gesundheit, Soziales vorrangig) zum Umdenken zu bewegen, mindestens eine Rente (Schmerzensgeld, Entschädigung) für Betroffene (Überlebende = Opfer) zu gewährleisten.
    Trotz allem.

    Angenehme Osterfeiertage !!!🍀

    (ohne Gewaltberichte – wär mal schön)

  125. Hubert schreibt am :

    Ex-Kanzler Kohl erwirkte nun vor Gericht 1 Mio Euro
    Schadenersatz wegen erlittener Verletzung des Persönlichkeitsrechts.
    Soweit so gut.
    Betroffenen dagegen werden diffamierende Diagnosen verpasst für erlittene Ehrverletzungen und gehen oft finanziell nahezu leer aus im Rechtsstreit.
    Vor dem Gesetz sind eben alle gleich …
    So ist das mit der Gerechtigkeit in unserem Land …
    Versteh das wer will – ich nicht!

  126. hildegard schreibt am :

    Bleibt Seelenmord ein ewiges Tabu?
    Ja – so lange die Justiz ihre Fehleinschätzung nicht korrigiert:
    Die Zukunft eines Kindes wird seuchenmäßig zerstört. Betroffene leiden am Schweigen lebenslang, bleiben ohne Lobby.

    In anderem Bezug sagt H. Prantl von der SZ:

    “Die unabhängige Kommission, die in einem Rechtsstaat in einer vernünftigen Zeit für Aufklärung sorgen muss, heißt eigentlich – Justiz.” http://www.deutschlandfunk.de/loveparade-ein-unglueck-das-vor-gericht-aufgearbeitet.720.de.html?dram:article_id=384970

    Ob Mord, Seelenmord, Attentat oder Unglück – im Rechtssystem haben Rücksichten, Tabus und Ablenkungsmanöver nichts zu suchen. Vertuschung und Vetternwirtschaft richten sich gegen den Frieden in der Gesellschaft.
    Das ist fortgesetzte Gewalt!

  127. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Ja-es bleibt ein ewiges Tabu und in Deutschland IMMMER Täter- vor Opferschutz in Sachen sexueller Gewalt und das bleibt auch so…..und damit das alles wieder unter den Teppich gekehrt wird und aus der öffentlichen Diskussion rausgehalten wird gibt es die „unabhängige“(in Wirklichkeit müßte es abhängige Kommission heißen)Kommission.

  128. Hubert schreibt am :

    das Einzige, was bisher einigermaßen geklappt hat, ist das Datensammeln von Betroffenen. Fängt schon damit an, daß bei Hilfseinrichtungen erstmal umfangreiche Fragebögen ausgefüllt werden müssen. Dass Betroffene beim Ausfüllen oft massivst retraumatisiert werden, wird als notwendig definiert, denn sonst könne man angeblich keine Therapie anfangen. Das hat nicht selten zur Folge, dass Patienten anschliessend mehr geschädigt sind, als vorher. Somit stellen solche Einrichtungen sichere Arbeitsplätze dar mit Dauerhaftigkeit.
    Die dort Beschäftigten haben ja gelernt, wie man das psychologisch strategisch gut und sicher begründen kann.
    An Rhethorik mangelt es dort jedenfalls nicht, wenn es darum geht, eigene Interessen seitens des Personals durchzusetzen.
    Wo Betroffene dann bleiben, sieht man ja hier in diversen Kommentaren.

  129. Sabrina Eckert schreibt am :

    @Jay
    Hallo, habe im Oktober 2015 meinen Antrag gestellt, und der ist immer noch nicht bearbeitet. OEG wurde im Dezember abgelehnt. Habe Widerspruch eingelegt, aber es ist noch nichts entschieden bisher.
    Würde mich über Hilfe sehr freuen, da ich alles alleine machen muss.
    Liebe Grüße
    Sabrina
    sandrine31 [at] web.de

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