Mehr Menschlichkeit und Empathie

20.09.2016: netzwerkB

regenbogenWir brauchen nicht mehr Wissen, wir brauchen mehr politischen Willen zu gelebter Menschlichkeit und Empathie

Ein Kommentar von Dr. Marcella Becker

(in Bezug auf die vielen Kommentare zur PM vom 14.09.2016 zum Schulprojekt des Missbrauchsbeauftragten und des Kommentars zur neuerlichen Umfrage durch den UBSKM vom 07.08.2016)

Es geht hier nicht darum wissenschaftliches Arbeiten durch die Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs zu diskreditieren. Aber: posttraumatische Belastungen und deren Einfluss auf praktisch alle Aspekte des Lebens von Betroffenen sind mittlerweile recht klar dargelegt und werden mindestens seit den 80er Jahren auch in Bezug auf Menschen mit Erfahrungen sexualisierter Gewalt erforscht. (siehe u.a. Wirtz 1989, Herman 1992, alles von Alice Miller und viele mehr)  Die vielen ACE (adverse childhood effect) Studien machen auch deutlich wie weitverbreitet Gewalt gegen Kinder ist.

Auch ist seit dem Aufbrechen des Themas in der deutschen Gesellschaft (der sogenannte Tsunami ist jetzt schon 6 Jahre her!) klar, wie sehr Familien und Institutionen auch in Deutschland mit sexualisierter Gewalt infiltriert sind. (Was mit der deutschen Vergangenheit von extremer Gewalt, sprich ‚totalem Krieg‘ nun auch wirklich keine Überraschung ist.)

Auch die Nöte von Betroffenen in finanzieller aber auch in persönlicher d.h. emotionaler und sozialpsychologischer Hinsicht sollten – wenn man denn zuhört – hinreichend klar sein.  Gesellschaftliche Anerkennung und nachhaltige Aufarbeitung, die eine bessere Basis für eine sichere Kindheit der jetzigen und kommenden Generationen bieten, können nur herbeigeführt werden durch entsprechende Änderungen der Gesetze. Nur dadurch kann diese Gesellschaft von einem System des Täterschutzes hin zu Opferschutz bewegt werden. Dies ist schon lange der Forderungskatalog, wie er gerade auch von netzwerkB aufgestellt und vertreten wird.

Wenn die Politik wirklich etwas ändern wollte, hätte sie das Thema schon längst zur Chefsache gemacht, und Gesetzesänderungen und Aufarbeitung und echte Entschädigung und Hilfe zu einem menschenwürdigen Leben für die, die es brauchen, in die Wege geleitet.

Mit Verlaub: die Einrichtung des UBSKM zeigt nicht an, dass es der Politik wirklich dringlich ist, den Betroffenen von Gewalt in der Kindheit eine Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen und die Gesetzeslage deutlich zugunsten von Opfern zu verändern.

Der UBSKM ist ein Holzweg, der gute Dienste leistet, die Betroffenen ruhig zu halten.  Die Stelle wurde mit einem Untersekretär besetzt, ohne echte politische Kompetenzen und Zugang zu wichtigen politischen Stellen. Herr Röhrig selbst hat schon seinem Unmut darüber Luft gemacht.

Es wird nur immer übers Reden geredet – als ob wir Betroffene nur – immer wieder! – unsere Geschichten‘ erzählen wollten.

Ein weiteres Forschungsgremium ist dann die nächste Runde dieses Redens.

Die Betroffenen werden weiterhin in der Position des Bittstellers festzementiert- die sich beim Fond um Almosen bemühen, die an Umfragen teilnehmen, und dann eventuell von Forschungsgremien ‚angehört‘ werden.

Wer ist hier oben, wer ist hier unten?

Herr Röhrig behält den Posten bis nach den nächsten Wahlen zum Bundestag inne und so bleibt das Thema schön aus dem politischen Fokus auch des Wahlkampfes heraus. Die Öffentlichkeit – die sich auch nicht tiefer mit der Problematik beschäftigen möchte denkt, dass das Thema jetzt versorgt ist. Opfer haben keine gute Lobby: Es gibt so viele Opfer in der Gesellschaft und mit jedem einzelnen Opfer nicht nur die Täter, sondern auch die Mitwisser, die ihrerseits oft Opfer sind bzw. waren, dass Verdrängungsmechanismen entsprechend weit verbreitet sind. Und so schließt sich der Kreis.

Diese ganzen Konstrukte um den UBSKM herum sind eine Form von struktureller Gewalt – was sich z.B. auch in der Wortwahl ausdrückt: die Betroffenen sollen ‚angehört‘ werden, die Einrichtung eines ‚Hilfs’fonds wird gelobt, Betroffene ‚dürfen‘ beim UBSKM mitwirken. Ja, ein Betroffenenrat wurde zwar eingerichtet – aber es wurde ganz dezidiert bei der Auswahl der Mitglieder des Betroffenenrats darauf abgezielt, keine Vertreter von Betroffenenorganisationen einzustellen, (d.h. Repräsentation zu schaffen) sondern Betroffene (selbst wenn sie einer Organisation angehören) nur als Individuen auftreten zu lassen, die damit aber auch kein Mandat haben, um für andere zu sprechen.

So lange wie wir Betroffene uns mit Almosen abspeisen lassen und uns in der Opferrolle als Bittsteller einrichten, und dann auch noch dankbar dafür sind, dass wir in Berlin auch einmal etwas sagen dürfen, (was dann ungehört verhallt) wird sich auch politisch nichts ändern.

In diesen Kommentarseiten wird immer wieder einmal darüber berichtet, dass es einzelne Menschen gibt, die Betroffenen in ihrer Not einfach helfen.

Es ist jedoch ein Generalversagen des Staates und eine (bewusste) Verschleppung des Themas, wenn von Seiten der Politik nichts getan wird, um Betroffenen mit besseren staatlichen und gesetzlichen Strukturen zu helfen. Und dabei hat der Staat genügend Mitmacher: von Seiten der Verwaltung, der Wissenschaft, der Kirchen, und anderen Institutionen und eben auch viele Betroffene, die meinen, sie bewegen was und die doch nur wieder benutzt werden für andere Interessen.

25 Kommentare

  1. Savina schreibt am :

    Ich stimme dem Kommentar von Frau Dr. Marcella Becker voll und ganz zu. …
    Auch bei mir waren es vereinzelte Einzelfälle, die mir, -wenn ich zu erschöpft war von all den vielen, chronischen Kämpfen um das Existentiellste -, Hilfe gaben, auf Augenhöhe.

    Über solche „Problemchen“, die die Betroffenen immer wieder, stets und ständig, aufgrund der Trauma-Folgen zu bewältigen haben, können sie bestimmt ganz gut
    und erhaben lachen. Das Foto ist doch wirklich total nett. :
    https://beauftragter-missbrauch.de/aufarbeitung/aufarbeitung-in-deutschland/

    – Ich bin einfach nicht gut zu sprechen auf diese
    „Experten“….

  2. andreas schreibt am :

    hallo norbert,

    kurz zu dem letzten rundmail. wenn wir ohne scheuklappen auf das gender-programm der rot-grün-schwarzen brd führung schauen, wie kann man diese politiker noch ernst nehmen in der art, dass man sie wie ein gegenüber anspricht und behandelt und bewertet, als hätten sie nur nicht geung informationen oder wären sonst durch „gute“ worte umzustimmen, eine „andere“ politik zu machen. sie machen doch genau die politik, die sie machen wollen! warum wird das nicht endlich gesehen und so ernst genommen wie es fürchterlich und abscheulich ernst ist?!
    rot-schwarz-grün wollen unsere kinder frühsexualisieren, was (u.a.)ein euphemismus ist für ein aufweichen von identitäts- und tabugrenzen (youtube doku: „porno, peitsche, pädophile“). das ist, was sie wollen, denn an ihren taten können und müssen wir sie messen. dass hier im umkehrschluss ihre gesinnung zu dem zusammenhang des missbrauchs an kindern damit ganz grundsätzlich „auffliegt“ ist klar.
    wie lange wohl noch lassen wir uns politisch korrekt von ihnen binden, nehmen ihre taten hin, bieten ihnen unsere kinder geradezu an?

  3. Jutta schreibt am :

    DANKE,Frau Dr. Becker.
    Sie formulieren präzise, was schon längere Zeit in mir tobt. Sehen Sie Möglichkeiten Ihren Text an „zuständige Stellen“ weiterzuleiten? Nützt ja wenig, wenn wir Betroffenen und Unterstützer uns nur gegenseitig damit „unterstützen“.
    Ein herzliches Dankeschön für diese Plattform an alle aktiven Mitstreitenden von NetzwerkB, ganz besonders Herrn Denef.

  4. hildegard schreibt am :

    Die Welt blieb ’45 nicht stehen. Auch nicht Deutschland.

    Teile dieser Republik aber und Justizangehörige in Entscheidungsfunktionen erstarrten und verharrten bei ihrer Verstrickung im 3.Reich. Blieben in den „Kriegskrallen“ gefangen. Hassten Kinder. Hatten die Gewalt ihrer eigenen Kindheit nicht bewältigt. Gewalt wurde weitergegeben. Hass machte sie unfrei.
    Demokratie aber will Freiheit für alle. Wurde gründlich missverstanden. Wird scheinheilig missbraucht, wenn ‚von Seiten der Politik nichts getan wird, um Betroffenen mit besseren staatlichen und gesetzlichen Strukturen zu helfen‘, wo Verschleppung des Themas statt Menschlichkeit, Empathie und Klarheit – hier die Geschäftsstelle UBSKM – betreibt.
    Da scheint die ANGST vor Augenhöhe zu herrschen – wie auch unter dem Großaufgebot der Ministerinnen …
    Wie frei, wie demokratisch regiert uns Berlin gerade?
    Wann wird wer diese Missstände mit mehr Mut zu benennen, zu bekennen, zu beenden wagen?

  5. hildegard schreibt am :

    @ Jutta – wenn man denn lesen könnte, zuhören würde und überhaupt mitdenken wollte.

  6. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Wir werden schlicht und einfach „verarscht“ von diesem Usbkm und Konsorten wie z. B. Glasbrechen!

  7. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Und ich fühle mich betrogen:In 2010 ff. würde uns Aufklärung versprochen.Es blieb beim Versprechen..und ja es ist strukturelle Gewalt,Lüge und Betrug

  8. Hans Owes schreibt am :

    Die posttraumatische Belastungen und deren Einfluss auf praktisch alle Aspekte des Lebens von Betroffenen, braucht man keinem Betroffenen zu erläutern. Ebenso wenig wie sehr sexualisierte Gewalt in unserer Gesellschaft verankert ist.
    Nur durch neue oder veränderte Gesetze kann in dieser Hinsicht etwas verändert werden. Wer soll das machen? Hier wird „die Politik“ genannt. Wer ist das? Alle? Die Gesellschaft? Die Politiker?
    Gut, der Politik geht es nicht darum, das Thema zur Chefsache zu machen, das nehme ich zur Kenntnis.
    Aber was heißt „der UBSKM leistet gute Dienste Betroffene ruhig zu halten“? Endschuldigen Sie, erstens stehen dahinter oft sehr angergierte Menschen, denen das Schicksal der Betroffenen unglaublich nahe geht und die sich mit ihren Engagement etwas in ihr Leben holten, was sie oft persönlich stark belastet, aber ein viel wesentlicher Punkt ist „Die Politik“ hat es überhaupt nicht nötig, irgendetwas einzurichten, um Betroffene ruhig zu halten. Es geht von „uns“ gar keine Gefahr aus. Zu glauben und zu implizieren, „wenn die nicht wären, dann wären die Betroffenen nicht ruhig, gar laut und würden dann etwas verändern“, ist falsch. Es würde sich noch weniger ändern. Ohne UBSKM gäbe es noch weniger als jetzt. Es gäbe einzelne Opferverbände, die kaum in der Lage sind sich zusammenzuschließen und gemeinsam etwas zu erreichen. Das hat einen Grund, zu verschieden sind die Schicksale und zu verschieden die daraus entstandenen Wünsche, Hoffnungen, Enttäuschungen, seelischen Verletzungen usw. Ich lasse mich nicht in die Rolle des Bittstellers drängen. Von niemanden. Heute bestimme ich, wann ich oben oder unten bin. Ich versuche es zumindest nach meinen Kräften, es gelingt nicht immer. Das sich eine breite Öffentlichkeit, wieder immer weiter von diesem Thema abwendet, ist für mich eine Tatsache, sie ist eine Folge dessen, dass es viele Menschen nicht mehr ertragen können, mit unsern Geschichten „belästigt“ zu werden. Umso dankbare bin ich denen, die das Thema hochhalten. NetwerkB oder UBSKM oder wer auch immer.
    Es ist eben ein generalversagen des Staates, es ist die Unwilligkeit einer breiten Bevölkerung, dieses Thema ernst zu nehmen, weil es eben auch belastend ist, weil es stört, weil es Kosten bereitet u.a.m. Ich kann also „die Politik“ , „die Gesellschaft“ „den UBSKM“ kritisieren und/oder sonst etwas vorwerfen, Fakt bleibt, es gibt Menschen, die sich versuchen einzusetzen, wie auch immer, sie versuchen zu helfen, sie versuchen zu verstehen, und sie versuchen zu verändern. Diesen Menschen spreche ich genau diese Menschlichkeit und Empathie zu, die hier gefordert wird. Stoßt ihnen nicht dauernd vor den Kopf, das ist meine Bitte. Es ihnen abzusprechen wäre m.E. hinterhältig. Das sie dabei innerhalb eines gewissen Konstruktes, nicht das machen was „richtig“ wäre, kann man separat diskutieren. Ich habe gerade in diesem Umfeld Menschen getroffen, die sich sehr empathisch mit „unseren“ Schicksalen beschäftigen.
    Ja, diese einzelnen Menschen sind es, die Hoffnung machen, auch wenn das „Gesamte“ nicht stimmt.
    Als Betroffener sexualisierter Gewalt weiß ich einerseits, dass es wichtig ist, mit anderen zusammen etwas zu stemmen, ich weiß aber auch, dass ich mich nicht mehr dominieren lasse, gerade weil ich diese Biographie habe. Und leider sehe ich in vielen Betroffenenvereinen die einzelnen „Vordenker“, die dem Betroffenen ihre Biographie versuchen aus der Hand zu nehmen, indem sie sagen wie was, wann und wo zu tun ist, was für sie gut oder schlecht ist. Das fühlt sich für mich gewalttätig an. Das einseitige Schüren von Unmut gegen empathische Menschen gehört dazu. Ich möchte so gut als möglich für mich sprechen, ich halte es für jeden Betroffenen für absolut schädlich, sich „generalvertreten“ zu lassen. Ich habe meine Geschichte, ich muss sie aufarbeiten, ich muss mit ihr leben, dabei können mir andere helfen. Mehr nicht, aber auch nicht weniger.

  9. Angela Ebert schreibt am :

    Es geht hier nicht darum wissenschaftliches Arbeiten durch die Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs zu diskreditieren.
    .
    Oh, da genau will ich hin, mit Verlaub, da muss der Weg lang gehen!
    DER Angriff der Schröder-AGENDA auf das Grundgesetz ist keine Kleinigkeit, ist sozial-gesetzliche Diskriminierung, WIR ALLE sind in der Pflicht uns zu kümmern!! Um von dekadenten, kriegs-geilen Staatsdienern der Füller-Fraktion betrogen zu werden, um Lebensleistung, Arbeitsleistung UND die so gierig vereinnahmten ALTERS-VORSORGEN, braucht es etwas mehr als klaren, deutlichen Willen, es braucht eine Strategie.
    Einen übermächtigen Gegner (5 Gewalten der BRD) sollte niemand frontal angreifen, schräg wäre nützlich, wie der alte Fritz es tat.
    SCHRÄG ist wundervoll 😉
    .
    Die gesetzliche Diskriminierung zum Zwecke des Betruges, der Un-Treu, der Bereicherung!, wird doch auch ganz persönlich und sehr individuell geführt!! Ich bin ganz sicher, auch dokumentiert!!!

    Und mit Verlaub, nach meiner ganz persönlichen ÜBERZEUGUNG wissen ALLE und machen mit bei gesetzlicher GEWALT und Zwang?!
    Wissenschaft ist käuflich,
    Gutachter sind käuflich,
    Verwaltung ist käuflich,
    Immo-Büro`s, Banken und Versicherer verdienen!
    DIE MEDIEN berichten darüber!
    Sozial-Recht im rechtsfreien Raum funktioniert doch ganz nach Schröder-Art, ge-backen, ge-sotten, ge-kocht, die ganz persönliche Diskreditierung der Kläger durch die Gerichte ist Bestandteil der Umsetzung!!!
    Wenn diese Experten das nicht erkennen, mit Verlaub, sollten diese sich nicht Experten nennen, den sie sind blind, taub und stumm…
    Nicht so schüchtern, Damen und Herren, bei den zielführenden Beschuldigungen, ICH bin gespannt was sich SGe noch alles erlauben WOLLEN.
    Recht und Gesetz brauchen diese Kriminellen nicht als Grundlage, nur nützliche Überzeugungen 😉
    .
    Andrea Pippi Nahles setzt Grund-Recht außer Kraft, per Weisung, WER hat sie ermächtigt???
    Wer hat die Richtlinienkompetenz ermächtigt?
    Stehen diese Pippi und Angi der Füller-Fraktion über dem Gesetz???
    Steht die gesamte Füller-Fraktion über dem Gesetz???
    Mitsamt ihrer Derivate??
    Schieds-Gerichte oder Sozial-Gerichte??
    Das ist die Frage?!
    Anhörung, wie gütig…
    Anträge, Nein! sicher nicht!

    Das ALLES fördert die RECHTEN, vermutlich zielführend.
    😉

  10. g.d. schreibt am :

    Den Text finde ich sowas von toll, mutig, vorbildlich, brillant analytisch! Bin des Lobes voll und schließe mich dem in vollem Umfang an. An dieser Stelle auch wieder mein Dank an alle Aktiven bei netzwerkB.

  11. Savina schreibt am :

    Ja, sie wissen doch bereits alles, und das schon seit sehr langem. Und von daher kommen sie mir so vor als ob sie das bereits vorhandene Wissen nochmals unter einer Lupe anschauen und alles wie auf einem Seziertisch in noch weitere Einzelheiten zerlegen wollen, um sich am Leid der „armen Opfer“ (Und nun wieder: ganz schnell die Betroffenheits-Maske aufsetzen! ) noch besser – ganz subtil – ergötzen zu können.
    Die Gefühle und Befindlichkeiten von schwer misshandelten, gedemütigten und auf Lebenszeit geschädigten Menschen sind solchen Menschen, die immer nichts tun wollen, die immer die not-wendige Hilfe nur verweigern und gleichzeitig so tun als ob sie auf der Seite der Betroffenen stehen würden, doch vollkommen egal.
    Wenn sie die Fähigkeit des Mit-Gefühls besäßen, könnten sie mit den Betroffenen nicht so umgehen.
    Ihre Bürokraten-Sprache, die Sprache der Macht,
    ihr gelebtes „Teile und Herrsche“-Prinzip, ein Prinzip zur besseren Machtausübung, welches in der höchst eigenartigen Verteilung und Nicht-Verteilung an Geldern beim Fonds sexueller Missbrauch klar zu erkennen ist und
    die zum Fonds gehörige Demütigung/ die erneute Herabsetzung der Betroffenen durch einen 18-seitigen, retraumatisierenden Antrag sowie die elend lange Bearbeitungszeit des Antrags von 1 bis 1,5 Jahren- all das macht sichtbar, was in Wahrheit bezweckt wird.: Die Betroffenen sollen auf ihrem „Verlorenen Posten“ (Enfant Perdu…) gefälligst bleiben, damit sich hier auch so gut wie nichts verändern muss.

    Wie hier mit Menschen umgegangen wird, in einem der reichsten Länder der Welt, macht mich immer wieder zornig. …Mir wurde extremer Schaden zugefügt….
    —————————————————–
    Und auch ich empfinde Dankbarkeit ganz speziellen Menschen gegenüber….

  12. Savina schreibt am :

    Hans Owes,
    „…Aber was heißt „der UBSKM leistet gute Dienste Betroffene ruhig zu halten“? Endschuldigen Sie, erstens stehen dahinter oft sehr angergierte Menschen, denen das Schicksal der Betroffenen unglaublich nahe geht und die sich mit ihren Engagement etwas in ihr Leben holten, was sie oft persönlich stark belastet, …“
    – Woran ist das von Ihnen Beschriebene für Sie zu erkennen ?
    Ich kann Ihnen da, an dieser Stelle, auch beim besten Willen, nicht folgen.
    Meine Wahrnehmung ist eine vollkommen andere, die ich auch bereits mehrfach, mehr oder weniger umfassend , hier auf netzwerkb beschrieben habe.

    GUT GEMEINT IST EBEN NICHT DASSELBE WIE GUT GEMACHT.

    Ich musste!! meine Erfahrungen hierzulande machen. Und mich trieb dann später immer die Frage nach dem WARUM ? -rastlos, unruhig und mit einer ständigen/chronischen Belastung durch meine Lebens-Biographie.
    Auf der Suche nach der Beantwortung habe ich für mich selbst so einiges begriffen und verstanden. Ich fand Antworten. Und: Im Heute falle ich nicht mehr so schnell auf die MASKEN, auf die POSEN von Menschen herein. …
    („Du sollst nicht merken“ (Alice Miller) war für mich, vor Jahren, richtungsweisend….)

  13. hildegard schreibt am :

    Hans Owes, ja ein gigantisches Generalversagen des Staates seit ’45 – und: Gefahr geht von „uns“ gar nicht aus – DAS GESETZ stellte die Gefahr zwischen den Machtmissbrauch und die Kinder!

    Wie könnten wir uns je FAIR behandelt fühlen??
    Für mich hat es den Anschein, als ob die Politik sich in Menschen wie uns Alt-Betroffene nicht hinein-denken könne, oder aber Angst habe vor Entdeckung dessen, was WIR keinesfalls länger mehr zudecken lassen wollen.

    „Menschen, denen das Schicksal der Betroffenen unglaublich nahe geht“ müssten doch der Klarheit im Denken neben dem Mitfühlen den Vorrang geben vor Pseudo-Sorge um Täterschonung und Mitwisserschutz.

    Was hindert die Justiz GG-GERECHT auf vergangenes Unrecht zu blicken? Statt verbrieftem Menschenrecht treffen uns deren Blicke von oben nach unten – seit Gründung der BRD. Von der Lobby hinab auf uns arme Irre, die Opfer. Stark schlägt schwach.
    Was für eine „Stärke“!

    Ist das die Demokratie, die den freien Menschen meinte? Soo ist sie nicht meine Demokratie!
    Mit liberaler Demokratie müssen wir uns beschäftigen. Alle. Uns um sie kümmern – soll sie am Ende nicht ver-kümmern.

    Was ist uns wichtig?

    Geschichte passiert nicht – sie wird gemacht! Und die gewählten Politiker-innen sollten gutes Zusammenleben gestalten können. Für ALLE.

    Gut gemeint kann sehr ins Auge gehen, wenn es ziellos Holzwege sucht – wer von uns wüsste nicht drum, um Gutgemeintes …?

    Was und wo sollten wir denn noch separat diskutieren? Was gut, was weniger hilfreich. Gemeinsam kann netzwerkB auf andere Weise besser in die Richtung zeigen, die diese Betroffenen für richtiger halten.
    (Aus dem vorletzten Kriegsjahr stammend will ich meine Meinung deutlich ausdrücken dürfen. Hier hab ich die Chance – vermutlich meine letzte in diesem ungerechterweise vorbelasteten Leben – mir reicht’s …

  14. Savina schreibt am :

    Na dann, warten wir und warten, wir warten und warten….

    “ MATTHÄUS 7, 15 – 16

    Von den falschen Propheten

    15 Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe.

    16 An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? “

    Der Spatz in der Hand soll uns immer noch lieber
    sein als die Taube auf dem Dach ?

    (Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach
    Bedeutung des Sprichworts

    Sei zufrieden mit dem was du hast und träume nicht von Dingen, die du nicht erreichen kannst. )

    Ich erkenne sie an ihren Taten und nicht an ihren Worten.
    „Ihre Geschichte ist wichtig
    Wir möchten Sie ermutigen, uns von Ihren Erfahrungen zu berichten. Sie können mit Ihrer Geschichte dazu beitragen, dass sich etwas in unserer Gesellschaft verändert. Mit Ihrer Hilfe wollen wir Tatsachen offenlegen und dadurch erkennen, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden. Wir wollen herausfinden, was Politik und Gesellschaft verändern müssen, damit Kinder in Zukunft besser vor Missbrauch geschützt sind. Melden Sie sich, wenn Sie in Ihrer Kindheit von Missbrauch betroffen waren oder als Zeitzeugin und Zeitzeuge hiervon berichten wollen. Dabei zählt jede Geschichte.“ aus: https://www.aufarbeitungskommission.de/
    Für die Betroffenen bedeutet das in der Übersetzung: weiteres Warten auf ein Handeln in der Irgendwann – Einmal – Zukunft.
    Die Maskierungen („…Wir wollen herausfinden, was Politik und Gesellschaft verändern müssen,…“- Hallo ??? Der besagte Abschlussbericht liegt schon seit 2011 vor.) sind auch im Einsatz, wenn es um emotionale Manipulationen geht.
    Das ganze ist mitunter nicht sofort durchschaubar, es verwirrt, irritiert und ist eben sehr subtil, sehr ambivalent.

    Ich persönlich bevorzuge das Freie, das Weite, das Authentische, die Klarheit…. Wohl auch deshalb mag ich nicht mehr warten und mich immer nur hinhalten lassen….

  15. Hans Owes schreibt am :

    Ich hatte seit meinem siebzehnten Lebensjahr ein Ziel. Irgendwann sollten die Namen der Täter und Täterinnen, die mich auf diesen Weg schickten, für jeden gut in Verbindung gebracht werden können mit den Taten die sie an mir und vielen anderen begingen. Das ist zum Großteil gelungen. Einige Täter darf man immer noch nicht benennen, aber ihre Namen werden mit dem Verbrechen verbunden. Das konnte geschehen weil wir nicht mehr geschwiegen haben. WIR! Du und ich. Ich habe seit 1975 erzählt was mir wiederfuhr aber es interessierte niemanden. Es gab keine Öffentlichkeit für das Thema. Es ist also so, dass außer unserem „Schweigen brechen“ noch etwas anderes passieren musste. Es musste Leute geben die zuhörten.
    Diese Menschen gibt es heute. Sie hören zu! Sie versuchen zu verstehen. Was für ein großer und wunderbarer Unterschied ist das, zu den letzten dreißig Jahren meiner weitgehend schweigenden Isolation. Ich habe angefangen zu leben, weil ich reden konnte und Gehör fand. Ich kann endlich Wut empfinden die genau dorthin gerichtet ist, wo sie hingehört, gegen die Täter und Täterinnen, gegen die Institutionen. Ich muss nun lernen mit dieser Wut, dieser großartigen Energie, die raus muss, umzugehen. Ich will sie nicht gegen alle und alles richten. Denn dann würde die Wut mir selbst schaden. Ich will versuchen den Veränderungs-Ansätzen die es gibt, das Gute zu sehen und das Schlechte zu benennen. Ganz zu Anfang, als die Öffentlichkeit überhaupt bereit war zuzuhören wurde ich gefragt, was ich für einen angemessenen Betrag halte um einen Ausgleich zu schaffen für Leben welches ich habe führen müssen, eines das fern ab jeder Teilhabe lag. Ich sagte- und meine ich begründete gut- „man kann keinen Ausgleich schaffen, schon gar keine Wiedergutmachung, aber sollte ich einen Betrag nennen müssen dann würde dieser bei 250.000€ beginnen. Die Antworten kennt ihr sicher. „Wer soll denn das bezahlen?“ „ Du willst doch nur alles kaputt machen mit deinen Forderungen“, „du Sozialschmarotzer, willst dich jetzt vom Staat aushalten lassen“ „ geh‘ doch zu denen, die dich gefi… haben“ Ich habe nichts bekommen, bisher auch keine Anerkennung von OEG. Aber ich erkenne Veränderung.
    Dafür will ich dankbar sein. Dankbar bin ich übrigens auch, dass ihr mich hier nicht gar so heftig attackiert habt, trotz meiner (etwas)anderen Haltung. Das war’s von mir.

  16. Savina schreibt am :

    Hans Owes, 21.09.2016
    „…Und leider sehe ich in vielen Betroffenenvereinen die einzelnen „Vordenker“, die dem Betroffenen ihre Biographie versuchen aus der Hand zu nehmen, indem sie sagen wie was, wann und wo zu tun ist, was für sie gut oder schlecht ist. Das fühlt sich für mich gewalttätig an….“
    – Welche Betroffenen-Vereine meinen Sie ? In welchen Betroffenen-Vereinen passiert das von Ihnen hier Beschriebene?

  17. hildegard schreibt am :

    …immer nur hinhalten lassen?

    Nein – sicher nicht hier. Und bitte hinterfragt jeden Bibelspruch: Aus den erstarrten Strukturen in Religionen wurden mehr oder weniger bewusst falsche Übersetzungen eingesetzt und Verwirrung gestiftet. Verirrungen folgten dem leichtfertigen Umgang mit dem angeblichen Willen Gottes, der wörtlich geboten hatte „Du sollst nicht MORDEN!“ – wie ich heute Morgen im dlf von V. Roggenkamp lernte – zu töten sei dir nur dann erlaubt, wenn du bedroht bist …
    Das Verhängnis nahm also seinen Lauf.
    Nein – getötet wurden unsere Seelen nicht – Seelenmord – „nur“ an Kindern – war das. Das ist Fakt. Millionenenfacher!
    Und bitte merken: NACH dem letzten Genozid aus Deutschland. Nach all den übrigen Genozidien vorher – und nachher …

    Und das sollten wir nicht merken. Und leiden darunter lebenslang. Sofern wir denn überleben konnten.
    Von Seelenfachleuten werden wir vertröstet:
    zu warten.
    Mit Wissen gelehrter Theologen. Unter Aufsicht der Gesetzgeber.

    … ein einziges wohl gehütetes Unrecht seit Gründung des Grundgesetzes. Wer konnte das übersehen: es war faktisch ‚verteidigt‘ vom Verfassungsschutz?
    Wessen Recht wurde verteidigt in der liberalen BRD? Nicht das Recht der Kinder!

    Diese überlebenden Kinder aber sollen sich selbst nach tödlichem Schweigen erneuter Gefahr von Verletzung aussetzen? Um dann von einer strapazierten Verdrängungs-Gesellschaft zu erneutem Schweigen gemobbt zu werden?
    Darauf sollen wir warten, Herr Rörig?

    Worauf warten wir eigentlich?

  18. hildegard schreibt am :

    „Vordenker“, die dem Betroffenen ihre Biographie versuchen aus der Hand zu nehmen, indem sie sagen wie was, wann und wo zu tun ist, was für sie gut oder schlecht ist. Das fühlt sich für mich gewalttätig an….“

    Eben! Aber nicht nur gewisse Vor-Denker versuchen für sich „Kapital draus zu schlagen“, so meine Sicht …

    Jede Biographie ist selbstverständlich eine andere. Jeder Mensch ein Individuum. Keinem wird aber je eine Verjährungsfrist gerecht werden können wegen dieses von oben verordneten Maulkorbs für ein nie zu bewältigendes Verbrechen – so es denn nur bei einem einzigen geblieben sein sollte (was ich persönlich für sehr unwahrscheinlich halte)!

    Solche Diktate v.o. werden keinem „freien Bürger“ in einer Demokratie je gerecht werden können.

    Für mich fühlen sich diese TAT-Sachen genau so an wie für den Snowden-Anwalt der staatliche Umgang mit Whistleblowern: Wenn nicht mehr zum Kämpfen – dann reichte es nur noch zum Kotzen …

    Systeme müssen wir hinterfragen dürfen. – Dürfen wir???

  19. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    @Hans Owes:Ich glaube Sie sind ein Ex Odenwaldschüler und alles deutet darauf hin das Sie noch vor 1970 an der Odenwaldschule missbraucht wurden….ich finde jedoch das der Usbkm nicht das leistet was er leisten müsste und das es sich viel zu lange hinzieht……das darf nicht sein ….es geht wohl darum die eigentlichen Netzwerke was die Odenwaldschule angeht zu schützen..wenn ich alleine an Weizäckers und die Theodor Heuss Anstiftung denke…

  20. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Richard von Weizäcker bekam sogar in 2010 ein „Staatsbegräbnis“ was ich im Hinblick auf die Vita und die Vorkommnisse an der Odenwaldschule unmöglich finde und in diesem Geiste und Duktus geht es nun im Usbkm weiter!

  21. Angela Ebert schreibt am :

    Systeme müssen wir hinterfragen dürfen. – Dürfen wir???
    Liebe Hildegard, ja unbedingt!!!
    WIR sind sogar in der Pflicht ART. 20 GG, alle Bürger der BRD sind eigentlich in der Pflicht!
    Amtsträger leisten einen EID!!!
    Das Wirtschafts-System macht sich welt-weit, UNABHÄNGIG, ist nicht mehr an Recht und Gesetz gebunden, gute Gründe also.
    Mit der Schröder-AGENDA wurden Wirtschafts-Förderungs-Gesetze inKraft gesetzt, WFG ist SGB II, kostenlose Wirtschafts-Förderung, der Name „Sozial-Gesetz“ ist schon Täuschung und BETRUG!
    Diese unbestimmt „sozial-widrig“ müsste wirtschafts-widrig heißen, SG-Richterschaft weis das!!!
    Die breite Mehrheit duldet es, was mich bis heute wundert!!!
    Mit CETA und TTIP kommen weitere Wirtschafts-Förderungs-„Verträge“ zustande. Uns allen wird das als alternativlos „verkauft“ vom Ober-Verkäufer Gabriel und Vorgängern. Die diskriminierenden „Argumente“ sind uns doch noch allen im Gedächtnis?!
    Und es ist MISSBRAUCH wie er im Buche steht, die Schwächsten trifft es zielführend, rechtliche Vergewaltigung fremder Rechtsgüter und deren RECHTS-TRÄGER/INNEN!
    GEWALT geht nicht!
    Das gilt nicht nur für die Nazi`s, das gilt auch für Gewählte-Oberverkäufer und Profi-Lügner, mit Aussicht auf lukrative Wirtschafts-Alters-Versorgung für Politiker/Innen/Lobbyisten-Freunde.
    Das ist eigentlich so klar wie reines Quell-Wasser, wären wir nicht alle erzogen diese Ambivalenzen zu „übersehen“, Alice Miller hat es aufgeschrieben.
    Es ist zu erkennen das einige Ober-Verkäufer aus der Politik die Bälle nicht mehr wirklich in der Luft halten können, das ist gut.
    MISSBRAUCH wird an den Schwächsten verübt, wie in den Familien/Kirche/Staat auch bekannt, es wird immer eine/r ausgeguckt zum drangsalieren und abzocken. Es ist die Einigkeit die mich immer wieder erstaunt und erschreckt!
    .
    NIEMALS AUFGEBEN !
    Trotz allem – laut und deutlich!
    Vorsicht ist über-lebens-wichtig.

  22. hildegard schreibt am :

    Bürger der BRD sind in der Pflicht!

    „Aktionsplan des Landes zum Schutz von sexueller Gewalt in Institutionen“ – wie bitte? – da war wohl Herrn Brosius, Sprecher des hessischen Justizministeriums, ein Freud’scher Versprecher unterlaufen.

    Schulaufsichtsbehörden – die gab es auch damals schon. Gründe für’s große Schweigen waren in Darmstadt dieselben wie an jeder Dorfschule.
    Ob in Bundes- Landes- Bezirks- oder Kommunalbehörden und in Kollegien: alle hielten dicht – zum Täterschutz, zum schönen Schein, gegen die Kinder!

    Über die halbherzige Symbolpolitik der für Schulversagen zuständigen Landesregierungen damals wie heute können wir Betroffene nur staunen.

    Der Druck kam früh von ganz oben:
    Übergeordnete verordneten untergeordneten Amtsvereidigten Kadaver-Gehorsam, die Auffassung von Ordnung gleich zu Beginn der Laufbahn. Verpflichtend bis zum Karriere-Ende. Üblich in Staat und Kirche. Nicht nur in Staatsreligion und Religionsstaat.

    Ewig wird diese fatale Abhängigkeit von der Gewaltsystematik erhalten bleiben falls bei Missbrauchsverdacht nicht Grundrecht und Grundgesetz eingefordert werden kann. Das Schweigekartell von damals wirkt weiter und weiter.

    Machtmissbrauch von ganz oben wird nach unten weiter gereicht. So lange das gesamte SYSTEM nicht auf Kinderschutz umgestellt wird und die vorverjährten Taten als „Recht des Täters“ bestehen – gilt in dieser Demokratie keine Grundlage zu Gerechtigkeit und Frieden. – Die Schwächsten muss die Demokratie in die Mitte nehmen!

    Opfersignale wahrnehmen und Täterstrategien erkennen können – das gehört an den Anfang – nicht nur jeder Lehrerausbildung.
    Unis, Hochschulen und sämtliche Schul-, Erziehungs- und Verwahrformen brauchen Konzepte für Aufarbeitung.

    Von zivilisiertem Miteinander kann keiner reden, wenn Lehrer vom Staat mundtot gemacht, überfordert sind und sie davon genervt obendrein heute die finanzpolitische Spar-Sucht auszubaden haben. Von einem obersten Richtlinien-Verteiler wurden sie gar als „faule Säcke“ beschimpft, die Lehrer …
    Gar nicht witzig war dieser Spruch, in Folge dessen gewisse Eltern- und Schülerkreise zu Respektlosigkeiten gegen den gesamten Berufsstand sich von ganz oben her er-mächtigt fühlten.
    Auch das gehört mit in die not-wendige Systemkritik wenn wir über Verantwortung nachdenken.
    Die aktuelle Gewaltbereitschaft wird sich kaum ändern, wenn nicht jede Person auf eigene Gedanken, auf die eigene Wortwahl achten lernt.

    Ein kluger Hinweis dieser Tage: Deutschlandweit Kinder zu hörbarem „NEIN!“-Rufen anhalten, wo immer sie Gewalt gegen andere beobachten.
    Auch MOBBING würde vermutlich bald einmal aufhören …

  23. hildegard schreibt am :

    Das NEIN zu Gewaltdarstellungen fehlt. Warum aber braucht es unbedingt Gewaltbilder? … angeblich zur Entspannung.
    http://www.deutschlandfunk.de/ueber-mord-und-tod-im-fernsehen-all-die-schoenen-toten.1184.de.html?dram:article_id=364111
    Suchtartig zieht es die Nation vor die TV-Krimis – warum?
    Den Sinn dieses Massenkonsums kann ich nur für Produzenten und andere Profiteure erkennen – bei den Passiv-Konsumenten sehe ich zunehmend die dumm-dreiste Brutalisierung.
    Diese Gefahr wächst: Das fiktive und reale Gewalterleben blockiert die Kinder, lässt sie kaum ihre ureigene Kreativität entwickeln …

    Wo bitte liegt der Sinn? Wo die Verantwortung für die Folgen?
    Sollen DAS wiederum die Schulen stemmen? … während die Politik Krieg spielt und subventioniert …?

  24. Savina schreibt am :

    An alle „wissenden“ Traumverkäufer, Symptomdesigner :

  25. Savina schreibt am :

    Und vor ca 40 Jahren sang Bettina Wegner:
    „…Grade klare Menschen, wär`n ein schönes Ziel.
    Leute ohne Rückgrat, hab`n wir schon zuviel.“
    Bettina Wegner – Kinder (Sind so kleine Hände) (1978)
    https://www.youtube.com/watch?v=fcdkwdfz0GA

    Beide Texte, der aktuelle von Sarah Lesch („…Traumverkäufer, Systemdesigner…“ ) und der von Bettina Wegner aus dem Jahre 1978, bringen es ganz genau auf den Punkt….
    (Beide Texte finde ich sehr schön, sie sind so authentisch; und passend zur gesamten Thematik.)

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