Bergmann für Entschädigungsfonds für Missbrauchsopfer


seuddeutsche.de 9.08.2010

München (dpa) – Opfer sexuellen Missbrauchs könnten nach Aussage der Bundesbeauftragten Christine Bergmann künftig aus einem Fonds entschädigt werden. In den Fonds könnten die für Missbrauchsfälle verantwortlichen weltlichen und kirchlichen Institutionen, aber auch der Bund einzahlen. Sie sei mit ihren Überlegungen zwar noch nicht am Ende, doch über einen solchen Fonds könne man nachdenken, sagte die SPD-Politikerin der «Süddeutschen Zeitung». Summen wollte Bergmann nicht nennen.

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Landespolitiker wollen Kirchen Millionenzuschüsse kürzen


SPIEGEL ONLINE 25.07.2010

Knapp 460 Millionen Euro an Zuschüssen erhalten die katholische und die evangelische Kirche aus den Ländern – zu viel, sagen führende Landespolitiker und fordern im SPIEGEL eine Kürzung. Unterstützung bekommen sie vom Chef-Haushälter der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider.

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Dr. Jekyll und Mr. Hyde auf schwedisch


Tages Anzeiger 21.07.2010

Von Bruno Kaufmann, Stockholm. Aktualisiert um 04:00 Uhr

Nach Feierabend verwandelte er sich jeweils zum Sexualverbrecher: Der schwedische Ex-Polizeichef steht vor Gericht.
Tagsüber trat der heute 64 Jahre alte Familienvater Göran Lindberg als Vorzeigepolizist auf.

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Opfer fordern Aufklärung


sueddeutsche.de 17.07.2010

Baden-Baden – Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann, sieht bei der Aufklärung im Kloster Ettal ‘kräftigen Nachholbedarf’. Die Hauptforderung der Opfer sexuellen Missbrauchs, die sich bei ihr gemeldet hätten, sei Aufklärung, sagte Bergmann am Freitag dem Südwestrundfunk (SWR). Eine weitere einheitliche Forderung sei auch die Abschaffung von Verjährungsfristen.

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“Keine Verjährung mehr bei Kindesmissbrauch”


Lübecker Nachrichten 16.07.2010

Sie fordert mehr Aufklärung: Christine Bergmann ist Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung.

LN: Sollte due relativ kurze Verjährungsfrist für Fälle sexueller Gewalt verlängert werden?

Bergmann: Die eindeutige Botschaft der Betroffenen lautet: Weg mit den Verjährungsfristen. Und die nehme ich sehr ernst. Dabei wissen die Betroffenen, dass nach langer Zeit die Taten kaum noch nachweisbar sind. Aber sie wollen selbst entscheiden, ob sie den Rechtsweg gehen möchten oder nicht. Sie halten es für unerträglich, dass sie ein Leben lang leiden müssen, während die Täter ungestraft davon kommen….

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Fall Polanski noch lange nicht abgeschlossen


Schweizer Fernsehen 14. Juli 2010

Nach Roman Polanskis Freilassung in der Schweiz, überschlagen sich die Reaktionen. Und sogar das Opfer meldet sich zu Wort: Man solle den Starregisseur endlich in Ruhe lassen.

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Weitere Meldungen:

www.tagesschau.sf.tv

www.promicabana.de

www.zeit.de

www.star-nachrichten.de


Schröder will Jugendeinrichtungen zu Missbrauchs-Schutz verpflichten


stern.de

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will Jugendeinrichtungen dazu verpflichten, selbst vorbeugende Maßnahmen gegen sexuellen Missbrauch zu treffen.

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Traumatische Erfahrungen verändern das Gehirn


morgenweb 8.07.2010

Die Odenwaldschule in Ober-Hambach könnte, was den Umgang mit sexuellem Missbrauch angeht, zu einem Modell für Deutschland werden. Kaum eine andere Institution macht die Aufklärung der Missbrauchsfälle so zum Thema wie das Internat an der Bergstraße und intensiviert damit eine öffentliche Diskussion. Dies zeigt sich auch im Programm der Festwoche zum Bestehen der Schule seit 100 Jahren.

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Schutz vor Missbrauch: Forderungen an den Runden Tisch beschlossen


Der Merkur 7.07.2010

SPD-Bundestagsfraktion

Zur Verabschiedung des Positionspapiers der SPD-Bundestagsfraktion “Hinsehen, handeln, helfen! Konsequenzen aus den Missbrauchsfaellen in Institutionen” erklaert die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Dagmar Ziegler:

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Bundesministerium der Justiz lehnt Betroffene am Runden Tisch ab


Zitat aus dem Antwortschreiben des Bundesministerium der Justiz:

Berlin, 5. Juli 2010

Sehr geehrter Herr Denef,

ich danke Ihnen für Ihr Schreiben an Frau Bundesministerin Leutheusser-Schnarrenberger vom 9. Juni 2010. Ich bin erneut gebeten worden, Ihnen zu antworten.

Ihrem Anliegen nach einer Teilnahme am Runden Tisch kann ich leider nach wie vor nicht entsprechen.

Zitatende

Ich vertrete nach wie vor als Sprecher von netzwerkB die Meinung, dass Opfer an den Runden Tisch gehören.

Ein “Hearing mit Betroffenen” durch die “unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs”
Dr. Christine Bergmann, als Ersatz für diese Teilnahme, vergrößert die Kluft und verstärkt den Missstand, dass über die Opfer und ihre gravierenden Probleme gesprochen wird an statt mit ihnen, während die Täter, bzw. ihre Arbeitgeber und Berufsverbände, mit Sitz und Stimme mannigfaltig am Runden Tisch residieren.

Hoffnungsvoll

Norbert Denef


“WIEDERHOLUNGSTÄTER”: Immer wieder das selbe?


Anfang der 1860-ger Jahre gab es auch schon eine “Missbrauchsdebatte”, im preußischen Abgeordnetenhaus.

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Missbrauch an Minderjährigen: Mehr als 1.000 Fälle


Süddeutsche Zeitung 15.06.2010

Die Missbrauchs-Beauftragte Christine Bergmann nennt das Ausmaß der sexuellen Gewalt “erschütternd” – in nur elf Wochen wurden ihr mehr als 1.000 Fälle gemeldet. Ein Drittel wurde in kirchlichen Institutionen missbraucht.

Das Ausmaß und die Massivität der sexuellen Gewalt in Deutschland ist erschütternd. Dieses Fazit zieht die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Christine Bergmann, knapp elf Wochen nach ihrem Amtsantritt.
Mehr als 1000 Anrufe und Briefe von Betroffenen habe sie bisher erhalten. Bergmann forderte am Dienstag ein gesellschaftliches Umdenken und die Ächtung dieses Verbrechens: “Tätertoleranz darf nicht länger vor Opferschutz gehen.”

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Vom Täterschutz zur Opferhilfe


WELT ONLINE 12.06.2010

Christine Bergmann, Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, über erste Ergebnisse ihrer Arbeit

Von Ulrich Clauß

DIE WELT: Was zeichnet sich als Schwerpunkt Ihrer Arbeit ab?

Christine Bergmann: Es geht mir um einen Perspektivwechsel – vom Erschrecken über die Täter zur Unterstützung der Opfer. Unsere telefonische Anlaufstelle, die Kommunikationsangebote unseres Internetauftritts, die Gespräche mit Verbänden am Runden Tisch stehen für mich vor allem unter einem Schwerpunkt: den Opfern Gehör zu verschaffen und ihnen praktisch zu helfen.

DIE WELT: Was erzählen Opfer am Telefon?

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“Endlich wird das auch in der Gesellschaft als Unrecht anerkannt”


Deutschlandfunk 11.06.2010

Missbrauchsbeauftragte über die ersten Ergebnisse des Runden Tisches

Christine Bergmann im Gespräch mit Friedbert Meurer

Der Missbrauch und das anschließende Wegschauen ist in den Augen der Beauftragten der Bundesregierung zur Aufklärung des sexuellen Missbrauchs, Christine Bergmann, doppeltes Unrecht. Nach zahlreichen Mails und Anrufen wisse sie, dass viele Betroffenen zum ersten Mal im Leben offen über die Übergriffe gesprochen hätten.

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“Kastrationsgesetz” tritt in Kraft


taz.de 9.06.2010

Wegen Pädophilie Verurteilte müssen sich in Polen künftig nach Verbüßung einer bis zu 15-jährigen Haftstrafe einer hormonellen Zwangstherapie unterziehen.

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Anlaufstelle – wofür?


Am 28.05.2010 wurde der Öffentlichkeit die telefonische Anlaufstelle 0800-22 55 530 der Unabhängigen Missbrauchsbeauftragten Dr. Christine Bergmann in der ZDF HEUTE-SENDUNG um 19.00 Uhr bekannt gegeben. Ich bin Opfer und rief dort an. Mein Bericht.

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Gegen die Verjährung


SÜDWEST PRESSE 29.05.2010
Berlin.  Die Beauftragte der Bundesregierung zur Aufarbeitung von sexuellem Kindesmissbrauch, die frühere Familienministerin Christine Bergmann (SPD), hat sich gegen die Verjährung dieser Straftaten ausgesprochen….

…Aus den Schilderungen geht nach Worten von Ex-Ministerin Bergmann hervor, dass die Betroffenen meist erst nach vielen Jahren den Mut finden, über ihre Erlebnisse zu sprechen. Daher sei sie dafür, dass die Verjährung von sexuellem Kindesmissbrauch im Strafgesetzbuch aufgehoben werde, erklärte Bergmann.

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Kein Platz am Runden Tisch


DER TAGESSPIEGEL 27.05.2010

Die Opfer sexuellen Missbrauchs in DDR-Heimen fühlen sich noch immer von der Politik und deren Aufarbeitungsgremien ignoriert. Den Runden Tisch halten viele schon im Ansatz für verfehlt.

Berlin – Es war ein bemerkenswerter Kursschwenk, den Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Manuela Schwesig (SPD) kürzlich vollzog: Am Runden Tisch gegen sexuellen Kindesmissbrauch müssten auch die Opfer selbst gehört werden, forderte sie im Tagesspiegel. Am 23. April hatte der Runde Tisch zum ersten Mal getagt, jetzt konstituierten sich drei Arbeitsgruppen, im September will man sich erneut in großer Runde zusammenfinden.

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Duschverbot für Pädagogen


taz.de 25.05.2010

Der Runde Tisch fordert Mindeststandards gegen Missbrauch und bessere Aufklärung in den Schulen. Lehrer und Opfervereine fordern einen lokaleren Blick.

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Maßnahmen gegen sexuelle Gewalt beschlossen


op-online.de 25.05.2010

Berlin - Erster Beschluss des Runden Tischs gegen Kindesmissbrauch: Kinder- und Jugendeinrichtungen sollen künftig nur dann Fördermittel erhalten, wenn sie Vorkehrungen gegen Gewalt treffen.

Kinder- und Jugendeinrichtungen sollen künftig nur dann staatliche Fördermittel erhalten, wenn sie einheitliche und konkrete Vorkehrungen gegen sexuelle Gewalt treffen. Das ist das Ziel der Präventions-Arbeitsgruppe des Runden Tischs gegen Kindesmissbrauch, die am Dienstag in Berlin erstmals tagte.

Verbindliche Regeln gibt es noch nicht; sie sollen bei der nächsten Sitzung im Juni formuliert werden. Dies berichtete Familienministerin Kristina Schröder (CDU) nach dem Treffen. Schröder regte an, ein bestimmtes Verhältnis von Nähe und Distanz in konkreten Situationen festzulegen, und zwar zwischen Kindern und Jugendlichen einerseits und Erwachsenen andererseits.

Als Beispiele nannte sie ein “Sechs-Augen-Prinzip“. In bestimmten Lagen oder Fällen hätten Erwachsene grundsätzlich nichts zu suchen – “zum Beispiel, wenn Jugendliche duschen“. Andererseits sollten auch Situationen festgelegt werden, in denen Erwachsene immer anwesend sein sollten.

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Unsere Gesetze reichen aus


DER MERKUR 19.05.2010

Brandenburgs Justizminister fördert Opferschutz für Kinder: Sozial-Therapeutisches Institut Berlin-Brandenburg erhält knapp 41.000 Euro

Brandenburgs Justizminister fördert Opferschutz für Kinder: Sozial-Therapeutisches Institut Berlin-Brandenburg erhält knapp 41.000 Euro

Kinder und Jugendliche, die Zeugen sexueller Gewalt und dadurch traumatisiert und selbst zu Opfern geworden sind, verdienen nach Überzeugung von Justizminister Dr. Volkmar Schöneburg besondere Unterstützung. Dem 1991 gegründeten Sozial-Therapeutischen Institut Berlin-Brandenburg STIBB e.V. überreicht Dr. Schöneburg deshalb heute 40.924,11 Euro aus Lottomitteln für das Vereinsprojekt “Sozialpädagogische Hilfen für kindliche Opferzeugen und ihre Familien im Strafverfahren bei Sexualdelikten”.

Schöneburg: “Mit ihren Ängsten und Nöten dürfen Opfer von Gewalttaten nicht alleingelassen werden. Richter und Staatsanwälte lassen Opfern Gerechtigkeit widerfahren, indem sie Täter angemessen bestrafen. Aber nicht immer ist der verletzten Seele des Opfers damit hinreichend geholfen. Auch nach der Verurteilung des Täters lebt das Opfer oft weiterhin in Angst. Darum ist es so wichtig, dass es Vereine wie das Sozial-Therapeutische Institut Berlin-Brandenburg gibt. Das STIBB ist mit aller Kraft ausschließlich für die Opfer da und tut alles, damit sie trotz der Gewalt, die sie erlitten haben, im Leben wieder Tritt fassen können. Das STIBB hilft nicht nur Opfern und ihren Familien, es kann auch verhindern, dass Opfer einst zu Tätern werden, die wiederum neue Opfer erzeugen. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Opfer nach einer Traumatisierung, die nicht psychologisch behandelt wird, oft nicht mehr sie selbst sind und Schwächeren Gewalt antun, die sie selbst erlitten haben. Die Spirale der Gewalt muss durchbrochen werden. Das ist auch ein Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Wer früh straffällig wird, hat später oft schlechtere Chancen im Leben.”

Das Justizministerium des Landes Brandenburg unterstützt die Arbeit des in Kleinmachnow ansässigen Sozial-Therapeutischen Instituts Berlin-Brandenburg und auch anderer Vereine, die sich der Opferhilfe verschrieben haben, seit Jahren finanziell.

So bedeutsam die psychologische Betreuung von Gewaltopfern ist, so gefährlich ist es nach Auffassung von Justizminister Schöneburg, der Öffentlichkeit ein verzerrtes Bild der Wirklichkeit zu vermitteln.

Schöneburg: “Spektakuläre Einzelfälle von sexueller Kindesmisshandlung und Gewalt gegen Kinder und Jugendliche werden leider allzu oft politisch – und zwar auf Stammtischniveau – missbraucht, um nach Strafrechtsverschärfungen zu rufen. Unsere Gesetze reichen aus. Wer den Eindruck erweckt, als nähme die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche seit Jahren kontinuierlich zu, handelt wie ein Scharlatan und argumentiert, wie man es sonst nur von rechtsextremistischen Volksverführern gewöhnt ist. Die Zahlen der Strafverfolgungsstatistiken sind eindeutig: Es gibt keine Zunahme von Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.”

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“Sexuelle Identität” darf kein Feigenblatt für Pädophile sein


WELT ONLINE 22.04.2010

Von Miriam Hollstein

Berlin – Um eine heikle Angelegenheit ging es gestern bei einer Anhörung des Rechtsausschusses im Deutschen Bundestag. Bündnis 90/Die Grünen, SPD und die Linke haben unabhängig voneinander einen Antrag zur Änderung von Artikel 3 des Grundgesetzes gestellt. Dort soll aufgenommen werden, dass niemand wegen “seiner sexuellen Identität” benachteiligt werden darf. Um wen es dabei geht, ist in den Anträgen formuliert: “Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, transsexuelle und intersexuelle Menschen”.

Doch während Homosexuellenverbände erwartungsgemäß den Verstoß begrüßten, warnen Juristen und Kinderschutzverbände vor der Änderung. “Vage” nennt Klaus Gärditz, Professor für öffentliches Recht an der Bonner Friedrich-Wilhelms-Universität, den Begriff der “sexuellen Identität” und verweist darauf, dass auch Pädophile diesen für sich in Anspruch nehmen. Grundsätzlich sei die individuelle sexuelle Veranlagung bereits ausreichend verfassungsrechtlich geschützt. “Es ist kein gutes Signal, wenn die Verfassung mit einer Formulierung geändert wird, die es Pädokriminellen ermöglichen könnte, eigene Rechte einzufordern”, sagte auch Georg Ehrmann von der Deutschen Kinderhilfe der WELT. “Hier sollte auch im Interesse der Homosexuellenverbände jeder falsche Eindruck vermieden werden.”

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“Besseren Schutz gibt es nicht zum Nulltarif”


WELT ONLINE 17.04.2010

Von Das Gespräch führte Martin Lutz

Die Regierungsbeauftragte zum sexuellen Kindesmissbrauch, Christine Bergmann, fordert mehr Hilfen für die Opfer

DIE WELT: Frau Bergmann, Sie waren Bundesfamilienministerin unter Gerhard Schröder. Jetzt wurden Sie von der schwarz-gelben Bundesregierung als Beauftragte für sexuellen Missbrauch ernannt. Was prädestiniert Sie für dieses Amt?

Christine Bergmann: Das Thema sexuelle Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch bewegt mich schon lange. Als Ministerin hatte ich hier auch einen Schwerpunkt gesetzt. Meine Nach-Nachfolgerin Kristina Schröder fragte mich, ob ich die Beauftragte werden will. Ich habe mich kurz mit meiner Familie beraten und dann sofort zugesagt.

DIE WELT: Um welche Missbrauchsfälle wollen Sie sich kümmern, und wie wird Opfern geholfen?

Bergmann: Wir sind Ansprechstelle für Betroffene. Zunächst per Post, Fax und E-Mail. Demnächst wird eine telefonische Hotline freigeschaltet. Hierfür wird ein kompetentes Team aus geschulten Fachkräften der Sozialpädagogik, der Psychologie und aus dem Rechtsbereich zur Verfügung stehen. Wir wollen zum einen zurückliegende Fälle aufarbeiten. Aber Missbrauch an Kindern und Jugendlichen findet auch heute und jetzt statt. Betroffene, Angehörige und Menschen, denen im beruflichen oder privaten Umfeld Missbrauch auffällt, können sich an uns wenden.

DIE WELT: Es gibt bereits einige sehr engagierte Beratungseinrichtungen für Opfer sexueller Gewalt. Warum ist zusätzlich eine unabhängige Regierungsbeauftragte erforderlich?

Bergmann: Wir sind eine zentrale unabhängige Anlaufstelle für Opfer sexuellen Missbrauchs. Häufig leiden Betroffene noch Jahrzehnte nach der Tat unter körperlichen und psychischen Symptomen. Einigen fällt es immer noch schwer, das Wort “sexueller Missbrauch” überhaupt auszusprechen. Andere haben Vorbehalte, sich gegenüber kirchlichen oder öffentlichen Einrichtungen zu offenbaren.

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Profiteure des Missbrauchs


Frankfurter Rundschau 16.04.2010

Von Christian Schlüter

Es hat schon etwas Rührendes, wenn angesichts der schwerwiegenden Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche allerorten und mit großem Eifer an Selbstverständlichkeiten erinnert wird.
Selbstverständlich sind wir ein säkularer Rechtsstaat,
selbstverständlich ist die Kirche kein Staat im Staate,
selbstverständlich haben sich auch die Kirchen den staatlichen Organen zu unterwerfen,
selbstverständlich sind bei Straftaten welcher Art auch immer umgehend Polizei und Staatsanwaltschaft zu informieren, und selbstverständlich muss die Kirche nicht nur für die in ihrem Namen oder unter ihrem Dach begangenen Straftaten, sondern auch für alle Formen der Strafvereitelung und Behinderung polizeilicher oder staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen voll zur Rechenschaft gezogen werden.

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Die Chronik eines Skandals


Frankfurter Rundschau 15.04.2010

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) trifft am heutigen Donnerstag mit dem Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, zusammen. Kritik der Ministerin am Umgang der Kirche mit Missbrauchsvorwürfen hatte zu Verstimmungen zwischen Ministerium und Bischofskonferenz geführt. An den Gesprächen im Ministerium nimmt auch der Beauftragte der Bischofskonferenz für Missbrauchsfragen, Stephan Ackermann, teil. Wir dokumentieren anlässlich des Treffens in den vergangenen Wochen bekanntgewordene Missbrauchs- und Gewaltfälle in katholischen Einrichtungen und die Reaktion der Kirchenoberen darauf.

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Eine unabhängige Autorität?


Frankfurter Allgemeine FAZ.NET 05. April 2010

Antje Vollmer erfuhr 2002 von dem Missbrauch an der Odenwaldschule

Von Volker Zastrow

Antje Vollmer, Vorsitzende des Runden Tisches Heimerziehung, wurde bereits im November 2002 von einem Lehrer der Odenwaldschule ausdrücklich über die Missbrauchsvorwürfe gegen deren vormaligen Schulleiter Gerold Becker in einem Brief informiert. Der Lehrer, Dr. Salman Ansari, schrieb wörtlich: „Der ehemalige Schulleiter dieser Schule hat während seiner Amtszeit Kinder sexuell missbraucht.“
Vollmer, Grünen-Politikerin und damals Bundestagsvizepräsidentin, ließ den Brief von einer Mitarbeiterin beantworten: „In Ihrem und auch dem mitgesandten Brief Ihres Sohnes werden Vorwürfe gegen eine Person, die Frau Vollmer nicht kennt, und in einer Angelegenheit, die sie in keiner Weise beurteilen kann, erhoben.“ Eine „wie auch immer geartete Stellungnahme aus der Ferne“ von ihr erscheine daher „weder angebracht noch hilfreich“.

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Diskretes Netzwerk


Die »Humanistische Union« hat Einfluss – und viel Verständnis für Pädophile

Noch vor Wochen kannten nur wenige die „Humanistische Union e.V.“ (HU). Und wer diese Organisation kannte, hielt sie meist für eine wenig einflussreiche Gruppe, die für humanitäre Zwecke kämpft. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus.

Unter dem schönen Etikett des Humanismus hat sich mit der HU 1961 eine Plattform gebildet, die effektiv für die Veränderung der Bundesrepublik im Sinne linker Ziele kämpft. Besonders mit den Kirchen und der bürgerlichen Sexualmoral lagen und liegen die Aktivisten der HU über Kreuz.
Als „unabhängige Bürgerrechts-organisation“ bezeichnet sich die Humanistische Union bis heute und nimmt in Anspruch, für den „Schutz der Bürger- und Menschenrechte“ einzutreten. Geradezu begrüßenswert klingt es, wenn die Mitglieder sich für die „Achtung der Menschenwürde“ und das „Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit“ einsetzen wollen. Jahrzehntelang gehörte dazu allerdings nach Ansicht vieler in der HU auch das „Recht“ von Pädophilen, ihre Neigung auszuleben.

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Mit Samthandschuhen gegen die Trutzburg


stern.de 25.03.2010

Unabhängige Aufklärung? Von wegen. Die Besetzung des Runden Tischs der Bundesregierung ist zwar hochkarätig, sendet aber eine klare Botschaft an die katholische Kirche: Fürchtet euch nicht! Ein Kommentar von Hans Peter Schütz

Der symbolische Name ist kennzeichnend – und verräterisch. Als Reaktion auf die zahlreichen Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen an Schulen und in Kirchen hat die Bundesregierung einen “Runden Tisch” beschlossen. Er soll die Misere aufarbeiten, soll weitere Skandale in Zukunft vermeiden. Gleich drei Bundesministerinnen sitzen in der Runde. Kein Mann! Was bemerkenswert ist, geht der Missbrauch doch fast ausschließlich vom männlichen Geschlecht aus.

Vorsitzende ist CDU-Familienministerin Kristina Schröder, assistiert von FDP-Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und CDU-Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Zuarbeit liefern zwei Arbeitsgruppen, die eine kümmert sich um bessere Vorbeugung, die zweite um die juristische Aufarbeitung. Hinzu kommt eine Missbrauchsbeauftragte in Person der ehemaligen SPD-Familienministerin Christine Bergmann. Eine in der Tat verdienstvolle SPD-Ostfrau, die vielfach durch bemerkenswerte familienpolitische Initiativen und im Kampf gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder, ihre sexuelle Ausbeutung und Kinderpornografie im Kabinett Schröder geglänzt hatte, aber heute immerhin schon 70 Jahre alt ist.

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Gesetzgeberischer Handlungsauftrag schon jetzt gegeben


Zur Einberufung des Runden Tisches und Vorstellung der Missbrauchsbeauftragten Frau Bundesministerin a.D. Bergmann: Gesetzgeberischer Handlungsauftrag schon jetzt gegeben

Deutsche Kinderhilfe e.V.
(Verbandspresse, 25.03.2010 09:34)

(Berlin) – Die Deutsche Kinderhilfe begrüßt die Einberufung eines Runden Tisches sowie die Einsetzung von Frau Bundesministerin a.D. Bergmann als Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung. Gerade gegenüber den Opfern von Sexualstraftätern ist dies ein wichtiges Signal. Jede Form der öffentlichen Debatte, die Schaffung eines Ansprechpartners und die Aufarbeitung insbesondere in der Vergangenheit liegender Missbrauchsfälle sind wichtige Schritte nach vorne.

Unabhängig von der Einberufung eines Runden Tisches liegen die Defizite im Umgang mit Sexualstraftaten auf der Hand und gesetzgeberisches Handeln ist bereits jetzt geboten. Kinder, die sexualisierte Gewalt erfahren mussten, sind aktuell Opfer zweiter Klasse:

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Antrag “Verjährungsfristen bei sex. Missbrauch” des Abgeordneten Jan Timke (Bürger in Wut).


Der Antrag wurde mit der Stimmenmehrheit der Regierungskoalition abgelehnt.


‘Die kleinen Freuden des Daniel Cohn-Bendit’


www.pi-news.net

Der deutsch-französische Europagrüne 68-er Daniel Cohn-Bendit (Foto) hat viel Freude am Naturbelassenen, besonders an kleinen Mädchen. Dass er zu ihnen etwas unnatürliche Nähe verspürt, ist schon länger bekannt, was er in nachfolgendem Fundstück vom 23. April 1982 auch offen zugibt. Nur ein kleines Beispiel dafür, welche “Vorbilder der Gesellschaft” Europa regieren und wohl auch in Zukunft regieren werden.

Aus der Diskussion von 1982 nur ein paar wenige Aussagen:

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Grüne fordern unabhängige Untersuchungskommission zu Missbrauch


REUTERS DEUTSCHLAND 13.03.2010

Die Grünen fordern eine unabhängige Kommission zur Untersuchung der Missbrauchsfälle und haben Sanktionen gegen die katholische Kirche ins Gespräch gebracht.

Grünen-Chefin Claudia Roth sagte der “Bild am Sonntag”, die Bundesregierung dürfe die Aufklärung nicht allein der Kirche oder anderen Institutionen überlassen. Stattdessen müsse sie nach dem Vorbild Irlands eine nationale unabhängige Kommission einsetzen und mit den nötigen Geldern ausstatten.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast verlangte, der Staat müsse die Kirche politisch zwingen, überall aufzuklären. Sie erwarte von der katholischen Kirche, dass sie sich “am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht und am Ende Vorbild ist”, sagte sie der “Leipziger Volkszeitung” vom Samstag. Sollte dies nicht der Fall sein, müsse über Sanktionen nachgedacht werden. Die Verweigerung bei der Abführung der Kirchensteuer komme aus verfassungsrechtlichen Gründen zwar nicht infrage. Sie denke vielmehr an die staatlichen Hilfsgelder für kirchliche Schulen.

Quelle:

http://de.reuters.com


Abwehr und Anteilnahme


tagesspiegel.de 9.3.2010

Sexuelle Gewalt an Kindern ist ein schweres Verbrechen. Schmerz, Scham und Schande empfindet jedes Opfer. Institutionen und Erwachsene müssen dafür sorgen oder gezwungen werden, dass Macht und Abhängigkeiten wirksam durchbrochen werden können. Für Wehrpflichtige gibt es dafür eine Instanz. Warum nicht für Kinder?

Von Tissy Bruns

Einen Runden Tisch zum katholischen Kontext hat die liberale Bundesjustizministerin vorgeschlagen. Den will die christdemokratische Bildungsministerin thematisch ausweiten, denn auch andere Schulen seien vom sexuellen Missbrauch tangiert. Eine Wahrheit von der Art, die weder der Aufklärung noch der Prävention nützt. Die Vorschläge aus der Politik taugen als Zunder im öffentlichen Aufregungsfeuer und sind auf traurige Weise verlogen.

Die Stimmen der Ministerinnen hören wir im Gefolge des bekannt gewordenen Missbrauchs in Bildungseinrichtungen, die als Eliteschulen gelten. Dabei ist schon aktenkundig, dass hunderte, vielleicht tausende Kinder in katholischen, evangelischen und staatlichen Erziehungsheimen der frühen Bundesrepublik unter Missbrauch und Demütigungen schwer gelitten haben. Einen „Runden Tisch Heimerziehung“ gibt es; er ist Ende 2009 vom Bundestag nach mehr als einjährigen Anhörungen der Betroffenen eingerichtet worden, die sich nur mit größter Mühe Gehör verschaffen konnten.

Keine Bundesministerin hat sich geäußert, solange es um diese rechtlosen Kinder ging, an deren Leiden die öffentliche Anteilnahme sehr begrenzt war. Allerdings kann weder Sabine Leutheusser-Schnarrenberger noch Annette Schavan das Schicksal der Heimkinder (und der katholische Anteil daran) verborgen geblieben sein. Kaum glaubhaft also, dass ihre Einlassungen frei sind von Affekten und Nebenabsichten, die öffentliche Diskussionen über Kindesmissbrauch regelmäßig in die Sackgasse von Abwehr und neuer Verdrängung führen.
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Quelle:

http://www.tagesspiegel.de


Colm O’Gorman


O’Gorman wurde 1966 im County Wexford geboren, wo er seine Kindheit verbrachte. Sein Vater war der Landwirt Seán O’Gorman. Er zog mit seiner Familie vom Lande in die Stadt Wexford. O’Gormans Vater war Mitglied der irischen Partei Fianna Fáil und trat bei den Wahlen 1969 und 1973 an.

Als Jugendlicher wurde O’Gorman im Alter zwischen 15 und 18 Jahren von dem römisch-katholischen Geistlichen Seán Fortune sexuell missbraucht. Die Missbrauchsfälle lagen zwischen den Jahren 1981 bis 1983.[1] Nach seiner Schulzeit begann er sich politisch zu betätigen. Er wurde Mitglied in der Partei Progressive Democrats und engagierte sich in der Organisation Amnesty International in Irland, in deren Vorstand er später als Direktor aufstieg.[2][3]

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Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Colm_O%E2%80%99Gorman


Maas gegen Verjährung von Missbrauch


sr-online.de 25.02.2010

Saarbrücken: Maas gegen Verjährung von Missbrauch

SPD-Saar-Chef Maas hat eine Abschaffung der Verjährungsfrist bei Sexualstraftaten gefordert. Er sagte der Saarbrücker Zeitung, die Verjährungsfrist schütze die Täter vor Verfolgung.

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Unionspolitiker regen verlängerte Verjährungsfristen bei sexuellen Straftaten an


Mitteldeutsche Zeitung 15.02.2010

Missbrauchsfälle und Kirche

Unionspolitiker regen verlängerte Verjährungsfristen bei sexuellen Straftaten an

Halle (ots) – Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings, hat sich dem Vorstoß der bayerischen Justizministerin Beate Merk (CSU) zur Verlängerung der Verjährungsfristen bei Fällen sexuellen Missbrauchs prinzipiell angeschlossen und eine Initiative noch für dieses Jahr angekündigt. “Ich kann mir vorstellen, dass wir den Schutz der Opfer mit Hilfe der Verjährungsfristen verbessern”, sagte er der in Halle erscheinenden “Mitteldeutschen Zeitung” (Dienstag-Ausgabe). “Ich bin dafür sehr offen.” Krings verwies auf eine Verabredung im Koalitionsvertrag zum generell effektiveren Schutz von Opfern sexuellen Missbrauchs. Auch das Thema Zwangsheiraten falle hier mit hinein. Man werde die “Verjährungsfristen” in diesem Zusammenhang “kritisch überprüfen”.

Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Jörg Biallas
Telefon: 0345 565 4300

Quelle:

http://www.presseportal.de/pm/47409/1561999/mitteldeutsche_zeitung


Kinderschänder: Merk für längere Verjährungsfristen


tvaktuell 15.02.2010

Reaktion auf Fälle an katholischen Schulen

Passau (ddp). Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) will die Rechte von Opfern von Missbrauch und sexueller Gewalt im Straf- und Zivilrecht deutlich ausbauen. Vor allem sollen lange zurückliegende Taten deutlich langsamer verjähren als bisher. «In vielen Fällen genügen die derzeitigen Fristen zwar, um eine strafrechtliche Verfolgung der Täter sicherzustellen. Wir erleben es aber immer wieder, dass Fälle des sexuellen Missbrauchs erst nach Jahren oder Jahrzehnten aufgedeckt werden», sagte Merk der «Passauer Neuen Presse» (Montagausgabe).

Auch die jetzt bekannt gewordenen Missbrauchsfälle an katholischen Schulen zeigten, dass Opfer jahrzehntelang geschwiegen hätten. Merk hält daher eine Verlängerung der strafrechtlichen Verjährung in Fällen sexuellen Kindesmissbrauchs auf 30 Jahre für »unabdingbar«.

Zudem will Merk, dass der »einfache« sexuelle Missbrauch von Kindern zum Verbrechen mit einem Strafrahmen von 1 bis zu 15 Jahren mit der Folge einer Verjährungsfrist von 20 Jahren aufgestuft wird. »Jeder sexuelle Missbrauch von Kindern muss als Verbrechen gelten und mit mindestens einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet werden nichts ist widerwärtiger, als wenn ein Erwachsener seine sexuellen Triebe an einem Kind auslebt und damit dessen kindliches Urvertrauen zerstört«, sagte Merk.

(ddp)


Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch von Kindern


Sehr geehrter Norbert Denef,

der Beitrag “Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch von Kindern.” wurde beantwortet.

Klicken Sie bitte auf folgenden Link, um die Antwort zu lesen:

http://direktzu.de/kanzlerin/messages/24517

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von direktzu.de | Spezialist für moderne Many-to-One Kommunikation

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Zu der Antwort stellt sich für mich die Frage, geht’s noch dümmlicher und arroganter?

Norbert Denef


Akute Defizite im Umgang der Justiz mit Uwe K.: Deutsche Kinderhilfe fordert schonungslose Aufklärung


Akute Defizite im Umgang der Justiz mit Uwe K.: Deutsche Kinderhilfe fordert schonungslose Aufklärung

(Verbandspresse, 22.01.2010 11:55)

(Berlin) – Die Deutsche Kinderhilfe fordert die schonungslose Aufklärung des Falles von Uwe K. durch eine Expertenkommission. In der behördlichen Praxis müssen derartige Missstände zukünftig im Interesse eines wirksamen Opferschutzes vermieden und etwaige Strukturdefizite durch Gesetzesänderungen behoben werden. Dieser Fall hat Bedeutung über die Grenzen Berlins hinaus. Der sadistisch veranlagte Karl D., der derzeit in NRW von den Behörden rund um die Uhr überwacht wird, hat Klage gegen seine Überwachung eingereicht. Die bisherigen Instrumentarien für den Umgang mit verurteilten Sexualstraftätern reichen nicht aus, um einen wirksamen Schutz sicher zu stellen.

Die nach und nach ans Tageslicht tretenden Umstände des Umgangs der Berliner Justizbehörden mit Uwe K. offenbaren akute Defizite, Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen, die kaum noch in Worte zu fassen sind. Das ist mehr als ein Skandal. Es grenzt an einen Offenbarungseid des Rechtsstaates, wie die Berliner Justiz es zugelassen hat, dass Kinder erneut Opfer des hochgradig gefährlichen Sexualstraftäters Uwe K. wurden.

Bereits kurz nach seiner Haftentlassung suchte sich Uwe K. zielgerichtet seine Opfer. In typischer Verhaltensweise eines Pädokriminellen erschlich er sich das Vertrauen der Erziehungsberechtigten seiner Opfer. Gerade das für diesen Tätertypus übliche Verhalten, gekoppelt an die Feststellung der Experten, dass von Uwe K. eine erhebliche Wiederholungsgefahr ausgeht, macht die gewählte Vorgehensweise der Behörden so wenig nachvollziehbar. Trotz eines nackten Mädchens in seiner Wohnung verweigerte ein Richter den Haftbefehl!

Uwe K. hatte mehrfach gegen die Auflagen der Führungsaufsicht verstoßen. So wohnte er beispielsweise in unmittelbarer Nähe eines Kinderspielplatzes. Dies hätte mit einer Haftstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden können und müssen. Trotz dieser unmissverständlichen Alarmsignale und der eindeutigen erhöhten Gefahrenlage, wurde eine Rundumüberwachung nicht angeordnet, die Verantwortlichen blieben untätig.

Vor diesem Hintergrund ist die gestrige (21. Januar 2010) Aussage der Berliner Justizverwaltung gegenüber der dpa, den Fall als “mustergültiges Beispiel für Zusammenarbeit von Polizei, Bewährungshelfer, Psychologin und sozialen Diensten” zu bezeichnen reiner Zynismus.

“Für Sexualstraftäter, von denen lebenslang eine Wiederholungsgefahr ausgeht, müssen andere Maßstäbe gelten als für gewöhnliche Straftäter. Sexualstraftäter haben einen Anspruch auf einen rechtsstaatlichen Umgang, abzuwägen ist dabei jedoch das Recht auf Unversehrtheit von Leib und Leben der Opfer, die lebenslang unter den Taten leiden. In Deutschland wird die Priorität auf den Täter- und nicht auf den Opferschutz gelegt. Der Fall von Uwe K. belegt dies”, so RA Georg Ehrmann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe. “Es bedarf dringend einer fundierten Debatte auf Bundes- und Länderebene über eine grundlegende Reform der bisherigen gesetzlichen Regelungen für den Umgang mit Sexualstraftätern. Gerade die Länder haben im Justizbereich systematisch Personal abgebaut, so dass es schon bei geltender Rechtslage der Führungsaufsicht an einer geeigneten Personaldecke und einem flächendeckenden Therapieangebot fehlt. Es wird auf Kosten des Opferschutzes unverantwortlich gespart”, so Ehrmann weiterhin.

Quelle/Kontaktadresse:
Deutsche Kinderhilfe e.V.
Julia Gliszewska, Sprecherin des Vorstandes
Schiffbauer Damm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 24342940, Telefax: (030) 24342949

eMail:   presse@kinderhilfe.de
Internet: http://www.kinderhilfe.de

Quelle:

http://www.verbaende.com/News.php4?m=66731


Zur Entscheidung des BGH, Karl D. nicht in Sicherungsverwahrung zu nehmen


» Zur Entscheidung des BGH, Karl D. nicht in Sicherungsverwahrung zu nehmen / Die Politik muss bestehende Lücken dringend schließen

(Berlin) – Der heutige (13. Januar 2010) Beschluss des Bundesgerichtshofs, Karl D. auf freien Fuß zu lassen, ist ein juristisch korrekter Beschluss, der nur geltendes Recht anwendet. Durch die Rechtsanwendung ist der als hoch gefährlich eingeschätzte und sadistisch veranlagte Wiederholungstäter, dem mehrere Gutachter eine akute Wiederholungsgefahr attestierten, nun auf freiem Fuß. Aufgrund bestehender Gesetze muss die Polizei zukünftig eine 24-Stunden-Überwachung in Heinsberg aufrecht erhalten. Weiterhin besteht das Risiko, dass wieder Mädchen von Karl D. gequält und missbraucht werden. Auch im Oktober 2008 wurde dem 61-jährigen Sexualstraftäter Hilmar N., der seine kleine Stieftochter missbraucht und während der Haft jegliche Therapien verweigert hatte, zwar die Gefährlichkeit gutachterlich attestiert, jedoch blieb er wegen eines Formfehlers – aufgrund einer Erkrankung konnte der Gutachter nicht aussagen – auf freiem Fuß. Das schleswig-holsteinische Innenministerium signalisierte damals, dass eine Rundumüberwachung aus personellen Gründen nicht möglich sei.

Das Urteil im Fall von Karl D. überrascht nicht, denn die gravierenden Mängel sind lange bekannt. Seit Jahren fordert die Deutsche Kinderhilfe, die eklatanten und unverständlichen Lücken bei den Regeln über die Anordnung der sog. nachträglichen Sicherungsverwahrung zu schließen. Die Amtsvorgängerin von Frau Leutheusser-Schnarrenberger hat dies nach Übersendung entsprechender Reformvorschläge ausdrücklich abgelehnt. Auch persönliche Gespräche mit Innenpolitikern der SPD und CDU-Fraktion konnten diese nicht von der Notwendigkeit von Reformen überzeugen. Nach wie vor werden die Interessen der Täter höher eingestuft als die der Opfer.

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Regierung will Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen


Regierung will Kinder besser vor sexueller Gewalt schützen – Gesetzentwurf 2010 geplant

Der Aktionsplan zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung wird entsprechend der Koalitionsvereinbarung unter der neuen Bundesregierung weiterentwickelt. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung vom 16.12.2009 hervor (BT-Drs. 17/251), die diese auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hin abgab (BT-Drs. 17/92). Danach will die Regierung Mitte 2010 ein entsprechendes Gesetzesvorhaben ins Bundeskabinett einbringen. «Damit sollen Maßnahmen umgesetzt werden, die in Nachfolge des III. Weltkongresses gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen im November 2008 in Rio de Janeiro entwickelt wurden.»

Regierung sieht Ziele des Aktionsplans von 2003 erreicht

Die Bundesregierung habe zusammen mit Nichtregierungsorganisationen zahlreiche konkrete Maßnahmen in den Zielbereichen des Aktionsplans von 2003 zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt und Ausbeutung erreicht, heißt es in der Antwort weiter. Zielbereiche seien unter anderem der rechtliche Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt sowie die Stärkung der Prävention und der Ausbau der Beratungs- und Hilfeangebote. «Der Sachstandsbericht vom November 2008 enthält hierzu detaillierte Informationen», schreibt die Regierung, die mehrere Fragen von Bündnis 90/Die Grünen jedoch nicht beantwortet. «Die Überlegungen hierzu sind innerhalb der Bundesregierung noch nicht abgeschlossen», lautet die Antwort bei zahlreichen Punkten.

Kein Bedarf für eigenen «Lagebericht Kinderhandel»

Im Hinblick auf die von den Fragestellern zitierten Forderungen zahlreicher Fachverbände, einen «Lagebericht Kinderhandel» zu erstellen, sieht die Regierung keinen Bedarf, «da dieser Bereich durch das bereits bestehende Bundeslagebild «Menschenhandel» mit abgedeckt wird. » Dies entspreche auch der Beschlusslage der polizeilichen Bund-Länder-«Kommission Kriminalitätsbekämpfung» (KKB). «Zudem waren die bekannt gewordenen Opferzahlen der unter 14-jährigen in der Vergangenheit äußerst gering und daher für die Erstellung eines eigenen Lagebildes nicht aussagekräftig», schreibt die Regierung und listet auf: «Im Jahr 2005 konnten lediglich drei, 2006 keine, 2007 sieben und 2008 zwanzig Kinder als Opfer festgestellt werden. Der Anstieg im Jahr 2008 resultiert aus einem Ermittlungsverfahren in Berlin mit insgesamt 16 Opfern.»

Ausbildungsprogramme des Bundes behandeln Problemkreis der sexuellen Gewalt gegen Kinder

Die Thematik der sexuellen Gewalt und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen werde in den Aus- und Fortbildungsprogrammen des Auswärtigen Amts für den Rechts- und Konsularbereich im Rahmen der dafür relevanten Rechtsgebiete (beispielsweise Versagungsgründe in Visaverfahren) behandelt, heißt es weiter. Die Thematik werde in der Ausbildung außerdem im Kontext «Vereinte Nationen/Menschenrechte» angesprochen. Zudem sei das Thema der kommerziellen sexuellen Ausbeutung von Kindern Gegenstand der polizeilichen Aus- und Fortbildung. «In dem aktuellen Studienplan des Bachelorstudienganges der Fachhochschule des Bundes, der seit dem 01.10.2009 eingerichtet ist, ist die kommerzielle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen in wiederkehrenden Modulen Gegenstand der Ausbildung», schreibt die Regierung.

Quelle:

http://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?docid=296064&docClass=NEWS&site=Beck%20Aktuell&from=HP.10