Abschlussbericht Regensburger Domspatzen

18.07.2017: TP Presseagentur Berlin

Abschlussbericht der Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen vorgelegt.

Nach etwas mehr als zwei Jahren intensiver Untersuchung der Misshandlungs- und Missbrauchsvorfälle bei den Regensburger Domspatzen ab 1945, wurden die Untersuchungsergebnisse heute der Öffentlichkeit vorgestellt.

Abschlussbericht_Domspatzen

Danach sollen über Jahrzehnte hinweg insgesamt 547 Kinder Opfer von körperlicher und sexueller Gewalt geworden sein.

Die Opfer sollen die Zeit als „Hölle und Konzentrationslager“ bezeichnet haben. 49 Beschuldigte sollen bisher identifiziert worden sein.

Vorwürfe wurden auch gegen den Bruder von Papst Benedikt XVI., Georg Ratzinger erhoben, der zwar von sexuellen Übergriffen nichts gewusst, aber bei den Misshandlungen weggeschaut habe.

Norbert Denef, Vorsitzender der Opferorganisation netzwerkB, von der TP Presseagentur um eine Stellungnahme zum Abschlussbericht gebeten, sagte: „Ich beziehe mich auf meine Presseerklärung vom 13. Juli 2017 http://netzwerkb.org/2017/07/13/regensburger-domspatzen-abschlussbericht/, in der ich bereits vorausgesagt habe, dass Schuldige mit Ross und Reiter nicht genannt werden können, weil alles verjährt ist. Eine Entschädigung von 1 Million Euro pro Opfer wäre angemessen und nicht – wie von der kath. Kirche im Falle der Regensburger Domspatzen wiederholt vorgeschlagen – mit 5 bis 20.000 Euro abzuspeisen.“

Quelle: tp-presseagentur.de

4 Kommentare

  1. elfi schreibt am :

    Die Entschädigungshöhe ist ein Hohn und wie die Kirchenoberhäupter reagieren skandalös. wenn man bedenkt, dass sie von Steuergeldern bezahlt werden, einfach Finanzierung streichen bzw. kürzen. (Wurde mir doch vorgeworfen, dass Entschädigung von Steuergeldern bezahlt wird, berufe mich auf Würde des Menschen und auf die Rechte nach Grundgesetz – haben Opfer eher verdient als Täter!)
    Wir müssen zusammen halten und uns dagegen wehren.

  2. Esther schreibt am :

    Diese scheinheiligen Pfaffen sind zum kotzen.
    Sie könnten den Opfern 20 Millionen Euro geben, das würde den einzelnen Seelenmorden nicht gerecht werden !!!
    Was denken DIE sich eigentlich ???
    Geben ihre Taten nicht zu und denken sich mit ein paar Euro reinwaschen zu können ???
    Es fällt mir inzwischen schwer die hl. Hostie aus der Hand eines Geistlichen zu nehmen!!!
    Wo waren seine Hände vielleicht eine Stunde vorher ???

  3. Heinz Messerer schreibt am :

    Den Kuttenträgern am Altar sollte man Miniröcke verordnen, damit man rechtzeitig sieht, was in den Köpfen vor sich geht. Eine Entschädigung von lediglich bis 20.000 € sind für diese Straftaten eine weitere kirchliche Schande. Unter 200.000 € darf bei der immens reichen Kirchenlobby absolut nichts laufen. Das Hitler Konkordat von Juli 1933 für einbehalten und abführen der Kirchensteuer durch den Staat ist aufzukündigen und ein Wahlkampfthema.

  4. hildegard schreibt am :

    Verjährt – das wurde für uns bei jedem Seelen-Zerstörungsversuch zum Fluch der bösen Tat! Überlebende von damals haben keine gerechte Chance . Wie lange schon? Wie lange noch?

    DIE JUSTIZ muss mit ihrer eigenen Scheinheiligkeit aufräumen, bevor sie den Königs-Weg zum einzig wirksamen Machtmittel gegen verjährten Seelenmord findet – muss ihre Fehleinschätzung eingestehen, muss rückwirkend ihren löchrigen Täterdeckmantel verbrennen, muss für den direkten Opferausgleich noch lebender Täter für den Seelenmord/die Seelenmorde einstehen!

    Was wäre wirksamer für unseren Rechtsfrieden?

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