Ihr Runder Tisch ohne Opfer


Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Frau Dr. Kristina Schröder
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Fax: 030 18555 4400

Bundesministerin der Justiz
Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Fax: 030 227 76402

Bundesministerin für Bildung und Forschung
Frau Prof. Dr. Anette Schavan
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Fax: 030 227 76794

Ihr Runder Tisch ohne Opfer

Sehr geehrte Frau Dr. Kristina Schröder,
sehr geehrte Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger,
sehr geehrte Frau Prof. Dr. Annette Schavan,

Sie wurden von der Bundesregierung beauftragt, den “Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich” einzuberufen.

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“Hören Sie auf mit diesem Lügentheater”


Der Runde Tisch spricht über die Opfer und ihre gravierenden Probleme anstatt mit ihnen, während die Täter, bzw. ihre Arbeitgeber und Berufsverbände, mit Sitz und Stimme mannigfaltig am Runden Tisch residieren:

Die offizielle Liste der Teilnehmer am “Runden Tisch”…

Dieser Zustand ist unerträglich, deshalb meine Bitte an die Verantwortlichen in der Politik und Gesellschaft:

“Hören Sie auf mit diesem Lügentheater”

Hoffnungsvoll

Norbert Denef

(Ihre Kommentare und Meinungen schreiben Sie bitte direkt an die Verantwortlichen in der Politik oder bitten die Medien, Ihren Beitrag zu veröffentlichen)


Aufgabe in Ihrer Position als “First Lady”


Bettina Wulff
Bundespräsidialamt
Spreeweg 1
10557 Berlin

Fax: (030) 20 00-19 99

Sehr geehrte Frau Wulff,

den Medien entnahmen wir, dass Sie sich noch nicht für eine bestimmte Aufgabe in Ihrer Position als “First Lady” festgelegt haben.

Wir möchten heute einen Vorschlag an Sie herantragen.

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Offener Brief zur Gewaltprävention


An Frau
Dr. Christine Bergmann
Fax.: 03018 55541555
2. Mai 2010

Gewaltprävention – Kinderschutzversicherung

Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,

das ‘netzwerkB’ diskutiert gerade online, wie Kinderschutz in der Zukunft aussehen kann. Hier werden Ideen vorgetragen, die Sie als Beauftragte der Regierung interessieren dürften. Nach zahlreichen schwergewichtigen Fakten denken wir, für jedes Kind wäre präventiv eine Pflichtversicherung, eine “Kinderschutzversicherung” eine gute gesellschaftliche Vorsorge gegen Gewalt.

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Offener Brief: Betroffene ausgegrenzt? Fragen an Verantwortliche


Katholische Kirche – wohin?

Aktuelles Forum über Macht, Moral und Missbrauch in der Kirche

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Offener Brief – Ich bin sprachlos


Ich bin sprachlos.
Fassungslos.
Hilflos.

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Offener Brief – Umgang der Diözese Speyer mit Missbrauchsvorwurf und Entschädigungsforderung


Bundeskanzleramt, Bundeskanzlerin Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

Offener Brief – Umgang der Diözese Speyer mit Missbrauchsvorwurf und Entschädigungsforderung

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

es ist mir bewusst, dass Sie in der aktuellen Zeit dringende, wichtige Aufgaben wahrzunehmen haben, doch die unsägliche Borniertheit und das offenkundige Desinteresse der für “mein Problem” zuständigen Menschen erschreckt mich. Es ist an der Zeit, nicht allein wegen des an mir begangenen sexuellen Missbrauchs, sondern auch im Namen der vielen weiteren Missbrauchsopfer, deutliche Worte an die katholische Kirche zu richten.

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die Familie für Millionen Kinder der ‘gefährlichste Ort


Offener Brief

von Peggy Borchert, Winden, 19. April 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,
In einer Zeit, in der das Thema der sexuellen Gewalt gegenüber Kindern soviel mediale Aufmerksamkeit erlangt hat, drängt es mich, Ihnen einmal “ein wenig” aus der Praxis im Umgang mit den Betroffenen zu berichten, die – das sei vorausgeschickt – katastrophal retraumatisierend, demütigend und entwürdigend ist.

Es wird momentan viel über die Prävention von Übergriffen gegen Schutzbefohlene diskutiert. Dabei gerät in den Hintergrund, dass die überwiegende Mehrheit der von Gewalt betroffenen Kinder diese nicht in der Schule oder anderen Institutionen erleben muss, sondern im eigentlichen “Schutz”raum Familie. Die Zahl der Menschen, die in ihrer Kindheit und in der Folge dessen ihr Leben lang mit den Auswirkungen komplexer Traumatisierungen zu kämpfen haben, kann nur geschätzt werden, da die Dunkelziffer sehr hoch ist. Laut UNICEF ist “die Familie für Millionen Kinder der ‘gefährlichste Ort’”. In der Studie “Gewalt gegen Kinder”, die 2006 veröffentlicht wurde, ist davon die Rede, dass jedes Jahr über 200 Millionen Kinder und Jugendliche in ihren Familien Zeuginnen und Zeugen von Gewalt werden und dass allein in Deutschland jede Woche zwei Kinder an den Folgen schwerer Misshandlungen sterben.

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Denn ich glaube nicht


Liebe ForumsteilnehmerInnen,

anlässlich der Teilnahme von Herrn Ackermann bei einer Gesprächsrunde der Talkshow Beckmann, musste ich mich als Mitopfer dermaßen über diesen “Geistlichen” ärgern, dass ich Ihm daraufhin eine Email sandte, welche dieser vermutlich nie beantworten wird.

Wer ihn deshalb fragen möchte, kann dies unter der folgenden Email-Adresse des Bistums Trier versuchen: bischofshof@bgv-trier.de

Nun der zitierte Text aus meiner Mail vom 27.04.2010:

Anfang Zitat

Sehr geehrter Herr Ackermann,

als betroffenes Opfer (eine Abschrift des Schreibens an das Bistum Speyer meiner Rechtsanwältin liegt Ihnen vor) bin ich mehr als enttäuscht von Ihrer gestrigen Teilnahme an dieser Gesprächsrunde.

Offenbar sind Sie nur darin geübt, Predigten ohne wirklichen Inhalt von sich zu geben, denn ich glaube nicht, dass Ihre gemachten Aussagen auch nur einem einzigen Opfer einen konkreten Hinweis gegeben hätten, wie diesen geholfen werden kann.

Auch den “Wink mit dem Scheunentor” haben Sie übersehen, denn hier hätten Sie ohne großes Aufhebens und schlagartig “Sympathiepunkte” sammeln können, als man Sie fragte, ob die Kirche bereit sei, für ein bestimmtes Opfer die Rechtsanwaltskosten im Rahmen von 5-10.000 € zu übernehmen, da diesem Opfer offenbar dieses Geld fehlt, um seine Rechte durchsetzen zu können.

Aber nein, was tut der “Missbrauchsbeauftragte”, er fängt an zu stammeln, seine “Predigt” ist empfindlich im Ablauf gestört und er sammelt schlagartig noch mehr Minuspunkte für sich selbst und für die katholische Kirche.

Anstatt in pragmatischer und spontaner Art und Weise, diesem Opfer Unterstützung zuzusagen, haben Sie in meinen Augen wieder einmal mehr bewiesen, dass die Kirche es nicht versteht mit diesem Problem umzugehen.

Ihnen fehlt die geistige Flexibilität, einfach einmal wie ein normales menschliches Wesen zu denken und zu handeln. Ich fürchte fast, Sie sind auf eine Art auch ein Opfer, denn die kirchliche Lehre hat aus Ihnen einen Aparatschik der Kirche und des Vatikans gemacht.

Wäre ich nicht bereits als Kind vom Glauben abgefallen, würde ich für Sie beten.

Ende Zitat

Wer die Sendung auch gesehen hat, wird geneigt sein, mir zuzustimmen. Inzwischen rechne ich nicht mehr mit einer Antwort, denn die Tat ist wohl dann “verjährt”.

Herzliche Grüße an Alle


Offener Brief an Runder Tisch gegen Kindesmissbrauch – “Verantwortung verjährt nicht”


Sehr geehrte Frau Schröder, sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger,  sehr geehrte Frau Prof. Dr. Schavan, sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,

ich bin weder ein kirchliches Opfer, noch ein institutionelles! Ich wuchs in einem Heim auf und wurde von Kleinkindalter an von meiner eigenen Mutter an den Wochenenden jahrelang verkauft an sadistische Täter, die mich bestialisch sexistisch misshandelten.

Durch die schockierenden unzählig nun endlich an die Öffentlichkeit geratenen sexuellen Missbräuche dank der mutigen Betroffenen kam mir kürzlich auch mein bisher letztes und grauenvollstes abgespaltenes Trauma ins Bewusstsein!

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Kindheitsforscherin Alice Miller – von den Medien ignoriert?


Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung vom 26.4.10

Mit Interesse habe ich den Artikel von Heribert Prantl gelesen; die vertretenen Thesen überzeugen nicht nur, sondern zeugen auch von einer ordentlichen Portion Empathie mit dem geschlagenen Kind. Ich frage mich nur, warum weder in diesem noch in irgendeinem anderen Artikel, der in den letzten Wochen im Zusammenhang mit Gewalt und Missbrauch an Kindern in den Medien erschienen ist, mit irgend einem Wort die umfangreichen und in zahlreichen Büchern dokumentierten Studien der Schweizer Psychotherapeutin und Kindheitsforscherin Alice Miller erwähnt werden.
Wenn es irgend jemanden auf der Welt gibt, der sachkundig und höchst fundiert darüber Auskunft geben kann, welchen Schaden Gewalt in Kinderseelen anrichtet, dann ist das wohl Alice Miller mit ihren Büchern  Am Anfang war Erziehung  –  Das Drama des begabten Kindes  –  Du sollst nicht merken (um nur einige wenige zu nennen …).
Aber seltsamerweise ignorieren alle Medien in scheinbar still schweigender Übereinstimmung konsequent diese einzigartige Fachfrau in Sachen gewaltfreie Erziehung.
Könnte das daran liegen, dass Alice Miller immer wieder die eminent wichtige Rolle, die ELTERN im Leben ihrer Kinder spielen, untersucht? Bevor Kinder der Gewalt von Lehrern, Priestern, Jugendleitern zum Opfer fallen, haben sie viele Jahre ihres Lebens unter dem all umfassenden Einfluss ihrer Eltern verbracht. Die Eltern sind es, die das Fundament für das gesamte spätere Leben ihrer Kinder legen, denn sie sind die ersten und wichtigsten Bezugspersonen im Leben eines jeden Erdenbürgers.
Hierüber hat Alice Miller mehrere Jahrzehnte ihres Lebens geforscht und ausführlich berichtet. Warum bedienen sich die Medien nicht an diesem überreichen Forschungsfundus?

Dies fragt
Karin Gause
Mendelssohnweg 8
31319 Sehnde


An den “Runden Tisch” gehören Betroffene!


Verehrte Frau Ministerin Bergmann,

gerade habe ich nach ewigen Recherchen ihre Mail-Anschrift erhalten.

Es ist äußerst begrüßenswert, dass nach einer “mittleren Ewigkeit” nun tatsächlich eine zentrale, bundeseinheitliche Anlaufstelle für Betroffene existiert, die nicht in klerikaler Trägerschaft ist.

Hoffentlich findet ihre Anschrift die notwendige bundesweite Verbreitung, die sie verdient.

Obwohl ich als Betroffener des Jesuitenorden Aloisius-Kolleg Bad Godesberg 1950-1953, nun endlich Gehör finden kann, finde ich es unerträglich, dass das Ausmaß des ganzen Skandals nach wie vor nicht mit offenen Zahlen und Daten veröffentlicht ist.

Was ehrlich öffentlich zu machen, noch am 18.5.2001 von Papst Benedikt XVI in seiner “Epistula de Delictis Gravioribus”  unter schärfster Strafe verboten wurde (Exkommunikation), wird heute de facto noch weiter unter den Teppich gekehrt. es gibt keinen einzigen Menschen, der wie dieser Papst, bei dem alle Fäden über Jahrzehnte zusammenliefen, so exakt die tausenden Fälle kennt. Er schweigt eisern weiter!

Wenn die Kirche wirklich aufklären wollte, dann bitte heraus mit den Daten!

An den “Runden Tisch” gehören Betroffene!

Herzliche Grüße

Prof. Dr. Gernot Lucas
(z.zt. menton fr.)


Offener Brief an Frau Dr. Christine Bergmann – Ein in Deutschland einzigartiges Netzwerk


Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs
11018 Berlin
E-Mail: kontakt@ubskm.bund.de
Fax: 03018/555 4 1555

- Ein in Deutschland einzigartiges Netzwerk -

Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,

in einem Interview am 17.04.2010 mit Herrn Martin Lutz bei Welt Online ist Ihre folgende Aussage zu lesen: „ Das Thema sexuelle Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch bewegt mich schon lange.“

Sie wurden zur „unabhängigen Bundesbeauftragten zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmiss-brauchs“ ernannt. Ein „Runder Tisch gegen sexuellen Kindesmissbrauch“ wurde eröffnet.

Als Betroffene von sexualisierter Gewalt möchte ich zur Begriffswahl „sexueller Missbrauch“ Stellung nehmen:

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Brief an Redaktion Maybritt Illner wg. Sendung ” Spezial” am 23.04.2010


Liebe Redaktion, an Sie von einem Opfer:

Vielen Dank für die Initiative zu dieser Sendung, Sie leisten sehr wichtige Arbeit, die Ihnen vielleicht so gar nicht bewußt ist: sie retten Menschenleben, in dem Sie durch ihre Sendung denen,die Hoffnung auf Hilfe aufgegeben haben und auch sich selbst, Hoffnung anfangen, zuzulassen darauf, dass sich vielleicht doch etwas verbessert.
Und jedes einzelne gerette Leben läßt die Mörder nicht davon kommen.

Auch die jetzige, wenn auch enorme Öffentlichwerdung der Missbrauchsfälle stellt immer noch die Spitze des Eisbergs da.

Frau Dr. Bergmann als Missbrauchsbeauftragte der Regierung sagte letzte Woche in einem Interview, nun würde alles geprüft und eruiert und am Ende würde es wohl auch mal um Geld gehen: Da steht die Sache wieder auf dem Kopf.Wäre es all diesen Herrschaften ernst um die Opfer, würden sie angesichts der jetzigen Lage, dass so viele es wagen, aus ihren ” Höhlen ” zu kriechen zuesrt mal dem gerecht werden indem sie :

- durch finanzielle Soforthilfe alle seit vielen Jahren funktionierenden Opferauffangstellen wie Frauennotrufstellen, wie Zartbitter auch,die auf Spendenbasis und ehrenamtlichen Mitarbeitern arbeiten müssen und alle am Existenslimit arbeiten so ausgestattet, dass sie hier und heute jeden Hilfesuchenden auch helfen können

- es würde SOFORT wie die Frauenhäuser eine Einrichtung geschaffen, wo KInder und Jugendliche hin können und dort aufgenommen und versorgt werden, und auch mit den ebenso traumatisierten Eltern zusammen

- es würde allgemein gesprochen mal grundlegend die Situation verändert, dass das schwerverletzte Opfer, am Boden liegend, mit viel Mühe auf die Suche nach den Nischen in unserer Gesellschaft machen, wo überhaupt richtige Hilfe angeboten wird

- die Opfer genauso behandelt werden wie Schwerverletzte oder Unfallopfer mit ” Intensivstation ” und ” Reha ” etc.

- es würde dafür gesorgt, dass die Opfer NICHT mehr in der Psychiatrie landen als einzige Anlaufstelle besonders bei Suizidgefahr, weil hier dann nochmal viele Selbstmorde passieren, weil dort die Retraumatisierung oder das komlette ” Zudröhnen ” mit Medikamente zu großn ist weil bei dieser Erkrankung so stark sediert werden muss wegen der Schwere der Symphtomatik, man dann wegen der Sedierung zum ” lebensunfähigen Zombie ” wird, nur wenige Großstädte haben hier Fachabteilungen für Traumatologie

- also ein Soforthilfeplan zur Rettung von Leben eben den Suizidgefährdeten die heute Hilfe brauchen, die Blutspur an Toten
wegen der Täter und wegen der völlig unzureichenden Hilfen muss gestoppt werden

- die Anerkennung, dass es sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung handelt

- dann die breite Aufklärung der tatsächlichen Folgen des Missbrauchs, der m.E. noch bar nicht begonnen hat um so überhaupt Verständnis für die  notwenigen Hilfen zu schaffen

-  die sofortige Bildung einer Kommssion, die sofort sich an die Arbeit macht diese Hilfen im Gesundeitssystem auch durchzusetzen, jetzige Situation: Krankenkassen gewähren entweder ” Verhaltenstherapie” ( ind er Hoffung die geht am Schnellsten und ist am Billigsten)oder
” tiefenpsychologisch fundierte” Therapien, die Traumatehrapie gar nicht beinhalten, die genehmigten Behandlungszeiten sind viel zu kurz, die wenigen fachkliniken sind völlig überbelegt und haben jahrelange Wartezeiten, kriegen dann 3 Monate Behandlungszeit gewährt, und dann evtl. nach schweren bürokratischen Kampf der Ärzte noch mal 3 Monate, danach muss ein Jahr verstreichen, bevor erneut ein Klinikaufenthalt  genehmigt werden, Endstation wieder : Psychiatrie

- die medizinischen Dienste sind so schlecht ausgebildet, aber zuständig  für die Genehmigung von Klinikaufenhalten, dass sie Traumatsierungen nicht mal erkennen können

die seit 20 Jahren in den USA auf den Erfahrungen und Forschungen nach dem Vietnam Krieg effektiven Behandlungsmethoden die viele Leben dort retten sind völlig unbekant und bezahlt von der Kasse werden sie schon gar nicht Bsp.: EMDR von Francine Shapiro entwickelt, Peter Levine Therapie

- die breite Veröffentlichung der Medien (endlich) was die Folgen von Missbrauch wirklich sind, konkrete Beschreibung der Symptome, was m.E. noch gar nicht angefangen hat, wie es KIndern und Jugendlichen und dann bei Nichthilfe Erwachsenen WIRKLICH und im Alltag geht

- dazu gehört das Schaffen des Verständnisses dafür, dass es sich bei der Ausbildung der schweren Symptomatik um Schutzfunktionen der menschlichen Psyche handelt,wie die “Abspaltung”, das nichts mehr fühlen, das Totstellen des Körpers ( Seelenmord) als Schutz vor Tod und Wahnsinn

- dass die dann ausgebildete Symptomatik aber auch nicht überlebensfähig ist, sondern dann behandlet werden muss – hier beginnt für die Opfer die
” Quadratur des Kreises ”

- das die ” Abspaltung” bedeutet, in einer Art von ” Autismus” zu leben, als ob man in einem tiefen Brunnenschacht seine Existenz fristet, ein lebendiges Totsein, nichts dringt hinein, nichts hinaus,viele lebenswichtigen Nervenstränge bleiben gelämt, nicht nur Gefühle auch die Instintebene, das Vegetativum etc. in schweren Fällen ist selbst die Regulierung von Grundfunktionen wie Essen, Schlafen, Verdauung nicht mehr möglich, da auch diese nicht mehr gesprürt werden sondern von außen künstlich reguliert werden müssen

-dieser Zustand triggert die Selbstverletzungstendenzen, die auch NICHT willentlich steuerbar sind, sondern Teil der Symptomatik,trotzdem ist es auch in Fachkliniken aus rechtlichen Gründen Gang und Gebe, den  Patienten zu sagen : Einmal ritzen und du bist wieder in der Psychiatrie,
( um dort wieder ” vollgedröhnt zu werden “) und genauso wird dies auch umgesetzt,

-diese abgelöst von ” Flash backs ” d.h. des plötzlichen und attackeweisen Durchbruchs der Gefühle des Traumas selbst, Todesängste, Herzrasen, Panickattacken, Erbrechen, der “Kopf platzt” etc. wobei am Anfang dieser Symptomatik das Trauma selbst noch gar nicht erinnert wird
sondern lediglich fragmentisiert wahrgenommen

um Ihnen einen ” Vorgeschmack ” der tatsächlichen Folgen zu geben, die dringendst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen, um auch so die Zivilcourage des notwendigen konsequenten Handelns
zur ” Abschaffung der Kultur des Wegschauens” wie es nun oftmals heißt,

Unsere Kinder sind unser ALLER Zukunft.

Soweit an dieser Stelle, vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Mara S.


Offener Brief an Frau Dr. Bergmann – “in brennender Sorge”


Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,

als Alt-Betroffene sexualisierter Gewalt in der Familie – ich bin Jg. ‘44 – und als Telefonberaterin bei der “Nummer gegen Kummer” liegt es mir sehr am Herzen, dass jetzt ALLES getan wird, diesen ewigen Teufelskreis zu durchbrechen.

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“Des Kaisers neue Kleider”


Leserbrief 3.6.2003

Hans Christian Andersen schrieb einmal eine wunderbare Geschichte “Des Kaisers neue Kleider”.
Sie ist aktueller denn je.

Ein Kind, so unverdorben und noch nicht durch die Scheinheiligkeit von und für Machthaber zurecht gebogen, entlarvt die Verkleidung.

Vertreibung/ Versteck/ Verwunderlich

Im vermeintlichen Paradies fing die Verkleidung der Gefühle an.
Heute haben Verkleidungskünstler Hochkonjunktur und werbungsstarke Angst vor Ent – Hüllung©

Mich erinnert dieses Märchen sehr an die Gebaren der Katholischen Kirche, die besonders jetzt ins Visier geraten sind und vor allen Dingen der Papst.
Die Menschen, die ihr ganzes Leben schwer unter der Knute dieses Vereins gelitten haben, sind viel mutiger und vor allen Dingen ehrlich! Sie haben mein vollstes Mitgefühl. Sie haben sich trotz schwerer Folgestörungen aus den Missbräuchen, verständlicher Scham und Angst ( damit hat die Kirche ja immer gearbeitet – Sünder jüngstes Gericht, etc.)getraut, an die Öffentlichkeit zu gehen.
Oft habe ich mich gefragt, wie kann es sein, dass diese Kirche so lange Bestand haben kann und konnte. Sind die Menschen tatsächlich mit so viel Blindheit auf die Welt gekommen? Ich habe noch nie einen Säugling gesehen, dem man ansah, dass er eine Erbschuld hat. Ich habe das geglaubt, als meine bigotten Eltern mir das mit Worten und Taten hoch katholisch eingeprägt haben. Ich war ihnen ja auch ausgeliefert. Unter dem Deckmantel der Katholischen Kirche konnten sie alles mit mir machen was sie wollten.
Ich bin Jahrgang 1950, selbst jahrelang Missbrauchsopfer eines streng katholischen Vaters und wuchs auch unter der Macht der Katholischen Kirche auf. Ich hatte Erbschuld, die ich nie und nimmer in meinem Leben abbeten/abarbeiten und büßen konnte. So wurde es gepredigt in Kirche und Elternhaus. Die Eltern hatten ja auch nichts anderes eingeimpft bekommen und mussten sich dem Diktat der Kirche beugen. Welch eine aussichtslose Perspektive – denkt ein Kind. Gott, der alles, wirklich alles, auch in der hintersten Ecke der Seele eines Kindes sieht, wurde zum Verhängnis und jegliches Vertrauen im Keim erstickt. Selbst das Denken war eingeschränkt (s.Beichtspiegel).
Wenn Eltern dann ihren praktizierten „GOTTESDIENST“ auch noch an ein Kind weitergeben, dann ist da kaum rauszukommen. Bestrafung musste sein. Wie kriegt man ein Kind sonst auch hingebogen zu Gotteskindern? Schließlich winkte nach dem Tod ja das ewige Leben. Mir macht der Tod heute keine Angst mehr. Ich bin ihm oft genug in meinem Leben begegnet und Gott war zu der Zeit auch nicht da, er hat mich auch nicht gehalten. Eine Porzellan -Madonna ersetzte den fehlenden Beistand. Die Psychotraumatologie kann , ohne Gott mit ins Spiel zu bringen, verständlich machen was da im Gehirn passiert, wenn Menschen dem Tode nahe sind. Nachdem ich das Buch „Die Bücherdiebin“ gelesen habe, ist mir der Tod, weil er so menschenfreundlich vermittelt wird, ein treuer, zuverlässiger, bedingungsloser Begleiter geworden. Bedingungslose Liebe habe ich weder von den Eltern oder von der Kirche erfahren.
Vor allen den Eltern sind Kinder anvertraut und sie müssen die Verantwortung für das Leben eines Kindes übernehmen. Geben sie ihre Verantwortung an die Kirche als höhere Instanz ab – sie nannten es – der liebe Gott – handeln sie grob verantwortungslos. Woran lag und liegt das?

Meine Vermutung: sie haben nichts hinterfragt und blind geglaubt.
Durften sie überhaupt hinterfragen?
Beten, arbeiten und absoluten Gehorsam zeigen und bloß nicht mucken. Jeden Abend eine Gewissenserforschung halten, wöchentlich beichten nach dem Beichtspiegel des LAUDATE.

4.Gebot:Eltern und Vorgesetzte.
Bin ich gegen meine Eltern und Vorgesetzte unfreundlich, grob, trotzig gewesen? – Bin ich ungehorsam gewesen? – Habe ich sie belogen? – Habe ich schlecht über sie geredet? – Habe ich ihnen Böses gewünscht? – Habe ich für meine Eltern nicht gebetet?

Was bedeutet das alles für ein Kind von 5/6 Jahren?
Es muss gehorsam sein bis zur Selbstaufgabe, sogar dann wenn Eltern ihr Kind emotional, körperlich, rituell und sexuell missbrauchen. (viertes Gebot) Ein Kind macht das denn auch und richtet sich so als ein fast seelenloses Wesen ein (Schein-Zuhause)
Jetzt ist der Beichtspiegel aber noch gar nicht zu Ende. Da kommen auch noch die Gebote 6 – 9.

6. u. 9. Gebot: Schamhaftigkeit und Keuschheit.
Habe ich mich und andere unschamhaft angeschaut? – Habe ich mich unschamhaft berührt? – Habe ich über Unkeusches freiwillig nachgedacht? – Habe ich Unkeusches gewünscht? – Habe ich Bilder, Menschen,, mich selbst mit unkeuscher Absicht angeschaut? – Habe ich unkeusche Reden geführt, unkeusche Lieder gesungen, Unkeusches freiwillig angehört? – Habe ich Unkeusches getan? (Allein? Mit anderen?) – Habe ich von anderen Unkeusches an mir tun lassen?
In meinem Sündenkatalog stand auch noch: Habe ich daran gedacht, Mutter zu werden? Leider konnte ich diese schriftliche Quelle nicht mehr auftun, evtl. stand es im Katechismus.

Wiederum stellt sich die Frage, warum die Kirche mit ihren eigenen Gesetzen Bestand hat und mit kirchlicher Druckerlaubnis so etwas als Richtschnur an ihre Gläubigen weitergibt und sich das auch noch bezahlen lässt?

Welchen Spagat muss ein Kind da vollführen? Wie soll es auf der einen Seite den Eltern/Priestern/Vorgesetzten bis zur Selbstaufgabe gehorchen und alles mit sich machen lassen, wenn es sich dadurch auch wieder schuldig macht , weil es sich nicht wehrt, wenn Eltern, etc. sich an ihm vergreifen. Diesen Konflikt kann ein Kind nicht aushalten und versucht alles, um sich die „Liebe“ der Eltern zu erkaufen/ zu erarbeiten oder es steigt aus dem Leben aus. Hurt eine Mutter dann noch mit einem fremden Mann herum und das Kind sieht das, so macht es sich ja auch wieder schuldig. Grausam!
Möglicherweise sind die jetzt bekennenden Missbrauchsopfer genau so erzogen/zurechtgebogen worden wie ich.

„Ich bin der Herr, dein Gott“. Das allein ist schon Tobak genug. Beugen bis zur Lähmung.
Guckt man sich einmal recht nüchtern GENESIS an, womit alles doch anfing, da kann einem nur schlecht werden. Zuerst sieht es doch ganz nett aus, dass Gott die Welt so wunderbar erschaffen hat. Schubert hat in seiner `Deutschen Messe` in den ersten Zeilen noch ein sehr heiles und unverdorbenes Weltbild hinterlassen.
Noch lag die Schöpfung formlos da, nach heiligem Bericht;
da sprach der Herr: Es werde Licht! Er sprach’ s und es ward Licht.
Und Leben regt, und reget sich, und Ordnung tritt hervor. (da regt sich Leben noch)
Und überall, allüberall tönt Preis und Dank empor. (von wem?)
GENESIS
1 Moses 1, 26-27
Menschen
Dann sprach Gott:“ Lasst uns den Menschen machen nach unserem Abbild, uns ähnlich; sie sollen herrschen über des Meeres Fische, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über alle Landtiere und über alle Kriechtiere am Boden!“ So schuf Gott den Menschen nach seinem Abbild, nach Gottes Bild schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.
1 Moses 2, 15-17
Bestimmung
Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und erhalte. Gott, der Herr, gebot dem Menschen:“ Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, nur vom Baum der Erkenntnis darfst du nicht essen; denn am Tage, da du davon isst, musst du sterben.“

1 Moses 3, 1-24
Versuchung und Fall
Die Schlange aber war listiger als alle anderen Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gebildet hatte. Sie sprach zur Frau:“ Hat Gott wirklich gesagt: `Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?`“ Da sprach die Frau zur Schlange:“ Von den Früchten der Gartenbäume dürfen wir essen. Nur von den Früchten des Baumes, in der Mitte des Gartens hat Gott gesagt: `Esst nicht davon, ja rührt sie nicht an, sonst müsst ihr sterben.!“ Die Schlange sprach zur Frau:“ O nein, auf keinen Fall werdet ihr sterben! Vielmehr weiß Gott, dass euch, sobald ihr davon esst, die Augen aufgehen, und ihr Gutes und Böses erkennt.“ Da sah die Frau, dass der Baum gut sei zum Essen und eine Lust zum Anschauen und begehrenswert, um weise zu werden. Sie nahm von seiner Frucht, aß und gab auch ihrem Mann neben ihr, auch er aß. Da gingen beider Augen auf, und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenlaub zusammen und machten sich Schürzen daraus.
Entdeckung
Da vernahmen sie das Geräusch Gottes, des Herrn, der im Garten beim Windhauch des Tages einherging. Und es versteckten sich der Mann und die Frau vor dem Angesicht Gottes, des Herrn, mitten unter den Bäumen des Gartens. Gott, der Herr, aber rief dem Menschen zu und sprach:“ Wo bist du?“ Er antwortete:“ Dein Geräusch hörte ich im Garten; ich hatte Scheu; denn nackt bin ich ja; daher versteckte ich mich.“ Warum hat Gott die Menschen nackt= ungeschützt, vor allem vor ihm gelassen und bietet anstatt Schutz nur Verbote und Bestrafung?) Er sprach:“ Wer tat dir kund, dass du nackt bist? Hast du etwa von jenem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?“ Der Mensch entgegnete:“ Die Frau, die du mir als Gefährtin gegeben, hat mir vom Baume gereicht, und ich aß.“ Da sprach Gott, der Herr, zur Frau: “Was hast du getan?“ Die Frau erwiderte:“ Die Schlange hat mich betört, und ich aß.“
Strafen
Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange:“ Weil du das getan hast, sei verflucht aus allem Vieh und allem Getier des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang! Feindschaft will ich stiften zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten und du wirst nach seiner Ferse schnappen.“
Zur Frau sprach er:“ Zahlreich will ich deine Beschwerden machen und deine Schwangerschaften: unter Schmerzen sollst du Kinder gebären. Und doch steht dein Begehren nach deinem Manne, er aber soll herrschen über dich.“ Zum Manne sprach er:“ Du hast auf die Stimme deiner Frau gehört und vom Baume gegessen, von dem zu essen ich dir streng verboten habe; darum soll der Ackerboden verflucht sein um deinetwillen; mühsam sollst du dich von ihm nähren alle Tage deines Lebens! Dornen und Gestrüpp soll er dir sprießen, und Kraut des Feldes sollst du essen! Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verzehren, bis du zum Ackerboden wiederkehrst, von dem du genommen bist. Denn Staub bist du, und zum Staube sollst du heimkehren!“ Adam nannte seine Frau Eva, denn sie ward zur Mutter aller Lebendigen. (Wie gut, dass Adam seiner Frau den Namen Eva als Bezeichnung für Lebendig, gab)
Vertreibung
Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Fellröcke und bekleidete sie.( Nackt kann auf der einen Seite Freiheit bedeuten, anderseits auch: schutzlos. Hier ist wohl gemeint: Gott bedeckte sie, um Adam und Eva der Freiheit zu berauben. Beides wäre möglich) Dann sprach er:“ Ja, der Mensch ist jetzt wie einer von uns geworden, da er Gutes und Böses erkennt. Nun geht es darum, dass er nicht noch seine Hand ausstrecke, sich am Baume des Lebens vergreife, davon esse und ewig lebe.“ (An dieser Stelle werden Angst, Neid, Konkurrenz und Machtstreben Gottes sehr deutlich) So wies Gott, der Herr, ihn aus dem Garten Eden fort, dass er den Ackerboden bearbeite, von dem er genommen war. Er vertrieb den Menschen, ließ ihn östlich vom Garten Eden wohnen und stellte die Cherubim und die flammende Schwertklinge auf, den Weg zum Baum des Lebens zu behüten.

Als ich diese Textstellen abschrieb aus einer Gutenberg – Bibel, wurde mir erst einmal schlecht. Einerseits wurde mir Gott genau so beigebracht, wie man es liniengetreu in dem Lied: Strenger Richter aller Sünder nachlesen kann.(es reichen die ersten drei Strophen mit Refrain)
Strenger Richter aller Sünder, der du uns so schrecklich drohst,doch als Vater deiner Kinder, unser einz`ger Schutz und Trost:
Gib uns Gnade, recht zu büßen, dass wir nicht einst hören müssen:Geht von mir, ich kenn euch nicht! Herr, wend ab dies Strafgericht!
Weh uns! Kennen deinen Willen,/ den dein Sohn uns selbst gelehrt,/ und ihn dennoch nicht erfüllen, das ist doppelt Strafe wert.
Und wie viele sind der Sünden,/ die wir Herr, vor dir getan!/ Doch du lässt uns Gnade finden,/ nimmst ich gern der Sünder an.
Diese Abhängigkeit von Gott, dem Allmächtigen wird kaum in einem anderen Kirchenlied so deutlich wie hier. Immer wurde es Karfreitag mit aufrichtiger Sünderhaltung in der Kirchengemeinschaft laut gesungen!!!

Fangen wir mal von vorne an. Gott erschuf die Welt und“sah, dass es gut war.“ (Welch ein narzistisches Gebahren!)
Es muss einen Grund gegeben haben, um die Welt zu erschaffen, oder? Ich finde keinen, nehme jetzt aber mal kindlicherweise an: weil Gott sonst viel zu einsam gewesen wäre. Er macht den Menschen aus Staub, nach seinem Abbild. Abbilder sind genaue Wiedergabe eines Menschen oder eines Dings. Das müsste dann folglich so sein, dass der Mensch wie Gott ist.
Er (zumindest die Verfasser und Veränderer dieser Schöpfungsgeschichte schreiben es)sagt es auch so, schränkt jedoch den Menschen in seinem Lebensspielraum in der Ausübung von Sexualität ein. Seine Macht spielt er aus, indem er dem Menschen verbietet vom Baum des Lebens zu essen. Eigentlich geht das gar nicht; wie sollen Menschen existieren, geschweige denn gezeugt und geboren werden, wenn sie des Lebendigen beraubt werden, bzw. das Lebendige ihnen vorenthalten wird vom Herrn, dem Gott? Ich verstehe das immer noch nicht. Sei Dank, haben sich die Menschen das Lebendige bewahrt.
In den bekannt gewordenen Missbrauchsfällen hat genau da die Beraubung des Lebendigen und der Seelenmord wieder statt gefunden. Da mache ich auch fast keinen Unterschied zwischen den sexuellen Missbräuchen von Priestern/ Vorgesetzten und den sexuellen Übergriffen in Familien. Die Missbrauchsfälle in der Kirche sind deshalb so schlimm, weil die Kirche Moralinstanz ist. In den Familien sind die Kinder direkt von Anfang an ausgeliefert und können noch eher verdeckt bleiben, da die Abhängigkeit wesentlich größer ist und intern die Strafmaßnahmen und Lebensbeschränkungen grausam sind. Sind die Eltern dann noch sehr Kirchen gläubig, wird es erbärmlich für die Existenz der Kinder
Wenn ein Kind (s. Beichtspiegel aus dem Laudate, Ausgabe Münster 1955) sündigt, also die Gesetze des Herrn und der Eltern nicht befolgt und einfach nur lebendig sein will, dann wird es äußerst schwer bestraft und „vor die Tür“ gesetzt. Außerdem wird der Mensch mit vielen Schmerzen beladen (vor allem die Frau). Wie hält ein Mensch das denn aus? Moses 3, 1-24 ist die Entstehung des ersten Sündenfalls. Sie ist Grundlage der kirchlichen Lehren von der Erbsünde bis zur Erlösung.
Der „Sündenfall“ bedeutet ja, dass der Mensch jetzt ja wie Gott ist und Gutes und Böses erkennen kann. Erkennen wird im Hebräischen für den ehelichen Verkehr gebraucht. Da wird es schon schwieriger. Wie soll das gehen, Nachkommen zeugen ohne ehelichen Verkehr? Das allein behält sich Gott vor? Da der Papst Stellvertreter Gottes ist, schreibt der Papst vor, wie die Menschen ihre Sexualität leben sollen, ansonsten….
Wie einsam hat Gott sich da wieder gemacht: zuerst erschafft er den Menschen, sagt, dass es gut war und dann wirft er ihn raus aus seinem Garten. Da er allmächtig ist, hätte er sich vorher überlegen sollen, wie er die Welt, die Tiere und die Menschen macht. Die Schlange hat er ja auch geschaffen, aber sie ist ein gottesfeindliches Wesen. Wir kennen das alle, wie im täglichen Leben Feindbilder geschaffen werden, doch von Gott? Wie kann man einem solch narzistischen Gott Vater glauben, dass er der liebende Gott ist? Im Namen des Vaters ist alles möglich. Vermutlich geht das nur, wenn mit der nötigen Strafe, Erbschuld, Vertreibung aus dem Paradies , dem „Jüngsten Gericht“ und der Institutionalisierung von Himmel, Hölle und Fegefeuer gedroht wird. Wird das von Anfang an eingebläut, dann ist Entrinnen (Leben) kaum möglich.
Als Abraham dann noch seinen Sohn Isaak töten soll als Opfer für Gott, da konnte Abraham von Glück reden, dass der Engel ihm das Messer aus der Hand nahm. Möglicherweise war das auch ein Schöpfungsfehler von Gott, die Engel zu schaffen.
Zum Höhepunkt schreitet Gott Vater, als er „seinen“ Sohn opfern lässt. War das Wiedergutmachung? Ziemlich harte Nummer, um die Menschheit zu erlösen. Wie heißt es noch in der Wandlung
„In gleicher Weise nahm er nach dem Mahl auch diesen wunderbaren Kelch in seine heiligen und ehrwürdigen Hände, dankte dir abermals, segnete ihn und gab ihn seinen Jüngern mit den Worten:
Nehmet hin und trinket alle daraus. Das ist der Kelch meines Blutes, des neuen und ewigen Bundes, Geheimnis des Glaubens – , das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“
Welche Mutter, welcher Vater würden ihr eigenes Kind aus dem Haus vertreiben oder es als Opfergabe töten? Wie mörderisch und sadistisch ist das denn? Ein Kind oder ein schon früh gebrochener Mensch hat nur Angst wie Adam und Eva, schämt sich, weil es/er seiner Würde beraubt wurde. Adam und Eva waren nackt ( eigentlich ein Zeichen für Freiheit), aber sie waren Gott damit auch schutzlos ausgeliefert wie Kinder, die missbraucht werden.
Wenn dann vom „lieben“ Gott gesprochen wird, so muss das ein anderer Gott sein als der in GENESIS. Es könnte auch sein, dass Allmächtige alles können: Willkür nennt man es dann, wenn etwas nicht so läuft, wie man sich das vorstellt, sind die Menschen schuld, müssen bestraft werden und dann kommt der „liebe“ Gott und nimmt sie nach reuigem Verhalten wieder zu sich, bis zum nächsten Mal. Ich weiß, dass dieses höchst ambivalente Verhalten in vielen Familien praktiziert wird ( mit Zuckerbrot und Peitsche) und Kinder in solchen Ambivalenzen ihre Sicherheit total verlieren.
Trotz allem kann ich die Vorstellung, dass es einen “lieben“ Gott geben könnte, verstehen. Das ist sicherlich ein Gegenbild zu dem strafenden Gott, aber eben nur Imagination – mehr nicht! Denken wir einfach mal an den letzten Krieg. Die Menschen beteten wie die Weltmeister und die Kirche hatte volle Häuser. Wie gut, dass die Menschen diese Fähigkeit der Imagination hatten. Möglicherweise haben sie so ihre Nöte, Ängste, Hunger und Verluste an ein imaginäres Wesen abgeben können. Sie nannten es Gott, hinterfragten es aber nicht. Die Sünderhaltung und die Gesetze der Kirche blieben bestehen. Als ich das Gotteslob meines biologischen Vaters vor ein paar Jahren durchsah, erschrak ich zutiefst. Voll geklebt waren die Seiten mit kleinen Zetteln, die immer nur den Tenor hatten: befreie mich Herr, mich armen Sünder von meiner Schuld! Welche seelischen Qualen müssen diese Menschen gelitten haben? Befreit haben sich diese Menschen nie von der Sünderhaltung und sind so in den Tod gegangen. Viele von ihnen waren (etliche Menschen heute auch noch) fest davon überzeugt, dass „Strafe“ muss sein i.S. Von: du hast so viel gesündigt, dass du den Stempel Sünder bis über den Tod hinaus behältst.
Heute weiß ich, dass die Imagination auch heilen kann, so dass ich mich schon vor 15 Jahren von der, für mich bigotten Kirche verabschiedet habe. Als Ersatz für Gott hat die Natur einen festen Platz bei mir – und die war ja schon vor der Niederschrift von GENESIS da. Das wiederum heißt nicht, dass jetzt alles gut ist. Gerade das Bekanntwerden der neuesten Missbrauchsfälle in Bereich der Katholischen Kirche wirkt wie eine Retraumatisierung für Menschen mit Missbrauchserfahrung. Ich wünsche, dass diese Menschen in den jetzt folgenden juristischen als auch kirchenrechtlichen Verfahren wirklichen Beistand bekommen. Opferentschädigungsverfahren sind kein Spaziergang – das Gegenteil ist der Fall.

Unbeeindruckt

Die Nacktheit verharrt zum Objekt degradiert unbeeindruckt vor blinden Augen.
Die parasitären Mäntel der getreuen Gesetzeshüter stehen zum Tausch an für die schützenden Umhänge der Scham und Neutralität. Das Haus der sezierten Blöße ist bewohnt©

Das Bekanntwerden der vielen Missbrauchsfälle hat sicherlich dem Ansehen der Kirche geschadet. So sagte es Bischof Genn aus Münster in den letzten Tagen. Geht es um Ansehen, gesehen werden? Die Missbrauchsopfer wurden von den Tätern (auch von den Verheimlichern in der katholischem Kirche) in ihrer menschlichen Würde absolut nicht gesehen, geschweige denn würdevoll behandelt. Wenn alles geheimnisvoll bleiben soll und mit Strafe gedroht wird ( auch der kriminellen Kreativität sind da keine Grenzen im Schweigeraum gesetzt), dann ist das Verbrechen. Den Opfern solcher Greueltaten ging es nicht um Ansehen, sondern einfach nur um nackte EXISTENZ. Zur Existenz gehört auch die Seele und die ist gebrochen. Seelenmord nannte es Frau Ursula Wirtz einmal. Ich verweise hier einmal auf einen sehr mutigen Menschen, der öffentlich seine sexuellen Missbräuche von Vertretern der Kirche kundgetan hat und auch immer noch tut. NORBERT DENEF. Ihm danke ich sehr herzlich für seinen Mut, seine Kraft weiter zu kämpfen und nicht zurück zu schrecken vor kirchlicher Macht.

Sehnsucht

Als die Sehnsucht starb verschloss auch die Liebe ihren Mund.
Sie starben lautlos nebeneinander und KEINER bemerkte es.
Ihr kurzes Leben verdanken sie dem eiskalten Herz der Seelenmörderin ©

Ob diese Seelen jemals tatsächlich geheilt werden können?
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Täter nicht immer pädophil sind. Oft kommen sie aus einer „broken- home“ – Szene, die ja dem strengen GENESIS – Bericht recht nahe kommt. Sehr subtil verhalten sich Pädophile, deshalb ist es auch besonders tragisch für die Opfer.
Immer wieder drängt sich mir die Frage auf, was denn in GENESIS an bedingungsloser Liebe zu finden ist – die Gott ja sein soll -?Vielleicht können mir meine Leser da etwas weiterhelfen. Das ist ein ernst gemeinter Wunsch und in keinster Weise polemisch gemeint.
Dem Ansehen der Institution Kirche, wie Bischof Genn aus Münster sagt, ist sicherlich mit diesem Bekanntwerden geschadet worden. Da müssen jetzt glaubwürdige Taten folgen und nicht nur Flickschusterei und Verheimlichung und Bagatellisierung. Ich habe mich lange mit GENESIS vorab beschäftigt. Das ist doch eigentlich der Baustein, auf dem Kirche aufgebaut ist (Ich bin keine Theologin, deshalb frage ich auch sehr viel). So lange dieser, für mich und viele, unerträgliche Baustein nicht verworfen wird, hat Kirche für mich keine Chance zu „überleben“ wie die Opfer.
Da die Kirche größter Arbeitgeber für soziale Berufe ist, haben auch die MitarbeiterInnen unter diesen bekannt gewordenen Fällen zu leiden. Einerseits wollen sie sich solidarisch mit den Opfern zeigen, ziehen evtl. auch einen Austritt aus der Kirche in Betracht, andererseits gefährden sie damit auch ihren Arbeitsplatz, ihre Familie und auch die Versorgung im sozialen Bereich. Nicht Kirchenmitglied – keine Stelle im kirchlichen Dienst. Da einen Kompromiss zu finden, von dem diese Menschen sagen können:  – da bin ich mir treu geblieben und kann ein ruhiges Gewissen (im christlichen Sinne) haben – , ist bestimmt eine Gratwanderung.
Der Papst muss sich keine Sorgen machen um seinen Job. Über sich ist nur Gott und absetzen wird er sich sicherlich nicht selbst. Schweigen dazu seine „Schafe“? Er kann sich gar nicht anders verhalten, weil es ja noch den Baustein GENESIS gibt. Es macht auch nichts, wenn er seine missbräuchlichen „Schafe“ schont und umgekehrt, diese ihn.  Wie sauber wäre da doch eine klare Stellungnahme der Kirchentreuen. Möglichkeiten gibt es genug. Die Angst ist wahrscheinlich immer noch: entlarvt zu werden und der Wahrheit ins Auge zu schauen. Sicherlich steckt hinter der Entlarvung, die schreckliche Angst vor Enttäuschung.
Da die Kirche auch Arbeitgeber ist und nicht nur Verwalterin und einzige Schatztruhe menschlicher Werte, so lohnt sich ein Blick auf die Verhaltensweisen in der Wirtschaft/ Politik in solchen Fällen. Dort ist es üblich, wenn einer „Mist“ baut, wird ihm fristlos gekündigt – oft auch ohne Angabe von Gründen. Was will Kirche erhalten? Ich weiß es nicht, habe Fantasien im Kopf, aber die gehören hier nicht hin.
Gestern wurde mir mit Erschrecken klar, dass ich z.B. alle Bücher von Alice Miller, Tilmann Moser, Jutta Voss („Kann denn Gehorsam Sünde sein“, „ Das Schwarzmond -Tabu“), etc. gelesen habe, aber die inneren eingestrickten Verbote, diese Bücher verstehen zu dürfen, viel zu groß waren. Wahrscheinlich ist die Angst immer noch zu groß, mir die erlebte Wahrheit vor Augen zu führen( die ja im Verborgenen stattfand und keine Zeugen hatte, somit auch nicht glaubhaft war) Gott hat bisher auch keiner gesehen, oder? Was denn glauben?

In diesem Sinne wünsche ich allen, die diesen Brief lesen, frohe Ostern.

Poldi


Einladung zur Gründungsversammlung “Netzwerk Betroffener”


Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre bisherige Unterstützung meiner Arbeit zur Aufklärung von sexualisierter Gewalt in unserer Gesellschaft. Die zahlreichen Aktivitäten der letzten Wochen haben mir deutlich werden lassen, dass es über die Anstrengungen eines Einzelnen hinaus einer Organisation bedarf, die eine Lobby für Opfer sexualisierter Gewalt bildet. Ich plane außerdem die Gründung eines Instituts und einer Stiftung. Als formeller Träger dieser Organisationen hat sich ein Verein als beste Möglichkeit herausgestellt. Meine Vision ist eine Organisation, die zur Stimme wird für die Opfer sexualisierter Gewalt, die das gesellschaftliche Schweigen bricht, Gewalt verhindert und fundiert Ergebnisse liefert zu den Ursachen und Auswirkungen sexualisierter Gewalt. Wenn Sie mich bei dieser Arbeit unterstützen möchten, können Sie Gründungsmitglied werden, wenn Sie an der Gründungsversammlung des “Netzwerk Betroffener” teilnehmen.

Ich möchte Sie daher herzlich zur Gründungsversammlung “Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt” einladen.

Herzliche Grüße,

Norbert Denef

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Offener Brief an Bischof Ackermann


Offener Brief an Bischof Ackermann als Beauftragten der Bischofskonferenz für sexuellen Missbrauch und alle deutschen Bischöfe.

Sehr geehrter Bischof Ackermann, sehr geehrte Herren!

Mit Datum 30.03. ist also jetzt eine Opfer-Hotline der katholischen Kirche in Deutschland aktiv. Diese macht erneut deutlich, dass Sie den Kern des Problems nach wie vor ignorieren.

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Forderung, die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch aufzuheben


Sozialdemokratische Partei Deutschlands – Landtagsfraktion
Franz-Josef-Röder-Str. 7 – 66119 Saarbrücken
Telefon: 0681/5002-248 – Fax: 0681/5002-387
Email: heiko.maas@spd-saar.de

Saarbrücken, den 16. März 2010

Sehr geehrter Herr Denef,

herzlichen Dank für Ihre Email vom Februar 2010, in der Sie mich auf meine Forderung, die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch aufzuheben, ansprechen.

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Ein Brief von mir an einen Vertreter der Kirche zur Aufklärung von sexuellen Missbrauch


Sehr geehrter Herr Pfarrer Dr. Döink,

um meine Dinge ausgerechnet bei Ihnen offen zu legen, brauche ich sehr sehr viel Überwindung. Sie sind katholischer Pfarrer und damit den “Tätern” sehr Nahe.

Ich habe schon häufig Trost und Nähe u.a. zur katholischen Kirche gesucht, jedoch nie erhalten. Zuletzt die Versuche um Anerkennung meines Erlebten, was den sexuellen Missbrauch angeht, aber auch der Versuch, durch einen katholischen allerdings jetzt verstorbenen Pfarrer, Kontakt zu meinen noch minderjährigen Kindern zu erreichen, da ich durch meine ängstlich-psychischen Störungen den Kontakt abbrechen musste.  Dieser Versuch war nur halbherzig, da meine angeblich so religiöse Ex-Frau ebenfalls vertuscht, wie ich es in meinem ganzen Leben erfahren habe.

Auch der zwar “teilweise noch annonyme” Erstkontakt zum Bistum Münster mit Angabe einer E-Mail-Adresse, wo nicht einmal eine kurze Rückantwort kam, macht mich weiter taurig und wie so oft in meinem Leben, skeptisch.

Solange das stratigische Denken und Handeln in der Kirche nicht aufhört, werden die Opfer keine Ruhe finden. Auch für zukünftige Missbrauchsfälle welcher Natur auch immer, wird es für Opfer keine Möglichkeit eine wirklichen Aufarbeitung geben.
Solange sich die Verantwortlichen, sowohl als Täter, als auch als Mitwisser sich nicht offenbaren und persönlich bei mir entschuldigt haben, werde ich wohl nie verzeihen können. Auch werde ich mein Leben weiterhin auch durch meine Entfremdung meiner gesamten Familie vor allem meiner Kinder, dahinfristen.

Heute nach der Trennung von meiner engsten Familie kann ich keine Nähe mehr zulassen. Ich traue niemanden mehr.

Ist das nicht krank?

Mit diesem Schreiben, beschreibe ich nur, weil ich auf den vor ca. 6 Wochen geschiebenen Brief, der einen Auszug aus meinem Tagebuch (Erlebnisse mit Bruder Willehad als Leiter Caritasverband Steinfurt, Vomund aller Geschwister, Canisianerpater, aber auch davor im gewalttätigem Waisenhaus in Rheine) enthielt, keinerlei Reaktion erhielt.

Ich erhoffe mir, dass sich die Kirche, nicht immer in allen Belangen des Lebens scheinheilig verhällt und Opfer wirklich zu Seite steht. Ich verdamme die Relegion und auch die katholische Kirche nicht. Ich verdamme nur Ihr teilweise mittelalterliches Verhalten.

Auch die Reaktion des Papstes und auch des Bischofs in Münster verstehe ich nicht.

Mit freundlichem Gruß

Hugo Vohrmann


Offener Brief an die
Erzdiözese Rottenburg-Stuttgart


Zeigen Sie echten Willen zur Aufklärung!

Sehr geehrter Herr Fürst,
sehr geehrter Offizialatsrat Rheus,

Sie haben mir in einem Schreiben vom 10. März 2010 mitgeteilt, meine Vorwürfe gegen den damaligen Gemeindepfarrer von Unterboihingen gälten als „im Vorfeld entkräftet“ (Als so eingestuft tritt er in den Statistiken auf, die u.a. dem „Spiegel“ zur Verfügung gestellt wurden).

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Offener Brief: Verein Sicheres Leben e.V.


10.03.2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir vom Verein Sicheres Leben e.V. aus Gersthofen haben es uns zur Aufgabe gemacht gegen jeglichen Missbrauch zu kämpfen. Seit 1998 sind wir bereits in Sachen Missbrauch tätig, uns sind die verheerenden Folgen solcher Taten durchaus bewusst.

Nun verfolgen wir seit einigen Wochen den „Dammbruch“  missbrauchter Opfer von Seiten der kirchlichen Vertreter. In Internaten und Klosterschulen, egal ob weiblich oder männlich geführt, war Missbrauch und Misshandlung über Jahrzehnte offensichtlich ein Teil des Tages-geschehen. Mit großem Erstaunen hören wir, dass bekannte „Fälle“ durch Versetzung des jeweiligen Täters in eine andere Dienststelle, zum Teil auch wieder mit Kinder und Jugendliche, als erledigt betrachtet wurden.

Für uns stellt sich nun die Frage, ist das Strafgesetzbuch nicht für alle gültig? Warum kann die Kirche innerhalb ihrer Mauern diese Taten auf „ihre Weise“ regeln? Warum greift der Gesetzgeber nicht ein? Was sind die Gründe? Warum muss jeder Übergriff auf Kinder und Jugendliche erst durch Proteste und sonstige Aktionen zur Chefsache gemacht werden? Wie sollen denn unsere Kinder Vertrauen zu dieser Gesellschaft aufbaue, wenn diese schamlos ausgenutzt wird? Im Kloster Ettal gab es am Sonntag den 7.3.2010 einen Gottesdienst der Solidarität. Es kamen 500 Besucher– unter anderem – Ehemalige des Internats, Eltern von Zöglingen, welche jetzt dort unterrichtet werden und Gleichgesinnte. Ein schönes Anliegen dem Kloster die Anerkennung und Solidarität auszusprechen. Das ist richtig. Nicht alle Geistliche, Klosterschwestern, Lehrer und Jugendbetreuer sind Täter.

Aber gehen den auch 500 Menschen für die Opfer auf die Straße, wenn sie nicht direkt betroffen sind? Warum dürfen Menschen die sich diese Straftaten nicht vorstellen können und zu ihrem eigenen Glück nicht erleben mussten, Aussagen machen, dass die Darstellungen der Opfer für übertrieben angesehen werden? Nachzulesen in der Süddeutschen Zeitung vom 8.3.2010 „Ettaler Bekenntnisse“ im Bayernteil. Wir erleben immer wieder, dass Äußerungen von Opfern, in diesem Fall mehrere Hunderte aus verschiedenen Schulen und Internaten aus ganz Deutschland klein gesprochen werden.

Wir weisen nachdringlich darauf hin, dass es mit dieser allgemeinen und dadurch lapidaren Haltung den Opfern nicht leichter gemacht wird, dass Erlebte zu verarbeiten und auszusprechen. Wird denn tatsächlich angenommen, dass mehrere Betroffene eine brutale Misshandlung oder eine sexuelle Belästigung einfach nur so zum Spaß melden? Das Grundgesetz versichert uns allen ein Recht auf Meinungsfreiheit. Gilt das nicht für Opfer sexueller Gewalt? Sie haben auch ein Recht auf Gehör sowie zugleich auf Wiedergutmachung und  Entschädigung.

Unrecht bleibt Unrecht. Ein Leben lang. Es schmerzt immer, egal wie alt man ist.

Wir fordern auf, nicht länger die Verschwiegenheit der zurück liegenden Jahre zu akzeptieren. Durch den unermüdlichen Einsatz von Institutionen (z.B. Opferhilfevereine und sonstige engagierte Mitstreiter) ist es gelungen, die Gesellschaft darauf aufmerksam zu machen, was es bedeutet respektvoll mit unseren Kindern umzugehen.

Bitte lassen Sie es nicht zu, dass wir uns wieder zurück entwickeln

Gabriele Schmidthals-Pluta, Roseggerstr. 25, 86368 Gersthofen
Tel. 0821-499090, Fax: 0821-49708421
E-Mail: verein1@sicheres-leben-gersthofen.de
Internet-Adresse: www.sicheres-leben-gersthofen.de


Machen Sie sich endlich bemerkbar!


Offener Brief an:

UNICEF Deutschland, Deutscher Kinderschutzbund e.V., Kinderschutz e.V., Dunkelziffer e.V., Zartbitter e.V., Wildwasser e.V.

sowie alle gemeinnützigen Vereine, die sich für die Rechte und Belange von Kindern einsetzen.

Machen Sie sich endlich bemerkbar! Helfen Sie uns! Stehen Sie uns endlich wirklich bei!

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Offener Brief: Bernhard Rasche, Neumarkt, Diplom-Theologe


Offener Brief an

den Orden der Missionare von der Heiligen Familie,
die Diözese Würzburg
die Konferenz der Deutschen Ordensoberen
die Deutsche Bischofskonferenz.

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Wasch’ mich, aber mach’ mich nicht nass!


Offener Brief der Eltern und (Alt-)Schüler des Aloisius-Kollegs in Bad Godesberg
-veröffentlicht durch verschiedene Medien am 17.02.2010

Ein Kommentar von Alkmini Nelsen

Matthäus 6,24-34
Niemand kann zwei Herren dienen. Entweder er wird einen hassen und den anderen lieben, oder wird einem anhangen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

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Leserinnenbrief zum Kommentar von Nina Apin „Endlich redet die Kirche“


Leserinnenbrief zum Kommentar von Nina Apin
„Endlich redet die Kirche“ (Ausgabe taz vom 30.1.2010, Seite 33)

Berlin, d. 30.1.2010

Liebe Redaktion,
Liebe Frau Apin,

Ihr habt in Eurer Ausgabe vom 30.1.2010 gleich drei Artikel auf der Seite 33 „berlin“ zum Thema „Missbrauch/Katholische Kirche“ veröffentlicht.

Das zeigt, dass Ihr davon ausgeht, dass dieses Thema Eure LeserInnen bewegt und interessiert.

Ich nehme mal an, dass ich als 45jährige, eher links-ökologisch eingestellte, gut ausgebildete und engagierte Berlinerin eine Eurer typischen LeserInnen bin.

Die im positiven Sinne kritische, mitunter „freche“ und originelle Berichterstattung in der taz schätze ich so sehr, dass ich seit Jahren eine treue Abonnentin bin.

Ich finde es gut, dass Ihr mitunter auch für „bewegte“ LeserInnen unbequeme Positionen vertretet und so dazu anregt, überkommene, vertraute Überzeugungen neu zu überdenken.

Umso entsetzter war ich heute Morgen, als ich den Kommentar von Nina Apin zu den Vorfällen im Canisius-Kolleg las.
Insgesamt ist er wohlwollend formuliert, was das Verhalten des Rektors, Pater Klaus Mertes, angeht.

Ich hätte mir diesbezüglich eine etwas kritischere Betrachtung gewünscht, zumal ja rechts neben dem Kommentar in dem Artikel „Noch mehr Missbrauchsopfer“ jede Menge Hinweise zu finden waren, über die jede/r mit dem Thema „sexuelle Gewalt“ auch nur im Ansatz vertraute JournalistIn hätte stolpern müssen.

Was mich aber im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen hat, war der Schlusssatz von Nina Apin: „Langfristig würde wohl die Abschaffung des Zölibats für Priester am meisten bewirken“.

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„Canisiuskolleg: Missbrauchsfälle an Berliner Eliteschule“


Berliner Morgenpost
Redaktion

Leserbrief zu zwei Artikeln der Ausgabe vom 28.1.2010
„Canisiuskolleg: Missbrauchsfälle an Berliner Eliteschule“ (Titelseite)
„Das Schweigen muss gebrochen werden“ (Seite 13)

Sehr geehrte Redaktion,
Sehr geehrter Herr Anker, Sehr geehrter Herr Behrendt,

Herr Pater Mertens hat mit seiner Entscheidung ein hohes Maß an Zivilcourage bewiesen und seinen reflektierten Äußerungen ist zu entnehmen, dass er die von sexuellen Übergriffen betroffenen ehemaligen Schüler ernst nimmt und sie unterstützen möchte.

Den Betroffenen kann ich allerdings nur dringend raten, sich zusammenzutun und alle weiteren Schritte abzusprechen. Zum einen, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu motivieren, zum anderen, um sich davor zu schützen nach der Schadensbegrenzung von der Institution „Katholische Kirche“ fallen gelassen zu werden.
Viele ähnliche Fälle in Deutschland, Irland, Asien, Kanada, den USA, Lateinamerika und Afrika zeigen, dass es der katholischen Kirche vor allem darum geht, die Stützpfeiler ihrer Macht aufrechtzuerhalten: das hierarchische Gefälle zwischen den Geschlechtern, den Generationen und Laien und Geistlichen.

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Antwort – Offener Brief – Psychoanalytische Vereinigung, sollen Opfer schweigen?


Offener Brief – Psychoanalytische Vereinigung, sollen Opfer schweigen?
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Antwort von Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V. am 28.09.2009

Sehr geehrter Herr Denef,

als wir Anfang August Ihren Aufruf erhielten, Ihre Initiative zur Aufhebung der Verjährungsfrist für sexuellen Mißbrauch im Zivilrecht zu unterstützen, standen wir im Vorstand der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) vor einem Problem, das wir auch von anderen Initiativen, die an uns herangetragen werden, kennen. Einerseits haben wir als Privatpersonen Ihr Anliegen als sehr gut nachvollziehbar und gerechtfertigt eingeschätzt – wir wissen aus unserer Arbeit mit Opfern sexueller Gewalt, wie langwierig und schwer der Weg dahin ist, sich überhaupt herauszutrauen und öffentlich bekannt zu machen, was geschehen ist. (Ihr Buch zeigt das in eindrucksvoller Weise.)

Andererseits ging es nicht darum, wie wir als Privatpersonen dazu stehen, sondern Sie wollten von unserer Vereinigung eine Unterstützung Ihres Anliegens. Nun ist es so, daß es in der DPV als wissenschaftlicher Fachgesellschaft und gemeinnützigem Verein in Übereinstimmung mit ihrem satzungsgemäßen Auftrag einen Grundsatzbeschluß gibt, keine Stellungnahmen zu politischen Petitionen abzugeben, weder positiv noch negativ. Das ist ganz unabhängig davon, ob die Mitglieder des Vorstands ein Anliegen, wie in Ihrem Fall, persönlich für unterstützenswert halten.

Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände in der Ferienzeit bedingt, ist Ihnen der daraus resultierende Beschluß leider in einer so verkürzten Form mitgeteilt worden, daß der Eindruck der grundsätzlichen Ablehnung Ihres inhaltlichen Anliegens und sogar der der Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern sexueller Gewalt entstehen konnte. Als Vorsitzender der DPV bedaure ich das sehr, es stellt unsere Einstellung geradezu auf den Kopf. Ich habe Ihnen gegenüber das zusammen mit unserer o.a. formellen Grundposition ja bereits in zwei längeren Gesprächen zum Ausdruck gebracht.

Ihre Angriffe auf die Psychoanalyse (“kein Freund für Gewaltüberlebende”, “Onkel Freuds Märchenkiste … schadet den Opfern” etc.) muß ich zurückweisen. Es werden Klischees reproduziert, die die geschichtliche Entwicklung verzerren und der gegenwärtigen Wirklichkeit der analytischen Psychotherapie nicht angemessen sind.

Wie ich Ihnen mitgeteilt habe, werde ich auf unserer nächsten Mitgliederversammlung im November unseren Mitgliedern von Ihrem Anliegen berichten und entsprechendes Informationsmaterial auslegen. Es besteht zudem für die Anwesenden die Gelegenheit, sich in eine Unterschriftenliste für Ihr Anliegen einzutragen.

Mit freundlichen Grüßen

gez.: Dr. G. Schneider
(Vors. der DPV)


Offener Brief – Psychoanalytische Vereinigung, sollen Opfer schweigen?


Offener Brief an

Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V.
Körnerstr. 11
D-10785 Berlin

Psychoanalytische Vereinigung, sollen Opfer schweigen?

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 29. Juli 2009 bat ich Sie um Hilfe, mich dabei zu unterstützen, dass die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufgehoben wird, s. unten „Mein Hilferuf“.

Sie haben mir am 4. September 2009 mit nur einem Satz eine Absage erteilt:

„Bezug nehmend auf Ihre unten genannte Anfrage, werden wir als DPV e.V. diese Petition nicht unterzeichnen.“

Als Opfer sexualisierter Gewalt kann ich Ihre Entscheidung nicht nachvollziehen, denn ich habe geglaubt, dass gerade Sie als Experten Interesse daran haben, das Schweigen zu brechen.

Die Psychoanalyse ist offensichtlich immer „noch“ kein Freund für Gewaltüberlebende. Im Gegenteil. Onkel Freuds Märchenkiste (Verführungstheorie, Ödipuskomplex u.v.m) schadet nach wie vor den Opfern!

Schweigende Therapeuten stärken die Täterlobby – eine Begründung Ihrer Absage würde zum besseren Verständnis beitragen und zudem von Respekt zeugen.

Warum stellen Sie sich nicht den Opfern von Gewalt zur Seite?

Freundliche Grüße

Norbert Denef

Mein Hilferuf:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielleicht wollen Sie als psychoanalytische Vereinigung sich dafür einsetzen, dass die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufgehoben wird.

14.752 Menschen haben meine Petition „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ unterschrieben. Der Deutsche Bundestag hat sie abgelehnt:

http://norbert.denef.com/2008/12/29/deutscher-bundestag-opfer-sollen-schweigen

Deshalb habe ich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht, weil sie damit ihre Verpflichtungen der Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt.

Die vollständige Beschwerde als PDF laden:

http://norbert.denef.com/Beschwerde_12805_09.pdf

Meine Geschichte ist eine von vielen.
Ich wurde sexuell missbraucht.
Ich habe geschwiegen aus Angst, Scham und Schuldgefühlen.
In der Bundesrepublik Deutschland verjähren sexualisierte Verbrechen.
Dadurch werden die Täter geschützt und die Opfer müssen schweigen.
Ich engagiere mich normalerweise nicht in der Politik,
deshalb brauche ich Ihre Hilfe!
Einige Unanständige machen Druck,
damit die Verjährungsfrist nicht abgeschafft wird.
Falls sie erfolgreich sind, müssen Opfer weiter schweigen.

Jetzt unterschreiben:

http://norbert.denef.com/petition

Bitte unterstützen Sie offiziell meine Beschwerde – Sie helfen damit auch anderen Opfern!

Freundliche Grüße

Norbert Denef

www.norbert.denef.com
Tel.: 04503 892782
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Antwort von Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V. am 28.09.2009


Offener Brief – ehemaliges Heimkind Uwe Werner


Offener Brief

an Frau Loerbroks und Herrn Wendelin,

und an die Mitglieder Runder-Tisch-Heimerziehung in Berlin,

z.Z. überlege ich, ob ich Mitglied in Eurem Verein werden möchte, bzw. kann. Ich bin ein “Ehemaliger”, zuerst aus dem Vinzenskinderheim in Bochum und dazwischen ein Jahr zu Hause (die Hölle) und dann aus dem Knabenheim Westuffeln in Werl/Westf. (Für dieses Heim gibt es weder eine nur annähernde Bezeichnung, da dieses Heim zur damaligen Zeit ein “rechtsfreier und gottloser Raum” war und der „Teufel“ sich dort an uns alle austoben konnte, sexuell mit körperlicher Züchtigung und Arbeitsfrondienst).

Am kommenden Montag betrete ich diesen Boden nach Jahrzehnten zum ersten Mal und treffe mich dort mit dem jetzigen Heimleiter Herrn Neuhaus. Zum einen um an meine Heimakte zu gelangen und zum anderen wurde mir seitens Herrn Neuhaus ein umfangreiches Gespräch angeboten.
Dass ich mich seit längerem in einer psychotherapeutischen Maßnahme befinde, brauch ich Euch ja nicht zu sagen.

Der Holocaust war das schrecklichste, was wir Deutsche 6 Mio. Menschen angetan haben!!! Noch heute steht der gesamte deutsche Staat als Erbnachfolger einer schrecklichen Diktatur in voller Verantwortung, wir hören es jeden tag und es ist auch gut so! Doch eben so gut sollte und müsste es sein, das der deutsche Staat und seine untergeordneten Institutionen, für an uns begangenes Unrecht, gerade stehen muss. Wir konnten uns damals nicht wehren, wir waren Freiwild und der Lust und den Launen angeblicher gottesfürchtiger Erzieher/innen ausgesetzt, auf Verdeih und Verderb! Es prägte uns, wie allen unschuldigen Menschen dieser Welt, fürs ganze leben! Für begangenes Unrecht, sollte man nicht die Augen verschließen und wachsam sein und den Anfängen wehren, so hören wir es stets an irgendwelchen Jahresgedenkveranstaltungen von unseren Politikern und von den Kanzeln. Wir verneigen uns vor den Toten und ich hoffe auch vor denen, die durch das erlittene keine andere Möglichkeit sahen, als  für sich den Freitod zu wählen.

Ich werde kämpfen, ich werde es mit Euch tun, aber auch alleine, ich werde es tun, für die, welche es nicht mehr können und denen meine Stimme verleihen, die stumm vor lauter Scham und Verletzlichkeit sind!!!

Den Kirchen sage ich folgendes: Im Namen der katholischen wie evangelischen Kirche Deutschlands haben sich zölibaterische Priester, Diakone, Erzieher, Lehrer… an uns vergangen, sich verlustiert, ihren Frust an uns ausgelassen, haben uns mit der Bibel in der Hand gezüchtigt und alles im Namen Gottes und des Staates versucht aus uns willige kleine Marionetten zu machen, welche nur den kirchlichen “Würdenträgern” vorzuspielen hatten.
Jesus sagt: “Lasset die Kindlein zu mir kommen, denn ihnen ist das Himmelreich”… für uns war es aber die Hölle! Jesus sagt: “Was kümmern euch die Toten, sorgt euch lieber um die Lebenden”… dies sollte sich Kirche und Staat zu herzen nehmen und befolgen! Also sind unsere Ansprüche selbst vor Gott und dem Staat berechtigt und somit muss eine finanzielle wie moralische Wiedergutmachung erfolgen, damit auch wir wieder in Würde weiterleben können.

Ein Leben lang lautete meine Devise: Luctor et emergo  =  ich ringe und bleibe oben  (ich habe immer gerungen nie gelebt, dazu verdammt waren wir wie alle Ehemaligen wohl.

Ihr dürft diesen offenen Brief ruhig veröffentlichen und weitersenden, da meine Mittel sehr begrenzt sind und sie auch an die Mitglieder Runder-Tisch-Heimerziehung als Gedankenstütze weiterleiten, damit sie sich nicht aus der moralischen Verantwortung stehlen können.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe Werner

41061 Mönchengladbach
Eickener Str. 33
Tel: 0160/22 90 642


Offener Brief – Brigitte Zypries – Auseinandersetzung vorgesehen


13.07.2008
Frage von

Patricia Koller

Sehr geehrte Frau Zypries,

Warum haben Sie sich nicht über die Posttraumatische Belastungsstörung informiert?

Wenn Sie sich angeblich mit Kindesmissbrauch und Vergewaltigungen auseinandergesetzt haben, gehört das doch unbedingt mit zum Thema.

20.08.2008
Antwort von
Brigitte Zypries

Sehr geehrte Frau Koller,

eine differenzierte Auseinandersetzung mit der posttraumatischen Belastungsstörung ist vorgesehen.

Mit freundlichen Grüßen
Brigitte Zypries

Quelle: www.abgeordnetenwatch.de


Offener Brief – Brigitte Zypries – Der Wähler möge entscheiden


Sehr geehrte Frau Zypries,

am 13.02.2008 haben Sie auf die Frage, „Ich würde gerne von Ihnen wissen, ob Sie sich bereits einmal mit den Themen Vergewaltigung und PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) näher auseinander gesetzt haben“ geantwortet:

„Mit dem Thema Vergewaltigung habe ich mich schon beschäftigt, mit

dem von Ihnen angesprochenen Thema PTBS persönlich bislang noch nicht.“

Sehr geehrte Frau Zypries,
meine Petition an den Deutschen Bundestag, „Verjährungsfrist für sexuellen
Missbrauch im Zivilrecht aufheben“, befindet sich in der Prüfung und dauert noch an. Unterschriften, Reaktionen und Kommentare zur Petition werden gesammelt unter:
http://norbert.denef.com/petition

Bisher haben Sie sich als Bundesjustizministerin gegen die Aufhebung der
Verjährungsfrist ausgesprochen, gleichwohl Sie sich noch nicht mit den Folgen sexueller Gewalt beschäftigt haben. Wie kann ich das verstehen, bitte klären Sie mich darüber auf.

Freundliche Grüße

Norbert Denef

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Guten Tag Norbert Denef,

vielen Dank für Ihre Nachricht an Frau Zypries über abgeordnetenwatch.de. Wir tun uns allerdings schwer Ihre Mail frei zu schalten, weil sie gegen den Moderations-Codex verstößt. Sie fällt in die Kategorie:

- mehrere Nachfragen, in der Regel mehr als eine.

Frau Zypries hatte Ihnen auf Ihre Nachfrage vom 31.01.2008 bereits
mitgeteilt, dass sie ihrer ursprünglichen Antwort zum Thema Verjährung nichts hinzufügen möchte. Damit ist ihre Haltung zum Thema deutlich geworden.

Der Wähler möge bei der nächsten Wahl entscheiden!

… den ganzen Beitrag lesen »


Offener Brief – Bischof Dr. Feige – Opfer brauchen Heilung…


Dreieich, 17. April 2008

Norbert Denef
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich

Bischof Dr. Gerhard Feige
M.-J.-Metzger-Str. 1
39104 Magdeburg

Opfer brauchen Heilung, Hilfe, Unterstützung und Versöhnung

Sehr geehrter Herr Bischof,

als Kind und Jugendlicher wurde ich durch einen katholischen Pfarrer und einen Kantor mehrere Jahre lang sexuell missbraucht. Meine Seele wurde dadurch zerstört. In meinem Buch „Ich wurde sexuell missbraucht“ beschreibe ich mein Schicksal.

Zur Durchführung einer Therapie haben Sie mir am 3.11.2005 den Betrag von 25.000 Euro zukommen lassen. Ich sollte mich damit abfinden und keinerlei Ansprüche mehr gegen das Bistum Magdeburg oder sonstige kirchliche Stellen richten.

Gleichwohl Sie in der Vereinbarung Gesprächsbereitschaft signalisierten, fühle ich mich bis zum heutigen Tag von Ihnen und der katholischen Kirche eiskalt abserviert.

Auf dem Flug von Rom nach Washington am Dienstag äußerte sich der Papst vor mitreisenden Journalisten zu der Krise, die die katholische Kirche in den USA in den vergangenen Jahren erschütterte. Er sagte u.a.: Opfer brauchen Heilung, Hilfe, Unterstützung und Versöhnung.

Ihr Anwalt hat mir bereits zweimal gedroht, wegen einem offenen Brief an die Gemeinde in Delitzsch (s. unter: http://norbert.denef.com), gerichtlich gegen mich vorzugehen. In diesem Zusammenhang kommen mir die Worte des Papstes wie eine Verhöhnung vor!

Mit meiner Petition an den Deutschen Bundestag „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ (s. unter: http://norbert.denef.com/petition), mache ich auf Menschenrechtsverletzungen durch den Gesetzgeber aufmerksam. Täter werden bisher geschützt und Opfer, wie in meinem Fall, versucht man zum schweigen zu bringen, damit muss endlich Schluss sein!

In meinem Schreiben vom 12. März 2003 an den Bischof von Magdeburg, habe ich eine Wiedergutmachung in Höhe von 450.000 Euro gefordert. Nach wie vor bestehe ich darauf!

Mit dem Geld beabsichtige ich eine Stiftung zu gründen, die sich gegen das Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen von sexueller Gewalt einsetzt (s. unter: http://norbert.denef.com/stiftung).

Die leeren Worte des Papstes sind eine Verhöhnung der Opfer, wenn keine Taten folgen.

Freundliche Grüße

Norbert Denef

Kopie an: Deutsche Bistümer, Wir sind Kirche, IKvu (Initiative Kirche von unten), DER SPIEGEL, Süddeutsche Zeitung, Hamburger Abendblatt, LVZ, Offenbach Post, Filmakademie Wien, NDR Panorama, NDR Kulturjournal, ARD Menschen bei Maischberger, SWR Nachtcafé, WDR, MDR SachsenSpiegel extra, MDR Brisant, MDR Unter uns, MDR Sachsenspiegel Reportage, ZDF Johannes B. Kerner
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12. November 2007 um 22:30 Uhr
NDR Fernsehen – Kulturjournal

Karl Kardinal Lehmann:
“Es gibt ja von der medizinischen, – psychiatrischen Seite her auch die Situation, dass es, eh, eh, Täter gibt die, ich sag’s mal etwas banal, einmal ausrutschen. Die man aber nicht auf ein Leben lang einfach, eh, jetzt aus der beruflichen Aktivität ausschließen kann.”


Offener Brief – Bundeskanzlerin Angela Merkel – Opfern helfen


Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

“Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?”
Mit dieser Aussage wird für das Projekt „Dunkelfeld“ der Berliner Charité geworben.

Die Charité und nun auch der Deutsche Bundestag vergleichen Liebe mit sexuellem Kindesmissbrauch! Das ist aus meiner Sicht eine Verhöhnung der Opfer.

Das Bundesjustizministerium stellt mit Unterstützung des Deutschen Bundestages laut Pressemeldung des Bundesministeriums der Justiz vom 30. November 2007 bis zum Jahr 2010 insgesamt 750.000,- Euro für Täter zur Verfügung.

Warum werden diese Steuergelder nicht dafür verwendet, Opfern zu helfen?
Sie müssen in der Regel ein bis zwei Jahre auf einen geeigneten Therapieplatz warten. Das finde ich unmenschlich!

Freundliche Grüße

Norbert Denef

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Hier können Sie sich als Interessierte eintragen und werden
benachrichtigt, wenn eine Antwort zu dieser Frage vorliegt:

www.abgeordnetenwatch.de


Offener Brief – Bundesministerin für Justiz Brigitte Zypries – Verjährungsfrist aufheben


6.12.2007
Frage von
Norbert Denef

Sehr geehrte Frau Zypries,

Der bisherige Begriff “sexueller Missbrauch” ist irreführend. Es handelt sich um Gewalt, die schwere psychophysische Beeinträchtigungen nach sich zieht. Darüber muss die Gesellschaft informiert werden. Dass Opfer sich dem Verbrechen und dessen Folgen erst Jahrzehnte später stellen können, werden Fachleute wie Betroffene bestätigen können/müssen. Das gilt es anzuerkennen, sowie die lebenslangen Schäden, die durch sexuelle Gewalt entstehen.

Der Gesetzgeber macht sich mitschuldig an dem leidvollen Schweigen der Opfer. Er verhindert die Aufarbeitung der Verbrechen. Die bisherige Verjährungslogik verstößt gegen die Menschenrechte.

Warum wird die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht nicht aufgehoben?

Freundliche Grüße

Norbert Denef
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14.12.2007
Antwort von
Brigitte Zypries

Sehr geehrter Herr Denef,

zivilrechtliche Ansprüche unterliegen grundsätzlich der Verjährung. Ziel ist es, klare Verhältnisse für den Rechtsverkehr zu schaffen. Denn im Lauf der Zeit wird es immer schwieriger, in einem gerichtlichen Verfahren zu klären, ob ein bestimmter Anspruch besteht oder nicht – Zeugen erinnern sich nur mehr ungenau oder sind nicht mehr erreichbar, Dokumente werden weggeworfen oder gehen verloren. Die Verjährung dient daher dem Rechtsfrieden und der Rechtssicherheit.

Das gilt im Grunde auch für Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche von Opfern eines sexuellen Missbrauchs. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass Kinder und Jugendliche, die sexuell missbraucht wurden, erst eine bestimmte Reife benötigen, um die Folgen dieser Tat verarbeiten zu können. Häufig müssen sie zuvor auch erst die häusliche Umgebung verlassen, wenn dort der Missbrauch stattgefunden hat.

Aus diesem Grund gibt es eine besondere Regelung für die Verjährung von Ansprüchen, die auf einer Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung beruhen: Die Zeit bis zum 21. Lebensjahr des Opfers wird in die Verjährungsfrist nicht eingerechnet. Gleiches gilt für die Zeit, in der das Opfer mit dem Täter in einer häuslichen Gemeinschaft lebt. Das Gesetz spricht dabei von einer “Hemmung” der Verjährung. Hierdurch gewinnt das Opfer zusätzliche Zeit, um in Ruhe entscheiden zu können, ob es seine Ansprüche verfolgen will oder nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Zypries
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15.12.2007
Frage von
Norbert Denef

Sehr geehrte Frau Zypries,

Rechtsfrieden und Rechtssicherheit haben aus meiner Sicht die Täter, denn ihre Verbrechen verjähren – Opfer finden weder Frieden noch Sicherheit, wenn sie per Gesetz schweigen müssen!

Warum sollten bei sexueller Gewalt Dokumente weggeworfen werden oder verloren gehen? Es geht um Mord, um Seelenmord, das schlimmste Verbrechen was man einem Menschen antun kann. Die Verjährungsfrist ist Täterschutz und fügt den Opfern erneuten seelischen Schaden zu.

“Eine bestimmte Reife, um die Folgen dieser Tat verarbeiten zu können,” dafür legt der Gesetzgeber eine Zeit fest. Das empfinde ich als unmenschlich. Denn Opfer können in der Regel erst viele Jahrzehnte nach der Tat darüber sprechen, wenn die Verjährungsfrist bereits eingetreten ist.

Die “besondere Regelung für die Verjährung von Ansprüchen” hilft aus meiner Sicht den Tätern. Denn bevor die Opfer sprechen können, ist das Verbrechen verjährt.

Mord verjährt nicht. Warum Seelenmord?

“Ich wurde sexuell missbraucht” ist der Titel meines Buches, in dem ich das lange Schweigen über meine erlebte sexuelle Gewalt beschreibe.
Nach dem ich mein Schweigen gebrochen hatte, wollte die katholische Kirche mich mit 25.000 Euro wieder zum schweigen bringen.
Zeugen sind in meinem Fall erreichbar und erinnern sich sehr genau. Durch die Verjährungsfrist verhindert der Gesetzgeber die Aufarbeitung dieser Verbrechen, warum?

Eine opferfeindliche Sprache bei sexualisierter Gewalt ist leider immer noch in unserer Gesellschaft die Regel.

Ich empfehle dringend die Lektüre:

“Der verlorene Kampf um die Wörter” (Monika Gerstendörfer)
Ein Plädoyer für eine angemessenere Sprachführung.

Freundliche Grüße

Norbert Denef
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16.01.2008
Antwort von
Brigitte Zypries

Sehr geehrter Herr Denef,

zur Frage der Verjährung habe ich Ihnen bereits auf Ihre Frage vom 6.12.2007 ausführlich geantwortet. Eine völlige Aufhebung der Verjährungsfrist halte ich aus den genannten Gründen für falsch.

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Zypries
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19.12.2007
Frage von
Susanne Lorenz

Sehr geehrte Frau Zypries,

mit großem Interesse habe ich Ihre Antwort auf die Anfrage von Herrn Norbert Denef vom 6.12.07 zum Thema Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht gelesen. Die “Hemmung” der Verjährung, um den Opfern Zeit zu geben, hört sich gut an, geht aber völlig an der Realität vorbei. Gerade Überlebende von schwerem Missbrauch haben kaum eine Entscheidungsfreiheit. Die schweren Schuld- und Schamgefühle vieler Traumatisierter verhindern, überhaupt ein Gefühl für eigene Rechte zu entwickeln; oft bedarf es vieler Jahre Therapie, um stabil genug zu werden, Ansprüche gegenüber den Tätern zu verfolgen. Völlig unter den Tisch fallen die Späterinnernden. Viele Menschen quälen sich durch ein Leben voller Depressionen, Ängste und Schmerzen, bis sie sich erst in einem Alter an den sexuellen Missbrauch erinnern, in dem ihnen jegliche Rechte auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld verweigert werden. Die Wahrung des sogenannten “Rechtsfriedens” bedeutet somit einen weiteren Schlag ins Gesicht der Opfer.

Ist das nicht Grund genug, die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufzuheben?

Mit freundlichen Grüßen

Susanne Lorenz
Heilpraktikerin für Psychotherapie
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30.01.2008

Antwort von
Brigitte Zypries

Sehr geehrte Frau Lorenz,

ich bleibe bei der Auffassung, die ich auch in der von Ihnen zitierten Antwort an Herrn Denef vertreten habe: Verjährungsfristen sind notwendig, weil sie dem Rechtsfrieden und der Rechtssicherheit dienen. Es erscheint mir schwer vorstellbar, dass es nach den langen Zeiträumen, von denen Sie sprechen, noch genügend objektive Beweismittel vorhanden wären, um Schadensersatzansprüche zu belegen.

Das Gesetz berücksichtigt die schwierige Situation von Opfern sexueller Gewalt durch die Hemmung der Verjährung. Auch das steht schon in meiner Antwort an Herrn Denef.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Brigitte Zypries
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31.01.2008
Frage von
Norbert Denef

Sehr geehrte Frau Zypries,

Ihre Antwort in www.abgeordnetenwatch.de vom 16. Januar 2008, auf meine Frage vom 15.12.2007 (von Norbert Denef), kann ich nicht nachvollziehen. Deshalb gestatten Sie mir bitte, weitere Fragen zu stellen, um zu verstehen, warum für Sie die völlige Aufhebung der Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht falsch sei.

So lange die Rechtsgemeinschaft, an den langfristigen Schäden die durch sexuelle Gewalt entstehen, ein untergeordnetes Interesse hat, werden Strafverfolgungsorgane mit deren Ahndung sich nicht befassen müssen.

Warum wird das Interesse der Opfer untergeordnet?

Warum gibt es in Deutschland keine Studie zu den ökonomischen Kosten von Gewalt?

Die Studien anderer Länder zeigen ALLEIN für die sog. häusliche Gewalt Beträge in Milliardenhöhe!
Quelle: norbert.denef.com
Und was wäre, wenn man sexualisierte Kindesmisshandlung noch in solche Studien aufnehmen würde? Beträge, die alle zahlen müssen…
Wie hoch wären die kurz-, mittel- und langfristigen Kosten?

Warum gibt es in Deutschland keine Studie zu den psychologischen und gesellschaftlichen “Kosten” von Gewalt?

Was bedeutet Gewalterleben/Traumatisierung denn wirklich: für die Opfer, für die gesamte Gesellschaft?

Können und wollen wir uns das wirklich leisten?

Müsste eine Gesellschaft hier nicht werten und sagen: “Moment mal! Die Betroffenen von Gewalt sind uns wichtiger. Sie brauchen…”?

Die Aufmerksamkeit gegenüber den Tätern ist hoch! Vom Schicksal, den abgebrochenen Lebensläufen der Überlebenden, mag man weniger hören. Es “belastet”, ist nicht so “spannend”. Wenn die Waage der Justitia austariert ist für die Vielzahl aller Partnerschaften eines größeren Verbundes von Rechtsinhabern, erst dann kann von Rechtsfrieden gesprochen werden. Wenn sich Opfer unterordnen müssen, verstößt das aus meiner Sicht gegen die Menschenrechte!

Freundliche Grüße

Norbert Denef
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8.02.2008
Antwort von
Brigitte Zypries

Sehr geehrter Herr Denef,

ich habe Ihnen bereits ausführlich auf Ihre Fragen zum Thema “Verjährung” geantwortet – dem ist nichts hinzuzufügen.

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Zypries
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02.02.2008
Frage von
Sabrina Eckert

Sehr geehrte Frau Zypries,

ich würde gerne von Ihnen wissen, ob Sie sich bereits einmal mit den Themen Vergewaltigung und PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) näher auseinander gesetzt haben.

Mit freundlichem Gruß

Sabrina Eckert
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13.02.2008
Antwort von
Brigitte Zypries

Sehr geehrte Frau Eckert,

mit dem Thema Vergewaltigung habe ich mich schon beschäftigt, mit dem von Ihnen angesprochenen Thema PTBS persönlich bislang noch nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Brigitte Zypries
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10.02.2008
Frage von
Sabrina Eckert

Sehr geehrte Frau Zypries,

ich würde gerne von Ihnen wissen, warum Sie so arrogant und ignorant gegenüber Missbrauchsopfern sind.
In Ihrer Antwort zu der Frage von Herrn Denef [Frage vom 6.12., Anm. d. Red.] erzählen Sie etwas von “innerer Reife” – meinen Sie etwa, wir (die Betroffenen) sind zu blöde, um einzuschätzen, ob eine Vergewaltigung “wirklich schlimm” ist?
Kann sein, dass Sie nicht selbst betroffen sind – darüber können Sie unglaublich dankbar sein. Dennoch finde ich, Sie sollten den Betroffenen sehr viel mehr Verständnis und Einfühlungsvermögen entgegen bringen.

Hochachtungsvoll

Sabrina Eckert

Nach wenigen Tagen der Freischaltung dieser Frage in www.abgeordetenwatch.de, wurde sie wieder entfernt mit der Begründung: “…dass wir Ihre Nachricht in der uns vorliegenden Version nicht freischalten, da sie gegen den Moderations-Codex verstößt”, es sei “keine konstruktive Frageabsicht”…


 


Offener Brief – Kongress KörperPotenziale


KörperPotenziale
in der Psychotherapie
29.5. – 31.5.2007 in Leipzig

Offener Brief von Norbert Denef, 2. Juni 2007

– Wie ich mich als Ehrengast auf dem Kongress fühlte –

Seit 18 Jahren versuche ich mich nicht mehr hinter meinen „Masken“ zu verstecken, einen Weg zu finden, auf dem ich mich lebendiger fühle. In meinem Buch „Ich wurde sexuell missbraucht“ habe ich den Versuch unternommen, diesen Weg zu beschreiben. Leider war es nicht möglich, es auf dem Kongress käuflich zu erwerben. Obwohl der Bücherstand Exemplare meines Buches erhalten hatte, wurde es nicht zum Verkauf angeboten. Auch auf Nachfrage, bereits schon am ersten Tag, war es nicht möglich, zwei Tage später das Buch zu bekommen. Das finde ich unverständlich, denn in jeder Buchhandlung bekommt man es spätestens am nächsten Tag nach der Bestellung.
Meiner Bitte, die Teilnehmer des Kongresses darauf hinzuweisen, wurde nicht entsprochen. Dieser Zustand fühlte sich für mich nicht gut an. Ich setzte eine Maske auf, um mich gegen Ignoranz zu schützen – habe mich angepasst und gelächelt.

Am 30. Mai wurde ich im Plenum als Ehrengast vorgestellt. Für Kongressteilnehmer, die nicht im Internet nachgelesen hatten, dass ich daran teilnahm, war das eine Überraschung, denn in den Kongressunterlagen fehlte jegliche Information.
Für alle Teilnehmer im Plenum war ein Platz mit Namensschild vorgesehen – mein Schild fehlte. Ein Versehen, dachte ich, was bei der sonst so guten Organisation des Kongresses auch mal vorkommen kann. Obwohl ich kurz vor dem letzten Plenum auf diesen Fehler aufmerksam machte, fehlte es auch in dieser Runde. Daraufhin setzte ich mich demonstrativ in den Hörsaal – ich fühlte mich ausgegrenzt und gemieden. Irina Vogt nahm das wahr und reagierte darauf, indem sie mich bat, in der Runde Platz zu nehmen. Ralf Vogt forderte aus Solidarität die anderen Plenumsteilnehmer auf, ihre Namensschilder zu entfernen. Als Ehrengast fühlte ich mich dennoch nicht, sondern nur als bedauernswertes Opfer behandelt – über das man zwar im Kongress redete, aber es als Diskussionsteilnehmer nicht wirklich wahrnahm.

Im Vortrag von Michaela Huber stellte ich die Frage, wie sie damit umginge, wenn im Verlauf der Therapie Bilder auftauchen, in denen der Klient auf dem Bauch der Mutter liegt und mit seinem Mund an deren Schamlippen gedrückt wird. Meine Absicht war es, anhand dieses Fallbeispieles, ihren Umgang mit einer solchen Situation zu erfahren. Ich äußerte Zweifel an dem Erfolg des von ihr geschilderten Therapieverlaufes. Frau Huber reagierte mit einer Gegenfrage; ob ich der Betroffene sei. Ich empfand das als eine Demonstration von Macht, mich in die Rolle des Opfers zu drängen.
Es muss wohl noch sehr viel Zeit vergehen, bis es möglich sein wird, über Macht und Ohnmacht auf gleicher Stufe zu sprechen.

Norbert Denef

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Offener Brief – katholische Gemeinde Delitzsch


An die katholische Gemeinde St. Maria in Delitzsch

Liebe Kinder und Jugendliche, sehr geehrte Damen und Herren,

Als Kind und Jugendlicher wurde ich durch den ehemaligen Vikar der Gemeinde Alfons Kamphusmann und einen weiteren Kirchenangestellten jahrelang sexuell missbraucht – mit schrecklichen Folgen für mich und mein Leben.

Als ich es 1993 endlich wagte, meine 35 jährige Schweigemauer im Familienkreis und im Beisein der beiden Täter zu zerbrechen, wurde ich von meinen Geschwistern als „Nestbeschmutzer“ ausgegrenzt.

In meiner Not habe ich mich an Pfarrer Armin Kensbock in Delitzsch gewandt und ihn um Hilfe und Unterstützung gebeten. Obwohl der sexuelle Missbrauch vor seiner Zeit stattgefunden hatte, wendete ich mich dennoch vertrauensvoll an ihn, da ich in ihm einen offiziellen Vertreter der katholischen Kirche sah, um die Verbrechen von Pfarrer Kamphusmann und des Kirchenangestellten anzuzeigen. In einem längeren Gespräch erzählte ich ihm meine ganze Geschichte. Ich bat ihm um Hilfe, mich bei der Aufarbeitung dieser Verbrechen zu unterstützen. Ohne jegliche Stellungnahme hörte er nur schweigend zu und sagte, dass er darüber nachdenken muss und sich bei mir melden wird.

Ende April 1994, also 4 Monate nach dem ich ihn um Hilfe gebeten hatte, teilte er mir schriftlich mit: „Ich kann und will Sie dabei nicht unterstützen, da ich es nicht verantworten kann, schlimmstenfalls müsste ich die Folgen mit erleiden und mit ertragen.“
Danach war wie ich wie gelähmt und fühlte mich ohnmächtig.

Durch diese unterlassene Hilfeleistung haben die traumatischen Erlebnisse des sexuellen Missbrauchs verstärkt mein Leben beeinflusst. Erst einige Jahre später war ich dazu in der Lage, mich deshalb an den Bischof von Magdeburg und an den Papst zu wenden, um dieses Vorgehen aufzuklären. Leider musste ich feststellen, dass sich an der institutionellen Geheimhaltungs- und Schweigepraxis von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche, mit den verheerenden Folgen für die Opfer, nach wie vor nichts geändert hatte. Die von mir angezeigten sexuellen Verbrechen bei Pfarrer Kensbock, wurden verschwiegen, verleugnet und vertuscht.

Warum arbeitet die Kirchenführung die Vergangenheit nicht auf und versetzt stattdessen Pfarrer Kensbock nach Köthen? Damit wird wieder nur alles verschwiegen und unter den Teppich gekehrt!

Schließlich liegt von beiden Tätern ein schriftliches Tateingeständnis vom Bistum Limburg vor, es geht also nicht mehr darum, ob die Verbrechen stattgefunden haben, oder ob ich wirklich dadurch Schaden genommen habe, denn dass konnte ich durch Gutachten nachweisen.

Als Opfer fühle ich mich sehr verletzt, wenn Mitglieder ihrer Gemeinde öffentlich sagen: “Ich möchte mich nicht äußern dazu. Weil mich das gar nichts angeht. Das Thema wollen wir nicht berühren. Ja den Quatsch, den können sie sich an den Hut stecken.”

Diesen „Quatsch“ habe ich 35 Jahre lang versucht mir an den Hut zu stecken. Es hat nicht funktioniert, mein Körper reagierte mit Krankheiten.
Ich bitte Sie um eine öffentliche Stellungnahme zu den Äußerungen Ihrer Gemeindemitglieder, sowie um eine Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse – geben Sie den Opfern eine Möglichkeit ihre schreckliche Vergangenheit aufzuarbeiten.

Schaffen Sie eine vertrauensvolle Basis und nehmen Sie eindeutig Stellung zu diesen Verbrechen, damit die Opfer keine Angst mehr vor Repressalien haben müssen, wenn sie ihr Schweigen brechen.

Opfer von beiden Tätern erzählten mir, dass sie ihren Namen nicht öffentlich nennen könnten, weil sie dadurch berufliche Nachteile befürchten. Andere wiederum vermuten, von der Kirchengemeinde ausgegrenzt zu werden, wenn sie ihr Schweigen brechen.

Übernehmen Sie Verantwortung und verändern Sie etwas an diesen Zustand, sorgen Sie dafür, dass die Opfer „ungestraft“ über ihre schrecklichen Erlebnisse frei reden können.

Es kann doch nicht weiter einfach so getan werden, als habe es die Verbrechen von Kamphusmann und dem Kirchenangestellten in dieser Gemeinde nie gegeben.

Noch einmal: Kamphusmann und der Kirchenangestellte haben die Verbrechen gestanden, und das wurde schriftlich festgehalten. Ihre Opfer leben weiter hier und in dieser Kirchengemeinde und sind durch solche Äußerungen, wie sie öffentlich und vor Fernsehkameras gemacht wurden, tief verletzt, ganz abgesehen davon, dass solche Kälte und Gefühllosigkeit ein schreckliches Licht auf die ganze Gemeinde wirft, das weiß ich von Menschen, die die Sendung im MDR gesehen haben und zutiefst schockiert waren.

Um aus der bestehenden Sprachlosigkeit herauszufinden, schlage ich folgendes vor:

  1. Unter hinzuziehen eines unabhängigen, beiderseits akzeptierten Konflikthelfer (Ombudsmann), in einer öffentlichen Veranstaltung gemeinsam mit den Opfern und Gemeindevertretern, einen Weg zur Aufarbeitung festlegen.
  2. Die Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz in die Tat umsetzen, dort heißt es nach V, 10: „Im Umfeld von Täter und Opfer werden Maßnahmen zur Überwindung von Irritationen, Sprachlosigkeit und Trauer getroffen. Im Einzelfall wird, wenn nötig, ein Netzwerk angeboten, dass einer Isolation des Opfers und seiner Familie entgegenwirkt.“
  3. Von den Verantwortlichen des Bistums Magdeburg ein klares Bekenntnis und Übernahme von Verantwortung einfordern – da sich der fortgesetzte sexuelle Missbrauch durch Angehörige des damaligen erzbischöflichen Kommissariats Magdeburg letztendlich nur deshalb ereignen konnte, weil die Verantwortlichen nicht frühzeitig wirksam eingeschritten sind, sondern durch die damals übliche Strafversetzungs-, Geheimhaltungs- und Schweigepraxis die Täter gedeckt und damit weiteren Missbrauch ermöglicht haben.

Freundliche Grüße

Norbert Denef

Der Kirchenvorstand hat dieses Schreiben am 26. Juni 2006 nur „zur Kenntnis genommen“. Mit mir gesprochen hat er kein einziges Mal.

Schweigen ist der Tod – bitte reden Sie mit mir!