netzwerkB-Vortrag zur Aufhebung der Verjährungsfristen an der Uni Köln


netzwerkB 16.05.2012

Am 3. Mai 2012 hat Norman Schultz, Beirat bei netzwerkB, einen Vortrag an der Universität Köln über die Frage der Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt gehalten. Zentrales Anliegen war es, eines der Hauptargumente aus den Positionspapieren von netzwerkB weiterzuentwickeln.

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Die Kehrseite des guten Gedächtnisses


Universität Basel 15.05.2012

Schreckliche Erlebnisse können zu einer posttraumatischen Belastungsstörung führen, bei der Betroffene unter belastende Erinnerungen leiden. Forscher der Universität Basel haben nun entdeckt, dass ein genetischer Faktor, der für ein gutes Gedächtnis sorgt, auch das Risiko für eine posttraumatische Belastungsstörung erhöht. Die Ergebnisse ihrer Studie erscheinen diese Woche in der US-Fachzeitschrift PNAS.

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Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern angestiegen – Merk fordert längere Verjährungsfrist


WELT ONLINE 14.05.2012

Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern angestiegen

12.444 Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern registrierte die Polizei im vergangenen Jahr. Das ist ein Anstieg von 4,9 Prozent. Die Dunkelziffer nicht gemeldeter Fälle dürfte noch höher sein. Von Martin Lutz

Die Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern haben laut der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) für das Jahr 2011, die “Welt Online” vorliegt, erneut zugenommen. Die Zahl erhöhte sich um 4,9 Prozent auf 12.444 von der Polizei erfasste Taten.

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“Von Heilung kann selten die Rede sein”


EMMA Sommer 2011

Frank Urbaniok ist Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Diensts für Justizvollzug des Kantons Zürich. Experten wie er wissen: Das Maximum, das Therapeuten bei Sexualverbrechern erreichen können, ist Bereitschaft zur Selbstkontrolle.

EMMA Herr Urbaniok, was erhoffen Sie sich bei einem Gewaltverbrecher von einer Therapie? 

Frank Urbaniok Risikosenkung: also Opferschutz. Dabei handelt es sich meist um ein Risikomanagement auf Dauer. Von Heilung kann man in den meisten Fällen nicht sprechen, von der Bereitschaft und den entwickelten Fähigkeiten zur Selbstkontrolle. Dem muss natürlich ein Problembewusstsein vorausgehen.

Wie der Fall Nicole Dill zeigt, weiß man nicht immer, ob die Therapie wirkungsvoll war oder nicht, weil dies bei der Haftentlassung nicht überall obligatorisch geprüft wird. Somit gelangen unter Umständen jedes Jahr hunderte von erfolglos therapierten Gewalt-, und Sexualstraftäter in Freiheit. Wiegt sich die Öffentlichkeit in einer falschen Sicherheit?

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Was führt zu Pädophilie?


Hannover Zeitung 07.05.2012

Was führt zu Pädophilie? – MHH-Forscher leiten Studie zur Pädophilie

Hannover – Was führt zu Pädophilie, was zu sexuellem Kindesmissbrauch? Diesen Fragen widmen sich Wissenschaftler von fünf Universitäten in einem Forschungsprojekt, das Professor Dr. Tillmann Krüger von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) koordiniert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligte für das Vorhaben “Neurobiologische Grundlagen von Pädophilie und sexuellem Missbrauchsverhalten gegen Kinder” (NeMUP) zwei Millionen Euro. Das Projekt beginnt im Mai 2012 und dauert drei Jahre.

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Prävention! Prävention!


netzwerkB 05.05.2012

Ein Gastbeitrag

Prävention! Prävention!

oder: „Wir tun alles, was in unserer Macht steht“

Wir schreiben den Januar 2010. An einer Berliner Jesuitenschule werden Fälle von jahrelangem sexuellem Kindesmissbrauch bekannt. In einer Art Dominoeffekt kommen innerhalb weniger Wochen zahlreiche weitere Fälle an die Öffentlichkeit. Wie konnte das nur geschehen?, fragen jetzt alle. Wie konnte das so lange Zeit verborgen bleiben? die anderen. Skandal! Skandal! rauscht es durch den Blätterwald. Kinder sind unser wertvollstes Gut und müssen geschützt werden! kräht es quer durch die Parteien. Prävention! Prävention! blökt es plötzlich von allen Seiten. Forschung! Forschung! Vernetzung! Vernetzung! Wir müssen! Wir müssen!

Als hätte es nie zuvor auch nur den Hauch einer Ahnung gegeben.

Die Wahrheit sieht u.a. so aus:

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Ein Brief an Karlheinz Deschner


netzwerkB 03.05.2012

Gastbeitrag von Ingo Bading

Sehr geehrter Herr Deschner,

in einem Interview vom 23.3.2010 mit der Deutschen Presseagentur, veröffentlicht vom Humanistischen Pressedienst (http://hpd.de/node/9114) werden Sie gleich zu Anfang gefragt, ob es ähnliche Razzien wie im März 2010 im Kloster Ettal schon einmal in der Kirchengeschichte gegeben hätte. Und Sie verneinen diese Frage:

“Etwas wirklich Vergleichbares kaum, zumindest schweigt meine ‘Kriminalgeschichte des Christentums’ hierzu ebenso wie meine Sexualgeschichte ‘Das Kreuz mit der Kirche’.”

Und das scheint mir doch, wie ich denke – Entschuldigen Sie bitte! – ein Irrtum zu sein.

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Misshandlungen und Mobbing


SPIEGEL ONLINE 24.04.2012

Wie Traumata das Altern beschleunigen

Schreckliche Erfahrungen und andauernder Stress hinterlassen Spuren im Erbgut, das zeigt eine Untersuchung bei fünf- und zehnjährigen Kindern. Hatten die Kleinen Schlimmes erlebt, alterten ihre Zellen deutlich schneller.

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Bistümer wehren sich gegen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals


Bistümer wehren sich gegen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen

Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen stößt bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche immer noch auf Widerstand. Im vergangenen Sommer hatte die Deutsche Bischofskonferenz das Institut beauftragt, in einem dreijährigen Forschungsprojekt die Personalakten der Kirche auf Missbrauchsfälle zu untersuchen. Die Bistümer Hildesheim und Trier stellten Akten für erste Auswertungen zur Verfügung; inwieweit die anderen 25 deutschen Diözesen ihre Personalakten übergeben, ist aber immer noch nicht ganz geklärt. Viele Pfarrer fürchten offenbar, dass bei Weitergabe der Akten an die Wissenschaftler vertrauliche Daten an die Öffentlichkeit geraten.

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Eine Art von frühem „Einverständnis“


netzwerkB 04.04.2012

Gastbeitrag zum Artikel “Jeder Achte ist betroffen”, Augsburger Allgemeine 04.04.2012

Professor Jörg Fegert klärt bei seinem Vortrag über die Häufigkeit des sexuellen Missbrauchs in der Kindheit auf

von Doro

Jörg Fegert als Gründer und Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm scheint einfach andere Stärken zu haben als die der Sprache. Oder ist (soll) es wieder der Redakteur (sein), der Fegert falsch wiedergibt?

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Jeder Achte ist betroffen


Augsburger Allgemeine 04.04.2012

Professor Jörg Fegert klärt bei seinem Vortrag über die Häufigkeit des sexuellen Missbrauchs in der Kindheit auf

Von Konrad Dreyer

Reisensburg Es war ein ernstes Thema bei den Reisensburger Schlossgesprächen, die jetzt zum zehnten Mal im Günzburger Stadtteil stattfanden. Professor Jörg Fegert sprach dort vor etwa 70 Hörern über das Thema „Sexueller Missbrauch in der Kindheit, die Bedeutung für das weitere Leben“. Was die etwa 70 Hörer schockierte, war die hohe Zahl der Betroffenen. Laut einer Studie sind 12,5 Prozent der Bevölkerung, also jeder Achte, von sexuellem Missbrauch betroffen.

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Warnschuss-Arrest für jugendliche Straftäter: Einübung einer kriminellen Karriere


Psychologie-Aktuell.com 12.03.2012

Der Koalitionsausschuss der Regierungsparteien hat sich auf den “Warnschuss-Arrest” geeinigt: Jugendliche Gewalttäter sollen auch bei einer Bewährungsstrafe maximal vier Wochen inhaftiert werden können. Dieser Warnschuss kann zügig nach hinten losgehen, warnen Professor Dr. Jörg M. Fegert und Kollegen. Der Kurz-Arrest eignet sich zur Motivation und Ausbildung für eine langfristige kriminelle Karriere; das Knast-Milieu bietet dazu die optimalen Voraussetzungen.

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Viele Eltern greifen bei der Erziehung noch immer zu Gewalt


OPEN REPORT 12.03.2012

Körperliche Züchtigung nur leicht rückläufig – Mehr Gewalt in kinderreichen Familien

Berlin (dapd). Viele Eltern bestrafen ihre Kinder nach wie vor mit Schlägen. Die körperliche Züchtigung sei aus den Familien noch immer nicht verschwunden, sagte der Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, am Montag in Berlin. Zwar sei die Gewalt rückläufig.

Vier von zehn Vätern und Müttern bestraften ihre Kinder aber noch immer mit einem “Klaps auf den Po”. Die Studie im Auftrag der Zeitschrift “Eltern” zeige außerdem, dass Jungen häufiger als Mädchen geschlagen würden und dass es in kinderreichen Familien eher zu Gewalt komme.

Laut der Befragung bestrafen 40 Prozent (2006: 46 Prozent) der Eltern ihr Kind mit einem “Klaps auf den Po”, 10 Prozent (2006: 11 Prozent) geben eine Ohrfeige und 4 Prozent (2006: 6 Prozent) versohlen ihrem Kind nach eigener Aussage den Hintern. Als Hauptgründe gaben die Eltern an, dass ihre Kinder unverschämt gewesen seien, nicht gehorcht oder sich aggressiv verhalten hätten.

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GAU-Zone Therapie


profil online 10.03.2012

Wie im Geschäft mit der Seele Menschen kaputt und krank gemacht werden können.

Sexueller und psychischer Missbrauch, unseriöse 
Behandlungsmethoden, falsche Diagnosen und Therapeuten, die sich als Gurus inszenieren und Menschen in die Abhängigkeit treiben: wie im Geschäft mit der Seele Menschen kaputt und krank gemacht werden können.

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Fast jeder 5. Jugendliche wurde missbraucht


SCHWEIZER FERNSEHEN 7. März 2012

Sexuelle Übergriffe sind für mehr Jugendliche in der Schweiz bittere Realität als bisher angenommen. Eine neue Studie zeigt: 22 Prozent aller Mädchen und 8 Prozent der Jungen wurden schon einmal Opfer von Missbrauch. Die Täter sind fast immer Gleichaltrige aus dem Umfeld der Opfer.

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CDU/CSU – Bundestagsfraktion: Mehr Schutz für Frauen mit Behinderungen


presseportal.de 15.02.2012

Berlin (ots) – Die Ergebnisse der Studie “Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderung und Beeinträchtigung in Deutschland”, die am 25. November durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorgelegt wurde, sind gravierend. Dazu erklärt die Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk:

“Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt den Schutz von Frauen und Mädchen mit Behinderungen. Die jüngsten Zahlen aus der Studie zur Lebenssituation von Frauen mit Behinderungen in Einrichtungen sind alarmierend. Wir dürfen die Augen anhand solcher Ergebnisse nicht verschließen.

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Erschreckende Zustände in deutschen Heimen


Erschreckende Zustände in deutschen Heimen


REPORT MAINZ 14.02.2012

Zum ersten Mal untersuchte ein Wissenschaftlerteam im Rahmen einer repräsentativen Studie, wie viele Bewohnerinnen von Behindertenheimen sexuell missbraucht wurden.

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CDU/CSU-Bundestagsfraktion mehr Schutz für Frauen mit Behinderungen


Ulmer Wissenschaftler und die katholische Kirche


netzwerkB Pressemitteilung: Ulmer Wissenschaftler und die katholische Kirche (in der Anlage als PDF)

Die Täterorganisation katholische Kirche beruft einen internationalen Kongress in Rom ein, um die Risiken ihrer Verbrechen erkennen zu lernen – Ulmer Wissenschaftler beteiligen sich mit einem E-Learning-Konzept.

Der Vatikan ist nach wie vor nicht bereit, seine geheimen Akten über die Verbrechen sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche zu öffnen.

Indem sich der Vatikan gegen die Aufhebung der Verjährungsfristen für sexualisierte Gewalt ausspricht, verhindert er die Aufarbeitung seiner Verbrechen.

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Risiken des sexuellen Mißbrauchs erkennen lernen


Informationsdienst Wissenschaft 3.02.2012

Universitätsklinikum Ulm

Ulmer Wissenschaftler stellen auf internationalem Kongress der katholischen Kirche E-Learning-Konzept für kirchliche Mitarbeiter vor

Ulmer Wissenschaftler der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie stellen auf einem internationalen Kongress der katholischen Kirche zum Thema des sexuellen Missbrauchs in Rom (6. – 9. Februar 2012) die Arbeit des kürzlich gemeinsam gegründeten „Zentrums für Kinderschutz“ vor. Das von der Päpstlichen Universität Gregoriana an der Erzdiözese München-Freising zusammen mit der Ulmer Arbeitsgruppe geführte Zentrum erarbeitet ein multimediales E-Learning-Konzept, das kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern helfen soll, in ihren Einrichtungen sexuellem Missbrauch vorzubeugen.

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Missbrauchsopfer werden belehrt


netzwerkB 18.01.2012

Offener Brief – Missbrauchsopfer werden belehrt

Die Forschung verkündet sexueller Missbrauch geht zurück und die Politik lässt sich feiern. Betroffenenverbände üben scharfe Kritik und werden mit Schulbuchplagiaten abgespeist.

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Traumafolgestörungen


ARD Tagesthemen 02.01.2011

“…Psychologen der Uni Leipzig haben jetzt nachgewiesen wie stark die Nachkommen bis heute unter der Haft und der Stasiüberwachung ihrer Eltern leiden. Überraschend viele sind psychisch krank, selbst wenn Sie erst später geboren wurden….”


Missbrauchsopfer? – Selbst Schuld!



Aus: Sexuologie, 18 (2011) 3-4 (S. 193-200) (ISSN 0944-7105)

Missbrauchsopfer? – Selbst Schuld!


Zu Risiken und Nebenwirkungen von Psychotherapie

von Klaus Schlagmann

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Zehntausende Missbrauchsfälle in der niederländischen Kirche


ZEIT ONLINE 16.12.2011

In den Niederlanden sind nach Erkenntnissen einer Untersuchungskommission seit 1945 Zehntausende Kinder sexuell missbraucht worden. Viele der Täter sollen noch leben.

In den Niederlanden sind nach Angaben einer Untersuchungskommission in Einrichtungen der katholischen Kirche zwischen 1945 und 2010 “mehrere zehntausend Minderjährige” sexuell missbraucht worden. Die Kinder seien “leichtem, schwerem und sehr schwerem” Missbrauch ausgesetzt gewesen, teilte die Kommission in ihrem Abschlussbericht mit.

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Kindesmisshandlung hinterlässt Narben im Gehirn


Hamburger Abendblatt 13.12.2011

Wer als Kind misshandelt wurde, hat nicht nur psychische Narben. Forscher der Universität Münster haben in einer Studie jetzt auch biologische Veränderungen im Gehirn belegt. Noch Jahrzehnte nach dem Missbrauch zeigten die Opfer eine erhöhte Aktivität des Angstzentrums und mehrere verkleinerte Gehirnareale, berichten die Forscher im Journal „Biological Psychiatry”.

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Wissenschaftler werfen Schröder das Schüren antimuslimischer Ressentiments vor


MiGAZIN 28.11.2011

Stellungnahme zur Zwangsheirat-Studie

Wissenschaftler werfen Schröder das Schüren antimuslimischer Ressentiments vor

Wissenschaftler der Zwangsheirat-Studie fühlen sich „hinters Licht geführt“. Familienministerin Schröder habe Befunde der Studie verzerrt und anti-muslimische Ressentiments geschürt. MiGAZIN veröffentlicht die Stellungnahme im Wortlaut:

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Aufforderung zur Überprüfung der Studie des KFN


Gegen-Missbrauch e.V.  10.11.2011

Aufforderung zur Überprüfung der Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zum Thema Sexueller Missbrauch

Offenen Brief als PDF herunter laden…


Jede zweite behinderte Frau Opfer von Missbrauch


WELT ONLINE 22.11.2011

Eine neue Studie offenbart Schreckliches. Fast jede zweite Frau mit Behinderung wird Opfer sexuellen Missbrauchs – vor allem in Betreuungseinrichtungen.

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Empfehlungen zum Thema „Verjährungsfristen“


Endbericht Auswertung Anlaufstelle Missbrauchsbeauftragte 17.11.2011

Empfehlungen zum Thema „Verjährungsfristen“ (S. 122-123)

Vielen Anrufenden und Schreibenden liegt die Aufhebung bzw. Verlängerung der Verjährungsfristen am Herzen. Einerseits wird darauf hingewiesen, dass die Auswirkungen von Missbrauch ein Leben lang anhalten können und daher auch eine strafrechtliche Verfolgung mit Geltendmachung von Entschädigung lebenslang möglich sein sollte.

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Neue quantitative und qualitative Analysen der Anrufe und Briefe in der Anlaufstelle der Unabhängigen Beauftragten jetzt veröffentlicht


beauftrage-missbrauch.de 17.11.2011

Berlin, Ulm, 17. November 2011. Mit dem Ende der Amtszeit der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a.D., am 31.10.2011 endete auch der Auftrag an die wissenschaftliche Begleitforschung der Anlaufstelle, die durch ein Team um den Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeuten Prof. Dr. Jörg M. Fegert vom Universitätsklinikum Ulm durchgeführt und von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet wurde.

Endbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung zur Anlaufstelle der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a. D.

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Mehr Kinder mit seelischen Problemen


SÜDKURIER 11.11.2011

Friedrichshafen – Immer mehr Kinder leiden an psychischen Problemen, gleichzeitig steigt die Verschreibung von Psychopharmaka drastisch an. Dem gilt es entgegenzuwirken.

Vom 10. bis 12. November findet in Friedrichshafen der bundesweite Jahreskongress der Kinder und Jugendpsychiater und Psychotherapeuten Deutschlands statt. Gemäß dem Thema „Kooperationen – über Grenzen hinweg“ werden gesetzliche, strukturelle Grenzen, aber auch Grenzen des Denkens thematisiert.
„Es ist wichtig, dass wir kranken Kindern und Jugendlichen eine ganzheitliche, aufeinander abgestimmte Hilfe anbieten können. Dies bedarf einer neue Form der Vernetzung und ein Umdenken der Finanzpolitik“, sagte Prof. Jörg Fegert von der Uniklinik Ulm in seinem Eröffnungsvortrag.

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Sexueller Missbrauch zerstört auch Wahrheitsempfinden


DIE PRESSE.com 30.10.2011

ROTRAUD A. PERNER (Die Presse)

Gastkommentar. Auch heute noch wird „Verhaltensauffälligkeit“ nicht als Traumafolge erkannt und das eigene Verhalten dementsprechend angepasst.

Kann man nach 40Jahren noch objektiv die Wahrheit feststellen?“, wurde ich gefragt und antwortete: Wahrheit sei wohl immer nur das, worauf man sich aufgrund subjektiver Wahrnehmungen geeinigt hätte; jeder Mensch hat ja seine höchstpersönliche Wahrnehmung, und die hänge von vielerlei Variablen ab. Etwa davon, ob man es schafft, das eigene Erleben gegenüber „Besserwissern“ zu verteidigen. Das ist oft erst möglich, wenn man weit genug von diesen Übermächtigen entfernt ist – räumlich, aber auch zeitlich.

„Die Wahrheit ist das Kind der Zeit, nicht der Autorität“, formulierte Bert Brecht im „Leben des Galilei“. Autorität dient oft dazu, Wahrheit zu verdrehen. Der zugehörige Rechtsgrundsatz lautet, „Beschuldigte dürfen alles ihrer Verteidigung Dienliche vorbringen“ – wahr muss es nicht sein. Unter Wahrheitspflicht stehen nur die, die Zeugnis ablegen sollen.

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Missbrauchsskandal ohne Ende?


ZDF ML mona lisa 22.10.2011

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Pressemitteilung: netzwerkB kritisiert Präventionsprojekt „Dunkelfeld“


Pressemitteilung: netzwerkB kritisiert Präventionsprojekt „Dunkelfeld“ (als PDF herunter laden)

Das bereits in mehreren Städten laufende Präventionsprojekt „Dunkelfeld“ für „pädophile“ Männer soll nun auch in der Hansestadt Hamburg gestartet werden. Grundsätzlich ist es natürlich zu begrüßen, dass alles versucht wird, um sexualisierte Gewalt gegen Kinder zu verhindern. Allerdings stellen wir in Frage, dass ein Projekt wie „Dunkelfeld“ dies in dem Maße leisten kann, wie es dringend erforderlich wäre.

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Kein Zwang zur Therapie in Psychiatrie


SÜDWEST PRESSE 21.10.2011

Stuttgart/Karlsruhe.  Psychisch Kranke dürfen in Psychiatrien im Land nicht zwangsbehandelt werden. Das Verfassungsgericht hat ein Landesgesetz kassiert. Geklagt hatte ein Sexualstraftäter, der keine Psychopharmaka nehmen will.

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Pädophile geben sich in Foren als Gleichaltrige aus


NWZ ONLINE 21.10.2011

von Anna Zacharias

FRAGE: Frau de Vries, Sie kritisieren eine vor kurzem veröffentlichte Studie, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass es einen Rückgang bei sexuellen Übergriffen auf Kinder und Jugendliche gibt. Warum?

DE VRIES: Zum einen stellen wir in Frage, ob die Zahl sexueller Übergriffe überhaupt anhand eines Fragebogens, wie er in der Studie angewandt wurde, ermittelt werden kann. Die Fragen, die gestellt wurden, können retraumatisierend wirken. Wenn ein betroffenes Mädchen beispielsweise unverblümt gefragt wird, ob ein Mann sein Glied in ihren Mund geschoben hat, wird sie darauf womöglich gar nicht antworten können. Zum anderen wird in der Studie nur nach Tätern gefragt, die über fünf Jahre älter sind, als das Opfer. Unsere Erfahrungen jedoch zeigen, dass sexualisierte Gewalt zunehmend unter Gleichaltrigen stattfindet – diese Taten fallen aus dieser Studie vollkommen raus. Wenn ein Mädchen von ihrem vier Jahre älterer Bruder sexualisierte Übergriffe erleben muss, wird dies nicht erfasst.

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Missbrauch: Keine Entwarnung


RP ONLINE 21.10.2011

VON GABI PETERS

Mönchengladbach (RP). Nach einer neuen Studie soll die Zahl der Opfer sexuellen Kindesmissbrauchs stark rückläufig sein. Fachorganisationen wie Zornröschen machen da ganz andere Erfahrungen. In der Gladbacher Beratungsstelle meldeten sich 2010 mehr Betroffene. Kritik gibt es auch an der Form der Umfrage.

Die Studie des Kriminologischen Instituts Niedersachsen zu sexuellem Kindesmissbrauch stößt bei Fachverbänden auf Kritik. Auch bei Zornröschen, dem Verein gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen, ist man erstaunt über die vorgelegten Zwischenergebnisse. Angeblich belegt die Studie, die vom Bundesforschungsministerium in Auftrag gegeben wurde, rückläufige Zahlen bei Kindesmissbrauch. Reinhild Beermann und Brigitte Bialojahn von Zornröschen haben da ganz andere Erfahrungen gemacht. “Im vergangenen Jahr hatten wir in der Beratungsstelle 25 Prozent mehr Erstanfragen”, sagt Brigitte Bialojahn. Und: “In der Hauptsache ging es um ganz konkrete Fälle oder Verdachtsmomente.”

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Mediziner garantieren absolute Verschwiegenheit – auch wenn sich Täter über begangene Sexualstraftaten äußern


LVZ online 19.10.2011

Uni-Klinik Leipzig eröffnet Ambulanz für Pädophile – Therapie soll Missbrauchstaten verhindern

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Opfer werden mutiger


WELT ONLINE 19.10.2011

Studie: Weniger sexueller Missbrauch an Kindern als früher

Verbände kritisieren: Viele Betroffene könnten wegen des großen Leids keine Auskunft geben

Eine neue Studie verzeichnet einen Rückgang des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen – und provoziert Empörung bei den Opfern. Viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben, sagte der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef….

…Der Chef des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, kritisierte die Studie: Viele Opfer hätten ihr Leid verdrängt und könnten keine Auskunft darüber geben, Missbrauch sei nicht statistisch zu erheben. “Die Wissenschaft müsste ihre Hilflosigkeit einräumen, anstatt Millionen für solche Untersuchungen auszugeben.” Ministerin Schavan dagegen lobte die Studie, die bis Ende 2013 abgeschlossen wird, als wichtigen Schritt, um das Thema Kindesmissbrauch “dauerhaft in den Hochschulen zu verankern”. Ihr Ministerium fördert die KFN-Studie und ähnliche Forschungsprojekte mit 30 Millionen Euro.

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Studie: Sexueller Missbrauch wird weniger – Opfer üben Kritik an Untersuchung


Saarbrücker Zeitung 19.10.2011

Berlin. Es war Anfang 2010, als eine Welle der Empörung durch das Land schwappte. Damals wurden immer mehr Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen bekannt. Es gerieten vor allem Lehrer, katholische Priester und Ordensleute in die Kritik. Die Bundesregierung setzte eine Missbrauchsbeauftragte und einen Runden Tisch ein und förderte eine Studie, um das Ausmaß des Missbrauchs zu untersuchen. Nun ist diese Studie da. Der Kriminologe Christian Pfeiffer und Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) stellten gestern das Ergebnis vor, das überraschend ist: Der sexuelle Missbrauch nimmt ab. Ist also alles gar nicht so schlimm, wie es zunächst schien?

Die Wissenschaftler sehen in dem Ergebnis ihrer Untersuchung und dem öffentlichen Wirbel vor ein bis zwei Jahren keinen Widerspruch. Auch der große Zulauf bei der Missbrauchsbeauftragten Christine Bergmann stehe dem nicht entgegen.

Schließlich hätten sich seit Ende 2009 vorrangig Opfer in die Öffentlichkeit gewagt, die bereits mehr als 50 Jahre alt gewesen seien. Der Missbrauch liege hier also sehr weit zurück. Und auch bei Bergmann meldeten sich vor allem Opfer – und zwar oft welche, die schweren sexuellen Missbrauch erlebt haben und lange schwiegen.  Die älteste Person, die Bergmanns Anlaufstelle kontaktierte, war 89 Jahre alt – das Durchschnittsalter der Anrufer und Briefeschreiber lag immerhin bei 46 Jahren.

Die Autoren der Studie um den Kriminologen und früheren niedersächsischen SPD-Justizminister Christian Pfeiffer haben aber nur die 16- bis 40-Jährigen befragt. Als Grund geben sie an, dass die älteren Jahrgänge bereits in einer ersten repräsentativen Studie von 1992 untersucht wurden. Für die aktuelle Erhebung wurden nun rund 11 500 Personen anonym befragt, ob sie Betroffene sexuellen Missbrauchs geworden sind. Wichtigstes Ergebnis im Zeitvergleich von fast 20 Jahren: Die Zahl der Fälle ist um ein Drittel zurückgegangenen. Während 1992 noch 8,6 Prozent der Frauen und 2,8 Prozent der Männer in ihrer Kindheit mindestens eine sexuelle Erfahrung wider Willen gemacht hatten, sind es nach den aktuellen Zahlen nur noch 6,4 Prozent der Frauen und 1,3 Prozent der Männer.

Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, bezweifelt allerdings stark, dass Opfer bei Befragungen überhaupt einen Missbrauch angeben. Jedoch hält Pfeiffer die Gruppe derer, die so schwer traumatisiert sind, dass sie im Fragebogen kein Kreuzchen machen oder machen können, für klein.

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“Das Internet wird ausgeklammert”


taz 19.10.2011

Julia von Weiler, Geschäftsführerin des Präventionsvereins “Innocence in Danger”, über Missbrauch im Internet und die Schwächen der Pfeiffer-Studie. Interview KAREN GRASS

taz: Frau von Weiler, laut der Befragung Sexueller Missbrauch 2011 werden Kinder und Jugendliche heute weit seltener Opfer sexuellen Missbrauchs als vor 20 Jahren. Sind Präventionsangebote bald überflüssig?

Julia von Weiler: Das wäre zwar schön, hat aber nichts mit der Realität zu tun. Ich habe auch methodische Fragen zu der Veröffentlichung: So hat Herr Pfeiffer etwa nur Leute bis 40 Jahre befragt, doch viele Traumaforscher gehen davon aus, dass vor allem Missbrauchsopfer, die durch nahestehene Personen missbraucht wurden, erst viel später über ihre Erfahrungen sprechen können.

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