18 Kommentare

  1. Blickle Peter schreibt am :

    Ich habe mir überlegt ob es wert ist, ein Kommentar hier abzugegeben. Ja ist es. Wie Kann es sein Herr Denef dass Sie interne Termine und interne Gespräche die Ihnen im Vertrauen mitgeteilt wurden zu veröffenlichen? Desweiteren das ganze als Realsatire zu bezeichenen? Statt den Opfern Mut zu machen an diesem Objekt mitzumachen, diffamieren Sie die Aufarbeitungskommission und versuchen IHRE Meinung als einzig und Richtig hinzustellen. Ich war bei der Aufarbeitungskommission und man hat mich mit Respekt behandelt.Von heute auf morgen wird und kann sich nichts ändern, aber auf dem Weg bleiben etwas zu bewirken nämlich dass sich die Sexualstraftaten verringern und die Aufarbeitung nicht im Sande verläuft. Sie sind nicht der einzigste Betroffene und ich werde den Eindruck nicht los, dass es Ihnen nicht um die anderen Sexualopfern geht, sondern nur um Sie selbst. Ich bin ein Opfer und mache anderen Mut sich zu öffnen oder sich an den richtigen Stellen Hilfe zu holen. Ihr Verhalten führt jedoch nicht dazu dass man ein Miteinander und Vertrauen erschaffen kann. Wenn man nur sein eigenes Leid sieht und nicht die der anderen wird man subjektiv. Sie könnten es besser machen als alles nur in Zweifel zu ziehen.Mit Freundlichen Grüßen Peter Blickle
    Ps:Dieses Kommentar gehört zum Thema. Ausser es passt Ihnen mal wieder nicht.

  2. savina schreibt am :

    „…Doch wie wir jetzt feststellen konnten und Sie selbst beschreiben, führen Sie als Kommission, die mit der Aufgabe betraut ist, Fälle sexualisierter Gewalt aufzuarbeiten, lediglich Anhörungen durch, in denen Betroffene ihre Erlebnisse erzählen können….“ ( Zitat aus dem Offenen Brief)
    Auf
    http://netzwerkb.org/2016/11/04/aufarbeitungskommission-eine-farce/ sind dazu bereits individuell verschiedene Kommentare von Betroffenen geschrieben worden….

    Peter Blickle;
    Zu den „Hilfen“ für Betroffene:
    http://netzwerkb.org/2016/10/14/albtraum-fuer-die-antragstellerin/ ;
    http://netzwerkb.org/2015/10/24/fonds-sexueller-missbrauch/#comment-596316 ;
    Zu der therapeutischen Unterversorgung:
    http://initiative-phoenix.de/

    WENN ICH REDEN WILL, MÖCHTE ICH DIES INNERHALB EINER TRAUMA-THERAPIE BEI JEMANDEM ZU DEM ICH VERTRAUEN AUFBAUEN KANN, DENN DAS VERTRAUEN IN MENSCHEN IST MIR IN DIESEM HOCH ZIVILISIERTEN LAND DEUTSCHLAND, DEM LAND MIT EINER LEITKULTUR, SCHLICHT UND ERGREIFEND ABHANDEN GEKOMMEN.

    ZUM REDEN HAT MICH KEINER AUFZUFORDERN UND ERST RECHT NICHT ZU EINER TEILNAHME AN EINER ANHÖRUNG.
    ICH HABE NICHTS VERBROCHEN. DAS WAREN ANDERE, DIE DIES TATEN UND DIE SOLLTEN RUHIG MAL ZUM REDEN AUFGEFORDERT WERDEN.

    (Und auch kein anderer hat da diesbezüglich für mich zu denken oder zu entscheiden.)

    Und wenn die Täter- Problematik nicht in die Aufarbeitung mit hinein genommen wird, so wie es doch im Offenen Brief klar und deutlich zum Ausdruck gebracht wurde, dann fehlt da etwas ganz entscheidendes in der sogenannten Aufarbeitung.
    Dann ist es eben ganz normal, dass
    Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen weiterhin bagatellisiert wird.
    https://www.change.org/p/bundesjustizminister-heiko-maas-justizminister-heiko-maas-sexueller-missbrauch-von-kindern-ist-kein-kavaliersdelikt-f%C3%BCr-eine-reformierung-des-176-1-2-4-5-stgb-und-des-176a-4-stgb-im-hinblick-auf-das-mindeststrafma%C3%9F
    Und: Die Täter werden dann auch, u.a., durch die Beibehaltung von Verjährungsfristen weiterhin gut und bestens beschützt.:
    http://netzwerkb.org/2011/11/25/missbrauchsopfer-wollen-verjahrung-mit-klage-abschaffen-2/
    http://netzwerkb.org/2011/11/23/schluss-mit-dem-taterschutz/
    Und im übrigen, diese ANHÖRUNGEN können, so wie die 13-seitigen Anträge für den FSM (Fonds sexueller Mißbrauch) es bereits getan haben, re-traumatisieren, was dann je nach Intensität der Trauma-Konfrontation sich in ganz verschiedenen Intensitäten ereignen und sogar, bei extremer Intensität, tödlich enden kann.

    Trauma ist nicht gleich Trauma.
    Und:
    Ein Betroffener ist nicht genauso wie ein anderer Betroffener.
    Traumata sind mitunter nicht vergleichbar und der Grad der Beschädigungen an Leib und Seele ist auch individuell verschieden.
    Und deshalb.:
    Das Risiko einzugehen, sich diesen Nicht-Fachleuten zur Verfügung zu stellen, ihnen blindes Vertrauen entgegen zu bringen, um ihnen dann die eigenen „Geschichten“ zu erzählen, würde ich Menschen mit sehr schweren und über viele Jahre hinweg erfolgten Traumatisierungen auf gar keinem Falle anraten. Das anzuraten, ist in meinen Augen fahrlässig.
    ES KANN TÖDLICH ENDEN: !!!
    Durch das Erzählen des Erlittenen kann derjenige, der da gerade erzählt, in eine massive Trauma-Konfrontation geraten und dadurch dann sich selbst, vollkommen unwillkürlich und ungewollt, re-traumatisieren.
    Das ganze ist vorher nicht planbar und überhaupt nicht vorhersehbar, weil dann eben alles vollkommen unwillkürlich abläuft, vom Traumagedächtnis, dem limbischen Gehirn ausgehend…..
    Deshalb sollten da nur Leute vom Fach, nur solche, die gut ausgebildeten Fach-Leute sind, die dann das ganze, wenn es außer Kontrolle geraten ist ( Die Trauma-Folgen sind nun mal: Trigger, Flashback, Hyper-Arousel- Zustände, Dissoziationen- …), dann wieder auffangen können und dann wissen was zu tun ist. Bzw. sollte schon im Verlaufe des Erzählens in einer gewissen Art und Weise auf den Betroffenen, der da gerade über seine Traumata redet, Einfluss genommen werden, so dass er erst gar nicht in die Re-Traumatisierung rutschen kann und vorher noch rechtzeitig gestoppt wird beim “ Drüber Reden“.
    Für schwer traumatisierte Menschen kann das, wozu sie von dieser AUFARBEIRTUNGSKOMMISSION aufgefordert werden, äußerst gefährlich werden, mitunter lebensgefährlich.

    – Nicht umsonst ist Achtsamkeit allerhöchstes Gebot bei der Konfrontation mit den Traumata…..:http://www.schweigen-brechen.de/Therapie.html

    Was aber hier bei dieser AufarbeitungsKommission abläuft,
    hat mit Achtsamkeit nichts mehr zu tun, meiner Meinung nach. Es ist,den Betroffenen gegenüber, einfach nur verantwortungslos.
    dazu auch:
    http://netzwerkb.org/2016/01/30/deutsche-aufarbeitung/#comment-597409
    http://netzwerkb.org/2016/08/07/start-einer-neuen-umfrage-durch-den-ubskm/

  3. eliana schreibt am :

    Die sachkundige Warnung in Savinas Beitrag macht die naiv-verantwortungslose Vorgehensweise der A-Kommission mit ihren „Anhörungen“ deutlich. Also muss man damit rechnen, dass gefährliche Situationen entstehen können. Wie qualifiziert sind diese „Anhörer“?
    Außerdem: Es gibt zig Quellen, dokumentarische, literarische, künstlerische Verabeitungen des Themas, wissenschaftliche Untersuchungen noch und noch. Es ist absurd, dass Wissenschaftler hier in empirischem Eifer erneut das Rad erfinden und dafür mehrere Jahre alimentiert werden sollen. Ich habe z.B. 1992 einen der ersten Romane zum Thema publiziert, mit mehr als 100 Lesungen und Diskussionsveranstaltungen bundesweit, zig Pressebesprechungen, es ist einfach lächerlich, so zu tun, als müsse man von vorne anfangen. Ich kann nur den Kopf schütteln über diese Kulissenschieberei in Berlin, bei der dringend benötigte Gelder verschleudert werden wie beim Bau des Berliner Flughafens.

  4. Sturm schreibt am :

    Genau so sieht es aus.
    In der Kindheit sexuell mißbrauchte Personen haben unter Umständen jahrelangen Therapiebedarf. Mit langsamen Therapieerfolgen.
    Wenn das im Rahmen der gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden kann, solte der Staat anderweitig seiner unmittelbaren Verantwortung gerecht werden, damals weggeschaut und nicht interveniert zu haben.
    Ich persönlich erinnere mich noch sehr genau, wie damals Polizei bei uns zu Hause war wegen permanentem SCHREIEN, und es ging denen NUR um die Ruhestörung.
    Ich erinenre mich noch sehr genau en meinen Anruf bei der Polizei, mit der Antwort, der könne nciht aus der Dienststelle weg, da er alleine sei.
    HEUTE sieht das ganz anders aus.
    Ein verdächtiger Koffer – 2 Streifenwagen raus.
    Der Staat hat in den 80er 90er Jahren als wir Kinder waren 100% versagt. So sieht es aus.
    Linke Lehrer die ihre Schäler mißbraucht haben, bzw. ein Verhältnis mit ihnen, ohne jede Konsequenz, jeder wußte davon.
    Berlin ist so durch.
    Daß da nicht mehr Leute durchdrehen an den Tafeln grenzt an ein Wunder.

  5. Sturm schreibt am :

    Es braucht keine Aufarbeitungskommission, kein Sachverständigen gutachten. Es braucht therapeutische und finanzielle Hilfen für die Betroffenen.
    Aufgearbeitet ist – bis auf das Tabuthema Mißbrauch durch Mütter und Frauen, fast alles.

  6. savina schreibt am :

    Ja, und ich möchte es an dieser Stelle nochmals wiederholen.:
    ES SIND KEINE GESCHICHTEN, DIE DA EINEM PUBLIKUM (ZUR UNTERHALTUNG ?? ) VORGETRAGEN WERDEN.ES HANDELT SICH UM DIE NOCH/ODER WIEDER ERINNERBARE WIEDERGABE VON GESCHEHNISSEN, DIE DAMALS IN DER KINDHEIT/ JUGEND EINE TRAUMATISIERUNG AUSLÖSTEN.:http://schweigen-brechen.de/Trauma.html DAS KANN ZUR TRAUMA_KONFRONTATION FÜHREN, WORAUFHIN DANN ENTWEDER DER KÖRPER, DAS GESAMTE KÖRPERSYSTEM, SOFORT REAGIERT ODER DIE SEELE DANN EINFACH NICHT MEHR WEITER WILL UND SICH ZEITVERSETZT DER TRAUMATISIERTE MENSCH DANN IN DEN SUIZID BEGIBT.

    ICH WIEDERHOLE ES NOCHMALS::
    DAS GANZE KANN TÖDLICH ENDEN !!

    Es ist mir vollkommen bewusst, dass es denen nicht um die Menschen geht, sondern nur um die eigene, existenzielle Absicherung und ihren guten Ruf.
    Aber wer hierzulande noch Verantwortungsgefühl für Menschen besitzt und darüber genauso wie ich Auskunft geben kann, bitte derjenige, sollte auch unbedingt! hier auf netzwerkb vor dem was da abläuft warnen, denn es geht wirklich dann erneut um Leben oder Tod…
    Es geht hier um Menschenleben, um grausame Lebens-Biographien (die auch überhaupt nicht vergleichbar sind mit dem Holocoust oder der Situation von extrem körperlich gefolterten Menschen , die sich anderswo einer Diktatur widersetzten – es gibt Menschen , die das vergleichen wollen, um damit auszusagen, dass das bischen Gewalt in deutschen Elternhäusern doch gar keine Gewalt ist und sich die Betroffenen mal nicht so anstellen, nicht so haben sollen, denn woanders passiert noch viel schlimmeres bzw der Holocoust wird zu einem Maßstab gemacht.- Das ist so absurd, aber ich habe es selbst mehrfach erlebt… )
    Es kann doch nicht um das Füllen von Archiven mit Archivmaterial gehen, damit dann hinterher Wissenschaftler bei Kongressen sich gegenseitig für ihre geleistete , bezahlte Arbeit belobigen und anerkennend auf die Schulter klopfen können, zur eigenen Selbst-Darstellung, nur um, u.a., ihren eigenen GUTEN RUF zu wahren.

  7. Blickle Peter schreibt am :

    Nochmals zu der Aufarbeitungskommission. Keiner wird gezwungen hin zu gehen. Zu den Mitarbeiter sollte man schon erwähnen dass dort qualifizierte mitwirken. Eine Richterin A.D., Wildwasser, Psychologen/inen. Ich gehöre nicht der Aufarbeitungskommission an. Ich arbeite im Fachbeirat bei der Anlaufstelle Bayern mit. Desweiteren bei der IPP-Studie und noch paar Projekte. Was ich hier Raushöre/Lese ist Unsicherheit. Was ich mir wünschen würde wäre ein Miteinander mit all den Stellen die sich mit dem Thema „Sexuelle Gewalt“. Aufarbeitung ist nunmal ein schwieriger Weg. In meinem Falle kann ich nur sagen, egal wie schwer und egal wie die Gesellschaft damit meint umzugehen, ich werde mich immer dafür einsetzen, dass die Sexuelle Gewalt weder verjährt, noch als Gesellschaftliches Problem versandet. Wir verlangen zu Recht dass man sich das Thema „Sexuelle Gewalt und Missbrauch ernstahft annimmt, doch dazu ist es Notwendig zusammen zu arbeiten. Bei der OEG-Stelle ist man der Meinung, dass zum Beispiel Heimkinder die sexuell Missbraucht wurden, da nichts zu suchen haben mit der Begründung; fand auch in den Familien statt. Herr Denef, bitte nutzen Sie Ihren Einfluss für alle und das ist meine persönliche Bitte an Sie. Desweiteren erschaffen Sie bitte Vertrauen und nicht Misstrauen und das haben Sie mit der veröffentlichung Interne Gespräche und Termine ein kleinwenig verbockt. Einen Fehler zu machen ist nicht schlimm, aber nicht zu korrigieren schon. Wie sind immer noch am Anfang und der weg wird noch lang und steinig sein. Mit freundlichen Grüßen
    Peter Blickle

  8. Ex-Oenwaldschüler schreibt am :

    @Blickle Peter:Hier spricht ein „Experte“…das ist der Tenor….und Sie haben keine Ahnung…Ex_odenwaldschüler und Betroffener

  9. Ex-Oenwaldschüledr schreibt am :

    und @Blickle Peter:So wie Sie sich das vorstellen und die UbMKS geht es nicht…nämlich gegen die Betroffenen und über deren Köpfe hinweg!!!!Und eine Richterin und Psychologinnen sind kein Garant für die Wahrheit und das „Gelingen“ .Oder haben Sie und der UBSKM jetzt die Deutungshoheit…sieht ganz so aus …

  10. Ex-Oenwaldschüledr schreibt am :

    @und Herr Blickle: Ich bin froh, das Herr Denef ehrlich ist und nicht Ihre Heimlichtuereien und die des UBSKM mitmacht.Für mich ist so ein Verhalten nämlich verlogen und hinterhältig.Danke das Sie uns in die Gedankenwelt und Verhaltenseisen des UBSKM einen Einblick gewährten…

  11. savina schreibt am :

    Ex-Odenwaldschüler;
    Das sehe ich auch so.

  12. eliana schreibt am :

    @ Herr Blickle:
    Das Konstrukt dieser sogen. Aufarbeitungskommission überzeugt einfach nicht. Mich zum Beispiel fuchst es ungemein, dass es keine „Wahrheitskommission“ ist, die die Täter miteinbezieht und sie zwingt, sich dem Leid zu konfrontieren und Verantwortung zu übernehmen.
    Außerdem wird hier Geld an der falschen Stelle ausgegeben. Die Kommissionsmitglieder sind zwar ehrenamtlich tätig, aber was heißt das schon? Die Verschriftlichung der Telefonate von Tausenden betroffenen „Geschichten-Erzählern“, die anschließende wissenschaftliche Aufbereitung des erhobenen Datenmaterials mit grafischen Darstellungen usw. usf. (siehe Abschlussbericht 2011) gibt’s doch nicht für umsonst. Und nichts davon ist repräsentativ, demnach wissenschaftlich nicht wirklich belastbar! Die besonders schwer Betroffenen, die oft allein sind, sich in einer akuten oder dauerhaften Krise befinden, werden nicht zum Hörer greifen, geschweige denn zu einer Live-Anhörung anreisen. Sie schaffen es vielleicht mit Mühe und Not, ihre Formulare auszufüllen, mit denen sie um Hilfe flehen. Das ist doch die Lage.

  13. hildegard schreibt am :

    Weiß dieser Staat eigentlich was er tut, wenn er Übergriffe auf Leib und Leben nicht jederzeit aufzuarbeiten bereit ist?
    Uns Überlebenden anfangs mit Drohungen und schließlich mit Verjährungen zu kommen – das kommt wiederholten Angriffen gleich.
    Und: Dichtung und Wahrheit sei in der Erinnerung nicht mehr klar auseinander zu halten. – die strittigen Verjährungen damit zu begründen ist der Fluchtversuch aus einer nie verjährbaren Verantwortung all der damals Beteiligten, ist Ausflucht der Justiz nach eiskalter Zurückweisung und unterlassener Hilfeleistung.

    Mag sich etwa heute noch irgendein damaliger Beteiligter an seine Gewissens-Entscheidung erinnern, sich wie alle übrigen Mitwisser der Täter-Schutzfunktion zu unterwerfen? Wer mag schon heute zu seiner Erfüllung des Tatbestands einer Mittäterschaft UND zu seiner [bis heute] dazu gehörigen unguten Gefühlslage stehen?!

    Diese kollektive Verdrängung gehört dringend „auf die Couch“. Denn dieses Versagen zeigt sich bereits durch böse Folgen wie der Sprachverrohung, Reiztöne, …

    Und am Ende einer unendlichen Aufarbeitungs-Erzähl-Geschichte sollen uns dann Anhörungsexperten nichts als ihr Mitleid bekunden?
    Wie das?
    Nach meinem Rechtsverständnis geht es allererst um Fragen wie:
    Braucht hier überhaupt jemand Mitleid? Oder etwa die schließlich unvermeidliche und sicher gut gemeinte ’s-ist-aufgearbeitet-und-alles-ist-gut-Kommisssions-Abschluss-Party?
    Wer braucht das?
    Wie glaubhaft käme das bei uns an? Oder soll die Inszenierung die chloroformierte Gesellschaft besänftigen?

    Wollen wir „Wahrheit und Klarheit“, wie uns anfangs versichert wurde?

    Wir dürfen davon ausgehen das WAR eine richtlinienkompetente Aussage gewesen? – Was wäre anderenfalls von dahergesagten Redensarten zu halten, die schwer verletzte Menschen beleidigen und verhöhnen dürften, im Namen der Regentin?

    NetzwerkB erwartet, dass es hier schnelle Einsichten, unkomplizierte Hilfen für die vergessenen Generationen und Versöhnung und Neubeginn gebe – auch seitens aller heutigen Regierungsmitglieder – nicht mehr, nicht weniger.

  14. eliana schreibt am :

    Jawoll, ihr Anhörungsexperten, ihr staatlich bestellten und bestallten Anhörungskommissare! Bei soviel Entgegenkommen geht einem doch recht wohlig ein adventliches Versöhnungslichtlein auf. Oder doch eher die Erinnerung an Heinrich Heine?
    „Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
    da ward mir seltsam zumute;
    ich meinte nicht anders, als ob das Herz
    recht angenehm verblute.“

  15. savina schreibt am :

    eliana;
    Jawoll, …
    ich habe da auch schon seit langem ganz eigenartige Assoziationen, u.a. diese hier :
    https://www.youtube.com/watch?v=LNmyQahcOTw – 3 min –
    „Der Untertan“ (Trailer), von Heinrich Mann
    „…Doch bald schon erkennt er, daß man der Macht dienen muß, wenn man selbst Macht ausüben will. …“
    (unter: MEHR ANZEIGEN…)
    —–
    https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article130759989/Erklaer-mir-Deutschland-am-besten-unterhaltsam.html

    „…„Der Untertan“ hat den Maßstab dafür gesetzt, was ein Roman an Zeitdiagnose leisten kann. …“

  16. Elfi schreibt am :

    ich Bezeichne es als Affront wie mit den Meisten von uns so umgegangen wird. Man schildert die Erlebnisse glaubwürdig, es wird den Glauben geschenkt, die Mitwisser bzw. Mittäter sind. Mit 62 bin ich müde und erschöpft und gehe so meinem Ziel hoffnungsvoll entgegen.

  17. savina schreibt am :

    Viele landeten damals in den Psychiatrien, wo „Helfer“ auf sie warteten , um an den Opfern ihre beruflichen Qualifikationen unter Beweis zu stellen.
    Das sah dann, doch wohl deutschlandweit, so aus wie in diesem Buch, – im August 2015 erschienen – beschrieben.:
    https://www.amazon.de/Die-Stimmen-briggebliebenen-Christian-Discher/dp/3981425723/ref=tmm_pap_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1453534168&sr=8-1
    „… Das ärztlich dokumentierte Stigma schlägt ihm die Türen zurück ins Leben zu. Aufgrund der medikamentösen Zwangsbehandlung, die ihm anderthalb Jahre die Artikulationsfähigkeit raubte und ihn körperlich massiv einschränkte, war er dem Urteil des Fachpersonals hilflos ausgeliefert. …“
    —————-
    Einer meiner Lieblingsfilme ist dieser Film.:
    https://www.youtube.com/watch?v=_8EKVLmNoS8
    Einer flog über das Kuckucksnest (1975) – Trailer German (2 min)

    Insgesamt ergibt sich für mich immer wieder und immer noch nach wie vor die Frage.:
    Wer oder was ist hier tatsächlich krank ?

    Die „Schwester Ratched“, eine „helfende“ Krankenschwester, existiert noch heute unter uns.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Einer_flog_%C3%BCber_das_Kuckucksnest_(Roman)
    – Das, was diese Schwester Reched in der Buch- und Filmhandlung auslebte, meine ich immer , wenn ich von der Auslebung eines subtilen Sadismus, hinter einer Fassade des Guten, spreche….
    Und von daher..
    Ja, ich sehe das auch so. Das ganze ist ein Affront, eine weitere Kränkung/Schmähung der Betroffenen; gut getarnt hinter einer Fassade der guten Absichten.
    ———————–
    Warum geht diese Aufarbeitungskommission nicht in die Psychiatrien. Da können sie doch auch noch spannende „Geschichten einsammeln“ ?

  18. savina schreibt am :

    Eine Ergänzung:
    https://www.change.org/p/landesregierung-gegen-folter-und-zwangsbehandlungen-in-deutschen-psychiatrien?recruiter=27756669&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=share_page&utm_term=des-md-supporter_signature_milestone_email-custom_msg&fb_ref=Default
    Darin heißt es, u.a.:
    „…· Es besteht die Notwendigkeit der fachlichen Überprüfung sämtlicher erstellter Gutachten über Menschen durch die Chef-, Ober- und Assistenzärzte der benannten Einrichtungen und den mitwirkenden Behörden (z. B. der Sozialpsychiatrische Dienst…), denen bei diesen angeregten Prüfungen Fehlverhalten nachgewiesen werden kann….“

    Diese Pedition gehört mit in den gesamten Zusammenhang zu dem gerade verlinkten Buch
    „Die Stimmen der Übriggebliebenen Taschenbuch – 6. August 2015 , von Christian Discher (Autor)

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