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	<title>netzwerkB &#187; Auswirkungen</title>
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	<description>Norbert Denef berichtet von seinen Erfahrungen …</description>
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		<title>Coming-Out der Opfer</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/07/17/auswirkungen-%e2%80%93-opfergeschichten/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 11:46:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt bricht eine neue Ära an – Betroffene stehen für sich ein
Bis zu 25 Prozent der Bevölkerung sind unmittelbar betroffen von sexualisierter Gewalt.
Jedes dritte Mädchen und siebter Junge wird sexuell misshandelt.
Zu viele der misshandelten Opfer begehen Suizid, weil sie diese Realität, die ihr ganzes Leben bestimmte und ihre Seele zerstörte, nicht mehr ertragen.
Es reicht!
Sexualisierte Gewalt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt bricht eine neue Ära an – Betroffene stehen für sich ein</strong></p>
<p>Bis zu 25 Prozent der Bevölkerung sind unmittelbar betroffen von sexualisierter Gewalt.</p>
<p>Jedes dritte Mädchen und siebter Junge wird sexuell misshandelt.</p>
<p>Zu viele der misshandelten Opfer begehen Suizid, weil sie diese Realität, die ihr ganzes Leben bestimmte und ihre Seele zerstörte, nicht mehr ertragen.</p>
<p><strong>Es reicht!<span id="more-693"></span></strong></p>
<p>Sexualisierte Gewalt ist nicht nur ein abstrakter Begriff, sondern heißt übersetzt: extreme Gewalt, Perversität, Demütigung, schwerste Verletzungen und Seelenmord.</p>
<p>Wir Betroffene von netzwerkB wenden uns an alle sexualisierte Gewaltopfer, die nach jahrelangen traumatisierten Schweigen nun die Kraft haben, die an ihnen verübte Barbarei wahr zu nehmen und mit uns gegen die Verharmlosung und Vertuschungsmentalität zu kämpfen. Viel zu lange haben uns unsere Traumen und die tiefe Scham den Mund verschlossen.</p>
<p>Sie können uns mit Ihrer Schilderung Ihres erlittenen Leidens helfen, der Öffentlichkeit einen Blick hinter den Begriff sexualisierte Gewalt zu ermöglichen, damit das Abstrakt ”sexueller Missbrauch” zukünftig kein unvorstellbares Konstrukt bleibt!</p>
<p>Nur so wird auch die Bevölkerung in unserem Lande verstehen, dass sexualisierte Gewalt nicht einfach nur ein Wort ist, sondern grauenhafte Taten beinhaltet und immer noch heute mitten unter uns, in einer zivilisierten Gesellschaft stattfindet!</p>
<p>Wir, die Betroffenen haben das Recht, unserem Umfeld zuzumuten, dass sie ihre eigene Befindlichkeit (wie Ekel, Nichtwahrhaben wollen, dass so etwas möglich ist) zurück stellen um unserer, der Betroffenen Willen.</p>
<p>Möge es uns gelingen, allen die Augen zu öffnen, damit sie sehen, dass nicht jeder das Glück einer unbescholtenen Kindheit angedeiht wurde und ist, und das dies mitten in einem zivilisierten Land auch noch heute Alltag ist.</p>
<p>Es wird Zeit, dass wir all jenen Nichtbetroffenen unser Leid zumuten, die sich immer noch unter einer Schutzglocke des Nicht – Wahr – Haben – Wollens befinden, um alles Üble von sich fern zu halten. Sie wissen nichts, weil sie die andere Seite des Ständig – Hab – Acht – Leben eines Betroffenen nicht kennen!</p>
<p>Nur wir können, ja müssen dafür sorgen, dass man anfängt nachzudenken. Dass die Gesellschaft – Richter, Staatsanwälte, Ärzte, Eltern, Nachbarn – die Existenz und die Schädlichkeit sexualisierter Gewalt sich vorstellen kann und sich ihr entgegenstellt. Dass sie gefährdete und auffällige Kinder wahrnimmt und schützt. Und dass sie Tätern endlich den Blankoscheck entzieht, der da lautet, sexualisierte Gewalt richte nicht bei allen Opfern Schaden an.</p>
<p>Fasst Euch ein Herz: Was in einer Familie, einer Sakristei, einer Sporthalle oder einem Kinderheim geschehen konnte und kann, das geht Jede/n an.</p>
<p><strong>Zeigen wir uns als Teil dieser Gesellschaft – mit unseren Gesichtern und der Kraft, die uns Überleben und Leben ermöglicht hat. Durchbrechen wir die Schweigemauer!</strong></p>
<p>Wer sich am Coming-Out der Opfer beteiligen möchte (wenn möglich mit Foto und ohne Pseudonym), kann seine Geschichte gerne per e-Mail senden an:<br />
norbert.denef@netzwerkB.org</p>
<p>Sie wird danach als Artikel veröffentlicht unter:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/category/auswirkungen/%e2%80%93-coming-out-der-opfer/" target="_blank">Coming-Out der Opfer</a></p>
<p>Vielen, vielen Dank allen Betroffenen, die den Mut haben, diesen Kreislauf zu durchbrechen.</p>
<p>Hoffnungsvolle Grüße<br />
Norbert Denef</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>&#8220;In Gottes Namen&#8221; oder &#8220;Der Aufschrei von uns&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/07/17/in-gottes-namen-oder-der-aufschrei-von-uns/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 11:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 3.07.2010 wurde zum wiederholten Male der Film &#8221; In Gottes Namen &#8220; im hr Fernsehn der Sendereihe &#8220;Die 10 Gebote&#8221; von Catherina Gilles ausgestrahlt.
Der Film erzählt in kurzen Abschnitten den Leidensweg meiner Schwester. Im Film heißt sie Anna. Ich heiße im Film Karin und es gibt einzelne Szenen mit mir und meiner Schwester.
Nach Sendung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 3.07.2010 wurde zum wiederholten Male der <a href="http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=49444&amp;mediakey=fs/horizonte/20091017_horizonte&amp;ke=&amp;type=v&amp;key=standard_document_37815490" target="_blank">Film &#8221; In Gottes Namen &#8220;</a> im hr Fernsehn der Sendereihe &#8220;Die 10 Gebote&#8221; von Catherina Gilles ausgestrahlt.<br />
Der Film erzählt in kurzen Abschnitten den Leidensweg meiner Schwester. Im Film heißt sie Anna. Ich heiße im Film Karin und es gibt einzelne Szenen mit mir und meiner Schwester.<span id="more-3613"></span><br />
Nach Sendung des Filmes im Oktober 2009 erschien eine anonyme Anzeige bei der Kripo in Giessen. Meine Schwester und ich wurden als ZeugInnen vernommen. Ich sagte  fünf Stunden bei der Kripo aus. Die Ermittlungen wurden leider auf Grund der Verjährungsfristen eingestellt. Meine Eltern, zu denen ich seit Jahren keinen Kontakt mehr habe, haben ihr Haus verkauft und sind an einen unbekannten Ort verzogen. Wer den Film sehen möchte, kann das über den <a href="http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=49444&amp;mediakey=fs/horizonte/20091017_horizonte&amp;ke=&amp;type=v&amp;key=standard_document_37815490" target="_blank">Sender im Netz tun</a>. Vorsicht! der Film kann triggern.<br />
Danke fürs Lesen<br />
Heike</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ich habe das Lachen in den Augen verloren</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/07/07/ich-habe-das-lachen-in-den-augen-verloren/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 13:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[ich wurde in meiner Kindheit von einem Freund meiner Eltern sex.  Missbraucht über viele Jahre und von meinen Eltern wurde ich schwer  misshandelt. Ich bin immer abgehauen von zu Hause und als die Polizei  mich immer wieder nach Hause gebracht haben-ich war ja erst 13 Jahre. Es  gab richtig prügel.. dabei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich wurde in meiner Kindheit von einem Freund meiner Eltern sex.  Missbraucht über viele Jahre und von meinen Eltern wurde ich schwer  misshandelt. Ich bin immer abgehauen von zu Hause und als die Polizei  mich immer wieder nach Hause gebracht haben-ich war ja erst 13 Jahre. Es  gab richtig prügel.. dabei sehnte ich mich nach Liebe und Zuwendung die  ich nie bekommen habe.<span id="more-3550"></span> Ich bin gerade 14 Jahre geworden und bin zum  Jugendamt gegangen und kam erst 3 oder 4 Monate später ins Heim. Mit 15  Jahren war ich in psychologischer Behandlung, weil ein Betreuer  mitbekommen hat was mir passiert ist.<br />
Ich war ca 17 Jahre alt, habe meine Eltern und den Freund meiner Eltern  angezeigt.<br />
Mein Eltern glaubten mir nicht und machten keine Aussage. Ich war am  Boden zerstört.</p>
<p>”Wenn so etwas passiert wäre, dann hätte sie doch was gesagt”<br />
wirklich wort wörtlich und nicht anders!</p>
<p>Seit dem habe ich keinen Kotakt mehr zu meinen Eltern.<br />
Ich war noch bis zum 22. lebensjahr in psychologischer Behandlung, mir  ist es deutlich besser ergangen. Ich dachte echt ich binfast geheilt…<br />
Ich bin weit weggezogen, weil mich die Erinnerungen quälten… und ich  alles vergessen wollte… Später habe ich erfahren und auch gesehen das  das Haus wo ich aufgewachsen bin abgerissen wurde. Mein Kinnderzimmer  sehe ich da oben trotzdem noch obwohl das Haus nicht mehr steht. man  kann es trotzdem nicht vergessen obwohl der Ort nicht mehr existiert wo  alles passiert ist.</p>
<p>Jetzt bin ich fast 28 Jahre alt, habe einen Mann an meiner Seite und  ein eine Kleine Tochter. Und ich bin wieder an dem Punkt angelangt, das  innerlich, sehlisch,körperlich, Gefühlsmäßig wieder am Ende bin. In den  letzten Jahren…dadurch das ich älter und reifer geworden bin und  sicherlich sehr sehr viel verdrängt habe. Kommen soviele Sachen hoch die  mir vor einigen Jahren noch nicht bewußt waren. Gerade auch durch die  eigene Familie. Und durch den langersehnten Partner, durch den ich immer  mehr über mich erfahre. Denn nur er kennt mich. Bei allen anderen  konnte ich mich sehr gut verstellen. Nach Außen hin war ich immer  glücklich.  Ich könnte heulen… weil dachte es ist vorbei… doch ich muss  wieder von vorne anfangen.</p>
<p>Es sind soviele Verhaltenstörungen, Gefühlstörungen, Essstörungen und  noch vieles mehr was ich mit meinen Worten gar nicht aussprechen kann  bzw. nicht weiss wie ich es beschreiben soll oder mir auch noch nicht  beußt ist. Und ich dadurch auch sehr große Probleme in meiner Ehe habe.  Mir ist bewußt gworden- es wird nie ein Ende haben…</p>
<p>Die Strafen waren extrem mild…<br />
Ich bereue es sehr das ich mit der Anzeige nicht doch noch ein paar  Jahre gewarte habe… weil erst jetzt stellt sich alles erst raus was es  noch für Folgen hat und scheinbar kann ich nichts mehr unternehmen…  amliebsten wurde ich alles nocheinmal anzeigen. Ich möchte  gerechtigkeit.  Ich würde alles auf mich nehmen und würde dafür ssogar  sterben um das durchzuziehen damit meine Seele befreit weiterleben kann.</p>
<p>Ich habe große Angst das es irgenwann jemand bei meiner Tochter  versuchen will und ich habe Angst das ich Kontrollsüchtig oder ähnliches  werde nur um meine Tochter schützen zu können.</p>
<p>Die Täter sitzen ihre kurze Strafe ab wenn man das überhaupt Strafe  nennen darf…<br />
Und ich oder wir als Opfer haben einfach nicht das Leben was wir  eigentlich hätten Leben dürfen. Und auch meine Tochter und meinem Mann  wird es irgenwie für ihr Leben prägen.</p>
<p>Ich hasse diese Menschen, die weg sehen und etwas wissen aber nicht  helfen.. Denn Kinder sind zu klein um zuverstehen, sie sind zu klein um  zu handeln und sie sind auch zu klein ihr NEIN durchzusetzen.</p>
<p>Nicht mal der Tod wäre eine gerechte Strafe für die Täter!!!</p>
<p>Mein Leben ist geprägt, verstört und gestört.</p>
<p>Ich habe das Lachen in den Augen verloren und werd es wohl nie wieder  bekommen.</p>
<p>Ich hoffe ich gebe mich nicht auf!</p>
<p>Ich freue mich über jede Hilfe oder Vorschläge was ich tun kann..</p>
<p>Sehnsucht (möchte unerkannt bleiben)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was hilft ehemaligen Heimkindern bei der Bewältigung ihrer komplexen Traumatisierung?</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/07/05/was-hilft-ehemaligen-heimkindern-bei-der-bewaltigung-ihrer-komplexen-traumatisierung/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Jul 2010 18:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Expertise im Auftrag des Runden Tisches Heimerziehung
von
Silke Birgitta Gahleitner
„Was hilft ehemaligen Heimkindern bei der Bewältigung ihrer komplexen Traumatisierung?“
PDF-Dokument  herunterladen
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Expertise im Auftrag des Runden Tisches Heimerziehung<br />
von<br />
Silke Birgitta Gahleitner</p>
<p>„Was hilft ehemaligen Heimkindern bei der Bewältigung ihrer komplexen Traumatisierung?“</p>
<p><a href="http://www.rundertisch-heimerziehung.de/documents/RTH_Expertise_Trauma.pdf" target="_blank">PDF-Dokument  herunterladen</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Prof. Dr. Gernot Lucas: Mein Fall von Kindesmissbrauch am &#8220;Aloisiuskolleg&#8221; der Jesuiten, Bonn</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/07/02/prof-dr-gernot-lucas-mein-fall-von-kindesmissbrauch-am-aloisiuskolleg-der-jesuiten-bonn/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 06:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[in der Zeit von 1950 &#8211; 1953 (Abitur 1958)

Missbrauch &#8211; ein Opfer erzählt &#8211; MEDIATHEK &#8211; WDR.de
Jahrzehntelang haben Pater offenbar Schutzbefohlene missbraucht – vertuscht, verschwiegen, verdrängt. Und auch die Opfer haben geschwiegen, aus Scham. Ein Opfer bricht jetzt aber das Schweigen, 60 Jahre nach dem Vorfall im Bonner Aloisius-Kolleg.
Zitat Frau Lucas: &#8220;&#8230;Und wenn Sie mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>in der Zeit von 1950 &#8211; 1953 (Abitur 1958)</p>
<p><a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/03/08/aktuelle-stunde-missbrauchter-schueler.xml" target="_blank"><img title="WDR_Frau Lucas" src="../wp-content/uploads/2010/06/WDR_Frau-Lucas-300x193.png" alt="" width="300" height="193" /></a></p>
<p>Missbrauch &#8211; ein Opfer erzählt &#8211; <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/03/08/aktuelle-stunde-missbrauchter-schueler.xml" target="_blank">MEDIATHEK &#8211; WDR.de</a><br />
Jahrzehntelang haben Pater offenbar Schutzbefohlene missbraucht – vertuscht, verschwiegen, verdrängt. Und auch die Opfer haben geschwiegen, aus Scham. Ein Opfer bricht jetzt aber das Schweigen, 60 Jahre nach dem Vorfall im Bonner Aloisius-Kolleg.</p>
<p>Zitat Frau Lucas: &#8220;&#8230;Und wenn Sie mich jetzt fragen was mit mir so passiert ist, dann würde ich sagen, ich hab leiden müssen.&#8221;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich lernte zu reden!</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/06/19/3333/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Jun 2010 14:25:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittlerweile sind ja nun die Medien voll gespickt mit Nachrichten über sexuellen Missbrauch, bzw. sexualisierte Gewalt. Und wir wissen alle, dass nicht nur das Umfeld der Kirche Ort des Verbrechens ist!!! Ich sage immer: ein Amstetten gab und gibt es überall und leider auch immer wieder! 
Ich selber bin eine Betroffene, wurde jahrelang von meinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mittlerweile sind ja nun die Medien voll gespickt mit Nachrichten über sexuellen Missbrauch, bzw. sexualisierte Gewalt. Und wir wissen alle, dass nicht nur das Umfeld der Kirche Ort des Verbrechens ist!!! Ich sage immer: ein Amstetten gab und gibt es überall und leider auch immer wieder! <span id="more-3333"></span></p>
<p>Ich selber bin eine Betroffene, wurde jahrelang von meinem Vater missbraucht (vom 6. &#8211; 17.Lj.), mit 34 Jahren vergewaltigt von einem Fremden&#8230;</p>
<p>Irgendwann verlor ich den Glauben an Gott, der für mich als Kind immer im Mond wohnte, dem ich alles anvertrauen konnte, da ich sonst mit niemandem reden durfte. Aber er “rührte” sich irgendwann nicht mehr und war mir nicht wirklich eine Hilfe. Ich dachte: Gott hat mich verlassen, weil auch er mir die Schuld an all dem gibt. Und ich verstand, warum er nicht mehr für mich da sein wollte.</p>
<p>Erst Jahrzehnte später war ich in der Lage, das Schweigen zu brechen. Ich weiß, wie es ist, wenn man einfach nur fuktionieren muss, wenn die Angst das Leben bestimmt und ein Reden unmöglich macht.</p>
<p>Wie die meisten anderen Betroffenen verlor ich nie ein Wort über meine Vergangenheit, versuchte meinen Kummer und die Angst immer weiter zu unterdrücken und machte alles mit mir selber aus; zu groß waren Scham und Schuldgefühle, und das Leben war unlebbar. Ich lernte meinen Mann kennen, der mir etwas gab, dass ich als Liebe und Vertrauen deklarierte, wurde schwanger, und mehr schlecht als recht ging das Leben mit Mann und Kindern weiter. Jahre später wurde ich plötzlich sehr krank, denn das Verdrängen und Verleugnen der Wahrheit in Verbindung mit der &#8220;Tablettenchemie&#8221; hatten ganze Arbeit geleistet. Psychopharmaka und Cortison gehörten zu meinem Alltag, schon in meiner Kindheit und Jugend.<br />
Zum Teil waren die Erlebnisse sogar in “Vergessenheit geraten” &#8211; abgespalten, um überhaupt überleben zu können.</p>
<p>Doch das Schicksal kreuzte meinen Weg und ich lernte mit 42 Jahren als diensthabenden Notarzt einen Homöopathen kennen. Und ich wusste intuitiv, er würde mir helfen können.<br />
Anfangs noch skeptisch, begab ich mich in die Hände der klassischen Homöopathie. Gestärkt durch die kleinen weißen Kügelchen, verbunden mit gezielt geführten psychologischen Gesprächen durchschritt ich die Höhen und Tiefen der Vergangenheit. Ohne jegliche schulmedizinischen Medikamente überstand ich depressive Phasen und psychosomatische Beschwerden in der Traumabewältigung. Und im Laufe der Zeit wurden Hilflosigkeit, Verzweiflung und verlorener Lebensmut abgelöst von Mut, Zuversicht und zurück eroberter Lebensfreude.</p>
<p>Aber das Wichtigste war: Ich lernte zu reden!</p>
<p>Denn bis dahin hatte ich all meine Gefühle und Gedanken nur schriftlich festhalten können. Das Tagebuch war schon immer mein bester und auch einziger Freund gewesen. Während der Therapie nun wurde das Schreiben auch ein Stück Verarbeitung, bis schließlich der Wunsch aufkam, meine Erfahrungsreise in einem Buch festzuhalten, um anderen Betroffenen Mut zu machen und einen neuen/anderen Weg aufzuzeigen – heraus aus Trauma, Angst und Depression. Denn leider ist es ja, wie Sie selber wissen, immer noch so: interessant ist für die Medien doch meist nur das Umfeld des Täters. Wie die Betroffenen mit all dem umzugehen versuchen, wird bestenfalls umrissen. Ich sage absichtlich &#8220;versuchen&#8221;, denn es ist fast unmöglich, z.B. ziemlich zeitnah einen kompetenten Therapeuten oder überhaupt einen kompetenten Ansprechpartner zu finden. Also versucht man, alleine klarzukommen.</p>
<p>Mittlerweile bin ich 54 Jahre, verheiratet und Mutter dreier Kinder. Und ich kann offen über das Thema Inzest oder Vergewaltigung reden. Sicher, die Vergangenheit drückt sich immer mal wieder durch, aber ich habe gelernt, ganz gut damit zu leben. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass man durch die Gespräche mit Ebenso-Betroffenen erst wieder das Gefühl bekommt, nicht alleine auf dieser Welt zu sein. Ich sage immer: wer meinen Weg nicht gegangen ist, der kann auch nicht verstehen, wie sexueller Missbrauch das Leben bestimmt, mit einem großen “Rundumschlag” auf Familie und Freunde.</p>
<p>Vor einem 3/4 Jahr konnte ich mein Buch “Kleines Mondkind, hab Vertrauen” veröffentlichen (auch als RadioKöln-Buchtipp im April gelaufen). Mein Wunsch ist es, auch mit diesem Buch vor allem denjenigen, denen ähnlich schrecklicher Schmerz widerfährt oder widerfahren ist, zu helfen, von Herzen mit auf den Weg zu geben, sich zu öffnen, gedanklich, mit Worten und auch in ihrem Handeln. Ich möchte dazu beitragen, die Sichtweise und Sichtweite zu überdenken, den Menschen die Scheuklappen zu nehmen, den Mut zu wecken, das Vertrauen langsam aufzubauen, und vor allem daran zu appellieren, niemals aufzugeben!!!</p>
<p>Das, was mich einerseits immer noch und immer wieder so wütend macht &#8211; nämlich die Tatsache an sich – macht mich auf der anderen Seite zuversichtlich, wenn ich die Nachrichten der letzten Wochen verfolge. Denn nur dann, wenn all das immer mehr öffentlich wird, werden auch immer mehr Menschen ihr Schweigen brechen. Es besteht also noch Hoffnung für unsere Kinder, deren Kinder und eben noch jüngere Betroffene! Prävention und Offenheit sind das A und O, ist meine Meinung.<br />
Und irgendwann werden auch die Petitionen und Briefe an den Gesetzgeber Wirkung zeigen müssen!!! Die Verjährungsfristen müssen aufgehoben werden, das Strafmaß muss erhöht werden, Betroffene müssen gehört werden usw.! Aber wem sag ich das&#8230;?&#8230;</p>
<p>Mein Bestreben ist es, eben auch von meiner Seite offen und authentisch noch ein wenig mehr Licht ins Dunkle des Tabus zu bringen und anderen Betroffenen die Angst zu nehmen.</p>
<p>Herzliche Grüße<br />
MARY SCHRÖDER</p>
<p><a href="http://www.undtrotzdem.de" target="_blank">www.undtrotzdem.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich hätte mir gewünscht, dass sie mich in den Arm genommen hätte</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/06/14/ich-hatte-mir-gewunscht-dass-sie-mich-in-den-arm-genommen-hatte/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 12:38:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[hallo, ich heiße Christine und mir ist ähnliches widerfahren, das heißt, ich wurde als ich FÜNF Jahre alt war, das erste mal von meinem Großvater väterlicherseits angefasst.
Der schock war für moch riesengross zumal  mir sugeriert wurde von einem alten schwergewichtig keuchenden mann das  wenn ich das meiner mutter erzähle ich ins heim komme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>hallo, ich heiße Christine und mir ist ähnliches widerfahren, das heißt, ich wurde als ich FÜNF Jahre alt war, das erste mal von meinem Großvater väterlicherseits angefasst.<span id="more-3285"></span></p>
<p>Der schock war für moch riesengross zumal  mir sugeriert wurde von einem alten schwergewichtig keuchenden mann das  wenn ich das meiner mutter erzähle ich ins heim komme .Unfassbar sowas  .Jeden sonntag waren wir bei fden grosseltern jeden sonntag dasselbe bis  ich 14 war .Ab da&lt;wehrte ich mich dasd heisst ich ließ ihn nicht  mehr an mich ran .Meine mutter bekam von dem allen nichts mit soie  merkte noch nicht mal meine veränderungen ob in der schule oder privat  hinzu kam das mein vater ein alk war ic&lt;h auch im elternhaus  situationen hatte die ich nie vregesse für die ivch mich heute noch  schäme .Ich habe mich meiner mutter erst gegenüber geoutet als ich 23  jahre alt war.Als meine mutter die nachtricht davon erfasste war ihr  knapper kurzer kommentar warum hast du dich nicht gewehrt ,Kann sich  einer nur annähernd vorstellen wie fassungslos ich war über ihren  kommentar sich als kleines kind einem erwachsenen gegenüber stellen zu  sollen den tätlich anzugreifen welcher hohn das war .Ich war so  enttäuscht von ihr ich hätte mir gewünscht, dass sie mich in den Arm  genommen hätte nichts dergleichen passierte gar nichts .Ich habe ein  paar jahre später geheiratet einen sohn bekommen habe mich scheiden  lassen weil es nivcht das war was ich mirt wünschte hatte danach  mehrtere partner bis auf einen den ich lieben konnte der mich aber  verließ .Er sagte mirt nie den grund .Heute sage ich alle anderen waren  mitläufer das heisstb ic&lt;h habe sie nie so geliebt wie sie es  verdient.,. hätten .Ich denke ich bin nicht fähig eine partnerschaft zu  führen die mich glücklich macht die erinnerungen kommen immer wieder  hoch man hazt keinen knopf zum an undd ausmachen ,Um dem ganzen die  krone aufzusetzen hat in meiner ehe mein mann versucht mich zu töten und  auch dasd hängt mir nach ,Zudem war ich in einer therapie nachdem ich  nen seelischen zusammenbruch hatte allen nur die powerfrau vorgespielt  habe nur der therapeut war nicht sehr hilfreich .Da er selbst auf meine  probleme keine lösung wusste ,Eines hab ich getan einmal einen  pädophilen angezeigt bei der polizei von dem ich mitbekam das er einer  ist denn ich lasse&lt;sowas nicht durchgehen und zudem ist mein  grossvater ganz schlimm gestorben er hat wasser bis zum herzen bekommen  ,und ich sage gottes mühlen mahlen langsam aber gerecht denn wenn ich  sagen würde das täte mir leid und er soillte bemitleidet werden niemals  dann wäre ich ein heuchler .Pädophile können von mir eines nicht  erwarten mitleid denn sie wisen genau was sioe tun und das das was sie  tun nicht der punkt unserer hetero gesellschaft ist jeder wirklivch  jreder hat die möglichkeit seine schwächen sicht zu bekämpfen ,Und es  kann nicght sein das diese männer alles irgendwo hingeschoben bekommen  und die opfer sollen sich um sich selbst kümmern das idst nicht der  konsens ,Vor allemnicht das novch mehr kinder leiden müssen meine  meinung</p>
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		<title>Mein Vater ist Jesus</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/06/07/mein-vater-ist-jesus/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 14:18:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich, Pfarrerstochter
Ende 30 stockt mein Leben. Als Künstlerin bin ich kreativ blockiert, in meiner Beziehung unglücklich und nun auch noch ein anonymer Telefon-Stalker.
Eine unbändige Wut taucht auf. Ich leide ohne Ende. Und es hört auch nicht auf, nachdem der Stalker Ruhe gibt. Ich habe Vergewaltigungsträume, in denen Männer aus meiner Familie die Täter sind. Mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich, Pfarrerstochter</strong></p>
<p>Ende 30 stockt mein Leben. Als Künstlerin bin ich kreativ blockiert, in meiner Beziehung unglücklich und nun auch noch ein anonymer Telefon-Stalker.<span id="more-3189"></span><br />
Eine unbändige Wut taucht auf. Ich leide ohne Ende. Und es hört auch nicht auf, nachdem der Stalker Ruhe gibt. Ich habe Vergewaltigungsträume, in denen Männer aus meiner Familie die Täter sind. Mein Weltbild gerät aus den Fugen.<br />
Sollte meine glückliche, behütete, bürgerliche Kindheit nur eine Illusion gewesen sein?<br />
Nach und nach enthüllt sich die grausame Wahrheit: Ich wurde in dem evangelischen Pfarrhaus in Norddeutschland, in dem ich aufwuchs, nicht nur körperlich, sondern auch sexuell misshandelt.<br />
Wie das passiert ist und passieren konnte, setzt sich nach und nach wie ein Puzzle zusammen.</p>
<p><strong>Mein Vater ist Jesus</strong><br />
Als Kind dachte ich, mein Vater sei Jesus. Es gab so viele Parallelen: er trug auch einen Bart, er predigte, er erzählte den Menschen Geschichten von Gott, er segnete die Gemeinde, teilte Abendmahl aus. Am meisten überzeugt hat mich sein Satz „Mein Gott, mein Gott, warum  hast du mich verlassen?“ in der Ostergeschichte, den er aus tiefster Seele schmetterte. Das glaubte ich ihm aufs Wort. Er konnte nur Jesus sein. Und Jesus war gut. Das lernte ich früh und gründlich. Daraus entstand die logische Schlussfolgerung, dass mein Vater gut sein musste. Erst Jahrzehnte später konnte ich diese Gehirnwäsche durchschauen und der Wahrheit ins Auge blicken: Mein Vater war nicht gut, mein Vater war ein Verbrecher.</p>
<p><strong>Scheinheiligkeit und Doppelmoral</strong><br />
Mein Vater war oberflächlich ein „progressiver“ evangelischer Pfarrer. Er traute sich, den schwarzen Talar ab und zu gegen einen beigefarbenen auszutauschen, führte Abendgottesdienste in Taizé-Tradition ein, wetterte auf der Kanzel politisch links und demonstrierte in den 80er-Jahren gegen die Stationierung der Pershing-II-Raketen.<br />
Andererseits gehörte er einer extrem konservativen Bruderschaft an, die fanatisch klösterliche Traditionen pflegte wie z.B. gregorianische Gesänge und das Stundengebet. Doch von dieser Bruderschaft, die für seine wahre Gesinnung stand wusste kaum jemand in der Gemeinde. Äußerlich war er der moderne Pfarrer, innerfamiliär ein Gewalttäter und Verbrecher. Was schizophren klingt, ist in Wahrheit das ambivalente Wesen des Gutmenschen.</p>
<p><strong>Die Mutter/Pfarrfrau</strong><br />
Meine Mutter misshandelte mich in Form von ruppigem körperlichem Umgang, Ohrfeigen und Schlägen mit dem Kochlöffel auf den nackten Hintern. Außerdem demontierte sie mich psychisch wie sie nur konnte. Daß sie gegen die sexuelle Gewalt meines Vaters nichts unternahm, mag einer gewissen Genugtuung geschuldet sein, da sie selbst als Kind von ihrem Vater vergewaltigt worden war, wie ich später von Verwandten erfuhr. Sie kam aus pietistischen Verhältnissen, war fromm und verhärmt, der Prototyp einer Pfarrfrau.</p>
<p><strong>Die Geschwister</strong><br />
Meine Geschwister misshandelten mich körperlich und sexuell. Das hatten sie einerseits von ihren Eltern abgeschaut, andererseits gaben sie die ebenfalls durch die Eltern erlittene Gewalt an mich weiter.</p>
<p><strong>Folter</strong><br />
Wird im politischen Sinne so definiert, dass in einem totalitären System mittels körperlicher und psychischer Gewalt der Wille eines Häftlings gebeugt und ein Geständnis bzw. die Herausgabe von Informationen erzwungen wird.<br />
Das gewalttätige, dysfunktionale Familiensystem, in dem ich aufwuchs, war ein totalitäres System. Die körperlichen, psychischen und sexuellen Misshandlungen dienten dazu, meinen Willen zu brechen und – ob ausgesprochen oder nicht – das Geständnis zu erzwingen, dass ich böse und schuldig sein und daher diese Behandlung verdient habe. Man könnte es auch einfach Gehirnwäsche nennen oder Stockholm-Syndrom, aber Folter halte ich dennoch ebenso für angemessen.<br />
Eine Vergewaltigung ist für einen Säugling oder ein Kleinkind nichts anderes als eine Folter.</p>
<p><strong>Mitschuld der Gesellschaft</strong><br />
Kindesmisshandlung wurde Anfang der 70er-Jahre nicht als Vergehen angesehen, selbst in den Schulen war die sog. Prügelstrafe noch erlaubt. Das Thema sexuelle Kindesmisshandlung wurde entweder komplett verschwiegen oder aber bagatellisiert &#8211; wie von der linken Bewegung Ende der 70er-Jahre, die eine Entkriminalisierung dieser Straftaten forderte.<br />
So hatte ich niemanden, der für mich eingestanden wäre und mich in Schutz genommen hätte, ja der wenigstens ausgesprochen hätte, dass es Unrecht war, was mir geschah.<br />
Die Familie hat weggeschaut, die Gesellschaft hätte ebenso weggeschaut, wenn ich mein Schweigen hätte brechen können.</p>
<p><strong>Folgen der Misshandlungen</strong><br />
Ich kann es am besten mit einem Riß beschreiben, der quer durch mein Leben geht. Meine Kindheit war voller Qual, ich weinte jeden Tag bis ich 10 Jahre alt war, danach lernte ich „tapfer“ zu sein, auch weil meine Geschwister mein Weinen nachäfften , was mich zusätzlich demütigte.<br />
Als Jugendliche hatte ich ein äußerst geringes Selbstwertgefühl. Mein weiblicher Körper war mir fremd. Als Erwachsene geriet ich stets an Männer, die mich dominierten, kein Gespür für meine Bedürfnisse hatten und emotional schlecht behandelten. Beruflich schaffte ich es gerade so durchzukommen, arbeitete in unterbezahlten Jobs. Ich war depressiv und mir dessen nicht bewusst. Im Nebel sieht man den Himmel nicht.</p>
<p>Die Pfarrersleute reagierten auf meine Enthüllungen mit Enterbung. Ich lebe nun weit weg, relativ glücklich auf einem anderen Stern.</p>
<p>Geraldine</p>
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		<title>Dann habe ich erst mal ne Lücke im Gedächtnis</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/06/02/dann-habe-ich-erst-mal-ne-lucke-im-gedachtnis/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jun 2010 11:53:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Es hat etwas länger gedauert, bis ich es so aufgeschrieben hatte, aber ich möchte auch meinen Beitrag leisten und hoffen das es bald andere Gesetze zum Schutz unserer Kinder gibt.
Hier also meine Geschichte:
Ich wuchs recht behütet in einer kleinen Stadt mit zwei älteren Schwestern auf. Die mittlere von uns sitzt im Rollstuhl, und benötigte deswegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat etwas länger gedauert, bis ich es so aufgeschrieben hatte, aber ich möchte auch meinen Beitrag leisten und hoffen das es bald andere Gesetze zum Schutz unserer Kinder gibt.</p>
<p>Hier also meine Geschichte:<span id="more-3120"></span><br />
Ich wuchs recht behütet in einer kleinen Stadt mit zwei älteren Schwestern auf. Die mittlere von uns sitzt im Rollstuhl, und benötigte deswegen sehr viel Aufmerksamkeit. Das war auch der Grund, weswegen ich als kleines Kind oft zu meiner Oma musste. Ich wollte das nie, weil es mir immer sehr unangenehm war. Wir, also meistens ich, mussten immer mit ihr kuscheln und ihr Küsschen auf den Mund geben wenn sie es wollte. Aber wenn wir es nicht taten gab es Ärger zu hause.<br />
Später hatten Oma und meine Eltern sich zerstritten, und ich musste nicht mehr hin gehen. Ich war nun immer bei meiner Tante Erika, die ein sehr wertvoller Mensch für mich wurde. Sie war mehr Mutter als meine eigene. Als ich acht wurde starb sie.<br />
Eines Tages ging ich dann mal nicht von der Schule gleich nach Hause. Es war nach dem Tot meiner Tante, und meine Freundin und ich fanden es lustig meine Eltern zu veralbern. Natürlich bekamen die Eltern meiner Freundin einen Anruf von meinen Eltern und ich musste nach Hause gehen. Auf dem Weg nach hause packte mich plötzlich ein Mann von hinten und nahm mich mit. Dann habe ich erst mal ne Lücke im Gedächtnis. Ich erinnere mich als nächstes das er mich in einem Wald auf den Boden fallen lies und mich streichelte. Ich konnte mich nicht rühren vor Angst und auch nicht schreien. Dann Vergewaltigte er mich und damit ich ja nichts sagte schlug er mich und drohte mir. Dann kommt wieder eine Lücke und ich weis, das ich nur zitterte und weinte. Ein paar Tage später kam er in die Kirche. Mit einem Messer in der Hand und einem komischen Buch. Er setzte sich neben mich und grinste. In mir zog sich alles zusammen und ich wusste das ich schweigen muss. Ich verdrängte es so gut, dass ich die Tat an sich vergas und weiter lebte. Heute würde ich wohl als Entführung einstufen. Damals war es nur die Hölle.<br />
Als ich 12 Jahre alt war liessen sich meine Eltern scheiden und ich verlor meinen ganzen Halt den ich hatte. Ich fing an zu ritzen oder meinen Kopf gegen Wände zu schlagen. Später fing ich das Fressen an und wog mit 16 Jahren etwa 94 kg.<br />
Als ich meinen Mann kennen lernte wurde es erst mal besser und wir heirateten und bekamen zwei Kinder. Dann kam alles wieder hoch mit 24 Jahren und ich begann wieder zu ritzen. Nun kämpfe ich und möchte alles verarbeiten.</p>
<p>Daniela Scholz</p>
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		<title>Ein Netzwerk aufzubauen was betroffenen hilft, das ist wichtig</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 13:07:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Es fällt nicht leicht Worte zu finden und zu erzählen was mir passiert ist. Aber auch ich bin eine Überlebende.
Ich wurde von meinem Stiefvater sexuell missbraucht. Das erste mal woran ich mich erinnern kann ist,  als ich 6 Jahre alt war. Es hat aufgehört als ich 16 Jahre alt war.
Er hat mir so weh getan, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es fällt nicht leicht Worte zu finden und zu erzählen was mir passiert ist. Aber auch ich bin eine Überlebende.<span id="more-3105"></span></p>
<p>Ich wurde von meinem Stiefvater sexuell missbraucht. Das erste mal woran ich mich erinnern kann ist,  als ich 6 Jahre alt war. Es hat aufgehört als ich 16 Jahre alt war.</p>
<p>Er hat mir so weh getan, hat mich eingeschüchtert, hat mir gedroht, hat mich behandelt wie den letzten Dreck, nur wenn er ES tun wollte, war er „lieb“ zu mir.</p>
<p>Ich musste mir Pornos ansehen, musste so viele unerträgliche Dinge tun, die mir die Übelkeit hochsteigen lassen, wenn ich daran denke…und ich hab so oft vor mir hergesagt wie ich meiner Mama sagen soll das er das tut. Aber ich hatte Angst. Angst,  dass  sie mir nicht glaubt, das mir niemand glaubt.</p>
<p>In der Schule habe ich oft gefehlt weil ich krank war…Übelkeit, Erbrechen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen sind Teil meines Lebens.</p>
<p>Ich hab ihn angezeigt als ich knapp 19 war.</p>
<p>Ich bin zu meinem leiblichen Vater gegangen und von da aus in einer sozial therapeutischen Wohngruppe. Ich musste lernen selbstbestimmt durchs  Leben zu gehen…für mich selbst einzustehen und Glücklich zu sein.</p>
<p>Ich bin Erzieherin geworden, um Kindern ihr 2tes zu Hause (Kita,Hort,Heim) so warm und toll wie möglich zu gestalten. Damit sie selbstbewusst und selbstbestimmt lernen und leben können.</p>
<p>Ich hab damals nicht mal durch Lehrer Hilfe erfahren, dabei war ich wirklich auffällig….heut zu Tage würde man sich kümmern, damals nicht. Heute sind die Menschen mehr aufgeklärt über das Thema.</p>
<p>Mir hat die Musik geholfen, das Lesen, das Zeichnen…und Menschen die mir geholfen haben, die zu mir standen auch als die Richter mir nicht glauben wollten.</p>
<p>Erst als ein psychologisches Gutachten hat den Richtern gezeigt das ich nicht lüge….und das ich wirklich das Martyrium überlebt hab.</p>
<p>Die Punkte, die noch in die DDR fielen, wurden nicht berücksichtigt, da es andere Gesetzgegebenheiten unterlag. Aber ich musste alles erzählen. Es wurde nicht gezählt und ich dachte nur- warum? Auch da hat er mir das angetan….ich war doch erst 6 Jahre alt L.<br />
Es war wie ein Schlag ins Gesicht für mich.</p>
<p>Und ich war völlig verzweifelt, denn ich dachte damals ich würde doch verlieren. Ich wurde gefragt, warum ich erst so spät Anzeige erstattet habe-ob ich mir Rache erhoffe.</p>
<p>Ich wollte nur endlich einen Schlussstrich ziehen und IHN von mir fern wissen.</p>
<p>Auch wenn es nur 5,5 Jahre waren, er wurde bestraft, es wurde gezeigt das SOWAS nicht geduldet wird.</p>
<p>Ich habe Jahrelang unter ihn gelitten und auch heute noch leide ich unter ihm.</p>
<p>Manchmal fühlt es sich so an, als ob er seine Hand über mich hält. Nicht wachend, sondern bedrohend und verängstigend.</p>
<p>Heute schreibe ich anonym mit vielen Betroffenen und tausche mich aus- Unterstütze die die selbst erst den Weg der Anzeige gehen wollen.</p>
<p>Ich habe damals Therapie gemacht, diese aus Angst aber abgebrochen und nun wieder aufgenommen, denn ich bin selbst Mama geworden (was ich mir nie erträumt habe) und das alles, auch dass ER wieder aus dem Gefängnis raus ist, hat mich umgehauen.</p>
<p>Ich bin ausgebrannt….</p>
<p>Ich habe mich in meine Arbeit gestürzt und erst dann eine Grenze gesetzt als ich beinahe mein Kind verloren hätte weil meine Chefin mich so unter Druck gesetzt hat.</p>
<p>Ich muss nun dafür kämpfen das ich nicht gesperrt werde beim Arbeitsamt, sollte ich nicht gleich einen neuen Job bekommen, denn ich muss kündigen, da ich es nicht mehr aushalte dort.</p>
<p>Ich liebe meine Arbeit. Die Kinder haben meine Art geliebt und die Eltern waren immer zu frieden.</p>
<p>Ich habe es nicht immer einfach mit mir selbst, mache mich selbst immer runter und habe nicht so viel Selbstvertrauen, aber ich kämpfe.</p>
<p>Jetzt habe ich Gedichte in ein Band gepackt und hoffe darauf sie irgendwann zu veröffentlichen. Es ist nicht viel. Aber vielleicht hilft es denen , die das gleiche erlebt haben wie ich, nach vorn zu schauen und zu sehen, das die Gefühle und Gedanken die in ihnen schreien nicht nur sie erschlagen sondern andere auch.</p>
<p>Ich weiß nicht ob das alles hier ihnen hilft…aber ein Anfang wollte ich wagen.</p>
<p>Mir wurde damals geholfen, auch wenn es nicht einfach war. Ich habe gewagt zum Jugendamt zu gehen obwohl ich schon volljährig war… Ich bin zu Wildwasser gegangen und habe mich beraten lassen, habe durch sie einen Anwalt bekommen der sich in dem Fach auskennt, weil er leider schon oft solche Prozesse führen musste.</p>
<p>Ein Netzwerk aufzubauen was betroffenen hilft, das ist wichtig.</p>
<p>Das Thema nicht totzuschweigen, nicht nur raus zu kramen wenn die Kirche oder Prominente der Hintergrund sind &#8211; das ist wichtig.</p>
<p>Ich denke es ist schon wichtig bei den Kleinsten anzufangen. Sie aufzuklären dass ihr Körper ihnen gehört… und das man sie auch lieb hat wenn sie mal kein Küsschen zur guten Nacht oder eine Umarmung schenken wollen.</p>
<p>Mein Sohn soll später NEIN sagen können und sich schützen können und immer wissen wo er Hilfe bekommt… angefangen bei seinen Eltern, über dem Jugendamt , Ärzte usw.</p>
<p>Wichtig ist, dass die Kinder ernst genommen werden und nicht abgewimmelt werden nur weil man es nicht glauben kann bzw. will.</p>
<p>Psychologen sind nichts Böses, aber viele Eltern denken sie sind schlechte Eltern wenn ihr Kind zur Psychologin geht&#8230; aber ich denke das ist ein Weg um Licht ins Dunkel zu bringen.</p>
<p>Katja Heße (geb.1982)</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/06/katja_heße.jpg" target="_blank">Mein Foto</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/06/Gedichtband.pdf" target="_blank">Meine Gedichte</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Dieser Hunger nach Liebe hat mir das Kreuz völlig zerbrochen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/05/31/dieser-hunger-nach-liebe-hat-mir-das-kreuz-vollig-zerbrochen/</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 11:38:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich leide seit 1998 (da erst wurde die Diagnose einer dissoziativen Identitätsstörung festgestellt) an dieser Erkrankung.
Nach 9 Jahren einer guten Psychotherapie musste ich zur weiteren Betreuung einen Dipl. Psychologen haben.

14 Monate hat diese Betreuung bei einem Dipl. Psychologen gedauert, ich war so 3 x die Woche mit ihm in der Sauna, ich sollte in meinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich leide seit 1998 (da erst wurde die Diagnose einer dissoziativen Identitätsstörung festgestellt) an dieser Erkrankung.<br />
Nach 9 Jahren einer guten Psychotherapie musste ich zur weiteren Betreuung einen Dipl. Psychologen haben.<br />
<span id="more-3099"></span><br />
14 Monate hat diese Betreuung bei einem Dipl. Psychologen gedauert, ich war so 3 x die Woche mit ihm in der Sauna, ich sollte in meinen Körper finden, bezahlte für seine Familie Unterhalt und Mietsgeld 3 Monate lang, er missbrauchte mich 5 Monate sexuell, natürlich alles im Zeichen der Liebe. Ich habe diesen Dipl. Psychologen durch ein von mir aufgesetzte Zeitungsannanoce  gefunden, ich schöpfte keinerlei Verdacht, zudem war er noch Küster in der EMK Kirchengeimeinde.</p>
<p>Dieser Hunger nach Liebe hat mir das Kreuz völlig zerbrochen</p>
<p>Zeugen wurden nach der Strafanzeige vernommen, die bezeugten, wie mir Herr Dipl.Psychologe Herr A. die Brüste massierte,etc. Andere wichtige Zeugen wurden nicht mehr vernommen, da ich per se auf Grund meiner Erkrankung als unglaubwürdig dastehe. Mitlerweile bin ich beim Klageerzwinngsverfahren, nichts hatte bisher in diesem Verfahren mit Objektivität zu tun. Dieser Behördenwillkür ausgesetzt zu sein, weil man ja alles im Zivilrecht klären kann, ist an jedem Tag ein Alptraum.</p>
<p>Mittlerweile bin ich mit 47 Jahren 100 %erwerbsunfähig, in Pflegestufe 1, immerhin eine kleine Anerkennung.<br />
Und dieser Psychologe kann weitermachen, es hat keinerlei Folgen.</p>
<p>Die Begründung der Staatsanwaltschaft</p>
<p>Herrn A. konnte kein Anstellungsbetrug nachgewiesen werden (er gab sich als Therapeut aus, auch in Anwesenheit meiner Psychologen), war aber nur in Ausbildung ohne Supervision, hatte leitende Stellung in der Kinder ud Jugendhilfe, Küster in der EMK Gemeinde Köln,&#8230;..</p>
<p>Herr A. bestreitet die Vorwürfe, und man bedenke ein Therapeut darf mit seinen Patienten in die Sauna gehen und auf dem nackten Schoß sitzen, weil alles im Zeichen der Liebe gechehen ist.</p>
<p>An den ersten Rechtsanwalt an den ich geraten war, der sagte mir doch in Anwesenheit meiner Traumatherapeutin, ja, da haben sie Pech gehabt, sie waren einem Heiratsschwindler auferlegen.<br />
Daraufhin sind wir sofort gegangen.</p>
<p>Ich habe einen sehr, sehr guten Opferanwalt gefunden in Köln Herrn Rechtsanwalt Pflüger, der ein reiner Opferanwalt ist und bis heute für unsere Rechte kämpft! Gott segne ihn.<br />
Ich habe das Gefühl, weder ein Staatsanwalt hat sich jemals mit einer dissoziativen Identitätsstörung beschäftigt, noch besteht überhaupt ein Interesse daran.</p>
<p>Ob ich jemals einem Opfer noch einmal raten kann, zeige Deinen missbrauchenden Psychologen an, das weiss ich nicht, denn man muss aufpassen, das man sich nicht suizidiert auf all diesen Wegen.</p>
<p>Ich habe diesen Psychologen idealisiert, ihn auch noch anderen Frauen empfohlen, mich umgibt allertiefste Scham, als ich nämlich das Spiel durchschaut hatte, war es zu spät!</p>
<p>Wen stört es?</p>
<p>In meinen Gästebucheintragungen finde ich oft, vergebe, dann wird Dein Leben frei für neues.<br />
Dies ist ein langer und mühsamer Weg, und wenn ich mir nur ansatzweise vorstelle, das erneut ein Opfer oder Überlebender an diesen Psychologen gerät, wird es mir nur schlecht.</p>
<p>Danke für Euren Einsatz hier, ohne all die Stimmen hier, würden Opfer weiterhin still leiden, denn wen kümmert das?????<br />
Euch allen an jedem Tag Kraft und Mut, denn die Hoffnung stirbt zuletzt.<br />
Wie gerne wird uns Rache unterstellt, die Palette ist wohl unendlich lang.</p>
<p>Licht und LIebe aus tiefstem Herzen<br />
Christina mit Ihren Seelchen</p>
<p><a href="http://www.psychologen-missbrauch.de.tl" target="_blank">www.psychologen-missbrauch.de.</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ich bettelte um Mutterliebe</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/05/25/ich-bettelte-um-mutterliebe/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 20:44:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir schreiben Oktober 2009.
Mit 38 Jahren ist es nun soweit mein Schweigen zu brechen. Raus zu lassen, was ich Zeit meines Lebens mit mir trage, bewahrte wie ein „Geheimnis“ , mich nun erdrückt, zerfrisst…Ich bin eine „Überlebende „ . Und ich bin Mutter „überlebender“ Kinder.
Meine Erinnerungen frühester Kindheit beginnt in Bruchstücken…rote Rosenbettwäsche meiner geliebten Oma, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir schreiben Oktober 2009.</p>
<p>Mit 38 Jahren ist es nun soweit mein Schweigen zu brechen. Raus zu lassen, was ich Zeit meines Lebens mit mir trage, bewahrte wie ein „Geheimnis“ , mich nun erdrückt, zerfrisst…Ich bin eine „Überlebende „ . Und ich bin Mutter „überlebender“ Kinder.</p>
<p>Meine Erinnerungen frühester Kindheit beginnt in Bruchstücken…rote Rosenbettwäsche meiner geliebten Oma, ich im Sonntagskleidchen beim Spaziergang am Auen See… mit Lockenkopf, bestaunend von allen und behütet von Oma. Mit ihrem Tod begann ein Teil des Lebens, der mir bis heut noch teils unbewusst und Puzzel detailliert vorkommt…</p>
<p>Eines Tages stand eine Frau vor mir, die ich Tante nannte und lernen sollte „Mutter“ zu sagen… Sie stand vor mir, streckte ihre Hände aus und lächelte mich an. Sie war mir fremd!</p>
<p>Ich wuchs in einem Vorschulheim in Leipzig Möckern auf . Oma holte mich regelmäßig am Wochenende ab. Ich vergötterte sie sehr. Eines Tages saß ich auf ihrem Schoß, der Stuhl brach zusammen und sie verletzte sich am Kopf so, dass sie ins KH musste…Ich durfte sie selten dort besuchen. Irgendwann wurde mir beigebracht, das Oma nun in den Himmel ging…sie war meine Bezugsperson, meine Oma-mit ihr ging der Beste Mensch in meinem Leben…</p>
<p>Ich war etwa 7 Jahre, als mich meine Mutter zu sich nahm aus dem Vorschulheim. Sie war Schwanger mit meinem Bruder Daniel und alles drehte sich um dieses Kind. Ich erinnere mich oft allein gewesen zu sein, nachts und Tagsüber. Ich hatte kaum Freunde. Aber einen mir vertrauten Freund, Jens B., mein Alter. Er wohnte in meiner Straße und wenn ich mal raus durfte, spielten wir zusammen.</p>
<p>Meinen Schulanfang empfand ich als Marionette meiner Mutter. Sie steckte mich in einem grünen Schlaganzug, rotem Schulranzen und ich hasste die von ihr zu straff gebundenen Zöpfe mit Russen –schleifchen . Ich ging unregelmäßig zur Schule, war oft auf mich selbst gestellt. Ich fing an, Dinge die ich hasste zu verheimlichen, verstecken -wie mein Schulbrot hinterm Kühlschrank, oder meine Brille unter ihren Matratzen. Ich erinnere mich, dass sie mich los schickte um einzukaufen, ich damit überfordert war und anstatt dessen Eis kaufte. Um ihren Schlägen zu entkommen lief ich los, sie war Hochschwanger und folgte mir, bis sie stürzte. Ich blieb stehen, wartete bis sie aufstand und mir weiter folgte…</p>
<p>Sie bestrafte mich oft mit Liebesentzug.</p>
<p>Es war draußen heiß, Hochsommer…ich war eingesperrt in meinem Zimmer, stand oft am Fenster und beobachtete die Menschen. Sah meine Mutter im Sommerkleid mit Eis. Irgendwann ging sie wieder, ließ mich zurück. Sie kam nicht, ich wartete. Der Wohnungsschlüssel war in der Wohnung. An einem mir unbekannten Tag stand ein Mann vor der Tür, ich unterhielt mich durch den Briefkastenschlitz mit ihm. Er meinte, er sei ein Freund meiner Mutter und hatte den Auftrag nach mir zu schauen. Er bat mich den Schlüssel durch den Schlitz zu geben, damit er mir das Essen und Süßigkeiten übergeben kann- ich vertraute seinen Worten…Er war groß, dick und trug eine „Aschenbecher“ Brille…Klaus Jäckel sein Name. Er ähnelt dem dicken Mann von der Olsenbande… Ich trug eine rote Kinderstrumpfhose, T Shirt… Er brachte mir Bonbons in Silberpapier und Bildern von Früchten drauf mit, Kaubonbons, die ich so liebte. Wir alberten rum, er war nett. Irgendwann begann er mich zu streicheln, berührte mich überall. Er küsste mich überall, auch im Schritt-ich empfand es als ekelhaft, seine Hände waren gelb von Zigaretten, seine Haare fettig, er stank. Er sagte mir noch das dies nun unser Geheimnis sei, er mir sonst nichts mehr zu essen und Süßes bringt, und wenn ich das meiner Mutter erzähle , sie ins Gefängnis müsse und ich wieder ins Heim.</p>
<p>Ich schwieg!</p>
<p>Er kam nicht wieder, ich war einsam. Tage vergingen, bis jemand von der Schule und dem Jugendamt vorbeikamen, mich aus der Wohnung zur Schule holten, mit den Worten „wenn deine Mutter dich nach dem Hort nicht holt, kommst du ins Kinderheim“.</p>
<p>Etwa 14 Tage vergingen, als sie mich im Heim besuchte. Ich lernte schnell mich zu isolieren, suchte trotzdem Kontakte zu anderen. Schule fiel mir schwer, da ich viel verpasste. Ich weiß noch, das sich in mir ein sexueller Trieb aufbaute&#8230;Frau Jahn, Erzieherin im Heim, erwischte mich mal, meinte nur, ich solle mich kalt abduschen gehen…</p>
<p>Ende der 3.Klasse wurde ich zurück zu meiner Mutter entlassen, wir zogen um und ich kam wieder in eine andere Schule. Dort Kontakt zu finden, fiel mir noch schwerer .Zu Hause bekam ich viel Hausarbeit und die Fürsorge für meine Brüder. Eigene Hausaufgaben und Interessen kamen stets zu kurz! Meine Mutter war verheiratet mit Peter S. , geb. S.. Er war 11 Jahre jünger, lebte damals mit in unserem Mietshaus zuvor. Ich weiß noch, das ich Angst vor seiner Mutter hatte, die oft auf mich wie eine Hexe wirkte, sehr launisch uns gegenüber war, aber ihr „Peterle“ war ein Muttersöhnchen. Er kümmerte sich liebevoll um uns Kinder, wir erfuhren das 1.mal ein Familienleben, machten Radausflüge-sein Schokoquark war einmalig. Mutter ging oft weg, Abends .Wir erlebten wie sie sich rausputzte, schminkte, toll angezogen hat…Damals wussten wir nur, dass sie arbeiten ging .Ich fand sie sehr hübsch. Peter passte auf uns auf, war der Hausmann. Irgendwann, als sie wiedermal unterwegs war, ich vom baden aus der Wanne kam, wollte er das ich gleich im Schlafzimmer schlafen gehe. Wie es begann-er berührte mich, lag nackt bei mir, berührte auch sich …ornanierend verlangte er dann von mir, ihm zu helfen. Es kam zum Petting(mit Abgang!). Auch er erwartete Schweigen, hinterließ mir einen Knutschfleck , den meine Mutter doch entdeckte.. Ich saß auf ihren Schoß, hielt ihre Hand und vertraute ihr diesen Übergriff an. Sie war anfangs schockiert, aber nach Gespräche unter sich und einer Freundin von Mutter legte sie mir ans Herz, dies niemanden zu erzählen.</p>
<p>Ich schwieg, ertrug weiter ihre Distanz mir gegenüber.</p>
<p>Ich kam erneut ins Kinderheim Machern, nachdem sie mich nach einem Streit mit runtergelassener Hose mit einem Feuerharken auf offener Straße mitten am Tag verschlug-für mich die Belohnung , weg aus der Hölle zu sein. Ich erinnere mich an ihre tiefste Abneigung, wenn sie Bruder Daniel in unserem Heim besuchte. Ich litt sehr darunter. Überhaupt war ich doch stets das ungewollte Kind, die „Gips Kuh“, bei der ihr stets das „Messer“ in der Tasche aufging, wenn sie mich sah…</p>
<p>Ich bettelte um Mutterliebe, hielt heimlich zu meinem Bruder Alex Kontakt, der für mich seit seiner Geburt an wie ein eignes Kind war, ich die 1.Jahre seine Bezugsperson wurde, er mich sogar MAMA nannte- er war wie ich ein „Unfall“, Bruder Daniel ihr gewünschter Sohn, ihr Prinz…sie zeigte dies uns und ließ uns dies stets spüren… Zu Weihnachten hieß es dann plötzlich, Mutter liegt im KH, hatte bereits Scheidung eingereicht und Anzeige gegen Peter wegen Sex. Missbrauch an mich erstattet…Polizeiaussage, Staatsanwaltschaft…Er wurde zu 18 Monate Haft in Bitterfeld verurteilt.</p>
<p>Mutter pflegte weiterhin engen Kontakt zu ihm, wurde Schwanger mit meiner Schwester Consuela. Ich weiß noch, wie sehr ich meinen Bruder Domenico hasste .Er war das Ebenbild seines Vaters Peter, kotete immerzu ein, ich nannte ihn „Scheißpils“-meine Schwester hingegen liebte ich-sie war ein Mädchen und für mich was besonderes, nach Brüdern eine Schwester zu bekommen.</p>
<p>Im Kinderheim hatte ich einige Freunde , die mir sehr nah standen. Jedoch wusste keiner meine Geheimnisse…Ich entwickelte Verhaltensaufälligkeiten , meine Pubertät und körperliche Entwicklung empfand ich als grausam. Ich spürte innerliche Triebhaftigkeit, wusste nur schwer damit umzugehen. Schon damals bekleideten mich Alpträume… Im Heim kam es auch durch Jungs wie Andre´ Hanitzsch , dort zu sex. Übergriffen, aber auch da „lernte“ ich zu schweigen!</p>
<p>Den Erziehern war dies jedoch bekannt, keiner half oder unternahm was!!!</p>
<p>Meine Mutter liierte sich nach etlichen Affären mit Kunio N.. Er war Japaner und Chef der erbauten MEGU in Leipzig .Er war wie ein Vater zu uns, wir unternahmen oft was, lernten ein Leben mit Wohlstand kennen. Für meine Mutter war er die große Liebe. Ich verstand mich sehr gut mit ihn, was meiner Mutter, die ja Daniel stets bevor zog und dies auch von ihren Partnern erwartete, ein Dorn im Auge war, sie mich dies auch deutlich spüren ließ! Ich war oder wurde grad 16 Jahre , als sie hochschwanger mit meinem Bruder K. mitbekam, dass Kunio sie wohl betrog.</p>
<p>Meine Brüder schliefen schon, als ich zu Bett gehen sollte-in ihrem Schlafzimmer , um die Kleinen nicht zu wecken…Ich gehorchte.-Es war übrigens das gleiche Ehebett, was sie schon mit Peter S. hatte… Ich wurde bei Morgendämmerung wach, als ich das Stöhnen meiner Mutter vernahm und ihre Hand nach mir griff, um mich zu ihr zu ziehen. Ich tat mich als schlafend..vernahm Kunio´s Widerstand, aber Mutters weitergreifenden Hände nach mir…Irgendwann lag ich zwischen beiden, erlebte erstarrt sexuelle Handlungen zwischen beiden, dann bezogen die mich ein-bis heute sprach ich nie über diese intimen Einzelheiten dieses Missbrauchs-wenn man seine leibliche Mutter nackt, Hochschwanger genau vor sich liegen sieht, live erlebt in sex. Handlungen …sie zwang Kunio sich auch mir zu widmen, ich musste beide befriedigen, auch oral.</p>
<p>Als die beiden neben mir Verkehr hatten, legte sie ein Kissen unter mich und verlangte von Kunio auch Verkehr mit mir zu machen ! Sie begründete dies , ich solle lernen, das „Liebe“ auch etwas zärtliches ist, bevor es irgendeiner tut ! Sie benutzte ihr Wissen seiner Untreue mit Wiedergutmachung und drohte ihm, seinen Ungeborenen Sohn zur Adoption zu geben…Er gehorchte ihr, und Vergewaltigte mich in ihrem Beisein!</p>
<p>Ich lag erstarrt da, spürte Ekel und Schmerzen, Blutete stark!</p>
<p>Sie stand auf und verließ den Raum. Es wurde geschwiegen ,bis wir Tage später mit Tante Karin und dessen Tochter am Badestrand in Leipzig Grünau lagen-FKK, sie es dort erzählte, mit den „Worten“..“Ich habe die gezwungen“…Ich erinnere mich heut noch genau an diesen Moment und den damit verbundenen Schamgefühlen, ich hasste sie !</p>
<p>Dies war nicht der einzigste Übergriff von ihr!!!!!  Ich zog mich zurück, ließ in der Schule nach-meine Regelblutung fielen weg! Mutters einzigste Sorge galt einer eventuellen Schwangerschaft-Kunio verließ sie nach dem Übergriff, er stellte mir oft nach, verfolgte mich sogar aufs WC ! Ich weiß noch, nach der Geburt des Bruders erlebte ich ein Tel. zwischen beiden, wo Mutter das Baby( Kiyoshi) in den Tel. Hörer schreien ließ… Als ich meinen ersten Freund kennenlernte und meine Mutter dies erfuhr, erhielt ich einen Brief ins Heim von ihr mit Worten“ Kaum lernt man dir was, machst du es mit jedem“…betitelte mich als Hure! Ich brach zusammen und vertraute mich damit der Heimleitung Frau W. und G. an-es kam nicht zur Anklage, weil ich nicht gegen die Mutter meiner Brüder Aussagen wollte, ihnen nicht die Mutter nehmen wollte!</p>
<p>Diego war der erste in meinem Leben , bei dem ich Geborgenheit ,Liebe ,Nestwärme und Vertrauen bekam und fühlte. Ich liebte ihn sehr ,er war die Liebe meines Lebens .Doch auch in dieser kam es durch einem Bekannten einer damaligen Freundin zu einem Missbrauch-ich vertraute mich nur meiner Cousine Consti an, die ja eh schon vieles wusste..Sie riet mir, es Diego zu erzählen..ich schwieg, brach dies nicht übers Herz, ließ ihn glauben das ich fremd gegangen sei!!!!Unsere Beziehung zerbrach daran. Ich Distanzierte mich total, zog mit 18 nach der Trennung meiner 1. Liebe nach NRW, lernte dort den Vater meiner Tochter kennen. Als bei mir eine Not-OP am Blinddarm gemacht wurde, erfuhr ich im fast 6.Monat von meiner Schwangerschaft, Freude mich aber drauf, gegen den Willen des Vaters!</p>
<p>Ich erlebte auch im Westen sex. Übergriffe- da gab es Z.b. eine Frau, die mich zum Dreier zwang oder mir meine Tochter Cherine entziehen wollte-ich fügte mich und schwieg! Bei jedem Übergriff erlebte ich eine Körperstarre, ein „über sich ergehen lassen“, hoffen , dass“ es „fix vorbei ist…,so ging es mir leider oft, auch in Beziehungen..ich duldete, obwohl vieles falsch war, ein Symptom meiner PTBS.</p>
<p>In der Beziehung mit dem Vater meines Sohnes Wiederholte sich dies 1mal ebenso- ich verließ ihn! Nach der Gewalttätigen Bindung mit Karsten ( körperliche Gewalt-geladene Waffe mit Bedrohung bis hin der Flucht mit meinen Kindern) zog ich im Sept.19 99 erneut nach Paderborn. Als 6 Tage nach meinem Umzug dann Mutter Nähe Schweinfurth verstarb, brach völlig unerwartet eine Welt zusammen! Ich weiß bis heute nicht, warum ich so litt an ihrem Tod, wir näherten uns erst kurz vor ihrem Tod und meinem Umzug etwas an- Ich besuchte sie noch kurz davor im KH, wo sie mir unter Tränen sagte, das sie fühle, es sei am Ende mit ihr, sie liebe mich ,sie wolle noch nicht Sterben. Sie bat mich, auf die Geschwister aufzupassen. Sie warnte mich jedoch damals gleich vor Bruder Domenico, sie mache sich Sorgen um ihn das ich Abstand nehmen sollte von ihm, er würde mir das Leben zur Hölle machen! Ich wusste damals nichts damit anzufangen.</p>
<p>Nach dem Ableben Mutters und der von mir veranlassten Beerdigung(inkl. Kosten!) versuchte sich Wolfgang Hülße , der letzte Lebensgefährte meiner Mutter, an mich ranzumachen, ich sehe aus wie sie und könnte nun ihre Stelle übernehmen..! Mein Bruder Domenico bekam dies damals mit- und er wurde mein Vertrauter, obwohl unser Geschwisterverhältnis bis dahin eher distanziert war. Meine anderen Brüder(Schwester Consuela lebte da schon in einer Adoptivfamilie ) zogen sich von mir zurück. Dumbo (sein Spitzname von mir) baute immer mehr Kontakt zu mir nach Paderborn auf, kam zu Besuch oder umgekehrt. Er war damals grad 17Jahre und lebte bei seinem leibl.Vater Peter und dessen Mutter in Le.</p>
<p>Ich war in einer Trauerphase, mit allem überfordert, erkrankte sehr, körperlich wie psychisch. Als die Weihnachtszeit kam, beschlossen wir das Fest gemeinsam bei mir (zum 1.mal ohne Eltern..) zu verbringen. Ich wollte für meine Kinder trotzdem ein tolles Fest ohne Trauer gestalten. Ich war damals selbstständig , wir lebten davon, aber mit meiner anhaltenden Trauer schmiss ich Aufträge, musste dazu Verdienen. Ich jobbte in einer Nachtbar. In der Feiertagszeit hatte ich auch Dienst , dennoch ging ich trotz Erkrankung und Vertrauen( zum Babysitten durch Dumbo meiner Kinder) arbeiten. Ich lud meinen Bruder ein, schenkte ihm auch Geld Als Dankeschön seines Besuches und der Hilfe fürs Babysitten gab ich meine Kinder der ehemaligen Pflegefamilie meiner Tochter, um Dumbo nach Le mit dem Pkw zurück zu bringen. Wir hatten viel Spaß in den Tagen seines Aufenthaltes .Mir ging es bereits auf dieser Fahrt schon sehr schlecht, daher beschloss ich auch einen Arztbesuch, wo ich durch ärztliches Abraten meiner geplante Retour ,mit bei Dumbo in Peters Wohnung übernachten musste, da ich kaum laufen konnte, Blutigen Urin bekam inkl. Schmerzen. Wir machten es uns dort im Wohnzimmer vorm TV gemüdlich , mit Chips und er lenkte mich mit Humor von allem ab… Ich weiß noch, dass er in Boxershorts neben mir schlief, da wir uns den Platz auf der ausgeklappten Couch teilten. Unter den von Frau Dr. Laukner verschriebenen Medikamenten schlief ich ein….und erwachte mit schon oft mir „bekannter Starre“ in dem Moment, als mein Bruder Dumbo in mir Ejakulierte(ich lag mit dem Rücken zu ihm!),“ihn“ raus zog und sein Zeug mit seiner Shorts bei mir wegputzte…………..</p>
<p>Er sagte nichts, auch am folgenden Tag nichts!</p>
<p>Unter Schock vertraute ich dies meinen Kumpel Jens G. an, flüchtete zu ihm, und mit Absprache der Pflegefamilie verbrachten wir mit Freunden Silvester in Le. Ich meldete mich vorerst nicht mehr bei Dumbo . Zurück in Paderborn erwartete mich das nächste Trauma, als mir bei Übergabe meiner Kinder durch die Pflegefamilie mitgeteilt wurde , dass mein Sohn Timon von seinem leibl. Vater Pierre ohne meines Wissens geholt wurde nach Le .Ich nahm meine Tochter mit, fühlte nur noch Leere und wie in Trance! Ich vegetierte nur noch , ÜBERLEBTE nur noch für mein Mädchen…</p>
<p>Am 15/16.2.2000 überlebte ich nur knapp meinem 2. Suizidversuch!</p>
<p>Kurz zuvor vertraute mir meine Tochter Cherine an, das ihr Onkel Dumbo sie zur Weihnachtszeit seiner Kinderbetreuung sex. Missbraucht habe! Ich suchte Dumbo mit ihr in Le auf und stellte ihn mit meinem mir so vertrauten Bruder Alex zur Rede-er bestritt dies mit ruhigem verneinen… In der Westpfhälischen Psych. In Paderborn brach ich zum 1.mal mein Schweigen, über die Übergriffe meines Bruders. Mir empfohl man eine Traumatherapie , die ich damals ablehnte, da sie langen Anspruch nehmen würde und ich die Kraft dazu damals noch nicht hatte! Aber ich wollte meine Tochter nicht weiter leiden sehen. Ich übergab Cherine der väterlichen Familie, weihte sie mit allem ein, mit der Bitte um Nachsorge &amp; Fürsorge……zum Schutz meiner Maus.</p>
<p>Ich musste aus dieser Umgebung raus…</p>
<p>In Meppen lernte ich meinen nun Exmann Michael J. kennen-ich wollte Stabilität…ein halbes Jahr später heirateten wir, holten uns Timon zurück. Anfangs lief alles normal – ich schwieg und führte eine Harmonische Ehe. Aber meine Traumatisierungen verfolgten mich-unsere Ehe zerbrach auch Aufgrund meines Schweigens…</p>
<p>Ich lernte durch meine Arbeit bei Fotopoint Raik kennen, er war der jenige , dem ich mich als Peggy anvertraute, bei dem ich zum 1.mal zu ließ „mich“ kennenzulernen, mich fallen lassen…ich verglich ihn mit meiner 1.Liebe, er ähnelte Diego in vielen Sachen sehr. Aber als es von seiner Seite aus zu Vertrauensbrüchen kam, ich mich trotz Liebe trennte , beschloss ich zurück nach Le zu ziehen-ich „betäubte“ am Ende mein Leid zeitweise mit Drogen ,womit ich ebenso durch 1 Familienmitglied bekannt gemacht wurde.. und wog nur noch 38kg.</p>
<p>Ich hatte da bereits wieder flüchtigen Kontakt mit Dumbo – bis heut mir unverzeihlich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!</p>
<p>Um Timon diesen Umzugsstress zu ersparen überließ ich ihn meiner damaligen Freundin Nancy Mann, fuhr mit Bruder Alex und seiner Freundin allein nach Meppen .Per Tel erfuhr ich vom Beziehungsstreit Nancys, die Timon deswegen Dumbo übergab. Nancy wusste nichts von Dumbos Übergriffen an Cherine und mir! Bei Ankunft zurück samt Möbelwagen und Fahrer an Dumbos Wohnung, öffnete mir Timon völlig aufgewühlt, Dumbo habe mit ihm Pornos angesehen…Starre… Timon bekam hohes Fieber, erkrankte schwer , musste mit sogar Einweisung ins KH. Ich weiß noch, wie ich ihn pflegend und besorgt bat mir zu sagen , was ihm fehle… Im KH brach er in meinen Armen zusammen und sagte mir, das Dumbo ihn sex. Missbrauchte( in seiner damaligen Kindersprache..)..Timon war 6 Jahre…Cherine Dez. 99 grad 9 Jahre! Anzeige, Urteil wegen Pornographie sehen…Arbeitsstunden…Dumbo gestand nur dies, damit Timon nicht vor Gericht angehört werden soll…</p>
<p>Irgendwann meinte Timon zu mir, das er gelogen hätte und Dumbo ihn nicht angefasst hätte…</p>
<p>Im Dezember 2004,Weihnachtszeit,verbrachte ich oft Kontakt mit Bruder Daniel, Claudia- meine beste Freundin , durch ihr kam ich wieder in Kontakt mit Dumbo…Daniel und Dumbo lebten im gleichen Haus… Ich ließ meinen Sohn bewusst nie bei Dumbo ! Als ich mal krank war in dieser Zeit, bat ich Daniel wegen Timon um Hilfe-Schule etc. Timon sollte bei ihm schlafen .Daniel bekam ungeplant einen Termin und übergab Timon dann Dumbo.. Timon veränderte sich erneut, er zog sich zurück, bot sich anderer seits sex. an-auch mir gegenüber…Nach Weihnachten , das wir mit Daniel, Dumbo , etc gemeinsam verbrachten, brach Timon sein Schweigen endgültig! Er berichtete mir, das Dumbo ihn damals doch mißbrauchte !Und das er sein Weihnachtsgeschenk nun nur bekam als Danke, das er „die Fresse“ hielt! Und das Dumbo ihn nun erneut sex. Missbrauchte!!!!!</p>
<p>ICH BRACH MEIN SCHWEIGEN, zum ersten Mal richtig!</p>
<p>Keiner hörte mir je richtig zu, keiner half mir wirklich. Das Jugendamt entzog mir Timon , ich solle an mich denken, Therapie machen…er wäre ja gut aufgehoben…!</p>
<p>Erneute Anzeige, Polizei, Gericht, Anwältin Tust, usw…………………… Nichts ist mehr normal…….Ich kämpfe um ein ÜBERLEBEN………………….. Damals bei der Polizeibefragung meiner Tochter schwieg sie noch, aus Scham, Angst, weil ihr Vater moslemische Abstammung ist, ein Tabuthema also…………..bestritt ihren Missbrauch fast… Mein Sohn wurde angehört, wird betreut seitdem bei Psych., Kinderschutzbund, WG erst in Le, nach Kampf für einen Wechsel vom Tatort nun in Wurzen…………..</p>
<p>Fast 4 Jahre mussten wir auf einen erneuten Prozess warten, vegetieren…….</p>
<p>Dumbo suchte uns immer auf ,trotz mehrfachen Um&amp; Wegzuges… Am 30.10.2007 wurde Domenico S. zu 3 Jahren 9 Monaten vorm Amtsgericht Le verurteilt! Er ging in Berufung. Am 30.Mai 2008 musste ich vorm Landgericht Aussage über alle Übergriffe tätigen.</p>
<p>Ich brach zusammen.</p>
<p>Am 9.6.2008 erhielt Domenico Spoddeck : Freispruch in 2. Instanz…aus Mangel an Beweisen..man glaube ja, das Timon sex. Missbraucht wurde, aber könne nicht 100% nachweisen, das es eben Dumbo war…(am 8.6. sein Geburtstag…)</p>
<p>Meine Anwältin riet mir von einer Revision ab- wie ich ahnte und es sich später rausstellte, Verfahrensfehler, Ermittlungsfehler , Rechtsfehler führten zu diesem krassen Urteil! Beweise wurden unterschlagen, Zeugen ausgeladen oder nicht mal vorgeladen…Falschaussagen seinerseits getätigt( Alibi durch Dumbo´s besten Freund Peter G.!!) Wir erlebten erneute Traumatisierungen.</p>
<p>Ich spüre seitdem Starre, Schockzustand……….</p>
<p>Beide Kinder stehen zu ihren Übergriffen! Ich brach mein Schweigen, genützt hat es nichts.</p>
<p>Meine Vergangenheit holte mich ein-Flashbacks ,Albträume ,Ängste……….Posttraumatische Belastungsstörung , Borderline usw brachten mich zu 2 Krebs OP`S, stat. Psych. Aufenthalte und einem nicht zu Ende gehendem Wesen…. Mit 38 Jahren , langem Leidensweg mit viel dadurch entstandener Fehler dank Symptome…. Auch dieses Jahr entkam ich knapp einen Missbrauchs durch einen nun damaligen guten Freundes Ronny H.! Ich gab viel , opferte viel………… Nun bin ich zum 1.mal bereit .an MICH zu denken…zu reden… Heilbar ist davon nichts………aber befreit vielleicht etwas……………</p>
<p>Meine Trauma Therapie: Am 23.11. ging es nach Chemnitz Rabenstein in die Kliink Carolabad..:</p>
<p>Im ganzen kann ich sagen………………………………..MEIN LEBEN ist schön.</p>
<p>Als ich hier an kam, empfand ich dies noch nicht..Ich lebte mich zwar hier sehr schnell und gut ein, aber die Vertrauensbasis aufzubauen war schwer. Ich empfand es aber trotzdem als befreiend gegenüber von zu Hause. Ich trennte mich ja zuvor erst von meinem Verlobten- dem alles wichtiger war als unsere Beziehung und meine Krankheit- ich duldete wiedermal zu viel in dieser Bindung, obwohl ich genau wusste das er und alles mir überhaupt nicht gut getan hatten, er ist ein guter Kumpel..aber Beziehungsmensch gleich Null!!!</p>
<p>Langsam erholte ich mich, ich konnte gut damit abschließen, denn der eig. Trennungsabschluss zog sich ja bereits schon 1 Jahr hin. Ich wollte Ruhe, warf ihn daher 1 Tag vor Antritt dieser Reha aus unserer Wohnung raus!</p>
<p>Hier fand ich Anfangs keine Ruhe, meine Symptome machten mir auch hier sehr zu schaffen-Körperreaktionen wie Alpträume, Kreislaufschwankungen, Schwitzen, Schüttelfrost in einer heißen Badewanne…,Zittern, Hautjucken am ganzen Leib… Weihnachten war die härteste Zeit .Mein Sohn Timon war mit hier. Er ist die beste Ablenkung..Ich machte aber auch Fortschritte. Durch die Einzeltherapie, wo ich eben mit meinen Missbräuchen konfrontiert wurde, bis ins Detail drüber redete, dies auch auf Tonband aufgenommen und immer wieder abgespielt wurde, mit Gefühlsbeschreibung…ich sollte mir alles vorstellen und versuchen mich oder eine Vertraute Person in genau diese Situation hinein bringen und beschreiben, was ich denn tun würde( helfen, befreien, Dumbo killen…,Mutter schlagen..)</p>
<p>Ich zog mir diese Scheiße echt immer wieder rein..bekam dadurch echt Distanz zu allem, auch wenn es während dessen die wahre Hölle war, denn man „erlebt“ in diesem Moment alles erneut!!!</p>
<p>Oft wollt ich alles hin werfen, oft zweifelte ich je an Ergebnissen..Aber es half tatsächlich!!!Ich erkannte immer grössere Veränderungen an mir, in mir und mit mir..Was sonst unmöglich war für mich, konnte ich plötzlich umsetzen..ich saß vorher nie am Tannenbaum, es war für mich ein grausames Fest..Alles sah ich nur noch Schwarz/ Weiss…plötzlich erkenn ich wieder Farben.. Schnee, der herrlich Glitzert..ich sah dies nie, oder die Winterluft, wie frisch es ist sie im Gesicht zu spüren..Ich fühle innere Wärme…Ist es nicht wunderschön, das Wasser beim Duschen auf der Haut sprühen zu fühlen?? Für mich war es einfach nur Duschen..waschen eben..und dies am besten 3mal pro Tag..</p>
<p>Dreckig fühlte ich mich immer&#8230;</p>
<p>Ich konnte mich selber nur ungern riechen…Jetzt rieche ich mich so gern..Ich mag den Geruch meines Sohnes, sein Haar..Ich erinnere mich an den Geruch meiner Tochter, als sie klein war. Viele gute Erinnerungen kommen zurück. Ich beginne mein Leben zu genießen , zu lieben und bewusster zu sehen. Dumbo? ICH HABE DISTANZ! Ich hätte echt NIEMALS mir solch Ergebniss erhofft. Dazu kommt, mein Diego hat sich wieder gemeldet, nach fast 20 Jahren…Ich erlebe ein –Wechselbad der Gefühle..mich interessieren andere nicht mehr. Rene´, der mir die Luft zum Atmen nimmt und mich stets unter Druck setzt, obwohl grad er am Anfang so lieb war, sich mit meinem Krankheitsbild auseinander setzte und Rücksicht nahm..Diego wird aber immer seinen Platz behalten, die große Liebe vergisst man eben nie! Mittlerweile habe ich ihn gebeichtet das ich ihn nie freiwillig betrog, per Mail. Wie er reagiert ist mir egal, aber dies quälte mich Jahre ich musste ihn es sagen , fühl mich jetzt erleichterter.</p>
<p>Weihnachten beschlossen mein Sohn und ich Sachsen zu verlassen. Ich sprach dies ebenso mit meiner Psych. Ab, denn auch sie meinte das dies das Beste für unsere Therapie sei .Ich bin ein Stadtmensch, mir fehlt in unserem noch Wohnort das Leben..ebenso Stören mich die zu vielen Rechten dort..Es geht um meinen Pupertärenden Sohn den ich sicherlich bessere Werte vermitteln möchte.</p>
<p>Ich möchte einen Neuanfang, ein Neues Leben mit ihn..Alles Alte hinter uns lassen, nach vorn sehen mit allen neuen Eindrücken und aufgearbeitetem…weg vom Tatumfeld!!! Ich bin bereit und fühl mich nach Jahren nun endlich besser .Es ist sicher noch lange nicht in dem Topf, wo ich es hin möchte, aber ich arbeite weiter dran, die Vergangenheit liegt hinter mir, ich kämpfe für mein Leben ,unser Leben. Ich habe viel erreicht hier, ich bin sogar sehr stolz auf mich-dies sollen andere mir erstmal nachmachen!!!</p>
<p>ICH wurde stark, Dank Norbert, Susi etc.</p>
<p>Wir schaffen es alle, wenn wir uns helfen und füreinander da sind</p>
<p>P. J.</p>
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		<title>SCHWEIGEN ESSEN SEELE AUF</title>
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		<pubDate>Tue, 25 May 2010 17:48:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist an der Zeit&#8230;
Ich wurde als Kind sexuell missbraucht, auch in einem Kurheim in dem ich für einige Wochen unsäglicher Gewalt ausgeliefert war.
Ich war Opfer als Kind, bin Betroffene ein Leben lang und habe hart daran gearbeitet ‚survivor’ (Überlebende) zu sein.
Ich hatte alles verdrängt, Erinnerungen kamen erst im Alter von 27 zur Oberfläche – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist an der Zeit&#8230;</p>
<p>Ich wurde als Kind sexuell missbraucht, auch in einem Kurheim in dem ich für einige Wochen unsäglicher Gewalt ausgeliefert war.<span id="more-3006"></span></p>
<p>Ich war Opfer als Kind, bin Betroffene ein Leben lang und habe hart daran gearbeitet ‚survivor’ (Überlebende) zu sein.</p>
<p>Ich hatte alles verdrängt, Erinnerungen kamen erst im Alter von 27 zur Oberfläche – davor hatte ich mich immer nur ‚anders’ gefühlt. Hatte versucht über Leistung in Schule und Studium die innere Besorgnis, dass mit mir etwas nicht stimmte abzudecken. An ein eigenes Lebensglück habe ich damals nicht geglaubt, habe dann eben versucht durch soziales/politisches Engagement etwas wertvolles aus meinem Leben zu machen.</p>
<p>Als die Erinnerungen sich hocharbeiteten, war ich im Ausland und lebte in einer Community, die vor dem Thema ‚sexualisierte Gewalt’ keine Angst hatte, und in der Strukturen und Verständnis und Empathie schon vorhanden waren. So hatte ich ein Umfeld, in dem ich mich doch &#8211; so weit dies überhaupt möglich ist für Opfer von Gewalt -  aufgefangen fühlen konnte. Später habe ich mich dann selbst auch wieder als Helfer und Aktivist eingebracht.</p>
<p>Dann kam meine Rückkehr nach Deutschland und die für mich schwierige Aufgabe in dieser Gesellschaft wieder anzukommen.</p>
<p>Und hier ist dieses Schweigen&#8230;..<br />
dieses „Altes muss man ruhen lassen“,<br />
dieses „ du bist da einfach zu empfindlich“, wenn man nicht über Vergewaltigungswitze (!) lacht,<br />
dieses „man muss nur vorwärts schauen“,<br />
dieses „ach, ich möchte über so etwas nicht nachdenken“,<br />
dieses „wer in der Scheiße rührt, stinkt“.</p>
<p>Dieses Schweigen nagt an der Seele.</p>
<p>Und deswegen ist es an der Zeit:</p>
<p>Es ist das Schweigen, das Schande und Scham auf die Opfer ausgießt. Es ist das Schweigen welches die Gewalt duldet und dadurch weiterhin ermöglicht.<br />
Das Schweigen macht den Schweiger zum Komplizen der Täter. Wer wegsieht,  hat Teil an der Gewalt&#8230;</p>
<p>Und deswegen ist es gut, dass wir sprechen. Jeder einzeln und alle zusammen. Wir sind nicht allein, es gibt viele von uns.</p>
<p>Ein ganzer Chorus&#8230;.</p>
<p>Wir können vielleicht nicht Weltfrieden schaffen, aber wir können gegen diese Gewalt in unserer Gesellschaft antreten. Wir können ein gesellschaftliches Bewusstsein schaffen, welches Wegsehen und Schweigen unakzeptabel macht, welches Gewalt nicht mehr duldet und der Gewalt keinen Platz mehr bei uns einräumt.</p>
<p>Wir können an einer Gesellschaft arbeiten, in der sich Betroffene aufgefangen fühlen, so dass sie zu sich selbst finden und ihr Anteilhaben an der Menschheit wieder für sich vereinnahmen können.</p>
<p>Und vielleicht, nur vielleicht, gelingt es uns, den Tätern so viel Boden in unseren Familien, Gemeinden und unserer Gesellschaft allgemein zu entziehen, dass es für sie nicht mehr ein Leichtes ist unerkannt und verantwortungslos ihr Tun weiterzuführen.</p>
<p>15. Mai 2010</p>
<p>Dr. Marcella Maria Becker</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie kann man denn nur sagen, es ist doch nicht so schlimm!?</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/05/21/wie-kann-man-denn-nur-sagen-es-ist-doch-nicht-so-schlimm/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 16:36:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch ich möchte hier einen kleinen Einblick im meine Geschichte geben&#8230;
Ich durfte am Sonntag bei meinen Eltern im Bett liegen und mit meinem Vater Karten spielen, das genoss ich sehr. Mir fiel auf, dass meine Mutter oft nach einer gewissen Zeit das Schlafzimmer verlies, dachte mir aber damals noch nichts dabei, sie musste ja Frühstück [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch ich möchte hier einen kleinen Einblick im meine Geschichte geben&#8230;</p>
<p>Ich durfte am Sonntag bei meinen Eltern im Bett liegen und mit meinem Vater Karten spielen, das genoss ich sehr. Mir fiel auf, dass meine Mutter oft nach einer gewissen Zeit das Schlafzimmer verlies, dachte mir aber damals noch nichts dabei, sie musste ja Frühstück für uns machen.<br />
Meine Mutter kochte, putze und versorgte den Haushalt, mein Vater verdiente das Geld. Damals bemerkte ich schon, dass mein Vater oft betrunken nach Hause kam und meine Mutter ihn immer, wenn es die Lohntüte gab, fragte wo das Geld sei. Sie lief auch schon mal in die Kneipe in unserer Straße und holte die Lohntüte ab.<br />
Leicht hatte sie es wohl nicht, aber das verstand ich damals noch nicht.<br />
Ich genoss weiter den Sonntag bei meinen Eltern im Bett und fühlte mich wie eine kleine Prinzessin, ja, denn ins Elternbett durfte nur ich. Mein Vater spielte mit mir Karten und er streichelte mich, waren doch Streicheleinheiten eher selten in unserer Familie, umso mehr freute ich mich, sie zu bekommen.<br />
Ich war jetzt wohl schon sechs Jahre alt und sollte nun ein Erlebnis haben, welches mir wie folgt, in meiner Erinnerung geblieben ist.<br />
Mein Vater holte mich eines Nachts aus meinem Bett und nahm mich mit ins Wohnzimmer. Er war bekleidet mit einem Bademantel und sonst nichts. Ich war noch ganz in meinen Träumen, sah aber auf dem Wohnzimmertisch ein paar Bonbons liegen, die gab es nicht sehr häufig bei uns. Ob die wohl für mich waren?<br />
Am Wohnzimmertisch stand auch eine Couch, dort legte mein Vater sich mit geöffnetem Morgenmantel hin und ich sah ein dickes, langes Ding von seinem Körper abstehen. Er sah mich an und sagte zu mir: ,, Susanne, wenn du den küsst dann bekommst du die Bonbons da auf dem Tisch.“ Mir wurde ganz komisch, doch weiter kam ich nicht.<br />
Meine Mutter kam in die Tür und mein Vater zerrte an seinem Morgenmantel, um wohl das Ding zu verhüllen. Ich wusste gar nicht wie mir geschah. Meine Mutter brüllte mich an:“ Was machst du denn hier?“<br />
Sie zerrte mich mit den Worten:“ los ab in dein Zimmer aus dem Wohnzimmer.“<br />
Da lag ich nun in meinem Bett und verstand gar nicht was vorgefallen war. Immer wieder sah ich dieses Ding von meinem Vater vor mir und konnte damit gar nichts anfangen. Warum nur quälte mich der Gedanke, ich sei Schuld an diesem Vorfall. Ich fühlte mich so allein mit all meinen Fragen, meinen Gedanken und ich war doch noch so klein. Warum nur kam meine Mutter nicht zu mir und ließ mich mit meinen Sorgen allein?<br />
Am nächsten Morgen war einfach nichts mehr wie es war, niemand erwähnte auch nur ein Wort von dieser Nacht. Ich habe es auch nicht gewagt davon zu sprechen und doch spürte, ich es lag etwas in der Luft, es machte mir Angst.<br />
Ich war so glücklich mit fünf, ein Mädchen das lachte und Freude am Leben hatte.<br />
Jetzt war ich sechs und nichts mehr nach dieser Nacht war so wie vorher, doch bewusst war mir das noch nicht.<br />
Mein Papa liebt mich und darüber freute ich mich, war ich doch für ihn etwas ganz Besonderes.<br />
„ Du bist mein Engel, meine Prinzessin und ich liebe dich sehr.“ ja, das waren Worte die ich stets zu hören bekam. Meine Mutter verließ wie immer irgendwann das Schlafzimmer, also alles ging weiter wie bisher.<br />
Inzwischen war ich sieben Jahre alt .<br />
Es war Samstag, unser Badetag. Mein Vater badete immer zuerst und dann kamen wir Kinder der Reihe nach dran. Doch diesen Samstag setzte meine Mutter mich mit zu meinem Vater in die Badewanne, ich weiß nicht warum, doch, es war mir nicht ganz wohl dabei. Da war es wieder dieses Ding an meinem Vater, doch der Anblick verursachte in mir schon ein ungutes Gefühl. Ich wollte das Ding nicht anfassen, nein, es war eklig. Ich war verunsichert und konnte einfach nichts sagen. Ich wollte nur  schnell wieder aus der Wanne. Mein Vater faselte etwas von einem Geheimnis und ich dürfe  nichts sagen. Mutter dürfe es niemals erfahren, ich wäre sein Engel und wenn ich was sagte, dann käme ich ins Heim.<br />
Ganz verstand ich diese Worte damals nicht aber, ich hatte jetzt ein Geheimnis, ob ich das so wollte, oder nicht.<br />
&#8212;-<br />
das sind Auszüge aus meinem Buch, deshalb nicht immer fließende Übergänge.<br />
ich möchte dazu noch sagen:<br />
Ich weiß bis heute nicht wer mir mehr wehgetan hat , mein Vater oder meine Mutter.<br />
Die letzten Worte meines Vater , als ich ihn zur Rede stellte liegen mir immer noch im Ohr: Du wolltest es doch.</p>
<p>Susanne Schröder<br />
Landesbeauftragte netzwerkB (Niedersachsen)</p>
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		<title>Laufzettel für Überlebende</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 11:37:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Laufzettel für Survivor:
1.) Schreib alles auf woran du dich noch oder wieder Erinnern kannst, das in Zusammenhang mit deinem sexuellen Missbrauch steht, egal wie konfus oder lückenhaft dir das Ganze erscheint. Lass dich nicht, sollten die Erinnerungen zu arg werden, mit Medikamenten still machen, die Heilung setzt dann aus, oft auch die neuen Erinnerungen an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laufzettel für Survivor:</p>
<p>1.) Schreib alles auf woran du dich noch oder wieder Erinnern kannst, das in Zusammenhang mit deinem sexuellen Missbrauch steht, egal wie konfus oder lückenhaft dir das Ganze erscheint. Lass dich nicht, sollten die Erinnerungen zu arg werden, mit Medikamenten still machen, die Heilung setzt dann aus, oft auch die neuen Erinnerungen an die Taten das Unrecht an dir. Suche dir spirituelle und kreativen Ausgleich, tu etwas was die gut tut Sport, Musik, Tanz, Malerei, Natur, Lesen bis du wieder Kraft hast. Dann schreib weiter auf was man dir angetan hat.</p>
<p>2.) Sobald du ein Erlebnis greifbar hast und dich an mehr als einen Trigger oder Filmblitz im Gedächtnis hast. Schreib es auf, notfalls zuerst ins Unreine. Ordne und sortiere alle Atteste, Krankheitsverläufe, Ergebnisse aus Therapien und Dokumentationen welche die sexuellen Übergriffe an dir, erhärten oder beweisen können. Lege Kopien davon an und bewahre diese sehr gut auf.</p>
<p>3.) Geh zur Polizei, zeige den Vorgang auf und an, egal wie lange der Übergriff vergangen ist. Auch wenn der Übergriff auf dich NOCH verjährt ist. Sag niemals den Namen des Täters in der Öffentlichkeit, das kannst und sollst du besser zuerst nur bei der Polizei und deinem Anwalt tun.</p>
<p>4.) Erzähle bei der Polizei alles was dir im Zusammenhang mit dem Übergriff an dir einfällt, auch wenn deine Scham sehr groß ist, du bist nicht die oder der Einzige, die dem Polizeibeamten so etwas zu erzählen hat. Möglicherweise hat dein Gegenüber, etwas derartiges, oft auch schlimmes gehört und zu Papier gebracht.</p>
<p>5.) Fühle dich nicht länger Ohnmächtig, du hast nun begonnen dich endlich wieder deiner Haut zu wehren. Du bist nun eine, ein Survivor eine, ein Überlebender.</p>
<p>6.) Suche dir Hilfe bei der Bewältigung der nächsten Schritte, wende dich an den Weissen Ring oder andere Opferverbände, wenn du selbst nicht in der Lage bist, die nun bald notwendige Rechtsberatung durch einen Anwalt finanziell zu tragen.</p>
<p>7.) Bleib ruhig wenn im Moment nichts geschehen sollte, weil die Tat oder Taten an dir, noch verjährt sind. Möglicherweise hilfst du der Polizei bei ihrer Arbeit durch deine Aussage, vielleicht hilfst du einem anderen Opfer und Survivor weiter durch dein Tun, machst dir selbst anderen Opfern, Suvivor MUT.</p>
<p>8.) Denk immer daran gut für dich zu sorgen.<br />
Stell beim Versorgungsamt einen Antrag auf Opferentschädigung.<br />
Einen Antrag nach dem OEG.<br />
Verliere nicht den Mut wenn dieser abgelehnt wird.<br />
Leg WIDERSPRUCH ein, wird dieser abgelehnt dann erhebe Klage!</p>
<p>9.) Halt nicht Still, halt nicht Ruhe, Lass dich nicht zum Schweigen bringen, Lass dich nicht WIEDER zum Schweigen bringen.</p>
<p>10.) Werde wieder Stolz, und dir deiner selbst bewusst, du hast das alles überlebt. Du bist sehr stark. Du hast ein Recht auf eine Entschädigung. Nimm dir Hilfe wo du kannst, Opferverbände, Netzwerk B, Selbsthilfegruppen, Freunde, die Polizei.</p>
<p>11.] Hör nicht auf zu kämpfen, du hast ein besseres Leben verdient.<br />
Gib nie auf, gib dich nie auf, wenn du denkst du kannst nicht mehr weiter, dann lebe immer nur für einen Tag und bewältige deinen Alltag deine Probleme auch deine Freude immer nur für einen Tag . Wenn du dann wieder zu Kräften kommst, gehe weiter deinen Weg, vermeide Nebenschauplätze und unnötigen Streit. Isoliere dich nicht, du bist nicht allein. Behalte dein Ziel fest im Auge.<br />
GIB DICH SELBST NIEMALS AUF!</p>
<p>12.) Dokumentiere schriftlich alle Aktivitäten, die du tust um als Opfer anerkannt zu werden. Alle Schritte die du tust um den Täter auf und an zu zeigen. Verwahre alle diese Schriftstücke in zweifacher Ausfertigung an zwei sicheren Orten.</p>
<p>Wir Survivor können jetzt noch nicht Wissen, wie sich das ganze rechtlich und gesetzlich auswirken wird in der Zukunft, wir können hoffen das die Verjährungsfrist fällt, uns auch dafür einsetzen, wir können all unser Tun in dieser Richtung dokumentieren. Um uns so in der Zukunft weiter zur Wehr zu setzen, bis wir unser Recht bekommen. Auch wenn das unseren geschändeten Körpern und Seelen nicht wieder zu ihrer alten Form verhelfen kann. So kann es doch dazu beitragen unseren Schmerz etwas zu lindern und das Leben und Überleben etwas einfacher und angenehmer werden zu lassen.</p>
<p>” Sagt es LAUT ”</p>
<p>Pia Survvior</p>
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		<title>Das Schweigen</title>
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		<pubDate>Mon, 17 May 2010 08:33:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Artikel von Anselm Neft (AKO-Gruppe Bonn), TAGESSPIEGEL 17.05.2010:
Während er redet, schlägt er sich gegen den Kopf, zerreißt sein  T-Shirt. Die Wut kehrt wieder, auch die Ohnmacht. Sie haben den  Missbraucht erlebt, damals auf dem Aloisiuskolleg. Doch sie sagten  nichts. Ehemalige Schüler des Internats berichten.
Das Aloisiuskolleg in Bad Godesberg thront auf einem Hügel, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Artikel von Anselm Neft (AKO-Gruppe Bonn), TAGESSPIEGEL 17.05.2010:</p>
<p>Während er redet, schlägt er sich gegen den Kopf, zerreißt sein  T-Shirt. Die Wut kehrt wieder, auch die Ohnmacht. Sie haben den  Missbraucht erlebt, damals auf dem Aloisiuskolleg. Doch sie sagten  nichts. Ehemalige Schüler des Internats berichten.<span id="more-2877"></span></p>
<p>Das Aloisiuskolleg in Bad Godesberg thront auf einem Hügel,  scherzhaft „heiliger Berg“ genannt. Als ich dort 1992 mein Abitur  machte, hatte ich schon vieles von dem gehört, was nun in den Medien zum  Skandal taugt. Auf dem Pausenhof erzählten wir uns vom Pater S., wie er  den Internatsschülern der Unterstufe beim Duschen zusah, sie mit einem  Schlauch abspritzte, dass er dabei manchmal nackt war und einen riesigen  Penis hatte.</p>
<p>Wir wussten, dass Pater S. leidenschaftlich gerne Jungs  fotografierte, am liebsten aus der Unterstufe. Seine Bilder von Knaben  in anmutigen Posen prangten im „AKO-Heft“, dem Jahrbuch der  Vorzeigeschule. Dass S. tat, was ihm gefiel, war für alle  selbstverständlich, weil es für ihn selbstverständlich war. Ich erinnere  mich an ihn als imposante Erscheinung. Ein Gutsherr – mit breiten  Schultern, Bart und schalkhaft funkelnden Augen unter buschigen  Augenbrauen. Ein Typ, von dem man gemocht werden wollte. Ersatzvater  manches Jungen, heimlicher Schwarm mancher Schülermutter. Ohne Scheu  verteilte er seine Gunst, schied die Schüler in Lieblinge, Unbedeutende  und Feinde.</p>
<p>Lieblinge durften mit ihm zum Katamaran-Urlaub mit FKK-Einlagen.  Hörten wir davon, fehlten uns die Worte. War es verdreht, nackte Männer  und Jungs auf hoher See verdreht zu finden? Waren wir spießig?</p>
<p>Ich sprach damals mit meinem Freund und Mitschüler Stefan Keller  darüber. Wir wussten keine Antwort. Wir kannten das Wort  „Kinderschänder“, aber wir verstanden es nicht, so wie bis heute viele  nicht verstehen, dass Erwachsene Kindern ihre eigene Schande aufbürden,  auch ohne brutale Vergewaltigung.</p>
<p>Nun sprechen wir wieder. Darüber, dass jahrzehntelang etwas  vorgegangen ist, das jetzt als großes Unrecht erscheint. Darüber, dass  die Rede ist von Kindesmissbrauch. Ein schiefer Begriff: als ob  „Kindergebrauch“ in Ordnung wäre. Unser Mitschüler Georg R. spuckte 2003  auf einer Party vor Wut zitternd Sätze über seine Internatszeit aus.  Rektales Fiebermessen in S.’ Büro, nackt und auf dem Bauch liegend. Das  genüssliche Brummen, das endlose Tätscheln des kräftigen Mannes. Gleich  danach Fotosession im Park. Erst in der viel zu großen, roten Badehose  des Paters, dann nackt. Ein paar Tage später sah Georg auf S.’  Schreibtisch ein gerahmtes Foto. Es zeigte einen blonden zwölfjährigen  Jungen, verwirrt und in roter Badehose. Wie eine Trophäe, ein  aufgespießter Schmetterling.</p>
<p>Georg erzählte uns auch, dass er einmal einen Freund verraten sollte,  der das Internat nachts heimlich verlassen hatte. „Am letzten Tag nach  einer Reihe von Verhören sperrte mich S. zusammen mit seinen Hunden in  sein Büro“, sagte Georg. „Als er nach ein paar Stunden wiederkam, redete  er väterlich auf mich ein. Niemandem würde etwas geschehen, wenn ich  nur aussagte. Ich bat ihn unter Tränen, mir das zu versprechen. Er  versprach es. Ich nannte den Namen meines Freundes, S. stürmte aus dem  Büro und schmiss ihn von der Schule.“</p>
<p>Während er redete, wurde Georg immer wütender, schlug sich gegen den  Kopf und zerriss sich das T-Shirt. Heute weiß ich, die Wut der  Geschädigten richtet sich immer auch nach innen und gegen die, die ihnen  nahekommen wollen. Die Ohnmacht von einst kehrt wieder und wieder, ein  ungerächter Geist.</p>
<p>Wir unternahmen nichts. Auch Georg unternahm nichts. Wie sollte er  beweisen, was ihm angetan worden war? Stefan formuliert es so: „Ob als  verstörter Halbwüchsiger oder als junger Mann – immer hätte man als  Einzelperson gegen diese Schule mit ihrem fabelhaften Ruf und ihrem  Schulleiter gestanden. Klar, wem man da glaubt.“ Georg hatte es einmal  versucht und sich in der Mittelstufe seinem Theaterleiter anvertraut.  Der junge Frater setzte sich intern dafür ein, dass die Übergriffe  aufhörten und wurde bald der Schule verwiesen.</p>
<p>Georg fühlte sich noch wehrloser. Wenn schon die Erwachsenen nichts  ausrichten konnten, wie dann die Heranwachsenden?</p>
<p>Was war mit den Eltern? Vielen wurde gar nichts erzählt, andere  hörten ohnehin nicht auf die Kinder, die sie ins Internat gesteckt  hatten. Eltern, die ihre Kinder auf Karriere trimmen wollen, sind oft  nicht besonders sensibel gegenüber dem Thema Missbrauch. Ein anderer,  heute 37, berichtet, dass er sich durch das Fotografieren sehr belästigt  gefühlt hätte. „Ich habe meinen Eltern davon erzählt, Die fanden die  Fotos zunächst niedlich. Vielleicht waren sie auch ein wenig stolz auf  die Beachtung der Kollegsleitung für ihren Jungen.“</p>
<p>Was war mit den Lehrerinnen und Lehrern? Viele waren keine guten  Pädagogen: Demütigen, Brüllen, manchmal auch Schlagen – das gehörte zum  Unterricht. Wir nahmen es hin. Auf einer Jungenschule wird „Mannsein“  geübt. Auch ahnten wir, dass einige unserer Erzieher selbst in weit  größerem Maße geschlagen und gedemütigt und obendrein im Krieg  traumatisiert worden waren. Ihr Bewusstsein für Übergriffe und die  verletzliche Würde eines Kindes war oft wenig entwickelt.</p>
<p>Ein anderer Ehemaliger, der 46-jährige C., berichtet von täglichen  Demütigungen: „S. behauptete immer wieder, ich sei hässlich und würde  entsetzlich stinken. Alle Schüler meiner Klasse sollten an mir riechen.  Auch er hat an mir rumgeschnuppert. Unter den Achseln, am Hosenstall.  Ich habe mich total geekelt.“ Sogar der damalige Direktor sollte auf S.’  Wunsch an dem Heranwachsenden riechen, konnte nichts feststellen,  empfahl aber, morgens zu duschen und Deo zu benutzen. C. sagt heute:  „Manche Patres hatten heimlich Freundinnen, Pater S. wusste das. Wer  keinen Ärger wollte, hielt besser die Klappe.“</p>
<p>Mit ihrem Bild vom Aloisiuskolleg stehen Georg und C. nicht alleine.  Pater Klaus Mertes, Leiter des Berliner Canisiuskollegs, schrieb am 16.  Februar dieses Jahres in einem Brief an die Mutter eines Betroffenen vom  AKO: „Ja, ich kann Ihnen aus meiner Perspektive als ehemaliger  AKO-Schüler (1966 bis 1973) und auch aus der Kenntnis anderer  Opfermeldungen alles bestätigen. So lief das Muster: übergriffige  Ansprache, Missbrauch, pädophile Ästhetik und brutale Abstrafung, und  das Ganze in einer perfekten Schweigespirale, vom hochmütigen Mythos  gedeckt.“</p>
<p>Aber erst als im Januar 2010 mit Klaus Mertes ein Pater die  Missbrauchsfälle am Berliner Canisiuskolleg öffentlich macht, zeigt das  Wirkung. Plötzlich haben Geschädigte das Gefühl, ernst genommen zu  werden, mehr und mehr melden sich. Die Mutter eines ehemaligen  AKO-Schülers erstattet Anzeige. Sie erinnert sich: „Einmal sagte mein  Sohn, ,Mama, ich habe Angst, dass ich vielleicht auch Priester werden  will.’ Hätte ich ihn damals bloß verstanden.“</p>
<p>Daraufhin tritt Pater Schneider von seinem Posten als Schulleiter  zurück und löst eine Solidarisierungswelle aus. Man will an ein  jahrzehntelanges pädophiles Regime nicht glauben. Schulkinder tragen  „Pro-Schneider“-Buttons. Primaner bilden für Pater Schneider zum  Abschied einen Lichterweg. Ein Ehemaliger schreibt in einem  Zeitungsartikel von „Rufmord“ an Pater S. Und rund 500 Ehemalige  bekunden ihre Schulverbundenheit in einem offenen Brief, indem sie  betonen, dass ihnen nie etwas Schlimmes passiert sei. Einer von ihnen  ist Mark E. Auf Nachfrage erklärt er, dass er „als Nichtbetroffener“  eine Weile gebraucht habe, „um sich zumindest ansatzweise vorzustellen,  was ein Missbrauch insgesamt bedeutet. Heute betrachtet er den Brief der  Fünfhundert als „ein Lehrstück über die Psychologie des Verdrängens“.</p>
<p>Erst im Februar 2010 wird das Ausmaß den Eltern bekannt gemacht: Beim  Besinnungstag erschien überraschend Jesuitenchef Pater Dartmann und  sagte den verdutzten Eltern, es habe im Jahr 2007 ein Verfahren gegeben.  Zahlreiche Fotos, auf denen S. nackte Kinder abgelichtet hatte, seien  damals sichergestellt worden.</p>
<p>Auf die Frage, wo diese Bilder heute sind, antwortet Ursula Raue,  seit 2007 Missbrauchsbeauftragte des Jesuitenordens: „Auf meinen  Hinweis, dass eine mögliche Verbreitung im Internet für die Abgebildeten  zu einer lebenslangen und nicht mehr kontrollierbaren Verletzung führen  könne, war Pater S. bereit, seine Fotos einschließlich der Negative zu  vernichten. Pater Schneider, der dann bei dem Gespräch dabei war,  sicherte zu, dass das unter seiner Aufsicht geschehen werde. Mit E-Mail  vom 11. Mai 2007 hat Pater Schneider mir erklärt, dass in seinem Beisein  alle Fotos geschreddert wurden.“</p>
<p>Der Staatsanwaltschaft wurden die Fotos vorher nicht gezeigt. „Der  liegen die AKO-Hefte vor“, sagt die 66-jährige Raue, die ihre Rolle  darin sieht, Anlaufstelle für Opfer zu sein, aufzuklären, Gespräche  zwischen Tätern und Opfern zu vermitteln. Wie viele das bisher seien?  „Mehrere. Die Anzahl unterliegt der Vertraulichkeit.“</p>
<p>Mehr Auskunft gibt ein Zwischenbericht vom 8. März 2010 auf der  Homepage des Aloisiuskollegs: Von elf durch Pater S. Geschädigten haben  fünf mittlerweile Gesprächsangebote der Schule wahrgenommen. In dem  Bericht werden auch die bisher gemeldeten Vergehen von S. aufgelistet,  darunter „orale sexuelle Praktiken“, sowie ein juristisch nicht  verjährter Fall von 2005.</p>
<p>Ob die Fotos wirklich vernichtet sind? Drei Tage nach seinem  Rücktritt sprach Schneider, der einzige Zeuge in dieser Sache, in der  Sendung „Kontraste“ von „Grenzüberschreitungen“, die bemerkt worden  seien und davon, dass er Pater S. gewarnt habe, nicht so ein großes  Risiko einzugehen. Diesem indirekten Schuldeingeständnis ist bislang  keine weitere Erklärung gefolgt. Nach der Ordensregel ist Jesuit  Schneider nur drei Personen Rechenschaft schuldig: Gott, seinem Oberen  Pater Dartmann und sich selbst.</p>
<p>Da Schneider schweigt, besuche ich mit der Schwester von C. Pater S.  in einem Pflegeheim. S. gilt als dement, hat aber freien Ausgang. Hinter  einer unverschlossenen Tür im Erdgeschoss liegt er angezogen auf dem  Bett und begrüßt uns. Auf der Kommode steht ein gerahmtes Foto von ihm  und Pater Schneider. Daneben die Statue eines nackten Knaben.</p>
<p>Erst erkennt der Pater mich nicht, dann sagt er: „Wir hatten viel  Ärger mit dir.“</p>
<p>Vermutlich eine Floskel. Im Gespräch wechseln sich scheinbar lichte  und senile Momente ab: Es gehe ihm gut, aber das Laufen mache derzeit  etwas Probleme. Er bekomme viel Besuch. Pater Schneider sehe er oft.</p>
<p>Ich frage, ob er seine Fotos vermisst. „Nein. Aber ich bin ein guter  Fotograf.“</p>
<p>Ob er sich an Georg erinnert. „Ja, schwieriger Junge. Der ging seine  eigenen Wege.“</p>
<p>Ob ihm irgendetwas leid täte. „Ich habe den ganzen Garten zu  verantworten.“</p>
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		<item>
		<title>Es ist Zeit den Kirchen die Macht zu nehmen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/05/16/es-ist-zeit-den-kirchen-die-macht-zu-nehmen/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 22:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Geschichte ist nicht nur durch Gewalt von Erziehungsberechtigten in
der Schule, dem Kinderheim oder der Lahrstelle geprägt, sondern auch von
Machtmissbrauch der Behörden. Ich bin ein Nachkomme von Arbeitssklaven des
Dritten Reiches. Im postnational-sozialistischem Nachkriegs-Deutschland
war das normal. Vielleicht gerade in Bayern und der Stadt der Bewegung.
Ziemlich früh war ich über das Verhalten der deutschen Besatzungsmacht in
Polen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Geschichte ist nicht nur durch Gewalt von Erziehungsberechtigten in<br />
der Schule, dem Kinderheim oder der Lahrstelle geprägt, sondern auch von<br />
Machtmissbrauch der Behörden. Ich bin ein Nachkomme von Arbeitssklaven des<br />
Dritten Reiches. Im postnational-sozialistischem Nachkriegs-Deutschland<br />
war das normal. Vielleicht gerade in Bayern und der Stadt der Bewegung.<span id="more-2849"></span></p>
<p>Ziemlich früh war ich über das Verhalten der deutschen Besatzungsmacht in<br />
Polen und der Sowjetunion, von meinen Eltern aufgeklärt. Somit habe ich<br />
eine sehr vorsichtige Haltung gegenüber den Lehrkräften eingenommen. Eine<br />
Vertrauensbasis hatte sich nie ermöglicht. Zumal mein Vater an den<br />
Folgeerkrankungen der Misshandlung durch die Gestapo, sieben Jahre nach<br />
Kriegsende verstorben ist. Meine Mutter konnte mir nie richtig bei den<br />
Schulaufgaben helfen, denn sie keine schulische Ausbildung in der<br />
deutschen Sprache. Da sie selbst jedoch eine hübsche Erscheinung war,<br />
stellten ihr die männlichen Vorgesetzten ihres Arbeitsbetriebes (Agfa),<br />
selbst bis in unsere Wohnung nach. Ich hatte als Siebenjähriger einmal<br />
meiner Mutter mit einer kleinen Axt, zum Spalten von Holzschindeln, um<br />
damit Feuer zu machen, beigestanden. Der Nachbar, schraubte uns sämtliche<br />
Glühbirnen aus allen Lampen, so dass in unserer Zweizimmerwohnung nur noch<br />
eine Funsel in jedem Zimmer brannte. Er betrat unsere Wohnung einfach,<br />
weil er glaubte wir wären Untermenschen. Als ich älter wurde ließ ich<br />
solche Unverschämtheiten natürlich nicht mehr gefallen. Den Nachbar hatte<br />
ich mit dem Schürhacken geschlagen, weil er mir mein Fahrrad versteckt<br />
hatte. In der Schule (Volksschule in der Rotbuchenstraße, Mün-chen) wehrte<br />
ich mich, auch gegenüber von Lehrkräften, gegen die damals üblichen<br />
„Watschen“ und dem „Ohrenziehen“ mit Fußtritten. Einem Lehrer (Herrn<br />
Lehmann) trat ich das Gebiss kaputt, bei der Aktion –er tat das nicht nur<br />
bei mir- den kleinen Schüler auf die obere Tafelkante zu setzen und den<br />
ganzen Tafelrahmen ruckartig nach oben zu schieben, so dass der Schüler,<br />
um nicht das Gleichgewicht zu verlieren und von einer Höhe über zwei Meter<br />
herunter zu fallen, sich an der Tafel festkrallte. Dabei aber seine<br />
Aufmerksamkeit so in Beschlag genommen war dass er erst, nachdem er sich<br />
gewaltig den Kopf am Plafond angeschlagen hatte, von der Tafel herunter<br />
fiel. Ich selber wurde unter diesen Zuständen zu einem Raufer, der sich<br />
nichts gefallen ließ. Selbst der Stadtpfarrer jener Zeit  (Pfarrei Heilige<br />
Familie, München)  sagte mir, Man habe vergessen meinen Vater rechtzeitig<br />
zu vergasen.  Der Lehrer der Dritten Klasse (Sölch war sein Name), entzog<br />
mir meine Schulspeisung –damals für eine Mark die Woche, täglich eine<br />
Semmel und eine 0,33er-Flasche Kakao- die meine Mutter bezahlt hatte, und<br />
gab sie einem deutschen Schüler, weil ich im Deutschschreiben Fehler<br />
machte. Die Lehrerin Frau Koydl, bezeichnete mich einen vor den<br />
Mitschülern als Bastard und Bestie. Klar dass sich dann das Jugendamt um<br />
mich kümmerte, nachdem mein Vater verstorben war. Und so kam ich in das<br />
Leoheim nach Bad Aibling. Betrieben wurde dieses Haus durch das<br />
„Seraphische Liebeswerk“. Ich verbrachte dort die Zeit von 1956 bis 1959.<br />
Wir hatten einen weltlichen Lehrer (Korbinian Laböck)  und eine Erzieherin<br />
(Nonne) Frau Arnfieda (weltlicher Name Karg). Sie war der Teufel in der<br />
Kutte. Bei den geringsten Verfehlungen gab es grundsätzlich Schläge gegen<br />
den Kopf, aber mit der Faust. Wir nannten das Kopfnüsse. Die trafen aber<br />
nicht immer die Schädeldecke, sonder auch das Gesicht. Ich wurde mal so am<br />
Ohr getroffen, dass ich wochenlang schmerzhaften Ausfluss aus dem linken<br />
Ohr hatte. Heute habe ich gegen den Klerus nur einfach Verachtung. Wir<br />
mussten zum Kartoffelklauben aufs Feld. Natürlich fingen wir lieber<br />
Feldmäuse als der Arbeit nach zu gehen. Dafür setzte es dann Prügel mit<br />
dem Rohrstock. Die so genannten „Tatzen“, sechs Stück auf jede Hand wurden<br />
nicht auf die ausgestreckte Handfläche verabreicht sonder auf Finger und<br />
zwar auf die Oberseite. Dazu dann irgend eine verblödete Strafarbeit wie<br />
Sätze: Beim Kartoffelklauben darf ich keine Mäuse fangen. Und das dann 100<br />
Mal in Schönschrift. Natürlich war so eine „Erzieherin“ mit knapp 60<br />
Jungen  im Alter von 11 bis 14 Jahren  über den ganzen Tag, und das über<br />
das ganze Jahr, ohne freien Tag überfordert. Das aber liegt an der Ordens-<br />
und Jugendamtsverwaltung. D.h. Die Erziehungsweise war vom Staat und der<br />
Kirch so ausgelegt. Herrenmensch – Untermensch, Obrigkeit – Volk, Lehrer –<br />
Schüler, Lehrherr – Lehrling, Beamter – Bürger,  Militär – Zivilist,<br />
Polizei – Verdächtigter, Stellvertreter Gottes (welchem auch immer) –<br />
Gottesfürchtiger, Regierung – Wahlvieh, Industrie – Zulieferer, FDP –<br />
Hartz IV-Empfänger usw. Ich war keine zwei Monate im Lehrbetrieb (Hotel<br />
Bayerischer Hof, München)  und da gab es jede Menge Prominente aus der<br />
High Society aber aus dem Klerus. Es war die Zeit des Eucharistischen<br />
Weltkongresses oder der Vorarbeit / Nacharbeit dessen. Im ersten Lehrjahr<br />
arbeitet man als Page. Mit zwei Gepäckstücken in den Händen fuhr ich ur<br />
Rezeption, als mich ein so ein Geistlicher in lila eingesäumter Kutte mich<br />
plötzlich abzuknutschen versucht. Ich trat gleich fest gegen dessen<br />
Schienbeine, worauf sich die Gestalt sofort nach dem Öffnen der Lifttüre<br />
entfernte. Ich nahm die Koffer auf und rannte zur Rezeption und meldete<br />
das den Chefportiers (Baumann und Stoss). Natürlich insistierte auch meine<br />
Mutter um den „unbekannten“ Herrn anzuzeigen. Und da begab sich dann eine<br />
Geschichte, die dem Lehrherrn gut ins Konzept passte. Es wurde der Koffer<br />
eines Gastes aufgebrochen und eine Uhr und ein Fotoapparat entwendet.<br />
Obwohl ich zum Zeitpunkt des Diebstahls nicht im Dienst war, stellte mich<br />
der Hoteldirektor (Karl-Heinz Dietrich) mit der Feststellung: „Deutsche<br />
Jungs stehlen nicht!“ unter Verdacht und wurde in die Ettstraße<br />
(Polizeipräsidium, Zimmer 345 oder 445), München) verbracht um einem<br />
zweitägigem Verhör unterzogen zu werden. Die Nacht verbrachte ich in der<br />
Zelle mit Kriminellen. Meine Mutter wurde weder vom Lehrherren (Falk<br />
Volkardt) noch von dessen Stellvertreter –eben der oben erwähnte<br />
Hoteldirektor) noch von der Polizeibehörde über mein Verbleiben<br />
benachrichtigt. Trotz Misshandlungen (Watschen und Faustschläge gegen das<br />
Gesicht) hatte ich nichts zugegeben. Erst nachdem meine Mutter nach der<br />
Arbeit im Lehrbetrieb erschien, erfuhr sie wo ich mich befand. Die darauf<br />
folgenden Wochen warenvoller Misstrauen gegen mich geprägt. In der<br />
Berufschule (am Simon-Knoll-Platz, München) den Mitschülern und den<br />
Lehrkräften (besonders dem Fachlehrer Bublat) die mich bezüglich des<br />
Verdachtes immer wieder Erniedrigten. Man beschuldigt ja nicht erst heute<br />
die Polen des (Auto-) Diebstahls. Menschen polnischer Abstammung gelten ja<br />
schon seit der Kaiserzeit als Menschen zweiter Klasse in diesem Land. Auch<br />
im katholischen „Freizeitheim“ das sich unweit des Hotels befand, wurde<br />
ich von dem dortigen Kaplan bedrängt, endlich die Tat zu zu geben, das<br />
würde mir die Seele erleichtern. Nachdem ich nun schon die Kündigung des<br />
Lehrvertrages in Händen hatte, meldete sich bei mir die Klassenlehrerin,<br />
Frau Dr. Anna Klara Huber, der Berufschule und meldete den Diebstahl als<br />
aufgeklärt. Ich sei unschuldig. Der Fall trug sich folgend ab: Zu jener<br />
Zeit schickten die Reisenden ihr Gepäck via Bahn voraus. Bei besagtem<br />
Koffer handelte es sich um ein Gepäckstück eines Herrn Dr. Schwab. Der<br />
Hausdiener, der diesen Koffer vom Bahnhof holen sollte, war nicht bereit,<br />
so wie er vermutete, einem Mitpagen mit dem Namen Dieter Schwab, den<br />
Koffer abzuholen und sagte dem Mitlehrling, er möge doch seine Bagage<br />
selbst abholen. Der Blödheit eines Hausels, der die Abkürzung Dr. (Doktor)<br />
für die Abkürzung von Dieter hält, des im Nachkriegdeutschlands immer noch<br />
vorhandenem Rassismus, der Achtung, die man einem pädophilien Kleriker<br />
mehr entgegen bringt, zählen mehr als die viel gerühmte deutsche<br />
Korrektheit. Wiederum verlor weder die Polizei, noch der Lehrherr ein Wort<br />
zu dieser Angelegenheit. Der Nazi (Karl-Heinz Dietrich) allerdings sagte<br />
mir dieser Vorgesetzte: An Stelle des tatsächlichen Täters hätte ich mich<br />
nicht anders verhalten.</p>
<p>In meinem Leben habe ich noch viele, viele Erfahrungen der Entwürdigung<br />
erfahren in diesem Land, das die Heimat meiner Eltern zerstört hat. Ihr<br />
Leben ruiniert, deren Freiheit geraubt und versklavt um sie dann in der<br />
Zeit der Demokratie wieder zu „Untermenschen zu stempeln mit dem<br />
politischem Status „Heimatloser Ausländer“.  Genau dieser Staat und seine<br />
ehemalige Naziindustrie bestimmt wer, wann, vielleicht mit wie viel Geld<br />
entschädigt wird. Genauso wird es mit den Kirchen und Trägern der<br />
Kindererziehung und Bildung sein.<br />
Man möchte mit Gewalt dagegen angehen. Nur es würde wieder Gewalt daraus<br />
entstehen. Also ist das Fazit. Die Täter kommen immer besser davon als die<br />
Opfer. Es ist Zeit den Kirchen die Macht zu nehmen. Das heißt aber auch<br />
das Geld zu nehmen und in Zukunft auch nicht mehr zur Verfügung zu<br />
stellen. Die Kleriker sollen arbeiten wie die Allgemeinheit auch. Und wem<br />
die Kirche was wert ist, der soll dafür aus seiner Kasse zahlen. Es kann<br />
nicht sein, dass die Kirchen immer noch aus dem Packt mit dem Bösen<br />
profitieren. Das Concordat muss endlich abgeschafft werden!</p>
<p>Waldemar  Tscheremschynsky</p>
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		<title>&#8220;Er war ein Mann Gottes&#8221;</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2010 07:05:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wurde von einem katholischen damals Neupriester 1982 sexuell missbraucht. Ich lernte ihn kennen als ich 13 Jahre alt war. Er stellte mir von Anfang an nach – er versuchte mich in seinen Bann zu ziehen und täuschte mir Freundschaft vor. Immer wieder bot er mir Alkohol wie süßen Kirschlikör an um sich danach an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wurde von einem katholischen damals Neupriester 1982 sexuell missbraucht. Ich lernte ihn kennen als ich 13 Jahre alt war. Er stellte mir von Anfang an nach – er versuchte mich in seinen Bann zu ziehen und täuschte mir Freundschaft vor. Immer wieder bot er mir Alkohol wie süßen Kirschlikör an um sich danach an mir zu vergehen. <span id="more-2821"></span>Da ich mich derzeit in meiner Familie haltlos fühlte, nahm ich das Interesse was er mir für mich vorspielte an. Er meinte ich brauche Freunde wie IHN und er sei immer für mich da und hatte dabei nur eines im Sinne, leider hatte ich das in meinen jungen Jahren nicht durchschaut. Es gab unzählige Treffen zwischen uns – im Pfarrhaus und im Wald &#8230; Zum einen Mal war er interessiert an meiner Schulsituation das andere Mal fiel er über mich her. Er hatte mit Alkohol vorgebaut, dass ich nicht mehr fähig war mich zu wehren oder NEIN zu sagen. Bei unseren Zusammentreffen zog er mich teilweise aus – berührte meine Brüste und streichelte mich zwischen den Beinen. Oder er legte sich in seinem Auto auf mich um mich überall zu berühren. So ging das weiter über fast 4 Jahre hinweg, bis es in einer Vergewaltigung endete. Ein damals ebenso Neupriester in meine Wohnort erspürte mein Verzweiflung die ich mit meinem Verhalten anzeigte, er sprach lange und innig mit mir und er versprach mir zu helfen. Doch leider ist nichts überhaupt gar nichts passiert und nun sitzt er in Rom neben dem Papst. Ich allerdings habe die Hölle durchgemacht – ich wurde von psychischen Krankheiten heimgesucht und die körperlichen Krankheiten folgten. Ich hatte mich ins Zeug gelegt und einen guten Abschluss in meiner Berufsausbildung absolviert und arbeitet einige Zeit mit viel Erfolg bis mich die Krankheit einholte. Leider bin ich heute sehr verzweifelt und weiß nicht wie alles weiter gehen soll. Die Meinung meines Täters dazu ist: „Seine Wahrheit sei eine andere als meine!“<br />
Nach meinen ersten ernsthaften körperlichen Beschwerden habe ich mich mit einer Autorin &#8220;Karin Jäckel&#8221; zusammen gesetzt und in unendlich vielen Stunden Gespräche ein Buch über meine Geschicht veröffentlicht, mit dem Titel: &#8220;Er war ein Mann Gottes&#8221;!</p>
<p>Liebe Grüße<br />
Cora O.</p>
<p>Email:<br />
cora-o@arcor.de</p>
<p>Webseite:</p>
<p>http://home.arcor.de/cora.o</p>
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		<title>Schnee ist leider weiß</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 07:32:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte heute von mir berichten, schreiben und schreien &#8211; wozu  Menschen fähig sind……
Schreibend versuche ich aufzuarbeiten und bin dankbar, mein Leid erzählen  zu dürfen…….
Schnee ist leider weiß
Mein Leid ist nicht größer als dein Leid, denn ich kann nicht wissen wie  groß dein Leid ist. Ich kann nur bei dir sein, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich möchte heute von mir berichten, schreiben und schreien &#8211; wozu  Menschen fähig sind……<br />
Schreibend versuche ich aufzuarbeiten und bin dankbar, mein Leid erzählen  zu dürfen…….<span id="more-2744"></span></p>
<p>Schnee ist leider weiß<br />
Mein Leid ist nicht größer als dein Leid, denn ich kann nicht wissen wie  groß dein Leid ist. Ich kann nur bei dir sein, mit dir reden oder auch nur  deine Hand halten, hoffen, dass du meine Kraft spürst oder die Kraft von  wem auch immer. Schnee ist leider weiß denke ich und erinnere mich an die  Kälte, als mein Papi-so wie ich ihn damals noch nannte- mich an die Hand  nahm.Er hielt sie ganz fest. Ob er wohl Angst hatte ich könnte davon  laufen.Ich liebte meinen Papi doch,jedenfalls glaubte ich das, nein es  war so. Schnell lief er mit mir in den Wald hinein, der sich gleich hinter  unserem Haus auftat. Meine Füße hielten seinen Schritten nicht  stand. Endlich, wir schienen angekommen, endlich sah ich sein Lächeln  wieder. Er nahm mich auf den Arm um mich dann an einen Baum  abzustellen. Kleines sagte er, du mußt dich ganz fest an diesen Baum  lehnen, dann wird es ein wunderschönes Spiel. Ich hatte ein weißes  Nachthemd an und die Kälte stieg hoch bis in mein Kopf. Beschweren konnte  ich mich nicht, vielleicht spielt er dann nicht mehr mit mir und ich  wollte doch so gern spielen. Aus seinem großen Rucksack nahm mein Papi  ein langes Seil heraus, flüsterte leise in mein Ohr-wir spielen  Verstecken.Vor Kälte kam kein Wort aus mir. Fest band er dieses  mitgebrachte Seil um meinen Körper. Kleines flüsterte er wieder, gleich  bind ich dich wieder los und hol dich ab. Sollte das heißen, er lässt mich  jetzt allein……. . Gedanken, die keine waren sah ich Papi davon  laufen. Mein kleiner Körper versuchte das Seil zu lockern…….Wie  festgefroren stand ich an diesem Baum, konnte den Mond schon sehen. Sein  Leuchten half mir nicht.Ich spürte wie Flüssigkeit aus mir heraus  lief. Wärmend tropfte das Nass auf meine Beine und ich dachte noch, wie  kann es warm sein, wenn mir doch so kalt ist. Mein Kopf knickte immer  wieder zur Seite. Jede Minute glaubte ich Papi zu sehen. Etwas kroch an  mir hoch.Meine Haut juckte, aber wie sollte ich mich von dem Jucken  befreien…. .Den Schmerz empfand ich nicht so sehr wie dieses  entsetzliche sich kratzen wollen. Hilflos gab ich auf, schlafen dachte  ich,bitte schlafen. Eine mir unbekannte Stimme kräuselte sich aus meinem  Mund. Nicht schlafen sagte sie, nicht schlafen….Fast zärtlich hauchte  sie-ich komme von dir. Wie das gemeint war wußte ich damals nicht und  glaubte endlich nicht mehr allein zu sein. Ich gab mich auf und ich gab  mich ab-nur fern von Allem schlafen….Mein Wunsch nie wieder  aufwachen,ging nicht in Erfüllung. Ich sah in die Augen von meinem Papi  als ich erwachte und etwas Schweres lag auf mir. Dieses auf mir liegen  kannte ich und ich kannte auch meinen Hunger und meinen Durst. Noch  bekomme ich nicht- was meine Sehnsucht stillen könnte,das wusste ich  schon. Wenn er schreit läuft weiße Suppe aus ihm-genau in meinen Mund…. .  Gern schluckte ich es herunter-es war doch meine Nahrung….. .Mami kam  von der Arbeit, holte mich von meiner Matratze, denn ein richtiges Bett  kannte ich damals  nicht. Na, Kleines, hast du Hunger, fragte sie. An Mamis  Ton, den Klang ihrer Stimme-bemerkte ich, dass sie wusste wie groß mein  Hunger war. Sie warf mir eine Scheibe trockenes weißes Brot zu, stellte  mir ein Becher mit Wasser hin,dass nicht so aussah wie Wasser, aber so  schmeckte. Gierig schluckte ich das Brot hinunter, dabei kippte fast der  Becher um. Wie ungeschickt du bist und wie siehst du wieder aus-schimpfte  Mami mit mir. Sie zog mich vom Stuhl, schleppte mich in die  Waschküche, nahm eine Bürste und schruppte meinen Körper-so dass ich  roten Saft auf meiner Haut sah. Ich kann heute gar nicht sagen, wie groß  meine Scham war- so nackt vor ihr zu stehen….Endlich durfte ich auf  meine Matratze, wo eine Sprungfeder heraus schaute…ich mochte diese  Feder…sie war mein Spielzeug…..wie ich überleben konnte…..? ……..ganz  klar…..ich war nicht allein .</p>
<p>Was bedeuten diese Worte Mami und Papi ? FREUNDE SIND MEINE  FAMILIE;DIE MIR BEIGEBRACHT HABEN WAS MAN FÜHLEN KANN;WENN MAN EINANDER  STREICHELT-NUR GANZ ZART ÜBER DIE WANGEN-SANFTHEIT;FÜRSORGE;LIEBE LERNTE  ICH MÜHEVOLL-MEINE FREUNDE GABEN MICH NIE AUF-AUCH WENN SIE MANCHMAL  EINE PAUSE BRAUCHTEN UND DAZU HATTEN SIE SEHR WOHL DAS RECHT::::::::ICH  LIEBE MEINE FREUNDE  Merzedes</p>
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		<title>Von dieser Nacht an war ich nicht mehr ich</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 12:59:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo alle,
heute möchte ich mich outen. Ich war damals im staatlichen DDR-Kinderheim. Ich bin mit 3 Monaten ins Heim gekommen. Ich war erst im Kindergartenheim und dann im normalen. Meine erste Erfahrung im normalen Heim war, dass ich mit dem Gesicht in der heißen Suppe gelandet bin, nur weil ich mir erlaubt habe im Flüsterton [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo alle,</p>
<p>heute möchte ich mich outen. Ich war damals im staatlichen DDR-Kinderheim. Ich bin mit 3 Monaten ins Heim gekommen. Ich war erst im Kindergartenheim und dann im normalen. Meine erste Erfahrung im normalen Heim war, dass ich mit dem Gesicht in der heißen Suppe gelandet bin, <span id="more-2724"></span>nur weil ich mir erlaubt habe im Flüsterton zu sagen: “Mm die Suppe riecht gut“. Ich dachte mir nur, wo bin ich hier gelandet? Alle Kinder trugen die gleichen Sachen, bloß in verschiedenen Größen. Ich bin mit 8 Jahren zum ersten Mal vergewaltigt worden. Wir waren 20 Kinder in der Gruppe 2. Jeder im Heim hatte seine Nummer ich hatte die Nummer 44. Na ja jedenfalls musste ich eines Abends raus, weil wir 8 Mädels Kissenschlacht gemacht hatten. Erst musste ich in der Diele stehen und dann den Duschraum mit der Zahnputzbürste schrubben. Ich hatte eine Wut. Die größeren Heimkinder ab 14 Jahren aufwärts, mussten auf uns aufpassen ca. 2 Stunden. Sie nannten es damals (EvD) Erzieher vom Dienst. Als ich damit fertig war, sollte ich noch den Umkleideraum sauber machen der gleich daneben war. Ich war sauer und weinte. Ich weiß nicht mehr, wie spät es da schon war. Als ich nun endlich fertig war, sagte er zu mir ich soll noch in die Wäschekammer klettern es war ein kleiner Schacht mit einer Luke. Ich fragte was ich da soll, er sagte nur: &#8220;Die Wäschesäcke sortieren&#8221;. Ich wollte nicht, er schmiss mich rein und vergewaltigte mich. Von dieser Nacht an war ich nicht mehr ich. Bin öfters ohnmächtig geworden, war viel krank. Schulische Leistungen waren auf dem untersten Niveau. Na ja, hab es auch nur bis zur 6. Klasse geschafft. Und das ging 4 Jahre so. Bin von den Erziehern mit Schlüsselbunden beworfen worden und viel bestraft worden, Schläge waren auch dabei, von Strafarbeiten ganz zu schweigen. Ich war bis zum18. Lebensjahr in diesem Heim. Also bis 1984. Leider war ich damals noch nicht soweit mich zu outen.</p>
<p>Ich wünsche Euch viel Kraft.<br />
Ramona</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/05/Ramona_Koenig.jpg" target="_blank"><img class="alignnone size-medium wp-image-2725" title="Ramona_Koenig" src="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/05/Ramona_Koenig-234x300.jpg" alt="" width="133" height="170" /></a></p>
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		<title>mein Leben ist immer wieder ein Desaster</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/05/02/mein-leben-ist-immer-wieder-ein-desaster/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 17:11:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[ich bin 1959 geboren und war in dem katholischen Waisenhaus am Platz in Straubing von 1965-1970 und ich weiß nicht wo ich anfangen soll, mein Leben ist immer wieder ein Desaster und ich weiß, dass das mit den Vorgängen im Waisenhaus zutun hat. Nur – ich kann mich von über 4 Jahren an so gut [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich bin 1959 geboren und war in dem katholischen Waisenhaus am Platz in Straubing von 1965-1970 und ich weiß nicht wo ich anfangen soll, mein Leben ist immer wieder ein Desaster <span id="more-2683"></span>und ich weiß, dass das mit den Vorgängen im Waisenhaus zutun hat. Nur – ich kann mich von über 4 Jahren an so gut wie nichts erinnern – außer an Gewalt und Scham, alles ist schwarz und dunkel.<br />
Ich bin in etlichen Therapien gewesen u.a. wegen Drogen und Alkohol und da weiß ich heute auch das ich damit nur verdrängen wollte und auch habe. Nun steh ich wieder am Abgrund und durch die Diskussionen im Fernsehen über die Vorgänge in den katholischen Institutionen kommt alles wieder hoch und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll.<br />
Ich versuche nun meine Gefühle usw. in Bilder zufassen, so weit es möglich ist.</p>
<p>Ich hoffe, dass wir diesen Weg weiter beschreiten und Licht ins Dunkel bringen können, für alle Seelen die fürs Leben geprägt sind durch den Missbrauch von psychischer und körperlicher Gewalt und sexuellem Missbrauch.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Frank S.</p>
<p><a href="../wp-content/uploads/2010/05/21.jpg" target="_blank"> </a><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/05/21.jpg" target="_blank"><img class="alignnone size-medium wp-image-2685" title="21" src="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/05/21-300x186.jpg" alt="" width="300" height="186" /></a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/05/klein.jpg" target="_blank"><img class="alignnone size-medium wp-image-2684" title="klein" src="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/05/klein-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/05/21.jpg" target="_blank"> </a></p>
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		<title>Ich habe Herzklopfen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/04/13/ich-habe-herzklopfen/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 16:15:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Ahnung hatte ich immer, einiges war präsent und doch war alles hinter einem Nebel verborgen.
Das Wissen kam erst Ende 2006, ich war damals 56 Jahre alt, als ich mich nach großen Umwälzungen entschloss ein Sabbatjahr einzulegen. Aus dem einem Sabbatjahr wurden dann&#8230;
Weiter lesen&#8230;
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Ahnung hatte ich immer, einiges war präsent und doch war alles hinter einem Nebel verborgen.<br />
Das Wissen kam erst Ende 2006, ich war damals 56 Jahre alt, als ich mich nach großen Umwälzungen entschloss ein Sabbatjahr einzulegen. Aus dem einem Sabbatjahr wurden dann&#8230;</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/04/Ich-habe-Herzklopfen_Rosemarie-Krezdorn_9.4.10.pdf" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Wider die perverse &#8220;Lust am Kind&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/04/06/wider-die-perverse-lust-am-kind/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 10:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Tätersprache]]></category>

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		<description><![CDATA[WELT ONLINE 6. April 2010
Von Gerhard Amendt
Pädophile schreiben den Opfern die Macht zu, obwohl sie es sind, die die Kinder beherrschen
Lässt sich in der Debatte über den Missbrauch von Kindern so etwas wie eine Pädophilie fördernde Haltung ausmachen? Einiges spricht dafür. Wir reden zwar vor allem von Jungen, aber die pädophile Programmatik, die zugleich eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WELT ONLINE 6. April 2010</p>
<p>Von Gerhard Amendt</p>
<p><strong>Pädophile schreiben den Opfern die Macht zu, obwohl sie es sind, die die Kinder beherrschen</strong></p>
<p>Lässt sich in der Debatte über den Missbrauch von Kindern so etwas wie eine Pädophilie fördernde Haltung ausmachen? Einiges spricht dafür. Wir reden zwar vor allem von Jungen, aber die pädophile Programmatik, die zugleich eine Vision einer sexualpädagogisch befreiten Gesellschaft ohne Generationengrenzen vertritt, hat auch Mädchen fest im Blick. Und wir übersehen oder wissen es einfach nicht, dass die Propagierung der &#8220;Lust am Kind&#8221; auch den Zugriff auf Vier- oder Zweijährige wie selbstverständlich als zu erschließendes Feld befreiter Sexualität vorsieht. Solches schreiben ganz unverhohlen Propagandisten der Pädophilie seit den 90er-Jahren. Zurzeit verzichten sie darauf, weil der Wind ihnen ins Gesicht bläst. Dafür werden Entlastungsgefechte geführt. Dann heißt es, dass Missbrauch in Familien viel häufiger sei. Denn Familien und Odenwaldschule stünden für geschlossene Systeme. Deshalb könne es dort zur Sexualisierung der Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern kommen. Hier werden gewichtige Unterschiede übersehen. Die Familie ist alles andere als ein geschlossenes System. Sie ist eines der durchlässigsten Systeme überhaupt, weil sie von Anfang darauf hinwirkt, Kinder in die größere Welt entsprechend ihrer altersgemäßen Fähigkeiten hineinwachsen zu lassen. Das beginnt bei Hänschen Klein und hat vielfach in der Adoleszenz seine Vollendung noch nicht erreicht.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/die-welt/debatte/article7066653/Wider-die-perverse-Lust-am-Kind.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Eigentlich habe ich noch Glück gehabt</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/04/04/eigentlich-habe-ich-noch-glu%cc%88ck-gehabt/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/04/04/eigentlich-habe-ich-noch-glu%cc%88ck-gehabt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 22:28:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=2276</guid>
		<description><![CDATA[Mir ist es erst geschehen, als ich &#8217;schon&#8217; 17 Jahre alt war.
Und so richtig &#8216;knallhart&#8217; kommt jetzt alles wieder hoch, mit den vielen Berichterstattungen im Fernsehen (lese kaum Zeitung und höre kein Radio). Und zunehmend, bei jedem Fall, ob man jetzt die Menschen sieht oder nur den Text, den sie dem Journalisten gegeben haben, überlegt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist es erst geschehen, als ich &#8217;schon&#8217; 17 Jahre alt war.<br />
Und so richtig &#8216;knallhart&#8217; kommt jetzt alles wieder hoch, mit den vielen Berichterstattungen im Fernsehen (lese kaum Zeitung und höre kein Radio). Und zunehmend, bei jedem Fall, ob man jetzt die Menschen sieht oder nur den Text, den sie dem Journalisten gegeben haben, überlegt man, man vergleicht&#8230;wie kommt die/derjenige mit ihrem/seinem Leben<br />
klar und wie komme ich zurecht.<span id="more-2276"></span><br />
Zur Erklärung muss ich ein bisschen auf meine Kindheit und Jugend und somit auch auf meine Familie zurückgreifen. Ich zerbreche mir darüber natürlich viel den Kopf, weil ich einfach nicht verstehen kann, wie Eltern so sind&#8230;wie sie bei mir waren&#8230;.<br />
Und mein &#8216;Zuhause&#8217; ist wohl auch der Grund dafür, dass so etwas überhaupt passieren konnte&#8230;.<br />
Meine Mutter ist die jüngste von 5 gewesen und mein Vater ein mittlerer von 6 und meine Schwester hat es mal so gesagt: da haben sich die zwei schwächsten der jeweiligen Familie getroffen und zusammengetan.<br />
Jedenfalls war meine Mutter mit drei Kindern völlig überfordert. Arbeitsmässig und nervlich.<br />
Ich bin die älteste und zu der Zeit hatten die Eltern noch nicht mal ein Kinderzimmer fürs Kind, dann kamen meine Geschwister und wir hatten dann zu dritt ein Zimmer, das war aber nichts privates, sondern eine Art Aufbewahrungsraum für die Kinder und ansonsten ein normal zu verwendender Wohnungsraum.<br />
So war es später auch, als mein Bruder in einem Zimmer schlief, das gleichzeitig Näh-, Bastel-, Eisenbahn- und Musikzimmer war für alle und Ausweich-Arbeitszimmer meines Vaters und Backraum meiner Mutter und Abstellraum für alles mögliche. Meine Schwester und ich schliefen in einem weiteren Familienraum ohne jede Privatsphäre.<br />
Mein Bett war kein Bett sondern eine Couch, deren Rücklehne man abends herunterklappte, die mit 1,90 zu kurz für mich war und ausserdem noch Seitenlehnen hatte. Die Temperatur (es war immer kalt) wurde von meinem Vater bestimmt, die Läden beim Dämmrigwerden heruntergelassen &#8211; kann nicht in dunklen Räumen schlafen &#8211; und über dem Bett stand auf einem Bücherbrett eine Lampe mit einem schweren Lampenkopf mit 4 scharfen Lamellen, die eines Nachts auf mein Gesicht herunterfiel, weil in keiner Weise befestigt und wie ein Wunder mir nicht das Gesicht zerschnitt sondern nur eine Narbe auf der Oberlippe hinterliess, mit der ich bis heute gut leben kann. Musik war verboten. Als ich ein Teenager wurde, war das Haarewaschen ein Dauerstreitpunkt, sowie auch das Duschen, Im Bad und WC war Winters und Sommers das Fenster offen und die Heizung aus und man durfte unter keinen Umständen die Hände mit warmem Wasser<br />
waschen. Ich bekam keinerlei Taschengeld, verdiente ab ca. 10 Jahre Zehnerle mit Frischmilchholen und ab 13 auf Veranlassung meiner Mutter mit Nachhilfe. Ab 15 arbeitete ich jede Ferien im Krankenhaus, wo mein Alter verschleiert wurde, ich brauchte das Geld. Zum Beispiel für Kleidung. Jeans waren ursprünglich verboten und ich durfte erst welche tragen, nachdem ich mit 14 und 3 Monaten von zu Hause weggelaufen, von Interpol gesucht und dann aber nur gefunden wurde, weil ich mich selber meldete, im dämlichen Glauben ich könne in London jetzt mein eigenes Leben leben. Jedenfalls empfinde ich meine Kindheit als eine gewalttätige, traumatisierende Hölle und als grauenhaft.<br />
Mein Vater war jähzornig und gewalttätig. Mit fast einsachtzig ein mächtiger Mann mit einem Wohlstandsbauch und einem grauenhaften Temperament. Auch Schlägereien zwischen meinen Eltern kamen des öfteren vor.<br />
Mein Vater schlug uns regelmässig ohne Rücksichtnahme, meine Mutter verteilte Ohrfeigen und nur ihr Liebling, mein kleiner Bruder, hatte später ihre Hilfe. Meine Stellung in der Familie war: das 5.Rad am Wagen: störend und unerwünscht. Ich dachte meine ganze Kindheit über, ich sei ein Adoptivkind. Meine Schwester sagte als Erwachsene zur Frau meines Bruders, ich hätte nie richtig zur Familie gehört, sei wie ein Fremdkörper gewesen.<br />
Im Sommer 1974 zahlte meine Patentante, der einzige Mensch, der wirklich immer mich auch als Menschen geachtet hatte, mir einen Sprachaufenthalt nach England. Ich hatte schon mit 5 Jahren Sozialphobie und hasste die dirigierten Sonntagsspaziergänge in scheusslicher Kleidung und frierend durch unseren schwäbischen Vorort. Die Sozialphobie wurde natürlich auch nicht besser, und auf dem Sprachaufenthalt konnte ich absolut nicht mit den anderen Gleichaltrigen kommunizieren. Im vollen Bewusstsein dessen, dass ich niemandem fehlen würde und meine Quälerei auf der Welt absolut für die Katz ist, kaufte ich mir nach den Sommerferien in verschiedenen Apotheken jeweils eine Packung Schlaftabletten(Barbiturat). Eines nachts nahm ich über 100 Schlaftabletten an dem Schreibtisch, der nicht mein Schreibtisch war, sondern der der ganzen Familie, mit dem Rücken zu meiner schlafenden Schwester. Und wachte &#8211; sehr unzufrieden &#8211; Tage später auf der Intensivstation wieder auf. Mit einem Lungen- und einem Nierenschaden und einer kaputten rechten Hand (Druckgeschwüre von den Barbituraten).<br />
Auf der neuen Schule gab es einen Lehrer, der mir recht gut gefiel und für den ich schwärmte. Schätzungsweise auf der ewigen Suche nach dem, was mir mein eigener Vater nicht geben konnte. Und nachdem ich wieder in der Schule war, nach Krankenhausaufenthalt und anschliessender &#8216;Erholung&#8217;, geschah das, was nicht hätte geschehen dürfen.<br />
Es kam dieser Lehrer auf mich nach einer Unterrichtsstunde zu und lud mich zu Kaffee und Kuchen zu sich und seiner Frau an einem Nachmittag ein. Ich hatte an einer anderen Schule bei einem meiner Lehrer schon Lateinnachhilfe gehabt und auch bei der Lehrerin einer anderen Schule Französisch, also kam mir das nicht besonders komisch vor. Ich war ja nun nicht grad die grosse Leuchte in den Fächern Deutsch oder Englisch und dachte an irgend etwas ähnliches. Meine Eltern hätten ihn darum gebeten, sich ein wenig um mich zu kümmern, sagte er noch. Jedenfalls schwärmte ich wohl wie ein Teenager eben so schwärmt für diese Typen, der immer mit Kombination zum Unterricht kam und durchaus charismatisch war und Witz hatte. Und jetzt erklär mir bitte mal einer, wie ein 63jähriger, impotenter Diabetiker, verheiratet, mit zwei erwachsenen Söhnen und tätig Im Schuldienst dazu kommt, nachdem seine Frau zu meinem Unbehagen nicht mit uns Kaffee trinken wollte, weil sie zur Schneiderin müsse, dazu kommt ein unaufgeklärtes, schüchternes und kontaktscheues Mädchen, seine Schülerin, von 17 Jahren dazu zu bringen, sich auszuziehen, auf seinen Teppichboden zu<br />
legen und befummeln zu lassen?????????<br />
Damit fing etwas an, was mir nicht wirklich gefiel und dem ich mich erst über ein Jahr später, dann mit über 18 bereits volljährig, wirklich entziehen konnte. Und was dann auch meine Depressionen, die ich seit der Kindheit hatte, verschlimmerte, meine Essstörungen verschlimmerte, die Bulimie begründete, die ich zehn Jahre lang hatte, und die meinen Körper und meine Organe schwer und dauerhaft angegriffen hat.<br />
Ich konnte nie mehr etwas mit Männern wirklich &#8216;anfangen&#8217;, lernte natürlich im Lauf der Jahre die Männern wichtigen Details, ekelte mich vor Sex, vor Männern in Badehose im Schwimmbad und versuchte Männer zu finden, die Freunde waren, ohne Sex, was nicht funktioniert. Hatte Probleme mit anderen Frauen &#8211; denn das Anderssein, was mich dann zeichnete &#8211; wird für den Rest der Welt einfach fühlbar, spürbar. Die Psychologen sagen zu Recht: Sexueller Missbrauch macht depressiv, begründet Suchtverhalten, bewirkt Verachtung des eigenen Körpers, verursacht promiskes<br />
Verhalten&#8230;<br />
Irgendwie kommt man da nicht wieder raus, es ist ein Kreislauf nach unten, eine Spirale. Heute 52, verlor ich meine letzte Arbeitsstelle vor fast exakt 15 Jahren und bin seit 10 Jahren erwerbsunfähig verrentet: PTBS und natürlich die Defekte meines Körpers nach fast 10 Jahren Bulimie.<br />
Dann lebt man, wie viele andere Opfer auch, von geringen Mitteln und recht einsam.<br />
Beides ist schwierig, bedingt sich auch gegenseitig&#8230;..<br />
Was dieser Mensch mir antat, im Folgenden: heute weiss ich: er muss Erfahrung gehabt haben im Verführen minderjähriger<br />
Schülerinnen. Am Wirtschaftsgymnasium hatte ich eine &#8216;Vorgängerin&#8217;: Sabine, blond. Nie mehr sah ich sie mit ihm auf den Gängen, nachdem er mit mir &#8216;angebandelt&#8217; hatte. Eigentlich kann man doch als sicher annehmen, dass es viele Vorgängerinnen hatte. Nach irgendwelcher Zeit auf seinem Teppichboden sollte ich mich anziehen und gehen, denn seine Frau komme bald nach Hause. Aber ich solle ihm schreiben und er schreibe zurück, postlagernd an das Hauptpostamt, Bahnhof Stuttgart. Und in der Schule: nichts anmerken lassen.<br />
Ich bekam über die Zeit etliche postlagernde Briefe und schrieb auch selber welche. Seine Briefe warf ich irgendwann als junge Erwachsene weg. Dachte, damit sei die Sache vergessen und erledigt.<br />
Danach trafen wir uns ungefähr einmal in der Woche.<br />
Der erste und ein gelegentlicher Treffpunkt war eine Strassenecke etwas ausserhalb des Zentrums, und dann ging es ganz schnell in ein kleines Café: Käsekuchen und Kaffee &#8211; er zahlte. Der Preis war, nachher, wenn es dunkel war, in heruntergekommenen Hauseingängen dieser Gegend seine Fummelei und diese grässlichen Küsse, die immer nach schwarzem Kaffee und Süssstoff schmeckten. Ich wusste mich jahrzehntelang nicht gegen die Begehrlichkeiten der Männer zu wehren, auch nicht gegen ihre körperliche und auch anderweitige Übergriffigkeiten, meine Lebensgestaltung betreffend. Und noch mit 52 habe ich Probleme damit, muss mir klar machen: mein Leben gehört MIR!<br />
Ich musste schnell lernen, dass er Diabetiker sei und darum impotent. Das nächste Treffen war enies der Mineralbäder in Cannstatt, ich denke, es war das Berg &#8211; denn alleine ging ich gelegentlich ins Leuze und das hätte ich dann nicht mehr gemacht, wenn es dort gewesen wäre&#8230;eine Umkleidekabine, ich denke, die Wände zwischen den Kabinen waren gemauert, so dass man die Füsse in der Nachbarkabine nicht sehen konnte..das war nicht überall so, ich musste Fellatio machen, ohne überhaupt das Wort zu kenne, seinen Penis in den Mund nehmen und das Ejakulat schlucken. Mich danach befummeln lassen und mir sagen lassen, ich sei erregt, war mir schlcihtweg garnichts sagte. ich war in einer zwiespältigen Situation &#8211; das drumherum fand ich ekelhaft, aber des Mannes Charisma war schwer zu entgehen. Von seinen Kolleginnen wurde er hoch geachtet sowie auch vom Direktor.<br />
Später gab es mal &#8216;Sex&#8217; im Sekretariat des Direktors der Schule, ich sollte in die Schule<br />
kommen Nachmittags, natürlich, eine Stunde Strassenbahnfahrt, ihn vor dem Lehrerzimmer treffen, als sei ich ein Hiwi oder so was, mit ihm durch die &#8216;Aula&#8217; in den Sekretariatstrakt gehen, er müsse etwas kopieren&#8230;er musste nicht nur kopieren, er musste mir unter den Rock greifen und seinen Hosenstall öffnen, und er musste mich<br />
küssen&#8230;und ich hatte nicht nur Abscheu sondern auch Angst&#8230;was, wenn uns jemand sieht.<br />
Meine letzte Therapeutin meinte, dass es ihm vielleicht gar nicht unlieb gewesen war oder wäre, wenn irgendjemand etwas geahnt oder gemerkt hätte, dass sich die Männer mit so etwas &#8216;brüsten&#8217;&#8230; Auf die Idee bin ich selber auch in 51 Jahren nicht gekommen. Das dürfte so im Breuninger-Schwimmbad gewesen sein: Ein Schwimmbad auf dem Dach des Kaufhauses, mit Liegen aussen bei schönem Wetter, aber in diesem Winter waren die Liegen innen wichtig und die Kabinen auf hohen Füssen, wo uns einmal eine Badefrau erwischte und gegen die Türe auf der anderen Seite schlug&#8230;ich flüchtete mit Herzklopfen in meinen Gang und eine andere Kabine und traute mich kaum mehr heraus und ins Bad.<br />
Er fand das alles vernachlässigbar, denn ansonsten sahen wir uns ja sowieso nur im Becken am Beckenrand.<br />
Ich hatte Depressionen und besorgte mir in der Apotheke Johanniskraut. Er fand das irgendwie &#8216;in&#8217;, das mit den Depressionen und versorgte mich mit Pornos. Zuerst bekam ich Josephine Mutzenbacher, dann anderes unlesbares Zeugs und dann Geschichte der O, mit der passenden Hintergrundstory.. Dann bekam ich gängige Pornohefte und er nahm mich mit ein ein Pornokino zu &#8216;deep Throat&#8217;, in schwarzweiss, er war total begeistert und ich checkte nun wirklich gar nichts, ausser, dass da etwas warmes, menschliches neben mir sass, und gelegentlich auch mal meine Hand halten konnte&#8230;<br />
Irgendwie war ich verhungert nach Liebe und Anerkennung und nach Zuneigung. Da ist man sowieso immer eine gute Beute, nicht nur als weiblicher Teenager.<br />
Manchmal kam er zu den Treffen mit seinem Auto &#8211; er fand das praktisch, logisch, dann konnte er mich dort befummeln, man musste nur einen dunklen Parkplatz finden, aber er könne seiner Frau nicht gut erklären, warum er mit dem Auto in die Stadt fahre, wo man ja sowieso keinen Parkplatz findet. Einmal schneite es. Wir standen auf der Strassenseite des Eingangs in die Landesbibliothek. Der Schnee bedeckte den Gehweg,die Strasse und die Frontscheibe: genug Privatsphäre um mir die Bluse aufzuknöpfen und mich zu veranlassen, meinen Rock auszuziehen.<br />
Die Verabredungen kamen meistens per Buch, ich bekam nach der Unterrichtsstunde ein Buch ausgeliehen oder &#8216;pro Forma&#8217; und da stand irgendetwas verschlüsseltes drin, so wie &#8216;cafe 15&#8242;, was hiess, Ecke zu dem schummrigen Café um 15 Uhr. War sowieso meist um 15 Uhr. Das war seine &#8216;Stadtgehzeit&#8217;. Ich habs auch mal übersehen, dass was in dem Buch stand, und er fragte mich, wo ich den gewesen sei, er habe gewartet. Manchmal kamen die Verabredungen auch per Brief. Aber ich war auch oft umsonst am Schalter der Hauptpost im Bahnhof. Leider ??? kann ich mich nicht mehr erinnern, was er alles schrieb, war allerdings auch recht unleserllich und ganz sicher nicht weltbewegend. Vielleicht kommts auch mal hoch, vielleicht bleibts auch immer im Vergessenen. Sein einziges Thema war sowieso SEX, SEX, SEX&#8230;.<br />
Gewalttätig war er nicht, an sich. Wen es nicht genügend Gewalt ist, sich von einer 17jährigen, wie oben beschrieben und solchen und anderen Umständen einen Fellatio machen zu lassen&#8230;.<br />
Er hatte jedenfalls ne Menge profitiert davon, würd ich mal sagen, ich eher nicht.<br />
Noch mehr Entfremdung von Gleichaltrigen und deren Interessen, noch mehr Einsamkeit, die Angst vor Entdeckung und die Scham und dann natürlich die ganzen psychischen Folgen, die nun viel, viel länger dauern als diese ganze schmuddelige Sache selber.<br />
Eines Tages, ich war schon 18 gewesen, also ein Jahr oder mehr nach dem Beginn zog er mich an einem dunklen Abend, an dem wir uns nur getroffen hatten, um zu reden (das war MEIN Ding &#8211; nur reden), in einen Seitenweg des Herdweg, oberhalb der Bahngeleise, er müsse mir etwas zeigen, dann hielt er mich fest und wollte mich küssen.<br />
Ich wollte nicht, aber auch keinen Ärger und brachte es fertig, mich der Sache zu erwehren, und zurück auf den Herdweg zu gehen. Das war das letzte Mal, dass ich ihn unter 4 Augen sah.<br />
Irgendwann kam er nicht mehr in die Schule &#8211; die Kunde ging, er sei krank.</p>
<p>Eva Franck</p>
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		<title>Zitat einer Ordensfrau, meiner Freundin</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 20:21:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[– Thesen]]></category>

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		<description><![CDATA[„Ihr musstet das alles erleben, da werden wir – die nicht davon betroffen sind es wohl aushalten, uns das Leid wenigstens anzuhören.“
Mit dieser Aussage hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen.
Denn genau da liegt meist das Problem, dass die Gesellschaft kaum bereit ist, mit uns Betroffenen das Leid zu teilen, uns zuzuhören, sich ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ihr musstet das alles erleben, da werden wir – die nicht davon betroffen sind es wohl aushalten, uns das Leid wenigstens anzuhören.“</p>
<p>Mit dieser Aussage hat sie den Nagel auf den Kopf getroffen.<br />
Denn genau da liegt meist das Problem, dass die Gesellschaft kaum bereit ist, mit uns Betroffenen das Leid zu teilen, uns zuzuhören, sich ein Bild davon zu machen, was es eigentlich heißt sex. missbraucht zu werden.<br />
Der Begriff ist ein Abstrakt, und wird es auch bleiben, wenn sich diesbezüglich nichts ändert. Das ist eine der Ursachen, warum so viele Betroffene, obwohl sie dank einer Therapie ihre Horrorgeschichten vor Jahren schon hochgeholt haben, immer noch schweigen… um nicht erneut das Gefühl haben zu müssen, dass sie mit ihrer Geschichte unerwünscht sind. Sie sollen weiter schweigen, Niemandem zur Last fallen, um die heile Welt nicht zu stören.<br />
Dieses Verhalten züchtet eine Wegschaugesellschaft.<br />
Obwohl genug Verdachtsmomente auch heute noch sichtbar und spürbar sind, wollen die meisten diese unangenehme Realität nicht sehen! Es könnte ja anstrengend werden und Konsequenzen nach sich ziehen, womöglich noch Arbeit und Umstände machen.<br />
Dank der zumeist geäußerten Reaktionen Nichtbetroffener haben wir, die Betroffenen das Gefühl, dass uns &#8211; sobald wir Details erzählen, erneut subtil vermittelt wird, wie ekelig und widerlich das sei,  und wir somit eine Zumutung für andere mit unserer Geschichte darstellen. So wird das Abstrakt &#8221;sex. Missbrauch&#8221; immer ein nicht vorstellbares Konstrukt bleiben,!<br />
Wie praktisch für viele Nichtbetroffene! So können sie das Thema getrost wieder von sich schieben.<br />
Ein Nichtbetroffener kann sich gar nicht vorstellen, was der Begriff „sex. Missbrauch“ in der Realität für die betroffenen Kinder bedeutet, und wozu Menschen (ich würde sie eher Bestien nennen) fähig sind.<br />
Vielleicht sind wir Betroffene gegenüber den Nichtbetroffenen zu behutsam und fahren unbewusst die selbe Schiene  - um Außenstehende zu schonen. Aber dadurch wird der Begriff &#8220;sex. Missbrauch&#8221; weiterhin realitätsfern bleiben und für den &#8220;Rest der Welt&#8221; nicht nachvollziehbar.<br />
Vielleicht sollten wir Betroffene zukünftig keine Rücksicht mehr nehmen auf die Befindlichkeit Nichtbetroffener zu Gunsten der schonungslosen Begriffsrealisierung, damit auch der Letzte in unserem Lande kapiert, das sex. Missbrauch nicht einfach nur ein Wort ist, sondern grauenhafte Taten beinhaltet und immer noch heute mitten unter uns, in einer zivilisierten Gesellschaft stattfindet!<br />
Nur so kann sich die Bevölkerung  ein Bild machen von einer Welt machen, die ihnen bisher immer noch unvorstellbar erscheint. Aber diese Welt ist eben nun mal Realität, für die es gilt, sich nicht mehr blind zu verschließen.<br />
Wir, die Betroffenen haben das Recht, unserem Umfeld zumuten, dass sie ihre eigene Befindlichkeit (wie Ekel, Nichtwahrhaben wollen, dass so etwas möglich ist) zurück stellen um unserer, der Betroffenen Willen.<br />
Tja, was soll ich sagen? Willkommen in der Welt der Betroffenen, für uns ist es nicht nur eine „Befindlichkeit“, sondern am eigenen Leib erlittener Horror.<br />
Es ist nun mal ein Teil von uns, den man nicht permanent verleugnen kann. Es ist ein prägender und sehr lange dominierender Teil (während der Trauma &#8211; Aufarbeitung) unserer Person, unserer Biographie!<br />
Möge es uns gelingen, allen die Augen zu öffnen, damit sie sehen, dass nicht jeder das Glück einer unbescholtenen Kindheit angedeiht wurde und ist, und das dies mitten in einem zivilisierten Land auch noch heute Alltag ist. Jeder 7. Junge und jedes 3. Mädchen wird sex. misshandelt.<br />
Sex. Missbrauch ist nicht nur ein abstrakter Begriff, sondern heißt übersetzt: extreme Gewalt, Perversität, Demütigung, schwerste Verletzungen und Seelenmord.<br />
20 % der missbrauchten Kinder begehen im Erwachsenenalter Selbstmord, weil sie diese Realität, die ihr ganzes Leben bestimmt, und ihre Seele zerstörte, nicht mehr ertragen und die Täterbotschaften bis ins hohe Alter in sich tragen, die da heißen, du bist ein Stück Scheiße, du bist zu nichts anderem wert, du hast es verdient, dass man dich tretet, schlägt und benützt, dass man an dir Wut und Gewalt ausübt. Du bist lediglich ein Benützungsgegenstand, den wir wegschmeißen, wenn du nicht mehr zu gebrauchen bist!<br />
Diese eingebrannten Täterbotschaften wieder loszuwerden, ist Schwerstarbeit für jeden Betroffenen. Deshalb ist es umso wichtiger, Menschen im Umfeld zu haben, die dir das Gegenteil zeigen, die dich tragen, ertragen in einer Zeit, wo es dem Betroffenen schwer fällt, sich selbst zu ertragen, zu überleben.<br />
Darum wird auch oft der Begriff &#8220;Überlebende&#8221; verwendet, da es höchstens 80 % &#8220;überleben&#8221;, und sich nicht das Leben nehmen.</p>
<p>Es wird Zeit, dass wir den all jene Nichtbetroffenen unser Leid zumuten, die sich immer noch unter einer Schutzglocke des Nicht &#8211; Wahr &#8211; Haben &#8211; Wollens befinden, um alles Üble von sich fern zu halten. Sie wissen nichts, weil sie die andere Seite des Ständig &#8211; Hab &#8211; Acht &#8211; Leben eines Betroffenen nicht kennen!</p>
<p>Vielen, vielen Dank allen Betroffenen und Nichtbetroffenen, die den Mut haben, diesen Kreislauf zu durchbrechen.<br />
Sarah M.</p>
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		<title>Die Humanistische Union</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 14:19:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Thesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Humanistische Union (HU) ist laut Wikipedia eine deutsche  Bürgerrechtsvereinigung. Ihre Ziele sind unter anderem die  Verwirklichung einer umfassenden Informationsfreiheit und mehr direkte  Demokratie sowie die Abschaffung des geheimdienstlichen  Verfassungsschutzes. Die strikte Trennung von Religion und Staat ist  Teil ihres Programms, sie vertritt eine entsprechend kritische Haltung  zu kirchlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Humanistische Union (HU) ist laut Wikipedia eine deutsche  Bürgerrechtsvereinigung. Ihre Ziele sind unter anderem die  Verwirklichung einer umfassenden Informationsfreiheit und mehr direkte  Demokratie sowie die Abschaffung des geheimdienstlichen  Verfassungsschutzes. Die strikte Trennung von Religion und Staat ist  Teil ihres Programms, sie vertritt eine entsprechend kritische Haltung  zu kirchlichen Privilegien.<span id="more-2239"></span></p>
<p>Ein erklärtes Gründungsziel war die „Befreiung des Menschen aus den  Fesseln obrigkeitsstaatlicher und klerikaler Bindungen“. Das Prinzip der  „geistigen Bevormundung“ durch Staat und Kirche sollte dem Grundsatz  der Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung des Einzelnen weichen.</p>
<p>Im Fokus stand zunächst die Liberalisierung des Strafrechts. Hier  wandte sich die HU gegen die Strafbarkeit rein „sittenwidriger“  Verhaltensweisen, beispielsweise der Verbreitung unzüchtiger Schriften,  der Homosexualität (§ 175 STGB) oder auch der Gotteslästerung.</p>
<p>Diese unmittelbare Einwirkung auf die öffentliche Meinung durch  Vorträge, Podiumsdiskussionen, öffentliche Erklärungen etc. wich im  Laufe der Zeit zunehmend einer Lobbyarbeit, die sich beispielsweise in  Stellungnahmen und Gutachten zu Gesetzgebungsvorhaben niederschlug.</p>
<p>Kritisiert wird die Humanistische Union laut Wikipedia wegen einer –  vom Verband abgelehnten – „Erklärung des Bundesvorstandes der  Humanistischen Union zum Sexualstrafrecht“ vom 24. Juni 2000. Darin  wandte sich der Bundesvorstand gegen eine seiner Ansicht nach seit Mitte  der 1990er Jahre zu beobachtende „Verpolizeilichung der Gesellschaft im  Bereich der Sexualstraftaten“ sowie eine mediale und öffentliche  „Erzeugung moralischer Panik“.</p>
<p>Der gesellschaftliche und staatliche Umgang mit der Gruppe der  Pädophilen wurde darin als „Lehrstück aus dem ebenso alten wie offenbar  aufklärungsresistenten Kapitel der Erzeugung von gesellschaftlichen  Sündenböcken und der moralischen Verschiebung und Entäußerung sozialer  Probleme“ charakterisiert. Angesichts der „ABSOLUT UND RELATIV  AUSSERORDENTLICH RAREN FÄLLEN SEXUELLER GEWALTHANDLUNGEN“ (Hervorhebung  durch mich) wurde auch gegen eine „kreuzzugartige Kampagne gegen  Pädophile“ Position bezogen.</p>
<p>Die Erklärung des Bundesvorstandes wurde auf dem Verbandstag der HU  im Dezember 2000 abgelehnt. Begründet wurde dies insbesondere mit dem  Fehlen der Betroffenensicht der Opfer. Der Bundesvorstand wurde  aufgefordert, die Erklärung nicht als Position der HU zu verbreiten und  in geeigneter Weise klarzustellen, dass die Humanistische Union sexuelle  Kontakte von Erwachsenen mit Kindern weder billigt noch in irgendeiner  Weise unterstützt.</p>
<p>Betont wurde, dass hinsichtlich sexueller Handlungen zwischen  Erwachsenen und Kindern wegen des vorhandenen Machtgefälles generell  keine Freiwilligkeit vorliegen könne. Dem Eindruck, die Erklärung äußere  sich wertend zur Pädophilie selbst, entgegnete der Bundesvorsitzende,  dass sich keine Stellungnahme der HU jemals positiv zu dieser Form  abweichenden Verhaltens geäußert habe. Gegen Vorwürfe einer  Instrumentalisierung durch eine strafrechtsreformorientierte Lobbygruppe  grenzte sich die HU 2004 in einer Klarstellung erneut ab.</p>
<p>Im März 2010 wies die Bürgerrechtsorganisation Medienberichte, in  denen ihr eine Förderung oder Begünstigung pädophiler Handlungen  unterstellt wurde, aufs schärfste zurück und bekannte sich eindeutig zu  dem Schutz Minderjähriger vor sexuellen Übergriffen und zu einer  strafrechtlichen Verfolgung der Täter. Sie habe sich mit den Argumenten  der Befürworter pädophiler Beziehungen auseinandergesetzt, diese aber  verworfen und klar Position bezogen, wo die Grenze für legitime sexuelle  Handlungen von Erwachsenen liege. Die Humanistische Union betonte, dass  es eine „einvernehmliche Sexualität“ zwischen Erwachsenen und Kindern  nicht geben könne. Gleichwohl wandte sie sich gegen eine Dämonisierung  von Straftätern und eine Kriminalpolitik der Angst. (Quelle: Wikipedia)</p>
<p>Im Beirat der „Humanistischen Union“ sind u.a.:</p>
<p>Prof. Dr. Monika Frommel, Professorin für Strafrecht und  Kriminologie, Mitherausgeberin bzw. Redaktionsmitglied der Zeitschriften  „Neue Kriminalpolitik“ und „Kritische Justiz“, 1989-1991 Mitglied der  Niedersächsischen Kommission zur Reform des Straf- und  Strafverfahrensrechts;</p>
<p>Prof. Dr. Hartmut von Hentig, Professor für Pädagogik an der  Reformuniversität Bielefeld; von Hentig ist langjähriger Freund des  Pädagogen und langjährigen Leiter der reformpädagogisch orientierten  Odenwaldschule in Heppenheim, Gerold Becker. Er gibt an, von dessen  angeblichem sexuellem Missbrauch minderjähriger Schutzbefohlener an der  Odenwaldschule nichts gewusst zu haben, und beruft sich auf seine  „Überzeugung (…), dass Becker nichts (…) gegen den Willen eines Schülers  ausgeübt habe“.</p>
<p>Renate Künast, Juristin, Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis  90/Die Grünen</p>
<p>Claudia Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen</p>
<p>Prof. Dr. Rüdiger Lautmann, Professor für Allgemeine Soziologie und  Rechtssoziologie in Bremen, Redaktions-, Herausgeber-,  Beiratstätigkeiten für folgende Medien: Soziologie. Mitteilung der  Deutschen Gesellschaft für Soziologie (1995-1999); Zeitschrift für  Rechtssoziologie (seit 1980); Kriminologisches Journal (seit 1972);  Zeitschrift für Sexualforschung (seit 1988); Journal of Homosexuality  (seit 1985); Invertito- Jahrbuch für die Geschichte der Homosexualitäten  (seit 1999);</p>
<p>Lautmann gilt auf Grund seiner Veröffentlichungen (u. a. Die Funktion  des Rechts in der modernen Gesellschaft; wie auch Der Zwang zur Tugend –  Die gesellschaftliche Kontrolle der Sexualitäten) auch als Experte für  die gesamte Sexualstrafrechtspraxis nicht nur in Sachen Homosexualität.</p>
<p>Laut „Boywiki“ (laut Selbstauskunft eine „Möglichkeit für Pädophile  und Knabenliebende, ihre Geschichte und Kultur zu beschreiben und zu  bewahren“) fasste Lautmann u.a. die Pädophilie in einen Katalog von  „Straftaten ohne Opfer“ und führte ein so genanntes  Feldforschungsprojekt „Phänomenologie sexueller Kontakte zwischen  Erwachsenen und Kindern“ durch, das er 1994 mit der Publikation seines  Buches „Die Lust am Kind. Portrait des Pädophilen“ abschloss. Seitdem  gelte er als gefragter Experte für Pädophilie. Die Reformen und  Änderungen des Sexualstrafrechts seit 1998 betrachtet Lautmann laut  „Boywiki“ als direkt auf Pädophile zielend.</p>
<p>Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, MdB, Bundesjustizministerin; in  ihrer Rede bei der 2./3.-Lesung des Bundeshaushalts 2010 im Deutschen  Bundestag am 18. März 2010 befürwortete Frau Leutheusser-Schnarrenberger  den Ausbau der Finanzierung des Präventionsprojekts „Dunkelfeld“ an der  Charité Berlin:</p>
<p>„Als dritte Bemerkung möchte ich das Präventionsprojekt Dunkelfeld  der Charité Berlin erwähnen, das seit dem Jahr 2008 durch den Haushalt  des Bundesjustizministeriums mit jährlich 250 000 Euro gefördert wird.  Meine Vorgängerin hat es zusammen mit den Haushaltsberichterstattern in  den Haushalt eingestellt bekommen. Ich bin froh, dass die Förderung  dieses Jahr fortgesetzt wird. Für das nächste Jahr ist die Finanzierung  aber überhaupt nicht gesichert. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen  Debatte um Missbrauch in Institutionen von katholischen, evangelischen  und anderen Trägern ist es in meinen Augen ganz entscheidend, dieses  Projekt weiterzuführen. Am besten wäre es, es nicht nur weiterzuführen,  sondern sogar auszubauen. Denn es handelt sich um ein Projekt, das  Männern, die die Gefahr ihrer pädophilen Neigung erkennen, die  Möglichkeit gibt, sich an fachkundige Berater zu wenden und  entsprechende Therapien zu machen, bevor etwas passiert. Ich werbe daher  schon jetzt dafür. Es wäre in unserem gemeinsamen Interesse, wenn eine  Fortsetzung des Projekts gesichert werden könnte. Wenn das nicht  möglichst bald in Aussicht gestellt wird, dann werden viele Therapien  nicht mehr angewandt werden können, weil sie über einen längeren  Zeitraum und somit über den Jahreswechsel hinaus andauern würden.“</p>
<p>Zum Beirat der HU gehören oder gehörten außerdem die ehemalige  Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD), der ehemalige  Bundestagsvizepräsident Burkhard Hirsch, der Bundestagsabgeordnete  Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen), ehemalige  Oberlandesgerichtspräsident Rudolf Wassermann, der Datenschutzexperte  Hansjürgen Garstka, der ehemalige Bundestagsabgeordneten und ehemalige  Europaabgeordnete Harri Bading, der ehemalige Bundestagsabgeordnete und  ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP Oswald Adolph  Kohut, der ehemalige Bundestagsabgeordnete Peter Blachstein, die  ehemalige Bundestagsabgeordnete Ingrid Matthäus-Maier, der  Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar und der ehemalige Hamburger  Innensenator Hartmuth Wrocklage, u.v.m. Auch der Rechtsanwalt und  ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily war HU-Vorstandsmitglied; er  trat jedoch später aus der Humanistischen Union aus.</p>
<p>Persönliche Anmerkung:</p>
<p>Es sollte sich einfach kein/e Betroffen/e (und auch niemand sonst)  mehr wundern, dass es in unserem Land (scheinbar) strafrechtlich nicht  möglich ist, die Verjährungsfrist aufzuheben, Kinder endlich wirksam und  nachhaltig vor sexualisierter Gewalt zu schützen, Tätern endlich das  Handwerk zu legen und sie zur Rechenschaft zu ziehen, die Öffentlichkeit  endlich über das wahre Ausmaß von sexualisierter Gewalt an Kindern und  ihrer Folgen umfassend zu informieren und Betroffene endlich  anzuerkennen und Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.</p>
<p>Die HU quillt über vor einflussreichen Rechtsexpert/innen, Lobbyisten  auf höchster Ebene und HÖCHSTWAHRSCHEINLICH auch Tätern und  Täter-Lobbyisten (verkleidet als „ordentliche“ und „normale“  Politiker/innen, Bürger/innen, Menschenrechtler/innen, etc). Und es ist  anzunehmen, dass diese einflussreichen Personen ihre Einflüsse auch  geltend machen.</p>
<p>Petra Forberger</p>
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		<title>Auswirkungen – auf die Angehörigen</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 08:36:09 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hier haben Angehörige der Opfer die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen.
Denn oft wirken sich Folgeschäden sexualisierter Gewalt unmittelbar auch auf sie aus.
“Gib Leiden Worte”, sagt Shakespeare, “denn Schmerz, der nicht frei spricht, flüstert im Herzen, bis es birst und bricht.”
Hoffnungsvolle Grüße
Norbert Denef
(Wenn Sie Ihre Geschichte hier als Kommentar einfügen, wird sie danach als Artikel veröffentlicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier haben Angehörige der Opfer die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen.</p>
<p>Denn oft wirken sich Folgeschäden sexualisierter Gewalt unmittelbar auch auf sie aus.</p>
<p>“Gib Leiden Worte”, sagt Shakespeare, “denn Schmerz, der nicht frei spricht, flüstert im Herzen, bis es birst und bricht.”</p>
<p>Hoffnungsvolle Grüße</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p>(Wenn Sie Ihre Geschichte hier als Kommentar einfügen, wird sie danach als Artikel veröffentlicht. Auf Wunsch auch anonym)</p>
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		<title>Wenn Worte Atem sind</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 08:35:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich fange mal mit Shakespeare an: “Wenn Worte Atem sind und Atem Leben ist, hab´ ich kein Leben, das auszuatmen, was Du mir gesagt”. – Ich lese hier schon tagelang herum, kommentiere, und warte, bis ich genug Leben habe, um zu erzählen. Dabei ist es nichts Besonderes, im Vergleich zu Euren Berichten. Aber es fällt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich fange mal mit Shakespeare an: “Wenn Worte Atem sind und Atem Leben ist, hab´ ich kein Leben, das auszuatmen, was Du mir gesagt”. – Ich lese hier schon tagelang herum, kommentiere, und warte, bis ich genug Leben habe, um zu erzählen. Dabei ist es nichts Besonderes, im Vergleich zu Euren Berichten. Aber es fällt mir trotzdem so schwer.<br />
Ich habe selbst Missbrauchserfahrungen gemacht, irgendwelche Übergriffe als Kind, an die ich mich nicht richtig erinnere, ich weiß nur ein paar Fragmente, u.a., dass ich es meinem Vater gesagt habe, der krass entsetzt war und mir verbot, darüber zu reden, weil man mich sonst für verrückt halten würde. Jedenfalls hat er mir nicht geholfen. Ich muss noch ziemlich klein gewesen sein. Habe irgendwie kein Verhältnis zu meinem Körper bekommen, und auch nicht zu mir selbst als Persönlichkeit. Ich stand für mich irgendwie am Rande; zwar existierend, aber eher wie ein dienstbarer Geist. Später, als 19Jährige, wurde ich auf einer Reise von 2 verschiedenen Männern vergewaltigt. Das weiß ich immerhin noch, inklusive der Folgen für mich (z.B. das Aufwachen daran, dass ich heiser geschrien war und nicht mehr schreien konnte). Nach der Geburt meines ersten Kindes, da war ich in den fortgeschrittenen Zwanzigern, bekam ich ein ganz anderes Verhältnis zu meinem Körper, er wurde für mich dadurch anders; ich habe ihn zum ersten Mal als stark und fähig kennengelernt. Die Missbrauchserfahrungen gehörten von da an zu meinem alten, prä-mütterlichen Ich. Kurz vor der Geburt meines zweiten Kindes, meiner kleinen Tochter, starb mein Mann, ihr Vater. Ich zog hochschwanger zurück in meine Geburtsstadt, in der ich lange nicht gewesen war. Dachte, ich fände dort Geborgenheit, Heimat. Als meine Kleine 3 war, sollte sie in den Kindergarten gehen. Der Wunschkiga hatte auf das neue Kiga-Jahr keinen Platz frei. Über Vermittlung der Diakonie bekamen wir einen Platz in einer ev. KiTa ganz in der Nähe unserer Wohnung. Im “schlechten” Wohngebiet. Ich hätte sie nie dort hingebracht, vertraute aber leider der vermittelnden Person und fand im Gespräch die KiTa-Leiterin sympathisch. Das KiTa-Konzept sah vor, dass es keine Eingewöhnungszeit geben sollte (vor solchen Kindergärten sollte man sich hüten!). Die kleineren Kinder, die schon um 13:30, zum Ende der ersten Betreuungszeit abgeholt wurden, wurden von den Erzieherinnen zu den draußen wartenden Eltern herausgebracht. (Auch so etwas sollte einen misstrauisch machen; das hat mir die Leiterin unseres aktuellen KiGas gesagt.) Meine Kleine war leider also dann dort. Sie war damals so mutig und zutraulich, dass sie sich ganz ohne Angst abgeben ließ, gern und glücklich. Als ich sie am ersten Tag abholte (sie war auf dem Arm der Leiterin) schrei sie 4 geschlagene Stunden wie von Sinnen, nicht nur wie am Spieß. Sie war durch überhaupt gar nichts zu beruhigen. Ich dachte leider, dass das die Eingewöhnung sei, das Loslassen; denn ich hatte sie bis dahin kaum je abgegeben und immer nur kurz. Am nächsten Tag wiederholte es sich; sie schrie aber nur noch 2 Stunden in dieser selben Weise. Am 3. Tag sagte sie, es gäbe einen Kinderfänger im KiGa. Ich fragte eine Erzieherin, was das wohl zu bedeuten hätte, aber die meinte, das müsste sich wohl aufs Fangen-Spielen mit dem männlichen Praktikanten beziehen. Meine Kleine erzählte auch, man hätte ihr ein orangefarbenes T-Shirt angezogen. Ja, meinte die Erzieherin, sie hätte sich dreckig gemacht. Hatte sie aber gar nicht, ihre Original-Kleidung hatte sie ja (wieder) an: sauber und trocken. Aber ich dachte mir noch nichts Böses. Am vierten Tag hatte sie eine andere, lieblos zugemachte Windel an und fing an, zu erzählen, als ich (unbesorgt, ich Depp) fragte, ob man sie im KiGa gewickelt hätte. “Ja”, und man hätte ihr “wehgetan”. Da habe ich endlich genauer gefragt. Sie sagte, jemand hätte ihr den Finger in den Po gesteckt, und es hätte wehgetan. - An jedem der 4 Tage sagte sie, ihr Popo täte ihr weh. Ich dachte mir dabei nichts, weil Kleinkinder dauernd ein Aua haben. Mir fiel auf, dass sie immer viel weiße Salbe auf dem Anus hatte. Selsam war, dass ihre Windeln immer sehr nass waren, mit einer klaren Flüssigkeit, die nicht nach Urin roch. Dabei trank sie damals so wenig, dass man locker mit einer einzigen Windel über 12 Std kam. Aber auch das alarmierte mich noch nicht. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass in einem KiGa so etwas passiert.- Jedenfalls, nach dieser Sache mit dem “wehgetan”, vor allem, weil sie am Tag davor schon von einem Kinderfänger gesprochen hatte, wollte ich die Leiterin zur Klärung sprechen. Weil sie wie immer nicht ans Tel. ging, rief ich in der Diakonie an, denn die Kleine hatte inzwischen mehr erzählt, von Spielzeug, das in den Po gesteckt wurde, von Berührungen an den Genitalien und davon, dass sie jemanden da berühren musste. -Ich verkürze mal ein bisschen: der diak. Leiter wollte mich am Mo zu der Leiterin begleiten. Er sagte unterwegs, er habe sie auch nicht erreicht; aber sie war tatsächlich vom Stand meiner Befürchtungen unterrichtet – magically., denn sie bezog sich sofort darauf. Sie war auch nicht überrascht. Als ich sie dafür lobte, bestand der diak. Leiter darauf, sie wäre es doch, und wie. Sie bestritt, dass in der KiTa irgend etwas dieser Art passiert sein könnte; sie habe alles immer im Blick (was aufgrund der Räumlichkeiten unmöglich ist). Der diak. Leiter begleitete mich nach diesem gespräch noch ein Stück; fragte, ob ich damit zufrieden sei; ich sagte, ich habe schon das Jugendamt angerufen; er fragte, mit wem ich gesprochen habe; ich sagte ihm den Namen, und er überlegte laut in meiner Gegenwart, welchen persönlichen Kontakt er zu der JuA-Leiterin herstellen könnte… er kam darauf, dass er ihren Mann kennt; die beiden sind beruflich verschränkt. Und die Tochter der JuA-Leiterin ist an einem ev. Gymnasium. Meine Kleine hatte inzwischen Fieber gekriegt, und als ich sie messen wollte, kriegte sie einen panischen Anfall, wehrte sich panisch, dann gab sie plötzlich nach, legte ihre Füße über meine Schultern und sagte/demonstrierte mir, ich solle meine Hände rechts und links neben ihrem Gesicht abstützen und keuchen (sie machte mir laienhaft Keuchgeräusche vor). – Nach und nach kam immer mehr zu Tage. Missbrauch durch Erzieherinnen der KiTa, ältere männliche Hortkinder, und nach 2 oder 3 Monaten erzählte sie von Männern mit Halbmasken, als Gespenster verkleidet, die Geldbeutel in der Hand gehabt hätten; dass sie sie berühren musste, berührt wurde (an der Scheide), täglich mehrfach anal vergewaltigt wurde, Penisse in den Mund nehmen sollte und “Saft” herunterschlucken, und dass das mit allen oder vielen Wickelkindern in der Einrichtung gemacht würde, täglich “nach dem Essen”. Sie habe “eklige Sachen” essen müssen, die die KiTa-Leiterin aus dem Kühlschrank kratzte. Die Männer hätten auf den Boden uriniert und defätiert. Sie und die anderen Wickelkinder hätten vor den Vergewaltigungen immer “ein scharfes Körnchen” essen müssen. Die KiTa-Leiterin hätte ihr vorher immer den Anus eingecremt, offenbar mit einer Substanz aus einer orangefarbenen Tube. Sie wäre immer vorher umgezogen worden (T-Shirt an, sonst wohl nichts); das Gesicht wäre mit einem Tuch bedeckt worden. Ich fragte (ich weiß, so was nennt man Suggestiv-Frage, aber ich musste es einfach tun), ob fotografiert worden wäre (filmen kennt sie nicht, deswegen hätte es keinen Sinn gehabt, danach zu fragen), und sie sagte “ja” (und blieb auch dabei, mehrfach). (Ich habe versucht, sie möglichst gar nicht zu beeinflussen, weil ich vernünftiges Material für einen Prozess wollte, falls es dazu kommen sollte. Habe protokolliert, was sie von sich aus erzählte.) (Ich zweifele nicht am prinzipiellen Wahrheitsgehalt dessen, was sie sagt, weil sie zu klein ist, um sich so etwas auszudenken und sexuell ein absolut unbeschriebenes Blatt war; es gab nach dem Tod meines Mannes keine erotischen Kontakte bei mir, und sie konnte auch keine so gearteten Filme sehen. Außerdem konnte sie monatelang sehr schwer überredet werden, Stuhl zu lassen, sich abputzen zu lassen, zu essen; sie hatte Schlafprobleme, sie hatte Angst vor Männern, Jungen und einem bestimmten Frauentyp, dem der KiTa-Leiterin: klein und dunkel. Sie hatte kein Selbstvertrauen mehr; sie war klammerig, konnte aber keine Nähe ertragen, die von mir ausging. Mit der Zeit ertrug sie, dass ich ihr Köpfchen streichelte. ) - Ich schickte sie natürlich nicht mehr in die KiTa; und wir bekamen 3 Tage nach dem Gespräch, in dem ich ja keine Beschuldigungen, sondern nur Klärungsbedarf geäußert hatte, die fristlose Kündigung des KiTa-Platzes. Ich hatte sofort nach der Diakonie das Jugendamt informiert; ich kannte die Leiterin schon vorher. Die riet/befahl mir – entgegen dem, was ich wollte -,mit der gynäkologischen Abklärung zu warten. Ich sollte erst einen Termin bei einer bestimmten Mitarbeiterin von KOBRA (das auch in ev. Trägerschaft ist! aber das wusste ich leider noch nicht, ich war noch so gutgläubig und wollte alles so machen, wie sie es vorschlug, um sie hinter mir zu haben, denn ich wollte die anderen Kinder retten. Die wenigsten Wickelkinder können sich sprachlich ausreichend ausdrücken (meine Kleine konnte es, glücklicherweise; sie hat es aber auf kindgemäße Art erzählt. Manches hat sie gezeigt, gemalt, nachgespielt, manches fiel einfach auf; sie war plötzlich wie kaputt). - Den Termin bei KOBRA, bei dieser speziellen Mitarbeiterin, konnten wir nicht kurzfristig bekommen. Ich: “soll ich dann nicht doch vorher zum Arzt mit ihr?” Die Jugendamt-Leiterin: “Nein, ich möchte, dass Sie erst mit Frau … sprechen; und bitte gehen Sie unbedingt zu ihr, nicht zu jemand anderem.” Dann waren wir endlich bei KOBRA. Die Dame dort – ich hatte 2 Termine, auf den 3. verzichtete ich – ließ mich wissen: ich wirke unsympatisch, komisch (habe das genaue Wort gerade nicht präsent, sorry). Ich fragte, inwiefern; sie sagte: weil ich ein schweres Schicksal hätte, eloquent sei, religiös sei, intelligent sei. In diesem Stil verliefen unsere gemeinsamen Stunden. Sie wollte, dass ich ihr nachspreche, dass der sexuelle missbrauch in meinem Leben gar nicht so schlimm gewesen sei; das eigentliche Problem sei doch, dass mein Vater nicht zu mir gehalten habe. Das sollte ich 2x wiederholen. Ich sagte, mir ginge es nicht um mich, sondern um den akuten Fall meiner Tochter. Sie sagte, Äußerungen von Kindern unter 4 würden sie bei KOBRA gar nicht zur Kenntnis nehmen (als ich diesen Satz wiederum wiederholte, wurde sie ganz fuchsig und ließ mich wiederholen, KOBRA arbeite nur mit Kindern ab 4, nähme aber auch die Jüngeren ernst). Weil ich von meinen eigenen Missbrauchserfahrungen erzählt hatte, um zu untermauern, warum mich die Symptomatik meiner Tochter (plus ihrer Berichte) auf den Missbrauchsverdacht gebracht hatte, bekam ich zu hören, wie überaus seltsam es sei, dass ich mit ihr, einer fremden Person, über mein Sexualleben spräche. Und: es passierte das Gleiche wie bei Diakonie, Jugendamt und später SPZ: als ich meine Missbrauchserfahrung erwähnte, glaubten alle, ich würde meine Erfahrungen auf meine Tochter projizieren und mir ihren Missbrauch einbilden. Und ihr einreden.  — Ich möchte alle Eltern missbrauchter Kinder ausdrücklich davor warnen, es zu erwähnen, wenn sie selbst in ihrer Vergangenheit Missbrauch erlebt haben! Es dient nicht der Wahrheitsfindung, sondern Sie werden in eine Schublade gestopft und verlieren Ihre Glaubwürdigkeit. Da interessieren die Fakten nicht mehr! —  - Jedenfalls, ich fragte die unangenehme KOBRA-Mitarbeiterin nach dem ersten Termin, ob ich meine Tochter jetzt untersuchen lassen dürfe, und welchen Arzt sie vorschlagen würde (noch immer wollte ich die Hilfsstellen, die ich aufgesucht hatte, auf meine Seite bringen, damit etwas gegen die KiTa unternommen würde). Sie meinte, ja, aber ich solle mir einen Termin geben lassen. Ich wollte eigentlich ambulant hin, geht ja schnell, aber ich tat, was sie sagte, und verlor so noch eine Woche. In dem von ihr vorgeschlagenen Krankenhaus fand man nach so langer Zeit nichts mehr; es wurde aber auch kein Abstrich gemacht (dass das auch nach so langer Zeit noch etwas bringt, wusste ich da auch noch nicht — liebe Eltern: unbedingt auf einen Abstrich bestehen!!!).<br />
Man riet mir, noch ins SPZ rüberzugehen, was ich gern tat (auf Hilfe hoffend). Dort wollte man die Kleine in die Psychiatrie einweisen, zur Beobachtung. Ich dürfe mit. Das schien mir erst mal gut. Ich habe mit dem Kinderarzt darüber gesprochen. Er sagte mir, eine andere Mutter (mit der er mich leider nie vernetzt hat) habe ihm über die selbe ev. KiTa “ganz Ähnliches” erzählt. Daraufhin informierte ich die Kripo. Die irgendwann wohl eine Razzia versuchte, aber nichts fand (nun ja, Kunststück; ich hatte – sooo naiv! – der JuAmt-Leiterin darüber Bescheid gegeben, ich wollte sie ja beteiligen und glaubte, sie auf dem Laufenden halten zu müssen). Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein. Leider fand ich keine anderen Eltern aus der KiTa (ich kannte dort ja noch kaum jemanden, und niemanden freundschaftmäßig-richtig), die mich mit ihrer Aussage unterstützt hätten. Ich weiß nur, dass es in dieser KiTa – trotz großer KiTa-Platzknappheit hier – laufend viele Abmeldungen gibt. Eine Angehörige der ev. Kirche sagte zu mir: Wenn ich jetzt noch mehr unternähme, bekäme ich “richtig Ärger”. Sie sagte mir auch einmal, diese KiTa, sei “von ganz oben geschützt”. – Ich weiß nicht, ob es damit etwas auf sich hat, ich gebe es nur hier weiter. - Inzwischen war ich nicht mehr so erpicht darauf, uns Hilfsstellen auszuliefern. Ich dachte auch, jetzt nach meinen aktuellen Erfahrungen: wenn die Kleine wegen Missbrauch psychiatrisiert oder auch nur offiziell therapiert wird, wird sie nie mehr in ihrem späteren Leben Glauben finden, wenn sie noch mal missbraucht werden sollte – oder ihre Kinder. Man wird ihr dann nicht glauben – denn sie wurde ja schon mal missbraucht – also muss sie es sich einbilden… Das SPZ war abzuschütteln, nach einem brutalen Belastungs-EEG an der Kleinen, das glücklicherweise dennoch keine epileptischen oder anderen Störungen zu Tage brachte. Das Jugendamt wollte auch von mir ein psychiatrisches Gutachten (!). Zum Glück habe ich MS – muss ich in diesem Fall mal sagen und zwar seit vielen Jahren. Dadurch bekomme ich bei der Feststellung meines jeweils aktuellen Gesundheits-Istzustands immer auch ein psychiatrisches Gutachten gemacht. Die fielen bis heute immer gut aus. Ich musste mich also nicht von möglicherweise tendenziösen Menschen untersuchen lassen, sondern konnte ein Gutachten vorlegen. Ich musste dem JuAmt dann auch noch die Sterbeurkunde meines Mannes vorlegen (mir schien, sie hofften, ich hätte sie angelogen. Ich fragte die JuA-Leiterin irgendwann, was ich tun müsse, um sie loszuwerden – ach so: sie hatte mit der KiTa-Leiterin ein Gespräch geführt. Sie hatte gefragt, ob in der KiTa Missbrauch geschähe. Nein, sagte die KiTa-Leiterin. Seither ist die JuA-Leiterin hinter mir her, nur hinter mir und meiner Tochter. Die KiTa ist aus dem Schneider. - Also: die Bedingungen des Loswerdens, auf die wir uns einigen konnten, waren die: ich musste der JuA-Leiterin unterschreiben, dass ich im Fall der fraglichen ev. KiTa nichts mehr unternehmen würde (ich erhandelte mir die Klausel: “in Bezug auf meine Tochter”) – man stelle sich vor! Natürlich erscheint diese Abmachung so nicht im offiziellen Gesprächsprotokoll, sondern abgemildert und in eine andere Rubrik verschoben, also nicht unter “Ziele”. Die andere Bedingung war: ich müsse einen KiTa-Platz für meine Tochter finden und sie dort gut eingewöhnen. Soweit, so gut (sie half mir natürlich nicht bei der Suche, und Plätze sind hier, wie gesagt, Mangelware. Ich schaffte es trotzdem.) Dann kam nach dem offiziellen Gesprächsprotokoll der Brief, der den offiziellen Abschluss der “Familienhilfe” bestätigte. ich freute mich!!!<br />
Und dann, einen Monat später, kriegte ich wieder einen JuA-Brief, eine Vorladung zu einem Termin. Die Ärztin des SPZ habe geschrieben, meiner Kleinen drohe “seelische Behinderung”, wenn sie nicht in adäquate Therapie käme. Ich solle dazu Stellung nehmen. Ich mailte die Ärztin an; der Arztbericht, um den es geht, war zum Zeitpunkt des Familienhilfe-Endes dem JuA schon seit einem Monat bekannt! Als die JuA-Leiterin den Fall abschloss, hatte sie die ärztlichen Infos schon lange. Ich sagte den Termin mit dieser Begründung ab, und seither versucht die JuA-Leiterin wie ein Aal, einen rechtlichen Fuß bei mir in die Tür zu kriegen. Sie klebt immer noch an mir. Jetzt will sie, um abzuschließen (wie sie mal wieder behauptet) mindestens eine Bescheinigung der aktuellen KiTa, dass die Kleine regelmäßig hingeht, und eine Bescheinigung der Therapeutin, dass sie in Behandlung ist. – das könnte ich ja liefern; die Bescheinigung der KiTa liegt neben mir, und die Trauma-Therapeutin gibt mir auch die Bestätigung, dass die Therapie erfolgreich gemacht wurde (natürlich auch auf Eigeninitiative und Selbstkosten). Aber ich glaube einfach nicht mehr, dass sie mich dann in Ruhe lässt. Und: ich will nicht durch ihren Reifen springen. Sie ist diejenige, die kontrolliert werden müsste, nicht ich. Zumal sie übrigens genau weiß, dass bei mir alles nicht nur ok, sondern bestens ist. Ich arbeite also an meinem Umzug. Nun, ich will ja eh hier weg! Ich finde es hier unheimlich. Hab auch liebe Freunde hier, muss alles loslassen – Pech, Mist, teuer – aber ich komme täglich an dieser ev. KiTa vorbei, bzw. mache täglich Umwege, um sie nicht zu sehen. Und ich will nicht immer Angst um die Kleine haben müssen… Ich fühle mich hier nicht geschützt.</p>
<p>Danke für´s Lesen.</p>
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		<title>Jetzt kommt meine Vergangenheit wieder</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 08:37:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[ich habe schon am 2. März hier von mir erzählt. Die Gefühle der Vergangenheit holen mich aber immer mehr ein. Was ich jetzt schildere, da weiß ich überhaupt nicht ob das hierher gehört.
Ich bin ja recht und schlecht mit dem Erlebten bis vor ca. 3 1/2 Jahren zurecht gekommen, aber durch, die Ärzte nennen es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich habe schon am 2. März hier von mir erzählt. Die Gefühle der Vergangenheit holen mich aber immer mehr ein. Was ich jetzt schildere, da weiß ich überhaupt nicht ob das hierher gehört.<br />
Ich bin ja recht und schlecht mit dem Erlebten bis vor ca. 3 1/2 Jahren zurecht gekommen, aber durch, die Ärzte nennen es Schicksalsfügung, ist mein Leben total aus den Fugen geraten.<span id="more-2145"></span><br />
2005 war ich wegen Krebsverdacht 16 Tage im Krankenhaus und eigentlich gründlich untersucht. Auf dem Einweisungsschein stand unter anderen Schluckbeschwerden. Ich hatte in fünf Monaten 13 kg abgenommen und der Tumormaker war erhöht. Vom Hals wurde nur ein Ultraschall gemacht. Heute weiß ich, dass man damit keinen Krebs in der Mandel feststellen kann. Die Ärzte haben die Schluckbeschwerden nicht ernst genommen. Wenn sie ein CT oder MRT vom Hals gemacht hätten, währe der Tumor in der Mandel entdeckt wurden und ich hätte nur eine Mandeloperation über mich ergehen lassen müssen.<br />
Ein Jahr später hatte ich Metastasen in den Halslympfknoten. Ich musste mich einer beidseitigen totalen Neck unterziehen, aufgrund der Metastisierung musste ich bestrahlt werden. Die Folgen der Bestrahlung möchte ich nicht weiter erörtern, da es sonst zu lang wird. Ich habe Klage wegen fehlerhafter Befunderhebung erhoben. Von den meisten Ärzten werde ich sehr schlecht behandelt, menschlich.</p>
<p>Jetzt kommt meine Vergangenheit wieder &#8211; ich bin schlecht, ich bin selber schuld, ich bin nichts wert.</p>
<p>Ganz schlimm ist es am 25.5.2009 geworden. Da musste ich beim Landgericht im Büro etwas abgeben. Ich stand im Gerichtsgebäude und fing an zu zittern und zu weinen. Ich war nicht mehr die Erwachsene Gudrun, sondern die kleine 12 1/2  -  13 jährige Gudrun, die damals wegen der Vergewaltigung von drei Männern hier vor Gericht stand. Diese Gerichtsverhandlung von damals war aus meinem Gedächtnis bis zu diesem Tage weg, nicht vorhanden.</p>
<p>Die Klage habe ich auf anraten eines Arztes gemacht. Er fand es unmöglich,<br />
dass den Schluckbeschwerden seinerzeit nicht mehr Beachtung geschenkt wurde. Leider ist dieser Arzt zwischenzeitlich gestorben.</p>
<p>Der vom Gericht bestellte Gutachter sieht das alles anders. Er sieht keine Schuld bei den Krankenhausärzten.</p>
<p>Ich habe die gleichen Gefühle wie als Kind bei den sexuellen Missbräuchen und Vergewaltigungen, nur diesmal kann ich sie nicht mehr verdrängen.</p>
<p>Mein Therapeut spricht von einer schweren Retraumatisierung. Durch die heutigen Ereignisse am 22.4. hab ich mündliche Verhandlung vor dem Landgericht, mein persönliches Erscheinen ist angeordnet.</p>
<p>Ich kann keine Nacht mehr schlafen und hab Alpträume, denn es ist das erste Mal nach 50 Jahren, dass ich in diesem Gericht einen Gerichtssaal betrete und ich fühle mich wieder so, dass ich vor Gericht stehe. Ich hab große Angst, dass ich durchdrehen werde.</p>
<p>Ich bin wieder schuld.</p>
<p>Meine Anwältin meint wir sollten ein neues Gutachten erstellen lassen. Diese müsste ich aber selber bezahlen aber das Geld hab ich nicht.</p>
<p>Ich bin mit meiner Kraft am Ende, zumal mein Mann letzte Woche die Diagnose fortgeschrittener Lungenkrebs bekommen hat.</p>
<p>Ich bedanke mich fürs Lesen.</p>
<p>Gudrun</p>
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		<title>Die Betroffenen haben lebenslänglich!</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/27/die-betroffenen-haben-lebenslanglich/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 20:18:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor 41 Jahren, fast 42, hat mein Leben schon ziemlich chaotisch begonnen; meine leibliche Mutter hatte schon 2 Söhne aus erster Ehe bevor dann mein Zwillingsbruder und ich geboren wurden. Die beiden Älteren waren bei ihrer Mutter (also bei der Großmutter) und unsere Mutter lebte irgendwie mit unserem Vater, sie verschwand aus unseren Leben da [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor 41 Jahren, fast 42, hat mein Leben schon ziemlich chaotisch begonnen; meine leibliche Mutter hatte schon 2 Söhne aus erster Ehe bevor dann mein Zwillingsbruder und ich geboren wurden. Die beiden Älteren waren bei ihrer Mutter (also bei der Großmutter) und unsere Mutter lebte irgendwie mit unserem Vater, sie verschwand aus unseren Leben da waren wir etwa 1/2 Jahr alt. Unser Vater nahm die 2 Jungs zu sich und war dann mit uns 4 Kindern unterwegs von Nord-nach Süddeutschland, ohne festen Wohnsitz und auf &#8220;strafbaren Wegen&#8221;.<span id="more-2138"></span></p>
<p>Das ging ca.1,5 Jahre so, dann wurde er mit uns von der Polizei aufgegriffen, er wurde der Haftanstalt zugeführt, die beiden Älteren kamen wieder zur Oma und mein Zwilling und ich kamen als 2-jährige ins Kinderheim. Dort verbrachten wir ca. 2 Jahre.<br />
Hier ist zu erwähnen, dass damals die Kinderheime nicht darauf aus waren, Kinder zu vermitteln, denn je besser das Heim belegt war, desto mehr Zuschüsse gab es vom Staat.<br />
Meine Meinung dazu ist, dass so etwas wirklich schlimm ist, wenn das Geld vor den Kindern steht. Als wenn diese nicht schon genug in ihrem jungen Leben erlebt hatten. Doch anstatt dass das Wohl des Kindes an erster Stelle steht, ist erst einmal das Geld wichtiger.<br />
Am Ort aber gab es eine Familie, die versuchte für viele Kinder neue Familien zu finden, wie es ihnen möglich war. Sie luden Kinder über das Wochenende ein, oder in den Ferien, und versuchten dann diese an Familien zu vermitteln. Selbst haben sie auch ein Kind angenommen.<br />
Mein Zwilling und ich kamen auch zu dieser Familie und wurden durch diese vermittelt. Okay, die Methode finde ich heute irgendwie nicht so toll und löst auch unschöne Gefühle und Gedanken in mir aus, denn laut meinen Informationen wurden wir über die Zeitung vermittelt.</p>
<p>In der Anzeige lautete der Text wie folgt:<br />
“Niedliches Zwillingspärchen in gute Hände abzugeben!“<br />
Ähnliche Anzeigentexte kenne ich von dem Tiermarkt, wie z.B. bei einem Wurf Welpen&#8230;<br />
Wenn ich heute daran denke, dann finde ich das einfach nur entwürdigend&#8230;.</p>
<p>Wir kamen wir gemeinsam in eine Pflegefamilie. Was für ein Glück&#8230;<br />
Heute frage ich mich allerdings ob das wirklich Glück für mich war, denn hier geschah dann der Missbrauch an mir durch den Pflegevater, dessen Vater und durch einen Bruder der Pflegemutter. Erinnerungen durch den Missbrauch vom „Großvater“ und „Onkel“,  sind vorhanden. Von dem Missbrauch durch den Pflegevater weiß ich durch die Aussage der Pflegemutter. Sie sagte mir, ich hätte es ihr damals einmal erzählt und darauf hin hätte sie ihm die „Hölle“ heiß gemacht. Nur schade, dass dies wohl nicht besonders wirksam war, und auch ich nichts davon mitbekommen habe.</p>
<p>Ich muss so sieben oder acht Jahre gewesen sein, da fuhr die Pflegemutter auf Übernachtungsbesuch zu Verwandten ins Rheinland und nahm unsere jüngeren Brüder mit. Am Abend vor dem Fernseher bekam ich vom Pflegevater Fanta mit Wodka gemischt und ich durfte auch bei ihm schlafen. Am nächsten Tag beschwerte mein Zwilling sich bei der Pflegemutter, das nur ich beim „Papa“ hätte schlafen dürfen. Er war immer der jenige von uns Beiden, der immer wieder die körperliche Nähe suchte. Er benötigte viel mehr Aufmerksamkeit, während ich lieber unscheinbar blieb.<br />
Das fand er einfach ungerecht, da er nicht allein hatte schlafen wollte.<br />
Aber auch hier wurde die Pflegemutter nicht hellhörig, oder aber sie wollte es nicht. Ich weiß es nicht.<br />
Doch meines Erachtens hätte sie schon lange viel achtsamer sein müssen. Wäre sie aufmerksamer gewesen, dann hätte sie bemerkt was da vor ihren Augen geschieht und sie hätte mich beschützen können vor den Männern ihrer Familie.<br />
Da aber nichts geschah, so konnte ich mir auch selbst nicht mehr helfen und so nahm alles seinen Lauf.<br />
Missbrauch durch den Pflegevater und dessen Vater (ca. vom 4.-14. Lebensjahr).</p>
<p>Irgendwann kam die Scheidung der Pflegeeltern, da haben wir dann erfahren, dass wir aus dem Heim sind. Das war sehr heftig. Es gab sehr viele Intrigen, Drohungen und Erpressungen von Seiten des Pflegevaters, und irgendwie spielten wir da eine wesentliche Rolle.</p>
<p>Ich habe die Jahre des Missbrauchs sehr gut verdrängt, bis nun vor 5 Jahren alles hoch kam, Albträume, Flashbacks, daraus eine Essstörung (Anorex.), Schlafstörungen, Ängste.<br />
Es begann, als meine Beziehung in die Brüche ging, für mich aus heiteren Himmel; ja die Trennung war der Auslöser für all den Dreck, aber ich denke es wäre irgendwann eh auf mich zugekommen.</p>
<p>Mittlerweile sind sehr viele Erinnerungen da, und es kommen immer wieder welche. Es ist zum verrückt werden.<br />
Seit nun 2005 bin ich einer ambulanten Traumagruppe angeschlossen. In dieser Gruppe und mit Hilfe meiner Therapeutin, bin ich heute soweit, dass ich über den Missbrauch reden und auch schreiben kann.<br />
Aufgrund der Folgen bin ich seit 3 Jahren berentet und kann meinem Beruf nicht mehr nachgehen.<br />
Zwei Jahre war ich auf Zeit berentet und seit 11.2009 bin ich unbefristet berentet.<br />
Das bedeutet für mich, dass ich finanziell nicht mehr so abgesichert bin wie ich es einmal war&#8230; Ein weiteres schweres Problem was auf die Betroffenen zukommt und das Leben schwer macht.</p>
<p>Die Betroffenen haben lebenslänglich!</p>
<p>Zur Zeit schreibe ich an einem Buch über mein Leben mit und nach dem Missbrauch.<br />
Für mich ist die Zeit gekommen, das Schweigen zu brechen&#8230;<br />
Ich will an die Öffentlichkeit gehen und die Verjährungsfrist angehen, denn sie ist eine große Ungerechtigkeit.<br />
Sie schützt die Täter, aber nicht die Betroffenen.<br />
Von daher plane ich eine Demo mit Betroffenen und Angehörigen vor dem BGH!</p>
<p>Dagmar Hallerbach</p>
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		<title>Die Hölle auf Erden</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 06:47:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Heimkind erlebte ich &#8220;die Hölle auf Erden&#8221;.
Welche menschlichen Dramen sich abspielten bleibt nicht immer ein Geheimnis, so wie es viele Heimerzieher von damals es gerne hätten, sowie den Talarträgern in schwarz, ob Pfarrer, Staatsanwälte oder Richtern. Zu den Staatsanwälten komme ich noch zurück, auf den weiteren Ausführungen meiner Klage und diesem Schriftsatz.
15 Jahre lang [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Heimkind erlebte ich &#8220;die Hölle auf Erden&#8221;.</p>
<p>Welche menschlichen Dramen sich abspielten bleibt nicht immer ein Geheimnis, so wie es viele Heimerzieher von damals es gerne hätten, sowie den Talarträgern in schwarz, ob Pfarrer, Staatsanwälte oder Richtern. Zu den Staatsanwälten komme ich noch zurück, auf den weiteren Ausführungen meiner Klage und diesem Schriftsatz.<span id="more-2124"></span><br />
15 Jahre lang im Heim, die Hölle kann nicht grausamer sein. Ich hatte die Hölle erlebt und das 15 Jahre lang, von 1947 – 1961, in verschiedenen Heimen untergebracht. Nachdem das Fürsorgeamt Frankfurt/M das Sorgerecht erhielt, da meine Mutter mich nicht wollte, sie sagte, „den Balg können sie mitnehmen“. Auch mein Vater wollte nichts von mir wissen. Meine Mutter und mein Vater hatten sich scheiden lassen in den Kriegsjahren. Die Führsorge über mich bekam das Fürsorgeamt und somit das Sorgerecht über mich und nun ging es in das Diakoniezentrum Treysa- Hephata. 15 Jahre war dies nun mein Zuhause. Morgens wurde man um halb sieben geweckt. Um sieben war das Frühstück. Danach mussten wir uns zur Sichtkontrolle vor dem Hause aufstellen und wurden begutachtet, Friseur, Kleidung, Schuhe. Dann ging es jeden Tag im Gänsemarsch zur entfernt liegenden Schule vom Kinderheim Treysa nach der Schule in Hephata, strenges Regiment, mit Befehlen und einnahmen von Medikamenten. Mein Vornahme Alwin-Hans existierte für mich nicht im Heim. Ich wurde, genau wie all die anderen 90 Kinder, stets mit dem Nachnahmen angebrüllt. Es gab keine Persönlichkeit, keine Intimsphäre, auch keine Rechte. Die einzige Art der persönlichen Aufmerksamkeit waren Prügel. Die Prügelstrafe war an der Tagesordnung. Es lagen überall Rohrstöcke. Mit den Rohrstöcken wurde in der Schule auf die Tafel gezeigt. Wenn in den Reihen jemand redete wurde einfach dreingeschlagen egal wo es hintraf. Das konnte auch mal das Gesicht sein, Das war üblich. Auch auf die flache ausgestreckte Hand, oder auf die Fingerkuppen der Hand schlug man sehr gerne drauf.</p>
<p><strong>Mittagsschlaf &#8211; oder besser gesagt Beischlaf. </strong></p>
<p>Nach dem Schulunterricht kam der Befehl zum Mittagsschlaf. Damit wir Kinder zur Ruhe kamen und ein Medikament wurde verabreicht. Dieser Mittagsschlaf war eher ein gezwungener Beischlaf mit dem Erzieher Bruder Gutenberg. Ich wurde fasst täglich vom Erzieher Bruder Gutenberg mitgenommen auf sein Zimmer wo ich mich ausziehen musste und mich zu ihm ins Bett legen musste. Er rieb sich an mich und fing an, an meinem Glied zu spielen und immer sonderbare Laute von sich zu geben und sagte zu mir: &#8220;ist das nicht schön? Ich wusste nicht was ich machen sollte. Ich hatte große Angst. Angst vor den Strafen, Schlägen und eingesperrt zu werden, in einem Zimmer ohne Licht. Ich ließ alles über mich ergehen und war still bis ich aufgefordert wurde mich wieder anzuziehen.</p>
<p>Nach dem Mittagsschlaf hieß es oft, raus aufs Feld, Stroh, Äpfel oder Kartoffeln einsammeln. Je nach Korb und Gewicht gab es 10 Pfennig. Ich kam ca. auf einen Betrag von einer DM und dies im Spätherbst, durchnässt und durchgefroren. Mir wurde ständig auf die Hand getreten, da es dem Bauer nicht schnell genug ging die Kartoffeln einzusammeln.</p>
<p><strong>Verlegung ins nahegelegte Kinderheim Hepahta.</strong></p>
<p>Mit 16 Jahren kam ich in das Kinder und Jugendheim Hephata. Dort sollte ich die Lehre als Maler absolvieren. Aber ich hielt das alles nicht mehr aus und weigerte mich zu arbeiten. Als Strafe erhielt ich Essensentzug und wurde in einem Zimmer eingesperrt. In diesem Zimmer war ein älterer Jugendlicher und ich hatte Angst vor ihm. Am zweiten Tag verging dieser sich an mir. Ich schrie und er hielt mir den Mund zu, Er drohte mir, mich zu schlagen, sollte ich was erzählen. Er sagte zu mir noch: „Es glaube mir doch keiner, die Erzieher würden ihm glauben sollte, ich etwas sagen. Ich ekelte mich sehr und wusste nicht was ich machen sollte, Ich dachte nun an Flucht. Als ich die Gelegenheit bekam, ich alleine im Zimmer eingeschlossen war, nahm ich ein Bettuch und lies mich an diesem herab, vom ersten Obergeschoss. Doch das Bettuch riss und ich stürzte in die Tiefe, wobei ich mir die Verse gebrochen hatte. Meine Flucht aus dem Kinderheim scheiterte. Ich humpelte und versuchte aus dem Sichtfeld zu entkommen und versuchte weiter zu fliehen, doch die Erzieher griffen mich auf und brachten mich in das Krankenhaus in Hephata. Wieder aus dem Krankenhaus endlassen, versuchte ich erneut zu entkommen und sah ein Fahrrad und überlegte nicht lange und nahm das Fahrrad, was an der Wand lehnte. Aber ich kam nicht weit, da mich die Polizei aufgegriffen hatte. Von der Polizei Treysa ging eine Strafanzeige an das AG Treysa unter dem Akz.: vom 13.06.1956 AG Treysa &#8220;M1812-2 DS-41/56 JUGL&#8221;.</p>
<p>Nach dem Berufsabschluss den ich nicht bestand, musste ich das Heim verlassen. Das Fürsorgeamt, das für mich zuständig war, hatte die Zahlung eingestellt für mich. Ich war in das Heim hinein geboren und war nun 21 Jahre alt. Nun musste ich von einem Tag auf den anderen das Heim verlassen, ohne jeglicher Vorbereitung. Da brach für mich eine Welt zusammen.</p>
<p>Nunmehr kam ich nach Frankfurt/M Bornheim in ein Aufnahmeheim für Jugendliche und von da ab beging mein Abrutsch in die Tiefe.</p>
<p>Da ich nicht länger in diesem Heim bleiben wollte suchte ich mir ein Zimmer zur Untermiete und fand dies auch. Bald auch einen Arbeitsplatz, in Frankfurt/M Bockenheim, bei der Firma VDO als Hilfsarbeiter für die Montage von Tachometern, mit einem Stundenlohn von 5,80 DM. Auf dieser Arbeitsstelle lernte ich eine Mitarbeiterin kennen und wir verabredeten uns zu einem Besuch in einer Disco. Nun kam ich in Geldnot, da ich mich wieder verabredet hatte mit meiner Freundin, die ich nun kennenlernte und konnte nicht zur Verabredung kommen, da ich kein Geld hatte. Ich aber auch nicht diese Freundschaft verlieren wollte, stahl ich 15.- DM und einen Ring meiner Vermieterin. Diesen Ring hatte ich meiner Freundin geschenkt. Wollte mich ja ins besondere Licht rücken oder die Liebe und Freundschaft erkaufen, da ich große Angst hatte die Freundin zu verlieren. Das ganze flog auf als meine Freundin mich besuchte und die Vermieterin den Ring an ihrem Finger sah. Sie teilte der Vermieterin mit, dass dieser Ring ein Geschenk sei von mir. Nun kam es zur Anzeige wegen Diebstahl unter dem Akz.: vom 01.02.1961 vom AG Frankfurt/M, M1201 &#8211; 915/42LS/61 &#8211; ein Jahr Jugendstrafe zur Bewährung bis zum 07.03.1963. Dem Staatsanwalt Fischer und Richter Scholz, die „Halbgötter“ in diesem Verfahren, versuchte ich meine Erlebnisse vom Kinderheim mitzuteilen, zu berichten, was mir passierte im Kinderheim: Missbrauch, Vergewaltigung, es kam nur zögernd über meine Lippen, da ich Angst verspürte, da ich mich sehr schämte darüber zu berichten, zu reden über all die schrecklichen Erlebnissen, die ich erlebte als Kind, Als der Staatsanwalt Fischer dies hörte, schrie er mich an und sagte zu mir: „Sie heißen nicht umsonst Schnabelrauch, wenn sie den Schnabel aufmachen kommen nur Lügen aus ihrem Schnabel.“ Ich weinte bitterlich. Wieder wurde ich als Lügner bezichtigt, wie so immer in meiner Kindheit, Auch der Jugendrichter Scholz hatte kein Interesse einzugreifen. Die Hauptsache war ja, der Staatsanwalt konnte seinen Frust und seine Wut an meiner Person abreagieren und es ging lediglich um ein Urteil zu erzielen, ob mit Recht oder Unrecht, Gerechtigkeit steht auf dem Papier, um Gerechtigkeit zu erzielen, muss man viel Geld besitzen und haben, um Gerechtigkeit sich zu erkaufen, um so zu seinem Recht zu kommen, so wie in den vielen Fällen der Geldschiebung ins Ausland, in Millionenbeträge und noch Abfindung in Millionenbeträgen zu erhalten und ein freier Mann &#8211; hoch lebe die „Gerechtigkeit“.</p>
<p>Nun habe ich jüngst versucht, die ganze Sache mit Hilfe von Psychologen aufzuarbeiten. Die Entgegnung war: „Sie sind kein Fall für uns, es ist alles vernarbt. alles ist verschlossen, sie können damit gut Leben, lassen sie die Vergangenheit ruhen.“</p>
<p>Was soll ich machen, bin nur ein kleines Licht, ein Sandkorn in den Machenschaften der Justiz, die alles unter den Teppich kehrt. Dieses Leid der Wehmut, Hilflosigkeit und Verbitterung über das Unrecht was mir widerfahren ist, dem Missbrauch, Vergewaltigung in meiner Kindheit, ein Unrecht der Menschlichkeit und der Menschenwürde. Wo ist dieses Gesetz: Die Menschenwürde ist unantastbar! Oder ist dieses nur ein Spruch? Was bleibt ist der Hass auf die, die mir dies angetan haben. Dies trage ich heute noch mit 70 Jahren mit mir herum. Das ist im Kopf, in der Seele. Heute lebe ich mit einer Rente von 234,- Euro und einer Grundsicherung von 150,- Euro. Ein Leben wie im „Schlaraffenland“. Dies ist eine Menschenrechtsverletzung. Eine Entschuldigung gab es bis jetzt nicht, für die Zerbrechlichkeit von Kinderseelen und Kinderkörpern. Bin missbraucht worden für alle Schweinereien die es gab. Bin todkrank. Mit zwei Herzinfarkten, mit einem Anorysma, Dazu kommt ein Schlaganfall, sowie ein Nierentumor und nicht OP fähig.</p>
<p>Alwin Michel</p>
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		<title>&#8220;Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 20:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Tätersprache]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Sexualisierte Gewalt mit Liebe zu vergleichen ist ein Verbrechen –  ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen.&#8221;  (Norbert Denef)

Mehr dazu unter:
Gedankliche Hingezogenheit zu Kindern
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Sexualisierte Gewalt mit Liebe zu vergleichen ist ein Verbrechen –  ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen.&#8221;  (Norbert Denef)</strong></p>
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<p>Mehr dazu unter:</p>
<p><strong><a href="http://norbert.denef.com/2010/01/24/gedankliche-hingezogenheit-zu-kindern/" target="_blank">Gedankliche Hingezogenheit zu Kindern</a></strong></p>
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		<title>Die Gesellschaft, Täter reagieren bei weltlichem sex. Missbrauch wie bei kirchlichem</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/25/die-gesellschaft-tater-reagieren-bei-weltlichem-sex-missbrauch-wie-bei-kirchlichem/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 14:24:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich sexuell misbraucht wurde, ich weiss es nicht mehr ganz genau, es war so zwischem meinem 6 und 8 Lebensjahr.
Meine Kindheitsjahre waren schon vorbelastet, da ich als Zweite eines Zwillingspärchens überraschend (unerkannt) auf die Welt kam, einen schweren Start hatte und danach noch in die Klinik musste. Meine Familie, Eltern, waren irgendwie mit mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich sexuell misbraucht wurde, ich weiss es nicht mehr ganz genau, es war so zwischem meinem 6 und 8 Lebensjahr.<br />
Meine Kindheitsjahre waren schon vorbelastet, da ich als Zweite eines Zwillingspärchens überraschend (unerkannt) auf die Welt kam, einen schweren Start hatte und danach noch in die Klinik musste. Meine Familie, Eltern, waren irgendwie mit mir immer überfordert. Meine Einschulung verlief schon nicht normal, das war mein roter Faden.<span id="more-2086"></span></p>
<p>Den Missbrauch, den ich erlebte, geschah auf einem Kinderspielplatz. In der Nähe eines Hallenbades in meiner Geburtsstadt. Meine Zwillingsschwester und ich waren alleine, warteten auf die Eltern, die uns mit dem Auto abholen sollten. Ich weiss nicht, wie lange wir spielten oder so.<br />
Es geschah auf einem Klettergerüst. Ein Mann im Trenchcoat kam näher, und fummelt an mir rum, auch an meinen Geschlechtsteilen.<br />
Danach erstarrte ich. Was mit meiner Schwester war, weiss ich nicht mehr&#8230; ich hatte mit mir zu tun.</p>
<p>Der Vater kam. Anscheinend erzählte meine Schwester davon, so dass er direkt zur Polizei fuhr. Ich musste da noch unter Schock &#8211; es war in den 70-er Jahren, den Vorgang zu Protokoll geben, meine Unterwäsche abgeben, was ich all das nochmals als zusätzlich traumatisch in Erinnerung habe! Ich weiss nicht, ob noch am selben Tag oder später musste den Täter identifizieren, wie es bei den Krimis kommt, die Männer standen hinter einer Glaswand etc&#8230; ich erkannte ihn, was danach geschah, weiss ich nicht mehr, wurde ich nicht informiert.</p>
<p>Mein Vater war Alkoholiker, er war oft gewalttätig, verbal und tätlich, ebenfalls meine Mutter. Spannungen waren an der Tagesordnung.</p>
<p>Mit dem Thema wurde ich alleine gelassen. Vorher war ich ein sehr kreatives, lebendiges Mädchen, danach verstummte es. Meine Mutter schob es auf die Puberät, Charakter etc&#8230;<br />
Meine ersten Depressionen hatte ich, als ich im Gymnasium war. Ich zog mich zurück, vieles ergab keinen Sinn. Nur Bücher konnten mich damals etwas trösten.<br />
Zeitweise wurde ich schon therapeutisch begleitet, ich kann mich nicht mehr gross daran erinnern &#8211; aber oft wurde mir klar gemacht, dass ich da nicht &#8220;normal wäre &#8221; etc&#8230;<br />
Meine Familie hatte Mühe mit mir und ich mit ihr, ich fühlte mich nicht mehr wohl, sicher. Köperkontakt ertrug ich nicht mehr, mein Körper verspannte sich. Meine Seele konnte nicht mehr zwischen Zärtlichkeit und Gewalt unterscheiden, da ich alles als Gewalt erlebte.<br />
Meine Mutter stellte mich ab dem Alter von 15 Jahren mehrmals vor die Türe, einfach so, ebenfalls hörte ich meine Mutter mir mal unter 10 Jahren drohen, dass sie mich ins Heim geben wolle&#8230;</p>
<p>Auch meine Geschwister (3) wollten mich loswerden, sie hatten einen bessern Kontakt zu den Eltern, der mir fehlte.<br />
Mein Selbstbewusstsein; Selbstvertrauen, Selbstsicherheit waren NICHT da, ich war Opfer, schutzlos, leer, klein.</p>
<p>Mit 16 Jahren, gleich nach der Schule zog ich aus, ich machte einen Sprachaufenthalt von einem Jahr. Es war ein Desaster &#8211; mir fehlte vieles, was andere Jugendlichen einfach waren. Ich war ängstlich, schüchtern, machte ständig Fehler, hatte einen Autoritätsglauben, und kaum Lebenserfahrung &#8211; ausser negative.<br />
Es waren schwere Lehrjahre für mich, alles durch fremde Menschen oder durch Hilfe zu erlernen. Mein Vater war in der Zeit sehr gewalttätig, bei jedem Besuch war Krach, oft mit Polizei.<br />
Als ich eine Ausbildung begann, war mein Vater beim Entzug. Meine Mutter stürzte sich auf mich, ich hielt die Zeit für die Grundausbildung durch, sonst hätte ich die Lehrstelle verloren. Vieles kam mir hoch, mein Vater kam mir in dieser Zeit mal verbal und körperlich zu nah durch massive Gewalt.<br />
Meine Ausbildung schaffte ich nicht, zuvieles kam mir hoch. Meine Familie bot keine Hilfe und Unterstützung &#8211; ich war alleine. Sexualität kannte ich lange nicht, war mir fremd, hatte keinen Bezug zu meinem Körper.<br />
Ende 30 lernte ich meine Ex Partnerin kennen, denn ab 20 Jahren merkte ich, dass ich lesbisch veranlagt bin. Mit einem Mann kann ich nicht, auch weil die Gewalterfahrungen dazwischenstehen, mein Körper machte da IMMER zu.<br />
Meine Ex war wie meine Eltern, sie hatte mit Drogen Erfahrung, neigte zu Alkohol, war cholerisch, manipulativ. Anfangs war es ganz schön, als ich dann ihr hörig wurde, meine letzten Sozialen Kontakte verlor, nahmen Gewalt von ihrer Seite zu, sexuell demütigte sie mich. Ebenfalls verlor ich viel Geld, meine Seele und den letzten Rest meiner Selbstachtung.<br />
Sie schmiss mich auch raus, daraufhin folgten 2 Selbstmordversuche, in der gemeinsamen Wohnung, bei denen ich mich selber rettete (ich handierte mit Gift), mein Körper bäumte sich da auf.<br />
Da entschied ich mich zum ersten Mal für das Leben bewusst. Und ein knappes Jahr vorher wurde noch mein Gehörschaden beidseitig, durch Eigeninitiative entdeckt, ich erhielt Hörgeräte.</p>
<p>Es gab in der Zeit Ungereimtheiten mit der Familie&#8230;</p>
<p>Ich zog aus, in eine eigene Wohnung, ich stand da noch în meiner Umschulung &#8211; fürs Büro, was ich dann auch erfolgreich abschloss.</p>
<p>In der Zeit, vorher bekam ich ständige Fehldiagnosen, wurde meine damals sehr stark aktive Psychische Krankheit Borderline seriös und klar diagnostiziert. Viel auf einmal.<br />
Ich nahm es als Lehrauftrag an, las mich durch jegliche Fachliteratur durch, befasste mich in der Therapie mit mir, meiner Familie etc. Ich erwähnte oftmals den Missbrauch, aktiv aber nicht, war auch nicht der Rahmen. Ich wurde Frührentnerin, war sehr oft krank, Unfälle, Krisen, war wenig belastbar, nahm Psychopharmaka, niedrig dosiert zur Stütze.<br />
Damals arbeitete ich dann am selben Ort wie beim Praktium meiner Umschulung &#8211; einer Behindertenwerkstätte &#8211; im Büro.<br />
Anfangs war ich integriert, als das Personal wechselte, das keine pädagogische Ausbildung hatte, war der Wind wie in der freien Wirtschaft.<br />
Nach meinem 5. Arbeitsjubiläum, erfuhr von den Eltern, über ein von mir gewünschtes Gespräch mit den Eltern, dass der Missbrauch real war &#8211; vor 30 Jahren! Meine Mutter damals meinte, ich solle mit IHR sprechen, sie wartete also.., auch meinte sie, dass ich keinen Prozess durchgestanden hätte und angeblich, war es ein Pädophiler, der aus der nahen Psychiatrischen Klinik an dem Tag ausgebrochen war und ich sein Opfer war.</p>
<p>Ein Viertel Jahr später, erlebte ich durch meinen Vorgesetzten, Abteilungsleiter eine Retraumatisierung, er kam mir in Anwesenheit einer Bezugsperson körperlich nahe (weil er über meinen Kopf meinen ArbeitsPC bediente). Ich bekam KEINE Luft, wehrte mich, OHNE Erfolg, die Bezugsperson nahm den Chef in Schutz. Versuchte mich mit Hilfe meiner Therapeutin schriftlich zu wehren. Bekam noch zusätzlich eine schwere postttraumatische Belastungsstörung. Mein Körper und meine Seele liefen Amok, hatte ständige Flashbacks, heftige Alpträume, zig Krankheiten, war emotional ausser mir.<br />
Der Chef antworte NICHT auf den Brief, in einer Therapiestunde, wo die Therapeutin mit ihm sprach,  wurde MEINE Wahrnehmung in meinem Beisein in Frage gestellt. Ich beantragte ein Ombudsgespräch mit einer Zuständigen, die Dame sollte mir helfen, ich outete mich das erste MAL als sexuell missbraucht in der Kindheit &#8211; vor meinem Chef! Wieder wurde von ihm meine Wahrnehmung in Frage gestellt! Die Ombudsfrau nahm den Mann süffisant in Schutz &#8211; stellte ihn mir gegenüber als Vaterfigur dar.</p>
<p>In der Zeit entschied ich mich das zweite Mal für das LEBEN, und dass nun genug sei und dass der Chef zur Verantwortung gezogen soll. Ohne Rücksicht. Ich kämpfte in der Zeit für eine Entschuldigung, die nach knapp einem Jahr eintraf. Der Chef musste zum Psychiater zwecks Schulung, weil ich dem Betriebsleiter auf der Pelle lag. Ich kämpfte für eine Traumatherapie über die Opferhilfe, erhielt wenig Beratung, da andere Personen wegen Notfällen mir vorgezogen wurde, die Sachbearbeiterin meine Hörbehinderung unterschlug &#8211; nicht ernst nahm die Kommunikation Stress war. Schaute für Finanzierung durch externe Seiten, da ich für die Genesung nichts bezahlen wollte. Die Kirche half mir da, der Täter wurde aber von der kirchlichen Sozialdame ständig in Schutz genommen. Ich bekam von Betriebsleiter Erleichterungen, vor allem bei der Traumatherapie, da ich danach oft krank war, so vieles hoch kam, ich machte sie ambulant, Psychische Krankheiten leiten sich bei Genesung über den Körper aus. Ich konnte wieder weinen, hatte wieder hohes Fieber, konnte mich wieder verlieben, entdeckte Freude und Spass wieder nach und nach. Ging aber durch jedes Traumata durch in knapp 2 Jahren, machte LOM, lernte mich anzunehmen, die Dinge zu integrieren, zu reden, lebendig zu werden, MIR was GUTES zu tun. Ich wurde egoistisch, das stetig, lernte das nun und Ellbogen.<br />
Im Betrieb bekam ich einen unsichtbaren Maulkorb, wurde während meiner Krisenzeiten durch die Kollegen gemobbt, erlebte Isolation. Wenn ich wohl geredet hätte, aber mit wem, hätte ich wohl den Job verloren&#8230; die damalige Bezugsperson war heillos überfordert, machte ein paar grobe Fehler, wo wieder der Betriebsleiter ins Spiel kam. Man legte mir oft Kündigung nahe. Ich sagte immer, ich habe KEINEN FEHLER gemacht, also gehe ich aucht nicht.<br />
Stetig ging es mir besser, die Traumatherapie schloss ich erfolgreich und würdevoll ab. Der Kontakt zur langjährigen Therapeutin gestaltete sich dramatischer &#8211; die Dame wurde schwerkrank, beim Ende meiner Traumatherapie.  Sie wollte mich wohl irgendwie loswerden, gab mir nochmals eine Aufgabe, es geschah abrupt. Danach fiel mein soziales, therapeutisches Netz auseinander, ich machte KEINE Therapie mehr, nach einem Jahr, 3 erfolglosen Therapieversuchen, wo mich die Therapeuten nicht mehr da abholten, wo ich stand, beendete ich das Kapitel, kurz darauf nahm ich keine Psychopharmaka mehr.<br />
Ich wurde offener, lernte immer mehr Frauen, Menschen kennen, verlor meine Ängste, gewann an Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein. NUN nehme ich MEIN LEBEN IN MEINE Hand, ich bin mein eigener Experte.<br />
Im &#8220;Heimat&#8221;land hielt mich nichts mehr, ich wanderte aus, es fiel mir sehr leicht. Zig Hürden habe ich seither genommen, Ämter etc. Ich wurde stets stärker,  auf Opferspiele falle ich nicht mehr rein, habe viele Strategien nun. Die Menschen überrasche ich ständig. Folge nun einfach meinem Weg, meiner Intuition und dem, was ich für mich für richtig halte.<br />
Seit 15 Jahren sind Katzen an meiner Seite &#8211; sie sind treu, die besten Freunde und Therapeuten, sie waren immer da, Menschen nicht.</p>
<p>Ich lernte, es gibt keine Sicherheit, nur die IN mir und die in Gott, die für mich immer da war, nicht die der Kirche.<br />
Ich bin gläubig, liebe Engel, und glaube an die geistige Welt.<br />
Liebe ist für mich bedingungs und grenzenlos. Wie von Gott und den Tieren.  Viele Menschen verstehen das nicht, können und kennen es nicht.<br />
Stetig finde ich meinen Frieden, weiss nun, wie ungefähr &#8220;normale Menschen fühlen&#8221;. Da ich nun endlich Wurzeln habe und Flügel.<br />
Als Kranke war ich psychisch-körperlich tot, mein Unterleib spürte ich nicht oder nur grosse Schmerzen&#8230;</p>
<p>Neben der Psychotherapie liess ich mich noch jahrelang von Geistheilern begleiten durch Handauflegen. Durch Gespräche. Da fand ich Menschlichkeit, Annahme, Stärkung meiner Fähigkeiten und Sensibilität und Erdung.<br />
Da die Medizin immer Grenzen hat &#8211; die Spiritualität nicht.</p>
<p>Für mich ist mein LEBEN  jetzt ein WUNDER. Ich dachte nie, dass ich es soweit schaffen würde. Auch meine langjährige Psychiaterin freut sich sehr darüber, bestätigt mir, ja, das kann vorkommen.</p>
<p>Ich habe stets, selbst bei Krisen mich für meine Selbstbestimmung eingesetzt, auch wenn es hart war. DENN nur ICH weiss, was mir gut tut, hilft und mich weiterbringt.<br />
Der therapeutische Rahmen stützte das, dafür bin ich immer dankbar.</p>
<p>Nun lerne ich zu leben, als Mensch und Frau und mich nach und nach, hier in meiner neuen Heimat DE einzugewöhnen und das Leben meiner Wünsche zu erfüllen, mir zu gönnen.<br />
Ich lernte, mich selbst zu lieben. Ich lernte in der Familie mich zu hassen, weil die Familie überfordert war, ich vielleicht in ihren Augen schuld war, was weiss ich&#8230;.<br />
Frieden kommt nun nach und nach&#8230;<br />
Ich habe vieles losgelassen, innere Versöhnung mit der Familie und dem Heimatland braucht noch Zeit für mich.<br />
Im Heimatland wurde mir bewusst, habe ich keine wahre Heimat.<br />
Diese suche ich mir nun.</p>
<p>Viele Kontakte sind abgebrochen, es ist ok so, neue Menschen treten stetig in mein Leben..</p>
<p>Ich bin nun meine Familie und gib mir nun alles selber, was ich selber brauche und mir gewünscht habe, dann werde ich dann auch bald reif wieder für eine Beziehung sein, diesmal OHNE Altlasten.</p>
<p>Ich lernte nie aufzugeben, jede Chance zu nützen, jede Hilfe zu suchen und anzunehmen, zu unterscheiden, welche Hilfe dient mir und bringt mich weiter oder welche schadet mir..</p>
<p>Viele hohe Menschen, viele Autoritäten haben für mich ihren Schrecken verloren, denn eine wahre Autorität dient und sucht stets das Beste für alle, die schlechte schadet, bewertet, wertet ab&#8230;</p>
<p>Ich bin sehr dankbar und möchte gerne davon abgeben.</p>
<p>Ich danke fürs Lesen.</p>
<p>Herzliche Grüße</p>
<p>Jacqueline Stamm</p>
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		<title>Ich dachte, er wollte mich für etwas bestrafen</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 15:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Frankfurter Allgemeine Faz.Net 14. März 2010
Ich bin unehelich geboren und habe meine gesamte Kindheit in Heimen verbracht. Zuerst war ich in einem katholischen Heim, da gab es eine Nonne, die mich wie eine Mutter geliebt hat. Sie hat immer gesagt: „Wenn ihr mir meinen Uwe nehmt, geh&#8217; ich weg von hier.“ Man wollte mich damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frankfurter Allgemeine Faz.Net 14. März 2010</p>
<p>Ich bin unehelich geboren und habe meine gesamte Kindheit in Heimen verbracht. Zuerst war ich in einem katholischen Heim, da gab es eine Nonne, die mich wie eine Mutter geliebt hat. Sie hat immer gesagt: „Wenn ihr mir meinen Uwe nehmt, geh&#8217; ich weg von hier.“ Man wollte mich damals in ein evangelisches Heim verlegen, weil man dachte, ich sei evangelisch. Dabei war ich gar nicht getauft, wie sich später herausstellen sollte.</p>
<p>In diesem ersten Heim war längst nicht alles gut, ich bin dort geprügelt und mit harter Hand geführt worden. Aber es gab auch Belohnung für gutes Verhalten, und diese Nonne, das weiß ich heute, hat mir das Leben gerettet. Sie ist erst vor vier Jahren gestorben, ich hatte bis zuletzt Kontakt zu ihr. Wenn ich ihre Liebe und meinen durch sie angelegten Glauben an Gott nicht gehabt hätte, hätte ich mich schon lange umgebracht.</p>
<p>Denn als ich dreizehn war, begannen die schlimmsten Jahre meines Lebens. Ich wurde tatsächlich in ein anderes Heim verlegt, nämlich in das evangelische Knabenheim Westuffeln im westfälischen Werl. Heute heißt die Einrichtung „Von Mellin&#8217;sche Stiftung Kinder- und Jugendhilfe Westuffeln“, und es gibt inzwischen eine Liste mit den Namen von mehreren Mitschülern, die sich dort gemeldet haben und die das Gleiche mitgemacht haben wie ich. Am Mittwoch hat die Bischöfliche Kommission zur Prüfung von Fällen sexuellen Missbrauchs im Bistum Aachen getagt und unter anderem auch über meinen Fall gesprochen.<br />
<strong><br />
Jede Nacht musste ein anderer Junge ins Zimmer des Erziehers</strong></p>
<p>Ich selbst war im vergangenen Jahr in Werl und bin mit dem jetzigen Heimleiter durch das Haus gegangen, an die Stätten meiner Kindheit. Im Erdgeschoss waren damals die Aufenthaltsräume und darüber die Schlafsäle. In einem grauen Nebengebäude war eine Heimschule untergebracht. Es gab zwei Gruppen, eine für die größeren Jungen wie mich und eine für die kleineren Kinder, unter denen sich auch einige Mädchen befanden. In unserer Gruppe waren wir ungefähr dreißig Jungen im Alter zwischen elf und vierzehn Jahren, wir schliefen in einem großen Schlafsaal mit Doppelstockbetten. Alles darin war dunkelbraun und schummrig. Das Zimmer unseres Erziehers lag direkt daneben und war durch eine Durchreiche mit unserem Raum verbunden.</p>
<p>Das heißt, der Mann konnte uns ständig beobachten. Er war ein Brocken von einem Kerl, etwa 35 bis 40 Jahre alt, mit Händen wie Tatzen und einer Nase in Erdbeerform. Er war Diakon, also ein Mitarbeiter der evangelischen Kirche mit theologischer Qualifikation, und von den Von-Bodelschwinghschen Anstalten Bethel ähnlich einem Leiharbeiter zum Dienst nach Werl entsendet worden &#8211; ein damals üblicher Vorgang. Auch der Heimleiter stammte ursprünglich aus Bethel.</p>
<p>In den ersten Wochen meines Aufenthaltes in dem Heim beobachtete ich, wie jede Nacht ein anderer Junge in das Zimmer des Erziehers gerufen wurde. Sie blieben etwa eine halbe Stunde drinnen, und viele weinten, wenn sie herauskamen. Unser Jüngster, Wolfgang, war erst elf, er kam eines Nachts vor Schmerzen schreiend und mit blutendem Penis heraus. Wir alle eilten an sein Bett, um ihn zu trösten. Ich hatte keine Ahnung, was mit ihm passiert sein könnte, aber ich spürte eine große Angst in mir. Wolfgang ist später Polizist geworden, und als ich letztes Jahr zu Besuch in dem Heim war, hat mir der neue Heimleiter erzählt, dass er sich umgebracht hat. Mehrere meiner Mitschüler haben Selbstmord begangen. Ich glaube, dass es wegen des Missbrauchs war.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub79FAD9952A1B4879AD8823449B4BB367/Doc~EF6E8DC47A8584B51B7A979E7403D0486~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
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		<title>Missbrauch &#8211; ein Opfer erzählt</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/21/missbrauch-ein-opfer-erzahlt/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 09:31:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[WDR.de Mediathek 8.03.2010
Jahrzehntelang haben Pater offenbar Schutzbefohlene missbraucht – vertuscht, verschwiegen, verdrängt. Und auch die Opfer haben geschwiegen, aus Scham. Ein Opfer bricht jetzt aber das Schweigen, 60 Jahre nach dem Vorfall im Bonner Aloisius-Kolleg.
Ein Beitrag von Anette Flentge
lieber herr denef !  der kindesmissbrauch durch kleriker und kirche beginnt viel früher als z.zt. dargestellt wird, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WDR.de Mediathek 8.03.2010</p>
<p>Jahrzehntelang haben Pater offenbar Schutzbefohlene missbraucht – vertuscht, verschwiegen, verdrängt. Und auch die Opfer haben geschwiegen, aus Scham. Ein Opfer bricht jetzt aber das Schweigen, 60 Jahre nach dem Vorfall im Bonner Aloisius-Kolleg.</p>
<p>Ein Beitrag von Anette Flentge<span id="more-1997"></span></p>
<p>lieber herr denef !  der kindesmissbrauch durch kleriker und kirche beginnt viel früher als z.zt. dargestellt wird, und zwar definitiv mit der &#8220;beichte&#8221;. //   teil I: als ich 10 jahre alt war, mußte ich eines tages in die kirche und in so einen finsteren kasten, in dem im finsteren ein finsterling saß, der mich überaus indiskret fragte, &#8220;ob ich unkeusch gewesen sei?&#8221; und dann noch &#8220;alleine oder mit anderen?&#8221; ( auf diese idee war ich bis dahin noch gar nicht gekommen! ).  fragen an einen in den wirren der pubertät stehenden, bis dahin gesunden und unkomplizierten jungen. nach würdevollem, unverständlichen gebrabbel entließ mich der finsterling mit den worten: &#8220;bete zur buße 3 vater-unser und 3 gegrüßet seist du maria&#8221;.  zur buße ???  der natürlichste vorgang der welt, der eigentlich vitalität und lebensfreude bedeuten sollte, wird von beginn an &#8220;verteufelt&#8221;.   teil II:  am sonntag drauf stellt sich der o.a. finsterling überaus imponierend als zentralfigur dar in &#8220;seinem hochamt&#8221;. er stolziert in kuriosem ornat würdevoll 3 schritte links, 3 schritte rechts, die orgel braust auf zu seiner choreographie, es qualmt mächtig und bei einem gebimmel geht die gesamte gemeinde in die knie.  dann sagt er schließlich sinngemäß so etwas wie : &#8220;so das war´s!  ihr könnt jetzt gehen!&#8221;  die abschließende frage: nehmen sie als kind diesen überaus wichtigen selbstdarsteller nicht automatisch ernst? ich jedenfalls kenne den knilch aus der herz-jesu-kirche in bad godesberg noch ganz genau.  und ist das nicht ein wahrlich geniales system: der finsterling, der einen &#8220;zum sünder erklärt&#8221; ist damit gleichzeitig der selbsternannte, alleinige guru, der einem vergeben kann, was er einem &#8220;wider die natur&#8221; zuvor eingeredet hat.  ausklang: man müßte eine saftige satire schreiben, wenn es nicht so verdammt ernst und folgenschwer wäre. viele grüße und herzlichen dank für ihre aktivitäten, die ich gerne unterstütze.<br />
prof.dr.gernot lucas  z.zt menton</p>
<p><a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2010/03/08/aktuelle-stunde-missbrauchter-schueler.xml" target="_blank">Zum Video</a></p>
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		<title>Erst viel später wurde mir bewusst: Mir auch.</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/19/erst-viel-spater-wurde-mir-bewusst-mir-auch/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 19:06:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[ich glaube es bringt nichts zu erklären wie wir Freunde wurden oder wie es dazu kam das ich erfuhr das sie von ihrem Vater sexuell Missbraucht wurde. Die Vorgeschichte ändert nichts an den Fakten, doch ich weis noch heute jedes Detail von damals, es ist nun 12 Jahre her und ich weine immer noch wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich glaube es bringt nichts zu erklären wie wir Freunde wurden oder wie es dazu kam das ich erfuhr das sie von ihrem Vater sexuell Missbraucht wurde. Die Vorgeschichte ändert nichts an den Fakten, doch ich weis noch heute jedes Detail von damals, es ist nun 12 Jahre her und ich weine immer noch wenn ich an die Zeit denke.<span id="more-1964"></span></p>
<p>Ich musste ihr versprechen es nie jemandem zu erzählen, Niemals! Ich war damals 14 und sie war meine beste Freundin. Als ich es erfuhr empfand ich es nicht als schlimm oder als unfassbar, erst heute weis ich, dass ich unter Schock gestanden habe. Ich spürte gar nichts. Ich nahm es zur Kenntnis, mehr nicht. Erst als ich allein war brach alles über mich zusammen. Zorn, Hass, Verzweiflung, Angst und die Frage: Was mache ich denn jetzt? Ich kann doch nicht den Mund halten! Der gehört kastriert, gefoltert, eingesperrt! Ich wollte ihn umbringen, sie retten, wollte weinen, meiner Mutter alles sagen und am liebsten alles zeitgleich.</p>
<p>Das einzige was mir einfiel war bei der Telefonseelensorge anzurufen und da dachte man tatsächlich ich will nur einen Streich spielen, es hatte mich soviel Mut gekostet da überhaupt anzurufen! Beim zweiten Mal glückte es, ich erfuhr, dass es Kindernotaufnahmen gab, dass sie dann nicht mehr zurück muss, dass man ihr helfen könnte und dass sie ihn nie wieder sehen muss. Es dauerte lange bis sie diesen Schritt ging nachdem ich ihr davon erzählt hatte. Auch diesen Schritt sind wir gemeinsam gegangen.</p>
<p>Und noch heute habe ich Fragen, Fragen an die Lehrer die sie jeden Tag gesehen haben, an ihre Mutter, an ihren Vater. Ich will wissen wie man seine eigene Tochter missbrauchen kann! Ich will wissen wie man als Mutter wissentlich wegsehen kann! Ich will wissen wie es sein kann, dass Pädagogen lieber auf mich gegangen sind als Tochter einer allein erziehenden, aber den Hilferuf eines missbrauchten Mädchens nicht gehört haben! Ich will auch wissen wie es sein kann, dass zwei 14 jährige Mädchen sich durch so einen Abgrund kämpfen müssen! Ich will wissen wie es sein kann, dass wenn sich ein Mädchen, ängstlich und verzweifelt bei der Telefonseelsorge meldet, mit den Worten: Meine beste Freundin wird von ihrem Vater zum Sex gezwungen, es sein kann, dass die das als Scherz abtun.</p>
<p>Plötzlich waren sich alle Lehrer darüber einig, dass sie ja schon immer so einen Verdacht gehabt hätten, ach ja? Wieso habt ihr mich dann das tun lassen was eure Pflicht gewesen wäre? Ich war 14 Jahre alt! Sie sagt mir immer noch, dass sie sich nur getraut hat weil ich so stark war und sie mir vertraut hat. Ich hab mich nicht stark gefühlt, nur, dass ich sie beschützen und ihr helfen wollte, ganz allein darum drehten sich fast ein Jahr meine Gedanken. Und heute, 12 Jahre später, weiß ich nicht woher ich die Kraft hatte, wie ich das durch gestanden habe, zu wissen, dass ein Mensch den ich liebe so leiden muss. Ihr Vater hat ihr soviel angetan und erst viel später wurde mir bewusst: Mir auch.</p>
<p>Er hat mir den Glauben genommen, dass man einfach nur kämpfen muss gegen Unrecht und dann alles besser wird. 12 Jahre sind vergangen. Nichts ist besser geworden. Er hat das Vertrauen zerstört das ich hatte, dass Erwachsene uns beschützen! Aber wenn ich heute in die Augen meiner besten Freundin sehe dann weis ich, dass egal was auch immer war, ich noch mal das alles durchmachen würde, jederzeit, denn das ist das einzig richtige. Sie war zum Schluss stärker als er und das erfüllt mich mit Stolz!</p>
<p>Wir haben ihn besiegt, er hat ihr alles genommen aber eines konnte er ihr niemals wegnehmen, uns. Ich werde nie vergessen und das darf man auch nicht!</p>
<p>N. P</p>
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		<title>Ich bin ein typisches Opfer sexueller Gewalt</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 10:35:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist das Coming-Out eines Opfers sexueller Gewalt. Ich bin Journalistin, Autorin, Mutter, Partnerin, und Gewaltopfer. Der Pfarrer, der mich während der Vorbereitungen zur Erstkommunion erst befummelt und dann in der Sakristei vergewaltigt hat, ist nicht geständig. Die Kirche hat meine Anklage gegen den Mann abgeschmettert. Nur ich und der Pfarrer wissen um das, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist das Coming-Out eines Opfers sexueller Gewalt. Ich bin Journalistin, Autorin, Mutter, Partnerin, und Gewaltopfer. Der Pfarrer, der mich während der Vorbereitungen zur Erstkommunion erst befummelt und dann in der Sakristei vergewaltigt hat, ist nicht geständig. Die Kirche hat meine Anklage gegen den Mann abgeschmettert. Nur ich und der Pfarrer wissen um das, was geschah, und ich weiß es in Erinnerungsfetzen, in den Flashbacks meines Körpers und den Alpträumen, Lähmungen und Ängsten, die mich verfolgen.<span id="more-1940"></span></p>
<p>Ich bin ein typisches Opfer sexueller Gewalt: Nichts in der Hand als das eigene Wissen und die Panikattacken in holzgetäfelten Räumen (die Sakristei war holzgetäfelt) und verletzlich bis ins Mark durch Menschen, die mir nicht glauben. So verletzlich, dass wir das Behaupten und Anklagen lieber nicht wagen, denn die Verzweiflung ist nie weit im Leben von Gewaltopfern: Das Ausgeliefertsein an die Weigerung der Mitmenschen, sich mit dem auseinander zu setzen, was doch täglich geschieht. Die hätte uns beinahe umgebracht und wir fürchten immer noch, dass sie es könnte.</p>
<p>Ich wende mich an andere Gewaltopfer und an die Gutwilligen, die die Kraft haben, die Barbarei wahr zu nehmen und sich ihr entgegen zu stellen, die sexuelle Gewalt bedeutet und verbreitet. Das Weiterexistieren von Taburäumen, in denen diese Gewalt stattfinden kann – gibt es nicht, ist nicht so schlimm, kann nicht sein – gefährdet unsere Kinder. Und unsere Zivilisation – sexuelle Gewalt treibt Menschen in den Wahnsinn, in die Obdachlosigkeit, in die Prostitution und in die Psychiatrie, denn sie trifft den Menschen in ihrem Innersten und zerstört komplett das Kostbarste, was wir haben: Vertrauen in Andere.</p>
<p>Dass es in Deutschland so lange dauert, bis die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche endlich Folgen zeitigen (Irland und Spanien sind viel „katholischer“ als Deutschland), hat nicht nur mit der starken gesellschaftlichen Stellung der Kirche hierzulande zu tun. Es hat auch mit dem „Opfer im Abseits“ zu tun, über das der ehemalige Italien-Korrespondent der TAZ, Werner Raith, ein Buch geschrieben hat. Nirgends, so hat er geschrieben, schweigen die Opfer so tief wie in Deutschland.</p>
<p>In diesem durch Krieg, Völkervernichtung und gegenseitigen Ausspionieren traumatisierten Land hat es schon zu viele Opfer gegeben. Kennen wir das nicht alle: Bloß nicht zur Last fallen, alleine zurecht kommen; mussten wir ja schon als Kinder, geht auch erwachsen (wenn es dann nicht mehr geht, ist dann oft ganz und gar Schluss; wie viele Narben an den Handgelenken habe ich in meiner Selbsthilfegruppe schon gesehen). Konstruktiv bleiben, den anderen helfen, uns zu verstehen und mit uns umzugehen (ja, das ist oft schwer).</p>
<p>Wir schämen uns auch. Ich schäme mich für meine Stressanfälligkeit in ganz banalen Situationen, dafür, dass ich dann meine Kinder anschreie. Ich schäme mich dafür, dass ich in mir die Fratze des Vergewaltigers trage, eines Gottesmannes, der eine Achtjährige im weißen Kommunionskleid mit Blick aufs Allerheiligste von hinten vergewaltigte. Der seinem Schützling, so sagte er, diese mysteriösen weißen Scheiben zeigen wollte, die angeblich der Leib Jesu waren. Ich schäme mich für die Botschaft, die ich bringe: Das ist möglich. Solche Menschen gibt es.</p>
<p>Ich schäme mich dafür, das Vertrauen zu stören, dass so viele Menschen ins Leben mitbekommen haben, weil sie Glück hatten. Das Glück, in eine Familie hineingeboren zu werden, in der sexuelle Gewalt nicht das menschliche Miteinander schon seit Generationen gestört und zerstört hatte. Ich trage eine ekelhafte, schleimige Kröte mit mir herum, die ich verstecke, so gut es geht, weil ich ihren Anblick niemandem zumuten will.</p>
<p>Aber das geht so nicht. Es wird immer so weiter gehen, immer weiter Kinder geben, die dran glauben müssen, wenn wir unsere Kröten bei uns behalten, als würden sie nur uns etwas angehen, bloß weil sich die Verantwortlichen ihrer nicht annehmen wollen. Und auch nicht müssen. Nichts einfacher, als einem Kind auch noch die Schuld anzuhängen, für das was geschah: Musste ich nicht noch bei meinem Peiniger zur Beichte gehen, und was habe ich wohl als Achtjährige daraus geschlossen, dass ich das musste (obwohl ich mich mit Händen und Füße dagegen wehrte)?</p>
<p>Auch und gerade die Prominenten unter den Opfern der Übergriffe an den katholischen Schulen wollen anonym bleiben. Was soll das bedeuten, als dass sie sich stigmatisiert fühlen und das Stigma verbergen wollen? Gezeichnet: Das sind wir. Ich erkenne mich im Spiegel erst, seit ich ein paar Falten habe und die Zeit ihre Zeichen gesetzt hat. Das glatte, schöne Gesicht war nie wirklich Meines. Dass man die Verheerungen nicht sehen kann, schwer vorstellbar. Nach Jahrzehnten haben einige von uns ihre Lehren aus der Wanderschaft durch die Hölle gezogen, und es ist durchaus so, dass das leben hilft und immun macht gegen die Verführungen, sich beim Gestalten des eigenen Lebens von Konventionen und Bequemlichkeit leiten zu lassen.</p>
<p>Die Stigmata bleiben. Sie bleiben so lange, wie es das Tabu um sexuelle Gewalt geben wird. Und das wird so lange bleiben, wie wir Opfer uns als die Zumutung betrachten, weil wir die Zumutungen durch die Täter nicht thematisieren dürfen. Weil es die Täter einfach nicht gibt, weil nicht geben darf. Weil zu viele Menschen wollen, dass sie die freundlichen, hilfsbereiten Lehrer, Pfarrer, Jugendbetreuer und sonst wer bleiben, als die sie sich ausgeben. Weil alles andere zu schrecklich wäre. Wir sind die Boten, und dass wir dauernd mit der Botschaft verwechselt werden, sollte uns nicht schrecken.</p>
<p>Wir brauchen ein Coming-Out der Opfer. Fasst Euch ein Herz: Was in einer Familie, einem Klassenzimmer, einem Gemeindezentrum geschehen konnte und kann, das geht jeden an. Hören wir auf, uns für das Falsche zu schämen: Für das, was uns geschehen ist und dafür, dass so etwas geschehen kann. Man kann sich für das schämen, was das aus einem gemacht hat; das hilft, die Schäden zu sehen und das eigene Leben nicht mehr von ihnen bestimmen zu lassen.</p>
<p>Aber was die Welt von uns verlangt (sehr viele jedenfalls), und was durchaus vergleichbar ist mit der Aufforderung an Vergewaltigungsopfern in Ländern wie Pakistan, sich doch umzubringen (also zu verschwinden, die Gemeinschaft nicht zu belasten) – das ist für niemanden gut, außer für die Täter und diejenigen, die sich die Welt so zurechtbiegen, wie sie in ihren Kram passt – was der Welt gar nicht bekommt.</p>
<p>Es gibt so viel zu tun. Die Verjährungsfristen müssen aufgehoben werden. Strafvereitelung, wie sie die Kirche seit Jahrzehnten betreibt, muss geahndet werden können, ebenso wie unterlassene Hilfeleistung.</p>
<p>Psychiater und Psychotherapeuten müssen begreifen, dass die Mehrheit ihrer Patienten da sind, wo sie sind, weil sie sexueller Gewalt ausgesetzt waren (es gibt wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema). Die Mystifizierung und Verbrämung von Inzest als Ingredienz griechischer Tragödien, das mit uns nichts zu tun hat, muss ein Ende haben: Der Inzest ist unter uns, so wie die wohl angesehenen Familienväter, die ihre Töchter missbrauchen.</p>
<p>Das ist erschreckend, ja. Und dass mir keiner kommt mit Generalverdacht gegen die Männer. Es geht um Sensibilisierung. Darum, dass man nicht mehr unterschiedslos über jeden noch so brutalen Gewaltverbrecher den immer gleichen Spruch serviert bekommt, so was hätte man von dem Mann aber niemals gedacht.</p>
<p>Nur wir können, ja müssen dafür sorgen, dass man anfängt zu denken. Dass die Gesellschaft – Richter, Staatsanwälte, Ärzte, Eltern, Nachbarn – die Existenz und die Schädlichkeit sexueller Gewalt denken kann und sich entsprechend verhalten. Gefährdete und auffällige Kinder wahrnimmt und schützt und Tätern endlich diesen Blankoscheck entzieht, der da lautet (in Medizinlehrbüchern), nicht alle Kinder nähmen Schaden, wenn sie sexueller Gewalt ausgesetzt seien.</p>
<p>Die traurige Wahrheit ist: Nicht alle von uns sind in der Lage die Tragweite des Geschehenen an sich heran zu lassen: Zu sehen, wie schrecklich es war. Jedes Mal wieder ist es ein Schock, der unseren Alltag durcheinander bringt, auch für uns selbst. Auch das wäre einfacher, wenn wir nicht abends beim Videogucken nicht vorgerechnet bekämen, dass illegal Filme zu kopieren uns in den Knast bringen kann, während wir am nächsten Morgen in der Zeitung mal wieder lesen müssen, dass 18 Monate auf Bewährung so die Strafe ist, mit der „schwerer sexueller Missbrauch“ geahndet wird.</p>
<p>Astrid</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/02/astrid2_2.jpg" target="_blank">Mein Foto</a></p>
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		<title>RESIGNIERT</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 08:41:02 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[ich hatte schonmal am 3.3.10 und davor als mutter hier geschrieben. Es  gibt noch eine Mutter die am 16.03 hier geschrieben hat und die Hölle  wie ich durchgemacht hat weil Ihr und Ihren Kind nicht geglaubt wurde  wie in meinem Fall. Ich möchte hier meine Geschichte erzählen mit der  Hoffnung das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ich hatte schonmal am 3.3.10 und davor als mutter hier geschrieben. Es  gibt noch eine Mutter die am 16.03 hier geschrieben hat und die Hölle  wie ich durchgemacht hat weil Ihr und Ihren Kind nicht geglaubt wurde  wie in meinem Fall. Ich möchte hier meine Geschichte erzählen mit der  Hoffnung das sich Opfer und Opferangehörige zusammenschließen. <span id="more-1924"></span>Mein Kind  hat mit 4 Jahren einmal von dem Mißbrauch von Ihrem leiblichen Vater  erzählt und wieder alles zurückgenommen. Das Kind zeigt noch  Auffälligkeiten wie Einnässen Einkoten nicht zum Vater gehen zu wollen.  Inzwischen gibt es ein Gerichtsurteil die durch ein Gutachten  beschlossen wurde die besagt es gibt kein sexuellen Mißbrauch also wird  zwangsweise das normale Umgang mit Übernachtungen wiedereingeführt,   obwohl ich als  Mutter gegen unbegleiteten Umgang bin.  Mein Kind 5  Jahre alt wird der weiteren sexuellen Mißbrauch ausgesetzt.Ich könnte in  Revision gehen aber ich könnte höchstens ein begleiteten Umgangsrecht von 3 Monaten  erreichen, mehr nicht. So sieht es aus bei dem deutschen Justiz. Die  durch Ihre bescheuerten Gutachten die Opferangehörige und Opfer mundtot  machen.  Wenn ich mich weiter verweigere mein Kind unbegleitet zum   Vater zu schicken wird mir das Sorgerecht entzogen das Kind kommt zum  Vater. Ich bin hofflungslos mir bleibt nicht anderes übrig mit meinem  Kind weit wegzuziehen und das ganze Leben was ich mit Mühe aufgebaut  habe wegzuwerfen. Wenn ich an die Presse gehe wird mir auch mein Kind  weggenommen. Ich muss anonym bleiben um das Kind weiterhin nicht zu  gefährden. Was ich auf den Punkt bringen möchte schließt euch bitte  zusammen die Erwachsenen Opfer könnten mit Ihren Geschichten und  Identität vieles bewegen, ihr braucht euch nicht mehr zu befürchten  nochmal sexuell mißbraucht zu werden. Ihr habt euer Kindheit verloren,  eure Seelen wurden ermordet,  was ist noch schlimmer. Ihr seid nicht  alleine es gibt so viele Opfer. Macht es für Euch und  Kinder die jetzt  leben und noch geboren werden. Wenn Mißbrauchsangehörige laut werden und  sich zusammenschließen wenn es auch anonym ist können wir sehr viel  verändern. Es ist die einzige Möglichkeit um nicht mehr ignoriert  ausgeschlossen verrückt erklärt und weiterhin missbraucht zu werden.  Kommt endlich aus der  Opferrolle raus.</p>
<p>Mutter 1</p>
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		<title>„Nimm Dich nicht so wichtig!“</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 06:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[„Nimm Dich nicht so wichtig!“ Dieser oftmals geäußerte Satz meiner Eltern schrie in mir, als ich mich überwand und hier zum ersten Mal die Folgen meiner Missbrauchserfahrungen niederschrieb. Es ist der erste Schritt aus dem Nebel, der mein bisheriges L(i)eben beschattet:
Als elfjähriger Messdiener – 1970 – begleitete ich den Vikar meines Heimatdorfes in seinem VW-Käfer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Nimm Dich nicht so wichtig!“ Dieser oftmals geäußerte Satz meiner Eltern schrie in mir, als ich mich überwand und hier zum ersten Mal die Folgen meiner Missbrauchserfahrungen niederschrieb. Es ist der erste Schritt aus dem Nebel, der mein bisheriges L(i)eben beschattet:</p>
<p>Als elfjähriger Messdiener – 1970 – begleitete ich den Vikar meines Heimatdorfes in seinem VW-Käfer zu einem Jugendcamp. Während der Fahrt öffnete sich die Klappe des Handschuhfaches und ein Stapel rosaroter Homomagazine fiel auf meinem Schoß. Ohne zu wissen, was mir geschah, wurde ich in diesem Moment zur „Vertrauensperson“ erhoben. Ich erinnere noch an die Waldlichtung, in der ich kurz darauf zum ersten Mal vergewaltigt wurde.</p>
<p>Was im Folgenden passierte, kann ich hier gar nicht sagen, schreiben, fühlen… Auf jeden Fall wurde ich über einen längeren Zeitraum von diesem Vikar missbraucht.</p>
<p>Geboren wurde ich 1959 als drittes von sieben Kindern. Aufgewachsen bin ich in Ostbevern, einem kleinen Ort in der Nähe von Münster/Westfalen. Meine Eltern waren sehr konservativ-katholisch; mein Vater war Kirchenbeamter.</p>
<p>Da meine Eltern kein Fernseher hatten, lud mich der Vikar immer wieder – auch über meine Eltern – zum Sonntagnachmittagsfernsehen ein. Regelmäßig wurde ich bei der Gelegenheit sexuell missbraucht.</p>
<p>Ich habe lange Zeit diesen Missbrauch komplett abgespalten. Nach meinem Abitur auf einem Bischöflichen Knabenkonvikt – Schloss Loburg bei Münster – habe ich meinen Heimatort Ostbevern ganz schnell verlassen. Immer, wenn ich diesen Ort besuchte, ging es mir nach kurzer Zeit so schlecht, dass ich wieder fahren musste. 33 Jahre war mir nicht bewusst, warum ich diese heftigen Übelkeitsgefühle hatte!</p>
<p>Ein einschneidendes Ereignis war der 17.1.1997. An diesem Tag wurde ich zu einem Klassentreffen eingeladen. Je näher der Termin „6.6.1997“ rückte, umso schwächer fühlte ich mich. Am 1.5.1997 konnte ich nicht mehr laufen, die Luft bliebt mir weg: Eine Beckenvenenthrombose hatte mich am Weitergehen gehindert. Im Nachhinein wurde eine Faktor-V-Mutation diagnostiziert. Diese führt dazu, dass das Blut gerinnt und sich Thromben und Embolien entwickeln.<br />
Der Ausbruch dieser Erkrankung verhinderte die Teilnahme an dem Klassentreffen. Der eigentliche Sinn aber war es, mich vor der räumlichen und emotionalen Nähe der Tatorte meines Missbrauchs zu schützen.</p>
<p>Aufgrund mehrerer Nahtodeserfahrungen im Zusammenhang mit dieser Erkrankung habe ich dann fünf Jahre lang eine tiefenpsychologische Körpertherapie gemacht. Ich habe in dieser Gruppentherapie viel über mich erfahren. Jedoch: Auch in der Zeit hätte ich jedem, der mich nach einem möglichen Missbrauch befragt hätte, den Vogel gezeigt!</p>
<p>Erst 2003 wurde mir mein Missbrauch bewusst: Nach einer Wanderung mit meinem Freund suchte dieser meinen Körper nach versteckten Zecken ab. Mir war dabei sehr komisch, ich musste die ganze Zeit „künstlich“ lachen… In der drauffolgenden Nacht wurde ich schweißgebadet von den Bildern und Gefühlen des Missbrauchs geweckt. Die harmlosen Berührungen meines Freundes hatten die Bilder wachgerufen und aus der Versenkung geholt. Vier Stunden musste ich duschen, kotzen, schreien &#8211; ich wusste nicht, wohin mit mir.</p>
<p>Etwa sechs Monate später habe ich dem Bischof von Münster mein Erleben schriftlich mitgeteilt. Daraufhin wurde ich eingeladen. Ich habe das Gespräch wie ein Verhör erlebt. Man wollte von mir wissen, welche Farbe und Musterung die Tapeten hatten, von welcher Firma der Fernseher war, wie viele Stufen die Treppe zum Schlafzimmer des Vikars hatten. Zum zweiten Gespräch begleitete mich dann mein Freund, der das Gespräch angesichts der für ihn unfassbaren Haltung der kirchlichen Vertreter abbrach.</p>
<p>Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder versucht, meinem Wunsch und mein Bedürfnis nach einer Beziehung zu verwirklichen. Alle Versuche scheiterten an meiner Unsicherheit, Vertauen in Nähe zu entwickeln. Und daran, dass es mir nicht möglich ist, mich in Nähe und Beziehung selbst zu fühlen und auch abzugrenzen. Ich hatte immer wieder das Gefühl, neben mir zu stehen, mich aufzulösen. Ich bin sicher, dass meine Unsicherheit und Unfähigkeit, mich in körperlicher und seelischer Nähe geborgen und sicher zu fühlen, eine maßgebliche Folge des Missbrauchs ist. Jede Form von „invasiver“ Berührung, sei es in der partnerschaftlichen Nähe oder beim Arzt, löst in mir eine Panik aus, die dann in Wut und Abwehr mündet. Diese Folge des Missbrauchs bestimmt mein Leben.</p>
<p>Die Berichterstattungen über die Missbrauchsfälle an Jesuitenschulen Anfang des Jahres wirkten wie ein „Trigger“. Ich erlebte den überwunden geglaubten Missbrauch, als sei er gerade geschehen. Die Gleichstellung der Opfer mit den Tätern – alle trugen einen Balken vor ihren Augen – hat mich unglaublich wütend gemacht. Ich möchte, dass die Balken verschwinden – die Not und die SCHAM der Opfer sichtbar werden. Ich möchte dazu beitragen, dass sich der Nebel lichtet, sich Angst in Vertrauen und Furcht in Widerstand wandelt.</p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/wp-content/uploads/2010/03/ruhmoeller.jpg" target="_blank">Deshalb zeige ich mein Gesicht!</a></p>
<p>Martin Ruhmöller</p>
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		<title>Mein Glaube an&#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 06:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, hier schreibe ich nun mal, wie die Auswirkungen für mich als Angehörige waren und sind.
Negativ:
Eine Partnerschaft in dem ein Mann in meinem Haus leben würde ist für mich nicht mehr denkbar. Denn dann wäre ein Mann auch in der Nähe meines Kindes.
Für mich ist es noch immer präsent, die Angst,wieder ohne mein Wissen, mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, hier schreibe ich nun mal, wie die Auswirkungen für mich als Angehörige waren und sind.</p>
<p>Negativ:</p>
<p>Eine Partnerschaft in dem ein Mann in meinem Haus leben würde ist für mich nicht mehr denkbar. Denn dann wäre ein Mann auch in der Nähe meines Kindes.<br />
Für mich ist es noch immer präsent, die Angst,wieder ohne mein Wissen, mit Schlafmitteln und Drogen zugedröhnt zu werden, damit sich einer an meinem Kind vergreift. Zu tief sitzt dies, zu tief!</p>
<p>Mein Glaube an die Justiz, Rechsanwälte, Polzisten, Staatsanwälte ist vernichtet worden.<span id="more-1915"></span></p>
<p>In diese Welt würde ich kein Kind mehr setzen!</p>
<p>Ich bin entsetzt darüber, wie gefühllos mit diesem Thema umgegangen wird, gefühllos für die Betroffenen. Entsetzt darüber wie ignorant die Menschen sind, entsetzt darüber, dass Opfer im Stich gelassen werden und Täter beschützt!</p>
<p>Entsetzt darüber, dass so wenig Menschen die Petition unterscheiben, obwohl Hr Denef sich unermüdlich einsetzt und überall Kund tut, wofür er sich einsetzt.</p>
<p>Entsetzt darüber wie weltweit mit Kindern umgegangen wird. Entsetzt darüber, wieviele Erwachsene noch immer wegschauen.<br />
Entsetzt wie wenig Zivilcourage vorhanden ist, um Kinder zu schützen.</p>
<p>Verärgert über die Politiker, die seit Jahren nichts tun<br />
Verärgert über viele Vereine, die sich zum Schutze der Kinder vereinen und tatkräftig fast nichts tun, wenn ein akuter, aber nicht offenkundig nachweisbarer Fall vorhanden ist.<br />
Verärgert über die Verfuscherrei und Verheimlichung von Kindsmissbrauch.</p>
<p>Wütend darüber, dass so getan wird als ob Priester vor 20 Jahren missbraucht hätten und es keine Fälle gäbe.</p>
<p>Wütend darüber, dass über aktuelle Fälle nichts aber auch garnichts erzählt wird.</p>
<p>Verletzt darüber, dass man versucht, Betroffene und deren Angehörige noch immer zu Opfern zu machen, weil sie sich wehren.</p>
<p>Verletzt darüber, dass die Gesellschaft die Betroffenen ausschließt, anstatt sie zu schützen und noch mehr ins Gesellschaftsleben einzubinden.</p>
<p>Verletzt, dass den Betroffenen keiner bei Anzeigen, Verhandlungen und ähnlichem beisteht.</p>
<p>POSITIV:</p>
<p>Glücklich nun erkennen zu können, wie Täter handeln, glücklich darüber die Hilfeschreie der Kinder zu erkennen</p>
<p>Glücklich darüber ENT&#8212; Täuscht zu sein, weil man mich nicht mehr so leicht täuschen kann.</p>
<p>Glücklich darüber, dass wir überlebt haben und glücklich darüber, dass es Menschen wie Hrn. Denef gibt.</p>
<p>Glücklich darüber, dass mein &#8220;rosarotes&#8221; Weltbild zerstört wurde, weil ich mit offenen Augen durch diese Welt gehen kann.</p>
<p>Mutter</p>
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		<title>Missbrauchsopfer in der zweiten Generation</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 14:31:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein Name ist Tanja Müller. Ich bin 37 Jahre alt, Mutter eines 15 Jährigen Jungen und Missbrauchsopfer in der zweiten Generation.
Ich wurde von 3 Familienmitgliedern und einem Nachbarn sexuell missbraucht und vergewaltigt. 
Der Missbrauch zieht sich über mehrere Generationen und ist nun leider auch in der dritten Generation angekommen. Da man aufgrund der Gesetze wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Name ist Tanja Müller. Ich bin 37 Jahre alt, Mutter eines 15 Jährigen Jungen und Missbrauchsopfer in der zweiten Generation.<br />
Ich wurde von 3 Familienmitgliedern und einem Nachbarn sexuell missbraucht und vergewaltigt. <span id="more-1897"></span></p>
<p>Der Missbrauch zieht sich über mehrere Generationen und ist nun leider auch in der dritten Generation angekommen. Da man aufgrund der Gesetze wenig gegen die Täter tun kann, geht der Missbrauch ungestraft weiter.</p>
<p>Lange kämpfe ich schon gegenn die Verjährungsfristen und hoffe das ich als Autorin etwas dazu beitragen kann, dass der sexuelle Missbrauch kein Tabuthema mehr ist.</p>
<p>Solange sich an den Gesetzen nichts ändert und ein Mensch der Kinder missbraucht eine mildere bis gar keine Strafe erhält, wie ein Mensch der den Staat betrügt, wird sich nichts ändern.</p>
<p>Wir müssen unsere Kinder schützen und dass können wir nur in dem wir aufstehen und unsere Geschichte öffentlich machen.</p>
<p>Wir müssen unser Schweigen brechen, damit die Gesellschaft lernt hin und nicht wegzuschauen.</p>
<p>Tanja Müller alias Angela Moonlight</p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/wp-content/uploads/2010/03/Bild1ab.jpg" target="_blank">Mein Foto</a></p>
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		<title>Dem Kind wurde nicht geglaubt</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 14:15:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– auf die Angehörigen]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallo,
hier schreibe ich mal die Geschichte meines Kindes und mir auf.
Ich bemerkte den Missbrauch meines Kindes als es 4 Jahre alt war. Der Vater war mehrere Wochen, Gott sei Dank, nicht im Hause und das Kind war dem Druck nicht ausgesetzt. Durch einen puren Zufall kam heraus, dass der Vater das Kind sowohl für seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,</p>
<p>hier schreibe ich mal die Geschichte meines Kindes und mir auf.<br />
Ich bemerkte den Missbrauch meines Kindes als es 4 Jahre alt war. Der Vater war mehrere Wochen, Gott sei Dank, nicht im Hause und das Kind war dem Druck nicht ausgesetzt. Durch einen puren Zufall kam heraus, dass der Vater das Kind sowohl für seine sexuellen Neigungen missbrauchte und auch auf eine sadistische Weise misshandelte. <span id="more-1893"></span>Die Einzelheiten möchte ich Euch und mir ersparen, denn solch grausame Handlungen möchte ich nicht schildern, unter anderem weil ich mich auch nicht daran erinnern will.<br />
Im Laufe der Zeit kam heraus, wie ein Puzzle das sich zusammenfügte, dass der Vater mir Schlafmittel verabreicht haben muss, mich unter Drogen gesetzt haben muss, damit er sich ungestört am Kind vergreifen konnte, denn mit der Zeit fielen mir immer mehr Sachen ein, die genau zu dem passten, was das Kind von sich gab. Es war nicht so, dass das Kind mir erzählte, sondern, in seinen Flaschbacks fragte es mich, ob man das oder dies mit dem Kind machen darf oder es lief zur Tür und sagte, da, da ist er wieder bitte beschütze mich. Während ich das Schreibe kommen wieder Tränen, weil ich die Bilder des damalig 4 jährigen Kindes wieder vor Augen habe. Der Vater kam nie wieder zu uns nach Hause, weil ich sofort Maßnahmen zum Schutze meines Kindes ergriff.</p>
<p>Geschockt von alldem habe ich mich um Hilfe gewandt,<br />
- anonym bei der Polizei (die mir mitteilte, ohne direkte Beweise, würde der Täter nicht verurteilt werden)<br />
- an Hilfsinstitutionen<br />
- an Kinderschutzzentrum<br />
- an Anwälte, Staatsanwaltschaft, Politiker usw., usw.<br />
- Weisser Ring (der Rechtsanwalt teilte mir mit, ich solle vorsichtig sein, es höre sich an wie der Fall Dutroix, dieser Rechtsanwalt verschwieg sogar aus Angst seinen Namen vor dem Mann, ich musste in meinem Namen die Briefe absenden)</p>
<p>Parallel begab ich mein Kind knapp 6 Wochen nach dem ich erfahren hatte was geschehen sein muss in therapeutische Hände, die ich durch den Anwalt des Weissen Ringes ausfindig machte. Sieben lange Jahre war das Kind bei zwei verschiedenen, hintereinander behandelnden Therapeutinnen.</p>
<p>Vor ein paar Jahren als das Kind alt genug war und stabil genug, zeigte ich den Kindsvater an, wie ihr euch vorstellen könnt, ohne Erfolg.</p>
<p>Nun Tatsachen der deutschen Justiz:</p>
<p>- Das Kind wurde angehört, die Therapeutinnen bestätigten den Missbrauch<br />
- Ich machte meine Aussagen und meine Beobachtungen, meine Notizen die ich von Anfang an gemacht habe, habe ich bei der Polizei abgegeben.</p>
<p>Ergebnis:</p>
<p>- Dem Kind wurde nicht geglaubt<br />
- Den Therapeuten wurde nachgesagt, sie wären von mir beeinflusst worden<br />
- Kein einziger Zeuge wurde angehört<br />
- Der Kindsvater wurde nicht mal verhört</p>
<p>Das Kind hat erzählt mit vier Jahren, dass es dort wo der Vater es hingebracht hätte (Ort möchte ich nicht angeben) Bilder von Kindern mit Blut im Gesicht gäbe.<br />
All diese Aussagen hat die Polizei dem Kindsvater in der Akte die sein Anwalt verlangt hat, ausgehändigt.</p>
<p>Als ich sagte, dass ich zur Presse gehen werde wurde mir verdeutlicht, dass sie dafür sorgen werden, dass mir das Kind weggenommen wird, da ich es der Öffentlichkeit bekannt geben würde und somit das Kind keine Anonymität hätte. Aus Angst, das Kind könnte dann dem Vater ausgehändigt werden schwieg ich.</p>
<p>Vor lauter Angst um mein Kind habe ich geschwiegen und bleibe weiterhin still. Meine Angst um das Wohl meines Kindes ist mehr vor den Behörden und deren Blindheit! Deshalb schreibe ich hier auch anonym!</p>
<p>Was ich Euch hier schildere ist eine sehr, sehr verkürzte Form dessen was da wirklich abgelaufen ist.<br />
Es würde jeden Rahmen sprengen, wenn ich alles aufschreiben würde.</p>
<p>Auf jeden Fall habe ich gemerkt, keine Kinderschutzorganisation, keine Opferorganisation, keine Vereine zum Schutze des Kindes, keine Vereine gegen den Kindsmissbrauch, hat mir wirklich geholfen.</p>
<p>Kein Mensch war bei den Vernehmungen dabei, außer einer Therapeutin des Kindes.<br />
Keine Organisation hat uns geholfen, das einzige was sie taten war: zuhören!</p>
<p>Ich merkte im Laufe der Zeit, dass in den Vereinen, bei der Polizei, bei der Staatsanwaltschaft, bei den Anwälten und vielen anderen, selbst traumatisierte Menschen waren, oder gar Pädophile.</p>
<p>Es gibt viele Broschüren zum Thema Kindsmissbrauch, auch ausgelegt bei der Polizei, aber nur wenige lesen es wirklich und die Essenz des Ganzen war für mich:</p>
<p>Den missbrauchten Kindern wird nicht geholfen und es besteht auch kein &#8220;WIRKLICHES&#8221; Interesse dazu.</p>
<p>Ich wartete und versuchte immer wieder Bewusst zu machen, dass jemand den Kindsvater stoppen müsse und das man diesen Fall besser betrachten solle, doch vergebens. Ich wurde immer wieder mundtot gemacht.<br />
Wir wurden als Lügner hingestellt, als Denuntianten, als evtl. Geisteskrank und kein Mensch hat sich wirklich mit diesem Fall beschäftigt. Wegen dem Kindsmissbrauch reichte ich damals die Scheidung ein und vor den Gerichten wurden meine Tochter und ich wieder zu Opfern gemacht.</p>
<p>Als ich dann Herrn Denef vor 2 Wochen im Radio hörte, schöpfte ich Hoffnung! Endlich war jemand da, der selbst ein Opfer gewesen ist, und öffentlich erklärte wie die Öffentlichkeit und die Behörden mit den Opfern umgingen. ICH DANKE IHM DAFÜR, man kann sich nicht vorstellen was ich an diesem Tag fühlte.</p>
<p>Noch immer stellen es die Medien so hin, als ob der Missbrauch von Kindern in der Kirche vor 20 Jahren war und jetzt in Deutschland alle weiße Westen hätten.</p>
<p>Von den Missbrauchsfällen in der eigenen Umgebung und Familie wird nur sehr gering aufgeklärt. Die Opfer der Fälle in den eigenen Familien haben Angst, Scham und viele anderen Gefühle, weshalb sie nur sehr vorsichtig an die Öffentlichkeit gehen.</p>
<p>Ich lernte seit dem:<br />
Es gibt Pädophile Richter, Anwälte, Polizisten, Staatsanwälte, Politiker, Jornalisten, Psychater, Kinderärzte, alles was man sich vorstellen kann und sie sind durch die Reihe gut vernetzt miteinander!</p>
<p>Zeitungsartikel, wie: Polizei lies Kinderpornoring hoch gehen, sind nur Artikel um der Bevölkerung ein falsches Bild zu geben, nämlich, dass die Behörden was gegen Kindsmissbrauch tun würden. Alles nur eine Phrase!</p>
<p>Weiter wird nie berichtet, was mit den Tätern geschah usw. Ein Richter, Vorstand des Verfassungsgerichts wird wegen Kinderpornographie zu Geldstrafe verurteilt und eine mutige Staatsanwältin verlangt weiterhin, dass er suspendiert wird und nichts geschieht.</p>
<p>Meine Hoffnung:</p>
<p>Dass durch das Thema, Kindsmissbrauch durch Geistliche und Lehrer bald auch das Thema des Kindsmissbrauchs in der Familie ans Tageslicht kommt und hier immer mehr Opfer sich zu Wort melden.</p>
<p>Gruß einer Mutter deren Kind Betroffene ist und deren mutiger Einsatz und Kampf für die Wahrheit im Sande verlaufen ist.<br />
Manchmal frage ich mich, wie viele Mütter oder Väter es noch gibt, die von der Justiz unter den Tisch gekehrt worden sind. Wenn es die gibt, bitte ich Euch schreibt hier in diesem Forum, damit auch wir uns mit Hilfe von Herrn Denefs mutigem Einsatz solidarisch zusammen schließen können.</p>
<p>Mutter</p>
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		<title>lieber unbekannnt bleiben</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 12:03:52 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich ist diese Plattform ja für Betroffene gedacht, die sich nach außen outen können/sollen/dürfen.
An sich eine gute Idee, doch möchte ich mit diesem Beitrag aufzeigen, wie schwer es für Betroffene ist sich namentlich zu outen. Zu groß ist die Angst dadurch Nachteile zu erzielen, wenn das Lebensumfeld solche Informationen dazu nutzten könnte mich verletzend zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich ist diese Plattform ja für Betroffene gedacht, die sich nach außen outen können/sollen/dürfen.<br />
An sich eine gute Idee, doch möchte ich mit diesem Beitrag aufzeigen, wie schwer es für Betroffene ist sich namentlich zu outen. Zu groß ist die Angst dadurch Nachteile zu erzielen, wenn das Lebensumfeld solche Informationen dazu nutzten könnte mich verletzend zu ächten, oder anderweitig in Frage zu stellen.<br />
Deshalb begnüge ich mich an dieser Stelle die unendlich tiefe Scham hervorzuheben, die mit sexuellem Missbrauch verbunden sind.<span id="more-1885"></span><br />
So bin ich nicht nur als Kleinkind wie meine Geschwister vom Vater missbraucht worden.<br />
Daran kann (und will) ich mich zwar nicht mehr erinnern, aber dieser Fakt wurde im Alter von über 40 Jahren als unzweideutig festgestellt.<br />
Umso schlimmer wogen später zwei weitere Missbräuche, die mir als 18 jähriger Tramper widerfuhren, weil ich in diesen Momenten der Übergriffe vor Angst und Unsicherheit zur Bewegungs- und Entscheidungsunfähigkeit erstarrt war. Gott sei Dank waren diese Übergriffe nicht mit Penetration verbunden, aber da mir schon damals jede körperliche Berührungen zuwider waren, kann man sich vielleicht vorstellen, wie schlimm ich diese Situationen empfand.  Dennoch fühle und vor allem leide ich nicht so wie  manch andere Missbrauchsopfer die sich noch als Kinder ihrer Missbrauchssituationen bewusst sind.<br />
Nur die Scham, die sitzt noch immer dermaßen tief, dass ich auch heute nicht in der Lage bin mich namentlich zu bekennen.<br />
Allen Betroffenen wünsche ich viel Glück und Erfolg um ihren inneren Frieden zu finden.</p>
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		<title>Von Seiten der Psychiatrie erhielt ich keinerlei Hilfe</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 07:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin jetzt 62 Jahre alt.
Als ich 12 Jahre alt war, wurde ich von meiner Mutter missbraucht (Inzest). Erst vor fünf Jahren kam die Erinnerung an dieses Ereignis an die Oberfläche, mehr als 40 Jahre danach. Mein seelischer Schmerz war derart, dass in etwa 12 Krisen mein Herz langsam aufhörte zu schlagen und die Atmung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin jetzt 62 Jahre alt.</p>
<p>Als ich 12 Jahre alt war, wurde ich von meiner Mutter missbraucht (Inzest). Erst vor fünf Jahren kam die Erinnerung an dieses Ereignis an die Oberfläche, mehr als 40 Jahre danach. <span id="more-1857"></span>Mein seelischer Schmerz war derart, dass in etwa 12 Krisen mein Herz langsam aufhörte zu schlagen und die Atmung aussetzte. Nur sehr knapp entkam ich dem Tod. Ich lebe in Frankreich, einem Land, in welchem die Auswirkungen von sexueller Gewalt noch stärker als in Deutschland negiert werden. Von Seiten der Psychiatrie erhielt ich keinerlei Hilfe, niemand nahm meine Geschichte ernst, jeder erklärte sie sei phantasiert. Bis mir zufällig eine Freundin meiner verstorbenen Mutter erzählte: ja, sie habe es gewusst, meine Mutter habe es ihr vor langer Zeit genau erzählt, sie selbst habe nicht gewusst, dass ich nichts davon wisse. Meine Frau reichte die Scheidung ein. Ich konnte nicht mehr in meinem Beruf arbeiten nach dem Nervenzusammenbruch, der sich etwa drei Wochen nach dem Wiedererleben des Inzest ereignete. Ich war eine Woche in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt, weil ich hoffte, dort Schutz zu finden. Dies war die dümmste Entscheidung, die ich in meinem Leben getroffen hatte, denn dort wartete man allein darauf, dass ich verrückt würde, sonst nichts. Von den 15 Patienten in der psychiatrischen Anstalt waren neun dort, weil sie im wörtlichen Sinne verrückt geworden waren durch sexuelle Misshandlung in ihrer Kindheit.  In der Regel viele Jahre später. Unsere psychiatrischen Anstalten sind voll von späten Opfern sexuellen Missbrauchs.</p>
<p>Ich habe diese Situation überlebt, habe nach dem Zusammenbruch vor fünf Jahren mein Leben radikal geändert, habe mich zu einem glücklichen, freien Menschen entwickelt. Dies ist jedoch nicht die Regel. Mit Entsetzen hatte ich vor fünf Jahren feststellen müssen, dass meine Mutter als Kind regelmäßig von ihrem Vater missbraucht wurde, und, dass mein zweiter Sohn als 13 jähriger auf übelste Art missbraucht wurde. Er hatte als 24 jähriger endlich den Mut darüber zu sprechen, als er erfuhr, was mit mir geschehen war. Er erstattete vor fünf Jahren Anzeige, bis heute hat die Staatsanwaltschaft nichts unternommen.</p>
<p>Ja, so ist die Situation in unseren Gesellschaften. Kinder, nicht zu vergessen in der Mehrzahl Mädchen, sind immer noch sehr häufig Opfer sexueller Gewalt, wie viele genau weiß ich nicht, prozentuale Zahlen erscheinen mir auch nicht sehr wichtig. Es sind auf jeden Fall viel zu viele.</p>
<p>Ich bin einverstanden, mich mit meinem vollen Namen und Geschichte in Deinem Blog zu outen. Spreche seit fünf Jahren ganz offen darüber. Die derzeitige Diskussion in den Medien zu den Fällen in der katholischen Kirche zeigt mir, daß die meisten Menschen nicht begriffen haben, welche Leiden da zugefügt werden. Es ist ganz einfach nur noch tieftraurig.</p>
<p>Ich erlebte mit 12 Jahren den Inzest mit meiner Mutter. Wie reagierte ich darauf? &#8211; Mit Vergessen und mit häufigen, täglichen Ohnmachtsanfällen. Dank der Ohnmachtsanfälle wurde ich für 1 1/2 Jahre von meiner Familie getrennt und lebte in einem kleinen Kinderheim. Erst als ich 56 Jahre alt war kam die Erinnerung an dieses Ereignis in allerkleinsten Details wieder, einschließlich der Gerüche. Niemand in meiner Umgebung, ich einschließlich, hatte einen Zusammenhang gesehen, zwischen den Ohnmachtsanfällen und einem schweren psychischen Trauma. Meine Erfahrung mit der Klinischen Psychologie ist niederschmetternd. Es bleibt noch viel zu tun. Jedoch ohne Herzensbildung ist alle Forschung vergebens.</p>
<p><a href="http://www.blogger.com/profile/16962836126507302788" target="_blank">Frank Linnhoff</a></p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/wp-content/uploads/2010/03/frank.jpg" target="_blank">mein Foto</a></p>
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		<item>
		<title>Das Leben im Katholischen Kinderheim</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 16:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wurde 1944 in Berlin-Buch geboren. Meine Mutter ist bei der Geburt gestorben und mein Vater ist im Krieg umgekommen. Ich wurde als Findelkind gefunden und in ein Weisenhaus im Eisfeld bei Heiligenstadt, in ein katholisches Weisenhaus eingeliefert da alle Staatlichen Einrichtungen voll wahren.
Als Kleinkind wurde ich behutsam betreut und behutsam aufgezogen. Mit sechs Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wurde 1944 in Berlin-Buch geboren. Meine Mutter ist bei der Geburt gestorben und mein Vater ist im Krieg umgekommen. Ich wurde als Findelkind gefunden und in ein Weisenhaus im Eisfeld bei Heiligenstadt, in ein katholisches Weisenhaus eingeliefert da alle Staatlichen Einrichtungen voll wahren.<span id="more-1841"></span><br />
Als Kleinkind wurde ich behutsam betreut und behutsam aufgezogen. Mit sechs Jahren bin ich in die Schule gekommen. Ich ging gerne in die Schule, das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wir Kinder wurden von den Kloster Schwestern unterrichtet. Sie wahren sehr streng mit uns. Wir hatten auch ein Kloster Pater der uns Religion unterrichtete. Der wahr nicht gut mit uns er schlug uns wenn wir den Stoff (Latein) nicht richtig ausgesprochen hatten. Da ich gut war hat er zu mir gesagt, ob ich ein Messdiener werden möchte ich war begeistert über diesen Vorschlag.<br />
Ich war sieben Jahre alt.<br />
Der Pater bevorzugte mich und ich durfte öfter zu ihm nach Hause, in die Villa, die im Kloster war. Eines Nachmittags bin ich wieder hin. Er bat mich rein und machte mir ein Tee und wir hatten uns unterhalten. Auf einmal, von einer Sekunde auf die andere, eiskalt, ich hatte nichts getan, er kam aber immer näher an mich rann und streichelte mich. Es war unangenehm. Ich hatte aber keine Wahl, hatte Angst vor ihm und lies es geschehen. Es wurde immer schlimmer. Er machte seine Hose auf und ich musste ihn anfassen und daran spielen. Dann zog er mich aus. Ich fing an zu weinen. Er sagte, das ist doch nicht so schlimm und machte immer weiter, bist seine Haushälterin kam. Er sagte, das sei unser Geheimnis und drohte mich mit den Worten: Sollte ich irgendjemanden davon erzählen, würde er mich in ein dunklen Keller sperren. Ich versprach ihn, das ich es nicht sagen werde, da ich so eine Angst vor ihm hatte. Ich wollte kein Messdiener mehr sein und ging ihm aus dem Weg. Das war nicht immer möglich. Er holte mich dreimal zu sich nach Hause und diese Handlungen wurden immer schlimmer und gewalttätiger. Ich konnte nicht mehr und kam nicht gegen ihn an und konnte es keinem erzählen, da sie mir sowieso nicht geklaubt hätte. Wir mussten einmal im Monat zur Beichte. Ich hatte Angst davor. Ich konnte keine Nacht mehr schlafen, da mir die Bilder immer wieder vor Augen waren und fing zu schaukeln an und zu singen, bis die Nachtschwester kam und mir einen Eimer Wasser ins Bett schüttete. Am anderen Morgen wurde mir die nasse Wäsche über meinen Körper gelegt zum trocknen.<br />
Meine schulischen Leistungen wurden immer schlechter. Ich war übermüdet. Da ich diese Vorfälle meinem besten Freund erzählte, lachte er mich aus und erzählte es allen. Ich musste zur Oberin, das ist die Leiterin des Heimes. Sie sagte, ich möchte wissen was los ist. Ich schämte mich und dann habe ich ihr alles gesagt was der Pater mit mir gemacht hat. Sie beschimpfte mich. Ich sei ein Lügner und warf mich raus. Ich hatte nichts mehr zu lachen und wurde nur noch gehänselt. Die älteren Jungs sind jede Nacht gekommen und haben mich geknebelt und sexuelle Handlungen vorgenommen und da war ich erst acht Jahre.<br />
Ich musste die Dreckarbeiten machen die keiner machen wollte z.B., wir hatten im Kloster eine große Landwirtschaft und da musste ich die Schweine ausmisten, den Misthaufen auf die andere Seite Schaufeln und den scharfen Hund füttern. Mit dem Hund hatte ich mich angefreundet. Hatte erst Angst vor ihm, bis er bemerkte, dass ich immer traurig war. Der Hund wurde durch eine Klappe gefüttert, dass er niemanden beißen konnte. Ich hatte Vertrauen zu dem Hund und versuchte ihn zu streicheln. Er kam ganz dicht an den Zwinger und lies sich streicheln. Da hatte ich meinen besten Freud gewonnen. Ich fürchtete mich vor jeder Nacht. Ich hatte so eine Wut auf den Pater. Wir mussten ihn jeden Morgen von der Willa abholen. Es war im Januar morgens noch dunkel. Ich nahm den Abträtet vor seiner Treppe raus und klingelte. Er kam raus und sagte „Grüß Gott Kinder“ und ging die Treppe runter und fiel ins Loch rein. Ich sprang gleich hin, um zu helfen. Er konnte nicht mehr stehen und holte unseren Docktor. Wir hatten eine Krankenstation. Er kam gleich mit und stellte fest, dass er ein Bein gebrochen hatte. Ich verspürte kein Mitleid mit ihm, da er mich immer wieder missbrauchte und jetzt acht Wochen vor ihm Ruhe hatte. Es war so schlimm, dass ich mir das Leben nehmen wollte. Ich bin auf einen hohen Baum geklettert und von oben herunter gesprungen. Ich wollte nicht mehr Leben.<br />
Leider hatte ich nur Rippenbrüche zu verzeichnen. Nach so einer Re-Traumatisierung sind die Ohnmachtgefühle kaum in Worte zu fassen, die einen überwältigen. Es ist kaum auszuhalten, weil man auch panische Angst hat, dass mir bei diesem Machtgefälle nicht mehr geglaubt wurde. Mein leben wurde mit Hass und Gewallt geprägt. Der einzige Freund war der Hund, den ich betreute und pflegte.<br />
Eines Nachmittags, wo ich vom Feld gekommen bin, ich wollte ich meinen Hund begrüßen. Der war aber nicht da. Als ich auf meine Station gekommen bin hörte ich ein Bellen und Schreie von Kinder. Da ist der Bauer mit dem Hund auf die Station gekommen. Ich wusste nicht warum. Der hetzte den Hund auf die Kinder. Die schrien um Hilfe. Ich bin rein. Der Bauer hetzte den Hund auf mich. Der aber kam zu mir und wedelte mit dem Schwanz. Der Bauer schlug den Hund so, dass er jaulte. Da nahm er ein Stuhl und zog ihn über seinen Kopf. Er ging zu Boden. Ich nahm den Hund und brachte ihn in seine Hütte zurück. Daraufhin musste ich drei Tage in nasse Sachen, die nicht gewechselt wurden. Ich hab gestunken bis Freitag zum Wäschetauschen, in einem dunklen Keller, ohne was zu Essen und zu Trinken. Nach drei Tagen wurde ich aus dem Keller geholt. Mein Körper war geschwächt. Ich wog nur noch 28 kg mit neun Jahren.<br />
Nach der Schule wollte ich meinen Hund besuchen und Füttern. Der Hundezwinger war leer. Ich fragte: Wo der Hund ist? Mann sagte mir, der Hund wurde erschossen, da er wertlos sei. Ich weinte und wurde immer aggressiver. Meine Mitschüler bewunderten mich, dass ich so mutig war. Die Schwestern und der Pater hassten mich. Bestrafungen und Schläge wahren an der Tagesordnung.<br />
Ich aß keine Graupensuppe. Es gab mal wieder welche und ich habe sie nicht gegessen. Daraufhin wurde sie mir immer wieder hingestellt und es gab nichts anderes. Ich habe sie nicht angerührt. Nach vier Tagen hat die Schwester mir die Nase zugehalten, dass ich die Suppe schlucken musste. Daraufhin spuckte ich die Suppe ihr ins Gesicht. Sie wurde böse und ich musste den ganze Tag in einer Ecke stehen mit ausgestreckten Armen, acht Stunden ohne Essen und Trinken und durfte nicht auf die Toilette. Ich machte in die Hose und brach zusammen. Ich war nicht der Einzige der so behandelt wurde.<br />
Der Pfarrer wurde dann versetzt da er sich noch anderen&#8230;</p>
<p>Bernd Schulz</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Pädophile Vergangenheit des Daniel Cohn-Bendit  &#8211; Der Kinderschänder</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 06:10:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Tätersprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Thomas Meier, Zürich, 23.02.2001
Erschreckende Tatsachen treten zutage, wenn man frühere Veröffentlichungen Daniel Cohn- Bendits genauer studiert. Der damalige militante Achtundsechziger, Wortführer der anti- autoritären Studentenbewegung in Frankreich und Deutschland und heutige prominente Grünen-Abgeordnete im Europa-Parlament, beschrieb in seinem Memoiren-Band «Der grosse Basar» ausführlich seine sexuellen Erlebnisse mit fünfjährigen Kindern.
Der als einer der Führer der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von Thomas Meier, Zürich, 23.02.2001</p>
<p><strong>Erschreckende Tatsachen treten zutage, wenn man frühere Veröffentlichungen Daniel Cohn- Bendits genauer studiert. Der damalige militante Achtundsechziger, Wortführer der anti- autoritären Studentenbewegung in Frankreich und Deutschland und heutige prominente Grünen-Abgeordnete im Europa-Parlament, beschrieb in seinem Memoiren-Band «Der grosse Basar» ausführlich seine sexuellen Erlebnisse mit fünfjährigen Kindern.<span id="more-1744"></span></strong></p>
<p>Der als einer der Führer der Studentenbewegung Ende der sechziger und der siebziger Jahre berühmt gewordene Politiker Daniel Cohn-Bendit, heute Europa-Abgeordneter der Grünen, hat im Jahre 1975 unter dem Titel «Der grosse Basar» ein heute in Vergessenheit geratenes Buch veröffentlicht, mit dem er nach eigenen Worten seine «Bestandsaufnahmen und Schlussfolgerungen aus der Geschichte der letzten zehn Jahre» zu Papier brachte. Es ist der «Schweizerzeit» gelungen, ein Exemplar des längst vergriffenen Memoirenbands aufzutreiben. Was Cohn-Bendit darin niedergeschrieben hat, lässt jedem auch nur mit einer Spur von moralischem Anstand und sittlichem Empfinden ausgestatteten Leser den Atem stocken. Nachstehend einige Ausschnitte aus dem Kapitel «Little Big Men», veröffentlicht auf Seite 139 bis 147 des genannten Buchs, im unveränderten Originalwortlaut:</p>
<p>«Ich hatte schon lange Lust gehabt, in einem Kindergarten zu arbeiten. Die deutsche Studentenbewe- gung hat ihre eigenen antiautoritären Kindergärten hervorgebracht, die von den Stadtverwaltungen mehr oder weniger unterstützt wurden. Ich habe mich dann 1972 beim Kindergarten der Frankfurter Universität beworben, der in Selbstverwaltung der Eltern ist und vom Studentenwerk und der Stadt unterstützt wird. (&#8230;)</p>
<p>Die Eltern haben mich als Bezugsperson akzeptiert. Ich habe in diesem Kindergarten zwei Jahrelang gearbeitet. Dort waren Kinder zwischen zwei und fünf Jahren &#8211; eine fantastische Erfahrung. Wenn wir ein bisschen offen sind, können uns die Kinder sehr helfen, unsere eigenen Reaktionen zu verstehen. Sie haben eine grosse Fähigkeit zu erfassen, was bei den Grossen vor sich geht. (&#8230;)</p>
<p>Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet. (&#8230;)</p>
<p>Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: &#8220;Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?&#8221; Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestrei- chelt.»</p>
<p>Zu den ersten, die auf die pädophile Vergangenheit des Europa-Parlamentariers Cohn-Bendit aufmerk- sam geworden sind, gehörte der frühere deutsche Aussenminister Klaus Kinkel. Der Schwabe kämpft seit Jahren gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern.</p>
<p>In einem am 31. Januar 2001 in der Berliner Tageszeitung «B.Z.» publizierten offenen Brief an Cohn- Bendit verlangte Kinkel «eine deutliche Klarstellung, dass es in Kontakt mit den Kindern nie zu unsitt- lichen Berührungen bei Ihnen oder durch Sie gekommen ist». Die Art und Weise, wie sich Cohn-Bendit mit dem so sensiblen Thema, bei dem es um eine zentrale Frage der Moral geht, auseinandersetzt, lasse sich, so Kinkel, «weder mit der damaligen Situation der antiautoritären Kindererziehung noch mit Naivität erklären». Wer Kronzeuge für die Achtundsechziger Generation sein wolle, müsse «schon ernstzunehmende Massstäbe an sich selbst anlegen und anlegen lassen».</p>
<p>In seinem ebenfalls in der genannten Berliner Zeitung veröffentlichten Antwortbrief erklärte Cohn-Bendit, dass ihm damals «das Problem nicht bewusst» gewesen sei. Man habe versucht, «in einem kollektiven Diskurs eine neue Sexualmoral zu definieren». Bei den geschilderten Sexszenen habe es sich um eine «ich-bezogene Selbstreflexion» gehandelt, mit der er habe «zuspitzen und provozieren» wollen. Dabei wolle er sich «als Tabubrecher profilieren».</p>
<p>Mit dieser Antwort hat Cohn-Bendit die von ihm verlangte Klarstellung, dass es nicht zu sexuellen Kontakten mit Kindern gekommen ist, offensichtlich nicht abgegeben. Dass es sich bei den Schilderun- gen seiner Sex-Erlebnisse mit fünfjährigen Kindern nicht um Fiktion, um Phantasie oder um blosse Provokation handelte, zeigen die Inhaltsangaben auf dem Umschlag des Buches: Darin wird erklärt, dass Cohn-Bendits «Erzählungen und Reflexionen aus dem &#8220;Basar&#8221; gleichzeitig Bestandesaufnahmen und Schlussfolgerungen aus der Geschichte der letzten zehn Jahre» sind, «lebendig geschriebene und spannende Berichte und Selbstdarstellungen von denen, die der Gesellschaft Widerstand entgegen- gesetzt haben».</p>
<p>Cohn-Bendits Stellungnahme tönt nach Rechtfertigung. Treffend hält Klaus Kinkel am 1. Februar 2001 in der Zeitung «B.Z.» in einer Replik zu Cohn-Bendits Reaktion fest, dass, wer nur einen kleinen Funken Verantwortung habe, in einer so ungeheuerlichen Sache nicht nach Rechtfertigung suchen dürfe. Der selbsterklärte grosse Moralisierer der Achtundsechziger habe sich mit seiner Reaktion jetzt entlarvt. Die schrecklichen, unter keinem Titel zu rechtfertigenden sexuellen Missbräuche von anvertrauten fünf- jährigen Kindern sind eines. Das andere ist das grosse Schweigen, das sich heute über diese furcht- baren Ereignisse ausbreitet. Bei der Beurteilung der Vergangenheit von linken Politikern werden beide Augen zugedrückt. Und diejenigen Tatsachen, deren Durchsickern an die Öffentlichkeit nicht verhindert werden kann, werden heroisch verniedlicht und mit den damaligen Zeitumständen erklärt. Die Geschich- te der Achtundsechziger wird noch geschrieben werden müssen.</p>
<p>Weiter lesen&#8230;</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.schweizerzeit.ch/0501/kinder.htm" target="_blank">http://www.schweizerzeit.ch</a></p>
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		<item>
		<title>Sexueller Missbrauch in der Psychotherapie: meist verleugnet und immer gefährlich</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/07/sexueller-missbrauch-in-der-psychotherapie-meist-verleugnet-und-immer-gefahrlich/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 07:23:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[psychologie-aktuell.com 7.03.2010
Sexueller Missbrauch in der Psychotherapie wird nach wie vor vielfach unterschätzt und geleugnet. In einer Studie räumten weniger als ein Prozent der befragten Psychotherapeuten ein, &#8220;sexuelle Bedürfnisse mit der Klientel&#8221; auszuleben; doch 55% &#8220;gaben an, in den letzten fünf Jahren mindestens einen Fall mit einer sexuellen Missbrauchs-Vorgeschichte durch einen Therapeuten behandelt zu haben&#8221;, berichtet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>psychologie-aktuell.com 7.03.2010</p>
<p>Sexueller Missbrauch in der Psychotherapie wird nach wie vor vielfach unterschätzt und geleugnet. In einer Studie räumten weniger als ein Prozent der befragten Psychotherapeuten ein, &#8220;sexuelle Bedürfnisse mit der Klientel&#8221; auszuleben; doch 55% &#8220;gaben an, in den letzten fünf Jahren mindestens einen Fall mit einer sexuellen Missbrauchs-Vorgeschichte durch einen Therapeuten behandelt zu haben&#8221;, berichtet die Psychologin Angelika Wagner-Link (München) in ihrem neu vorgelegten Taschenbuch &#8220;Frauen und Männer &#8211; Gender in der Psychotherapie&#8221;.</p>
<p>&#8220;Die Wiederholungstäter sind mit einer Quote von 80% extrem häufig. Ihr hoher Anteil zeigt, dass das Phänomen weniger auf Emathiefehler als auf gezieltes Handeln der Täter zurückzuführen ist. Es scheint sich dabei nicht um ein spontanes Fehlverhalten, sondern um ein gezieltes Vorbereiten und Durchfühern zu handeln.</p>
<p>&#8220;  Häufig geben Betroffene eine therapeutische Motivation vor. Demgegenüber belegt Wagner-Link, dass es sich grundsätzlich um eine Straftat und einen für die Patientin hoch riskanten Kunstfehler handelt. Oft besteht eine &#8220;traumatische Bindung an den Täter fort&#8221;, das Selbstvertrauen &#8211; insbesondere das Vertrauen in die eigene Wahrnehmungsfähigkeit &#8211; leidet, Scham entsteht. &#8220;Die Opfer leiden jahrelang an Depressivität, sozialer Isolierung, erhöhter Suizidalität, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch.</p>
<p>&#8220;In der Psychotherapie wiegt der Vertrauensbruch deshalb so schwer, weil bei den Patientinnen so gut wie alle Schutzmechanismen zusammenbrechen. Das strukturelle Machtgefälle hebt die Person des Therapeuten häufig in den Rang von Elternfiguren.</p>
<p>Problematisch ist die Aufdeckung der Fälle, da den Opfern im Gegensatz zu den Tätern kein Glauben geschenkt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Patientin über den sexuellen Missbrauch spricht, ist gering. Eine der gravierendsten Folgen sexuell grenzverletzenden Verhaltens in der Psychotherapie ist der Verlust der Sprache der Opfer &#8230;&#8221;</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.psychologie-aktuell.com/news/aktuelle-news-psychologie/news-lesen/article/2010/03/07/1267939488-sexueller-missbrauch-in-der-psychotherapie-meist-verleugnet-und-immer-gefaehrlich.html" target="_blank">http://www.psychologie-aktuell.com</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gewalt, die in die Gene dringt</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/07/gewalt-die-in-die-gene-dringt/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 05:57:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[BR-online 5.03.2010
Tief dringt sie in die Kinderseele ein und schlägt Wunden, die oft ein ganzes Leben lang nicht mehr heilen: Gewalt, sei sie physischer, verbaler oder sexueller Art. Kindsmissbrauch führt aber nicht nur zu psychischen Traumata, er schreibt sich bis in die Gene der Opfer ein, zeigen neuere Studien.
Über 12.000 Fälle von sexuellem Missbrauch an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>BR-online 5.03.2010</p>
<p><strong>Tief dringt sie in die Kinderseele ein und schlägt Wunden, die oft ein ganzes Leben lang nicht mehr heilen: Gewalt, sei sie physischer, verbaler oder sexueller Art. Kindsmissbrauch führt aber nicht nur zu psychischen Traumata, er schreibt sich bis in die Gene der Opfer ein, zeigen neuere Studien.</strong><span id="more-1732"></span></p>
<p>Über 12.000 Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern werden in Deutschland in der polizeilichen Kriminalstatistik in jedem Jahr erfasst. Die Dunkelziffer der nicht angezeigten Fälle ist um ein Vielfaches höher. Die Opfer erleiden neben der rein körperlichen Gewalt oft schwere seelische Schäden. Dabei müssen die Misshandlungen nicht sexueller Natur sein: Die erlebte Gewalt und der Machtmissbrauch, oft einhergehend mit einem Vertrauensbruch, lösen psychische Traumata aus, die die Opfer manchmal ein Leben lang quälen.</p>
<p><strong>Tief versteckte Wunden</strong></p>
<p>Psychologen und Therapeuten können bei der geistigen und emotionalen Verarbeitung des Erlebten helfen. Doch was, wenn die Schädigungen tiefer gehen? Sich in den Körper des Opfers einschreiben? Zwei neuere Studien liefern erstmals Hinweise, dass sich Kindsmissbrauch bis in die Gene der Opfer auswirkt und dort Wunden beibringt, die zu neurologischen Schäden und sogar einer geringeren Lebenserwartung führen können.</p>
<p><strong>Studie 1: Gendefekte im Gehirn</strong></p>
<p>Im Februar 2009 veröffentlichte ein kanadischer Neurologe eine Studie, die einen genetischen Schaden im Gehirn von Opfern von Kindsmissbrauch belegte: Michael Meaney von der Universität McGill in Montreal untersuchte Hirnproben von 24 Selbstmördern, deren Lebensgeschichte bekannt war. Die Hälfte von ihnen waren als Kinder missbraucht worden, die andere Hälfte nicht. Zur Kontrolle wurden noch Hirnproben von zwölf Unfallopfern untersucht.</p>
<p><strong>Ständig unter Strom</strong></p>
<p>Meaney entdeckte bei den Selbstmördern, die als Kind missbraucht worden waren, einen Gendefekt im Gehirn, der &#8211; vereinfacht ausgedrückt &#8211; zur Folge hatte, dass diese Personen aus dem seelischen Gleichgewicht gerieten: Ihr Gehirn stand unter Stress, geflutet vom Stresshormon Cortisol. Nach Ansicht des Neurologen könnte dies Auslöser von psychischen Erkrankungen sein und zu einer erhöhten Selbstmordgefährdung führen. Die Suizidopfer, von denen kein Missbrauch in der Kindheit bekannt war, zeigten diesen Genschaden nicht, ebensowenig die Unfallopfer.</p>
<p>Weiter lesen&#8230;</p>
<p>Quelle:</p>
<p><a href="http://www.br-online.de/wissen/forschung/missbrauch-sexueller-gene-ID1267782981821.xml" target="_blank">http://www.br-online.de</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Sich tot stellen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/06/sich-tot-stellen/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 18:48:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[(&#8230;Als Zehn- oder Elfjähriger wurde mein Hodenhochstand operativ korrigiert, das heisst, die Hoden wurden aus der Bauchhöhle in den Hodensack verpflanzt. Ich wurde also als vervollständigter Mann aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen in das Haus meiner Eltern, mein Vater war evangelischer Dorfpfarrer und meine Mutter die stolze Frau Pastor&#8230;)
Sich tot stellen
(&#8230;)
Bei alledem lauerte im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>(&#8230;Als Zehn- oder Elfjähriger wurde mein Hodenhochstand operativ korrigiert, das heisst, die Hoden wurden aus der Bauchhöhle in den Hodensack verpflanzt. Ich wurde also als vervollständigter Mann aus dem Krankenhaus nach Hause entlassen in das Haus meiner Eltern, mein Vater war evangelischer Dorfpfarrer und meine Mutter die stolze Frau Pastor&#8230;)<span id="more-1727"></span></p>
<p><strong>Sich tot stellen</strong><br />
(&#8230;)<br />
Bei alledem lauerte im Hintergrund die verfluchte Vaterbestie und na klar hatte das perverse Dreckschwein das grösste Interesse an der ordnungsgemässen Herstellung meiner Männ–lichkeit, ich merke schon, wie an dieser Stelle nicht nur mir schlecht wird, und jedes mal, wenn ich zur Nachuntersuchung zum Dorfarzt musste, kam dieses Monster natürlich mit. Derjenige, der von nichts eine Ahnung hatte, war ich. Bei einem der letzten Arztbesuche allerdings wurde mein Vater mit bestimmten Worten aus dem Untersuchungszimmer geschickt, ich bemerkte es zwar, aber erst Jahre später konnte ich das wie ein Puzzleteil einfügen in das Gesamtgeschehen, für dessen Rekonstruktion ich Jahrzehnte brauchte, weil ich damit allein war und allein gelassen wurde. Vielleicht hatte der Arzt eine Ahnung, was mit meinem Alten los war oder es war schon die Zeit, in der die Gerüchte um missbrauchte Jungs aus dem Dorf die Runde machten und wer der Täter war. Na klar, sofort als ich dann gesund und ein Mann geworden war, kam die Geschichte mit dem Dreckschwein in der Nacht, als ich noch nicht den eigenen Willen soweit ausgebildet hatte, um das Drecksvieh einfach zu töten, als es an mein Bett herantrat und an mir rumfummelte. Ich stellte mich tot. In so einer Situation stellt man sich tot. Ich hielt den Atem an. Ich war gelähmt. Ich bewegte mich nicht. Ich schrie nicht und hatte nicht mal das Vertrauen, nach meiner Mutter um Hilfe zu rufen. Es war stockfinstere Nacht und ich erkannte meinen Vater nicht, aber ich identifizierte ihn. Ob mein Bruder auch in der Nacht im Zimmer schlief oder ob er woanders übernachtete, weiss ich nicht mehr, auch nicht, wie ich es überlebte, was danach geschah, was am nächsten Tag, was in den folgenden Wochen. Die Welt und das Leben, das ich bis dahin gekannt hatte, existierte nicht mehr.<br />
Was aber in den Monaten danach geschah, weiss ich noch sehr gut, weil es mich zutiefst betroffen gemacht hat. Ich war immer ein guter bis sehr guter Schüler gewesen, der wie von selbst lernte und sich entwickelte, plötzlich jedoch sackte ich rapide ab in meinen Leistungen, kassierte Fünfen und Sechsen und das Ende vom Lied war, ich wurde nicht versetzt in die nächste Klasse und meinen Eltern wurde empfohlen, mich ab der achten Klasse auf die Realschule, die Mittelschule zu schicken, um das eingetretene Desaster einzudämmen. Na klar, ich war fertig mit der Welt, jeder kannte jeden im Städtchen und drumrum und alle sahen, dass ich vom Gymnasium geflogen und in der niederen Schule aufgeschlagen war. Na besten Dank, alte verfluchte Drecksau, das hattest du wunderbar hingekriegt, deinen Sohn zerstört, ihm das Leben genommen, ihn zu einem Idioten gemacht und missbraucht, warst du jetzt zufrieden, endlich das Werk der Zerstörung vollendet zu haben, du gottverfluchtes Drecksmonster?!<br />
Das war nicht alles, wer das denkt, mein Bruder folgte mir unmittelbar (ich erfuhr erst Jahre später von ihm, was ihm angetan worden war), auch er versagte und landete auf derselben Mittelschule, degradiert und deklassiert durch das monströse krankhafte Verbrechen eines Mannes, der nie hätte Vater werden dürfen. So sieht’s aus, und meine Mutter gab bei dem ganzen Szenario die Ahnungslose. Auch ihr vielen Dank!, durch ihre Blindheit und Ignoranz wurde sie zur Komplizin ihres Mannes, wahrscheinlich bangte sie um das schöne Leben, das sie als Frau Pastor an der Seite dieser Bestie führen durfte, was auch immer, vielleicht hat sie wirklich von nichts gewusst, ich habe versucht, es aus ihr rauszukriegen, war aber nicht möglich, sie beharrte darauf, von solchen Dingen damals ja noch überhaupt keine Ahnung gehabt zu haben. Komischerweise war es für sie auch in dem Moment kein Thema, als die Missbräuche an einigen Dorfjungs öffentlich wurden und die Versetzung des Dreckschweins nach Berlin von der Amtskirche beschlossen wurde, wer will es wissen, lassen wir die Gute in dem Glauben, keine Schuld auf sich geladen zu haben.<br />
In dieser Zeit stieg der Alte sichtbar zum Alkoholiker auf, ich meine, jetzt war es soweit, dass man es ihm ansah und es roch, wenn er die Treppe aus seinem Amtszimmer hoch in die Wohnung kam und sich mit glasigen lüsternen Schweineaugen an den Abendbrotstisch setzte, und immer, wenn er besoffen war, war er auch geil, was wir Jungs daran merkten, wie er uns bei jeder verdammten Gelegenheit zwischen die Beine guckte, und jedesmal, wenn er es tat, würgte in mir ein elender Kotzbrocken hoch, den ich jedoch immer wieder runterschluckte, ich stand unter der Verurteilung zur Scham, ich schämte mich zu Tode wegen des Unfasslichen, was mir zugestossen war, und es gab keine Möglichkeit, es im Rahmen unserer Familie damals anzusprechen, ich erstickte daran.<br />
Der zweite mir bewusste Missbrauch fand im Jahr der Mondlandung statt, in den Sommerferien in Scharbeutz an der Ostsee, ich kann aber nicht mehr, ich kann es jetzt nicht mehr schildern, es schmerzt zu sehr, es macht mich unendlich müde und wütend und ich will eigentlich nur schlafen, vielleicht später.<br />
Dann kam irgendwann die Information, dass die Versetzung beschlossen war, das wir nach Berlin gehen würden, und mir wurde schwarz vor Augen, es senkte sich von oben herab ein schwarzer Vorhang vor meine Augen, und ich war in dem Moment der Letzte, der nach Berlin gehen wollte. Schon wieder alle Freunde aufgeben, schon wieder eine neue Schule und eine komplett neue Umgebung, ich hatte von alldem die Schnauze gestrichen voll.<br />
(&#8230;)</p>
<p>Ulf Duschat</p>
<p>Auszug aus dem Bericht “Illusion” von Ulf Duschat, der unter der  Adresse:<br />
<a href="http://www.ulf-duschat.de/illusion.pdf " target="_blank">http://www.ulf-duschat.de/illusion.pdf </a><br />
nachgelesen werden kann.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Impuls sich selbst zu zerstören</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/04/der-impuls-sich-selbst-zu-zerstoren/</link>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 20:36:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Impuls sich selbst zu zerstören ist etwas, was so gut wie alle, die sexuelle Gewalt erfahren haben kennen.
Bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung, bei Depressionen, einer bipolaren Störung oder einer Psychose im Sinne einer „Borderline“-Erkrankung sind selbstverletzendes Verhalten und/oder Suizidalität sogar Kernsymptome.
Aber auch Menschen, die Gewalterfahrungen therapeutisch bearbeitet haben, davon ausgehen, sie in ihre Biografie integriert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Impuls sich selbst zu zerstören ist etwas, was so gut wie alle, die sexuelle Gewalt erfahren haben kennen.<br />
Bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung, bei Depressionen, einer bipolaren Störung oder einer Psychose im Sinne einer „Borderline“-Erkrankung sind selbstverletzendes Verhalten und/oder Suizidalität sogar Kernsymptome.</p>
<p>Aber auch Menschen, die Gewalterfahrungen therapeutisch bearbeitet haben, davon ausgehen, sie in ihre Biografie integriert zu haben und sich im Großen und Ganzen wieder als gesund ansehen, erleben immer wieder Phasen, die von Selbstzerstörungstendenzen geprägt sind.</p>
<p>Manchmal lässt sich sogar kein direkter Auslöser im Alltag dafür finden, diese Impulse brechen scheinbar unvermittelt in das Leben der Betroffenen hinein.</p>
<p>Eine interessante Erklärung hierfür, die die biologische, psychiatrische und psychologische Sichtweise miteinander verbindet gibt Prof. Joachim Bauer, Arzt für innere Medizin, Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie in seinem Buch <a href="http://norbert.denef.com/wp-content/uploads/2010/03/Buch-AO.gif" target="_blank">„Warum ich fühle, was du fühlst“</a>, Heyne Verlag, 12. Auflage, Taschenbucherstausgabe</p>
<p>Auszug, Seite 112 &#8211; 115 :</p>
<p>Zitat:</p>
<p><strong>Spiegelneurone als soziale Orientierungssysteme</strong></p>
<p>Das System der Spiegelneurone ist ein soziales Orientierungssystem. Es gibt uns, zumindest in Maßen, Sicherheit im sozialen Umfeld. Und nun wird klar, was es bedeutet, wenn das Orientierungssystem ausfällt, dem wir die Vorhersehbarkeit unseres Umfelds verdanken. Eine solche Situation bedeutet Unberechenbarkeit und Gefahr. In jeder Gefahrensituation aktiviert der Körper eine größere Zahl von Abwehrmechanismen, die zusammenfassend als biologische Stressreaktion bezeichnet werden. Systematischer sozialer Ausschluss ist somit chronischer biologischer Stress, und chronischer Stress ist ein Krankheits- und Selbstzerstörungsprogramm. Biologische Selbstzerstörungsprogramme, die unter bestimmten Bedingungen aktiviert werden, sind ein überall in der Natur anzutreffendes Phänomen. Selbst einzelne Zellen verfügen über die Option, Gene anzuschalten, um die eigene Selbstzerstörung, „Apoptose“ genannt, in die Wege zu leiten. Einen ganz ähnlichen Mechanismus gibt es bei Nervenzellen des menschlichen Gehirns. Überhöhte Konzentrationen körpereigener Alarmbotenstoffe wie Glutamat und Cortisol können den Tod von Nervenzellen bewirken.</p>
<p>Geradezu unheimlich muten psychologisch angebahnte Selbstzerstörungseffekte an, die nach Erfahrungen sozialer Zurückweisung auftreten. Die bekannteste Spielart solcher Programme ist der Suizid (1). Als Suizidauslöser sind seit langem – das wusste bereits Goethe – soziale Kränkungen und/oder der Verlust einer bedeutsamen Bezugsperson bekannt. Erst in den letzten Jahren hat man herausgefunden, dass auch Menschen mit schweren körperlichen<br />
Gewalterfahrungen, bei denen die erlittene Tat zu einer Zerstörung der persönlichen Integrität und des Selbstwertgefühls geführt hat, intuitive (!) Impulse erleben, sich umbringen zu müssen. Bei Personen, die eine traumatische Erfahrung gemacht haben, ist das Risiko</p>
<p>(1) Der Suizid ist nicht das einzige Selbstzerstörungsprogramm, das psychologisch angebahnt wird. Andere Programme, beispielsweise die Sucht, realisieren einen „Suizid auf Raten“.</p>
<p>nachgewiesenermaßen objektiv erhöht, impulsiv Suizidhandlungen zu begehen. Weshalb Suizidalität ? Suizidhandlungen für eine „natürliche“ Folge schlimmer Erfahrungen zu halten, gehört zu jenen impliziten Gedankenlosigkeiten des Alltags, von denen bereits die Rede war, und ist alles andere als eine Erklärung, sondern schlicht eine Binsenweisheit, an die wir uns gewöhnt haben.<br />
Warum also erhöhen Erlebnisse sozialer Enttäuschung, Zurückweisung, Verachtung und Gewalt das Risiko der Suizidalität? Die Antwort könnte darin liegen, dass die negative Erfahrung, die einer Person zugestoßen ist, in ihr ein Handlungsprogramm aktiviert hat und dass dieses Programm nun zu Ende führen möchte, was die erlittene Erfahrung nicht zu Ende gebracht hat: die Zerstörung der eigenen Person. Die Aktivierung eines Programms, das  &#8211; in der eignen Vorstellung – den vollständigen Ablauf einer Sequenz aufscheinen lässt, die durch eine Erfahrung nur angedeutet bzw. in die Wege geleitet wurde, dies ist die geradezu typische Leistung der Spiegelsysteme.<br />
Nehmen wir eine Extremerfahrung, um deutlich zu machen, worum es geht: Was bedeutet die Tat eines Menschen, der einem anderen schwere Gewalt zugefügt hat?<br />
Welche Handlungsprogramme treten im Opfer nach einem erlittenen Gewaltakt in Resonanz? Eigenartigerweise werden bei Opfern überwältigender Gewalt meist keine Programme für  Revanche oder Rache aktiviert (was Außenstehende oft nicht verstehen können). Das „Programm“ einer Gewalttat hat die Botschaft: Du bist nichts wert, ich kann dich behandeln wie eine wertlose Sache, man darf und sollte dich zerstören. Im Verlauf einer<br />
Überwältigungstat geht das Handlungsprogramm des Täters, über die unvermeidliche spiegelnde Aktivierung neuronaler Handlungsprogramme im Opfer, vom Täter auf das Opfer über. Dieser Vorgang läuft komplett unbewusst ab. Auch seine Folgen sind unwillkürlich und dem Bewusstsein entzogen: Wie Traumatherapeuten immer wieder feststellen, spürt das Opfer nach der erlittenen Gewalt eine intuitive Tendenz, selbst das auszuführen bzw. zu Ende zu bringen, was die Tat suggerierte, nämlich eine Suizidhandlung. Erst im Rahmen einer tiefenpsychologisch orientierten Behandlung können wir bei diesen Opfern die unbewusste Identifizierung mit den Vernichtungsabsichten der Täter entdecken und therapeutisch bearbeiten.</p>
<p>Zitatende</p>
<p>Angelika Oetken, Berlin</p>
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