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	<title>netzwerkB &#187; – Wissenschaft/Forschung</title>
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	<description>netzwerkB ist eine unabhängige Interessenvertretung in der sich Betroffene von sexualisierter Gewalt für die Rechte Betroffener einsetzen.</description>
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		<title>netzwerkB-Vortrag zur Aufhebung der Verjährungsfristen an der Uni Köln</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/05/16/netzwerkb-vortrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-an-der-uni-koln/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 13:12:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[– Vortrag]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 16.05.2012 Am 3. Mai 2012 hat Norman Schultz, Beirat bei netzwerkB, einen Vortrag an der Universität Köln über die Frage der Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt gehalten. Zentrales Anliegen war es, eines der Hauptargumente aus den Positionspapieren von netzwerkB weiterzuentwickeln. Gleichwohl die lebensweltliche Perspektive, Verjährungsfristen aufzuheben, den meisten Menschen intuitiv klar ist, gibt es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 16.05.2012</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/J5QSYzeAWts" frameborder="0" width="480" height="340"></iframe></p>
<p>Am 3. Mai 2012 hat Norman Schultz, Beirat bei netzwerkB, einen Vortrag an der Universität Köln über die Frage der Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt gehalten. Zentrales Anliegen war es, eines der Hauptargumente aus den <a href="http://netzwerkb.org/netzwerkb%e2%80%93positionspapiere/" target="_blank">Positionspapieren von netzwerkB</a> weiterzuentwickeln.<span id="more-13711"></span><br />
Gleichwohl die lebensweltliche Perspektive, Verjährungsfristen aufzuheben, den meisten Menschen intuitiv klar ist, gibt es vor allem Widerstände aus einer formaljuristischen Betrachtung der Tatbestände.  Unter Berufung auf ein formal bestehendes Recht (welches aber aus Sicht von netzwerkB keine Gültigkeit besitzt, solange es derart dramatische Ungerechtigkeiten hervorbringt), rechtfertigen Juristen zumeist, dass eine rückwirkende Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt nicht möglich sei. Aus diesem Grund geht es in diesem Vortrag nicht allein um die lebensweltlichen Argumente, sondern auch und vor allem um die Frage, ob bei den Prämissen unseres Verfassungsstaates Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt zulässig sind. Das vorgetragene Hauptargument bezieht sich daher auf einen Widerspruch in der Argumentation der Aufhebungsgegner. Zwar hat dies keine Bedeutung für innerjuristische Argumentationen trägt aber dazu bei, die Forderung nach einer Systemänderung zu bestärken und durchsichtiger zu machen.<br />
Der Vortrag dauerte ca. 40 Minuten und wurde von Christian Aldenhoff (studierter Jurist) beantwortet. Es folgte eine kurze Diskussion und danach ein Umtrunk mit der Möglichkeit, das Thema weiter zu entfalten. Der Videoausschnitt zeigt nur den Vortragsteil von Norman Schultz.</p>

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		<title>Die Kehrseite des guten Gedächtnisses</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/05/15/die-kehrseite-des-guten-gedachtnisses/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 16:26:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Universität Basel 15.05.2012 Schreckliche Erlebnisse können zu einer posttraumatischen Belastungsstörung führen, bei der Betroffene unter belastende Erinnerungen leiden. Forscher der Universität Basel haben nun entdeckt, dass ein genetischer Faktor, der für ein gutes Gedächtnis sorgt, auch das Risiko für eine posttraumatische Belastungsstörung erhöht. Die Ergebnisse ihrer Studie erscheinen diese Woche in der US-Fachzeitschrift PNAS. Weiter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Universität Basel 15.05.2012</p>
<p>Schreckliche Erlebnisse können zu einer posttraumatischen Belastungsstörung führen, bei der Betroffene unter belastende Erinnerungen leiden. Forscher der Universität Basel haben nun entdeckt, dass ein genetischer Faktor, der für ein gutes Gedächtnis sorgt, auch das Risiko für eine posttraumatische Belastungsstörung erhöht. Die Ergebnisse ihrer Studie erscheinen diese Woche in der US-Fachzeitschrift PNAS.</p>
<p><a href="http://idw-online.de/pages/de/news477685" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<title>Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern angestiegen &#8211; Merk fordert längere Verjährungsfrist</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 05:21:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[WELT ONLINE 14.05.2012 Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern angestiegen 12.444 Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern registrierte die Polizei im vergangenen Jahr. Das ist ein Anstieg von 4,9 Prozent. Die Dunkelziffer nicht gemeldeter Fälle dürfte noch höher sein. Von Martin Lutz Die Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern haben laut der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) für das Jahr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WELT ONLINE 14.05.2012</p>
<p><strong>Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern angestiegen</strong></p>
<p>12.444 Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern registrierte die Polizei im vergangenen Jahr. Das ist ein Anstieg von 4,9 Prozent. Die Dunkelziffer nicht gemeldeter Fälle dürfte noch höher sein. Von Martin Lutz</p>
<p>Die Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern haben laut der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) für das Jahr 2011, die &#8220;Welt Online&#8221; vorliegt, erneut zugenommen. Die Zahl erhöhte sich um 4,9 Prozent auf 12.444 von der Polizei erfasste Taten.<span id="more-13714"></span></p>
<p>In diesem Deliktsbereich muss allerdings nach wie vor von einem hohen Dunkelfeld nicht gemeldeter Fälle ausgegangen werden.  Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will das 67-Seiten-Dossier am Mittwoch vorstellen.</p>
<p>Außerdem nahmen der Besitz und die Beschaffung von Kinderpornografie dramatisch zu (plus 23,3 Prozent auf 3896 Fälle). Eine Abnahme wurde hingegen bei der Verbreitung pornografischer Schriften registriert (minus 0,6 Prozent auf 8724 Fälle). Und die Verbreitung pornografischer Schriften über das Internet ging um 2,1 Prozent auf 5168 Fälle zurück.</p>
<p><strong>Merk fordert längere Verjährungsfrist</strong></p>
<p>Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) forderte wegen des Anstiegs eine schnelle Gesetzesverschärfung. Die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch solle von 10 beziehungsweise 20 auf 30 Jahre verlängert werden, betonte Merk.<br />
Außerdem will Merk die Verjährungsfrist auf andere Art und Weise verlängern: Schon bisher werden den Tätern bei Kindesmissbrauch die Jahre bis zur Volljährigkeit ihrer Opfer nicht für die Verjährung angerechnet. Merk will das noch einmal um drei Jahre bis zum 21. Geburtstag der Opfer verlängern.<br />
&#8220;Es gibt Fälle, die zeigen, dass Opfer sexuellen Missbrauchs den Ablauf der Taten selbst nach Jahrzehnten noch minutiös schildern können&#8221;, sagte Merk. &#8220;So sehr hat sich das erlebte Martyrium in ihren Kopf eingebrannt. Wenn die Opfer ein Leben lang leiden, dann dürfen sich die Täter nicht schon nach relativ kurzer Zeit in Sicherheit wiegen können.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article106306857/Faelle-sexuellen-Missbrauchs-von-Kindern-angestiegen.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
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		<title>&#8220;Von Heilung kann selten die Rede sein&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/05/12/von-heilung-kann-selten-die-rede-sein/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 12:18:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[EMMA Sommer 2011 Frank Urbaniok ist Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Diensts für Justizvollzug des Kantons Zürich. Experten wie er wissen: Das Maximum, das Therapeuten bei Sexualverbrechern erreichen können, ist Bereitschaft zur Selbstkontrolle. EMMA Herr Urbaniok, was erhoffen Sie sich bei einem Gewaltverbrecher von einer Therapie?   Frank Urbaniok Risikosenkung: also Opferschutz. Dabei handelt es sich meist um ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>EMMA Sommer 2011</p>
<p>Frank Urbaniok ist Chefarzt des Psychiatrisch-Psychologischen Diensts für Justizvollzug des Kantons Zürich. Experten wie er wissen: Das Maximum, das Therapeuten bei Sexualverbrechern erreichen können, ist Bereitschaft zur Selbstkontrolle.</p>
<p>EMMA Herr Urbaniok, was erhoffen Sie sich bei einem Gewaltverbrecher von einer Therapie?   Frank Urbaniok Risikosenkung: also Opferschutz. Dabei handelt es sich meist um ein Risikomanagement auf Dauer. Von Heilung kann man in den meisten Fällen nicht sprechen, von der Bereitschaft und den entwickelten Fähigkeiten zur Selbstkontrolle. Dem muss natürlich ein Problembewusstsein vorausgehen.</p>
<p>Wie der Fall Nicole Dill zeigt, weiß man nicht immer, ob die Therapie wirkungsvoll war oder nicht, weil dies bei der Haftentlassung nicht überall obligatorisch geprüft wird. Somit gelangen unter Umständen jedes Jahr hunderte von erfolglos therapierten Gewalt-, und Sexualstraftäter in Freiheit. Wiegt sich die Öffentlichkeit in einer falschen Sicherheit?</p>
<p><a href="http://www.emma.de/ressorts/artikel/vergewaltigung/von-heilung-kann-selten-die-rede-sein/" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Was führt zu Pädophilie?</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/05/07/was-fuhrt-zu-padophilie/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 12:10:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Hannover Zeitung 07.05.2012 Was führt zu Pädophilie? &#8211; MHH-Forscher leiten Studie zur Pädophilie Hannover &#8211; Was führt zu Pädophilie, was zu sexuellem Kindesmissbrauch? Diesen Fragen widmen sich Wissenschaftler von fünf Universitäten in einem Forschungsprojekt, das Professor Dr. Tillmann Krüger von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) koordiniert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligte für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hannover Zeitung 07.05.2012</p>
<p><strong>Was führt zu Pädophilie? &#8211; MHH-Forscher leiten Studie zur Pädophilie</strong></p>
<p>Hannover &#8211; Was führt zu Pädophilie, was zu sexuellem Kindesmissbrauch? Diesen Fragen widmen sich Wissenschaftler von fünf Universitäten in einem Forschungsprojekt, das Professor Dr. Tillmann Krüger von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) koordiniert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligte für das Vorhaben &#8220;Neurobiologische Grundlagen von Pädophilie und sexuellem Missbrauchsverhalten gegen Kinder&#8221; (NeMUP) zwei Millionen Euro. Das Projekt beginnt im Mai 2012 und dauert drei Jahre.</p>
<p><a href="http://www.hannover-zeitung.net/magazin/gesundheit/47196515-was-fuehrt-zu-paedophilie-mhh-forscher-leiten-studie-zur-paedophilie" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Prävention! Prävention!</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/05/05/pravention-pravention/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 13:44:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 05.05.2012 Ein Gastbeitrag Prävention! Prävention! oder: „Wir tun alles, was in unserer Macht steht“ Wir schreiben den Januar 2010. An einer Berliner Jesuitenschule werden Fälle von jahrelangem sexuellem Kindesmissbrauch bekannt. In einer Art Dominoeffekt kommen innerhalb weniger Wochen zahlreiche weitere Fälle an die Öffentlichkeit. Wie konnte das nur geschehen?, fragen jetzt alle. Wie konnte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 05.05.2012</p>
<p>Ein Gastbeitrag</p>
<p><strong>Prävention! Prävention!</strong></p>
<p>oder: „Wir tun alles, was in unserer Macht steht“</p>
<p>Wir schreiben den Januar 2010. An einer Berliner Jesuitenschule werden Fälle von jahrelangem sexuellem Kindesmissbrauch bekannt. In einer Art Dominoeffekt kommen innerhalb weniger Wochen zahlreiche weitere Fälle an die Öffentlichkeit. Wie konnte das nur geschehen?, fragen jetzt alle. Wie konnte das so lange Zeit verborgen bleiben? die anderen. Skandal! Skandal! rauscht es durch den Blätterwald. Kinder sind unser wertvollstes Gut und müssen geschützt werden! kräht es quer durch die Parteien. Prävention! Prävention! blökt es plötzlich von allen Seiten. Forschung! Forschung! Vernetzung! Vernetzung! Wir müssen! Wir müssen!</p>
<p>Als hätte es nie zuvor auch nur den Hauch einer Ahnung gegeben.</p>
<p>Die Wahrheit sieht u.a. so aus:<span id="more-13195"></span></p>
<p><strong>1999</strong> wurde an der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, Abteilung Benediktbeuren, das eigenständige Forschungsprojekt „Zentrale Informationsstelle Sexuelle Gewalt (ZISSG)“ ins Leben gerufen.</p>
<p>Die Aufgaben von ZISSG:</p>
<p>Flächendeckende und systematische Erfassung möglichst aller Einrichtungen in Bayern, die zu diesem Thema arbeiten, um sie über Internet Fachexpert_innen und Betroffenen zur Verfügung zu stellen.</p>
<p>Förderung der Vernetzung der zuständigen Einrichtungen innerhalb einer Stadt, eines Landkreises, einer Region im Falle von sexueller Gewalt sowie Prävention von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen;</p>
<p>Entwicklung, Förderung und Bereitstellung von Präventions-Konzepten einschl. Konzepte für die MultiplikatorInnen-Fortbildung in Zusammenarbeit mit den betreffenden Einrichtungen in der Praxis und den Verbänden der Jugendhilfe;</p>
<p>Fortführung der Forschungstätigkeit z. B. in Bezug auf Qualitätskriterien präventiver Arbeit.</p>
<p>Ziel der Arbeit war die Primärprävention, d. h. es wurden Angebote entwickelt und bereit gestellt, die Fachleute unterstützen sollen, sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen vorzubeugen.</p>
<p>Das Forschungsprojekt erreichte Beachtliches (sic!): Informationen zur Definition von sexuellem Kindesmissbrauch und Erklärungsansätze, wie es dazu kommt; Formen, Folgen und Symptome sexueller Gewalt, die Häufigkeit von sexuellem Missbrauch, Besonderheiten und Merkmale im Hinblick auf die Täter und ihre Strategien; Präventionsansätze und -modelle werden dargestellt und Bewältigungskonzepte für Betroffene. Zusammengefasst: Wer Augen hat zu lesen und Ohren zu hören, der konnte wissen. Und handeln.</p>
<p>Finanziell gefördert wurde das Forschungsprojekt durch das Bayerische Sozialministerium.</p>
<p>Am 30.09.2001 endete der Forschungsstatus von ZISSG.</p>
<p>Vom 01.10.2001 bis 31.12.2004 war ZISSG Teil des Referats der Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e. V. „Prävention gegen sexuelle Gewalt / Sexualpädagogik“.</p>
<p><strong>Aufgrund fehlender Finanzmittel konnte die Arbeit anschließend in dieser Form nicht mehr weitergeführt werden.</strong></p>
<p>Dann kommt das Jahr 2010. An einer Berliner Jesuitenschule werden Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch bekannt. In einer Art Dominoeffekt kommen innerhalb weniger Wochen zahlreiche weitere Fälle an die Öffentlichkeit. Wie konnte das nur geschehen?, fragen jetzt alle. Wie konnte das so lange Zeit verborgen bleiben? die anderen. Skandal! Skandal! rauscht es durch den Blätterwald. Kinder sind unser wertvollstes Gut und müssen geschützt werden! kräht es quer durch die Parteien. Prävention! Prävention! blökt es plötzlich von allen Seiten. Forschung! Forschung! Vernetzung! Vernetzung! Wir müssen! Wir müssen!</p>
<p>(Für Interessierte: <a href="http://www.zissg.de/" target="_blank">www.zissg.de</a>)</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Ein Brief an Karlheinz Deschner</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/05/03/ein-brief-an-karlheinz-deschner/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 16:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=13137</guid>
		<description><![CDATA[netzwerkB 03.05.2012 Gastbeitrag von Ingo Bading Sehr geehrter Herr Deschner, in einem Interview vom 23.3.2010 mit der Deutschen Presseagentur, veröffentlicht vom Humanistischen Pressedienst (http://hpd.de/node/9114) werden Sie gleich zu Anfang gefragt, ob es ähnliche Razzien wie im März 2010 im Kloster Ettal schon einmal in der Kirchengeschichte gegeben hätte. Und Sie verneinen diese Frage: &#8220;Etwas wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 03.05.2012</p>
<p>Gastbeitrag von Ingo Bading</p>
<p>Sehr geehrter Herr Deschner,</p>
<p>in einem Interview vom 23.3.2010 mit der Deutschen Presseagentur, veröffentlicht vom Humanistischen Pressedienst (<a href="http://hpd.de/node/9114" target="_blank">http://hpd.de/node/9114</a>) werden Sie gleich zu Anfang gefragt, ob es ähnliche Razzien wie im März 2010 im Kloster Ettal schon einmal in der Kirchengeschichte gegeben hätte. Und Sie verneinen diese Frage:</p>
<p>&#8220;Etwas wirklich Vergleichbares kaum, zumindest schweigt meine &#8216;Kriminalgeschichte des Christentums&#8217; hierzu ebenso wie meine Sexualgeschichte &#8216;Das Kreuz mit der Kirche&#8217;.&#8221;</p>
<p>Und das scheint mir doch, wie ich denke – Entschuldigen Sie bitte! – ein Irrtum zu sein. <span id="more-13137"></span>Aus dem Buch des Historikers Hans Günter Hockerts &#8220;Die Sittlichkeitsprozesse gegen katholische Ordensangehörige und Priester 1936/1937 – Eine Studie zur nationalsozialistischen Herrschaftstechnik und zum Kirchenkampf&#8221;, schon 1971 im Matthias-Grünewald-Verlag in Mainz erschienen (<a href="http://www.wissenbloggt.de/go.php?http://epub.ub.uni-muenchen.de/4650/" target="_blank">im Netz frei zugänglich</a>), geht klar hervor, daß es solche Razzien in deutschen Klöstern während des Dritten Reiches sehr wohl und sehr umfangreich gegeben hat, und daß die dabei gewonnenen Ergebnisse was die damalige Verbreitung von Kindesmißbrauch in kirchlichen Institutionen betrifft, offenbar sehr weitgehend der damals vorliegenden historischen Wahrheit entsprachen, die sich mit den vorliegenden Verhältnissen des Jahres 2010 offenbar sehr weitgehend deckte, wenn die damaligen Verhältnisse die heutigen nicht sogar übertroffen haben.</p>
<p>Hockerts ist sogar ein sehr bewußt katholischer Historiker, der das Thema sehr sachlich aufarbeitet in diesem Buch und sehr scharf trennt zwischen offenbar damals weitgehend ordentlicher juristischer Aufarbeitung der Thematik und der diesbezüglich natürlich wieder einmal maßlos übertriebenen Goebbel&#8217;schen Propaganda, die vom damaligen Justizminister deshalb auch scharf kritisiert wurde.</p>
<p>Ich halte diese Umstände für eine sehr wesentliche Erkenntnis, schließlich muß daraus die Frage abgeleitet werden:</p>
<p><strong>Ist die katholische Kirche eigentlich wirklich fähig und willens, aus der Vergangenheit lernen zu wollen?</strong></p>
<p>Ich denke, diese Frage muß klar verneint werden, schließlich wurden aus den Erfahrungen der 1930er Jahre auch nach 1971 schlichtweg – soweit mir übersehbar – KEINERLEI Schlußfolgerungen gezogen.</p>
<p>Ich habe über diese Thematik im Oktober 2011 einen zweiteiligen Blogbeitrag geschrieben:</p>
<p><a href="http://studgenpol.blogspot.de/2011/10/katholische-kirche-kein-lernen-aus-der.html" target="_blank">http://studgenpol.blogspot.de/2011/10/katholische-kirche-kein-lernen-aus-der.html</a></p>
<p><a href="http://studgenpol.blogspot.de/2011/10/katholische-kirche-kein-lernen-aus-der_02.html" target="_blank">http://studgenpol.blogspot.de/2011/10/katholische-kirche-kein-lernen-aus-der_02.html</a></p>
<p>(Bzw. parallel auf Paperblog: Teil 1, Teil 2.) Das kann man sicherlich auch noch anders aufbereiten. Aber die wesentlichen Sachverhalte, die hier vorliegen, das NICHTLERNEN aus der Vergangenheit, halte ich für zentral.</p>
<p>Und ich denke, <strong>selbst kirchenkritische Kreise könnten viel Anlaß haben, sich selbstkritisch zu fragen, warum nach der Veröffentlichung von Hans Günter Hockerts im Jahr 1971 nicht wesentlich vehementer gefordert worden ist, daß endlich aus der Vergangenheit gelernt würde, und warum Kinder und Jugendliche deshalb bis zum Jahr 2010 in kirchlichen Zusammenhängen so wenig geschützt waren, Eltern nicht mit Hilfe der geschichtlichen Erfahrungen gewarnt wurden.</strong></p>
<p>Vielleicht fühlen Sie oder andere sich doch veranlaßt, den etwaig von Ihnen im März 2010 geäußerten Irrtum öffentlich richtigzustellen (natürlich ggfs. auch in künftigen Werken, bzw. Neuauflagen). Insbesondere sollte sicherlich auch angeregt werden, daß die damaligen Forschungen von Hockerts von dem Erfahrungsstand von heute aus erneut aufgegriffen und vertieft würden.</p>
<p>Mit herzlichem Dank – und sehr großem Respekt – für Ihr umfangreiches und so ungeheuer wesentliches Lebenswerk,</p>
<p>sowie mit freundlichen Grüßen,</p>
<p>Ingo Bading</p>

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		<title>Misshandlungen und Mobbing</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/04/24/misshandlungen-und-mobbing/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 20:23:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[SPIEGEL ONLINE 24.04.2012 Wie Traumata das Altern beschleunigen Schreckliche Erfahrungen und andauernder Stress hinterlassen Spuren im Erbgut, das zeigt eine Untersuchung bei fünf- und zehnjährigen Kindern. Hatten die Kleinen Schlimmes erlebt, alterten ihre Zellen deutlich schneller. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SPIEGEL ONLINE 24.04.2012</p>
<p>Wie Traumata das Altern beschleunigen</p>
<p>Schreckliche Erfahrungen und andauernder Stress hinterlassen Spuren im Erbgut, das zeigt eine Untersuchung bei fünf- und zehnjährigen Kindern. Hatten die Kleinen Schlimmes erlebt, alterten ihre Zellen deutlich schneller.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,829411,00.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<title>Bistümer wehren sich gegen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/04/24/bistumer-wehren-sich-gegen-aufarbeitung-des-missbrauchsskandals/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 11:21:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Bistümer wehren sich gegen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen stößt bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche immer noch auf Widerstand. Im vergangenen Sommer hatte die Deutsche Bischofskonferenz das Institut beauftragt, in einem dreijährigen Forschungsprojekt die Personalakten der Kirche auf Missbrauchsfälle zu untersuchen. Die Bistümer Hildesheim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bistümer wehren sich gegen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals durch das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen</p>
<p>Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen stößt bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche immer noch auf Widerstand. Im vergangenen Sommer hatte die Deutsche Bischofskonferenz das Institut beauftragt, in einem dreijährigen Forschungsprojekt die Personalakten der Kirche auf Missbrauchsfälle zu untersuchen. Die Bistümer Hildesheim und Trier stellten Akten für erste Auswertungen zur Verfügung; inwieweit die anderen 25 deutschen Diözesen ihre Personalakten übergeben, ist aber immer noch nicht ganz geklärt. Viele Pfarrer fürchten offenbar, dass bei Weitergabe der Akten an die Wissenschaftler vertrauliche Daten an die Öffentlichkeit geraten.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,828913,00.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<title>Eine Art von frühem „Einverständnis“</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 11:50:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Promi-Opfer]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 04.04.2012 Gastbeitrag zum Artikel &#8220;Jeder Achte ist betroffen&#8221;, Augsburger Allgemeine 04.04.2012 Professor Jörg Fegert klärt bei seinem Vortrag über die Häufigkeit des sexuellen Missbrauchs in der Kindheit auf von Doro Jörg Fegert als Gründer und Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm scheint einfach andere Stärken zu haben als die der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 04.04.2012</p>
<p>Gastbeitrag zum Artikel <a href="http://netzwerkb.org/2012/04/04/jeder-achte-ist-betroffen/" target="_blank">&#8220;Jeder Achte ist betroffen&#8221;</a>, Augsburger Allgemeine 04.04.2012</p>
<p><strong>Professor Jörg Fegert klärt bei seinem Vortrag über die Häufigkeit des sexuellen Missbrauchs in der Kindheit auf</strong></p>
<p>von Doro</p>
<p>Jörg Fegert als Gründer und Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm scheint einfach andere Stärken zu haben als die der Sprache. Oder ist (soll) es wieder der Redakteur (sein), der Fegert falsch wiedergibt?<span id="more-12765"></span></p>
<p>Zunächst mal stößt auf, dass „Jeder Achte“ betroffen sein soll. Richtiger ist wohl, dass es JEDE ACHTE (weiblich) ist! Es ist mittlerweile Standardwissen, dass der Großteil der Opfer von sexualisierter Kindesmisshandlung weiblich ist (wie übrigens der Großteil der Täter männlich ist), auch wenn ich die männlichen Opfer (und weiblichen Täterinnen) nicht wegdiskutieren will. Aber die Aussage „Jeder Achte“ konstruiert einfach etwas, das so nicht der Realität entspricht.</p>
<p>Ich weiß: Es ist üblich, beide Geschlechter in der männlichen Sprachform zu subsummieren. Aber gerade wenn das tatsächliche Verhältnis bzgl. der Geschlechterverteilung so auffallend einseitig ist, ist es einfach absurd, von „Jedem Achten“ zu sprechen. So wie sich im allgemeinen Sprachgebrauch Frauen, Mädchen, weibliche Opfer von Gewalt selbstverständlich mit der männlichen Ausdrucksweise „mitgemeint“ fühlen sollen, würde die im Falle der sexualisierten Kindesmisshandlung der Realität entsprechende Verwendung von „JEDE Achte“ selbstverständlich auch die männlichen Opfer meinen. Durch die Verwendung der subsummierenden männlichen Ausdrucksweise wird dagegen ein falsches Bild konstruiert und der Großteil der Opfer wieder in die Unsichtbarkeit verdrängt.</p>
<p>Aber wie gesagt, das kann ja auch der übliche Sprachgebrauch des Redakteurs sein. Erschreckend genug, dass seine Entscheidung für „Jeder Achte“ tatsächlich mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen kann als wenn die Headline „nur“ von „jeder Achten“ sprechen würde. Mädchen/Frauen als Opfer von sexualisierter Gewalt interessieren einfach niemanden.</p>
<p>Das wird u.a. durch weitere Zitate (von Fegert oder dem Redakteur, wie er Fegert verstanden hat) untermauert:</p>
<p>„2010, so der Referent, sei die Problematik in den Medien besonders ins Blickfeld gerückt, denn die Opfer des sexuellen Missbrauchs, die sich damals an die Presse wandten, seien alle gut situierte Männer gewesen.“</p>
<p>Sollte der FACHBERATER der Unabhängigen Missbrauchsbeauftragten, der sich eigenen Aussagen zufolge schon viele Jahre mit der Thematik sexualisierter Kindesmisshandlung befasst, sich tatsächlich so geäußert haben, dann lässt dies – meiner Meinung nach – auf eine sehr „spezielle“ Sichtweise schließen.</p>
<p>Demnach ist die Problematik der sexualisierten Kindesmisshandlung 2010 deshalb in das Blickfeld der Medien gerückt, weil es sich bei den Opfern um „gut situierte Männer“ handelte. Heißt das, dass die Medien bis 2010 die Opfer – wie gesagt überwiegend weiblich – nur deshalb nicht zur Kenntnis nehmen wollten, weil sie nicht männlich waren und nicht gut situiert? Und wenn das daraus zu lesen ist: Welche Verantwortung tragen diese Medien und auch die Gesellschaft diesen vielen Opfern der Jahrzehnte davor gegenüber?</p>
<p>„Die Politik habe sich gezwungen gefühlt, zu handeln“, wird Fegert weiter zitiert oder interpretiert. Ein Satz, der in den Augen und Ohren von Nichtbetroffenen vielleicht harmlos erscheinen mag. Tatsächlich aber sagt er doch aus, dass die Politik gezwungen werden musste zu handeln. Also dass es ihr zuvor nicht als selbstverständlich erschienen war, etwas gegen diese Pandemie („jede Achte“ immerhin!) zu unternehmen und Kinder (weibliche und männliche) endlich vor ihren Verwandten, Lehrern, Priestern oder sonstigen Machtpersonen zu schützen.</p>
<p>Hier erinnere ich an das Grundgesetz, das ja offensichtlich auch für Kinder in diesem Land gilt:</p>
<p>Grundgesetz Artikel 1, Abs. 1: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“</p>
<p>Grundgesetz Artikel 2, Abs. 2: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“</p>
<p>Grundgesetz Artikel 6, Abs. 2: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“ (!)</p>
<p>Grundgesetz Artikel 7, Abs. 1: „Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des Staates.“</p>
<p>Grundgesetz Artikel 34: „Verletzt jemand in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so trifft die Verantwortlichkeit grundsätzlich den Staat oder die Körperschaft, in deren Dienst er steht.“</p>
<p>Grundgesetz Artikel 37, Absatz 1: „Wenn ein Land die ihm nach dem Grundgesetze oder einem anderen Bundesgesetze obliegenden Bundespflichten nicht erfüllt, kann die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates die notwendigen Maßnahmen treffen, um das Land im Wege des Bundeszwanges zur Erfüllung seiner Pflichten anzuhalten.“</p>
<p>Grundgesetz Artikel 37, Absatz 2: „Zur Durchführung des Bundeszwanges hat die Bundesregierung oder ihr Beauftragter das Weisungsrecht gegenüber allen Ländern und ihren Behörden.“</p>
<p>Meiner Ansicht nach hätte die Politik (und der Rechtsstaat) schon lange vor 2010 und den „gut situierten männlichen Opfern“ Grund genug gehabt, sich zum Handeln gezwungen zu fühlen! Sexualisierte Gewalt verletzt die grundgesetzlich gesicherten Rechte der Kinder und der Staat ist allein schon deshalb VERPFLICHTET, diese zu sichern, bzw. Verstöße dagegen zu ahnden. Und zwar nicht erst, wenn ihm keine andere Wahl bleibt, weil er aufgrund der Öffentlichkeit nicht mehr wegsehen kann, sondern weil es GRUNDGESETZE sind. KINDER SIND TRÄGER/INNEN VON GRUNDRECHTEN, und wenn Erwachsene diese nicht respektieren können, dann ist es Aufgabe des Staates, für die Einhaltung der Grundgesetze zu sorgen. Punkt.</p>
<p>(Im Übrigen begründet sich meiner Ansicht nach auch genau aus diesen Grundgesetzverletzungen der berechtigte Anspruch der Opfer – kindlicher oder heute erwachsener – gegen den Staat (bsplw. im Sinne von Entschädigung und Ausgleich der schweren Nachteile durch die erfahrene Gewalt während der Kindheit). Der Staat hat seine Schutzpflichten gegenüber den Kindern und seine Aufsichtspflicht gegenüber dem Handeln der Eltern bzw. anderer Personen, denen das Kind als GRUNDRECHTRSTRÄGER anvertraut war, massiv verletzt, bzw. verletzt diese noch immer. Dafür muss er haften.)</p>
<p>Die Aussage „2010 sei die Problematik in den Medien besonders ins Blickfeld gerückt, denn die Opfer des sexuellen Missbrauchs, die sich damals an die Presse wandten, seien alle gut situierte Männer gewesen“ (die Fegert zugeschrieben wird: Zitat „so der Referent“) ist ein Offenbarungseid von Politik, Staat und Fachlichkeit. Denn es kann nicht sein, dass den vielen „Experten“ das Ausmaß und die schweren Folgen dieser Gewalt gegen Kinder so lange verborgen geblieben ist:</p>
<p>Schon viele, viele Jahre lang machen Opfer (überwiegend weiblich, weil die meisten Opfer nun einmal weiblich sind) – insbesondere im Zuge der Frauenbewegung – auf diese üble (überwiegend) männliche Gewalt aufmerksam. Das ist anhand der vielfach vorhandenen Literatur nachweisbar (Kavemann/Lohstöter, Trube-Becker, Rijnaarts, Herman, Wirtz, Bange, Gahleitner, Schalleck, Heiliger/Engelfried, etc).</p>
<p>Auch „dem Staat“ und „der Politik“ sind die (hauptsächlich männliche) Gewalt gegen (hauptsächlich) Frauen und Kinder und ihre dramatischen gesundheitlichen, aber auch volkswirtschaftlichen Folgen vor 2010 nicht verborgen geblieben. Nachzulesen u.a. in Heft 42 der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (herausgegeben vom Statistischen Bundesamt in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut) von 2008 (!) zum Thema „Gesundheitliche Folgen von Gewalt unter besonderer Berücksichtigung von häuslicher Gewalt gegen Frauen“ (<a href="http://edoc.rki.de/documents/rki_fv/ren4T3cctjHcA/PDF/26Herxag1MT4M_27.pdf" rel="nofollow" target="_blank">http://edoc.rki.de/documents/rki_fv/ren4T3cctjHcA/PDF/26Herxag1MT4M_27.pdf</a>). Schon darin wird darauf hingewiesen, dass sexualisierte und speziell häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder erstmals bereits in den der 1970er-Jahren durch die Frauenbewegung thematisiert worden ist, dass es dann aber nahezu weitere 20 Jahre bis in den 1990er-Jahren dauerte, bis diese Gewalt auf nationaler und internationaler Ebene als gesellschaftliches Problem wahrgenommen wurde. Die Frage des Ausmaßes häuslicher Gewalt wurde seither auch auf europäischer Ebene durch zahlreiche Gewaltprävalenzstudien untersucht, u.a. auch in Deutschland (!).</p>
<p>Wenn sich „die Politik“ erst 2010 gezwungen gefühlt [hat], zu handeln, dann muss gefragt werden, wozu eigentlich vorher das viele Geld für Gewaltprävalenzstudien und Gesundheitsberichterstattung usw. ausgegeben wurde?? Und es darf gefragt werden, was wohl aus den vielen nach 2010 angestoßenen Forschungen werden kann, wenn die Ergebnisse dann doch letztlich niemanden zu interessieren scheinen und nicht in den Schutz und eine fachlich fundierte Unterstützung für die Betroffenen münden.</p>
<p>Klaren Widerspruch erfordert folgende Aussage:</p>
<p>„Ein weiteres großes Problem sei die Tatsache, dass Kinder „sexuellen Missbrauch zum Zeitpunkt der Tat als normal empfinden.“ Erst in der Pubertät würden die Opfer realisieren, was ihnen angetan worden ist.“</p>
<p>Frage: Wie kann ein Außenstehender – was Fegert ist, auch wenn er sich eigenen Angaben zufolge schon lange mit der Thematik beschäftigt – wissen, was Betroffene (Kinder) zum „Zeitpunkt der Tat“ empfinden? Welche Anmaßung steckt hinter solch einer Aussage (oder redaktionellen Interpretation)?? „Experten“, die definieren, was Betroffene empfinden oder nicht, missbrauchen ihre Definitionsmacht und stehen damit in der Tätertradition, nicht im Opferempfinden.</p>
<p>Ich kann aus eigener Erfahrung und von der Erfahrung zahlreicher anderer Gewaltopfer berichten, dass wir VOM ERSTEN AUGENBLICK AN dieses sexualisierte und gewalttätige (und im Übrigen STRAFBARE) Handeln der Täter ÜBERHAUPT NICHT NORMAL EMPFINDEN! Und wer – wie Fegert von sich behauptet – schon viele Jahre mit der Situation der Opfer beschäftigt ist, weiß das auch.</p>
<p>Egal, wie alt das Kind ist: es spürt sofort die Demütigung, den Verrat, die Ohnmacht, den Ekel, die Manipulation usw., die mit diesen Übergriffen einhergehen. Natürlich hat es aufgrund seines Alters und seiner Abhängigkeit von Erwachsenen überhaupt keine Möglichkeit, die „Unnormalität“ oder „Normalität“ dieser Handlungen einordnen zu können. Aber das darf doch nicht dem Kind angelastet werden, indem man – noch dazu als „Experte“ und Fachberater der Bundesregierung! – unterstellt, Kinder würden „sexuellen Missbrauch zum Zeitpunkt der Tat als normal empfinden“!!! Höchstenfalls (!!!!!) MÜSSEN Kinder „sexuellen Missbrauch zum Zeitpunkt der Tat als normal empfinden“, um in der gestörten Umgebung, der sie ausgeliefert sind, überhaupt überleben zu können. Welches (abhängige) Kind kann sich schon ernsthaft gegen sein gesamtes nahes Umfeld positionieren?? Das sind doch einfach potemkinsche Dörfer, die hier (von einem „Experten“) inszeniert werden! Sie entsprechen nicht der Realität!</p>
<p>Im Übrigen ist die Argumentation, Kinder würden sexualisierte Gewalt an sich nicht als problematisch empfinden, sondern erst der Kontakt mit den gesellschaftlich vermittelten Normen und Werten (die in der Pubertät bewusst würden) wäre dann traumatisierend, eine veraltete, gleichwohl von so genannten „Pädophilen“ und anderen am Täterschutz orientierten Menschen gerne verwendete Täterentlastungskonstruktion.</p>
<p>So konnte Dr. Herbert Maisch in seinem 1968 (!) in der Reihe „rororo sexologie“ erschienenen Buch „Inzest“ tatsächlich behaupten, dass „Die psychische Belastung weniger durch die Schwangerschaft [als FOLGE VON SEXUELLEM Missbrauch durch den Vater!!!] an sich [entstand], als durch die meist negativen Reaktionen der engeren oder weiteren Umwelt.“ Die schwerwiegende Folge „Schwangerschaft“ soll also für das Mädchen nicht weiter belastend sein (HALLOOO???), während die – meiner Meinung nach durchaus nachvollziehbare – Empörung über solch ein Geschehen im Umfeld das eigentlich Verwerfliche sein soll?? Gut: Die Empörung hat leider nie die Richtigen – nämlich die Täter – getroffen, sondern wurde und wird nach wie vor auf die Opfer projiziert. Dass sich aber auch die „Experten“ schon damals an der Schuldverschiebung beteiligt haben und dies – siehe Fegert (oder Fegertinterpretation) – bis heute offenbar tun, entsetzt. GERADE nach 2010!</p>
<p>Nochmals zum Mitschreiben: Kinder wissen und spüren sehr genau und sehr direkt, dass das, was gewalttätige Erwachsene mit ihnen tun, nicht in Ordnung ist, dass es sie ängstigt, ekelt, überfordert und zu psychischen Notreaktionen zwingt. Sie können aber aufgrund ihres Alters nicht wissen, dass ihre „Normalität“ (die ja eigentlich eine „Gestörtheit“ ist) nicht die „Normalität“ aller Kinder ist (wenn auch – wie wir heute wissen – vieler).</p>
<p>Dass sie sich an die ihnen vermittelte (gestörte) „Normalität“ anpassen, dient ihrem Schutz und ist eine Überlebens- bzw. Traumareaktion (Tipp: Fachliteratur lesen!). Es ist eigentlich eine Höchstleistung der kindlichen Psyche und müsste insofern von einem „Experten“ (Fegert) völlig anders konnotiert werden. Seine (?) Darstellung des Zusammenhangs konstruiert ein Fehlverhalten und/oder sogar eine Art von frühem „Einverständnis“ der Opfer mit der Missbrauchssituation. Das ist das seit Jahrzenten übliche „Blaming the victim“. Schlimm, dass das vom Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm und Fachlichen Berater der Bundesregierung beim Thema sexualisierte Kindesmisshandlung kommt.</p>
<p>Wie gesagt: Es ist nicht klar – da wir nicht dabei waren – welche Aussagen der Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Universität Ulm tatsächlich gemacht hat und was die Schlüsse und Interpretationen des Redakteurs aus dem Referat von Fegert sind. So oder so aber machen diese Einlassungen deutlich, wie weit wir noch von der tatsächlichen Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt vorwiegend an Mädchen, vorwiegend von Männern und vorwiegend in der Familie und den komplexen Zusammenhängen und Folgen dieser massiven Grundgesetz- und Körperverletzungen entfernt sind.</p>
<p>Zwei Jahre nachdem sich „gut situierte Männer“ als Opfer von sexualisierter Kindesmisshandlung in so genannten „Kaderschmieden“ geoutet haben, ist das „Wissen“ über sexualisierte Gewalt an Kindern und deren lebenslänglichen Folgen und volkswirtschaftlichen Schäden sowohl bei den so genannten „Expert/innen“, wie leider auch in den Medien (und ihrem ungeheuerlichen gesellschaftlichen Einfluss) erschreckend von veralteten, klischeehaften, populistischen und klar täterperspektivischen Vorstellungen geprägt.</p>
<p>Es ist noch ein so weiter Weg.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2010/11/11/fegert-nennt-missbrauchsopfer-%e2%80%9elugner%e2%80%9c-2/" target="_blank">Fegert nennt Missbrauchsopfer Lügner</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2010/11/16/acht9-interview-sorgt-fur-wirbel/" target="_blank">Interview sorgt für Wirbel</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2010/12/28/kindesmissbrauch-einseitig/" target="_blank">Kindesmissbrauch einseitig</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/12/30/missbrauchsopfer-%e2%80%93-selbst-schuld%e2%80%a8/" target="_blank">Missbrauchsopfer? -  Selbst Schuld!</a></p>
<p>&#8211;</p>
<p><em>Bitte weiter twittern,</em><br />
<em>Bitte auf Facebook sharen und bei Twitter publik machen.</em></p>

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		<slash:comments>14</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Jeder Achte ist betroffen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/04/04/jeder-achte-ist-betroffen/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Apr 2012 05:40:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Augsburger Allgemeine 04.04.2012 Professor Jörg Fegert klärt bei seinem Vortrag über die Häufigkeit des sexuellen Missbrauchs in der Kindheit auf Von Konrad Dreyer Reisensburg Es war ein ernstes Thema bei den Reisensburger Schlossgesprächen, die jetzt zum zehnten Mal im Günzburger Stadtteil stattfanden. Professor Jörg Fegert sprach dort vor etwa 70 Hörern über das Thema „Sexueller Missbrauch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Augsburger Allgemeine 04.04.2012</p>
<p>Professor Jörg Fegert klärt bei seinem Vortrag über die Häufigkeit des sexuellen Missbrauchs in der Kindheit auf</p>
<p>Von Konrad Dreyer</p>
<p>Reisensburg Es war ein ernstes Thema bei den Reisensburger Schlossgesprächen, die jetzt zum zehnten Mal im Günzburger Stadtteil stattfanden. Professor Jörg Fegert sprach dort vor etwa 70 Hörern über das Thema „Sexueller Missbrauch in der Kindheit, die Bedeutung für das weitere Leben“. Was die etwa 70 Hörer schockierte, war die hohe Zahl der Betroffenen. Laut einer Studie sind 12,5 Prozent der Bevölkerung, also jeder Achte, von sexuellem Missbrauch betroffen.</p>
<p><a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/guenzburg/Jeder-Achte-ist-betroffen-id19497251.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Warnschuss-Arrest für jugendliche Straftäter: Einübung einer kriminellen Karriere</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/03/12/warnschuss-arrest-fur-jugendliche-straftater-einubung-einer-kriminellen-karriere/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 15:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Psychologie-Aktuell.com 12.03.2012 Der Koalitionsausschuss der Regierungsparteien hat sich auf den &#8220;Warnschuss-Arrest&#8221; geeinigt: Jugendliche Gewalttäter sollen auch bei einer Bewährungsstrafe maximal vier Wochen inhaftiert werden können. Dieser Warnschuss kann zügig nach hinten losgehen, warnen Professor Dr. Jörg M. Fegert und Kollegen. Der Kurz-Arrest eignet sich zur Motivation und Ausbildung für eine langfristige kriminelle Karriere; das Knast-Milieu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Psychologie-Aktuell.com 12.03.2012</p>
<p>Der Koalitionsausschuss der Regierungsparteien hat sich auf den &#8220;Warnschuss-Arrest&#8221; geeinigt: Jugendliche Gewalttäter sollen auch bei einer Bewährungsstrafe maximal vier Wochen inhaftiert werden können. Dieser Warnschuss kann zügig nach hinten losgehen, warnen Professor Dr. Jörg M. Fegert und Kollegen. Der Kurz-Arrest eignet sich zur Motivation und Ausbildung für eine langfristige kriminelle Karriere; das Knast-Milieu bietet dazu die optimalen Voraussetzungen.</p>
<p><a href="http://www.psychologie-aktuell.com/news/aktuelle-news-psychologie/news-lesen/article/2012/03/12/1331564283-warnschuss-arrest-fuer-jugendliche-straftaeter-einuebung-einer-kriminellen-karriere.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Viele Eltern greifen bei der Erziehung noch immer zu Gewalt</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/03/12/viele-eltern-greifen-bei-der-erziehung-noch-immer-zu-gewalt/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 14:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[OPEN REPORT 12.03.2012 Körperliche Züchtigung nur leicht rückläufig &#8211; Mehr Gewalt in kinderreichen Familien Berlin (dapd). Viele Eltern bestrafen ihre Kinder nach wie vor mit Schlägen. Die körperliche Züchtigung sei aus den Familien noch immer nicht verschwunden, sagte der Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, am Montag in Berlin. Zwar sei die Gewalt rückläufig. Vier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>OPEN REPORT 12.03.2012</p>
<p>Körperliche Züchtigung nur leicht rückläufig &#8211; Mehr Gewalt in kinderreichen Familien</p>
<p>Berlin (dapd). Viele Eltern bestrafen ihre Kinder nach wie vor mit Schlägen. Die körperliche Züchtigung sei aus den Familien noch immer nicht verschwunden, sagte der Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, am Montag in Berlin. Zwar sei die Gewalt rückläufig.</p>
<p>Vier von zehn Vätern und Müttern bestraften ihre Kinder aber noch immer mit einem &#8220;Klaps auf den Po&#8221;. Die Studie im Auftrag der Zeitschrift &#8220;Eltern&#8221; zeige außerdem, dass Jungen häufiger als Mädchen geschlagen würden und dass es in kinderreichen Familien eher zu Gewalt komme.</p>
<p>Laut der Befragung bestrafen 40 Prozent (2006: 46 Prozent) der Eltern ihr Kind mit einem &#8220;Klaps auf den Po&#8221;, 10 Prozent (2006: 11 Prozent) geben eine Ohrfeige und 4 Prozent (2006: 6 Prozent) versohlen ihrem Kind nach eigener Aussage den Hintern. Als Hauptgründe gaben die Eltern an, dass ihre Kinder unverschämt gewesen seien, nicht gehorcht oder sich aggressiv verhalten hätten.</p>
<p><a href="http://www.open-report.de/artikel/Viele+Eltern+greifen+bei+der+Erziehung+noch+immer+zu+Gewalt/164079.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
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		<title>GAU-Zone Therapie</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/03/10/gau-zone-therapie/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Mar 2012 16:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=12493</guid>
		<description><![CDATA[profil online 10.03.2012 Wie im Geschäft mit der Seele Menschen kaputt und krank gemacht werden können. Sexueller und psychischer Missbrauch, unseriöse  Behandlungsmethoden, falsche Diagnosen und Therapeuten, die sich als Gurus inszenieren und Menschen in die Abhängigkeit treiben: wie im Geschäft mit der Seele Menschen kaputt und krank gemacht werden können. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>profil online 10.03.2012</p>
<p>Wie im Geschäft mit der Seele Menschen kaputt und krank gemacht werden können.</p>
<p>Sexueller und psychischer Missbrauch, unseriöse  Behandlungsmethoden, falsche Diagnosen und Therapeuten, die sich als Gurus inszenieren und Menschen in die Abhängigkeit treiben: wie im Geschäft mit der Seele Menschen kaputt und krank gemacht werden können.</p>
<p><a href="http://www.profil.at/articles/1210/560/321590/psychotherapie-gau-zone-therapie" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Fast jeder 5. Jugendliche wurde missbraucht</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/03/07/fast-jeder-5-jugendliche-wurde-missbraucht/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/03/07/fast-jeder-5-jugendliche-wurde-missbraucht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 11:08:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[SCHWEIZER FERNSEHEN 7. März 2012 Sexuelle Übergriffe sind für mehr Jugendliche in der Schweiz bittere Realität als bisher angenommen. Eine neue Studie zeigt: 22 Prozent aller Mädchen und 8 Prozent der Jungen wurden schon einmal Opfer von Missbrauch. Die Täter sind fast immer Gleichaltrige aus dem Umfeld der Opfer. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SCHWEIZER FERNSEHEN 7. März 2012</p>
<p>Sexuelle Übergriffe sind für mehr Jugendliche in der Schweiz bittere Realität als bisher angenommen. Eine neue Studie zeigt: 22 Prozent aller Mädchen und 8 Prozent der Jungen wurden schon einmal Opfer von Missbrauch. Die Täter sind fast immer Gleichaltrige aus dem Umfeld der Opfer.</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/03/07/Schweiz/Fast-jeder-5.-Jugendliche-wurde-missbraucht" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>CDU/CSU &#8211; Bundestagsfraktion: Mehr Schutz für Frauen mit Behinderungen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/15/cducsu-bundestagsfraktion-mehr-schutz-fur-frauen-mit-behinderungen/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 14:59:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[presseportal.de 15.02.2012 Berlin (ots) &#8211; Die Ergebnisse der Studie &#8220;Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderung und Beeinträchtigung in Deutschland&#8221;, die am 25. November durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorgelegt wurde, sind gravierend. Dazu erklärt die Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk: &#8220;Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt den Schutz von Frauen und Mädchen mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>presseportal.de 15.02.2012</p>
<p>Berlin (ots) &#8211; Die Ergebnisse der Studie &#8220;Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Behinderung und Beeinträchtigung in Deutschland&#8221;, die am 25. November durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vorgelegt wurde, sind gravierend. Dazu erklärt die Behindertenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk:</p>
<p>&#8220;Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion unterstützt den Schutz von Frauen und Mädchen mit Behinderungen. Die jüngsten Zahlen aus der Studie zur Lebenssituation von Frauen mit Behinderungen in Einrichtungen sind alarmierend. Wir dürfen die Augen anhand solcher Ergebnisse nicht verschließen.</p>
<p><a href="http://www.presseportal.de/pm/7846/2199242/michalk-mehr-schutz-fuer-frauen-mit-behinderungen" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2012/02/15/erschreckende-zustande-in-deutschen-heimen/" target="_blank">Erschreckende Zustände in deutschen Heimen</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Erschreckende Zustände in deutschen Heimen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/15/erschreckende-zustande-in-deutschen-heimen/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 11:58:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[REPORT MAINZ 14.02.2012 Zum ersten Mal untersuchte ein Wissenschaftlerteam im Rahmen einer repräsentativen Studie, wie viele Bewohnerinnen von Behindertenheimen sexuell missbraucht wurden. Weiter lesen&#8230; Mehr auf netzwerkB: CDU/CSU-Bundestagsfraktion mehr Schutz für Frauen mit Behinderungen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>REPORT MAINZ 14.02.2012</p>
<p>Zum ersten Mal untersuchte ein Wissenschaftlerteam im Rahmen einer repräsentativen Studie, wie viele Bewohnerinnen von Behindertenheimen sexuell missbraucht wurden.</p>
<p><a href="http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=9094838/9vtak5/index.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2012/02/15/cducsu-bundestagsfraktion-mehr-schutz-fur-frauen-mit-behinderungen/" target="_blank">CDU/CSU-Bundestagsfraktion mehr Schutz für Frauen mit Behinderungen</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Ulmer Wissenschaftler und die katholische Kirche</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/07/ulmer-wissenschaftler-und-die-katholische-kirche/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 06:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=12150</guid>
		<description><![CDATA[netzwerkB Pressemitteilung: Ulmer Wissenschaftler und die katholische Kirche (in der Anlage als PDF) Die Täterorganisation katholische Kirche beruft einen internationalen Kongress in Rom ein, um die Risiken ihrer Verbrechen erkennen zu lernen &#8211; Ulmer Wissenschaftler beteiligen sich mit einem E-Learning-Konzept. Der Vatikan ist nach wie vor nicht bereit, seine geheimen Akten über die Verbrechen sexualisierter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB Pressemitteilung: Ulmer Wissenschaftler und die katholische Kirche (<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/02/netzwerkB_Pressemitteilung_7.02.2012.pdf" target="_blank">in der Anlage als PDF</a>)</p>
<p>Die Täterorganisation katholische Kirche beruft einen internationalen Kongress in Rom ein, um die Risiken ihrer Verbrechen erkennen zu lernen &#8211; Ulmer Wissenschaftler beteiligen sich mit einem E-Learning-Konzept.</p>
<p>Der Vatikan ist nach wie vor nicht bereit, seine geheimen Akten über die Verbrechen sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche zu öffnen.</p>
<p>Indem sich der Vatikan gegen die Aufhebung der Verjährungsfristen für sexualisierte Gewalt ausspricht, verhindert er die Aufarbeitung seiner Verbrechen.<span id="more-12150"></span></p>
<p>netzwerkB ist der Auffassung, so lange sich an dieser Haltung der katholischen Kirche nichts ändert, ist ein solcher Kongress in Rom, vom 6. – 9. Februar 2012, nichts weiter als die Fortführung eines scheinheiligen Lügentheaters.</p>
<p>NetzwerkB erachtet das von der Regierung finanzierte Forschungsprojekt Professor Fegerts „Risiken des sexuellen Missbrauchs erkennen lernen“ als unglaubwürdig und zynisch:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/2012/02/03/risiken-des-sexuellen-misbrauchs-erkennen-lernen/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2012/02/03/risiken-des-sexuellen-misbrauchs-erkennen-lernen/</a></p>
<p>Unnötige Zertifikatforschung, wofür der Staat drei Jahre lang Millionen an Steuergeldern ausgibt, dient nur dazu, dass Professoren in den Amtsstuben alte Zertifikate von der Wand nehmen und durch neue, nutzlose Zertifikate ersetzen. Die alten Strukturen aber und die hoffnungslose Lage Betroffener ändern sich damit nicht.</p>
<p>Stattdessen muss daher die Regierung die unumgängliche Aufhebung der Verjährungsfristen angehen und darf sich nicht hinter angeblich großartiger Forschung, die jedoch nicht mehr als Gerede<br />
erzeugt, verstecken.</p>
<p>Die Regierung muss verstehen: Solange die Verjährungsfristen nicht aufgehoben worden sind und damit ein Hauptinstrument des Täterschutzes beseitigt ist, bleibt alle andere finanzierte Forschung unglaubwürdig.</p>
<p>Allein jedoch die zynische Formulierung des Forschungsprojektes „Risiken des sexuellen Missbrauchs erkennen“ weist darauf, dass nicht das substantielle Leid Betroffener für die Regierung im Mittelpunkt steht, sondern dass Täterorganisationen eine Kosten-Nutzen-Kalkulation für ein eventuelles Eingreifen aufstellen.</p>
<p>Ganz im Gegenteil hat die SPD bereits der Aufhebung der Verjährungsfristen auf ihrem Parteitag zugestimmt, s. unter:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/</a></p>
<p>&#8211;<br />
netzwerkB.org (Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt) ist eine unabhängige Interessenvertretung. Wir setzen uns für die Rechte Betroffener ein, indem wir das gesellschaftliche Schweigen brechen, über Ursachen und Auswirkungen sexualisierter Misshandlung informieren, beraten und uns für konkrete Veränderungen stark machen.</p>
<p>netzwerkB bittet darum an Betroffene die netzwerkB-Kontaktdaten weiterzugeben sowie die Kontakt-Email (info@netzwerkb.org) und Website (www.netzwerkB.org) zu veröffentlichen.<br />
&#8211;<br />
Für Journalisten-Rückfragen:<br />
netzwerkB &#8211; Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.<br />
Norbert Denef, Vorsitzender<br />
Telefon: +49 (0)4503 892782<br />
Mobil: +49 (0)163 1625091</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Risiken des sexuellen Mißbrauchs erkennen lernen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/03/risiken-des-sexuellen-misbrauchs-erkennen-lernen/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/02/03/risiken-des-sexuellen-misbrauchs-erkennen-lernen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 15:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Informationsdienst Wissenschaft 3.02.2012 Universitätsklinikum Ulm Ulmer Wissenschaftler stellen auf internationalem Kongress der katholischen Kirche E-Learning-Konzept für kirchliche Mitarbeiter vor Ulmer Wissenschaftler der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie stellen auf einem internationalen Kongress der katholischen Kirche zum Thema des sexuellen Missbrauchs in Rom (6. – 9. Februar 2012) die Arbeit des kürzlich gemeinsam gegründeten „Zentrums für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Informationsdienst Wissenschaft 3.02.2012</p>
<p><a href="http://idw-online.de/pages/de/institution1093" target="_blank">Universitätsklinikum Ulm</a></p>
<p>Ulmer Wissenschaftler stellen auf internationalem Kongress der katholischen Kirche E-Learning-Konzept für kirchliche Mitarbeiter vor</p>
<p>Ulmer Wissenschaftler der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie stellen auf einem internationalen Kongress der katholischen Kirche zum Thema des sexuellen Missbrauchs in Rom (6. – 9. Februar 2012) die Arbeit des kürzlich gemeinsam gegründeten „Zentrums für Kinderschutz“ vor. Das von der Päpstlichen Universität Gregoriana an der Erzdiözese München-Freising zusammen mit der Ulmer Arbeitsgruppe geführte Zentrum erarbeitet ein multimediales E-Learning-Konzept, das kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern helfen soll, in ihren Einrichtungen sexuellem Missbrauch vorzubeugen.</p>
<p><a href="http://idw-online.de/pages/de/news462086" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<item>
		<title>Missbrauchsopfer werden belehrt</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/18/missbrauchsopfer-werden-belehrt/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 20:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 18.01.2012 Offener Brief &#8211; Missbrauchsopfer werden belehrt Die Forschung verkündet sexueller Missbrauch geht zurück und die Politik lässt sich feiern. Betroffenenverbände üben scharfe Kritik und werden mit Schulbuchplagiaten abgespeist. Gegen Ende des letzten Jahres präsentierte Professor Pfeiffer seine umstrittene Studie zum sexuellen Kindesmissbrauch. Ein erfreulicher Rückgang der Betroffenenzahlen wurde darin festgestellt. Dennoch erntete dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 18.01.2012</p>
<p><strong>Offener Brief &#8211; Missbrauchsopfer werden belehrt</strong></p>
<p><strong>Die Forschung verkündet sexueller Missbrauch geht zurück und die Politik lässt sich feiern. Betroffenenverbände üben scharfe Kritik und werden mit Schulbuchplagiaten abgespeist.</strong><span id="more-11912"></span></p>
<p>Gegen Ende des letzten Jahres präsentierte Professor Pfeiffer seine umstrittene Studie zum sexuellen Kindesmissbrauch. Ein erfreulicher Rückgang der Betroffenenzahlen wurde darin festgestellt. Dennoch erntete dieses Ergebnis von vielen Betroffenenverbänden scharfe Kritik. So wählte das Team um Pfeiffer ein Studiendesign von 1992, das zwar Vergleichbarkeit zu einer früheren Studie gewährleistete, aber gerade im Hinblick auf die Fortschritte in der Traumaforschung hoffnungslos veraltet war. Zum Verständnis: Betroffene können die Gewalt, die ihnen widerfahren ist, oftmals nicht einmal vor sich selbst eingestehen und so machen sie ihr Kreuz auch nicht im Geheimen. Der berechtigte Verdacht, dass viele Betroffene sich bei den invasiven Fragen des Fragebogens nicht zu melden getrauten, diskutierte Pfeiffer jedoch nicht. Statt also über die Erhebungsmethode überhaupt nachzudenken, wurde mit den Ergebnissen der Befragung eine Kohortenuntersuchung durchgeführt. Das heißt: Verschiedene Geburtsjahrgänge wurden miteinander verglichen und ein Rückgang festgestellt. Dieser Vergleich bedeutet jedoch nicht zwingend, dass es sich bei unterschiedlichen Angaben zur sexualisierten Gewalt, dann auch tatsächlich um einen Rückgang handelt. Dass Betroffene unter den 16-Jährigen seltener sind als bei 40-Jährigen kann so zum Beispiel daran liegen, dass 40-Jährige aufgrund von langjähriger Traumatherapie eher über sexualisierte Gewalt reden können. Was die Pfeiffer-Studie daher als Erfolg aufzeigte, hätte auch ebenso ein biografischer Effekt sein können.</p>
<p>Zu diesen Kritikpunkten hätte das Team um Professor Pfeiffer Stellung beziehen müssen. Dies ist nicht geschehen. Politisch musste eine Erhebung reichen, um stolz zu verkünden, dass die sexualisierte Gewalt zurückgegangen sei. Die Studie stützte so das Ansehen des Runden Tisches und wurde sogleich von der Politik medial als Erfolg verbucht. Es ist jedoch klar, dass eine einzige Studie ein zu dünnes Eis ist, um den Schluss zu ziehen, dass die Fallzahlen dramatisch zurückgegangen wären. Vielmehr besteht nun mit einem unangemessenen Diskurs darüber die Gefahr, dass weitere Erhebungen zu dem Thema als politisch abgeschlossen gelten, obwohl dies ein Anfang für weitere Forschung hätte sein müssen.</p>
<p>Deswegen reagierte netzwerkB sehr skeptisch als Ende Oktober 2011 eine Anfrage von Professor Pfeiffer um Mitarbeit eintraf. Da wir nach wie vor glaubten, dass unsere Zweifel berechtigt sind, erstellten wir ein Schreiben, in dem wir diese Gründe darlegten und leiteten dieses auch an das Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, an Dr. Kristina Schröder weiter.</p>
<p>Die Antwort, die uns nun vor einigen Tagen aus dem Ministerium erreichte, zeigt, dass an einem Diskurs um die Studie wenig gelegen ist. Im Auftrag von Dr. Kristina Schröder und vollkommen verspätet wurde uns erläutert, dass das Design von 1992 übernommen worden ist, um Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Frau Dr. Schröder lässt uns erklären, was uns bereits klar war. Anstatt dann auf unsere anderen Argumente einzugehen, werden unseren Mitarbeitern wissenschaftliche Grundlagen wie Schulkindern erklärt. Zentrales Argument, insofern überhaupt von Argumentation gesprochen werden kann, lautet dann:</p>
<ul>
<li>„Die Veränderung der Stichprobengrösse im Rahmen der aktuellen Untersuchung lässt sich wie folgt begründen: Da die Stichprobengroße Einfluss auf die statistische Signifikanz eines Zusammenhangs nimmt, stellt die Erhöhung der Stichprobe ein gängiges Verfahren zur Absicherung der statistischen Signifikanzprüfung bei erwartet niedrigen Grundwahrscheinlichkeiten dar.“</li>
</ul>
<p>Diese Darstellung, die eher an ein Schulbuchplagiat erinnert (wären die Schreibfehler nicht enthalten), wurde noch höflich ergänzt:</p>
<ul>
<li>„Wie groß im Einzelfall eine untersuchte Stichprobe mindestens sein muss, um gesicherte Ergebnisse zu erhalten, kann über spezielle Formeln bestimmt werden.“</li>
</ul>
<p>Für die kostenlose Nachhilfe in Sachen Statistik der Sozialwissenschaften bedanken wir uns beim Ministerium von Frau Dr. Schröder natürlich, allerdings fragen wir uns nun, was der Frontalunterricht zu einem Diskurs zwischen zuständigen Politikern und Bürgern beitragen soll. Auch wenn das Ministerium uns vielleicht nicht vollends ignoriert hat, so hat doch niemand tatsächlich auf unsere Fragen geantwortet. Eine derart am Thema vorbeischießende Antwort verwandelt alle Erwartungen, die Betroffene an die Politik haben, in ein Nichts. Glaubt das Ministerium tatsächlich auf diese Art mit den Betroffenenverbänden zu kommunizieren?</p>
<p>Angesichts einer solchen Antwort wissen wir von netzwerkB nun nicht nur, dass Betroffene im Rahmen wissenschaftlicher Diskurse nicht ernst genommen werden, sondern wir wissen auch, dass wir die zuständigen Ministerien im Hinblick auf den wissenschaftlichen Diskurs nicht ernst nehmen müssen. Die Antwort aus dem Ministerium, so belehrend sie ausfällt, wird nicht mal den Ansprüchen gerecht, die Lehrer an Schüler der 7. Klasse stellen. Thema verfehlt, liebe Frau Dr. Schröder.</p>
<p>Norbert Denef ist Sprecher von netzwerkB, dem Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.</p>
<p>(<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/01/Missbrauchsopfer-werden-belehrt_16.01.12.pdf" target="_blank">als PDF herunter laden</a>)<br />
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		<item>
		<title>Traumafolgestörungen</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 12:08:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[ARD Tagesthemen 02.01.2011 &#8220;&#8230;Psychologen der Uni Leipzig haben jetzt nachgewiesen wie stark die Nachkommen bis heute unter der Haft und der Stasiüberwachung ihrer Eltern leiden. Überraschend viele sind psychisch krank, selbst wenn Sie erst später geboren wurden&#8230;.&#8221;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ARD Tagesthemen 02.01.2011</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/tbvJdZTUac4" frameborder="0" width="480" height="340"></iframe></p>
<p>&#8220;&#8230;Psychologen der Uni Leipzig haben jetzt nachgewiesen wie stark die Nachkommen bis heute unter der Haft und der Stasiüberwachung ihrer Eltern leiden. Überraschend viele sind psychisch krank, selbst wenn Sie erst später geboren wurden&#8230;.&#8221;</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Missbrauchsopfer? – Selbst Schuld! </title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/12/30/missbrauchsopfer-%e2%80%93-selbst-schuld%e2%80%a8/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 19:20:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus: Sexuologie, 18 (2011) 3-4 (S. 193-200) (ISSN 0944-7105) Missbrauchsopfer? – Selbst Schuld!  Zu Risiken und Nebenwirkungen von Psychotherapie von Klaus Schlagmann Victim of abuse? – It’s your fault!  Om risks and side effects of psychotherapy Abstract: Some therapies for those who have experienced sexualized violence in childhood or youth lead to a sort of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus: Sexuologie, 18 (2011) 3-4 (S. 193-200) (ISSN 0944-7105)</p>
<p><strong>Missbrauchsopfer? – Selbst Schuld! </strong></p>
<p><strong>Zu Risiken und Nebenwirkungen von Psychotherapie</strong></p>
<p>von Klaus Schlagmann<strong><span id="more-11793"></span></strong></p>
<p><strong>Victim of abuse? – It’s your fault!</strong><br />
<strong> Om risks and side effects of psychotherapy</strong></p>
<p><strong>Abstract:</strong><br />
Some therapies for those who have experienced sexualized violence in childhood or youth lead to a sort of accusation of the victims. On the basis of case studies the suspicionb shall be formulated that this approach has deleterious effects. The origin of this approach is analyzed. It is shown that it exists still today. I want to campaign for a debate on this approach and for its firm repudiation.<br />
<strong><br />
Keywords:</strong> Accusation of victims, sexualized violence, theory of trauma, theory of drive, Oedipus complex</p>
<p><strong>Zusammenfassung:</strong><br />
Manche Therapie für diejenigen, die in Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt erlebt haben, mündet in eine Art Opfer-Beschuldigung. Anhand von Fallbeispielen soll der Verdacht formuliert werden, dass dieses Herangehen schädliche Wirkung entfaltet. Der Ursprung dieses Ansatzes wird erläutert. Hinweise auf sein Überleben bis in heutige Tage sollen belegt werden. Es wird für eine gründliche Auseinandersetzung mit diesem Ansatz und eine dezidierte Zurückweisung geworben.<br />
<strong><br />
Schlüsselwörter:</strong> Opferbeschuldigung, Sexualisierte Gewalt, Trauma-Theorie, Trieb-Theorie, Ödipuskomplex</p>
<p><strong>Fallbeispiele</strong></p>
<p><strong>Fallbeispiel 1</strong></p>
<p>Eine 13-Jährige wird von 3 Mitschülern vergewaltigt. In der Familie wird ihr zwar das Geschehen geglaubt, es wird aber von der Mutter kommentiert mit: „Mit dir hat man ja nichts als Ärger!“ Sie spürt, dass die Mutter keine Unannehmlichkeit auf sich nehmen wird, um sie zu schützen. In der Kleinstadt gibt es nur ein Gymnasium; ein Schulwechsel würde Aufwand bedeuten. So nimmt sie die Sache selbst in die Hand. Sie wird so aufsässig, dass sie der Schule verwiesen wird – ein markanter Meilenstein in der Lebensgeschichte. Sie schützt sich auf diese Weise zwar vor dem weiteren Kontakt mit den Tätern. Aber die Erinnerung an die erlebte Gewalt begleitet sie noch über Jahre hinweg bis in ihre Träume hinein. Dann entschließt sie sich 2004 zu einer Therapie.</p>
<p>Der Therapeut erklärt ihr, dass er für das zeitaufwendige Erstellen des Antrags mehrere nicht gehaltene Therapie-Sitzungen auf die Private Rechnung setzen wird. (Der für die Antragstellung zu liquidierende Betrag sei nicht angemessen vergütet.) Nach dieser Vorarbeit erzählt sie von der Vergewaltigung. Seine Rückfrage: „Und? Warum haben Sie das nicht verhindert?“ Sie: „Wie meinen Sie das?“ Er: „Sie wissen schon, wie ich das meine!“</p>
<p>Sie geht kein weiteres Mal zu diesem „Therapeuten“, traut sich aber zunächst auch nicht, ihr Problem andernorts anzusprechen, leidet weiter unter Schlafstörungen, entwickelt Medikamentenmissbrauch, gerät – durch die illegale Beschaffung – am Ende in die Privatinsolvenz, aus der sie sich im Moment wieder herausarbeitet.</p>
<p><strong>Fallbeispiel 2</strong></p>
<p>Eine 13-jährige wird von einem 27-jährigen Mann an sich gepresst und in seinem ansonsten menschenleeren Büro gegen ihren Willen auf den Mund geküsst. Sie spürt den Druck des erigierten Penis an ihrem Körper. Da reißt sie sich los und rennt weg. Weil die Ehefrau des Mannes ein offensichtliches Verhältnis mit dem Vater des Mädchens unterhält, wird der fortgesetzte Übergriff durch die umstehenden Erwachsenen ignoriert. So auch, als der Mann zwei Jahre später der 15-Jährigen einen „Liebesantrag“ macht, den sie mit einer Ohrfeige quittiert. Sie erzählt es ein paar Tage später ihrer Mutter. Die Eltern stellen den Mann zur Rede, der alles abstreitet. Die Eltern glauben ihm. Im weiteren Verlauf wird die Jugendliche immer wieder sich selbst überlassen, gerät dabei in ihrer Verzweiflung an den Rand eines Suizids.</p>
<p>Mit 18 Jahren beginnt sie eine Therapie. Dort fühlt sie sich zunächst wohl, weil ihr geglaubt wird. Der Therapeut lässt sich detailliert die Übergriffe schildern und hört aufmerksam zu. Aber seine Bewertungen der Situationen wirken auf die Klientin – wie auch auf mich – äußerst seltsam. In seinem Therapiebericht heißt es: Dass sie als 13-Jährige sich aus der stürmischen Umarmung des Freundes ihres Vaters losreiße, zeige, dass sie hier bereits „ganz und voll hysterisch“ sei. „Anstatt einer genitalen Erregung, die bei einem gesunden Mädchen unter solchen Umständen gewiß nicht gefehlt hätte, stellte sich bei ihr … der Ekel [ein]“. Der Therapeut kennt zufällig den Freund des Vaters, den er – fast entschuldigend – so beschreibt: „ein noch jugendlicher Mann von einnehmendem Äußeren“. Als dürfe es keinen Grund geben, dass eine 13-Jährige vor den ungebetenen Küssen eines 27-jährigen verheirateten Mannes von „einnehmendem Äußeren“ Reißaus nimmt. Zu der Reaktion der 15-Jährigen auf den Liebesantrag heißt es: „Dass sie von dem Vorfall ihre Eltern in Kenntnis gesetzt hatte, legte ich so aus, dass sie dabei unter dem Einfluss krankhafter Rachsucht stand. Ein normales Mädchen wird, so meine ich, allein mit solchen Angelegenheiten fertig.“</p>
<p>Der Therapeut erkennt also „gesunde Mädchen“ daran, dass sie in der Situation eines sexualisierten Übergriffs ihre sexuelle Erregung genießen und die Situation vor ihren Eltern geheim halten. Der Therapeut sieht die eigentliche Ursache der psychischen Probleme der jungen Frau, wie er aus ihren Erzählungen und Träumen deutet, in einem starken Drang zu Homosexualität und Selbstbefriedigung, vor allem in inzestuösen Wünschen gegenüber ihrem Vater. Schließlich sei sie (unbewusst) auch in den Freund ihres Vaters verliebt, den sie – so die Unterstellung – ja doch am liebsten geheiratet hätte. Dass die Betroffene all diesen Unterstellungen widerspricht, zeige ihren Widerstand, womit sie beweise, dass der Therapeut genau ins Schwarze getroffen habe. Nach knapp 10 Wochen beendet die Betroffene von heute auf morgen – völlig zu Recht! – diese „Therapie“ – und ist wieder ganz sich selbst überlassen.</p>
<p><strong>Fallbeispiel 3</strong></p>
<p>Eine Grundschülerin von unter 10 Jahren wird von ihrem Vaters sexualisierter Gewalt ausgesetzt. In dem Therapiebericht heißt es, sie habe diese Situation „in typischer Weise … als einen sexuell erregenden Triumph über ihre Mutter“ erlebt; sie müsse „ihre Schuld tolerieren“. Der „Erfolg“ der Behandlung: „Sie erlangte so die Fähigkeit, sich mit dem Täter zu identifizieren, nämlich mit der sexuellen Erregung des sadistischen, inzestuösen Vaters, und so wurde es ihr auch möglich, den Haß gegen den Vater mit dem Verstehen seines sexuellen und ihres sexuellen Verhaltens zu verbinden. Zum ersten Man in ihrem Leben war sie fähig, einen Orgasmus im sexuellen Verkehr mit ihrem sadistischen Freund zu erleben.“</p>
<p>Der Autor dieser Thesen erwartet auch ganz prinzipiell, dass Gewaltopfer – um Heilung zu erlangen – sich mit ihren Peinigern „identifizieren“ können. Um dies zu erleichtern, müssten auch Therapeuten in der Lage sein, sich „mit dem Kommandanten des Konzentrationslagers, mit dem Folterer  in der Diktatur, mit dem inzestuösen Vater, mit der sadistischen Mutter identifizieren können. Wir müssen so auch die Lust verspüren am Zerstören, die Lust eine Brandbombe zu werfen, die Lust, sadistische Aggressionen zu verspüren, denn die Bereitschaft dafür haben wir alle in unserem Unbewussten.“ Dagegen ist „Mitleid [mit den Klienten; K.S.] eine sublimierte Aggression“. Deshalb die Empfehlung für die Therapie: „Wir [Psychotherapeuten; K.S.] müssen daher versuchen … den Patienten, die uns fragen ‚Glauben Sie mir nicht? Sind Sie nicht meiner Meinung? War das nicht entsetzlich?’ zu erwidern: ‚Warum brauchen Sie meine Meinung, anstatt eine eigene zu haben?’“ In der (bis heute erhältlichen) Audio-Aufnahme des Vortrags mit diesen Thesen heißt es in Bezug auf die Patienten: „Wenn alles gut geht, dann gibt es Momente, in denen wir sie [die Patienten; K.S.] am liebsten aus dem Fenster werfen würden, besonders wenn unser Büro im 80. Stock liegt, und dann langsam und freudevoll lauschen, bis wir unten ein leises ‚Plopp’ hören.“ – Gelächter im Publikum – „Ich meine das ganz ernst!“ Das fürchte ich auch.</p>
<p><strong>Fallbeispiel 4</strong></p>
<p>Eine als Kind sexuell missbrauchte Frau mit Depressionen wird während der Behandlung in einer Klinik von ihrem Therapeuten sexuell missbraucht. Daraufhin bringt sie sich um. Ein Tagebuch, in dem sie den Missbrauch festgehalten hatte, gerät in die Hände einer Freundin. Diese zeigt daraufhin den Therapeuten und die Klinik an. Der Chef der Klinik äußert sich in einer späteren Publikation zu diesem Fall – nicht etwa unter der Rubrik „Schwere Therapeutenfehler“, sondern unter der Überschrift: „Transformation des Opfers in einen Täter“. Es wird dabei geschildert, wie die Patientin den Therapeuten verführte, der selbst an einer Störung gelitten habe. Dass sie in ihrer Verzweiflung über den erneuten Missbrauch sich umgebracht hatte, was dann – ohne, dass dies in ihrer Hand gelegen hätte, aber zweifellos völlig zu Recht! – zu einer Anklage geführt hatte, das wird als Aufhänger genommen, ihr die „Transformation in einen Täter“ anzudichten. Der abgedruckte Text wurde ursprünglich bei einer großen Psychotherapiefortbildung vorgetragen. (Auch hier ist die Audio-Aufnahme noch erhältlich.) Dort geht die Geschmacklosigkeit noch weiter: „Sie sehen, wie sie im Tode sich noch rr…[ächte?], wie sie Opfer und Täter zugleich wurde.“ Schamlos wird dem Opfer einer völlig verfehlten „Behandlung“ die Schuld in die Schuhe geschoben. Bei der Schilderung des Falles bringt der Referent sein Publikum zweimal zu heiterem Gelächter und am Ende – natürlich – zu begeistertem Applaus.</p>
<p><strong>Opferbeschuldigung als Psychotherapiestrategie?</strong></p>
<p>Um es in einem Vergleich zu sagen: Der Ansatz der vier geschilderten Fallbeispiele – bei den Opfern von Gewalt sich auf die Frage nach dem „eigenen Anteil“ zu konzentrieren – klingt für mich so, als ob die Polizei bei einem Verbrechen die Ermittlungen darauf konzentrieren würde herauszufinden, warum und mit welcher Absicht das Opfer am Tatort aufgetaucht war, darin den letzten Ursprung der Tathandlung zu sehen – und deshalb auch allein Anklage gegen das Opfer zu erheben.</p>
<p><strong>Fallbeispiel 1</strong> habe ich in meiner Praxis kennengelernt. <strong>Fallbeispiel 2</strong> ist eine der Ursprungsgeschichten, aus der diese Art von Therapie insgesamt erwachsen ist: Die Analyse von Ida Bauer, die Sigmund Freud im Jahr 1900 vollzogen, 1905 als das „Bruchstück einer Hysterieanalyse“ publiziert hat. [2005 – zum 100-jährigen Bestehen der Abhandlung – wurde das ganze Heft des „Psychoanalytic Inquiry“ mit Beiträgen gefüllt, die allesamt – mit milde kritisierenden Anmerkungen – den großen Wert von Freuds Analyse betonen und sie inhaltlich bestätigen (Freud and Dora, 2005)]. <strong>Fallbeispiel 3</strong> und <strong>Fallbeispiel 4</strong> stammen vom Nachfolger auf Freuds Thron, dem Präsidenten der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPA) für die Amtsperiode von 1997-2001, Otto F. Kernberg (Kernberg, 1997 &amp; 1999). Den Vortrag hat er 1997 bei einer der größten Psychotherapie-Fortbildungen im deutschsprachigen Raum vorgetragen, den Lindauer Psychotherapiewochen. Zwei Jahre später wurde er in einer von ihm mit herausgegebenen Zeitschrift (ganz leicht verändert) publiziert.</p>
<p>Wenn man diese – m.E. bizarren – Therapieansätze begreifen will, dann macht es Sinn, im wahrsten Sinne des Wortes „analytisch“ vorzugehen: „ana“ = u.a. „zurück, rückwärts“ und „lyein“ = „lösen“. Rückwärts gewandt möchte ich also versuchen, dieses Phänomen der Opferbeschuldigungs-Therapie – gerade in Fällen sexualisierter Gewalt – aufzulösen.</p>
<p><strong>Die Psychoanalyse Josef Breuers</strong></p>
<p><strong>Biografisches zu Bertha Pappenheim (= „Anna O.“)</strong></p>
<p>Bertha Pappenheim (Angaben hier nach Hirschmüller, 1978) wurde am 27.02.1859 als Kind sehr wohlhabender Eltern geboren. Die Eltern hatten 1848 geheiratet. Von den drei Geschwistern – Henriette (+10), Flora (+7) und Wilhelm (-1) – stirbt Flora bereits im Alter von zwei Jahren, fünf Jahre vor Berthas Geburt. Henriette stirbt mit achtzehn Jahren an der „galoppierenden Schwindsucht“ (Hirschmüller, 136) – als Bertha acht Jahre alt ist. Der einzige Sohn des Hauses hat eine bevorzugte Sonderstellung inne.</p>
<p>Berthas Vater (+35) ist ein sehr religiöser Mensch. Dem Vater zuliebe hält sich Bertha streng an die religiösen Vorschriften, denen sie selbst befremdet gegenübersteht. Die jüdische Religion verlangt beispielsweise die Unterweisung der Mädchen in genauen Küchenvorschriften (Speisegesetze, entsprechende Rezepte), ebenso die besondere Beachtung der Menstruationshygiene. Die Mutter (+29) wird als „tyrannisch“ und „sehr ernst“ geschildert; die Lustigkeit ihrer Tochter habe ihr nicht behagt.</p>
<p>Ab ihrem sechzehnten Lebensjahr wird Berthas Tätigkeit im Wesentlichen auf häusliche Dienste und stupide Geselligkeiten eingeengt. In späteren Jahren bedauert sie, dass sie an einem Mangel an „realistischer Bildung“ leide, und polemisiert heftig gegen das Leben einer Tochter aus höherem Stande (Hirschmüller, 137). Während sie selbst in ihrer geistigen Entwicklung gebremst wird, stehen ihrem um ein Jahr jüngeren Bruder alle Wege offen. Dieser darf sich auch der Schwester gegenüber ungestraft tyrannisch und gewalttätig verhalten. Eigene Aggressionen, wie auch erotische Wünsche, muss Bertha als junge Frau generell unterdrücken. Zeitweilig ist ihre Tätigkeit in starkem Maß auf die Pflege ihres schwer erkrankten Vaters beschränkt. Vor allem in dieser Zeit wird ihr die Lust an Theater, Tanz und Spaß systematisch verdorben. Schließlich wird sie sogar von der Mutter über den drastisch verschlechterten Gesundheitszustand des Vaters belogen und um den Abschied von ihm am Totenbett regelrecht betrogen.</p>
<p>Vorweggenommen sei, dass Bertha Pappenheim in ihrem späteren Leben – sicherlich aufgrund der einfühlsamen Therapie von Josef Breuer – eine herausragend engagierte Kämpferin für die Rechte von Frauen und mutige Beschützerin von Opfern des Mädchenhandels gewesen ist.</p>
<p><strong>Berthas Symptome und ihre Ätiologie</strong></p>
<p>Die permanente Einengung, Unterdrückung, Missachtung und Entwertung führen bei Bertha zu einer Fülle psychosomatischer Reaktionen – die im damaligen Sprachgebrauch „Hysterie“ genannt werden. Der 1880 erstmals hinzugerufene Arzt Josef Breuer beschäftigt sich intensiv und einfühlsam mit der 21-jährigen Frau. Für ihn haben die genannten Lebensbedingungen „traumatischen“ Charakter. Sie überfordern Bertha, führen bei ihr zu nachhaltiger Verwirrung und innerer Anspannung. Sie wird hin und her gerissen zwischen den einerseits in sich verspürten gesunden Impulsen nach Bildung, Selbstbehauptung, Lebensfreude und Offenheit beziehungsweise Gegenwehr gegen ihre Unterdrückung und Entwertung, und den andererseits an sie gerichteten Erwartungen, sich wie eine wohl erzogene junge Frau jüdischen Glaubens zu benehmen. In diesen Momenten unerträglichen inneren Zwiespalts gewöhnt sie sich an, Tagträume zu entwickeln, ihr „Privattheater“ aufzusuchen, wie sie es nennt – also gewissermaßen geistig die Flucht anzutreten. Es ist eine Art Trance-Zustand, von Breuer auch Hypnoid-Zustand genannt, weil mit der Situation einer hypnotisierten Person vergleichbar. In Trance lassen sich die realen, kränkenden Szenen ausblenden – so, wie sich unter Hypnose zum Beispiel Schmerzen bei einer Zahnbehandlung kontrollieren lassen.</p>
<p>Allerdings ergibt sich aus dieser Trance eventuell auch ein Problem: Seelische oder körperliche Symptome, die in solchen Situationen vorhanden sind, können mit einzelnen Elementen der Situation hartnäckig verbunden bleiben. Berühmt ist das Beispiel, dass Bertha in der Nachtwache bei ihrem Vater eingeschlafen ist, sie im Halbschlaf in einem Schatten eine Schlange imaginiert, die den Vater bedroht, und als sie diese abzuwehren versucht, den Arm nicht bewegen kann, der durch eine Drucklähmung unbeweglich geworden war. Seither lösen schlangenähnliche Gegenstände wie z.B. Schnüre (konditionierter Reiz) eine Lähmung des Armes (konditionierte Reaktion) aus.</p>
<p>Wenn Bertha also durch entsprechende Hinweisreize an eine problematische Situation erinnert wird, treten dann auch automatisch – wie im Reflex – die mit der Situation verbundenen Symptome wieder auf. Die Symptome schaffen eine Möglichkeit, die Spannung abzuführen, die in der Ursprungssituation entstanden ist. Entstanden ist diese Spannung, weil die für die Situation eigentlich angemessenen Gefühle nicht ausgedrückt werden konnten. (In der Situation der Nachtwache war sie im Zustand des Halbschlafes nicht fähig, irgendein Wort hervorzubringen, um ihrer Angst Ausdruck zu geben.) albschlafes HaHBei einem Hinweisreiz auf die Ursprungssituation wird – statt des eigentlich angemessenen Gefühls, das weiter unausgelebt bleibt – die konditionierte psychische bzw. psychosomatische (= „hysterische“) Reaktion ausgelöst. Breuer beschreibt hier einen Mechanismus, den später Pawlow an Hunden beobachtet und als ‚klassisches Konditionieren’ bekannt gemacht hat.</p>
<p><strong>Breuers Therapie – und „König Ödipus“</strong></p>
<p>Breuer hilft seiner Patientin, sich unter Hypnose die einzelnen traumatisch erlebten Situationen erneut bewusst zu machen. Ihre Empfindungen bringt sie zunächst in Trance, beim Erzählen von selbst erfundenen Geschichten zum Ausdruck, benennt dabei offen die mit den traumatischen Situationen verbundenen Gefühle. „Katharsis“ – ein von Aristoteles in die Theorie über die Wirkung der Tragödie eingeführtzes Konzept, das den erleichternden Ausdruck von Gefühlen meint – ist der von Breuer gewählte Begriff für diesen Ansatz.</p>
<p>Es ist auch Breuer selbst, der dieses Verfahren „Psychoanalyse“ nennt – unter Rückgriff auf die o.g. Wortbedeutung von „analysieren“ = „rückwärts gewandt auflösen“. Er lehnt sich dabei an das Drama „König Ödipus“ von Sophokles an: Schiller bezeichnet das Stück ca. 100 Jahre zuvor in einem Brief an Goethe als „tragische Analysis“. Das Stück bietet tatsächlich ein Musterbeispiel für eine rückschauende Auflösung: Um die rätselhafte Pest in Theben zu überwinden, muss Ödipus die Wahrheit über den Tod seines Vorgängers ans Licht bringen. Er entdeckt dabei am Ende des Stückes letztlich sein eigenes Trauma, seine brutale Aussetzung mit durchstochenen Fersen. Der Clou der Geschichte: Ödipus ist zuvor über den Urheber der Tat belogen worden. Seine Gattin (die auch seine Mutter ist) hatte zuerst davon gesprochen, dass ihr erster Mann ein Kind – nämlich Ödipus – auf diese Weise hatte weggeben lassen. Am Ende – als Ödipus zu seinem Entsetzen aufgeklärt ist, dass er selbst dieses misshandelte und ausgesetzte Kind ist – berichtet ein neutraler Kronzeuge, dass Iokaste selbst für die Misshandlung und Aussetzung des Kindes verantwortlich war (in Kurzform: Schlagmann, 2010; ausführlich: Schlagmann, 2005). Damit enträtselt Ödipus zugleich die Verantwortung seiner Mutter (und Gattin) Iokaste für den Tod seines Vaters: Weil sie durch die Aussetzung Sohn und Vater einander entfremdet hatte, konnte es überhaupt erst zu dem späteren tödlichen Vater-Sohn-Konflikt kommen, bei dem sich Ödipus in Notwehr geschützt hatte. Iokaste entzieht sich der Todesstrafe, die das Orakel gefordert hatte, durch Suizid. Ödipus hätte seine Mutter eigenhändig umgebracht, wäre sie ihm nicht zuvorgekommen. Er gerät nun in einen (vorübergehenden) Zustand von Verwirrung und beschuldigt sich (zu Unrecht) selbst der Tat.</p>
<p>Die Schilderung der sensiblen und klugen Behandlung Bertha Pappenheims (unter dem Pseudonym „Anna O.“), bei der Breuer gemeinsam mit seiner Patientin – wie Ödipus – aus der Rückschau die Wahrheitsfindung betreibt und damit die Heilung der Patientin bewirkt. bildet den Mittelpunkt der mit Freud publizierten „Studien über Hysterie“ (1895).</p>
<p><strong>Freuds Betrug</strong></p>
<p><strong>Die Freundschaft mit Wilhelm Fließ</strong></p>
<p>Der Professor für Psychoanalytische Studien am California Institute of Technology bzw. der Gründungs-Präsident des Institute of Contemporary Psychoanalysis, Louis Breger (2009), legt dar, dass Sigmund Freud seinen Mentor Josef Breuer betrügt. Dieser Betrug werde offensichtlich in der gemeinsamen Publikation der „Studien über Hysterie“ von 1895, er beginnt jedoch schon zwei bis drei Jahre zuvor. Freud ist zunächst noch ganz an Breuers Modell angelehnt und spürt bei seinen Klienten Traumatisierungen auf. Unter Einbezug aller Fall-Skizzen in den „Studien“ ist bei den insgesamt sechzehn Fällen durchaus sexualisierte Gewalt beschrieben, jedoch liegt in keinem Fall ein Konflikt zwischen einem sexuellen Bedürfnis und dessen Bewusst-Werden vor. Stattdessen treten jeweils Erfahrungen von Traumatisierung, Unterdrückung, Überforderung und Verlust überdeutlich zu Tage. Trotzdem konzentriert sich Freud auf einen sexuellen Konflikt und dessen angeblicher Verdrängung.</p>
<p>Breger sucht die Erklärung für diese Entwicklung bei Wilhelm Fließ, der sich mit kurzlebigen, abenteuerlichen Theorien zu Wort gemeldet hat. Fließ behauptet z.B. einen engen Zusammenhang zwischen Nase und Geschlechtsorgan. Und er postuliert weibliche und männliche Perioden (von 28 bzw. 23 Tagen) als Erklärung für diverse Lebensereignisse. Fließ sei einer der typischen medizinischen Quacksalber, die – aus Bedürfnis nach Ruhm – totalistische Theorien und Behandlungsmethoden kreieren. Freud nimmt den Verfasser des „mysthischen Unsinns“ gegen Kritik in Schutz. Fließ ist der zentrale Partner, mit dem Freud sich brieflich zur Entwicklung seiner „Psychoanalyse“ austauscht; der „theoretischen Imperialismus“ von Fließ habe ihn wohl mehr angesprochen, als der bescheidene Breuer, habe seine Hoffnungen auf grandiose Leistungen beflügelt. Mit Fließ, der sehr fixiert scheint auf sexuelle Themen, intensiviert Freud ab 1892 seinen Austausch, geht zu einem vertrauten „Du“ über, und entwickelt zusammen mit ihm zunehmend seltsame Vorstellungen vom Wirken sexueller Impulse (Masson, 1986). Beide Kollegen betreiben über Jahre hinweg eine Kokainisierung der Nase, was ihnen jeweils zu ganz besonderer Leistungsfähigkeit verhilft.</p>
<p><strong>Sexualität – die Ursache allen Übels</strong></p>
<p>Freud plädiert in dem von ihm verfassten Schlusskapitel der „Studien“ (1895) – grob verallgemeinernd – einzig und allein die Erfahrung sexualisierter Gewalt in der Kindheit als Auslöser der sog. „Hysterie“ an. Einige Monate lang – von Ende 1896 bis September 1897 – konzentriert er sich sogar einzig und allein auf eine väterliche Vergewaltigung als Ursprung jeder „Hysterie“. Man stelle sich vor: Jeden psychosomatischen Kopf- oder Magenschmerz, jeden Anfall von Herzrasen führt Freud – auch bei sich selbst und bei seinen Geschwistern – pauschal auf eine Vergewaltigung durch den Vater im Alter von 2-8 Jahren zurück, sofern sie verdrängt ist. („Leider ist mein eigener Vater einer von den Perversen gewesen[…]“ – textet er in einem Brief an Fließ am 8. Februar 1897, ca. 4 Monate nach dem Tod des Vaters; vgl. Masson, 1986, 245.) Seine „Therapie“ läuft darauf hinaus, die Betroffenen zum Bekennen dieser Vorgänge zu drängen.</p>
<p>Dann beschleichen ihn aber selbst Zweifel, auch manche Patienten machen diese Prozedur nicht mit, und er behauptet – was m.E. natürlich noch viel weniger der Wahrheit entspricht – ab September 1897 geradezu das Gegenteil (Schlagmann, 2005, 466 ff): Verdrängte „Perversionskeime“ seien (bei seinen Patienten, wie bei ihm selbst) für hysterische Symptome verantwortlich. An vorderster Stelle der angebliche Inzestwunsch gegenüber den Eltern, der berühmte Ödipuskomplex.<br />
Eigentlich müsste er ab dieser Zeit seiner eigenen früheren Position vehement widersprechen. Tut er aber nicht. Im „Bruchstück einer Hysterieanalyse“ (1905) behauptet er eine Kontinuität seiner Gedankengänge über die Jahre hinweg. Ja, es geht immer um Sexualität. Ja, es geht immer um Vorgänge aus der Zeit zwischen dem 2. und dem 8. Lebensjahr. Ja es geht immer um inzestuöse Szenen. Ja, es kommt nur zu psychosomatischen Reaktionen, sofern diese Ereignisse sich im Zustand der Verdrängung befinden. Nur eine kleine, winzige Änderung: Nein, die Szenen haben nicht real stattgefunden, sondern nur in der Phantasie der Betroffenen.  Ab diesem Zeitpunkt will Freud in seiner Therapie nicht mehr die Erfahrung von sexualisierter Gewalt geschildert bekommen, sondern er drängt die Betroffenen – wie bei Ida Bauer (Fallbeispiel 2) – ihre sexuellen „Perversionen“ zu bekennen. Neben den inzestuösen bzw. mörderischen Strebungen gegenüber den Eltern zählen zu den erwarteten Standard-Perversionen die Homosexualität und die Masturbation.</p>
<p>Anstatt, wie Breuer, Verständnis für die reale Not seiner Patienten zu haben, beschuldigt Freud sie von nun an frühkindlicher, angeblich „unbewusster“ Triebe. Den Begriff „Psychoanalyse“ behält er für diese Prozedur bei. Den zuvor noch als „Trauma“ gewerteten sexuellen Missbrauch verharmlost er fortan als „Verführung“. (Die angeborene Perversionsneigung bedarf ja nur einer kleinen „Verführung“, u,m manifest zu werden.)</p>
<p>Die „sexuelle Ätiologie“ dehnt Freud auf alle Neurosen aus (1898/1952, 491): „Durch eingehende Untersuchungen bin ich in den letzten Jahren zur Erkenntnis gelangt, dass Momente aus dem Sexualleben die nächsten und praktisch bedeutsamsten Ursachen eines jeden Falles von neurotischer Erkrankung darstellen.“ Eventuell werden die Standard-Deutungen von Homosexualität, Masturbation und Inzest erweitert durch Verweise auf Sadismus und Masochismus, Exhibitionismus und Voyeurismus, Analität oder enuretische Kondition, Coitus interrruptus oder Ejaculatio praecox. Selbst das Benützen von Kondomen scheint nach Freud (im Jahr 1893) Neurosen zu fördern (Masson, 1986, 29 f). Und es wird „von stark [zur Neurasthenie; K.S.] Disponierten oder fortdauernd Neurasthenischen […] bereits der normale Koitus nicht vertragen.“ Also führt Sex in jeder Form zu irgendeiner Störung. Am 01. Juni 1910 gibt Freud in einer Debatte der Mittwoch-Gesellschaft (Nunberg u.a., 1977, 519) zum Besten: Sexualität gehöre „zu den gefährlichsten Betätigungen des Individuums“.</p>
<p><strong>Eine Kette von Wirklichkeitsverkennungen</strong></p>
<p>Diese Position reiht sich ein in eine ganze Reihe merkwürdiger Realitätsverkennungen bei Freud. Nicht nur Neurosen, sondern auch Verbrecher oder bestimmte BErufe, Künstler und Kunstwerke werden – ziemlich pauschal und wenig tiefgehend – jeweils mit (unterstellten) sexuellen Besonderheiten in Verbindung gebracht. Das ausführlichste Beispiel Freuds in Bezug auf Literatur: In drei Briefen an Wilhelm Jensen bittet Freud – nach Publikation seiner Abhandlung über dessen Novelle „Gradiva“ (Freud, 1907/1912) – den Dichter um die Gnade, Auskünfte über den Hintergrund seines Schreibens und sein Privatleben zu bekommen. Freuds Briefe wurden erst kürzlich von den Erben entdeckt und mir zur Publikation anvertraut (Schlagmann, i.V.). Jensen gibt bereitwillig Auskunft. Freuds Hirngespinst, der Dichter sei wohl in eine Schwester verliebt gewesen, die mit einem Spitzfuß körperlich behindert gewesen sei, sackt in sich zusammen: Der uneheliche, als 3-Jähriger an eine kinderlose, unverheiratete Pflegemutter übergebene Jensen hatte keine Blutsverwandte um sich. Über deren mutmaßliche Gehbehinderung lässt er sich also nicht weiter aus. Freud ist daraufhin beleidigt. In einem Brief an C.G. Jung klagt er, dass Jensen nichts zur Hauptfrage – der Gehbehinderung – gesagt habe (McGuire u.a., 1974, 116). Und er unterstellt dem Dichter – ein Jahr nach seinem Tod – in der zweiten Auflage seiner Abhandlung, er habe die Mitwirkung an der psychoanalytischen Deutung seiner Novelle versagt (Freud, 1912, 86). In meinem o.g. Beitrag (i.V.) habe ich eine ganze Kette weiterer Wirklichkeitsverkennungen Freuds skizziert.</p>
<p><strong>Emma Eckstein</strong></p>
<p>Ein weiteres Beispiel sei hier kurz angeführt: Freud weiß (Freud, 1905/1993, 78): „Es ist bekannt, wie häufig Magenschmerzen gerade bei Masturbanten auftreten.“ So sieht es auch sein Freund Wilhelm Fließ (Fließ 1902, zit. n. Masson, 1995, 117 f): „Von den Schmerzen ex onanismo möchte ich einen wegen seiner Wichtigkeit besonders hervorheben: den neuralgischen Magenschmerz.“ Nach Fließ hängt die Nase eng mit dem Geschlechtsorgan zusammen; Masturbation habe „eine sehr charakteristische Schwellung und neuralgische Empfindlichkeit der nasalen Genitalstelle“ zur Folge. Sein Rezept bei Magenschmerzen: „Exstirpiert man gründlich diese Partie der linken mittleren [Nasen‑]Muschel, was leicht mit einer geeigneten Knochenzange ausgeführt wird, so schafft man den Magenschmerz dauernd fort.“ Bei Emma Eckstein, die Freud als Patientin mit Magenschmerzen im Jahr 1895 an Fließ vermittelt, verletzt Fließ bei seiner „Operation“ ein größeres Gefäß. Wohl aus Schreck über das angerichtete Unheil, verstopft er die Wunde notdürftig mit Gaze und reist nach Berlin ab. Emma Eckstein steht für Wochen auf der Kippe zwischen Leben und Tod, als ein Arzt die zunächst unentdeckte Gaze aus der eiternden Wunde entfernt und die Blutung immer wieder aufbricht. Ihr muss am Ende ein Teil des Gesichtsknochens weggemeißelt werden, um die Blutung stoppen zu können (Masson, 1995, 111). Freud dagegen: „Eine Entstellung bleibt ihr natürlich erspart.“ (Masson, 1986, 122) Freud beruhigt über fast zwei Jahre hinweg seinen Freund, die Blutungen seien „hysterische“ gewesen, „wahrscheinlich zu Sexualterminen“ (ebd., 193). „[D]aß es Wunschblutungen waren, ist unzweifelhaft“ (ebd., 202) (4. Juni 1896). Freud lernt in diesem Fall, wie leicht es ist, der Phantasie eines Betroffenen die Verantwortung für ein verletzendes Geschehen zuzuschreiben.</p>
<p><strong>Unwahre Phantasie vs. verdrängte Wahrheit</strong></p>
<p>In Freuds Vorstellung geht es reichlich paradox zu. Sofern Menschen ihm nach dem September 1897 Erinnerungen an reale Gewalterfahrungen schildern, geht er davon aus, dass die Erinnerungen eigentlich nur der Phantasie, dem Wunsch der Betroffenen entsprungen sein können. Wenn die Betroffenen dann jedoch bestreiten, dass sie die eine oder andere „perverse“ Phantasie in sich verspürt haben, dann wird argumentiert, hier werde etwas verdrängt. Die erinnerte Realität ist also unwahre Phantasie, die nicht erinnerte Phantasie ist verdrängte Realität. Dieses merkwürdige Verwirrspiel setzt sich fort bis in die heutigen Tage.</p>
<p><strong>Eine Studie aus neuerer Zeit</strong></p>
<p>Im Jahr 1999 hatte ich an einer Delphi-Studie der Universität Saarbrücken zum Thema „Trauma und Erinnerung“ teilgenommen, ein DFG-Projekt unter der Leitung von Prof. Krause; Anke Kirsch hat mit der Durchführung der Studie ihre Dissertation abgelegt. „Experten“ (91 überwiegend psychologische oder ärztliche Psychotherapeuten der unterschiedlichsten Therapierichtungen) sollten berichten, wie sie die Erzählung Betroffener von (angeblichem) sexuellen Missbrauch als Phantasie erkennen. Hier einige Ergebnisse (Kirsch, 1999 a, 31):</p>
<p>„Die folgenden Statements beziehen sich auf Kriterien, die von Ther. als Hinweise für retrospektive Phantasien angesehen werden. Die Statements waren nach dem Ausmaß der Zustimmung zu gewichten.  …</p>
<p>20.4: Die Schuldfrage wird eher externalisiert und bei dem/der Täter/in gesucht.</p>
<p>04,7 % stimme gar nicht zu   29,7% stimme überwiegend nicht zu   51,6% stimme im wesentlichen zu 14,1% stimme völlig zu</p>
<p>20.5 Die Pat. gehen mit einer größeren Überzeugung und Sicherheit davon aus, dass eine sexuelle Traumatisierung stattgefunden haben müßte.</p>
<p>04,9 % stimme gar nicht zu   31,1% stimme überwiegend nicht zu   50,8% stimme im wesentlichen zu    13,1% stimme völlig zu“</p>
<p>65,7 % bzw. 63,9 % der 91 „Experten“ ordnen die ihnen geschilderten Traumatisierungen eher einer „retrospektiven Phantasie“ zu, weil die Betroffenen dies ohne eigenes Schuldbewusstsein und mit sicherer Erinnerung berichten. Nur winzige 4,7 % bzw. 4,9 % lehnen eine solche Schussfolgerung deutlich und entschieden ab.</p>
<p>Zu einigen der zweigeteilten Statements konnte ich keine eindeutige Antwort ankreuzen, z.B. zu Frage 2.5 (a.a.O., 13): „Aufgabe der Psychotherapie ist nicht nur zu schauen, wie ist das erlebt worden und was haben die Pat. für Phantasien dazu, sondern auch zu schauen, was hat das für einen Realitätsgehalt.“ Es ist m.E. für die Therapie von Opfern sexualisierter Gewalt ziemlich irrelevant, wenn nicht gar schädlich, Betroffene zu fragen, was für „Phantasien“ ihnen zu dieser Situation durch den Kopf gingen. Diesem Teil des Statements stimme ich überhaupt nicht zu. Dem anderen Teil dagegen, „zu schauen, was hat das für einen Realitätsgehalt“, stimme ich vollkommen zu, denn es zeugt von einem Interesse an der Wirklichkeit der Betroffenen. Oder bei Frage 2.7 (ebd.): „Zwar spielen in der Psychotherapie die Phantasien eine ganz wichtige Rolle, aber für das Gelingen einer Therapie ist auch die Rekonstruktion der Wahrheit wichtig.“ Dass „die Phantasien“ (offenbar im Sinne von Einbildungen) in der Psychotherapie von Opfern sexualisierter Gewalt eine wichtige Rolle spielen, dem stimme ich überhaupt nicht zu. Dass die Rekonstruktion der Wahrheit wichtig ist, halte ich dagegen für ein zentrales Moment der Therapie.</p>
<p>Bei der Studie wurden drei Antworten ausgeschlossen. Meine Antwort gehörte offenbar dazu, denn kein einziges Statement der Studie wird zu weniger als 100% beantwortet. Auf meine Anfrage, was mit meinem Beitrag zur „Studie“ geschehen sei, bekam ich von Anke Kirsch nur eine ausweichende Antwort.</p>
<p>Es wird durch die „Studie“ also mit manipulativen Fragen das Bild einer Wirklichkeit zurechtgezwängt, das dem alten Vorurteil Freuds weiter Rechnung trägt. Wenn Gewaltopfer nicht bei sich selbst die Schuld suchen, dann machen sie sich verdächtig zu phantasieren. Ebenso, wenn sie sich klar ihrer Geschichte erinnern.</p>
<p>Kirsch steuert übrigens für dasselbe Heft, in dem Herr Kernberg 1999 seine Thesen publiziert, einen Artikel bei (1999 b). Ebenso getan hat das ihr Doktorvater Krause, der Kernberg als seinen Freund bezeichnet, und der – umgekehrt – von Kernberg in der Audio-Fassung seines Vortrags namentlich begrüßt wird. Die beiden Saarbrücker Autoren lassen ihre Zweifel an dem Wert der Erinnerungen Betroffener zum Ausdruck kommen.</p>
<p>Damit feiert die Freudsche Haltung eine Bekräftigung: Zunächst einmal werden berichtete Traumatisierungen bezweifelt. Dann, wenn sie nicht mehr von der Hand zu weisen sind, wird behauptet, die Betroffenen hätten vor allem deswegen eine Störung davon getragen, weil ihre eigenen perversen Impulse wachgerufen worden seien.</p>
<p>An verschiedenen Stellen habe ich innerhalb meiner Fachgruppe versucht, eine Diskussion über z.B. Kernbergs Thesen zu initiieren (Schlagmann, 2007, 2009; Webseite http://www.oedipus-online.de). Die Heftigkeit und die starke Emotionalität, mit der dieses Ansinnen z.T. zurückgewiesen wird, sind wohl bezeichnend.</p>
<p><strong>Missbrauchsopfer sind Lügner</strong></p>
<p>Noch in jüngster Zeit gibt es fatale Aussagen zur Lügenhaftigkeit von Opfern sexualisierter Gewalt. So antwortet Jörg Fegert in einem Interview (für die Jugendseite der Südwest Presse,  Ausgabe vom 02.11.2010) auf die Frage: „Wann wird Lügen krankhaft?“: „Es gibt Menschen, die fast in jeder Lebenssituation lügen. Sie haben häufig jahrelange Misshandlung oder sexuellen Missbrauch erlebt und mussten lügen und vertuschen. Wenn wir solche Kinder oder Jugendliche auf Station haben, erwecken sie erst ein enormes Mitleid in der Gruppe, dann spaltet sich die Stimmung aber und am Schluss mag sie keiner. Hinzu kommt, dass man ihnen auch tatsächliche Erlebnisse nicht mehr glaubt.“ Auf den heftigen Protest von Betroffenen revidierte Fegert seine Aussage und entschuldigte sich damit, dass er ursprünglich an das „seltene Krankheitsbild der Pseudologia Phantastica“ gedacht habe; „Patientinnen und Patienten mit dieser Störung … [sind] eben nicht primär narzisstische Aufschneider, sondern in den Fällen, die ich behandelt habe, Kinder, welche reale Misshandlungs- und Missbrauchserfahrungen über Jahre hatten, aber auch von ihrem Umfeld immer wieder zu Ausreden und Lügen angehalten wurden, und die dann eine solche Störung entwickelt hatten, die dazu führte, dass niemand ihnen Glauben schenkt. Da dieses Krankheitsbild eine spezielle Störung ist, die nur sehr wenige Menschen aufweisen, steht sie mit der Vielzahl der Missbrauchsopfer nicht in Zusammenhang.“</p>
<p>Ein Spezialist für „Pseudologia Phantastica“ bin ich nicht. Bei einem kurzen Stöbern im Internet habe ich jedoch bei diversen Fachbeiträgen immer nur eines gefunden: Die Ätiologie dieser Störung sei völlig unklar. Insofern hat Fegert also entweder eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, oder aber das Ausweichen auf ein sehr spezielles Gebiet soll dazu dienen, den argumentativen Skandal abzubiegen und die Verfolger abzuschütteln. Mir scheint das Letztere der Fall zu sein.</p>
<p>Gerade weil es – wie hier dargestellt – eine unrühmliche Tradition in der Psychotherapie-Szene gibt, die Opfer von sexualisierter Gewalt nicht ernst zu nehmen, sondern sie selbst wiederum zu Tätern zu erklären, ist m.E. Fegerts Darstellung völlig unakzeptabel. Er hat sich damit in meinen Augen unglaubwürdig gemacht. Da er als „Experte“ auch dem „runden Tisch – sexueller Kindesmissbrauch“ angehört, hat er m.E. auch der Glaubwürdigkeit dieses ganzen Gremiums geschadet.</p>
<p>Aus Fehlern wird man klug. Manchmal dauert es (leider) etwas länger, bis sich die problematischen Auswirkungen von bestimmten Gepflogenheiten deutlich zeigen. Erst dann besteht die Chance, sie ausgiebig zu diskutieren und zu bearbeiten. Im Zuge der jüngeren Missbrauchsdebatte kamen Kirchen und Reformpädagogik im Hinblick auf den Schutz Jugendlicher vor sexualisierter Gewalt auf den Prüfstand. Im Umkreis dieser Debatte ist es m.E. wünschenswert, dass sich auch die Psychotherapie-Szene an eine längst überfällige Aufarbeitung ihrer Schattenseiten macht, die sich gerade im Umgang mit den Opfern sexualisierter Gewalt zeigen.<br />
Bisweilen passieren auf dieser Welt Dinge, bei denen man sich kaum vorstellen mag, dass sie sich tatsächlich so zugetragen haben. Und leider ist es oft dazu noch allzu schwer, selbst im Nachhinein offen darüber zu diskutieren. Vielleicht vermag ja dieses Heft der Sexuologie einen weiteren Anstoß zu einer konstruktiven Auseinadersetzung zu leisten.</p>
<p>Literatur:<br />
Breger, Louis (2009): A dream of undying fame. How Freud betrayed his mentor an invented psychoanalysis. Basic Books, New York<br />
Breuer, Josef &amp; Sigmund Freud (1895/1991): Studien über Hysterie. Fischer TB, Frankfurt a.M.<br />
Freud, Sigmund (1898/1952): Die Sexualität in der Ätiologie der Neurosen. In: GW, Bd. 1, 491-516<br />
Freud, Sigmund (1905/1993). Bruchstück eine Hysterieanalyse. Fischer TB, Frankfurt a.M.<br />
Freud, Sigmund (1907/19122): Der Wahn und die Träume in W. Jensens ‚Gradiva’. Franz Deuticke, Leipzig u.a.<br />
Hirschmüller, Albrecht (1978): Physiologie und Psychoanalyse in Leben und Werk Josef Breuers. Dissertation. Jahrbuch der Psychoanalyse, Beiheft 4, Verlag Hans Huber, Bern u.a.<br />
Israëls, Haen (1999): Der Fall Freud. Die Geburt der Psychoanalyse aus der Lüge. Europäische Verlagsanstalt/Rotbuch Verlag, Hamburg<br />
Kernberg, OF (1997). Persönlichkeitsentwicklung und Trauma. Audio-Aufzeichnugn des Vortrags, gehalten bei den Lindauer Psychotherapiewochen, Auditorium Netzwerk, Müllheim<br />
Kernberg, OF (1999). Persönlichkeitsentwicklung und Trauma. In: Persönlichkeitsstörungen – Theorie und Therapie. Jg. 3, 1: 5-15<br />
Kirsch, Anke (1999 a): Arbeiten der Fachrichtung Psychologie des Saarlandes: Nr. 190. Erste Ergebnisse eines Expertendelphis zum Thema „Trauma und Erinnerung“. Saarbrücken<br />
Kirsch, Anke (1999 b): Trauma und Wirklichkeits(re)konstruktion: Theoretische Überlegungen zu dem Phänomen wiederauftauchender Erinnerungen“ in: In: Persönlichkeitsstörungen – Theorie und Therapie. Jg. 3, 1: 45-54<br />
Masson, Jeffrey Moussaieff (Hg.) (1986): Sigmund Freud. Briefe an Wilhelm Fließ 1887–1904. S. Fischer, Frankfurt a. M.<br />
Masson, Jeffrey Moussaieff (1995): Was hat man dir, du armes Kind getan? Oder: Was Freud nicht wahrhaben wollte. Kore Verlag, Freiburg<br />
McGuire, William &amp; Wolfgang Sauerländer (Hg.) (1974): Sigmund Freud – C. G. Jung. Briefwechsel. S. Fischer, Frankfurt a. M.<br />
Nunberg, Hermann &amp; Federn, Ernst (Hg.) (1977): Protokolle der Wiener Psychoanaltischen Vereinigung. Band III (1910-1911). S. Fischer, Frankfurt a.M.<br />
Psychoanalytic Inquiry (2005): Freud and Dora – 100 years later. Sonderheft mit diversen Beiträgen zu Freuds Abhandlung “Bruchstück einer Hysterieanalyse”, 1905.<br />
Schlagmann, Klaus (2005): Ödipus – komplex betrachtet. Männliche Unterdrückung und ihre Vergeltung durch weibliche Intrige als zentraler Menschheitskonflikt. Saarbrücken, Verlag Der Stammbaum und die 7 Zweige, 2005<br />
Schlagmann, Klaus (2007): Sexueller Missbrauch. Opferbeschuldigung als Psychotherapiestrategie? In: psychoneuro, 9/2007, S. 361-365<br />
Schlagmann, Klaus (2009): Ein markanter Freudscher Flüchtigkeitsfehler. Plädoyer für die Revision von Freuds Verwerfung der Trauma-Perspektive. In: Psychodynamische Psychotherapie (PDP), 8/2009, 67-77.<br />
Schlagmann, Klaus (2010): Ödipus – komplex betrachtet. In: Programmheft zu Bodo Wartkes Solo-Kabarett „König Ödipus“, 33-54. Reimkultur, Musikverlag<br />
Schlagmann, Klaus (i.V.): Die Deutung des Wahns oder der Wahn der Deutung? Sigmund Freuds bislang unveröffentlichte Briefe an Wilhelm Jensen und die Lebenswirklichkeit des Autors der ‚Gradiva’. Zum 100. Todestag von Wilhelm Jensen (24.11.1911). In: Integrative Therapie IV, 2011.</p>
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		<title>Zehntausende Missbrauchsfälle in der niederländischen Kirche</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 13:47:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[ZEIT ONLINE 16.12.2011 In den Niederlanden sind nach Erkenntnissen einer Untersuchungskommission seit 1945 Zehntausende Kinder sexuell missbraucht worden. Viele der Täter sollen noch leben. In den Niederlanden sind nach Angaben einer Untersuchungskommission in Einrichtungen der katholischen Kirche zwischen 1945 und 2010 &#8220;mehrere zehntausend Minderjährige&#8221; sexuell missbraucht worden. Die Kinder seien &#8220;leichtem, schwerem und sehr schwerem&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ZEIT ONLINE 16.12.2011</p>
<p>In den Niederlanden sind nach Erkenntnissen einer Untersuchungskommission seit 1945 Zehntausende Kinder sexuell missbraucht worden. Viele der Täter sollen noch leben.</p>
<p>In den Niederlanden sind nach Angaben einer Untersuchungskommission in Einrichtungen der katholischen Kirche zwischen 1945 und 2010 &#8220;mehrere zehntausend Minderjährige&#8221; sexuell missbraucht worden. Die Kinder seien &#8220;leichtem, schwerem und sehr schwerem&#8221; Missbrauch ausgesetzt gewesen, teilte die Kommission in ihrem Abschlussbericht mit.</p>
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		<title>Kindesmisshandlung hinterlässt Narben im Gehirn</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/12/14/kindesmisshandlung-hinterlasst-narben-im-gehirn/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Dec 2011 23:24:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Hamburger Abendblatt 13.12.2011 Wer als Kind misshandelt wurde, hat nicht nur psychische Narben. Forscher der Universität Münster haben in einer Studie jetzt auch biologische Veränderungen im Gehirn belegt. Noch Jahrzehnte nach dem Missbrauch zeigten die Opfer eine erhöhte Aktivität des Angstzentrums und mehrere verkleinerte Gehirnareale, berichten die Forscher im Journal „Biological Psychiatry&#8221;. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hamburger Abendblatt 13.12.2011</p>
<p>Wer als Kind misshandelt wurde, hat nicht nur psychische Narben. Forscher der Universität Münster haben in einer Studie jetzt auch biologische Veränderungen im Gehirn belegt. Noch Jahrzehnte nach dem Missbrauch zeigten die Opfer eine erhöhte Aktivität des Angstzentrums und mehrere verkleinerte Gehirnareale, berichten die Forscher im Journal „Biological Psychiatry&#8221;.</p>
<p><a href="http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article2125214/Kindesmisshandlung-hinterlaesst-Narben-im-Gehirn.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<item>
		<title>Wissenschaftler werfen Schröder das Schüren antimuslimischer Ressentiments vor</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/11/28/wissenschaftler-werfen-schroder-das-schuren-antimuslimischer-ressentiments-vor/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 11:36:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[MiGAZIN 28.11.2011 Stellungnahme zur Zwangsheirat-Studie Wissenschaftler werfen Schröder das Schüren antimuslimischer Ressentiments vor Wissenschaftler der Zwangsheirat-Studie fühlen sich „hinters Licht geführt“. Familienministerin Schröder habe Befunde der Studie verzerrt und anti-muslimische Ressentiments geschürt. MiGAZIN veröffentlicht die Stellungnahme im Wortlaut: Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>MiGAZIN 28.11.2011</p>
<p>Stellungnahme zur Zwangsheirat-Studie</p>
<p>Wissenschaftler werfen Schröder das Schüren antimuslimischer Ressentiments vor</p>
<p>Wissenschaftler der Zwangsheirat-Studie fühlen sich „hinters Licht geführt“. Familienministerin Schröder habe Befunde der Studie verzerrt und anti-muslimische Ressentiments geschürt. MiGAZIN veröffentlicht die Stellungnahme im Wortlaut:</p>
<p><a href="http://www.migazin.de/2011/11/28/wissenschaftler-werfen-schroder-das-schuren-antimuslimischer-ressentiments-vor/" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<title>Aufforderung zur Überprüfung der Studie des KFN</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/11/22/aufforderung-zur-uberprufung-der-studie-des-kfn/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 19:18:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegen-Missbrauch e.V.  10.11.2011 Aufforderung zur Überprüfung der Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zum Thema Sexueller Missbrauch Offenen Brief als PDF herunter laden&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen-Missbrauch e.V.  10.11.2011</p>
<p>Aufforderung zur Überprüfung der Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zum Thema Sexueller Missbrauch</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/11/Offener-Brief-BM-bezgl.pfeiffer-studie-1.pdf" target="_blank">Offenen Brief als PDF herunter laden&#8230;</a></p>

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		<item>
		<title>Jede zweite behinderte Frau Opfer von Missbrauch</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/11/22/jede-zweite-behinderte-frau-opfer-von-missbrauch/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/11/22/jede-zweite-behinderte-frau-opfer-von-missbrauch/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 12:36:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[WELT ONLINE 22.11.2011 Eine neue Studie offenbart Schreckliches. Fast jede zweite Frau mit Behinderung wird Opfer sexuellen Missbrauchs – vor allem in Betreuungseinrichtungen. Einer Studie zufolge ist fast jede zweite körperlich behinderte Frau schon mal Opfer sexueller Übergriffe geworden. Nach Informationen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zeigt das eine Erhebung der Universität Bielefeld, die das Bundesfamilienministerium [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WELT ONLINE 22.11.2011</p>
<p>Eine neue Studie offenbart Schreckliches. Fast jede zweite Frau mit Behinderung wird Opfer sexuellen Missbrauchs – vor allem in Betreuungseinrichtungen.<span id="more-11132"></span></p>
<p>Einer Studie zufolge ist fast jede zweite körperlich behinderte Frau schon mal Opfer sexueller Übergriffe geworden. Nach Informationen der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ zeigt das eine Erhebung der Universität Bielefeld, die das Bundesfamilienministerium vorstellen wird. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) nannte das Ausmaß in dem Bericht „erschreckend hoch“ und kündigte schnelle Hilfe für die Opfer an.</p>
<p>In der Umfrage haben die Wissenschaftler teilweise in vereinfachter Sprache 1561 blinde, gehörlose und körperlich beeinträchtigte Frauen zwischen 16 und 65 Jahren befragt. Danach sind Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen zwei bis dreimal häufiger Opfer von Missbrauch als der weibliche Bevölkerungsdurchschnitt.</p>
<p><strong>Anteil der Opfer hat sich seit 2004 verdreifacht</strong></p>
<p><a href="http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13729380/Jede-zweite-behinderte-Frau-Opfer-von-Missbrauch.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Empfehlungen zum Thema „Verjährungsfristen“</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/11/19/empfehlungen-zum-thema-%e2%80%9everjahrungsfristen%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 20:28:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Endbericht Auswertung Anlaufstelle Missbrauchsbeauftragte 17.11.2011 Empfehlungen zum Thema „Verjährungsfristen“ (S. 122-123) Vielen Anrufenden und Schreibenden liegt die Aufhebung bzw. Verlängerung der Verjährungsfristen am Herzen. Einerseits wird darauf hingewiesen, dass die Auswirkungen von Missbrauch ein Leben lang anhalten können und daher auch eine strafrechtliche Verfolgung mit Geltendmachung von Entschädigung lebenslang möglich sein sollte. Außerdem sei eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Endbericht Auswertung Anlaufstelle Missbrauchsbeauftragte 17.11.2011</p>
<p><strong>Empfehlungen zum Thema „Verjährungsfristen“</strong> (S. 122-123)</p>
<p>Vielen Anrufenden und Schreibenden liegt die Aufhebung bzw. Verlängerung der Verjährungsfristen am Herzen. Einerseits wird darauf hingewiesen, dass die Auswirkungen von Missbrauch ein Leben lang anhalten können und daher auch eine strafrechtliche Verfolgung mit Geltendmachung von Entschädigung lebenslang möglich sein sollte.<span id="more-11080"></span></p>
<p>Außerdem sei eine Anzeige der Taten oft nicht innerhalb der nötigen Frist möglich, weil die Opfer sich beispielsweise erst spät an den erlebten Missbrauch erinnerten oder weil sie erst nach Jahren den Mut finden, sich jemandem anzuvertrauen und von ihren Erlebnissen zu berichten. In den Empfehlungen der Unabhängigen Beauftragten wird eine Verlängerung der zivilrechtlichen Verjährungsfrist auf 30 Jahre, sowie eine Verlängerung des strafrechtlichen Ruhezeitraums vorgeschlagen. Dies sehen viele Betroffene einerseits als Verbesserung an, <strong>andererseits sprechen sich die meisten für eine gänzliche Abschaffung der Fristen aus.</strong></p>
<p>„Es ist nicht zu akzeptieren, dass die Verjährungsfristen &#8220;nur&#8221; auf 30 Jahre heraufgesetzt werden sollen. Was ist mit den Menschen, die sehr früh Opfer wurden und heute schon über 60 sind? Für diese Menschen würde es niemals eine Anerkennung des erlittenen Missbrauchs geben und damit auch keine Chance auf ein lebenswerteres Leben. Die Verjährungsfristen müssen im Interesse dieser Menschen, die ja auch noch nicht alt sind, abgeschafft werden.“</p>
<p>„Die vorgeschlagene Verlängerung ist schon mal besser, aber eigentlich sollte sie ganz abgeschafft werden.“</p>
<p>„Es darf nicht verjähren!“</p>
<p><strong>Zitat zum Thema Runder Tisch</strong> (S. 147)</p>
<p>Das ist, als ob Kinder vor eurem Fenster hungern und ihr gebt ihnen nichts zu essen, sondern gründet erstmal einen Runden Tisch, um zu überlegen, was man da am besten machen kann.</p>
<p>Quelle: <a href="http://beauftragte-missbrauch.de/file.php/1/Endbericht_Auswertung_Anlaufstelle_Missbrauchsbeauftragte.pdf" target="_blank">http://www.beauftragte-missbrauch.de</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Neue quantitative und qualitative Analysen der Anrufe und Briefe in der Anlaufstelle der Unabhängigen Beauftragten jetzt veröffentlicht</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/11/19/neue-quantitative-und-qualitative-analysen-der-anrufe-und-briefe-in-der-anlaufstelle-der-unabhangigen-beauftragten-jetzt-veroffentlicht/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2011 16:17:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[beauftrage-missbrauch.de 17.11.2011 Berlin, Ulm, 17. November 2011. Mit dem Ende der Amtszeit der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a.D., am 31.10.2011 endete auch der Auftrag an die wissenschaftliche Begleitforschung der Anlaufstelle, die durch ein Team um den Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeuten Prof. Dr. Jörg M. Fegert vom Universitätsklinikum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>beauftrage-missbrauch.de 17.11.2011</p>
<p>Berlin, Ulm, 17. November 2011. Mit dem Ende der Amtszeit der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a.D., am 31.10.2011 endete auch der Auftrag an die wissenschaftliche Begleitforschung der Anlaufstelle, die durch ein Team um den Kinder- und Jugendpsychiater und Psychotherapeuten Prof. Dr. Jörg M. Fegert vom Universitätsklinikum Ulm durchgeführt und von einem wissenschaftlichen Beirat begleitet wurde.</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/11/Endbericht_Auswertung_Anlaufstelle_Missbrauchsbeauftragte-1.pdf" target="_blank">Endbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung zur Anlaufstelle der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a. D.</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/11/Endbericht_Auswertung_Anlaufstelle_Missbrauchsbeauftragte-1.pdf" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Mehr Kinder mit seelischen Problemen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/11/11/mehr-kinder-mit-seelischen-problemen/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 05:32:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=10983</guid>
		<description><![CDATA[SÜDKURIER 11.11.2011 Friedrichshafen – Immer mehr Kinder leiden an psychischen Problemen, gleichzeitig steigt die Verschreibung von Psychopharmaka drastisch an. Dem gilt es entgegenzuwirken. Vom 10. bis 12. November findet in Friedrichshafen der bundesweite Jahreskongress der Kinder und Jugendpsychiater und Psychotherapeuten Deutschlands statt. Gemäß dem Thema „Kooperationen – über Grenzen hinweg“ werden gesetzliche, strukturelle Grenzen, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SÜDKURIER 11.11.2011</p>
<p>Friedrichshafen – Immer mehr Kinder leiden an psychischen Problemen, gleichzeitig steigt die Verschreibung von Psychopharmaka drastisch an. Dem gilt es entgegenzuwirken.</p>
<p>Vom 10. bis 12. November findet in Friedrichshafen der bundesweite Jahreskongress der Kinder und Jugendpsychiater und Psychotherapeuten Deutschlands statt. Gemäß dem Thema „Kooperationen – über Grenzen hinweg“ werden gesetzliche, strukturelle Grenzen, aber auch Grenzen des Denkens thematisiert.<br />
„Es ist wichtig, dass wir kranken Kindern und Jugendlichen eine ganzheitliche, aufeinander abgestimmte Hilfe anbieten können. Dies bedarf einer neue Form der Vernetzung und ein Umdenken der Finanzpolitik“, sagte Prof. Jörg Fegert von der Uniklinik Ulm in seinem Eröffnungsvortrag.</p>
<p><a href="http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/friedrichshafen/Mehr-Kinder-mit-seelischen-Problemen;art372474,5217719" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Sexueller Missbrauch zerstört auch Wahrheitsempfinden</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/30/sexueller-missbrauch-zerstort-auch-wahrheitsempfinden/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/10/30/sexueller-missbrauch-zerstort-auch-wahrheitsempfinden/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 20:15:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[DIE PRESSE.com 30.10.2011 ROTRAUD A. PERNER (Die Presse) Gastkommentar. Auch heute noch wird „Verhaltensauffälligkeit“ nicht als Traumafolge erkannt und das eigene Verhalten dementsprechend angepasst. Kann man nach 40Jahren noch objektiv die Wahrheit feststellen?“, wurde ich gefragt und antwortete: Wahrheit sei wohl immer nur das, worauf man sich aufgrund subjektiver Wahrnehmungen geeinigt hätte; jeder Mensch hat ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DIE PRESSE.com 30.10.2011</p>
<p>ROTRAUD A. PERNER (Die Presse)</p>
<p>Gastkommentar. Auch heute noch wird „Verhaltensauffälligkeit“ nicht als Traumafolge erkannt und das eigene Verhalten dementsprechend angepasst.</p>
<p>Kann man nach 40Jahren noch objektiv die Wahrheit feststellen?“, wurde ich gefragt und antwortete: Wahrheit sei wohl immer nur das, worauf man sich aufgrund subjektiver Wahrnehmungen geeinigt hätte; jeder Mensch hat ja seine höchstpersönliche Wahrnehmung, und die hänge von vielerlei Variablen ab. Etwa davon, ob man es schafft, das eigene Erleben gegenüber „Besserwissern“ zu verteidigen. Das ist oft erst möglich, wenn man weit genug von diesen Übermächtigen entfernt ist – räumlich, aber auch zeitlich.</p>
<p>„Die Wahrheit ist das Kind der Zeit, nicht der Autorität“, formulierte Bert Brecht im „Leben des Galilei“. Autorität dient oft dazu, Wahrheit zu verdrehen. Der zugehörige Rechtsgrundsatz lautet, „Beschuldigte dürfen alles ihrer Verteidigung Dienliche vorbringen“ – wahr muss es nicht sein. Unter Wahrheitspflicht stehen nur die, die Zeugnis ablegen sollen.</p>
<p><a href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/704887/Sexueller-Missbrauch-zerstoert-auch-Wahrheitsempfinden" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Missbrauchsskandal ohne Ende?</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/22/10656/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 18:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[ZDF ML mona lisa 22.10.2011 Betroffene geben nicht auf Der sexuelle Missbrauch in Deutschland sei drastisch zurückgegangen, so eine neue Studie des Bildungsministeriums. Doch nicht nur Christine Bergmann, die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, zweifelt daran. Sie ist allerdings nur noch bis Ende Oktober im Amt. Wer ihr folgen wird, ist unklar. Das macht die Betroffenen fassungslos, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ZDF ML mona lisa 22.10.2011</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/2T8ECoj_JqU?hl=de&amp;fs=1" frameborder="0" width="480" height="340"></iframe><span id="more-10656"></span></p>
<p>Betroffene geben nicht auf</p>
<p>Der sexuelle Missbrauch in Deutschland sei drastisch zurückgegangen, so eine neue Studie des Bildungsministeriums. Doch nicht nur Christine Bergmann, die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, zweifelt daran. Sie ist allerdings nur noch bis Ende Oktober im Amt. Wer ihr folgen wird, ist unklar. Das macht die Betroffenen fassungslos, weil so vieles noch im Argen liegt.</p>
<p><a href="http://monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,8359425,00.html?dr=1" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<item>
		<title>Pressemitteilung: netzwerkB kritisiert Präventionsprojekt „Dunkelfeld“</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/22/pressemitteilung-netzwerkb-kritisiert-praventionsprojekt-%e2%80%9edunkelfeld%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2011 12:02:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Pressemitteilung: netzwerkB kritisiert Präventionsprojekt „Dunkelfeld“ (als PDF herunter laden) Das bereits in mehreren Städten laufende Präventionsprojekt „Dunkelfeld“ für „pädophile“ Männer soll nun auch in der Hansestadt Hamburg gestartet werden. Grundsätzlich ist es natürlich zu begrüßen, dass alles versucht wird, um sexualisierte Gewalt gegen Kinder zu verhindern. Allerdings stellen wir in Frage, dass ein Projekt wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pressemitteilung: netzwerkB kritisiert Präventionsprojekt „Dunkelfeld“ (<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/10/netzwerkB_Pressemitteilung_22.10.2011.pdf" target="_blank">als PDF herunter laden</a>)</p>
<p>Das bereits in mehreren Städten laufende Präventionsprojekt „Dunkelfeld“ für „pädophile“ Männer soll nun auch in der Hansestadt Hamburg gestartet werden. Grundsätzlich ist es natürlich zu begrüßen, dass alles versucht wird, um sexualisierte Gewalt gegen Kinder zu verhindern. Allerdings stellen wir in Frage, dass ein Projekt wie „Dunkelfeld“ dies in dem Maße leisten kann, wie es dringend erforderlich wäre.<span id="more-10649"></span></p>
<p>Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 2 bis 20 Prozent aller Täter, die sexualisierte Übergriffe auf Kinder verüben, „pädophile Neigungen“ haben. Das heißt, der Großteil der Täter (80 bis 98 Prozent) ist nicht „pädophil“. Auf die angeblich in Deutschland rund 250.000 Männer zwischen 18 und 75 Jahren, die sich „zu Kindern sexuell hingezogen“ fühlen, kommen also mindestens 1 Million Täter, die keine „pädophile Neigung“ haben, sondern Kindern aus anderen Gründen sexualisierte Gewalt antun.</p>
<p>Der Großteil der Täter wird mit dem Projekt „Dunkelfeld“ also nicht erreicht. In der Öffentlichkeit wird aber genau dieser Eindruck erweckt. „Wir setzen beim Verursacher an, damit es gar nicht erst zu neuen Missbrauchstaten kommt“, so Sexualmediziner Klaus Michael Beier von der Berliner Charité. Hier wird die Öffentlichkeit bewusst getäuscht und in falscher Sicherheit gewogen. Dies kritisieren wir.</p>
<p>Die einseitige Fokussierung auf die Therapie von so genannten „Pädophilen“ verstärkt in der Öffentlichkeit zudem das falsche Bild, dass jeder Täter „pädophil“ sei. Da „Pädophilie“ als psychische Störung gilt, wird dadurch der ebenso falsche Eindruck erweckt, sämtliche Täter seien „krank“, bzw. psychisch gestört und bedürften der Hilfe. Dies führt zu einer Umkehr der Täter-Opfer-Wahrnehmung (die Täter gelten als Opfer) und damit zu geringerem Strafverfolgungsdruck auf alle Täter. Die öffentlichkeitswirksame Förderung der „Dunkelfeld“-Projekte bewirkt also in letzter Konsequenz weniger statt mehr Schutz für die Kinder.</p>
<p>Ebenso kritisieren wir, dass für einen so kleinen Kreis von Tätern bereitwillig hohe Summen zur Verfügung gestellt werden, während viele Opfer dieser Täter nach wie vor um die Finanzierung ihrer Therapien und/oder ihres Lebensunterhalts kämpfen müssen. Laut Bundesjustizministerium wird das Projekt „Dunkelfeld“ an der Berliner Charité aktuell jährlich mit 250.000 Euro gefördert. Mittlerweile gibt es weitere „Dunkelfeld“-Projekte in Kiel, Regensburg und Leipzig. Zusammen mit Berlin und zukünftig wahrscheinlich Hamburg macht dies jährliche Kosten von 1,25 Millionen Euro.</p>
<p>Für den kleinsten Teil der Täter werden also erhebliche Summen zur Verfügung gestellt. Dagegen stehen trotz aller Beratungen am Runden Tisch noch immer konkrete Aussagen staatlicher Stellen zur besseren Finanzierung der Anlauf- und Beratungsstellen für direkt Betroffene aus. Darauf weist die scheidende Unabhängige Bundesbeauftragte, Dr. Christine Bergmann, hin: Sie fordert Bund, Länder und Kommunen auf, sich hier stärker zu engagieren. Nur ein Rechtsanspruch für die Betroffenen auf Beratung könne eine verbindliche und solide Finanzierung gewährleisten.</p>
<p>Wir Betroffene von sexualisierter Gewalt fordern daher, dass jedes bewilligte „Dunkelfeld“-Projekt automatisch Fördermittel in derselben Höhe an Beratungs- und/oder Anlaufstellen für direkt Betroffene nach sich zieht. Nur so wird gewährleistet, dass Betroffene von sexualisierter Gewalt ebenso schnell Hilfe erhalten wie die Täter.<br />
&#8211;<br />
netzwerkB.org (Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt) ist eine unabhängige Interessenvertretung. Wir setzen uns für die Rechte Betroffener ein, indem wir das gesellschaftliche Schweigen brechen, über Ursachen und Auswirkungen sexualisierter Misshandlung informieren, beraten und uns für konkrete Veränderungen stark machen.</p>
<p>netzwerkB bittet darum an Betroffene die netzwerkB-Kontaktdaten weiterzugeben sowie die Kontakt-Email (info@netzwerkb.org) und Website (www.netzwerkB.org) zu veröffentlichen.<br />
&#8211;<br />
Für Journalisten-Rückfragen:<br />
netzwerkB &#8211; Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.<br />
Nobert Denef, Vorsitzender<br />
Telefon: +49 (0)4503 892782<br />
Mobil: +49 (0)163 1625091</p>

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		<item>
		<title>Kein Zwang zur Therapie in Psychiatrie</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/21/kein-zwang-zur-therapie-in-psychiatrie/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/10/21/kein-zwang-zur-therapie-in-psychiatrie/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 06:07:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[SÜDWEST PRESSE 21.10.2011 Stuttgart/Karlsruhe.  Psychisch Kranke dürfen in Psychiatrien im Land nicht zwangsbehandelt werden. Das Verfassungsgericht hat ein Landesgesetz kassiert. Geklagt hatte ein Sexualstraftäter, der keine Psychopharmaka nehmen will. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SÜDWEST PRESSE 21.10.2011</p>
<p>Stuttgart/Karlsruhe.  Psychisch Kranke dürfen in Psychiatrien im Land nicht zwangsbehandelt werden. Das Verfassungsgericht hat ein Landesgesetz kassiert. Geklagt hatte ein Sexualstraftäter, der keine Psychopharmaka nehmen will.</p>
<p><a href="http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/Kein-Zwang-zur-Therapie-in-Psychiatrie;art4319,1179662" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<title>Pädophile geben sich in Foren als Gleichaltrige aus</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/21/padophile-geben-sich-in-foren-als-gleichaltrige-aus/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 06:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[NWZ ONLINE 21.10.2011 von Anna Zacharias FRAGE: Frau de Vries, Sie kritisieren eine vor kurzem veröffentlichte Studie, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass es einen Rückgang bei sexuellen Übergriffen auf Kinder und Jugendliche gibt. Warum? DE VRIES: Zum einen stellen wir in Frage, ob die Zahl sexueller Übergriffe überhaupt anhand eines Fragebogens, wie er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>NWZ ONLINE 21.10.2011</p>
<p>von Anna Zacharias</p>
<p>FRAGE: Frau de Vries, Sie kritisieren eine vor kurzem veröffentlichte Studie, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass es einen Rückgang bei sexuellen Übergriffen auf Kinder und Jugendliche gibt. Warum?</p>
<p>DE VRIES: Zum einen stellen wir in Frage, ob die Zahl sexueller Übergriffe überhaupt anhand eines Fragebogens, wie er in der Studie angewandt wurde, ermittelt werden kann. Die Fragen, die gestellt wurden, können retraumatisierend wirken. Wenn ein betroffenes Mädchen beispielsweise unverblümt gefragt wird, ob ein Mann sein Glied in ihren Mund geschoben hat, wird sie darauf womöglich gar nicht antworten können. Zum anderen wird in der Studie nur nach Tätern gefragt, die über fünf Jahre älter sind, als das Opfer. Unsere Erfahrungen jedoch zeigen, dass sexualisierte Gewalt zunehmend unter Gleichaltrigen stattfindet – diese Taten fallen aus dieser Studie vollkommen raus. Wenn ein Mädchen von ihrem vier Jahre älterer Bruder sexualisierte Übergriffe erleben muss, wird dies nicht erfasst.</p>
<p><a href="http://www.nwzonline.de/Region/Ticker/Artikel/2716193/P%E4dophile-geben-sich-in-Foren-als-Gleichaltrige-aus.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Missbrauch: Keine Entwarnung</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/21/missbrauch-keine-entwarnung/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/10/21/missbrauch-keine-entwarnung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 05:48:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[RP ONLINE 21.10.2011 VON GABI PETERS Mönchengladbach (RP). Nach einer neuen Studie soll die Zahl der Opfer sexuellen Kindesmissbrauchs stark rückläufig sein. Fachorganisationen wie Zornröschen machen da ganz andere Erfahrungen. In der Gladbacher Beratungsstelle meldeten sich 2010 mehr Betroffene. Kritik gibt es auch an der Form der Umfrage. Die Studie des Kriminologischen Instituts Niedersachsen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>RP ONLINE 21.10.2011</p>
<p>VON GABI PETERS</p>
<p>Mönchengladbach (RP). Nach einer neuen Studie soll die Zahl der Opfer sexuellen Kindesmissbrauchs stark rückläufig sein. Fachorganisationen wie Zornröschen machen da ganz andere Erfahrungen. In der Gladbacher Beratungsstelle meldeten sich 2010 mehr Betroffene. Kritik gibt es auch an der Form der Umfrage.</p>
<p>Die Studie des Kriminologischen Instituts Niedersachsen zu sexuellem Kindesmissbrauch stößt bei Fachverbänden auf Kritik. Auch bei Zornröschen, dem Verein gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen, ist man erstaunt über die vorgelegten Zwischenergebnisse. Angeblich belegt die Studie, die vom Bundesforschungsministerium in Auftrag gegeben wurde, rückläufige Zahlen bei Kindesmissbrauch. Reinhild Beermann und Brigitte Bialojahn von <a href="http://www.zornroeschen.de/home.html" target="_blank">Zornröschen</a> haben da ganz andere Erfahrungen gemacht. &#8220;Im vergangenen Jahr hatten wir in der Beratungsstelle 25 Prozent mehr Erstanfragen&#8221;, sagt Brigitte Bialojahn. Und: &#8220;In der Hauptsache ging es um ganz konkrete Fälle oder Verdachtsmomente.&#8221;</p>
<p><a href="http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/moenchengladbach/nachrichten/missbrauch-keine-entwarnung-1.2520547" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Mediziner garantieren absolute Verschwiegenheit – auch wenn sich Täter über begangene Sexualstraftaten äußern</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/20/uni-klinik-leipzig-eroffnet-ambulanz-fur-padophile-%e2%80%93-therapie-soll-missbrauchstaten-verhindern/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/10/20/uni-klinik-leipzig-eroffnet-ambulanz-fur-padophile-%e2%80%93-therapie-soll-missbrauchstaten-verhindern/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 13:20:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=10618</guid>
		<description><![CDATA[LVZ online 19.10.2011 Uni-Klinik Leipzig eröffnet Ambulanz für Pädophile – Therapie soll Missbrauchstaten verhindern von Robert Nößler Leipzig. Männer mit pädophiler Neigung können sich seit Mittwoch in Leipzig medizinisch behandeln lassen. Das Universitätsklinikum eröffnete eine Ambulanz für Patienten mit sexueller Vorliebe für Minderjährige. Die Pädophilen erhalten dort professionelle Hilfe – anonym und kostenlos. Zielgruppe der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>LVZ online 19.10.2011</p>
<p>Uni-Klinik Leipzig eröffnet Ambulanz für Pädophile – Therapie soll Missbrauchstaten verhindern<span id="more-10618"></span></p>
<p>von Robert Nößler</p>
<p>Leipzig. Männer mit pädophiler Neigung können sich seit Mittwoch in Leipzig medizinisch behandeln lassen. Das Universitätsklinikum eröffnete eine Ambulanz für Patienten mit sexueller Vorliebe für Minderjährige. Die Pädophilen erhalten dort professionelle Hilfe – anonym und kostenlos. Zielgruppe der Therapie sind vor allem Männer, die befürchten, sie könnten Missbrauch an Kindern begehen, und dies selbst als Problem erkennen. Die Mediziner garantieren ihnen dabei absolute Verschwiegenheit – auch wenn sich die Betroffenen über begangene Sexualstraftaten äußern.</p>
<p><a href="http://nachrichten.lvz-online.de/leipzig/citynews/uni-klinik-leipzig-eroeffnet-ambulanz-fuer-paedophile-therapie-soll-missbrauchstaten-verhindern/r-citynews-a-110417.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
<p>Mehr auf netzwerkB</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2010/03/25/lieben-sie-kinder-mehr-als-ihnen-lieb-ist/" target="_blank">2010/03/25/lieben-sie-kinder-mehr-als-ihnen-lieb-ist</a></p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/2010/01/24/gedankliche-hingezogenheit-zu-kindern/" target="_blank">2010/01/24/gedankliche-hingezogenheit-zu-kindern</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2010/01/17/es-gibt-kinder-in-die-ich-mich-verliebt-habe/" target="_blank">2010/01/17/es-gibt-kinder-in-die-ich-mich-verliebt-habe</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2009/10/21/padophilen-melancholie-in-der-faz/" target="_blank">2009/10/21/padophilen-melancholie-in-der-faz</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2006/10/10/ard-menschen-bei-maischberger/" target="_blank">2006/10/10/ard-menschen-bei-maischberger</a></p>

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		<slash:comments>7</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Opfer werden mutiger</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/20/opfer-werden-mutiger/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/10/20/opfer-werden-mutiger/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 06:50:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=10614</guid>
		<description><![CDATA[WELT ONLINE 19.10.2011 Studie: Weniger sexueller Missbrauch an Kindern als früher Verbände kritisieren: Viele Betroffene könnten wegen des großen Leids keine Auskunft geben Eine neue Studie verzeichnet einen Rückgang des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen &#8211; und provoziert Empörung bei den Opfern. Viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WELT ONLINE 19.10.2011</p>
<p>Studie: Weniger sexueller Missbrauch an Kindern als früher</p>
<p>Verbände kritisieren: Viele Betroffene könnten wegen des großen Leids keine Auskunft geben</p>
<p>Eine neue Studie verzeichnet einen Rückgang des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen &#8211; und provoziert Empörung bei den Opfern. Viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben, sagte der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef&#8230;.</p>
<p>&#8230;Der Chef des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, kritisierte die Studie: Viele Opfer hätten ihr Leid verdrängt und könnten keine Auskunft darüber geben, Missbrauch sei nicht statistisch zu erheben. &#8220;Die Wissenschaft müsste ihre Hilflosigkeit einräumen, anstatt Millionen für solche Untersuchungen auszugeben.&#8221; Ministerin Schavan dagegen lobte die Studie, die bis Ende 2013 abgeschlossen wird, als wichtigen Schritt, um das Thema Kindesmissbrauch &#8220;dauerhaft in den Hochschulen zu verankern&#8221;. Ihr Ministerium fördert die KFN-Studie und ähnliche Forschungsprojekte mit 30 Millionen Euro.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article13668257/Opfer-werden-mutiger.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<title>Studie: Sexueller Missbrauch wird weniger – Opfer üben Kritik an Untersuchung</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/19/studie-sexueller-missbrauch-wird-weniger-%e2%80%93-opfer-uben-kritik-an-untersuchung/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 14:36:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Saarbrücker Zeitung 19.10.2011 Berlin. Es war Anfang 2010, als eine Welle der Empörung durch das Land schwappte. Damals wurden immer mehr Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen bekannt. Es gerieten vor allem Lehrer, katholische Priester und Ordensleute in die Kritik. Die Bundesregierung setzte eine Missbrauchsbeauftragte und einen Runden Tisch ein und förderte eine Studie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Saarbrücker Zeitung 19.10.2011</p>
<p>Berlin. Es war Anfang 2010, als eine Welle der Empörung durch das Land schwappte. Damals wurden immer mehr Fälle sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen bekannt. Es gerieten vor allem Lehrer, katholische Priester und Ordensleute in die Kritik. Die Bundesregierung setzte eine Missbrauchsbeauftragte und einen Runden Tisch ein und förderte eine Studie, um das Ausmaß des Missbrauchs zu untersuchen. Nun ist diese Studie da. Der Kriminologe Christian Pfeiffer und Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) stellten gestern das Ergebnis vor, das überraschend ist: Der sexuelle Missbrauch nimmt ab. Ist also alles gar nicht so schlimm, wie es zunächst schien?</p>
<p>Die Wissenschaftler sehen in dem Ergebnis ihrer Untersuchung und dem öffentlichen Wirbel vor ein bis zwei Jahren keinen Widerspruch. Auch der große Zulauf bei der Missbrauchsbeauftragten Christine Bergmann stehe dem nicht entgegen.</p>
<p>Schließlich hätten sich seit Ende 2009 vorrangig Opfer in die Öffentlichkeit gewagt, die bereits mehr als 50 Jahre alt gewesen seien. Der Missbrauch liege hier also sehr weit zurück. Und auch bei Bergmann meldeten sich vor allem Opfer – und zwar oft welche, die schweren sexuellen Missbrauch erlebt haben und lange schwiegen.  Die älteste Person, die Bergmanns Anlaufstelle kontaktierte, war 89 Jahre alt – das Durchschnittsalter der Anrufer und Briefeschreiber lag immerhin bei 46 Jahren.</p>
<p>Die Autoren der Studie um den Kriminologen und früheren niedersächsischen SPD-Justizminister Christian Pfeiffer haben aber nur die 16- bis 40-Jährigen befragt. Als Grund geben sie an, dass die älteren Jahrgänge bereits in einer ersten repräsentativen Studie von 1992 untersucht wurden. Für die aktuelle Erhebung wurden nun rund 11 500 Personen anonym befragt, ob sie Betroffene sexuellen Missbrauchs geworden sind. Wichtigstes Ergebnis im Zeitvergleich von fast 20 Jahren: Die Zahl der Fälle ist um ein Drittel zurückgegangenen. Während 1992 noch 8,6 Prozent der Frauen und 2,8 Prozent der Männer in ihrer Kindheit mindestens eine sexuelle Erfahrung wider Willen gemacht hatten, sind es nach den aktuellen Zahlen nur noch 6,4 Prozent der Frauen und 1,3 Prozent der Männer.</p>
<p>Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, bezweifelt allerdings stark, dass Opfer bei Befragungen überhaupt einen Missbrauch angeben. Jedoch hält Pfeiffer die Gruppe derer, die so schwer traumatisiert sind, dass sie im Fragebogen kein Kreuzchen machen oder machen können, für klein.</p>
<p><a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/aufmacher/Berlin-Studie-Missbrauch-Untersuchung-Opfer-Kritik;art27856,3979312#.Tp7eoHGx_x4" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<title>&#8220;Das Internet wird ausgeklammert&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/19/das-internet-wird-ausgeklammert/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 12:40:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[taz 19.10.2011 Julia von Weiler, Geschäftsführerin des Präventionsvereins &#8220;Innocence in Danger&#8221;, über Missbrauch im Internet und die Schwächen der Pfeiffer-Studie. Interview KAREN GRASS taz: Frau von Weiler, laut der Befragung Sexueller Missbrauch 2011 werden Kinder und Jugendliche heute weit seltener Opfer sexuellen Missbrauchs als vor 20 Jahren. Sind Präventionsangebote bald überflüssig? Julia von Weiler: Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>taz 19.10.2011</p>
<p>Julia von Weiler, Geschäftsführerin des Präventionsvereins &#8220;Innocence in Danger&#8221;, über Missbrauch im Internet und die Schwächen der Pfeiffer-Studie. Interview KAREN GRASS</p>
<p>taz: Frau von Weiler, laut der Befragung Sexueller Missbrauch 2011 werden Kinder und Jugendliche heute weit seltener Opfer sexuellen Missbrauchs als vor 20 Jahren. Sind Präventionsangebote bald überflüssig?</p>
<p>Julia von Weiler: Das wäre zwar schön, hat aber nichts mit der Realität zu tun. Ich habe auch methodische Fragen zu der Veröffentlichung: So hat Herr Pfeiffer etwa nur Leute bis 40 Jahre befragt, doch viele Traumaforscher gehen davon aus, dass vor allem Missbrauchsopfer, die durch nahestehene Personen missbraucht wurden, erst viel später über ihre Erfahrungen sprechen können.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/Interview-zur-Missbrauchsstudie/!80200/" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<item>
		<title>Persönliche Einstellungen zum sexuellen Missbrauch bei Polizistinnen und Polizisten</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/19/personliche-einstellungen-zum-sexuellen-missbrauch-bei-polizistinnen-und-polizisten/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 12:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer umfangreichen Untersuchung zur Wahrnehmung und Bewertung sexuellen Kindesmissbrauchs durch Angehörige verschiedener Professionen, die mit der Problematik häufig in Berührung kommen (Erzieher, Lehrer, Jugendamtsmitarbeiter, Ärzte, Psychologen, Polizisten), sowie einer Kontrollgruppe aus der Durchschnittsbevölkerung wurde u. a. das Ausmaß der Akzeptanz von „Mythen“ (unrealistische Überzeugungen, die die Opfer be- und die Täter entlasten) abgeschätzt. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer umfangreichen Untersuchung zur Wahrnehmung und Bewertung sexuellen Kindesmissbrauchs durch Angehörige verschiedener Professionen, die mit der Problematik häufig in Berührung kommen (Erzieher, Lehrer, Jugendamtsmitarbeiter, Ärzte, Psychologen, Polizisten), sowie einer Kontrollgruppe aus der Durchschnittsbevölkerung wurde u. a. das Ausmaß der Akzeptanz von „Mythen“ (unrealistische Überzeugungen, die die Opfer be- und die Täter entlasten) abgeschätzt. Es zeigte sich, dass die Polizisten relativ zu den anderen Berufsgruppen eine recht hohe Mythenakzeptanz an den Tag legten.</p>
<p>Quelle:<br />
R. Hofmann, M. Wehrstedt &amp; A. Stark, Lombroso-Institut für Rechtspsychologie<br />
veröffentlicht in Polizei &amp; Wissenschaft 3/2003, S. 69-74</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Wahrnehmung und Bewertung von sexuellem Missbrauch</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/19/wahrnehmung-und-bewertung-von-sexuellem-missbrauch/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 12:04:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[W-Lab-Onlineforschung zwischen Sommer 2002 und Sommer 2003 Ergebnisse aus vier Internetstudien In einer Untersuchungsreihe mit insgesamt vier Online-Studien im Zeitraum zwischen Sommer 2002 und Sommer 2003 interessierten wir uns für die Wahrnehmung und Bewertung von sexuellem Missbrauch durch Dritte und für die Verbreitung und die Natur sogenannter &#8220;Missbrauchsmythen&#8221;. Missbrauchsmythen sind in Anlehnung an Bohners (1998) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>W-Lab-Onlineforschung zwischen Sommer 2002 und Sommer 2003</p>
<p>Ergebnisse aus vier Internetstudien</p>
<p>In einer Untersuchungsreihe mit insgesamt vier Online-Studien im Zeitraum zwischen Sommer 2002 und Sommer 2003 interessierten wir uns für die Wahrnehmung und Bewertung von sexuellem Missbrauch durch Dritte und für die Verbreitung und die Natur sogenannter &#8220;Missbrauchsmythen&#8221;.<span id="more-10593"></span></p>
<p>Missbrauchsmythen sind in Anlehnung an Bohners (1998) Definition von Vergewaltigungsmythen Überzeugungen, die dazu dienen, sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu leugnen, zu verharmlosen oder zu rechtfertigen. Bisherige Untersuchungen zum Thema beschrieben das Konstrukt stets als unidimensional (z.B. Collings, 1997). In unseren Untersuchungen mit einer umfassenderen Itemsammlung an insgesamt 488 ProbandInnen fanden wir im Gegensatz dazu zwei sehr deutlich getrennte und nahezu unkorrelierte Typen von Mythen. Typ-1-Mythen haben Verharmlosung des Missbrauchs sowie täterent- und opferbelastende Überzeugungen zum Inhalt.</p>
<p>Beispiele für Typ-1-Mythen sind:</p>
<ul>
<li>Mädchen, die missbraucht werden, verhalten sich vorher meist in irgendeiner Weise verführerisch.</li>
<li>Ein Mann in starker sexueller Erregung ist nur vermindert schuldfähig</li>
<li>Sex kann für Kinder auch reizvoll und schön sein</li>
</ul>
<p>Typ-2-Mythen bestehen dagegen aus naiven Stereotypisierungen von Taten und Tätern, mit der Tendenz, die Komplexität und Vielgestaltigkeit von sexuellem Missbrauch zu verkennen und Missbrauch als ein Phänomen wahrzunehmen, das vorwiegend am Rande der Gesellschaft stattfindet.</p>
<p>Beispiele von Typ-2-Mythen sind:</p>
<ul>
<li>Meistens erfolgt der Missbrauch überfallartig und mit Gewaltanwendung</li>
<li>Schreien und massive Gegenwehr ist meistens die spontane erste Reaktion der Opfer</li>
<li>Sexuelle Missbraucher sind größtenteils krankhafte Triebtäter</li>
</ul>
<p><a href="http://www.w-lab.de/ergebnisse/lombroso_2.php" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
<p>&nbsp;</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Studie: Kinder werden seltener Opfer von Sextätern</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/18/studie-kinder-werden-seltener-opfer-von-sextatern-10/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 20:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[volksfreund.de 18.10.2011 Eine neue Studie verzeichnet einen Rückgang des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen &#8211; und provoziert Empörung bei den Opfern. Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sagte der Nachrichtenagentur dpa, viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben. Auch die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>volksfreund.de 18.10.2011</p>
<p>Eine neue Studie verzeichnet einen Rückgang des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen &#8211; und provoziert Empörung bei den Opfern.</p>
<p>Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sagte der Nachrichtenagentur dpa, viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben. Auch die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann, sieht noch keine Entwarnung beim sexuellen Missbrauch. Sie kritisierte, dass einige Gruppen in der neuen Studie unterrepräsentiert seien.</p>
<p><a href="http://www.volksfreund.de/nachrichten/welt/themendestages/brennpunkte/Topthemen-Studie-Kinder-werden-seltener-Opfer-von-Sextaetern;art64,2940385" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Kinder werden seltener Opfer von Sextätern</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/18/kinder-werden-seltener-opfer-von-sextatern-4/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 20:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[stern.de 18.10.2011 Berlin (dpa) &#8211; Eine neue Studie verzeichnet einen Rückgang des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen &#8211; und provoziert Empörung bei den Opfern. Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sagte der Nachrichtenagentur dpa, viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben. Auch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>stern.de 18.10.2011</p>
<p>Berlin (dpa) &#8211; Eine neue Studie verzeichnet einen Rückgang des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen &#8211; und provoziert Empörung bei den Opfern.</p>
<p>Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sagte der Nachrichtenagentur dpa, viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben. Auch die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann, sieht noch keine Entwarnung beim sexuellen Missbrauch. Sie kritisierte, dass einige Gruppen in der neuen Studie unterrepräsentiert seien.</p>
<p><a href="http://www.stern.de/panorama/kinder-werden-seltener-opfer-von-sextaetern-1739896.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Schweigen per Gesetz</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/18/schweigen-per-gesetz/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 20:02:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Radio]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=10544</guid>
		<description><![CDATA[RSH Radio Schleswig-Holstein 18.10.2011 Der Sprecher des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sieht bei der Studie noch ein anderes Problem, er sagte zu RSH: &#8220;Wenn ein Betroffener von sexualisierter Gewalt sprechen will, in der Regel erst nach 20, 30, 40 Jahren, dann ist das verjährt, dann muss das Opfer schweigen per Gesetz. Wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>RSH Radio Schleswig-Holstein 18.10.2011</p>
<p><iframe width="480" height="100" src="http://www.youtube.com/embed/iy7AghdNwQw?hl=de&#038;fs=1" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Sprecher des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sieht bei der Studie noch ein anderes Problem, er sagte zu RSH:</p>
<p>&#8220;Wenn ein Betroffener von sexualisierter Gewalt sprechen will, in der Regel erst nach 20, 30, 40 Jahren, dann ist das verjährt, dann muss das Opfer schweigen per Gesetz. Wenn es redet kriegt es eine Verleumdungsklage und deshalb noch mal zu dieser Studie: Da werden Leute gefragt, die schweigen müssen per Gesetz &#8211; das beißt sich miteinander.&#8221;</p>
<p>Erster Forschungsbericht zur Repräsentativbefragung Sexueller Missbrauch 2011: <a href="http://dpaq.de/UCmoi" target="_blank">KFN-Studie 2011</a></p>

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		<item>
		<title>Sexueller Kindesmissbrauch nimmt ab &#8211; scheinbar</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/18/sexueller-kindesmissbrauch-nimmt-ab-scheinbar/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/10/18/sexueller-kindesmissbrauch-nimmt-ab-scheinbar/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 18:58:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[SPIEGEL ONLINE 18.10.2011 Sexueller Kindesmissbrauch nimmt ab &#8211; scheinbar Von Barbara Hans Ist das die gute Nachricht des Tages? Die Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs sind in den vergangenen Jahren zurückgegangen &#8211; so das Fazit einer Studie im Auftrag der Bundesregierung. Doch die Ergebnisse scheinen zweifelhaft und Betroffene reagieren verärgert. Hamburg &#8211; Es war einer der wenigen Sätze, die aus dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SPIEGEL ONLINE 18.10.2011</p>
<p><strong>Sexueller Kindesmissbrauch nimmt ab &#8211; scheinbar</strong></p>
<p>Von Barbara Hans</p>
<p>Ist das die gute Nachricht des Tages? Die Fälle sexuellen Kindesmissbrauchs sind in den vergangenen Jahren zurückgegangen &#8211; so das Fazit einer Studie im Auftrag der Bundesregierung. Doch die Ergebnisse scheinen zweifelhaft und Betroffene reagieren verärgert.</p>
<p>Hamburg &#8211; Es war einer der wenigen Sätze, die aus dem üblichen Talkshow-Gequatsche in Erinnerung blieben und &#8211; tatsächlich! &#8211; eine Diskussion über die Sendung hinaus entfachten. &#8220;Hätte ich eine Tochter, und sie würde vergewaltigt, ich würde ihr abraten, zur Polizei zu gehen.&#8221;</p>
<p>Das sagte der frühere Staatsanwalt Hansjürgen Karge im August vergangenen Jahres im Studio von &#8220;Anne Will&#8221;. Das Thema der Sendung war der Fall Kachelmann, und als Zuschauer dachte man sich: Wenn selbst einer wie Karge nicht davon überzeugt ist, dass eine Frau, die ein Sexualdelikt anzeigt, bestmöglich geschützt ist &#8211; wer soll es dann eigentlich noch sein?&#8230;</p>
<p>&#8230;<strong>Protest Betroffener</strong></p>
<p>Die Ergebnisse der Studie, die Ende 2013 komplett abgeschlossen sein wird, sollen dazu dienen, den Schutz der Betroffenen weiter auszubauen: durch Studien, Präventionsmaßnahmen, gezielte Programme. Doch wie aufschlussreich sind die Zahlen?</p>
<p>Betroffene weisen darauf hin, dass das Schweigen nach einem Missbrauch Jahre anhält, oft Jahrzehnte. Auch das sind die Lehren aus den Fällen, die im vergangenen Jahr an die Öffentlichkeit drangen. Auch die aktuelle Untersuchung zeigt, dass Opfer eines schweren Missbrauchs im Schnitt mehr als sechs Jahre warten, bis sie Anzeige erstatten &#8211; wenn sie es überhaupt wagen. Opfer von leichteren Fällen warten im Schnitt immer noch vier Jahre.</p>
<p>Wie verlässlich sind also die Angaben der Befragten? Kann man aus ihnen einen Rückschluss darauf ziehen, was sich vor allem hinter verschlossenen Wohnungstüren abspielt? Verbrechen, die von Tätern begangen werden, die den Opfern meist bekannt sind?</p>
<p>Betroffene reagieren verärgert auf die Studie. Der Vorsitzende des Netzwerks Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sagt, viele Opfer hätten den Missbrauch verdrängt und machten deshalb keine Angaben bei Befragungen. Zudem: Die Gruppen, die im vergangenen Jahr besonders im Fokus der Aufmerksamkeit standen, Katholiken und frühere Heimkinder, sind in der neuen Befragung unterrepräsentiert. Das räumen selbst die Forscher ein. Und die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christiane Bergmann, kritisiert, psychisch Kranke und Traumatisierte seien erst gar nicht befragt worden.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,792577,00.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<title>Studie: Kinder werden seltener Opfer von Sextätern</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/18/studie-kinder-werden-seltener-opfer-von-sextatern-9/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 16:09:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[NORDSEE-ZEITUNG 18.10.2011 Berlin (dpa) &#8211; Eine neue Studie verzeichnet einen Rückgang des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen &#8211; und provoziert Empörung bei den Opfern. Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sagte der Nachrichtenagentur dpa, viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben. Auch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>NORDSEE-ZEITUNG 18.10.2011</p>
<p>Berlin (dpa) &#8211; Eine neue Studie verzeichnet einen Rückgang des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen &#8211; und provoziert Empörung bei den Opfern.</p>
<p>Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sagte der Nachrichtenagentur dpa, viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben. Auch die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann, sieht noch keine Entwarnung beim sexuellen Missbrauch. Sie kritisierte, dass einige Gruppen in der neuen Studie unterrepräsentiert seien.</p>
<p><a href="http://www.nordsee-zeitung.de/nachrichten/politik_artikel,-Studie-Kinder-werden-seltener-Opfer-von-Sextaetern-_arid,648092.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<title>Studie: Kinder werden seltener Opfer von Sextätern</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 16:05:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[sueddeutsche.de 18.10.2011 Berlin (dpa) &#8211; Neue Studie mit einem überraschenden Ergebnis: Der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen geht zurück. Aber Entwarnung bedeutet das nicht. Viele Opfer sind verärgert. Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sagte der dpa, viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>sueddeutsche.de 18.10.2011</p>
<p>Berlin (dpa) &#8211; Neue Studie mit einem überraschenden Ergebnis: Der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen geht zurück. Aber Entwarnung bedeutet das nicht. Viele Opfer sind verärgert. Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sagte der dpa, viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben. Auch die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann, sieht noch keine Entwarnung beim sexuellen Missbrauch. Sie kritisierte, dass einige Gruppen in der neuen Studie unterrepräsentiert seien.</p>
<p><a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1220201" target="_blank">Weiter lesen&#8230;<br />
</a></p>

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		<title>Studie: Kinder werden seltener Opfer von Sextätern</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 15:28:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[SÜDKURIER 18.10.2011 Neue Studie mit einem überraschenden Ergebnis: Der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen geht zurück. Aber Entwarnung bedeutet das nicht. Viele Opfer sind verärgert. Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sagte der dpa, viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben. Auch die Missbrauchsbeauftragte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SÜDKURIER 18.10.2011</p>
<p>Neue Studie mit einem überraschenden Ergebnis: Der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen geht zurück. Aber Entwarnung bedeutet das nicht. Viele Opfer sind verärgert. Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef,<br />
sagte der dpa, viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben. Auch die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann, sieht noch keine Entwarnung beim sexuellen Missbrauch. Sie kritisierte, dass einige Gruppen in der neuen Studie unterrepräsentiert seien.</p>
<p><a href="http://www.suedkurier.de/news/brennpunkte/schlaglichter/Studie-Kinder-werden-seltener-Opfer-von-Sextaetern;art405,5172301" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<title>Studie: Kinder werden seltener Opfer von Sextätern</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/18/studie-kinder-werden-seltener-opfer-von-sextatern-6/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 15:25:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Rhein-Zeitung 18.10.2011 Berlin (dpa) &#8211; Eine neue Studie verzeichnet einen Rückgang des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen &#8211; und provoziert Empörung bei den Opfern. Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sagte der Nachrichtenagentur dpa, viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben. Auch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rhein-Zeitung 18.10.2011</p>
<p>Berlin (dpa) &#8211; Eine neue Studie verzeichnet einen Rückgang des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen &#8211; und provoziert Empörung bei den Opfern.</p>
<p>Der Vorsitzende des Netzwerkes Betroffener von sexualisierter Gewalt, Norbert Denef, sagte der Nachrichtenagentur dpa, viele Opfer hätten den Missbrauch komplett verdrängt und machten deshalb bei Befragungen keine Angaben. Auch die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann, sieht noch keine Entwarnung beim sexuellen Missbrauch. Sie kritisierte, dass einige Gruppen in der neuen Studie unterrepräsentiert seien.</p>
<p><a href="http://www.rhein-zeitung.de/nachrichten/deutschland-und-welt_artikel,-Studie-Kinder-werden-seltener-Opfer-von-Sextaetern-_arid,322432.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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