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	<title>netzwerkB &#187; – auf die Angehörigen</title>
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	<description>netzwerkB ist eine unabhängige Interessenvertretung in der sich Betroffene von sexualisierter Gewalt für die Rechte Betroffener einsetzen.</description>
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		<title>Eingestellt, verjährt</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 19:30:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Promi-Opfer]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[Magnus Gäfgen erstreitet 3.000 Euro&#8230; von Gail R. Alle reden über den Täter. Ich auch. Er ist &#8220;faszinierend&#8221;. Im negativen Sinn. Dafür gibt es kein Wort. Weil es unüblich ist, dass ein Mensch sich mit seinen negativen Eigenschaften freiwillig so vehement in den Mittelpunkt drängt. Es ist gut, dass er das Geld gefordert hat. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Magnus Gäfgen erstreitet 3.000 Euro&#8230;</strong></p>
<p><em>von Gail R.</em></p>
<p>Alle reden über den Täter.<span id="more-9345"></span><br />
Ich auch.<br />
Er ist &#8220;faszinierend&#8221;.<br />
Im negativen Sinn.<br />
Dafür gibt es kein Wort.<br />
Weil es unüblich ist, dass ein Mensch sich mit seinen negativen Eigenschaften freiwillig so vehement in den Mittelpunkt drängt.<br />
Es ist gut, dass er das Geld gefordert hat.<br />
Es ist gut, dass er das Geld erhalten hat.<br />
Er hat bewiesen, dass er auch nach neun Jahren nicht gelernt, sich nicht verändert, sich nicht entwickelt hat.<br />
Er liefert selber den Grund, warum er nie entlassen werden darf:<br />
Es fehlt ihm an Empathie, eine essentielle Fähigkeit unserer sozialen Kompetenz.<br />
Egal warum.<br />
Falls sich Empathie lernen lässt, er kann sie nicht lernen.<br />
Egal warum.<br />
Er ist nicht gesellschaftskompatibel.<br />
Seine Hemmungslosigkeit war schon früh vorhanden,<br />
als er meine Kinder beklaute, bedrohte und sexuelle Gewalt antat.<br />
Der Kontakt wurde ihm damals immerhin verboten.<br />
Sonst hat es die Gesellschaft aber nicht weiter interessiert &#8211; trotz meiner Hartnäckigkeit an der Verteilung von Informationenen.<br />
10 Jahre später beschuldigte er meine Kinder, den bereits ermordeten Jakob von Metzler bei sich zu beherbergen.<br />
Dann brach das SEK in unsere drei Wohnungen ein.<br />
Ein hässliches Erlebnis.<br />
Meine Kinder durften im Zeugenstand den &#8220;Fall von damals&#8221; nicht zur Sprache bringen. Sie hielten sich an das explizit formulierte Verbot.<br />
Ich wurde nicht gehört, trotz schriftlichem Angebot.<br />
Und die Anschuldigung wegen sexuellem Missbrauch wurde eingestellt, ohne uns jemals gehört zu haben.<br />
Und eines der Kinder hatte in den Jahren zwischen dem Übergriff und dem Mord die Sorge geäußert, &#8220;er studiert nur Jura, damit er später mal ein Kind umbringen kann&#8221;. Mein Kind hatte ihn so kennengelernt, dass er Anlass hatte zu dieser Sorge.<br />
Aber niemand wollte meine Kinder hören, nicht nach ihren Erlebnissen mit Gäfgen, nicht nach dem Mord an Jakob von Metzler.<br />
Eingestellt, verjährt.<br />
Ich bin gegen Verjährung &#8211; und auch gegen Ignoranz und Verantwortungslosigkeit von Institutionen.</p>

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		<title>Es ist wie wenn ein Tornado monatelang wütet</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jan 2011 09:40:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo, sicher kann ich gar nicht aufschreiben was passiert ist. Aber etwas über die Auswirkungen. Durch Zufall entdeckte ich, dass meine kleine Tochter sexuellen Übergriffen ausgesetzt war, von ihrem Vater, von dem ich schon länger getrennt war. Sie selbst wäre noch zu klein gewesen um sich klar auszudrücken &#8211; im nachhinein weiss ich natürlich, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
sicher kann ich gar nicht aufschreiben was passiert ist. Aber etwas über die Auswirkungen.<span id="more-6221"></span><br />
Durch Zufall entdeckte ich, dass meine kleine Tochter sexuellen  Übergriffen ausgesetzt war, von ihrem Vater, von dem ich schon länger  getrennt war. Sie selbst wäre noch zu klein gewesen um sich klar auszudrücken &#8211; im nachhinein weiss ich natürlich, dass sie es versucht hat. Sprachlich schon sehr weit, kam dann im Laufe der nächsten Monate und  nach einer Kontaktsperre zum Vater immer mehr ans Tageslicht. Es waren Dinge dabei die für mich völlig unanehmbar waren.<br />
Sehr viel Hilfe habe ich versucht zu bekommen, am meisten halfen mir Telefonate bei Nina.<br />
Es ist das passiert was sich ein normal denkender Mensch nicht vorstellen kann.<br />
Da wir eine grichtliche Besuchregelung hatten ging auch hier das Laufen los. Unterstützung gleich Null. Rennen zur Therapie, zum Anwalt, aufs Jugendamt, zur Polizei, zum  Amtsgericht, zum Kindergarten, dazwischen ein Kind das klammert und dringend auf meine Unterstützung angewiesen ist. Keine Zeit für meine eigenen geschockten Gefühle. Aufbau immensens Druck von Seiten des JA usw. Und dann, dann habe ich den Fehler gemacht, dass auch noch mit meinen fast erwachsenen Kindern zu besprechen. Sie sind zusammengebrochen, Stück für Stück, denn es war keine Hilfe in Sicht.<br />
Jeden Tag Angst, sie dem Vater wieder ausliefern zu müssen, bis heute.<br />
Freundschaften sind zusammengebrochen.<br />
Es hielt keiner aus was die Kleine, was ich da erzählte &#8211; ich hielt es  selbst nicht aus und dazwischen ein kleines Kind, dass das aushalten  musste und muss &#8211; Aplträume, Einnässen, Angstzustände (heute weiss ich es trigger).<br />
Die familiäre Situation spitzte sich zu.<br />
Ich erkrankte heftig, schwer psychosomatisch, zum Glück &#8211; ich konnte in Kur, kurz luftholen. Aber noch immer keine klare Aussicht wie es weitergehen kann.<br />
Wir verloren die Wohnung, ich musste wegziehen, finanzielle Schwierigkeiten &#8211; auch dadurch. Gerichtsverhandlungen usw.<br />
Inzwischen ist die stationäre Therapie beantragt. Postraumatische Belastungsstörung bei mir UND den Kindern.<br />
Keine Zusicherung des Schutzes vor erneuten Gewaltanwendungen &#8211; bis heute.<br />
Es liegt nun fast zwei Jahre zurück. Die Kleine ist gewachsen in der Zeit. Sie hat Mut &#8211; spricht die Dinge aus.<br />
Doch noch immer &#8211; kaum bis gar keine Reaktion der Umwelt. Auch die Aussage bei der Polizei wurde ihr verweigert &#8211; sie sei zu klein. Dennoch. Hut ab vor ihr. Und wenigstens ein Trost.<br />
Die Auswirkungen &#8211; die traumatischen &#8211; die Reaktionen &#8211; die sind normal! Wenn einem so etwas passiert.<br />
Kein Spielplatzbesuch geht mehr, wenn sich dort ein Vater tummelt, ohne die Frage ob er wohl auch….<br />
Der Film läuft ab &#8211; bei mir, oder bei der Tochter oder bei den anderen. Und es gibt noch wenig Mütter die darüber sprechen können &#8211; sich  gegenseitig helfen können (habe bis heute keine gefunden, könnte am  mangelnden Vertrauen liegen das zwangsläufig kommt). Und eben auch das finanzielle &#8211; Kollateralschäden könnte man das  nennen &#8211; angefangen bei den Fahrten zum Arzt und endend bei dem  Zoobesuch, den wir brauchten uns aber nicht leisten konnten.Achso &#8211; der Täter, der läuft natürlich noch immer unbehelligt durch die Gegend. Da ich davon ausgehen muss, dass Filmmaterial besteht &#8211; muss ich auch davon ausgehen, dass die Kleine noch immer benutzt wird.<br />
Noch kann ich auch nicht arbeiten.<br />
Mein Dank gilt trotzdem allen die unermüdlich gute Öffentlichkeitsarbeit machen.<br />
Danke den verschiedenen Gebetsgruppierungen im Internnet.<br />
Danke für alle die mit uns gehofft, gebangt und gebetet haben.<br />
Wünschen würde ich mir Gesetztesveränderungen und eine Veränderung des Jugendamtes. Was da geht, geht gar nicht!<br />
Danke an meine Anwältin die mich Gott sei Dank lange genug kannte, um mir  zu glauben und die es geschafft hat, auch ohne spezielle Vorbildung, das  Thema &#8211; das entsetzliche &#8211; das jeden zum weinen bringt der es an sich  heranlässt &#8211; an sich heranzulassen.<br />
NIE im Leben hätte ich es für möglich gehalten das die Auswirkungen sooo  schlimm sein könnten, für mich als Mutter, für die Geschwister und den  Rest der Familie. Nie. Und ich habe sicher schon früher mich mit diesem Thema grundsätzlich als Mutter auseinandergesetzt. Es ist wie wenn ein Tornado monatelang wütet.<br />
Wer weiss ob wir es irgendwann schaffen werden ganz zu werden.<br />
Ich wünsche mir nichts sehnlicher für meine Kleine, Tapfere, von ganzem Herzen geliebte Tochter…</p>
<p>Ludmilla</p>

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		<title>Es ist kaum in Worte zu fassen</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 09:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor 9 Jahren erfuhren wir, dass unsere Tochter als ca. fünfjährige von ihrem Onkel, zu dem wir keinen regelmäßigen Kontakt pflegten, sexuell missbraucht wurde. Es ist kaum in Worte zu fassen, welche emotionalen Höllen man in dieser Zeit als Elternteil durchlebt. Wir haben alles getan, um unser Kind vor Übergriffen zu schützen – glaubten wir. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 9 Jahren erfuhren wir, dass unsere Tochter als ca. fünfjährige von  ihrem Onkel, zu dem wir keinen regelmäßigen Kontakt pflegten, sexuell  missbraucht wurde. Es ist kaum in Worte zu fassen, welche emotionalen  Höllen man in dieser Zeit als Elternteil durchlebt. Wir haben alles  getan, um unser Kind vor Übergriffen zu schützen – glaubten wir.</p>
<p><span id="more-4884"></span>An  einen derartigen Vorfall innerhalb der Familie haben wir nie gedacht.  Demzufolge haben wir uns auch die eindeutigen Anzeichen wie drastischen  Leistungsabfall in der Schule, selbst zugefügte Verletzungen durch  Ritzen, Schneiden, Verbrennen etc. nicht erklären können. Dafür machen  wir uns nach wie vor größte Selbstvorwürfe.</p>
<p>Im Nachhinein und nachdem  wir uns mit dem Thema auseinander setzten ist es unbegreiflich, dass wir  hier nicht früher klar sahen. Natürlich haben wir immer wieder  versucht, den Grund hierfür zu erfahren. Inzwischen war unsere Tochter  15, weigerte sich über ihre Beweggründe zu sprechen oder gar einen Arzt  zu konsultieren. Heute wissen wir, dass sie Ihren Vater, den Bruder des  Täters, schützen wollte.</p>
<p>Inzwischen lebten wir seit 5 Jahren in  unmittelbarer Nähe ihres Peinigers, der keine Gelegenheit ausliess, ihr  zu drohen, sie zu bedrängen und unter Druck zu setzen. Die Gewissheit,  wie sehr unser Kind in dieser Zeit leiden musste, ist heute noch  unerträglich. Einem Zufall ist es zu verdanken, dass die Sache doch ans  Licht kam. Was folgte waren Therapien, Klinikaufenthalte etc. bei denen  eins immer klar zum Ausdruck kam: Nach all den Jahren ist nichts mehr  nachweisbar, dem Kind sollte keine Gerichtsverhandlung zugemutet werden.  Im Klartext: Mit sowas muss man fertig werden und das Leben geht  weiter.</p>
<p>Natürlich geht das Leben weiter.</p>
<p>Die Aufarbeitung der Vorfälle hat eine  schulische Ausbildung und die Berufsausbildung stark verzögert. Das  Leben unserer Tochter ist von Ängsten und Alpträumen geprägt. Inzwischen  ist sie 24 Jahre alt, fürchtet sich immer noch in dunklen Räumen, ist  aufgrund ihrer Ängste nicht in der Lage eine Wohnung allein zu bewohnen.  Zwischenmenschliche Beziehungen und Partnerschaften gestalten sich  schwierig. Wir leben anonym in einer anderen Stadt, mussten hierzu einen  Antrag an die Gemeinde richten.</p>
<p>Wir als Eltern geben uns eine große Mitschuld mit der ebenfalls nur  schwer zu leben ist. Wir fragen uns immer wieder, ob unsere Erziehung  dazu geführt hat, dass unsere Tochter es nicht wagte, sich zu öffnen  oder ob der Druck durch diesen Mann einfach zu groß war. Wir können nur  an alle Menschen appellieren, genau hinzusehen und lieber zu früh als zu  spät zu reagieren. Denn eins ist sicher, die Folgen eines sexuellen  Missbrauchs sind sehr vielfältig und nicht aus der Welt zu therapieren  und verfolgen die Betroffenen lebenslänglich. Eine Tatsache, die von der  Öffentlichkeit und der Politik oft sehr gern klein geredet wird.</p>
<p>Wir  sind der Überzeugung, dass härtere Strafen für die Täter mehr Wirkung  zeigen würden als endlose Therapien und Ursachenforschung. Es ist für  die Opfer ein Schlag ins Gesicht, solche Taten mit “Krankheit”,  “schlimmer Kindheit” etc.  zu rechtfertigen.</p>
<p>Im Umkehrfall würden wir für eine drastische Sanktionsmassnahme auch nicht freigesprochen oder therapiert.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Missbrauch in der Familie</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/10/03/missbrauch-in-der-familie/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 13:01:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin nicht mehr in der Lage zu schreiben, obwohl mein Kopf zu platzen droht. Ich bin am abschmieren wegen der ganzen Dinge und muss sehen, dass ich stabil bleibe. Ich habe ständig Stress wegen der Begutachtung, meine Vergangenheit und vor allen Dingen mit meinen Mann, der mir das alles auf den Hals geschickt hat. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin nicht mehr in der Lage zu schreiben, obwohl mein Kopf zu platzen droht. <span id="more-4744"></span>Ich bin am abschmieren wegen der ganzen Dinge und muss sehen, dass ich stabil bleibe. Ich habe ständig Stress wegen der Begutachtung, meine Vergangenheit und vor allen Dingen mit meinen Mann, der mir das alles auf den Hals geschickt hat.<br />
Bindungsstörung, sichere Bindung, unsichere Bindung&#8230;bla bla bla. Ich habe Angst vor dem Gutachten, denn ich ahne, was darin stehen wird. Der Gutachter hat mich Dinge gefragt, die nicht in den Akten stehen. Ich konnte mich nicht verstellen. Er weiß alles&#8230;</p>
<p>Identifikation mit dem Aggressor ! Das sagt Ihnen was, nicht wahr.<br />
Ich komme nicht raus aus dem Sumpf.<br />
Es ist mein Mann, der mir das Leben täglich zur Hölle macht &#8211; mein Stiefvater hat einen &#8220;Nachfolger&#8221;.<br />
Mein Therapeut weiß das und er sagt, dass ich mich trennen muss&#8230;. aber das geht nicht. Da sind die Kinder, vor allen die Kleine&#8230; BINDUNG!</p>
<p>Ich lebe in der Hölle und komme nicht raus. Ich lasse alles mit mir machen, weil ich mein Kind nicht verlieren will. Mein Kind soll nicht leiden. Sie nehmen es mir weg, wenn ich mich trennen würde, weil&#8230; PTBS, Projektionen, Rückfallgefahr u.a.<br />
Ich habe keine Chance mehr. Wenn ich nicht das mache, was mein Mann will droht er mir mit dem Jugendamt. So sieht die Realität aus, durch Missbrauch in der Familie.</p>
<p>MIR GLAUBT DOCH NIEMAND VON DEM AMT AUFGRUND MEINER BEKANNTEN BIOGRAPHIE! ICH BIN DOCH FÜR DIE VERRÜCKT!</p>
<p>Gaby Müller</p>

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		<title>Im Namen meiner Tochter</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/09/25/im-namen-meiner-tochter/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2010 05:32:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Sexueller Missbrauch Schutzbefohlener in staatlichen Einrichtungen und der Umgang damit am Beispiel meiner Tochter . Ein typisch, alltäglicher Fall? Im Namen meiner Tochter / für meine Tochter Im November 2007, meine Tochter war gerade 15 Jahre alt, entdeckten wir, dass sie sich immer mehr veränderte. Da wir aber auch ansonsten aufgrund meiner Erkrankungen, deren Auswirkungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sexueller Missbrauch Schutzbefohlener in staatlichen Einrichtungen und der Umgang damit am Beispiel meiner Tochter . Ein typisch, alltäglicher Fall?</p>
<p>Im Namen meiner Tochter / für meine Tochter<span id="more-4560"></span></p>
<p>Im November 2007, meine Tochter war gerade 15 Jahre alt, entdeckten wir, dass sie sich immer mehr veränderte. Da wir aber auch ansonsten aufgrund meiner Erkrankungen, deren Auswirkungen und der allgemeinen pubertären Entwicklung, zunehmend Probleme auf der Verhaltensebene hatten, schenkte ich dem zunächst nicht allzu große Beachtung. Sprach ich sie an, was denn mit ihr los wäre, wies sie mich zurück. Sie selber verschloss sich zunehmend, so dass ich immer penetranter auf sie zuging und sie bat, mir zu sagen, was los sei. Ich gab ihr zu verstehen, dass ich für sie da sei. Seien es Probleme in der Schule, so würden wir das Gespräch mit den Lehrern suchen. Sie meinte, dass das doch keinen Sinn hätte, weil ihr keiner glauben würde, und der, der das macht, würde selbst die Lehrerinnen bedrohen. Ich bohrte nach und schließlich erzählte sie mir, dass ein Mitschüler ( sehr groß, schon volljährig ) ihr an jeder Ecke auflauert, sie begrabscht, in die Ecke drängt, ihr unter die Wäsche geht, ihr droht, dass er sie „totmachen“ würde, wenn sie es erzählt. Ich fragte sie, ob sie es nicht der Lehrerin erzählt hätte. Sie meinte, dass sie zur Vertrauenslehrerin gegangen wäre, die aber selber Angst vor dem Jungen hat, da er auch zu den  Lehrerinnen verbal und körperlich übergriffig werden würde.<br />
Die Vertrauenslehrerin sagte unserer Tochter, dass sie es aufschreiben solle. Ich fragte sie, ob das alles wäre, was die Schule macht, ob es keine Gespräche mit der Direktorin, dem Jungen und dessen Eltern geben würde. Meine Tochter verneinte. Sie schrieb aber alles auf. Ich sagte ihr, dass sie zu der Lehrerin gehen solle und es unterschreiben lassen solle. Ich wollte etwas in der Hand haben und dies gab ich meiner Tochter auch zu verstehen. Ich machte ihr Mut indem ich ihr sagte, dass ich dafür sorgen würde, dass dagegen etwas unternommen wird.<br />
Am nächsten Tag brachte meine Tochter ihre Aufzeichnungen von der Vertrauenslehrerin, die übrigens auch in Teilen Zeugin dieser Übergriffe war, unterschrieben mit nach Hause.<br />
Sofort rief ich in der Schule an und verlangte ein Gespräch mit der Direktorin. Mehrmaliges Bitten nach einem Gespräch wurde abgelehnt mit fadenscheinigen Gründen, wie „keine Zeit, später, Konferenz, Frau X wird Sie zurückrufen&#8230;..<br />
Ich teilte dem Schulbüro mit, dass ich jetzt die Polizei einschalten würde, da es seitens der Schule ja wohl nicht zur Klärung und Gesprächsbereitschaft kommen würde.<br />
Ich ging umgehend zur Polizei und erstattete Anzeige.<br />
Anschließend setzte ich die Schule von diesen Schritt in Kenntnis.<br />
Umgehend wurde ich von der Direktorin zurückgerufen. Auf einmal hatte sie Zeit. Sie meinte, dass es wichtig wäre, dass die Sache geklärt werden würde und sie sich höchstpersönlich darum kümmern würde und ein Gespräch mit Eltern und dem Jungen führen würde.</p>
<p>Ja; Auf einmal, nachdem es drohte öffentlich zu werden und sie um ihren Ruf und dem der Schule fürchten musste. Mich interessierte dieses Verhalten jetzt nicht mehr. Ich gab ihr zu verstehen, dass die Angelegenheit jetzt ihren juristischen Weg gehen würde.<br />
Trotz alledem wurde ich ihren Wunsch gerecht, zum Gespräch in die Schule zu kommen. Ein Rückzug der Anzeige kam für mich nicht mehr in Frage!<br />
Im Gespräch kamen dann folgende Äußerungen ihrerseits: „Wir werden natürlich sofort Kontakt mit der Familie aufnehmen, denn so etwas darf es an diese Schule nicht geben.“<br />
„Gut, dass Sie Anzeige erstattet haben. Uns sind in diesen Fällen die Hände gebunden. Wir können nichts machen, dass ist Sache der Eltern.“<br />
Ich wurde daraufhin ziemlich erbost und fragte nach, warum die Schule nichts machen könne, denn schließlich hätten sie die Verantwortung zum Schutz der Kinder in deren Einrichtung. Wir als Eltern hätten während des Schulbesuchs die Verantwortung delegiert. Wir müssen die Verantwortung delegieren, da allgemeine Schulpflicht herrscht und wir haben ein Recht darauf, dass  verantwortungsvoll  zum Schutz der Kinder, damit umgegangen wird. Wir Eltern müssen der Schule vertrauen dürfen!</p>
<p>Ihr Gegenargument lautete in etwa so, dass unsere Tochter ja nicht unschuldig wäre, denn schließlich würde sie die Jungen durch ihre enge, körperbetonte Bekleidung provozieren. Unsere Tochter und die dazugehörende Klassenlehrerin saßen dabei. Ich gab der Direktorin zu verstehen, dass die Kleidung eines Mädchens noch lange kein Freibrief dafür ist, sie als Freiwild zu betrachten. So machte man meine Tochter „mitschuldig“ an dem an ihr vollzogenen Missbrauch.</p>
<p>Im Dezember teilte uns die Schulleitung mit, dass der Junge von der Schule verwiesen worden wäre.<br />
Die Staatsanwaltschaft (eine Frau) rief ebenfalls im Dezember an und befragte unsere Tochter telefonisch.<br />
Im Februar 2007 bekamen wir Post von der Staatsanwaltschaft, aus der hervorgeht, dass das Strafverfahren ruht, da der Aufenthalt des Beschuldigten nicht ermittelt werden konnte.<br />
Man geht davon aus, da es sich um einen türkischen Mitbürger handelte, dass seine Eltern ihn zurück in die Türkei geschickt haben.<br />
Das Verfahren ruht!<br />
Meine Tochter ruht keineswegs, nur ihr Mund !<br />
Sie hat gesundheitliche, sowie psychische Probleme !<br />
Sie kann sich noch Niemanden außer mir, und das auch nur begrenzt, anvertrauen. Die Scham und die Verletzungen sind zu groß.<br />
Wenn sie mal soweit sein wird, und Niemand kann erahnen, wann der Zeitpunkt da sein wird, dann muss der Täter zur Verantwortung gezogen werden können.</p>
<p>Und deshalb: Abschaffung der Verjährungsfristen!!</p>
<p>Im Namen aller Betroffenen und in Namen „für“ alle Betroffenen und meine Tochter.<br />
Im Namen aller Kinder.</p>
<p>Ich wünsche meiner Tochter und allen Betroffenen, dass es für sie Gerechtigkeit geben wird, und sie mit sich und dem an ihnen begangenen Schaden an Leib und Seele zu Frieden kommen.</p>
<p>Eine Mutter</p>

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		<title>Wenn Worte Atem sind</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 08:35:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich fange mal mit Shakespeare an: “Wenn Worte Atem sind und Atem Leben ist, hab´ ich kein Leben, das auszuatmen, was Du mir gesagt”. – Ich lese hier schon tagelang herum, kommentiere, und warte, bis ich genug Leben habe, um zu erzählen. Dabei ist es nichts Besonderes, im Vergleich zu Euren Berichten. Aber es fällt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fange mal mit Shakespeare an: “Wenn Worte Atem sind und Atem Leben ist, hab´ ich kein Leben, das auszuatmen, was Du mir gesagt”. – Ich lese hier schon tagelang herum, kommentiere, und warte, bis ich genug Leben habe, um zu erzählen. Dabei ist es nichts Besonderes, im Vergleich zu Euren Berichten. Aber es fällt mir trotzdem so schwer.<br />
Ich habe selbst Missbrauchserfahrungen gemacht, irgendwelche Übergriffe als Kind, an die ich mich nicht richtig erinnere, ich weiß nur ein paar Fragmente, u.a., dass ich es meinem Vater gesagt habe, der krass entsetzt war und mir verbot, darüber zu reden, weil man mich sonst für verrückt halten würde. Jedenfalls hat er mir nicht geholfen. Ich muss noch ziemlich klein gewesen sein. Habe irgendwie kein Verhältnis zu meinem Körper bekommen, und auch nicht zu mir selbst als Persönlichkeit. Ich stand für mich irgendwie am Rande; zwar existierend, aber eher wie ein dienstbarer Geist. Später, als 19Jährige, wurde ich auf einer Reise von 2 verschiedenen Männern vergewaltigt. Das weiß ich immerhin noch, inklusive der Folgen für mich (z.B. das Aufwachen daran, dass ich heiser geschrien war und nicht mehr schreien konnte). Nach der Geburt meines ersten Kindes, da war ich in den fortgeschrittenen Zwanzigern, bekam ich ein ganz anderes Verhältnis zu meinem Körper, er wurde für mich dadurch anders; ich habe ihn zum ersten Mal als stark und fähig kennengelernt. Die Missbrauchserfahrungen gehörten von da an zu meinem alten, prä-mütterlichen Ich. Kurz vor der Geburt meines zweiten Kindes, meiner kleinen Tochter, starb mein Mann, ihr Vater. Ich zog hochschwanger zurück in meine Geburtsstadt, in der ich lange nicht gewesen war. Dachte, ich fände dort Geborgenheit, Heimat. Als meine Kleine 3 war, sollte sie in den Kindergarten gehen. Der Wunschkiga hatte auf das neue Kiga-Jahr keinen Platz frei. Über Vermittlung der Diakonie bekamen wir einen Platz in einer ev. KiTa ganz in der Nähe unserer Wohnung. Im “schlechten” Wohngebiet. Ich hätte sie nie dort hingebracht, vertraute aber leider der vermittelnden Person und fand im Gespräch die KiTa-Leiterin sympathisch. Das KiTa-Konzept sah vor, dass es keine Eingewöhnungszeit geben sollte (vor solchen Kindergärten sollte man sich hüten!). Die kleineren Kinder, die schon um 13:30, zum Ende der ersten Betreuungszeit abgeholt wurden, wurden von den Erzieherinnen zu den draußen wartenden Eltern herausgebracht. (Auch so etwas sollte einen misstrauisch machen; das hat mir die Leiterin unseres aktuellen KiGas gesagt.) Meine Kleine war leider also dann dort. Sie war damals so mutig und zutraulich, dass sie sich ganz ohne Angst abgeben ließ, gern und glücklich. Als ich sie am ersten Tag abholte (sie war auf dem Arm der Leiterin) schrei sie 4 geschlagene Stunden wie von Sinnen, nicht nur wie am Spieß. Sie war durch überhaupt gar nichts zu beruhigen. Ich dachte leider, dass das die Eingewöhnung sei, das Loslassen; denn ich hatte sie bis dahin kaum je abgegeben und immer nur kurz. Am nächsten Tag wiederholte es sich; sie schrie aber nur noch 2 Stunden in dieser selben Weise. Am 3. Tag sagte sie, es gäbe einen Kinderfänger im KiGa. Ich fragte eine Erzieherin, was das wohl zu bedeuten hätte, aber die meinte, das müsste sich wohl aufs Fangen-Spielen mit dem männlichen Praktikanten beziehen. Meine Kleine erzählte auch, man hätte ihr ein orangefarbenes T-Shirt angezogen. Ja, meinte die Erzieherin, sie hätte sich dreckig gemacht. Hatte sie aber gar nicht, ihre Original-Kleidung hatte sie ja (wieder) an: sauber und trocken. Aber ich dachte mir noch nichts Böses. Am vierten Tag hatte sie eine andere, lieblos zugemachte Windel an und fing an, zu erzählen, als ich (unbesorgt, ich Depp) fragte, ob man sie im KiGa gewickelt hätte. “Ja”, und man hätte ihr “wehgetan”. Da habe ich endlich genauer gefragt. Sie sagte, jemand hätte ihr den Finger in den Po gesteckt, und es hätte wehgetan. - An jedem der 4 Tage sagte sie, ihr Popo täte ihr weh. Ich dachte mir dabei nichts, weil Kleinkinder dauernd ein Aua haben. Mir fiel auf, dass sie immer viel weiße Salbe auf dem Anus hatte. Selsam war, dass ihre Windeln immer sehr nass waren, mit einer klaren Flüssigkeit, die nicht nach Urin roch. Dabei trank sie damals so wenig, dass man locker mit einer einzigen Windel über 12 Std kam. Aber auch das alarmierte mich noch nicht. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass in einem KiGa so etwas passiert.- Jedenfalls, nach dieser Sache mit dem “wehgetan”, vor allem, weil sie am Tag davor schon von einem Kinderfänger gesprochen hatte, wollte ich die Leiterin zur Klärung sprechen. Weil sie wie immer nicht ans Tel. ging, rief ich in der Diakonie an, denn die Kleine hatte inzwischen mehr erzählt, von Spielzeug, das in den Po gesteckt wurde, von Berührungen an den Genitalien und davon, dass sie jemanden da berühren musste. -Ich verkürze mal ein bisschen: der diak. Leiter wollte mich am Mo zu der Leiterin begleiten. Er sagte unterwegs, er habe sie auch nicht erreicht; aber sie war tatsächlich vom Stand meiner Befürchtungen unterrichtet – magically., denn sie bezog sich sofort darauf. Sie war auch nicht überrascht. Als ich sie dafür lobte, bestand der diak. Leiter darauf, sie wäre es doch, und wie. Sie bestritt, dass in der KiTa irgend etwas dieser Art passiert sein könnte; sie habe alles immer im Blick (was aufgrund der Räumlichkeiten unmöglich ist). Der diak. Leiter begleitete mich nach diesem gespräch noch ein Stück; fragte, ob ich damit zufrieden sei; ich sagte, ich habe schon das Jugendamt angerufen; er fragte, mit wem ich gesprochen habe; ich sagte ihm den Namen, und er überlegte laut in meiner Gegenwart, welchen persönlichen Kontakt er zu der JuA-Leiterin herstellen könnte… er kam darauf, dass er ihren Mann kennt; die beiden sind beruflich verschränkt. Und die Tochter der JuA-Leiterin ist an einem ev. Gymnasium. Meine Kleine hatte inzwischen Fieber gekriegt, und als ich sie messen wollte, kriegte sie einen panischen Anfall, wehrte sich panisch, dann gab sie plötzlich nach, legte ihre Füße über meine Schultern und sagte/demonstrierte mir, ich solle meine Hände rechts und links neben ihrem Gesicht abstützen und keuchen (sie machte mir laienhaft Keuchgeräusche vor). – Nach und nach kam immer mehr zu Tage. Missbrauch durch Erzieherinnen der KiTa, ältere männliche Hortkinder, und nach 2 oder 3 Monaten erzählte sie von Männern mit Halbmasken, als Gespenster verkleidet, die Geldbeutel in der Hand gehabt hätten; dass sie sie berühren musste, berührt wurde (an der Scheide), täglich mehrfach anal vergewaltigt wurde, Penisse in den Mund nehmen sollte und “Saft” herunterschlucken, und dass das mit allen oder vielen Wickelkindern in der Einrichtung gemacht würde, täglich “nach dem Essen”. Sie habe “eklige Sachen” essen müssen, die die KiTa-Leiterin aus dem Kühlschrank kratzte. Die Männer hätten auf den Boden uriniert und defätiert. Sie und die anderen Wickelkinder hätten vor den Vergewaltigungen immer “ein scharfes Körnchen” essen müssen. Die KiTa-Leiterin hätte ihr vorher immer den Anus eingecremt, offenbar mit einer Substanz aus einer orangefarbenen Tube. Sie wäre immer vorher umgezogen worden (T-Shirt an, sonst wohl nichts); das Gesicht wäre mit einem Tuch bedeckt worden. Ich fragte (ich weiß, so was nennt man Suggestiv-Frage, aber ich musste es einfach tun), ob fotografiert worden wäre (filmen kennt sie nicht, deswegen hätte es keinen Sinn gehabt, danach zu fragen), und sie sagte “ja” (und blieb auch dabei, mehrfach). (Ich habe versucht, sie möglichst gar nicht zu beeinflussen, weil ich vernünftiges Material für einen Prozess wollte, falls es dazu kommen sollte. Habe protokolliert, was sie von sich aus erzählte.) (Ich zweifele nicht am prinzipiellen Wahrheitsgehalt dessen, was sie sagt, weil sie zu klein ist, um sich so etwas auszudenken und sexuell ein absolut unbeschriebenes Blatt war; es gab nach dem Tod meines Mannes keine erotischen Kontakte bei mir, und sie konnte auch keine so gearteten Filme sehen. Außerdem konnte sie monatelang sehr schwer überredet werden, Stuhl zu lassen, sich abputzen zu lassen, zu essen; sie hatte Schlafprobleme, sie hatte Angst vor Männern, Jungen und einem bestimmten Frauentyp, dem der KiTa-Leiterin: klein und dunkel. Sie hatte kein Selbstvertrauen mehr; sie war klammerig, konnte aber keine Nähe ertragen, die von mir ausging. Mit der Zeit ertrug sie, dass ich ihr Köpfchen streichelte. ) - Ich schickte sie natürlich nicht mehr in die KiTa; und wir bekamen 3 Tage nach dem Gespräch, in dem ich ja keine Beschuldigungen, sondern nur Klärungsbedarf geäußert hatte, die fristlose Kündigung des KiTa-Platzes. Ich hatte sofort nach der Diakonie das Jugendamt informiert; ich kannte die Leiterin schon vorher. Die riet/befahl mir – entgegen dem, was ich wollte -,mit der gynäkologischen Abklärung zu warten. Ich sollte erst einen Termin bei einer bestimmten Mitarbeiterin von KOBRA (das auch in ev. Trägerschaft ist! aber das wusste ich leider noch nicht, ich war noch so gutgläubig und wollte alles so machen, wie sie es vorschlug, um sie hinter mir zu haben, denn ich wollte die anderen Kinder retten. Die wenigsten Wickelkinder können sich sprachlich ausreichend ausdrücken (meine Kleine konnte es, glücklicherweise; sie hat es aber auf kindgemäße Art erzählt. Manches hat sie gezeigt, gemalt, nachgespielt, manches fiel einfach auf; sie war plötzlich wie kaputt). - Den Termin bei KOBRA, bei dieser speziellen Mitarbeiterin, konnten wir nicht kurzfristig bekommen. Ich: “soll ich dann nicht doch vorher zum Arzt mit ihr?” Die Jugendamt-Leiterin: “Nein, ich möchte, dass Sie erst mit Frau … sprechen; und bitte gehen Sie unbedingt zu ihr, nicht zu jemand anderem.” Dann waren wir endlich bei KOBRA. Die Dame dort – ich hatte 2 Termine, auf den 3. verzichtete ich – ließ mich wissen: ich wirke unsympatisch, komisch (habe das genaue Wort gerade nicht präsent, sorry). Ich fragte, inwiefern; sie sagte: weil ich ein schweres Schicksal hätte, eloquent sei, religiös sei, intelligent sei. In diesem Stil verliefen unsere gemeinsamen Stunden. Sie wollte, dass ich ihr nachspreche, dass der sexuelle missbrauch in meinem Leben gar nicht so schlimm gewesen sei; das eigentliche Problem sei doch, dass mein Vater nicht zu mir gehalten habe. Das sollte ich 2x wiederholen. Ich sagte, mir ginge es nicht um mich, sondern um den akuten Fall meiner Tochter. Sie sagte, Äußerungen von Kindern unter 4 würden sie bei KOBRA gar nicht zur Kenntnis nehmen (als ich diesen Satz wiederum wiederholte, wurde sie ganz fuchsig und ließ mich wiederholen, KOBRA arbeite nur mit Kindern ab 4, nähme aber auch die Jüngeren ernst). Weil ich von meinen eigenen Missbrauchserfahrungen erzählt hatte, um zu untermauern, warum mich die Symptomatik meiner Tochter (plus ihrer Berichte) auf den Missbrauchsverdacht gebracht hatte, bekam ich zu hören, wie überaus seltsam es sei, dass ich mit ihr, einer fremden Person, über mein Sexualleben spräche. Und: es passierte das Gleiche wie bei Diakonie, Jugendamt und später SPZ: als ich meine Missbrauchserfahrung erwähnte, glaubten alle, ich würde meine Erfahrungen auf meine Tochter projizieren und mir ihren Missbrauch einbilden. Und ihr einreden.  — Ich möchte alle Eltern missbrauchter Kinder ausdrücklich davor warnen, es zu erwähnen, wenn sie selbst in ihrer Vergangenheit Missbrauch erlebt haben! Es dient nicht der Wahrheitsfindung, sondern Sie werden in eine Schublade gestopft und verlieren Ihre Glaubwürdigkeit. Da interessieren die Fakten nicht mehr! —  - Jedenfalls, ich fragte die unangenehme KOBRA-Mitarbeiterin nach dem ersten Termin, ob ich meine Tochter jetzt untersuchen lassen dürfe, und welchen Arzt sie vorschlagen würde (noch immer wollte ich die Hilfsstellen, die ich aufgesucht hatte, auf meine Seite bringen, damit etwas gegen die KiTa unternommen würde). Sie meinte, ja, aber ich solle mir einen Termin geben lassen. Ich wollte eigentlich ambulant hin, geht ja schnell, aber ich tat, was sie sagte, und verlor so noch eine Woche. In dem von ihr vorgeschlagenen Krankenhaus fand man nach so langer Zeit nichts mehr; es wurde aber auch kein Abstrich gemacht (dass das auch nach so langer Zeit noch etwas bringt, wusste ich da auch noch nicht — liebe Eltern: unbedingt auf einen Abstrich bestehen!!!).<br />
Man riet mir, noch ins SPZ rüberzugehen, was ich gern tat (auf Hilfe hoffend). Dort wollte man die Kleine in die Psychiatrie einweisen, zur Beobachtung. Ich dürfe mit. Das schien mir erst mal gut. Ich habe mit dem Kinderarzt darüber gesprochen. Er sagte mir, eine andere Mutter (mit der er mich leider nie vernetzt hat) habe ihm über die selbe ev. KiTa “ganz Ähnliches” erzählt. Daraufhin informierte ich die Kripo. Die irgendwann wohl eine Razzia versuchte, aber nichts fand (nun ja, Kunststück; ich hatte – sooo naiv! – der JuAmt-Leiterin darüber Bescheid gegeben, ich wollte sie ja beteiligen und glaubte, sie auf dem Laufenden halten zu müssen). Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein. Leider fand ich keine anderen Eltern aus der KiTa (ich kannte dort ja noch kaum jemanden, und niemanden freundschaftmäßig-richtig), die mich mit ihrer Aussage unterstützt hätten. Ich weiß nur, dass es in dieser KiTa – trotz großer KiTa-Platzknappheit hier – laufend viele Abmeldungen gibt. Eine Angehörige der ev. Kirche sagte zu mir: Wenn ich jetzt noch mehr unternähme, bekäme ich “richtig Ärger”. Sie sagte mir auch einmal, diese KiTa, sei “von ganz oben geschützt”. – Ich weiß nicht, ob es damit etwas auf sich hat, ich gebe es nur hier weiter. - Inzwischen war ich nicht mehr so erpicht darauf, uns Hilfsstellen auszuliefern. Ich dachte auch, jetzt nach meinen aktuellen Erfahrungen: wenn die Kleine wegen Missbrauch psychiatrisiert oder auch nur offiziell therapiert wird, wird sie nie mehr in ihrem späteren Leben Glauben finden, wenn sie noch mal missbraucht werden sollte – oder ihre Kinder. Man wird ihr dann nicht glauben – denn sie wurde ja schon mal missbraucht – also muss sie es sich einbilden… Das SPZ war abzuschütteln, nach einem brutalen Belastungs-EEG an der Kleinen, das glücklicherweise dennoch keine epileptischen oder anderen Störungen zu Tage brachte. Das Jugendamt wollte auch von mir ein psychiatrisches Gutachten (!). Zum Glück habe ich MS – muss ich in diesem Fall mal sagen und zwar seit vielen Jahren. Dadurch bekomme ich bei der Feststellung meines jeweils aktuellen Gesundheits-Istzustands immer auch ein psychiatrisches Gutachten gemacht. Die fielen bis heute immer gut aus. Ich musste mich also nicht von möglicherweise tendenziösen Menschen untersuchen lassen, sondern konnte ein Gutachten vorlegen. Ich musste dem JuAmt dann auch noch die Sterbeurkunde meines Mannes vorlegen (mir schien, sie hofften, ich hätte sie angelogen. Ich fragte die JuA-Leiterin irgendwann, was ich tun müsse, um sie loszuwerden – ach so: sie hatte mit der KiTa-Leiterin ein Gespräch geführt. Sie hatte gefragt, ob in der KiTa Missbrauch geschähe. Nein, sagte die KiTa-Leiterin. Seither ist die JuA-Leiterin hinter mir her, nur hinter mir und meiner Tochter. Die KiTa ist aus dem Schneider. - Also: die Bedingungen des Loswerdens, auf die wir uns einigen konnten, waren die: ich musste der JuA-Leiterin unterschreiben, dass ich im Fall der fraglichen ev. KiTa nichts mehr unternehmen würde (ich erhandelte mir die Klausel: “in Bezug auf meine Tochter”) – man stelle sich vor! Natürlich erscheint diese Abmachung so nicht im offiziellen Gesprächsprotokoll, sondern abgemildert und in eine andere Rubrik verschoben, also nicht unter “Ziele”. Die andere Bedingung war: ich müsse einen KiTa-Platz für meine Tochter finden und sie dort gut eingewöhnen. Soweit, so gut (sie half mir natürlich nicht bei der Suche, und Plätze sind hier, wie gesagt, Mangelware. Ich schaffte es trotzdem.) Dann kam nach dem offiziellen Gesprächsprotokoll der Brief, der den offiziellen Abschluss der “Familienhilfe” bestätigte. ich freute mich!!!<br />
Und dann, einen Monat später, kriegte ich wieder einen JuA-Brief, eine Vorladung zu einem Termin. Die Ärztin des SPZ habe geschrieben, meiner Kleinen drohe “seelische Behinderung”, wenn sie nicht in adäquate Therapie käme. Ich solle dazu Stellung nehmen. Ich mailte die Ärztin an; der Arztbericht, um den es geht, war zum Zeitpunkt des Familienhilfe-Endes dem JuA schon seit einem Monat bekannt! Als die JuA-Leiterin den Fall abschloss, hatte sie die ärztlichen Infos schon lange. Ich sagte den Termin mit dieser Begründung ab, und seither versucht die JuA-Leiterin wie ein Aal, einen rechtlichen Fuß bei mir in die Tür zu kriegen. Sie klebt immer noch an mir. Jetzt will sie, um abzuschließen (wie sie mal wieder behauptet) mindestens eine Bescheinigung der aktuellen KiTa, dass die Kleine regelmäßig hingeht, und eine Bescheinigung der Therapeutin, dass sie in Behandlung ist. – das könnte ich ja liefern; die Bescheinigung der KiTa liegt neben mir, und die Trauma-Therapeutin gibt mir auch die Bestätigung, dass die Therapie erfolgreich gemacht wurde (natürlich auch auf Eigeninitiative und Selbstkosten). Aber ich glaube einfach nicht mehr, dass sie mich dann in Ruhe lässt. Und: ich will nicht durch ihren Reifen springen. Sie ist diejenige, die kontrolliert werden müsste, nicht ich. Zumal sie übrigens genau weiß, dass bei mir alles nicht nur ok, sondern bestens ist. Ich arbeite also an meinem Umzug. Nun, ich will ja eh hier weg! Ich finde es hier unheimlich. Hab auch liebe Freunde hier, muss alles loslassen – Pech, Mist, teuer – aber ich komme täglich an dieser ev. KiTa vorbei, bzw. mache täglich Umwege, um sie nicht zu sehen. Und ich will nicht immer Angst um die Kleine haben müssen… Ich fühle mich hier nicht geschützt.</p>
<p>Danke für´s Lesen.</p>

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		<title>Missbrauch &#8211; ein Opfer erzählt</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 09:31:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[WDR.de Mediathek 8.03.2010 Jahrzehntelang haben Pater offenbar Schutzbefohlene missbraucht – vertuscht, verschwiegen, verdrängt. Und auch die Opfer haben geschwiegen, aus Scham. Ein Opfer bricht jetzt aber das Schweigen, 60 Jahre nach dem Vorfall im Bonner Aloisius-Kolleg. Ein Beitrag von Anette Flentge lieber herr denef !  der kindesmissbrauch durch kleriker und kirche beginnt viel früher als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WDR.de Mediathek 8.03.2010</p>
<p>Jahrzehntelang haben Pater offenbar Schutzbefohlene missbraucht – vertuscht, verschwiegen, verdrängt. Und auch die Opfer haben geschwiegen, aus Scham. Ein Opfer bricht jetzt aber das Schweigen, 60 Jahre nach dem Vorfall im Bonner Aloisius-Kolleg.</p>
<p>Ein Beitrag von Anette Flentge<span id="more-1997"></span></p>
<p>lieber herr denef !  der kindesmissbrauch durch kleriker und kirche beginnt viel früher als z.zt. dargestellt wird, und zwar definitiv mit der &#8220;beichte&#8221;. //   teil I: als ich 10 jahre alt war, mußte ich eines tages in die kirche und in so einen finsteren kasten, in dem im finsteren ein finsterling saß, der mich überaus indiskret fragte, &#8220;ob ich unkeusch gewesen sei?&#8221; und dann noch &#8220;alleine oder mit anderen?&#8221; ( auf diese idee war ich bis dahin noch gar nicht gekommen! ).  fragen an einen in den wirren der pubertät stehenden, bis dahin gesunden und unkomplizierten jungen. nach würdevollem, unverständlichen gebrabbel entließ mich der finsterling mit den worten: &#8220;bete zur buße 3 vater-unser und 3 gegrüßet seist du maria&#8221;.  zur buße ???  der natürlichste vorgang der welt, der eigentlich vitalität und lebensfreude bedeuten sollte, wird von beginn an &#8220;verteufelt&#8221;.   teil II:  am sonntag drauf stellt sich der o.a. finsterling überaus imponierend als zentralfigur dar in &#8220;seinem hochamt&#8221;. er stolziert in kuriosem ornat würdevoll 3 schritte links, 3 schritte rechts, die orgel braust auf zu seiner choreographie, es qualmt mächtig und bei einem gebimmel geht die gesamte gemeinde in die knie.  dann sagt er schließlich sinngemäß so etwas wie : &#8220;so das war´s!  ihr könnt jetzt gehen!&#8221;  die abschließende frage: nehmen sie als kind diesen überaus wichtigen selbstdarsteller nicht automatisch ernst? ich jedenfalls kenne den knilch aus der herz-jesu-kirche in bad godesberg noch ganz genau.  und ist das nicht ein wahrlich geniales system: der finsterling, der einen &#8220;zum sünder erklärt&#8221; ist damit gleichzeitig der selbsternannte, alleinige guru, der einem vergeben kann, was er einem &#8220;wider die natur&#8221; zuvor eingeredet hat.  ausklang: man müßte eine saftige satire schreiben, wenn es nicht so verdammt ernst und folgenschwer wäre. viele grüße und herzlichen dank für ihre aktivitäten, die ich gerne unterstütze.<br />
prof.dr.gernot lucas  z.zt menton</p>
<p><a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/03/08/aktuelle-stunde-missbrauchter-schueler.xml" target="_blank">Zum Video</a></p>

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		<title>Erst viel später wurde mir bewusst: Mir auch.</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/19/erst-viel-spater-wurde-mir-bewusst-mir-auch/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 19:06:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[ich glaube es bringt nichts zu erklären wie wir Freunde wurden oder wie es dazu kam das ich erfuhr das sie von ihrem Vater sexuell Missbraucht wurde. Die Vorgeschichte ändert nichts an den Fakten, doch ich weis noch heute jedes Detail von damals, es ist nun 12 Jahre her und ich weine immer noch wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich glaube es bringt nichts zu erklären wie wir Freunde wurden oder wie es dazu kam das ich erfuhr das sie von ihrem Vater sexuell Missbraucht wurde. Die Vorgeschichte ändert nichts an den Fakten, doch ich weis noch heute jedes Detail von damals, es ist nun 12 Jahre her und ich weine immer noch wenn ich an die Zeit denke.<span id="more-1964"></span></p>
<p>Ich musste ihr versprechen es nie jemandem zu erzählen, Niemals! Ich war damals 14 und sie war meine beste Freundin. Als ich es erfuhr empfand ich es nicht als schlimm oder als unfassbar, erst heute weis ich, dass ich unter Schock gestanden habe. Ich spürte gar nichts. Ich nahm es zur Kenntnis, mehr nicht. Erst als ich allein war brach alles über mich zusammen. Zorn, Hass, Verzweiflung, Angst und die Frage: Was mache ich denn jetzt? Ich kann doch nicht den Mund halten! Der gehört kastriert, gefoltert, eingesperrt! Ich wollte ihn umbringen, sie retten, wollte weinen, meiner Mutter alles sagen und am liebsten alles zeitgleich.</p>
<p>Das einzige was mir einfiel war bei der Telefonseelensorge anzurufen und da dachte man tatsächlich ich will nur einen Streich spielen, es hatte mich soviel Mut gekostet da überhaupt anzurufen! Beim zweiten Mal glückte es, ich erfuhr, dass es Kindernotaufnahmen gab, dass sie dann nicht mehr zurück muss, dass man ihr helfen könnte und dass sie ihn nie wieder sehen muss. Es dauerte lange bis sie diesen Schritt ging nachdem ich ihr davon erzählt hatte. Auch diesen Schritt sind wir gemeinsam gegangen.</p>
<p>Und noch heute habe ich Fragen, Fragen an die Lehrer die sie jeden Tag gesehen haben, an ihre Mutter, an ihren Vater. Ich will wissen wie man seine eigene Tochter missbrauchen kann! Ich will wissen wie man als Mutter wissentlich wegsehen kann! Ich will wissen wie es sein kann, dass Pädagogen lieber auf mich gegangen sind als Tochter einer allein erziehenden, aber den Hilferuf eines missbrauchten Mädchens nicht gehört haben! Ich will auch wissen wie es sein kann, dass zwei 14 jährige Mädchen sich durch so einen Abgrund kämpfen müssen! Ich will wissen wie es sein kann, dass wenn sich ein Mädchen, ängstlich und verzweifelt bei der Telefonseelsorge meldet, mit den Worten: Meine beste Freundin wird von ihrem Vater zum Sex gezwungen, es sein kann, dass die das als Scherz abtun.</p>
<p>Plötzlich waren sich alle Lehrer darüber einig, dass sie ja schon immer so einen Verdacht gehabt hätten, ach ja? Wieso habt ihr mich dann das tun lassen was eure Pflicht gewesen wäre? Ich war 14 Jahre alt! Sie sagt mir immer noch, dass sie sich nur getraut hat weil ich so stark war und sie mir vertraut hat. Ich hab mich nicht stark gefühlt, nur, dass ich sie beschützen und ihr helfen wollte, ganz allein darum drehten sich fast ein Jahr meine Gedanken. Und heute, 12 Jahre später, weiß ich nicht woher ich die Kraft hatte, wie ich das durch gestanden habe, zu wissen, dass ein Mensch den ich liebe so leiden muss. Ihr Vater hat ihr soviel angetan und erst viel später wurde mir bewusst: Mir auch.</p>
<p>Er hat mir den Glauben genommen, dass man einfach nur kämpfen muss gegen Unrecht und dann alles besser wird. 12 Jahre sind vergangen. Nichts ist besser geworden. Er hat das Vertrauen zerstört das ich hatte, dass Erwachsene uns beschützen! Aber wenn ich heute in die Augen meiner besten Freundin sehe dann weis ich, dass egal was auch immer war, ich noch mal das alles durchmachen würde, jederzeit, denn das ist das einzig richtige. Sie war zum Schluss stärker als er und das erfüllt mich mit Stolz!</p>
<p>Wir haben ihn besiegt, er hat ihr alles genommen aber eines konnte er ihr niemals wegnehmen, uns. Ich werde nie vergessen und das darf man auch nicht!</p>
<p>N. P</p>

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		<title>RESIGNIERT</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 08:41:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[ich hatte schonmal am 3.3.10 und davor als mutter hier geschrieben. Es gibt noch eine Mutter die am 16.03 hier geschrieben hat und die Hölle wie ich durchgemacht hat weil Ihr und Ihren Kind nicht geglaubt wurde wie in meinem Fall. Ich möchte hier meine Geschichte erzählen mit der Hoffnung das sich Opfer und Opferangehörige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich hatte schonmal am 3.3.10 und davor als mutter hier geschrieben. Es  gibt noch eine Mutter die am 16.03 hier geschrieben hat und die Hölle  wie ich durchgemacht hat weil Ihr und Ihren Kind nicht geglaubt wurde  wie in meinem Fall. Ich möchte hier meine Geschichte erzählen mit der  Hoffnung das sich Opfer und Opferangehörige zusammenschließen. <span id="more-1924"></span>Mein Kind  hat mit 4 Jahren einmal von dem Mißbrauch von Ihrem leiblichen Vater  erzählt und wieder alles zurückgenommen. Das Kind zeigt noch  Auffälligkeiten wie Einnässen Einkoten nicht zum Vater gehen zu wollen.  Inzwischen gibt es ein Gerichtsurteil die durch ein Gutachten  beschlossen wurde die besagt es gibt kein sexuellen Mißbrauch also wird  zwangsweise das normale Umgang mit Übernachtungen wiedereingeführt,   obwohl ich als  Mutter gegen unbegleiteten Umgang bin.  Mein Kind 5  Jahre alt wird der weiteren sexuellen Mißbrauch ausgesetzt.Ich könnte in  Revision gehen aber ich könnte höchstens ein begleiteten Umgangsrecht von 3 Monaten  erreichen, mehr nicht. So sieht es aus bei dem deutschen Justiz. Die  durch Ihre bescheuerten Gutachten die Opferangehörige und Opfer mundtot  machen.  Wenn ich mich weiter verweigere mein Kind unbegleitet zum   Vater zu schicken wird mir das Sorgerecht entzogen das Kind kommt zum  Vater. Ich bin hofflungslos mir bleibt nicht anderes übrig mit meinem  Kind weit wegzuziehen und das ganze Leben was ich mit Mühe aufgebaut  habe wegzuwerfen. Wenn ich an die Presse gehe wird mir auch mein Kind  weggenommen. Ich muss anonym bleiben um das Kind weiterhin nicht zu  gefährden. Was ich auf den Punkt bringen möchte schließt euch bitte  zusammen die Erwachsenen Opfer könnten mit Ihren Geschichten und  Identität vieles bewegen, ihr braucht euch nicht mehr zu befürchten  nochmal sexuell mißbraucht zu werden. Ihr habt euer Kindheit verloren,  eure Seelen wurden ermordet,  was ist noch schlimmer. Ihr seid nicht  alleine es gibt so viele Opfer. Macht es für Euch und  Kinder die jetzt  leben und noch geboren werden. Wenn Mißbrauchsangehörige laut werden und  sich zusammenschließen wenn es auch anonym ist können wir sehr viel  verändern. Es ist die einzige Möglichkeit um nicht mehr ignoriert  ausgeschlossen verrückt erklärt und weiterhin missbraucht zu werden.  Kommt endlich aus der  Opferrolle raus.</p>
<p>Mutter 1</p>

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		<title>Mein Glaube an&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 06:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, hier schreibe ich nun mal, wie die Auswirkungen für mich als Angehörige waren und sind. Negativ: Eine Partnerschaft in dem ein Mann in meinem Haus leben würde ist für mich nicht mehr denkbar. Denn dann wäre ein Mann auch in der Nähe meines Kindes. Für mich ist es noch immer präsent, die Angst,wieder ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, hier schreibe ich nun mal, wie die Auswirkungen für mich als Angehörige waren und sind.</p>
<p>Negativ:</p>
<p>Eine Partnerschaft in dem ein Mann in meinem Haus leben würde ist für mich nicht mehr denkbar. Denn dann wäre ein Mann auch in der Nähe meines Kindes.<br />
Für mich ist es noch immer präsent, die Angst,wieder ohne mein Wissen, mit Schlafmitteln und Drogen zugedröhnt zu werden, damit sich einer an meinem Kind vergreift. Zu tief sitzt dies, zu tief!</p>
<p>Mein Glaube an die Justiz, Rechsanwälte, Polzisten, Staatsanwälte ist vernichtet worden.<span id="more-1915"></span></p>
<p>In diese Welt würde ich kein Kind mehr setzen!</p>
<p>Ich bin entsetzt darüber, wie gefühllos mit diesem Thema umgegangen wird, gefühllos für die Betroffenen. Entsetzt darüber wie ignorant die Menschen sind, entsetzt darüber, dass Opfer im Stich gelassen werden und Täter beschützt!</p>
<p>Entsetzt darüber, dass so wenig Menschen die Petition unterscheiben, obwohl Hr Denef sich unermüdlich einsetzt und überall Kund tut, wofür er sich einsetzt.</p>
<p>Entsetzt darüber wie weltweit mit Kindern umgegangen wird. Entsetzt darüber, wieviele Erwachsene noch immer wegschauen.<br />
Entsetzt wie wenig Zivilcourage vorhanden ist, um Kinder zu schützen.</p>
<p>Verärgert über die Politiker, die seit Jahren nichts tun<br />
Verärgert über viele Vereine, die sich zum Schutze der Kinder vereinen und tatkräftig fast nichts tun, wenn ein akuter, aber nicht offenkundig nachweisbarer Fall vorhanden ist.<br />
Verärgert über die Verfuscherrei und Verheimlichung von Kindsmissbrauch.</p>
<p>Wütend darüber, dass so getan wird als ob Priester vor 20 Jahren missbraucht hätten und es keine Fälle gäbe.</p>
<p>Wütend darüber, dass über aktuelle Fälle nichts aber auch garnichts erzählt wird.</p>
<p>Verletzt darüber, dass man versucht, Betroffene und deren Angehörige noch immer zu Opfern zu machen, weil sie sich wehren.</p>
<p>Verletzt darüber, dass die Gesellschaft die Betroffenen ausschließt, anstatt sie zu schützen und noch mehr ins Gesellschaftsleben einzubinden.</p>
<p>Verletzt, dass den Betroffenen keiner bei Anzeigen, Verhandlungen und ähnlichem beisteht.</p>
<p>POSITIV:</p>
<p>Glücklich nun erkennen zu können, wie Täter handeln, glücklich darüber die Hilfeschreie der Kinder zu erkennen</p>
<p>Glücklich darüber ENT&#8212; Täuscht zu sein, weil man mich nicht mehr so leicht täuschen kann.</p>
<p>Glücklich darüber, dass wir überlebt haben und glücklich darüber, dass es Menschen wie Hrn. Denef gibt.</p>
<p>Glücklich darüber, dass mein &#8220;rosarotes&#8221; Weltbild zerstört wurde, weil ich mit offenen Augen durch diese Welt gehen kann.</p>
<p>Mutter</p>

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		<title>Dem Kind wurde nicht geglaubt</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/16/dem-kind-wurde-nicht-geglaubt/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 14:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo, hier schreibe ich mal die Geschichte meines Kindes und mir auf. Ich bemerkte den Missbrauch meines Kindes als es 4 Jahre alt war. Der Vater war mehrere Wochen, Gott sei Dank, nicht im Hause und das Kind war dem Druck nicht ausgesetzt. Durch einen puren Zufall kam heraus, dass der Vater das Kind sowohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>hier schreibe ich mal die Geschichte meines Kindes und mir auf.<br />
Ich bemerkte den Missbrauch meines Kindes als es 4 Jahre alt war. Der Vater war mehrere Wochen, Gott sei Dank, nicht im Hause und das Kind war dem Druck nicht ausgesetzt. Durch einen puren Zufall kam heraus, dass der Vater das Kind sowohl für seine sexuellen Neigungen missbrauchte und auch auf eine sadistische Weise misshandelte. <span id="more-1893"></span>Die Einzelheiten möchte ich Euch und mir ersparen, denn solch grausame Handlungen möchte ich nicht schildern, unter anderem weil ich mich auch nicht daran erinnern will.<br />
Im Laufe der Zeit kam heraus, wie ein Puzzle das sich zusammenfügte, dass der Vater mir Schlafmittel verabreicht haben muss, mich unter Drogen gesetzt haben muss, damit er sich ungestört am Kind vergreifen konnte, denn mit der Zeit fielen mir immer mehr Sachen ein, die genau zu dem passten, was das Kind von sich gab. Es war nicht so, dass das Kind mir erzählte, sondern, in seinen Flaschbacks fragte es mich, ob man das oder dies mit dem Kind machen darf oder es lief zur Tür und sagte, da, da ist er wieder bitte beschütze mich. Während ich das Schreibe kommen wieder Tränen, weil ich die Bilder des damalig 4 jährigen Kindes wieder vor Augen habe. Der Vater kam nie wieder zu uns nach Hause, weil ich sofort Maßnahmen zum Schutze meines Kindes ergriff.</p>
<p>Geschockt von alldem habe ich mich um Hilfe gewandt,<br />
- anonym bei der Polizei (die mir mitteilte, ohne direkte Beweise, würde der Täter nicht verurteilt werden)<br />
- an Hilfsinstitutionen<br />
- an Kinderschutzzentrum<br />
- an Anwälte, Staatsanwaltschaft, Politiker usw., usw.<br />
- Weisser Ring (der Rechtsanwalt teilte mir mit, ich solle vorsichtig sein, es höre sich an wie der Fall Dutroix, dieser Rechtsanwalt verschwieg sogar aus Angst seinen Namen vor dem Mann, ich musste in meinem Namen die Briefe absenden)</p>
<p>Parallel begab ich mein Kind knapp 6 Wochen nach dem ich erfahren hatte was geschehen sein muss in therapeutische Hände, die ich durch den Anwalt des Weissen Ringes ausfindig machte. Sieben lange Jahre war das Kind bei zwei verschiedenen, hintereinander behandelnden Therapeutinnen.</p>
<p>Vor ein paar Jahren als das Kind alt genug war und stabil genug, zeigte ich den Kindsvater an, wie ihr euch vorstellen könnt, ohne Erfolg.</p>
<p>Nun Tatsachen der deutschen Justiz:</p>
<p>- Das Kind wurde angehört, die Therapeutinnen bestätigten den Missbrauch<br />
- Ich machte meine Aussagen und meine Beobachtungen, meine Notizen die ich von Anfang an gemacht habe, habe ich bei der Polizei abgegeben.</p>
<p>Ergebnis:</p>
<p>- Dem Kind wurde nicht geglaubt<br />
- Den Therapeuten wurde nachgesagt, sie wären von mir beeinflusst worden<br />
- Kein einziger Zeuge wurde angehört<br />
- Der Kindsvater wurde nicht mal verhört</p>
<p>Das Kind hat erzählt mit vier Jahren, dass es dort wo der Vater es hingebracht hätte (Ort möchte ich nicht angeben) Bilder von Kindern mit Blut im Gesicht gäbe.<br />
All diese Aussagen hat die Polizei dem Kindsvater in der Akte die sein Anwalt verlangt hat, ausgehändigt.</p>
<p>Als ich sagte, dass ich zur Presse gehen werde wurde mir verdeutlicht, dass sie dafür sorgen werden, dass mir das Kind weggenommen wird, da ich es der Öffentlichkeit bekannt geben würde und somit das Kind keine Anonymität hätte. Aus Angst, das Kind könnte dann dem Vater ausgehändigt werden schwieg ich.</p>
<p>Vor lauter Angst um mein Kind habe ich geschwiegen und bleibe weiterhin still. Meine Angst um das Wohl meines Kindes ist mehr vor den Behörden und deren Blindheit! Deshalb schreibe ich hier auch anonym!</p>
<p>Was ich Euch hier schildere ist eine sehr, sehr verkürzte Form dessen was da wirklich abgelaufen ist.<br />
Es würde jeden Rahmen sprengen, wenn ich alles aufschreiben würde.</p>
<p>Auf jeden Fall habe ich gemerkt, keine Kinderschutzorganisation, keine Opferorganisation, keine Vereine zum Schutze des Kindes, keine Vereine gegen den Kindsmissbrauch, hat mir wirklich geholfen.</p>
<p>Kein Mensch war bei den Vernehmungen dabei, außer einer Therapeutin des Kindes.<br />
Keine Organisation hat uns geholfen, das einzige was sie taten war: zuhören!</p>
<p>Ich merkte im Laufe der Zeit, dass in den Vereinen, bei der Polizei, bei der Staatsanwaltschaft, bei den Anwälten und vielen anderen, selbst traumatisierte Menschen waren, oder gar Pädophile.</p>
<p>Es gibt viele Broschüren zum Thema Kindsmissbrauch, auch ausgelegt bei der Polizei, aber nur wenige lesen es wirklich und die Essenz des Ganzen war für mich:</p>
<p>Den missbrauchten Kindern wird nicht geholfen und es besteht auch kein &#8220;WIRKLICHES&#8221; Interesse dazu.</p>
<p>Ich wartete und versuchte immer wieder Bewusst zu machen, dass jemand den Kindsvater stoppen müsse und das man diesen Fall besser betrachten solle, doch vergebens. Ich wurde immer wieder mundtot gemacht.<br />
Wir wurden als Lügner hingestellt, als Denuntianten, als evtl. Geisteskrank und kein Mensch hat sich wirklich mit diesem Fall beschäftigt. Wegen dem Kindsmissbrauch reichte ich damals die Scheidung ein und vor den Gerichten wurden meine Tochter und ich wieder zu Opfern gemacht.</p>
<p>Als ich dann Herrn Denef vor 2 Wochen im Radio hörte, schöpfte ich Hoffnung! Endlich war jemand da, der selbst ein Opfer gewesen ist, und öffentlich erklärte wie die Öffentlichkeit und die Behörden mit den Opfern umgingen. ICH DANKE IHM DAFÜR, man kann sich nicht vorstellen was ich an diesem Tag fühlte.</p>
<p>Noch immer stellen es die Medien so hin, als ob der Missbrauch von Kindern in der Kirche vor 20 Jahren war und jetzt in Deutschland alle weiße Westen hätten.</p>
<p>Von den Missbrauchsfällen in der eigenen Umgebung und Familie wird nur sehr gering aufgeklärt. Die Opfer der Fälle in den eigenen Familien haben Angst, Scham und viele anderen Gefühle, weshalb sie nur sehr vorsichtig an die Öffentlichkeit gehen.</p>
<p>Ich lernte seit dem:<br />
Es gibt Pädophile Richter, Anwälte, Polizisten, Staatsanwälte, Politiker, Jornalisten, Psychater, Kinderärzte, alles was man sich vorstellen kann und sie sind durch die Reihe gut vernetzt miteinander!</p>
<p>Zeitungsartikel, wie: Polizei lies Kinderpornoring hoch gehen, sind nur Artikel um der Bevölkerung ein falsches Bild zu geben, nämlich, dass die Behörden was gegen Kindsmissbrauch tun würden. Alles nur eine Phrase!</p>
<p>Weiter wird nie berichtet, was mit den Tätern geschah usw. Ein Richter, Vorstand des Verfassungsgerichts wird wegen Kinderpornographie zu Geldstrafe verurteilt und eine mutige Staatsanwältin verlangt weiterhin, dass er suspendiert wird und nichts geschieht.</p>
<p>Meine Hoffnung:</p>
<p>Dass durch das Thema, Kindsmissbrauch durch Geistliche und Lehrer bald auch das Thema des Kindsmissbrauchs in der Familie ans Tageslicht kommt und hier immer mehr Opfer sich zu Wort melden.</p>
<p>Gruß einer Mutter deren Kind Betroffene ist und deren mutiger Einsatz und Kampf für die Wahrheit im Sande verlaufen ist.<br />
Manchmal frage ich mich, wie viele Mütter oder Väter es noch gibt, die von der Justiz unter den Tisch gekehrt worden sind. Wenn es die gibt, bitte ich Euch schreibt hier in diesem Forum, damit auch wir uns mit Hilfe von Herrn Denefs mutigem Einsatz solidarisch zusammen schließen können.</p>
<p>Mutter</p>

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		<title>Ein Ehemann</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 18:16:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[Was nicht verjährt, sondern weiterlebt&#8230; Meine Frau wurde als Kind jahrelang von ihrem leiblichen Vater vergewaltigt. Die körperlichen Folgen für sie waren zunächst Magersucht bis nah an die Grenze des Todes, sodann viele Jahre schwerster Bulimie. Beides hat sie inzwischen überwunden, ihre Gesundheit ist dadurch jedoch für immer zerrüttet. Erst nach etlichen Jahren stationärer und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was nicht verjährt, sondern weiterlebt&#8230;<br />
Meine Frau wurde als Kind jahrelang von ihrem leiblichen Vater vergewaltigt.<br />
Die körperlichen Folgen für sie waren zunächst Magersucht bis nah an die Grenze des Todes, sodann viele Jahre schwerster Bulimie. Beides hat sie inzwischen überwunden, ihre Gesundheit ist dadurch jedoch für immer zerrüttet.<br />
Erst nach etlichen Jahren stationärer und ambulanter Psychotherapie war meine Frau in der Lage, über das Verbrechen, das an ihr begangen worden ist, zu sprechen. Doch inzwischen waren sämtliche straf- und zivilrechtlichen Verfährungsfristen verflossen. Und der Täter droht bis heute mit Verleumdungsklage.<br />
Nicht nur der Körper, sondern auch die Seele meiner Frau ist unheilbar geschädigt. Ihre langjährige Suchterkrankung hat ferner die Persönlichkeitsentwicklung ihres Sohns schwer belastet, er ist nun ein junger Mann, der keinen Platz für sich im Leben finden kann. Dem Täter hat unser Rechtssystem sein Verbrechen längst vergeben, doch auf der Opferseite leidet bereits die zweite Generation darunter, ein von Nachfahren von Holocaustopfern her bekanntes Phänomen.<br />
Konsequenterweise verjähren daher NS-Verbrechen ebensowenig wie Mord. Warum verjährt dann aber die körperliche und seelische Verkrüppelung von Kindern, die wie ein alttestamentarischer Fluch auch Unheil zeugt für nachfolgende Generationen?</p>

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		<item>
		<title>Leute, erzählt Eure Lebensgeschichte</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/02/04/leute-erzahlt-eure-lebensgeschichte/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 08:13:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo, Ihr alle!!! Am vorletzten Sonntag hat uns unsere Tochter angerufen. Wir sollten doch bitte mal zu ihr kommen. Sie müsste mal mit uns reden. Wir fuhren hin, ca. 25 km, kein Problem. Während der Fahrt unterhielten wir uns, meine Frau und ich, was unsere Tochter uns wohl zu sagen hat. Wir dachten, dass ihre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo, Ihr alle!!!</p>
<p>Am vorletzten Sonntag hat uns unsere Tochter angerufen. Wir sollten doch bitte mal zu ihr kommen. Sie müsste mal mit uns reden. Wir fuhren hin, ca. 25 km, kein Problem. Während der Fahrt unterhielten wir uns, meine Frau und ich, was unsere Tochter uns wohl zu sagen hat. Wir dachten, dass ihre Beziehung auseinander geht oder ähnliches&#8230;. Bei ihr angekommen, erzählte uns ihr Lebensgefährte, weil sie selbst nicht in der Lage war &#8211; was zu verstehen ist &#8211; dass sie vor 17 Jahren missbraucht wurde. Es war wie ein Schlag ins Gesicht&#8230; Und das Schlimme ist, der Täter ist in der eigenen Verwandtschaft&#8230; Unsere Tochter ist 31, hat selbst 2 Kinder, Tochter 6, Sohn 5. Sie hat Angst, dass ihrer Tochter selbiges passiert. Wir sagten ihr, dass wir, egal, welcher Dreck jetzt von der anderen Seite geschmissen wird, zu ihr stehen. Wir glauben ihr und wollen sie in ihrer Situation unterstützen, egal, was kommt&#8230; Es wird ein schwerer, langer Weg, aber wir sind stolz, dass sie so viel Vertrauen zu uns hatte, dieses schwere Gespräch mit uns zu führen!!! Mittlerweile haben wir uns als Eltern eine Therapeutin gesucht. Mit so einem Schlag kann man nicht so einfach umgehen, man braucht jemanden zum reden. Egal ob Psychotherapeut oder Pfarrer. Ja, auch ein Pfarrer kann unterstützen, sogar sehr&#8230; Mittlerweile ist die Situation so, dass von der anderen Seite alles abgestritten wird. Wir sind die Bösen. Aber so wie ich das so sehe, geht es allen Opfern so. Aber wir werden dagegen kämpfen und zu unserer Tochter stehen&#8230; Wir haben ihr eine Adresse versorgt, wo sie zur Therapie gehen kann, sie nimmt diese Hilfe an, was wir sehr gut finden.</p>
<p>Leute, erzählt Eure Lebensgeschichte. Ich glaube, wenn das erst mal raus ist, dann findet sich immer jemand, der einem zuhört und hilft und Euch auch glaubt!!!! Und Euch wird das Reden gut tun.</p>
<p>Und: Bitte unterschreibt die Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof. Ihr helft Euch selbst und den vielen, vielen anderen, die noch unter dem Deckmantel der Verschwiegenheit schlummern!!! Euch wurde ein Schmerz zugefügt, der ein Leben lang, ein Leben lang in Euch rumort und Euch nicht zur Ruhe kommen lässt.</p>
<p>Solche Taten dürfen nicht verjähren!!! Es ist doch nicht einfach ein Auffahrunfall im öffentlichen Straßenverkehr&#8230; So einfach geht das nicht!!! Bleibt stark und redet, redet, redet, damit die anderen erfahren, was in dieser Gesellschaft krank ist&#8230;</p>
<p>Alles Gute Euch allen!!!</p>
<p>Steffen</p>

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