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	<title>netzwerkB &#187; Offene Briefe</title>
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	<description>netzwerkB ist eine unabhängige Interessenvertretung in der sich Betroffene von sexualisierter Gewalt für die Rechte Betroffener einsetzen.</description>
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		<title>Der WEISSE RING und die Verjährungsfristen &#8211; nachgefragt</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/05/11/der-weisse-ring-und-die-verjahrungsfristen-nachgefragt/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/05/11/der-weisse-ring-und-die-verjahrungsfristen-nachgefragt/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 11 May 2012 14:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 11.05.2012 (Offenen Brief als PDF herunter laden) WEISSER RING e. V. Bundesgeschäftsstelle Roswitha Müller-Piepenkötter Weberstraße 16 55130 Mainz Fax 06131 / 83 03-45 Offener Brief &#8211; Ihr Abstimmungsverhalten am „Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch“ Sehr geehrte Frau Müller-Piepenkötter, Vielen Dank für ihre ausführliche und schnelle Antwort vom 10.05.2012, durch Ihre Geschäftsführerin Frau Gabriele Holthaus, auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 11.05.2012 (<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/05/Weisser-Ring_11.05.2012.pdf" target="_blank">Offenen Brief als PDF herunter laden</a>)</p>
<p><img title="Ball_Kanzleramt" src="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/05/Ball_Kanzleramt1-480x432.jpg" alt="" width="480" height="432" /></p>
<p>WEISSER RING e. V.<br />
Bundesgeschäftsstelle<br />
Roswitha Müller-Piepenkötter<br />
Weberstraße 16<br />
55130 Mainz</p>
<p>Fax 06131 / 83 03-45</p>
<p><strong>Offener Brief &#8211; Ihr Abstimmungsverhalten am „Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch“</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau Müller-Piepenkötter,</p>
<p>Vielen Dank für ihre ausführliche und schnelle <a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/05/Schr20120510.pdf" target="_blank">Antwort vom 10.05.2012</a>, durch Ihre Geschäftsführerin Frau Gabriele Holthaus, auf unseren <a href="http://netzwerkb.org/2012/05/04/der-weisse-ring-und-die-verjahrungsfristen/" target="_blank">offenen Brief vom 04.05.2012.</a><span id="more-13560"></span></p>
<p>Wir haben Ihnen dort zwei Fragen gestellt. Zum ersten wollten wir wissen, wie sich der WEISSE RING am ”Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch” zum Thema „Deckelung der Entschädigungszahlen“ verhalten hat. Hier haben sie uns eine klare Antwort gegeben. Der WEISSE RING hat sich im Sinne der Betroffenen klar gegen eine Deckelung ausgesprochen.</p>
<p>In einer zweiten Frage wollten wir das Verhalten des WEISSEN RINGS  am Runden Tisch zu den Verjährungsfristen in Erfahrung bringen. Aus ihrer Stellungnahme geht hervor, dass Sie der Verlängerung der Verjährungsfristen im Zivilrecht zustimmten und sich darüber hinaus für eine weitere Überarbeitung der Verjährungsfristen im Strafrecht  aussprachen, welche im Referentenentwurf des Runden Tischs keine Rolle spielte.</p>
<p>Diese Stellungnahme des WEISSEN RINGs zu den Verjährungsfristen ist für netzwerkB unangemessen. Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder bedeuten aus verschiedensten Gründen immer, dass Betroffene unter den Druck der Verjährungsfristen geraten werden, die Gründe haben wir in vielfacher Hinsicht in unseren Positionspapieren dargelegt, s. unter: <a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/03/netzwerkB_Positionspapier_Argumente-zur-Aufhebung-der-Verj%C3%A4hrungsfristen_27.03.12.pdf " target="_blank">http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/03/netzwerkB_Positionspapier_Argumente-zur-Aufhebung-der-Verj%C3%A4hrungsfristen_27.03.12.pdf </a></p>
<p>Wir möchten Ihnen daher als Verein mit dem Anspruch, Betroffene zu vertreten, dringend empfehlen, ihre Position zu überarbeiten. Schon die SPD hatte auf der Vollversammlung im letzten Jahr durch Einsicht in die Lebenswelt des Betroffenen Norbert Denef den Antrag zur Aufhebung von Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt ohne Gegenstimme angenommen, s. unter: <a href="http://youtu.be/j3sUibSUnu0" target="_blank">http://youtu.be/j3sUibSUnu0</a></p>
<p>Dies war ein klares Signal dafür, dass nicht nur Betroffene Gerechtigkeit wollen, sondern dass diese Forderung nach Gerechtigkeit auch bei vielen Nicht-Betroffenen auf breites Verständnis trifft. Eine bloße Verlängerung der derzeit unhaltbaren Verjährungsfristen kann nicht im Sinne aller Betroffenen sein. Zu viele beiläufig bezeichnete Altfälle blieben bei einer bloßen Verlängerung außen vor, obwohl diese immense seelische Schäden besitzen und auch für zukünftig Betroffene würden diese Verjährungsfristen immer noch großes Leid bedeuten. Gerechtigkeit stellt eine bloße Verlängerung der Verjährungsfristen nicht her.</p>
<p>Die Position netzwerkBs stößt auf ein immer breiteres Verständnis. Viele Mitglieder der SPD haben sich so bereits eindeutig für unseren Gesetzentwurf ausgesprochen. Sie können sich hier auch diesem Gesetzentwurf (<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/11/netzwerkB_Positionspapier_Gesetzentwurf_22.11.11.pdf" target="_blank">http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/11/netzwerkB_Positionspapier_Gesetzentwurf_22.11.11.pdf</a>)  anschließen und so Anteil haben, an einer maßgeblichen Veränderung, die zu Gunsten der Betroffenen in den nächsten Jahren ansteht.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p>&#8211;<br />
Für Journalisten-Rückfragen:<br />
netzwerkB &#8211; Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.<br />
Norbert Denef, Vorsitzender<br />
Telefon: +49 (0)4503 892782<br />
Mobil: +49 (0)163 1625091<br />
&#8211;<em><br />
Bitte auf Facebook sharen und bei Twitter publik machen.</em></p>

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		</item>
		<item>
		<title>WEISSER RING raus, da „Altfall“</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/05/07/weisser-ring-raus-da-%e2%80%9ealtfall%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/05/07/weisser-ring-raus-da-%e2%80%9ealtfall%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 May 2012 04:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Opferentschädigungsgesetz]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 07.05.2012 Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die Einzige in Sachen „Altfall“ bin Ein Kommentar von W. O. (Name der Redaktion bekannt) Sehr geehrter Herr Denef, ich habe Ihren Artikel „Der Weisse Ring und die Verjährungsfristen“ gelesen. Anscheinend warten Sie bis zum heutigen Tag auf eine Antwort vom Weißen Ring. Mein Kommentar dazu: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 07.05.2012</p>
<p><strong>Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die Einzige in Sachen „Altfall“ bin</strong></p>
<p>Ein Kommentar von W. O. (Name der Redaktion bekannt)</p>
<p><img title="netzwerkBdrachen" src="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/05/netzwerkBdrachen-480x360.jpg" alt="" width="480" height="360" /></p>
<p>Sehr geehrter Herr Denef,</p>
<p>ich habe Ihren Artikel <a href="http://netzwerkb.org/2012/05/04/der-weisse-ring-und-die-verjahrungsfristen/" target="_blank">„Der Weisse Ring und die Verjährungsfristen“</a> gelesen. Anscheinend warten Sie bis zum heutigen Tag auf eine Antwort vom Weißen Ring.<br />
Mein Kommentar dazu: Ich habe im Mai letzten Jahres einen Brief an den Weissen Ring geschrieben und bis heute keine Stellungnahme von ihnen erhalten.<br />
Ich hatte mich sehr geärgert über  den Weissen Ring, weil ich nach einem halben Jahr der Betreuung durch eine Mitarbeiterin und der Empfehlung eines Anwaltes für das Opferentschädigungsgesetz durch den Weissen Ring, dann letztendlich als „Altfall“ tituliert und wie eine heiße Kartoffel fallengelassen wurde.</p>
<p>Nähere Angaben und Erklärung folgt aus dem Brief an den Weissen Ring, den ich im Mai 2011 an Mainz geschickt hatte.</p>
<p>Herzlichen Dank, Herr Denef und liebe Grüße</p>
<p>W. O.</p>
<p>Nachfolgenden Inhalt im Mai 2011, der wie folgt lautete:<br />
<span id="more-13283"></span><br />
Sehr geehrte Damen und Herren vom Vorstand „Weißen Ring“,<br />
zu aller erst ein „Danke“, dass es Ihre Organisation überhaupt gibt!<br />
Heute wende ich mich an Sie, weil ich mich im November 2010 an den „Weißen Ring“ in Eutin wandte und bekam auch sofort einen Anruf von Frau Renate M. Wir vereinbarten gleich einen persönlichen Termin bei mir Zuhause für den nächsten Tag, am 14. November 2010. Ich war sehr angetan, weil der 14. ein Sonntag war. Frau M. war so einfühlsam und hatte sich an dem besagten Sonntag ganz viel Zeit für mich genommen. Ich erzählte ihr meine Geschichte (Gewalt- und sexueller Missbrauch), die lange Jahre zurückliegt, mich aber im vergangenen Jahr so exzessiv überrollte ( dadurch die entstandene Posttraumatische Belastungsstörung), so dass ich wusste, ich muss mir Unterstützung holen. Dazu fiel mir der Weißen Ring ein! Allen Mut und Kraft zusammen genommen und mich dem Weißen Ring anvertraut. Nach unserem Gespräch kamen Frau M. und ich überein, dass sie sich am nächsten Tag mit ihren Chef vom Weißen Ring in Verbindung setzten wollte, um zu besprechen, inwieweit man mich auch finanziell unterstützen kann. Am 16.11.2010 kam Frau  M. wieder zu mir nach Hause, mit einigen Formularen…es ging dabei unter anderem um einen Beratungsscheck für den Anwalt, der direkt vom Weißen Ring zu dem Anwalt geschickt werden sollte und auf finanzieller Unterstützung.<br />
Wegen meiner gesundheitlichen Situation war ich sehr froh, dass ich im Namen des Weißen Ringes einen Anwalt empfohlen bekommen hatte, der mich in Sachen Opferschutz beraten und verteidigen sollte. So habe ich mich an diesem empfohlenen Anwalt gewandt und ihm auch meine privaten Angelegenheiten anvertraut! Das lief schon schief!<br />
Da meine Psyche und die damit verbundenen körperlichen Beschwerden sich seit 2009 nicht wieder erholten, sah ich mich gezwungen im letzten Jahr die EU-Rente zu beantragen. In der Zwischenzeit wurde mir im Februar 2011 ab dem 09. August 2010 die Rente zugesprochen und ein Feststellungsbescheid vom Landesamt für soziale Dienste Schleswig Holstein einen Grad der Behinderung  (GDB) von 50% zugesprochen bekommen.<br />
Im Laufe der Zeit habe ich mich mit Frau M. zu Gesprächen, ihrer Betreuung und sogar die Begleitung zu Behörden, ganz unbürokratisch, verlassen und freuen können.<br />
Am 09. Mai 2011, also knapp ein halbes Jahr später, wurde mir von Frau M. offeriert, dass am vergangen Freitag eine Sitzung des Weißes Ringes stattfand und sie meinen Fall, aus aktuellem Anlass,  nochmals vorstellig machte und leider die Aussage bekam: „In meinem Fall sei der Weiße Ring raus, da ich ein „Altfall“ bin und für solche Fälle keine Möglichkeiten zur finanziellen Hilfe gesehen werden! Ist es denn möglich, dass es in solchen Fällen wie der Meinigen, solche Gruppierungen aus der finanziellen Leistung herausfallen. Durch meine Historie hatte ich sehr viele Ausgaben für Kuren und ärztliche Betreuung und Verdienstausfall. Was mich in große finanzielle Nöte gerade seit 2009/2010 stürzte.<br />
So wie ich das Aufgabengebiet vom weißen Ring nun verstanden habe, gibt es für mich keine finanzielle Hilfe, weil ich als Altfall gelte.<br />
Für mich als „Altfall“ kann ich nichts für die Spätfolgen meiner Gesundheit! Ich fühle mich alleingelassen! Ist schon schlimm genug, das mein gesundheitlicher Zustand mich immer wieder zusammen brechen lässt und lähmt!<br />
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die Einzige in Sachen „Altfall“ bin und würde mich freuen, wenn Sie unsere „Gruppierung ALTFALL“ nochmals überdenken und innerhalb des weißen Ringes nochmals diskutieren könnten, inwieweit man uns auch finanziell unterstützen kann.<br />
Mein außerordentliches Dankeschön gilt nachwievor Ihrer Mitarbeiterin  M.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>W. O.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Der WEISSE RING und die Verjährungsfristen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/05/04/der-weisse-ring-und-die-verjahrungsfristen/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 18:39:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 04.05.2012 (als PDF herunter laden) WEISSER RING e. V. Bundesgeschäftsstelle Roswitha Müller-Piepenkötter Weberstraße 16 55130 Mainz Fax 06131 / 83 03-45 Offener Brief &#8211; Ihr Abstimmungsverhalten am „Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch“ Sehr geehrte Frau Müller-Piepenkötter, Am 21.02.2012 haben wir Ihren stellvertretenden Bundesvorsitzenden Herrn Prof. Dr. Jürgen Witt gebeten, uns Informationen über das Abstimmungsverhalten des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 04.05.2012 (<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/05/WEISSER-RING_04.05.2012.pdf" target="_blank">als PDF herunter laden</a>)</p>
<p>WEISSER RING e. V.<br />
Bundesgeschäftsstelle<br />
Roswitha Müller-Piepenkötter<br />
Weberstraße 16<br />
55130 Mainz</p>
<p>Fax 06131 / 83 03-45</p>
<p><strong>Offener Brief &#8211; Ihr Abstimmungsverhalten am „Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch“</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roswitha_M%C3%BCller-Piepenk%C3%B6tter" target="_blank">Müller-Piepenkötter</a>,</p>
<p>Am 21.02.2012 haben wir Ihren stellvertretenden Bundesvorsitzenden Herrn <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=dr.%20j%C3%BCrgen%20witt%20&amp;source=web&amp;cd=1&amp;ved=0CFYQFjAA&amp;url=https%3A%2F%2Fwww.weisser-ring.de%2Finternet%2Flandesverbaende%2Fschleswig-holstein%2Flandesverband-schleswig-holstein%2Fnews%2Fdetails%2Farticle%2F20458%2Findex.html&amp;ei=ETqmT9DrHoSLswaOh53MBA&amp;usg=AFQjCNEO7Vgm_I5vrt128Rf-VK6jwgivNA&amp;sig2=oTzYr1Um37BhRzy49kxCjw&amp;cad=rja" target="_blank">Prof. Dr. Jürgen Witt </a>gebeten, uns Informationen über das Abstimmungsverhalten des WEISSEN RING’s am &#8220;Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch&#8221; zukommen zu lassen.</p>
<p>Da wir keine Antwort erhielten, wendeten wir uns mit Schreiben vom 12.03.2012 an Sie, uns die nachfolgenden Fragen zu beantworten.</p>
<p>Ein Telefongespräch mit Ihrer Bundesgeschäftsführerin Frau Gabriele Holthaus führte leider auch nicht dazu, Antworten auf unsere Fragen zu erhalten.</p>
<p>Wir wenden uns deshalb mit diesem offenen Brief erneut an Sie, uns folgende Fragen zu beantworten:<span id="more-13167"></span></p>
<p>Unsere Recherchen ergeben keine klaren Aussagen darüber wie sich der WEISSE RING bei der Abstimmung über die Begrenzung des Hilfesystems auf 10.000 Euro pro Betroffene(r) verhalten hat.</p>
<p>Wir haben Informationen, dass angebliche Opfervertreter bei dieser Abstimmung die Behauptung aufgestellt haben, Betroffene seien mit der Deckelung von 10.000 Euro einverstanden. So sei es dann dazu gekommen, dass dadurch die Widersprüche des Behindertenverbandes und des WEISSEN RING‘s unterlaufen wurden und es so zu einer Zustimmung kam.</p>
<p>Wie hat sich der WEISSE RING am &#8221;Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch&#8221; zum Thema Aufhebung der Verjährungsfristen verhalten?</p>
<p>Auf der Bundesdelegiertenkonferenz des Bündnis90/Grüne hat die am RT vertretene Delegierte Fr. Deligöz sich gegen einen Antrag zur Aufhebung der Verjährungsfristen ausgesprochen, in dem sie wie folgt argumentierte:</p>
<p>Zitat:<br />
&#8220;Der zu diskutierende Antrag auf der Bundesdelegiertenkonferenz am vergangenen Wochenende enthielt die Forderung einer vollständigen Aufhebung der Verjährungsfristen, d.h. sowohl des Zivil- als auch des Strafrechts. Ich bezog meine Äußerung, von den Betroffenen sei diese Aufhebung der Verjährungen nicht gewünscht, auf den breiten Diskussionszusammenhang des Runden Tisches. Dort ist die Forderung der Aufhebung von den dort vertretenen Betroffenen und auch den ihnen nahestehenden Institutionen nicht erhoben worden. Auch ist mir nicht bekannt, dass diese Forderung in einer der verschiedenen Unterarbeitsgruppen (die abermals in Arbeitseinheiten unterteilt wurden) erhoben worden ist.&#8221;<br />
Zitatende</p>
<p>Wenn tatsächlich am „Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch“ dieser Eindruck entstanden ist, dass &#8220;die Forderung der Aufhebung von den dort vertretenen Betroffenen und auch den ihnen nahestehenden Institutionen nicht erhoben wurde&#8221;, warum hat der WEISSE RING nicht interveniert, bzw. diese Fehleinschätzung korrigiert?</p>
<p>Sicherlich werden Sie Verständnis dafür haben, dass die Beantwortung unserer Fragen durch Sie sehr wichtig ist. Denn unsere Mitglieder wollen wissen, in wie weit der WEISSE RING uns in Sachen Aufhebung der Verjährungsfristen unterstützt.</p>
<p>Über eine Antwort würden wir uns sehr freuen.</p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p>&#8211;<br />
Für Journalisten-Rückfragen:<br />
netzwerkB &#8211; Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.<br />
Norbert Denef, Vorsitzender<br />
Telefon: +49 (0)4503 892782<br />
Mobil: +49 (0)163 1625091<br />
&#8211;<em><br />
Bitte auf Facebook sharen und bei Twitter publik machen.</em></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Ein Brief an Karlheinz Deschner</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/05/03/ein-brief-an-karlheinz-deschner/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 16:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 03.05.2012 Gastbeitrag von Ingo Bading Sehr geehrter Herr Deschner, in einem Interview vom 23.3.2010 mit der Deutschen Presseagentur, veröffentlicht vom Humanistischen Pressedienst (http://hpd.de/node/9114) werden Sie gleich zu Anfang gefragt, ob es ähnliche Razzien wie im März 2010 im Kloster Ettal schon einmal in der Kirchengeschichte gegeben hätte. Und Sie verneinen diese Frage: &#8220;Etwas wirklich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 03.05.2012</p>
<p>Gastbeitrag von Ingo Bading</p>
<p>Sehr geehrter Herr Deschner,</p>
<p>in einem Interview vom 23.3.2010 mit der Deutschen Presseagentur, veröffentlicht vom Humanistischen Pressedienst (<a href="http://hpd.de/node/9114" target="_blank">http://hpd.de/node/9114</a>) werden Sie gleich zu Anfang gefragt, ob es ähnliche Razzien wie im März 2010 im Kloster Ettal schon einmal in der Kirchengeschichte gegeben hätte. Und Sie verneinen diese Frage:</p>
<p>&#8220;Etwas wirklich Vergleichbares kaum, zumindest schweigt meine &#8216;Kriminalgeschichte des Christentums&#8217; hierzu ebenso wie meine Sexualgeschichte &#8216;Das Kreuz mit der Kirche&#8217;.&#8221;</p>
<p>Und das scheint mir doch, wie ich denke – Entschuldigen Sie bitte! – ein Irrtum zu sein. <span id="more-13137"></span>Aus dem Buch des Historikers Hans Günter Hockerts &#8220;Die Sittlichkeitsprozesse gegen katholische Ordensangehörige und Priester 1936/1937 – Eine Studie zur nationalsozialistischen Herrschaftstechnik und zum Kirchenkampf&#8221;, schon 1971 im Matthias-Grünewald-Verlag in Mainz erschienen (<a href="http://www.wissenbloggt.de/go.php?http://epub.ub.uni-muenchen.de/4650/" target="_blank">im Netz frei zugänglich</a>), geht klar hervor, daß es solche Razzien in deutschen Klöstern während des Dritten Reiches sehr wohl und sehr umfangreich gegeben hat, und daß die dabei gewonnenen Ergebnisse was die damalige Verbreitung von Kindesmißbrauch in kirchlichen Institutionen betrifft, offenbar sehr weitgehend der damals vorliegenden historischen Wahrheit entsprachen, die sich mit den vorliegenden Verhältnissen des Jahres 2010 offenbar sehr weitgehend deckte, wenn die damaligen Verhältnisse die heutigen nicht sogar übertroffen haben.</p>
<p>Hockerts ist sogar ein sehr bewußt katholischer Historiker, der das Thema sehr sachlich aufarbeitet in diesem Buch und sehr scharf trennt zwischen offenbar damals weitgehend ordentlicher juristischer Aufarbeitung der Thematik und der diesbezüglich natürlich wieder einmal maßlos übertriebenen Goebbel&#8217;schen Propaganda, die vom damaligen Justizminister deshalb auch scharf kritisiert wurde.</p>
<p>Ich halte diese Umstände für eine sehr wesentliche Erkenntnis, schließlich muß daraus die Frage abgeleitet werden:</p>
<p><strong>Ist die katholische Kirche eigentlich wirklich fähig und willens, aus der Vergangenheit lernen zu wollen?</strong></p>
<p>Ich denke, diese Frage muß klar verneint werden, schließlich wurden aus den Erfahrungen der 1930er Jahre auch nach 1971 schlichtweg – soweit mir übersehbar – KEINERLEI Schlußfolgerungen gezogen.</p>
<p>Ich habe über diese Thematik im Oktober 2011 einen zweiteiligen Blogbeitrag geschrieben:</p>
<p><a href="http://studgenpol.blogspot.de/2011/10/katholische-kirche-kein-lernen-aus-der.html" target="_blank">http://studgenpol.blogspot.de/2011/10/katholische-kirche-kein-lernen-aus-der.html</a></p>
<p><a href="http://studgenpol.blogspot.de/2011/10/katholische-kirche-kein-lernen-aus-der_02.html" target="_blank">http://studgenpol.blogspot.de/2011/10/katholische-kirche-kein-lernen-aus-der_02.html</a></p>
<p>(Bzw. parallel auf Paperblog: Teil 1, Teil 2.) Das kann man sicherlich auch noch anders aufbereiten. Aber die wesentlichen Sachverhalte, die hier vorliegen, das NICHTLERNEN aus der Vergangenheit, halte ich für zentral.</p>
<p>Und ich denke, <strong>selbst kirchenkritische Kreise könnten viel Anlaß haben, sich selbstkritisch zu fragen, warum nach der Veröffentlichung von Hans Günter Hockerts im Jahr 1971 nicht wesentlich vehementer gefordert worden ist, daß endlich aus der Vergangenheit gelernt würde, und warum Kinder und Jugendliche deshalb bis zum Jahr 2010 in kirchlichen Zusammenhängen so wenig geschützt waren, Eltern nicht mit Hilfe der geschichtlichen Erfahrungen gewarnt wurden.</strong></p>
<p>Vielleicht fühlen Sie oder andere sich doch veranlaßt, den etwaig von Ihnen im März 2010 geäußerten Irrtum öffentlich richtigzustellen (natürlich ggfs. auch in künftigen Werken, bzw. Neuauflagen). Insbesondere sollte sicherlich auch angeregt werden, daß die damaligen Forschungen von Hockerts von dem Erfahrungsstand von heute aus erneut aufgegriffen und vertieft würden.</p>
<p>Mit herzlichem Dank – und sehr großem Respekt – für Ihr umfangreiches und so ungeheuer wesentliches Lebenswerk,</p>
<p>sowie mit freundlichen Grüßen,</p>
<p>Ingo Bading</p>

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		<item>
		<title>Aufklärung</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/05/02/aufklarung/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/05/02/aufklarung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 02 May 2012 05:46:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[– Sonstige]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 02.05.2012 Offener Brief an: Johannes-Wilhem Rörig Unabhängiger Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs Glinkastraße 24 10117 Berlin Tel.: +49 (0)30 20655-1550 Fax: +49 (0)30 20655-41551 E-Mail: Johannes-Wilhelm.Roerig@ubskm.bund.de Achtung Triggergefahr! Sehr geehrter Herr Rörig, Am 25.01.2012 hatte die “BundesInitiative der Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Kindesalter e.V.” Informationen zu ihrem Botschafter, Dawid Lee Brewer, veröffentlicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 02.05.2012</p>
<p>Offener Brief an:</p>
<p>Johannes-Wilhem Rörig<br />
Unabhängiger Beauftragter für Fragen<br />
des sexuellen Kindesmissbrauchs</p>
<p>Glinkastraße 24<br />
10117 Berlin</p>
<p>Tel.: +49 (0)30 20655-1550<br />
Fax: +49 (0)30 20655-41551<br />
E-Mail: Johannes-Wilhelm.Roerig@ubskm.bund.de</p>
<p><strong>Achtung Triggergefahr!</strong><br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/7qrcb2FcFOY" frameborder="0" width="480" height="340"></iframe></p>
<p>Sehr geehrter Herr Rörig,</p>
<p>Am 25.01.2012 hatte die “<a href="http://www.neu.die-bundesinitiative.de//pages/botschafter_in-der-bi.php" target="_blank">BundesInitiative der Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Kindesalter e.V.</a>” Informationen zu ihrem Botschafter, Dawid Lee Brewer, veröffentlicht.</p>
<p>Daraufhin hat netzwerkB am 25.01.2012 das Video “David Lee Brewer – at BIG FISH litlle fish” (<a href="http://youtu.be/7qrcb2FcFOY" target="_blank">http://youtu.be/7qrcb2FcFOY</a>) veröffentlicht, um deutlich zu machen, dass David Lee Brewer als Botschafter für Betroffene von sexualisierter Gewalt nicht geeignet ist.<span id="more-13081"></span></p>
<p>&#8220;Ich muss wohl nicht betonen wie unpassend und geschmacklos das ist. Die ersten 31 Sekunden von dem Video haben gereicht, um mir Übelkeit zu verursachen.&#8221; Diesen und weitere Kommentare finden Sie zum Artikel &#8220;BOTSCHAFTER_IN DER BI&#8221; auf netzwerkb.org unter: <a href="http://netzwerkb.org/2012/01/25/botschafter_in-der-bi/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2012/01/25/botschafter_in-der-bi/</a></p>
<p>Die “BundesInitiative” hatte kurz danach auf ihrer Internetseite David Lee Brewer als Botschafter wieder entfernt.</p>
<p>Die folgende Meldung durch <a href="http://aufklaerung-ev.de/" target="_blank">Aufklärung e.V.</a>, vom 29. April 2012, zeigt uns, dass die &#8220;Bundesinitiative&#8221; weiterhin mit David Lee Brewer zusammenarbeitet und damit die Gefühle von Betroffenen sexualisierter Gewalt verhöhnt:</p>
<p>Zitat:</p>
<p>&#8220;Am 25. April 2012 lud das Novotel Berlin Am Tiergarten, Aufklärung e.V., die Bundesinitiative Betroffener von sexualisierter Gewalt und Missbrauch e.V. und die YOU – Europas größte Jugendmesse zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor sexueller Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung, Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Politik zum Charity-Frühstück ein.</p>
<p>Eröffnet wird das Charity-Frühstück musikalisch durch den Adoptiv-Sohn der legendären &#8220;Carmen&#8221;-Darstellerin Grace Bumbry, den amerikanischen Tenor und Star-Vocal-Coach David Lee Brewer und den Schauspieler und Sänger Alexander von Hugo (u.a. bekannt aus dem Musical Dirty Dancing).</p>
<p>Der Reinerlös des Charity-Frühstücks ging direkt an den Verein Augen-Auf e.V., für die Einrichtung einer Beratungsstelle für Betroffene von sexueller Gewalt und Missbrauch, sowie deren Angehörige.&#8221;</p>
<p>Zitatende</p>
<p>netzwerkB hat bereits schon Ende Februar 2012 ausführlich auf die fragwürdigen Entscheidungen der &#8220;Bundesinitiative&#8221; hingewiesen und wie das oben genannte Beispiel zeigt, hat sich das Verhalten der selbsternannten Opfervertreter nicht geändert &#8211; die Betroffenen sexualisierter Gewalt werden weiterhin verhöhnt und verraten. Ausführlich dazu mehr in unserem Positionspapier &#8220;Selbsternannte Opfervertreter&#8221;:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/02/netzwerkB_Positionspapier_Selbsternannte-Opfervertreter_24.02.2012.pdf" target="_blank">http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/02/netzwerkB_Positionspapier_Selbsternannte-Opfervertreter_24.02.2012.pdf</a></p>
<p>Sehr geehrter Herr Rörig, netzwerkB fordert Sie hiermit auf, sich öffentlich von der &#8220;BundesInitiative der Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Kindesalter e.V.&#8221; zu distanzieren.</p>
<p>Wir bitten Sie um eine Stellungnahme bis zum 10. Mai 2012.</p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2012/01/25/botschafter_in-der-bi/" target="_blank">BOTSCHAFTER_IN DER BI</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/02/netzwerkB_Positionspapier_Selbsternannte-Opfervertreter_24.02.2012.pdf" target="_blank">Selbsternannte Opfervertreter</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Keine Verjährung der Tat</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/04/10/keine-verjahrung-der-tat/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 13:22:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Offener Brief 10.04.2012 Dr. Ursula von der Leyen MdB Platz der Republik 1 11011 Berlin Fax: 030 &#8211; 227 &#8211; 76234 Betr.: Keine Verjährung der Tat Sehr geehrte Frau Dr. von der Leyen, Sie werden als Frauenärztin mit den Folgen sexualisierter Gewalt bestens vertraut sein und wissen, dass die Entwicklung des betroffenen Kindes mit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief 10.04.2012</p>
<p>Dr. Ursula von der Leyen MdB<br />
Platz der Republik 1<br />
11011 Berlin<br />
Fax: 030 &#8211; 227 &#8211; 76234</p>
<p><strong>Betr.: Keine Verjährung der Tat</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau Dr. von der Leyen,</p>
<p>Sie werden als Frauenärztin mit den Folgen sexualisierter Gewalt bestens vertraut sein und wissen, dass die Entwicklung des betroffenen Kindes mit der Tat um so nachhaltiger gestört bleiben wird, je früher das Verbrechen geschieht, je näher sein Täter/seine Täterin sich in seinem Umfeld aufhält.<br />
Häufig führt gesellschaftliche Ignoranz die Betroffenen später in folgenschwere Isolierung und treibt so die gesamte Gesellschaft auf erhebliche Folge-Kosten im Gesundheits-, Sozial- und Arbeitswesen.</p>
<p>Ihnen wird die Initiative netzwerkB (Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.) bekannt sein.<br />
Im Dezember 2011 hielt Norbert Denef, Vorsitzender von netzwerkB, eine Rede auf dem Bundesparteitag der SPD, die Sie hier nachhören können: <a href="http://youtu.be/j3sUibSUnu0" target="_blank"><br />
http://youtu.be/j3sUibSUnu0</a><span id="more-12923"></span></p>
<p>Vor mehr als drei Jahren hatte Norbert Denef eine Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof gegen die Ablehnung der Petition ‘Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben’ durch den Deutschen Bundestag eingereicht. Diese Beschwerde können Sie einsehen unter: <a href="http://netzwerkb.org/2009/02/24/515/" target="_blank"></p>
<p>http://netzwerkb.org/2009/02/24/515/</a></p>
<p>Als einzig wirklich wirksame Warnung vor Übergriffen (und zwar für alle Zeiten!) scheint mir nur diese Art der Vorbeugung geeignet zu sein.<br />
Der Täter muss wissen, dass es <strong>keine Verjährung der Tat</strong> geben wird &#8211; niemals!</p>
<p>Der Gesetzgeber hätte mit der not-wendigen Aufhebung der Verjährung bereits vor Jahrzehnten neues Leid unendlich vieler Kinder verhindern können; Kinder brauch(t)en bis zu acht &#8220;Anläufe&#8221;, um überhaupt einmal angehört, um erst einmal ernst genommen zu werden. Sie wurden gezwungen die Tat zu verdrängen &#8211; oft auf Jahrzehnte.<br />
Die Aufhebung der Verjährungsfristen bei Schäden an Psyche, Leib und Leben muss daher &#8211; zur gesellschaftlichen Rehabilitierung ehemaliger Opfer &#8211; rückwirkend erfolgen.</p>
<p>Aus einem Gastbeitrag in netzwerkb.org möchte ich gern dies zitieren: &#8221; &#8230; wie weit wir noch von der tatsächlichen Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt vorwiegend an Mädchen, vorwiegend von Männern und vorwiegend in der Familie und den komplexen Zusammenhängen und Folgen dieser massiven Grundgesetz-und Körperverletzungen entfernt sind.<br />
Zwei Jahre nachdem sich „gut situierte Männer&#8221; als Opfer von sexualisierter Kindesmisshandlung in so genannten „Kaderschmieden&#8221; geoutet haben, ist das „Wissen&#8221; über sexualisierte Gewalt an Kindern und deren lebenslänglichen Folgen und volkswirtschaftlichen Schäden sowohl bei den so genannten „Expert/innen&#8221;, wie leider auch in den Medien (und ihrem ungeheuerlichen gesellschaftlichen Einfluss) erschreckend von veralteten, klischeehaften, populistischen und klar täterperspektivischen Vorstellungen geprägt.&#8221;<br />
Zitatende  (Quelle: <a href="http://netzwerkb.org/2012/04/04/eine-art-von-fruhem-%e2%80%9eeinverstandnis%e2%80%9c/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2012/04/04/eine-art-von-fruhem-%e2%80%9eeinverstandnis%e2%80%9c/</a>)</p>
<p>Unser Staat hätte seit seiner Gründung also für die Einhaltung bestehender Gesetze und für die längst überfällige Neufassung dieser nachweisbar fehlerhaften Gesetzgebung sorgen müssen.  In Politik und Gesellschaft bediente man sich statt dessen einer sträflichen Gleichgültigkeit dem Leben gegenüber &#8211; Wirtschaft und Banken erfuhren [bis heute] jede Priorität.</p>
<p>Bitte, helfen Sie uns, das BEWUSSTSEIN für diese schlimmen Versäumnisse in der Vergangenheit bei Frau Dr. Merkel (sie plädierte anfangs für &#8220;Wahrheit und Klarheit&#8221;), im Kabinett, in der gesamten Gesellschaft zu stärken.</p>
<p>Bei 10 Mio. Überlebenden(!) müssen irgendwie ALLE beteiligt gewesen sein.</p>
<p>Über Ihre Antwort, über Ihre Solidarität und Ihre Intervention würde ich mich sehr freuen.</p>
<p>Mit hoffnungsvollen Wünschen und</p>
<p>mit freundlichen Grüßen</p>
<p>H. Verhees</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Vertuschung von Missbrauchsfällen im Bistum Trier</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/03/29/vertuschung-von-missbrauchsfallen-im-bistum-trier/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/03/29/vertuschung-von-missbrauchsfallen-im-bistum-trier/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 19:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Offener Brief an den Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann Vertuschung von Missbrauchsfällen im Bistum Trier ,Niemals tut der Mensch das Böse so vollkommen und fröhlich, als wenn er es aus religiöser Überzeugung tut.‘ (Blaise Pascal) Sehr geehrter Herr Bischof, gemäß uns vorliegender Dokumente haben sich in der zu ihrem Bistum gehörenden saarländischen Pfarrei Herz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief an den Bischof von Trier, Dr. Stephan Ackermann</p>
<p>Vertuschung von Missbrauchsfällen im Bistum Trier</p>
<p>,Niemals tut der Mensch das Böse so vollkommen und fröhlich, als wenn er es aus religiöser Überzeugung tut.‘ (Blaise Pascal)</p>
<p>Sehr geehrter Herr Bischof,</p>
<p>gemäß uns vorliegender Dokumente haben sich in der zu ihrem Bistum gehörenden saarländischen Pfarrei Herz Jesu, Püttlingen-Köllerbach zahlreiche Missbrauchsfälle ereignet.</p>
<p>Im Jahr 2009 meldete sich ein Missbrauchsopfer bei Pfarrer Guido Ittmann, der unser Familienmitglied ist, und berichtete ihm, dass er durch den Priester V. sexuell missbraucht worden sei. Der mutmaßliche Täter soll, wie wir inzwischen wissen, an die dreißig(!) Kinder vergewaltigt haben, viele der Opfer stammen aus der Pfarrei Herz Jesu, Püttlingen-Köllerbach. Der Täter wurde bereits vor Jahren verurteilt und befindet sich wieder im Dienst des Bistums Trier. Von Pfarrer Ittmann hierauf angesprochen, teilte ihm ein Mitarbeiter der Bistumsleitung mit, dass Priester V. ein hochangesehener Priester des Bistums sei.</p>
<p>Im Jahr 2010 erfuhr Pfarrer Ittmann von weiteren Missbrauchsfällen innerhalb seiner Pfarrei.<span id="more-12697"></span></p>
<p>Auf dem Gebiet der Pfarrei Herz-Jesu, Püttlingen-Köllerbach befindet sich auch das Kirchengebäude der Gemeinde St. Martin, einer Gruppe traditionalistisch eingestellter Katholiken.<br />
Hier soll es durch zwei der dort vormals tätigen Priester und einem ehrenamtlich tätigen Laien zu Sexualdelikten an Kindern bzw. Jugendlichen gekommen sein.</p>
<p>Priester H. soll ein Kleinkind vergewaltigt haben. Der Vater dieses Kindes soll seine Tochter missbraucht haben. Als diese sich hilfesuchend an den damaligen Seelsorger der Gemeinde, Priester U. gewandt habe, soll sie durch diesen ebenfalls vergewaltigt worden sein. Die Täter deckten sich dabei wohl jahrelang gegenseitig.</p>
<p>Von diesen Vorfälle erlangte Anfang 2010 der zu dieser Zeit in der Gemeinde St. Martin tätige Seelsorger, Herr Pater Gorges, mehr und mehr Kenntnis und leitete diese an seine Oberen, an das Bistum Trier als auch an den Ortspfarrer von Püttlingen-Köllerbach, Herrn Pfarrer Ittmann weiter.</p>
<p>In der Karwoche 2010 stellten Sie, Herr Bischof, im Rahmen einer Pressekonferenz die Beratungshotline der Deutschen Bischofskonferenz für Opfer sexuellen Missbrauchs der Öffentlichkeit vor. Zuvor waren Sie zum Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz für alle Fragen im Zusammenhang des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger im kirchlichen Bereich ernannt worden.</p>
<p>Im Anschluss an diese Pressekonferenz teilte ein Mitglied der Bistumsleitung Pfarrer Ittmann mit, dass die Trierer Bistumsleitung beschlossen habe, die Missbrauchsfälle in Püttlingen-Köllerbach aus dem Bistum Trier heraushalten zu wollen. Pfarrer Ittmann wurde aufgefordert, in der Angelegenheit nichts zu unternehmen.</p>
<p>Die Bistumsleitung erklärte sich Pfarrer Ittmann gegenüber wiederholt für die Aufklärung und den Schutz möglicher weiterer Opfer nicht für zuständig. Man argumentierte beispielsweise, Priester H. habe sich zum Zeitpunkt der Vergewaltigung des Kleinkindes nicht in einem Dienstverhältnis des Bistums Trier befunden.</p>
<p>In Absprache mit Pater Gorges ist Pfarrer Ittmann daraufhin auf eigene Verantwortung den im Raum stehenden Missbrauchsvorwürfen weiter nachgegangen, um etwaige Zweifel an den Geschehnissen auszuräumen. In einem Gespräch mit einem Betroffenen wurde er Zeuge einer Morddrohung gegen einen der möglichen Täter. Daraufhin erstattete er im Sommer 2010 pflichtgemäß Anzeige bei der Kriminalpolizei Saarbrücken gegen die drei Täter wegen sexuellen Missbrauchs an Schutzbefohlenen.</p>
<p>Das polizeiliche Ermittlungsverfahren musste kurz darauf allein aufgrund der geltenden Verjährungsfristen für Sexualstraftaten abgebrochen und eingestellt werden.</p>
<p>Bis zur Stunde gibt es von Ihrer Seite zu diesen Geschehnissen keine öffentliche Erklärung an die Katholiken und Betroffenen in Püttlingen-Köllerbach.</p>
<p>Der tatverdächtige Laie ist weiterhin in leitender ehrenamtlicher Funktion innerhalb der Gemeinde tätig. Priester H., der wegen Sexualdelikte bereits einmal verurteilt wurde und in vier weiteren Ländern Kinder missbraucht haben soll, ist nach unserer Kenntnis 2011 in der Schweiz erneut verhaftet worden und sitzt seitdem im Gefängnis. Priester U. feiert nach wie vor im Saarland die Hl. Messe.</p>
<p>Zur Abklärung (Vertuschung?) der Missbrauchsfälle in Püttlingen-Köllerbach sowie anderer Konflikte innerhalb der Gemeinde St. Martin war durch bischöfliche Ernennung der Dechant des Dekanates Völklingen, wozu auch die Gemeinde Püttlingen-Köllerbach gehört, Herrn Pfarrer Klaus Leist, zuständig.</p>
<p>Dieser hat die Missbrauchsfälle in Püttlingen-Köllerbach in offensiver Weise von Anfang an unter Berufung auf die Bistumsleitung bestritten.</p>
<p>Pater Gorges, der die Missbrauchsfälle wesentlich mit aufgedeckt hat, wurde durch Dechant Leist als unglaubwürdig diffamiert. Pfarrer Ittmann gegenüber bezeichnete Dechant Leist wiederholt Pater Gorges als psychisch krank und deshalb als nicht glaubwürdig. Er würde haltlose und unbewiesene Gerüchte verbreiten. Ohne je Pater Gorges Gelegenheit zu geben, sich gegen die Verleumdungen zur Wehr zu setzen, vertrat Dechant Leist seine Position auch offen gegenüber anderen Priestern des Dekanates Völklingen.<br />
Pater Gorges wurde als Seelsorger der Martinkirche entpflichtet und in die Arbeitslosigkeit entlassen.<br />
Dann folgte eine Rufmordkampagne gegen unser Familienmitglied, Pfarrer Ittmann.</p>
<p>Dechant Leist streute innerhalb der Pfarrgemeinde das Gerücht, Pfarrer Ittmann habe sich selbst etwas zu Schulden kommen lassen. Er sei deshalb aus seinem Heimatbistum Paderborn rausgeflogen. Schlimmer noch: Es sei in Berlin, wo Pfarrer Ittmann in einer renommierten Jugendhilfeeinrichtung einige Jahre tätig war und Jugendliche betreut hat, etwas vorgefallen, worauf Pfarrer Ittmann fünf Jahre vom priesterlichen Dienst suspendiert worden sei.</p>
<p>Durch derartige Verleumdungen aufgeputscht, kam es zu einer regelrechten Hetz- und Rufmordkampagne seitens einer kleinen Gruppe der Pfarrgemeinde gegen Pfarrer Ittmann. Seit Herbst 2010 erhielt Pfarrer Ittmann zahlreiche anonyme Drohbriefe. Es wurde ihm auch körperliche Gewalt angedroht.</p>
<p>Derart selbst als Sexualstraftäter diffamiert und von bischöflicher Seite im Stich gelassen, flüchtete Pfarrer Ittmann Ostern 2011 aus seiner Pfarrei und kehrte nach Berlin zurück. Aufgrund der Bedrohungslage und der Verleumdungen erkrankte er und verblieb neun Monate in Berlin. Die Kriminalpolizei bot ihm Polizeischutz an.</p>
<p>In diesen Monaten gab es weitere Verleumdungen gegen ihn. Man bescheinigte ihm im Sommer 2011 seitens der bischöflichen Behörde eine Paranoia. Auch sei er selbst schuld an den anonymen Drohbriefen.<br />
Noch Anfang dieses Jahres unterstellte ihm der als Pfarrverwalter für Püttlingen-Köllerbach eingesetzte Pfarrer Hans Thul auf einer öffentlichen Sitzung des Pfarrgemeinderates erneut eine Paranoia.</p>
<p>Pfarrer Ittmann, der nicht durchgehend erkrankt war, wurde seitens Ihrer bischöflichen Behörde in den Monaten seiner Flucht untersagt, mit Mitgliedern seiner Pfarrei, wozu auch einige Freunde zählen, zu reden und Kontakte zu pflegen. Man verbot ihm, wie es in einem amtlichen Schreiben heißt, in seine Gemeinde hineinzuwirken.</p>
<p>Veröffentlichungen im Pfarrbrief wurden ebenfalls untersagt bzw. der Zensur unterworfen.</p>
<p>Angesichts dieser Faktenlage erklären wir:</p>
<p>Zum ersten:<br />
In Übereinstimmung mit Papst Benedikt XVI sind wir der Auffassung, dass ein Priester, der ein Kind vergewaltigt hat, nie mehr Priester sein kann.</p>
<p>Zum zweiten:<br />
In Übereinstimmung mit der christlich-abendländischen Moralauffassung und auf der Grundlage des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland sind wir entschieden der Meinung, dass jeder Mensch, der von einer Vergewaltigung eines Kindes erfährt, moralisch unbedingt persönlich zuständig und zum Handeln verpflichtet ist.<br />
Hier darf man sich nicht durch juristische Winkelzüge der Verantwortung entziehen.</p>
<p>Es ist ein beispielloser Skandal, dass kirchlich Angestellte um ihre berufliche Existenz, ja ihr Leben fürchten müssen, wenn sie Kapitalverbrechen pflichtgemäß zur Anzeige bringen (wollen). Ein solches, offenbar nicht nur im Bistum Trier herrschende Binnenklima, begünstigt und fördert geradezu weitere Sexualdelikte.</p>
<p>Zum dritten:<br />
Pater Gorges und Pfarrer Ittmann sind unverzüglich öffentlich zu rehabilitieren.<br />
In der einzigen amtlichen Stellungnahme, die es seit Ostern 2010 zu den Vorfällen in Püttlingen-Köllerbach gegeben hat, steht kein Wort zu den durch Pater Gorges und Pfarrer Ittmann aufgedeckten Missbrauchsfällen, kein Wort zu den Drohbriefen, kein Wort zu den Verleumdungen durch Dechant Leist und anderen Personen.</p>
<p>Die im Pfarrbrief vom 28. Januar 2012 veröffentlichte Mitteilung umfasst ganze sieben Sätze.<br />
Wir zitieren den zweiten und dritten Satz:<br />
‚Nach Absprache mit unserem Bischof hat er (Pfarrer Ittmann) seit 1. Januar einen neuen Dienst in einer Pfarrei in seinem Heimatbistum Paderborn angetreten. Wie sie aus der Presse bereits erfahren konnten, laufen auf verschiedenen Ebenen noch Ermittlungen.‘</p>
<p>Hierzu stellen wir klar: Es gab und gibt keine Ermittlungen gegen unser Familienmitglied Pfarrer Ittmann. Schon gar nicht auf verschiedenen Ebenen. Woran soll man dabei denken? Etwa an Kindesentführung, Steuerhinterziehung, Zuhälterei, Totschlag….?</p>
<p>Wahr ist hingegen, dass gegen Ihren bischöflich Beauftragten zur Abklärung der Konflikte und Missbrauchsfälle in Püttlingen-Köllerbach, Herrn Dechant Leist, zur Stunde noch kriminalpolizeiliche Ermittlungen wegen angedrohter Körperverletzung und Verleumdung gegenüber Pfarrer Ittmann laufen.</p>
<p>Zum vierten:<br />
Nachdem Pfarrer Ittmann im Sommer 2010 Anzeige gegen drei Sexualstraftäter erstattet hatte, wurde er seitens bischöflicher Mitarbeiter wiederholt eingeschüchtert und genötigt.<br />
Wir appellieren deshalb eindringlich an Sie, die auf Einschüchterung und Nötigung basierende Form der Mitarbeiterführung in ihrem Bistum unverzüglich zu beenden und durch einen Stil zu ersetzen, der von christlicher Humanität und Respekt vor der Menschenwürde Ihrer Mitarbeiter geprägt ist.</p>
<p>Wir werden ab sofort alle an Pfarrer Ittmann gerichteten Briefe Ihrer oder auch einer anderen bischöflichen Behörde, die Elemente der Einschüchterung und Nötigung enthalten und somit strafrechtliche Relevanz besitzen könnten, an die Staatsanwaltschaft Saarbrücken und die Medien, insbesondere an den ,Spiegel‘ zur Veröffentlichung weiterleiten.</p>
<p>Zum fünften:<br />
Wie oben aufgeführt, wurde Pfarrer Ittmann das Recht auf freie Meinungsäußerung genommen.<br />
Mehr noch: Ihm und seinen Mitarbeitern wurde unter Androhung arbeitsrechtlicher Konsequenzen untersagt, die unzutreffenden Behauptungen bischöflicher Mitarbeiter, Pfarrer Ittmann sei paranoid und ein Sexualstraftäter, öffentlich zu dementieren.</p>
<p>Dies ist äußerst gravierend.</p>
<p>Jeder Bürger dieses Landes ist, auch dann, wenn er katholisch ist und sich in einem kirchlichen Arbeitsverhältnis befindet, jederzeit im vollumfänglichen Besitz der durch das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland garantierten Grundrechte.</p>
<p>,Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.‘ (Artikel 5,(1) des Grundgesetzes)</p>
<p>Zum sechsten:<br />
Im Hinblick auf die möglichen Missbrauchsopfer in Püttlingen-Köllerbach fragen wir Sie:<br />
Welche Hilfe bieten Sie den Opfern an?</p>
<p>Wir sind wie Hundertausende andere Bürger in diesem Land zutiefst darüber beschämt, dass Missbrauchsopfer und Vertreter von Missbrauchsverbänden bis heute allzu oft von kirchlichen Würdenträgern wie Bittsteller und Störenfriede behandelt werden. Gespräche werden verweigert, Aufklärungsmaßnahmen verschleppt oder ganz verhindert. Nicht selten werden die Opfer von Kapitalverbrechen, die von kirchlichen Mitarbeitern verübt wurden, nicht wie Opfer, sondern wie Täter behandelt.<br />
Diese skandalöse, zutiefst unchristliche Vorgehensweise muss ein für alle Mal ein Ende finden.</p>
<p>Wir erwarten von den Bischöfen dieses Landes und ganz besonders von Ihnen, dem Missbrauchsbeauftragten der Deutschen Bischofskonferenz, dass Sie Seite an Seite mit den Missbrauchsopfern für deren berechtigen Interessen und Anliegen kämpfen und aufhören, sich als deren Opposition zu verstehen.</p>
<p>Zahllose Missbrauchsopfer können, wie Sie wissen, oft erst nach dreißig oder vierzig Jahren über ihre erlittenen Folterungen erstmalig reden. Für sie gibt es aufgrund der skandalös kurzen Verjährungsfristen für Sexualdelikte bis zur Stunde überhaupt keine Möglichkeit der juristischen Aufarbeitung.<br />
Was für eine Schande, dass diese Menschen dann auch noch von Personen, die sich auf Christus berufen, verhöhnt und im Stich gelassen werden!</p>
<p>Da sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen aufgrund der komplexen psychologischen Auswirkungen eine mit keiner anderen Straftat vergleichbare Verletzung der Menschenwürde darstellt und die Folgen für die Opfer ein Leben lang währen, muss auch der Gesetzgeber diesem Faktum endlich Rechnung tragen.</p>
<p>Wir fordern deshalb die Aufhebung der Verjährungsfristen für Sexualdelikte an Schutzbefohlenen und rufen Sie, Herr Bischof auf, dies konsequent politisch einzufordern und es nicht bei Sonntagsreden zu belassen.</p>
<p>Nach wie vor besitzen Missbrauchsopfer jedoch so gut wie keine Lobby in unserem Land.<br />
Die Katholische und Evangelische Kirche in Deutschland mit ihren über fünfzig Millionen Mitgliedern könnte und muss diese Lobby sein. Bislang ist dies leider nicht der Fall.</p>
<p>Geben sie, Herr Bischof, Ihren misshandelten Brüdern und Schwestern, ohne Wenn und Aber Ihre Stimme.</p>
<p>Wir schließen mit einem Bibelzitat aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 25, Vers 40,45,46, in dem der Weltenrichter Christus spricht:</p>
<p>,Amen, das sage ich euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder (und Schwestern) getan habt, das habt ihr mir getan… Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan: Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.‘</p>
<p>Lennestadt, den 23. März 2012</p>
<p>Annemarie Ittmann</p>
<p>Pia Wipper</p>
<p>Willi Wipper</p>
<p>Lydia Körber</p>
<p>Erich Körber</p>
<p>Ronald Körber</p>
<p>Gertrudis Klein</p>
<p>Manuela Klein</p>

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		<title>Kein Verzicht auf die Einrede der Verjährung</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/03/22/kein-verzicht-auf-die-einrede-der-verjahrung/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 10:02:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Bischof Ackermann antwortet Opferanwalt: Kein Verzicht auf die Einrede der Verjährung Mit Schreiben vom 20.2.2012 hatte Rechtsanwalt Dr. Christian Sailer, der seit Jahren Opfer sexueller Gewalt durch katholische Priester in Deutschland und Österreich berät und vertritt, dem Beauftragten der Bischofskonferenz folgendes geschrieben: „Ich erlebe gegenwärtig zum Beispiel, dass einer heute 50-jährigen Frau, die als Kind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bischof Ackermann antwortet Opferanwalt: Kein Verzicht auf die Einrede der Verjährung</p>
<p>Mit <a href="http://netzwerkb.org/2012/02/25/verzicht-auf-verjahrungseinreden/" target="_blank">Schreiben vom 20.2.2012</a> hatte Rechtsanwalt Dr. Christian Sailer, der seit Jahren Opfer sexueller Gewalt durch katholische Priester in Deutschland und Österreich berät und vertritt, dem Beauftragten der Bischofskonferenz folgendes geschrieben:<span id="more-12634"></span></p>
<p>„Ich erlebe gegenwärtig zum Beispiel, dass einer heute 50-jährigen Frau, die als Kind und junges Mädchen von einem katholischen Priester jahrelang sexuelle Gewalt zugefügt wurde, Schadensersatz für den größten Teil ihrer Leidenszeit von vornherein deshalb vorenthalten bleibt, weil sich der Würzburger Bischof auf Verjährung beruft. Wie wollen Sie derartiges mit den wiederholten Beteuerungen Ihrer Kirche, Wiedergutmachung zu leisten, vereinbaren? Wäre es nicht ein Gebot des Anstands und der Ehrlichkeit, auf die Verjährungseinrede grundsätzlich zu verzichten, um die restlose Aufklärung und Entschädigung aller Missbrauchsfälle möglich zu machen?“</p>
<p>Es handelte sich um einen offenen Brief mit der Bitte um eine öffentliche Antwort. Nun erhielt der Anwalt ein Schreiben der Deutschen Bischofskonferenz/Büro für Fragen des sexuellen Missbrauchs im kirchlichen Bereich vom 15.3.2012 mit der Bemerkung „persönlich/vertraulich“ und der Bitte, „von einer Veröffentlichung meines Schreibens abzusehen.“ Doch Sailer hatte nicht privat gefragt, sondern öffentlich, weshalb es auch nicht angeht, dass die Antwort in der Schublade verschwindet, weil sie der Bischofskonferenz peinlich ist.</p>
<p>Die an den Bischof gerichtete Bitte, „auf Priester und alle verantwortlichen kirchlichen Einrichtungen einzuwirken, bei Ansprüchen aufgrund von Fällen sexuellen Missbrauchs auf die Einrede der Verjährung zu verzichten“, geht das Schreiben gar nicht ein. Stattdessen wird behauptet, der Vorschlag des Anwalts liefe darauf hinaus, die Opfer anstatt unbürokratischer Hilfe „auf die gerichtliche Durchsetzung von Ansprechung zu verweisen“. Sailer: „Davon kann natürlich keine Rede sein; aber viele Opfer müssten eben klagen können, weil ihnen die unbürokratische Hilfe der Kirche nur Almosen bietet.“</p>
<p>Doch die klerikale Verdrehung der klaren Anfrage des Anwalts geht noch weiter: Wenn man die Opfer auf den Gerichtsweg verweise, seien sie doch voll beweispflichtig und es bestehe die große Gefahr, „dass sie mit ihren Ansprüchen vor Gericht scheitern“. Sailer: „Welch scheinheilige Fürsorge! Die meisten Opfer scheitern nicht, weil es keine Beweise gibt, sondern weil die Kirche den Opfern sagt, ‚ihr kommt zu spät, eure Ansprüche sind längst verjährt’. Und dies müsste sie nicht sagen, denn die Einrede der Verjährung steht in ihrem freien Ermessen!“</p>
<p>Dr. Christian Sailer<br />
Max-Braun-Straße 2<br />
97828 Marktheidenfeld</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2012/02/25/verzicht-auf-verjahrungseinreden/" target="_blank">Verzicht auf Verjährungseinreden</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Zur Notwendigkeit der Verjährungsfristen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/03/09/zur-notwendigkeit-der-verjahrungsfristen/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Mar 2012 14:34:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 09.03.2012 Offener Brief an Justizministerin Dr. Beate Merk &#8211; Zur Notwendigkeit der Verjährungsfristen (als PDF herunter laden) Sehr geehrte Frau Dr. Merk Es freut uns, dass Sie unser Schreiben vom 02.01.2012 (http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/03/Merk_02.01.2012.pdf)  zu einer Aufhebung der Verjährungsfristen so positiv aufgenommen haben. Dennoch machen Sie uns in ihrem Antwortschreiben vor allem auf die politischen Unwägbarkeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 09.03.2012</p>
<p><strong>Offener Brief an Justizministerin Dr. Beate Merk &#8211; Zur Notwendigkeit der Verjährungsfristen</strong></p>
<p>(<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/03/Merk_offener-Brief_09.03.2012.pdf" target="_blank">als PDF herunter laden</a>)</p>
<p>Sehr geehrte Frau Dr. Merk</p>
<p>Es freut uns, dass Sie unser Schreiben vom 02.01.2012 (<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/03/Merk_02.01.2012.pdf" target="_blank">http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/03/Merk_02.01.2012.pdf</a>)  zu einer Aufhebung der Verjährungsfristen so positiv aufgenommen haben. Dennoch machen Sie uns in ihrem Antwortschreiben vor allem auf die politischen Unwägbarkeiten und Schwierigkeiten aufmerksam, die unser Vorhaben, die Verjährungsfristen aufzuheben, hat. Sie versuchen, aus einer ihrer Auffassung realistischen Perspektive zu argumentieren und setzen demnach vor allem auf Verlängerung der Verjährungsfristen. Damit setzen Sie sich zwar politisch für das ihrer Einschätzung nach Mögliche ein, dennoch aber schreiben Sie:<span id="more-12476"></span></p>
<p>„Für ihre [netzwerkB] darüber hinausgehende Forderung, die Verjährung bei Fällen sexualisierter Gewalt gänzlich abzuschaffen, habe ich viel Verständnis. Ich sehe diese Forderung jedoch anders als diejenige einer deutlichen Verlängerung der Fristen als politisch leider nicht durchsetzbar.“ (zitiert aus dem Schreiben von Frau Dr. Merk an netzwerkB vom 10.02.2012).</p>
<p>Da Sie bedauern, dass unsere Forderungen nicht durchsetzbar seien, werten wir Ihren Brief als indirekte Zustimmung und Unterstützung unseres Vorhabens. Bei netzwerkB geht es uns prinzipiell nicht um die politischen Möglichkeiten, sondern um die Notwendigkeiten, die sich aus den Einsichten in den Kindesschutz und aus den Konsequenzen von sexualisierter Gewalt überhaupt ergeben. Es ist unserer Ansicht eine Frage der allgemeinen Gerechtigkeit das Klagerecht für Betroffene einzufordern, die sich so viele Jahre nicht äußern konnten, Angst und Scham hatten, sich so gehemmt sahen oder gar über viele Jahre überhaupt nicht erinnern konnten.</p>
<p>Die Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt ist nach Ansicht netzwerkB‘s ein tiefes Bekenntnis zum Schutz der Menschenwürde des Einzelnen, der aufgrund der Schwere der Verbrechen an seiner Seele nicht mehr unter dem Druck einer Klageerhebung stehen würde. Die Aufhebung wäre darüber hinaus ein Signal, dass wir unsere Kinder gerade in ihrer Entwicklung unmissverständlich schützen wollen. Wir würden damit anerkennen, dass Eingriffe in die Psyche in so jungen Jahren, Konsequenzen für ein ganzes Leben haben. Es liegt hierin eine Chance begründet, Ketten der Gewalt in unserer Gesellschaft zu durchbrechen und eine nachhaltige Veränderung im Miteinander der Menschen zu bewirken. Diese Chance rückt näher und wir hoffen, dass sie sich bald von politisch programmierten Sachzwängen lösen und nicht nur eine quantitative Verbesserung, sondern den Qualitätssprung einer Aufhebung in den Blick nehmen.</p>
<p>Uns von netzwerkB geht es aus diesen Gründen weniger um die unmittelbaren Konsequenzen für mögliche Gerichtsverfahren, sondern es geht uns um die gesellschaftliche Gerechtigkeit, die wir gegenüber Kindern herstellen müssen und die wir so lange Zeit in unseren Gesetzen vernachlässigt haben. Allein die Tatsache, dass wir nach unserem gegenwärtigen Gesetz sexualisierte Gewalt gegen Kinder immer noch als Vergehen und nicht als Verbrechen werten, zeigt diesen Missstand an.</p>
<p>Sie haben an dieser Stelle nun gänzlich Recht, wenn Sie uns in ihrem Brief darauf hinweisen, dass unsere Forderung einer Aufhebung der Verjährungsfristen einen Systembruch bedeutet. Unserer Sicht aber hat das Gerechte gegenüber den Kinder als gegenüber dem Betroffenen, dem die Verjährungsfristen zusetzen, Vorrang vor einem formalen System, das allein irgendwie funktionieren mag. Um dieses immer wieder zu verdeutlichen, zeigt netzwerkB die tatsächlichen Leidensgeschichten Betroffener auf, die an den jetzigen Verjährungsfristen leiden. Da sich hier die Ungerechtigkeit anhand der lebensweltlichen Perspektive offenbart, so glauben wir, dass der Systembruch (gleich ob als möglich oder unmöglich diskutiert) als notwendig eingesehen werden kann. So geschah es auch auf dem Parteitag der SPD, wo ein eingebrachter Antrag auf Aufhebung der Verjährungsfristen ohne Gegenstimme angenommen wurde (Das Video hierzu ist unter folgendem Link zu finden: <a href=" http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/</a>).</p>
<p>Mit der Forderung nach rückwirkender Aufhebung der Verjährungsfristen beschränkt sich netzwerkB nicht auf das, was durch eine geltende Verfassung pauschal als gerecht ausgegeben wird, sondern hinterfragt die Gründe der Gültigkeit dieses Rechts. Wir glauben an eine Demokratie, die sich selbst am Maßstab der Gerechtigkeit, an den Weisungen der Lebenswelt immer wieder neu bestimmt und keine einmalig universalisierten Denkgesetze diktiert, sondern im Diskurs ihre Gültigkeit immer wieder neu bestimmt. Dieses Ideal der Gerechtigkeit verlangt es, dass wir zunächst angebliche Sachzwänge überwinden und uns für das Ideal des Gerechten auch einsetzen. Wir dürfen uns nicht schon im Vorfeld programmatisch auf Lösungen eines angeblich festgefügten Systems eingrenzen lassen.</p>
<p>Daher verstehen Sie: Ihre vorgeschlagene Verlängerung der Verjährungsfristen ist zwar durchaus eine relative Verbesserung. Dies sehen wir ein, aber die Aufhebung der Verjährungsfristen unterscheidet sich nochmal erheblich in ihrer Qualität im Hinblick auf das, was nur gerecht sein kann.</p>
<p>Gleichwohl jedoch die Lebensperspektive Betroffener bei uns im Mittelpunkt steht (denn die Gerechtigkeit für die Menschen und nicht das formale Gesetz ist das höchste Maß für eine Demokratie), möchten wir zu ihrem Schreiben vom 10.02.2012 dennoch folgende, rechtliche Anmerkungen hinzufügen:</p>
<p>netzwerkB ist die Problematik des Rückwirkungsverbotes, das einer vollständigen Aufhebung von Verjährungsfristen grundsätzlich entgegensteht, durchaus bekannt und ebenso bewusst wie die Tatsache, dass sich eine bloße Verlängerung der Verjährungsfristen sowohl im Zivilrecht als auch im Strafrecht politisch wesentlich leichter durchsetzen ließe. Eine verfassungsrechtliche Überprüfung der bestehenden Regelungen würde daher ausdrücklich begrüßt werden.</p>
<p>netzwerkB hat allerdings schon häufig darauf verwiesen, dass das strafrechtliche Rückwirkungsverbot sich ausschließlich auf das materielle Straftat bezieht, folglich auf die Straftatbestände als solche, und formelle Vorschriften dem Rückwirkungsverbot gerade nicht unterliegen.</p>
<p>Das Bundesverfassungsgericht hatte bereits (in seiner in der Entscheidungssammlung als BVerfGE 25, 269 ff. veröffentlichten Entscheidung) festgestellt, dass die Verjährungsfristen formeller Natur sind und eine rückwirkende Verlängerung oder Aufhebung der Verjährungsfristen – selbstredend in engen Grenzen – durchaus für zulässig erachtet.</p>
<p>Die pauschale Behauptung einer vollständigen und rückwirkenden Aufhebung der Verjährungsfristen stehe das sich unter anderem aus Art. 2 Abs. 2 i.V.m. Art. 20 Abs. 3 GG ergebende Verbot der „echten  Rückwirkung“ entgegen, ist daher als unzutreffend anzusehen.</p>
<p>„Gern übersehen“ wird hier meist der Fakt, dass die betroffenen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung bereits zum Zeitpunkt ihrer Begehung strafbar waren und durch eine vollständige Aufhebung der strafrechtlichen Verjährungsfristen gerade kein neuer Straftatbestand oder eine rückwirkende Änderung eines Straftatbestandes geschaffen wird.</p>
<p>Die Argumentation, die Aufhebung der zivilrechtlichen Verjährungsfristen erfordere einen Systembruch, ist grundsätzlich zutreffend, kann in Anbetracht des durch die Betroffenen sexualisierter Gewalt häufig über deren ganzes Leben hinweg erlebten Leides nicht zu einem Abrücken von der entsprechenden Forderung führen. Systembrüche sind darüber hinaus weder unter verfassungsrechtlichen, noch unter sonstigen Gesichtspunkten grundsätzlich verboten.</p>
<p>Im Vordergrund jedes politischen Vorhabens, insbesondere jedes Gesetzgebungsvorhabens, kann nach dieser Auffassung nur das Gemeinwohl und damit in Bezug auf die Debatte über die Verjährungsfristen auch das Wohl sowie die Gerechtigkeit gegenüber Betroffenen stehen. Keine Überlegung hinsichtlich der etwaigen politischen Durchsetzbarkeit oder etwaiger Schwierigkeiten bei der Umsetzung aufgrund der Einführung systematischer Änderungen in einem Gesetzbuch kann dies ohne Weiteres in Abweis bringen. Auch dieser Ansatz entspringt Art. 20 des Grundgesetzes, in diesem Fall dessen Absatz 1 – dem Gebot der Sozialstaatlichkeit.</p>
<p>Ich hoffe, Sie erkennen, dass das von netzwerkB als Notwendig erachtete (nämlich die Aufhebung der Verjährungsfristen) zugleich auch im Rahmen des Möglichen liegt. Neben ihrer politischen Eingebundenheit sprechen Sie sich schließlich selbst für die notwendige Aufhebung der Verjährungsfristen aus. In diesem Sinne lassen Sie schließlich in der Südwestpresse verlauten:</p>
<p>„Während bei Vermögensdelikten drakonische Strafen verhängt werden, seien die Strafen bei sexuellem Missbrauch häufig zu gering. &#8220;Da muss sich im Gesetzbuch noch einiges ändern&#8221;, sagte Merk. Ein entscheidender Aspekt sei auch die Verjährung. Denn viele Opfer seien auch mit 18 Jahren noch nicht in der Lage, sich über das ihnen zugefügte Leid zu äußern. Die Kraft, darüber zu sprechen, könnten sie, wenn überhaupt, oftmals erst nach Jahrzehnten aufbringen. &#8220;Daher sollte die Verjährung wenigstens auf 30 Jahre angehoben oder abgeschafft werden&#8221;, sagte Merk.“ (<a href="http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Verjaehrung-gehoert-auf-den-Pruefstand;art4329,1365118" target="_blank">http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Verjaehrung-gehoert-auf-den-Pruefstand;art4329,1365118</a>)</p>
<p>Wir sehen durchaus, dass Sie hier in einem Konflikt zwischen dem politisch Möglichen und dem gesellschaftlich Notwendigen stehen; wir von netzwerkB aber wollen Sie darin bestärken, den Absprung von politischen Sachzwängen zu schaffen und ihre Angst zu überwinden, das Gerechte noch stärker einzufordern. Die Entscheidung für die Unverjährbarkeit (<a href="http://netzwerkb.org/2012/03/06/unverjahrbarkeit-altersgrenze-bei-zwolf-jahren/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2012/03/06/unverjahrbarkeit-altersgrenze-bei-zwolf-jahren/</a>) in der Schweiz gibt uns und ihnen Rückenwind. Auch die SPD (<a href="http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/</a>) und die GRÜNEN (<a href="http://netzwerkb.org/2011/11/27/keine-verjahrung-fur-vergewaltigung-und-sexuellen-missbrauch/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2011/11/27/keine-verjahrung-fur-vergewaltigung-und-sexuellen-missbrauch/</a>) mögen sich langsam zu einer geänderten Auffassung durchringen. Vertrauen Sie auf unsere Unterstützung, insofern Sie sich für eine Aufhebung der Verjährungsfristen einsetzen. Deutschland könnte so endlich eine weltweite Vorreiterrolle in Fragen zum Kinderschutz einnehmen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p>&#8211;<br />
netzwerkB.org (Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt) ist eine unabhängige Interessenvertretung. Wir setzen uns für die Rechte Betroffener ein, indem wir das gesellschaftliche Schweigen brechen, über Ursachen und Auswirkungen sexualisierter Misshandlung informieren, beraten und uns für konkrete Veränderungen stark machen.</p>
<p>netzwerkB bittet darum an Betroffene die netzwerkB-Kontaktdaten weiterzugeben sowie die Kontakt-Email (info@netzwerkb.org) und Website (www.netzwerkB.org) zu veröffentlichen.<br />
&#8211;<br />
Für Journalisten-Rückfragen:<br />
netzwerkB &#8211; Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.<br />
Norbert Denef, Vorsitzender<br />
Telefon: +49 (0)4503 892782<br />
Mobil: +49 (0)163 1625091</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Wenn sie netzwerkB unterstützen wollen, dann sharen Sie diesen Beitrag bitte bei Facebook und verbreiten Sie ihn auf Twitter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Der Beschwerdeführer erinnert</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/03/07/der-beschwerdefuhrer-erinnert/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 11:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[07.03.2012 Rechtsanwalt Dr. Ingo-Jens Tegebauer, LL.M. Fleischstraße 14  ∙  54290 Trier Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte Europarat F-67075 Strassbourg Cedex Beschwerde Nr. 12805/09 Denef ./. Deutschland Der Beschwerdeführer erinnert an seine Beschwerde vom 24.02.2009, die seit drei Jahren anhängig ist. Er bittet darum, seine Rede auf dem Ordentlichen Parteitag der SPD, am 6. Dezember 2011 in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>07.03.2012</p>
<p>Rechtsanwalt Dr. Ingo-Jens Tegebauer, LL.M.<br />
Fleischstraße 14  ∙  54290 Trier</p>
<p>Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte<br />
Europarat<br />
F-67075 Strassbourg Cedex</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2009/02/24/515/" target="_blank"><strong>Beschwerde Nr. 12805/09</strong></a><br />
<strong>Denef ./. Deutschland</strong></p>
<p>Der Beschwerdeführer erinnert an seine <a href="http://netzwerkb.org/2009/02/24/515/" target="_blank">Beschwerde vom 24.02.2009</a>, die seit drei Jahren anhängig ist.</p>
<p>Er bittet darum, seine Rede auf dem Ordentlichen Parteitag der SPD, am 6. Dezember 2011 in Berlin, zur Kenntnis zu nehmen:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=j3sUibSUnu0" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=j3sUibSUnu0</a></p>
<p>Unter Berücksichtigung der „Priority Policy“ des Gerichtshofs wird gebeten, dem Beschwerdeverfahren Fortgang zu geben. Die Beschwerde rügt eine Verletzung des Art. 3 der Konvention, so dass ihr entsprechender Vorrang einzuräumen ist.</p>
<p>Dr. Ingo-Jens Tegebauer, LL.M.<br />
Rechtsanwalt<span id="more-12441"></span></p>
<p>&#8211;</p>
<p><em>netzwerkB befindet sich derzeit in intensiven Gesprächen mit vielen Verantwortlichen des Bundestags. Bitte unterstützen Sie dies, damit das am Ende auch erfolgreich ist.</em></p>
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<p>&#8211;</p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2009/02/24/515/" target="_blank">Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/petition" target="_blank">Beschwerde Jetzt unterschreiben&#8230;</a></p>

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		<title>Gesellschaftliches Umdenken</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 09:15:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[– Wahrheitskommission]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 30.11.2011 Offener Brief an die Abgeordneten BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN Sehr geehrte Abgeordnete der GRÜNEN, als Verein für Betroffene sexualisierter Gewalt waren wir sehr erfreut, dass es in Ihrer Partei vermehrt Stimmen gibt, die sich für die Aufhebung der Verjährungsfristen einsetzen. Vor allem dass diese Frage auf ihrem Parteitag eine Rolle spielte, hat uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 30.11.2011</p>
<p>Offener Brief an die Abgeordneten BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN</p>
<p>Sehr geehrte Abgeordnete der GRÜNEN,</p>
<p>als Verein für Betroffene sexualisierter Gewalt waren wir sehr erfreut, dass es in Ihrer Partei vermehrt Stimmen gibt, die sich für die Aufhebung der Verjährungsfristen einsetzen. Vor allem dass diese Frage auf ihrem Parteitag eine Rolle spielte, hat uns positiv überrascht, denn als Verein glauben wir, dass der gegenwärtige Formalismus in der pauschalen Anwendung der Verjährungsfristen vor allem die substantielle Sonderstellung der sexualisierten Gewalt vernachlässigt. Da der komplizierte Gegenstand der sexualisierten Gewalt noch nicht in der Öffentlichkeit angekommen ist, gibt es hier allerdings einige aus unserer Sicht falsche Darstellungen. So hat auch die Gegenrednerin zu dieser Gesetzesinitiative behauptet, dass Betroffene eine Aufhebung der Verjährungsfristen nicht wünschten. Mit Sicherheit auch aufgrund dieser Gegenrede kam es zu einer schnellen Ablehnung auf dem Parteitag.<span id="more-11312"></span></p>
<p>Als Verein, wobei wir uns auch um die statistische Erfassung bei solchen Fragestellungen kümmern, müssen wir die Argumentation ihrer Gegenrednerin strikt ablehnen. Bis jetzt haben wir über 20.000 Unterstützer, die für eine Abschaffung der Verjährungsfristen im Zivilrecht eintreten. Betroffene wollen die Aufhebung der Verjährungsfristen.</p>
<p>Besondere Beachtung sollte hier auch auf der Frage liegen, warum wir die Aufhebung der Verjährungsfristen wollen. Es geht uns nicht vordergründig um die Frage der Strafe oder um eine menschenunwürdige Behandlung der Täter, sondern wir wollen mit der Aufhebung der Verjährungsfristen vorrangig eine bessere und gewaltlose Gesellschaft erreichen. Aus diesem Grunde geht es für uns bei diesem Thema immer um mehr als um Entschädigungszahlungen (zumal wir glauben, dass die Aufhebung zu keiner erhöhten Klagelast führen wird, da in der Regel die Beweislage für die Betroffenen schwierig ist). Wir glauben, dass durch diese symbolische Geste der Aufhebung der Verjährungsfristen ein Signal für die freie Entwicklung der Person gesetzt wird, Betroffene zumindest ideal in ihrem Status als Betroffene gestärkt werden und so letztlich auch ein gesellschaftliches Umdenken stattfindet.</p>
<p>Sie werden daher verstehen, dass wir als Verein von der schnellen Abhandlung des Themas auf Ihrem Parteitag enttäuscht sind. Für uns bedarf die Frage nach sexualisierter Gewalt in unserer Gesellschaft erhöhter Aufmerksamkeit, weil gerade die tiefen Eingriffe in die freie Entwicklung unserer Kinder starke Rückwirkungen auf die Gesellschaft haben. Sie müssen dabei bedenken, dass Betroffene sich jahrelang selbst im Glauben einer gewissen Freiwilligkeit für die sexualisierte Gewalt an Ihnen schämen, sich selbst die Schuld geben. Die Traumaforschung gibt uns hier Recht und auch viele Statistiken bis hin zur Pfeiffer-Studie zeigen, dass mehr als 10% der Gesellschaft Betroffene sind. Die Dunkelziffer mag dabei noch weit höher liegen. Die Verdrängung der sexualisierten Gewalt führt zu Persönlichkeiten, die in grundlegenden Fähigkeiten geschädigt sind. Eine Stärkung der Betroffenenrechte kann daher auch eine positive Aufarbeitung in unserer Gesellschaft bewirken und diese damit besser machen. Aus diesem Grunde lehnen wir die Aussage, dass Betroffene eine Aufhebung der Verjährungsfristen nicht wollten, strikt ab. Wir sehen, dass ohne diesen substantiellen Eingriff in unser formales Rechtsgefüge durch die Aufhebung der Verjährungsfristen wenig Chancen bestehen, eine Entlastung der Betroffenen zu bewirken. Wenn viele Jahrzehnte nach der Tat Betroffene begreifen und unter hohen Schmerzen ihr Leid aufarbeiten, dann aber auch sehen müssen, dass sie nicht einmal ideal in ihrer Aufarbeitung unterstützt werden, dann fühlen Sie sich gedrängt Ihr Leid auch weiterhin zu unterdrücken; ein gesellschaftliches Umdenken wird hierbei nicht geschehen.</p>
<p>Bitte beachten Sie, dass wir hier nur wenige Gründe aufgeführt haben; der Gegenstand der sexualisierten Gewalt ist weitaus komplexer. Ich stelle Ihnen daher noch eine Linkliste zur Verfügung, wo Sie sich tiefgründiger über unser Anliegen und dessen Gründe informieren können:</p>
<p>In unserem alternativen Gesetzentwurf behandeln wir einige der Gründe, die aus Sicht der Betroffenen eine Rolle spielen und warum diese eine Aufhebung der Verjährungsfristen wünschen:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/2011/11/21/netzwerkb-gesetzentwurf-verjahrungsfristen" target="_blank">http://netzwerkb.org/2011/11/21/netzwerkb-gesetzentwurf-verjahrungsfristen</a></p>
<p>Die fehlende Unterstützung aus der Politik hat uns bisher zu dem Schritt einer Klage gegen den Deutschen Staat veranlasst:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/2011/11/23/betroffene-sexualisierter-gewalt-wollen-deutschen-staat-verklagen" target="_blank">http://netzwerkb.org/2011/11/23/betroffene-sexualisierter-gewalt-wollen-deutschen-staat-verklagen</a></p>
<p>Im Interview mit DIE ZEIT vom 24.11.11 habe ich, Norbert Denef, weitere viele Gründe dargelegt, warum wir für die Aufhebung der Verjährungsfristen eintreten:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/2011/11/23/schluss-mit-dem-taterschutz" target="_blank">http://netzwerkb.org/2011/11/23/schluss-mit-dem-taterschutz</a></p>
<p>Wir würden uns freuen, wenn wir Sie als Verein Betroffener sexualisierter Gewalt in Zukunft zu dem Thema der Verjährungsfristen substantiell beraten können, damit es auf Ihren Parteitagen nicht mehr zu falscher Gegenrede kommt und eine tatsächliche Auseinandersetzung mit einem gesellschaftlich hochrelevanten Thema stattfindet.</p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p>Norbert Denef<br />
&#8211;<br />
netzwerkB &#8211; Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.<br />
Norbert Denef, Vorsitzender</p>
<p>Postanschrift:<br />
Schulstr. 2 B<br />
23683 Scharbeutz</p>
<p>Telefon: +49 (0)4503 892782<br />
Mobil: +49 (0)163 1625091<br />
Fax: +49 (0)4503 892783<br />
norbert.denef@netzwerkb.org<br />
www.netzwerkB.org</p>
<p>http://twitter.com/#!/norbertdenef</p>
<p>Bankverbindung:<br />
Sparkasse Holstein<br />
Girokonto-Nr.: 135855153<br />
Bankleitzahl: 21352240<br />
IBAN: DE97 2135 2240 0135 8551 53<br />
SWIFT-BIC: NOLADE21HOL</p>
<p>Vereinsregisternummer:<br />
AG Lübeck Nr. VR3272HL</p>
<p>&#8211;</p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/11/28/antrag-keine-verjahrung-fur-vergewaltigung-und-sexuellen-missbrauch-abgelehnt/" target="_blank">Antrag keine Verjahrung für Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch abgelehnt</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/11/27/keine-verjahrung-fur-vergewaltigung-und-sexuellen-missbrauch/" target="_blank">Keine Verjahrung für Vergewaltigung und sexuellen Missbrauch</a></p>

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		<title>Aufforderung zur Überprüfung der Studie des KFN</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/11/22/aufforderung-zur-uberprufung-der-studie-des-kfn/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/11/22/aufforderung-zur-uberprufung-der-studie-des-kfn/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2011 19:18:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Gegen-Missbrauch e.V.  10.11.2011 Aufforderung zur Überprüfung der Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zum Thema Sexueller Missbrauch Offenen Brief als PDF herunter laden&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gegen-Missbrauch e.V.  10.11.2011</p>
<p>Aufforderung zur Überprüfung der Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen zum Thema Sexueller Missbrauch</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/11/Offener-Brief-BM-bezgl.pfeiffer-studie-1.pdf" target="_blank">Offenen Brief als PDF herunter laden&#8230;</a></p>

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		<title>Schlagt keine Kinder mehr</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/11/12/schlagt-keine-kinder-mehr/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 07:29:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Buch]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 12.11.2011 Auszug aus dem Buch &#8220;Ich wurde sexuell missbraucht&#8221; von Norbert Denef Schlagt keine Kinder mehr Wenn der Papst heute öffentlich sagen würde: ‚Schlagt keine Kinder mehr, tut ihnen keine Gewalt mehr an!‘, dann würde eine Kraft entstehen, nicht nur in der katholischen Kirche, sondern vielleicht in der ganzen Welt, dass ein Umdenken stattfinden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 12.11.2011</p>
<p>Auszug aus dem Buch <a href="http://netzwerkb.org/aktuell/ich-wurde-sexuell-missbraucht/" target="_blank">&#8220;Ich wurde sexuell missbraucht&#8221;</a> von Norbert Denef</p>
<p><strong>Schlagt keine Kinder mehr</strong></p>
<p>Wenn der Papst heute öffentlich sagen würde: ‚Schlagt keine Kinder mehr, tut ihnen keine Gewalt mehr an!‘, dann würde eine Kraft entstehen, nicht nur in der katholischen Kirche, sondern vielleicht in der ganzen Welt, dass ein Umdenken stattfinden könnte, Kindern keine Gewalt mehr anzutun. Und wenn der Papst öffentlich sagen würde, dass eine Schweigeklausel für ein Opfer ein Verbrechen sei, dann würde es sie zukünftig nicht mehr geben.</p>
<p>Warum sagt er das nicht?<span id="more-10989"></span></p>
<p>Als ich 1993 im Familienkreis meine Schweigemauer zerbrach, zitierte ich Johannes 8/1-12: „Gibt es einen unter euch, der keine Fehler gemacht hat? Der soll als erster einen Stein auf sie werfen.“</p>
<p>Auf meinem Weg geht es mir nicht darum, die Welt in Gut und Böse zu spalten, sondern den Teufelskreis Opfer-Täter-Opfer-Täter zu unterbrechen.</p>
<p>Ich gehe und predige nicht Hass und sage „Du bist schuld!“, sondern ich versuche die verborgenen Leichen von unten nach oben zu bringen, um anschließend die Ärmel hochzukrempeln und zu sagen: „Kommt, lasst uns einen Neuanfang wagen!“</p>
<p>Mein Bruder rief mich nach der Sendung ‚Menschen bei Maischberger‘ (10. Oktober 2006) an und fragte mich vorwurfsvoll: „Ja, willst du das denn ewig machen, willst du überhaupt nicht aufhören, willst du überhaupt keine Ruhe geben?“</p>
<p>Nein, ich werde nicht mehr schweigen!</p>
<p>Nachdem ich festgestellt hatte, welche Schäden entstehen, wenn man sich hinter einer Schweigemauer verstecken muss, hatte ich den Entschluss gefasst, meine Geschichte beispielhaft an die Öffentlichkeit zu bringen. Nach Erscheinen des <a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2007/02/verirrte-hirten.pdf" target="_blank">SPIEGEL-Artikels</a> bekam die Schweigemauer einen Riss – weitere Opfer haben mit mir Kontakt aufgenommen oder haben sich direkt mit der Presse in Verbindung gesetzt, um ihr Schweigen zu brechen.</p>
<p>Bei den Dreharbeiten einer Dokumentation über meine Geschichte vom Mitteldeutschen Rundfunk, vor der katholischen Kirche in Delitzsch, hat H., <a href="http://netzwerkb.org/2007/02/28/missbraucht-opfer-brechen-das-schweigen/" target="_blank">ein weiteres Opfer von Pfarrer K.</a>, nach 47 Jahren vor laufender Kamera sein Schweigen gebrochen. Seit 20 Jahren ist er nicht mehr arbeitsfähig wegen der Schäden, die bei ihm durch den sexuellen Missbrauch entstanden sind. Drei Jahre verbrachte er in psychosomatischen Kliniken. Dort bekam er so viele Medikamente, dass er nicht mehr in der Lage war, seinen eigenen Namen zu schreiben. Angeregt durch die Sendung <a href="http://netzwerkb.org/2006/02/17/mdr-unter-uns/" target="_blank">‚Unter uns‘</a> am 17. Februar 2006 im Mitteldeutschen Rundfunk, in der ich über mein Schicksal berichtete, konnte H. den Mut finden, seine Schweigemauer zu zerbrechen. „Es geht mir seitdem besser“, sagte er dem Filmteam vor dem Haus des Pfarrer K., wo wir beide sexuelle Gewalt erfahren haben.</p>
<p>Als ich den ‚Steppenwolf‘ kennen lernte und nach seinem Abschied liebevolle Gefühle, die ich bis dahin nicht kannte, in mir hochkamen, wurde mir das Ausmaß meiner Abspaltung bewusst – ich erkannte die Schäden, die ich durch den sexuellen Missbrauch davongetragen hatte.</p>
<p>Zu spüren, dass man um sein Leben betrogen wurde, ist unerträglich. Aus diesem Grund möchte ich mich dafür einsetzen, dass es andere leichter haben, sie nicht so lange brauchen wie ich, ihre Schweigemauer zu zerbrechen, um sich zu spüren und lebendiger zu werden.</p>
<p>Nach dem Bruch der Schweigemauer beim Familientreffen 1993 gab ich die Macht über meine Kinder demonstrativ ab. Hass und Wut wollte ich nicht mehr bei ihnen abladen. Tat ich es dennoch, war meinen Kindern klar, dass ich die Verantwortung dafür übernehmen musste. Seit dieser Zeit habe ich von ihnen gelernt, wie man liebevoll miteinander umgeht. Ich hatte Angst Fehler zu machen – sie gaben mir Sicherheit und korrigierten mich mit Ausdauer und ohne Strafen. Heute kann ich frei und ohne Scham mit anderen kommunizieren, kann Briefe schreiben und sogar dieses Buch hier, das habe ich ihnen zu verdanken.</p>
<p>34 Jahre hat mich meine Frau begleitet und durch tiefe Depressionen getragen. Ihr und meinen beiden Kindern habe ich es zu verdanken, dass ich überleben konnte – ihre Liebe hat mich getragen.</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/aktuell/ich-wurde-sexuell-missbraucht/" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Ein halb-öffentlicher Brief an die Bundesinitiative</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/11/04/ein-halb-offentlicher-brief-an-die-bundesinitiative/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/11/04/ein-halb-offentlicher-brief-an-die-bundesinitiative/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 16:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=10882</guid>
		<description><![CDATA[Liebe Bundesinitiative, jetzt, mit etwas Abstand nach unserem Austritt aus der Bundesinitiative muss ich Euch leider schreiben, dass viele der Kritikpunkte, die damals an uns herangetragen wurden, einfach stimmen. Die Bundesinitiative ist leider, wie auch die Arbeit des Runden Tisches, immer noch zu intransparent. Es ist nicht klar, welches die Themen am Runden Tisch sind, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Bundesinitiative,</p>
<p>jetzt, mit etwas Abstand nach unserem Austritt aus der <a href="http://www.die-bundesinitiative.de/" target="_blank">Bundesinitiative</a> muss ich Euch leider schreiben, dass viele der Kritikpunkte, die damals an uns herangetragen wurden, einfach stimmen.<span id="more-10882"></span></p>
<p>Die Bundesinitiative ist leider, wie auch die Arbeit des <a href="http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/index.htm" target="_blank">Runden Tisches</a>, immer noch zu intransparent. Es ist nicht klar, welches die Themen am Runden Tisch sind, wer für die Bundesinitiative die Betroffenen am Runden Tisch vertritt, und welche Entscheidungen die Bundesinitiative dort im Namen aller Betroffenen mitträgt.</p>
<p>Ich glaube es ist wirklich wichtig, dass Ihr endlich versteht, dass die Bundesinitiative am Runden Tisch, und auch außerhalb, als die Vertretung der Betroffenen wahrgenommen wird. Sachverhalte, denen Ihr dort zustimmt, werden als für die Betroffene akzeptabel wahrgenommen.</p>
<p>Am 3. und 4. November 2011 wird der Runde Tisch zusammenkommen um sein Abschlussdokument abzustimmen. In der Aktuellen Situation wäre es das mindeste uns mitzuteilen, welchen Ergebnissen des Runden Tisches die Bundesinitiative bei dieser Gelegenheit in welchem Wortlaut zustimmen wird.</p>
<p>Besonders die Arbeitsergebnisse der Unterarbeitsgruppe im Justizministerium „materielle und immaterielle Hilfen“ sind für viele Betroffene signifikant. Ist es tatsächlich so, dass die Bundesinitiative, im Gegensatz zum Beispiel zum Weißen Ring und dem Behindertenrat, einer Deckelung der Unterstützungsleistungen aus dem neuen Hilfesystem (wie Therapien) bei 10.000 Euro noch immer zustimmt?</p>
<p>Ganz ehrlich muss ich Euch sagen, dass Ihr mit dieser Art der Verhandlungsführung dann den von Euch vertretenen Betroffenen einen Bärendienst erwiesen habt. Ihr macht Euch dann mitschuldig an der Vereitelung der Durchsetzung berechtigter Interessen von Tausenden Betroffenen in Deutschland. Ein hoher Preis für das „Gehört“- und „Ernstgenommen“- werden, dass Ihr jetzt vielleicht noch verspürt.</p>
<p>Liebe Grüße</p>
<p>(Verfasser der Redaktion bekannt)</p>
<p>&#8211;</p>
<p><a href="http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/mitglieder.htm" target="_blank">Mitglieder Runder Tisch Sexueller Kindesmissbrauch</a></p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/08/05/an-alle-betroffene-von-sexualisierter-gewalt-in-der-kindheit" target="_blank">An alle Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Kindheit</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/08/16/umfrage-zur-%e2%80%9ebundesinitiative-der-betroffenen%e2%80%9c/" target="_blank">Umfrageergebnisse zur „Bundesinitiative der Betroffenen“</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/09/29/missbrauchsopfer-werden-verhohnt" target="_blank">Missbrauchsopfer werden verhöhnt</a></p>

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		<slash:comments>99</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verleihung des Hans-Ehrenberg-Preises an Antje Vollmer</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/11/04/verleihung-des-hans-ehrenberg-preises-an-antje-vollmer/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/11/04/verleihung-des-hans-ehrenberg-preises-an-antje-vollmer/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 07:18:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=10876</guid>
		<description><![CDATA[Verein ehemaliger Heimkinder e.V. 03.11.2011 Offener Brief Verleihung des Hans-Ehrenberg-Preises an Antje Vollmer Sehr geehrte Damen und Herren, am 22.11.2011 soll Frau Antje Vollmer den mit 5.000 Euro dotierten &#8220;Hans-Ehrenberg-Preis&#8221; verliehen bekommen. Bei dieser Verleihung wird sich auf Frau Vollmers Einsatz am „Runden Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ (RTH) bezogen, an dem sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verein ehemaliger Heimkinder e.V. 03.11.2011</p>
<p>Offener Brief</p>
<p>Verleihung des Hans-Ehrenberg-Preises an Antje Vollmer</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>am 22.11.2011 soll Frau Antje Vollmer den mit 5.000 Euro dotierten &#8220;Hans-Ehrenberg-Preis&#8221; verliehen bekommen. Bei dieser Verleihung wird sich auf Frau Vollmers Einsatz am „Runden Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ (RTH) bezogen, an dem sie als Vorsitzende entscheidend zum Konsens beigetragen habe.</p>
<p>Sicher ist Ihnen bekannt, dass es am RTH um einen nur sehr scheinbaren Konsens ging &#8211; keinen jedenfalls, bei dem die früheren Heimkinder ernstgenommene Verhandlungspartner waren. Im Gegenteil: <span id="more-10876"></span></p>
<ul>
<li>Den VertreterInnen der ehemaligen Heimkinder wurde am RTH ein Rechtsbeistand nach eigener Wahl verweigert mit der ausdrücklichen Argumentation Frau Vollmers, dass der RTH kein &#8220;Tribunal&#8221; sei.</li>
<li>Den HeimkindervertreterInnen wurde es unmöglich gemacht, eigene Gutachten erstellen zu lassen, eigene Gutachter zu benennen, während die von anderer Seite vorgebrachten Gutachten teilweise erst Tage NACH dem Vortrag in schriftlicher Form vorlagen.</li>
<li>Bereits die Bekanntgabe des Zwischenberichts wurde von scharfen Protesten begleitet &#8211; besonders von dem ausgewiesenen Kenner der bundesdeutschen Heimgeschichte, dem Berliner Professor Dr. Manfred Kappeler.</li>
<li>Die Stellvertreter der Ehemaligen am RTH hatten in der ganzen Zeit nicht nur kein Stimmrecht, sie hatten entgegen demokratischen Gepflogenheiten, nicht einmal Rederecht.</li>
<li>Bei der Abstimmung über den Abschlussbericht legte Frau Vollmer größten Wert auf Einstimmigkeit. Zu diesem Zwecke und um eine scheinbar größere Zustimmung zu erreichen, wurden an dieser Stelle auch die Stellvertreter der ehemaligen Heimkinder aufgefordert, ihr Votum abzugeben. Da keiner der HeimkindervertreterInnen dem Abschlussbericht in dieser Form zustimmen konnte und wollte, beschlossen sie, sich der Stimme zu enthalten und verließen den Verhandlungsraum. Frau Vollmer und Frau Rupprecht (SPD) eilten ihnen nach und übten wort- und gestenreichen Druck auf die OpfervertreterInnen aus, indem Frau Vollmer u.a. drohte, der RTH werde im letzten Moment platzen und es werde keinerlei Gelder geben. Die VertreterInnen knickten bis auf eine Ausnahme ein. Diesem beschied Frau Vollmer, dass</li>
<li>seine Stimme völlig unmaßgeblich sei, da er &#8220;nur&#8221; ein Stellvertreter sei. Und deklarierte die Abstimmung als einstimmig.</li>
<li>Ein weiterer Stellvertreter verkündete auf einer Pressekonferenz im direkten Anschluss an die von Frau Vollmer zum Erscheinen des Abschlussberichts einberufene Pressekonferenz von diesem Dissens und dem unmenschlichen Druck, der auf ihn und die anderen VertreterInnen ausgeübt worden sei. Von Frau Vollmer kam dazu &#8211; nichts!</li>
<li>Fünf der insgesamt sechs HeimkindervertreterInnen haben sich in der Zwischenzeit von dem Abschlussbericht und ihrer eigenen Zustimmung öffentlich distanziert &#8211; sogar in einem Schreiben an den Bundestagspräsidenten.</li>
<li>In zwei getrennten Abstimmungen über den Abschlussbericht äußerten sich ca. 90% der befragten Ehemaligen gegen den Abschlussbericht und seine nur als skandalös zu bezeichnenden Ergebnisse.</li>
<li>In Folge kritisierte selbst Prof. Dr. Schruth, den Heimkindern als Rechtsberatung zugewiesener Berliner Professor, in dem Fachvortrag &#8220;Grenzen der Aufarbeitung zugefügten erzieherischen Unrechts – am Beispiel des Runden Tisches Heimerziehung&#8221;: &#8220;Eine Grenze der Aufarbeitung hat sich auch in unterschiedlichen Bewertungen des Unrechts der damaligen Heimerziehung gezeigt. Ich hebe das hervor, weil ich meine, der möglichen umfassenderen Unrechtsbeschreibung wurde mit geheimem Blick auf die Rechtsfolgen, auf die erheblichen Kosten nicht gefolgt. Das kann dann aber nur zu aus meiner Sicht ungenügenden und vermeidbar ungerechten Lösungen führen&#8221; (S. 9) und &#8220;Warum wird offensichtlich im angloamerikanischen Raum ohne gesellschaftliche Bedenken materielle Entschädigungen in beachtlicher Höhe für alle Opfer ähnlichen staatlichen Unrechts pauschal gezahlt, aber nicht in der BRD? Eine Erklärung bietet der Abschlussbericht des RTH an, der in den Lösungsvorschlägen die direkte Geldzahlung ausdrücklich lediglich bei den entgangenen Sozialversicherungsbeiträgen erzwungener Arbeit in der Zeit der Heimunterbringung vorsieht (&#8230;)&#8221; (S. 12). Gesamttext des Vortrages von Prof. Dr. Schruth: <a href="http://dierkschaefer.files.wordpress.com/2011/09/vortrag_prof-20schruth.pdf " target="_blank">http://dierkschaefer.files.wordpress.com/2011/09/vortrag_prof-20schruth.pdf </a></li>
</ul>
<p>Der evangelische Pfarrer im Ruhestand, Dierk Schäfer, nennt die Preisverleihung obszön. Und führt dazu aus, dass sich heutige Kirchenbehörden mit dem Widerstand gegen die Nazis brüsten und einen Ehrenberg-Preis verleihen und gleichzeitig das Angedenken des Namensgebers, Hans Ehrenberg, schänden, indem sie den Preis einer willfährigen Theologin verleihen.</p>
<p>Wir vom Verein ehemaliger Heimkinder e.V. finden diese Preisverleihung ebenso obszön wie skandalös. Frau Vollmer hat nichts dazu getan, ehemalige Heimkinder zu versöhnen oder auch nur in Konsens zu bringen.</p>
<p>Frau Vollmer hat es &#8211; entgegen ihrem eigenen Anspruch und dem der Preisverleiher &#8211; verstanden, die Überlebenden der bundesdeutschen Kinderheimhöllen und deren VertreterInnen am RTH</p>
<ul>
<li>zu verhöhnen,</li>
<li>zu retraumatisieren,</li>
<li>von jedweder Gerechtigkeit fern zu halten,</li>
<li>der Lächerlichkeit und Kritik preiszugeben,</li>
<li>äußerstem Druck auszusetzen.</li>
</ul>
<p>Und wird nun &#8211; dafür? &#8211; mit dem mit 5.000 Euro dotierten Hans-Ehrenberg-Preis bedacht. Man bedenke: 5.000 Euro sind weit mehr als &#8211; nach dem Willen von Frau Vollmer &#8211; ein ehemaliges Heimkind jemals erhalten wird für jahrelange Pein, für physische und psychische Folter, für sexuelle Gewalt, Jahre der Zwangsarbeit, für eine gestohlene Kindheit und Jugend und eine vorenthaltene Schul- und Berufsausbildung.</p>
<p>Wir bitten Sie, unsere Argumente zu berücksichtigen und Ihre Entscheidung zu überdenken. Diese Entscheidung, die wir nur als Hohn bezeichnen können!</p>
<p>Mit freundlichem Gruß<br />
für den Vorstand<br />
Heidi Dettinger<br />
Schriftführerin</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Öffentliche Anhörung des Rechtsausschusses vom 26.10.2011 BT-Drucksache 17/6261 </title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/23/offentliche-anhorung-des-rechtsausschusses-vom-26-10-2011-bt-drucksache-176261%e2%80%a8/</link>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 16:50:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Offener Brief am 21. Oktober 2011  an: Deutscher Bundestag  Rechtausschuss zu Hd. Herrn Abg. Siegfried Kauder Frau Abg. Ansgar Heveling Frau Abg. Sonja Steffen Herrn Abg. Christian Ahrendt Herrn Abg. Jörn Wunderlich Frau Abg. Ingrid Hönlinger Platz der Republik 1 11011  Berlin Per Telefax: 030/22736081 EILT! Öffentliche Anhörung des Rechtsausschusses vom 26.10.2011 BT-Drucksache 17/6261 Sehr geehrte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief am 21. Oktober 2011  an:</p>
<p>Deutscher Bundestag  Rechtausschuss</p>
<p>zu Hd. Herrn Abg. Siegfried Kauder<br />
Frau Abg. Ansgar Heveling<br />
Frau Abg. Sonja Steffen<br />
Herrn Abg. Christian Ahrendt<br />
Herrn Abg. Jörn Wunderlich<br />
Frau Abg. Ingrid Hönlinger</p>
<p>Platz der Republik<br />
1 11011  Berlin</p>
<p>Per Telefax: 030/22736081</p>
<p>EILT!</p>
<p>Öffentliche Anhörung des Rechtsausschusses vom 26.10.2011<br />
BT-Drucksache 17/6261</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,<span id="more-10674"></span></p>
<p>erlauben Sie mir, dass ich als Rechtsberater und Prozessvertreter von Opfern sexueller Gewalt darauf aufmerksam mache, dass der Gesetzentwurf erheblichen rechtspolitischen Bedenken begegnet, soweit er die zivilrechtlichen Verjährungsfristen nur für die Zukunft und nicht rückwirkend verlängert:</p>
<p>1. Der Entwurf begründet dies mit dem Satz: „Die Erstreckung der Verlängerung von Verjährungsfristen auch auf bereits verjährte Ansprüche mit der Folge, dass die Anspruchsgegner die schon erworbenen Verjährungseinreden wieder verlören, verstieße gegen das aus dem Rechtsstaatsprinzip folgende Rückwirkungsverbot.“ (S.21 d.DrS.)</p>
<p>Dies trifft auch bei Berücksichtigung der gleichzeitig zitierten Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nicht zu. Das Gericht stellt in BVerfGE 101, 263 f. ausdrücklich fest, dass das Rückwirkungsverbot durchbrochen werden kann, „wenn überragende Belange des Gemeinwohls, die dem Prinzip der Rechtsicherheit vorgehen, eine rückwirkende Beseitigung von Namen erfordern.“</p>
<p>Die Verlängerung der Verjährungsfristen erfolgt nach dem vorliegenden Entwurf, weil die schwer traumatisierten Opfer sexueller Gewalt oft jahre- und jahrzehntelang nicht in der Lage sind, ihre Rechtsansprüche geltend zu machen. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, geht die Opferzahl vermutlich in die Tausende. Vielen entgeht eine angemessene Wiedergutmachung bisher nur deshalb, weil sich die Täter bzw. die Träger kirchlicher und staatlicher Einrichtungen, in denen die sexuelle Gewalt ausgeübt wurde, auf die Einrede der Verjährung berufen.</p>
<p>Wiedergutmachungsleistungen für die Opfer schwerster Verbrechen stellen durchaus einen „überragenden Belang des Gemeinwohls“ im Sinne der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts dar. Demgegenüber wirkt der Verlust „schon erworbener Verjährungseinreden“ der Täter bzw. der Kirche oder des Staates gering. Das Rechtsstaatsgebot verbietet im vorliegenden Fall die rückwirkende Verlängerung der Verjährungsfrist also nicht.</p>
<p>2. Wenn der Gesetzgeber dennoch nur die jüngsten Opfer sexueller Gewalt durch eine Verlängerung der Verjährungsfrist schützt, nimmt er eine schwere Benachteiligung des größten Teils der Opfer in Kauf, die unter dem weit verbreiteten Zwangssystem der Heimerziehung früherer Jahre unsäglich gelitten haben. Dies dürfte auch bei Berücksichtigung des legislatorischen Ermessens mit Art.3 GG nicht vereinbar sein, da die Abwägung zwischen den Belangen der Opfer früherer Jahre und dem Interesse an erworbenen Verjährungseinreden festzuhalten, eindeutig zugunsten der Opfer ausgeht.</p>
<p>Als einer der Fürsprecher dieser Opfer möchte ich Sie deshalb höflich bitten, bei Ihren Beratungen des Gesetzentwurfs die vorliegenden Gesichtspunkte zu berücksichtigen und ihnen möglichst Rechnung zu tragen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Christian Sailer</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.kanzlei-sailer.de/schreiben-an-rechtsausschuss-211011.pdf" target="_blank">http://www.kanzlei-sailer.de/schreiben-an-rechtsausschuss-211011.pdf</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>„&#8230;Knabenliebe hat es schon im Alten Rom gegeben&#8230;&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/10/14/%e2%80%9e-knabenliebe-hat-es-schon-im-alten-rom-gegeben/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/10/14/%e2%80%9e-knabenliebe-hat-es-schon-im-alten-rom-gegeben/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 06:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=10436</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrte Frau Maischberger, mit Interesse haben wir Ihre Talkshow zum Thema &#8220;Gefährliche Liebschaften oder wahre Liebe&#8221; am 11.10.2011 verfolgt. Es ist sehr mutig, dieses Thema aufzugreifen. Die Zuschauer werden zum Nachdenken angeregt und das empfinden wir grundsätzlich als positiv. Wir sind Betroffene sexualisierter Gewalt in der Kindheit und Jugend und erlauben uns aus dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Frau Maischberger,</p>
<p>mit Interesse haben wir Ihre Talkshow zum Thema &#8220;Gefährliche Liebschaften oder wahre Liebe&#8221; am 11.10.2011 verfolgt. Es ist sehr mutig, dieses Thema aufzugreifen. Die Zuschauer werden zum Nachdenken angeregt und das empfinden wir grundsätzlich als positiv.<br />
Wir sind Betroffene sexualisierter Gewalt in der Kindheit und Jugend und erlauben uns aus dieser Perspektive folgende konstruktiv-kritische Anmerkungen zu Ihrer Sendung.</p>
<p>1. Die Äußerung von Lisa Fitz</p>
<p>Zitat: „&#8230;Knabenliebe hat es schon im Alten Rom gegeben&#8230;&#8221; <span id="more-10436"></span></p>
<p>Dies ist das meist benutzte Argument Pädokrimineller, die sich selbst „Pädosexuelle“ nennen. Wir sind erschüttert, dass diese Bemerkung ohne Kommentar im Raum stehen geblieben ist.</p>
<p>Die Tatsache, dass eine bestimmte Straftat schon seit Jahrtausenden verübt wird, ist kein Argument dafür, dass sie straffrei bleiben sollte. Körperverletzung, Mord, Diebstahl, Betrug usw. wurden schon im Alten Testament beschrieben, trotzdem herrscht allgemeiner Konsens darüber, dass es sich bei alledem um abscheuliche Verbrechen handelt. Warum sollte das ausgerechnet bei Pädokriminalität anders sein? Hier hätte die Sendung durch eine entsprechend sachliche Diskussion gewonnen.</p>
<p>Des Weiteren propagiert Frau Fitz, dass sie sich heute als Frau nimmt was sie will. Sie beschreibt hier eine Haltung im Bereich der Sexualität, wie sie in unserer Gesellschaft hoffentlich immer mehr in Frage gestellt wird.</p>
<p>Ihre Erklärung zu dem unten geschilderten Fall ist haarsträubend. Da es sich bei Ervin Unterlechner um einen Jungen handelt, wird die „Beziehung“ von der Schauspielerin für gerechtfertigt angesehen, indem sie sich heraus redet, die Sexualität des Mannes sei als Gebender ausgerichtet. Eine aus unserer Sicht extrem gefühlskalte und egozentrische Einstellung.</p>
<p>Gerade deshalb spricht man von sexuellem Missbrauch, weil hier sexualisierte Manipulation vollzogen wird. Und dies von TäterInnen ganz bewusst. TäterInnen nützen die Naivität Jugendlicher und Kinder aus, um einzig und allein IHRE Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn nötig auch mit Gewalt. Gewalt im psychischen Sinne ist es immer, weil es den TäterInnen nie um eine Beziehung auf gleicher Augenhöhe, auf gleicher Entwicklungsstufe geht, sondern nur um Machtausübung, um – wenn Sie so wollen – die Hörigkeit ihrer Opfer! Solche TäterInnen sind gar nicht fähig, eine ebenbürtige gute Partnerschaft zu führen, sie brauchen einen Unterlegenen, um sich groß und mächtig zu fühlen. Sie kompensieren ihre Minderwertigkeitsgefühle damit, indem sie sich andere gefügig machen. Deshalb: Missbrauch! Hier handelte es sich nie um eine unreflektierte Beziehung, wie es immer wieder und in letzter Zeit vermehrt bagatellisierend umschrieben wird.</p>
<p>Würden alle Erwachsenen (Lehrkörper, Trainer in Turnvereine, Pfarrer usw.), die im Laufe ihres Lebens von Jugendlichen kindlich umschwärmt werden, dies als Aufforderung verstehen, sich der kindlichen Naivität  zur eigenen Bedürfnisbefriedigung zu bedienen, würden sämtliche Institutionen und Vereine für Kinder und Jugendliche zu Einrichtungen der ungewollten, erzwungenen sexuellen Ersterfahrung mutieren, in denen zu Hauf die Abhängigkeit Kinder und Jugendliche von pädophile TäterInnen schamlos ausgenützt würde. Minderjährige sind noch nicht in der Lage, die Konsequenzen solch Schwärmereien abzusehen, würde ein Erwachsener darauf eingehen. Teenager sind außerstande, sich gegenüber Erwachsenen zu behaupten. Beides gilt in unserer Kultur als Voraussetzung für eine intime Partnerschaft.</p>
<p>Damit beziehen wir uns im Besonderen auf das Paar aus Österreich. Hier liegt aus unserer Sicht die alleinige Verantwortung bei Renata Jura, die unseres Erachtens zu Recht verurteilt wurde. Unverständlich jedoch ist, warum diese Täterin noch auf freiem Fuß ist und somit weiterhin Zugriff auf den Jungen hat. Denn auch in Österreich gilt dies als eine Straftat, was der in der Sendung hinzu geschaltete Jurist unterschlug, indem er behauptete, „nur“ der „sexuelle Kontakt&#8221; zwischen Erwachsenen und Kindern unter 14 Jahren stünde in Österreich unter Strafe. Aber auch die österreichische Gesetzgebung unterteilt weitere, abgestufte Regelungen (§ 201 ff öStGB &#8211; Straftaten gegen die sexuelle Integrität). Wie in Deutschland liegt das absolute Schutzalter bei 14 Jahren: jegliche Art von „sexuellem Kontakt“ eines Erwachsenen mit einem Kind unter 14 Jahren ist komplett verboten.</p>
<p>Bei Opfern unter 16 finden sich mehrere Regelungen: Hier seien einige aufgezählt.</p>
<ul>
<li>bei Ausnützen der fehlenden Reife (§ 207b Abs. 1, ein Jahr oder 360 Tagessätze)</li>
<li>bei Ausnützen einer Zwangslage (§207b Abs. 2, ein bis drei Jahre)</li>
<li>Finden die „Kontakte“ unmittelbar gegen Entgelt  statt, wird  das Schutzalter bis 18 Jahren herauf gestuft; (§ 207b  Abs. 3, bis 3 Jahre)</li>
<li>Ebenso bei &#8220;Handlung, die geeignet ist, die sittliche, seelische oder gesundheitliche Entwicklung &#8230; zu gefährden&#8221; (§ 208 Abs. 1)</li>
<li>Bei Ausnützen des Autoritätsverhältnisses (&#8220;mit einer minderjährigen Person, die seiner Erziehung, Ausbildung oder Aufsicht untersteht, unter Ausnützung seiner  Stellung&#8221;) wird die schutzbedürftige Altersgrenze auf 18 gehoben und mit einem Strafrahmen bis 3 Jahren versehen (§ 212 Abs. 1).</li>
</ul>
<p>Als Zuschauer und Betroffene stellen wir uns die Frage, wie dieser Fall vor Gericht beurteilt worden wäre, wenn die Täterin männlich gewesen wäre und das Opfer ein Mädchen? Wie wäre das in der Öffentlichkeit beurteilt und aufgefasst worden?<br />
Was uns jedoch am Meisten erschütterte, ist die Tatsache, dass ARD dieser Frau ein Podium anbot, auf dem sie öffentlich sexualisierte Gewalt mit einem minderjährigen Jungen „bewerben&#8221; darf.<br />
Begrüßenswert wäre gewesen, wenn Sie das Thema Pädokriminalität / Pädosexualität genutzt hätten, um darüber aufzuklären, dass es sich bei „Pädophilie“ nicht um eine Form von Liebe, sondern einzig und allein um subtile bis hin zu massiver Machtausübung mittels sexualisierter Gewalt handelt.</p>
<p>2. Die Bemerkung des Herrn Karl-Dieter Möller war hoffentlich ironisch gemeint:</p>
<p>Zitat: „&#8230; Was in deutschen Kinderzimmern passiert, darüber sollte man einen Mantel decken&#8230;&#8221;</p>
<p>Seit geraumer Zeit kämpfen wir Betroffenen sexualisierter Gewalt gegen diesen Mantel des Schweigens, der gesellschaftlich verankert ist. In Anbetracht dessen, dass jedes 5. Mädchen und jeder 7. Junge sexualisierter Gewalt ausgesetzt ist und inzwischen auch in der Prävention endlich diese erschütternde Tatsache ein Thema geworden ist, darf und kann es nicht hingenommen werden, dass Erwachsene in einer öffentlichen Sendung wie der Ihren kommentarlos ein derartiges Statement abgeben. Zumal neueste Erhebungen mittlerweile von 10 Millionen Betroffenen sexualisierter Gewalt ausgehen (s. Quelle).<br />
Die Dunkelziffer ist hier noch nicht mit einberechnet. Mitwisser, Vertuscher und Wegseher sind erheblich an der hohen Dunkelziffer beteiligt und verstärken bei Kindern, an denen über Jahre hinweg sexualisierte Gewalt verübt wird und wurde, das Gefühl, nicht darüber reden zu dürfen, keine Hilfe zu bekommen. Wie oft wurde gerade im letzten Jahr der Aufdeckung sexualisierter Gewalt in Schulen und kirchlichen Institutionen den Opfern und Betroffenen vorgehalten, dass sie so lange geschwiegen haben. Wundert es noch, wenn Bemerkungen wie die eines Herrn Karl-Dieter Möller immer und immer wieder in öffentlichen Medien kommentarlos verbreitet werden dürfen?</p>
<p>Sollten unsere Einwände aus Ihrer Sicht ungenügend schlüssig sein oder Sie Interesse zeigen an unserem Fachwissen, stellen wir Ihnen dieses und weitere dienliche Informationen aus unserem fundierten Archiv gerne zur Verfügung.</p>
<p><em>Unterschriften:</em><br />
<em>Jacqueline Ehmke &#8211; Betroffene sexualisierter Gewalt in der Kindheit</em><br />
<em>Angelika Oetken, Berlin &#8211; Betroffene sexualisierter Misshandlung in der Kindheit; Ergotherapeutin</em><br />
<em>Sarah Mohn &#8211; Betroffene sexualisierter ritueller Gewalt; Erzieherin und Werklehrerin im heilpädagogischen Bereich</em><br />
<em>Susanne Baumgärtner &#8211; Betroffene</em><br />
<em>Tanja Bullert &#8211; Betroffene sexualisierter Gewalt &#8211; Akteurin im kreativen Prävention- und Bildungsbereich</em><em></em><br />
<em>Petra Forberger &#8211; Betroffene fortgesetzter krimineller sexualisierter Gewalt im Kindesalter</em></p>
<p>Quelle:<br />
<a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&amp;p=Kindesmisshandlung&amp;id=87643" target="_blank">http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=suche&amp;p=Kindesmisshandlung&amp;id=87643</a></p>
<p>&#8211;</p>
<p>Mehr dazu auf netzwerkB:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/2011/10/12/menschen-bei-maischberger-%e2%80%93-sexparadies-fur-padokriminelle/" target="_blank">Menschen bei Maischberger &#8211; Sexparadies für Pädokriminelle</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wir gehen von etwa 500 Betroffenen aus&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/09/17/wir-gehen-von-etwa-500-betroffenen-aus/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 05:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Odenwaldschule]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[BerlinOnline 17.09.2011 Der Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule (OSO) ist einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise weitaus größer als angenommen. Es seien offenbar weitaus mehr Kinder sexuell missbraucht worden als bislang bekannt, berichtete die Frankfurter Rundschau (Samstagsausgabe): Sowohl bei zwei externen Juristinnen als auch beim Betroffenen-Verein &#8220;Glasbrechen&#8221; würden sich bis heute weitere Opfer melden. Die offiziell genannte Zahl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>BerlinOnline 17.09.2011</p>
<p>Der Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule (OSO) ist einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise weitaus größer als angenommen. Es seien offenbar weitaus mehr Kinder sexuell missbraucht worden als bislang bekannt, berichtete die Frankfurter Rundschau (Samstagsausgabe): Sowohl bei zwei externen Juristinnen als auch beim Betroffenen-Verein &#8220;Glasbrechen&#8221; würden sich bis heute weitere Opfer melden. Die offiziell genannte Zahl von 132 Opfern sei daher nicht mehr als ein Zwischenstand. &#8220;Wir gehen von etwa 500 Betroffenen aus&#8221;, zitiert die Zeitung den Ex-OSO-Schüler und Vorsitzenden von &#8220;Glasbrechen&#8221;, Adrian Koerfer.</p>
<p><a href="http://www.berlinonline.de/aktuelles/nachrichten/2042633-1210652-quotfrquot-offenbar-weitaus-mehr-schuele.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. an Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des geplanten Treffens mit Papst Benedikt XVI.</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/09/08/offener-brief-des-vereins-ehemaliger-heimkinder-e-v-an-bundeskanzlerin-angela-merkel-anlasslich-des-geplanten-treffens-mit-papst-benedikt-xvi/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/09/08/offener-brief-des-vereins-ehemaliger-heimkinder-e-v-an-bundeskanzlerin-angela-merkel-anlasslich-des-geplanten-treffens-mit-papst-benedikt-xvi/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 17:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=9750</guid>
		<description><![CDATA[Offener Brief des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. an Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich des geplanten Treffens mit Papst Benedikt XVI. 08.09.2011 Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, der 22. September 2011 ist ein wichtiges Datum im Kalender ehemaliger Heimkinder ebenso wie ehemaliger Schüler und Schülerinnen katholischer Internate und zahlloser an­deren Menschen, die als Kinder oder Jugendliche in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V.<br />
an Bundeskanzlerin Angela Merkel<br />
anlässlich des geplanten Treffens mit Papst Benedikt XVI.</p>
<p>08.09.2011</p>
<p>Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,</p>
<p>der 22. September 2011 ist ein wichtiges Datum im Kalender ehemaliger Heimkinder ebenso wie ehemaliger Schüler und Schülerinnen katholischer Internate und zahlloser an­deren Menschen, die als Kinder oder Jugendliche in die Hände von katholischen Priestern und Nonnen, Ordensleuten, Sozialarbeitern fielen:<span id="more-9750"></span></p>
<p>Es ist der Tag, an dem die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland unüberseh­bar entscheiden kann und wird, ob das von der Politik propagierte Mitgefühl für unsere Lei­den wahrhaftig ist oder ob es – mitsamt des „Runden Tisches Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ und des „Runden Tisches sexueller Kindesmissbrauch“ &#8211; lediglich ein Mittel war, uns in relativer Sicherheit zu wiegen und in Wahrheit sämtliche gerechten Ansprüche auf Aufklärung der eklatanten Menschenrechtsverletzungen, Entschädigung und Entschul­digung hinauszuzögern und letztendlich im Papierkorb der Geschichte verschwinden zu lassen.</p>
<p>Wir bitten Sie eindringlich, Frau Bundeskanzlerin, Ihren Einfluss als führende Frau in unse­rem Land geltend zu machen und den Papst zu einer Öffnung sämtlicher Archive und Kir­chenbücher der Orden und Bistümer und des Vatikans zu bewegen.</p>
<p>In diesen Akten liegen die Beweise für unser Leiden. Liegen praktisch unsere Leben! Wir brauchen, um in Frieden mit uns selbst leben zu können, eine möglichst lückenlose Aufklä­rung aller an uns begangenen Verbrechen, seien sie psychischer, physischer oder sexuel­ler Art!</p>
<p>Wir bitten Sie ebenso dringend, den Papst zu überzeugen, dass seine Kirche die zahllo­sen Opfer – die meisten von ihnen sind heute alte Menschen, die in tiefer Armut leben – angemessen entschädigen muss, selbst wenn dies auf Kosten des unermesslichen Reich­tums dieser Kirche geht. Und dass diese seine Kirche mit gutem Beispiel vorangehen muss und Bund, Länder und auch die evangelische Kirche auffordern muss, dass eine für die Überlebenden dieser innerkirchlichen Verbrechen vorgesehene Entschädigung auf kei­nen Fall eine neue Demütigung bedeutet, sondern wenigstens einigermaßen dem Verlust der Lebensqualität und des Lebenseinkommens Rechnung trägt.</p>
<p>Übermitteln Sie ihm, dass Sie sich mit uns solidarisch erklären und es nicht hinnehmbar finden, dass die Kirche weiterhin Kinderschänder schützt, ihre Taten vertuscht und es zu­lässt, dass es mit Hinweis auf „Verjährung“ nicht zu einem Strafprozess bzw. einer Scha­densersatzklage kommt.</p>
<p>Da wir keine Gelegenheit haben werden, den Papst persönlich zu sprechen, sagen Sie ihm bitte von uns: Unsere Qualen verjähren niemals! Geben Sie uns mit Ihrer Haltung den Glauben zurück: Den Glauben daran, dass dieses Land auch unseres ist.</p>
<p>Mit freundlichem Gruß</p>
<p>Für den Vorstand</p>
<p>Dirk Friedrich, 2. Vorsitzender<br />
Heidi Dettinger, Schriftführerin</p>

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		<title>Offener Brief an Bundeskanzlerin Merkel</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/09/06/offener-brief-an-bundeskanzlerin-merkel/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 18:33:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Humanistischer Pressedienst 6.09.2011 BERLIN. (gbs/hpd) Der Vorstand der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Offenen Brief aufgefordert, die „Menschenrechtsverletzungen der Katholischen Kirche“ zu kritisieren, wenn sie am 22. September mit Papst Benedikt XVI. zusammentrifft. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Humanistischer Pressedienst 6.09.2011</p>
<p>BERLIN. (gbs/hpd) Der Vorstand der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Offenen Brief aufgefordert, die „Menschenrechtsverletzungen der Katholischen Kirche“ zu kritisieren, wenn sie am 22. September mit Papst Benedikt XVI. zusammentrifft.</p>
<p><a href="http://hpd.de/node/11914" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		<title>&#8220;Sexhandel&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/08/29/sexhandel/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 18:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Freundinnen und Freunde, beigefügt ein von mir verfasstes Protestschreiben zu einem Programmtext des ZDF. Ich würde mich freuen, wenn sich noch andere diesem Protest anschließen und ebenfalls schreiben an das ZDF verfassen und senden oder meinen Text übernehmen und im eigenen Namen an das ZDF schicken könnten. Mit feministischen Grüssen Margot Müller Bundessprecherin Feministische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Freundinnen und Freunde,</p>
<p>beigefügt ein von mir verfasstes Protestschreiben zu einem Programmtext des ZDF. Ich würde mich freuen, wenn sich noch andere diesem Protest anschließen und ebenfalls schreiben an das ZDF verfassen und senden oder meinen Text übernehmen und im eigenen Namen an das ZDF schicken könnten.<span id="more-9478"></span></p>
<p>Mit feministischen Grüssen<br />
Margot Müller<br />
Bundessprecherin<br />
Feministische Partei<br />
DIE FRAUEN<br />
www.feministischepartei.de</p>
<p>Anfang der weitergeleiteten E-Mail:</p>
<p>Von: Müller Margot &lt;mmwendo@googlemail.com&gt;<br />
Datum: 29. August 2011 18:57:26 MESZ<br />
An: b2b@zdf.de<br />
Betreff: &#8220;Sexhandel&#8221;</p>
<p>Sehr verehrte Damen und Herren,</p>
<p>mit grosser Bestürzung habe ich in Ihrem Programmteletext auf Seite 322 (<a href="http://module.zdf.de/teletext/master.html" target="_blank">http://module.zdf.de/teletext/master.html</a>)  für die Sendung &#8220;Trade &#8211; Willkommen in Amerika&#8221; heute um 22.15 gelesen, dass dieses &#8220;Krimidrama&#8221; &#8220;die Wege und Methoden des organisierten Sexhandels beschreibt&#8221;.</p>
<p>Die dieser Aussage vorher gehende Inhaltsangabe beschreibt aber, dass es nicht um einen Handel mit Sex sondern um sexualisierte Gewalt und einen Handel mit Menschen, im Konkreten Fall sogar um den Handel mit Kindern geht.</p>
<p>Sexualisierte Gewalt hat rein gar nichts mit Sexualität zu tun. Bei der sexualisierten Gewalt geht es um Macht, Verfügbarkeit und Erniedrigung der Opfer. Dies als &#8220;Sexhandel&#8221; zu bezeichnen ist beschönigend und unmenschlich, das es das Leiden der Opfer ausblendet.</p>
<p>Mit feministischen Grüssen<br />
Margot Müller<br />
Bundessprecherin<br />
Feministische Partei<br />
DIE FRAUEN<br />
www.feministischepartei.de</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Was ist da los Frau Bergmann?</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/08/18/was-ist-da-los-frau-bergmann/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 14:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=9130</guid>
		<description><![CDATA[netzwerkB 18.08.2011 Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann, immer mehr solcher Antwortschreiben mit Ihrer Unterschrift (als PDF herunter laden) landen bei uns auf dem Schreibtisch und die Betroffenen, die solche Schreiben von Ihnen erhalten, wissen nicht mehr weiter. Sie schreiben uns dann solche Zeilen, s. unten. Was ist da los Frau Bergmann? Freundliche Grüße Norbert Denef [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 18.08.2011</p>
<p>Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,</p>
<p>immer mehr solcher Antwortschreiben mit Ihrer Unterschrift (<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/08/Bergmann_17.8.11.pdf" target="_blank">als PDF herunter laden</a>) landen bei uns auf dem Schreibtisch und die Betroffenen, die solche Schreiben von Ihnen erhalten, wissen nicht mehr weiter. Sie schreiben uns dann solche Zeilen, s. unten.</p>
<p>Was ist da los Frau Bergmann?<span id="more-9130"></span></p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p><em>Für Journalisten-Rückfragen:<br />
netzwerkB &#8211; Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.<br />
Nobert Denef, Vorsitzender<br />
Telefon: +49 (0)4503 892782<br />
Mobil: +49 (0)163 1625091<br />
Fax: +49 (0)4503 892783<br />
norbert.denef@netzwerkb.org<br />
www.netzwerkB.org<br />
<a href="http://twitter.com/#!/NorbertDenef" target="_blank">http://twitter.com/#!/NorbertDenef</a></em></p>
<p>&#8211;</p>
<p>Hallo Norbert,</p>
<p>Ich bin in einer besonders schlimmen Lage. Ich weiss nicht wo ich ab dem 1.10.2011 leben werde.</p>
<p>Alleine diese Tatsache lässt das Schreiben von Frau Dr. Bergmann bei mir als absolut wertlos erscheinen.</p>
<p>Kein Tipp. Keine wirkliche persönliche Anteilnahme.</p>
<p>Außerdem geht es nicht um den persönlichen Einsatz, sondern wenn überhaupt eine Erwartung, dann, dass mir einer hilft zu überleben, aber das scheint die nicht nachempfinden zu können, welche Not wirklich unter den Betroffenen im Hier und Jetzt ist&#8230;.</p>
<p>Auch hat sie nicht wirklich begriffen, dass immer noch gezielt versucht wird alles zu vermischen, damit die Herde weiter doof bleibt.</p>
<p>Wie kann sie mir auf der einen Seite sagen, dass sie der Ansicht ist, die therapeutische Arbeit würde mir Halt geben, wenn ihr gar nicht bewusst ist, dass ich auch mit dieser &#8220;wundervollen&#8221; Unterstützung trotzdem alleine bin und tägliche Not habe, meine äußere Sicherheit aufrecht zu erhalten.</p>
<p>Das begreife ich nicht, wie man einem Menschen, dem seine traumatischen Reinszenierungen immer wieder zwanghaft hinterherlaufen, trotz aller gewonnener Weisheit, einfach so stehen lassen kann. Das bezeichne ich nicht als persönliche Anteilnahme, sondern als Wiederholung des ursprünglichen Traumas, völlig hilflos und alleine stehen gelassen zu werden.</p>
<p>Alleine meine Gefühle mit 50 Jahren, ein Nichts zu sein, nicht alleine überleben zu können, bedürften einer Therapie, die bis zum Tode ginge. Abgesehen von allen Folterungen die weiterhin lauernd an jeder Ecke auf einen Menschen wie mich warten.</p>
<p>Norbert, ich weiss nicht was ich der Frau sagen soll, außer dass sie meine Mail hätte früher in die Hände bekommen sollen und aufmerksamer studieren sollen.</p>
<p>Ich weiss den wahren Grund nicht und kann nur vermuten, dass es auch hier eine gezielte Taktik war, auf einmal die Internetsperren zu erwähnen. Es zeigt mir, dass sie vermeintliche Vertraute haben muss, in einem oder mehreren Vereinen der so genannten angeblichen &#8220;Bundesinitiative der Betroffenen&#8221;.  Anders kann ich das nicht deuten.</p>
<p>Wenn Frau Dr. Bergmann zu ihrem Wort steht und der Meinung ist, dass Betroffene mehr zu Wort kommen müssen, dann soll sie sich gefälligst selber etwas einfallen lassen und es nicht, wie sie schreibt, &#8220;in andere Hände gibt&#8221;. Wer macht denn so was??? Das kann man doch nicht delegieren wenn man selber felsenfest der Meinung ist. Da hat man doch den Wunsch, selber weiter die Stellung zu halten.</p>
<p>Ich bin absolut blockiert. Ich habe nur Angst vor dieser Frau und meinem Leben. Mehr spüre ich gar nicht mehr.</p>
<p>Wenn sie wirklich persönliche Anteilnahme gezeigt hätte und mich wirklich da abholen will wo ich stehe, hätte sie als erstes gefragt: &#8220;Wie geht es ihnen JETZT?&#8221; Dann hätte ich antworten können und sagen: &#8220;Ich sterbe gerade an meinem Kindheitstrauma, weil niemand mir helfen kann eine Wohnung zu finden, außer, wenn ich bereit bin ins betreute Wohnen zu gehen.&#8221;</p>
<p>Ich habe Todesängste. Darüber ist die sich doch gar nicht bewusst.</p>
<p>Die denkt doch, nur sprechenden Menschen darf geholfen werden. Aber ich kann nicht mehr sprechen. Ich bin wieder sprachlos wie früher.</p>
<p>Norbert, sie hat es &#8220;versaut&#8221;.  So ist mein Empfinden.</p>
<p>Sie täuscht persönliche Anteilnahme nur vor. Oder ist nicht emphatisch genug. Ich weiss es nicht.</p>
<p>Von mir aus kannst du der das alles sagen. Ich kann nur noch weinen.</p>
<p><em>(Die Schreiberin will nicht genannt werden. Sie ist der Redaktion bekannt)</em></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Heldenschärpe &#8211; Ein Brief der mir aus dem Herzen sprach</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/08/16/heldenscharpe-ein-brief-der-mir-aus-dem-herzen-sprach/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/08/16/heldenscharpe-ein-brief-der-mir-aus-dem-herzen-sprach/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 18:48:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=9086</guid>
		<description><![CDATA[@NorbertDenef 12.08.2011 Ein Brief der mir aus dem Herzen sprach: Norbert Denef Schulstr. 2 B, 23683 Scharbeutz per Fax: +49 (0)4503 892783 Heldenschärpe Sehr geehrter Herr Denef, Heldenwahl hin oder her, sicher ist über den Begriff in der TAZ schon reichlich gestritten worden. Gut ist es selbstverständlich, aufzuzeigen, dass der einzelne Mensch besonders in Gemeinschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://twitter.com/#%21/NorbertDenef" target="_blank">@NorbertDenef</a> 12.08.2011</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/08/Heldenschärpe_12.8.11.jpg" target="_blank">Ein Brief der mir aus dem Herzen sprach:</a><span id="more-9086"></span></p>
<p>Norbert Denef<br />
Schulstr. 2 B,<br />
23683 Scharbeutz<br />
per Fax: +49 (0)4503 892783</p>
<p><strong>Heldenschärpe</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr Denef,</p>
<p>Heldenwahl hin oder her, sicher ist über den Begriff in der TAZ schon reichlich gestritten worden.</p>
<p>Gut ist es selbstverständlich, aufzuzeigen, dass der einzelne Mensch besonders in Gemeinschaft mit anderen etwas bewirken kann, auch wenn es &#8220;nur&#8221; ist, ein Thema im Bewusstsein der Bevölkerung wachzuhalten, von dem man selbst evtl. nicht betroffen ist, aber Betroffen gemacht werden sollte.</p>
<p>Der Grund weswegen ich mir erlaube, Sie mit meinen Gedanken zu belästigen ist, dass ich es äußerst sympathisch finde, dass Sie sich diese Schärpe nicht haben umlegen lassen!</p>
<p>Sehr gewundert habe ich mich, dass die anderen MitstreiterInnen das mitgemacht haben.<br />
Ich habe auf jemanden wie Sie gewartet!</p>
<p>Dass die Schärpe doch auf dem Bild und zwar achtlos über dem Geländer hängt, ist wunderbar und in meinen Augen ein Bild überaus künstlerischer Gestaltung und Ausdruckskraft!</p>
<p>Wenn ich mich auch sonst nicht an dieser Wahl beteiligt hätte, &#8211; wie soll man einen Helden gegen den anderen abwägen &#8211; werde ich natürlich jetzt IHNEN meine Stimme geben.</p>
<p>Ich wünsche Ihnen bei Ihrem &#8220;Kampf&#8221; viel Erfolg.</p>
<p>Mit herzlichem Gruße und dem Wunsch auf besseres (See-) Wetter</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Umfrageergebnisse zur „Bundesinitiative der Betroffenen“</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/08/16/umfrage-zur-%e2%80%9ebundesinitiative-der-betroffenen%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/08/16/umfrage-zur-%e2%80%9ebundesinitiative-der-betroffenen%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 17:43:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=9078</guid>
		<description><![CDATA[netzwerkB 16.08.2011 Am 5. August 2011 haben wir – eine Gruppe Betroffener von sexualisierter Gewalt in der Kindheit (nicht netzwerkB!) – in uns bekannten Betroffenenforen eine (natürlich nicht repräsentative) Umfrage gestartet zur Existenz einer „Bundesinitiative der Betroffenen“. Hintergrund war eine Pressemitteilung des Runden Tischs zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs vom 6. Juni 2011, in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 16.08.2011</p>
<p>Am 5. August 2011 haben wir – eine Gruppe Betroffener von sexualisierter Gewalt in der Kindheit (nicht netzwerkB!) – in uns bekannten Betroffenenforen eine (natürlich nicht repräsentative) Umfrage gestartet zur Existenz einer „Bundesinitiative der Betroffenen“. <span id="more-9078"></span></p>
<p>Hintergrund war eine Pressemitteilung des Runden Tischs zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs vom 6. Juni 2011, in der es hieß, dass zur Mitwirkung am Runden Tisch unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der <strong>Bundesinitiative der Betroffenen</strong> eingeladen worden seien. Da uns bis dahin nicht bekannt war, dass es eine offizielle „Bundesinitiative der Betroffenen“ gibt, die Betroffene von sexueller Gewalt in der Kindheit am Runden Tisch vertritt, wollten wir wissen, ob wir möglicherweise die einzigen sind, die von einer solchen – für die Betroffenen doch recht wichtigen – Initiative noch nie etwas gehört haben.</p>
<p>Daher haben wir diese kleine (nicht repräsentative) Umfrage gestartet.</p>
<p><strong>Hier die Ergebnisse/Antworten:</strong></p>
<p>Insgesamt haben wir von 28 Personen Rückmeldungen zu unserer Umfrage erhalten. Der überwiegende Teil hat sich über die Seite von netzwerkB gemeldet. Zwei Rückmeldungen kamen über die angegebene Mailadresse. Darüber hinaus haben uns einige Betroffene signalisiert, sie hätten sich gerne an einer solchen Umfrage beteiligt, es aber unterlassen, weil sie sich nicht an einer (fälschlicherweise angenommenen) netzwerkB-Umfrage beteiligen wollten.</p>
<p>Von den 28 Personen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, haben auf die Frage „<strong>Wer kennt die/eine „Bundesinitiative der Betroffenen“?“</strong> 15 mit „Nein“ geantwortet (54 Prozent). Fünf Antwortende kannten die „BI“ oder haben zumindest schon einmal etwas von ihr gehört (18 Prozent). Die Antworten von acht Personen konnten dahingehend nicht ausgewertet werden (28 Prozent).</p>
<p>Auf die Frage: „<strong>Wer weiß, wie und wo sie organisiert ist?</strong>“ gab es insgesamt fünf Hinweise auf die so genannte „die-bundesinitiative“.</p>
<p>Die Frage „<strong>Wer weiß, wie man Mitglied dieser „Bundesinitiative“ wird?</strong>“ blieb weitgehend unbeantwortet. Es gab lediglich Hinweise darauf, dass es sich bei den Vertretern der „die bundesinitiative“ um Betroffene handelt, die von der Bundesmissbrauchsbeauftragten bzw. dem Runden Tisch Ende 2010/Anfang 2011 ausgewählt worden waren, um angehört zu werden.</p>
<p>Die Frage „<strong>Wer weiß, welche Positionen diese „Bundesinitiative der Betroffenen“ vertritt?“</strong> blieb gänzlich unbeantwortet.</p>
<p>Auf die Fragen <strong>„Wer ist evtl. Mitglied dieser Bundesinitiative und kann Auskunft geben, woraus sich der Name und Einsatz der „Bundesinitiative der Betroffenen“ legitimiert?“ bzw. „Wer kann Auskunft geben, woraus sich die Vertretung der Betroffenen durch diese „Bundesinitiative der Betroffenen“ am Runden Tisch sexueller Kindesmissbrauch der Bundesregierung legitimiert?“</strong> gab es keine direkten Antworten. Allerdings gab es insgesamt 7 Rückmeldungen, die es begrüßen, dass die „Bundesinitiative der Betroffenen“ bzw. ihr Zustandekommen, ihr Name und ihre Legitimation kritisch hinterfragt werden.</p>
<p>Insgesamt drei Mal wurde von den an der Umfrage Beteiligten explizit der Wunsch bzw. die Aufforderung geäußert, netzwerkB solle mit der „die bundesinitiative“ zusammenarbeiten. Zwei Mal wurde konkret der bundesweite Zusammenschluss von Betroffenen gewünscht/gefordert.</p>
<p><strong>Zusammenfassung:</strong></p>
<p>Es hat sich gezeigt, dass wir nicht die einzigen Betroffenen sind/waren, denen die seitens der Bundesregierung erwähnte „Bundesinitiative der Betroffenen“ nichts sagte, bzw. die von deren Existenz nichts wussten.</p>
<p>Dramatischer allerdings werten wir die Tatsache, dass keine/r der Umfrage-Beteiligten – nicht einmal diejenigen, die von einer solchen „Bundesinitiative der Betroffenen“ schon einmal gehört hatten – etwas zu den Positionen, die sie vertritt, sagen konnte. Hierin sehen wir ein großes Defizit. Unserem demokratischen Verständnis nach sollten Betroffene wissen, was in ihrem Namen vertreten wird.</p>
<p>Allem Anschein nach handelt es sich bei der in der Pressemitteilung des Runden Tischs zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs erwähnten „Bundesinitiative der Betroffenen“ um den Zusammenschluss „die bundesinitiative“.</p>
<p>„die bundesinitiative“ ist eigenen Angaben zufolge „ein Bündnis von Vereinen und Initiativen von Missbrauchs-Betroffenen, sowie weiterer individuell von sexuellem Missbrauch betroffenen Einzelpersonen. Sie hat sich am 5. März 2011 in Berlin konstituiert. Sie versucht die Arbeit der an den Runden Tisch geladenen Betroffenen zu koordinieren. Sechs Vertreter der Bundesinitiative werden die in ihr zusammengeschlossenen Vereine am Runden Tisch vertreten. Als Vereine in der Bundesinitiative vertreten sind unter anderen: ECKIGER TISCH, Augen auf Heilung e.V., MOGiS e.V. — Eine Stimme für Betroffene, Aufklärung e.V., Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof Torgau e.V., Missbrauch in Ahrensburg e.V., SHI Lela e.V. — Selbsthilfe-Initiative Lebenslang damit leben, Glasbrechen e.V.“. (Quelle: <a href="http://die-bundesinitiative.de" target="_blank">www.die-bundesinitiative.de</a>)</p>
<p>Es gibt auf der Internetpräsenz der „die bundesinitiative“ keine Informationen dazu, wie man Mitglied dieser „Bundesinitiative“ werden kann. Unsere Schlussfolgerung lautet: Man muss Mitglied in einem der Vereine werden, die in „die bundesinitiative“ zusammengeschlossen sind. Wie es für „vereinsfreie“ Betroffene möglich ist, Mitglied dieser „Bundesinitiative“ zu werden, ist uns unklar.</p>
<p>Die „Inhaltlichen Standpunkte der Bundesinitiative“ können auf der Internetpräsenz von „die bundesinitiative“ eingesehen werden. Dazu können auch (inhaltliche) Anmerkungen gemacht werden. Wen diese erreichen bzw. inwieweit man als „vereinsfreie“ Betroffene/r die am Runden Tisch vertretenen Positionen mitbestimmen kann, ist uns unklar.</p>
<p>Unklar ist für uns auch geblieben, unter welchen Umständen es zur Gründung dieser „Bundesinitiative der Betroffenen“ gekommen ist, und warum die Einrichtung so wenig kommuniziert wurde und wird. Zumindest deuten die Rückmeldungen zur (nicht repräsentativen) Umfrage darauf hin, dass es hier Informationsbedarf gibt.</p>
<p>Die Rückmeldungen zur Umfrage deuten nicht zuletzt an, dass von zahlreichen Betroffenen eine bundesweite Vernetzung aller Betroffenen und Betroffenenverbände gewünscht wird.</p>
<p>Offen ist für uns allerdings geblieben, ob „die bundesinitiative“ sich als solche bundesweite Vernetzung aller Betroffenen und Betroffenenverbände versteht oder nur als Vertretung der in ihr zusammengeschlossenen Vereine. Ausdrücklich weist „die bundesinitiative“ nämlich darauf hin, dass sie „nicht für alle Opfer von sexualisierter Gewalt, sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch im Kindesalter sprechen“ könne, und dass sie hoffe, „einen repräsentativen Querschnitt ab[zu]bilden und so den Interessen der so von uns vertretenen Betroffenen am Runden Tisch angemessen Gehör [zu] verschaffen“. Somit könnte der Name „die bundesinitiative“ bzw. „Bundesinitiative der Betroffenen“ eher so zu verstehen sein, dass die darin vertretenen Betroffenenvereine aus dem ganzen Bundesgebiet stammen, und weniger, dass darunter eine bundesweiter Zusammenschluss aller Betroffenen in Deutschland zu verstehen ist.</p>
<p>Mehr auf netzwerkB</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/08/05/an-alle-betroffene-von-sexualisierter-gewalt-in-der-kindheit/" target="_blank">An alle Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Kindheit</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>An alle Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Kindheit!</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/08/05/an-alle-betroffene-von-sexualisierter-gewalt-in-der-kindheit/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 17:01:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 5.08.2011 An alle Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Kindheit! In der jüngsten Pressemitteilungen des Runden Tisch sexueller Kindesmissbrauch der Bundesregierung (vom 06.06.2011) heißt es unter anderen: Zitat: „Zur Mitwirkung am Runden Tisch wurden Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft und aller relevanter gesellschaftlicher Gruppen eingeladen &#8211; unter anderem der Kinder- und Opferschutzverbände, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 5.08.2011</p>
<p><strong>An alle Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Kindheit!</strong></p>
<p>In der jüngsten Pressemitteilungen des Runden Tisch sexueller Kindesmissbrauch der Bundesregierung (vom 06.06.2011) heißt es unter anderen:<span id="more-8852"></span></p>
<p>Zitat: „Zur Mitwirkung am Runden Tisch wurden Vertreterinnen und Vertreter aus der Wissenschaft und aller relevanter gesellschaftlicher Gruppen eingeladen &#8211; unter anderem der Kinder- und Opferschutzverbände, <strong>der Bundesinitiative der Betroffenen</strong>, bundesweiter Zusammenschlüsse von Beratungseinrichtungen für Opfer, der Familienverbände, der Schul- und Internatsträger, der Freien Wohlfahrtspflege, der beiden großen christlichen Kirchen, des Rechtswesens, des Deutschen Bundestages sowie aus Bund, Ländern und Kommunen.“ (Zitatende)</p>
<p>Für uns – eine Gruppe Betroffener von sexualisierter Gewalt in der Kindheit – stellte sich daraufhin die Frage, von welcher „Bundesinitiative der Betroffenen“ in dieser Pressemeldung des Runden Tisch sexueller Kindesmissbrauch der Bundesregierung die Rede ist, bzw. wann sich eine solche gegründet hat, wer ihr angehört und wodurch sie sich als Vertreterin von Betroffenen am Runden Tisch legitimiert?</p>
<p>Deshalb wollen wir hiermit eine kleine <strong>Umfrage unter Betroffenen von sexualisierter Gewalt in der Kindheit</strong> starten:</p>
<p>Wer kennt die/eine „Bundesinitiative der Betroffenen“?</p>
<p>Wer weiß, wie und wo sie organisiert ist?</p>
<p>Wer weiß, wie man Mitglied dieser „Bundesinitiative“ wird?</p>
<p>Wer weiß, welche Positionen diese „Bundesinitiative der Betroffenen“ vertritt?</p>
<p>Wer ist evtl. Mitglied dieser Bundesinitiative und kann Auskunft geben, woraus sich der Name und Einsatz der „Bundesinitiative der Betroffenen“ legitimiert?</p>
<p>Wer kann Auskunft geben, woraus sich die Vertretung der Betroffenen durch diese „Bundesinitiative der Betroffenen“ am Runden Tisch sexueller Kindesmissbrauch der Bundesregierung legitimiert?</p>
<p>Für zahlreiche Rückmeldungen wären wir sehr dankbar. Es wäre auch schön, wenn möglichst viele Betroffene von der Umfrage erfahren (also bitte an andere Betroffene weiterleiten). Nur so können wir herausfinden, wie bekannt die am Runden Tisch sexueller Kindesmissbrauch der Bundesregierung offenbar mitredende „Bundesinitiative der Betroffenen“ ist und welche Positionen sie vertritt.</p>
<p><em>Rückmeldungen bitte hier über die Kommentarfunktion oder an BIBetroffene@web.de.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Wir werden die Ergebnisse unserer Umfrage zeitnah hier wieder veröffentlichen.</em></p>
<p>Mehr auf netzwerkB</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/08/16/umfrage-zur-%e2%80%9ebundesinitiative-der-betroffenen%e2%80%9c/" target="_blank">Umfrage zur &#8220;Bundesinitiative der Betroffenen&#8221;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Kindesmissbrauch &#8211; Daniel Cohn-Bendit</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/07/16/kindesmissbrauch-daniel-cohn-bendit/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/07/16/kindesmissbrauch-daniel-cohn-bendit/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 14:54:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Offener Brief  16.07.2011 An die Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs Frau Dr. Christine Bergmann 11018 Berlin per Telefax Kindesmissbrauch &#8211; Daniel Cohn-Bendit Meine Email-Nachricht vom 17.06.2011 Mein Telefax-Schreiben vom 20.06.2011 Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann, hiermit möchte ich noch einmal auf meine Email-Nachricht vom 17.06.2011 sowie mein Telefax- Schreiben vom 20.06.2011 zurückkommen. Leider [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief  16.07.2011</p>
<p>An die Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs</p>
<p>Frau Dr. Christine Bergmann</p>
<p>11018 Berlin</p>
<p>per Telefax</p>
<p><strong>Kindesmissbrauch &#8211; Daniel Cohn-Bendit<span id="more-8544"></span></strong></p>
<p>Meine Email-Nachricht vom 17.06.2011</p>
<p>Mein Telefax-Schreiben vom 20.06.2011</p>
<p>Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,</p>
<p>hiermit möchte ich noch einmal auf meine Email-Nachricht vom 17.06.2011 sowie mein Telefax- Schreiben vom 20.06.2011 zurückkommen. Leider haben Sie bisher nicht reagiert und den Eingang meines Schreibens auch nicht bestätigt.</p>
<p>Ich frage Sie direkt:</p>
<p>Möchten Sie den Fall Cohn-Bendit verschweigen und ignorieren?<!--more--></p>
<p>Wer es aus meiner Sicht mit der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs an Kindern Ernst meint, darf vor Politikern keinen Halt machen. In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch einmal an die Umstände an der Odenwaldschule oder im Bereich der katholischen Kirche erinnen, wo ein großer Aufschrei durch die Gesellschaft ging und man überall Konsequenzen forderte.</p>
<p>Ich fordere auch Konsequenzen und zwar dass der Fall Cohn-Bendit noch einmal nah in den Fokus der Öffentlichkeit gerät, erforscht wird und Sie als Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs im Auftrag der Bundesregierung Ihren Teil dazu beitragen, so dass es gelingt möglichen Opfern zu helfen.</p>
<p>Als Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs im Auftrag der Bundesregierung dürften Sie über die nötigen Mittel sowie Einfluss verfügen, um mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Deswegen bin ich auch enttäuscht darüber, dass Sie sich bis heute nicht bei mir zurückmelden.</p>
<p>Aus diesem Grund sehe ich mich dazu angehalten, meinen Brief vom 17.06.2011 an Sie über Medien (z.B. <a href="http://netzwerkb.org" target="_blank">netzwerk.org</a>) als offenen Brief zu behandeln. Sehen Sie das bitte nicht als Angriff gegen Ihre Person, doch bleibt einem kleinen Bürger wie mir in diesem Fall leider nur der Gang in die Öffentlichkeit um meinem Anliegen Nachdruck zu verleihen.</p>
<p>Ich möchte an dieser Stelle noch einmal an die unsäglichen Tathandlungen und Äußerungen Daniel Cohn-Bendits erinnern, der in einem Buch eindeutig und unmissverständlich Kindesmissbrauch zum Ausdruck gebracht hat.</p>
<p>Hier dazu die Textpassagen:</p>
<p>«Ich hatte schon lange Lust gehabt, in einem Kindergarten zu arbeiten. Die deutsche Studentenbewegung hat ihre eigenen antiautoritären Kindergärten hervorgebracht, die von den Stadtverwaltungen mehr oder weniger unterstützt wurden. Ich habe mich dann 1972 beim Kindergarten der Frankfurter Universität beworben, der in Selbstverwaltung der Eltern ist und vom Studentenwerk und der Stadt unterstützt wird. (&#8230;)</p>
<p>Die Eltern haben mich als Bezugsperson akzeptiert. Ich habe in diesem Kindergarten zwei Jahre lang gearbeitet. Dort waren Kinder zwischen zwei und fünf Jahren &#8211; eine fantastische Erfahrung. Wenn wir ein bisschen offen sind, können uns die Kinder sehr helfen, unsere eigenen Reaktionen zu verstehen. Sie haben eine grosse Fähigkeit zu erfassen, was bei den Großen vor sich geht. (&#8230;)</p>
<p>Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet. (&#8230;)</p>
<p>Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: &#8220;Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?&#8221; Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestreichelt.»</p>
<p>Eindeutiger geht es nicht und Versuche, diese Äußerungen zu relativieren oder in einem anderen Kontext darzustellen sind aus meiner Sicht nur Ablenkungsmanöver um über die Sache weiter „Gras wachsen“ zu lassen.</p>
<p>Dies dürfen Sie nicht zulassen Frau Dr. Bergmann, deswegen handeln Sie bitte – jetzt !!!</p>
<p>Auch in einem 1982 geführten Interview in einem französischen Fernsehsender hat sich Cohn- Bendit eindeutig geäußert. Hier dazu der entsprechende Link zu dem allgemein bekannten online- Medium youtube:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=M0qvkg2nzg8" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=M0qvkg2nzg8</a></p>
<p>Dort wird der französische Dialog ins Deutsche übersetzt und man erkennt eindeutig Cohn-Bendits abartige Phantasien, auch insbesondere durch seinen Hinweis „die Sexualität eines Kindes ist etwas Phantastisches“ und „es ist ein wahnsinnig erotisches Spiel“.</p>
<p>Eindeutiger geht es nicht, deswegen bitte ich Sie noch einmal Frau Dr. Bergmann:</p>
<p>Handeln Sie!!!</p>
<p>Der Fall Cohn-Bendit gehört endlich lückenlos und unnachgiebig an die Öffentlichkeit und muss aufgeklärt werden, egal welcher politischer Richtung er angehört oder welche Hintergründe bisher einer Aufarbeitung im Wege gestanden haben mögen.</p>
<p>Solche Menschen dürfen nicht verschont bleiben.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p><em>(Name der Redaktion bekannt)</em></p>

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		<item>
		<title>Wenn die Pädagogen versagen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/07/03/wenn-die-padagogen-versagen/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 07:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Odenwaldschule]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[WELT ONLINE 3.07.2011 Autor: Rainer Winkel Rainer Winkel ist noch immer tief erschüttert über den Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule. Er sieht die gesamte Reformpädagogik der Zerstörung anheimgegeben. Ein offener Brief an Hartmut von Hentig Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WELT ONLINE 3.07.2011</p>
<p>Autor: Rainer Winkel</p>
<p>Rainer Winkel ist noch immer tief erschüttert über den Missbrauchsskandal an der Odenwaldschule. Er sieht die gesamte Reformpädagogik der Zerstörung anheimgegeben. Ein offener Brief an Hartmut von Hentig</p>
<p><a href="http://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article13464575/Wenn-die-Paedagogen-versagen.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Verjährungsfrist passé</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/06/12/verjahrungsfrist-passe/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/06/12/verjahrungsfrist-passe/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Jun 2011 12:01:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=8232</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann, netzwerkB schreibt in einer aktuellen Verlautbarung zu Ihrem Schlussbericht: Zitat Wenn Frau Dr. Bergmann &#8211; aus Not oder Angst oder Abhängigkeit von irgendwelchen übergeordneten Instanzen &#8211; sich auf eine Verlängerung statt einer Aufhebung der Verjährungsfrist einlässt, dann hat sie entweder etwas Elementares beim Umgang mit sexualisierter Gewalterfahrung in der Kindheit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,</p>
<p>netzwerkB schreibt in einer aktuellen Verlautbarung zu Ihrem Schlussbericht:<span id="more-8232"></span></p>
<p>Zitat<br />
Wenn Frau Dr. Bergmann &#8211; aus Not oder Angst oder Abhängigkeit von irgendwelchen übergeordneten Instanzen &#8211; sich auf eine Verlängerung statt einer Aufhebung der Verjährungsfrist einlässt, dann hat sie entweder etwas Elementares beim Umgang mit sexualisierter Gewalterfahrung in der Kindheit noch nicht verstanden oder sie ist nicht glaubwürdig.</p>
<p>netzwerkB fordert: Die Verjährungsfristen müssen rückwirkend aufgehoben werden!<br />
Zitatende</p>
<p>Als Nichtbetroffener liegt es für mich glasklar auf der Hand, dass netzwerkB bzw. Norbert Denef und seine Mitstreiter Recht haben.<br />
Warum?<br />
Weil ein Täter, der so etwas Schlimmes begeht, das einem seelischen Mord gleichkommt, sich nicht sicher fühlen darf; auch und schon gar nicht jenseits einer Verjährungsfrist, die bei diesem Thema nichts, aber auch gar nichts, zu<br />
suchen hat. Ich frage mich: Wie kommen Sie auf die Idee, die Aufhebung einer Verjährungs-<br />
frist abzulehnen?<br />
Sind Sie sicher, das Sie vollumfänglich verstanden haben, worum es den Opfern geht? Ich sage Ihnen, was ich darüber denke: Sie haben es nicht, denn hätten Sie das, wäre eine Verjährungsfrist passé.</p>
<p>Und: Mit Opferschutz, vor allem auch der (leider) zukünftigen Opfer, hat das nichts zu tun. Mit dem Schutz der Schwachen auch nicht und mit Demokratie im weiteren Sinn auch nicht, weil die Opfer nicht zu Wort kommen.</p>
<p>Mit sehr nachdenklichen Grüßen,</p>
<p>Dr. Curt Asten</p>

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		<slash:comments>11</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wir fordern Glaubwürdigkeit, Achtung und Beachtung für alle Betroffenen!</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/05/26/wir-fordern-glaubwurdigkeit-achtung-und-beachtung-fur-alle-betroffenen/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/05/26/wir-fordern-glaubwurdigkeit-achtung-und-beachtung-fur-alle-betroffenen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 May 2011 15:34:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=8079</guid>
		<description><![CDATA[Hallo liebe Betroffene von sexualisierter Gewalt auf allen Ebenen, seitdem ich meine Sprache und Worte wiedergefunden habe, durch Aufarbeitung, sehe ich es auch als Aufgabe an, anderen, die noch nicht soweit sind meine Sprache zu leihen und zu versuchen, das Bewusstsein in der Politik und Kirche und erst recht der Gesellschaft zu verändern. Erst im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo liebe Betroffene von sexualisierter Gewalt auf allen Ebenen,</p>
<p>seitdem ich meine Sprache und Worte wiedergefunden habe, durch Aufarbeitung, sehe ich es auch als Aufgabe an, anderen, die noch nicht soweit sind meine Sprache zu leihen und zu versuchen, das Bewusstsein in der Politik und Kirche und erst recht der Gesellschaft zu verändern.<span id="more-8079"></span></p>
<p>Erst im Februar ca. habe ich einen vierseitigen Brief an die Bischofskonferenz zu Händen von Bischof Ackermann verschickt.   Nun ist die Tage vom Runden Tisch wieder was mitgeteilt geworden, auf Statistik beruhend und wenig den EinzelBetroffenen mit einbezogen. Heute sah ich den</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/05/25/politische-nebelkerzen/" target="_blank">Bericht über Frau Liza Stein</a>,</p>
<p>die sich auch persönlich einsetzt und nur schwer „Gehör“ findet – eine Plage bei allen möglichen Stellen für Betroffene. Ich persönlich kriege dies noch stärker mit, da ich in real auch schwerhörig bin und leider scheitern da schon viele Menschen – wie erst recht bei dem Thema sexualisierte Gewalt!</p>
<p>Warum ich schreibe:</p>
<p>Mich würde es freuen, wenn andere meine Nachricht auch mitunterschreiben könnten, damit dieser Brief an Frau Bergemann weitergereicht werde kann und den runden Tisch – HOFFENTLICH erreicht!</p>
<p>Nun mein Anliegen:</p>
<p>Mir fällt auf, dass Betroffene, die das Überleben gemeistert haben und auf dem Weg ins Leben sind, NOCH immer nicht wahrgenommen werden. Sie werden klein geredet, als wenn sie noch Kinder wären, vom runden Tisch und den Mächtigen, die als Fachleute auftreten.</p>
<p>Nun meine Frage, welcher dieser Fachmenschen hat sexualisierte Gewalt erlebt? Sind das Fachmenschen der Theorie, der Statistik, des Systems, aber nicht der Menschlichkeit und des erlittenen Leidens?</p>
<p>Warum werden diese Betroffenen klein gehalten?</p>
<p>Weil die Betroffenen zwangsläufig über die die Erfahrung gereift und mündig geworden sind und wenn sie gehört werden wollen – dass müssen die anderen, was ändern, für ALLE Betroffenen und für alle Kinder, die noch betroffen werden könnten.</p>
<p>Das Wort heißt Verantwortung. Das Wort macht den Fachmenschen der Theorie Angst, wer Verantwortung übernimmt, müsste die Betroffenen ehren und achten, müsste auf sie hören, wie bei weisen Menschen.  Das findet gerade auf dem ganzen Kontinent statt, bei allen Ländern, wo das Thema sexualisierte Gewalt nicht mehr aus den Medien zu verscheuchen ist.</p>
<p>Veränderung heißt auch Bewusstseinsveränderung. Die Betroffenen haben das hinter sich, sie haben verstanden, worum es geht, welche Mechanismen, welche Strategien der Täter etc. dahinter steckt und wie die Gesellschaft getäuscht wird, damit sie nicht aufwacht und sich mehr für die Betroffenen einsetzt. Darum werden die Betroffenen in ihrem Auftreten und sprechen immer lauter und vehementer. Bleiben wir da dran!</p>
<p>Mir wäre es wichtig, wenn viele, die mich verstehen können, auch soweit sind und sich so was wünschen, über meinen Brief oder einen passenden dafür eintreten könnten um den Menschen am Runden Tisch klar zu machen, wir sind da, wir bleiben da und wir lassen uns nicht mehr verscheuchen.</p>
<p>Wir fordern Glaubwürdigkeit, Achtung und Beachtung für alle Betroffenen!</p>
<p>Wir fordern, dass Betroffene aktiv am Runden Tisch dabei sind und aktiv anderen Betroffenen helfen können, da sie die wahren Fachleute sind!</p>
<p>Wir fordern, dass sich die Politik, die Kirche und andere Institutionen nicht hintereinander verstecken können und von Schönwetter reden, nur WEIL sie nicht betroffen sind!</p>
<p>Wir fordern, dass der Apparat erleichtert, bzw. verkleinert wird, dass er die Langsamkeit und die schwere Masse verliert und aktiver und schneller anderen Betroffenen helfen kann.</p>
<p>Denn es geht um Menschenleben – es geht um Menschen, die aufgrund der  Passivität anderer am Leiden von sexualisierter Gewalt sterben können, weil sie die Hoffnung und die Lebenskraft und Mut verlieren!</p>
<p>Und es geht darum, dass in der Politik und am Runden Tisch KEIN Kuhhandel mit Menschenleben getrieben wird, in dem „ der Wert eines Verbrechensopfers – nur 2000-5000 Euro tituliert wird“, was wider die Menschenwürde ist!</p>
<p>Und Täter werden im Gefängnis durch zig Maßnahmen verhätschelt, während die Opfer sang und klanglos totgeschwiegen eingehen können!</p>
<p>Ich danke Euch fürs Lesen und würde mich auf Solidarität und gegenseitige Unterstützung freuen, es können gerne noch weitere Punkte angefügt werden, damit JA nix vergessen geht.</p>
<p>Herzliche Grüße</p>
<p>Jacqueline Stamm</p>

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		<item>
		<title>„Wenn Du Deine Kirche liebst, warum lebst Du dann nicht so&#8230;?“</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/03/23/%e2%80%9ewenn-du-deine-kirche-liebst-warum-lebst-du-dann-nicht-so-%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 06:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[DiePresse.com 23.03.2011 CORNELIUS HELL (Die Presse) Offener Brief an den wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs zurückgetretenen Salzburger Domprediger Dr. Peter Hofer. Lieber Peter, es müssen wohl dreißig Jahre sein, dass wir uns kennen – und trotzdem glaube ich nach dem „Profil“-Interview Susanne P., die Dich des sexuellen Missbrauchs beschuldigt, mehr als Dir, obwohl ich sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DiePresse.com 23.03.2011</p>
<p>CORNELIUS HELL (Die Presse)</p>
<p>Offener Brief an den wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs zurückgetretenen Salzburger Domprediger Dr. Peter Hofer.</p>
<p>Lieber Peter,<br />
es müssen wohl dreißig Jahre sein, dass wir uns kennen – und trotzdem glaube ich nach dem „Profil“-Interview Susanne P., die Dich des sexuellen Missbrauchs beschuldigt, mehr als Dir, obwohl ich sie nie gesehen habe. Und zwar deswegen, weil sie Klartext redet, während von Dir immer nur jämmerliches Geschwätz zu hören war:</p>
<p><a href="http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/643877/Wenn-Du-Deine-Kirche-liebst-warum-lebst-Du-dann-nicht-so" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Gut, dass Ihr angefangen seid, zu reden</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/03/05/gut-dass-ihr-angefangen-seid-zu-reden/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 08:34:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, das ist gut, dass hier endlich was ins Rollen gekommen ist. Die Würde des Menschen – wie oft wurde und wird sie zertreten, wenn Grenzen überschritten und (Kinder-)Seelen zerstört worden sind und werden. Das wunderliche Schweigen einer Gesellschaft zu Fällen von Gewalt muss gebrochen werden. Gut, dass Ihr angefangen seid, zu reden. Ich wünsche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das ist gut, dass hier endlich was ins Rollen gekommen ist.</p>
<p>Die Würde des Menschen – wie oft wurde und wird sie zertreten, wenn  Grenzen überschritten und (Kinder-)Seelen zerstört worden sind und  werden.</p>
<p>Das wunderliche Schweigen einer Gesellschaft zu Fällen von Gewalt muss gebrochen werden.</p>
<p>Gut, dass Ihr angefangen seid, zu reden. Ich wünsche mir auch diesen Mut  und komme gern zur <a href="http://netzwerkb.org/2011/03/02/netzwerkb-feiert-seinen-ersten-geburtstag/" target="_blank">Versammlung am 9. April 2011 in Scharbeutz.</a></p>
<p>Hamburg, 04.03.2011<br />
Adelheid Oltmanns</p>

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		<item>
		<title>Bitte stimmen Sie hier bis zum 15.03.2011 ab</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/01/10/bitte-stimmen-sie-hier-bis-zum-15-03-2011-ab/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 15:20:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe ehemalige Heimkinder, liebe Freunde, liebe Mitglieder des VEH e.V., Bitte stimmen Sie hier ab: http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=HAXEVZZMECNZ Der „Runde Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ hat beschlossen, in seinem Abschlussbericht folgende Empfehlung an den Deutschen Bundestag bezüglich einer „finanziellen Entschädigung“ zu geben: „Der Runde Tisch hält eine Summe von 120 Millionen € für die Ausstattung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe ehemalige Heimkinder, liebe Freunde, liebe Mitglieder des <a href="http://www.veh-ev.info" target="_blank">VEH e.V.</a>,</p>
<p>Bitte stimmen Sie hier ab: <a href="http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=HAXEVZZMECNZ" target="_blank"><br />
http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=HAXEVZZMECNZ<span id="more-6048"></span></a></p>
<p><a href="http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=HAXEVZZMECNZ" target="_blank"></a>Der „Runde Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ hat beschlossen, in seinem Abschlussbericht folgende Empfehlung an den Deutschen Bundestag bezüglich einer „finanziellen Entschädigung“ zu geben:</p>
<p>„Der Runde Tisch hält eine Summe von 120 Millionen € für die Ausstattung des Fonds/der Stiftung für erforderlich, die sich aufteilt in 20 Millionen € für den „Rentenersatzfonds“ und 100 Millionen € für den „Fonds für Folgeschäden der Heimerziehung“.</p>
<p>Getragen werden soll der Fonds/die Stiftung jeweils zu einem Drittel von</p>
<ul>
<li>„Bund,</li>
<li>Ländern und Kommunen,</li>
<li>Katholischer Kirche und Evangelischer Kirche und deren Wohlfahrtsverbände und Ordensgemeinschaften.“</li>
</ul>
<p>Der Fonds soll finanzieren:</p>
<ul>
<li>„therapeutische Hilfen, beispielsweise Sicherstellung von Therapien, wenn die primär verpflichteten Leistungsträger eine Kostenübernahme verweigern;</li>
<li>Übernahme von Kosten bei der Aufarbeitung, beispielsweise Kosten von Verwandtensuche, Akteneinsicht, Fahrtkosten zur damaligen Einrichtung, Veröffentlichung von Biografien;</li>
<li>Unterstützung bei besonderer Hilfsbedürftigkeit, beispielsweise Hilfe bei; der Beschaffung von (medizinischen, orthopädischen, technischen etc.) Hilfsmitteln;</li>
<li>Beratungs- und Betreuungskosten (zum Beispiel Rechtsanwälte), beispielsweise Unterstützung bei Ämtergängen und -kontakten;</li>
<li>Qualifizierungsmaßnahmen, beispielsweise Hilfe bei der Vermittlung und Finanzierung von Nachqualifikationen oder Unterstützung bei Umschulungen;</li>
<li>Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben im Alter (zum Beispiel zur Vermeidung von Heimaufenthalten);</li>
<li>Unterstützung für Menschen in besonderen sozialen Notlagen.“</li>
</ul>
<p>Da wir wissen,</p>
<ul>
<li>dass vielen diese Zahlungen ein Schlag ins Gesicht,</li>
<li>eine erneute Demütigung,</li>
<li>ein Hohn bedeuten und</li>
<li>dieses so nicht hingenommen werden kann, haben wir beschlossen, weiter um unser gutes Recht zu kämpfen: Nämlich eine „Entschädigung“ die diesen Namen verdient.</li>
</ul>
<p>Wir wollen</p>
<ul>
<li>mindestens 300 € monatlicher Rente oder – wahlweise –</li>
<li>eine Einmalzahlung von 54.000 € pro Person!</li>
</ul>
<p>Bitte stimmen Sie hier ab: <a href="http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=HAXEVZZMECNZ" target="_blank">http://www.q-set.de/q-set.php?sCode=HAXEVZZMECNZ</a></p>
<p>um Bund, Ländern und Kirche zu zeigen, das wir nicht bereit sind, eine solche Demütigung hinzunehmen!</p>
<p>Bei dieser online-Abstimmung kann nur EINMAL PRO COMPUTER abgestimmt werden und die Stimmen werden automatisch auf dem Server ausgezählt! Nach Abschluss der Abstimmung werden die Stimmergebnisse veröffentlicht werden.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Persönliches Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Günter Krings</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/01/10/personliches-gesprach-mit-dem-cdu-bundestagsabgeordneten-dr-gunter-krings/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Jan 2011 15:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstag den 06.01.2011 hatte ich ein persönliches Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Günter Krings. Ich hatte ihn um dieses Gespräch gebeten, nach dem der Runde-Tisch-Berlin seinen Abschlussbericht vorgelegt hatte. Dr. Krings ist aus meinem Wahlkreis Mönchengladbach und so suchte ich ihn dann auch im Rahmen seiner Bürgersprechstunde, in der CDU-Geschäftsstelle auf. Zuerst berichtete ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag den 06.01.2011 hatte ich ein persönliches Gespräch mit dem <a href="http://www.guenter-krings.de" target="_blank">CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Günter Krings</a>. Ich hatte ihn um dieses Gespräch gebeten, nach dem der Runde-Tisch-Berlin seinen Abschlussbericht vorgelegt hatte.<br />
Dr. Krings ist aus meinem Wahlkreis Mönchengladbach und so suchte ich ihn dann auch im Rahmen seiner Bürgersprechstunde, in der CDU-Geschäftsstelle auf.<span id="more-6043"></span></p>
<p>Zuerst berichtete ich ihm, dass ich ein Missbrauchsopfer der 50er und 60er Jahre sei und schilderte ihm in Details den Missbrauch, sowie die Zustände in dem Heim Westuffeln. Seine Mitarbeiterin war bei diesem Gespräch anwesend und machte sich laufend Notizen. Das Entsetzen konnte man an ihrem Gesicht ablesen.</p>
<p>Dr. Krings selber blieb sachlich und schüttelte angesichts meiner Schilderung mehrmals mit dem Kopf. Wichtig schien ihm die Frage zu sein, ob es sich um ein kath. oder evang. Heim gehandelt hat. Ich war davon überzeugt, das Dr. Krings über das Ausmaß des Missbrauchs gut informiert war, aber dies nun von einem Betroffenen persönlich zu hören, war für ihn überraschend und das sah man ihm auch an.</p>
<p>Desweiteren schilderte ich ihm, welche Mühen und Kosten ehemalige Heimkinder aufbringen müssen, um als Opfer von Staat und Kirche anerkannt zu werden. Gleichfalls wie schwierig es ist und einem gemacht wird, an seine eigene Heimakte zu gelangen. Weiterhin, wie schwierig es ist, eine gute Therapiestelle zu finden und wie die Kostenfrage zu klären ist. Ich schilderte ihm, wie viele von uns in schwierigen persönlichen und familiären Verhältnissen leben müssen, weil sie jahrzehnte lang darüber nicht sprechen konnten.</p>
<p>Dann sprachen wir das Thema Entschädigung an, sowie den Abschlussbericht Runder-Tisch und das ich, wie auch der VeHe.V. und das netzwerkB e.V. diesen Abschlussbericht eine Farce finden, als auch die 120 Millionen Euro Entschädigungssumme, welche im Raume stehen. Ich teilte Dr. Krings mit, dass die drei Betroffenen am Runden-Tisch nicht autorisiert waren für uns alle zu sprechen, ebenso, dass sie dem Abschlussbericht nicht in unser aller Namen zustimmen durften.</p>
<p>Ich sprach über die Eingabe einer Petition an den Bundestag, bzgl. der unbürokratischen Herausgabe aller Heimakten und das zum Thema Verjährung eine Klage beim EGfM in Den Haag vorliegt.</p>
<p>Da der Abschlussbericht Runder-Tisch nun dem Bundestag vorgelegt werden soll, schien es mir wichtig, dass die AbgeordnetenInnen vor einer Abstimmung, persönlich betroffen gemacht werden und nicht nur über eine trockene Gesetzesvorlage abstimmen.</p>
<p>Ebenfalls finde ich, dass dadurch die Bemühungen der Opfer-Missbrauchs-Verbände mehr Gewicht erhalten und ernster genommen werden müssen.</p>
<p>Es kostete mir einige Überwindung den hiesigen Bundestagsabgeordneten aufzusuchen, aber ich wollte damit meinen eigenen Beitrag dazu leisten, wenn unser Anliegen im Bundestag behandelt wird. Wenn alle Ehemaligen und Betroffenen ein gleiches tun und ihren Abgeordneten in ihrer Heimatstadt aufsuchen und unser aller Anliegen schildern, dann kann später keiner sagen, das habe ich so nicht gewusst. Denn im Falle einer Abstimmung, ist jede(r)Abgeordnete(r) nur ihrem/seinem Gewissen gegenüber verantwortlich und darf sich nicht aus Gründen des Fraktionszwanges aus der Affäre ziehen.</p>
<p>Leistet auch ihr Euren Beitrag dazu und konfrontiert unsere VolksvertreterInnen mit den knallharten Fakten des Missbrauchs, der Kinderarbeit, der körperlichen Züchtigung und der psychichen und physischen Misshandlungen. Macht den Bundestag gleichfalls zu Betroffenen und schildert in einem perönlichen Gespräch den Volksvertretern in eurer Heimat dieses unsägliche Leiden aller ehemaligen Heimkindern. So verschaffen wir uns Gehör und fordert den Bundestag (Fraktionen) auf, zu diesem Thema eine aktuelle Stunde abzuhalten und vielleicht sogar eine namentliche Abstimmung.</p>
<p>Nur Mut, keiner von uns geht allein.</p>
<p>Liebe Grüße an alle,</p>
<p>Uwe Werner<br />
Aachener Str. 316<br />
41069 Mönchengladbach<br />
0152/23627521</p>

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		</item>
		<item>
		<title>An die MitgliederInnen des Bundestagsausschuss für Menschenrechte und humanitärer Hilfe</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/12/17/an-die-mitgliederinnen-des-bundestagsausschuss-fur-menschenrechte-und-humanitarer-hilfe/</link>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 19:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=5813</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Vors. Tom Koenigs, in der heutigen Bundestagssitzung hat der Bundestag einvernehmlich für eine weltweite Glaubens-u.Religionsfreiheit gestimmt. Auf der Zuschauertribüne sass unteranderem Bischof Ackermann (Missbrauchsbeauftragter der Kath. Bischofskonferenz) und der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Altbischof Huber. Der Runde-Tisch Berlin hat in seinem Abschlussbericht einen Hilfsfond in Höhe von 120 Millionen Euro vorgeschlagen, welcher nun vom [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Vors. Tom Koenigs,</p>
<p>in der heutigen Bundestagssitzung hat der Bundestag einvernehmlich für eine weltweite Glaubens-u.Religionsfreiheit gestimmt. Auf der Zuschauertribüne sass unteranderem Bischof Ackermann (Missbrauchsbeauftragter der Kath. Bischofskonferenz) und der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Altbischof Huber.<span id="more-5813"></span></p>
<p>Der Runde-Tisch Berlin hat in seinem Abschlussbericht einen Hilfsfond in Höhe von 120 Millionen Euro vorgeschlagen, welcher nun vom Bundestag und Bundesrat beraten und zur Abstimmung gestellt werden soll. Die SPD Politikerin Frau Matthäus-Meier hat diesen Abschlussbericht als beschämend für Deutschland bezeichnet und der  Verein ehemaliger Heimkinder (VeH e.V.) hat diesen Abschlussbericht nicht akzeptiert und zurecht auf den geringen Betrag  verwiesen, den jedes ehemalige Heimkind aus dem Hilffond erhalten soll. Mal gerade umgerechnet 2-4000 Euro. Die Vors. vom VeH e.V. verwies auch gleichzeitig auf ihrer Presekonferenz, auf die Entschädigungszahlungen, welche in den USA, Irland und Österreich geleistet wurden, nämlich um ein beachtliches mehr.</p>
<p>Die Vors. Runder Tisch Berlin Frau Antje Vollmer, nannte in dem Abschlussbericht die damaligen Heime, Einrichtungen und Internate ein Ort des Bösen und das in vielen dieser Einrichtungen, massiv gegen die Menschenrechte-u.Würde  verstoßen wurde.</p>
<p>Die Menschenrechts-Verletzungen in den besagten Einrichtungen möchte ich gerne nochmal im Einzelnen aufzählen dürfen, da es für Außenstehende unfassbar und schwer nachvollziehbar ist, was tatsächlich geschehen ist:</p>
<p>Sexueller Missbrauch, Demütigungen, körperliche Züchtigungen, Kinder(sklaven)arbeit, Gefangenschaft, Isolierhaft, von<br />
der Öffentlichkeit und der Gesellschaft ausgeschlossen, schlechtes Essen bis hin zum Essensentzug, Denunziation,<br />
Zucker-u.Peitsche-Mentalität, Androhungen von Hölle und Fegefeuer, Erpressung, Nötigung, stundenlanges Strafantreten,<br />
u.v.m. an menschenunwürdigen Methoden.</p>
<p>Dies, alles konnte nur geschehen, weil Kirche und Staat in diesen Einrichtungen einen rechtsfreien Raum zugelassen haben. Weil Priester, Nonnen, ErzieherInnen, LehrerInnen keiner staatlichen Kontrolle unterlagen und über alle Zweifel<br />
erhaben waren.</p>
<p>Diese verwerflichen Praktiken konnten unter den Augen unseres Staates geschehen, obwohl schon 1954 die Menschenrechte<br />
und die Menschenwürde in unserem Grundgesetz verankert waren.</p>
<p>Zurecht verurteilen wir heute weltweit die Kinder-u.Sklavenarbeit, wir diskutieren über angemessenen Arbeitslohn, sind<br />
gegen sexuelle-u. häusliche Gewalt und Jugendämter-u. Jugendgerichte entscheiden immer vorrangig für das Kindeswohl.</p>
<p>Heute, nachdem Betroffene aus den 50er, 60er und 70er Jahren nach Jahrzehnten ihre Rechte, welche ihnen damals<br />
vorenthalten wurden, zurecht einfordern, werden sie erneut gedemütigt. Denn nichts anderes ist der Abschlussbericht<br />
RTH Berlin und der Hilfsfond von 120 Millionen, eine Demütigung für alle ehemaligen Heimkinder.</p>
<p>Es sei darauf hingewiesen, das die psychischen wie physischen missbrauchten Opfer heute nicht mehr als Bittsteller, sondern als Antragsteller an Sie den Ausschuss und den Bundestag herantreten.</p>
<p>Die Forderungen werden lauten:</p>
<ul>
<li>Eine wesentliche Aufstockung des Hilfsfond und Zahlungen an die Ehemaligen wie in den USA und Irland geschehen, mindestens aber ca. 50.000 Euro u/o 300 Euro mtl. Rente, wie von den Opferverbänden vorgeschlagen</li>
<li>Für die geleisteten Jahre an Kinderarbeit wird die Anrechnung an die Rentenzeiten gefordert</li>
<li>Für die heute kranken Missbrauchsopfer eine materielle und pflegerische Versorgung (unbürokratisch)</li>
<li>Zuletzt, wenn die Entschädigungen erfolgt sind, eine gemeinsame von Staat und Kirche öffentliche Entschuldigung</li>
</ul>
<p>Es besteht allgemein die Hoffnung, dass es zu einer einvernehmlichen Lösung durch den Bundestag/rat kommen wird, damit der Weg durch die gerichtlichen Instanzen uns allen erspart bleibt und die Betroffenen noch zu Lebzeiten ihre<br />
finanzielle Wiedergutmachung erhalten.</p>
<p>Liebe AusschussmitgliederInnen,<br />
alle Ehemaligen und ich auch rechnen fest mit Ihrer Unterstützung, aber auch mit Ihrer tatkräftigen Argumentation für eine Aufstockung des Hilfsfond im Deutschen Bundestag.</p>
<p>Wir werden die Debatten mit starkem Interesse verfolgen und wer für die weltweite Religion-u. Glaubensfreiheit im<br />
Bundestag eintritt, der muss aber auch bereit sein, Sünden der Vergangenheit wieder gutzumachen und dafür auch die<br />
rechtlich verbindliche Verantwortung übernehmen.</p>
<p>Seelische und körperliche Narben werden bleiben, nichts kann rückgängig gemacht werden, es liegt jetzt an Ihnen,<br />
dass uns keine neuen Narben zugefügt werden.</p>
<p>Entscheiden Sie mit für einen gerechten finanziellen Ausgleich, denn der Worte sind viele gefallen, jetzt müssen für uns hilfreiche Taten folgen.</p>
<p>Ein frohes nachdenkliches Weihanchtsfest, wünscht Ihnen ein Ehemaliger,</p>
<p>mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Uwe Werner<br />
Aachener Str. 316<br />
41069 Mönchengladbach<br />
0152/23627521</p>

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		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Öffentlicher Aufruf eines ehemaligen Heimkindes</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/12/15/offentlicher-aufruf-eines-ehemaligen-heimkindes/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/12/15/offentlicher-aufruf-eines-ehemaligen-heimkindes/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 16:38:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=5769</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte MitgliederInnen des Bundestages und des Bundesrates, der Runde-Tisch Berlin hat am 13.Dez. 2010 ein Verhandlungsergebnis vorgelegt, nach dem tausende Heimkinder aus einem noch einzurichtenden Hilfsfond mit 120 Millionen Euro entschädigt werden sollen. Wie die SPD-Politikerin Ingrid Matthäus-Maier und viele Ehemalige, finde auch ich diese Vereinbarung ungerecht und beschämend! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
sehr geehrte MitgliederInnen des Bundestages und des Bundesrates,</p>
<p>der Runde-Tisch Berlin hat am 13.Dez. 2010 ein Verhandlungsergebnis vorgelegt, nach dem tausende Heimkinder aus einem noch einzurichtenden Hilfsfond mit 120 Millionen Euro entschädigt werden sollen.<span id="more-5769"></span></p>
<p>Wie die SPD-Politikerin Ingrid Matthäus-Maier und viele Ehemalige, finde auch ich diese Vereinbarung ungerecht und beschämend!</p>
<p>Obwohl ich Mitglied in zwei Missbrauchsvereinen bin, kann ich diesen Aufruf nur ganz persönlich an Sie richten und Sie auffordern, diesem Verhandlungsergebnis so nicht zuzustimmen.</p>
<p>Das Verhandlungsergebnis RTH soll nun in den Bundestag und Bundesrat eingebracht und verabschiedet werden. Ich möchte an Sie appellieren, diesem RTH-Vorschlag in seiner jetzigen Fassung nicht zuzustimmen und den Hilfsfond um ein<br />
mehrfaches aufzustocken. Desweiteren möchte ich Sie bitten, die Latte der parlamentarischen Hürden nicht zu hoch anzulegen, um zu einer raschen einvernehmlichen Lösung zu kommen.</p>
<p>Der RTH hat die Fakten hierfür auf den Tisch gelegt und anerkannt, dass in den damaligen Heimen massiv gegen die Menschenrechte und gegen die Würde des Menschen verstoßen wurde und viele Heime ein Ort des Bösen waren (Zitat: Antje Vollmer).</p>
<p>Viele Ehemalige sind mittlerweile verstorben und/oder haben sich schon früher das Leben genommen, weil sie das Erlebte nicht verkraften konnten bzw. mittlerweile zu alt, krank und seelisch zerbrochen waren. Wenn Sie also nicht zu einer schnellen Entscheidung gelangen, weil im nächsten Jahr z.B. Landtagswahlen anstehen, werden weitere Ehemalige verstorben sein, bevor ihnen Wiedergutmachung zuteil werden konnte. Das erinnert mich an die viel zu spät geleistete Entschädigung der Trümmerfrauen, welche auch schon viel zu alt und gebrechlich waren, um überhaupt einen Antrag auf Entschädigung stellen zu können. Dies darf sich bei uns nicht wiederholen und es darf auch nicht von staatlicher und kirchlicher Seite damit spekuliert werden. Das würde nur dem Ansehen der MitgliederInnen des Bundestages und der Landtage weltweit schaden und das wäre respekt-u.würdelos den ehemaligen Heimkindern gegenüber.</p>
<p>In vielen anderen Fällen kam es schon zu raschen politischen Entscheidungen, obwohl eine längere parlamentarische Debatte von Nöten gewesen wäre. Aber hier liegen die Fakten alle auf dem Tisch und waren auch schon lange vorher, auch dank der Medien der breiten Öffentlichkeit bekannt .</p>
<p>Wie Sie wissen, wären diese Missbrauchsfälle schon weitaus früher an das Tageslicht gekommen, wenn die staatlichen und kirchlichen Einrichtungen diese Vorfälle rechtzeitig und zeitnah gemeldet hätten. So manche Verjährungsfrist wäre dann nicht abgelaufen gewesen und Klagen hätten Aussicht auf Erfolg gehabt. Stattdessen wurde weggeschaut, geschwiegen und vertuscht, wie wir heute wissen.</p>
<p>Die schon 1954 im Grundgesetzt verankerte Menschenwürde und viele andere Grundrechte sind dermaßen in vielen Heimen<br />
mit Füßen getreten worden, so dass jetzt und heute eine schnelle ausreichende Entschädigung stattfinden muss. Auch, um uns nachträgliche und lange vorenthaltende Rechtssicherheit zu gewähren.</p>
<p>Ich glaube an Sie, als eine gerechte, dem Wohle der ehemaligen Heimkinder verpflichtenden Institution, welche aber auch die verspätete Verantwortung für versäumte Wiedergutmachung schnellstens übernehmen muss.</p>
<p>Ich bitte Sie, nehmen Sie die Kirchen noch mehr in ihre Pflicht und wenn nötig, wegen der finanziellen Aufstockung des Hilfsfond, veranlassen Sie sie zu Zahlungen, welche dem gerecht werden muss, was die Kirchen in ihren Einrichtungen an Bösem zugelassen hat.</p>
<p>Ein weiterer Aufruf an Sie wäre, das Sie uns/mich nicht als Bittsteller betrachten mögen, sondern als BürgerInnen eines demokratischen Staates, welche zurecht für ihre geraubte Kindheit und ihrer schon damals geltenden und vorenthaltenden Menschenrechte ausreichende Wiedergutmachung verlangen. Gönnen Sie uns zumindest jetzt und für die uns noch verbleibenden Jahre einen menschenwürdigen Lebensabend.</p>
<p>Was geschehen ist, können wir und auch Sie nicht rückgängig machen, aber Sie können als Vertreter des Deutschen Bundestages dafür Sorge tragen, das da, wo der damalige Staat Unrecht zugelassen und geduldet hat, Sie als Rechtsnachfolger dafür einstehen, das der Gerechtigkeit wieder genüge getan wird.</p>
<p>Gleiches möchte ich den Kirchen in Deutschland sagen. Werden sie ihrem göttlichen Auftrag gerecht und lassen sie sich durch das von ihnen so oft zitierte Evangelium leiten, und geben sie in angemessener Art und Weise, schnellstens zurück, was sie uns ungerechtfertigter weise genommen und vorenthalten haben. Hierfür bedarf es keiner Aufzählung mehr, um zu wissen, dass das was sie finanziell bereit sind zu geben, nur ein Bruchteil dessen ist, was wir an Kinderarbeit in ihren Einrichtungen über Jahre leisten mussten. Von den seelischen und körperlichen Grausamkeiten ganz zu schweigen!</p>
<p>Zum Schluss möchte ich Ihnen noch zu bedenken geben, das wir/ich unter starken persönlichen und finanziellem Aufwand den Nachweis erbringen mussten (insbesondere die Beschaffung der Heimakten), damit wir beim Versorgungsamt, beim Landschaftsverband, ARGE und den Kirchen, als ehemalige Heimkinder und Missbrauchsopfer anerkannt wurden.</p>
<p>Ihnen allen eine fröhliche Weihnachten und eine für uns schnelle finanzielle Entschädigung noch in 2011.</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen<br />
Uwe Werner<br />
Aachener Str. 316<br />
41069 Mönchengladbach<br />
0152/ 236 27 521</p>

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		<item>
		<title>ZDF &#8220;Menschen 2010&#8243;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/12/12/menschen-2010/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/12/12/menschen-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 22:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[ZWEITES DEUTSCHES FERNSEHEN z.H. Intendant Herrn Markus Schächter 55100 Mainz Eine redaktionelle Verschiebemasse – wie mit Missbrauchsopfer umgegangen wird Sehr geehrter Herr Schächter, nachfolgend möchte ich Sie davon in Kenntnis setzen, wie Ihre Mitarbeiter mit Opfern sexualisierter Gewalt umgehen und Sie bitten, sich klärend für diese Angelegenheit einzusetzen. Am 25. Juni 2010 erhielt ich eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ZWEITES DEUTSCHES FERNSEHEN<br />
z.H. Intendant<br />
Herrn Markus Schächter<br />
55100 Mainz</p>
<p><strong>Eine redaktionelle Verschiebemasse – wie mit Missbrauchsopfer umgegangen wird</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr Schächter,</p>
<p>nachfolgend möchte ich Sie davon in Kenntnis setzen, wie Ihre Mitarbeiter mit Opfern sexualisierter Gewalt umgehen und Sie bitten, sich klärend für diese Angelegenheit einzusetzen.<span id="more-5717"></span></p>
<p>Am 25. Juni 2010 erhielt ich eine Einladung zu Ihrer Sendung &#8220;Menschen 2010&#8243;, zum &#8220;Thema Missbrauch&#8221;, als &#8220;ein wichtiger und kompetenter Gesprächspartner&#8221; teilzunehmen.</p>
<p>Nach mehreren Telefongesprächen und e-Mail Kontakten habe ich am 08.09.2010 vertraglich zugestimmt (Vertrags-Nr.: 2010121925).</p>
<p>Die Firma &#8220;Bewegte Zeiten Filmproduktion GmbH&#8221; nahm mit mir am 04.10.2010 Kontakt auf, zwecks Zusammenarbeit für einen Magazinbeitrag/Menschen 2010 im ZDF. Ein Drehtermin mit der verantwortlichen Regisseurin Birgit Wuthe wurde für Dienstag, den 09. November 2010 vereinbart. Drehort in meinem Haus in Scharbeutz und am Timmendorfer Strand.</p>
<p>Per e-Mail erhielt ich am 29.10.2010 folgende Absage:<br />
Lieber Herr Denef,<br />
wir haben uns leider noch nicht kennnegelernt oder gesprochen. Mein Name ist Kristina Verers und ich bin Redakteurin beim Jahresrückblick &#8220;Menschen 2010&#8243;. Mit meiner Kollegin Verena Scheidecker indes, hatten Sie bereits telefonischen Kontakt. Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass wir nach ausführlichen, redaktionellen Gesprächen gestern beschlossen haben, das Thema: &#8220;Sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche&#8221; in unserem Jahresrückblick rein filmisch-dokumentarisch und nicht in Form einer Studio-Diskussion umzusetzen. Wir sind jetzt der Auffassung, dass wir uns dem Thema in Form eines chronologischen Films nähern sollten. Es bedarf dazu keines weiteren Drehs mit Ihnen. Uns ist bewusst, dass diese Tatsache eine Enttäuschung für Sie darstellt, wofür wir uns entschuldigen möchten. Wir bedanken uns herzlich für Ihre Mühe und Ihre Zeit, die Sie uns im Vorfeld bereits gewidmet haben. Für Ihr Projekt wünschen wir Ihnen weiterhin viel Willenskraft und Erfolg.<br />
Mit den besten Grüßen Kristina Verres</p>
<p>Es kann sich immer die redaktionelle Sicht ändern, das ist nicht der Punkt, es geht hier um die Art und Weise. Mir das an einem Freitagabend per Mail mitzuteilen, von einer Person die ich nicht kenne, dass sich nicht die Redakteure melden, die mit mir das vereinbart haben, finde ich beschämend.</p>
<p>Was glauben Ihre Mitarbeiter wer ich bin? Eine redaktionelle Verschiebemasse?</p>
<p>Dadurch, dass das so kurzfristig ist und das wenige Tage vor dem Dreh mit mir abgesagt wird, nährt sehr wohl den Verdacht, dass da einer redaktionell gewaltig reingefunkt hat. Und das ist der Skandal!</p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p>Norbert Denef</p>

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		</item>
		<item>
		<title>OFFENER BRIEF 08.12.2010 von Sprecher der „ehemaligen behinderten Heimkinder“ Helmut Jacob AN ANTJE VOLLMER, SCHIRMHERRIN, RUNDER TISCH HEIMERZIEHUNG</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/12/09/offener-brief-08-12-2010-von-sprecher-der-%e2%80%9eehemaligen-behinderten-heimkinder%e2%80%9c-helmut-jacob-an-antje-vollmer-schirmherrin-runder-tisch-heimerziehung/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/12/09/offener-brief-08-12-2010-von-sprecher-der-%e2%80%9eehemaligen-behinderten-heimkinder%e2%80%9c-helmut-jacob-an-antje-vollmer-schirmherrin-runder-tisch-heimerziehung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 08:14:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Helmut Jacob • Am Leiloh 1 • 58300 Wetter • Mittwoch, 8. Dezember 2010 Frau Pastorin Antje Vollmer per Telefax: 030 &#8211; 227 &#8211; 76336 Ihre Aussage im Kulturjournal im NDR-TV vom 06.12.2010 Frau Pastorin Vollmer, bevor Sie Legenden stricken, möchte ich schon heute meinen Widerspruch anmelden. Sie haben gesagt: „Ich glaube, man darf nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Helmut Jacob • Am Leiloh 1 • 58300 Wetter • Mittwoch, 8. Dezember 2010</p>
<p>Frau Pastorin<br />
Antje Vollmer<br />
per Telefax: 030 &#8211; 227 &#8211; 76336</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2010/12/07/war-der-runde-tisch-nur-eine-alibiveranstaltung/" target="_blank">Ihre Aussage im Kulturjournal im NDR-TV vom 06.12.2010</a></p>
<p>Frau Pastorin Vollmer,</p>
<p>bevor Sie Legenden stricken, möchte ich schon heute meinen Widerspruch anmelden. Sie haben gesagt:<span id="more-5646"></span></p>
<p><em>„Ich  glaube, man darf nicht sagen, daß sich nichts verändert hat, auch für  die Betroffenen – und viele von denen sind doch aus dieser Mauer des  Schweigens herausgekommen und reden über ihre Geschichte und das war,  glaube ich, das Allerschlimmste, diese Mischung aus vollkommener  Rechtlosigkeit und Ohnmacht und vollkommenem gesellschaftlichen  Desinteresse, ja, geradezu Zustimmung der Gesellschaft zu dem, was in  den Heimen passiert ist. Und das ist vorbei.“</em></p>
<p>Das ist  nicht Ihr Verdienst! Das ist schon gar nicht das Verdienst des Runden  Tisches Heimerziehung. In Sachen Information und Öffentlichkeitsarbeit  hat Ihre Geschäftsstelle, haben Sie als Tischvorsitzende kläglich  versagt. Ihre Öffentlichkeitsarbeit hat nach meinem Empfinden einzig das  Ziel, Ihren Tischvorsitz ins Licht zu rücken und – ich schreibe es mal  so salopp – kritische Stimmen abzubürsten.</p>
<p>Es ist das Verdienst  des Spiegeljournalisten Peter Wensierski, daß er mit seinem Buch  „Schläge im Namen des Herrn“ ein Tabu gebrochen und andere Opfer von  Verbrechen, Gewalt und Zwangsarbeit ermutigt hat, ihr Schweigen zu  brechen.</p>
<p>Es ist das Verdienst des „Vereins ehemalige Heimkinder“,  daß er mit seiner Petition an den Deutschen Bundestag Gewalt,  Verbrechen und Zwangsarbeit in Erziehungsheimen ans Licht der  Öffentlichkeit gebracht hat.</p>
<p>Es ist das Verdienst der Heimopfer  selbst, so beispielsweise von Martin Mitchell aus Australien schon zu  Beginn der 80er Jahre, daß sie mit eigenen Homepages und Blogs anderen  Opfern demonstriert und Mut gemacht haben: Wir lassen uns nicht mit  Klagen bedrohen, wir lassen uns nicht einschüchtern, wir schreiben die  Wahrheit, irgendwann wird sie siegen.</p>
<p>Es ist das Verdienst der  Presse, der Rundfunk- und Fernsehanstalten, daß sie die Gewalt, die  Verbrechen und die Zwangsarbeit in Kinder- und Jugendheimen in den drei  Nachkriegsjahrzehnten immer wieder auf die Tagesordnung gesetzt haben.  Es wird ihr zukünftiger Verdienst sein, daß diese Verbrechen und die  daraus entstandenen Folgen nach Beendigung des Runden Tisches nicht in  Vergessenheit geraten.</p>
<p>Es ist das Verdienst mutiger  Opfervertreter, so beispielsweise des Professor Dr. Kappeler und des  Diplomtheologen Dierk Schäfer, daß die Arbeit des Runden Tisches nach  und nach als Farce erkannt wurde.</p>
<p>Der Bundestag hat Ihnen laut  dem Entwurf des Abschlußberichtes unter den Punkten 5 und 8 die  „Information ehemalige Heimkinder“ und „Öffentlichkeitsarbeit“  aufgetragen. Beide Aufgaben hat der RTH äußerst mangelhaft  bewerkstelligt.</p>
<p>Informationen jener Heimopfer, die über keinen  Internetanschluß verfügen, haben so gut wie nicht stattgefunden.  Verarmte Heimopfer können sich nicht einmal eine Tageszeitung leisten.  Die Information für Opfer mit Internetverbindung beschränkt sich auf das  Vorhandensein einer Homepage.</p>
<p>Der Informationswert der Homepage  ist fast null. Selbst die Beschlußprotokolle sind versteckt und werden  nur von Usern entdeckt, die das System Internet verstehen. So befinden  sich beispielsweise die Abschlußprotokolle unter dem versteckten Link:<br />
<a href="http://www.rundertisch-heimerziehung.de/aktuelles3.htm">http://www.rundertisch-heimerziehung.de/aktuelles3.htm</a></p>
<p>Warum  nur Beschlußprotokolle öffentlich gemacht werden, kann man nur im  Kontext zu anderen Geheimhaltungen (siehe beispielsweise nachfolgend)  verstehen: Es soll nicht zuviel informiert werden.</p>
<p>Wie peinlich  wäre es für den Runden Tisch gewesen, hätte er den Vortrag von Professor  Kappeler vom 2./3. April 2009 mit dem Thema: „Zur zeitgeschichtlichen  Einordnung der Heimerziehung“ veröffentlicht. Bereits zu diesem frühen  Zeitpunkt hätte man eingestehen müssen, daß die historische Aufarbeitung  der Verbrechen an den Heimkindern längst kalter Kaffee ist. Wie  peinlich wäre es für den RTH gewesen, hätte er die „Verfahrensvorschläge  zum Umgang mit den derzeit diskutierten Vorkommnissen in Kinderheimen  in der Nachkriegszeit in Deutschland“ des Theologen Dierk Schäfer &#8211; am  02. April 2009 Ihrem Tisch vorgetragen &#8211; veröffentlicht müssen. Hätten  doch die Opfer dann schon so frühzeitig den Tagesordnungspunkt  „Wiedergutmachung und Entschädigung“ gefordert. Es ist zu vermuten, daß  die Zeit gestreckt werden sollte, um erst zum Ende der zwei Jahre dieses  heißes Eisen anzufassen, was ja gründlich in die Hose gegangen ist.  Selbst in Ihrem Schlußbericht finden diese und andere wichtigen Vorträge  zu Gunsten der Opfer nicht ein Wort der Erwähnung. Das macht  nachdenklich und mißtrauisch.</p>
<p>Wenn Sie sich die Homepage der  Tischvorsitzenden für den Bereich sexueller Mißbrauch betrachten, müßte  Ihnen Ihr Versagen und das Ihrer Geschäftsstelle deutlich werden.</p>
<p>Für  diese Geheimniskrämerei, für die Unterschlagung von Dokumenten und  wichtigen Beiträgen zur Information der Opfer haben Sie die Quittung  erhalten. Circa 450 Opfer und Nichtopfer sollen sich bei Ihre Stelle  gemeldet haben. Welchen Beweis brauchen Sie noch, damit Sie einsehen,  daß man Ihnen und Ihrer Geschäftsstelle nicht getraut hat. Vergleichen  Sie einfach Ihre Zahl mit der des „Runden Tisches sexueller Mißbrauch“.  Kräftiger können die Ohrfeigen nicht ausgefallen sein, die man Ihnen  gegeben hat.</p>
<p>Hochachtungsvoll<br />
Helmut Jacob</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Stoppt Bundespräsident Wulff die Farce Abschlußbericht RTH?</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/12/08/stoppt-bundesprasident-wulff-die-farce-abschlusbericht-rth/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Dec 2010 06:44:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit 2008 beschäftigt sich eine regelmäßig stattfindende Beratungsrunde unter dem Vorsitz von Frau Antje Vollmer, Bundestagsvizepräsidentin a. D., mit der sogenannten Aufarbeitung der Heimunterbringung und -Erziehung in den vierziger bis siebziger Jahren. Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat diese Aufgabe an diesen so bezeichneten Runden Tisch Heimerziehung delegiert. Bereits aufgrund der bisherigen öffentlich gewordenen Vorgänge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit 2008 beschäftigt sich eine regelmäßig stattfindende Beratungsrunde unter dem Vorsitz von Frau Antje Vollmer, Bundestagsvizepräsidentin a. D., mit der sogenannten Aufarbeitung der Heimunterbringung und -Erziehung in den vierziger bis siebziger Jahren. <span id="more-5622"></span>Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages hat diese Aufgabe an diesen so bezeichneten Runden Tisch Heimerziehung delegiert. Bereits aufgrund der bisherigen öffentlich gewordenen Vorgänge bei diesen Beratungen ließ sich bedauerlicherweise erkennen, dass die undemokratische Art und Weise der vermeintlichen Erledigung dieser Aufgabe der Aufarbeitung nur die Bezeichnung „Farce“ verdient.</p>
<p><a href="http://blog.forensic-scout.com/?p=834" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>

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		</item>
		<item>
		<title>Geben Sie uns keine 30 Silberlinge</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/12/07/geben-sie-uns-keine-30-silberlinge/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/12/07/geben-sie-uns-keine-30-silberlinge/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 17:38:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=5615</guid>
		<description><![CDATA[Offener Brief an: die Katholische-Bischofskonferenz, Mönchengladbach, An den Vors. der Evang. Kirche Deutschland, An Frau.Dr. Bergmann, An alle Mitglieder und Verbände Runder-Tisch Berlin Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Eminenzen und Exzellenzen, am 13.Dez. 2010 soll der Runde-Tisch Berlin eine Empfehlung u.a. bzgl. einer Entschädigung an die Missbrauchsopfer aussprechen. Wie Ihnen ganz sicherlich bekannt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief an:</p>
<p>die Katholische-Bischofskonferenz,                                                        Mönchengladbach,<br />
An den Vors. der Evang. Kirche Deutschland,<br />
An Frau.Dr. Bergmann,<br />
An alle Mitglieder und Verbände Runder-Tisch Berlin</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
sehr geehrte Eminenzen und Exzellenzen,</p>
<p>am 13.Dez. 2010 soll der Runde-Tisch Berlin eine Empfehlung u.a. bzgl. einer Entschädigung an die Missbrauchsopfer aussprechen. Wie Ihnen ganz sicherlich bekannt ist, haben sich im laufe der letzten  Jahre tausende Opfer bei den kirchlichen Missbrauchskommissionen  gemeldet. Ebenfalls nochmals tausende bei der Missbrauchsbeauftragten der  Bundesregierung Frau Dr. Bergmann. Vergessen wollen wir die  Missbrauchten nicht, welche sich in ihrer Not, an die deutschlandweiten Opferverbände,  z.B. Verein ehemaliger Heimkinder e.V., NetzwerkB e.V., Zornröschen  u.v.a.<br />
gewandt haben, weil sie kein Vertrauen in kirchliche und staatliche Einrichtungen mehr haben.<span id="more-5615"></span></p>
<p>So kamen unzählige Schicksale zu Wort und an die Öffentlichkeit, welche  jahrzehnte zuvor geschwiegen haben, aus Scham, Angst und wegen ihrer seelischen Verwundbarkeit (Trauma). Von der Enttäuschung und Verletzbarkeit durch Kirche und Staat mal ganz zu schweigen und dem Gefühl allein gelassen zu sein.</p>
<p>Versagt haben viele Kirchen-u. Staatsdiener, was die  Aufklärung/Aufarbeitung dieser Missbrauchsfälle anbelangt. Es gab  nachweislich ein kollektives Verschweigen und Vertuschen, bis hin zur Verharmlosung dieser perfiden Vorfälle.<br />
Ein gutes (schlechtes) und aktuelles Beispiel, ist wohl die Präsentation  der Missbrauchs-Aufarbeitung im Erzbistum München-Freising, durch die RAin Marion Westphahl. “Der Missbrauch durch 159 Priester seit 1945″  ist um so erschütternder, da die Dunkelziffer weitaus höher liegt, da man die Unterlagen bei einem verstorbenen Priester in dessen Wohnung  fand. Hinzukommt der versteckte Vorwurf der Korruption und Erpressung.</p>
<p>Der Fall “Bischof Mixa” zeigte zudem, dass ein geweihter Mann keinen  Skrupel hatte, in die Waisenhaus-Kasse zu greifen, um seinem Ego zu  fröhnen. So könnte ich fortfahren mit derartigen Vorfällen, welche Dank der Medien/Presse ans Licht der Öffentlichkeit gelangt sind. Ganz Europa und Übersee war/ist mit diesem Missbrauchs-Virus von  ehrwürdigen Priestern überzogen worden und die finanziellen  Entschädigungen entsprachen dem tatsächlich erlittenen Schaden, Schmerz, Demütigungen …, welche diese Opfer bis heute zu erleiden müssen.</p>
<p>Nur Deutschland und Belgien will um die Entschädigung auf Kosten der  Opfer schachern, wie einst im Tempel die Pharisäer und Zöllner. Viele Päpste haben damals geschwiegen bzw. haben erst sich zu diesem  Thema geäussert, als es schon lange Thema in der Öffentlichkeit war, aus Sorge um den Ruf ihrer Kirche, denn unsere Kirche kann sie ja nicht mehr gewesen sein. Eine Kirche, welche die 10 Gebote gepredigt und permanent aber selber  dagegen verstoßen hat, kann für sich nicht in Anspruch nehmen Universal  zu sein und excathedra, also ohne Zweifel, für alle Christen zu sprechen.  Denn die kirchliche Glaubwürdigkeit ist nicht vereinbar mit den  ehrverletzenden Missetaten ihrer Mitarbeiter.</p>
<p>Uns Kindern der 50er, 60er + 70er Jahre wurde viel Unrechtes und  Schändliches angetan und unter Androhung im Fegefeuer zu landen, haben  wir geschwiegen und vieles weiterhin über uns ergehen lassen. Wem hätten wir uns seinerzeit denn anvertrauen, wem unser Leid mitteilen  können, wer hätte uns so etwas Unfassbares überhaupt geglaubt?!</p>
<p>Sinnvolle Anlaufstellen und Einrichtungen, wie es sie heute gibt, gab es  damals nicht. Es gab auch keine Notfallseelsorge, keine Heimaufsicht,  denn die meisten Heime waren, wie man heute feststellen muss, ein rechtsfreier Raum, trotz (Landes) Jugendämter (Institutionelle Verantwortung). Wer es wagte den Mund aufzumachen, der wurde als schwererziehbar eingestuft und in eine entsprechende Einrichtung gesteckt.</p>
<p>Viele Internet-Foren, Face-book, jou tub, Zeitungen, Magazine und Webseiten können dies belegen und viele Ehemalige bezeugen! Einer etwas ungewöhnlichen Methode bedienten sich einige Bistümer, indem  sie von den Opfern eine Eidesstattliche Versicherung abverlangt haben, da “logischerweise” in den bischöflichen Personalakten keine Einträge zu  finden waren und das Opfer nur schwer oder gar nicht an seine Heimakte  gelangte.</p>
<p>Wenn heute alle Bistümer und evang. Kirchenkreise ihre (Geheim) Archive öffnen würden, was würde da noch alles zu Tage treten?!</p>
<p>Eminenzen und Exzellenzen, ist Ihnen eigentlich wirklich bewusst, was  Sie uns allen angetan haben und noch tun, indem Sie nun um eine  finanzielle Entschädigung schachern und nur im Einzelfall zahlen wollen, wenn das Opfer Hilfsbedürftigkeit nachweisen kann. Kommt Ihnen nicht in den Sinn, dass alle Opfer der HILFE benötigen und immer noch sehr viele sich in Therapie befinden?! Wer hat eigentlich die Therapie von Bischof Mixa bezahlt in der teuren Schweiz?)<br />
Ihre Kirchendiener haben nicht nur gegen göttliche Ge(Ver)bote verstoßen, sondern auch eindeutig gegen die Deutsche Verfassung. Verstoß gegen die Menschenwürde, gegen die freie sexuelle Entfaltung,  gegen freie Religionsausübung, gegen die freie Berufswahl, und ganz schlimm, sie haben sich gegen das Wohl vieler Kinder (Kindersklavenarbeit) entschieden.</p>
<p>Sie kleiden sich mit purpurroten Gewänder, was das Blut Christie  symbolisieren soll, aber es ist auch unser Blut, was an vielen dieser  Gewänder haftet.</p>
<p>Denn unzählige Missbrauchsopfer haben den Freitod gewählt, weil sie sich niemanden anvertrauen konnten. Altäre wurden verunreinigt und entweiht, an denen Kinder im guten  Glauben an Gott und ihren Priestern, den Ministrantendienst versahen, um  dann nach der Hl. Messe in der Sakristei missbraucht zu werden.</p>
<p>Jahrzehnte tragen wir all diese Erlebnisse mit uns herum, konnten uns  nicht einmal EhepartnerINNEN, FreundenINNEN oder Familienangehörigen  anvertrauen. Wer hätte das Unfassbare auch glauben können?</p>
<p>Dieses Kindheitstrauma machte viele von uns beziehungsunfähig (mich  auch), sie ekelten sich vor dem Geschlechtsverkehr (wirkt wie ein  Zwangszölibat), erleben Alpträume und benutzen Notlügen, um weiterhin lebensfähig zu  bleiben. Viele flüchteten in eine Scheinwelt und belogen, wie ich, sich  selber.</p>
<p>Weitere Opfer gerieten in eine sozial-moralische Schieflage und es wurde ihnen mangelndes Unrechtsbewusstsein vorgeworfen.</p>
<p>Was Ihr den geringsten meiner Brüder angetan habt, dass habt Ihr mir getan…, so sprach Jesus.</p>
<p>Wie wollen Sie unter dieser moralischen Verantwortung, welche nur Sie  alleine zu tragen haben, den Opfern Wiedergutmachung leisten?</p>
<p>Muss Buße, welche Sie anderen nach der Beichte auferlegen, nicht auch  schmerzvoll für Sie sein? Müssen Sie nicht auch finanzielle Opfer für  die Opfer erbringen?</p>
<p>Weihnachten feiern Sie den Tag des Kindes, da ist es versöhnlich, wenn  Sie sich am 13.Dez. 2010 nicht kleingeistig einer finanziellen  Entschädigung widersetzen würden.</p>
<p>Unter erheblichem finanziellem Aufwand, mussten wir unsere Beweise und  Akten zusammentragen, dies auch oft gegen den Willen der Kirchen. Wir  mussten erneut die Hosen runter lassen, gezwungener Maßen auch vor unseren  Freunden, Kollegen und Bekannten, denn unsere Nachforschungen liessen  sich nicht länger verheimlichen.</p>
<p>Zeigen Sie ein großes MEA CULPA und gehen Sie den Gang nach Canossa und  entchädigen Sie uns für eine geraubte Kindheit, ohne Frieden und  Freude.</p>
<p>Geben Sie uns keine 30 Silberlinge, sondern begegnen Sie uns auch am  13. Dez. mit Achtung und Würde und treffen dann Ihre Entscheidung und  lassen den Heiligen Geist sprechen.</p>
<p>Sie entscheiden über Gelder gläubiger Menschen, es sind Gelder welche  Ihnen durch Schenkungen, Spenden, Steuern anvertraut wurden. Sie sind  nicht Eigentümer, sondern Verwalter dieser Gelder und müssen es angemessen zurückzahlen,  oder auszahlen, wenn diese Gelder nicht zweckgebunden eingesetzt waren,  oder Sie entstandenen Schaden wiedergutmachen müssen. Nutzen Sie die Gunst der Stunde und leiten Sie die Entschädigung ohne  Wenn und Aber an alle Opfer verantwortungsvoll und in aller Demut  weiter!</p>
<p>Uns ermöglichen Sie damit einen notwendigen Neuanfang für den noch  verbleibenden Rest unseres Lebens in Würde und Sie beweisen, dass nicht  alles, auch bei Ihnen, im Leben am Geld hängt, sondern auch in der Liebe am Nächsten.</p>
<p>Ein besinnliche Adventszeit wünsche ich Ihnen, und eine innere Einkehr.</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen<br />
Uwe Werner<br />
Aachener Str. 316<br />
41069 Mönchengladbach<br />
0152/236 27 521</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Wo bleiben die heutigen Opfer?</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/12/04/wo-bleiben-die-heutigen-opfer/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Dec 2010 11:10:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 01.12.2010 hat der Runde Tisch sein Zwischenbericht veröffentlicht. Deren Fazit: “Wir investieren in die Zukunft!” Unser Fazit: “Wo bleiben die heutigen Opfer?” Offener Brief zum Zwischenbericht des Runden Tisches gegen-missbrauch e.V. verfolgt aufmerksam die Entwicklung und die Ergebnisse des Runden Tisches gegen Kindesmissbrauch der Bundesregierung. Bei dem nunmehr vorgelegten Zwischenbericht sehen wir uns gezwungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 01.12.2010 hat der Runde Tisch sein Zwischenbericht veröffentlicht.<br />
Deren Fazit: “Wir investieren in die Zukunft!”<br />
Unser Fazit: “Wo bleiben die heutigen Opfer?”</p>
<p>Offener Brief zum Zwischenbericht des Runden Tisches</p>
<p><a href="http://www.gegen-missbrauch.de" target="_blank">gegen-missbrauch e.V</a>. verfolgt aufmerksam die Entwicklung und die  Ergebnisse des Runden Tisches gegen Kindesmissbrauch der  Bundesregierung.</p>
<p>Bei dem nunmehr vorgelegten Zwischenbericht sehen wir uns gezwungen auf nach wie vor vorhandene Missstände aufmerksam zu machen.<span id="more-5561"></span></p>
<p>Aus dem Zwischenbericht geht hervor, wie künftig Prävention gestärkt  werden soll, welche Unterstützung Betroffene erfahren, wie die   Forschung vorangetrieben und finanziell unterstütz wird.<br />
Für kommende Generationen ist dies ein sicherlich guter Weg.</p>
<p>Wo und wie wird aber die Ist-Situation widergespiegelt?</p>
<p>Der Forschungsbericht weist es selbst sehr deutlich auf. So  beschreibt die Kurzfassung des Zwischenberichts vom 25.11.2010 eine  Inanspruchnahme der Anlaufstelle von insgesamt 8.200 Briefen und  Anrufen. Dabei stehen aus Sicht der Betroffenen die Themen Beratung und  Therapie an oberster Stelle. In der Pressemitteilung vom 01.12.2010  berichtet Frau Schavan, dass 20 Millionen Euro für die Gesundheitsforschung bereit stünden. Was verbirgt sich hinter dem  Begriff Gesundheitsforschung? Welche Ergebnisse wird diese Forschung  liefern? Genauer, welchen Nutzen birgt sie für Betroffene, künftige und  vor allem Betroffene von heute? Ferner gibt Frau Schavan bekannt, dass  10 Millionen Euro in die Bildungsforschung investiert wird. Wie aber  wird in die unakzeptable Beratungssituation investiert? Wie wird das  Therapieangebot für Betroffene sexuellen Missbrauchs angepasst, bzw. erweitert? Nach wie vor ist es die Ist-Situation die erheblichen Bedarf der Handlung erfordert.</p>
<p>Durch die Einrichtung der Hotline der Bundesregierung, kirchlicher  Institutionen sowie durch die Kampagne „Schweigen brechen“ haben mehrere  tausend Betroffene den Mut gefunden diesem Aufruf zu folgen. Betroffene  trauten sich JETZT aus ihrem Schweigen herauszutreten und sie benötigen  JETZT die Hilfe und Unterstützung! Wie sieht die Handlungsweise für  diese Menschen aus? Hier und heute und in NAHER Zukunft?</p>
<p>Durch eine vermehrte Einbeziehung von Opferschutzverbänden hätte  bereits im Vorfeld genau diese Situation berücksichtigt werden können  und auch zeitnah Hilfepakete entwickelt.</p>
<p>Viele Beratungsstellen müssen ihre Ressourcen für die Beschaffung von  Fördergeldern oder den bürokratischen Verwaltungsakt einsetzen, statt  wie eigentlich vorgesehen in die Beratung Betroffener. Die jetzige  Situation kann diesen „Ansturm“ Betroffener, die ihr Schweigen brechen  und aktiv Hilfe und Unterstützung suchen, nicht auffangen. Es gibt  bedenklich wenig bis gar keine flächendeckenden Beratungsstellen für  männliche Betroffene. Das Therapieangebot in Hinblick auf verfügbare stationäre Therapieplätze weist enorme Defizite auf.  Ansprüche auf Opferentschädigung können oftmals nur erfolgreich geltend  gemacht werden, wenn vorab Verurteilungen der Täter stattgefunden haben. Eine solche Verurteilung ist in vielen Fällen  jedoch aufgrund der bisherigen Verjährungsfrist bzw. der lang  zurückliegenden Übergriffe und deren geringen Beweischancen nicht  möglich.</p>
<p>Der runde Tisch gegen Kindesmissbrauch setzt Ressourcen für die  Zukunft frei. Doch die jetzige und vorangegangene Generation bleibt auf  der Strecke!</p>
<p>Da wird der Gedanke laut: „ Wir hören jetzt, aber handeln für die jetzigen Opfer später“!</p>
<p><a href="http://www.gegen-missbrauch.de" target="_blank">gegen missbrauch e.V.</a><br />
Ingo Fock</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief an Herrn Professor Jörg Fegert</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/11/11/offener-brief-an-herrn-professor-jorg-fegert/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/11/11/offener-brief-an-herrn-professor-jorg-fegert/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 17:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Professor Jörg Fegert, Sie nennen Opfer sexueller Gewalt als Beispiel für Personen, die kontinuierlich lügen. Diese Aussage, dazu noch aus berufenem Mund, ist unhaltbar und unverschämt. Sie macht die Opfer zu Tätern, indem sie suggeriert, dass die Opfer sexueller Gewalt lügen, um Aufmerksamkeit zu bekommen, Mitleid oder Zuneigung. Da liegt die Vermutung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Professor Jörg Fegert,</p>
<p>Sie nennen Opfer sexueller Gewalt als Beispiel für Personen, die kontinuierlich lügen. Diese Aussage, dazu noch aus berufenem Mund, ist unhaltbar und unverschämt. Sie macht die Opfer zu Tätern, indem sie suggeriert, dass die Opfer sexueller Gewalt lügen, um Aufmerksamkeit zu bekommen, Mitleid oder Zuneigung. Da liegt die Vermutung nahe, dass sie sogar über ihre schreckliche Vergangenheit lügen. <span id="more-5299"></span></p>
<p>Richtig ist, dass Personen, die sexuelle Gewalt in ihrer Kindheit erleben mussten, eine grundsätzliche Erschütterung ihres Verhältnisses zu Familie und Umwelt erlebt haben. Die Grundannahme eines jeden Kindes, dass die Eltern es gut mit ihm meinen und es lieben, wurde in das Gegenteil verkehrt. Das Kind reagiert darauf hin mit der Einübung eines Vermeidungsverhaltens und dem Schön- und Umfärben seiner Wirklichkeit. Es tut das aber nicht, um andere Menschen zu manipulieren, wie Sie es suggerieren, sondern um dieses Leben für sich selbst erträglich zu machen. Es wird die seltsamsten Umstände erfinden, um das Verhalten der Eltern oder Verwandten zu erklären oder  zu relativieren. Oftmals begegnet ein Kind damit auch einer ganz realen Gefahr für Leib und Leben. Einer kritischen Überprüfung halten diese Umstände natürlich nicht Stand, weshalb man sie als genau das sehen sollte, was sie sind: Hilfeschreie einer gequälten Seele.</p>
<p>Ziel einer erfolgreichen Therapie muss doch in erster Linie die Wiederherstellung von Vertrauen sein. Mit Vertrauen kommt der Mut, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen. Ist dieser Schritt gelungen, gibt es keine Notwendigkeit mehr zu lügen. Mit dem Bekenntnis und der Offenheit entsteht innere Stärke.</p>
<p>Einem Therapeuten, der Opfer generell als unglaubwürdig darstellt, wird ein solcher Prozess nicht gelingen. Die Opfer werden ihn bewusst oder unbewusst, aber völlig zu Recht, als Bedrohung ablehnen.</p>
<p>Wir können  nur vermuten, dass Sie, Herr Professor Fegert, sich sehr missverständlich ausgedrückt haben oder in grober Weise falsch zitiert wurden. In beiden Fällen sollte Ihnen als Psychiater klar sein, was Ihre  Ausführungen bei den Opfern anrichten, was die Konsequenz ist, wenn Opfer zu Tätern umfirmiert werden. Letztlich schützen Sie mit Ihren Äußerungen die Täter. Die Personen, die in der Tat aus Angst vor gerechter Strafe ein Netz aus Lügen um ihre Opfer und ihr Umfeld gesponnen haben und denen eine solche Generalverdächtigung nur entgegen kommen kann, sind die Täter.</p>
<p>Seien wir ehrlich: Gelogen und manipuliert wird von den Tätern, nicht von den Opfern.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Dr. Christian und Eleonore Röthig</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Bischof bittet am 1. Advent um Vergebung</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/11/06/bischof-bittet-am-1-advent-um-vergebung/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/11/06/bischof-bittet-am-1-advent-um-vergebung/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Nov 2010 07:48:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=5119</guid>
		<description><![CDATA[Offener Brief Sehr geehrte Damen und Herren des Vorstandes des Katholikenrates des Bistums Osnabrück! Ich schreibe diesen Text unter einem Pseudonym. Der Grund ist notwendiger Selbstschutz einerseits, noch mehr aber der unabdingliche Schutz meiner Familie. Ich bitte daher, die Geheimhaltung der Identität zu akzeptieren, verbinde dieses aber mit dem Hinweis, dass Herr Paul meine Identität [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren des Vorstandes des Katholikenrates des Bistums Osnabrück!<span id="more-5119"></span></p>
<p>Ich schreibe diesen Text unter einem Pseudonym. Der Grund ist notwendiger Selbstschutz einerseits, noch mehr aber der unabdingliche Schutz meiner Familie. Ich bitte daher, die Geheimhaltung der Identität zu akzeptieren, verbinde dieses aber mit dem Hinweis, dass Herr Paul meine Identität kennt. Er erhält dieses Schreiben zur Kenntnis, verbunden mit der Bitte, die Kenntnis der Identität gegebenenfalls zu bestätigen, aber nicht offen zu legen (Herr Paul erhält das Schreiben auf postalischem Weg und daher später als Sie selbst; ich bitte, diesen Sachverhalt bei Rückfragen an Herrn Paul zu berücksichtigen).</p>
<p>Seit September 2010 ist der Gedanke eines <a href="http://www.kirchenbote.de/news/news.php?kat=20&amp;nid=4431&amp;eid=385" target="_blank">Bußgottesdienstes</a> im Raum, in dem der Bischof für den sexuellen Missbrauch an Jugendlichen und Kindern um Vergebung bitten wolle. Jetzt ist der Termin festgesetzt auf den 28. 11.2010. Ich wende mich an Sie, weil Sie sich im September des Jahres 2010 mit dem Thema „sexueller Missbrauch“ beschäftigt haben. Auch hat der Bischof offenbar ihren Kreis gewählt, um den Termin des Bußgottesdienstes bekannt zu geben. Ich gehe daher davon aus, dass Sie über die Gedanken, die zum Entschluss zu diesem Bußgottesdienst geführt haben, bestens informiert sind und somit einem Menschen, der im übertragenen Sinne ratlos vor diesem Bußgottesdienst steht, dessen Fragen zu beantworten in der Lage sind. Ob Sie Willens sind, ist eine andere Frage. Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich vom Nicht-Wollen ausgehe.</p>
<p>Ich beginne mit der Frage: Wen will der Bischof um Vergebung bitten? Die Bitte um Vergebung muss, soll sie eine sinnvolle sein, einen Adressaten haben, also einen Gebetenen, der einerseits das Potential der Vergebung hat, dem andererseits die Entscheidung über Vergebung zukommt. Ein Adressat der Bitte ist im Text aber nicht genannt. Die Entscheidung zur Vergebung kommt doch, wenn um Vergebung von Missbrauch gebeten wird, vor allen anderen, wenn nicht sogar ausschließlich, dem oder den Missbrauchten selbst zu. Sie werden im Text allerdings mit keinem Wort erwähnt, geschweige denn zur Feier ausdrücklich eingeladen. So bleibt als zweiter Adressat der Vergebungsbitte des Bischofs die Gemeinschaft der Laien, die am Bußgottesdienst teilnehmen. Aber: Was sollen Sie vergeben? Den Missbrauch können Sie nicht vergeben, die Entscheidung darüber kommt Ihnen nicht zu. Folglich können Sie nur den Umgang mit dem Missbrauch durch die Bistumsspitze vergeben. Von einer solchen Bitte des Bischofs ist in der Ankündigung allerdings nicht die Rede. Wer soll also wem was vergeben? Welche Taten, welche Notwendigkeiten auf Seiten des Bittenden, welche Rechte auf Seiten der Gebetenen legitimieren die gewählte Konstruktion?</p>
<p>Warum bittet überhaupt der Bischof um Vergebung? Hat er sich persönlich Schuld zukommen lassen in der Art, um die er um Vergebung bitten will? Hat er also selbst missbraucht? Nicht einmal ich nehme eine solche Schuld an, ich kann mir eine solche Schuld auch nicht vorstellen, will es auch nicht und habe dazu auch keinerlei Veranlassung. Das entledigt ihn nicht der Frage, sondern fordert sie umso eindringlicher, warum er persönlich um Vergebung bittet. Oder bittet er gar nicht als Person um Vergebung, sondern als Bischof. Der Text des Kirchenboten weist in diese Richtung. Aber als Bischof spricht er für seine Kirche, für seine Gemeinde, konkret für die am Bußgottesdienst teilnehmenden Laien. Für Sie richtet er die Vergebungsbitte – an wen? An den oder die Missbrauchten? Eine solche Konstruktion ist nicht sehr glaubwürdig, gehörte dazu doch die ausdrückliche Einladung von Missbrauchten als Adressaten der Bitte. Die Einladung wäre möglich gewesen, sie ist dennoch nicht erfolgt. Wer also wird um Vergebung gebeten? Gott selbst? Aber: Ist der Priester, der Bischof nicht in einem Gottesdienst – und ein Bußgottesdienst ist ein Gottesdienst – der `Stellvertreter´ Gottes in diesem Gottesdienst? Richtet die Gemeinschaft der Laien ihre Vergebungsbitte dann nicht tatsächlich an den Bischof, der in Vollmacht Gottes dieser Bitte entspricht und vergibt – oder auch nicht? (Ob die Vollmacht besteht, sei hier nicht zum Thema gemacht). Dann aber: Wo ist die Wahrhaftigkeit in den Aussagen des Bischofs, wenn der Wortlauf der Ankündigung dem bedeuteten Inhalt kontradiktorisch ist? Auch dieses noch: Ist eine solche Bitte an `Gott´ nicht in Wahrheit eine im Sinne der alltäglichen Bedeutung des Wortes `billige´ Bitte, die nichts kostet außer ein bisschen gewolltes und wohl auch erhofftes öffentliches Aufsehen?<br />
Dennoch, auch wenn die Einladung an missbrauchte Personen nicht ausgesprochen ist, so ist sie dennoch nicht ausdrücklich ausgeladen. Nimmt sie aber teil, dann als Laie. Damit findet sie sich unter denen wieder, die um Vergebung bitten, die Schuld auf sich geladen haben (sollen). Sie ist also schuldig, weil sie missbraucht wurde? Spätestens hier erweist sich doch die Konstruktion des Bußgottesdienstes als unzulässig (ich möchte das Wort `absurd´ vermeiden).</p>
<p>Das führt unmittelbar zur nächsten Frage: Warum, für welche Taten sollen die Laien um Vergebung bitten, wenn ausdrücklicher Gegenstand der Vergebungsbitte der Missbrauch von Jugendlichen und Kindern sein soll? Haben Sie alle Kinder und Jugendliche missbraucht? Worin besteht Ihre Schuld, die doch ausdrücklich keine Kollektivschuld ist? Aber die Negation der Kollektivschuld bedeutet nicht die Negation einer Schuld selbst, im Gegenteil. Die Negation der Kollektivschuld verweist die Schuld in den individuellen Bereich einer jeden Person, eines jeden Laien, die dann manifest wird, wenn die Person in die Position des um Vergebung Bittenden gesetzt wird – wie es im Bußgottesdienst (möglicherweise, siehe oben) geschieht. Haben die Laien also nicht im Kollektiv missbraucht, sondern einzeln, jeder für sich, aber eben: jeder für sich? Wenn nicht, wofür sollen sie um Vergebung bitten in Sachen Missbrauch? Ist der Hinweis im Text des Kirchenboten die Antwort? „Gleichwohl müsse sich Kirche nach wie vor fragen, wo sie Täter geschützt und Opfer übersehen habe“. Ist hier also die Gemeinschaft der Laien „Kirche“, nicht mehr aber die Institution, die doch sonst viel eher und viel früher unter dem Begriff `Kirche´ verstanden wird? Dann aber: Warum wird eine Kollektivschuld ausdrücklich bestritten, wo sich doch offenbar eine Gemeinschaft schuldig gemacht hat – und eben nicht der Einzelne? Wenn aber die Personengemeinschaft des Klerus, die die Institution Kirche bildet, Schuld auf sich geladen hat durch Schutz des Täters und `übersehen´ des / der Opfer: Warum sollen dann die Laien den Bischof als Spitze der (Regional-)Kirche um Vergebung bitten? Ist nicht dann die genaue Umkehrung der Kommunikationsrichtung geboten – womit sich der Kreis schließt?</p>
<p>`Schuld´ kann gemäß dem Kirchenbotentext im Schutz der Täter und im `übersehen´ der Opfer verortet werden. Ist es wirklich möglich, die Opfer zu `übersehen´? `Übersehen´ enthält ein Element des Ungewollten, des Nicht-Beabsichtigten; „Ich habe dich übersehen, ich habe es nicht gewollt, es tut mir leid“, so könnte die Sprechweise lauten. Aber: Ist ein solches `Übersehen´ wirklich möglich? Ist es nicht für jeden unabdingbar zu erkennen: Wo es einen Missbrauchenden gibt, gibt es notwendig mindestens einen Missbrauchten? Ist es wirklich glaubwürdig sagen, „Ich habe den Missbrauchenden geschützt, habe aber übersehen, dass es Missbrauchte geben muss“? Die Antwort lautet: Ja. Es ist möglich unter den Bedingungen der Systemtheorie, wenn das System `Missbrauchender´ beobachtet wird und damit gleichzeitig die Entscheidung fällt, den Missbrauchten nicht zu beobachten. Der Missbrauchte wird zur Umwelt des Systems, ist nicht mehr zu ihm gehörig und damit in der Beobachtung des System `Missbrauchender´ nicht mehr beobachtbar. Aber: Die Entscheidung zur Beobachtung des Systems `Missbrauchender´ ist eine Entscheidung, die auch anders hätte getroffen werden können. Der Missbrauchte wird nicht aus Missgeschick `übersehen´, sondern bewusst und gewollt unsichtbar gemacht. Der Begriff des `Übersehens´ verharmlost, verwischt das tatsächliche Geschehen, die Rede erweist sich so als unwahrhaftig. Bei all dem: Welche Schuld trifft den einzelnen Laien? Hat etwa jeder Laie bewusst die systemtheoretische Entscheidung getroffen und so Schuld auf sich geladen, für die er um Vergebung bitten müsste oder zumindest sollte? Doch wohl kaum!</p>
<p>Bei allem: Wo bleibt der einfachste Weg, der diesem ganzen Aufwand doch notwendig zumindest vorausgehen sollte allein aus Respekt vor der Missbrauchten. Wo bleibt die persönliche, direkte Bitte der Verantwortlichen, des Bischofs an die Missbrauchten um Vergebung, vorgetragen unter vier oder sechs Augen, die nur diese Bitte ist; die nicht vorgetragen wird, um Gegenstand groß angelegter Berichte oder Pressekonferenzen zu sein – und nur deshalb? Umgekehrt: Wenn die Verantwortlichen, der Bischof den Missbrauchten den Ihnen zukommenden Respekt verweigert: Mit welchem Recht geht er davon aus, dass diese, noch dazu notwendig alle, der Feier des Bußgottesdienstes dem ihm (vielleicht) zukommenden Respekt zollen?</p>
<p>Amos Ruth</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Ich war in dem Kinderheim Westuffeln in Werl/Westf.</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/10/27/ich-war-in-dem-kinderheim-westuffeln-in-werlwestf/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/10/27/ich-war-in-dem-kinderheim-westuffeln-in-werlwestf/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Oct 2010 15:32:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=4987</guid>
		<description><![CDATA[Offener Brief Sehr geehrte Redaktion, Ich war in dem Kinderheim Westuffeln in Werl/Westf. (ehem. Evang. Knabenheim) und wie Sie meinen 2 Berichten unten entnehmen können, entsprechen diese reinen Tatsachen! Viel wichtiger aber finde ich, dass mal öffentlich aufgezeigt wird, wie wir nicht nur als Kinder, sondern bis heute zu, auch als Erwachsene ein Spiessrutenlauf mitmachen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief</p>
<p>Sehr geehrte Redaktion,</p>
<p>Ich war in dem Kinderheim Westuffeln in Werl/Westf. (ehem. Evang.  Knabenheim) und wie Sie meinen 2 Berichten unten entnehmen können,  entsprechen diese reinen Tatsachen!<span id="more-4987"></span><br />
Viel wichtiger aber finde ich, dass mal öffentlich aufgezeigt wird, wie  wir nicht nur als Kinder, sondern bis heute zu, auch als Erwachsene ein  Spiessrutenlauf mitmachen müssen.<br />
All die Jahrzehnte, in denen wir dieses Trauma (ohne rechtl.  Anerkennung) mit uns schleppen mussten. Nein, auch heute noch, um als  Missbrauchsopfer anerkannt zu werden, musst du dich vor den Behörden und  Kirchen erneut nackt ausziehen.<br />
Behörden wie, Versorgungsamt, ARGE, Landschaftsverband  Rheinland/Münster, Gerichten, Bistümern, Evang. Landeskirche,  Petitionsausschuss, Bundesregierung Fr.Dr. Bergmann. Ungelogen, all dies  kann ich lückenlos dokumentieren.<br />
Leider haben sich die Medien in den Missbrauchsskandalen in der  Hauptsache mit den “Tätern” und deren fiesen Praktiken befasst, und sich  weniger um die psychischen Auswirkungen der Missbrauchsopfer in Bezug  auf familiäre Bindungen, Freundes-u.Bekanntenkreis, Beruf, Arbeitsstelle  usw. gekümmert.<br />
Ich kann Ihnen sagen, es ist ein Leidensweg ohne Beispiel!<br />
Was uns angetan wurde ist eigentlich nur vergleichbar mit dem Holocaust,  denn aus dieser Zeit, haben damalige Erzieher/innen all diese dreckigen  Praktiken übernommen (siehe Dokumentation der FU Dortmund). Viele  Erzieher waren in der Hitlerjugend und sagen heute, wir kannten es ja  nicht anders. Uneheliche Kinder, Waisen und Behinderte, waren ja sogar  bis in den 70er Jahren, unerwünschte Mitglieder in “dieser unserer  Gesellschaft”, welche sich selber nach dem Krieg noch nicht gefunden  hatte. Das kann aber keine Entschuldigung dafür sein und schon keine  Rechtfertigung für ein animalisches, sadistisches Verhalten.<br />
So, wie es für den Holocoust nicht eine einzige Rechtfertigung gibt, so gilt dies auch für das an uns begangene Unrecht!<br />
Allein diese, von den Hitler-Schergen übernommenen unmenschlichen  Erziehungsmethoden, rechtfertigen eine finanzielle Entschädigung!<br />
Die Bodelschwingsen-Anstalten Bethel/Bielefeld (Diakonie), sind ja für  ihr Euthanasie-Programm bekannt gewesen und von dort kamen nach dem  Krieg die Diakone/Diakonissen, als ErzieherInnen in die Kinderheime  deutschlandweit.<br />
Was ich /wir in der Traumatherapie erneut heute durchleben müssen,  grenzt schon an Übermenschlichkeit, zumal, finde erstmal einen guten  Traumatherapieplatz.<br />
Während dieser Traumatherapie, führst du ja auch noch den Schriftwechsel  mit deinen “Tätern”. Weiterhin bist du auf der Suche nach Zeitzeugen,  Zeugnisse, Belege, Nachweise, Vormundschaftsakten, Anträge auf  Akteneinsicht, Geburtsurkunden u.v.m. , damit du im Falle einer  Entschädigung auch tatsächlich nachweisen kannst, das du besagtes  Missbrauchsopfer bist.<br />
Behörden, Institutionen und beide Kirchen reagieren auf unsere Briefe,  Anträge und Anfragen mit einer derartigen Überheblichkeit und Arroganz  und sind auch heute noch nicht in der Lage, sich in die psychische  Verfassung eines Missbrauchsopfers hineinzuversetzen. Anders sind ihre  Briefe und Reaktionen nicht zu verstehen. Dahinter scheint auch eine  gewisse diabolische Hinhaltetaktik zu stecken, nach dem Motto: die geben  eh bald auf, wenn wir sie nur mürbe machen und viele sind ja auch schon  gesundheitlich angeschlagen.<br />
Vom Bistum Aachen wurde von mir eine eidesstattliche Versicherung abverlangt, sogar eine Gegenüberstellung.<br />
Von den Kosten (Porto,Gebühren,Kopien,Fahrkosten, Druck,  Internet,Telefonkosten…) habe ich dann noch gar nicht gesprochen, zumal  als Hartz-IV-Empfänger.<br />
Dann gehst du noch zum Amtsgericht und holst dir einen Beratungsschein  für einen Rechtsanwalt und dem zahlst du dann auch noch 10,00 Euro !<br />
Wenn du Glück hast, findest du einen couragierten Anwalt, der deine  Interessen auf pro-bono-basis vertritt. In meinem Fall habe ich einen RA  DR. Kahl in Frankfurt gefunden, welcher auch im Vorstand Deutscher  Verein für Opferhilfe ist.<br />
Als Mitglied im Verein ehemaliger Heimkinder (VeH)e.V. werden zusätzlich  meine Interessen im Rahmen einer Sammelklage beim Runden-Tisch in  Berlin, von einem RA Nieporte in Trier<br />
vertreten (hat in Österreich die Entschädigungszahlungen mit durchgeboxt).<br />
Auch hier, mussten wir/ich uns komplett vor diesen Anwälten outen.<br />
Nun zählen Sie mal von oben angefangen an, wie oft und wieviele male wir den Missbrauch schildern mussten?<br />
Nun soll zum Jahresende eine Entscheidung am Runden-Tisch getroffen  werden. Selbst, wenn sie zu unseren Gunsten ausfallen sollte, ist es  keine Entschädigung in dem Sinne, wie ich es Ihnen oben in dieser Mail  geschildert habe.<br />
Es tut so weh und viele von uns werden diese Erniedrigung,Erpressung,Missbrauch, Sklavenarbeit… mit ins Grab nehmen.<br />
Ich finde es ist wichtig und auch die Pflicht der Medien/Presse einen  solchen zusätzlichen Leidensweg öffentlich zu machen. Schon deswegen,  weil Kirche und deutsche Behörden aus der Vergangenheit nichts gelernt  haben, aber auch rein gar nichts!!!<br />
Da ich Opfer von beiden grossen Kirchen geworden bin, weiss ich, was es  heisst, an solch unendlich vielen Fronten kämpfen zu müssen.<br />
Ich stehe Ihnen gerne für weitere Anfragen, Infos zur Verfügung. Anbei LINK: <a rel="nofollow" href="http://www.faz.net/-00njxi">http://www.faz.net/-00njxi</a><br />
Mit freundlichen Grüssen</p>
<p>Uwe Werner<br />
Aachener Str. 316<br />
41069 Mönchengladbach<br />
0152/ 236 27 521</p>

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		<title>Offener Brief an die Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/10/07/offener-brief-an-die-unabhangige-beauftragte-der-bundesregierung/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 21:08:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Offener Brief an die Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann, wenn je Überlebende von sexualisierter Gewalt im Kindesalter in angemessener Weise gewürdigt werden sollen, dann kommt es jetzt auf Schadenbegrenzung für alle an. Nicht nur Opfer öffentlicher Institutionen, sondern gerade auch die im familiären Umfeld besonders hart Betroffenen brauchen Anerkennung. Es geht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief an die<br />
Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung</p>
<p>Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,<br />
wenn je Überlebende von sexualisierter Gewalt im Kindesalter in angemessener Weise gewürdigt werden sollen, dann kommt es jetzt auf Schadenbegrenzung für alle an.<span id="more-4796"></span><br />
Nicht nur Opfer öffentlicher Institutionen, sondern gerade auch die im familiären Umfeld besonders hart Betroffenen brauchen Anerkennung.</p>
<p>Es geht um gebrochene Biographien:<br />
Das Kind wird ‘benutzt’ &#8211; kranke, kriminelle Erwachsene üben ungehindert und suchtartig perverse Macht aus. Das Kind schweigt, verstummt aus Angst vor angedrohten Repressalien, da die Mitwisser in Angst erstarren , schweigen, verstummen, verdrängen, vertuschen.<br />
Ein Kind lernt nicht &#8216;nein&#8217; sagen, lernt es vielleicht nie &#8211; es fehlt die Vorlage.<br />
Ein Kind wird nicht für sich selber sorgen lernen &#8211; kann es nicht lernen, lernt es auch nicht für andere.<br />
Die Seele entfaltet sich nicht &#8211; verkümmert, ‘verkrüppelt’.<br />
Der Geist ist traumatisiert &#8211; schwer behindert in seiner Entwicklungsfähigkeit.<br />
Der Körper erkrankt &#8211; der Mensch leidet unendlich.</p>
<p>Bezogen auf diese Thematik lebten wir bis Ende Januar mehr oder weniger in einem Klima von Angst und Schrecken.<br />
Endlich stehen wichtige ethische Entscheidungen an, die uns hoffen lassen.<br />
Der Staat, von ihm autorisierte Instanzen und die Kirchen blieben bisher befangen in ihren wechselseitigen Rücksichtnahmen und Abhängigkeiten.<br />
Somit begünstigten und billigten sie die Entartungen der aus allen &#8211; also auch aus ihren eigenen &#8211; Kreisen der Gesellschaft stammenden Taten der Täter.<br />
Beinahe zwangsläufig ließ man mit unfairen Rechts-Verfahren Opfer über Jahrzehnte auf der Strecke. Manche konnten den Horror solchen Unrechts nicht länger ertragen, sie mochten nicht überleben.<br />
Unser Staat ringt jetzt um inneren und äußeren Frieden zwischen geschundenen Verlierern und unverschämten Gewinnern solch bizarrer Strukturen. Er könnte die Chance nützen und sich EU-weit, besser noch global zum Vorreiter besseren Menschen-Rechts qualifizieren.<br />
Sorgen Sie, Frau Dr. Bergmann bitte in unser aller Namen dafür, dass Steuer-Gelder jetzt nicht nur in Forschungsvorhaben fließen.<br />
Täter und deren Institutionen sollen zahlen, ‘und zwar so, dass es ihnen auch weh tut’.<br />
Alle anderen Überlebenden müssen paritätisch entschädigt werden.</p>
<p>Das Ergebnis &#8211; es muss ‘sich sehen lassen’! Es muss unter dem Aspekt bislang unverantwortlicher Machenschaften zwischen Kirchen und Staat(en) und deren Beauftragten im Sinn der Geschädigten gerecht ausfallen.<br />
Bekanntlich haben wir als ‘netzwerkB’ Argumente und Vorschläge beizutragen.</p>
<p>Freundliche Grüße<br />
Hildegard Verhees</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Das hat mir mein MUT eingebracht!?</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/09/28/das-hat-mir-mein-mut-eingebracht/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 07:29:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann, bezüglich  Ihres gesendeten  Beitrages im WDR 5 am 21. 09. 2010 betreffs der Kampagne, &#8220;Das Schweigen brechen&#8221;. Mit Interesse habe ich Ihren Beitrag im Radio verfolgt, bezüglich der Kampagne. Missbrauchsopfer sollen ermutigt werden, ihr Schweigen zu brechen. Gespannt hörte ich  zu und musste mal wieder schmerzhaft feststellen: “ Ich habe wohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,</p>
<p>bezüglich  Ihres gesendeten  Beitrages im WDR 5 am 21. 09. 2010 betreffs der Kampagne, &#8220;Das Schweigen brechen&#8221;.<span id="more-4629"></span></p>
<p>Mit Interesse habe ich Ihren Beitrag im Radio verfolgt, bezüglich der Kampagne. Missbrauchsopfer sollen ermutigt werden, ihr Schweigen zu brechen. Gespannt hörte ich  zu und musste mal wieder schmerzhaft feststellen: “ Ich habe wohl mein Schweigen an der falschen Stelle gebrochen!“<br />
Ich hatte den Mut, mein Schweigen zu brechen. Ich hatte den Mut mir Hilfe zu holen. Ich besaß die Naivität und den Glauben, dass mir Hilfe gegeben wird, damit meine Kinder nicht unter meinen psychischen Folgeerkrankungen/ Auswirkungen des Missbrauchs und Misshandlungen leiden müssen. Dies tat ich aus Verantwortung meinen Kindern gegenüber heraus. Dann geriet ich, nachdem ich mühsam Vertrauen gelernt hatte doch einmal  in falsche Hände. Jetzt bin ich öffentlich, aktenkundig psychiatrisiert.</p>
<p>Das hat mir mein MUT eingebracht!? Unter folgendem Link befinden sich die bitteren Konsequenzen meines gebrochenen Schweigens! <a href="http://netzwerkb.org/2010/09/19/es-wird-zeit/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2010/09/19/es-wird-zeit/</a><br />
Der nächste Link beinhaltet das noch anhaltende Schweigen meiner Tochter, die nachdem was ihr widerfahren ist, noch nicht in der Lage ist, ihr Schweigen zu brechen, denn die grenzüberschreitenden Verletzungen durch den sexuellen Missbrauch an ihr durch einen Mitschüler, und der Umgang der verantwortlichen Lehrer der Schule, halten sie bis zum heutigen Tage noch in „Schweigen“.<br />
Ich als Mutter und selbst Betroffene sehe und fühle ihr Leiden, ihren Schmerz, ihre Ohnmacht und die Konsequenzen für ihr Leben. <a href="http://netzwerkb.org/2010/09/25/im-namen-meiner-tochter/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2010/09/25/im-namen-meiner-tochter/</a></p>
<p>Als Betroffene möchte ich Sie und die Angehörigen des runden Tisches dafür sensibilisieren, was mit Betroffenen geschehen kann, wenn sie ihr Schweigen brechen und in „falsche Hände“ geraten.<br />
Aus tiefster Überzeugung unterstütze ich das „ gebrochene Schweigen Herrn Norbert Denefs“, der sich mit dem Verein NetzwerkB für die Abschaffung der Verjährungsfristen einsetzt. Es wird Zeit, dass Täter und Mitverantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden. Es wird Zeit, dass Betroffene in ihrem ganzen Ausmaß gehört und entschädigt werden für ihr Leiden, welches ein Leben lang andauert.<br />
Wir Betroffene alleine fühlen den Schmerz ein Leben lang, denn wir haben ihn ausgehalten und halten und müssen ihn ein Leben lang aushalten, denn die Seele vergisst nichts!<br />
Wir Betroffene haben aufgrund der an uns begangenen Verbrechen mit schweren Folgeerkrankungen zu leben, die unsere Lebensqualität beeinflussen.</p>
<p>Wir Betroffene, und ich schließe mich aus Überzeugung an, haben ein Recht auf Beteiligung am runden Tisch, denn wir haben es erlebt!</p>
<p>Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit<br />
Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Gabriele Müller</p>

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		<title>Ihr Runder Tisch ohne Opfer</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/08/01/ihr-runder-tisch-ohne-opfer/</link>
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		<pubDate>Sun, 01 Aug 2010 13:21:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Meldungen]]></category>
		<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=3738</guid>
		<description><![CDATA[Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Frau Dr. Kristina Schröder Platz der Republik 1 11011 Berlin Fax: 030 18555 4400 Bundesministerin der Justiz Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger Platz der Republik 1 11011 Berlin Fax: 030 227 76402 Bundesministerin für Bildung und Forschung Frau Prof. Dr. Anette Schavan Platz der Republik 1 11011 Berlin Fax: 030 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend<br />
Frau Dr. Kristina Schröder<br />
Platz der Republik 1<br />
11011 Berlin<br />
Fax: 030 18555 4400</p>
<p>Bundesministerin der Justiz<br />
Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger<br />
Platz der Republik 1<br />
11011 Berlin<br />
Fax: 030 227 76402</p>
<p>Bundesministerin für Bildung und Forschung<br />
Frau Prof. Dr. Anette Schavan<br />
Platz der Republik 1<br />
11011 Berlin<br />
Fax: 030 227 76794</p>
<p><strong>Ihr Runder Tisch ohne Opfer</strong></p>
<p>Sehr geehrte Frau Dr. Kristina Schröder,<br />
sehr geehrte Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger,<br />
sehr geehrte Frau Prof. Dr. Annette Schavan,</p>
<p>Sie wurden von der Bundesregierung beauftragt, den &#8220;Runden Tisch Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich&#8221; einzuberufen.<span id="more-3738"></span></p>
<p>netzwerkB &#8211; Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V. sieht den dringenden Bedarf einer Nachbesserung hinsichtlich der Zusammensetzung der Teilnehmer für die weiteren Sitzungen dieses Gremiums.</p>
<p>Sie werden es sicherlich nachvollziehen können, dass wir auf der Grundlage unserer demokratisch verfassten Grundordnung, das Recht der Opfer einfordern, für sich selbst zu sprechen.</p>
<p>Die Täter, bzw. ihre Arbeitgeber und Berufsverbände, sind mit Sitz und Stimme mannigfaltig am Runden Tisch vertreten, während die Opfer ausgeschlossen sind. Sie als Vertreterinnen der Regierung bevorzugen die Seite der Täter.</p>
<p>Ein &#8220;Hearing mit Betroffenen&#8221; ist kein Ersatz für den Ausschluss von der Mitwirkung! Wir sehen darin eine Verstärkung und Zementierung der Benachteiligung.</p>
<p>Wir fordern daher eine Gleichstellung und Beteiligung der Opfer und ihrer Angehörigen am Runden Tisch!</p>
<p>Wir bitten Sie darum, dieses Schreiben auch den Teilnehmern des Runden Tisches zur Kenntnis zu geben.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Norbert Denef</p>

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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Hören Sie auf mit diesem Lügentheater&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/07/27/horen-sie-auf-mit-diesem-lugentheater/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/07/27/horen-sie-auf-mit-diesem-lugentheater/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 04:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Runde Tisch spricht über die Opfer und ihre gravierenden Probleme anstatt mit ihnen, während die Täter, bzw. ihre Arbeitgeber und Berufsverbände, mit Sitz und Stimme mannigfaltig am Runden Tisch residieren: Die offizielle Liste der Teilnehmer am “Runden Tisch”… Dieser Zustand ist unerträglich, deshalb meine Bitte an die Verantwortlichen in der Politik und Gesellschaft: &#8220;Hören [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/index.htm" target="_blank">Runde Tisch</a> spricht über die Opfer und ihre gravierenden Probleme anstatt mit ihnen, während die Täter, bzw. ihre Arbeitgeber und Berufsverbände, mit Sitz und Stimme mannigfaltig am Runden Tisch residieren:</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Runder_Tisch_Sexueller_Kindesmissbrauch" target="_blank">Die offizielle Liste der Teilnehmer am “Runden Tisch”…</a></p>
<p>Dieser Zustand ist unerträglich, deshalb meine Bitte an die Verantwortlichen in der Politik und Gesellschaft:</p>
<p>&#8220;Hören Sie auf mit diesem Lügentheater&#8221;</p>
<p>Hoffnungsvoll</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p>(Ihre Kommentare und Meinungen schreiben Sie bitte direkt an die Verantwortlichen in der Politik oder bitten die Medien, Ihren Beitrag zu veröffentlichen)</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Aufgabe in Ihrer Position als &#8220;First Lady&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/07/19/aufgabe-in-ihrer-position-als-first-lady/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/07/19/aufgabe-in-ihrer-position-als-first-lady/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 20:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=3640</guid>
		<description><![CDATA[Bettina Wulff Bundespräsidialamt Spreeweg 1 10557 Berlin Fax: (030) 20 00-19 99 Sehr geehrte Frau Wulff, den Medien entnahmen wir, dass Sie sich noch nicht für eine bestimmte Aufgabe in Ihrer Position als &#8220;First Lady&#8221; festgelegt haben. Wir möchten heute einen Vorschlag an Sie herantragen. Das Schweigen über Gewalt an Kindern wird auch in unserem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bettina Wulff<br />
Bundespräsidialamt<br />
Spreeweg 1<br />
10557 Berlin</p>
<p>Fax: (030) 20 00-19 99</p>
<p>Sehr geehrte Frau Wulff,</p>
<p>den Medien entnahmen wir, dass Sie sich noch nicht für eine bestimmte Aufgabe in Ihrer Position als &#8220;First Lady&#8221; festgelegt haben.</p>
<p>Wir möchten heute einen Vorschlag an Sie herantragen.<span id="more-3640"></span></p>
<p>Das Schweigen über Gewalt an Kindern wird auch in unserem Land immer mehr gebrochen. Das ist endlich eine sehr positive Entwicklung!</p>
<p>Allerdings zeigt sich in den letzten Monaten auch, wie die Verbrechen in Familien und anderen Institutionen erst durch Vertuschen, Wegschauen und Schweigen über Jahrzehnte das bekannte, gleichsam epidemische Ausmaß erreichen konnten.</p>
<p>Dem &#8220;Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt&#8221; wird zunehmend von &#8220;verjährten&#8221; Leid-Erfahrungen berichtet, die für das Opfer selbst nie verjähren und die bleibende Schäden in ihrem Leben hinterlassen haben.</p>
<p>Es sind Schäden, die sich nie allein auf die direkt betroffene Person verheerend auswirken, sondern auch (wie etwa allgemein von PTBS bei Kriegsveteranen und Nazi-Opfern bekannt) in ihre Familien getragen werden, mindestens also eine nächste Generation weiter belasten.</p>
<p>Eine juristische Verjährung dürfte unter diesem Aspekt nicht sein!</p>
<p>Die Problematik müsste die gesamte Gesellschaft interessieren!</p>
<p>Kosten für Erkrankungen, Verdienstausfälle bis hin zu Erwerbsunfähigkeit und der Entstehung eines &#8220;Prekariats&#8221; sind dann nicht mehr &#8216;nur&#8217; Privatangelegenheit.</p>
<p>Sehr treffend formulierte ein Bürger in unserem Forum in diesen Tagen: &#8220;Sexualisierte oder sexuelle Gewalt ist eine sehr ernste Sache, bei der Betroffene oft eher beschämt als wütend sind und sich daher meist mit ihrem Schmerz zurückziehen.&#8221;</p>
<p>Mit solch ausgeprägten komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen sind nach unserer Einschätzung Gesundheitswesen, Arbeitsmarkt, soziales Zusammenleben, Bildungswesen, Familienstrukturen und Finanzwesen &#8211; sowie die damit befassten Ministerien und Finanztöpfe betroffen.</p>
<p>Besteht womöglich auch ein Zusammenhang zu der jüngst berichteten steigenden Zahl von Suiziden unter Jugendlichen?</p>
<p>Wie groß muss ihnen ihre Ausweglosigkeit erscheinen?</p>
<p>Wie kalt müssen sie das Klima dieser Gesellschaft empfinden?</p>
<p>Wie überfordert müssen sie ihre Eltern, wie gestresst ihre Lehrer, wie gleichgültig ihre Nachbarn, ihre Freunde, ihre Bekannten erlebt haben?</p>
<p>Es ist an der Zeit, nicht nur &#8216;von unten&#8217; her Wünsche anzumelden!</p>
<p>Von allen Seiten, d.h. auch von der Spitze des Gemeinwesens her, muss alles getan werden, diesen Trend bei Kindern und Jugendlichen umzudrehen.</p>
<p>Sie brauchen Perspektiven!</p>
<p>Sie brauchen politische Aufmerksamkeit!</p>
<p>Überlebende sexualisierter Gewalt aber &#8211; die vielfach bitter Enttäuschten, Verletzten, Vereinsamten &#8211; bedürfen dringend der Rehabilitation, um ihre Zukunft in Würde verbringen zu dürfen.</p>
<p>Wissenschaftliche Forschungsergebnisse haben längst die Auswirkungen und die möglichen Folgen der genannten Traumatisierungen nachgewiesen.</p>
<p>Wir stellen uns vor, Sie, Frau Wulff, könnten uns in unserem Plan unterstützen, einen Entschädigungs-Fonds zur Linderung des enormen Gesprächs-, bzw.Therapie-Bedarfs für alle Betroffenen zu gründen.</p>
<p>Wir denken an einen &#8220;Topf&#8221;, in den alle Bürger und auch alle gesellschaftlich involvierten Institutionen ihrem derzeitigen Vermögen gemäß einzahlen und daraus Hilfsstrukturen finanzieren. Beispielsweise statt Kirchensteuer investieren alle in einen &#8220;Zukunftsfonds für notleidende Kinder&#8221;.</p>
<p>Wir glauben, Sie können z.B. als Schirmherrin eines solchen Fonds für Gewalt-Opfer zum äußeren Frieden in der Bevölkerung und zum inneren Frieden der Leidtragenden mit sich selbst und mit dieser Gesellschaft beitragen.</p>
<p>Es braucht jetzt sehr schnell den &#8220;Ruck in der Gesellschaft&#8221;, der mit dem Rehabilitieren der Alt-Betroffenen und mit Prävention die Weichen für eine menschenwürdige Zukunft setzt.</p>
<p>Wir dürfen auf Ihre Unterstützung unseres gesamt-gesellschaftlichen Anliegens zählen und erwarten gern ihre Antwort.</p>
<p>Im Auftrag von netzwerkB</p>
<p>freundliche Grüße</p>
<p>Hildegard Verhees</p>
<p>PS: Das Schreiben wird zeitgleich veröffentlicht unter: www.netzwerkB.org</p>

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		<title>Stiftungs-Fonds für behütete Kindheit</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 06:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[von Hildegard Verhees Alle Bürginnen und Bürger möchten gern unsere Kinder, die ein Stück weit unsere eigene Zukunft begleiten werden, wohl behütet und glücklich sehen. Wir Betroffenen sexueller Übergriffe wissen aus lebenslanger Leid-Erfahrung wie notwendig jetzt endlich Gewaltprävention wird. Eine &#8220;Kinderschutzversicherung&#8221; kam im netzwerkB vor Wochen ins Gesprach. Gedacht war an eine Art Ab-Sicherung zwecks [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>von Hildegard Verhees</p>
<p>Alle Bürginnen und Bürger möchten gern unsere Kinder, die ein Stück weit unsere eigene Zukunft begleiten werden, wohl behütet und glücklich sehen. Wir Betroffenen sexueller Übergriffe wissen aus lebenslanger Leid-Erfahrung wie notwendig jetzt endlich Gewaltprävention wird.<span id="more-3148"></span></p>
<p>Eine &#8220;Kinderschutzversicherung&#8221; kam im netzwerkB vor Wochen ins Gesprach. Gedacht war an eine Art Ab-Sicherung zwecks Soforthilfe bei erkennbar traumatisierten oder Not leidenden Kindern.<br />
Damals meinten wir und können auch jetzt weiter darüber nachdenken, wer denn die horrenden Folgekosten wird aufbringen müssen. Die Schuldenuhr des Staates läuft, nein – sie rast weiter.</p>
<p>Aber Steuern, die in die Rettung fragwürdiger Geschäfte gesteckt oder mit denen Kriege geführt werden (die genau das Elend wieder und wieder produzieren, das wir alle hier beklagen) – die sind nicht mehr zu haben für spezielle und allgemeine Werte, für die akuten Nöte im LEBEN von Kindern.</p>
<p>Das ist der eigentliche Skandal: eine friedliche, fröhliche, erfreuliche Entwicklungs-Förderung vieler Kinder ist nicht mehr bezahlbar, weil die Gesellschaft beliebt ihre Akzente auf materielle GEWINN-Maximierung zu setzen.</p>
<p>Würden alle werdenden Eltern über die besondere Schutz-Bedürftigkeit ihres erwarteten Kindes, und dazu  jeder andere Bürger, jede andere Bürgerin tiefergehend über den eigenen Umgang mit &#8220;dem Leben schlechthin&#8221; nachdenken müssen &#8211; wir alle kämen sehr bald auf erschreckende Tat-sachen &#8211; die Ur-sachen eben aller Gewalt.</p>
<p>Mir kommt gerade in diesem Zusammenhang die Frage auf: Wie geht die Menschheit mit den Tieren um? Was mutet der Mensch den Mitgeschöpfen der Meere zu  &#8211; aus Profitgier!?</p>
<p>Was erlebt ein Schlachttier, um auf unseren Tellern zu landen? Wo bleibt der erlittene Stress &#8211; auch unserer Tiere?! Wenn nach physikalischem Naturgesetz nichts verloren geht, dann müssen wir mit Physikern und Neurologen und Psychologen und allen Ethikern dieser Welt endlich uns selber eingestehen, welch gravierendem Irrtum wir aufgesessen sind mit leicht-fertiger Fortschritts-Denke &#8230;<br />
Wenn solche und ähnliche Erkenntnisse sich im Verhalten von Menschen in ACHTSAMKEIT umsetzen ließen, wäre der Teufelskreis durchbrochen. Wir setzen hier auf Bewusstseins-Änderung.</p>
<p>Zum Beispiel: Statt nach deutscher Sonderregelung &#8216;Kirchensteuer&#8217; &#8211; investieren  ALLE  in einen “Zukunfts-Fonds für Not leidende Kinder”.</p>
<p>Bei Vielen dürfte eine politische Entscheidung von solchem Kaliber zur Besinnung führen und neue soziale Impulse setzen. &#8211; Gerade nach dem weltweiten Desaster bei der RKK könnte ein solcher Kompromiss jedem mitfühlenden Geist, innerkirchlich wie außerkirchlich, als gerecht und gerechtfertigt einleuchten. &#8211; Folgen von Gewaltanwendung an Kindern könnten sogleich adäquat behandelt &#8211; gewaltige Verschleppungs-Kosten würden per sofort eingespart werden. &#8211; Niemand bräuchte mehr aufgrund Armut oder anderer beliebter Tabus in chronifizierende geistige, seelische, körperliche Erkrankung, Sucht oder gar in (Beschaffungs-)Kriminalität zu geraten. &#8211; Alle würden dann die Verantwortung für das eigene Verhalten ermessen können und Frieden könnte zwischen den Generationen einkehren &#8230;</p>
<p>Eine Stiftung wäre denkbar, in die das Täter- und/oder Institutionen-Vermögen für Schmerzensgeld- und Rentenzahlungen an Alt-Betroffene eingespeist würde für Heilung oder Linderung jahrzehntelangen Spätschäden &#8230;</p>
<p>Manch ein Millionär könnte sich sinnvoll mit einer großherzigen Stiftungs-Einlage einbringen, sich gern auch einen &#8220;guten Namen&#8221; machen &#8211; nur zu!</p>
<p>So etwa war “Kinderschutzversicherung” angedacht – gerade weil sie ausweitende Wirkung auf das allgemeine Wohl der gesamten Gesellschaft hätte. Eine solche “Versicherung” könnte im Auftrag des Souveräns, des Volkes, die Ursachen kindlicher Auffälligkeiten professionell aufdecken, die Urheber enttarnen, die Kosten auch für Schadenbehebung und Schmerzensgeld sachverständig und begründet zurück fordern lassen. Selbstredend müssen sich alle Fachdisziplinen in diesem Ansinnen vernetzen.<br />
ALLE hätten dann einen – nicht nur materiellen – Gewinn.</p>
<p>Das bisherige Psych-System taugt wenig, weil es zu spät greift und hauptsächlich Symptome bekämpft …</p>
<p>Nach heutigem Stand neurologischer Forschungen braucht es nur den politischen Willen zur konsequenten Anwendung dieses Wissens. Als “Experten in eigener Sache” dürfen und sollten wir das einfordern.</p>

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		<title>Offener Brief zur Gewaltprävention</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/06/01/offener-brief-zur-gewaltpravention/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 21:14:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=3110</guid>
		<description><![CDATA[An Frau Dr. Christine Bergmann Fax.: 03018 55541555 2. Mai 2010 Gewaltprävention &#8211; Kinderschutzversicherung Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann, das &#8216;netzwerkB&#8217; diskutiert gerade online, wie Kinderschutz in der Zukunft aussehen kann. Hier werden Ideen vorgetragen, die Sie als Beauftragte der Regierung interessieren dürften. Nach zahlreichen schwergewichtigen Fakten denken wir, für jedes Kind wäre präventiv eine Pflichtversicherung, eine “Kinderschutzversicherung” [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An Frau<br />
Dr. Christine Bergmann<br />
Fax.: 03018 55541555<br />
2. Mai 2010</p>
<p>Gewaltprävention &#8211; Kinderschutzversicherung</p>
<p>Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,</p>
<p>das &#8216;netzwerkB&#8217; diskutiert gerade online, wie Kinderschutz in der Zukunft aussehen kann. Hier werden Ideen vorgetragen, die Sie als Beauftragte der Regierung interessieren dürften. Nach zahlreichen schwergewichtigen Fakten denken wir, für jedes Kind wäre präventiv eine Pflichtversicherung, eine “Kinderschutzversicherung” eine gute gesellschaftliche Vorsorge gegen Gewalt.<span id="more-3110"></span></p>
<p>Nach unserer Ansicht braucht es die öffentliche Debatte über die Frage aller Fragen: Was sind uns unsere Kinder wert?</p>
<p>Eltern würden vertraglich aufgeklärt über alle physischen, psychischen, mentalen Gefahren, über die Folgen gewaltsamer Einwirkung auf das Kind &#8211; alle anderen Beteiligten wären aufgerufen zu verstärkter Wachsamkeit! Die mit dem Wohl des Kindes verbundenen Risiken und Nebenwirkungen dürfen nicht länger<br />
Privatsache der biologischen Erziehungsberechtigten allein sein. Sie sind gesellschaftlich relevant und sollten &#8211; gerade die Kosten betreffend - gesamtgesellschaftlich mit verantwortet, mit getragen werden.</p>
<p>Es kann nicht sein, dass heutigen Kindern staatliche Aufmerksamkeit verweigert wird. Sie selbst werden bald schon als Erwachsene die Folgen unserer Unterlassungen im Sozial- und Bildungswesen, inklusive der heute für Wirtschaft und Banken angehäuften Schulden abzuwirtschaften haben &#8211; aber wie denn, bitte?</p>
<p>Wir müssen alle Kinder künftig ausstatten mit einem gesunden Selbstverständnis, das an der Würde eines jeden Menschen orientiert ist.</p>
<p>Speziell bezogen auf unser Thema Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe gegen minderjährige Abhängige durch Erwachsene stellen wir fest:</p>
<ul>
<li>Ein Kind kann keine Schuld an erlittener Gewalt haben &#8211; das müssen wir jedem (Kind) glaubhaft machen!!</li>
<li>Ein Kleinkind kann lernen: mein Körper gehört mir!</li>
<li>Ein Grundschulkind muss wissen: ich trage keine Schuld!</li>
<li>Ein/e Schulabgänger/in<br />
weiß, was sein/ihr Recht als Kind gewesen wäre,<br />
weiß seine/ihre Defizite einzuordnen,<br />
weiß um seine/ihre eigenen Verantwortlichkeiten,<br />
weiß also auch, welche Rechte er/sie eines Tages einem eigenen Kind gegenüber<br />
einräumen muss!</li>
</ul>
<p>Was Kinder uns wert sind, wird sich daran zeigen, welchen Einsatz dieses Gemeinwesen<br />
leisten wird.<br />
Wir wünschen uns:</p>
<ul>
<li>In Kitas: kompetentes, auch charakterlich überprüftes Personal!</li>
<li>In Schulen:<br />
geringere Schülerzahlen &#8211; für&#8217;s eigene Leben lernen sollte allen Freude machen gut bezahlte Lehrkräfte &#8211; Lehrer sind KEINE FAULEN SÄCKE(!), sondern meist hochmotiviert bedarfsgerecht abrufbare Zusatzkräfte wie Sozialpädagogen, Psychologen, Supervisoren</li>
<li>In Sportvereinen: demokratieverträgliche Trainer für&#8217;s Leben</li>
<li>In Religionsgemeinschaften: Respekt vor Kind und Gesellschaft</li>
<li>Im Vatikan: offene Kooperation zur Aufdeckung bisher verschwiegener Verbrechen</li>
</ul>
<p>Und selbstverständlich braucht es auch für Juristen und Mediziner zusätzliche Ausbildung zu angemessenem Umgang mit Gewalt-Opfern. Vor allem aber:</p>
<ul>
<li>muss die Verjährung sexualisierter Gewalt &#8211; das ist Seelenmord! &#8211; komplett aufgehoben werden,</li>
<li>müssen Opfer an der Lösung ihres Problems künftig beteiligt, bzw. durch bestehende Netzwerke vertreten werden,</li>
<li>muss regional professionelle Soforthilfe für jedes gefährdete Kind &#8211; inklusive geschützter Unterbringung &#8211; gesichert sein.</li>
</ul>
<p>Und dann werden wir sehen,</p>
<ul>
<li>wie Auswirkungen im Gesundheitswesen langfristig spürbar werden</li>
<li>wie Kinder unbeschwerter lernen und die Zahl der Lernprobleme reduziert wird</li>
<li>wie Auszubildende mehr Neugier, Ideen, Interesse bei der Arbeit einbringen</li>
<li>wie junge Leute wieder ihren Sinn finden</li>
</ul>
<p>DAS WOLLEN WIR NOCH ERLEBEN!</p>
<p>So viel zu Risiken und Nebenwirkungen &#8211; so viel für heute.</p>
<p>Wir würden uns freuen von Ihnen zu hören.</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen<br />
Hildegard Verhees</p>

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