Albtraum für die Antragstellerin

14.10.2016: Frau tv

„Ich will zurück ins Leben!“ Entschädigung für Missbrauchsopfer

Frau tv | 13.10.2016 | WDR

Bisher hat Sabine alles verdrängt. Sie hat immer perfekt funktioniert, für ihre zwei Söhne ihren Mann und ihren Job. Doch dann brach plötzlich stückweise die Erinnerung über sie hinein. Sie wurde als Kind missbraucht. Mit Hilfe einer regelmäßigen Therapie schafft sie es langsam wieder durch den Alltag zu kommen. Doch leider zahlt die Krankenkasse ihre Therapie jetzt nicht mehr. Das Bundesministerium für Familie hat für genau solche Fälle einen Fonds bereitgestellt. Unbürokratisch und schnell soll es gehen. Eine kleine Hilfe, um Opfern von sexuellem Missbrauch endlich etwas Anerkennung und Geld für Therapien zu geben. Doch was erstmal gut klingt, entpuppt sich als Albtraum für die Antragstellerin.

Quelle: www1.wdr.de/mediathek

Mehr auf netzwerkB:
Alles Augenwischerei
Ein paar Tempotaschentücher

76 Kommentare

  1. savina schreibt am :

    Da muss jetzt aber ganz schnell, und unbürokratisch, noch Geld für eine Forschungs-Truppe, für ganz spezielle Experten bereit gestellt werden ,damit erforscht werden kann warum das alles so lange dauert und warum da jemand leidet, wo doch ganz klar am Opfer ersichtlich ist.: Kopf, Arme, Beine – Alles dran! Und noch dazu kann das Opfer klare Sätze sprechen. Na, dann kann es doch nicht so schlimm gewesen sein. Und bestimmt besitzt das Opfer sogar ein Smartphone. Also bitte ? Das muss jetzt erst erforscht werden, warum da so ein Opfer plötzlich leidet, wo doch alles bisher so gut und lange vollkommen perfekt funktioniert hat….
    NEUE FORSCHER BRAUCHT DAS LAND.
    – Das war Zynismus.

    —————————-
    8 Millionen traumatisierte Erwachsene in Deutschland und ganze 85 bearbeitete Anträge bei momentanen 8000 Antragsstellungen, seit 2013. Eine Bearbeitungszeit von 1,5 Jahren , ein retraumatisierender , aktuell 13-seitiger, Antrag.
    Das ist alles krank….

  2. savina schreibt am :

    Ergänzung:: An Krebs Erkrankte füllen einen 2-seitigen Antrag, mit dem Nachweis der Erkrankung durch den Arzt aus
    (dauert wenige Minuten und: 1 Arztbesuch) und senden den Antrag dann an eine der beiden Krebs-Stiftungen in Deutschland. Bearbeitungszeit : 3 Wochen. Ergebnis: schnelle, zügige, tat-sächliche Unterstützung
    Ganz offensichtlich ist, nach wie vor, das Leid von traumatisierten Menschen kein anerkanntes Leid.
    (Sie, die Traumatisierten sind halt Simulanten, Schwächlinge, Gestörte….- Und es gibt doch für alles eine Pille der gut an den Gestörten verdienenden Pharma-Industrie.-…
    Hart wie Krupp-Stahl sollten die Deutschen mal werden. Aber das ist ja schon, zum Glück, Vergangenheit….)

  3. hildegard schreibt am :

    … neee, Savina:
    „Kruppstahl“ wird so lange noch nicht Vergangenheit sein, als die Härte und Kälte an und in einem Menschen weiter wirken – und so sicher wie der Segen der Kleriker noch über Waffen ging.

  4. hildegard schreibt am :

    … eigentlich – Powerfrau – Freunde, die es nicht mehr aushalten konnten – Monster unterm Bett – Fachtherapeut würde 10 Min. f.d. Antragstellung brauchen – das Leben ist stehen geblieben – Hilfe kommt nach anderthalb Jahren.
    Die Nation aus Kruppstahl – stahlglatt, eiskalt, regungs- und fühllos.

  5. Hubert schreibt am :

    „ca. 8000 Antragstellungen – davon 85 durchgekommen!“
    ich sage nur, Glückwunsch! Hallo, geht´s noch??

  6. Savina schreibt am :

    Der Fonds sexueller Missbrauch dient ganz offensichtlich
    nur der Augenwischerei und ist bei genauem Hinschauen ein erneuter Beweis dafür, dass Menschen mit extremen Gewalterfahrungen und dem daraus resultierenden Leben mit den Trauma-Folgen immer wieder aufs neue verhöhnt werden.
    Nur 85 bis jetzt, in einem Zeitraum von 3,5 Jahren, bearbeitete Anträge bei gleichzeitigem Wissen, dass in Deutschland 8 Millionen erwachsene Traumatisierte mit den lebenslänglichen Trauma-Folgen zu kämpfen haben.
    Für mich ergeben sich im Moment folgende Fragen.:
    Was sind das für Leute , die die Anträge so „sensibel“, und deshalb so lange, bearbeiten/prüfen ? Welche Ausbildungen haben diese Personen, die da so vollkommen intime, lebenszerstörende Details über Menschen erfahren und „bearbeiten“ ? Wo werden diese Anträge zwischen gelagert ? Denn das werden sie wohl , wenn es so lange zu dauern hat, um die Betroffenen noch mehr zu zermürben.
    Wer hat alles Zugang zu diesen in den ausgefüllten Anträgen beschriebenen Details, die über die Zerstörung von Menschen genaue Auskunft geben ?
    Das ganze ist für mich eine weitere Anwendung von struktureller Gewalt.
    Eine „sensible“ Prüfung der Anträge ist ihnen wichtig. Ein sensibler, mit-menschlicher Umgang mit den betroffenen Menschen ist ihnen aus diesem Grunde nicht möglich.
    ————————-
    Sadismus, das Quälen von Menschen, kann auch in sehr subtilen Formen in den Alltag von Menschen hinein wirken.
    Strukturelle Gewalt ist meiner Meinung nach subtiler Sadismus, denn im Ergebnis dieser Gewalt werden
    Menschen gedemütigt, ihre Existenzen bedroht und sie dadurch in Abhängigkeiten gebracht und gehalten, um die bestehenden Machtverhältnisse aufrecht zu erhalten.
    Johanna Haarer
    http://www.kindergartenpaedagogik.de/1268.html lässt grüßen…..

  7. Savina schreibt am :

    Hildegard, „…Hart wie Krupp-Stahl sollten die Deutschen mal werden. Aber das ist ja schon, zum Glück, Vergangenheit….“ – das war Sarkasnus/ Ironie/ Zynismus…

    …Ich habe hier auf netzwerkb doch schon so viele Kommentare geschrieben und immer wieder u.a. auf die Mehrgenerationale Psychotraumatologie/ Franz Ruppert, auf die Kriegskinder und Kriegsenkel-Problematik, auf das Dachau-Institut http://www.dachau-institut.de/institut.html , auf Johanna Haarer und auch darauf, dass ich schon seit über 15 Jahren der Frage nachgehe „Woher kommt die Grausamkeit im Menschen ?“, hingewiesen, um genau das auch immer wieder zu sagen.: Und immer noch herrscht Krieg. – Mit anderen Worten: Die Vergangenheit ist immer noch nicht vorbei…

    Mein Sarkasmus ist meine ganz eigene Art mit dem Wahnsinn , der mich umgibt, und mit den lebensgefährlichen Verletzungen, die mir zugefügt worden sind, umzugehen.
    (Ich weiß z.B. wie es sich anfühlt, wenn einem der Kopf mehrfach auf den Boden geschlagen wird – Da war ich 15.-, oder wie es sich anfühlt, wenn man im Genick angepackt wird und fünf Steinstufen hinauf auf die oberste Steinstufe geworfen wird – Da war ich 11. -…)

    Satire, Sarkasmus, Ironie zu nutzen, um bestimmte Zustände bloß zu stellen, erfüllt für mich einen guten Zweck.

  8. Savina schreibt am :

    Der Winter naht, drum hier ein kleines Gedicht zur Herz-Erwärmung :

    NUN DU GESTÖRTES OPFER SCHWEIG FEIN STILL
    WEIL DIE DEUTSCHE GEMEINSCHAFT,
    AUCH MIT HILFE DER VERJÄHRUNGSFRIST, DAS IM GRUNDE GENOMMEN DOCH GANZ GENAU SO WILL.
    KANNST ABER DEINE GESCHICHTEN AUCH ZUR DEUTSCHEN AUFARBEITUNGSKOMMISSION HIN TRAGEN
    DAMIT SICH GANZ BESTIMMTE LEUTE GANZ BETROFFEN KÖNNEN DRAN ERLABEN.
    KANNST AUCH 13 SEITEN EINES ANTRAGS ZWECKS ERBETTLUNG VON HILFE GESCHWIND MIT DEINEN GESCHICHTEN AUS DEM ALLTÄGLICHEN ALLTAG DER DEUTSCHEN FÜLLEN
    DAMIT SICH DANN UNBEKANNTERWEISE DAFÜR VERANTWORTLICHE IN EINE ZEITLICH UNBEGRENZTE ERSTARRUNG KÖNNEN HÜLLEN
    SCHLIEßLICH UND ENDLICH GIB DICH BITTE ERNEUT HER
    FÜR FORSCHUNGSZWECKE BITTE SEHR
    DAFÜR BIST DU DANN IMMER NOCH GUT GENUG
    VERSCHAFFST DER FORSCHUNG SINN, DASEIN UND ZWECK
    ABER ANSONSTEN BITTE SCHER DICH WEG.
    DER TÄTER BRAUCHT SEINEN RECHTSFRIEDEN
    WEIL WIR HIER DOCH ALLE!! MENSCHEN LIEBEN.

  9. Savina schreibt am :

    Auf diesen „Fonds“, dem FSM, richte ich, aus traurigen Gründen, ganz besonders meinen Focus.
    Wenn ich dabei nur noch sarkastisch werden kann, entsteht eben so ein Text wie das “ kleine Gedicht zur Herz-Erwärmung“.
    Mein Sarkasmus beruht auf Fakten.
    Und so ist die folgende Tatsache für mich auch ein faktischer Nachweis darüber, dass bei dem Fonds so einiges nicht mit rechten Dingen zugehen kann.:

    In der Zeitspanne von 20 Monaten (Mai 2013-Dez.2014) flossen vom gesamten Geldbetrag (52,766 Millionen EUR), der direkt für die Betroffenen gedacht war, aus dem Fonds nur !!! 7,95 % , nämlich nur 4,195 Millionen EUR zu den Betroffenen.
    ————————-

    Ich schrieb dazu im März 2016, – nach einer persönlich vorgenommenen Berechnung im Februar 2016 -, hier auf netzwerkb , den folgenden Text:

    „…Zum bisherigen „Stand der finanziellen Umsetzung“ des FSM (Fonds sexueller Missbrauch)kann man folgenden Zwischen – Bericht (Der Fond wurde ja nur vorgesehen für den Zeitraum 01.Mai 2013 bis zum 30.April 2016, also für nur 3 Jahre.)
    aufwww.fonds-mißbrauch.de finden:
    http://www.fonds-missbrauch.de/fileadmin/content/Jahresbericht_des_FSM_2013-2014.pdf
    Ab der Seite 12 dieses 16 – seitigen Berichts wird darüber Auskunft erteilt wie der FSM sein Vorhaben, den Betroffenen eine Unterstützung und Hilfe sein zu wollen, in der Zeit von Mai 2013 bis Dezember 2014 umgesetzt hat.

    Nun begann ich zu rechnen und aufgrund der dort vorgefundenen Angaben ergab sich für mich folgender Rechnungsweg.:
    In den Fond hatte die Bundesregierung 50 Millionen EUR eingezahlt, der Freistaat Bayern dann 7,61 Millionen EUR, und das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern 1,03 Millionen EUR. Das macht zusammen: 58,640 Millionen EUR. Davon müssen 10 % an Verwaltungskosten, dann also 5,864 Millionen EUR, sowie 10.100 EUR für Gelder, die an Beratungsstellen flossen (für deren, den Betroffenen zur Verfügung gestellten, Hilfeleistungen bei der Antragsstellung).
    Addiere ich die Verwaltungskosten, von 5,864 Millionen EUR zu dem Geld, welches an die Beratungsstellen floss, hinzu, ergibt sich die Rechenaufgabe von.: 5,864 Millionen EUR (5.864.000,- EUR- Verwaltungskosten) plus 10.100,- EUR (der an die Beratungsstellen gezahlte Betrag). Das ergibt: 5.874.100,-EUR. Diese Summe muss ich abziehen von dem in den Fonds eingezahlten Geldbetrag von insgesamt 58,64 Millionen EUR. Das hat zur Folge, dass für die Betroffenen direkt dann also die im Fonds verbleibenden 52,766 Millionen EUR angedacht wurden. Bis Dezember 2014 wurden laut Bericht davon dann 663.436,81 EUR bereits ausgezahlt und für bereits positiv beschiedene Anträge dann 3.531.061.40 EUR als „gebundene Haushaltsmittel“ sicher gestellt. Daraus ergibt sich die Rechenaufgabe von.: 663.436,81 EUR plus 3.531.061,40 EUR. Das ergibt dann eine Summe von 4.194.498,21 EUR.
    Der Zwischenbericht hat also ergeben, dass im Zeitraum von Mai 2013 bis Dezember 2014 von den im Fonds befindlichen 58,640 Millionen EUR, und den davon direkt für die Betroffenen angedachten 52,766 Millionen EUR, dann 4.194.498,21 EUR für die Betroffenen eingesetzt worden sind.

    Nun gehe ich der Frage nach.: Welcher Prozentangabe entspricht die Summe von 4.194.490,21 EUR, die im Zeitraum von Mai 2013 bis Dezember 2014, in einer Zeitspanne von 20! Monaten, für die Betroffenen eingesetzt worden ist ?
    Mein Ergebnis resultiert aus folgender Rechenaufgabe.:
    52,766 Millionen entsprechen 100 Prozent und 4,1945 Millionen entsprechen x %.
    Auf die Prozentangabe X komme ich dann durch folgende Berechnung.:x ist gleich 4,1945 multipliziert mit 100, und dann geteilt durch 52,766. Das macht. 419,45 geteilt durch 52,766. Das Ergebnis ist die Zahl: 7,94925
    Ich komme also zu folgendem Ergebnis.:
    In der Zeitspanne von 20 Monaten flossen vom gesamten Geldbetrag (52,766 Millionen EUR), der direkt für die Betroffenen gedacht war, aus dem Fonds nur !!! 7,95 % , nämlich nur 4,195 Millionen EUR zu den Betroffenen.

    Nun besteht ja noch Hoffnung. Der Fonds läuft noch bis zum 30.April 2016, also noch, ab heute dem 17.02.2016, 12 Tage im Februar, 31 Tage im März und 30 Tage im April. Also noch insgesamt 73 Tage. Danach dann wird es einen weiteren Bericht geben müssen, der dann Auskunft gibt über die letztendlich, tat-sächlich für die Betroffenen ausgegebenen/ gezahlten Gelder. Ich bin jetzt schon sehr gespannt auf die Prozentangabe.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt….“
    ———————————————–
    Der Fonds wurde nicht wie vorher beabsichtigt im April 2016 geschlossen, was erst einmal wieder die Hoffnung auf Hilfe bei den Betroffenen weckte.

    Was jetzt aber, momentan immer ersichtlicher wird, fühlt sich für mich schon kriminell an.
    Ich befürchte, das sich gar keine Gelder mehr im Fonds befinden.
    Wo sind die Gelder, frage ich mich ?

    ( Hat der Fonds noch eine Zweigstelle als Briefkastenfirma in Panama ? – Das war gerade wieder mein Sarkasmus….)

  10. Hubert schreibt am :

    Bei diesen Vorgehensweisen mit Betroffenen darf man sich nicht wundern, wenn mit der Zeit der ein oder andere dabei regelrecht durchdreht. Und vielleicht ist das ja ein Grund, weshalb dann mitunter einige zum Amokläufer mutieren. Dann aber ist das Entsetzen groß, und alle suchen verzweifelt nach einer Ursache.
    Die meisten Betroffenen sind für soetwas allerdings viel zu schwach – vorerst zumindest, also nimmt man wohl bewusst diese Risiken in kauf. Der finazielle Spareffekt ist dabei scheinbar sehr lohnenswert.

  11. Katharina schreibt am :

    Fährt jemand von netzwerkB zu diesem Kongress:

    „Der Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs veranstaltet am

    18./19. November 2016
    in der Universität der Künste Berlin

    einen Kongress von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt und Unterstützer_innen.

    Wir wollen Räume zum direkten Austausch mit allen Teilnehmer_innen öffnen, in denen wir diskutieren, Wissen austauschen, uns vernetzen, aber auch Raum für kreative Ideen und Darbietungen geben. Eine Vielfalt von Themen werden wir aus Betroffenensicht diskutieren. Schutz, Hilfen, Aufarbeitung und rechtliche Fragen bei sexualisierter Gewalt sind wichtige Schwerpunkte. Gemeinsam wollen wir in Workshops politische Entscheidungen und Prozesse beleuchten.

    Geplante Themenbausteine sind z.B. das ergänzendes Hilfesystem, etc.“

    Vielleicht wäre dadurch ein Informationsaustausch möglich?

  12. Savina schreibt am :

    Werden die Anträge nicht bearbeitet, weil nichts ausgezahlt werden soll, um die Antragsteller/innen willentlich zu zermürben?
    Jeder weiß , dass der/diejenige , der/die dort einen Antrag stellt am Boden liegt und in Not ist. Der sowohl für die Öffentlichkeit und die Betroffenen ausgeworfene Köder des Fonds war das Versprechen, aufgrund der Not ( http://initiative-phoenix.de/ ), von der alle wissen, schnelle und unbürokratische Hilfe zu leisten , um eben auch z.Bsp. den kontinuierlichen Fortbestand von Therapie, und damit Heilung , zu gewährleisten .
    Also, sie wissen doch sehr genau was sie da tun.

    Oder sind tatsächlich gar keine Gelder mehr vorhanden ?
    Denn wo nichts ist, kann dann ja nichts ausgezahlt werden.

    Es besteht keine !! Transparenz, in keinster Weise.
    Unbeantwortete Fragen, Vermutungen, Ahnungen
    sollten schnellstens beantwortet und in die Klarheit gebracht werden….
    Das ist meine Meinung.

    Welche Erklärungen, welche Antworten betreffs dieser menschenverachtenden Umgangsweise mit an Körper und Seele Geschädigten haben die dafür Verantwortlichen ?

    Die Würde des Menschen ist unantastbar ?
    http://www.traumhaus-bielefeld.de/wp-content/uploads/Luise-Reddemann-Trauma-und-W%C3%BCrde-2009.pdf

    Und nur in 38 Minuten hinein gepresste, kurze Reden ( https://www.youtube.com/watch?v=urBb7vBlTQQ ‚Aufarbeitung von sexuellem Kindesmissbrauch‘- 38 vorgesehene Minuten im Deutschen Bundestag, 30.01.2015 ) , verändern leider nichts aber auch gar nichts an der Situation von 8 Millionen Betroffenen.
    http://www.uniklinik-ulm.de/service/presse/presseinformationen/archiv/pressemeldung/article/12107/traumafolgen.html

    Solange nicht gehandelt wird und die Gelder für die Umsetzungen der Forderungen der Betroffnen ( S. 77 )
    http://www.dgfpi.de/tl_files/pdf/medien/2011-06-15_Abschlussbericht_UBSKM.pdf
    nicht zur Verfügung gestellt werden, geht die sequentielle Traumatisierung, ( die Re-Traumatisierung von Betroffenen durch einen Umgang mit ihnen, der sie re-traumatisiert ) von Betroffenen weiter und es ändert sich nichts….

    Reden will ich bei einem gut ausgebildeten Therapeuten, bei jemandem , dem ich mein Vertrauen geben kann….

    Dieser Fonds ( FSM ) missbraucht das Vertrauen von denjenigen, die dort ganz im Vertrauen den 13- seitigen Antrag mit höchst tiefgehenden, re-traumatisierenden Informationen gefüllt und anschließend eingereicht haben. Ja, es handelt sich um re-traumatisierende Informationen, denn es sind durch den Antrag geforderte Informationen, die die traumatischen Ereignisse von Betroffenen auch unwillkürlich reaktivieren (triggern, Flashbacks werden ausgelöst,…)

    Was soll das alles ?
    Wo findet hier professionelle, empathische Hilfe und Unterstützung statt ?
    .

  13. Savina schreibt am :

    Also, ich persönlich lebe von 4 EUR am Tag für drei Mahlzeiten. Ganz bestimmte Medikamente zahlt die Krankenkasse nicht. Ich bin angewiesen auf Ab-Und-An-Spenden der Caritas….
    Ich könnte nicht einmal Geld ausgeben für den Imbiss beim Kongress….https://beauftragter-missbrauch.de/betroffenenrat/kongress-2016/programm/
    200 Teilnehmer/innen sind geplant.:
    https://beauftragter-missbrauch.de/betroffenenrat/kongress-2016/anmeldung/
    „Wunsch-Workshop für Freitag, 18.11.2016, 16:00 Uhr *
    Workshop A — „Diesmal wollen wir es wirklich wissen“ – Die Arbeit der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs in Familie und Institutionen “
    SIE WISSEN DOCH SCHON ALLES !!!!!!!!!!!!
    Es ist unverschämt und dreist, aber zielführend, immer wieder so zu tun als ob sich die Politik in einem Tal der Ahnungslosen befände…

    Als ich in den letzten Jahren körperlich um mein Überleben zu kämpfen hatte, taten meine Familien-Angehörigen alles dafür, – u.a. sorgten sie für die Unterlassene Hilfeleistung -,aber auch wirklich alles, dass ich ganz einfach verrecke, dass ich drauf gehe….
    Aber ich lebe, nach wie vor.
    Mein Überlebens-Wille konnte sich in meiner Kindheit bereits gut und bestens entwickeln

    WIEDER HABE ICH ÜBERLEBT….
    Ich saß dem Tod bereits mehrfach gegenüber.
    Sowohl in meinem Elternhaus als auch nun erneut.
    Das geht in tiefste Tiefen….
    Ich habe keinen oberflächlichen Blick mehr auf Menschen und systemische Zusammenhänge…
    Das bringt Todesgefahr so mit sich….

    Diese Veranstaltung (dieser Kongress ) tut so als hätten (hier die geplanten 200 ) Betroffene ein Mit-Sprache-Recht.
    Es erinnert mich an ein nettes KAFFEEKRÄNZCHEN.
    Die Wahrheit ist doch.:
    NOTWENDIGE HILFELEISTUNGEN WERDEN KONSEQUENT UND VEHEMENT SEIT JAHRZEHNTEN UNTERLASSEN.
    200 eingeladene Betroffene (von 8 Millionen) werden daran nichts ändern.

    So wie ich meiner Familie scheißegal war und bin und gefälligst nur die Sündenbock-Rolle zu übernehmen hatte, so scheißegal sind diesem Land die Betroffenen von sexueller Gewalt und Kindesmisshandlungen.
    Die Regierung/ die Politik gibt ihre Gelder lieber für andere Zwecke her als 8 Millionen Menschen ( zu Sündenböcken gemachte Menschen) eine Gesunde Autonomie zu zu gestehen.
    Und wenn Menschen dabei drauf gehen, ist es der Politik nur recht, es kommt einer Sparmaßnahme gleich.
    Der Mensch als Ware, als Objekt, Menschen sollen sich schließlich alternativlos in das ihnen Vorgegebene fügen.- Das ist doch deutsche Realität.
    Der obige 8 Min- WDR-Beitrag zeigt genau das sehr präzise und auf den Punkt gebracht.
    (Wieso lief der Beitrag nicht im ARD- und ZDF-Programm ?
    Wieso lese ich darüber nichts in den Nachrichten ?…).

  14. Katharina schreibt am :

    Deswegen ja der Gedanken, ob einer von netzwerkB aus „gesandt“ wird zu diesem Kongress, um Klartext zu reden. Wenn einer vom und für den Verein dort spricht, in Diskussion tritt, vielleicht ermöglicht dies mehr Transparenz.

    Ich überlege dort hinzufahren und habe jetzt erstmal beim Betroffenenrat angefragt, ob überhaupt noch Teilnahmemöglichkeiten bestehen. Vielleicht will ja auch jemand von netzwerkB… Ich hätte einfach gerne mehr Klarheit. Mir fehlt die Auseinandersetzung mit den „Wissenden“. Ich will Tatsachen statt Spekulationen…

    Auch für mich ist es finanziell ein Wagnis und daher wäge ich ab, ob die Investition überhaupt Sinn macht…
    __________________________________________________
    Anmerkung vom netzwerkB Team:

    wir von netzwerkB werden an diesem Kongress nicht teilnehmen.

    Die Struktur, die Einbindung in das politische Umfeld und die Vorgehensmodalitäten des UBSKM, sind aus unserer Sicht von der Politik nicht intendiert, nachhaltig etwas für die Betroffenen von sexualisierter Gewalt zu verändern.

  15. Thomas schreibt am :

    Tatsächlich sehe ich es so, das die Entscheidung des Vorstands von NetzwerkB (immerhin ein Netzwerk für Betroffene der diesem Netzwerk auch eine Stimme geben wollte) nicht an dem o.g. Kongress teilzunehmen als grob fahrlässig – und widerspricht definitiv der Aufgabe von NetzwerkB.

    Auch wenn hier an der Arbeit des UBSKM – sicherlich teilweise auch gerechtfertigte – Kritik geäußert wird, ebenso an der Legitimation des „Betroffenenrats“ wäre dies eine Möglichkeit, tatsächlich Vorort, genau dieses zu thematisieren und zu diskutieren.

    Man kann nicht immer hier nur Kritik äußern, aber dann eine solche Gelegenheit auslassen um den Gesprächsfaden aufzugreifen oder wieder anzuknüpfen. Ich sehe diese Entscheidung als einen Verrat an der Idee des NetzwerkB’s
    ____________________________________________________
    Anmerkung vom netzwerkB Team:

    Der UBSKM arbeitet dezidiert nicht mit Vertretern von Vereinen, sondern nur mit einzelnen Betroffenen.

    netzwerkB hat dieses kontinuierlich kritisiert und versucht einen Dialog darüber anzuregen, worauf nicht eingegangen wurde:

    http://netzwerkb.org/2014/11/03/betroffenenrat-ein-rohrkrepierer/

    http://netzwerkb.org/2014/10/21/aufruf-zur-bewerbung-im-betroffenenrat/

    http://netzwerkb.org/2014/10/31/betroffene-ohne-demokratische-anbindung/

    http://netzwerkb.org/2014/04/29/auser-spesen-nichts-gewesen/

    http://netzwerkb.org/2015/04/05/abhangige-mussen-althergebrachtes-abnicken/

    Da wir von netzwerkB nicht als einzelne Betroffene, sondern als Vertreter unserer Organisation aktiv sind, ist die Arbeit bei und mit dem UBSKM nicht nach unseren Statuten.

    Mit dieser strukturellen Einschränkung der Arbeit beim UBSKM, ist es für uns nicht verantwortbar, Ressourcen von netzwerkB dafür zu verwenden.

  16. Savina schreibt am :

    Der gesamte Trauma-Themenkomplex ( Trauma-Entstehung, Was ist ein Trauma ? Welche verschiedenen Formen von Traumata gibt es ? Wie wird mit Traumatisierten deutschlandweit immer noch umgegangen ? Mit welchen Tauma-Folgen müssen Betroffene lebenslang leben ? ) muss endlich in alle öffentliche Bereiche, in denen Menschen mit Menschen arbeiten, getragen werden.
    Das hier sind nun mal Tatsachen:

    https://www.youtube.com/watch?v=4SAu5RppmsE
    – Doku: Und alle haben geschwiegen ( 29 Min )

    https://www.youtube.com/watch?v=4e2QKQ02p6U ( 90 Min )
    „Schläge im Namen des Herrn“
    -Dieser Film entstand in Anlehnung an die 2006 erschienene Buchdokumentation „Schläge im Namen des Herrn – Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik“ von Peter Wensierski, der zu diesem Thema 10 Jahre lang recherchierte und über 500 Opfer dieses Massenverbrechens interviewte.Der Film thematisiert die unfassbare wirtschaftliche Ausbeutung (Zwangsarbeit für privatwirtschaftliche Unternehmen und in der Landwirtschaft 10 bis 12 Stunden täglich) und die seelische sowie körperliche schwerste Misshandlung von etwa 800.000 Kindern und Jugendlichen in 3.000 sogenannten „Erziehungsheimen“, welche ab 1945 bis in die siebziger Jahre hinein neben staatlichen Heimen (20%) hauptsächlich von der katholischen und von der evangelischen Kirche betrieben wurde. …
    Der Petitionsausschuss erkennt und bedauert laut Beschluss vom 26.11.2008 zutiefst „das erlittene Unrecht und Leid, das Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Kinder- und Erziehungsheimen in der alten Bundesrepublik in der Zeit zwischen 1945 und 1970 widerfahren ist“.
    Die Opfer waren mehrere Jahrzehnte lang aus Scham außer Stande, sich jemanden zu öffnen und von ihrem Martyrium zu erzählen – auch nicht gegenüber engsten Angehörigen.
    Die damaligen Jugendämter standen am Beginn dieser Verbrechenskette! Sie führten die jugendlichen Opfer den sadistischen Heimangestellten zu! Damals genügte dem Jugendamt ein denunziatorischer Hinweis eines Nachbarn auf einen „unsittlichen“ Lebenswandel, um junge Menschen für Jahre in die Heime verschwinden zu lassen. Opfer waren meistens die Kinder von alleinerziehenden Müttern. Extrem „unsittlich“ war es auch, wenn eine Jugendliche vor dem 21. Lebensjahr schwanger wurde. Sie verschwand dann häufig samt dem Säugling in diesen KZ-ähnlichen „Erziehungsheimen “. …“
    ————————–
    Und heute, im Jahre 2016, erfolgt nicht nur beim UBSKM
    die unterlassene tat-sächliche Hilfeleistung für Betroffene, sondern auch in Kirchen-Kreisen.:
    „…Papst Franziskus hat wie es scheint die Einführung eines
    Gebetstages angeregt der dazu dienen soll, dass „man an die
    Opfer von Missbrauch denkt“.
    In diesem Zusammenhang möchten wir Sie darauf hinweisen, dass
    „Beten“ alleine Opfer zum Suizid führen kann, wenn die
    erforderliche Hilfe ausbleibt.
    Die Wochenzeitschrift DIE ZEIT hatte am 28. April 2011 wie folgt
    darüber berichtet,
    Zitat:
    Beten statt helfen …“
    aus: http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2016/10/Vorstandsbericht_08.10.2016.pdf
    ab der vierten Seite, ein Schreiben an
    Bischof Dr. Stephan Ackermann , vom 23.09.2016
    ——————–
    Also beim UBSKM heißt das Motto

    REDEN STATT HELFEN

    Und in Kirchenkreisen geht es um

    BETEN STATT HELFEN

    Zusammenfassend ist immer wieder klar zu ersehen.: Sie verweigern tat-sächliche Hilfe und schädigen die Betroffenen dadurch erneut.
    Unterlassene Hilfe-Leistungen, und auch allein ein re-traumatisierender Umgang mit schwerst Traumatisierten, kann tödlich enden.
    Für schwerst Traumatisierte ist dieser gesamtgesellschaftliche Zustand, der in Deutschland immer nur weiter so aufrecht erhalten werden soll, nur schwer auszuhalten und mitunter unerträglich.
    Ein Suizid bringt dann eine Art „Erlösung“.

    Wieviel ist einem Menschen zumutbar ?
    Wieviel kann ein Mensch er-tragen ?

    —————-
    Allerdings, nach einem Suizid kann man sich dann selbst das Reden und/ oder Beten sparen….

  17. Savina schreibt am :

    Der letzte Satz sollte heißen.:

    Allerdings, nach einem Suizid kann man sich sogar noch das Reden und/ oder Beten sparen….

  18. Katharina schreibt am :

    Ich glaube, dass Auseinandersetzungen gut sind, statt nur Stellung zu beziehen und damit dann außen vor zu bleiben, sich ab- und auszugrenzen und nur Druck von Außen auf die Systeme auszuüben und zwar in der Erwartung, dass sich die Bedingungen so verändern, dass diese den Vereinsgrundsätzen entsprechen. Es bedarf nach meiner Ansicht Auseinandersetzung – sich auseinander setzen, um sich dann neu zusammen zu setzen. Nicht nur außerhalb der bestehenden Systeme zu agieren und zu reagieren, sondern auch mal in die Systeme zu gehen – Berührungen von Innen und Außen, um zu bewegen, um „Kräfte“ zu entfalten.

    In ein System zu gehen, um klar Position zu beziehen, anzuregen, zu hinterfragen, etc., bedeutet ja nicht, dass dadurch der Standpunkt von netzwerbB verraten wird, der Verein dadurch Teil dieser kritisch zu betrachtenden Systeme wird. Es ist durchaus möglich, ein „Fremdkörper“ in Systemen zu sein, um Neues anzustoßen.

    Es braucht Berührungspunkte…

    Vielleicht ist der Kongress politisch nicht bedeutungsvoll, aussagekräftig, wirkungsvoll genug… Ja, vielleicht,… Aber er ist ein Berührungspunkt, bei dem der Verein „anstößig“ sein kann und zwar öffentlich. Und wer weiß das schon so genau, welche Anstöße welche Bedeutungen letztlich haben…

  19. Savina schreibt am :

    http://www.gegen-missbrauch.de/news/artikel/gegen-missbrauch-richtet-brandbrief-an-die-ministerpraesidenten-wegen-des-ehs.html

    ( vom 18.10.2016 )

    Selbst wenn der Fonds noch aufgestockt werden würde, wäre den 8 Millionen Betroffenen bei dem „Tempo“ (siehe oben: 8 Min – FRAU TV-WDR-Beitrag )
    von 85 bearbeiteten Anträgen in 3,5 Jahren wohl kaum geholfen.
    Und : „…Nun sind die Gelder bald erschöpft und dem Fonds drohen bis zum Ende dieses Jahres massive Finanzierungsprobleme….“ (siehe: Brandbrief)
    Woher stammt dieses Wissen zu den Geldern, wo wurde das transparent gemacht ?

    Der Fonds ( FSM ) ist mir ein Rätsel….
    —————————–
    Mich macht das alles nur noch müder und noch erschöpfter und noch kraftloser als ich es ohnehin schon bin.
    Ich muss mit meinen Kräften haushalten, sowohl mit meinen 4 EUR am Tag für drei Mahlzeiten als auch mit meinen Kräften, die mir körperlich und seelisch noch nach dem unabänderlich Geschehenen zur Verfügung stehen.
    Es ist für mich immer wieder ein Balance-Akt auf allen Ebenen, irgendwie noch eine gewisse Stabilität bei allem zu wahren, um weiter zu leben, um irgendwann einmal wieder zurück kehren zu können ins Leben. – Das ist jedenfalls , trotz allem, auch mein Ziel….

  20. Savina schreibt am :

    Katharina,
    wenn ein Mensch, der menschlich handelt, über drei Jahrzehnte lang gegen Krupp-Stahl-Wände
    (Mauern des Schweigens, Mauern der Ignoranz, des Weg- und Zuschauens, der unterlassenen Hilfeleistung; Mauern
    der nicht mehr individuell fassbaren, intellektuellen Abstraktion ) gelaufen ist, um etwas an diesen Menschen verachtenden Zuständen zu verändern (beruflich und privat) und dann immer wieder zwischendurch am Boden liegt, erschöpft und verzweifelt, dann überlegt dieser Mensch irgendwann, ab einem bestimmten Zeitpunkt seiner Lebens-Biographie, wohin er seine ihm noch verbleibenden Kräfte und Ressourcen lenkt….

    Katharina,
    Das Teile -Und_Herrsche-Prinzip hat bei Ihnen offensichtlich gut gewirkt.
    Wobei ich Ihnen die 10 000 EUR, die Sie durch den Fonds erhalten haben, von Herzen wirklich gönne.- Und das meine ich so wie ich es schreibe.
    Schauen sie sich doch bitte einmal die hierzulande bestehenden Machtverhältnisse an.
    Setzen sie sich damit auseinander.
    Wachen sie auf.
    Dann gäbe es einen Menschen mehr, der sich mit den Betroffenen wahrhaftig solidarisiert.
    Setzen Sie sich mit all dem hierzulande produzierten Leid auseinander. Fangen Sie wahrhaftig mit dieser Auseinandersetzung an.
    (Zu diesem Leid hinführende Links dazu gibt es hier auf netzwerkb, leider, zur Genüge….)
    Ich setze mich damit schon seit über 15 Jahren sehr intensiv auseinander, zeitraubend kräftezehrend, aber ich halte es nun mal für not-wendig….

    Wenn Sie genau diese Auseinandersetzung wagen sollten, könnte es aber durchaus passieren, dass Ihnen bei einer Teilnahme am geplanten KAFFEEKRÄNZCHEN ( dem Kongress für 200 Teilnehmer; 200 von 8 Millionen ) u.a. ganz einfach übel wird.
    Oder aber:
    J, fahren Sie doch zum KAFFEEKRÄNZCHEN.
    Sie sind doch ein freier Mensch in einem freien Land….

    ———————————————————
    Ich bin in meiner Herkunfts-Familie zum Teil wie ein räudiger Hund behandelt worden. Ich war dort nur
    ZITAT: “ der Schmutz unter ihren Fingernägeln“ oder mit anderem Worten ZITAT: „ein großes Stück Scheiße“.
    (Deswegen sollte die UNTERLASSENE HILFELEISTUNG, die meine Herkunfts-Familie, über mich richtend, vor wenigen Jahren beschlossen hatte, auch zielführend zu meinem Tod führen. Niemand von denen hatte sich im Vergleich zu damals verändert…. )
    Das zusehende und wegsehende Umfeld hatte damals, in meiner Kindheit und Jugend, eine dir Täter unterstützende Sicht auf mich als Mensch, inmitten von Deutschland, dem hoch zivilisierten Land mit einer LEIT-Kultur.

    Wobei Deutsche Schäferhunde selbstverständlich eine andere Behandlung erfahren als räudige Hunde.
    Der räudige Hund aber hat gefälligst freudig mit dem Schwanz zu wedeln, wenn man ihm etwas gibt und sei es auch noch so winzig….

    Übrigens, eine Person dieser, meiner Herkunfts-Familie arbeitet heute als Therapeut und teilt Menschen knallhart in die Schubladen KRANKE und GESUNDE ein. Ich gehöre , als jemand, der von dieser Person als ein „Stück Scheiße“ bezeichnet wurde, selbstverständlich in die Schublade der Kranken….
    Sie , diese Person, steht an der „Rampe“ und entscheidet darüber wer gesund ist und wer krank. So einfach schaut es im Kopf dieser Person aus. So ist es auch für mich kein Wunder, dass sich diese Person von psychiatrischen Denk- und Erklärungsmustern sehr angezogen fühlt.

    Aus Selbstschutz habe ich selbstverständlich keinen Kontakt zu dieser therapeutisch arbeitenden Person.
    ———————————————————
    Das bereits umfangreich vorhandene Wissen
    (das Internet quillt über….) über den in Deutschland nach 1945 weiterhin von Deutschen ausgelebten Sadismus, und deren Folgen (TRAUMA…) gehört, meiner Meinung nach,in alle Bildungs- und Ausbildungs-Einrichtungen, damit Unrechts-Bewusstsein heraus gebildet werden kann und sich daraus dann die Abschaffung der, zum Täter-Schutz aufrecht erhaltenen, Verjährungsfristen menschlicherweise ergeben muss.
    Das ist, meiner Meinung nach, der vorrangigste und unbedingte Weg der Prävention.

    Bei der gegenwärtigen Situation will ich mich nicht mehr zu einem KAFFEEKRÄNZCHEN, bei dem es um den wiederholten Austausch von bereits seit Jahren bekannten Informationen geht, verabreden, um mich dem Motto „Reden statt Helfen“ unterzuordnen.
    Menschen können in unserer modernen Zeit auch durch UNTERLASSENE HLFELEISTUNG in den Tod gespart werden, da reichen mitunter schon einfach nur ganz gewisse Sanktionen.
    Der Tod stellt sich doch nicht nur dann ein, wenn man Hand anlegt, sondern auch schon, bequemerweise, durch das Unterlassen von Hilfe.

    „Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb.“- Ich weigere mich, da mit zu machen.

    Und auch muss ich auf meine Kraft-Reserven achten.
    „Wenn du zu lange in den Abgrund schaust, fällt er irgendwann in dich hinein.“
    (so oder so ähnlich, von Nietzsche)
    In diesem Sinne.:
    ICH LIEBE NUN MAL DAS LEBENDIGE LEBEN.

  21. Savina schreibt am :

    es sollte heißen:
    Ja, fahren Sie doch zum KAFFEEKRÄNZCHEN.
    Sie sind doch ein freier Mensch in einem freien Land….

  22. Thomas schreibt am :

    Liebe Katharina,

    vielen Dank, Sie haben mir aus der Seele gesprochen. Nicht immer von außen hauen, sondern sich auch mal mit dem Innen beschäftigen.

    Ich beobachte nun diese Seite nun schon viele Jahre und frage mich jetzt: Wofür steht NetzwerkB Ende des Jahres 2016, was sind seine Ziele für Betroffene, wofür will es eintreten und wie soll das geschehen ?

    Wie ist dazu auch die Meinung des Vorstands. Denn nur mit einer Internetseite kann man nichts bewirken ?
    ____________________________________________________
    Anmerkung vom netzwerkB Team:

    Unsere Positionen können Sie entnehmen unter: http://netzwerkb.org/publikationen/positionspapiere-publikationen/

    Aktivitäten von netzwerkB: http://netzwerkb.org/medien/

    Bitte beachten Sie, dass sich netzwerkB kontinuierlich für eine Aufhebung der Verjährungsfristen einsetzt und so zumindest eine Anhebung auf 30 Jahre erzielt wurde.

    Diesbezüglich wird in diesem Zusammenhang auf die Rede beim Bundesparteitag der SPD verwiesen: http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/

    Sowie auf den HUNGERSTREIK: http://netzwerkb.org/themen/hungerstreik-themen/hungerstreikende-2012/

    Wir setzen uns weiterhin für eine gänzliche Aufhebung ein, für eine Anzeige-und Meldepflicht und sind dabei an einem Akt der Versöhnung zu arbeiten, der eine Basis schaffen kann für eine nachhaltigeren Weg die Gewalt in unserer Gesellschaft einzudämmen.

  23. Savina schreibt am :

    Also, ich bin ja schon „etwas älter“….
    Und ich habe mir das System jahrzehntelang von Innen angeschaut, innerhalb des Systems gekämpft und unter dem System absolut gelitten (beruflich und privat ); und bin beinahe daran zerbrochen.
    Man hat versucht mich zu brechen.

    Wenn ich schreibe, weiß ich sehr genau wovon und worüber ich schreibe….
    Aber auch ohne Lebenserfahrung weiß es doch jeder.
    Es geht immer nur um Macht. Es geht immer nur um Geld.

    Und um die Forderungen der Betroffenen (siehe: Abschlussbericht, S. 77 ; siehe auch oben : Savina, 18.10. )
    http://dgfpi.de/tl_files/pdf/medien/2011-06-15_Abschlussbericht_UBSKM.pdfdg
    aus dem Jahre 2011 umzusetzen, braucht es einzig und allein: Geld.
    Es geht also nur noch um eine einzige! Angelegenheit:
    Die Bereitstellung der Gelder.
    Und dazu bedarf es nicht weiterer, jahrelanger Drüber-Reden- Und -Reden – Und -Reden -„Aktionen“, sondern schlicht und ergreifend das not-wendige Geld.
    Genau das Geld, welches wahnsinnigerweise hierfür ausgegeben wird.:
    https://www.youtube.com/watch?v=WSEJHnKY1O8&feature=youtu.be (6 min )
    Und deshalb ist das hier auch meine Wahrheit.:
    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ (Albert Einstein)

    Und um es noch genauer auf den Kongress zu beziehen, nehme ich mal ein Zitat von Goethe.:
    „Der Worte sind genug gewechselt, Laßt mich auch endlich Taten sehn; Indes ihr Komplimente drechselt, Kann etwas Nützliches geschehn.“ – Faust I, Vers 214 ff.

    Das System wird sich so auch noch auf weitere Jahre, Jahr um Jahr, beständig im Kreise drehen, ohne dass irgendetwas für die 8 Millionen Betroffenen tat-sächlich und dabei auch nachhaltig verändert wird.

    Wer zum Kongress möchte und kann (die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt auf 200 Personen ), soll doch hinfahren….
    —————————————————-
    Und was netzwerkb leistet, trotz äußerst/extrem geringer, finanzieller Mittel, (siehe: Vorstandsbericht ; http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2016/10/Vorstandsbericht_08.10.2016.pdf )
    ist meiner ganz persönlichen Meinung nach außerordentlich herausragend. Herausragend aus all dem was ansonsten gesamtgesellschaftlich gesehen, auf Betroffene bezogen, ersichtlich ist.

  24. Savina schreibt am :

    Ich denke, dass auch das gesamtgesellschaftliche Bewusstsein mit eine Ursache dafür ist, dass die Unterlassung von Hilfeleistungen auch in den gesamtgesellschaftlichen Bereichen, in denen Menschen mit Menschen arbeiten, dann für sehr viele „Nicht – Betroffene“ vollkommen in Ordnung ist.
    „…In unserer Gesellschaft wird Trauma und Traumatisierung grundsätzlich als individuelles Problem einer Person gehandhabt. Das hat einige Vorteile für das herrschende Gesellschaftskonzept und viele Nachteile für die Betroffenen…Wie in dysfunktionalen Familienstrukturen bekommt eine Person die Schuld, Verantwortung und Beschämung für alle anderen zugeschoben.Der Rest macht einfach weiter und tut so, als wäre alles normal….“
    Quelle:
    http://www.traumaheilung.de/warum-trauma-kein-individuelles-problem-ist/
    Und genau deshalb ist doch die Umsetzung der, schon seit Jahren vorliegenden, Forderungen so wichtig und not-wendig.:
    S. 77 , Abschlußbericht
    http://www.dgfpi.de/tl_files/pdf/medien/2011-06-15_Abschlussbericht_UBSKM.pdf
    aus dem Jahre 2011; All das ist also schon seit 5 Jahren klar. :
    „…2.3 Forderungen der Betroffenen
    Zusammenfassend appellierten die Betroffenen am Ende des Gesprächs an Politik
    und Gesellschaft, eine positive Grundhaltung gegenüber Betroffenen einzunehmen
    und folgende Forderungen in ihre Entscheidungen einzubeziehen:
    1. Ausbau und engere Vernetzung von Beratungsstellen und deren finanzielle
    Sicherstellung
    2. Besser zugängliche, längere und spezialisiertere Therapien und Einrichtung
    von Traumazentren
    3. Unabhängige Anlaufstellen auf Bundes- oder Länderebene
    4. Bessere Kontrollinstrumente in Institutionen sowie externe unabhängige
    Vertrauenspersonen
    5. Aufarbeitung von Strukturen und Mechanismen, die den systematischen
    Missbrauch in Institutionen möglich gemacht haben
    6. Aus- und Weiterbildungen zu sexuellem Missbrauch für alle Berufsgruppen,
    die mit Kindern und Jugendlichen sowie in Therapie, Medizin, in der Justiz
    oder bei der Polizei tätig sind
    7. Anerkennung des erlittenen Unrechts für die damit verbundenen lebenslänglichen
    privaten wie beruflichen Konsequenzen durch Entschädigungen

    Und um eben auch das, u.a., in die Öffentlichkeit zu bringen und in der Öffentlichkeit zu verbreiten, ist das Netzwerkb, als eine sehr gute, und immer sehr aktuelle, Möglichkeit der Vernetzung, ein enorm wichtiger Raum. Ein Raum, in dem das, was in der „Normalität der Normalen“ keine Sichtbarmachung erfährt, endlich ! ( Ich kann dadurch besser atmen….)sichtbar werden kann.
    Im ARD – und ZDF – Programm lief der WDR-Beitrag selbstverständlich nicht. Gut, dass der Beitrag dann hier einen Raum zur Sichtbarmachung erhalten hat.
    Und auch der UBSKM zeigte den Betroffenen, für die er doch angeblich tätig sein soll, diesen WDR-Beitrag nicht. Um eben weiter in der Erstarrung der Nicht-Transparenz zu verbleiben, da macht das Nicht-Sichtbar-Machen dann ja auch Sinn.

  25. hildegard schreibt am :

    Gesellschaftliche Einsichten hat der Staat herzustellen. NetzwerkB tut nichts als Erklärungen zu liefern für das WIE. Erkennbar aber fehlt der staatliche Wille die URSACHE des Übels aufzudecken und zu beenden. Und mit diesem fehlenden Willen kettet der Staat ans verkehrte Gesetz die Kräfte der Menschen, die zur Umkehr längst aus eigener Einsicht bereit gewesen WÄREN – WÄRE nur endlich durch kluge Politik die Voraussetzung dazu geschaffen worden!

    ABER Täter werden nach wie vor gesetzlich geschützt!

    Grundlagen für vorrangig 8 Millionen (unschuldig als Kinder zu Sündenböcken gemachten, missbrauchten, an Leib und Leben geschädigten!) Menschen hätte der Staat JETZT ‚eine Gesunde Autonomie zu zu gestehen‘ … !

    Denn auch dieser Kongress bringt – AUCH diesem „Herrn UBSKM“ 🙂 ! – KEINE „Neue Handlungsfreiheit“, sondern auch ihn binden als Richter im Staatsdienst die aufgrund Beamteneid die Maulschellen! Nach wie vor.
    Denn Transparenz und Augenhöhe fehlen gänzlich im System.
    Denn nie wurde dies zur Chefsache der Kanzlerin … Denn sie höchstselbst ihres Zeichens dereinst BundesFamilienMinisterin wusste als solche bereits in 1993 (ausdrücklich auch von mir) von diesen entsetzlichen Vorgängen und bekundete zu tun, was in ihren Kräften stehe …
    Nun steht SIE in der Richtlinien… und könnte … und …???

    Damals gab es den öffentlich im Bistum Aachen bekannt gewordenen Skandal um einen Pfarrer, über den Bischof Hemmerle dann plötzlich verstarb (- mir schien ihm ging der Fall sehr zu Herzen, wie er mir kurz zuvor noch versicherte).

    Kirche und Staat sind viel zu tief verstrickt, als dass es zu einem FAIRPLAY kommen könnte – darüber wird noch sehr viel mehr investigativer Journalismus nötig sein und viel Wasser den Rhein runter fließen müssen …

    Nach solchen ent-täuschenden Erfahrungen in 23 Jahren überzeugt mich einzig noch eine klare Haltung wie diese von netzwerkB und seinem gesamten Vorstand: Hier ist man ernsthaft um die not-wendige Versöhnung und um Bewegung der Sache bemüht, und zwar unbestechlich, wie ich erkenne!

    Mein Fazit aus all dem:
    Neben Macht und Geld geht es diesem Staat wie diesen Tätern, diesen Täterverbünden und diesen Täterinstitutionen allen um die Zerstörung genau der nachwachsenden Potentiale, die ihnen eines – für sie selbst nicht mehr allzu fernen – Tages intellektuell gefährlich, existentiell bedrohlich und mglw. körperlich überlegen werden würden – denn emotional haben sie nur allesamt ANGST, vor „Leben“!

    Das so genannte demokratische Staatssystem steckt zu tief im Sumpf selbst verzapften Verrats der eigenen Grundrechte fest.
    Kein Mensch wagt den richtigen Hebel (zum ersten Schritt heraus aus dem himmelschreienden Unrecht) umzulegen:
    Mit fairer „Lastenausgleichs“-Rente könnte jetzt durch die GroKo – gerade rechtzeitig noch für den ein oder anderen – wenigstens zeichenhaft ETWAS wieder-gut-gemacht werden!

    Wie stünde die Justiz dazu?
    Wer stünde einsichtig zu ihrem/zu seinem Irrtum?
    Was würde der Finanzminister dazu sagen?
    Wollten Demokraten für die mega-mäßige-Mit-Schuld zahlen?
    Sch…egal scheinen diesem Land die Betroffenen. Diese Regierung braucht immerzu neue Feigenblätter. Vorgeführt werden derweil Überlebende. Wie zum Spott wird zum netten KAFFEEKRÄNZCHEN aufspielt. BILD und TV brauchen Stoff.
    Und uns macht das einfach nur traurig.
    Aber so billig ohne ausgleichende Gerechtigkeit wird dieser Rechtsfrieden nie mehr zu haben sein! Der Graben des Rechts-BRUCHS ging bereits zu tief in die Gesellschaft …

  26. Katharina schreibt am :

    Wissen Sie, Savina, ihre Argumentationen sind schlüssig, in sich stimmig, nachvollziehbar und durch Ihre leidvollen Erfahrungen belegt. Ich kann dem nur zustimmen.

    Nur geht es mir darum zu überlegen, wie Wirkung erzielt werden kann. Ich „streite“ mich augenblicklich nicht um das Was sondern um das Wie. Wie ist es möglich, tiefgreifende und nachhaltige Veränderungen hervor zu rufen und da ist für mich persönlich nicht nur die Wirkung auf die Systeme sondern auch die Wirkung in den Systemen bedeutsam. Ich kann auch „anstößig“ in einem System ohne Verrat der eigenen Überzeugungen wirken, um Entwicklungen „anzustoßen“ und ich kann mich mit dem solidarisieren, worin der kleinste Nenner besteht und dennoch eine klaren Grundposition, die nicht homogen mit dem System ist, leben. Ich gehe der Frage nach, wie „Kraft“ entfaltet werden kann, die solch eine Stärke zu entwickeln vermag, dass der Politik nichts anderes übrig bleibt, als den Forderungen der Betroffenen nachzugehen. Ich glaube, dass auch Thomas dies auszudrücken versucht. Es ist schwer, Worte dafür zu finden…

    Mit dem „Wie“ ist auch die Wirkung verbunden und somit auch das Erzielen des „Was“. Es müssen doch auch Entwicklungsprozesse möglich sein, ohne der Vorbedingung, dass sich die Grundfesten unseres Staatssystems verändern, die sich aus der Geschichte entwickelt haben und somit nicht so einfach „umzustoßen“ sind, denn dafür bräuchte es eine sehr, sehr, sehr viel größere „Kraft“. Es sind noch zu wenige, die aufstehen und einstehen. Daher setze ich liebe an das, was ist an und solidarisiere mich – mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner, statt noch mehr zu splitten und die Kräfte zu „zerteilen“. Wenn 8 Mio sich erheben würden und weitere Mio der Gesellschaft, dann kann ich mit geballter Kraft von Außen auf ein System wirken und an den Grundfesten rütteln. Doch das ist nun mal nicht gegeben und daher die Frage „Wie“ nun und da müssen nach meines Erachtens die Möglichkeiten, die im Hier und Jetzt gegeben sind, Beachtung finden

    Wie kann gekämpft werden, so dass nachhaltige und tiefgreifende Veränderungen möglich werden, so dass es auch zu den gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten passt und für Betroffene „tragbar“ ist.

    Übrigens, auch wenn ich nahezu 10.000 Euro bewilligt bekommen habe (bisher nur bedingt ausgezahlt), sind sie bisher nicht „not“wendend gewesen, da die Hilfe zeitlich inadäquat war und daher zu destruktiven Prozessen führte. Wenn ich meine Ziele nicht erreiche, wofür dieses Geld bewilligt wurde, dann werde ich die 10.000 Euro ans Bundesfamilienministerium als „Zeichen der Ablehnung des Hilfesystems“ zurück zahlen, da die Hilfe ihren Zweck dann nicht erfüllt hat, sondern das Hilfesystem massivst versagt hat. Ich werde mich dann mit höheren Instanzen an die Bundesministerien wenden und einen offenen Kampf kämpfen. Ich gehe in die Systeme, doch wenn diese sich destruktiv in meinem Leben auswirken, dann setze ich auch konsequent Zeichen. So lasse ich meine Lebensgeschichte mit aktuellem Bezug wirken.

  27. hildegard schreibt am :

    Wie haben wir ES hier nur aushalten können?

    Treibt sich nicht immer noch mitten unter uns so manch ein Exemplar herum von der Sorte, die (ich wiederhole das, weil alle mehr oder weniger von jenem Ungeist kontaminiert wurden!!) Savina neulich aus dem Roman von Friedrich Hölderlins „Hyperion“ u.a. so zitierte:

    „So kam ich unter die Deutschen, […] Barbaren von Alters her, durch Fleiß und Wissenschaft und selbst durch Religion barbarischer geworden, tiefunfähig jedes göttlichen Gefühls, verdorben bis ins Mark […] Wahrheit ist: ich kann kein Volk mir denken, das zerrißner wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Priester, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, Jungen und gesezte Leute, aber keine Menschen …“ Zitatende.

    Wie haben wir das nur können? – in all diesen unseren ach so deutschen (Verbrecher-)Familien von Alters her …

  28. Savina schreibt am :

    Der FSM spiegelt, absolut klar,den ganz normalen, deutschlandweiten Umgang mit Betroffenen .
    Der Fonds als Teil neoliberaler Politik passt sich gut ein in das neoliberale Gesamtkonzept.:
    https://www.freitag.de/autoren/the-guardian/alle-gegen-sich-selbst?utm_content=buffer314b1&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer
    Der Neoliberalismus saugt die Lebenskräfte und den Lebensmut der Menschen systematisch auf, um sich davon, dabei selbst verherrlichend, zu ernähren. (Allein die Bürokratie frisst unendlich viel an lebendiger Lebensenergie…)
    Katharina,
    Meine Lebens-Erfahrung ist die, dass im System nichts bewirkt werden kann, weil im System alle, unbewusst oder bewusst, ihre ihnen angebotene Rolle ( beruflich und privat ) übernehmen und das System so weiter am Funktionieren halten.
    Das System ist krank, es macht die Menschen krank, es misshandelt seine Kinder und verachtet , nach wie vor, wie zu Adolfs Zeiten, das Schwache. Deswegen sind Traumatisierte dann eben ganz einfach nur „schwächliche Gestörte“. …
    Meiner Meinung nach muss dem System etwas entgegen gestellt, entgegen gesetzt werden als eine mit-menschliche Gegenkraft, die dann in einem Prozess immer größer werden wird, auch über Vernetzung. Deshalb ist für mich auch das Netzwerkb so wichtig.
    Im System selbst wird der Mensch zermahlen, weil er immer einer Mehrheit ausgesetzt ist, die nichts am Bestehenden verändern möchte, weil Veränderung auch immer Ängste nach oben spült, in der Psyche des einzelnen Menschen.
    Weil jeder Mensch doch in seinem Inneren seine eigenen, ganz persönlichen Grenzen hat und unbewusst sich auch mehr oder weniger mit Täter-Introjekten identifiziert hat.
    Das ist menschlich.
    Katharina,
    Es gibt bereits Gegenkräfte, die sich ohne Kampf dem ganzen Irrsinn entgegen stellen, die unbeirrbar, unbestechlich, ganz stur einfach neue Wege gehen. Die, die ausgetretenen Pfade nicht mehr zum wiederholten und wiederholten Male, und dann mitunter vollkommen emotions-, empathie- und leidenschaftslos ( so richtige Bürokraten z.Bsp), beschreiten wollen….
    Auch ich habe die ausgetretenen Pfade satt, ein – für allemal.
    Das ist meine Sicht, meine Meinung.
    Jedoch muss jeder seine Erfahrungen selbst machen.
    ———————————————————

    Meine Kämpfe im und mit dem System haben am Ende beinahe zum körperlichen Tod, eben auch aufgrund meiner Traumata, geführt….

    —————————————————–

    Hildegard,
    Ja, kann man sich wirklich als Mensch zu den Deutschen zugehörig fühlen, wenn man unter ihnen Grausamstes überlebt hat ? Wenn es immer wieder mit den unvorstellbar grausamen Verbrechen der NaziZeit relativiert und dadurch bagatellisiert wird ? Wenn es unter den Deutschen vollkommen normal ist, wenn Betroffenen Hilfe versagt wird ?

    Sagte doch ein deutscher Sozialarbeiter vor 1,5 Jahren tatsächlich zu mir, – als nur ein einziges Beispiel, unter sehr vielen ! -, als ich ihm vom FSM berichtete und eben dann auch davon, dass die Betroffenen im Grunde genommen gar keine Hilfe erhalten, . – mit ganz entrüsteter, mich zurecht weisender Stimme – „Ja, aber das ist doch richtig so, dass die Opfer keine Hilfe bekommen, sonst würden ja auch noch Unfall-Opfer ankommen und was haben wollen .“
    Es existiert hierzulande kein gesamtgesellschaftliches Unrechts-Bewusstsein.

    Glaubt wirklich ein noch normal menschlich denkender und noch normal menschlich empfindender Mensch, dass ich mich in Deutschland zu Hause fühle ?

    Ich persönlich nutze das Schreiben auf netzwerkb , um mich in dieser Form zu wehren, und um damit auch auszusagen.:

    DIE MIR HIERZULANDE ZUGEWIESENE UNTERWÜRFIGE OPFER-ROLLE, UM HIER EINE SÜNDENBOCK-FUNKTION ZU ERFÜLLEN; GEBE ICH HIERMIT AN DIE DEUTSCHEN, DIE DIE ES BETRIFFT, ZURÜCK.

    Da ich so auch in der Eigenverantwortung bin und bleibe und eben weiß, dass dieser FSM keinerlei Hilfe für die Betroffenen darstellt, sondern sie eher noch weiter zermürbt, sie sogar durch den retraumatisierenden Antrag eventuell in den Tod treibt, ( Bei Re-Traumatisierung kann das gesamte Körpersystem tatsächlich mit den Tod reagieren.) muss ich weiter nach anderen Lösungen suchen. Als Opfer bleibt man so immer richtig gut und unaufhörlich beschäftigt….
    Und der Tod von Opfern dürfte dem UBSKM scheißegal sein. Sparen und Täterschutz haben schließlich aller oberste Priorität in Deutschland. Der Tod ist eine Sparmaßnahme, so schaut es doch tatsächlich aus.
    ( Ein paar Krokodilstränen aber, für so ein Opfer, werden da ganz bestimmt kullern, besonders bei denen, die das ganze Thema und Problem von 8 Millionen Betroffenen auf die Abstraktionen „Kulturelle Tragödie“ und „Prekäres Kulturmoment“ komprimiert haben…)

    So bleibt mir persönlich immer nur die Selbst-Fürsorge und der Selbst-Schutz gegenüber den ganz normalen Deutschen, für die die Ausgrenzung, Isolation, Stigmatisierung, Verhöhnung und Verspottung sowie das Unterlassen von Hilfe etwas völlig Normales darstellen.

    Couch dich selbst, sonst coucht dich keiner, schließlich bist du deines Glückes Schmied….

  29. Rasch schreibt am :

    Habe auch gestern eine feine absage bekommen. Es wäre eine fachärztliche Stellungnahme sowie eine psychotherapeutische erforderlich.
    Da sich aber beides bedingt, so sagte man mir von professioneller Seite, könne keine psychotherapeutische Stellungnahme erfolgen, bevor nicht eine fachärztliche vorläge.
    Trotz mehrmaliger Aufforderung ist hier nichts geschehen, keiner lehnt sich aus dem Fenster wenn es eine Amnesie geht die am Ende garkeine Ausschlußdiagnose erfordern würde, wenn der ganze Verlauf gesichtet ist.
    Unser Fachpersonal scheint noch nciht so weit zu sein, dies auch zu Gunsten von Betroffenen umsetzen zu können.
    Die in goldenen Lettern publizierten möglichen Hilfen bis zu 10.000 Euro bleiben vielen versagt denke ich.
    Sich selber couchen ist das eine und das andere ist, Unnahbarkeit in Unantastbarkeit zu wandeln. Ein Ding der Unmöglichkeit. Dass Bewusstsein der Bevölkerung ist und bleibt blind und erwartet von Opfern Hingabe bis zur Selbstaufgabe.
    Die Blindheit und Inkonsequenz der Menschn sich auf die richtige Seite zu stellen, bringt solche Sprüche hervor(jeder ist seines Glückes Schmied, jeder trägt selber für sich die Verantwortung).
    Der sinn ist verfehlt und wir zu entnervt um denjenigen jedes mal den Kopf zu waschen, die soetwas von sich geben.
    Bleibt Euch selber treu, übt Achtsamkeit und versucht nicht zu malochen bis zum Umfallen aus grosser übertragener Existenzangst.
    Mehr weiss ich auch nicht zu sagen.
    Engel gibt es nur bedingt..

  30. Savina schreibt am :

    „Couch dich selbst, sonst coucht dich keiner, schließlich bist du deines Glückes Schmied….“ – das war, zu meinem Selbst-Schutz, wieder mein Sarkasmus.
    Es ist doch so einfach und wunderbar bequem sich „Schwarze Schafe“ zu halten, um sich sich besser zu fühlen, sich zu erhöhen und um sich mit sich selbst nicht auseinandersetzen zu müssen.
    Deshalb ist es um so wichtiger, selbst-bewusst aufzustehen, sich klar abzugrenzen und Klartext zu sprechen, überall da wo es sich anbietet, wo es in der Öffentlichkeit angebracht ist. :
    „…NICHT DIE MENSCHEN, DIE MIT DIESEN FOLGEN ( Trauma-Folgen ) ZU TUN HABEN, SIND UNNORMAL, SONDERN UNNORMAL SIND DIE VERHÄLTNISSE, IN DENEN DIESE GEWALT GESCHIEHT….“ aus: „Störungen“- Traumaverstehen, ab S. 123 – von Ariane Brenssell, Klaus Weber; Argument Verlag 2014
    „…Die Begriffe der (Sozial-)Psychiatrie ebenso wie die psychiatrische Praxis basieren auf der Konstruktion von Störungen, die im Subjekt zu finden seien. So wird die Frage nach dem Zusammenhang gesellschaftlicher Entwicklungen mit subjektiven Problemen entnannt und auf die Einzelnen als Träger von ‚Störungen‘ abgewälzt. Für den Erhalt der Psy-Professionen (Sozialarbeit, Psychologie, Psychiatrie etc.) ist dieser Vorgang berufsständisch und ökonomisch funktional….“
    https://www.amazon.de/St%C3%B6rungen-texte-kritische-psychologie-04/dp/3867548080/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1477223699&sr=8-1&keywords=St%C3%B6rungen+Weber
    Die Fassaden der „Normalen“ werden fallen müssen, wenn Betroffenen ihre ihnen zugewiesene Opfer-Rolle zurück geben, abstreifen, sich daraus befreien….
    Es ist alles ein Prozess….
    Auf ewig werden sie, all die „Helfer“, „Experten“ und „Nicht-Betroffenen“, ihre „Normalo-Fassade“ nicht aufrecht erhalten können, es bröckelt doch schon….

  31. Elfi schreibt am :

    Erlebe das Gleiche immer noch, obwohl ich vor einem Jahr von einem Teilerfolg ausging. Sie lassen sich immer Neues einfallen, um einen unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Einmal sind die Schilderungen zu detailliert, so genau könne man sich nicht erinnern obwohl ich durch Rückerinnerungen immer wieder die Erlebnisse nach der Amnesie durchlebte und dies erläuterte, jetzt sind sie zu ungenau und ich soll Ort und Datum (jetzt geht es um die Vergiftung bis 2001) genau beschreiben. Es war ja nur versuchter Mord, das wäre kein Härtefall und vor 1990. Da heißt es nur weiter kämpfen, auch wenn man den Mut verliert, doch wer aufgibt hat schon verloren. Geht nicht wo man weiß, man sagt die Wahrheit und kann es auch vor Gericht unter Eid aussagen.

  32. Esther schreibt am :

    Wir sind leider “ unangenehme, ständig jammernde, mit der Vergangenheit nicht zurechtkommende, Krankenkassen belastende Menschen“.
    Die Gesellschaft würde uns gern „wegmachen “ !
    100 Stunden reichen nicht ?
    “ Wie wichtig nehmen “ Die “ sich eigentlich ? Was ist denn eigentlich geschehen ? Übertreiben “ Die “ nicht eigentlich ? Vielleicht haben “ Sie “ es ja auch eigentlich gewollt. Heute möchten “ Sie “ mal wieder im Mittelpunkt sehen- aus welchen -Gründen auch immer…
    Mir ist übel, weil es so ist, wie es ist…
    Ich fühle mich völlig hilflos und gedemütigt. Ich bin jetzt 64 Jahre alt. Jeder Tag kann der letzte sein. Ich habe keine Kraft mehr zu kämpfen. Muß mit den Folgen der Traumata leben.

  33. Sturm schreibt am :

    Ich habe im APRIL 2015 meinen Antrag gestellt. Nach erheblichem ausgeübten Druck meinerseits auf den FSM erfolgte im JULI 2016 lediglich eine Teilbewilligung mit Teilauszahlung, verbunden mit einer NACHFRAGE bezüglich weiterer beantragter Leistungen. Diese Nachfrage habe ich im JULI 2016 zeitnah und vollständig beantwortet. In der NÄCHSTEN Sitzung solle darüber entschieden werden, hieß es. Gleichzeitig eingesandte Belege wurden zurück gesendet, mit der Begründung, sie bezögen sich auf Leistungen, die noch nicht bewilligt seien, in der nächsten Sitzung würde ein Gremium aber über die beantragten Leistungen entscheiden.
    Nun haben wir praktisch November 2016 und es ist NICHTS passiert.
    Es regnet und ich bin gerade dabei eine sehr nette Klageschrift zu formulieren. Noch im Oktober 2016 wird der Fonds verklagt, da können Sie sich GANZ sicher sein, ICH bin nämlich NICHT so letharisch wie SIE, Herr Rörig!
    Es hat keinen Sinn sich mit diesem Fonds irgendwie außergerichtlich komunikativ auseinanderzusetzen, da die Mitarbeiter der Geschäftsstelle in Berlin, die ehrenamtlichen Mitarbeiter der sogenanten eingesetzten „Clearingstellen“, die Empfehlungen aussprechen, in meuinen Augen restlos inkompetent und überfordert sind. Dies trifft insbesondere auauch auf Hern Rörig persönlich zu, der dafür organisatorisch die Verantwortung zu tragen hat. Herrn Rörig geht es nur um seine bequemen Beamtenbezüge, sich als ehemaliger Richter nicht mehr kaputt arbeiten zu müssen, und seine Herzensangelegenheit (arme mißbrauchte Kinder) zu seiner Profession gemacht zu haben, um auf Staatskosten mit A was weiß ich verbeamteten Bezügen (was er für völlig angemessen hält) ganz viel Zeit zu Hause mit seinen eigenen Kindern verbringen zu können, monatlich annähernd das beziehend, wofür der Einzelne hier 2 Jahre endlose Schriftwechsel führen muß, um es dann am Ende doch nicht zu bekommen.
    Herr Rörig, treten Sie zurück! Sie sind völlig überfordert! Sind sie auch traumatisiert? Sie MÜSSEN als Kind traumatisiert worden sein, so lethargisch wie Sie agieren! Die Bewilligungsbescheide, die Ihre „Geschäftsstelle“ erläßt, würden einem Zweitsemester Jura Verwaltungsrecht die Note 5.0 einbringen, so peinlich sind sie. Aus strategischen Gründen wird inhaltlich nicht weiter drauf eingegangen. SIE haben den gut dotierten Vitamin-B-Posten, ICH wäre für die Organisation im Gegensatz zu Ihnen geeignet – DAS unterscheidet uns beide voneinander. Shit happens – schmutziges Berliner Spiel, siehe Wowereit, Flughafen, keine Vorsprache beim Meldeamt ohne Termin in 3 Monaten (!) – Alltag im Multikulti Berlin => völlige Überforderung, aber sich permanent medial präsentieren. ich könnte an Ihrer Stelle morgens NICHT mehr in den Spiegel schauen, so viel Geld bekommend für so viel Versagen.

  34. Sturm schreibt am :

    Dem Hern Rörig, der natürlich ganz viel und ganz liebevoll mit seinen Kindern spielt, ist es natürlich auch völlig egal, ob dem Steuerzahler Gerichtskosten in Höhe von fast 1.000 EUR entstehen, nur damit das Verwaltungsgericht feststellt: „Der Fonds Sexueller Mißbrauch wird hiermit verurteilt, bis zum XXXXX eine abschließende Entscheidung des Antrags zu treffen und den Widerspruch vom XXXX zu bescheiden“. Toll Herr Rörig. Sie sind ein 1er Jurist. Mit ganz viel Vitamin B in Berlin. Und ein ganz liebevoller Vater, das meine ich ernst, ich hätte gerne so einen Vater gehabt wie Sie, nur als JURIST versagen Sie derzeit VÖLLIG.

  35. Sturm schreibt am :

    Es gibt einige wenige Fälle, um die sich Herr Rörig offenbar persönlich ganz besonders bemüht. Insbesondere Vertreter von Betroffenenverbänden, die sich in den VClearingstellen engagieren, bekommen mal eben 10.000 EUR aus dem Fonds GLATT bewiligt – OHNE Nachfrage oder Teilbewilligungsbescheide, und das, obwohl sie erklärtermaßen NICHT mehr unter den Mißbrauchsfolgen leiden, sondern sich als GEHEILT inszenieren.
    Namen werden per E-Mail genant.

  36. Sturm schreibt am :

    11-13 Monate? Stimmt Nicht. April 2015 bis Dezember 2016 => 18 Monate

  37. Sturm schreibt am :

    …. oder 24, 28, 30 Monate, Herr Rörig? Hm? Was jetzt? Brüten Sie darüber, was Sie wann antworten in – wieder 3 Monaten? Herr Rörig, wissen Sie wie viele Monate das sind anteilig von 70 mal 12 also ca. 840 bis wohlgeschätzt 1000 Monaten Lebenszeit?

  38. Sehr geehrte/r Sturm,

    Ihren Frust kann ich nachvollziehen, doch ich möchte Sie auf einen kleinen organisatorischen Fehler Ihrerseits hinweisen. Herr Rörig bzw. auch die Arbeitsstelle des UBSKM hat mit der Geschäftsstelle des Fonds (und auch derer Arbeits[verweigerungs]weise) nichts, aber auch gar nichts, zu tun. Die GF des Fond ist dem Referat 5 im BMFSFJ unterstellt. Siehe den Orgaplan (ganz rechts).
    https://www.bmfsfj.de/blob/100814/b36cfdfe72f722fc8fa0216366472eab/pdf-organigramm-data.pdf
    Auch hat es nichts mit den Clearingsstellen und deren Besetzung zu tun und schon gar nicht mit den Entscheidungen. Er sitzt lediglich im Lenkungsausschuß zusammen mit anderen.
    http://www.fonds-missbrauch.de/fonds-sexueller-missbrauch/organisation/

    Unterstützt wird dies alles durch den sogenannten „Betroffenenbeirat EHS“, nicht zu verwechseln mit dem Betroffenenrat.

    Wie gesagt, Ihren Frust kann ich mehr als nachvollziehen, den sollte man dann aber auch an der richtigen Stelle abladen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ingo Fock

  39. Sturm schreibt am :

    Vielen Dank für die Informationen, die weder der Fonds Sexueller Mißbauch in der vorsätzlich gewählten absochtlich windigen Rechtsform „Sondervermögen“ irgendo bereit stellt, noch der Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung.

    Warum werden diejenigen, die sich als ehrenamtliche in den „Clearinghstellen“ beteiligen, als „Betroffene“ aus dem Fonds einfach mal eben so mit 10.000 EUR glatt bedacht? Als „Beteiligung an meinen Gehaltskosten“? Nachzulesen in Tätigkeitsbericht von „Betroffenenverein“, der in Wahrheit eine One-Man-Show eines therapeutischen Gurus ist. ER rühmt sich gleichzeitig höchst enger Kontakte zum Mißbrauchsbeauftragten.

  40. Sturm schreibt am :

    Wer ist denn nun Geschäftsführer des Fonds, wer vertritt ihn denn nun formaljuristisch? Ein Geheimnis? Das Organigramm spricht von „Leitung“ – = Geschäftsführung?

  41. Sturm schreibt am :

    ich halte dennoch Herrn Rörig für unfassbar überbezahlt bei unfassbar wenig Arbeitsleistung. Herr Rörig, was arbeiten Sie denn den ganzen Tag? Nur am telefonieren?

  42. savina schreibt am :

    Betroffene, die mit den Trauma-Folgen gezwungernermaßen leben müssen und dadurch,immer wieder, individuell verschiedene Belastungsgrenzen , schuldlos!!! , haben, landen in nicht wenigen Fällen im ALG II – Bezug und dürfen sich dann nicht nur durch den Wahnsinn ( siehe WDR – Beitrag) eines solchen „Hilfe-Angebots“ wie diesen FSM ( Fonds Sexueller Mißbrauch) in die Irre leiten lassen, sondern werden auch noch gleichzeitig mit der Willkür der Jobcenter auch weiterhin zielführend geschwächt und mürbe gemacht.:

    http://www.swr.de/report/die-alltaegliche-hartz-iv-willkuer-report-mainz-fragt-prof/-/id=233454/did=18411622/nid=233454/1xy1btz/index.html

    http://www.swr.de/report/autorengespraech-die-alltaegliche-hartz-iv-willkuer-deutliches-indiz-fuer-willkuer/-/id=13839326/did=18412340/nid=13839326/4qok7x/index.html

    http://www.swr.de/report/weniger-gebildet-viel-sanktioniert-die-alltaegliche-hartz-iv-willkuer/-/id=233454/did=18395036/nid=233454/117k7g/index.html

    Es geht nicht mehr um die Menschen. Es geht nur noch um die WARE MENSCH.
    Dazu gehört auch, dass die „Erfinder“ der „Fonds-Bezeichnung“, immer noch nicht begriffen haben, nicht begreifen / verstehen wollen, dass der FONDS SEXUELLER MIßBRAUCH eine andere Bezeichnung haben müsste. Denn es handelt sich hier nicht um Mißbrauch, sondern um Gewalt.
    FONDS SEXUELLER GEWALT hätte es, der wahren Realität entsprechend, heißen müssen.:
    http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/01/netzwerkB_Positionspapier_Missbrauch_11.01.2011.pdf

  43. savina schreibt am :

    Ergänzung:
    http://www.gegen-hartz.de/images/anteil-regelsatz-2016.jpg
    der aktuelle, monatliche Regelsatz (2016)- ALG II: Gesamtbetrag. 404,00 EUR,
    Nahrung/alkoholfreie Getränk: 143,42 EUR
    Freizeit/ Unterhaltung / Kultur : 44,60 EUR
    Nachrichten/Übermittlung: 35,67 EUR
    Bekleidung/Schuhe : 33,94 EUR
    Wohnen/Energie/ Instandhaltung : 33,77 EUR
    Innenausstattung/ Haushaltgeräte/
    Haushaltgegenstände: 30,62 EUR
    andere Warten und Dienstleistungen : 29,57 EUR
    Verkehr: 25,45 EUR
    Gesundheitspflege : 17,37 EUR
    Hotel- und Gaststättendienstleistungen: 8,00 EUR

    BILDUNG : 1,54 EUR
    EIN EURO UND VIERUNDFÜNFZIG CENT !!!
    GESUNDHEIT / MEDIKAMENTE : FEHLT

    aus:
    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/das-sind-die-hartz-iv-regelsaetze-2016.php

    Durchschnittliche Bearbeitungszeit bei Antragsstellung eines Antrags beim
    FONDS SEXUELLER MIßBRAUCH,
    um Hilfe zu erhalen: 1,5 Jahre ( siehe: WDR-beitrag)

  44. Jutta schreibt am :

    Werte Foristen, ich fahre (gesichert) einen Tag zum Kongress MitSprache.

    Bin bereit konkrete Fragen/Kritik/Anregungen „mitzunehmen“.
    Wieviel Raum dort dafür wirklich zur Verfügung steht, ist für mich nicht ersichtlich.
    Wer mag, stelle was ein.

    Und ein Dankeschön an Euch alle für Euere schon geschriebene Beiträge!

  45. Fr. R. schreibt am :

    Hallo,
    ich habe ähnliches erlebt wie die Antragsstellerin Sabine, mir wurden sogar Therapien trotz der Tatsache dass diese von der Clearingstelle vom Fonds bewilligt wurden, bis heute schlichtweg verweigert.Auf meine schriftlichen Anschreiben habe ich nie eine Antwort erhalten und warte seit 2 Jahren auf die Kostenübernahme für spezielle Therapien.
    Weitere Anträge liegen seit 1 1/2 Jahren beim Fonds, ich habe seit über 1 Jahr gar nichts mehr davon gehört.Mein Anwalt hatte gegen diverse Ablehnungspunkte in einem älteren Bescheid geklagt aber leider die Klag verloren.
    Ich hatte die Kosten für eine Reittherapie bei Patienten mit Angststörungen beantragt, vor 1 1/2 Jahren und habe nie mehr etwas davon gehört.
    Mein Antrag für eine Waschmaschine wurde auch im Klageverfahren abgelehnt, so habe ich täglich mit der Armut zu kämpfen.
    Mir würde es sicher ähnlich wie der Antragsstellerin Sabine gehen, ich würde monatelang drauf warten bis ich wenn überhaupt einen Bescheid erhalten würde.
    Somit verzichte ich auf die Psychotherapie um mir das entwürdigende Antragsverfahren und die Retraumatisierung zu ersparen.
    Ich habe um mich selbst zu schützen die Akte mit dem Fonds geschlossen damit ich nicht am Ende völlig retraumatisiert auf der Strecke bleibe.D.h. ich will nichts mehr wissen von dem Fonds.
    Die Vorgehensweise von dem Fonds ist entwürdigend und erbärmlich zumal die Betroffenen häufig mit der Armut leben müssen.

  46. Sandra schreibt am :

    Hallo, mir geht es genau wie Sabine, konnte mich sofort in sie hineinversetzen!
    Auch ich habe meine Probleme mit dem Fonds. Erst habe ich fast 2 Jahre gebraucht, um den Antrag auszufüllen, da mich die Fragen so sehr belastet haben. Letztes Jahr habe ich ihn dann endlich abgeschickt. Angeblich ist er erst 3 Wochen später angekommen, und wurde immer noch nicht bearbeitet. In der Zwischenzeit habe ich vier Nachfragen per Post geschickt und einmal einen neuen Antrag gestellt, da sich meine Situation geändert hat. Keine Antwort erhalten. Zu den telefonischen Sprechzeiten geht niemand ans Telefon. Nun muss ich den Leuten dringend meine neue Adresse mitteilen, da ich bald umziehe, aber weiß nicht, wie? Einschreiben kann ich mir nicht leisten, da ich zu krank zum arbeiten bin und von keiner Behörde Geld erhalte. Und da die sich weigern, auf „normale“ Briefe zu reagieren oder ans Telefon zu gehen, weiß ich nicht, was ich tun soll.

  47. Fr. R. schreibt am :

    Hallo Sandra,

    das was du so erlebst ist typisch für den Fonds.Ich befürchte du mußt dich leider in Geduld üben.

    Ich hoffe die anderen hier nehmen es mir nicht übel wenn ich sage dass ich inzwischen auf den Fonds pfeife, der kann mich mal kreuzweise.
    Ich bin zwar bitterarm aber versuche ohne den entwürdigenden Fonds durchzukommen.Dann habe ich wenigstens die Ruhe die ich brauche.Der Fonds hat sicher meine Akte längst zugemacht.Ich war es satt endlose Schreiben an den Fonds verfassen zu müssen, permanent wurden neue Argumente angefordert.Und es wurden teilweise Leistungen bewilligt die ich bis heute nicht nutzen kann weil keine Gelder dafür angewiesen werden.Mir ist das jetzt wurscht, ich bleibe trotzdem selbstbewußt.ICh wünsche allen Betroffenen hier dass sie sich nicht unterkriegen lassen und ihre Anträge bewilligt werden.

  48. elfi schreibt am :

    Habe nun mehrmals versucht, etwas über den Kongress zu erfahren, aber außer einen kleinen Bericht, dass viele ausländische Organisationen teilnahmen, konnte ich nichts lesen.

  49. savina schreibt am :

    elfi;
    Was kann denn in 1,5 Tagen (18.11. ab 14.00 Uhr und am 19.11. ab 10.00 Uhr) bewirkt werden ?
    siehe:
    http://www.dgfpi.de/tl_files/pdf/Fachtagungen%202016/2016-11-18_Flyer_MitSprache_Kongress_Betroffenenrat_UBSKM.pdf

    Bisher gibt es wohl dazu nur äußerst kurze Äußerungen, so wie diese .:
    „Der Betroffenenrat beim Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs veranstaltete am 18. und 19. November 2016 in Berlin den Kongress MitSprache.

    MitSprache war ein Kongress von Betroffenen für Betroffene von sexualisierter Gewalt und Unterstützer_innen.

    Es wurden Räume zum direkten Austausch mit allen Teilnehmer_innen eröffnet, in denen Betroffene diskutiert, Wissen ausgetauscht und sich vernetzet haben. Zudem wurden viele künstlerische Arbeiten ausgestellt. Schutz, Hilfen, Aufarbeitung und rechtliche Fragen bei sexualisierter Gewalt waren wichtige Schwerpunkte.

    Der Kongress MitSprache war die erste öffentliche Veranstaltung des Betroffenenrates. MitSprache fand zeitgleich zum zweiten „Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ (18. November) statt.

    Der Betroffenenrat
    Fachgremium beim Unabhängigen Beauftragten
    für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“
    siehe:
    https://beauftragter-missbrauch.de/betroffenenrat/kongress-mitsprache/
    ———————————————
    „…MitSprache fand zeitgleich zum zweiten „Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ (18. November) statt.“

    Ich denke es ging wohl hauptsächlich um die Verbindung zu diesen „Zweiten Europäischen Tag zum Schutz von Kindern…“
    siehe:
    http://www.coe.int/de/web/portal/news-2016/-/asset_publisher/StEVosr24HJ2/content/end-child-sex-abuse-day-secretary-general-urges-more-assistance-to-victims?inheritRedirect=false&redirect=http%3A%2F%2Fwww.coe.int%2Fde%2Fweb%2Fportal%2Fnews-2016%3Fp_p_id%3D101_INSTANCE_StEVosr24HJ2%26p_p_lifecycle%3D0%26p_p_state%3Dnormal%26p_p_mode%3Dview%26p_p_col_id%3Dcolumn-4%26p_p_col_count%3D1
    „…Als Beitrag zur Verhütung dieser Verbrechen sowie zur strafrechtlichen Verfolgung der Täter und zum Schutz der Opfer hat der Europarat 2015 den Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch ins Leben gerufen, der am 18. November begangen wird….Sicherzustellen, dass die Opfer Unterstützung erhalten….
    Menschenrechtskommissar Nils Muižnieks forderte einen besseren Zugang zur Justiz für Kinder: „Sexueller Missbrauch ist oft unsichtbar, weil er nicht gemeldet wird, weil es an einer regelmäßigen und unabhängigen Überwachung der Situation von Kindern in Einrichtungen und einem wirksamen Beschwerdemechanismus mangelt“, erklärte er.

    Der Präsident des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, Guido Raimondi, erinnerte an die umfassende Erfahrung des Gerichtshofs in diesem Bereich: „Der Schutz von Kindern vor Misshandlungen zählt zu den grundlegenden Verpflichtungen eines Staates, insbesondere im Hinblick auf den primären Bildungsbereich“, sagte er….“
    Wieder wird deutlich.:
    Es geht um
    MENSCHENRECHTSVERLETZUNGEN!
    Und
    ES MUSS ENDLICH ETWAS GETAN WERDEN!
    (siehe: Abschlussbericht aus dem Jahre 2011, S. 77, Forderungen der Betroffenen
    http://www.dgfpi.de/tl_files/pdf/medien/2011-06-15_Abschlussbericht_UBSKM.pdf)

  50. savina schreibt am :

    https://beauftragter-missbrauch.de/der-beauftragte/beirat/ :
    „…Arbeit in sechs Konzeptgruppen

    Die Arbeit des Beirats erfolgt neben etwa jährlich stattfindenden gemeinsamen Sitzungen vorwiegend in sechs themenbezogenen Konzeptgruppen, die zu folgenden Schwerpunkten gebildet wurden und die jeweils von Sprecherinnen und Sprechern geleitet werden:

    1. Konzeptgruppe: Forschung
    2. Konzeptgruppe: Schutzentwicklung und Kompetenzaufbau
    3. Konzeptgruppe: OEG/Soziales Entschädigungsrecht
    4. Konzeptgruppe: Kinder in gerichtlichen und behördlichen Verfahren
    5. Konzeptgruppe: Internet
    6. Konzeptgruppe: Unabhängige Aufarbeitung

    In den Konzeptgruppen werden Fragestellungen, Empfehlungen und Forderungen für die einzelnen Themenfelder identifiziert und diskutiert. …“
    ————————————————–

    Es finden Sitzungen statt, es wird diskutiert….
    „… 3. Konzeptgruppe: OEG/Soziales Entschädigungsrecht…“

    – Die Nicht-Arbeitsweise des sogenannten „Fonds sexueller Missbrauch“ zeigt doch sehr deutlich
    was hier tat!-sächlich inszeniert wird.:
    Eine Opfer verhöhnende, Menschen verachtende
    Vor-Täuschung von Hilfe, die von der Realität, in der sich Betroffene irgendwie und immer wieder enorm Kräfte zehrend, zurecht finden müssen!!, einfach immer nur wieder ablenken soll.

  51. savina schreibt am :

    Sprecher der sechs Konzeptgruppen:

    1.) Konzeptgruppe Forschung
    Prof. Dr. Barbara Kavemann, Prof. Dr. Jörg M. Fegert
    2.) Konzeptgruppe Schutzentwicklung und Kompetenzaufbau
    Prof. Dr. Mechthild Wolff, Gudrun Wolters-Vogeler,
    3.) Konzeptgruppe OEG/Soziales Entschädigungsrecht
    Dr. Gudrun Doering-Striening, Ingo Fock
    4.) Konzeptgruppe Kinder in gerichtlichen und behördlichen Verfahren
    Claudia Burgsmüller, Prof. Dr. Ludwig Salgo
    5.) Konzeptgruppe Internet
    Julia von Weiler
    6.) Konzeptgruppe Unabhängige Aufarbeitung
    Prof. Dr. Sabine Andresen, Matthias Katsch
    aus: https://beauftragter-missbrauch.de/der-beauftragte/beirat/#SprecherdersechsKonzeptgruppen

    – „Sprecher der sechs Konzeptgruppen“ – Der Schwerpunkt muss angeklickt werden.
    ———————————————
    „… 3.) Konzeptgruppe OEG/Soziales Entschädigungsrecht
    Dr. Gudrun Doering-Striening, Ingo Fock…“

    Ich persönlich habe die Erwartung, dass von denjenigen, die da Einblick haben , Informationen über die Arbeitsweise dieser Konzeptgruppe öffentlich transparent gemacht werden und auch eine Auskunft darüber was sie persönlich darüber denken.

    Schließlich gibt 8 Millionen Betroffene
    http://www.uniklinik-ulm.de/service/presse/presseinformationen/archiv/pressemeldung/article/12107/traumafolgen.html
    in diesem Land, allein hier in Deutschland, die ein menschliches Recht auf Anerkennung und tat!-sächliche Hilfe haben, aber nicht erst in , sagen wir mal, 20 Jahren, nach weiteren Endlos-Diskussionen und weiteren (Aus-)- Sitzungen,
    sondern JETZT, im Heute.
    ——————————–
    Zumindest wird ja schon mal folgendes, erneut zum wiederholten Male, erkannt.:
    https://beauftragter-missbrauch.de/betroffenenrat/aktuelles/detail/news/forderungen-des-betroffenenrates-zur-verbesserung-der-psychotherapeutischen-versorgung-von-durch-se-1/

    https://beauftragter-missbrauch.de/betroffenenrat/aktuelles/detail/news/arbeitsgruppe-psychotherapie/

    https://beauftragter-missbrauch.de/betroffenenrat/aktuelles/detail/news/stellungnahme-des-betroffenenrats-zum-neuen-rahmenvertrag-zwischen-hebammen-und-gesetzlichen-kranken/

  52. elfi schreibt am :

    Für mich sehr dürftig, denke nicht, das Betroffene groß zu Wort gekommen sind, war mal kurz auf der FB-Seite vom Betroffenenrat.

  53. Jutta schreibt am :

    Werte Foristen,

    ich war ein Tag zum Betroffenenkongress.
    Die Arbeit der einzelnen Gruppen wurde dokumentiert.
    Das öffentlich machen erfordert Zeit, alle Mitglieder des Betroffenheitbeirates arbeiten ehrenamtlich.Liebe Elvi, liebe Savina, die Materie ist so komplex; wenn es möglich ist über Netzwerkb (oder einer anderen geschützten technischen Möglichkeit?!) Telefonnummern auszutauschen, bin ich sehr gerne bereit zu berichten. Missverständnisse scheinen mir so eher ausräumbar.Liebes Netzwerkb -gibt es da eine Möglichkeit? Wohne in Sachsen, da gibt es wohl keine „Untergruppe“ von Netzwerkb. Danke.
    ______________________________________
    Anmerkung vom netzwerkB Team:

    Kontaktanfragen geben wir gern weiter, in dem wir Ihre Daten an die betreffende Person weiterleiten mit der Bitte, sich mit Ihnen in Verbindung zu setzen.

  54. elfi schreibt am :

    liebe Jutta, danke, aber kleine Eindrücke gab es auf der FB-Seite vom Kongress. Ansonsten bekomme sicher nicht nur ich, viele e-mails vom Büro UBSKM. Wenn Du hier Deine persönlichen Eindrücke schilderst, oder hast Du eine FB-Seite, mich erreicht man unter Elfi Emylia Haase (Autorin). Sowohl positive wie negative Erfahrungen öffentlich in einer konstruktiven Diskussion helfen uns doch allen.

  55. savina schreibt am :

    Das hier, ein weiterer TAZ-Artikel, fand ich ebenfalls heute und ich konnte darin nur eine komplett falsche Berichterstattung erkennen.:

    „…Kerstin Claus wird man unter anderem bei einem Workshop antreffen, der sich mit Entschädigungen von Opfern befasst. Seit Mai 2013 gibt es einen Hilfsfonds für Missbrauchsopfer in der Familie. Er bezahlt Krankengymnastik, Kuren, Psycho- und andere Therapien, falls die Krankenkasse nicht einspringt. Jetzt geht ihm das Geld aus. „Es kann nicht sein, dass Opfer nicht entschädigt werden, weil kein Geld mehr da ist“, sagt sie.“ (aus:
    https://taz.de/Konferenz-zu-Kindesmissbrauch/!5355647/ vom 18.11.2016 )
    Das stimmt ja wohl nicht. Es sind doch bisher nur 85 Anträge im Sinne der Antragsteller/innen, innerhalb von 3,5 Jahren, bearbeitet worden, so dass diese 85 Betroffenen dann Unterstützung erhalten haben. Und von den 53 Millionen Euro, die sich im Fonds (FSM ) anfangs befanden , sind dann im Zeitraum von Mai 2013 bis Dezember 2014 nur rund 4 Millionen EUR an die Betroffenen geflossen. Nur diese eine Transparenz gibt es bisher. (siehe : savina 18.10.2016 weiter oben zu diesem Thema „Albtraum für…“/
    „…Der Zwischenbericht hat also ergeben, dass im Zeitraum von Mai 2013 bis Dezember 2014 von den im Fonds befindlichen 58,640 Millionen EUR, und den davon direkt für die Betroffenen angedachten 52,766 Millionen EUR, dann 4.194.498,21 EUR für die Betroffenen eingesetzt worden sind….“ )
    Also:
    Wo ist das restliche Geld ,
    wo sind die 49 Millionen EUR ?????
    Das ist doch die Frage !!!
    Und:
    Warum arbeitet der Fonds (FSM ) nicht ?
    ———————————————–
    Diese Informationen, die für mich einer komplett falschen Berichterstattung entsprechen, erschienen kurz vor dem 1,5 -tägigen Kongress http://www.dgfpi.de/tl_files/pdf/Fachtagungen%202016/2016-11-18_Flyer_MitSprache_Kongress_Betroffenenrat_UBSKM.pdf
    In diesen nur 1,5 Tagen ging es um: „…Am Freitag und Samstag treffen sich in Berlin rund 200 Missbrauchsopfer aus Deutschland, den USA, Polen, Großbritannien, Spanien, Nicaragua zu Vorträgen, Workshops, Gesprächsrunden….“ (aus dem oben bereits angegebenen link https://taz.de/Konferenz-zu-Kindesmissbrauch )/!5355647/
    ————————————-

    Falsche Informationen für die Öffentlichkeit und ein Kongress der 200 Opfern aus aller Welt einmalig ! an nur 1,5 ! Tagen eine Stimme gibt.
    – Wem nützt das ?

  56. Katharina schreibt am :

    Im Mai veröffentlichte ich den Kommentar vom UBSKM bzgl. der Fonds-Mittel:
    „…Wir haben so gerechnet, dass – auch mit Ihrem Antrag – soviele Mittel bereits gebunden sind (also demnächst und über die kommenden Jahre ausgezahlt werden müssen), dass nur noch circa 1000 Betroffene einen ersten Antrag stellen können. Aber das Ergebnis wird nicht sein, dass es danach nichts mehr gibt, es wird neue Mittel geben und dafür haben die Medien jetzt Alarm geschlagen, damit eben nicht passiert, dass neue Anträge nicht mehr erfüllt werden können. Sie können auch andere Betroffene beruhigen. Sie können weiterhin Anträge stellen. Die Mittel werden kommen!“
    Das heißt, die Millionen wurden mit allen Anträgen, die eingereicht wurden, verrechnet, d.h. mit allen bearbeiteten und noch nicht bearbeiteten Anträgen…dann ist nichts mehr übrig… Daher bedarf es der Aufstockung – notfalls durch das Bundesfamilienministerium selbst.

  57. Savina,
    relativ aktuelle Zahlen (Stand 31.03.2016) findet man in der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken.
    „…1 659 Anträge wurden erstmals be-
    schieden (Stand: 31. März 2016). 89 Prozent (1 477) der Anträge wurden in Teilen
    oder in vollem Umfang positiv beschieden und 11 Prozent (182) negativ. …“
    Quelle: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/087/1808713.pdf
    Ingo Fock

  58. eliana schreibt am :

    Danke Savina, für den Link zu diesem beschämenden Abschlussbericht des Ministeriums für Arbeit und Soziales vom November 2016 über die Weiterzahlung von Opferrenten für Nazitäter. Ein Schlag ins Gesicht für alle wirklichen NS-Opfer. Ich hatte davon noch nichts gehört. „Im Zuge der Umsetzung der neuen Vorschrift hat das Simon Wiesenthal Center über 70.000 Namen ermittelt, bei denen eine Entziehung der Kriegsopferrente in Betracht kam. Bis heute wurden aber nur 99 Kriegsopferrenten entzogen.“

  59. savina schreibt am :

    Katharina, Ingo Fock;
    Danke für die aufklärenden Informationen, die nun Transparenz entstehen lassen.
    Klarheit befreit.
    Unklarheiten fühlen sich für mich immer an wie ein „in Sümpfen voller Nebel herum waten“.

    Ich bin lieber in der Sonne, am Meer….

  60. savina schreibt am :

    Es bleibt die Frage.:
    Wieso fließt das Geld, diese „bereits gebundenen Mittel“ (siehe oben: Katharina, 08.12.) nicht zu den Betroffenen, die den Antrag gestellt haben ?
    Das Geld ist doch dann also angeblich da.
    Es muss doch nur weiter geleitet werden.

    Wie kann man sich, als außen stehende Person, die Arbeitsweise, die Vorgehensweise dieses Fonds (FSM) vorstellen ?
    ….
    Und mit solchen Unklarheiten werden Neben-Baustellen erschaffen, mit denen dann alle daran Beteiligten gut beschäftigt sind und trotzdem
    passiert für die Betroffenen so gut wie nichts.

  61. Katharina schreibt am :

    Savina: Viele Anträge wurden doch noch nicht bearbeitet, demnach ist ja nicht sicher, ob die Antragsteller die Beträge tatsächlich ausgezahlt bekommen. Trotzdem wurden die Gelder in der Rechnung erstmal „gebunden“, um zu schauen, wie weit man mit den vorhandenen Millionen kommt. Das Geld ist da, zumindest für bereits gestellte Anträge, aber viele Anträge sind noch nicht bearbeitet. Derzeit klettert die Bearbeitungszeit auf ca. 2 Jahre, dem aber nun aktiv entgegen gewirkt wird, damit dies nicht zur bitteren Realität wird.

    Der Betroffenenbeirat beim Lenkungsausschuss des FSM hat ein Workshop am 19.11. (MitSprache Kongress) angeboten, der Informationen offenlegte – auch Antworten zu den Missständen gab. Sie haben eine Email-Adresse herausgegeben, so dass man sich die PowerPoint zum FSM, also den aktuellen Fakten, zuschicken lassen kann. Ich habe sie mir leider nicht notiert, aber Ingo kann sie sicher heraus finden.

  62. savina schreibt am :

    Katharina;
    Ich werde mich hier, da in Deutschland der Täterschutz groß geschrieben wird, um mich selbst zu schützen, mich nirgendwohin mit Namen und Adresse begeben.
    Ich bin in diesem Deutschland mehrfach in Situationen gewesen, in denen es um Leben oder Tod ging.
    Ich schwebte mehrfach!!!! in Lebensgefahr.
    Der gefährlichste Ort auf dieser Erde war für mich mein deutsches Elternhaus, ein kleines Fleckchen Erde inmitten einer Hochzivilisation mit einer Leitkultur. Es war für mich ein lebensgefährlicher Ort.
    Ich wurde dort mehrfach – auf mehreren Ebenen – entwürdigt und oberste Priorität des Umgangs mit mir als Kind und Jugendliche war: mich zu brechen….
    Es sahen immer alle weg und zu. …

    Ich verachte all die , die mir das antaten und mich bis heute wie ein Stück Schmutz behandeln….

    Und dieser Fonds (FSM) , konkret seine Nicht-Arbeitsweise,
    setzt die Verhöhnung und Verachtung von Menschen, denen Grausamstes angetan wurde, bei gleichzeitigem Täterschutz, fort.

    Da sich der Betroffenenbeirat beim Lenkungsausschuss des FSM doch für Betroffene einsetzt , kann er das doch öffentlich sichtbar, und frei für jedermann!, zugänglich machen.
    Z.Bsp hier auf netzwekb – Das wäre z.B. eine gute Plattform. Oder auch auf Gegen-Mißbrauch.de, oder…

    Meine alltägliche Tagesaufgabe, jeden Tag !!! aufs neue, in diesem Land ist folgende.:
    Mich schützen, mich schützen, mich schützen,
    vor diesen Menschen hier….

  63. savina schreibt am :

    Ergänzung,
    Solange ich schwieg und nicht – ge- und erzwungenermaßen ! – über das Erlittene sprach, hat mir nie auch nur irgendjemand meine „Störung“ angemerkt. Meine beruflichen Entscheidungen, meine Art und Weise mit Menschen im Kontakt zu sein, ließen nie darauf schließen, dass ich „gestört“ bin. Aber immer dann – fast! immer, es gab einige wenige Ausnahmen, Gott sei Dank -, wenn ich mein Schweigen brach und andere über das in meiner Biographie Geschehene informierte, wurde ich stigmatisiert und dementsprechende in, mich als Menschen ausgrenzende, Schubladen ein geordnet, um mich regelrecht weg!! zu ordnen.

    Erst vor kurzem sagte mir jemand, der im sozialen Bereich arbeitet, als er von mir erfuhr, welche Diagnose (PTBS) mir gegeben wurde, dass ich dann ,seiner Meinung nach, in eine Behindertenwerkstatt für Psychisch Kranke gehören würde. Ene andere „Helferin“ bot mir , auch vor ca 1 Jahr, den folgenden Rat-Schlag an.: Psychopharmaka und Betreutes Wohnen.
    Oder: Wenn ich immer noch leide, dann bin ich selbst daran schuld!!!, weil ich mir einfach nur nicht genug positive Gedanken machen würde.
    Oder, oder…

    So sieht es, u.a., aus in der „Helfer-Landschaft“….
    Solche Rat-SCHLÄGE sind grenzüberschreitend und übergriffig, meiner Meinung nach., aber leider trauriger Alltag für Betroffene.
    Und ich stehe mit dieser Erfahrung nicht allein da.

    Also schweige ich normalerweise, wenn ich ungeschützt bin.
    Solche Rat-SCHLÄGE benötige ich nämlich zu all meinen bisherigen Erfahrungen nicht auch noch zusätzlich obendrauf.

    Mich, durch ein „Nicht-Outing“, immer wieder zu schützen , ist in diesem Zusammenhang gesehen, ein Teil meiner ganz bewussten, inner-psychischen Stabilisierungsarbeit.
    Wenn uns schon ansonsten stets und ständig nicht geholfen wurde und wird (siehe diese „Albtraum-Fonds“ -FSM-), dann sei uns bitte wenigstens der Selbst-Schutz noch gegönnt.

  64. Katharina schreibt am :

    Wie Jutta bereits geschrieben hat, es wird Vieles, was in den Workshops erarbeitet bzw. offenbar wurde, veröffentlicht, aber nicht mehr in diesem Jahr. Denn es sind Ehrenamtliche, die sich da engagieren… Wann und wie sie es tun, muss ihnen überlassen sein. Ich habe nun mit vielen in den vergangenen Wochen persönlich gesprochen: Bischof Ackermann, Christine Bergmann, Barbara Kavemann, Brigitte Tilmann, Mitarbeiterstab des Missbrauchsbeauftragten, Presse, etc. Ich habe geredet aber auch zugehört und nicht alles ist so, wie ich glaubte… Ich habe mich für eine „Zusammenarbeit“ entschieden.

  65. eliana schreibt am :

    Katharina informiert:
    „Das Geld ist da, zumindest für bereits gestellte Anträge, aber viele Anträge sind noch nicht bearbeitet. Derzeit klettert die Bearbeitungszeit auf ca. 2 Jahre, dem aber nun aktiv entgegen gewirkt wird …“
    Das Geld ist also nur hypothetisch da („verrechnet“). De facto wird es in der Masse nicht ausgezahlt, da Anträge 2 Jahre „geschoben“ werden, bevor sie entschieden werden. Habe ich das richtig verstanden? Das ist doch ein Skandal sondergleichen. Genau das, was hier immer wieder berichtet und beklagt wird.
    Was ist denn nun geplant, um dem „aktiv entgegen zu wirken?“
    Bitte an Katharina um eine knappe, transparente Antwort. Für jede/n hier öffentlich einsehbar und nachprüfbar. Danke im voraus!

  66. Katharina schreibt am :

    Die Anträge werden nicht geschoben, sondern liegen unbearbeitet auf einem Stapel aufgrund personeller Engpässe. Es liegt nicht an den Clearingstellen!!!, sondern wenn ich es richtig verstanden habe, an der Anonymisierung, die sehr zeitaufwendig ist und aufgrund des Schutzes der Persönlichkeitsrechte auch leider nicht einfach von irgendwen vorgenommen werden kann. Die Voraussetzung, dass das Geld ausgezahlt wird, ist ja eine Bearbeitung der Anträge und die Bearbeitung der Anträge setzt eine Anonymisierung voraus, denn dann werden sie ja erst den Clearingstellen zugeordnet und vorgelegt. Neben personeller Aufstockung gibt es weitere Ansätze zur Vereinfachung und Beschleunigung des Verfahrens. Der ganze Fonds war in seinem Ursprungsgedanken ganz anders gedacht und geplant, nämlich so wie wir ihn uns gewünscht hatten…

  67. savina schreibt am :

    Katharina;
    Es liegt „…,an der Anonymisierung, die sehr zeitaufwendig ist und aufgrund des Schutzes der Persönlichkeitsrechte auch leider nicht einfach von irgendwen vorgenommen werden kann….“
    – Das glauben Sie ?

    ——————–
    Da fndet ja ein regelrechtes ( zwischenzeitliches, auf unbestimmte Zeit ?) OUTSOURCING der gestellten Anträge statt.
    Das ist doch schon makaber.
    Was für Leute haben sich diesen Fonds ( FSM )/ die Arbeitsweise dieses Fonds ausgedacht ?

  68. Katharina schreibt am :

    Savina, ich war da und hatte die Möglichkeit mir von zwei Betroffenen aus dem Betroffenenbeirat 1,5 Stunden lang den Fonds erklären zu lassen, später habe ich dann noch 30min mit ihnen diskutiert, danach noch mit dem Mitarbeiterstab des Missbrauchsbeauftragten. Ja, ich glaube dem, was mir gesagt wird. Es war natürlich viel detaillierter und komplexer, z.B. warum es personelle Engpässe gibt, warum es so schwierig ist aufzustocken, etc. und die Anonymisierung ist ein bedeutender ursächlicher Faktor, natürlich ist die Problematik viel umfassender. Ich sehe keinen Grund, warum Betroffene Betroffene anlügen sollten. Es war eine knappe Antwort gewünscht und das war sie. Ich empfand die Atmosphäre auf dem Kongress als sehr offen, wertschätzend und ehrlich!!! Nicht der Fonds sondern das, was aus dem Fonds gemacht wurde, ist problematisch. Wie erwähnt, er war grundlegend anders konzipiert, wurde aber von einem Tag zum anderen völlig umgekrempelt, das Resultat sehen wir nun… und die das getan haben, die gilt es anzuprangern und es gibt Gründe, warum sich der Fonds derart „langsam“ verändert… Aber aufgrund des Misstrauens hier, möchte ich auch nicht weiter erklärend sein, da es mich belastet und Bitterkeit und Misstrauen mich persönlich nicht weiter bringt, da negative Emotionen Kraft verschlingen, die ich konstruktiver investieren möchte. Ich habe viel verloren – ganz besonders durch den Fonds. Aber eben weil ich viel verloren habe, möchte ich nicht verhärten, sondern in der Auseinandersetzung bleiben und nicht meine eigenen durch persönliche Erfahrungen geprägten Hypothesen entwickeln fernab von Tatsachen und ohne Blick auf die Metaebene. Es sei dir überlassen, zu glauben oder nicht zu glauben. Ich habe mich entschieden: mich zu solidarisieren, zusammenzuarbeiten, Gutes anzunehmen, Betoffenen zu vertrauen.

  69. savina schreibt am :

    Katharina;
    Wenn ich dem Fonds, so wie er nunmal „arbeitet“, nicht, aber auch in keinster Weise, vertraue und mich nicht in eine 1,5 -jährige Warteschlange wegen einer ehemals versprochenen „schnellen, unbürokratischen Hilfe“ einreihen möchte, wenn ich mich in voller Eigenverantwortung, in gesunder Autonomie, nicht retraumatisieren lassen möchte durch das Ausfüllen eines re-traumatisierenden, 13-seitigen Antrags, wenn ich meine „Geschichten“ per Antrag nicht einfach an ein „outgesourctes Nirgendwo“ liefern möchte, dann ist dies alles eine ganz klare Absage an ein makabre Angebot mit der Bezeichnung FSM/ „Fonds Sexueller Mißbrauch“.
    Und weil auch ich gern Gutes annehme und nur sehr ungern verhärte, schütze ich mich ganz einfach vor so einem Fonds.

    Diesen Fonds , so wie er ist, nicht akzeptieren zu können ( aus für Betroffene durchaus nachvollziehbaren Gründen ) bedeutet doch nicht gleichzeitig, sich dadurch gegen andere Betroffene zu stellen.
    – Katharina, ich möchte Sie darum bitten, dies in dieser Klarheit, auf mich bezogen, zur Kenntnis zu nehmen.

  70. hildegard schreibt am :

    „Anträge … liegen unbearbeitet auf einem Stapel aufgrund personeller Engpässe“. Menschenrechte!
    Personal-Einsparungen, wie wir sie auch von Schulen, Polizeien und Gerichten kennen! Politisch gewollter Umgang mit dem GG.

    Wollen Politikerinnen und Politiker wirklich länger auf den gestapelten Albträumen von vermutlich mehr als 8 MIO Menschen hocken bleiben bis der „Stapel“ kippt? … mitsamt der Politik? … obwohl oder weil es um Menschenrecht und Menschenwürde ging und geht ART.1, GG?

    Schiefe Türme gefährden Leben.

  71. Hubert schreibt am :

    Ein Berufsstand, welcher von den Problemen anderer lebt, wird kaum die Probleme beseitigen wollen – entzöge er sich doch sonst seine Existenzgrundlage.
    Nein, er wird neue Probleme schaffen und diesen Problemberg möglichst lange vor sich herschieben.
    Warum also schnelle einfache Lösungen finden und anwenden?
    Somit dauert es eben seine Zeit – nur Geduld, das wird schon.

  72. Fr. R. schreibt am :

    Heute erhielt ich einen Ablehnungsbescheid vom Fonds, wo es hieß, die Reittherapie würde die Folgen meiner Traumata verschlimmern, ich bin vor Wut und Enttäuschung geplatzt.
    Alles wurde wieder abgelehnt und ich sollte noch seitenweise Argumentationen nachreichen.Wofür? Soll ich mich wieder quälen damit?
    Ich habe dem Fonds alle Bescheide zurückgeschickt mit den entsprechenden Kommentaren von mir.Und mit dem Kommentar dass ich vom Fonds nichts mehr wissen und hören möchte.Es ist ein Skandal für die BRD und für die Betroffenen.Mir sind gerade vor Wut die Tränen gekommen.Mir wurden auch Belege wieder zurückgeschickt bzw. Kostenvoranschläge, aber gleichzeitig neue Kostenvoranschläge gefordert.Ich bereue den Tag an dem ich den Antrag gestellt hatte und mich damit gequält hatte.Der Fonds löst bei mir eine entsetzliche Retraumatisierung aus und die Betroffenen werden wiederum gedemütigt und zu Bittstellerinnen degradiert.Es ist noch schlimmer als bei den Anträgen für Sozialleistungen wo man die Hosen runterlassen muss,d.h. alles offenbaren.Der Fonds ist das Beschämenste was ich je erlebt habe und mein Anwalt war selbst entsetzt darüber was die Clearingstelle mir geschrieben hatte.Es tat ihm auch von Herzen leid.So bekomme ich weder meine Osteopathie noch die Reittherapie.Und die Armut ist für den Fonds keine Folge aus dem sex. Mißbrauch.

  73. savina schreibt am :

    Ich habe mal nachgesehen, per google, unter REITTHERAPIE :
    „…
    Zielsetzung
    Unser Ziel ist es, jeden Menschen auf allen Ebenen seines Wesens „ganzheitlich“ individuell in seinem ganz eigenen Tempo auf seinem Lebensweg zu begleiten. Schritt für Schritt stehen wir einfühlsam zur Seite und unterstützten dabei das innere Gleichgewicht zu finden, seinen eigenen Rhythmus herzustellen und persönliches Wachstum zu ermöglichen. Unsere Pferde helfen uns Begabungen und Interessen, unsere Stärken zu entdecken und zu entwickeln.

    Atmosphäre

    Wir möchten eine schöne Atmosphäre schaffen, um im Einklang mit sich selbst, der Umwelt und den Tieren zu stehen. Dadurch kann eine heilsame Wirkung entstehen.

    „Erkläre mir – und ich vergesse. Zeige mir – und ich erinnere mich. Lass mich tun – und ich verstehe“
    (Konfuzius)…“
    aus: http://www.heilpaedagogik-schneider.de/
    ….
    Dieser Fonds(FSM)scheint , und das wird immer offensichtlicher, in keinster Weise daran interesiert zu sein, Menschen, denen Grausamkeiten zugefügt (von Menschen gemachte – man made desaster – ) worden sind und die bis heute mit den Trauma-Folgen leben müssen und darunter leiden, eine Unterstützung zu geben, um Würde und Gesunde Autonomie zurück zu gewinnen.

    Dieser rätselhafte, makabre Fonds sollte untersucht werden….

    Wem nützt dieser „Fonds“, bzw die „Zur-Schau-Stellung“ eines sogenannten „Fonds Sexueller Mißbrauch“ (Es müsste richtigerweise Sexuelle Gewalt heißen….) tat!-sächlich ?

  74. Katharina schreibt am :

    Das habe ich als Info vom FSM erhalten:

    „Abschließend möchten wir Ihnen für Ihre offenen Worte danken. Das dem Hilfesystem zugrundeliegende Verfahren basiert auf den Empfehlungen des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ (RTKM) und ist eng mit den Betroffenenvertretungen erarbeitet und abgestimmt worden. An dieses Verfahren sind die Beteiligten von Geschäftsstelle und Clearingstelle bei der Bearbeitung der Anträge gebunden, um die notwendige Sensibilität herzustellen und Akzeptanz bezüglich des Verwaltungshandelns zu erreichen.

    Die Schwierigkeiten, die die Länge der Bearbeitungsdauer mit sich bringt, werden gesehen.

    Es kann mitgeteilt werden, dass derzeit das bestehende System mit dem Ziel weiterentwickelt wird, die Bearbeitungszeiten wesentlich zu verkürzen, um den Betroffenen die angedachten Hilfeleistungen ohne zu lange Wartezeiten gewähren zu können. Die Änderungen bzw. Neuerungen werden derzeit vorbereitet und anschließend auf der Website des EHS http://www.fonds-missbrauch.de bekannt gegeben (voraussichtlich Anfang 2017). Es sollen insbesondere weitere Gremien zur Beratung der Anträge eingerichtet und die telefonische Erreichbarkeit ausgeweitet werden. Hierfür werden weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Geschäftsstelle eingestellt, die die Arbeitsabläufe koordinieren und die Bearbeitung der Anträge unterstützen.

    Wir hoffen, Ihnen mit diesen Informationen geholfen zu haben und wünschen Ihnen weiterhin viel Zuversicht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag

    Frau Bens
    ____________________________________
    Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch

    Bundesministerium für Familie,
    Senioren, Frauen und Jugend

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Artikel aus den Medien

20min.ch ARD BRISANT ARD Tagesschau Augsburger Allgemeine Badische Zeitung Berliner Morgenpost Berliner Zeitung DER SPIEGEL derStandard.at DER TAGESSPIEGEL derwesten.de DEUTSCHE WELLE Deutschlandfunk Deutschlandradio DiePresse.com diesseits.de DIE WELT DIE ZEIT FOCUS Frankfurter Allgemeine Frankfurter Rundschau Hamburger Abendblatt Hannoversche Allgemeine Humanistischer Pressedienst Kölner Stadt-Anzeiger Leipziger Volkszeitung Lübecker Nachrichten Mitteldeutsche Zeitung n-tv N24 NDR Info Neue Zürcher Zeitung nordwestradio Publik-Forum Saarbrücker Zeitung SPIEGEL ONLINE stern.de SÜDWEST PRESSE Süddeutsche Zeitung taz TP Presseagentur Berlin WAZ WELT ONLINE ZDF heute ZEIT ONLINE