Missbrauchsbeauftragter missbraucht Schulen

14.09.2016: netzwerkB Pressemitteilung

netzwerkB Pressemitteilung vom 14.09.2016

Der Missbrauchsbeauftragte des Bundes missbraucht die Schulen für billige PR

Johannes-Wilhelm Rörig, ehemals als Richter tätig und seit 2011 der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, stellte am 13.08.2016 im ZDF-Morgenmagazin seine Aktion gegen sexuelle Gewalt vor. Rörig verlangte, Schulen sollten sich mit dem Problem des sexuellen Missbrauchs mehr auseinandersetzen. Zugleich forderte er, man solle Schulen „nicht unter Generalverdacht“ stellen, aber auch sie seien „gefährliche Orte“. [http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2834440/Roerig-Aktion-gegen-sexuelle-Gewalt#/beitrag/video/2834440/Roerig-Aktion-gegen-sexuelle-Gewalt]

Herr Andrej Priboschek, ehemaliger Pressesprecher des Schulministerium von Nordhrein-Westfalen und aktuell Herausgeber von des Portals News4teachers.de, schreibt in seinem Beitrag vom 14. September 2016 dazu eine Replik [http://www.news4teachers.de/2016/09/lehrer-als-taeter-der-missbrauchsbeauftragte-des-bundes-missbraucht-die-schulen-fuer-billige-pr/].

Priboschek weist darauf hin, dass unter den Tätern häufiger Männer als Frauen zu finden sind, aber schon heute kaum noch männliches Personal unter den Grundschullehrern zu finden ist. Den Kindern wird an den Grundschulen heute schon ein einseitiges Rollenbild vermittelt. Wenn Rörig mit dieser Bemerkung männliche Lehrer zu möglichen Gefährdern erklärt, wird der Beruf des Lehrers für Männer problematisch und unattraktiv.

Wenn das Problem sexuellen Missbrauchs in unserer Gesellschaft auch bei den Lehrern in den Grundschulen und weiterführenden Schulen zu suchen sei, so wäre es laut Priboschek auch notwendig, von den Lehrern regelmäßig erweiterte Führungszeugnisse vorzulegen habe, in denen auch geringfügigere Strafen etwa wegen der Verbreitung von Kinderpornographie oder Exhibitionismus vermerkt sind. Dies stehe jedoch aus.  Wenn das Lehrpersonal jedoch dazu aufgerufen sei, Hinweise auf sexuellen Missbrauch der Schüler wahrzunehmen, so sei laut Priboschek dazu auch eine Aufstockung des Personals von Lehrern und Sozialarbeitern an den deutschen Schulen vorzunehmen. Anders sei es nämlich kaum möglich, dass die Lehrer an unseren Schulen alle möglichen Probleme unserer Gesellschaft lösen könnten.

Dieser Meinung von Andrej Priboschek schliessen wir uns, das Netzwerk Betroffener von sexualisiert Gewalt, kurz netzwerkB, als bundesweite Interessenvertretung von Opfern sexueller Gewalt und sonstigen Formen der Gewalt vollumfänglich an. Die Schulen können einen Teil der Lösung tragen, wenn sie personell besser ausgestattet werden anstatt nur mit Klischees versehen zu werden. Im übrigen ist aber auch unsere gesamte Gesellschaft und der Gesetzgeber gefragt. Dies scheint Johannes-Wilhelm Rörig zu verkennen.

Hierzu erklärt Norbert Denef, Vorsitzender von netzwerkB: „Es ist nicht sinnvoll, Schulen zugleich zur Anlaufstellen für Kinder in Not und zugleich zur Gefahrenstelle zu erklären. Um Kindern auch allgemein helfen zu können, bedarf es mehr Lehrer und Sozialarbeiter. Zugleich bedarf es aber weiteren Konzepten. Wir stehen der Politik und dem Gesetzgeber für eine Diskussion gerne zur Verfügung.“

Für Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)160 2131313
presse [at] netzwerkb.org
www.netzwerkB.org

Weitere Informationen:
Andrej Priboschek
4teachers GmbH
Maximinstr. 1
56072 Koblenz
Telefon: +49 211 97177553
Telefax: +49 261 9218543
E-Mail: info [at] news4teachers.de

Unabhängiger Beauftragter Kindesmissbrauch
Johannes-Wilhelm Rörig
Glinkastraße 24
10117 Berlin
Telefon: +49 30 206551550
Fax: +49 30 2065541551
E-Mail: Johannes-Wilhelm.Roerig [at] ubskm.bund.de

24 Kommentare

  1. Angela Ebert schreibt am :

    Verantwortliche werden sich nicht finden in unserer sogenannten Solidar-Gemeinschaft/Gesellschaft in der MISSBRAUCH gängig und wirtschaftlich IST.
    Und so zeigen sie mit den Fingern aufeinander, strategische Kriegs-Führung in der best-versorgten Füller-Fraktion, der Verwaltung und der „Sozial“-Justiz. Der Fond ist leer für Betroffene, nicht für die Missbrauchs-Verwalter, natürlich.
    Zuständigkeit heißt noch lange nicht, „etwas“ zum Positiven bewegen zu können, die Frage ist immer für WEN?!
    Der Sozial-Richter von Renesse setzt sich für die Holokaust-Rentner ein, mit gesetzlichem Anspruch auf Rente, bekommt ein Disziplinar-Verfahren weil er diese Gesetze nicht „wirtschaftlich“ für den Pseudo-Rechts-Staat umsetzt.
    Das System ist nicht sozial, es ist immer gierig nach fremden Rechtsgütern, am liebsten von den Schwächsten, den Ärmsten…
    Nebenkriegs-Schauplätze für die Medien, vermutlich.
    Rechts-Ansprüche werden nach OBEN umverteilt, da kann man wohl nicht`s machen?!
    Aber immer so tun als ob, erhält die Pensions-Ansprüche der Über-Versorgten Füller-Fraktion 😉
    VERTRAUEN schafft es nicht!

  2. Hans Owes schreibt am :

    Ich halte die Arbeit des Herrn Rörig für gut. Er arbeitet mit vielen Menschen zusammen, die sich Gedanken zu und um das Thema sexueller Gewalt machen. Er versucht Betroffene solcher Verbrechen mit einzubeziehen. Er will nicht das Feigenblatt der Regierung sein, er versucht zu handeln. Gänzlich falsch kann es nicht sein. Kritisieren kann man selbstverständlich auch. Nur nicht zu pauschal, denn das hilft den Betroffenen nicht, und erschwert die Arbeit derer die im Grunde „mit uns“ sind.

  3. hildegard schreibt am :

    Lehrer sollen alle möglichen Probleme unserer Gesellschaft lösen können – wie denn, bitte?

    In Grundschulen gehen bereits Achtjährige mit ihren Lernproblemen unter. Ihre Lehrer haben mit 28 Kindern[!] in der Klasse und ohne fachliche Assistenz allein gar keine Möglichkeit auf all die Lernschwächen und Sozialdefizite der Schulkinder einzugehen.
    Wo bitte soll das ohne Rütteln am bestehenden System enden?
    Wie wollen Politiker den Kindern je gerecht werden, wenn ihnen alte Zöpfe, heilige Kühe und goldenes Kalb mehr bedeuten?

    Und wie sieht es im Kind aus? Wie seine Zukunft? Wie?

    Herr Rörig ist genau so handlungsunfähig wie jede Lehrperson in Deutschland. Verschiebungen von A nach B sollen beschwichtigen.
    Lehrer sind an dieses System gebunden, dem sie sich per Eid verschreiben mussten. Sind abhängig und unfrei, systembedingt. Dürfen öffentlich nicht wirklich sagen was sie denken. Haben ihre eigene Meinung nicht zu äußern. Sind der für die Zukunft der Gesellschaft maßgebliche Berufsstand. An viel zu kurzen Leinen geführt.

    Herr Schäuble gibt nicht die doppelte Summe für Bildung her.
    Frau Merkel macht die soziale Problemlösung nicht zur Chefsache.
    Herr Maas ließ seine Einsicht in Not-wendigkeiten gegen die Täterlobby fallen, und selbst Verfassungsrechtler ließen sich mit der Zeit fremdbestimmen und sind menschenrechtlich kurzsichtig geworden – zukunftvergessen sind sie alle miteinander.

    Das Dilemma muss von allen Seiten her beleuchtet und durchdiskutiert werden.
    Heute noch.

  4. Savina schreibt am :

    Hans Owes, Gehören Sie zu den Betroffenen ?

  5. Angela Ebert schreibt am :

    Ich frage mich seit langem, WER ist mit uns? Und woran erkennen wir dieses „mit uns“ nur?!
    Seit der Schröder-AGENDA 2010 wird per „Sozial“-Gesetz missbraucht, WIR erkennen das, die Gewalten der BRD erkennen das nicht?!
    Wenn die Institutionen handlungs-un-fähig sind, WER ist dann noch handlungs-fähig?
    Darum ist Vertrauen nicht möglich!!!
    Ein Rechts-Staat der uns in die Irre führt, nicht er-klärt, unfähig ist zu handeln, ist offensichtlich auch handlungs-un-fähig.
    Nur nicht bei der Wirtschaftlichen Nutzung hilfebedürftiger Menschen, da wird gehandelt, auch ganz ohne eine Rechtsgrundlage.
    Rechtsfortbildung ist nicht erwünscht, wird aktiv und zielführend BE-DROHT, also so gar nicht handlungs-un-fähig….;-)
    Rörig-Strohhalme sind wenig tragfähig und bewahren nicht vor der gesetzlichen Vergewaltigung, mit wirtschaftlichen ZIELEN.
    Damit muss er persönlich fertig werden, da bin ich zuversichtlich.
    Bei den Schulen anzufangen ist seine persönliche Entscheidung, er wird wissen warum?!
    Ganz ehrlich, da bin ich mehr für hula hoop, da gibt es ein gutes Ergebnis, gesunde Bewegung 😉
    Die Destruktivität ist weit verbreitet, ein Nach-Kriegs-Trauma, mit Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft.
    Das ist das Problem das die Elitären vollkommen ausblenden…individuell unterschiedlich motiviert.

  6. Hans Owes schreibt am :

    Savina, Darf ich die Frage so beantworetn:
    Ob ich „dazu“ gehöre weiß ich nicht, aber ich bin…

  7. Katharina schreibt am :

    Ich finde es schade, dass es so schwer fällt, auch anerkennende Gedanken wie die von Hans Owes stehen zu lassen. Es ist nicht nur alles negativ zu bewerten. Ich habe in den vergangenen Monaten an zwei Schulen gearbeitet und Offenheit bzgl. der Sensibilisierung gegenüber sex. Gewalt erlebt, wie z.B. die Bereitschaft zu Fortbildungen bzgl. Aufklärung und Umgang mit Verdachtsfällen bei sex. Kindesmissbrauch und zwar seitens der Lehrer, der Schulbegleiter und in der Schulsozialarbeit. Gemeinsam werden wir z.B. nun eine Fortbildung zur „Traumapädagogik“ absolvieren, die von der Uni Ulm (unterstützt vom Bund) angeboten wird. Auch gegenüber der Entwicklung eines „lebendigen Schutzkonzeptes“ wird Offenheit signalisiert. Natürlich gibt es noch viel Kritisches, das betrachtet werden muss, aber es gibt eben auch Anerkennendes und das vermag auch ich wert zu schätzen – auch ich als Betroffene. Daher möchte ich mich bei Ihnen, Herr Owes, herzlich bedanken. Es tut gut, auch Wertschätzung zu spüren. Das bedeutet nicht, dass nun „alles“ gut ist, aber dass etwas Gutes im Werden ist, an dem natürlich „auch“ kritisch gearbeitet werden muss. Kritische Stimmen haben ihre Berechtigung, aber auch anerkennende.

  8. Ich meine, wie Hans Owes, dass der UBSKM Rörig solide und wertvolle Arbeit für die Opfer und Verbrechensvorbeugung leistet. Ich meine aber auch, dass das den UBSKM nicht vor Kritik heiligt. Ich selbst bin ein scharfer Kritiker des UBSKM, nicht weil ich seine Leistung nicht schätzte, sondern weil ich ihn dazu anregen möchte, seine Arbeit noch effizienter zu machen. In diesem Sinne folge ich auch der hier vorgetragenen Kritik.

  9. Savina schreibt am :

    Katharina, Ich nehme an, dass Sie diejenige sind, die das große Glück hatte durch den Fonds nahezu 10 OOO EUR zu erhalten http://netzwerkb.org/2015/10/24/fonds-sexueller-missbrauch/#comment-596316 (29.03.2016).
    ….
    Ich bin da ganz bei Ihnen, verschiedene Meinungen sollten stehen gelassen werden….
    Und was Präventionsangebote anbetrifft, wie die fünf verschiedenen Module der Uni Ulm https://www.uni-ulm.de/einrichtungen/saps/kurse/praevention-kindesmissbrauch.html – das ist ein gutes Zeichen in die richtige Richtung, auch meiner Meinung nach.
    Bei mir persönlich aber kommt jede Prävention zu spät.
    Das Geschehene ist geschehen….
    Ja, ich stelle Forderungen und ich übe Kritik, ja ich
    tue es – und dazu stehe ich.

    Acht Millionen traumatisierte Erwachsene, sowie der gesamt-gesellschaftliche Umgang mit unter den Triggern, Flashbacks und Dissoziationen leidenden erwachsenen Menschen, bei denen es nicht mehr um Prävention geht, sind ein erbärmliches Armutszeugnis dieser Gesamt-Gesellschaft.
    http://www.uniklinik-ulm.de/service/presse/presseinformationen/archiv/pressemeldung/article/12107/traumafolgen.html

    Gut finde ich auch, dass sich da solche Texte bereits in der Öffentlichkeit finden lassen.:
    https://www.traumaundgewalt.de/selfpres.html
    Der Herausgeber ist Prof. Dr. Jörg M. Fegert .
    https://www.traumaundgewalt.de/publisher.html

    Mir geht es nach wie vor um die Wiedergutmachung,
    um Verantwortungsübernahme um tat!!-sächliche Anerkennung des Leids und der Trauma-Folgen, die mitunter einen Schaden bis zur Arbeits- und Berufsunfähigkeit angerichtet haben.
    Das Ergebnis ist dann in nicht wenigen Fällen ein Leben mit 4,85 EUR (laut Regelsatz) am Tag für drei Mahlzeiten, keine!! Teilhabe mehr am normalen Leben der Anderen und damit u.a. Ausgrenzung und Isolation.
    ….
    Die Biographien von traumatisierten Menschen sind unterschiedlich. DAS TRAUMA_OPFER gibt es nicht.
    Und deshalb haben meiner Meinung nach auch Betroffene unterschiedliche Sichtweisen, Meinungen und Schwerpunkte.
    Die, die in ihren Familien von sadistischen Eltern in verschiedensten Formen (körperlich, verbal, sexuell) misshandelt worden sind, tragen andere Lebens-Themen in sich als andere Menschen mit anderen Erfahrungen.
    Bei mir z.B war der gefährlichste Ort meines Lebens mein Elternhaus. In der Schule dagegen war ich in gewisser Weise in Sicherheit….

  10. Katharina schreibt am :

    Ja, ich bin es, der 10.000 Euro bewilligt wurden, aber bis zum heutigen Tage aufgrund des bürokratischen Aufwands, den ich z.T. überhaupt nicht erbringen kann, nur bedingt und verspätet ausgezahlt wurden. Ich bin aufgrund meiner Situation dann auch in die Obdachlosigkeit geraten. So hätte ich jeglichen Grund, bitter zu sein.

    Ich habe auch kein Verständnis für Äußerungen wie die der Bundesfamilienministerin Schwesig: „Mir ist es wichtig, dass den Betroffenen sexuellen Missbrauchs schnell und unbürokratisch geholfen wird, um ihre Leiden zu mildern.“ (Quelle: BMFSFJ Internetredaktion: Pressemitteilung Nr. 110/2015 vom 09.12.2015; Thema: Wohlfahrtspflege, Praxis, Kinder und Jugend, Kinderrechte). Da fehlt mir die Umsetzung… Es gibt viel Kritisches!

    Dennoch denke ich, dass der Fonds an sich etwas Gutes ist, denn wenn z.B. die 10.000 Euro adäquat ausgezahlt worden wären, d.h. schnell und unbürokratisch, dies durchaus meine Not hätte wenden können. Doch so wurde mein Leid vermehrt. Demnach kritisiere ich die Rahmenbedingungen des Fonds, aber nicht den Gedanken des Fonds an sich.

    Ich kann für mich nur sagen, dass ich unbedingt anerkennen und wertschätzen möchte, wenn ich in den Aufarbeitungsprozessen etwas Gutes erblicke, neben all dem, was auch scharf kritisch zu betrachten ist.

    Ich zeige der Politik sehr deutlich auf, wenn sich ihre Maßnahmen in meinem Leben destruktiv äußern, indem ich meine Lebensgeschichte „arbeiten“ lasse.

    Mein Leid kann nicht rückgängig gemacht werden, aber es kann daraus gelernt werden, indem Verantwortung übernommen wird.

    Ich sehe weniger auf mich, ob für mich zu Lebzeiten noch das errungen wird, was ich mir als Betroffene wünsche und brauche, sondern vielmehr auf die „kommenden Generationen“. Ich sehe mich daher eher als „verlorene Generation“ – in dem Sinne, dass mir nicht adäquat begegnet wird und wurde, aber das lässt mich erst recht kämpfen und zwar für die Zukunft anderer. In diesen Kämpfen geht es mir darum, mich wirken zu lassen, so dass es zumindest andere eines Tages besser haben.

    Schulen interessieren mich, nicht weil Schule ein möglicher Gefährdungsraum ist, sondern weil alle sex. missbrauchten Kinder/Jugendlichen auch zur Schule gehen. Die Cousine von Christine Bergmann, die Grundschullehrerin war, sagte erschüttert: „wenn ich daran denke, wieviel Schülerinnen und Schüler vor mir gesessen haben in den Jahrzehnten und ich habe nichts gemerkt.“

    Aufklärung und Sensibilisierung liegt mir am Herzen!

    Ja, wir haben alle unterschiedliche Sichtweisen und Erlebnisse und doch wünsche ich mir, dass Anerkennendes neben Kritisches stehen bleiben darf, dass beides seinen Raum findet.

  11. Katharina schreibt am :

    Dies sind die Vertiefungskurse nach dem Grundlagenkurs „Prävention von sex. Kindesmissbrauch“:

    https://ecqat.elearning-kinderschutz.de/

    Sehr zu empfehlen, insbesondere der Kurs zu „Traumapädagogik“ – für alle, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Daher habe ich ihn auch in den Schulen angepriesen.

  12. hildegard schreibt am :

    @ Katharina
    Nützen Sie Ihren guten Draht zu Herrn Rörig! Für Altbetroffene MUSS sich schnell was ändern – wer wüsste das besser als Sie selbst?
    Mitleiden aber mit anderen und Klagen über Verzögerungen – wem hilft, wem nützt das?

    Um Wiedergutmachung muss es uns an allererster Stelle gehen. In unserem Mitleiden mit denen die nach uns kommen schwanken wir so lange noch selbst über’s versumpfte Gelände, als uns nicht schnell jemand wirksam unter die Arme greift. Und zu schneller Solidarität ist der Staat befähigt, befugt, zuständig – vom Volk wurde diese Regierung dazu gewählt.
    Teile des Kabinetts wissen sehr wohl was zu tun wäre – das jedenfalls bezeugten sie unisono an jenem denkwürdigen Nikolaustag …

    Erklären muss uns dieser Staat, wieso er nicht die Wurzel des Übels ausreißt: diese Wurzel, die falsche Gesetzgebung seit Adenauers Zeiten, muss endlich von der Justiz selbst eingestanden und revidiert werden.
    Denn bereits vom ersten Bundestag an wussten Täter sich gesetzlich geschützt. Die Todsünde damaliger Juristen bestand im eiskalten Machtmissbrauch Minderjährigen gegenüber und in der Beibehaltung falscher Rücksichtnahmen. Drum blieb es nicht nur bei der uralten „Denke“ bis heute – nein, es wird sich auch nichts ändern für all die seitdem verloren gegangenen Generationen, wenn heute noch das Kabinett Leute wie Schwesig überstimmen kann.

    Das Gesetz muss restlos aufgehoben werden, das den Täterschutz damals installierte. Durch das Gesetz sind heute noch unsere Täter unbehelligt geblieben, sind nicht zu benennen durch all ihre Opfer! Denn dieses Gesetz besagt, MIR als Betroffener wird heute noch vom Staat der Maulkorb verpasst und ICH setze MICH ins Unrecht, nämlich den „Rechtsfrieden“ gestört zu haben (sobald ich öffentlich meinen Täter benenne) – geht’s eigentlich kruder??

    Diese unsere Position will/kann/darf der UBSKM als Richter nicht erst vertreten – selbst wenn er wollte …
    Bewegungslos werden sie alle, die den Schaden [wessen eigentlich?] vom Volk abzuwenden haben, wie wir es leider in diesen Jahren erkennen mussten.
    Bewegen wir was …!

  13. Katharina schreibt am :

    Ich lasse meine Lebens- und Leidensgeschichte arbeiten und zeige dadurch soziale Versorgungslücken auf, wie z.B. im Bereich des Bildungssystems. Ich selbst mache das zum Kampfesthema, was mein eigenes Leben mit seinem Leiden zu erkämpfen vermag und da kämpfe ich aktiv für das „zerbrochene Leben“ nach mir, damit es die Unterstützung erfährt, die ich nicht erleben durfte.
    Als ich am Ende meines Studiums war, brauch mein Trauma auf, was zufolge hatte, dass ich jahrelang nicht weiter studieren konnte, weil die Auf- und Verarbeitung alle meine Kraft kostete. In der Zeit musste ich überleben. Ich war nicht leistungsfähig, für mich zu sorgen, aber auch der Staat fühlte sich nicht angesprochen, mich in dieser Krise zu unterstützen, solange ich noch studiere. Da ich nicht einsah, mein Studium am Ende abzubrechen und noch tiefer zu fallen, kämpfte ich um mein Bildungsrecht und um ein Versorgungsrecht. Ansprüche hatte ich keine, so war ich einer Willkür ausgesetzt. Letztlich erlebte ich, wie mich eine fremde Frau mietfrei bei sich aufnahm, wie ich eine kostenlose Traumatherapie bekam, wie ich von Menschen und Organisationen finanziell mitgetragen wurde, um mit Kleidung und Essen versorgt zu sein, etc. Die Gesellschaft übernahm eine unglaubliche Verantwortung, so erhielt ich in den Jahren eine Unterstützung im Wert von ca. 100.000 Euro. Als der Fonds in mein Leben trat, war ich stabil und wollte mein Studium wieder aufnehmen und beenden, so beantragte ich ein Stipendium in Höhe von 3000 Euro für 6 Monate. Ich gehörte zu den ersten, die einen Antrag stellten, demnach war noch nicht abzusehen, wie lange die Bearbeitungsdauer sein würde. Damals war die Schätzung: 3 Monate. Ich legte also meine existenzielle Grundlage und meinen Abschluss vertrauensvoll in die Hände des Fonds, so vertraute ich der Verantwortungsübernahme des Staates. Doch letztlich kam es zu folgenden destruktiven Auswirkungen:

    fehlgeschlagene staatliche Unterstützung

    aufgrund versprochener (schneller, unbürokratischer) aber dann inadäquater Unterstützung:
    Schaffung eines Gefährdungsraumes: Retraumatisierung und existenzielle Bedrohung

    zunehmende Exklusion, z.B. Ausschluss von der Ehrenamtsarbeit beim Kinderschutzbund, da ich den Mitgliedsbeitrag nicht mehr zahlen konnte

    verfrühte berufliche Integration bei eingeschränkten Ressourcen (arbeiten statt studieren, um zu überleben)

    Gefährdung des Bildungsabschlusses und durch Obdachlosigkeit

    Ich zog den Fonds für die Folgen mit in die Verantwortung. Nach jeder inadäquaten Unterstützung erhöhte ich den Betrag, so dass dieser anstieg, bis zur Ausschöpfung der 10.000 Euro. Dieser Fonds ging mit sehr viel Leiden in meinem Leben einher.

    Ich beantrage Hilfeleistungen aus dem Fonds Sexueller Missbrauch, um dadurch die Chancen auf meinen Bildungsabschluss und eine berufliche Integration zu erhöhen, stattdessen wurde aber ein Gefährdungsraum geschaffen, der mir alles abverlangte.

    Die Gesellschaft hat mehr Verantwortung mir gegenüber gezeigt, als es der Bund in meiner Situation je getan hat – als würde dieser außen vor stehen, weit entfernt von der wirklichen Not. Mir fehlte der staatliche Bei“stand“! Das Hilfesystem ist realitätsfern, weil es nicht gegenwartsbezogen ist und auf eine gewisse Weise überheblich in seinem „Stand“, denn der Notleidende soll Verständnis zeigen und sich an das System anpassen, obwohl es bedeutet zu leiden, gedemütigt, erniedrigt und entwürdigt zu werden, statt dass sich das Hilfesystem der Dringlichkeit einer Not wertschätzend anpasst, was sich in einer schnellen und unbürokratischen Hilfe ausdrücken würde. Ich hatte mein Vertrauen in diese Hilfe gesetzt und dies hatte zukunftsgefährdende und lebensbedrohliche Auswirkungen auf mich.

    Ich hatte meine Zukunft dem Fonds anvertraut und verliere vielleicht nun diese. Dies ist sehr entwürdigend und entwertet auch zutiefst den bereits zurückgelegten und erkämpften Weg. Es ist verletzend und hoffnungsraubend, wenn der Weg durch inadäquate Hilfesysteme nahezu versperrt, somit unmöglich gemacht wird. Im Leben ankommen oder auf dem Weg ins Leben umkommen, das ist die Frage – meine Frage.

    Ich war aufgrund der destruktiven Rahmenbedingungen bereit für meinen Bildungsabschluss zu sterben! Nicht, weil ein Bildungsabschluss ein Leben wert ist, sondern weil ich auch ein Recht auf Zukunft habe – trotz meines Leidens.

    Letztlich kommt es sehr darauf an, ob konstruktive Bedingungen geschaffen werden, die einen Rahmen bilden, um Aufarbeitung, Entwicklung, Entfaltung zu ermöglichen und Zukunfts-perspektiven zu schaffen. Ich lebe in einem Bedingungsgefüge, in dem ich in gewisser Weise rechtslos bin: zivilrechtlich, strafrechtlich, sozialrechtlich und bildungsrechtlich. So bin ich rechtlich gesehen auf mich allein gestellt und kann keine staatliche Unterstützung, keinen Schutz erwarten, sondern bin völlig von der Kulanz anderer, sowie von ihrer Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme abhängig. Darin liegt eine Willkür. Hinzu kommt, dass ich nur als Bittstellerin auftreten kann – das mir zugefügte Unrecht führt nicht automatisch zu Rechten. Der Missbrauch war hart, doch der Weg aus dem Missbrauch empfinde ich als nicht weniger hart und als absolut demütigend – denn auf ein Überlebenskampf folgt der nächste. Es verlangt von mir sehr viel Kompetenz, Leistungsbereitschaft, spezifische Fähigkeiten, Kampfeswillen, Motivation, Ressourcen, Ausdauer, Beharrlichkeit, Belastungsfähigkeit, Widerstandskraft, etc. ab. Eigentlich unzumutbar!

    Einerseits geht es mir darum, die Welt des Missbrauchs präventiv zu unterwandern und weitreichend zum Einsturz zu bringen, andererseits bedarf es des Schaffens von Bedingungskonstellationen, durch die Betroffene die Möglichkeit erhalten aus ihrem Leid und Leiden „heraus zu wachsen“.

    Momentan sind die Bedingungen häufig noch so, dass „Opferdynamiken“ verstärkt werden, das heißt, dass man ständig und überall wieder zum Opfer wird, in seinem Opferdasein bestätigt wird, wodurch sich der „Opferschmerz“ nur mehrt, was Leben zerstört. Denn so wird und bleibt der Mensch ein Opfer seines wachsenden Leides…

    Und das bin ich nicht bereit hinzunehmen! In diesem Bereich lasse ich meine Lebens- und Leidensgeschichte sprechen. Denn ich habe es satt, immer wieder in neue Opferrollen „zu fallen“. Meine Möglichkeiten sind beschränkt, aber da, wo ich zu wirken vermag, setze ich mich ein.

    So ist auch Schule und Uni eines meiner Themen…

  14. Savina schreibt am :

    Katharina;
    Der Gedanke/diese Idee zu einer „Verlorenen Generation“ zu gehören, befremdet mich . Die Täter, Mit-Täter, Täter-Beschützer und Täter-Versteher dagegen dürfte das sehr erfreuen, muss es doch dann nicht mehr um Verantwortungsübernahme, Wiedergutmachung und Anerkennung der Trauma-Folgen gehen.
    Dann bedarf es keiner mit-menschlichen Umgangsweise mit den Betroffenen. Die sind ja dann bei so einer Idee sowieso schon „verloren“….
    Ich persönlich bin aber nach wie vor am Leben, muss gezwungenermaßen mit den Trauma-Folgen leben, muss mich ihnen immer wieder stellen, jeden Tag aufs Neue….Und ich habe meiner Meinung nach dasselbe Menschen-Recht auf ein Leben so wie die Täter, die des „Rechtfriedens“ wegen
    nicht zur Verantwortungsübernahme aufgefordert werden.
    Auch das gesellschaftliche Umfeld muss dann nicht umdenken und kann traumatisierte Menschen wie gehabt weiter stigmatisieren, ausgrenzen und isolieren.
    Traumatisierte haben keine Lobby. (Die Pharma-Industrie dagegen aber hat eine Lobby…..) Eine selbst gewählte Selbst-Losigkeit schützt die Täter. Die beste Prävention aber besteht meiner Meinung nach in der Heilung der inneren verletzten, misshandelten, gedemütigten, traumatisierten Anteile der inneren Kinder, die es nach wie vor wert sind, endlich gehört, anerkannt und gesehen zu werde, um ihnen – auch durch die Politik und das gesamte gesellschaftliche Umfeld – eine gesunde, lebendige Autonomie zu zu gestehen. Almosen, Betroffenheits-Maskeraden, Lippenbekenntnisse und scheinheilige Aktionen ohne tat!-sächliche, schnelle und unbürokratische Veränderungen für die an Leib und Seele Geschädigten bewirken zu wollen ,verhindern auch weiterhin eine tat!-sächliche Prävention. Solange die Täter geachtet, die Betroffenen aufgrund ihrer Beschädigungen an Leib und Seele aber abgewertet werden und dementsprechend immer wieder in ein gesellschaftliches Abseits abgeschoben werden, verhindert das ganz eindeutig die Prävention.
    Alles ist doch viel komplexer als es normalerweise angedacht wird, wenn überhaupt darüber nachgedacht wird.
    Ich persönlich finde mich hier wieder, und lehne als Betroffene die Wahl der Selbst-Losigkeit (Das wäre ein erneuter Verrat an meinen inneren Kindern.) konsequent ab.: Mike Hellwig , Eltern stellen http://www.mike-hellwig.de und http://www.gesunde-autonomie.de…..Insofern gehöre ich keine „Verlorenen Generation“ an, sondern setze mich für Veränderungen im Heute, im Hier und Jetzt, ein. Wenn im Hier und Jetzt etwas verändert wird, werden die Traumata nicht mehr im mehrgenerationalen Prozess der Psychotraumatologie so wie zuvor weiter vererbt/gegeben. Ich übernehme Eigenverantwortung, Selbstlosigkeit bringt weitere Stagnation., weiteres Leid. …Das Forum Kriegsenkel http://www.forumkriegsenkel.de , die Generation der Kriegsenkel ist die Generation zu der ich gehöre…..
    UND IMMER NOCH HERRSCHT KRIEG – kann ich da nur sagen.

  15. hildegard schreibt am :

    Katharina, Chapeau! – Sie sprechen für Ungezählte mit ähnlichen „Schick-salen“ die dem Eigennutz, der Bosheit, dem Machtmissbrauch anderer zuzuschreiben sind.
    Und genau DEM Unrecht hätte ein wirklich „UNABHÄNGIGER …“ Herr Rörig sich mit vollem Einsatz entgegen zu setzen und all das aufzudecken, was andere Amtsträger seit Generationen verstecken möchten.
    Wer dieser Hochhonorierten dächte je auch nur 10 Minuten – in oder außerhalb seiner „Dienst-„Zeit – über diese verlorenen und über jene künftigen Kinder nach? – und täte dafür auch nur einen kleinen Finger krümmen?

    Rütteln Sie bitte am bestehenden System, Herr Rörig, es IST tödlich für viele der ca. 9 MIO.!

    Alles Gute, Katharina!

  16. Savina schreibt am :

    Katharina, eben gerade habe ich Ihren heute geschriebenen, längeren Text gelesen.
    Es berührt mich was Sie schreiben und ich fühlte mich im Moment des Lesens Ihnen sehr verbunden.
    Was Sie beschreiben, löst in mir eine große Resonanz aus und ich wünsche Ihnen jetzt gerade im Moment, wirklich von Herzen, dass Sie persönlich auch weiterhin auf Menschen treffen, die Ihnen gut tun, die eine menschliche Nähe und Wärme, auf Augenhöhe, Ihnen gegenüber leben können.
    Dass Sie so offen in Ihrer heutigen Beschreibung Ihrer Situation waren , so authentisch und ehrlich, ist für mich von großem Wert.
    Ja, es beschreibt sehr genau wie hierzulande mit den Überlebenden von äußerst pervertierter Gewalt, ausgeübt in Kindheit und/oder Jugend, noch immer umgegangen wird.
    Es ist gut, dass das auch andere lesen und somit erfahren können….
    – DANKE !…

  17. Katharina schreibt am :

    Ich weiß, der Begriff „verlorene Generation“ ist gewagt, da die Bedeutung für jeden eine andere ist. Ich beziehe mich dabei auf all de inadäquate und nicht vorhandene Unterstützung, die ich erlebt habe. Dies führte bei mir zu einem Verlorensein, das nie hätte sein müssen, nur weil die Prozesse andauern, wie wir merken, Jahre, gar Jahrzehnte. Ich habe mich sehr mit Menschenrechte, Frauenrechte, Rechte im Allgemeinen, etc. auseinander gesetzt. In der Geschichte wird oft deutlich, dass es Kämpfer für nachkommende Generationen gab, da der Wandel eben meist nicht von Heut auf Morgen geschah. So sehe ich mich als „verlorene Generation“, der nicht adäquat begegnet wird, aber als „kämpfende Generation“, die die Wege für die kommenden Generationen bahnt. Die Rechte, die wir bereits genießen können, wie z.B. das Wahlrecht, sehe ich nicht als selbstverständlich an, daher empfinde ich großen Respekt für unsere Vorkämpfer und auch als solche KämpferInnen empfinde auch ich jeden einzelnen von uns. Ich sehe Norbert, wie viele Jahrzehnte er schon kämpft und kein Jahr war und ist vergebens, doch es zeigt eben, dass es Prozesse sind.

    Ich habe auf meinem Leidensweg mit dem Fonds Unterstützung seitens Herrn Rörig, seinem Mitarbeiterstab erfahren, sowie durch den Betroffenenrat, auch habe ich die Aufarbeitungskommission in Kenntnis gesetzt.
    Ohne deren Eingreifen beim Bundesfamilienministerium würde ich noch heute obdachlos sein. Ich bin dankbar für die Hilfe, die ich bekam und sie haben mir nicht nur einmal geholfen. Ich erlebte, dass sie sich einsetzen. Sie lassen sich berühren und das berührt wiederum mich. Solange dies möglich ist, habe ich Hoffnung. Sie haben wirklich sehr wohlwollend reagiert und für mich gekämpft. Das lässt mein Herz immer wieder weich werden und nicht verbittern – trotz aller Widrigkeiten.

    Ich habe zwar unter den vergangenen Jahre „der sogenannten staatlichen Hilfe“ sehr gelitten, zunächst hat es mich geschwächt, doch irgendwie wollte ich nicht aufgeben, so wurde ich stärker als jemals zuvor. Es ist ein schmaler Grat zwischen Zerbruch, Resignation und Stärke, Kampfesmut, Entwicklung.

    Eine Seelsorgerin schrieb mir vor einigen Tagen:
    „Trotz der vielen Widrigkeiten lebst du. Danke, danke, danke! Danke Gott und danke dir, dass du nicht aufgegeben hast.“

    Ja, ich lebe, wir leben – trotz allem und wir geben nicht auf.

    Danke Savina, deine mitfühlenden Gedanken bedeuten mir viel!!!

  18. hildegard schreibt am :

    Savina, danke für den Hinweis auf die Kriegsenkelforen – besonders dies scheint sehr interessant für viele zu sein: http://ekefreitagkoeln.github.io/ArbeitsmappeEKE.pdf …und daran, dass wir in dem Sinn nicht mehr als verloren gelten – da ist was dran! 🙂

    Und ja, Dank an Katharina für den so offenen und wichtigen Beitrag. Ja, das ist gut so, dass solche Berichte alle lesen können – wenigstens hier – denn:

    Täter, die des „Rechtfriedens“ wegen damals schon unheilschwanger per Gesetz entpflichtet wurden und von der gesamten Politikerkaste nun auch wohl nicht mehr zur Verantwortungsübernahme aufgefordert werden können, sie alle benötigten das gesellschaftliche Umfeld. Unbedingt ver-zweckten sie jeden. Unter Täter-Diktat darf gefahrfrei kein Mitwisser umdenken.
    Die traumatisierten Menschenkinder mussten von allen beteiligten Mitwissenden unter allen Umständen in jeglicher Weise stigmatisiert, immer weiter ausgegrenzt und isoliert werden, für Täter der todsichere Schutzautomatismus.
    Diese Verbrecher benutzten jedermann. Sie bildeten ihre gesamte Umgebung quasi um in ihre eigene LOBBYKRATIE. Ein zwanghaftes Teufelszeug, dem ALLE verfallen waren.

    Dieser Krieg muss jetzt aufhören – gerade diese Zerstörungswut an Kindern und Kindeskindern!
    Traumatisierte Kinder kriegen nie ein Bein auf festen Boden. Haben keine Lobby. Sind geächtet und wissen:
    Nur sie selbst können ihre Situation verlässlich ändern. In winzigen Schritten. Die diversen Fallgeschichten zeigen es klar.
    Was sind das für Aussichten für die Abermillionen!
    Wen darf das kalt lassen? Ohne von Albträumen geplagt zu werden …?

  19. Angela Ebert schreibt am :

    Katharina, auch von mir „Hut ab“!
    Anerkennung ist das was uns der Rechts-Staat BRD verweigert, unwürdig auf Recht-Schutz vertrauen zu dürfen, noch schlimmer, ohne eine Zukunfts-Perspektive. Die Schröder-AGENDA missbraucht gesetzlich, diskriminiert gesetzlich, aus wirtschaftlichen Gründen.
    DISKRIMINIERUNG ist das KERN-GESCHÄFT der HARTZ-Gesetze!!!
    DANKE für die offene Diskussion, auch ich finde mich da wieder. Verwertet zu werden, wie eine frei verfügbare WARE MENSCH, das ist der von Amtsträgern ausgehende KRIEG der derzeit stattfindet.
    Wie könnten WIR den Not-Vergrößerern den Sinn und Zweck von individuellen Persönlichkeits-Rechten erklären? Jedes SG macht daraus grob fahrlässig oder Sozial-Widrig, zwei unbestimmte Rechts-Begriffe die ausschl. der Schädigung auf Dauer nutzen, dem ZIEL im heutigen Sozial-Recht!
    .
    Aufklärung und Sensibilisierung liegt mir am Herzen!
    .
    Es hat den Anschein das wir Betroffene die einzigen sind mit diesen Zielen, konstruktiv statt destruktiv würde Zukunft schaffen!
    Das scheint nicht im Sinne des Gesetzgebers zu sein! Da gibt strukturelle Gewalt im SGB II die Zukunft vor, Missbrauchs-Opfer vertragen GEWALt nur so schlecht…noch mehr geht einfach nicht!
    Ist vielleicht zuviel verlangt von Amtsträgern der SGe und der Sozial-Verwaltung?! Für mich sind das STRAF-TÄTER, per Weisung, oder selbst-verantwortlich!!! entschieden.
    Vom Fond ist vermutlich keine Verbesserung der Lage Betroffener zu erwarten, die wollen uns nur studieren, in leicht/mittel/schwer einordnen und bewerten, sagen es aber nicht. Nach meinem Eindruck geht es um die finanzielle Versorgung und Lebens-Berechtigung der „Hilfs-Dienste“.
    Unsere Zukunfts-Perspektiven und unser Überleben müssen wir uns gerichtlich erstreiten, ermächtigte SGe verweigern den Recht-Schutz.
    Würde braucht Un-Rechtsbewußt-Sein,
    Louise Reddemann
    Kein Unrechtsbewußtsein – keine Würde
    darum VORSICHT im persönlichen Umgang mit Amtsträgern!!!

  20. Hans Owes schreibt am :

    Also ich habe keine 10.000€ bekommen.Die Begründung lautete, dass die Institution an der das Verbrechen an mir begangen wurde, bzw. die Verbrechen begangen wurden,(sieben Jahre lang) derzeit nicht Teil des Ergänzenden Hilfesystems im Institutioneller Bereich ist. Ein OEG-Antrag wurde bisher, auch nach Einspruch, abgeleht. Dazu bekam ich von einem Mitarbeiter/in einen Brief in dem genau „erklärt“ wird, warum man diesen Antrag ablehnt. Google ich diesen Menschen, ist dieser vielfach als Opfer und Opferschützer/in unterwegs und hält Vorträge über Hilfe für Opfer. Es ist also jemand der sich mit dem Nimbus der Opfer-Helfer/in schmückt und dann – im stillen Kämmerlein, wenn es ums Eingemachte geht, sich anmaßt, ein ablehnendes Urteil über das Leben, Erleben und vor allem Leiden eines anderen auszusprechen. Ich habe also nichts! Kein Geld, keine Anerkennung. Dennoch sehe ich und erfahre ich immer wieder auch Rückhalt. Es läuft vieles schief, aber ich danke trotz allem denen, die mir das Gefühl geben, an meiner Seite zu kämpfen.

  21. Avi 666 schreibt am :

    Es war mein größter Wunsch das System rituelle Gewalt ,Tierverbrennungen , Missbrauch durch Kinder an Kindern, Zoosadismus, Tierquälerei endlich in Schulen und Kindergärten ankommen zu lassen, da die verantwortliche Gesellschaft einfach wegschaut,Mütter & Väter nicht nur wegschauen, sondern falsche Signale setzen, vieles im Dunkeln bleibt. Das Missbrauch, Vergewaltigung etwas mit Übergriffen auf Tiere zu tun hat scheint bei vielen nicht angekommen zu sein. Das grausames sexuelles Mobbing selbst auf Dienststellen auch über Tiere stattfindet ….und jetzt soll alles was ich lostreten wollte falsch sein ? Ich solidarisiere mich mit allen Opfern und würde mir wünschen das jedes Opfer unabhängig seiner Geschichte ein MITEINANDER bevorzugt, anstatt sich gegeneinander auszuspielen.

  22. Sturm schreibt am :

    Genau das ist das Problem. Trotz glasklarer Richtlinien gibt es kein schlüssiges und dezidiert nachvollziehbares System, welches Beratungsgremium welcher „Clearingstelle“ für welchen Antragsteller welche Empfehlung ausgibt, zu leisten oder eben nicht.
    ICH stehe auch kurz vor der Obdachlosigkeit infolge drohender Zahlungsunfähigkeit – die Bearbeitung meines Antrages ging im Mai 2016 ins ZWEITE Bearbeitungsjahr, ich solle WARTEN. heißt es lapidar. Nachfrage => wieder ein Jahr warten /Schwebe.
    Dieser Fonds ist völliger Blödsinn. Ein so unfassbarer QUATSCH ist das.
    Sollte ich Herrn Rörig jemals persönlich begegnen, werde Ich ihm sowas von die Leviten lesen.
    Ich halte den Herrn für komplett in Organisation und Leitung überfordert.
    Darum ist er ja auch vom anstrengenden Richteramt auf den „Posten“ „befördert“ worden.
    Betroffend dreinschauen kann er.
    Taten habe ICH keine gesehen bisher, vielmehr nur völlige organisatorische Überforderung, bei völlig irrelevanter Zeitschiene.
    Normal im sozialo-„linken“ Berlin – nix funktioniert, aber alles ist gut.

  23. Sturm schreibt am :

    Herr Rörig inszeniert sich – im wahrsten Sinne des Wortes wieder einmal persönlich schwer betroffen – wieder einmal einen Tag selbst, um sich anschließend befriedigt seinem Familienleben zuzuwenden.
    In einem Umfeld, in dem Frauen alles dominieren, dürfte die weit überwiegende Zahl sexuelle Übergriffe produzierender Lehrer WEIBLICH sein. Aber welcher JUNGE will schon PETZE spielen, von seiner LEHRERIN sexuell … der ist anschließend als JUNGE völlig unten durch. Frauen mißbrauchen oft anders, subtiler, umgarnender, mit weniger nötigenden Anteilen.

  24. Sturm schreibt am :

    ich bewundere immer noch wie man Herrn Rörig in dem Posten als Mißbrauchsbeauftragter seinen verbeamteten Lebenstraum im höheren Dienst auf Lebenszeit erfüllt hat. Der will das bis zur Pensionierung weiter machen.

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