Aufarbeitungskommission eine Farce?

04.11.2016: netzwerkB Pressemitteilung

Sehr geehrte Mitglieder der Aufarbeitungskommission des UBSKM,

netzwerkB möchte an Sie mit diesem offenen Brief appellieren, die Aufarbeitung eines vollständig dokumentierten Falles wahrzunehmen.

Sie sind am 26. Januar 2016 zur Aufarbeitungskommission berufen worden.

Eine solche Kommission erweckt Erwartungen und vor allem Hoffnungen bei Betroffenen von sexualisierter Gewalt. Ihre Kommission könnte eine gesellschaftliche Chance sein, die begangenen Verbrechen – soweit dies noch möglich ist – aufzuarbeiten, um dann die entsprechenden strukturellen Veränderungen vorzunehmen. Denn genau das sollte das Ziel sein: Den nächsten Generationen von Kindern solch ein, das Leben zerstörendes Leid so weit als möglich zu ersparen.

Doch wie wir jetzt feststellen konnten und Sie selbst beschreiben, führen Sie als Kommission, die mit der Aufgabe betraut ist, Fälle sexualisierter Gewalt aufzuarbeiten, lediglich Anhörungen durch, in denen Betroffene ihre Erlebnisse erzählen können.

Uns ist bekannt, dass viele Betroffene sexualisierter Gewalt keinen ‚Fall‘ haben, sondern nur ihre (manchmal bruchstückhaften) Erinnerungen, die aber weder juristisch noch anderweitig aufgearbeitet werden können – unabhängig von eventuellen Verjährungsfristen – da es für die Gewalttaten weder Zeugen noch Beweise gibt.

Am 18. Juli 2016 kontaktierte netzwerkB Herrn Prof. Briken, Mitglied der Kommission. Wir berichteten Ihnen schriftlich über einen uns bekannten Fall, der durchgehend dokumentiert ist, konkrete Ereignisse mit identifizierten Tätern mit Namen und Adressen aufweist und in dem noch dazu schriftliche Geständnisse beider Täter vorliegen. Darüberhinaus existiert ein dokumentierter Briefwechsel mit der Institution, die so tief in den Fall verstrickt ist, dass sie sogar ein Entschädigungsgeld gezahlt hat. Wir fragten bei Ihnen an, diesen konkreten Fall aufzunehmen und gemeinsam mit uns aufzuarbeiten.

Eine Aufarbeitung eines konkreten Falles hätte eine starke symbolische Wirkung für Betroffene.

Der dem Initialbrief vom 18. Juli folgende Austausch zwischen Frau Prof. Andresen, der Leiterin der Aufarbeitungskommission, dem Sekretariat Frau Fasholt, und dem Vorsitzenden von netzwerkB, Herrn Norbert Denef, gleicht allerdings eher einer Realsatire, als dass es den Willen der Aufarbeitungskommission, auch wirklich aufzuarbeiten, demonstriert.

Inzwischen sind Monate vergangen, in denen hin- und her gemailt wurde, von Seiten der Kommission auch mal mit Verzögerungen bis zu drei Wochen.

In dieser langen Zeit ließ man uns lediglich wissen, dass die Anhörungen von Betroffenen im September starteten.

Frau Prof. Andresen bot uns einen Termin für ein Gespräch am 8. November an.

Sie deutete an, dass die Kommission keine wirklichen Kompetenzen habe, die Täterinstitutionen in die Aufarbeitung mit einzubeziehen. Aber genau das ist doch aus unserer Sicht ein wichtiger Schritt, bei jeglicher Form der Aufarbeitung von kriminellen Taten, die in die Tiefe der Gesellschaft hineindringen.

Auf unsere Frage, ob es denn überhaupt Konzepte zur Aufarbeitung gäbe, hieß es, das dies im Gespräch am 8. November 2016 besprochen würde.

In unserem vorliegenden vollständig dokumentierten Fall sollte es doch möglich sein, vorab konkretere Arbeitsschritte zu planen, um dann bei einem ersten Treffen gleich mit der konkreten Arbeit starten zu können.

Wir nahmen letztlich den Termin an, intendierten aber, das Gespräch von netzwerkB-tv aufzeichnen zu lassen, da netzwerkB in seiner Arbeit Transparenz gegenüber seinen Mitgliedern und Unterstützern für wichtig erachtet.

Die Antwort des Sekretariats Frau Fasholt lautete: Termin: Ja, Aufzeichnung: Nein.

So, wie es sich im Moment darstellt, erscheint uns die Aufarbeitungskommission eher als eine Farce, bei der sich die Kommissionsmitglieder hinter verschlossenen Türen individuelle Erlebnisse von Betroffenen erzählen lassen.

Wir denken, dass das gesellschaftliche Schweigen um sexualisierte Gewalt nicht mit ‚Anhörungen im Verborgenen‘ aufgebrochen werden kann.

Unter solchen Voraussetzungen können wir den Termin am 8. November 2016 nicht wahrnehmen.

Wir sind verantwortlich gegenüber unseren Mitgliedern und Unterstützern, wie wir die Ressourcen unseres Vereins einsetzen. Ein Treffen, nur um ‚Geschichten zu erzählen‘ und ‚zu reden‘, rechtfertigt unsere Ausgaben dafür nicht.

Unser Appell an Sie: Lassen Sie uns gemeinsam im Vorfeld ein klares Konzept zur Aufarbeitung erstellen – über Emails und Telefonkonferenzen – so dass dann ein erstes Treffen mit Vertretern von netzwerkB und Ihrer Kommission als ein wirkliches Arbeitstreffen durchgeführt werden kann.

Die Aufarbeitungskommission ist eine historische Chance, wirklich konkret etwas dafür zu tun, dass zukünftige Generationen von Kindern vor sexualisierter Gewalt geschützt werden können.

Mit ‚Geschichten anhören‘ und ‚Empfehlungen an die Politik‘ werden Sie dieser Aufgabe nicht gerecht.

Lassen Sie uns gemeinsam die einmalige Chance nutzen, um Bewegung in diesen schwierigen Prozess zu bringen.

Freundliche Grüße

Ihr netzwerkB Team

Für Rückfragen:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)160 2131313

37 Kommentare

  1. savina schreibt am :

    Bei anderen Aufarbeitungskommissionen wurde so aufgearbeitet, dass die Täter-Problematik dabei dann auch mit in die Aufarbeitung mit hinein genommen worden ist .:
    „…Anders als bei der „Aufarbeitung“ der sexuellen Ausbeutung von Mädchen und Jungen an der Odenwaldschule ab Frühjahr 2010, wo es zunächst darum ging, das Ausmaß und die Intensität der sexuellen Übergriffe ebenso wie die Zahl der Täter (und Täterinnen) festzustellen, konnten wir uns auf den einzigen Täter Erich Buß, der unzweifelhaft feststand, beschränken. Wir fanden bald heraus, dass Erich Buß eine Fülle von Selbstzeugnissen hinterlassen hatte, zu denen die
    Tagebuchnotizen von 1961 bis 1984 ebenso gehörten wie Briefe an Betroffene, Elternbriefe,
    Angaben in zwei Interviews gegenüber einem ehemaligen Schüler sowie schließlich die
    Angaben in einem umfassenden Geständnis gegenüber Kriminalpolizei und Gericht und
    gegenüber dem Psychiater und dem Psychologen, die Buß im Auftrag der Staatsanwaltschaft
    Darmstadt auf seine Schuldfähigkeit begutachteten. Diese Quellen ermöglichten es, uns direkt
    auf die Strategien von Erich Buß gegenüber Schülern, Eltern, Kollegen und Kolleginnen,
    Schulleiterinnen, Schulräten und gegenüber der Strafjustiz zu konzentrieren.

    Die Unabhängige Kommission
    hat als Erstes machtvolle Institutionen (Strafverfolgungs-behörden)in den Blick genommen
    (3. Kapitel), die in der Lage hätten sein können, diesen Sexualstraftäter zu unterschiedlichen Zeitpunkten – frühestens 1973 – zu stoppen. …
    Des Weiteren wurden schulische und außerschulische Strukturen, Kommunikations
    – und Verfahrenswege stichprobenartig zu den Prozessen des Vertuschens und Verschweigens
    untersucht, um institutionelles Fehlverhalten im Umgang mit sexuellen Übergriffen erkennen
    zu können. Neben der Anhörung der
    Betroffenen selbst, sind deren Eltern
    – soweit Bereitschaft bestand – , andere zur Tatzeit unterrichtende Lehrerinnen oder Lehrer, die damalige Rektorin, Beamtinnen und Beamte der Schulaufsicht nach ihrer Sichtweise und heutigen Einschätzung befragt worden
    (5. Kapitel)
    . Die Ergebnisse dieser Befragungen liefern
    die Grundlage dafür, dass die Frage
    geklärt werden konnte,ob es Mitwisserinnen oder Mitwisser der Taten zur Tatzeit gab oder ob aus anderen Motiven Hinweise und Auffälligkeiten
    bagatellisiert, vertuscht und verschwiegen wurden. Hier sollte der Fokus darauf gelegt werden,
    mögliche Schwachstellen der Institution Schule und der Schulaufsicht aufzuzeigen. …“
    aus:
    http://aufarbeitung-missbrauch-ehks-darmstadt.de/doc/Abschlussbericht-der-Kommission.pdf
    ———————–
    Wenn nun diese Aufarbeitungskommission des UBSKM als eine „…Kommission, die mit der Aufgabe betraut ist, Fälle sexualisierter Gewalt aufzuarbeiten,…“ lediglich Anhörungen durch führt, in denen Betroffene ihre Erlebnisse erzählen können…“ist das nur eine Wiederholung der damaligen Kampagne „Schweigen schützt die Täter“ (2010/2011), in der Betroffene damals am Telefon angehört worden sind und dann anschließend, ab dem Jahre 2011 auch nur Empfehlungen an die Politik, auf dem Papier, erfolgten.http://www.dfb.de/news/detail/kampagne-wer-schweigen-bricht-bricht-macht-der-taeter-24826/
    Kampagne: „Wer Schweigen bricht, bricht Macht der Täter“
    Um die Macht der Täter zu brechen, so wie es großspurig damals, 2010, angekündigt wurde, muss mehr passieren als 6 Jahre später nun erneut, Betroffene zum „Darüber Reden“ aufzufordern, und sie im schlimmsten Falle dadurch zu re-traumatisieren, was fatale Folgen haben kann.

  2. eliana schreibt am :

    A propos „Aufarbeitungs“kommissionen:
    Ich hatte letztes Jahr Kontakt zu den Grünen aufgenommen. Die hatten ja vollmundig und „reuevoll“ die Basis-Aufarbeitung versprochen, nachdem sie ihren pädophilen Misthaufen an Wissenschaftler der Uni Göttingen outgesourced hatten, die ihn entsorgen sollten. Ich habe einen sogenannten „verjährten“ Fall geschildert und einen grünen Täter aus dem NRW-Landesverband entlarvt. Die Reaktionen waren empörend und lächerlich zugleich: selbstgerecht, dümmlich-naiv oder angstvoll-abwimmelnde Betroffenheit, damit das Image vor Ort ja keinen Kratzer bekommen sollte (ja ja, die Listenplätze sind das Wichtigste). Der Wissenschaftler aus Göttingen war dagegen aufgeschlossen und fair, aber er hatte keinerlei Einfluss auf die Grüne Betonmischmaschine.
    Der Selbstschutz zwingt einen dann zum Rückzug. Grün wird natürlich niemals mehr ein Wahlkreuzchen von mir bekommen und ich habe dafür gesorgt, dass ein gutes Dutzend Freund*innen alles genau mitbekommt und es – hoffentlich – genauso macht. Täter-Institutionen müssen gezwungen werden, sich aktiv an der Aufarbeitung zu beteiligen, alles andere ist frommes Gesäusel, verläuft im Sande und geht auf Kosten der Opfer.

  3. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Ich fühle mich gnadenlos „verarscht“ ,auch vom UBSKM!!

  4. savina schreibt am :

    Eine Aufarbeitungskommission , die keine ist; eine re-traumatisierende 13-seitige Antragstellung beim FSM; eine die Betroffenen verhöhnende Bearbeitungszeit des Antrags beim FSM von 1,5 Jahren unter der Überschrift „Schnelle und unbürokratische Hilfe“; Verjährungsfristen, um die Täter gut und bestens zu schützen; eine in der deutschen Rechtssprechung ersichtliche Bagatellisierung der Taten bei Anwendung von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen; eine ab und an gewährte „Drüber-Reden-Erlaubnis“ (Kongress November 2016 – für 200 Betroffene -, und ANHÖRUNGEN) für die Betroffenen, um das Leid von 8 Millionen Betroffenen , allein in Deutschland, auf Formularen und anderen beschriebenen Seiten, dann wieder fein säuberlich, gut geordnet!, weg!! (Hauptsache WEG-WEIT WEG..)- zu archivieren; keine gesamtgesellschaftliche Aufklärung über die Trauma-Folgen und statt dessen eine Fortsetzung der Stigmatisierung und Ausgrenzung von Betroffenen….
    – Es handelt sich hier, meiner Meinung nach, um eine groß angelegte Manipulation der Betroffenen , und auch der Öffentlichkeit. Um den Täterschutz nicht anzutasten, werden Verbesserungen für die Betroffenen nur vorgetäuscht. Der Gebrauch des Wortes RECHTSFRIEDEN, mit dem die Täter beschützenden Verjährungsfristen gerechtfertigt und beibehalten werden, suggeriert eine Gute Absicht.
    Man setzt immer wieder auf die, in den Schilderungen von Opfern sehr gut ersichtliche, Leidens-Fähigkeit und das Durchhaltevermögen der Opfer. Und man missbraucht die Opfer erneut, denn man manipuliert sie, indem man sie mittlerer weile in die Rolle der „Geschichten-Erzähler“ drängt, bei gleichzeitiger , beständiger Unterlassung von Hilfe und der Beibehaltung des Täterschutzes (Verjährungsfristen).
    Es soll alles so bleiben wie es war und ist.:
    Die Forderungen der Betroffenen ( S. 77 Abschlussbericht aus dem Jahre 2011 ;http://www.dgfpi.de/tl_files/pdf/medien/2011-06-15_Abschlussbericht_UBSKM.pdf ) werden nicht umgesetzt.
    Die dafür not-wendigen Gelder werden nicht zur Verfügung gestellt.
    Die Täter werden geachtet und die Betroffenen geächtet.

    Wer sich seine Welt schön und gut denken möchte, um das Gewohnte bequemer weise weiter leben zu können, wird die Täter weder erkennen noch enttarnen oder ihnen gar Grenzen setzen wollen.

  5. Angela Ebert schreibt am :

    Vor dem Versorgungsamt Kassel habe ich bei meiner Antragstellung OEG „glaubhaft“ gemacht! Ablehnung.
    Und so werden die Anforderungen „angepasst“, von bisher jeder deutschen Institution.
    .
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=35672
    .
    Und hier gibt es seit 2005 ein „Instrument“ zur Ziel-führenden Ablehnung von Rechts-Ansprüchen des EXISTENZ-MINIMUMs. Opfer werden zum Täter gemacht, General-Beschuldigte im Rechtfreien Raum BRD.
    Einen Selbst-Schutz zu entwickeln hatte und hat für mich 1. Priorität!
    Sie spielen mit unserer Gesundheit, mit unserer Reputation, und sie spielen mit unserm Eigentum und Vermögen MONOPOLI !

  6. Heike Graf schreibt am :

    Liebes netzwerkB Team,
    danke ♡ für diese Pressemitteilung. Danke, das ihr Stellung bezieht und “ klare Aussagen“ tätigt und Konsequenzen zieht. Sehr gut und angebracht bzw. erforderlich.
    Heike

  7. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    @savina:Du hast Recht.

  8. hildegard schreibt am :

    Der noch amtierende Herr der Bundesjustiz hätte sein Wort halten und sich dazu aufraffen sollen den Irrtum seiner Vorgänger zu benennen und damit all die bereits zerbrochenen Leben zu würdigen, uns Überlebenden sein ehrliches Mitgefühl zu bezeugen und die rückwirkende Aufhebung der Verjährung und die Einrichtung der Meldepflicht zu betreiben. Den ganzen Sumpf hätte die Chefin dann trocken legen lassen können. Gnadenlos! Denn jedes Menschen Würde ist unantastbar.
    Vor wem aber ist er und ist sie letztendlich eingeknickt?
    Die Gesamtgsellschaft wurde getäuscht, angedachte ‚Anhörungen im Verborgenen‘ verfestigen das gesellschaftliche Schweigen um sexualisierte Gewalt, täuschen erneut und erscheinen seriös …

    Die Erwartungen Betroffener dürfen nicht länger enttäuscht werden – wenn auch Zeugen und Beweise für viele dieser Verbrechen fehlen.
    Strukturelle Veränderungen müssen folgen.
    Es braucht Transparenz!
    Es gab nicht nur die „Grüne Betonmischmaschine“. Am Betongemisch haben sich alle Parteien beteiligt. In seltener Eintracht!
    Sie alle haben die Täter geachtet und die Betroffenen geächtet. Ver-achtung aber entsteht in den Köpfen und Hass in den Herzen. Wie viele Herzen und Köpfe wurden vom Gift der Gewalt schon zersetzt?!
    Die Kette dieser Gewalt ist zu unterbrechen. Für alle Zukunft!

    Ohne Gerechtigkeit kein Rechtsfriede.

    Versuchen wir zu retten was zu retten ist und bleiben wir dran: Die Wahrheit steht auf dem Spiel. Viel zu viel Gift verdarb bereits Herzen und Köpfe.

    Deshalb:
    Ja zu einem späteren Arbeitstreffen, mit klarem Konzept, mit wirklicher Aufarbeitung.
    Wo Bewegung in der Sache möglich wird, da hört auch bald einmal der zwanghafte Spuk von falschen Vorstellungen und verzerrten Wahrnehmungen auf.
    Die vielleicht einmalige Chance, dass ein faires Miteinander gern auch von Wissenschaftlern mit ge-/befördert wird.

  9. Ex-Oenwaldschüler schreibt am :

    netzwerkb sollte die Öffentlichkeit informieren.Nächstes Jahr sind Wahlen.Vielleicht kommt dann nochmals Bewegung in die Sache!
    ___________________________________
    Anmerkung vom netzwerkB Team:

    wir haben diesen offenen Brief auch an die Medien weiter geleitet. Folgende Presseagentur hat bereits darüber berichtet: http://netzwerkb.org/2016/11/05/offener-brief-der-opferorganisation-netzwerkb/

  10. savina schreibt am :

    Mittlerer weile müsste es sogar bei all den „Merkwürdigkeiten“, die sich im Zusammenhang mit dem UBSKM entfalten dürfen und können , meiner Meinung nach, einen Untersuchungsausschuss geben, der mal die „Arbeits“-Weise und das noch vorhandene Geld des FONDS SEXUELLER MISSBRAUCH – FSM –
    (ES MUSS SEXUELLE GEWALT HEIßEN…. ES HANDELT SICH UM EINE MENSCHENRECHTSVERLETZUNG….KINDER UND JUGENDLICHE SIND AUCH MENSCHEN !!….) beleuchten sollte und die dafür Verantwortlichen mit Namen und Adresse benennt.
    Die einzige bis jetzt ersichtliche Transparenz, was diesen FSM anbetrifft, ist :“…In der Zeitspanne von 20 Monaten (Mai 2013-Dez.2014) flossen vom gesamten Geldbetrag (52,766 Millionen EUR), der direkt für die Betroffenen gedacht war, aus dem Fonds nur !!! 7,95 % , nämlich nur 4,195 Millionen EUR zu den Betroffenen….“
    (siehe : savina, 18.10.2016, http://netzwerkb.org/2016/10/14/albtraum-fuer-die-antragstellerin/ )
    Wo sind die Gelder, die sich doch im Fonds befinden müssten ? Weshalb werden die Gelder nicht an die 8000 Antragsteller/innen weiter geleitet ?
    Es fehlt jegliche Transparenz
    Statt dessen :
    „…Arbeitsweise: Die Kommission wird im Mai 2016 ihr Arbeitsprogramm für die kommenden drei
    Jahre vorstellen und über die konkreten Strukturen der Anhörungen und Gespräche informieren.
    Ein erster Zwischenbericht soll bereits 2017 veröffentlicht werden, ein abschließender Bericht
    zum Ende der derzeitigen Laufzeit der Kommission bis März 2019 vorgelegt werden. Die
    Kommission arbeitet unabhängig und wird unterstützt durch ein beim Arbeitsstab des
    Beauftragten angesiedeltes eigenes Büro und Kooperationen mit Wissenschaft und Forschung.
    Für die Jahre 2016 – 2018 steht ein Budget von je 1,4 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung
    (rund 1,2 Millionen jährlich aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und
    Jugend, zuzüglich der Finanzierung von zwei juristischen Referent/-innen aus Mitteln des
    Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz).
    …“ aus: http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2016/01/PM_Aufarbeitungskommission-Missbrauch-nimmt-Arbeit-auf.pdf
    „Die
    Kommission arbeitet unabhängig und wird unterstützt durch ein beim Arbeitsstab des
    Beauftragten angesiedeltes eigenes Büro und Kooperationen mit Wissenschaft und Forschung.
    Für die Jahre 2016 – 2018 steht ein Budget von je 1,4 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung.“
    Von Kooperationen mit Wissenschaft und Forschung und dem
    zur Verfügung gestellten Budget für die Absicherung von Arbeitsplätzen für Menschen , die sich durch das „Forschungsobjekt Betroffene/Opfer“ eigene Arbeitsplätze sichern wollen und können, ist also hier die Rede.

    Das ehemals missbrauchte „Sexobjekt Kind“ wird nun zum „Forschungsobjekt Betroffene/Opfer“.
    Deshalb müssen die Betroffenen nun im Jahre 2016 auch erneut , nach den telefonischen Anhörungen in den Jahren 2010/20119, direkt persönlich zu re-traumatisierenden ANHÖRUNGEN aufgefordert werden, um nun erneut weitere Geschichten ( Sind die dafür Verantwortlichen sich überhaupt darüber im Klaren inwieweit die Wortwahl GESCHICHTEN die Betroffenen verhöhnt ? ) zu liefern.

    Wir hatten weder damals irgendeine Schuld, noch haben wir heute eine Bringe-Schuld zu leisten.- Das ist meine Meinung.
    Die Politik und die Gesamtgesellschaft http://www.traumaheilung.de/warum-trauma-kein-individuelles-problem-ist/
    hat aber sehr wohl eine Bringeschuld. – So sehe ich es.
    Ich bin es wirklich mehr als nur leid, dadurch dass ich mit ständigen Triggern, Flashback-Situationen, Dissoziationen und Hyperarousel-Zuständen leben muss!!! (denn ich wurde in diese gezwungenermaßen hinein misshandelt , über einen erinnerbaren Zeitraum von 12 Jahren), von den „Nicht-Gestörten“ – den Nicht-Betroffenen – als „Gestörte“ (die Diagnose Posttraumatische Belastungs-STÖRUNG gibt ihnen immer wieder das Recht dazu.) – Betroffene – hingestellt zu werden.
    Über die Trauma-Folgen muss endlich gesamtgesellschaftlich aufgeklärt werden, um das Erlittene und die Überlebens-Leistung endlich gesamtgesellschaftlich anzuerkennen und die Stigmatisierung und damit verbundene Ausgrenzung von Betroffenen endlich zu beenden.

    Dieses ganze „Kasperle Theater“, diese „Aufarbeitungs“-Farce aber dient eher der Unterhaltung in öffentlichen Kreisen (Ja, die Geschichten von Betroffenen machen ganz doll, ganz furchtbar betroffen, da läuft so manch einem Nicht-Betroffenen doch glatt ein richtig wohliger Schauer über den Rücken….)

    Auf einer tief menschlichen Ebene ist das alles nur extrem schäbig, denn gleichzeitig wird jede Hilfe für die Betroffenen unterlassen.

    Zielführend???

  11. eliana schreibt am :

    Ich habe mich mit all den Kommentaren hier beschäftigt und komme zu folgendem Vorschlag:
    Trotz des Frustes und der Wut, die wir alle kennen: Es wäre sinnvoll, wenn netzwerkB die Kraft, die Einigkeit und die Finanzierung eines/r Delegierten aufbringen würde, der zu diesem Kongress fährt und eine Beschlussvorlage ins Plenum der 200 einbringt. Darin sollte man fordern und abstimmen lassen
    1.) dass ab sofort der Fragebogen abgeschafft wird und stattdessen die Beantragung einer Unterstützung aus dem Fonds über ein psychotherapeutisches Kurzgutachten läuft, so wie es in frau-tv von der Psychologin vorgeschlagen wird.
    2.) Damit verbunden wird die Forderung, dass durch das Freiwerden der „Auswertungs- und Prüfkapazitäten“ der/die Betroffene nach spätestens 3 Monaten einen Entscheid im Briefkasten hat.
    3.) Als dritte Forderung wäre ein Untersuchungsausschuss fällig. Wenn Savinas Berechnungen stimmen, ist das ein Skandal. Die Gelder des Fonds müssen UNMITTELBAR den Opfern zugute kommen und dürfen nicht in Nebenkanälen versickern!
    Die 3 Forderungen sollten getrennt abgestimmt werden.
    Wenn man Mehrheiten im Plenum erzielt, kann man Druck aufbauen – mehr Druck, als wir es durch Offene Briefe schaffen.

  12. eliana schreibt am :

    Ich habe mir noch mal die Webseite der http://www.aufarbeitungskommission.de angesehen. Dort heißt es:
    „Wir werden Menschen anhören, die sexuellen Missbrauch in Kindheit oder Jugend erlebt haben und möchten somit die Möglichkeit schaffen, auch verjährtes Unrecht mitzuteilen. Zudem werden wir Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wie zum Beispiel Eltern, sonstige Verwandte, Lehrerinnen oder Lehrer von Betroffenen anhören.“
    Als Betroffene hat man so seine Trigger-Erlebnisse, wie ihr wisst. Hier also schwillt mir schon der Kamm, wenn ich „verjährtes Unrecht“ lese. Das steht da wie in Stein gemeißelt. Es hätte doch heißen können „als verjährt bezeichnetes Unrecht“ oder „als verjährt behandeltes Unrecht“. Aber nein, noch nicht einmal das kleinste Zugeständnis ist hier anscheinend zu erwarten.
    Dann werden Eltern hier als „Zeitzeugen und Zeitzeuginnen“ bezeichnet. Und nicht als selbst in Schmerz und ohnmächtiger Wut gegen die Täter „Betroffene“. Eltern von Opfern können (Mit)Täter oder Betroffene sein, wie kann man sie „Zeitzeugen“ nennen? Sprache ist alles und in ihr spiegelt sich hier bereits die mangelnde Qualifikation und Empathie der so gutwilligen „Helfer“ dieser Aufarbeitungskommission.

  13. savina schreibt am :

    „Ihre Geschichte ist wichtig

    Wir möchten Sie ermutigen, uns von Ihren Erfahrungen zu berichten. Sie können mit Ihrer Geschichte dazu beitragen, dass sich etwas in unserer Gesellschaft verändert. Mit Ihrer Hilfe wollen wir Tatsachen offenlegen und dadurch erkennen, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden. Wir wollen herausfinden, was Politik und Gesellschaft verändern müssen, damit Kinder in Zukunft besser vor Missbrauch geschützt sind….“
    aus: https://www.aufarbeitungskommission.de/

    Eliana,
    Ich achte auch immer sehr auf die Sprache und die Wortwahl.
    „…Mit Ihrer Hilfe wollen wir Tatsachen offen legen…“
    – hier wird an die anerzogene Hilfsbereitschaft, an das ehemals, in der Vergangenheit, ständige Zur-Verfügung-Stehen von Opfern appelliert (Opfer hatten bei ihren Tätern zu lernen, wenn sie NEIN sagen würden, dann würden sie schlecht und schuldig sein….)

    „Ihre Geschichte ist wichtig
    …Wir wollen herausfinden, was Politik und Gesellschaft verändern müssen, damit Kinder in Zukunft besser vor Missbrauch geschützt sind….“
    Sie machen Betroffene zu „Geschichten-Erzählern“, ohne deren Leben mit den Trauma-Folgen/mit den Beschädigungen an Leib und Seele, auch nur in irgendeiner Weise zu berücksichtigen oder, über eine spezielle Wahl ihrer Worte, ihre reale Situation zu würdigen. – Das allein sagt schon aus, dass es hier sowieso nicht um die bereits Betroffenen geht. Sondern, die Betroffenen sollen, als Mittel zum Zweck, dem Herausfinden von bestmöglicher Prävention, dienen. Die Kommission will herausfinden wie „…Kinder in Zukunft besser vor Missbrauch geschützt sind….“
    Und um das herauszufinden, brauchen sie die „Geschichten“ der Betroffenen. Es geht ihnen einzig und allein um eine bestmögliche“Betroffenen-Verwertung“, um deren Erfahrungen und deren Leid zu nutzen und um daraus dann Präventionsprogramme für die Zukunft „zum Schutze der Kinder“ zu entwickeln.
    Und wer hat es ( das Präventionsprogramm ) dann am Ende „erfunden“ ? Ja, wer ?
    Antwort : DIE AUFARBEITUNGSKOMMISSION
    Es geht denen hauptsächlich um die Prävention.
    siehe auch :https://www.youtube.com/watch?v=uKYk1fwpeR0
    Interview mit Kindheitsforscherin Prof. Andresen
    Veröffentlicht am 12.02.2014
    ZDF Frontal 21 26.11.2013
    Professor Sabine Andresen ist Kindheitsforscherin an der Goethe-Universität in Frankfurt. Sie erlärt im Interview, was getan werden muss, um Kinder in unserer Gesellschaft vor Missbrauch zu schützen.

    Auf den Täterschutz durch die Verjährungsfristen geht sie selbstverständlich nicht ein. Das Wort Täter benutzt sie nicht. Es gibt nur die Opfer….

    Um die Belange, Bedürfnisse, und erst recht nicht um die Forderungen, von Betroffenen geht es doch überhaupt gar nicht.
    Sie geben sich total nett und verständnisvoll, um Betroffene zum „Geschichten-Erzählen“zu bewegen.:

    „…Das ist unser Grundverständnis:

    Wir hören Ihnen zu und glauben Ihnen.
    Wir verstehen, wenn die Beschreibung Ihrer Erfahrungen Sie belastet.
    Wir beurteilen Sie nicht.
    Wir sagen Ihnen ehrlich, was wir tun können und was nicht.
    Wir versprechen Ihnen, dass Sie anonym bleiben, auch dann wenn Ihre Erfahrungen zusammengefasst veröffentlicht werden.
    Jede Geschichte von Ihnen ist individuell.
    Mit der Aufarbeitung wollen wir eine größere Geschichte in die Gesellschaft tragen….“
    aus:
    https://www.aufarbeitungskommission.de/ueber-uns/
    ———————————————–

    Die Worte TÄTER und TRAUMATISIERUNG/ TRAUMA/ TRAUMATA und auch die klare
    Benennung der SEXUELLEN GEWALT ( statt dessen: Missbrauch oder sexueller Missbrauch) kommen bei denen, in ihrem „Vokabular“ grundsätzlich nicht vor.
    http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/01/netzwerkB_Positionspapier_Missbrauch_11.01.2011.pdf

    Die Täter werden einfach ausgeblendet.
    Da wird das dann , was bisher in vergangenen Jahrzehnten bereits geschah, einfach nur (wissenschaftlich)-abstrakt zusammengefasst als eine „Kulturelle Tragödie“, ein „Prekäres Kulturmoment“. (Prof. Brachmann)
    http://www.uni-rostock.de/detailseite/news-artikel/rostocker-bildungshistoriker-in-nationale-aufarbei/
    Und die Taten der Täter werden bagatellisiert, indem die Geschädigten zu „Geschichten-Erzählern“ gemacht werden.

    Sie, diese Aufarbeitungskommission, würde doch nie!! auf die Idee kommen, die Verjährungsfristen abschaffen zu wollen.
    Damit die Täter auch weiterhin gut geschützt werden.
    Was für ein enormer Widerspruch an sich !
    Das ist schon eine grundlegende Farce.

    Um aufarbeiten zu können und tatsächlich auch zu wollen,
    muss zuallererst, und vor allem, der Täterschutz beendet werden. Und die Betroffenen müssen als Subjekte,- und nicht als nutzbare Forschungsobjekte, so wie es meiner Meinung nach hier geschieht -, gesehen und dementsprechend mit ihnen umgegangen werden. Und das bedeutet, dass die Forderungen der Betroffenen ( Abschlussbericht aus dem Jahre 2011, S.77) umgesetzt werden.http://www.dgfpi.de/tl_files/pdf/medien/2011-06-15_Abschlussbericht_UBSKM.pdf

  14. eliana schreibt am :

    Danke Savina, das ist eine glasklare Analyse der Manipulation und Instrumentalisierung der hier und heute lebenden Betroffenen durch die A-kommission. Die Erleichterung, die einige Angehörte schildern, weil ihnen endlich mal jemand eine halbe Stunde respektvoll sein Ohr leiht, wird eiskalt ausgenutzt. Dazu kommt, dass diese „Anhörungen“ nicht repräsentativ sind und wissenschaftlichen Standards nicht entsprechen, sie können nur zu falschen Schlüssen bezüglich einer sinnvollen Prävention führen. Wie sollte sinnvolle Prävention auch mit verharmlosender Sprache und eingebautem Täterschutz funktionieren?

  15. savina schreibt am :

    eliana;
    und die zukünftigen Betroffenen sind ja schon „planbar“:

    Deutschland
    10.11.2016 14:37Uhr

    Sexuelle Übergriffe an Kindern in Deutschland von Januar bis jetzt:
    227239
    http://www.gegen-missbrauch.de/home.html
    Das werden dann später 227 Tausend und 239 Geschichten.
    …und damit Das Geschichten-Erzählen auch ja kein Ende nimmt, wird es auch weiterhin beim ganz selbstverständlichen Täterschutz , den Verjährungsfristen, und der Bagatellisierung von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen
    https://www.change.org/p/bundesjustizminister-heiko-maas-justizminister-heiko-maas-sexueller-missbrauch-von-kindern-ist-kein-kavaliersdelikt-f%C3%BCr-eine-reformierung-des-176-1-2-4-5-stgb-und-des-176a-4-stgb-im-hinblick-auf-das-mindeststrafma%C3%9F
    bleiben.
    Trauma findet in Deutschland einfach nicht statt!
    Die Würde des Menschen ist, per Beschluss, unantastbar.
    Täter gibt es keine.
    So einfach ist es.

    Und die Wahrheit zu TRAUMA UND WÜRDE
    http://www.traumhaus-bielefeld.de/wp-content/uploads/Luise-Reddemann-Trauma-und-W%C3%BCrde-2009.pdf
    wird durch diese Aufarbeitungskommission , und ihrem UBSKM, auch weiterhin Täter beschützend vom gesamtgesellschaftlichen Bewusstsein fern gehalten.
    Nur so kann alles so bleiben wie es ist. Die Macht der Täter bleibt ungebrochen.
    Das Schweigen zu brechen, bedeutet doch nicht, dass die Opfer/Betroffenen sich nun auch noch zusätzlich zur Verfügung zu stellen haben, nun im Heute einer sogenannten Aufarbeitungskommission gegenüber, um der Aufforderung nachzukommen, sich als „Geschichten-Erzähler“ im Halbstundentakt zur Verfügung zu stellen.
    Durch so eine Farce, die die Opfer verhöhnt, bricht man nicht die Macht der Täter, so wie es mal vor Jahren den Opfern gegenüber in Aussicht gestellt wurde.
    http://www.dfb.de/news/detail/kampagne-wer-schweigen-bricht-bricht-macht-der-taeter-24826/
    ————-
    Es ist einfach nur beschämend. Beschämend für dieses Land, dass so etwas Menschen verachtendes hierzulande möglich gemacht wurde und wird und sich dann auch noch AUFARBEITUNGSKOMMISSION nennt….

  16. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    Man sollte die Öffentlichkeit in grösserem Umfang darüber aufklären…der Wahlkampf naht!

  17. Claudia schreibt am :

    hallo savina, hab mal eine frage an dich: erst machst du werbung für diesen verein und forderst die leute dazu auf, zu ihm kontakt aufzunehmen, und jetzt machst du ihn plötzlich so schlecht? was denn jetzt???

  18. savina schreibt am :

    Claudia, welche Textpassage von mir meinen Sie ?
    Können Sie das bitte kopieren, mit Datum vom Tag an dem ich das geschrieben haben soll was Sie meinen ?

  19. savina schreibt am :

    Claudia;
    „… erst machst du werbung für diesen verein und forderst die leute dazu auf, zu ihm kontakt aufzunehmen, und jetzt machst du ihn plötzlich so schlecht? was denn jetzt???“

    – Für welchen Verein habe ich, wann und wo, Werbung gemacht, damit Kontakt aufgenommen werden sollte ?
    Welchen Verein habe ich, wann und wo, schlecht gemacht?
    Auf welchen Kommentar bezieht sich Ihre Frage an mich ?

  20. Ex-Odenwaldschüler schreibt am :

    „Pädophile“ sollen laut Presse im Rahmen des Projektes „Kein Täter werden“ Psychotherapie auf Krankenkassenkosten bekommen.Und was ist mit uns Betroffenen???

  21. Claudia schreibt am :

    @savina
    Hier ein kopiertes Zitat von Ihnen:

    savina schreibt am 09.11.2016:

    Sabrina Eckert;
    Da hilft nur eines.
    Seien Sie ein guter, hilfsbereiter Mensch, helfen Sie ihnen. Bitte helfen Sie.
    Sie werden ge-braucht :https://www.aufarbeitungskommission.de/
    Erzählen Sie, zur Abwechslung, auch mal ihnen Ihre Geschichten. Sie können sich dann ganz wichtig fühlen und gut, denn :
    Hilfreich sei das Opfer, Edel und gut !.

    „Ihre Geschichte ist wichtig

    Wir möchten Sie ermutigen, uns von Ihren Erfahrungen zu berichten. Sie können mit Ihrer Geschichte dazu beitragen, dass sich etwas in unserer Gesellschaft verändert. Mit Ihrer Hilfe wollen wir Tatsachen offenlegen und dadurch erkennen, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden. Wir wollen herausfinden, was Politik und Gesellschaft verändern müssen, …“


    Auch hier können Sie wahrscheinlich hilfreich sein.
    – Öffentliche Hearings, Termine:

    3. Mai 2016 Vorstellung des Arbeitsprogramms, Betroffene und Zeitzeugen können sich bei der Kommission melden
    22. Juni 2016 Besuch der Vorsitzenden der Kommission und des Unabhängigen Beauftragten bei der englischen Aufarbeitungskommission (IICSA)
    12. / 13. Juli 2016 Werkstattgespräch I – Anhörungen
    10. September 2016 Besuch Gedenkstätte Torgau durch die Kommission
    27./28. September 2016 Anhörungen durch die Kommission
    Oktober 2016 Anhörungen durch Anhörungsbeauftragte
    8./9. November 2016 Werkstattgespräch II – Recherche & Archiv
    29. November

    1. Dezember 2016 Anhörungen durch die Kommission
    13. Dezember 2016 Anhörungen durch die Kommission
    31. Januar 2017 1. Öffentliche Anhörung (Hearing) zum Thema „Sexueller Missbrauch im familiären Kontext“
    2017 Zwischenbericht
    1. Quartal 2019 Bilanzbericht “
    aus: https://www.aufarbeitungskommission.de/termine/——————————————————–

    Sie fordern die Nutzerin dazu auf, sich an diesen verein zu wenden, und jetzt auf einmal sagen sie, d ass die auch nicht helfen würden!

  22. savina schreibt am :

    Claudia ,
    1.
    „…Seien Sie ein guter, hilfsbereiter Mensch, helfen Sie ihnen. Bitte helfen Sie.
    Sie werden ge-braucht :https://www.aufarbeitungskommission.de/
    Erzählen Sie, zur Abwechslung, auch mal ihnen Ihre Geschichten. Sie können sich dann ganz wichtig fühlen und gut, denn :
    Hilfreich sei das Opfer, Edel und gut !…“
    Das war / ist Zynismus/ Sarkasmus/Ironie/ …
    Purer Zynismus…..
    Wer die Kommentare von mir liest, weiß sehr genau, dass zum Beispiel der Satz:
    „Hilfreich sei das Opfer, Edel und gut!“ meinem Zynismus entspricht.
    ….
    2. Die Aufarbeitungskommission ist kein Verein.
    3. Ihre Frage an mich hätten Sie bei
    http://netzwerkb.org/2013/12/29/alles-augenwischerei/#comment-597852 (savina, 09.11.)
    einordnen müssen, da sich dort der Kommentar, auf den Sie sich mit Ihrer Frage bezogen haben, befindet.
    4, Sie haben einen entscheidenden Satz , der dort auch am Ende des Kommentars zu finden/lesen ist, wahrscheinlich nicht gelesen. Da steht nämlich:
    „…Angesichts der beständigen Notlagen von Betroffenen
    scheint diese Aufarbeitungskommission in einer Parallelwelt zu leben….“
    wodurch ich nochmals meine äußerst klare Position,
    die ich hier immer wieder, auch in mitunter sehr sarkastischer und ironischer Form, beschrieben/dargelegt habe.
    ——————-
    Ich hoffe, Ihre Frage damit ausreichend beantwortet zu haben.

  23. prof.dr.gernot lucas schreibt am :

    es nimmt kein ende, ich werde seit über 70 jahren hingehalten, übergangen, katholisch vertuscht, klerikal verlogen „vergessen“, … man kümmert sich nicht !
    herzlichen dank dem netzwerkB
    prof.dr.gernot lucas

  24. Claudia schreibt am :

    @ savina
    danke für die antwort. ich bin leider unfähig, auf grund meiner behinderung, sarkasmus und zynismus zu erkennen. ich nehme immer alles wortwörtlich. die anderen texte von ihnen habe ich nicht gelesen. nur diesen einen durch zufall. für mich klang es so, als würden sie der userin empfehlen, dort hin zu gehen.
    meine frage habe ich auf dieser seite gestellt, weil sie hier diese gruppierung negativ kritisiert haben und ich dadurch verwirrt war.

  25. savina schreibt am :

    Claudia,
    Das Wort „Gruppierung“ zu nutzen, um diese sogenannte Aufarbeitungskommission zu benennen, finde ich gut.:-)
    (kein Sarkasmus)…
    ————————–
    Mal sehen was diese „Gruppierung“ noch alles so zustande bringt….Das Leben ist voller Überraschungen….

  26. savina schreibt am :

    „…Opfer müssen raus aus der Schmuddelecke

    Unter der Info-Telefonnummer 0800-403 00 40 und auf der Website http://www.aufarbeitungskommission.de können Betroffene und Zeitzeugen ab sofort mit der Kommission in Kontakt treten, um an Anhörungen teilzunehmen. Ab Herbst wollen die mobilen Teams dann bundesweit unterwegs sein, um sich die Geschichten der Menschen anzuhören….“
    aus: https://www.welt.de/politik/deutschland/article155018132/Ich-dachte-das-waere-Kleinkindgerede.html -vom 03.05.2016

    Aha, die Täter kriegen durch die Beibehaltung der Verjährungsfristen ihren Persilschein und die Opfer
    dürfen sich durch sogenannte Anhörungen mal vorübergehend für einen kurzen Moment von ihrem „Schmuddel-Dasein“ erholen und dann voller Dankbarkeit in ihre gewohnte Welt der unterlassenen Hilfeleistungen, zu denen auch die nicht vorhandenen Therapie-Angebote http://www.initiative-phoenix.de zählen, zurück kehren.
    ….

  27. hildegard schreibt am :

    Opfern Stimme geben – und dann? Fühl‘ ich mich dann etwa besser, „aufgearbeiteter“ oder nicht doch eher mehr „ausgebeutet“? Zu wessen Erkenntnisgewinn???

    Frau Andresen, wie wollen Sie mit Ihrer Anhörung nach all dem Schönreden, Wegsehen, Verdrängen und Verleugnen in lebenslanger Isolation mir meine Grundwahrnehmung beenden? Das, was sich in mir dreht und dreht und vermutlich weiter drehen wird? Denn die ersten Drei-Viertel-Jahrhundert werde ich mit dem Ausschluss durch meine gesamte damalige Umgebung und mit weiteren Ausgrenzungen danach womöglich nochmals ein Viertel-Jh. mit mir herumtragen müssen. Um wen geht es?
    MIR hatte man damals – unisono – übel genommen, was Täter mir antan hatten und was MIR von „Leuten“ angelastet worden war …

    Das alles möchten Sie kraft Ihres Amtes per Handstreich auslöschen? Wie denn?

    Wer hätte die Handlungsfreiheit und das Konzept in Politik und Gesellschaft, den Schalter in Sachen Ethik, Moral und Glauben um-legen zu können?
    Zu tief verquickten sich die Interessen von verbrecherischen Machtmenschen, Abhängigen und Koabhängigen.

    Wer will den Diskurs führen?
    Wer traut es sich zu, das irrende, das kopfstehende Rechtssystem der BRD auf die Füße – und die Füße dieses Systems auf den Boden der Tatsachen – zu stellen? – Anders geht’s nicht!

    Ermittlungsbehörden KÖNNEN angeblich nur im Ausnahmefall zugeschaltet werden. NUR dann wenn s.G. andauert. NUR dann wenn nicht ohnehin alles verjährt sei? Die Gesetzgebung will es so. Der BMJ ebenso. Der BMI …?

    Liebe Kommissionsmitglieder, was ist das, was Ihr da aufarbeitet. – Achtet drauf, arglose Opfer nicht wiederum auszubeuten!

  28. saskia schreibt am :

    zu Hildegard v.17.11.

    ich stimme Ihnen mit jeder Zeile zu,
    was mich erfreuen würde,
    dass zukünftig,
    sich etwas zum Positiven ändert,
    vorbeugend helfend,mit Feingefühl in allen Angelegenheiten
    ZUM Wohle unserer Kinder,
    denn sie sind das Größte und Schönste Geschenk,
    das wir erhalten haben,als Eltern

  29. savina schreibt am :

    Kann es sein, dass diese sogenannte Aufarbeitungskommission, die doch durch ihr „JA, zu den Verjährungsfristen“, die Täter beschützt, nur eingesetzt wurde, um im großen und ganzen abzulenken ?
    Abzulenken von einer totalen Unterlassenen Hilfeleistung, was die Bedürfnisse und Forderungen der Betroffenen anbetrifft (siehe weiter oben -savina 05.11.-, Abschlussbericht,S.77 ) ?
    Und gleichzeitig gestaltet sich momentan auf gesamtgesellschaftlicher Ebene im Bereich der Unter-(Schichts)-Menschen (ALG II – Empfänger), denen ja auch nicht wenige Betroffene zugeordnet werden, da sie, in nicht wenigen Fällen, nur eingeschränkt arbetsfähig sind, folgendes
    – Es ist ganz aktuell, ich fand es , weil ich immer auf Sprache achte . -:
    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/csu-hetzt-in-nazi-jargon-hartz-iv-schmarotzer.php
    http://www.erwerbslosenforum.de/allgemein/2016111678863.html
    „…Wir erwarten, dass die CSU diesen Videoclip umgehend entfernt und klar stellt, dass man Hartz IV-Beziehende nicht als Schmarotzer bezeichnen darf.“
    ——————————
    Bei all der Menschenverachtung ist die Tatsache, dass die Betroffenen, (die im Bewußtsein von bestimmten Politikern also durchaus dann auch mal als SCHMAROTZER bezeichnet werden), mit der beständigen Unterlassenen Hilfeleistung konfrontiert werden, auch nur ein weiterer Ausdruck dieser Menschenverachtung.

    Wenn sich Betroffene nun brav zu einer Anhörung anmelden, um dann mal, in Demut und Dankbarkeit!!, ihre „Geschichten“ bei dieser sogenannten Aufarbeitungskommission vor zu stellen, dann ist das , meiner Meinung nach, mehr als nur eine Farce. Auch das ist, im gesamtgesellschaftlichen Gesamtzusammenhang gesehen, bei all dem über Jahrzehnte hinweg bereits angehäuften Wissen zu der gesamtgsellschaftlichen Problematik, menschenverachtend, die Opfer verhöhnend.
    Denn die Betroffenen werden hier nichts weiter als vorgeführt, mit dem Köder/ dem Versprechen, dass sich dann , ja dann, dann wiklich danach!! etwas ändern würde….
    (Ein räudiger Hund wedelt vor Freude mit dem Schwanz, wenn man ihm etwas , sei es auch noch so kleines, von oben herab, zuwirft.- fällt mir dazu nur ein. Man will im Grunde genommen, für die Opfer doch nur das , was sie von Kindheit an bereits sowieso gewohnt sind, weiter aufrecht erhalten….)

  30. savina schreibt am :

    Sie werden nichts aufarbeiten. Das einzige was sie tun , besteht darin, dass sie sich aktiv dafür einsetzen, das System auch weiterhin zu stützen, indem die Täter nicht benannt, nicht individuell identifiziert und nicht zur Verantwortungsübernahme
    , Grenzen setzend, gesamtgesellschaftlich! verurteilt werden.
    Die „heile Welt“ wird weiter verteidigt.:
    „…Ein Phänomen kennen viele aus unserer Generation: Die „heile Welt“. Sie wurde von den Kriegskindern nach dem Krieg aufgebaut, in ihr hat man sich eingerichtet, hinter ihr hat man sich verschanzt. Wir, die Kinder der Kriegskinder, galten mit der Geburt als Stütze dieses Systems. Wir mussten funktionieren, so, wie die Eltern das vorsahen, damit die „heile Welt“ heil blieb. Wir wurden geboren, um die seelischen Wunden zu heilen, um zu beschützen. Und wehe, wenn man dann als Kind oder Heranwachsender nicht so funktionierte, wie die Eltern das von einem erwarteten. Dann wurde erbittert versucht, den Ausscherenden zurück in die „heile Welt“ zu pressen, oft mit aller Härte, bedingungslos und brutal. Denn wir wurden schließlich für die Aufrechterhaltung gebraucht….“
    aus: http://www.forumkriegsenkel.de/Studie.htm
    (Merkmalliste…)
    Um Täter zu (be-)schützn ist man sich auch nicht zu schade , die Opfer von damals zu Anhörungen aufzufordern, sie mit ihren Traumata zu konfrontieren, vor einem Nicht-Experten-Gremium, sie damit und dadurch fahrlässig der Re-Traumatisierung auszusetzen und das ganze dann auch noch vollkommen scham- und gewissenlos AUFARBEITUNG zu nennen.

  31. savina schreibt am :

    „…4. Schritt: Anruf nach der Anhörung, wenn Sie das wünschen

    Wenn Sie das wünschen, werden Sie einige Tage nach der Anhörung von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter einer Fachberatungsstelle für sexuellen Kindesmissbrauch angerufen. Sie werden sich bei Ihnen erkundigen, wie es Ihnen geht, und Ihnen gegebenenfalls helfen, Unterstützung zum Beispiel durch Fachberatungsstellen in Ihrer Nähe zu finden….“ aus: https://www.aufarbeitungskommission.de/aufarbeitung/vertrauliche-anhoerung/
    ———————-
    Trauma-Material kann durch so eine Anhörung nach oben gespült werden und dann, auch zeitversetzt!, zu einer Re-Traumatisierung führen, die bei dementsprechendem Trauma-Material auch tödlich !!! enden kann.
    Da die Versogung von traumatisierten Menschen deutschlandweit nur bestens und absolut gut ist, was die Versorgung mit Psychopharmaka, zur Gewinnmaximierung der Pharma-Industrie und Pharma-Lobby sowie der Betäubung/Ruhigstellung von an Leib und Seele geschädigten Menschen anbetrifft, , aber ansonsten, wenn es um eine tat!-sächliche Heilung, eine Wiederherstellung von Würde und Gesunder Autonomie geht, dann folgendermaßen katastrohal aussieht.: www-initiative-phoenix.de ; stehen Betroffene dann hinterher als „EINMAL GANZ VERTRAULICH ANGEHÖRTE“ wieder allein mit ihrer „GESCHICHTE“ im Alltag, zu der nun auch noch die Verhöhnung durch einen nicht arbeitenden, sogenannten FONDS SEXUELLER MIßBRAUCH gezählt werden kann. siehe: http://netzwerkb.org/2016/10/14/albtraum-fuer-die-antragstellerin/
    „Sie werden sich bei Ihnen erkundigen, wie es Ihnen geht, und …“ (siehe: oben)
    – Was für eine heroische Tat, was für eine Tat der Gnade !! (Sarkasmus)

  32. Claudia schreibt am :

    @Savina

    Ihre Kommentare sind einfach super!!!!

  33. savina schreibt am :

    Sexuelle Gewalt an Kindern
    Missbrauch noch immer alltäglich

    „In Vereinen, Heimen, Familien, in der Kirche: Sexuelle Gewalt an Kindern gibt es überall. Prävention, sagen Experten, beginnt mit Aufarbeitung.“
    https://taz.de/Sexuelle-Gewalt-an-Kindern/!5359988/
    vom 07.12.2016
    „…Bis 2019 will die Kommission 500 Gespräche mit Betroffenen führen, 40 seien bereits geführt. Am 31. Januar 2017 soll es ein öffentliches Hearing geben. Viele Opfer, so Bergmann, wollen ihre Geschichten öffentlich machen. Darüber hinaus erwarten Betroffene, dass es endlich ein Opferentschädigungsgesetz gebe. …“

    ———————————
    Prävention beginnt meiner Meinung nach mit der konsequenten und vehementen Täter-Ächtung.

    Die gesamtgesellschaftliche Verharmlosung und Bagatellisierung der Taten muss aufhören.
    – Erst dann beginnt die Prävention, meiner Meinung nach.

    Fakt jedoch ist :
    Verharmlost wird da
    wo die Justiz bagatellisiert.:
    https://www.change.org/p/bundesjustizminister-heiko-maas-justizminister-heiko-maas-sexueller-missbrauch-von-kindern-ist-kein-kavaliersdelikt-f%C3%BCr-eine-reformierung-des-176-1-2-4-5-stgb-und-des-176a-4-stgb-im-hinblick-auf-das-mindeststrafma%C3%9F

    Verhaemlost wird da
    wo nach wie vor – zur Aufrechterhaltung eines Rechtfriedens für die Täter und die Gesamtgesellschaft – die Verjährungsfristen immer noch weiter beibehalten, „wie in Stein gemeißelt“, werden.

    Verharmlost wird da
    wo eine psychiatrische Dignose, die Posttraumatische Belastungs-STÖRUNG aus den an Leib und Seele geschädigten Menschen, durch Menschen/ Täter gemacht (man made desaster), dann GESTÖRTE gemacht und sie dadurch stigmatisiert und ausgrenzt werden , um sie dann in den Bereich der PSYCHIATRIE abzuschieben. (Um sich das Problem so dann weg!! zu abstrahieren. )

    Verharmlost wird da
    wo konsequent und vehement gesamtgesellschaftlich über die lebenslänglichen! Trauma-Folgen
    keine Aufklärung erfolgt.

    Verharmlost wird da
    wo selbst in den medizinischen Bereichen, dort wo traumatisierte Menschen mit Trigger- sowie Flashback-Momenten und Dissoziationen als Antwort des Körpers auf bestimmte medizinische Behandlungen am ehesten zu rechnen haben, kein Wissen über die Trauma-Folgen an das medizinische Personal vermittelt wird und eben auch dort, wo falsche Behandlungen dann diese Betroffenen erneut schädigen können, Betroffene schell zu VERHALTENSGESTÖRTEN gemacht und damit erneut stigmatisiert werden.

    Und was den Umgang von im Heute erwachsenen Betroffenen angeht, wenn es um Hilfe und Unterstützung durch sichtbare, tat!-sächliche Leistungen geht, dann sieht die Realität doch nach wie vor einfach nur beschämend für diese Gesamt-Gesellschaft, in der sich Deutschland nach außen hin als reiches Land mit Werten darstellt, aus.:
    http://netzwerkb.org/2016/10/14/albtraum-fuer-die-antragstellerin/
    Oder sie, die Betroffenen, befinden sich aufgrund ihrer Be- und Einschränkungen, aufgrund der von Menschen gemachten Beschädigungen, aufgrund der Trauma-Folgen,dann später im ALG II – Bezug und damit erneut in der Ausgrenzung und Stigmatisierung.

    Wo ein an z.Bsp. Krebs erkrankter Mensch schnelle und unbürokratische Hilfe durch einen 2-seitigen unbürokratischen Antrag bei der Deutschen Krebs-Stiftung erhält, werden dagegen traumatisierte Menschen durch die Bagatellisierung und Verharmlosung der Täter und deren Taten weiterhin ignoriert und im Stich gelassen.
    Und ich behaupte:
    Das passiert ganz bewusst.
    Solange Trauma und die damit verbundenen Trauma-Folgen per gesamtgesellschaftlichen Konsens einfach nicht stattfindet/n, um so die Täter nicht in das Blickfeld , auch bei sogenannten Aufarbeitungen eben nicht, mit hinein zu nehmen; solange daran festgehalten wird und genau dadurch immer wieder nur bagatellisiert und verharmlost wird, solange wird sich hierzulande nichts grundlegendes ändern.
    PRÄVENTION BEGINNT BEI DER TÄTERÄCHTUNG !!!!
    Der Opfer-Verachtung muss ein gesamtgesellschaftlicher Bewußtseins-Wandel entgegen gesetzt werden, denn Trauma ist kein individuelles Problem.:
    http://www.traumaheilung.de/warum-trauma-kein-individuelles-problem-ist/
    Und:
    NICHT DIE OPFER HABEN SICH ZU SCHÄMEN.
    „…Das verlangt, dass jemand – Exponent von Staat oder Kirche – aufsteht und diesen schwierigsten aller Sätze sagt: „Ich schäme mich.“ Angesichts jener Dinge, die wir in den vergangenen Jahren aus den Heimen, Wohngemeinschaften und Pflegefamilien erfahren haben, ist das zumutbar, denke ich. ?“
    aus: http://diepresse.com/home/leben/mensch/5125042/Wo-Wuerde-beginnt

  34. Kassandra schreibt am :

    @Salvina: „Solange Trauma und die damit verbundenen Trauma-Folgen per gesamtgesellschaftlichen Konsens einfach nicht stattfindet/n, um so die Täter nicht in das Blickfeld , auch bei sogenannten Aufarbeitungen eben nicht, mit hinein zu nehmen; solange daran festgehalten wird und genau dadurch immer wieder nur bagatellisiert und verharmlost wird, solange wird sich nichts grundlegendes hierzulande ändern.“

    Das ist genau der Punkt und mir scheint, das soll auch so bleiben!
    Auf diese Weise funktioniert der Täterschutz. Es besteht aus gutem Grund kein Interesse seitens der „Eliten“ das Traumata und die Folgen ins gesellschaftliche Bewusstsein kommen.
    Wäre es anders, würden wahrscheinlich 99 % der Weltbevölkerung sich ihrer eigenen Traumatisierungen bewusst…
    Ein traumatisches Erlebnis beginnt ja nicht erst durch sexuelle Gewalt, sondern hat in der Regel schon viel eher begonnen.
    Sicher gebundene Kinder, so meine Hypothese, werden kein Opfer sexueller Gewalt!

    Wirkliche Aufarbeitung bedeutet für mich, dass die Betroffenen die Zeit vor der Tat nicht aus dem Blick verlieren…
    Nicht nur die Täter hatten eine traumatische Kindheit, die ihre Taten „erklären“ soll, sondern die Opfer auch!
    Als Betroffener würde ich wissen wollen, warum mir das angetan wurde…
    Ich bin nicht Opfer sexueller Gewalt, aber ich arbeite traumatherapeutisch mit Menschen, die das erleben mussten.
    Und jedes Mal ist es, als ob die Büchse der Pandora geöffnet wird, weil die kindlichen Bindungstraumatisierungen diese Tat zur Folge hatten…

    Für mich war es ein Schock, als ich erkannte, das traumatische Ereignisse nicht die Ausnahme sind, sondern die Regel und das ich selbst auch traumatisiert bin!

    Wir leben in einer weltweiten Gesellschaft aus Tätern und Opfern!
    Und ja, das soll auch so bleiben…nur so können weiter Kriege geführt werden, weil die Täter an der Macht sitzen und einfach den längeren Hebel, bzw. das Geld haben, um diese Gewaltspirale aufrecht zu erhalten!
    Sie haben kein Bewusstsein dafür, dass sie sich letztendlich damit selbst vernichten, wenn sie weiter nur ausbeuten, morden und unsere Lebensgrundlage, den Planeten Erde, in eine „Wüste“ verwandeln.

    Und ja, so wie es den Anschein für mich hat, ist auch eine Michaela Huber, als Traumaexpertin, nicht bereit, sich diesem Thema in voller Konsequenz zu stellen…
    „Traumaexperten“ sind also mit Vorsicht zu genießen, solange sie sich nicht ihren eigenen Traumatisierungen bewusst sind!

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