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	<title>netzwerkB &#187; Offene Briefe</title>
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	<description>Norbert Denef berichtet von seinen Erfahrungen …</description>
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		<title>&#8220;Hören Sie auf mit diesem Lügentheater&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/07/27/horen-sie-auf-mit-diesem-lugentheater/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 04:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Runde Tisch spricht über die Opfer und ihre gravierenden Probleme anstatt mit ihnen, während die Täter, bzw. ihre Arbeitgeber und Berufsverbände, mit Sitz und Stimme mannigfaltig am Runden Tisch residieren:
Die offizielle Liste der Teilnehmer am “Runden Tisch”…
Dieser Zustand ist unerträglich, deshalb meine Bitte an die Verantwortlichen in der Politik und Gesellschaft:
&#8220;Hören Sie auf mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.rundertisch-kindesmissbrauch.de/index.htm" target="_blank">Runde Tisch</a> spricht über die Opfer und ihre gravierenden Probleme anstatt mit ihnen, während die Täter, bzw. ihre Arbeitgeber und Berufsverbände, mit Sitz und Stimme mannigfaltig am Runden Tisch residieren:</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Runder_Tisch_Sexueller_Kindesmissbrauch" target="_blank">Die offizielle Liste der Teilnehmer am “Runden Tisch”…</a></p>
<p>Dieser Zustand ist unerträglich, deshalb meine Bitte an die Verantwortlichen in der Politik und Gesellschaft:</p>
<p>&#8220;Hören Sie auf mit diesem Lügentheater&#8221;</p>
<p>Hoffnungsvoll</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p>(Ihre Kommentare und Meinungen schreiben Sie bitte direkt an die Verantwortlichen in der Politik oder bitten die Medien, Ihren Beitrag zu veröffentlichen)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Aufgabe in Ihrer Position als &#8220;First Lady&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/07/19/aufgabe-in-ihrer-position-als-first-lady/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/07/19/aufgabe-in-ihrer-position-als-first-lady/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 20:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Bettina Wulff
Bundespräsidialamt
Spreeweg 1
10557 Berlin
Fax: (030) 20 00-19 99
Sehr geehrte Frau Wulff,
den Medien entnahmen wir, dass Sie sich noch nicht für eine bestimmte Aufgabe in Ihrer Position als &#8220;First Lady&#8221; festgelegt haben.
Wir möchten heute einen Vorschlag an Sie herantragen.
Das Schweigen über Gewalt an Kindern wird auch in unserem Land immer mehr gebrochen. Das ist endlich eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bettina Wulff<br />
Bundespräsidialamt<br />
Spreeweg 1<br />
10557 Berlin</p>
<p>Fax: (030) 20 00-19 99</p>
<p>Sehr geehrte Frau Wulff,</p>
<p>den Medien entnahmen wir, dass Sie sich noch nicht für eine bestimmte Aufgabe in Ihrer Position als &#8220;First Lady&#8221; festgelegt haben.</p>
<p>Wir möchten heute einen Vorschlag an Sie herantragen.<span id="more-3640"></span></p>
<p>Das Schweigen über Gewalt an Kindern wird auch in unserem Land immer mehr gebrochen. Das ist endlich eine sehr positive Entwicklung!</p>
<p>Allerdings zeigt sich in den letzten Monaten auch, wie die Verbrechen in Familien und anderen Institutionen erst durch Vertuschen, Wegschauen und Schweigen über Jahrzehnte das bekannte, gleichsam epidemische Ausmaß erreichen konnten.</p>
<p>Dem &#8220;Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt&#8221; wird zunehmend von &#8220;verjährten&#8221; Leid-Erfahrungen berichtet, die für das Opfer selbst nie verjähren und die bleibende Schäden in ihrem Leben hinterlassen haben.</p>
<p>Es sind Schäden, die sich nie allein auf die direkt betroffene Person verheerend auswirken, sondern auch (wie etwa allgemein von PTBS bei Kriegsveteranen und Nazi-Opfern bekannt) in ihre Familien getragen werden, mindestens also eine nächste Generation weiter belasten.</p>
<p>Eine juristische Verjährung dürfte unter diesem Aspekt nicht sein!</p>
<p>Die Problematik müsste die gesamte Gesellschaft interessieren!</p>
<p>Kosten für Erkrankungen, Verdienstausfälle bis hin zu Erwerbsunfähigkeit und der Entstehung eines &#8220;Prekariats&#8221; sind dann nicht mehr &#8216;nur&#8217; Privatangelegenheit.</p>
<p>Sehr treffend formulierte ein Bürger in unserem Forum in diesen Tagen: &#8220;Sexualisierte oder sexuelle Gewalt ist eine sehr ernste Sache, bei der Betroffene oft eher beschämt als wütend sind und sich daher meist mit ihrem Schmerz zurückziehen.&#8221;</p>
<p>Mit solch ausgeprägten komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen sind nach unserer Einschätzung Gesundheitswesen, Arbeitsmarkt, soziales Zusammenleben, Bildungswesen, Familienstrukturen und Finanzwesen &#8211; sowie die damit befassten Ministerien und Finanztöpfe betroffen.</p>
<p>Besteht womöglich auch ein Zusammenhang zu der jüngst berichteten steigenden Zahl von Suiziden unter Jugendlichen?</p>
<p>Wie groß muss ihnen ihre Ausweglosigkeit erscheinen?</p>
<p>Wie kalt müssen sie das Klima dieser Gesellschaft empfinden?</p>
<p>Wie überfordert müssen sie ihre Eltern, wie gestresst ihre Lehrer, wie gleichgültig ihre Nachbarn, ihre Freunde, ihre Bekannten erlebt haben?</p>
<p>Es ist an der Zeit, nicht nur &#8216;von unten&#8217; her Wünsche anzumelden!</p>
<p>Von allen Seiten, d.h. auch von der Spitze des Gemeinwesens her, muss alles getan werden, diesen Trend bei Kindern und Jugendlichen umzudrehen.</p>
<p>Sie brauchen Perspektiven!</p>
<p>Sie brauchen politische Aufmerksamkeit!</p>
<p>Überlebende sexualisierter Gewalt aber &#8211; die vielfach bitter Enttäuschten, Verletzten, Vereinsamten &#8211; bedürfen dringend der Rehabilitation, um ihre Zukunft in Würde verbringen zu dürfen.</p>
<p>Wissenschaftliche Forschungsergebnisse haben längst die Auswirkungen und die möglichen Folgen der genannten Traumatisierungen nachgewiesen.</p>
<p>Wir stellen uns vor, Sie, Frau Wulff, könnten uns in unserem Plan unterstützen, einen Entschädigungs-Fonds zur Linderung des enormen Gesprächs-, bzw.Therapie-Bedarfs für alle Betroffenen zu gründen.</p>
<p>Wir denken an einen &#8220;Topf&#8221;, in den alle Bürger und auch alle gesellschaftlich involvierten Institutionen ihrem derzeitigen Vermögen gemäß einzahlen und daraus Hilfsstrukturen finanzieren. Beispielsweise statt Kirchensteuer investieren alle in einen &#8220;Zukunftsfonds für notleidende Kinder&#8221;.</p>
<p>Wir glauben, Sie können z.B. als Schirmherrin eines solchen Fonds für Gewalt-Opfer zum äußeren Frieden in der Bevölkerung und zum inneren Frieden der Leidtragenden mit sich selbst und mit dieser Gesellschaft beitragen.</p>
<p>Es braucht jetzt sehr schnell den &#8220;Ruck in der Gesellschaft&#8221;, der mit dem Rehabilitieren der Alt-Betroffenen und mit Prävention die Weichen für eine menschenwürdige Zukunft setzt.</p>
<p>Wir dürfen auf Ihre Unterstützung unseres gesamt-gesellschaftlichen Anliegens zählen und erwarten gern ihre Antwort.</p>
<p>Im Auftrag von netzwerkB</p>
<p>freundliche Grüße</p>
<p>Hildegard Verhees</p>
<p>PS: Das Schreiben wird zeitgleich veröffentlicht unter: www.netzwerkB.org</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief zur Gewaltprävention</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/06/01/offener-brief-zur-gewaltpravention/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/06/01/offener-brief-zur-gewaltpravention/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 21:14:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=3110</guid>
		<description><![CDATA[An Frau
Dr. Christine Bergmann
Fax.: 03018 55541555
2. Mai 2010
Gewaltprävention &#8211; Kinderschutzversicherung
Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,
das &#8216;netzwerkB&#8217; diskutiert gerade online, wie Kinderschutz in der Zukunft aussehen kann. Hier werden Ideen vorgetragen, die Sie als Beauftragte der Regierung interessieren dürften. Nach zahlreichen schwergewichtigen Fakten denken wir, für jedes Kind wäre präventiv eine Pflichtversicherung, eine “Kinderschutzversicherung” eine gute gesellschaftliche Vorsorge gegen Gewalt.
Nach unserer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An Frau<br />
Dr. Christine Bergmann<br />
Fax.: 03018 55541555<br />
2. Mai 2010</p>
<p>Gewaltprävention &#8211; Kinderschutzversicherung</p>
<p>Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,</p>
<p>das &#8216;netzwerkB&#8217; diskutiert gerade online, wie Kinderschutz in der Zukunft aussehen kann. Hier werden Ideen vorgetragen, die Sie als Beauftragte der Regierung interessieren dürften. Nach zahlreichen schwergewichtigen Fakten denken wir, für jedes Kind wäre präventiv eine Pflichtversicherung, eine “Kinderschutzversicherung” eine gute gesellschaftliche Vorsorge gegen Gewalt.<span id="more-3110"></span></p>
<p>Nach unserer Ansicht braucht es die öffentliche Debatte über die Frage aller Fragen: Was sind uns unsere Kinder wert?</p>
<p>Eltern würden vertraglich aufgeklärt über alle physischen, psychischen, mentalen Gefahren, über die Folgen gewaltsamer Einwirkung auf das Kind &#8211; alle anderen Beteiligten wären aufgerufen zu verstärkter Wachsamkeit! Die mit dem Wohl des Kindes verbundenen Risiken und Nebenwirkungen dürfen nicht länger<br />
Privatsache der biologischen Erziehungsberechtigten allein sein. Sie sind gesellschaftlich relevant und sollten &#8211; gerade die Kosten betreffend - gesamtgesellschaftlich mit verantwortet, mit getragen werden.</p>
<p>Es kann nicht sein, dass heutigen Kindern staatliche Aufmerksamkeit verweigert wird. Sie selbst werden bald schon als Erwachsene die Folgen unserer Unterlassungen im Sozial- und Bildungswesen, inklusive der heute für Wirtschaft und Banken angehäuften Schulden abzuwirtschaften haben &#8211; aber wie denn, bitte?</p>
<p>Wir müssen alle Kinder künftig ausstatten mit einem gesunden Selbstverständnis, das an der Würde eines jeden Menschen orientiert ist.</p>
<p>Speziell bezogen auf unser Thema Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe gegen minderjährige Abhängige durch Erwachsene stellen wir fest:</p>
<ul>
<li>Ein Kind kann keine Schuld an erlittener Gewalt haben &#8211; das müssen wir jedem (Kind) glaubhaft machen!!</li>
<li>Ein Kleinkind kann lernen: mein Körper gehört mir!</li>
<li>Ein Grundschulkind muss wissen: ich trage keine Schuld!</li>
<li>Ein/e Schulabgänger/in<br />
weiß, was sein/ihr Recht als Kind gewesen wäre,<br />
weiß seine/ihre Defizite einzuordnen,<br />
weiß um seine/ihre eigenen Verantwortlichkeiten,<br />
weiß also auch, welche Rechte er/sie eines Tages einem eigenen Kind gegenüber<br />
einräumen muss!</li>
</ul>
<p>Was Kinder uns wert sind, wird sich daran zeigen, welchen Einsatz dieses Gemeinwesen<br />
leisten wird.<br />
Wir wünschen uns:</p>
<ul>
<li>In Kitas: kompetentes, auch charakterlich überprüftes Personal!</li>
<li>In Schulen:<br />
geringere Schülerzahlen &#8211; für&#8217;s eigene Leben lernen sollte allen Freude machen gut bezahlte Lehrkräfte &#8211; Lehrer sind KEINE FAULEN SÄCKE(!), sondern meist hochmotiviert bedarfsgerecht abrufbare Zusatzkräfte wie Sozialpädagogen, Psychologen, Supervisoren</li>
<li>In Sportvereinen: demokratieverträgliche Trainer für&#8217;s Leben</li>
<li>In Religionsgemeinschaften: Respekt vor Kind und Gesellschaft</li>
<li>Im Vatikan: offene Kooperation zur Aufdeckung bisher verschwiegener Verbrechen</li>
</ul>
<p>Und selbstverständlich braucht es auch für Juristen und Mediziner zusätzliche Ausbildung zu angemessenem Umgang mit Gewalt-Opfern. Vor allem aber:</p>
<ul>
<li>muss die Verjährung sexualisierter Gewalt &#8211; das ist Seelenmord! &#8211; komplett aufgehoben werden,</li>
<li>müssen Opfer an der Lösung ihres Problems künftig beteiligt, bzw. durch bestehende Netzwerke vertreten werden,</li>
<li>muss regional professionelle Soforthilfe für jedes gefährdete Kind &#8211; inklusive geschützter Unterbringung &#8211; gesichert sein.</li>
</ul>
<p>Und dann werden wir sehen,</p>
<ul>
<li>wie Auswirkungen im Gesundheitswesen langfristig spürbar werden</li>
<li>wie Kinder unbeschwerter lernen und die Zahl der Lernprobleme reduziert wird</li>
<li>wie Auszubildende mehr Neugier, Ideen, Interesse bei der Arbeit einbringen</li>
<li>wie junge Leute wieder ihren Sinn finden</li>
</ul>
<p>DAS WOLLEN WIR NOCH ERLEBEN!</p>
<p>So viel zu Risiken und Nebenwirkungen &#8211; so viel für heute.</p>
<p>Wir würden uns freuen von Ihnen zu hören.</p>
<p>Mit freundlichen Grüssen<br />
Hildegard Verhees</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief: Betroffene ausgegrenzt? Fragen an Verantwortliche</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/05/31/offener-brief-betroffene-ausgegrenzt-fragen-an-verantwortliche/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 23:14:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[SNAP]]></category>

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		<description><![CDATA[Katholische Kirche – wohin?
Aktuelles Forum über Macht, Moral und Missbrauch in der Kirche
FRANKFURT.- Kaum ein Thema hat die katholische Kirche so erschüttert wie der Missbrauchsskandal, der seit Mitte Januar immer wieder die Schlagzeilen beherrscht. In einem Aktuellen Forum geht der Domkreis Kirche und Wissenschaft in Frankfurt am Montag, 31. Mai, um 20.00 Uhr im Haus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Katholische Kirche – wohin?</p>
<p>Aktuelles Forum über Macht, Moral und Missbrauch in der Kirche<span id="more-3083"></span></p>
<p>FRANKFURT.- Kaum ein Thema hat die katholische Kirche so erschüttert wie der Missbrauchsskandal, der seit Mitte Januar immer wieder die Schlagzeilen beherrscht. In einem Aktuellen Forum geht der Domkreis Kirche und Wissenschaft in Frankfurt am Montag, 31. Mai, um 20.00 Uhr im Haus am Dom der Frage nach, was die Aufdeckung solcher Taten für die Zukunft der katholischen Kirche bedeutet. Unter dem Titel „Katholische Kirche – wohin?“ sprechen Fachleute über Macht, Moral und Missbrauch, die Folgen für die Opfer und die Gemeinschaft der Glaubenden.<br />
Es informieren und diskutieren: Heinz Wilhelm Brockmann, Staatssekretär im Hessischen Kultusministerium und Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken, Prof. Dr. Klaus Baumann, Theologe und Psychotherapeut, Universität Freiburg, der künftige Stadtdekan von Frankfurt, Dr. Johannes zu Eltz, Domkapitular im Bistum Limburg und noch Stadtdekan von Wiesbaden, Dr. Petra Knötzele, Mitglied der Missbrauchskommission der Ev. Kirche in Hessen und Nassau, Darmstadt, Dr. Andreas Zimmer, verantwortlich für die Hotline für Opfer sexuellen Missbrauchs der Deutschen Bischofskonferenz. Die Moderation hat Dr. Daniel Deckers, FAZ.<br />
Ort: Haus am Dom<br />
Domplatz 3<br />
60311 Frankfurt<br />
Termin: 31.05.2010, 20:00 Uhr<br />
Eintritt frei Eintritt frei<br />
Quelle: <a href="http://www.hausamdom.bistumlimburg.de/index.php?persongroup=&amp;_1=278272&amp;_0=15&amp;sid=0bf54818fb80d757a4e25bf1fb3d1120" target="_blank">www.hausamdom.bistumlimburg.de<br />
</a></p>
<p><strong>Offener Brief</strong></p>
<p><strong>Betroffene ausgegrenzt? Fragen an Verantwortliche</strong></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>Sie gehen zu einer Veranstaltung zum Umgang mit den „Fällen“ sexualisierter Gewalt, insbesondere von Seiten der Kirche. Über Jahrzehnte haben Verantwortliche Vergewaltigungen von Kindern verschwiegen, verleugnet und vertuscht – sie haben die Serientäter geschützt.</p>
<p>Das Vertrauen der Kinder und ihrer Eltern durch die Kirchen wurde schwer zerstört. Wo das Ansehen der Kirche höher steht als der Schutz der Kinder, reichen die Bitten um Verzeihung und Vergebung nicht aus.</p>
<p>Bedenken Sie, es gibt tausende Betroffene in Deutschland. Wir sind Überlebende von extremen körperlichen und seelischen Verletzungen. Viele haben das Leid nicht mehr ausgehalten. Sie haben sich das Leben genommen.</p>
<p>Information, Aufklärung und Diskussion tut Not. Da wir als Betroffene wieder einmal, wie bereits am ökumenischen Kirchentag in München, ausgegrenzt werden, stellen wir hiermit unsere Fragen an die Verantwortlichen in Politik, Kirche und Gesellschaft:</p>
<ol>
<li>Warum hat die katholische Kirche das Recht, Täter gegen die Strafverfolgung durch die Justiz zu schützen?</li>
<li>Wieso werden nicht die Kirchenakten an die Staatsanwaltschaft übergeben?</li>
<li>Wir Betroffene haben zu der Hotline von der Deutschen Bischofskonferenz kein Vertrauen, da sie weder unabhängig noch neutral ist.</li>
<li>Warum treten nicht alle Verantwortlichen, die etwas gewusst, verdeckt, vertuscht haben, von ihren Ämter zurück?</li>
<li>Was tut die Kirche und der Staat, um den Betroffenen zu helfen, während die Verantwortlichen ein feudales Leben führen? (Das Gehalt einfacher Bischöfe liegt bei ca. 8.000 € und die Pension – auch von Gewalt-Täter wie Bischof Mixa – bei ca. 5.600 € monatlich!)</li>
<li>Wieso werden Betroffene ausgegrenzt während die Verantwortlichen für Vertuschung und Verheimlichung auf dem Podium sitzen?</li>
<li>Betroffene können in der Regel erst jahrzehnte später über die Verbrechen sprechen. Deshalb fordern wir rückwirkend die Aufhebung der Verjährungsfrist im Zivilrecht. Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift die Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof unter: www.netzwerkb.org/petition</li>
</ol>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/05/Flugblatt_SNAP_netzwerkB.pdf" target="_blank">Druckversion als PDF herunterladen</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief: Und so müssen wir Opfer immer noch mehr Last tragen&#8230;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/05/27/offener-brief-und-so-mussen-wir-opfer-immer-noch-mehr-last-tragen/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 May 2010 19:16:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=3036</guid>
		<description><![CDATA[Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs
Dr. Christine Bergmann
11018 Berlin
E-Mail: kontakt@ubskm.bund.de
Fax: 03018/555 4 1555
Offener Brief:
Sehr geehrte Frau Bergmann,
mein Name ist Ramona K., ich bin als Kind im Kinderheim vergewaltigt worden. Ich war gerade mal acht Jahre alt und ich musste das vier Jahre lang über mich ergehen lassen. Der Täter war 14 Jahre und auch ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs<br />
Dr. Christine Bergmann<br />
11018 Berlin<br />
E-Mail: kontakt@ubskm.bund.de<br />
Fax: 03018/555 4 1555</p>
<p>Offener Brief:</p>
<p>Sehr geehrte Frau Bergmann,</p>
<p>mein Name ist Ramona K., ich bin als Kind im Kinderheim vergewaltigt worden. Ich war gerade mal acht Jahre alt und ich musste das vier Jahre lang über mich ergehen lassen. Der Täter war 14 Jahre und auch ein Heimkind.</p>
<p>Meine kleine Tochter hat letztes Jahr schweren Missbrauch erlebt, sie war 5 Jahre alt. Nun ist der 14jährige Täter immer noch frei und kann sein Leben weiter leben wie bisher. Und wir haben die Probleme und die Angst. Können Sie sich vorstellen wie das ist? Ich muss ständig zur Psychologin u.s.w.</p>
<p>Nun hab ich einen OEG Antrag für uns beide gestellt. Nun muss ich zwei Jahre warten bis ich Bescheid bekomme. Was ich nicht gut finde und wie ich gelesen und gehört habe wird es sowieso abgelehnt, was ich auch nicht verstehe warum das so lange dauert und wir dann wieder über einen Anwalt gehen müssen und wieder kämpfen müssen für unser Recht. Was können wir Opfer dafür wenn niemand dafür verantwortlich gemacht wird für solche Taten? Was muss denn noch passieren, bevor sich etwas ändert? Wie viele Tote und Kranke wollen Sie denn noch in Kauf nehmen, damit Sie etwas ändern? Oder haben die Täter einen Freifahrschein und können so weiter machen wie bisher, weil irgend ein Gericht geschlafen hat? In anderen Ländern geht es doch auch, warum nicht hier in Deutschland?</p>
<p>Wissen Sie wie das ist, wenn Ihnen zwar geglaubt wird und nichts passiert? Wie soll man das seinen Kinder erklären, ja der hat was schlimmes getan, aber es reicht nicht für eine Anklage da die Beweise nicht reichen“. Das Kind glaubt doch nie mehr an Gerechtigkeit.</p>
<p>Die Opferkinder werden ständig von Ärzten und Gutachtern befragt zu diesem Thema und sie glauben, dass die Kleinen keinen Knacks davon bekommen? Wenn Sie damit täglich konfrontiert werden würden dann würden Sie bestimmt anders darüber reden und denken.</p>
<p>Warum müssen wir Opfer immer wieder beweisen, dass uns so etwas passiert ist? Warum müssen nicht mal die Täter es beweisen, dass wirklich nichts passiert ist?</p>
<p>Ich kann nicht richtig schlafen weil mein Kind in der Nacht ankommt und weint weil Sie Angst hat u.s.w.<br />
Wissen Sie wie schwer das ist? Ich glaube nicht, weil Sie das ja nicht durchleben müssen. Wenn die Täter noch frei herumlaufen können und wir nur noch halbe Menschen sind und ständig in Angst leben müssen.</p>
<p>Bei mir hier in Leipzig ist das nun schon der dritte Fall wo so entschieden wurde. Wer weiß wie hoch die Dunkelziffer noch ist? Und sie fragen sich warum die Opfer nicht reden und lieber schweigen, weil ja sowieso nichts passiert – keine Gerechtigkeit für uns Opfer.</p>
<p>Wir haben es schon so schwer genug und dann wird uns noch der andere Weg durch die Gesetzgebung schwer gemacht. Und so müssen wir Opfer immer noch mehr Last tragen, bis wir flach liegen und nicht einmal mehr kriechen können.</p>
<p>Es grüßt Sie Ramona K.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief &#8211; Ich bin sprachlos</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/05/19/offener-brief-ich-bin-sprachlos/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 16:48:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=2919</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin sprachlos.
Fassungslos.
Hilflos.
Ja ich bin groß im bewältigen meiner eigenen Übergriffe.
Wenn ich von denn Übergriffen auf andere Lese ,
ist das für mich schwere AUS ZU HALTEN als meine eigene
Wut und Schmerz
Mein Brief an unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 13.05.2010
bisher ohne eine Antwort.
An Frau Angela Merkel Bundeskanzlerin
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: +49 (0)30 227 0
Fax: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin sprachlos.<br />
Fassungslos.<br />
Hilflos.<span id="more-2919"></span></p>
<p>Ja ich bin groß im bewältigen meiner eigenen Übergriffe.<br />
Wenn ich von denn Übergriffen auf andere Lese ,<br />
ist das für mich schwere AUS ZU HALTEN als meine eigene<br />
Wut und Schmerz</p>
<p>Mein Brief an unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 13.05.2010<br />
bisher ohne eine Antwort.</p>
<p>An Frau Angela Merkel Bundeskanzlerin</p>
<p>Deutscher Bundestag<br />
Platz der Republik 1<br />
11011 Berlin<br />
Tel.: +49 (0)30 227 0<br />
Fax: +49 (0)30 227-36655 oder 227 36979<br />
<a href="mailto:angela.merkel@bundestag.de">angela.merkel@bundestag.de</a></p>
<p>Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel</p>
<p>Folgende Sachlage besteht:</p>
<p>Mehrere Anträge auf Opferentschädigung hatte ich beim Versorgungsamt  bereits  2008 eingereicht, bisher leider ohne jeglichen Erfolg auch an  die katholische Kirche hatte ich mich bereits vor 2 Jahren gewendet mit  der Bitte um Hilfe leider erfolglos. Nun bin ich Ratlos und hoffe Sie  sehen vielleicht eine Möglichkeit wie ich etwas voran kommen kann, den  mein Gesundheitszustand wird nicht besser werden können. Bereits vor  Jahren habe ich mein Geschäft durch sich immer wieder verschlechternde  Krankheit. Bei einem Termin im März 2010 beim Amt für Versorgung Ko  musste ich erneut 5 und eine halbe Stunde lang erneut über die gesamten  grauenvollen Erlebnisse reden. Ich habe das als unmenschlich empfunden  über Folter erneut sprechen zu müssen auch das erscheint mir als Folter,  wenn doch bereits alles schriftlich vorliegt.</p>
<p>Auch eine erneute Ausbildung danach 2003 Burnout, half mir nicht  weiter ich bin erwerbsunfähig auf Grund der Borderline Störung die durch  die Übergriffe im frühen Kindesalter entstand, durch sexuelle  Übergriffe und Folter in der katholischen Kirche und Grundschule  Friedrichssegen heute Lahnstein, durch den damaligen Küster welcher auch  Hausmeister an der Friedrichssegener Grundschule war. Auch durch einen  Lehrer im 1ten Schuljahr wurde ich mehrfach geschlagen misshandelt und  missbraucht. Diese Vorfälle ereigneten sich in den Jahren 1963 bis 1967.</p>
<p>Mit der freundlichen Bitte um eine Stellungnahme.</p>
<p>Hier ein kurzer aktueller Überblick:</p>
<p>Schäfchen zählen Schwarze wie Weise,es rumpelt dieser Tage im Gebälk  der katholischen Kirche. Was wir jetzt zu sehen oder zu Lesen bekommen ”  Vom Papstliebling zum Paria , Augsburger Bischof Walter Mixa” ist nur  Spitze des Eisberges der schwarzen Schäfchen in der katholischen Kirche.</p>
<p>Man sollte vielleicht die Gesinnung oder besser die Orientierung des  ein oder anderen Würdenträgers genauer unter die Lupe nehmen! Auch das  Umfeld der bereits bekannte Schafe sollte meiner Meinung nach aufmerksam  betrachtet werden, denn gleich und gleich gesellt sich gerne:</p>
<p>So geschah es mir das ich anscheinend selbst den Bock zum Gärtner  machte.</p>
<p>Unser ortsansässiger mir persönlich sehr sympathische Priester und  Bezirksdekan des Rhein Lahn Kreises Peter Weis der früher in Frankfurt  tätig war, wurde dieser Tage all seiner Ämter enthoben suspendiert und  hat Lahnstein bereits verlassen, es wird von der Staatsanwaltschaft  Wiesbaden gegen den nun ehemaligen sehr beliebten Bezirksdekan wegen  mehreren Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs ermittelt. Ich beziehe mich  hierbei auf einen Artikel der Rhein Lahn Zeitung vom 08.05.2010 und des  Wiesbadener Tagesblattes.</p>
<p><a rel="nofollow" href="http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/wiesbaden/meldungen/8864796.htm">http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/wiesbaden/meldungen/8864796.htm</a></p>
<p>Das ganze ist besonders Pikant , Herr Weis war sowohl mein  Beichtvater wie auch mein Begleiter beim Termin in Limburg vor einigen  Wochen, beim Bischöfliche Ordinariat Limburg .</p>
<p>Bei diesem Termin meldete ich bei Bischöfliche Ordinariat Limburg , ,  meinen Wunsch an, das die Taten an mir als Kind Übergriffe, Folter und  mehrfacher schwerer sexueller Missbrauch eines ehemaligen Küsters der  katholischen Kirche an mir als 4 Jähriger unter in späteren Jahren  weiterhin, sollten Aufgezeigt anerkannt und der noch lebende Küster  sollte mit meinen Vorwürfen konfrontiert werden.( Mit diesem Ansinnen  den ehemaligen Küster zu konfrontieren war ich bereits 2008 an die  Herren Grimm und Weis heran getreten jedoch war bis dato nichts  geschehen).</p>
<p>Bisher ist gar nichts geschehen in dieser Richtung Herr Grimm hat  sein Amt nieder gelegt, wie er sagte, fühlte sich mit dieser Aufgabe  überfordert.</p>
<p>Mein Beichtvater und vermeintlicher Verbündeter ist über alle Berge!<br />
Er soll mittlerweile in drei Fällen von Missbrauch geständig sein.</p>
<p>Ich als Geschädigte stehe wieder einmal allein da, von der  katholischen Kirche im Stich gelassen. Bei den Behörden sehe ich kein  voran kommen.</p>
<p>Zur genaueren Info 3 Links zu Youtube in welchen genauer zusehen ist  worum es bei meiner Sache geht:</p>
<p><a href="http://www.youtube.com/user/survivorart#p/a/u/0/19RfSd6TEm0" target="_blank">http://www.youtube.com/user/survivorart#p/a/u/0/19RfSd6TEm0</a></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=qhGM w4DF9-s" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=qhGMw4DF9-s</a></p>
<p><a href=" http://www.youtube.com/watch?v=C87L iOy2PdU" target="_blank">http://www.youtube.com/watch?v=C87LiOy2PdU</a></p>
<p>Deshalb sage ich weiterhin zu allen Opfern ” SAGT ES LAUT”</p>
<p>Mit hochachtungsvollen Grüßen</p>
<p>Pia Nachtsheim<br />
Pia Survivor</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzwerkb.org/2010/05/19/offener-brief-ich-bin-sprachlos/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief – Umgang der Diözese Speyer mit Missbrauchsvorwurf und Entschädigungsforderung</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/05/19/offener-brief-%e2%80%93-umgang-der-diozese-speyer-mit-missbrauchsvorwurf-und-entschadigungsforderung/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 07:51:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Bundeskanzleramt, Bundeskanzlerin Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin
Offener Brief – Umgang der Diözese Speyer mit Missbrauchsvorwurf  und Entschädigungsforderung
Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,
es ist mir bewusst, dass Sie in der aktuellen Zeit dringende,  wichtige Aufgaben wahrzunehmen haben, doch die unsägliche Borniertheit  und das offenkundige Desinteresse der für “mein Problem” zuständigen  Menschen erschreckt mich. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bundeskanzleramt, Bundeskanzlerin Angela Merkel<br />
Willy-Brandt-Straße 1<br />
10557 Berlin</p>
<p>Offener Brief – Umgang der Diözese Speyer mit Missbrauchsvorwurf  und Entschädigungsforderung</p>
<p>Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,</p>
<p>es ist mir bewusst, dass Sie in der aktuellen Zeit dringende,  wichtige Aufgaben wahrzunehmen haben, doch die unsägliche Borniertheit  und das offenkundige Desinteresse der für “mein Problem” zuständigen  Menschen erschreckt mich. Es ist an der Zeit, nicht allein wegen des an  mir begangenen sexuellen Missbrauchs, sondern auch im Namen der vielen  weiteren Missbrauchsopfer, deutliche Worte an die katholische Kirche zu  richten.<span id="more-2904"></span></p>
<p>Ich bitte Sie darum, dass Sie diese Institution unmissverständlich  auffordern endlich deren moralischer Verpflichtung nachzukommen. Opfer  in der Verantwortlichkeit der jeweiligen Diözesen müssen von diesen  angemessen entschädigt werden.</p>
<p>An meinem Beispiel zeige ich Ihnen in drastischer Weise auf, in  welche Lebenslage jeder Betroffene geraten kann.</p>
<p>Der Missbrauch an mir begann kurz vor der ersten heiligen Kommunion  und dauerte etwa 3 bis 4 Jahre.</p>
<p>Es handelte sich hierbei zunächst darum, dass mein Gemeindepfarrer im  Rahmen einer von ihm so genannten Beichte mich über seinem erigierten  Penis auf seinem Schoss wiegte. Da die Tat, obgleich in bekleideten  Zustand durchgeführt, der sexuellen Stimulierung des Priesters diente,  handelte es sich hierbei bereits um eine sexuelle Handlung gemäß § 184g  Nr. 1 StGB. Bereits das äußere Erscheinungsbild, das Wiegen eines Kindes  auf dem Schoß bei erigiertem Penis ist nach allgemeinem Verständnis  sexualbezogen. Subjektiv diente es ganz offensichtlich der sexuellen  Erregung des Priesters. Der Vorgang ist als solches auch nicht  ambivalent, denn es ist keineswegs üblich, die Beichte einem Kind  dergestalt abzunehmen.</p>
<p>Meine angeborene hochgradige Innenohrschwerhörigkeit hatte dazu  geführt, dass ich bei meiner ersten Beichte die Anweisungen des  Gemeindepfarrers nicht verstanden hatte. Anschließend hatte ich nicht  genug Vaterunser aufgesagt, wie sich eine Woche später zeigte. Als ich  die nächste Beichte ablegen wollte, wurde ich hierfür gerügt und es  wurde mir gesagt, dass ich nur Vergebung finden könne, wenn ich dafür  Buße tun würde. In diesem Zusammenhang wurde mir aufgetragen, in die  Sakristei zu kommen. Dort musste ich mich auf den Schoß des  Gemeindepfarrers setzen. Dieser -offenkundig in Latein betend, ich hörte  nur eine monotone Rezitation in einer mir unverständlichen Sprache,  wippte mich vor und zurück. Da ich dabei etwas Hartes an meinem Po  spürte, war ich, der gerne auf dem Schoß meines Großvaters gesessen war,  sehr irritiert.</p>
<p>Dies stellte bereits eine Handlung mit einiger Erheblichkeit dar. Die  erforderliche Wertung muss sich letztlich an sozialethischen Maßstäben  orientieren. In bekleidetem Zustand vorgenommene beischlafähnliche  Bewegungen gegenüber einem Kind wurden von der Rechtsprechung durchaus  als erheblich anerkannt (BGH 2 StR 359/84).<br />
Die oben beschriebene Handlung fand sodann regelmäßig einmal wöchentlich  statt und wurde seitens des Gemeindepfarrers als Bußhandlung  dargestellt.<br />
Nach einigen Monaten bot mir dieser eine »besondere Ministrantenstelle«  an.</p>
<p>Im Weiteren kam es zunächst noch in der Sakristei und später im  Pfarrhaus zu den nachfolgend genannten sexuellen Handlungen (Da es sich  bei jeder ersten »neuen« sexuellen Handlung ab Ziffer 4, um eine Art  geheime Zeremonie handelte, wurde mir zunächst eine Augenbinde umgelegt;  Im weiteren Verlauf erfolgten diese Handlungen dann ohne Augenbinde;):</p>
<p>1.	Mehrfaches Wippen auf dem erigierten Penis, wobei ich mich zuvor  bis auf die Strümpfe nackt ausziehen und sodann ein Ministrantengewand  überstreifen musste<br />
2.	Mehrfaches Wippen auf dem erigierten Penis, völlig unbekleidet<br />
3.	Kneifen der nackten Brustwarzen<br />
4.	Mehrfaches Streicheln meiner nackten Genitalien (beim ersten Mal  wurde ich zuvor mit einem Gegenstand auf den nackten Po geschlagen)<br />
5.	Mehrfache Manipulation am nackten erigierten Penis des Priesters,  indem meine Hand zunächst geführt wurde (hierbei kam es auch zum  Samenerguss, teilweise auf meinen Bauch)<br />
6.	Mehrfache Manipulation am eigenen nackten Penis bis zur Erektion und  bei weiteren Malen auch bis zum Samenerguss<br />
7.	Mehrfacher Oralverkehr an mir<br />
8.	Mehrfacher Oralverkehr durch mich, teilweise musste ich das Ejakulat  schlucken (hierbei wurde anfangs mein Kopf festgehalten, einmal kam es  zum Erbrechen)<br />
9.	Mehrfacher Analverkehr durch Einführen meines Penis in den After des  Priesters<br />
10.	Eindringen in meinen After mit dem Finger<br />
11.	Vorzeigen pornographischer Schriften (Zeichnungen, die den  Analverkehr zwischen Männern darstellten)<br />
12.	Gewaltsames anales Eindringen, zunächst mit einem Gegenstand, dann  mit zwei Fingern und schließlich mit dem Penis (Dies war für mich  äußerst angsteinflößend. Nachdem mir zunächst wie vor jeder neuen  Handlung eine Augenbinde angelegt worden war, wurden mir die Arme hinter  dem Rücken festgebunden und ich wurde an einen Gegenstand geführt, der  sich anfühlte wie ein Tisch. Meine Fußknöchel wurden hieran  festgebunden, mein Oberkörper über den Gegenstand gebeugt und ebenfalls  festgebunden. Nachdem ich vor Angst uriniert hatte, wurde ich mit einem  Gegenstand auf den nackten Po geschlagen, sodass ich vor Schmerz  aufschrie. Daraufhin wurde ich zusätzlich geknebelt. Ich bekam eine Art  Einlauf und wurde sodann mit zwei Fingern penetriert. Dies war für mich  sehr qualvoll. Die anschließende Penetration mit dem Penis des Priesters  war für mich dermaßen schmerzhaft und entsetzlich, dass ich Atemnot  bekam und in große Panik geriet, da ich Angst hatte zu ersticken.  Aufgrund der Penetration kam es zu Blutungen aus meinem After.)</p>
<p>Zur rechtlichen Einordnung des ersten Missbrauchsgeschehens wird auf  die o. g. Ausführungen verwiesen. Die Tathandlungen 1.-10. stellen einen  sexuellen Missbrauch von Kindern gemäß § 176 Abs. 1 StGB a. F. dar, da  das Eindringen in den Körper erst seit 1998 als schwerer sexueller  Missbrauch eigenständig strafbar ist.</p>
<p>Sofern Handlungen nach dem 14. Lebensjahr stattgefunden haben  sollten, leider kann ich mich nicht an mein genaues Alter bei Ende der  Missbrauchshandlungen erinnern, handelt es sich um einen sexuellen  Missbrauch von Jugendlichen. Durch den vorangegangenen sexuellen  Missbrauch und die ständige Betonung, dass ich als damals sehr gläubiges  Kind einen Dienst an Gott erfüllen müsse und entsprechend bei  Unbotmäßigkeit keinerlei Vergebung erwarten könne, wurde hier eine  Zwangslage geschaffen, sodass § 182 Abs. 1 Nr. 1 StGB erfüllt ist.  Darüber hinaus wurde die fehlende Fähigkeit zur sexuellen  Selbstbestimmung ausgenutzt, sodass auch die Tatbestandsalternative Abs.  2 Nr. 1 gegeben ist. Ich hatte keinerlei sexuelle Erfahrung jenseits  der bisher erlebten Missbrauchshandlungen und dies war dem  Gemeindepfarrer auch bewusst. Ihm war, auch durch vergangene  erfolgreiche Manipulationsversuche, durchaus klar, dass er mich mit  seiner Macht, mich als sündig darzustellen und gleichzeitig die  Verweigerung einer Vergebung und Strafe Gottes anzudrohen vollkommen in  der Hand hatte.<br />
Das unter Ziffer 11. Beschriebene ist als sexueller Missbrauch von  Kindern gemäß § 176 Abs. 5 Nr. 3 a. F. einzuordnen; sofern man die  Absicht einer sexuellen Erregung hier nicht annehmen will, jedenfalls  aber als Verbreitung pornographischer Schriften gemäß § 184 Abs. 1 Nr. 1  StGB zu werten.</p>
<p>Das unter Ziffer 12. Beschriebene stellt eine mehrfache  tateinheitlich begangene Vergewaltigung gemäß § 177 Abs. 3 Nr. 1, 2.  Alternative a. F. dar.</p>
<p>Zum Randgeschehen ist festzuhalten, dass sich die sexuellen  Handlungen stetig steigerten. Neue Handlungen wurden mir gleichsam als  besondere Prüfung wegen aufgeladener Schuld (z. B. Fernbleiben aufgrund  Krankheit oder Urlaub) dargestellt. Immer wurden diese verbrämt als  Initiierung auf einem Weg, den Gott für mich ausgesucht habe.  Aufkeimender Widerstand wurde sofort geahndet als schwere Verfehlung  gegen Gott und den für mich bestimmten besonderen Weg.</p>
<p>Ich war seinerzeit nicht in der Lage, mich meinen Eltern  anzuvertrauen, andere Vertrauenspersonen gab es nicht. Aufgrund meiner  starken Hörbehinderung, die seit Geburt bei mir vorlag, war ich auch  unter Gleichaltrigen eher ein Außenseiter und hatte keine Freunde. Meine  Mutter war sehr fromm und bestand darauf, dass ich zur Beichte ging,  auch nachdem ich zaghaft versuchte, hierfür Ausreden zu finden. Die  Autorität des Gemeindepfarrers verhinderte überdies, auch nachdem die  Übergriffe schwerer wurden, diesem etwas Unbotmäßiges zu unterstellen.  Darüber hinaus rief das Geschehene bei mir große Scham- und  Schuldgefühle hervor.</p>
<p>Zu den Folgen: Trotz meiner hochgradigen Schwerhörigkeit kam ich in  der Grundschule und zunächst in der Hauptschule gut zurecht. Mit  fortschreitendem Missbrauchsgeschehen entwickelte ich jedoch eine  Konzentrations- und Angststörung, hatte nächtliche Alpträume und fiel in  meinen schulischen Leistungen erheblich ab.</p>
<p>Erst nach der Vergewaltigung fand ich den Mut, nicht mehr den  Anweisungen des Priesters zu folgen und von diesem fern zu bleiben.  Daher ging ich auch nicht mehr zum sonntäglichen Gottesdienst, wie meine  Mutter dies wollte, sondern schaute stattdessen einer Runde Jungen beim  Kartenspiel im Pfarrheim zu. In dieser Kartenrunde, welche sich wenig  später räumlich gesehen in eine nahegelegene Kneipe verlagerte, in der  um Geld gespielt und Alkohol konsumiert wurde, konnte ich schließlich  mit aufgenommen werden. Ich entwickelte eine Sucht nach beidem, denn  dies ermöglichte mir die maximale Ablenkung von den traumatischen  Erinnerungen und den in diesem Zusammenhang entwickelten Ängsten.</p>
<p>Mit dem Einstieg ins Berufsleben verstärkte sich der Alkoholkonsum.  Gleichzeitig arbeitete ich extrem viel, denn auch das ermöglichte eine  Abschaltung meines »Dämons«, wie ich die Erinnerung an die schrecklichen  Geschehnisse benannt habe. Als ich in alkoholisiertem Zustand in meinem  Heimatort von einer Polizeistreife gestoppt werden sollte, glaubte ich  auf dem Beifahrersitz des Polizeifahrzeugs den Gemeindepfarrer zu  erkennen, verlor daraufhin völlig die Kontrolle über mich und flüchtete.  Aufgrund dieses Vorfalls verurteilte man mich zu einer Geldstrafe und  längerem Fahrverbot. Der Führerschein wurde mir entzogen. Ich arbeitete  exzessiv als Organisationsprogrammierer oft zwischen 12 und 14 Stunden  am Tag. An den Wochenenden betrank ich mich nach wie vor. Arbeitsplätze  verließ ich wegen Lappalien, entspannende, kreative Freizeit oder Urlaub  konnte ich mir psychisch nicht leisten, ohne dass Erinnerungen  hochkamen.</p>
<p>Mein Leben bestand fast ausschließlich daraus, über Arbeit, Alkohol  und Spiel zu verdrängen oder dies zumindest zu versuchen. Immer wenn ich  weder beschäftigt noch betrunken war, erlitt ich schwere Flashbacks.  Aufgrund des exzessiven Alkoholkonsums kam es zu Schlafstörungen, die  ich mit Schlafmitteln bekämpfte. Meine Alkoholsucht konnte ich seit  Anfang meiner Arbeitsunfähigkeit ablegen. Ich leide dennoch weiterhin an  den massiven Schlafstörungen und kann nur durch die Hilfe eines  verschreibungspflichtigen Medikaments zu einer halbwegs annehmbarer  Nachtruhe gelangen.</p>
<p>Erst im Alter von 28 Jahren konnte ich eine Beziehung (zu meiner  jetzigen Frau) eingehen. Je mehr ich es schaffte, Ordnung in mein  bisheriges Leben zu bringen und je weniger meine Arbeit mich forderte,  je heftiger kamen die Erinnerungen und damit erneut deren Bekämpfung mit  Alkohol zurück. Da ich auch meiner Frau nichts über den Missbrauch in  meiner Kindheit berichtet hatte, belastete mein Alkoholkonsum die Ehe  sehr und es kam sogar zu einer vorübergehenden Trennung.</p>
<p>Der extreme Alkoholkonsum verursachte überdies eine Schädigung meiner  Bauchspeicheldrüse, führte schließlich zu einer (insulinpflichtigen)  Diabetes Typ II Erkrankung und einer diabetischen Polyneuropathie. Wegen  dieser Erkrankung bin ich seit dem 14.03.2006 arbeitsunfähig und muss  regelmäßig hochdosierte Schmerzmittel einnehmen.</p>
<p>Typische Folgeerscheinungen traumatischer Erfahrungen durch sexuellen  Missbrauch sind vor allem bei Jungen, unter anderem sozialer Rückzug,  eigen- oder fremdaggressives Verhalten und Suchtmittelmissbrauch. Über  das Geschehene zu sprechen ist für viele Opfer unmöglich, da ‚Gefühle  von Scham, Schuld und Ohnmacht dominieren, die ihrerseits kaum  auszuhalten sind. Das Leben wird darauf ausgerichtet, Mechanismen der  Verdrängung zu suchen und anzuwenden. In meinem Fall war dies das  Suchtmittel Alkohol und Spiel, sowie Arbeit. Wie bereits geschildert,  war mir ein normales Leben nicht möglich, denn mit der Normalität kam  immer auch mein »Dämon« zurück.</p>
<p>Zur kirchlichen Verantwortung ist so viel zu sagen, dass  Religionsgemeinschaften des öffentlichen Rechts und deren Beamte unter §  839 BGB fallen. Die Körperschaft haftet daher bei Pflichtverletzungen  eines Amtsträgers. Unerlaubte Handlungen, ausgeübt im Rahmen des Amtes  stellen stets eine Amtspflichtverletzung dar. Dass hier eine vornehmlich  sakramentale Handlung als Vorwand genutzt wurde, um ein Kind langsam  für weitere sexuelle Handlungen gefügig zu machen, ist besonders  verwerflich. Dies zeigt eindeutig die Verantwortung der Kirche für das  Handeln des Gemeindepfarrers. Diesem wäre es ohne sein Priesteramt nicht  möglich gewesen, den jahrelangen sexuellen Missbrauch an mir zu  verüben. Dieser konnte lediglich beginnen, weil ich die Beichte  abgenommen haben wollte und sich der Priester meine damalige  Gottesfurcht zu meiner Gefügigmachung zunutze machte. Aufgrund der Würde  und Autorität seines Amtes konnte dieser sicher sein, dass seinen  Anordnungen Folge geleistet würde. Dieser war sich auch gewiss, dass die  Ungeheuerlichkeit seines Handelns verborgen bleiben würde.</p>
<p>Wenngleich eine Verfolgungsverjährung vorliegt und gegen die  Geltendmachung einer Schmerzensgeldforderung die Einrede der Verjährung  geltend gemacht werden kann, bin ich davon ausgegangen, dass die Kirche  bereit ist, Verantwortung zu tragen. Wenn ein Priester im Zuge seiner  Amtsausübung ein Kind sexuell missbraucht, am Ende sogar vergewaltigt  und hierdurch für den Rest seines Lebens schwer geschädigt hat, muss die  Institution Kirche haften, ob dies nach geltender Rechtsprechung  »verjährt« ist oder nicht.</p>
<p>Meine Überlegungen zu dem »geforderten« Schmerzensgeld gründen  darauf, dass mir durch den sexuellen Missbrauch die Möglichkeit eines  normalen Lebens genommen wurde. Wie einem zu Unrecht Inhaftierten (§ 7  Abs. 23 StrEG) steht mir hierfür eine Entschädigung zu. Mein Gefängnis  war keine Haftanstalt mit Mauern aus Stein, vielmehr trug ich dieses  immer mit mir herum. Versuche dem zu entkommen, führten zu meiner  schweren Erkrankung. Der errechnete minimalste  Gesamtentschädigungsbetrag von 356.000,– € resultiert aus der  Multiplikation der (mindestens) 40 vergangenen Jahre seit Beginn meines  Martyriums mit dem Tagesentschädigungssatz nach StrEG in Höhe von 25,–  €.</p>
<p>Der errechnete Betrag enthält weder die Kosten für die derzeit  bereits entstehenden Zuzahlungen für Medikamente, Therapien und  Ähnlichem, noch für die künftig zu erwartenden krankheitsbedingten  Zusatzkosten für die irreversiblen Schädigungen meiner Gesundheit. Die  prognostische Beurteilung des künftigen Verlaufs meiner Erkrankungen  deutet (nach allgemeiner ärztlicher Erfahrung) mit hoher  Wahrscheinlichkeit auf eine weitere negative Entwicklung hin. Im  schlimmsten Fall sind (Teil-) Lähmungen, Erblindung, Nierenversagen,  sonstige Organschäden und Ähnliches zu befürchten. Wenn man diese  weiteren Eventualitäten mit abdecken wollte, käme Idealerweise die  zusätzliche Zahlung einer monatlichen Rente in Betracht.</p>
<p>Soweit nun die Schilderung des an mir begangenen Missbrauchs und  seiner erheblichen negativen Folgen für meinen bisherigen Lebensverlauf.</p>
<p>Ich habe diese Fakten der zuständigen Diözese Speyer zunächst Anfang  Februar diesen Jahres schriftlich vorgetragen. Daraufhin machte die  Diözese den Vorschlag einer persönlichen Besprechung mit einem  kirchlichen Missbrauchsbeauftragten in den Räumen des Bistums Speyer,  den ich verständlicherweise zurückgewiesen habe. Aus naheliegenden  Gründen möchte ich über einen Schriftwechsel hinaus keinesfalls in  irgendeiner Weise mit Kirchenvertretern in Kontakt treten.<br />
Das Bistum Speyer gab keine Stellungnahme zu meinen Vorwürfen oder der  Schmerzensgeldforderung ab und hat dies im Übrigen bis heute nicht  getan. Ich war deshalb gezwungen, eine Rechtsanwältin mit der  Durchsetzung meiner Ansprüche zu beauftragen, obwohl ich mir diese  finanziell nicht leisten kann. Ein anwaltliches Schreiben von Mitte  April 2010 blieb ohne substanziierte Rückantwort des Bistums. Ein  eindringliches Erinnerungsschreiben meiner Anwältin von Anfang Mai 2010  blieb bisher unbeantwortet. Daraufhin habe ich das Bistum informiert,  dass ich mich in einem offenen Brief an Sie wenden werde, um diese  unsägliche Verhaltensweise für jedermann offenzulegen.</p>
<p>Auch dies hat die Institution Kirche in keiner Weise berührt. Die  Einrichtung einer Ombudsmannstelle ließe den Schluss zu, dass das Bistum  Speyer sich dieser Verantwortung stellen will. Allerdings handelt es  sich bei der Person, die diese neugeschaffene Stelle nun innehat um  einen Rechtsanwalt, der üblicherweise als Strafverteidiger auftritt.  Dies ist ein weiterer Beleg dafür, dass zumindest das Bistum Speyer  nicht an den Opfern oder deren weiterem Schicksal interessiert ist. Dort  werden offenbar nur Überlegungen angestellt, wie dieses die  berechtigten Forderungen von Opfern zurückweisen und die in ihren Reihen  befindliche Täterschaft schützen kann.</p>
<p>Ein derartiges Verhalten einer Institution mit einem solch hohen  moralischen Anspruch an sich selbst, wie ihn die katholische Kirche in  der Öffentlichkeit gerne plakativ zur Schau stellt, ist unerträglich und  inakzeptabel.</p>
<p>Der Bischöfliche Beauftragte für Missbrauchsfälle, Herr Bischof  Ackermann vom Bistum Trier wurde ebenfalls informiert und hat sich bis  jetzt in keiner Weise dazu geäußert. Ich bin über dessen öffentliche  Auftritte, sei es bei der Talkshow Beckmann oder bei  Podiumsdiskussionen, wie beispielsweise dem ökonomischen Kirchentag,  entsetzt. Herr Bischof Ackermann wird der ihm übertragenen Aufgabe in  keiner Weise gerecht, besticht durch Inkompetenz und verlegenes  Geplapper, spätestens, wenn es um die Belange von Opfern geht.</p>
<p>Sich einerseits nicht um rechtliche Schranken zu kümmern, die der  Gesetzgeber erlassen hat (=bisheriger Umgang mit Tätern) und sich  andererseits dahinter zu verbergen suchend (=Verjährung bei  Entschädigungsforderungen von Opfern) zeugt von einer Art  Realitätsverlust gepaart mit absoluter Gefühlskälte. Viele Opfer fallen  früher oder später aufgrund der Tatfolgen in irgendeiner Weise dem  Sozialsystem zur »Last«, sei es durch medizinische, ärztliche oder  soziologisch bedingte Versorgungsleistungen des Staates und der  Medizinsysteme. Dies ist eine Ungerechtigkeit gegenüber den nicht der  katholischen Glaubensgemeinschaft angehörigen Bürgern, denn diese  sollten nicht für die Tatfolgen von katholischen Geistlichen aufkommen  müssen.</p>
<p>Durch meine Umschau nach einer Hilfsorganisation, welche sich für  Opferbelange einsetzt, bin ich auf »netzwerkB e.V.« aufmerksam geworden.  Der Sprecher des noch jungen Vereins, Herr Norbert Denef, wurde selbst  als Kind und Jugendlicher sexuell missbraucht und kann sich deshalb gut  in die Sorgen und Nöte der Opfer hineinversetzen. Herr Denef scheut sich  nicht vor publikumswirksamen Einsätzen, um gegen das Vergessen und  Stillschweigen anzukämpfen und ist überall zu finden, wo dieses Thema  derzeit in irgendeiner Form besprochen wird. Da ich dieses Vorgehen sehr  schätze, werde ich durch meinen Beitritt und meine aktive Mitarbeit, im  Rahmen meiner Möglichkeiten, die Arbeit dieses Vereins künftig  ehrenamtlich mit unterstützen.</p>
<p>Ich hoffe sehr darauf, dass Sie Frau Dr. Merkel, den Mut und die  Kraft haben, der katholischen Kirche mit Entschlossenheit  entgegenzutreten und diese zu einem fairen Umgang mit den berechtigten  Forderungen von allen Opfern zu bewegen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>die Familie für Millionen Kinder der &#8216;gefährlichste Ort</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/05/18/die-familie-fur-millionen-kinder-der-gefahrlichste-ort/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/05/18/die-familie-fur-millionen-kinder-der-gefahrlichste-ort/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 18 May 2010 14:02:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Offener Brief
von Peggy Borchert, Winden, 19. April 2010
Sehr geehrte Damen und Herren,
In einer Zeit, in der das Thema der sexuellen Gewalt gegenüber Kindern soviel mediale Aufmerksamkeit erlangt hat, drängt es mich, Ihnen einmal &#8220;ein wenig&#8221; aus der Praxis im Umgang mit den Betroffenen zu berichten, die &#8211; das sei vorausgeschickt &#8211; katastrophal retraumatisierend, demütigend und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief</p>
<p>von Peggy Borchert, Winden, 19. April 2010</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br />
In einer Zeit, in der das Thema der sexuellen Gewalt gegenüber Kindern soviel mediale Aufmerksamkeit erlangt hat, drängt es mich, Ihnen einmal &#8220;ein wenig&#8221; aus der Praxis im Umgang mit den Betroffenen zu berichten, die &#8211; das sei vorausgeschickt &#8211; katastrophal retraumatisierend, demütigend und entwürdigend ist.</p>
<p>Es wird momentan viel über die Prävention von Übergriffen gegen Schutzbefohlene diskutiert. Dabei gerät in den Hintergrund, dass die überwiegende Mehrheit der von Gewalt betroffenen Kinder diese nicht in der Schule oder anderen Institutionen erleben muss, sondern im eigentlichen &#8220;Schutz&#8221;raum Familie. Die Zahl der Menschen, die in ihrer Kindheit und in der Folge dessen ihr Leben lang mit den Auswirkungen komplexer Traumatisierungen zu kämpfen haben, kann nur geschätzt werden, da die Dunkelziffer sehr hoch ist. Laut UNICEF ist &#8220;die Familie für Millionen Kinder der &#8216;gefährlichste Ort&#8217;&#8221;. In der Studie &#8220;Gewalt gegen Kinder&#8221;, die 2006 veröffentlicht wurde, ist davon die Rede, dass jedes Jahr über 200 Millionen Kinder und Jugendliche in ihren Familien Zeuginnen und Zeugen von Gewalt werden und dass allein in Deutschland jede Woche zwei Kinder an den Folgen schwerer Misshandlungen sterben.</p>
<p><a href="http://initiative-phoenix.de/page11.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Denn ich glaube nicht</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/05/06/denn-ich-glaube-nicht/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/05/06/denn-ich-glaube-nicht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 May 2010 05:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=2772</guid>
		<description><![CDATA[Liebe ForumsteilnehmerInnen,
anlässlich der Teilnahme von Herrn Ackermann bei einer Gesprächsrunde  der Talkshow Beckmann, musste ich mich als Mitopfer dermaßen über  diesen “Geistlichen” ärgern, dass ich Ihm daraufhin eine Email sandte,  welche dieser vermutlich nie beantworten wird.
Wer ihn deshalb fragen möchte, kann dies unter der folgenden  Email-Adresse des Bistums Trier versuchen: bischofshof@bgv-trier.de
Nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe ForumsteilnehmerInnen,</p>
<p>anlässlich der Teilnahme von Herrn Ackermann bei einer Gesprächsrunde  der Talkshow Beckmann, musste ich mich als Mitopfer dermaßen über  diesen “Geistlichen” ärgern, dass ich Ihm daraufhin eine Email sandte,  welche dieser vermutlich nie beantworten wird.</p>
<p>Wer ihn deshalb fragen möchte, kann dies unter der folgenden  Email-Adresse des Bistums Trier versuchen: <a href="mailto:bischofshof@bgv-trier.de">bischofshof@bgv-trier.de</a></p>
<p>Nun der zitierte Text aus meiner Mail vom 27.04.2010:</p>
<p>Anfang Zitat</p>
<p>Sehr geehrter Herr Ackermann,</p>
<p>als betroffenes Opfer (eine Abschrift des Schreibens an das Bistum  Speyer meiner Rechtsanwältin liegt Ihnen vor) bin ich mehr als  enttäuscht von Ihrer gestrigen Teilnahme an dieser Gesprächsrunde.</p>
<p>Offenbar sind Sie nur darin geübt, Predigten ohne wirklichen Inhalt  von sich zu geben, denn ich glaube nicht, dass Ihre gemachten Aussagen  auch nur einem einzigen Opfer einen konkreten Hinweis gegeben hätten,  wie diesen geholfen werden kann.</p>
<p>Auch den “Wink mit dem Scheunentor” haben Sie übersehen, denn hier  hätten Sie ohne großes Aufhebens und schlagartig “Sympathiepunkte”  sammeln können, als man Sie fragte, ob die Kirche bereit sei, für ein  bestimmtes Opfer die Rechtsanwaltskosten im Rahmen von 5-10.000 € zu  übernehmen, da diesem Opfer offenbar dieses Geld fehlt, um seine Rechte  durchsetzen zu können.</p>
<p>Aber nein, was tut der “Missbrauchsbeauftragte”, er fängt an zu  stammeln, seine “Predigt” ist empfindlich im Ablauf gestört und er  sammelt schlagartig noch mehr Minuspunkte für sich selbst und für die  katholische Kirche.</p>
<p>Anstatt in pragmatischer und spontaner Art und Weise, diesem Opfer  Unterstützung zuzusagen, haben Sie in meinen Augen wieder einmal mehr  bewiesen, dass die Kirche es nicht versteht mit diesem Problem  umzugehen.</p>
<p>Ihnen fehlt die geistige Flexibilität, einfach einmal wie ein  normales menschliches Wesen zu denken und zu handeln. Ich fürchte fast,  Sie sind auf eine Art auch ein Opfer, denn die kirchliche Lehre hat aus  Ihnen einen Aparatschik der Kirche und des Vatikans gemacht.</p>
<p>Wäre ich nicht bereits als Kind vom Glauben abgefallen, würde ich für  Sie beten.</p>
<p>Ende Zitat</p>
<p>Wer die Sendung auch gesehen hat, wird geneigt sein, mir zuzustimmen.  Inzwischen rechne ich nicht mehr mit einer Antwort, denn die Tat ist  wohl dann “verjährt”.</p>
<p>Herzliche Grüße an Alle</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief an Runder Tisch gegen Kindesmissbrauch &#8211; &#8220;Verantwortung verjährt nicht&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/05/03/offener-brief-an-runder-tisch-gegen-kindesmissbrauch-verantwortung-verjahrt-nicht/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 12:30:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Frau Schröder, sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger,  sehr geehrte Frau Prof. Dr. Schavan, sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,
ich bin weder ein kirchliches Opfer, noch ein institutionelles! Ich wuchs in einem Heim auf und wurde von Kleinkindalter an von meiner eigenen Mutter an den Wochenenden jahrelang verkauft an sadistische Täter, die mich bestialisch sexistisch misshandelten.
Durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Frau Schröder, sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger,  sehr geehrte Frau Prof. Dr. Schavan, sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,</p>
<p>ich bin weder ein kirchliches Opfer, noch ein institutionelles! Ich wuchs in einem Heim auf und wurde von Kleinkindalter an von meiner eigenen Mutter an den Wochenenden jahrelang verkauft an sadistische Täter, die mich bestialisch sexistisch misshandelten.</p>
<p>Durch die schockierenden unzählig nun endlich an die Öffentlichkeit geratenen sexuellen Missbräuche dank der mutigen Betroffenen kam mir kürzlich auch mein bisher letztes und grauenvollstes abgespaltenes Trauma ins Bewusstsein!<span id="more-2705"></span></p>
<p>Nun stehe ich im Alter von fast 50 Jahren wieder am Anfang, um die an mir in meiner Kindheit verübten sexuellen Gewalttaten und Verbrechen zu verarbeiten, (oder beharren Sie weiterhin darauf, diese Gewalttaten bagatellisiert als „Vergehen“ im Gesetz zu verankern?)</p>
<p>Trotz meiner vor ca. 13 Jahren beendeten Therapie bekomme ich keinen Fuß mehr in die Türe des Arbeitsmarktes. Ich muss heute als qualifizierte Erzieherin und Werklehrerin von Leistungen des SGB II leben, vom Existenzminimum! Und das nicht aus eigenem Verschulden! Meine Seele blutet seit nun fast 50 Jahre!</p>
<p>&#8220;Verantwortung verjährt nicht!&#8221;</p>
<p>Bleiben die von Ihnen, sehr geehrte Fr. Schröder ausgesprochenen Worte leere Phrasen, oder wollen Sie mit den Verantwortlichen am Runden Tisch endlich die in unserem Lande bestehende Täterlobby durchbrechen?</p>
<p>Ich bin Eine von Vielen, die erst im Alter von 30, 40 Jahren aus ihrer Teilamnesie erwachte aufgrund von plötzlich eingetretenen körperlichen sowie seelischen Totalzusammenbruchs! Betroffene schweigen nicht aus Lust und Laune jahrelang, oder weil sie zu feige sind.</p>
<p>Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Schavan, Ihnen als Bundesministerin für Bildung und Forschung müssten folgende Forschungsergebnisse mittlerweile bekannt sein. Diese haben ergeben, je schwerer und bestialischer die sex. Misshandlungen sind, je früher sie beginnen und umso vertrauter der Täter ist, desto tiefer sitzt das Trauma.</p>
<p>Sie, sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger wollen die Verjährungsfrist auf 30 Jahre anheben. Übersetzt hieße das: Alle Opfer, die durch extreme Traumatisierungen aufgrund unvorstellbarer sexistischer Gewalt es innerhalb dieser Frist noch nicht „geschafft“ haben, ihre Teilamnesie zu lösen, trifft das Nachsehen.</p>
<p>Im Klartext bedeutet es: Je schwerer zukünftig Täter ihre Opfer traumatisieren, und je heftiger sie diese unter psychischen Druck setzen, desto mehr dürfen sich zukünftig diese Perverslinge in Sicherheit wiegen.</p>
<p>Ist das Ihr Ziel, das Sie in Deutschland zum Schutze unserer Kinder zukünftig erreichen wollen?<br />
Ist das die Übersetzung der magischen drei Worte: „Verantwortung verjährt nicht“?</p>
<p>Begeht ein deutscher Bürger einen bewaffneten Banküberfall und ist auf der Flucht, wird er zur internationalen Fahndung ausgeschrieben. Er muss dabei noch gar keinen getötet haben!</p>
<p>Traumatisierte Betroffene eines Banküberfalls bekommen automatische Hilfe zugesprochen. Sie müssen nicht erst verzweifelt suchen, wie sie mit ihrem Trauma zukünftig zurechtkommen. Betroffene von sex. Misshandlungen, die Jahre später erst an ihr Trauma stoßen, stehen völlig im Regen, sollen sich selbst in ihrem Schockzustand kümmern, wo sie Hilfe finden, müssen sich Amtsarztuntersuchungen unterziehen, haben keinen Anspruch auf Dienstausfallsleistungen, werden auf ein Abstellgleis gestellt, beziehen irgendwann eine kleine Rente, oder Harz IV -Leistungen, weil sie aufgrund ihres Zustandes nicht mehr in der Lage sind, einer Arbeit nachzugehen.</p>
<p>Opfer sex. Misshandlungen dürfen nach Ablauf der Verjährungsfrist im Zivilrecht ihr jahrelanges durch das Trauma ausgelöstes Schweigen nicht einmal den Namen des Täters erwähnen, da sie sonst durch ihren Seelenmörder wegen Verleumdung angeklagt werden dürfen. Welch ein Hohn!</p>
<p>Der Täter hat bis zu diesem Zeitpunkt in keinster Weise für seine Tat büßen müssen, weil sein Opfer stumm gemacht wurde durch die schwere Traumatisierung, und nun – wo es dann endlich die Sprache wiedergefunden hat, darf es dank eines täterfreundlichen Gesetzes nicht mehr reden. Glauben Sie wirklich, dass dies im Sinne der Bürger ist, der Eltern – die ihre Kinder in Liebe großziehen? Wir Deutschen stellen uns in der Öffentlichkeit gerne als familienfreundliches, soziales Land dar. Ist das familienfreundlich und sozial?</p>
<p>Sie rechnen nach wie vor damit, dass der Normalbürger über die Konsequenzen der Verjährungsfrist nicht im Bilde ist! Sie irren, inzwischen sind sich über 80% dieser Ungerechtigkeiten und deren fatalen Folgen bewusst!</p>
<p>Ein Kind darf in Deutschland ungehindert sexuell misshandelt werden, sei es von kirchlichem Würdenträger, von angeblichen „pädagogischen“ oder „ärztlichen“ Fachkräften, von eigenen Familienmitgliedern. Ihre Serientäter laufen heute unbeirrt dank der Verjährungsfrist im Zivilrecht durch die Lande und misshandeln munter und unbestraft weiter unsere Kinder, unsere nächste Generation Deutschlands. Ihnen fehlt bis heute der Mut, die katholische Kirche den gesetzlichen Regelungen auszusetzen. Es ist hinreichend bekannt, dass unzählige Akten in den jeweiligen Institutionen und Bistümer in den Archiven liegen. Jede Akte ein Zeugnis von unendlichem Leid. Sie schützen die Täter! Ich fordere Sie auf, eine Anzeigepflicht und die Aufhebung der Verjährungsfrist im Zivilrecht bei sexueller Gewalt gesetzlich zu verankern, damit hindern Sie Täter, sich weiterhin trotz Mitwisser an unsere Kinder zu vergreifen!</p>
<p>Es wäre Ihre Aufgabe, sehr geehrte Fr. Leutheusser-Schnarrenberger, als Bundesjustizministerin für die Einhaltung unserer Gesetze zu sorgen, sei es von Würdenträgern oder von jedem anderen Bürger des Landes. Sie haben das Recht, für all diese Einrichtungen eine Großrazzia einzuleiten. Warum zögern Sie so lange? Sind Sie der „Kirche“ etwas schuldig???</p>
<p>Wollen wir ein Land voller Täter und Opfer züchten? Eines Tages wird es keine „Unbetroffene“ mehr geben, wenn dem nicht endlich mutig und konsequent ein Schlussstrich gezogen wird mittels Gesetze, die unsere Kinder schützen und nicht die Täter!!!</p>
<p>Helmut Kohl ging in die Geschichte ein, weil er Realität werden ließ, worüber niemand je zu träumen gewagt hatte. Mutig und konsequent ging er zielstrebig seinem Ziel entgegen, unbeirrt davon, was Zweifler, Zögerer und Gegner von sich gaben. Er ließ die Mauern fallen, die Jahrzehnte lang ein Volk voneinander trennten.</p>
<p>Zeigen Sie, dass Sie auf der Seite der Wähler stehen, die in einer Umfrage mit über 80% für die Aufhebung der Verjährungsfrist im Zivilrecht abgestimmt haben!</p>
<p>Zeigen Sie, dass Sie im Sinne des Volkes handeln. Sie wurden als Vertreter des Volkes gewählt!</p>
<p>Enttäuschen Sie Ihre Wähler nicht! Jetzt können Sie beweisen, dass Sie das in Sie gesetzte Vertrauen nicht enttäuschen werden!</p>
<p>Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann, Sie wollen von Betroffenen hören, was Sie in ihrer Situation gebraucht hätten und auch heute noch benötigen! Wir Betroffene wollen nicht mehr von anderen vertreten werden. Wir wollen uns am Runden Tisch gegen sexuellen Kindesmissbrauch selbst vertreten.</p>
<p>Sehr geehrte Frau Schröder, als Mitarbeiterin von netzwerkB fordere ich Sie auf, mit uns in gleicher Augenhöhe zu diskutieren und nach akzeptablen Lösungen zu streben.</p>
<p>Hochachtungsvoll</p>
<p>Sarah Mohn<br />
Mitarbeiterin von netzwerkB</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kindheitsforscherin Alice Miller – von den Medien ignoriert?</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/04/28/kindheitsforscherin-alice-miller-%e2%80%93-von-den-medien-ignoriert/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 14:13:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung vom 26.4.10
Mit Interesse habe ich den Artikel von Heribert Prantl gelesen; die vertretenen Thesen überzeugen nicht nur, sondern zeugen auch von einer ordentlichen Portion Empathie mit dem geschlagenen Kind. Ich frage mich nur, warum weder in diesem noch in irgendeinem anderen Artikel, der in den letzten Wochen im Zusammenhang mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung vom 26.4.10</p>
<p>Mit Interesse habe ich den Artikel von Heribert Prantl gelesen; die vertretenen Thesen überzeugen nicht nur, sondern zeugen auch von einer ordentlichen Portion Empathie mit dem geschlagenen Kind. Ich frage mich nur, warum weder in diesem noch in irgendeinem anderen Artikel, der in den letzten Wochen im Zusammenhang mit Gewalt und Missbrauch an Kindern in den Medien erschienen ist, mit irgend einem Wort die umfangreichen und in zahlreichen Büchern dokumentierten Studien der Schweizer Psychotherapeutin und Kindheitsforscherin Alice Miller erwähnt werden.<br />
Wenn es irgend jemanden auf der Welt gibt, der sachkundig und höchst fundiert darüber Auskunft geben kann, welchen Schaden Gewalt in Kinderseelen anrichtet, dann ist das wohl Alice Miller mit ihren Büchern  Am Anfang war Erziehung  &#8211;  Das Drama des begabten Kindes  &#8211;  Du sollst nicht merken (um nur einige wenige zu nennen &#8230;).<br />
Aber seltsamerweise ignorieren alle Medien in scheinbar still schweigender Übereinstimmung konsequent diese einzigartige Fachfrau in Sachen gewaltfreie Erziehung.<br />
Könnte das daran liegen, dass Alice Miller immer wieder die eminent wichtige Rolle, die ELTERN im Leben ihrer Kinder spielen, untersucht? Bevor Kinder der Gewalt von Lehrern, Priestern, Jugendleitern zum Opfer fallen, haben sie viele Jahre ihres Lebens unter dem all umfassenden Einfluss ihrer Eltern verbracht. Die Eltern sind es, die das Fundament für das gesamte spätere Leben ihrer Kinder legen, denn sie sind die ersten und wichtigsten Bezugspersonen im Leben eines jeden Erdenbürgers.<br />
Hierüber hat Alice Miller mehrere Jahrzehnte ihres Lebens geforscht und ausführlich berichtet. Warum bedienen sich die Medien nicht an diesem überreichen Forschungsfundus?</p>
<p>Dies fragt<br />
Karin Gause<br />
Mendelssohnweg 8<br />
31319 Sehnde</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>An den &#8220;Runden Tisch&#8221; gehören Betroffene!</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/04/27/an-den-runden-tisch-gehoren-betroffene/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 13:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Verehrte Frau Ministerin Bergmann,
gerade habe ich nach ewigen Recherchen ihre Mail-Anschrift erhalten.
Es ist äußerst begrüßenswert, dass nach einer &#8220;mittleren Ewigkeit&#8221; nun tatsächlich eine zentrale, bundeseinheitliche Anlaufstelle für Betroffene existiert, die nicht in klerikaler Trägerschaft ist.
Hoffentlich findet ihre Anschrift die notwendige bundesweite Verbreitung, die sie verdient.
Obwohl ich als Betroffener des Jesuitenorden Aloisius-Kolleg Bad Godesberg 1950-1953, nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verehrte Frau Ministerin Bergmann,</p>
<p>gerade habe ich nach ewigen Recherchen ihre Mail-Anschrift erhalten.</p>
<p>Es ist äußerst begrüßenswert, dass nach einer &#8220;mittleren Ewigkeit&#8221; nun tatsächlich eine zentrale, bundeseinheitliche Anlaufstelle für Betroffene existiert, die nicht in klerikaler Trägerschaft ist.</p>
<p>Hoffentlich findet ihre Anschrift die notwendige bundesweite Verbreitung, die sie verdient.</p>
<p>Obwohl ich als Betroffener des Jesuitenorden Aloisius-Kolleg Bad Godesberg 1950-1953, nun endlich Gehör finden kann, finde ich es unerträglich, dass das Ausmaß des ganzen Skandals nach wie vor nicht mit offenen Zahlen und Daten veröffentlicht ist.</p>
<p>Was ehrlich öffentlich zu machen, noch am 18.5.2001 von Papst Benedikt XVI in seiner &#8220;Epistula de Delictis Gravioribus&#8221;  unter schärfster Strafe verboten wurde (Exkommunikation), wird heute de facto noch weiter unter den Teppich gekehrt. es gibt keinen einzigen Menschen, der wie dieser Papst, bei dem alle Fäden über Jahrzehnte zusammenliefen, so exakt die tausenden Fälle kennt. Er schweigt eisern weiter!</p>
<p>Wenn die Kirche wirklich aufklären wollte, dann bitte heraus mit den Daten!</p>
<p>An den &#8220;Runden Tisch&#8221; gehören Betroffene!</p>
<p>Herzliche Grüße</p>
<p>Prof. Dr. Gernot Lucas<br />
(z.zt. menton fr.)</p>
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		<item>
		<title>Offener Brief an Frau Dr. Christine Bergmann &#8211; Ein in Deutschland einzigartiges Netzwerk</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/04/27/offener-brief-an-frau-dr-christine-bergmann-ein-in-deutschland-einzigartiges-netzwerk/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Apr 2010 06:15:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=2586</guid>
		<description><![CDATA[Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs
11018 Berlin
E-Mail: kontakt@ubskm.bund.de
Fax: 03018/555 4 1555
- Ein in Deutschland einzigartiges Netzwerk -
Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,
in einem Interview am 17.04.2010 mit Herrn Martin Lutz bei Welt Online ist Ihre folgende Aussage zu lesen: „ Das Thema sexuelle Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch bewegt mich schon lange.“
Sie wurden zur „unabhängigen Bundesbeauftragten zur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs<br />
11018 Berlin<br />
E-Mail: kontakt@ubskm.bund.de<br />
Fax: 03018/555 4 1555</p>
<p>- Ein in Deutschland einzigartiges Netzwerk -</p>
<p>Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,</p>
<p>in einem Interview am 17.04.2010 mit Herrn Martin Lutz bei Welt Online ist Ihre folgende Aussage zu lesen: „ Das Thema sexuelle Ausbeutung, Gewalt und Missbrauch bewegt mich schon lange.“</p>
<p>Sie wurden zur „unabhängigen Bundesbeauftragten zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmiss-brauchs“ ernannt. Ein „Runder Tisch gegen sexuellen Kindesmissbrauch“ wurde eröffnet.</p>
<p>Als Betroffene von sexualisierter Gewalt möchte ich zur Begriffswahl „sexueller Missbrauch“ Stellung nehmen: <span id="more-2586"></span></p>
<p>Im Englischen wird von „sexual abuse“ gesprochen, wobei „abuse“ sowohl „Misshandlung“ als auch „Missbrauch“ bedeuten kann. Im Deutschen hingegen ist „sexueller Missbrauch“ eine ungeeignete Bezeichnung. Natürlich sind Kinder weder Gebrauchsgegenstände noch Verbrauchsgüter! Ein Kind dient nicht dem Gebrauch oder Verbrauch! Diese Begriffe werden in der Volkswirtschaft angewendet und treffen bei solchen Verbrechen keinerlei adäquate Aussagen, da diese Taten mit Gewalt, Machtausübung und Misshandlung einhergehen.</p>
<p>Ich würde es sehr begrüßen, wenn Sie sich für korrekte Begriffe wie „sexuelle Gewalt“ oder „sexuelle Misshandlung“ einsetzen und damit die Menschenwürde der Betroffenen, sowie der aktuellen und zukünftigen Opfer auch sprachlich gewahrt bleibt.</p>
<p>Gehen Sie bitte mit gutem Beispiel voran!</p>
<p>Die Hintergründe zu diesem Thema beleuchtet die Expertin Monika Gerstendörfer in ihrem Buch „Der verlorene Kampf um die Wörter“.</p>
<p>Ein in Deutschland einzigartiges Netzwerk von Betroffenen für Betroffene (NetzwerkB) diskutiert, recherchiert und erforscht wissenschaftliche Hintergründe, gesundheitliche und soziale Auswirkungen, Folgen sowie Reaktionen der Gesellschaft und Politik seit Jahren.</p>
<p>Wir sind die Experten für das Thema „sexuelle Misshandlung“, denn als Betroffene mussten wir am eigenen Leib erfahren, welche Hürden und Steine uns in den Weg gelegt wurden, als wir Hilfe benötigten! Wir tragen seit Jahrzehnten die an uns verübten Folgeschäden und wissen am besten, was deren Linderung dient und was nötig ist, um sexuelle Übergriffe einzudämmen bzw. zu verhindern.</p>
<p>Ich lade Sie in Ihrer Funktion als unabhängige Beauftragte ein, sich dafür einzusetzen, dass am „Runden Tisch“ nicht über die Opfer gesprochen wird, sondern mit ihnen. Wir Betroffene wollen uns selbst vertreten.</p>
<p>Die Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof gegen die Ablehnung der Petition ‘Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben’ durch den Deutschen Bundestag und die zusammengefassten Arbeitsthesen füge ich Ihnen gerne als Link bei!</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/petition" target="_blank">http://netzwerkb.org/petition</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/04/Arbeitsthesen-von-netzwerkB_10.4.10.pdf" target="_blank">http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2010/04/Arbeitsthesen-von-netzwerkB_10.4.10.pdf</a></p>
<p>Mehr über netzwerkB (Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt) finden Sie unter:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org " target="_blank">http://netzwerkb.org </a></p>
<p>Mit freundlichem Gruß<br />
Sarah Mohn</p>
]]></content:encoded>
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		<slash:comments>28</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Brief an Redaktion Maybritt Illner wg. Sendung &#8221; Spezial&#8221; am 23.04.2010</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/04/22/brief-an-redaktion-maybritt-illner-wg-sendung-spezial-am-23-04-2010/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/04/22/brief-an-redaktion-maybritt-illner-wg-sendung-spezial-am-23-04-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 17:43:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Redaktion, an Sie von einem Opfer:
Vielen Dank für die Initiative zu dieser Sendung, Sie leisten sehr wichtige Arbeit, die Ihnen vielleicht so gar nicht bewußt ist: sie retten Menschenleben, in dem Sie durch ihre Sendung denen,die Hoffnung auf Hilfe aufgegeben haben und auch sich selbst, Hoffnung anfangen, zuzulassen darauf, dass sich vielleicht doch etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Redaktion, an Sie von einem Opfer:</p>
<p>Vielen Dank für die Initiative zu dieser Sendung, Sie leisten sehr wichtige Arbeit, die Ihnen vielleicht so gar nicht bewußt ist: sie retten Menschenleben, in dem Sie durch ihre Sendung denen,die Hoffnung auf Hilfe aufgegeben haben und auch sich selbst, Hoffnung anfangen, zuzulassen darauf, dass sich vielleicht doch etwas verbessert.<br />
Und jedes einzelne gerette Leben läßt die Mörder nicht davon kommen.</p>
<p>Auch die jetzige, wenn auch enorme Öffentlichwerdung der Missbrauchsfälle stellt immer noch die Spitze des Eisbergs da.</p>
<p>Frau Dr. Bergmann als Missbrauchsbeauftragte der Regierung sagte letzte Woche in einem Interview, nun würde alles geprüft und eruiert und am Ende würde es wohl auch mal um Geld gehen: Da steht die Sache wieder auf dem Kopf.Wäre es all diesen Herrschaften ernst um die Opfer, würden sie angesichts der jetzigen Lage, dass so viele es wagen, aus ihren &#8221; Höhlen &#8221; zu kriechen zuesrt mal dem gerecht werden indem sie :</p>
<p>- durch finanzielle Soforthilfe alle seit vielen Jahren funktionierenden Opferauffangstellen wie Frauennotrufstellen, wie Zartbitter auch,die auf Spendenbasis und ehrenamtlichen Mitarbeitern arbeiten müssen und alle am Existenslimit arbeiten so ausgestattet, dass sie hier und heute jeden Hilfesuchenden auch helfen können</p>
<p>- es würde SOFORT wie die Frauenhäuser eine Einrichtung geschaffen, wo KInder und Jugendliche hin können und dort aufgenommen und versorgt werden, und auch mit den ebenso traumatisierten Eltern zusammen</p>
<p>- es würde allgemein gesprochen mal grundlegend die Situation verändert, dass das schwerverletzte Opfer, am Boden liegend, mit viel Mühe auf die Suche nach den Nischen in unserer Gesellschaft machen, wo überhaupt richtige Hilfe angeboten wird</p>
<p>- die Opfer genauso behandelt werden wie Schwerverletzte oder Unfallopfer mit &#8221; Intensivstation &#8221; und &#8221; Reha &#8221; etc.</p>
<p>- es würde dafür gesorgt, dass die Opfer NICHT mehr in der Psychiatrie landen als einzige Anlaufstelle besonders bei Suizidgefahr, weil hier dann nochmal viele Selbstmorde passieren, weil dort die Retraumatisierung oder das komlette &#8221; Zudröhnen &#8221; mit Medikamente zu großn ist weil bei dieser Erkrankung so stark sediert werden muss wegen der Schwere der Symphtomatik, man dann wegen der Sedierung zum &#8221; lebensunfähigen Zombie &#8221; wird, nur wenige Großstädte haben hier Fachabteilungen für Traumatologie</p>
<p>- also ein Soforthilfeplan zur Rettung von Leben eben den Suizidgefährdeten die heute Hilfe brauchen, die Blutspur an Toten<br />
wegen der Täter und wegen der völlig unzureichenden Hilfen muss gestoppt werden</p>
<p>- die Anerkennung, dass es sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung handelt</p>
<p>- dann die breite Aufklärung der tatsächlichen Folgen des Missbrauchs, der m.E. noch bar nicht begonnen hat um so überhaupt Verständnis für die  notwenigen Hilfen zu schaffen</p>
<p>-  die sofortige Bildung einer Kommssion, die sofort sich an die Arbeit macht diese Hilfen im Gesundeitssystem auch durchzusetzen, jetzige Situation: Krankenkassen gewähren entweder &#8221; Verhaltenstherapie&#8221; ( ind er Hoffung die geht am Schnellsten und ist am Billigsten)oder<br />
&#8221; tiefenpsychologisch fundierte&#8221; Therapien, die Traumatehrapie gar nicht beinhalten, die genehmigten Behandlungszeiten sind viel zu kurz, die wenigen fachkliniken sind völlig überbelegt und haben jahrelange Wartezeiten, kriegen dann 3 Monate Behandlungszeit gewährt, und dann evtl. nach schweren bürokratischen Kampf der Ärzte noch mal 3 Monate, danach muss ein Jahr verstreichen, bevor erneut ein Klinikaufenthalt  genehmigt werden, Endstation wieder : Psychiatrie</p>
<p>- die medizinischen Dienste sind so schlecht ausgebildet, aber zuständig  für die Genehmigung von Klinikaufenhalten, dass sie Traumatsierungen nicht mal erkennen können</p>
<p>die seit 20 Jahren in den USA auf den Erfahrungen und Forschungen nach dem Vietnam Krieg effektiven Behandlungsmethoden die viele Leben dort retten sind völlig unbekant und bezahlt von der Kasse werden sie schon gar nicht Bsp.: EMDR von Francine Shapiro entwickelt, Peter Levine Therapie</p>
<p>- die breite Veröffentlichung der Medien (endlich) was die Folgen von Missbrauch wirklich sind, konkrete Beschreibung der Symptome, was m.E. noch gar nicht angefangen hat, wie es KIndern und Jugendlichen und dann bei Nichthilfe Erwachsenen WIRKLICH und im Alltag geht</p>
<p>- dazu gehört das Schaffen des Verständnisses dafür, dass es sich bei der Ausbildung der schweren Symptomatik um Schutzfunktionen der menschlichen Psyche handelt,wie die &#8220;Abspaltung&#8221;, das nichts mehr fühlen, das Totstellen des Körpers ( Seelenmord) als Schutz vor Tod und Wahnsinn</p>
<p>- dass die dann ausgebildete Symptomatik aber auch nicht überlebensfähig ist, sondern dann behandlet werden muss &#8211; hier beginnt für die Opfer die<br />
&#8221; Quadratur des Kreises &#8221;</p>
<p>- das die &#8221; Abspaltung&#8221; bedeutet, in einer Art von &#8221; Autismus&#8221; zu leben, als ob man in einem tiefen Brunnenschacht seine Existenz fristet, ein lebendiges Totsein, nichts dringt hinein, nichts hinaus,viele lebenswichtigen Nervenstränge bleiben gelämt, nicht nur Gefühle auch die Instintebene, das Vegetativum etc. in schweren Fällen ist selbst die Regulierung von Grundfunktionen wie Essen, Schlafen, Verdauung nicht mehr möglich, da auch diese nicht mehr gesprürt werden sondern von außen künstlich reguliert werden müssen</p>
<p>-dieser Zustand triggert die Selbstverletzungstendenzen, die auch NICHT willentlich steuerbar sind, sondern Teil der Symptomatik,trotzdem ist es auch in Fachkliniken aus rechtlichen Gründen Gang und Gebe, den  Patienten zu sagen : Einmal ritzen und du bist wieder in der Psychiatrie,<br />
( um dort wieder &#8221; vollgedröhnt zu werden &#8220;) und genauso wird dies auch umgesetzt,</p>
<p>-diese abgelöst von &#8221; Flash backs &#8221; d.h. des plötzlichen und attackeweisen Durchbruchs der Gefühle des Traumas selbst, Todesängste, Herzrasen, Panickattacken, Erbrechen, der &#8220;Kopf platzt&#8221; etc. wobei am Anfang dieser Symptomatik das Trauma selbst noch gar nicht erinnert wird<br />
sondern lediglich fragmentisiert wahrgenommen</p>
<p>um Ihnen einen &#8221; Vorgeschmack &#8221; der tatsächlichen Folgen zu geben, die dringendst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden müssen, um auch so die Zivilcourage des notwendigen konsequenten Handelns<br />
zur &#8221; Abschaffung der Kultur des Wegschauens&#8221; wie es nun oftmals heißt,</p>
<p>Unsere Kinder sind unser ALLER Zukunft.</p>
<p>Soweit an dieser Stelle, vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit</p>
<p>Mara S.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief an Frau Dr. Bergmann &#8211; &#8220;in brennender Sorge&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/04/21/offener-brief-an-frau-dr-bergmann-in-brennender-sorge/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Apr 2010 17:52:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,
als Alt-Betroffene sexualisierter Gewalt in der Familie &#8211; ich bin Jg. &#8216;44 &#8211; und als Telefonberaterin bei der &#8220;Nummer gegen Kummer&#8221; liegt es mir sehr am Herzen, dass jetzt ALLES getan wird, diesen ewigen Teufelskreis zu durchbrechen.
Ich halte es für unbedingt erforderlich, dass Sie INSIDER einbeziehen und sich noch vor der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Frau Dr. Bergmann,</p>
<p>als Alt-Betroffene sexualisierter Gewalt in der Familie &#8211; ich bin Jg. &#8216;44 &#8211; und als Telefonberaterin bei der &#8220;Nummer gegen Kummer&#8221; liegt es mir sehr am Herzen, dass jetzt ALLES getan wird, diesen ewigen Teufelskreis zu durchbrechen.<span id="more-2481"></span></p>
<p>Ich halte es für unbedingt erforderlich, dass Sie INSIDER einbeziehen und sich noch vor der ersten Runde an das &#8220;netzwerkb&#8221; wenden.</p>
<p>Das Team des Gründers Norbert Denef besteht aus MitarbeiterInnen, die Sie so sachlich wie &#8211; auch subjektiv authentisch &#8211; kompetent beraten können.<br />
Es wäre eine sträfliche Unterlassung, ausgerechnet auf solche Fach-Frauen zu verzichten.</p>
<p>Mein Anliegen weiß ich sehr wohl zu begründen mit meiner Arbeit am KJT.<br />
Ihren Nachfolgerinnen als Ministerin versuchte ich in den vergangenen Jahren die Schwere akuter Fälle nahe zu bringen.<br />
Ja, es ist viel getan worden &#8211; aber offensichtlich wurden die Hilfen des Staates bis heute nicht wirklich wirksam.<br />
Warum?</p>
<p>Es gibt politisch keine Lobby der Opfer!<br />
Diese Lobby aber können Sie jetzt &#8220;herstellen&#8221;, indem Sie auf Mitarbeit selbst Betroffener beim Runden Tisch bestehen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen  &#8211; und &#8220;in brennender Sorge&#8221; vor allem um die Kinder -</p>
<p>Hildegard Verhees</p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Des Kaisers neue Kleider&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/04/04/des-kaisers-neue-kleider/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Apr 2010 16:12:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Leserbrief 3.6.2003
Hans Christian Andersen schrieb einmal eine wunderbare Geschichte &#8220;Des Kaisers neue Kleider&#8221;.
Sie ist aktueller denn je.
Ein Kind, so unverdorben und noch nicht durch die Scheinheiligkeit von und für Machthaber zurecht gebogen, entlarvt die Verkleidung.
Vertreibung/ Versteck/ Verwunderlich
Im vermeintlichen Paradies fing die Verkleidung der Gefühle an.
Heute haben Verkleidungskünstler Hochkonjunktur und werbungsstarke Angst vor Ent – Hüllung©
Mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leserbrief 3.6.2003</p>
<p>Hans Christian Andersen schrieb einmal eine wunderbare Geschichte &#8220;Des Kaisers neue Kleider&#8221;.<br />
Sie ist aktueller denn je.</p>
<p>Ein Kind, so unverdorben und noch nicht durch die Scheinheiligkeit von und für Machthaber zurecht gebogen, entlarvt die Verkleidung.</p>
<p><strong>Vertreibung/ Versteck/ Verwunderlich</strong></p>
<p>Im vermeintlichen Paradies fing die Verkleidung der Gefühle an.<br />
Heute haben Verkleidungskünstler Hochkonjunktur und werbungsstarke Angst vor Ent – Hüllung©</p>
<p>Mich erinnert dieses Märchen sehr an die Gebaren der Katholischen Kirche, die besonders jetzt ins Visier geraten sind und vor allen Dingen der Papst.<br />
Die Menschen, die ihr ganzes Leben schwer unter der Knute dieses Vereins gelitten haben, sind viel mutiger und vor allen Dingen ehrlich! Sie haben mein vollstes Mitgefühl. Sie haben sich trotz schwerer Folgestörungen aus den Missbräuchen, verständlicher Scham und Angst ( damit hat die Kirche ja immer gearbeitet – Sünder jüngstes Gericht, etc.)getraut, an die Öffentlichkeit zu gehen.<br />
Oft habe ich mich gefragt, wie kann es sein, dass diese Kirche so lange Bestand haben kann und konnte. Sind die Menschen tatsächlich mit so viel Blindheit auf die Welt gekommen? Ich habe noch nie einen Säugling gesehen, dem man ansah, dass er eine Erbschuld hat. Ich habe das geglaubt, als meine bigotten Eltern mir das mit Worten und Taten hoch katholisch eingeprägt haben. Ich war ihnen ja auch ausgeliefert. Unter dem Deckmantel der Katholischen Kirche konnten sie alles mit mir machen was sie wollten.<br />
Ich bin Jahrgang 1950, selbst jahrelang Missbrauchsopfer eines streng katholischen Vaters und wuchs auch unter der Macht der Katholischen Kirche auf. Ich hatte Erbschuld, die ich nie und nimmer in meinem Leben abbeten/abarbeiten und büßen konnte. So wurde es gepredigt in Kirche und Elternhaus. Die Eltern hatten ja auch nichts anderes eingeimpft bekommen und mussten sich dem Diktat der Kirche beugen. Welch eine aussichtslose Perspektive – denkt ein Kind. Gott, der alles, wirklich alles, auch in der hintersten Ecke der Seele eines Kindes sieht, wurde zum Verhängnis und jegliches Vertrauen im Keim erstickt. Selbst das Denken war eingeschränkt (s.Beichtspiegel).<br />
Wenn Eltern dann ihren praktizierten „GOTTESDIENST“ auch noch an ein Kind weitergeben, dann ist da kaum rauszukommen. Bestrafung musste sein. Wie kriegt man ein Kind sonst auch hingebogen zu Gotteskindern? Schließlich winkte nach dem Tod ja das ewige Leben. Mir macht der Tod heute keine Angst mehr. Ich bin ihm oft genug in meinem Leben begegnet und Gott war zu der Zeit auch nicht da, er hat mich auch nicht gehalten. Eine Porzellan -Madonna ersetzte den fehlenden Beistand. Die Psychotraumatologie kann , ohne Gott mit ins Spiel zu bringen, verständlich machen was da im Gehirn passiert, wenn Menschen dem Tode nahe sind. Nachdem ich das Buch „Die Bücherdiebin“ gelesen habe, ist mir der Tod, weil er so menschenfreundlich vermittelt wird, ein treuer, zuverlässiger, bedingungsloser Begleiter geworden. Bedingungslose Liebe habe ich weder von den Eltern oder von der Kirche erfahren.<br />
Vor allen den Eltern sind Kinder anvertraut und sie müssen die Verantwortung für das Leben eines Kindes übernehmen. Geben sie ihre Verantwortung an die Kirche als höhere Instanz ab – sie nannten es – der liebe Gott – handeln sie grob verantwortungslos. Woran lag und liegt das?</p>
<p>Meine Vermutung: sie haben nichts hinterfragt und blind geglaubt.<br />
Durften sie überhaupt hinterfragen?<br />
Beten, arbeiten und absoluten Gehorsam zeigen und bloß nicht mucken. Jeden Abend eine Gewissenserforschung halten, wöchentlich beichten nach dem Beichtspiegel des LAUDATE.</p>
<p>4.Gebot:Eltern und Vorgesetzte.<br />
Bin ich gegen meine Eltern und Vorgesetzte unfreundlich, grob, trotzig gewesen? – Bin ich ungehorsam gewesen? – Habe ich sie belogen? – Habe ich schlecht über sie geredet? – Habe ich ihnen Böses gewünscht? – Habe ich für meine Eltern nicht gebetet?</p>
<p>Was bedeutet das alles für ein Kind von 5/6 Jahren?<br />
Es muss gehorsam sein bis zur Selbstaufgabe, sogar dann wenn Eltern ihr Kind emotional, körperlich, rituell und sexuell missbrauchen. (viertes Gebot) Ein Kind macht das denn auch und richtet sich so als ein fast seelenloses Wesen ein (Schein-Zuhause)<br />
Jetzt ist der Beichtspiegel aber noch gar nicht zu Ende. Da kommen auch noch die Gebote 6 – 9.</p>
<p>6. u. 9. Gebot: Schamhaftigkeit und Keuschheit.<br />
Habe ich mich und andere unschamhaft angeschaut? – Habe ich mich unschamhaft berührt? – Habe ich über Unkeusches freiwillig nachgedacht? – Habe ich Unkeusches gewünscht? – Habe ich Bilder, Menschen,, mich selbst mit unkeuscher Absicht angeschaut? – Habe ich unkeusche Reden geführt, unkeusche Lieder gesungen, Unkeusches freiwillig angehört? – Habe ich Unkeusches getan? (Allein? Mit anderen?) – Habe ich von anderen Unkeusches an mir tun lassen?<br />
In meinem Sündenkatalog stand auch noch: Habe ich daran gedacht, Mutter zu werden? Leider konnte ich diese schriftliche Quelle nicht mehr auftun, evtl. stand es im Katechismus.</p>
<p>Wiederum stellt sich die Frage, warum die Kirche mit ihren eigenen Gesetzen Bestand hat und mit kirchlicher Druckerlaubnis so etwas als Richtschnur an ihre Gläubigen weitergibt und sich das auch noch bezahlen lässt?</p>
<p>Welchen Spagat muss ein Kind da vollführen? Wie soll es auf der einen Seite den Eltern/Priestern/Vorgesetzten bis zur Selbstaufgabe gehorchen und alles mit sich machen lassen, wenn es sich dadurch auch wieder schuldig macht , weil es sich nicht wehrt, wenn Eltern, etc. sich an ihm vergreifen. Diesen Konflikt kann ein Kind nicht aushalten und versucht alles, um sich die „Liebe“ der Eltern zu erkaufen/ zu erarbeiten oder es steigt aus dem Leben aus. Hurt eine Mutter dann noch mit einem fremden Mann herum und das Kind sieht das, so macht es sich ja auch wieder schuldig. Grausam!<br />
Möglicherweise sind die jetzt bekennenden Missbrauchsopfer genau so erzogen/zurechtgebogen worden wie ich.</p>
<p>„Ich bin der Herr, dein Gott“. Das allein ist schon Tobak genug. Beugen bis zur Lähmung.<br />
Guckt man sich einmal recht nüchtern GENESIS an, womit alles doch anfing, da kann einem nur schlecht werden. Zuerst sieht es doch ganz nett aus, dass Gott die Welt so wunderbar erschaffen hat. Schubert hat in seiner `Deutschen Messe` in den ersten Zeilen noch ein sehr heiles und unverdorbenes Weltbild hinterlassen.<br />
Noch lag die Schöpfung formlos da, nach heiligem Bericht; da sprach der Herr: Es werde Licht! Er sprach&#8217; s und es ward Licht. Und Leben regt, und reget sich, und Ordnung tritt hervor. (da regt sich Leben noch) Und überall, allüberall tönt Preis und Dank empor. (von wem?)<br />
GENESIS<br />
1 Moses 1, 26-27<br />
Menschen<br />
Dann sprach Gott:“ Lasst uns den Menschen machen nach unserem Abbild, uns ähnlich; sie sollen herrschen über des Meeres Fische, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über alle Landtiere und über alle Kriechtiere am Boden!“ So schuf Gott den Menschen nach seinem Abbild, nach Gottes Bild schuf er ihn, als Mann und Frau schuf er sie.<br />
1 Moses 2, 15-17<br />
Bestimmung<br />
Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und erhalte. Gott, der Herr, gebot dem Menschen:“ Von allen Bäumen des Gartens darfst du essen, nur vom Baum der Erkenntnis darfst du nicht essen; denn am Tage, da du davon isst, musst du sterben.“</p>
<p>1 Moses 3, 1-24<br />
Versuchung und Fall<br />
Die Schlange aber war listiger als alle anderen Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gebildet hatte. Sie sprach zur Frau:“ Hat Gott wirklich gesagt: `Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?`“ Da sprach die Frau zur Schlange:“ Von den Früchten der Gartenbäume dürfen wir essen. Nur von den Früchten des Baumes, in der Mitte des Gartens hat Gott gesagt: `Esst nicht davon, ja rührt sie nicht an, sonst müsst ihr sterben.!“ Die Schlange sprach zur Frau:“ O nein, auf keinen Fall werdet ihr sterben! Vielmehr weiß Gott, dass euch, sobald ihr davon esst, die Augen aufgehen, und ihr Gutes und Böses erkennt.“ Da sah die Frau, dass der Baum gut sei zum Essen und eine Lust zum Anschauen und begehrenswert, um weise zu werden. Sie nahm von seiner Frucht, aß und gab auch ihrem Mann neben ihr, auch er aß. Da gingen beider Augen auf, und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenlaub zusammen und machten sich Schürzen daraus.<br />
Entdeckung<br />
Da vernahmen sie das Geräusch Gottes, des Herrn, der im Garten beim Windhauch des Tages einherging. Und es versteckten sich der Mann und die Frau vor dem Angesicht Gottes, des Herrn, mitten unter den Bäumen des Gartens. Gott, der Herr, aber rief dem Menschen zu und sprach:“ Wo bist du?“ Er antwortete:“ Dein Geräusch hörte ich im Garten; ich hatte Scheu; denn nackt bin ich ja; daher versteckte ich mich.“ Warum hat Gott die Menschen nackt= ungeschützt, vor allem vor ihm gelassen und bietet anstatt Schutz nur Verbote und Bestrafung?) Er sprach:“ Wer tat dir kund, dass du nackt bist? Hast du etwa von jenem Baum gegessen, von dem zu essen ich dir verboten habe?“ Der Mensch entgegnete:“ Die Frau, die du mir als Gefährtin gegeben, hat mir vom Baume gereicht, und ich aß.“ Da sprach Gott, der Herr, zur Frau: “Was hast du getan?“ Die Frau erwiderte:“ Die Schlange hat mich betört, und ich aß.“<br />
Strafen<br />
Da sprach Gott, der Herr, zur Schlange:“ Weil du das getan hast, sei verflucht aus allem Vieh und allem Getier des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang! Feindschaft will ich stiften zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten und du wirst nach seiner Ferse schnappen.“<br />
Zur Frau sprach er:“ Zahlreich will ich deine Beschwerden machen und deine Schwangerschaften: unter Schmerzen sollst du Kinder gebären. Und doch steht dein Begehren nach deinem Manne, er aber soll herrschen über dich.“ Zum Manne sprach er:“ Du hast auf die Stimme deiner Frau gehört und vom Baume gegessen, von dem zu essen ich dir streng verboten habe; darum soll der Ackerboden verflucht sein um deinetwillen; mühsam sollst du dich von ihm nähren alle Tage deines Lebens! Dornen und Gestrüpp soll er dir sprießen, und Kraut des Feldes sollst du essen! Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot verzehren, bis du zum Ackerboden wiederkehrst, von dem du genommen bist. Denn Staub bist du, und zum Staube sollst du heimkehren!“ Adam nannte seine Frau Eva, denn sie ward zur Mutter aller Lebendigen. (Wie gut, dass Adam seiner Frau den Namen Eva als Bezeichnung für Lebendig, gab)<br />
Vertreibung<br />
Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Fellröcke und bekleidete sie.( Nackt kann auf der einen Seite Freiheit bedeuten, anderseits auch: schutzlos. Hier ist wohl gemeint: Gott bedeckte sie, um Adam und Eva der Freiheit zu berauben. Beides wäre möglich) Dann sprach er:“ Ja, der Mensch ist jetzt wie einer von uns geworden, da er Gutes und Böses erkennt. Nun geht es darum, dass er nicht noch seine Hand ausstrecke, sich am Baume des Lebens vergreife, davon esse und ewig lebe.“ (An dieser Stelle werden Angst, Neid, Konkurrenz und Machtstreben Gottes sehr deutlich) So wies Gott, der Herr, ihn aus dem Garten Eden fort, dass er den Ackerboden bearbeite, von dem er genommen war. Er vertrieb den Menschen, ließ ihn östlich vom Garten Eden wohnen und stellte die Cherubim und die flammende Schwertklinge auf, den Weg zum Baum des Lebens zu behüten.</p>
<p>Als ich diese Textstellen abschrieb aus einer Gutenberg – Bibel, wurde mir erst einmal schlecht. Einerseits wurde mir Gott genau so beigebracht, wie man es liniengetreu in dem Lied: Strenger Richter aller Sünder nachlesen kann.(es reichen die ersten drei Strophen mit Refrain)<br />
Strenger Richter aller Sünder, der du uns so schrecklich drohst,doch als Vater deiner Kinder, unser einz`ger Schutz und Trost:<br />
Gib uns Gnade, recht zu büßen, dass wir nicht einst hören müssen:Geht von mir, ich kenn euch nicht! Herr, wend ab dies Strafgericht!<br />
Weh uns! Kennen deinen Willen,/ den dein Sohn uns selbst gelehrt,/ und ihn dennoch nicht erfüllen, das ist doppelt Strafe wert.<br />
Und wie viele sind der Sünden,/ die wir Herr, vor dir getan!/ Doch du lässt uns Gnade finden,/ nimmst ich gern der Sünder an.<br />
Diese Abhängigkeit von Gott, dem Allmächtigen wird kaum in einem anderen Kirchenlied so deutlich wie hier. Immer wurde es Karfreitag mit aufrichtiger Sünderhaltung in der Kirchengemeinschaft laut gesungen!!!</p>
<p>Fangen wir mal von vorne an. Gott erschuf die Welt und“sah, dass es gut war.“ (Welch ein narzistisches Gebahren!)<br />
Es muss einen Grund gegeben haben, um die Welt zu erschaffen, oder? Ich finde keinen, nehme jetzt aber mal kindlicherweise an: weil Gott sonst viel zu einsam gewesen wäre. Er macht den Menschen aus Staub, nach seinem Abbild. Abbilder sind genaue Wiedergabe eines Menschen oder eines Dings. Das müsste dann folglich so sein, dass der Mensch wie Gott ist.<br />
Er (zumindest die Verfasser und Veränderer dieser Schöpfungsgeschichte schreiben es)sagt es auch so, schränkt jedoch den Menschen in seinem Lebensspielraum in der Ausübung von Sexualität ein. Seine Macht spielt er aus, indem er dem Menschen verbietet vom Baum des Lebens zu essen. Eigentlich geht das gar nicht; wie sollen Menschen existieren, geschweige denn gezeugt und geboren werden, wenn sie des Lebendigen beraubt werden, bzw. das Lebendige ihnen vorenthalten wird vom Herrn, dem Gott? Ich verstehe das immer noch nicht. Sei Dank, haben sich die Menschen das Lebendige bewahrt.<br />
In den bekannt gewordenen Missbrauchsfällen hat genau da die Beraubung des Lebendigen und der Seelenmord wieder statt gefunden. Da mache ich auch fast keinen Unterschied zwischen den sexuellen Missbräuchen von Priestern/ Vorgesetzten und den sexuellen Übergriffen in Familien. Die Missbrauchsfälle in der Kirche sind deshalb so schlimm, weil die Kirche Moralinstanz ist. In den Familien sind die Kinder direkt von Anfang an ausgeliefert und können noch eher verdeckt bleiben, da die Abhängigkeit wesentlich größer ist und intern die Strafmaßnahmen und Lebensbeschränkungen grausam sind. Sind die Eltern dann noch sehr Kirchen gläubig, wird es erbärmlich für die Existenz der Kinder<br />
Wenn ein Kind (s. Beichtspiegel aus dem Laudate, Ausgabe Münster 1955) sündigt, also die Gesetze des Herrn und der Eltern nicht befolgt und einfach nur lebendig sein will, dann wird es äußerst schwer bestraft und „vor die Tür“ gesetzt. Außerdem wird der Mensch mit vielen Schmerzen beladen (vor allem die Frau). Wie hält ein Mensch das denn aus? Moses 3, 1-24 ist die Entstehung des ersten Sündenfalls. Sie ist Grundlage der kirchlichen Lehren von der Erbsünde bis zur Erlösung.<br />
Der „Sündenfall“ bedeutet ja, dass der Mensch jetzt ja wie Gott ist und Gutes und Böses erkennen kann. Erkennen wird im Hebräischen für den ehelichen Verkehr gebraucht. Da wird es schon schwieriger. Wie soll das gehen, Nachkommen zeugen ohne ehelichen Verkehr? Das allein behält sich Gott vor? Da der Papst Stellvertreter Gottes ist, schreibt der Papst vor, wie die Menschen ihre Sexualität leben sollen, ansonsten&#8230;.<br />
Wie einsam hat Gott sich da wieder gemacht: zuerst erschafft er den Menschen, sagt, dass es gut war und dann wirft er ihn raus aus seinem Garten. Da er allmächtig ist, hätte er sich vorher überlegen sollen, wie er die Welt, die Tiere und die Menschen macht. Die Schlange hat er ja auch geschaffen, aber sie ist ein gottesfeindliches Wesen. Wir kennen das alle, wie im täglichen Leben Feindbilder geschaffen werden, doch von Gott? Wie kann man einem solch narzistischen Gott Vater glauben, dass er der liebende Gott ist? Im Namen des Vaters ist alles möglich. Vermutlich geht das nur, wenn mit der nötigen Strafe, Erbschuld, Vertreibung aus dem Paradies , dem „Jüngsten Gericht“ und der Institutionalisierung von Himmel, Hölle und Fegefeuer gedroht wird. Wird das von Anfang an eingebläut, dann ist Entrinnen (Leben) kaum möglich.<br />
Als Abraham dann noch seinen Sohn Isaak töten soll als Opfer für Gott, da konnte Abraham von Glück reden, dass der Engel ihm das Messer aus der Hand nahm. Möglicherweise war das auch ein Schöpfungsfehler von Gott, die Engel zu schaffen.<br />
Zum Höhepunkt schreitet Gott Vater, als er „seinen“ Sohn opfern lässt. War das Wiedergutmachung? Ziemlich harte Nummer, um die Menschheit zu erlösen. Wie heißt es noch in der Wandlung<br />
„In gleicher Weise nahm er nach dem Mahl auch diesen wunderbaren Kelch in seine heiligen und ehrwürdigen Hände, dankte dir abermals, segnete ihn und gab ihn seinen Jüngern mit den Worten:<br />
Nehmet hin und trinket alle daraus. Das ist der Kelch meines Blutes, des neuen und ewigen Bundes, Geheimnis des Glaubens &#8211; , das für euch und für alle vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“<br />
Welche Mutter, welcher Vater würden ihr eigenes Kind aus dem Haus vertreiben oder es als Opfergabe töten? Wie mörderisch und sadistisch ist das denn? Ein Kind oder ein schon früh gebrochener Mensch hat nur Angst wie Adam und Eva, schämt sich, weil es/er seiner Würde beraubt wurde. Adam und Eva waren nackt ( eigentlich ein Zeichen für Freiheit), aber sie waren Gott damit auch schutzlos ausgeliefert wie Kinder, die missbraucht werden.<br />
Wenn dann vom „lieben“ Gott gesprochen wird, so muss das ein anderer Gott sein als der in GENESIS. Es könnte auch sein, dass Allmächtige alles können: Willkür nennt man es dann, wenn etwas nicht so läuft, wie man sich das vorstellt, sind die Menschen schuld, müssen bestraft werden und dann kommt der „liebe“ Gott und nimmt sie nach reuigem Verhalten wieder zu sich, bis zum nächsten Mal. Ich weiß, dass dieses höchst ambivalente Verhalten in vielen Familien praktiziert wird ( mit Zuckerbrot und Peitsche) und Kinder in solchen Ambivalenzen ihre Sicherheit total verlieren.<br />
Trotz allem kann ich die Vorstellung, dass es einen “lieben“ Gott geben könnte, verstehen. Das ist sicherlich ein Gegenbild zu dem strafenden Gott, aber eben nur Imagination – mehr nicht! Denken wir einfach mal an den letzten Krieg. Die Menschen beteten wie die Weltmeister und die Kirche hatte volle Häuser. Wie gut, dass die Menschen diese Fähigkeit der Imagination hatten. Möglicherweise haben sie so ihre Nöte, Ängste, Hunger und Verluste an ein imaginäres Wesen abgeben können. Sie nannten es Gott, hinterfragten es aber nicht. Die Sünderhaltung und die Gesetze der Kirche blieben bestehen. Als ich das Gotteslob meines biologischen Vaters vor ein paar Jahren durchsah, erschrak ich zutiefst. Voll geklebt waren die Seiten mit kleinen Zetteln, die immer nur den Tenor hatten: befreie mich Herr, mich armen Sünder von meiner Schuld! Welche seelischen Qualen müssen diese Menschen gelitten haben? Befreit haben sich diese Menschen nie von der Sünderhaltung und sind so in den Tod gegangen. Viele von ihnen waren (etliche Menschen heute auch noch) fest davon überzeugt, dass „Strafe“ muss sein i.S. Von: du hast so viel gesündigt, dass du den Stempel Sünder bis über den Tod hinaus behältst.<br />
Heute weiß ich, dass die Imagination auch heilen kann, so dass ich mich schon vor 15 Jahren von der, für mich bigotten Kirche verabschiedet habe. Als Ersatz für Gott hat die Natur einen festen Platz bei mir – und die war ja schon vor der Niederschrift von GENESIS da. Das wiederum heißt nicht, dass jetzt alles gut ist. Gerade das Bekanntwerden der neuesten Missbrauchsfälle in Bereich der Katholischen Kirche wirkt wie eine Retraumatisierung für Menschen mit Missbrauchserfahrung. Ich wünsche, dass diese Menschen in den jetzt folgenden juristischen als auch kirchenrechtlichen Verfahren wirklichen Beistand bekommen. Opferentschädigungsverfahren sind kein Spaziergang – das Gegenteil ist der Fall.</p>
<p>Unbeeindruckt</p>
<p>Die Nacktheit verharrt zum Objekt degradiert unbeeindruckt vor blinden Augen.<br />
Die parasitären Mäntel der getreuen Gesetzeshüter stehen zum Tausch an für die schützenden Umhänge der Scham und Neutralität. Das Haus der sezierten Blöße ist bewohnt©</p>
<p>Das Bekanntwerden der vielen Missbrauchsfälle hat sicherlich dem Ansehen der Kirche geschadet. So sagte es Bischof Genn aus Münster in den letzten Tagen. Geht es um Ansehen, gesehen werden? Die Missbrauchsopfer wurden von den Tätern (auch von den Verheimlichern in der katholischem Kirche) in ihrer menschlichen Würde absolut nicht gesehen, geschweige denn würdevoll behandelt. Wenn alles geheimnisvoll bleiben soll und mit Strafe gedroht wird ( auch der kriminellen Kreativität sind da keine Grenzen im Schweigeraum gesetzt), dann ist das Verbrechen. Den Opfern solcher Greueltaten ging es nicht um Ansehen, sondern einfach nur um nackte EXISTENZ. Zur Existenz gehört auch die Seele und die ist gebrochen. Seelenmord nannte es Frau Ursula Wirtz einmal. Ich verweise hier einmal auf einen sehr mutigen Menschen, der öffentlich seine sexuellen Missbräuche von Vertretern der Kirche kundgetan hat und auch immer noch tut. NORBERT DENEF. Ihm danke ich sehr herzlich für seinen Mut, seine Kraft weiter zu kämpfen und nicht zurück zu schrecken vor kirchlicher Macht.</p>
<p>Sehnsucht</p>
<p>Als die Sehnsucht starb verschloss auch die Liebe ihren Mund.<br />
Sie starben lautlos nebeneinander und KEINER bemerkte es.<br />
Ihr kurzes Leben verdanken sie dem eiskalten Herz der Seelenmörderin ©</p>
<p>Ob diese Seelen jemals tatsächlich geheilt werden können?<br />
Ich bin fest davon überzeugt, dass die Täter nicht immer pädophil sind. Oft kommen sie aus einer „broken- home“ &#8211; Szene, die ja dem strengen GENESIS &#8211; Bericht recht nahe kommt. Sehr subtil verhalten sich Pädophile, deshalb ist es auch besonders tragisch für die Opfer.<br />
Immer wieder drängt sich mir die Frage auf, was denn in GENESIS an bedingungsloser Liebe zu finden ist – die Gott ja sein soll -?Vielleicht können mir meine Leser da etwas weiterhelfen. Das ist ein ernst gemeinter Wunsch und in keinster Weise polemisch gemeint.<br />
Dem Ansehen der Institution Kirche, wie Bischof Genn aus Münster sagt, ist sicherlich mit diesem Bekanntwerden geschadet worden. Da müssen jetzt glaubwürdige Taten folgen und nicht nur Flickschusterei und Verheimlichung und Bagatellisierung. Ich habe mich lange mit GENESIS vorab beschäftigt. Das ist doch eigentlich der Baustein, auf dem Kirche aufgebaut ist (Ich bin keine Theologin, deshalb frage ich auch sehr viel). So lange dieser, für mich und viele, unerträgliche Baustein nicht verworfen wird, hat Kirche für mich keine Chance zu „überleben“ wie die Opfer.<br />
Da die Kirche größter Arbeitgeber für soziale Berufe ist, haben auch die MitarbeiterInnen unter diesen bekannt gewordenen Fällen zu leiden. Einerseits wollen sie sich solidarisch mit den Opfern zeigen, ziehen evtl. auch einen Austritt aus der Kirche in Betracht, andererseits gefährden sie damit auch ihren Arbeitsplatz, ihre Familie und auch die Versorgung im sozialen Bereich. Nicht Kirchenmitglied – keine Stelle im kirchlichen Dienst. Da einen Kompromiss zu finden, von dem diese Menschen sagen können:  &#8211; da bin ich mir treu geblieben und kann ein ruhiges Gewissen (im christlichen Sinne) haben &#8211; , ist bestimmt eine Gratwanderung.<br />
Der Papst muss sich keine Sorgen machen um seinen Job. Über sich ist nur Gott und absetzen wird er sich sicherlich nicht selbst. Schweigen dazu seine „Schafe“? Er kann sich gar nicht anders verhalten, weil es ja noch den Baustein GENESIS gibt. Es macht auch nichts, wenn er seine missbräuchlichen „Schafe“ schont und umgekehrt, diese ihn.  Wie sauber wäre da doch eine klare Stellungnahme der Kirchentreuen. Möglichkeiten gibt es genug. Die Angst ist wahrscheinlich immer noch: entlarvt zu werden und der Wahrheit ins Auge zu schauen. Sicherlich steckt hinter der Entlarvung, die schreckliche Angst vor Enttäuschung.<br />
Da die Kirche auch Arbeitgeber ist und nicht nur Verwalterin und einzige Schatztruhe menschlicher Werte, so lohnt sich ein Blick auf die Verhaltensweisen in der Wirtschaft/ Politik in solchen Fällen. Dort ist es üblich, wenn einer „Mist“ baut, wird ihm fristlos gekündigt – oft auch ohne Angabe von Gründen. Was will Kirche erhalten? Ich weiß es nicht, habe Fantasien im Kopf, aber die gehören hier nicht hin.<br />
Gestern wurde mir mit Erschrecken klar, dass ich z.B. alle Bücher von Alice Miller, Tilmann Moser, Jutta Voss („Kann denn Gehorsam Sünde sein“, „ Das Schwarzmond -Tabu“), etc. gelesen habe, aber die inneren eingestrickten Verbote, diese Bücher verstehen zu dürfen, viel zu groß waren. Wahrscheinlich ist die Angst immer noch zu groß, mir die erlebte Wahrheit vor Augen zu führen( die ja im Verborgenen stattfand und keine Zeugen hatte, somit auch nicht glaubhaft war) Gott hat bisher auch keiner gesehen, oder? Was denn glauben?</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich allen, die diesen Brief lesen, frohe Ostern.</p>
<p>Poldi</p>
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		<title>Einladung zur Gründungsversammlung &#8220;Netzwerk Betroffener&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/04/02/einladung-zur-grundungsversammlung-der-opferlobby/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 21:31:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihre bisherige Unterstützung meiner Arbeit zur Aufklärung von sexualisierter Gewalt in unserer Gesellschaft. Die zahlreichen Aktivitäten der letzten Wochen haben mir deutlich werden lassen, dass es über die Anstrengungen eines Einzelnen hinaus einer Organisation bedarf, die eine Lobby für Opfer sexualisierter Gewalt bildet. Ich plane außerdem die Gründung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>vielen Dank für Ihre bisherige Unterstützung meiner Arbeit zur Aufklärung von sexualisierter Gewalt in unserer Gesellschaft. Die zahlreichen Aktivitäten der letzten Wochen haben mir deutlich werden lassen, dass es über die Anstrengungen eines Einzelnen hinaus einer Organisation bedarf, die eine Lobby für Opfer sexualisierter Gewalt bildet. Ich plane außerdem die Gründung eines Instituts und einer Stiftung. Als formeller Träger dieser Organisationen hat sich ein Verein als beste Möglichkeit herausgestellt. Meine Vision ist eine Organisation, die zur Stimme wird für die Opfer sexualisierter Gewalt, die das gesellschaftliche Schweigen bricht, Gewalt verhindert und fundiert Ergebnisse liefert zu den Ursachen und Auswirkungen sexualisierter Gewalt. Wenn Sie mich bei dieser Arbeit unterstützen möchten, können Sie Gründungsmitglied werden, wenn Sie an der Gründungsversammlung des &#8220;Netzwerk Betroffener&#8221; teilnehmen.</p>
<p>Ich möchte Sie daher herzlich zur Gründungsversammlung &#8220;Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt&#8221; einladen.</p>
<p>Herzliche Grüße,</p>
<p>Norbert Denef<span id="more-1931"></span></p>
<p>*******</p>
<p>Einladung zur Gründungsversammlung des Vereins &#8220;Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.&#8221;</p>
<p>Ort: Kurparkhaus, Strandallee 134, 23683 Scharbeutz</p>
<p>Zeit: 10. April 2010 um 17:00 Uhr</p>
<p>Tagesordnung:<br />
- Eröffnung und Feststellung der Tagesordnung<br />
- Gründung des Vereins<br />
- Wahl des Vorstands<br />
- Finanzierung des Vereins<br />
- Inhalte der Arbeit</p>
<p>Den Entwurf der Satzung finden Sie unter: <a href="http://netzwerkb.org/satzung.pdf" target="_blank">http://netzwerkb.org/satzung.pdf</a></p>
<p>Wenn Sie teilnehmen möchten, so antworten Sie mir möglichst mit beigefügtem Rückmeldungsformular.</p>
<p>Falls Sie eine Übernachtungsmöglichkeit benötigen, finden Sie Angebote unter: <a href="http://www.scharbeutz.de" target="_blank">http://www.scharbeutz.de</a></p>
<p>Angedacht ist die Anwesenheit von Medienvertretern während der Versammlung.</p>
<p>*******</p>
<p>Rückmeldung zur Einladung</p>
<p>An: anmeldung@netzwerkb.org</p>
<p>Ja, ich komme zur Veranstaltung am 10.4.2010 und bringe noch ___ Personen mit</p>
<p>Meine Kontaktdaten<br />
Name:<br />
Organisation:<br />
Straße:<br />
Ort:<br />
E-Mail:</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief an Bischof Ackermann</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/31/offener-brief-an-bischof-ackermann/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 14:32:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Offener Brief an Bischof Ackermann als Beauftragten der Bischofskonferenz für sexuellen Missbrauch und alle deutschen Bischöfe.
Sehr geehrter Bischof Ackermann, sehr geehrte Herren!
Mit Datum 30.03. ist also jetzt eine Opfer-Hotline der katholischen Kirche in Deutschland aktiv. Diese macht erneut deutlich, dass Sie den Kern des Problems nach wie vor ignorieren. 
1. Es waren &#8220;heilige Priester&#8221; die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief an Bischof Ackermann als Beauftragten der Bischofskonferenz für sexuellen Missbrauch und alle deutschen Bischöfe.</p>
<p>Sehr geehrter Bischof Ackermann, sehr geehrte Herren!</p>
<p>Mit Datum 30.03. ist also jetzt eine Opfer-Hotline der katholischen Kirche in Deutschland aktiv. Diese macht erneut deutlich, dass Sie den Kern des Problems nach wie vor ignorieren. <span id="more-2220"></span></p>
<p>1. Es waren &#8220;heilige Priester&#8221; die mit &#8220;Ganzhingabe&#8221; Kinder missbrauchten. Dies ist der eine Skandal. Der andere, und eigentliche Skandal ist aber, dass</p>
<p>2. &#8220;heilige Priester&#8221; als Personalchefs, als Seelsorgsamtsleiter, als Generalvikare, als Bischöfe eine &#8220;Kultur des Hinschauend&#8221; über Jahre und Jahrzehnte entwickelt haben die die &#8220;heiligen&#8221; Täter schützten, die Taten ignorierten, Bestrafung verhinderten und Verjährungen bewusst herbei führten. Damit hat sich diese Kirche als Ansprechpartner für Fälle des Missbrauchs schlicht und einfach diskreditiert, auch für die, die nicht im Raum der Kirche geschahen. Denn welche Hilfe soll ich erwarten von einer Organisation, die nach wie vor Täter schützt, so sie denn Bischöfe sind? Die Herren, die durch ihr Amt die Taten hätten verhindern können, können ja qua Amt nicht schuldig sein. So werden sich wieder die nicht melden die genau hier hier jedes Vertrauen verloren haben.</p>
<p>3. Wer unter diesen Umständen glaubt, dass eine &#8220;Opfer-Hotline&#8221;, die wieder besetzt ist mit kirchlichen MitarbeiterInnen Vertrauen zurückgewinnen kann irrt nicht nur einfach, sondern hat den Skandal selbst nicht wahrgenommen. Zudem nimmt eine solche Herangehensweise die Opfer nicht in den Blick, die von eben dieser Kirche und ihren Repräsentanten ignoriert wurden und werden. Die Organisation der Täter kann kein Anwalt für die von ihr selbst geschaffenen Opfer sein!</p>
<p>4. Deutlich wird hier auch, dass Sie nicht zu einer klaren Ursachenforschung kommen können und wollen. Die in den letzten Wochen gemachten bischöflichen Äußerungen bis hinauf zum Papst in Interviews und Erklärungen setzen den Trend fort nicht erkennen zu wollen, dass es sich hier um ein strukturelles Problem handelt, ein Problem der Kirche als Kirche. Die sexuelle Revolution, den Abfall vom Glauben, ja gar eine &#8220;falsche Interpretation des II. Vaticanums&#8221; zu den möglichen Ursachen zu rechnen ist schlicht und einfach ignorant. Was aber kann ich auch von einen Präfekten der Glaubenskongregation erwarten, der nun zum Papst erhoben nach wie vor die &#8220;Option für die Armen&#8221; als verdammungswürdig erachtet und sich damit weiterhin jeder Erkenntnis &#8220;struktureller Sünde&#8221; verweigert. Ein solcher Papst kann und will kein Versagen der Institution selbst erkennen sondern muss das immer einzelnen anlasten und alles dafür tun, dass das &#8220;Amt&#8221; unbeschädigt bleibt.</p>
<p>5. Den mehrfach getätigten Aussagen einer &#8220;Medienkampagne&#8221;, ja eines Kulturkampfes gegen die Kirche kann ich nur entgegen stellen, dass im Gegensatz zur Kirche die Presse sich bis dato als wirklich vertrauenswürdig erwiesen hat. Es erscheint müßig darauf zu verweisen, dass es die Presse ist, die den Anspruch von Kirche von hoch hält. Und ihre Arbeit für die Opfer und ihre Familien findet eine bestenfalls ungenügende Würdigung durch die Bischöfe. Dass sich Opfer vornehmlich über die Presse äußern und sich an die Presse wenden macht ebenso das Strukturdefizit der Kirche in aller Schärfe deutlich.</p>
<p>6. Kirche muss sich Vertrauen erst wieder erarbeiten, und sie kann dies nur indem sie sich einer unabhängigen Untersuchung stellt, die sich nicht scheut Purpurträger als Verantwortliche zu benennen. Es genügt nicht wenn wie Bischof Wetter davon gesprochen wird, dass Fehler gemacht wurden (&#8220;es wurden Fehler gemacht&#8221;). Es muss klar benannt werden wer welche Fehler gemacht hat. Und: solange ein Bischof einen NS-Vergleich macht und ihm nicht mit aller Schärfe von seinen &#8220;Mitbrüdern&#8221; widersprochen wird, ist die Kirche bedroht, aber nicht von einer freien Presse die ihren Aufgaben wirklich nachkommt, sondern sie ist bedroht von innen, den Repräsentanten der &#8220;Heiligen Herrschaft&#8221; selbst.</p>
<p>7. Ich warte darauf, dass Sie endlich den Dienst antreten, von dem Sie ständig behaupten, dass sie in eben diesen gestellt sind.</p>
<p>Bernhard Rasche<br />
Diplom-Theologe<br />
Bräugasse 14<br />
92318 Neumarkt</p>
<p>09181 &#8211; 5 12 94 71<br />
0176 &#8211; 63 09 39 82</p>
<p>rasche@4prepress.net</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Forderung, die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch aufzuheben</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/24/forderung-die-verjahrungsfrist-fu%cc%88r-sexuellen-missbrauch-aufzuheben/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 16:19:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=2071</guid>
		<description><![CDATA[Sozialdemokratische Partei Deutschlands – Landtagsfraktion
Franz-Josef-Röder-Str. 7 – 66119 Saarbrücken
Telefon: 0681/5002-248 – Fax: 0681/5002-387
Email: heiko.maas@spd-saar.de
Saarbrücken, den 16. März 2010
Sehr geehrter Herr Denef,
herzlichen Dank für Ihre Email vom Februar 2010, in der Sie mich auf meine Forderung, die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch aufzuheben, ansprechen.

Auf meine Forderung hin haben sich viele Menschen bei mir gemeldet, darunter auch weitere Missbrauchsopfer, die diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sozialdemokratische Partei Deutschlands – Landtagsfraktion<br />
Franz-Josef-Röder-Str. 7 – 66119 Saarbrücken<br />
Telefon: 0681/5002-248 – Fax: 0681/5002-387<br />
Email: heiko.maas@spd-saar.de</p>
<p>Saarbrücken, den 16. März 2010</p>
<p>Sehr geehrter Herr Denef,</p>
<p>herzlichen Dank für Ihre Email vom Februar 2010, in der Sie mich auf meine Forderung, die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch aufzuheben, ansprechen.</p>
<p><span id="more-2071"></span><br />
Auf meine Forderung hin haben sich viele Menschen bei mir gemeldet, darunter auch weitere Missbrauchsopfer, die diesen Vorschlag begrüßen. Kindesmissbrauch ist für mich, auch als Vater von 2 Kindern, eines der schlimmsten Vergehen überhaupt. Es darf einfach nicht sein, dass ein solches widerliches und grausames Verbrechen verjährt und die Täter ungeschoren davon kommen. Hier im Saarland sind nun auch Missbrauchfälle in einem Internat bekannt geworden, die zum Teil aus den 70Jahren stammen. Viele der Opfer haben sich erst getraut, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. In solchen Fällen schützt die Verjährungsfrist die Täter – das ist schlicht grotesk und muss geändert werden.</p>
<p>Änderungen im Zivilrecht, wie sie nun diskutiert werden, um bessere Entschädigungsmöglichkeiten finanzieller Art zu schaffen, sind eine Seite der Medaille. Für mich gehört jedoch auch eine strafrechtliche Verfolgung dazu, denn: Niemand soll sich einfach „freikaufen“ können, sondern muss für seine abscheulichen Taten auch bestraft werden.</p>
<p>Für Ihre Email bedanke ich mich nochmals herzlich und wünsche Ihnen weiterhin alles erdenklich Gute und viel Kraft.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,<br />
Heiko Maas</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ein Brief von mir an einen Vertreter der Kirche zur Aufklärung von sexuellen Missbrauch</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/22/dies-ist-ein-brief-von-mir-an-ein-vetreter-der-kirche-zur-aufklarung-sexuellen-missbrauch%c2%b4s/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/03/22/dies-ist-ein-brief-von-mir-an-ein-vetreter-der-kirche-zur-aufklarung-sexuellen-missbrauch%c2%b4s/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Mar 2010 21:01:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=2035</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrter Herr Pfarrer Dr. Döink,
um meine Dinge ausgerechnet bei Ihnen offen zu legen, brauche ich sehr sehr viel Überwindung. Sie sind katholischer Pfarrer und damit den &#8220;Tätern&#8221; sehr Nahe.
Ich habe schon häufig Trost und Nähe u.a. zur katholischen Kirche gesucht, jedoch nie erhalten. Zuletzt die Versuche um Anerkennung meines Erlebten, was den sexuellen Missbrauch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Pfarrer Dr. Döink,</p>
<p>um meine Dinge ausgerechnet bei Ihnen offen zu legen, brauche ich sehr sehr viel Überwindung. Sie sind katholischer Pfarrer und damit den &#8220;Tätern&#8221; sehr Nahe.</p>
<p>Ich habe schon häufig Trost und Nähe u.a. zur katholischen Kirche gesucht, jedoch nie erhalten. Zuletzt die Versuche um Anerkennung meines Erlebten, was den sexuellen Missbrauch angeht, aber auch der Versuch, durch einen katholischen allerdings jetzt verstorbenen Pfarrer, Kontakt zu meinen noch minderjährigen Kindern zu erreichen, da ich durch meine ängstlich-psychischen Störungen den Kontakt abbrechen musste.  Dieser Versuch war nur halbherzig, da meine angeblich so religiöse Ex-Frau ebenfalls vertuscht, wie ich es in meinem ganzen Leben erfahren habe.</p>
<p>Auch der zwar &#8220;teilweise noch annonyme&#8221; Erstkontakt zum Bistum Münster mit Angabe einer E-Mail-Adresse, wo nicht einmal eine kurze Rückantwort kam, macht mich weiter taurig und wie so oft in meinem Leben, skeptisch.</p>
<p>Solange das stratigische Denken und Handeln in der Kirche nicht aufhört, werden die Opfer keine Ruhe finden. Auch für zukünftige Missbrauchsfälle welcher Natur auch immer, wird es für Opfer keine Möglichkeit eine wirklichen Aufarbeitung geben.<br />
Solange sich die Verantwortlichen, sowohl als Täter, als auch als Mitwisser sich nicht offenbaren und persönlich bei mir entschuldigt haben, werde ich wohl nie verzeihen können. Auch werde ich mein Leben weiterhin auch durch meine Entfremdung meiner gesamten Familie vor allem meiner Kinder, dahinfristen.</p>
<p>Heute nach der Trennung von meiner engsten Familie kann ich keine Nähe mehr zulassen. Ich traue niemanden mehr.</p>
<p>Ist das nicht krank?</p>
<p>Mit diesem Schreiben, beschreibe ich nur, weil ich auf den vor ca. 6 Wochen geschiebenen Brief, der einen Auszug aus meinem Tagebuch (Erlebnisse mit Bruder Willehad als Leiter Caritasverband Steinfurt, Vomund aller Geschwister, Canisianerpater, aber auch davor im gewalttätigem Waisenhaus in Rheine) enthielt, keinerlei Reaktion erhielt.</p>
<p>Ich erhoffe mir, dass sich die Kirche, nicht immer in <strong>allen</strong> Belangen des Lebens scheinheilig verhällt und Opfer wirklich zu Seite steht. Ich verdamme die Relegion und auch die katholische Kirche nicht. Ich verdamme nur Ihr teilweise mittelalterliches Verhalten.</p>
<p>Auch die Reaktion des Papstes und auch des Bischofs in Münster verstehe ich nicht.</p>
<p>Mit freundlichem Gruß</p>
<p>Hugo Vohrmann</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief an die Erzdiözese Rottenburg-Stuttgart</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/20/offener-brief-an-die-erzdiozese-rottenburg-stuttgart/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Mar 2010 21:31:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1990</guid>
		<description><![CDATA[Zeigen Sie echten Willen zur Aufklärung!
Sehr geehrter Herr Fürst,
sehr geehrter Offizialatsrat Rheus,
Sie haben mir in einem Schreiben vom 10. März 2010 mitgeteilt, meine Vorwürfe gegen den damaligen Gemeindepfarrer von Unterboihingen gälten als „im Vorfeld entkräftet“ (Als so eingestuft tritt er in den Statistiken auf, die u.a. dem „Spiegel“ zur Verfügung gestellt wurden). 
Sie sprechen des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeigen Sie echten Willen zur Aufklärung!</p>
<p>Sehr geehrter Herr Fürst,<br />
sehr geehrter Offizialatsrat Rheus,</p>
<p>Sie haben mir in einem Schreiben vom 10. März 2010 mitgeteilt, meine Vorwürfe gegen den damaligen Gemeindepfarrer von Unterboihingen gälten als „im Vorfeld entkräftet“ (Als so eingestuft tritt er in den Statistiken auf, die u.a. dem „Spiegel“ zur Verfügung gestellt wurden). <span id="more-1990"></span></p>
<p>Sie sprechen des Weiteren in Ihrem Brief von „Vorwürfen, die vage bleiben“ und stellen fest, ich hätte meine Angaben nicht ergänzt. Diesbezüglich möchte ich Sie daran erinnern, dass Sie den Fall im August 2005 als erledigt und geschlossen ablegten und keinerlei Bereitschaft zeigten, weitere Informationen meinerseits zu verwerten.</p>
<p>Darf ich Sie an meine Vorwürfe erinnern, die sehr konkret sind, und die ich bereits 2004 so darlegte: Der Pfarrer Gebhard N. hat mich nach Kommunionsvorbereitungen im Gemeindezentrum in einen halb abgedunkelten Raum mitgenommen, wo er meine Genitalien streichelte, mich mit dem Finger penetrierte, und sein erigiertes Glied präsentierte; die Erinnerungen an das, was des Weiteren in diesem Raum geschah sind wegen des ausgelösten Entsetzens ausgelöscht. Aber das, was ich hier darstelle, ist doch wohl konkret genug?</p>
<p>Sie wiesen meine Aussagen mit dem Hinweis zurück, Pfarrer N. habe Kommunionsunterricht nur in der Schule gegeben und vormittags. Es habe im Gemeindezentrum lediglich Bastelgruppen oder dergleichen für die Kommunionsvorbereitung gegeben, die von Müttern abgehalten wurden.</p>
<p>Sie haben drei Menschen befragt, um den Vorwürfen nachzugehen, und alle drei halte ich für befangen: Als Ersten den Pfarrer N. selbst. Als Zweiten zitieren Sie den Pfarrgemeinderat Fischer mit der Aussage, er könne sich das von Pfarrer N. nicht vorstellen.</p>
<p>Lieber Herr Rheuss, lieber Herr Fürst, das ist ja gerade das Problem bei dieser Art von Verbrechen, dass sich die Menschen das auf gar keine Fall vorstellen MÖCHTEN. Schon gar nicht vom Geistlichen, dem sie sich anvertraut haben. Diese Art von Aussagen („kann ich mir nicht vorstellen; so ein netter Mann“) haben seine Nachbarn, mit Verlaub, auch über den Österreicher Fritzl gemacht, der in ihrer unmittelbaren Nähe jahrelang seine Tochter gefangen hielt.</p>
<p>Der Nachfolger von Pfarrer N. wird mit einer ähnlichen Aussage zitiert – offenbar haben sich ihm keine Opfer von N. offenbart. Würden Sie das denn erwarten? Ich sehe sonst keinen Grund, ihn zu befragen, er war ja zum Zeitpunkt der Verbrechen nicht in der Gemeinde. Aber glauben Sie denn im Ernst, ein Mensch, der von einem Pfarrer sexuelle Gewalt erfuhr, geht wieder zu einem Pfarrer, um sich darüber anzuvertrauen?! Ist eine solche offenkundig schlechte Arbeits-Hypothese die Folge von Naivität, von Nachlässigkeit oder von Berechnung?</p>
<p>Ich hatte Ihnen interessantere Zeugen genannt: Meine Mitkommunikanten, die mich als „Pfarrers Liebling“ hänselten. Auch wäre es nicht schwierig gewesen festzustellen, dass Pfarrer N. sehr wohl im Gemeindezentrum auftauchte, wenn diese Vorbereitungsgruppen stattfanden – man hätte nur die Mütter befragen müssen, die diese leiteten. Der Weg von seiner Wohnung zum Gemeindezentrum ist kurz genug.</p>
<p>Auf diese Idee kamen Sie nicht, warum auch immer.</p>
<p>Nun muss ich in Ihrem letzten Schreiben lesen, ich behaupte lediglich, dass es „sehr gut so gewesen sein könnte“. Herr Rheuss, diesen Satz reissen Sie aus dem Zusammenhang, um meine Anklagen abzuschwächen. Ich schrieb, dass Sie und Herr Fürst davon ausgehen müssen, dass es sehr wohl so gewesen sein könnte, um Ihnen zu verdeutlichen, dass eine Spur Mitgefühls zu zeigen Ihnen wohl angestanden hätte.</p>
<p>Stattdessen unternahmen Sie alles, um meine Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen – sei es durch die These, mir seien die Erinnerungen erst im Lauf einer Psychotherapie gekommen, sei es durch Ihren Hinweis darauf, dass der Kommunionsunterricht gar nicht in der Schule stattfand, die dem Gemeindezentrum gegenüber lag – obwohl ich das niemals behauptete; ich habe diese Schule gar nicht besucht.</p>
<p>Sie schrieben mir auch, Sie könnten Pfarrer N. nicht verurteilen.<br />
Sie fragten gar nicht, ob es mir darum ging. Sie waren so beschäftigt damit, Ihren Mitarbeiter und Ihren Ruf zu schützen, dass Sie nicht in der Lage waren, nach meinen Bedürfnissen auch nur zu fragen.</p>
<p>Mir geht nicht um das Verurteilen, sondern um eine sorgfältige Recherche, die diesen Namen verdient. Mir geht es nach wie vor auch darum, dass Sie Ihren seelsorgerischen Verpflichtungen nachkommen: In dieser Gemeinde wurden Mädchen aufs brutalste misshandelt (denn ich war sicher nicht Pfarrer N.s einziges Opfer) und tragen davon Behinderungen fürs ganze Leben. Sie tragen sie allein oder mit ihren Nächsten – und keiner der Verantwortlichen tut etwas, um sie zu entlasten.</p>
<p>Wie kann es angehen, dass der aktuelle Pfarrer, der ja befragt wurde, also Kenntnis hatte von meiner Not, nicht auf mich zugehen konnte, und sei es, um mir Seelsorge anzubieten. Wäre ein echtes Interesse an Aufklärung da gewesen, hätte er nicht Kontakt zu mir aufnehmen müssen, um Näheres zu erfahren?</p>
<p>Ich bin nicht einmal darauf hingewiesen worden, dass es eine Anlaufstelle für sexuellen Missbrauch gibt – und in der Tat hätten mir ihre Mitglieder wenig helfen können, da sie zum Großteil Juristen sind, die selbstverständlich für die Erzdiözese arbeiten.</p>
<p>Ich kann nur hoffen, dass die neuesten Entwicklungen die Haltung Ihrer Kirche dahingehend ändern, dass wirklich Aufklärung angestrebt wird, wenn wieder Verdachtsfälle auftauchen. Und dass es um die Bedürfnisse der Betroffenen geht und nicht um die der Institution.</p>
<p>Mit freundlichem Gruß,<br />
Astrid</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief: Verein Sicheres Leben e.V.</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/10/offener-brief-verein-sicheres-leben-e-v/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 11:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1793</guid>
		<description><![CDATA[10.03.2010
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir vom Verein Sicheres Leben e.V. aus Gersthofen haben es uns zur Aufgabe gemacht gegen jeglichen Missbrauch zu kämpfen. Seit 1998 sind wir bereits in Sachen Missbrauch tätig, uns sind die verheerenden Folgen solcher Taten durchaus bewusst.
Nun verfolgen wir seit einigen Wochen den „Dammbruch“  missbrauchter Opfer von Seiten der kirchlichen Vertreter. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>10.03.2010</p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>wir vom Verein Sicheres Leben e.V. aus Gersthofen haben es uns zur Aufgabe gemacht gegen jeglichen Missbrauch zu kämpfen. Seit 1998 sind wir bereits in Sachen Missbrauch tätig, uns sind die verheerenden Folgen solcher Taten durchaus bewusst.</p>
<p>Nun verfolgen wir seit einigen Wochen den „Dammbruch“  missbrauchter Opfer von Seiten der kirchlichen Vertreter. In Internaten und Klosterschulen, egal ob weiblich oder männlich geführt, war Missbrauch und Misshandlung über Jahrzehnte offensichtlich ein Teil des Tages-geschehen. Mit großem Erstaunen hören wir, dass bekannte „Fälle“ durch Versetzung des jeweiligen Täters in eine andere Dienststelle, zum Teil auch wieder mit Kinder und Jugendliche, als erledigt betrachtet wurden.</p>
<p>Für uns stellt sich nun die Frage, ist das Strafgesetzbuch nicht für alle gültig? Warum kann die Kirche innerhalb ihrer Mauern diese Taten auf „ihre Weise“ regeln? Warum greift der Gesetzgeber nicht ein? Was sind die Gründe? Warum muss jeder Übergriff auf Kinder und Jugendliche erst durch Proteste und sonstige Aktionen zur Chefsache gemacht werden? Wie sollen denn unsere Kinder Vertrauen zu dieser Gesellschaft aufbaue, wenn diese schamlos ausgenutzt wird? Im Kloster Ettal gab es am Sonntag den 7.3.2010 einen Gottesdienst der Solidarität. Es kamen 500 Besucher– unter anderem &#8211; Ehemalige des Internats, Eltern von Zöglingen, welche jetzt dort unterrichtet werden und Gleichgesinnte. Ein schönes Anliegen dem Kloster die Anerkennung und Solidarität auszusprechen. Das ist richtig. Nicht alle Geistliche, Klosterschwestern, Lehrer und Jugendbetreuer sind Täter.</p>
<p>Aber gehen den auch 500 Menschen für die Opfer auf die Straße, wenn sie nicht direkt betroffen sind? Warum dürfen Menschen die sich diese Straftaten nicht vorstellen können und zu ihrem eigenen Glück nicht erleben mussten, Aussagen machen, dass die Darstellungen der Opfer für übertrieben angesehen werden? Nachzulesen in der Süddeutschen Zeitung vom 8.3.2010 „Ettaler Bekenntnisse“ im Bayernteil. Wir erleben immer wieder, dass Äußerungen von Opfern, in diesem Fall mehrere Hunderte aus verschiedenen Schulen und Internaten aus ganz Deutschland klein gesprochen werden.</p>
<p>Wir weisen nachdringlich darauf hin, dass es mit dieser allgemeinen und dadurch lapidaren Haltung den Opfern nicht leichter gemacht wird, dass Erlebte zu verarbeiten und auszusprechen. Wird denn tatsächlich angenommen, dass mehrere Betroffene eine brutale Misshandlung oder eine sexuelle Belästigung einfach nur so zum Spaß melden? Das Grundgesetz versichert uns allen ein Recht auf Meinungsfreiheit. Gilt das nicht für Opfer sexueller Gewalt? Sie haben auch ein Recht auf Gehör sowie zugleich auf Wiedergutmachung und  Entschädigung.</p>
<p><strong>Unrecht bleibt Unrecht. Ein Leben lang. Es schmerzt immer, egal wie alt man ist.</strong></p>
<p>Wir fordern auf, nicht länger die Verschwiegenheit der zurück liegenden Jahre zu akzeptieren. Durch den unermüdlichen Einsatz von Institutionen (z.B. Opferhilfevereine und sonstige engagierte Mitstreiter) ist es gelungen, die Gesellschaft darauf aufmerksam zu machen, was es bedeutet respektvoll mit unseren Kindern umzugehen.</p>
<p><strong>Bitte lassen Sie es nicht zu, dass wir uns wieder zurück entwickeln </strong></p>
<p>Gabriele Schmidthals-Pluta, Roseggerstr. 25, 86368 Gersthofen<br />
Tel. 0821-499090, Fax: 0821-49708421<br />
E-Mail: verein1@sicheres-leben-gersthofen.de<br />
Internet-Adresse: <a href="http://www.sicheres-leben-gersthofen.de" target="_blank">www.sicheres-leben-gersthofen.de</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzwerkb.org/2010/03/10/offener-brief-verein-sicheres-leben-e-v/feed/</wfw:commentRss>
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		<title>Machen Sie sich endlich bemerkbar!</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/09/machen-sie-sich-endlich-bemerkbar/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 14:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=1769</guid>
		<description><![CDATA[Offener Brief an:
UNICEF Deutschland, Deutscher Kinderschutzbund e.V., Kinderschutz e.V., Dunkelziffer e.V., Zartbitter e.V., Wildwasser e.V.
sowie alle gemeinnützigen Vereine, die sich für die Rechte und Belange von Kindern einsetzen.
Machen Sie sich endlich bemerkbar! Helfen Sie uns! Stehen Sie uns endlich wirklich bei!
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit Wochen kommen beinahe täglich neue schreckliche Informationen über jahrelange sexualisierte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Offener Brief</strong> an:</p>
<p>UNICEF Deutschland, Deutscher Kinderschutzbund e.V., Kinderschutz e.V., Dunkelziffer e.V., Zartbitter e.V., Wildwasser e.V.</p>
<p>sowie alle gemeinnützigen Vereine, die sich für die Rechte und Belange von Kindern einsetzen.</p>
<p><strong>Machen Sie sich endlich bemerkbar! Helfen Sie uns! Stehen Sie uns endlich wirklich bei!<span id="more-1769"></span></strong></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>seit Wochen kommen beinahe täglich neue schreckliche Informationen über jahrelange sexualisierte Kindesmisshandlungen in Einrichtungen der Katholischen Kirche und mittlerweile auch an nichtkirchlichen Schulen ans Licht der Öffentlichkeit.</p>
<p>Beinahe täglich macht sich mindestens ein ehemaliges Opfer von sexualisierter Kindesmisshandlung auf, sich seiner furchtbaren Kindheit zu stellen und über die abscheulichen an ihm oder ihr begangenen Taten öffentlich Zeugnis abzulegen. Er oder sie ist bereit auszusprechen, was so viele Jahre einsam und allein getragen werden musste. Ja, was manche nicht tragen konnten und sich deshalb das Leben nahmen, so dass nun seine oder ihre Angehörige sprechen.</p>
<p>Beinahe täglich also überwindet mindestens ein ehemaliges Opfer von sexualisierter Kindesmisshandlung seine tiefe Scham und widersetzt sich vielleicht zum ersten Mal den tief eingepflanzten Drohung en des Täters, es zu töten, wenn es das Schweigegebot bricht. Das ehemalige Opfer setzt sich damit auch all den üblichen öffentlichen Abwehrreaktionen auf ihn/sie persönlich und auf sein/ihr Schicksal aus. Und riskiert damit, abermals beschämt und retraumatisiert zu werden.</p>
<p>All das nehmen ehemalige Opfer von sexualisierter Kindesmisshandlung derzeit auf sich, um endlich der Wahrheit an Licht zu verhelfen. Der Wahrheit nämlich, dass sexualisierte Kindesmisshandlung eine weit verbreitete und in allen gesellschaftlichen Schichten vorkommende Tatsache ist. Die Wahrheit, dass sexualisierte Kindesmisshandlung keine einmaligen „Ausrutscher“ irgendwelcher gestörter „Triebtäter“ ist, sondern systematisch vorbereitet und durchgeführt wird, und zwar regelmäßig, wiederholt und unter Missachtung jeglicher strafrechtlicher Konsequenzen seitens der Täter.</p>
<p>Der Wahrheit, dass derjenige, der Kindern sexualisierte Gewalt antut, aussieht wie ein ganz normaler Priester und Lehrer. Und nicht nur das: Er sieht in der Mehrheit auch aus wie ein ganz normaler Familienvater, Opa, Stiefvater, Onkel, Nachbar, etc. Der Wahrheit, dass sexualisierte Kindesmisshandlung vor allem eine Form des Umgangs von Männern mit Kindern ist (neun von zehn Tätern sind männlich). Der Wahrheit, dass wir es hier mit einem weit größeren gesellschaftlichen Problem zu tun haben, als viele jetzt sehen und wissen wollen.</p>
<p>SIE haben sich seit Jahren dem Schutz von Kindern, teilweise ganz speziell dem Schutz von Kindern vor sexualisierter Kindesmisshandlung verschrieben. SIE erfahren seit Jahren in ihrer täglichen Praxis vom TATSÄCHLICHEN AUSMASS dieser Form von Gewalt gegen Kinder.  SIE sammeln seit Jahren Informationen und Daten zu den Hintergründen und zum Vorkommen von sexualisierter Kindesmisshandlung. SIE erhalten seit Jahren private und öffentliche Mittel, um sich für die Opfer von sexualisierter Kindesmisshandlung einzusetzen.</p>
<p>SIE haben sich selbst „fachpolitische Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit“ auf die Fahnen geschrieben. SIE können dabei auf eine Gemeinschaft im Rücken vertrauen.</p>
<p>Und dennoch hat sich seit dem Bekanntwerden der ersten Vorfälle am Canisius-Kolleg in Berlin am 31. Januar 2010 KEINE EINZIGE Opferschutz- bzw. Kinderschutzgemeinschaft zum Thema sexualisierte Kindesmisshandlung öffentlich geäußert. Es gibt keinerlei Presseerklärungen Ihrerseits zum gesamten Komplex sexualisierte Kindesmisshandlung. Es gibt kein öffentliches Eintreten für die Opfer bzw. ehemaligen Opfer. Es gibt keinerlei Aktivitäten, die darauf schließen lassen, dass SIE überhaupt irgendetwas zu diesem Thema beizutragen hätten.</p>
<p>Es gibt keine Aussagen hinsichtlich des tatsächlichen Ausmaßes von sexualisierter Kindesmisshandlung in unserer Gesellschaft. Keine Klarstellung, wie hoch die Zahl der Opfer wirklich ist. Keine Klarstellung, dass der Großteil der Vorfälle nicht in Internaten und Schulen, sondern in den Familien stattfindet. Kein erkennbares Engagement Ihrerseits, diese Tatsache endlich in die öffentliche Diskussion zu bringen. Kein erkennbares Engagement Ihrerseits, sich in die neuerliche Diskussion des gegenwärtigen Strafrechts und/oder zum Thema Verjährungsfrist einsetzen zu wollen.</p>
<p>Es gibt von Ihnen einfach N I C H T S. Außer Schweigen.</p>
<p>Obwohl Sie sich den Kinderschutz und den Opferschutz auf die Fahnen schreiben, überlassen Sie es wieder einzig und allein den Opfern, für ihr Recht und ihre Wahrheit einzutreten und zu kämpfen. Obwohl Sie scheinbar so zahlreiche politische und gesellschaftliche Kontakte haben, nutzen Sie diese Netzwerke nicht, um endlich im Sinne des Opferschutzes für Klarheit und Klarstellung zu sorgen. Obwohl Sie Zugang zu sehr viel mehr Statistiken, Zahlen und Informationen und Erkenntnissen haben, bemühen Sie sich nicht um eine entsprechende Aufklärung der Medien und der Öffentlichkeit.</p>
<p>Ich frage mich, warum?</p>
<p>Und ich frage mich, WANN Sie eigentlich solcherart „fachpolitischer Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit“ eigentlich machen wollen, WENN NICHT JETZT????</p>
<p>Wir Opfer von sexualisierter Kindesmisshandlung fordern von Ihnen</p>
<ul>
<li>Nutzen Sie Ihre Instrumente (Pressemeldungen, Pressegespräche, Vorträge, Interviews in Medien, usw.) und Ihre Kontakte zu Politiker/innen, den Medien und anderen öffentlichen Institutionen, um über die Zusammenhänge, Hintergründe zu informieren.</li>
</ul>
<ul>
<li>Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, auf das wahre Ausmaß dieser Taten und die bisher verschwiegenen Tatorte (bspw. Familie) hinzuweisen.</li>
</ul>
<ul>
<li>Nutzen Sie die derzeitige öffentliche Aufmerksamkeit, um breit und nachhaltig über das Thema sexualisierte Kindesmisshandlung aufzuklären.</li>
</ul>
<ul>
<li>Vor allem: Unterstützen Sie endlich die Opfer in ihrem aktuellen öffentlichen Kampf um die Aufmerksamkeit der Gesellschaft für das unsägliche Leid, das wir durch diese Misshandlungen erfahren haben und noch erfahren.</li>
</ul>
<ul>
<li>Machen Sie sich endlich bemerkbar! Helfen Sie uns! Stehen Sie uns endlich wirklich bei!</li>
</ul>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Petra Forberger, 89077 Ulm</p>
<p>Freie Journalistin</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Offener Brief: Bernhard Rasche, Neumarkt, Diplom-Theologe</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/03/06/offener-brief-bernhard-rasche-neumarkt-diplom-theologe/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 07:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Offener Brief an
den Orden der Missionare von der Heiligen Familie,
die Diözese Würzburg
die Konferenz der Deutschen Ordensoberen
die Deutsche Bischofskonferenz.
Die Vorgänge im das Canisius Kolleg in Berlin geben Anlass mich laut und deutlich zu Wort zu melden. Mit Pater Mertes übernimmt endlich jemand vernehmlich Verantwortung nicht nur für den Missbrauch und das Vertuschen, sondern auch für die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief an</p>
<p>den Orden der Missionare von der Heiligen Familie,<br />
die Diözese Würzburg<br />
die Konferenz der Deutschen Ordensoberen<br />
die Deutsche Bischofskonferenz.<span id="more-1707"></span></p>
<p>Die Vorgänge im das Canisius Kolleg in Berlin geben Anlass mich laut und deutlich zu Wort zu melden. Mit Pater Mertes übernimmt endlich jemand vernehmlich Verantwortung nicht nur für den Missbrauch und das Vertuschen, sondern auch für die Folgen dieser Taten. Endlich werden einmal die Strukturen die den Missbrauch über Jahre ermöglichten benannt und die Kultur des Schweigens und Wegschauens gebrandmarkt. Pater Mertes ist ein Glücksfall für die Diskussion um den Kindesmissbrauch im Raum der Kirche! Er hat meine unbedingte Hochachtung und meinen Respekt.</p>
<p>Gleichzeitig mischt sich bei mir Verzweiflung mit Wut und Entsetzen. Was ist so anders am Canisius als in Lebenhan? An dem Ort an dem ich und andere emotionaler, körperlicher und sexueller Gewalt ausgeliefert waren? Wir waren kein Eliteinternat, der Orden kein Eliteorden. Missbrauch in Lebenhan heißt: Der für uns verantwortliche Orden, die „Missionare von der Heiligen Familie“ (welch Ironie) weigern sich bis heute Verantwortung für uns zu übernehmen, ja leugnen, dass sie je Verantwortung für uns hatten. Meine Anzeige des Missbrauchs führte nur zu einem neuerlichen Missbrauch. Keines der Opfer wurde von der Untersuchungskommission gehört. Die Bitten von Opfern um ein Treffen der Opfer wurde abgelehnt. Meine Bitte und Forderung alle anzusprechen die damals im Internat waren: abgelehnt. Trotz der Aussage der Opfer, dass es andere Beteiligte gab, dass der Orden von den Verbrechen wusste: der Täter ist geständig, wir sind nicht verantwortlich, wir haben nichts gewusst. Meine Anfragen um Kenntnis des Auftrages an die Untersuchungskommission: abgelehnt, meine Bitte um die Übersendung des Untersuchungsberichtes: abgelehnt aus Gründen des Opferschutzes. Was ist mit den anderen; Herr I., der Kinder nachdem sie von Herrn B. zusammengeschlagen wurden zum Arzt brachte und anschließend wieder in die Hände des Schlägers gab. Was ist mit J.W., welche Rolle spielte er bei dem Missbrauch? Was ist mit Herrn L., der im Religionsunterricht übergriffig war, und was ist damit, dass ein Arbeiter dem Rektor den Missbrauch meldete, dieser aber nichts tat? Bei diesem Arbeiter hat sich ich bis heute niemand vom Orden, auch nicht die Untersuchungskommission gemeldet.</p>
<p>Der Missbrauch in Lebenhan ging über mähr als 10 Jahre, er war systematisch und er war systematisch, Teil des Systems Lebenhan, von der Ordensleitung gewollt. Der Orden selbst ist hier zum Täter geworden, spätestens nachdem er das erste Kind nach Schlägen zum Arzt brachte und dann in die Hände des Schlägers zurückbrachte. Missbrauch wird immer wieder geschehen, und dieser ist schlimm genug. Was aber nicht geschehen durfte, nie geschehen darf ist, dass die Verbrechen und die Verbrecher den Schutz des Ordens geniessen. Der Orden hat mit seinemHandeln die Verjährung bewusst herbeiführt. Wider besseren Wissens wird weiterhin die beliebte These des Einzeltäters zur Vertuschen der eigenen Verstrickung angeführt. Gemeinhin nenne ich solches nicht Orden, erst recht nicht „Heilige Familie“ sondern eine „kriminelle Vereinigung“! An keinem Punkt kann ich erkennen, dass es sich um Männer handelt, um eine Organisation handelt die sich den Worten und dem Leben des Mannes aus Nazareth verpflichtet fühlt.</p>
<p>Meine Bitte an den Bischof von Würzburg um ein Wort und um Seelsorge: abgelehnt, wir haben damit nichts zu tun und sind nicht verantwortlich. Meine Beschwerden bei der Konferenz der Ordensoberen mit Hinweis auf die Leitlinien zum Umgang bei sexuellem Missbrauch: der Orden macht alles korrekt. Meine Bitte an die Diözese Würzburg nach Seelsorge: abgelehnt. Versuche bei mehreren Offizialaten deutscher Bistümer Kenntnis der rechtlichen Situation zu erlangen führten dazu, dass ich von einem die Leitlinien erhielt, von einem anderen wurde mir gesagt, dass ich in einem Verfahren einen Beistand haben kann (aber natürlich nur einen Priester) von einem anderen die Telefonnummer einer Rota-Anwältin in Rom. Kurz: keine Hilfen für Opfer, niemand ist interessiert zu helfen. Dass in der Diözese Würzburg ausgerechte der Personalchef Ansprechpartner für Missbrauchsopfer ist, der wissentlich Täter weiter agieren lies, wenn auch in anderen Diözesen ist schlicht der Inbegriff der Inkompetenz und des Nicht-Sehen-Wollens.</p>
<p>In den Leitlinien die die Bischofskonferenz verabschiedet haben und die die Orden sich zu eigen machten spielen die Opfer keine Rolle. Die Opfer müssen von niemanden gehört werden werden. Einspruchsmöglichkeiten für Opfer gibt es nicht , die Verfahren können in Gänze ohne die Beteiligung von Opfern durchgeführt und abgeschlossen werden. Die Absicht der Leitlinien wird am besten daran deutlich, dass ausgeführt wird, dass auf Antrag der Opfer ein Zuschuss zu Therapiekosten gewährt werden kann. Für Missbrauch der im kirchlichen Raum stattfindet tragen nur die Opfer und die Gesellschaft alle Konsequenzen.</p>
<p>Ich habe bis dato an keinem einzigen Punkt erfahren, dass ich es hier mit Kirche, mit Männern und Organisationen zu tun habe die sich auf Botschaft und Leben des Mannes aus Nazareth berufen, an keinem Punkt. Es hat mich kalt erwischt, als der bekennend verantwortungslose Bischof von Regensburg, der sich weigerte mit den Betroffenen zusammen zu treffen wegen seiner „besonderen theologischen Kompetenz“ zu höheren Weihen nach Rom berufen wurde. Dies war und ist ein Schlag in die Gesichter der Opfer. Wenn Kirche sich nicht klar und entschieden auf die Seite der Opfer stellt und die Gerechtigkeit und die Barmherzigkeit des Mannes aus Nazareth nicht zur eigenen Handlungsmaxime macht ist sie nicht Kirche! Sondern bestenfalls eine Versicherungsgesellschaft mit einem sehr hohen Restrisiko.</p>
<p>Meine Forderungen sind:</p>
<p>an den Orden:</p>
<ol>
<li>Bestellung eines Beauftragten der weder aus dem Orden noch dem Umfeld des Ordens oder anderer</li>
<li>kirchlicher Einrichtungen entstammt, sondern klar parteilich für die Opfer eintreten kann.</li>
<li>Endlich die Untersuchung und die Aufklärung des Systems Lebenhan und nicht nur die Schuldzuweisung an einen einzigen Täter.</li>
<li>Dass der Orden endlich die Verantwortung übernimmt für die unter seinem Dach und mit seinem Wissen begangenen Verbrechen.</li>
<li>Übernahme der Kosten die den öffentlichen Kassen durch die Behandlung der Opfer entstehen.</li>
<li>Ein Täter-Opfer Ausgleich, der den Orden als Täter mit einschließt.</li>
<li>Veröffentlichung aller relevanter Berichte</li>
</ol>
<p>an die Diözese Würzburg:</p>
<ol>
<li>Rücktritt des Ansprechpartners für sexuellen Missbrauch</li>
<li>Benennung eines Beauftragten der klar, entschieden und parteilich auf Seiten der Opfer steht und nicht im Dienst der Kirche oder einer kirchlichen Organisation steht</li>
<li>Endlich klare und entschiedene Pastoral in meiner Heimat um die Leiden der Opfer und das falsche Handeln der Diözese zum Thema zu machen</li>
<li>Mit Druck ausüben auf den Orden, damit dieser sich endlich der Verantwortung stellt, dass unter seinem Dach Kindern der Diözese Würzburg Gewalt angetan wurde.</li>
</ol>
<p>an die Bischofskonferenz und die Konferenz der Ordensoberen:</p>
<ol>
<li>Einstampfen der Leitlinien.</li>
<li>Neue Leitlinien müssen die klare und eindeutige Parteinahme für die Opfer nicht nur in der Präambel verbalisieren sondern in konkretes Handeln münden.</li>
<li>Grundsätzliche Übernahme aller entstehenden Behandlungskosten der Opfer, ohne Antrag.</li>
<li>Ein Täter-Opfer Ausgleich.</li>
<li>Opfer müssen zum Subjekt des Handelns werden, das heißt, sie müssen gehört werden, sie müssen Teil des Verfahrens werden.</li>
<li>Einspruchsmöglichkeiten für die Opfer im Verfahren.</li>
<li>Die Verpflichtung der Diözesen und Orden den Opfern bei alle rechtlichen und kirchenrechtlichen Schritte zur Seite zu stehen.</li>
<li>Keine Beförderung von Personen die sich durch Schweigen, Ignorieren, Vertuschen oder mehr an Menschen schuldig gemacht haben.</li>
<li>Die Pflicht zu transparenten, öffentlichen Verfahren, die aber auch die Opfer nicht diskreditieren.</li>
<li>Die grundsätzliche Pflicht zur Information der Opfer.</li>
<li>Es muss aufhören, dass ständig von „Einzeltätern“ gesprochen wird, was fast immer fern jeder Realität ist. Es muss klar und deutlich benannt werden, dass es hier um „strukturelle Sünde“ geht, in der die ganze Kirche verwoben ist. Alle „Einzeltäter“ wurden von ein einer Vielzahl von Mittätern gestützt und geschützt.</li>
<li>Es muss aufhören, dass darauf verwiesen wird, dass die der Missbrauch in der Kirche nicht viel anders ist als anderswo.</li>
</ol>
<p>In meiner Bibel geht Jesus dem verlorenen Schaf nach und verweist nicht darauf, dass in anderen Herden auch Tieren verloren gehen.</p>
<p>Die Kirche muss sich auf ihre Grundlagen besinnen. Wer in der Diskussion um Kindesmissbrauch in der Kirche glaubt eine angeblich angegriffene Kirche verteidigen zu müssen, wer glaubt sich gegen „Pauschalurteile“ wehren zu müssen, nimmt den Missbrauch und die Opfer nicht ernst, hat aufgehört sich mit der Botschaft selbst zu beschäftigen und betreibt im besten Sinn des Wortes Blasphemie. Würde die Kirche ein ähnliches finanzielles und personelles Engagement beim „Missbrauch des geborenen Lebens“ zeigen wie sie glaubt beim „Schutz des ungeborenen Lebens“ zeigen zu müssen hätte sie weit weniger Glaubwürdigkeitsprobleme.</p>
<p>Bernhard Rasche, Neumarkt<br />
Diplom-Theologe</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wasch&#8217; mich, aber mach&#8217; mich nicht nass!</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/02/27/wasch-mich-aber-mach-mich-nicht-nass/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 09:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Offener Brief der Eltern und (Alt-)Schüler des Aloisius-Kollegs in Bad Godesberg
-veröffentlicht durch verschiedene Medien am 17.02.2010
Ein Kommentar von Alkmini Nelsen
Matthäus 6,24-34
Niemand kann zwei Herren dienen. Entweder er wird einen hassen und den anderen lieben, oder wird einem anhangen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
Aus dem Konfirmandenunterricht mag bei mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-02/16161867-diskussion-um-vorwuerfe-sexuellen-missbrauchs-am-aloisiuskolleg-altschueler-und-eltern-befuerworten-offene-auseinandersetzung-und-druecken-verbundenh-007.htm" target="_blank">Offener Brief der Eltern und (Alt-)Schüler des Aloisius-Kollegs in Bad Godesberg</a><br />
-veröffentlicht durch verschiedene Medien am 17.02.2010</p>
<p>Ein Kommentar von Alkmini Nelsen</p>
<p><em>Matthäus 6,24-34<br />
Niemand kann zwei Herren dienen. Entweder er wird einen hassen und den anderen lieben, oder wird einem anhangen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.</em><span id="more-1630"></span></p>
<p>Aus dem Konfirmandenunterricht mag bei mir nicht viel übrig geblieben sein, doch erinnerten mich  die Schlagzeilen verschiedener Online-Magazine unmittelbar an dieses Bibelzitat. Diesen war zu  entnehmen, dass 520 ehemalige Schüler samt Eltern des Jesuitenkollegs Bad Godesberg tatsächlich ernst mit ihrer Idee machten, einen offen Brief zu den Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs an Schülern am Bonner Aloisius-Kolleg zu publizieren. Hierin behaupten die Unterzeichner <em>eine rückhaltlose Aufarbeitung aller Vorwürfe zu betreiben und möglichen Opfern umfassende Hilfe zukommen zu lassen</em>, drückten aber auch <em>gleichzeitig</em> dem Aloisius-Kolleg ihre Verbundenheit aus.</p>
<p>Es wird nicht versäumt zu betonen, dass die Werte des Aloisius-Kollegs als katholische Schule und Internat, geführt vom Jesuitenorden, <em>durch die Ereignisse unberührt sind und bleiben</em>. Das Kolleg sei stets von einer <em>Atmosphäre der Offenheit mit der Anleitung zu selbstverantwortlichem verantwortungsbewusstem Handeln geprägt</em> gewesen.</p>
<p>Mit Verlaub, davon scheint nicht mehr viel übrig geblieben zu sein, drückt diese Aussage doch allenfalls trotziges Entgegensetzen zur Realität sowie eine Atmosphäre der Ignoranz aus, mit der versucht werden soll, die Flucht nach vorn zu starten.</p>
<p>Abschließend wird von den Autoren dann noch der Satz hervorgehoben:<br />
<em><br />
Wir sichern Ihnen und Euch jetzt und in Zukunft unsere volle Unterstützung und Solidarität zu.</em></p>
<p>Ja was denn nun? Solidarität mit den Opfern oder den Tätern? Gut, lieber mit beiden.</p>
<p>Oder lieber nicht weiter ausführen, wie denn die Solidarität mit den Opfern aussehen könnte?</p>
<p>Noch keine Ideen dazu? Egal, Hauptsache es klingt gut!</p>
<p>Nein, es klingt nach vorauseilendem Gehorsam und weist letztlich eine Positionierung aus, nämlich die, zu den beschuldigten Patres und deren Mitwissern.</p>
<p>Im Anschreiben an Eltern und Ehemalige des Abschlussjahrgangs 1986 wird aufgrund „der sich überschlagenden Ereignisse“ vom Verfasser Bestürzung und Betroffenheit im Namen aller bekundet.<br />
Welche Ereignisse sind denn gemeint?<br />
Dass Jungen dieser Schule über Jahrzehnte von den Lehrern, die Eltern ihnen anvertrauten, <em>systematisch sexuell missbraucht</em> wurden? Ja, das sollte mindestens bestürzt und betroffen machen!<br />
Doch welche Ereignisse überstürzen sich? Der Missbrauch ging doch über Jahrzehnte, auch vor den Augen der Ehemaligen des o.g. Jahrgangs.  Es mag  schwer fallen, sich nun eingestehen zu müssen, all die Jahre weggeschaut, Signale nicht wahrgenommen und die Jungen in dieser Gemeinschaft allein gelassen zu haben. Doch das rechtfertigt die darauf erfolgte Aktion bei weitem nicht.<br />
Wenn man den „Offenen Brief“ liest, wird schnell klar, dass nicht die Ereignisse des sexuellen Missbrauchs &#8211; oder der „Grenzüberschreitungen“ wie Pater Theo Schneider diesen noch heute in einem kürzlich veröffentlichten Interview der Sendung „Kontraste“ sarkastischerweise nannte &#8211; gemeint sind, sondern die <em>Wahrheit</em>, die nach und nach aufgedeckt und beleuchtet wird.<br />
Weshalb Ehemalige und Eltern unterschrieben haben, dass sie den Entschluss Pater Schneiders von seinem Amt als Rektor des Akos zurückzutreten, zutiefst bedauern, weist, insbesondere nach der vorhergehenden Solidaritätsbekundung mit den Opfern, eine subtile Doppelbödigkeit auf, die auch als solche benannt werden muss.<br />
Darüber hinaus werden durch das Bekenntnis, nicht sexuell missbraucht worden zu sein, von den Unterzeichnern Grenzüberschreitungen munter fortgeführt. An dieser Stelle mag noch einmal erwähnt werden, dass die sexuelle Gewalt an Schülern des Aloisius-Kollegs, in der von der steten <em>Atmosphäre der Offenheit mit der Anleitung zu selbstverantwortlichem, sowie verantwortungsbewusstem Handeln</em>, über Jahrzehnte möglich war! Sind nun die, die nicht unterschrieben haben, folgerichtig Opfer sexuellen Missbrauchs? Dann, werte Initiatoren und Unterzeichner, war dies wohl ein Schuss nach hinten, der die Anzahl der Opfer der Beschuldigten in eine nicht vorstellbare Höhe schellen lässt! Oder gehören diese in den Augen Selbstgerechter, fortan zu den  schweigenden Nestbeschmutzern? Oder wird hier der schäbige Versuch gestartet, diejenigen, die sich mitteilten und weiter mitteilen, durch die Anzahl der Unterzeichner unglaubwürdig zu machen, indem man diese gegenüberstellt?<br />
Was ist mit denen, die sexuelle Übergriffe erlitten haben und glauben, sich die Veröffentlichung dessen nicht leisten zu können, in der nicht seltenen Annahme und Scham, eine Mitschuld zu tragen?<br />
Dieser unüberlegte, unreflektierte Umgang mit potentiellen Opfern sexueller Gewalt ist kein gutes Aushängeschild für die von den Unterzeichnern propagierte respektvolle Atmosphäre am Aloisius- Kolleg.<br />
In dem o.g. Interview des ehemaligen Rektors Pater Schneider, räumte dieser selbst ein, dass ihm die Übergriffe über Jahre hinweg bekannt gewesen seien. Eine weitere hilflose Aussage von ihm war, dass er Pater St. darauf hingewiesen haben soll, das er „dieses Risiko nicht eingehen“ würde.<br />
Welches Risiko? Kinderseelen zu traumatisieren oder bei sexuellen Übergriffen erwischt zu werden?<br />
Befremdlicher weise gibt er zeitgleich an, sich nicht mehr erinnern zu können.<br />
Also bleibt auch diese Frage offen.</p>
<p>Es ist nachvollziehbar bislang im Glauben gelebt zu haben, dass Pater Theo Schneider ein guter Erzieher und Mentor gewesen sei.<br />
Doch das kann allenfalls nur bis zu dem Zeitpunkt gelten, an dem die furchtbaren Taten ans Licht kamen. Insbesondere die Ehemaligen, die um einige Lebensjahre so wie Erfahrungen reicher sein dürften, könnten die Wahl treffen, diesmal den Mut aufzubringen und die Gelegenheit zum Hinsehen und Reflektieren ergreifen.<br />
Was ist so schwer an dem Eingeständnis, dass alle Schüler und Eltern um ihr Vertrauen, welches  sie in die Erzieher und Lehrer setzten, betrogen und getäuscht wurden?<br />
Die Äusserung hingegen, dass die Werte des Kollegs, die schließlich zu Jahrzehnte andauernden sexuellen Übergriffen führen konnten, <em>von den Ereignissen unberührt bleiben</em>, ist neben der weiteren Ohrfeige und der Verhöhnung der Opfer, nur noch beschämend.</p>
<p>Mit Worten wird den Opfern abschließend „jetzt und in Zukunft“ weitere Solidarität zugesagt.<br />
Solidarität, dies ist leider nicht erwähnt worden, bekamen bislang ausschließlich die Verantwortlichen des Aloisius-Kollegs:<br />
In einem Anschreiben wurden sämtliche Ehemalige, Eltern und Schüler zu „großzügigen Spenden“ aufgefordert, die dem Zwecke der Veröffentlichung des im Ergebnis verantwortungsfreien offenen Briefes, dienen sollten. Eine Summe von 30 bis 50 Tsd Euro wurde als Zielbetrag genannt.<br />
Darüber spricht man natürlich nicht.</p>
<p>Mit dieser Summe den Anfang für einen Fonds der sexuell missbrauchten  und gedemütigten ehemaligen Schüler des Aloisius-Kollegs, so wie den für ihre Kinder einstehenden Eltern zu machen, anstatt den Tätern und Mitwissern aus Prestigegründen eine Solidaritätsbekundung abdrucken zu lassen, darauf sind die Unterzeichner bedauerlicher Weise nicht gekommen.</p>
<p>Mir bleibt nur die Distanzierung zu einer Gemeinschaft zu bekunden, die sich auf christliche Werte beruft, jedoch durch ihre Taten und Äusserungen die Schwachen weiter zu schwächen versucht.</p>
<p>Meine persönliche uneingeschränkte Solidarität gehört den Opfern sexueller Gewalt sowie den engagierten Eltern dieser Kinder. Diese nehmen durch das Benennen des Erlebten, die Bedrohung ihres gesamten sozialen Netzwerks in Kauf, so Pater Mertens in einem Interview. Er fügte hinzu, dass dies eine ungeheure Last sei, die die Opfer trügen, welche bestätigt würde, „wenn das Opfer beim Sprechen die flackernde Angst in den Augen der Hörer sieht“.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Leserinnenbrief zum Kommentar von Nina Apin „Endlich redet die Kirche“</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/01/31/leserinnenbrief-zum-kommentar-von-nina-apin-%e2%80%9eendlich-redet-die-kirche%e2%80%9c/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/01/31/leserinnenbrief-zum-kommentar-von-nina-apin-%e2%80%9eendlich-redet-die-kirche%e2%80%9c/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Jan 2010 17:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=959</guid>
		<description><![CDATA[Leserinnenbrief zum Kommentar von Nina Apin
„Endlich redet die Kirche“ (Ausgabe taz vom 30.1.2010, Seite 33)
Berlin, d. 30.1.2010
Liebe Redaktion,
Liebe Frau Apin,
Ihr habt in Eurer Ausgabe vom 30.1.2010 gleich drei Artikel auf der Seite 33 „berlin“ zum Thema „Missbrauch/Katholische Kirche“ veröffentlicht.
Das zeigt, dass Ihr davon ausgeht, dass dieses Thema Eure LeserInnen bewegt und interessiert.
Ich nehme mal an, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leserinnenbrief zum Kommentar von Nina Apin<br />
„Endlich redet die Kirche“ (Ausgabe taz vom 30.1.2010, Seite 33)</p>
<p>Berlin, d. 30.1.2010</p>
<p>Liebe Redaktion,<br />
Liebe Frau Apin,</p>
<p>Ihr habt in Eurer Ausgabe vom 30.1.2010 gleich drei Artikel auf der Seite 33 „berlin“ zum Thema „Missbrauch/Katholische Kirche“ veröffentlicht.</p>
<p>Das zeigt, dass Ihr davon ausgeht, dass dieses Thema Eure LeserInnen bewegt und interessiert.</p>
<p>Ich nehme mal an, dass ich als 45jährige, eher links-ökologisch eingestellte, gut ausgebildete und engagierte Berlinerin eine Eurer typischen LeserInnen bin.</p>
<p>Die im positiven Sinne kritische, mitunter „freche“ und originelle Berichterstattung in der taz schätze ich so sehr, dass ich seit Jahren eine treue Abonnentin bin.</p>
<p>Ich finde es gut, dass Ihr mitunter auch für „bewegte“ LeserInnen unbequeme Positionen vertretet und so dazu anregt, überkommene, vertraute Überzeugungen neu zu überdenken.</p>
<p>Umso entsetzter war ich heute Morgen, als ich den Kommentar von Nina Apin zu den Vorfällen im Canisius-Kolleg las.<br />
Insgesamt ist er wohlwollend formuliert, was das Verhalten des Rektors, Pater Klaus Mertes, angeht.</p>
<p>Ich hätte mir diesbezüglich eine etwas kritischere Betrachtung gewünscht, zumal ja rechts neben dem Kommentar in dem Artikel „Noch mehr Missbrauchsopfer“ jede Menge Hinweise zu finden waren, über die jede/r mit dem Thema „sexuelle Gewalt“ auch nur im Ansatz vertraute JournalistIn hätte stolpern müssen.</p>
<p>Was mich aber im wahrsten Sinne des Wortes umgehauen hat, war der Schlusssatz von Nina Apin: „Langfristig würde wohl die Abschaffung des Zölibats für Priester am meisten bewirken“.<span id="more-959"></span></p>
<p>Solche Vorschläge hätte ich eher in der BZ oder der BILD vermutet. Deshalb habe ich mir mal deren Websites angeguckt – und siehe da – ich durfte wieder mal ein Vorurteil revidieren.</p>
<p>Keinerlei fragwürdige Berichterstattung zu finden– im Gegenteil: die BILD informiert sachlich und gibt hat sogar weitere links auf Themen wie: „Woran erkenne ich, dass mein Kind sexuell missbraucht wird“ und befragt dazu Leute von „Dunkelziffer e.V.“. Sogar Johnny Haeusler (Spreeblick) wird dort interviewt.</p>
<p>Nun komme ich aber ins Grübeln.</p>
<p>Hinter dem oben zitierten Satz steckt die irrige und überkommene Annahme, dass sexuelle Übergriffe von Priestern die zwangsläufige Folge von erzwungener sexueller Enthaltsamkeit seien. So nach dem Motto „na wenn er denn seine Frau pimpern dürfte, dann müsste er ja keine Kinder begrapschen“.<br />
Ganz zu Ende gedacht hieße das  „Seine Frau hätte der Priester missbrauchen dürfen, Kinder nicht“.</p>
<p>Ich weiß nicht, wie viele Artikel in der 30jährigen Geschichte der taz schon zum Thema „sexuelle Gewalt“ veröffentlicht wurden. Sicherlich Tausende. Auf jeden Fall spielt ihr doch eine Vorreiterrolle und habt über dieses Thema schon reflektiert berichtet, als andere Blätter noch den „bösen, schwarzen Mann“ vorgestellt haben.</p>
<p>Deshalb begreife ich nicht, wie Nina Apin so etwas schreiben kann. Sie demütigt damit die Opfer, degradiert sie zu sexuellen „Ersatzobjekten“, verharmlost so die Taten und liefert damit Menschen, die sexuell übergriffig handeln, geradezu eine Argumentationsvorlage.</p>
<p>„Missbraucher“ praktizieren eine abnorme, kriminelle Form der Sexualität. Mit Vorsatz, Berechnung und der erklärten Absicht ihre Opfer zu demütigen und ihnen zu schaden.<br />
Dahinter steckt das Bedürfnis, Macht über andere auszuüben und sich selbst damit aufzuwerten.<br />
Viele Missbraucher sind gleichzeitig ehemalige Opfer. Nicht „Normalos“, die zufällig Priester wurden und nun unter der  „unnatürlichen Enthaltsamkeit“ so sehr leiden, dass sie nicht anders können als…</p>
<p>Das Thema der Katholischen Kirche ist nicht das Zölibat, sondern Hierarchie und Machtmissbrauch. Diese Erkenntnis ist so banal, dass ich mich fast schäme, sie hier so formulieren zu müssen.</p>
<p>Ich kann dazu nur sagen – gut gemeint aber gründlich daneben.</p>
<p>Ein Angebot zur Güte: Berichtet doch mal über ein großes Unrecht, nämlich dass sexuelle Gewalttaten an Kindern nach deutschem Strafrecht immer noch verjähren. In anderen europäischen Ländern ist das anders.<br />
Infos auf der website „norbert.denef.com“ – dort findet Ihr auch einen Petitionsaufruf.</p>
<p>Wünsche Euch eine schöne Arbeitswoche und freue auf viele gute Artikel in der taz.</p>
<p>Angelika Oetken<br />
Parrisiusstraße 23<br />
12555 Berlin</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzwerkb.org/2010/01/31/leserinnenbrief-zum-kommentar-von-nina-apin-%e2%80%9eendlich-redet-die-kirche%e2%80%9c/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>„Canisiuskolleg: Missbrauchsfälle an Berliner Eliteschule“</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2010/01/29/862/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2010/01/29/862/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 14:11:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Berliner Morgenpost
Redaktion
Leserbrief zu zwei Artikeln der Ausgabe vom 28.1.2010
„Canisiuskolleg: Missbrauchsfälle an Berliner Eliteschule“ (Titelseite)
„Das Schweigen muss gebrochen werden“ (Seite 13)
Sehr geehrte Redaktion,
Sehr geehrter Herr Anker, Sehr geehrter Herr Behrendt,
Herr Pater Mertens hat mit seiner Entscheidung ein hohes Maß an Zivilcourage bewiesen und seinen reflektierten Äußerungen ist zu entnehmen, dass er die von sexuellen Übergriffen betroffenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berliner Morgenpost<br />
Redaktion</p>
<p>Leserbrief zu zwei Artikeln der Ausgabe vom 28.1.2010<br />
„Canisiuskolleg: Missbrauchsfälle an Berliner Eliteschule“ (Titelseite)<br />
„Das Schweigen muss gebrochen werden“ (Seite 13)</p>
<p>Sehr geehrte Redaktion,<br />
Sehr geehrter Herr Anker, Sehr geehrter Herr Behrendt,</p>
<p>Herr Pater Mertens hat mit seiner Entscheidung ein hohes Maß an Zivilcourage bewiesen und seinen reflektierten Äußerungen ist zu entnehmen, dass er die von sexuellen Übergriffen betroffenen ehemaligen Schüler ernst nimmt und sie unterstützen möchte.</p>
<p>Den Betroffenen kann ich allerdings nur dringend raten, sich zusammenzutun und alle weiteren Schritte abzusprechen. Zum einen, um sich gegenseitig zu unterstützen und zu motivieren, zum anderen, um sich davor zu schützen nach der Schadensbegrenzung von der Institution „Katholische Kirche“ fallen gelassen zu werden.<br />
Viele ähnliche Fälle in Deutschland, Irland, Asien, Kanada, den USA, Lateinamerika und Afrika zeigen, dass es der katholischen Kirche vor allem darum geht, die Stützpfeiler ihrer Macht aufrechtzuerhalten: das hierarchische Gefälle zwischen den Geschlechtern, den Generationen und Laien und Geistlichen. <span id="more-862"></span></p>
<p>Juristische Schritte können fatalerweise in Fällen wie diesem nicht mehr unternommen werden. Selbst bei schwerem sexuellem Missbrauch ist die Tat 20 Jahre nach Erreichen der Volljährigkeit verjährt, in weniger schweren Fällen sogar schon nach 10 Jahren.<br />
Da viele Betroffene erst als längst erwachsene Menschen den Mut und die Gelegenheit finden, sich dazu zu bekennen, „Opfer“ gewesen zu sein und oftmals ihr ganzes Leben schwer beeinträchtigt sind, stellt diese Verjährung ein großes Unrecht dar.<br />
Sie ist ein Hauptgrund dafür, dass Täter in unserer Gesellschaft oftmals ungeschoren davon kommen und weiter sexuelle Verbrechen begehen.<br />
Momentan werden gerade Unterschriften für eine Petition an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gesammelt (<a href="http://norbert.denef.com/petition" target="_blank">norbert.denef.com/petition</a>).<br />
Deshalb ist es umso tragischer und zugleich bezeichnend, dass den betroffenen Schülern nicht schon damals geholfen wurde.</p>
<p>Da aber im Durchschnitt 5 – 20 Prozent aller Kinder sexuellen Misshandlungen ausgesetzt sind (je nach Definition) wird es am Canisius-Kolleg, wie an allen anderen Schulen auch, in jeder Schulklasse mindestens ein betroffenes Kind geben.<br />
Insofern lohnt es sich für die Schule sowieso, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.<br />
Die Erschütterung des Schulleiters legt nahe, dass ihm das wohl nicht so präsent ist, wie es sein sollte. Aber damit geht er konform mit der Mehrheit der Menschen in unserer Gesellschaft.<br />
Es ist unter anderem die Kultur der Scham und des Verdrängens die Taten wie diese möglich machen.</p>
<p>Ich hoffe, dass die Opfer und ihre Angehörigen sich kompetente Unterstützung holen und sie bekommen.</p>
<p>Berlin, d. 29.1.2010</p>
<p>Angelika Oetken<br />
Parrisiusstraße 23<br />
12555 Berlin</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Antwort – Offener Brief – Psychoanalytische Vereinigung, sollen Opfer schweigen?</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2009/09/28/antwort-%e2%80%93-offener-brief-%e2%80%93-psychoanalytische-vereinigung-sollen-opfer-schweigen/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2009/09/28/antwort-%e2%80%93-offener-brief-%e2%80%93-psychoanalytische-vereinigung-sollen-opfer-schweigen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 13:41:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=552</guid>
		<description><![CDATA[Offener Brief – Psychoanalytische Vereinigung, sollen Opfer schweigen?
____________________________________________
Antwort von Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V. am 28.09.2009
Sehr geehrter Herr Denef,
als wir Anfang August Ihren Aufruf erhielten, Ihre Initiative zur Aufhebung der Verjährungsfrist für sexuellen Mißbrauch im Zivilrecht zu unterstützen, standen wir im Vorstand der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) vor einem Problem, das wir auch von anderen Initiativen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://norbert.denef.com/2009/09/05/offener-brief-%E2%80%93-psychoanalytische-vereinigung-sollen-opfer-schweigen/" target="_blank">Offener Brief – Psychoanalytische Vereinigung, sollen Opfer schweigen?</a><br />
____________________________________________</p>
<p>Antwort von Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V. am 28.09.2009</p>
<p>Sehr geehrter Herr Denef,</p>
<p>als wir Anfang August Ihren Aufruf erhielten, Ihre Initiative zur Aufhebung der Verjährungsfrist für sexuellen Mißbrauch im Zivilrecht zu unterstützen, standen wir im Vorstand der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) vor einem Problem, das wir auch von anderen Initiativen, die an uns herangetragen werden, kennen. Einerseits haben wir als Privatpersonen Ihr Anliegen als sehr gut nachvollziehbar und gerechtfertigt eingeschätzt &#8211; wir wissen aus unserer Arbeit mit Opfern sexueller Gewalt, wie langwierig und schwer der Weg dahin ist, sich überhaupt herauszutrauen und öffentlich bekannt zu machen, was geschehen ist. (Ihr Buch zeigt das in eindrucksvoller Weise.)</p>
<p>Andererseits ging es nicht darum, wie wir als Privatpersonen dazu stehen, sondern Sie wollten von unserer Vereinigung eine Unterstützung Ihres Anliegens. Nun ist es so, daß es in der DPV als wissenschaftlicher Fachgesellschaft und gemeinnützigem Verein in Übereinstimmung mit ihrem satzungsgemäßen Auftrag einen Grundsatzbeschluß gibt, keine Stellungnahmen zu politischen Petitionen abzugeben, weder positiv noch negativ. Das ist ganz unabhängig davon, ob die Mitglieder des Vorstands ein Anliegen, wie in Ihrem Fall, persönlich für unterstützenswert halten.</p>
<p>Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände in der Ferienzeit bedingt, ist Ihnen der daraus resultierende Beschluß leider in einer so verkürzten Form mitgeteilt worden, daß der Eindruck der grundsätzlichen Ablehnung Ihres inhaltlichen Anliegens und sogar der der Gleichgültigkeit gegenüber den Opfern sexueller Gewalt entstehen konnte. Als Vorsitzender der DPV bedaure ich das sehr, es stellt unsere Einstellung geradezu auf den Kopf. Ich habe Ihnen gegenüber das zusammen mit unserer o.a. formellen Grundposition ja bereits in zwei längeren Gesprächen zum Ausdruck gebracht.</p>
<p>Ihre Angriffe auf die Psychoanalyse (&#8220;kein Freund für Gewaltüberlebende&#8221;, &#8220;Onkel Freuds Märchenkiste &#8230; schadet den Opfern&#8221; etc.) muß ich zurückweisen. Es werden Klischees reproduziert, die die geschichtliche Entwicklung verzerren und der gegenwärtigen Wirklichkeit der analytischen Psychotherapie nicht angemessen sind.</p>
<p>Wie ich Ihnen mitgeteilt habe, werde ich auf unserer nächsten Mitgliederversammlung im November unseren Mitgliedern von Ihrem Anliegen berichten und entsprechendes Informationsmaterial auslegen. Es besteht zudem für die Anwesenden die Gelegenheit, sich in eine Unterschriftenliste für Ihr Anliegen einzutragen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>gez.: Dr. G. Schneider<br />
(Vors. der DPV)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Offener Brief – Psychoanalytische Vereinigung, sollen Opfer schweigen?</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2009/09/05/offener-brief-%e2%80%93-psychoanalytische-vereinigung-sollen-opfer-schweigen/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 11:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=548</guid>
		<description><![CDATA[Offener Brief an
Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V.
Körnerstr. 11
D-10785 Berlin
Psychoanalytische Vereinigung, sollen Opfer schweigen?
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 29. Juli 2009 bat ich Sie um Hilfe, mich dabei zu unterstützen, dass  die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufgehoben wird, s. unten „Mein Hilferuf“.
Sie haben mir am 4. September 2009 mit nur einem Satz eine Absage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Offener Brief an</strong></p>
<p>Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V.<br />
Körnerstr. 11<br />
D-10785 Berlin</p>
<p><strong>Psychoanalytische Vereinigung, sollen Opfer schweigen?</strong></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>am 29. Juli 2009 bat ich Sie um Hilfe, mich dabei zu unterstützen, dass  die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufgehoben wird, s. unten „Mein Hilferuf“.</p>
<p>Sie haben mir am 4. September 2009 mit nur einem Satz eine Absage erteilt:</p>
<p>„Bezug nehmend auf Ihre unten genannte Anfrage, werden wir als DPV e.V. diese Petition nicht unterzeichnen.“</p>
<p>Als Opfer sexualisierter Gewalt kann ich Ihre Entscheidung nicht nachvollziehen, denn ich habe geglaubt, dass gerade Sie als Experten Interesse daran haben, das Schweigen zu brechen.</p>
<p>Die Psychoanalyse ist offensichtlich immer „noch“ kein Freund für Gewaltüberlebende. Im Gegenteil. Onkel Freuds Märchenkiste (Verführungstheorie, Ödipuskomplex u.v.m) schadet nach wie vor den Opfern!</p>
<p>Schweigende Therapeuten stärken die Täterlobby – eine Begründung Ihrer Absage würde zum besseren Verständnis beitragen und zudem von Respekt zeugen.</p>
<p>Warum stellen Sie sich nicht den Opfern von Gewalt zur Seite?</p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p><strong>Mein Hilferuf:</strong></p>
<p>Sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>vielleicht wollen Sie als psychoanalytische Vereinigung sich dafür einsetzen, dass  die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufgehoben wird.</p>
<p>14.752 Menschen haben meine Petition „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ unterschrieben. Der Deutsche Bundestag hat sie abgelehnt:</p>
<p>http://norbert.denef.com/2008/12/29/deutscher-bundestag-opfer-sollen-schweigen</p>
<p>Deshalb habe ich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eine Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht, weil sie damit ihre Verpflichtungen der Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt.</p>
<p>Die vollständige Beschwerde als PDF laden:</p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/Beschwerde_12805_09.pdf" target="_blank">http://norbert.denef.com/Beschwerde_12805_09.pdf</a></p>
<p>Meine Geschichte ist eine von vielen.<br />
Ich wurde sexuell missbraucht.<br />
Ich habe geschwiegen aus Angst, Scham und Schuldgefühlen.<br />
In der Bundesrepublik Deutschland verjähren sexualisierte Verbrechen.<br />
Dadurch werden die Täter geschützt und die Opfer müssen schweigen.<br />
Ich engagiere mich normalerweise nicht in der Politik,<br />
deshalb brauche ich Ihre Hilfe!<br />
Einige Unanständige machen Druck,<br />
damit die Verjährungsfrist nicht abgeschafft wird.<br />
Falls sie erfolgreich sind, müssen Opfer weiter schweigen.</p>
<p>Jetzt unterschreiben:</p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/petition" target="_blank">http://norbert.denef.com/petition</a></p>
<p>Bitte unterstützen Sie offiziell meine Beschwerde &#8211; Sie helfen damit auch anderen Opfern!</p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p><a href="http://norbert.denef.com" target="_blank">www.norbert.denef.com</a><br />
Tel.: 04503 892782<br />
____________________________________________</p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/2009/09/28/antwort-%E2%80%93-offener-brief-%E2%80%93-psychoanalytische-vereinigung-sollen-opfer-schweigen/" target="_blank">Antwort von Deutsche Psychoanalytische Vereinigung e.V. am 28.09.2009 </a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief – ehemaliges Heimkind Uwe Werner</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2009/07/19/offener-brief-%e2%80%93-ehemaliges-heimkind/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2009/07/19/offener-brief-%e2%80%93-ehemaliges-heimkind/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Jul 2009 17:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=532</guid>
		<description><![CDATA[Offener Brief
an Frau Loerbroks und Herrn Wendelin,
und an die Mitglieder Runder-Tisch-Heimerziehung in Berlin,
z.Z. überlege ich, ob ich Mitglied in Eurem Verein werden möchte, bzw. kann. Ich bin ein &#8220;Ehemaliger&#8221;, zuerst aus dem Vinzenskinderheim in Bochum und dazwischen ein Jahr zu Hause (die Hölle) und dann aus dem Knabenheim Westuffeln in Werl/Westf. (Für dieses Heim gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offener Brief</p>
<p>an Frau Loerbroks und Herrn Wendelin,</p>
<p>und an die Mitglieder Runder-Tisch-Heimerziehung in Berlin,</p>
<p>z.Z. überlege ich, ob ich Mitglied in Eurem Verein werden möchte, bzw. kann. Ich bin ein &#8220;Ehemaliger&#8221;, zuerst aus dem Vinzenskinderheim in Bochum und dazwischen ein Jahr zu Hause (die Hölle) und dann aus dem Knabenheim Westuffeln in Werl/Westf. (Für dieses Heim gibt es weder eine nur annähernde Bezeichnung, da dieses Heim zur damaligen Zeit ein &#8220;rechtsfreier und gottloser Raum&#8221; war und der „Teufel“ sich dort an uns alle austoben konnte, sexuell mit körperlicher Züchtigung und Arbeitsfrondienst).</p>
<p>Am kommenden Montag betrete ich diesen Boden nach Jahrzehnten zum ersten Mal und treffe mich dort mit dem jetzigen Heimleiter Herrn Neuhaus. Zum einen um an meine Heimakte zu gelangen und zum anderen wurde mir seitens Herrn Neuhaus ein umfangreiches Gespräch angeboten.<br />
Dass ich mich seit längerem in einer psychotherapeutischen Maßnahme befinde, brauch ich Euch ja nicht zu sagen.</p>
<p>Der Holocaust war das schrecklichste, was wir Deutsche 6 Mio. Menschen angetan haben!!! Noch heute steht der gesamte deutsche Staat als Erbnachfolger einer schrecklichen Diktatur in voller Verantwortung, wir hören es jeden tag und es ist auch gut so! Doch eben so gut sollte und müsste es sein, das der deutsche Staat und seine untergeordneten Institutionen, für an uns begangenes Unrecht, gerade stehen muss. Wir konnten uns damals nicht wehren, wir waren Freiwild und der Lust und den Launen angeblicher gottesfürchtiger Erzieher/innen ausgesetzt, auf Verdeih und Verderb! Es prägte uns, wie allen unschuldigen Menschen dieser Welt, fürs ganze leben! Für begangenes Unrecht, sollte man nicht die Augen verschließen und wachsam sein und den Anfängen wehren, so hören wir es stets an irgendwelchen Jahresgedenkveranstaltungen von unseren Politikern und von den Kanzeln. Wir verneigen uns vor den Toten und ich hoffe auch vor denen, die durch das erlittene keine andere Möglichkeit sahen, als  für sich den Freitod zu wählen.</p>
<p>Ich werde kämpfen, ich werde es mit Euch tun, aber auch alleine, ich werde es tun, für die, welche es nicht mehr können und denen meine Stimme verleihen, die stumm vor lauter Scham und Verletzlichkeit sind!!!</p>
<p>Den Kirchen sage ich folgendes: Im Namen der katholischen wie evangelischen Kirche Deutschlands haben sich zölibaterische Priester, Diakone, Erzieher, Lehrer&#8230; an uns vergangen, sich verlustiert, ihren Frust an uns ausgelassen, haben uns mit der Bibel in der Hand gezüchtigt und alles im Namen Gottes und des Staates versucht aus uns willige kleine Marionetten zu machen, welche nur den kirchlichen &#8220;Würdenträgern&#8221; vorzuspielen hatten.<br />
Jesus sagt: &#8220;Lasset die Kindlein zu mir kommen, denn ihnen ist das Himmelreich&#8221;&#8230; für uns war es aber die Hölle! Jesus sagt: &#8220;Was kümmern euch die Toten, sorgt euch lieber um die Lebenden&#8221;&#8230; dies sollte sich Kirche und Staat zu herzen nehmen und befolgen! Also sind unsere Ansprüche selbst vor Gott und dem Staat berechtigt und somit muss eine finanzielle wie moralische Wiedergutmachung erfolgen, damit auch wir wieder in Würde weiterleben können.</p>
<p>Ein Leben lang lautete meine Devise: Luctor et emergo  =  ich ringe und bleibe oben  (ich habe immer gerungen nie gelebt, dazu verdammt waren wir wie alle Ehemaligen wohl.</p>
<p>Ihr dürft diesen offenen Brief ruhig veröffentlichen und weitersenden, da meine Mittel sehr begrenzt sind und sie auch an die Mitglieder Runder-Tisch-Heimerziehung als Gedankenstütze weiterleiten, damit sie sich nicht aus der moralischen Verantwortung stehlen können.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Uwe Werner</p>
<p>41061 Mönchengladbach<br />
Eickener Str. 33<br />
Tel: 0160/22 90 642</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief &#8211; Brigitte Zypries &#8211; Auseinandersetzung vorgesehen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2008/08/20/offener-brief-brigitte-zypries-auseinandersetzung-vorgesehen/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2008/08/20/offener-brief-brigitte-zypries-auseinandersetzung-vorgesehen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 19:44:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=379</guid>
		<description><![CDATA[13.07.2008
Frage von
Patricia Koller
Sehr geehrte Frau Zypries,
Warum haben Sie sich nicht über die Posttraumatische Belastungsstörung informiert?
Wenn Sie sich angeblich mit Kindesmissbrauch und Vergewaltigungen auseinandergesetzt haben, gehört das doch unbedingt mit zum Thema.
20.08.2008
Antwort von
Brigitte Zypries
Sehr geehrte Frau Koller,
eine differenzierte Auseinandersetzung mit der posttraumatischen Belastungsstörung ist vorgesehen.
Mit freundlichen Grüßen
Brigitte Zypries
Quelle: www.abgeordnetenwatch.de
 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">13.07.2008</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
Frage von</span><br />
Patricia Koller</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Sehr geehrte Frau Zypries,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Warum haben Sie sich nicht über die Posttraumatische Belastungsstörung informiert?</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Wenn Sie sich angeblich mit Kindesmissbrauch und Vergewaltigungen auseinandergesetzt haben, gehört das doch unbedingt mit zum Thema.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">20.08.2008</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
Antwort von<br />
Brigitte Zypries</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Sehr geehrte Frau <!--[if gte vml 1]><v:shape  id="_x0000_i1027" type="#_x0000_t75" alt="" style='width:24.75pt;height:7.5pt'> <v:imagedata src="file:///C:\DOKUME~1\denef\LOCALS~1\Temp\msohtml1\01\clip_image002.gif"   o:href="http://www.abgeordnetenwatch.de/images/namen/arial.ttf/9/67c0086e2b57400a53dc4fd942eacdc8.gif" /> </v:shape><![endif]--><!--[if !vml]--><!--[endif]-->Koller,</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">eine differenzierte Auseinandersetzung mit der posttraumatischen Belastungsstörung ist vorgesehen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Mit freundlichen Grüßen<br />
Brigitte Zypries</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Quelle: <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-650-5639--f120275.html#frage120275" target="_blank">www.abgeordnetenwatch.de</a></span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzwerkb.org/2008/08/20/offener-brief-brigitte-zypries-auseinandersetzung-vorgesehen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief &#8211; Brigitte Zypries &#8211; Der Wähler möge entscheiden</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2008/07/08/offener-brief-brigitte-zypries-gegen-aufhebung-der-verjahrungsfrist/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2008/07/08/offener-brief-brigitte-zypries-gegen-aufhebung-der-verjahrungsfrist/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 09:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/?p=372</guid>
		<description><![CDATA[Sehr geehrte Frau Zypries,
am 13.02.2008 haben Sie auf die Frage, „Ich würde gerne von Ihnen wissen, ob Sie sich bereits einmal mit den Themen Vergewaltigung und PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) näher auseinander gesetzt haben“ geantwortet:

„Mit dem Thema Vergewaltigung habe ich mich schon beschäftigt, mit
dem von Ihnen angesprochenen Thema PTBS persönlich bislang noch nicht.“
Sehr geehrte Frau Zypries, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Sehr geehrte Frau Zypries,</span></p>
<p>am 13.02.2008 haben Sie auf die Frage,<span style="font-family: Verdana;"> „Ich würde gerne von Ihnen wissen, ob Sie sich bereits einmal mit den</span><span style="font-family: Verdana;"> Themen Vergewaltigung und PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) näher</span><span style="font-family: Verdana;"> auseinander gesetzt haben“</span><span style="font-family: Verdana;"> geantwortet:<br />
</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
„Mit dem Thema Vergewaltigung habe ich mich schon beschäftigt, mit</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
dem von Ihnen angesprochenen Thema PTBS persönlich bislang noch nicht.“</span></p>
<p>Sehr geehrte Frau Zypries, <span style="font-family: Verdana;"><br />
meine Petition an den Deutschen Bundestag, „Verjährungsfrist für sexuellen</span><span style="font-family: Verdana;"> Missbrauch im Zivilrecht aufheben“, befindet sich in der Prüfung und</span><span style="font-family: Verdana;"> dauert</span><span style="font-family: Verdana;"> noch an. Unterschriften, Reaktionen und Kommentare zur Petition werden</span><span style="font-family: Verdana;"> gesammelt unter:</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
<a href="../petition" target="_blank">http://norbert.denef.com/petition</a> </span><span style="font-family: Verdana;"><br />
Bisher haben Sie sich als Bundesjustizministerin gegen die Aufhebung der</span><span style="font-family: Verdana;"> Verjährungsfrist ausgesprochen, gleichwohl Sie sich noch nicht mit den</span><span style="font-family: Verdana;"> Folgen sexueller Gewalt beschäftigt haben. Wie kann ich das verstehen,</span><span style="font-family: Verdana;"> bitte klären Sie mich darüber auf.</span></p>
<p><span style="font-family: Verdana;">Freundliche Grüße</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Norbert Denef</span></p>
<p class="MsoNormal">_________________________</p>
<p>Guten Tag Norbert Denef,</p>
<p>vielen Dank für Ihre Nachricht an Frau Zypries über abgeordnetenwatch.de.<span style="font-family: Verdana;"> Wir tun uns allerdings schwer Ihre Mail frei zu schalten, weil sie gegen</span><span style="font-family: Verdana;"> den Moderations-Codex verstößt. Sie fällt in die Kategorie:<br />
</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
- mehrere Nachfragen, in der Regel mehr als eine.<br />
</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
Frau Zypries hatte Ihnen auf Ihre Nachfrage vom 31.01.2008 bereits</span><span style="font-family: Verdana;"> mitgeteilt, dass sie ihrer ursprünglichen Antwort zum Thema Verjährung</span><span style="font-family: Verdana;"> nichts hinzufügen möchte. Damit ist ihre Haltung zum Thema deutlich</span><span style="font-family: Verdana;"> geworden. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Der Wähler möge bei der nächsten Wahl entscheiden!</span></p>
<p><span id="more-372"></span></p>
<p>Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf abgeordnetenwatch.de<span style="font-family: Verdana;"> möglichst vielen Menschen, die Möglichkeit geben wollen, Fragen zu</span><span style="font-family: Verdana;"> stellen. Das bedeutet, dass wir pro Fragesteller die Anzahl der Fragen</span><span style="font-family: Verdana;"> bzw. Nachfragen begrenzen müssen.</span><span style="font-family: Verdana;"> Wir werden Frau Zypries Ihre Nachricht aber zur Kenntnisnahme weiterleiten</span><span style="font-family: Verdana;"> (aus Datenschutzgründen ohne Ihre e-Mail-Adresse).</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">Wir hoffen auf Ihr Verständnis und darauf, dass Sie abgeordnetenwatch.de</span><span style="font-family: Verdana;"> weiterhin nutzen. Wenn Sie Fragen zur Moderationsentscheidung haben, dann</span><span style="font-family: Verdana;"> bitten wir um eine kurze Rückmeldung an <a href="https://metioche.site5.com/%7Efreaxbiz/securemail/src/compose.php?send_to=moderation%40abgeordnetenwatch.de">moderation@abgeordnetenwatch.de</a><br />
Den Moderations-Codex finden Sie unter: www.abgeordnetenwatch.de/codex .</span></p>
<p>Mit freundlichen Grüßen,<span style="font-family: Verdana;"><br />
G. H.</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
(abgeordnetenwatch.de)</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;">&#8211;</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
abgeordnetenwatch.de</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
c/o Parlamentwatch e.V.</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
Mittelweg 12</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
20148 Hamburg</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
Tel: 040 &#8211; 317 69 10 &#8211; 26</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
Fax: 040 &#8211; 317 69 10 &#8211; 28</span><span style="font-family: Verdana;"><br />
email: <a href="https://metioche.site5.com/%7Efreaxbiz/securemail/src/compose.php?send_to=info%40abgeordnetenwatch.de">info@abgeordnetenwatch.de</a></span><span style="font-family: Verdana;"><br />
www.abgeordnetenwatch.de</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family: Verdana;"> </span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief &#8211; Bischof Dr. Feige &#8211; Opfer brauchen Heilung&#8230;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2008/04/17/offener-brief-bischof-dr-feige-opfer-brauchen-heilung/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2008/04/17/offener-brief-bischof-dr-feige-opfer-brauchen-heilung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 18:33:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Dreieich, 17. April 2008
Norbert Denef
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich
Bischof Dr. Gerhard Feige
M.-J.-Metzger-Str. 1
39104 Magdeburg
Opfer brauchen Heilung, Hilfe, Unterstützung und Versöhnung
Sehr geehrter Herr Bischof,
als Kind und Jugendlicher wurde ich durch einen katholischen Pfarrer und einen Kantor mehrere Jahre lang sexuell missbraucht. Meine Seele wurde dadurch zerstört. In meinem Buch „Ich wurde sexuell missbraucht“ beschreibe ich mein Schicksal.
Zur Durchführung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dreieich, 17. April 2008</p>
<p>Norbert Denef<br />
Schlagfeldstr. 8<br />
63303 Dreieich</p>
<p>Bischof Dr. Gerhard Feige<br />
M.-J.-Metzger-Str. 1<br />
39104 Magdeburg</p>
<p><strong>Opfer brauchen Heilung, Hilfe, Unterstützung und Versöhnung</strong></p>
<p>Sehr geehrter Herr Bischof,</p>
<p>als Kind und Jugendlicher wurde ich durch einen katholischen Pfarrer und einen Kantor mehrere Jahre lang sexuell missbraucht. Meine Seele wurde dadurch zerstört. In meinem Buch <a title="Mein Buch" href="http://norbert.denef.com/2008/09/05/mein-buch/" target="_blank">„Ich wurde sexuell missbraucht“</a> beschreibe ich mein Schicksal.</p>
<p>Zur Durchführung einer Therapie haben Sie mir am 3.11.2005 den Betrag von 25.000 Euro zukommen lassen. Ich sollte mich damit abfinden und keinerlei Ansprüche mehr gegen das Bistum Magdeburg oder sonstige kirchliche Stellen richten.</p>
<p>Gleichwohl Sie in der Vereinbarung Gesprächsbereitschaft signalisierten, fühle ich mich bis zum heutigen Tag von Ihnen und der katholischen Kirche eiskalt abserviert.</p>
<p>Auf dem Flug von Rom nach Washington am Dienstag äußerte sich der Papst vor mitreisenden Journalisten zu der Krise, die die katholische Kirche in den USA in den vergangenen Jahren erschütterte. Er sagte u.a.: Opfer brauchen Heilung, Hilfe, Unterstützung und Versöhnung.</p>
<p>Ihr Anwalt hat mir bereits zweimal gedroht, wegen einem offenen Brief an die Gemeinde in Delitzsch (s. unter: <a title="Offener Brief Delitzsch" href="http://norbert.denef.com/2006/12/21/offener-brief-katholische-gemeinde-st-maria-in-delitzsch/" target="_blank">http://norbert.denef.com</a>), gerichtlich gegen mich vorzugehen. In diesem Zusammenhang kommen mir die Worte des Papstes wie eine Verhöhnung vor!</p>
<p>Mit meiner Petition an den Deutschen Bundestag „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ (s. unter: <a title="Petition" href="http://norbert.denef.com/petition/" target="_blank">http://norbert.denef.com/petition</a>), mache ich auf Menschenrechtsverletzungen durch den Gesetzgeber aufmerksam. Täter werden bisher geschützt und Opfer, wie in meinem Fall, versucht man zum schweigen zu bringen, damit muss endlich Schluss sein!</p>
<p>In meinem Schreiben vom 12. März 2003 an den Bischof von Magdeburg, habe ich eine Wiedergutmachung in Höhe von 450.000 Euro gefordert. Nach wie vor bestehe ich darauf!</p>
<p>Mit dem Geld beabsichtige ich eine Stiftung zu gründen, die sich gegen das Verschweigen, Verleugnen und Vertuschen von sexueller Gewalt einsetzt (s. unter: <a title="Stiftung" href="http://norbert.denef.com/stiftung/" target="_blank">http://norbert.denef.com/stiftung</a>).</p>
<p>Die leeren Worte des Papstes sind eine Verhöhnung der Opfer, wenn keine Taten folgen.</p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p>Kopie an: Deutsche Bistümer, Wir sind Kirche, IKvu (Initiative Kirche von unten), DER SPIEGEL, Süddeutsche Zeitung, Hamburger Abendblatt, LVZ, Offenbach Post, Filmakademie Wien, NDR Panorama, NDR Kulturjournal, ARD Menschen bei Maischberger, SWR Nachtcafé, WDR, MDR SachsenSpiegel extra, MDR Brisant, MDR Unter uns, MDR Sachsenspiegel Reportage, ZDF Johannes B. Kerner<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-</p>
<p>12. November 2007 um 22:30 Uhr<br />
NDR Fernsehen &#8211; Kulturjournal</p>
<p><strong>Karl Kardinal Lehmann</strong>:<br />
“Es gibt ja von der medizinischen, &#8211; psychiatrischen Seite her auch die Situation, dass es, eh, eh, Täter gibt die, <strong>ich sag’s mal etwas banal</strong>, einmal ausrutschen. Die man aber nicht auf ein Leben lang einfach, eh, jetzt aus der beruflichen Aktivität ausschließen kann.”</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/ewplhMMu5rs&amp;hl=en&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://www.youtube.com/v/ewplhMMu5rs&amp;hl=en&amp;color1=0x5d1719&amp;color2=0xcd311b" wmode="transparent"></embed></object></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief &#8211; Bundeskanzlerin Angela Merkel &#8211; Opfern helfen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2007/12/06/offener-brief-bundeskanzlerin-merkel-opfern-helfen/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2007/12/06/offener-brief-bundeskanzlerin-merkel-opfern-helfen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2007 10:53:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,
&#8220;Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?&#8221;
Mit dieser Aussage wird für das Projekt „Dunkelfeld“ der Berliner Charité geworben.
Die Charité und nun auch der Deutsche Bundestag vergleichen Liebe mit sexuellem Kindesmissbrauch! Das ist aus meiner Sicht eine Verhöhnung der Opfer.
Das Bundesjustizministerium stellt mit Unterstützung des Deutschen Bundestages laut Pressemeldung des Bundesministeriums [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,</p>
<p class="MsoNormal"><o:p></o:p>&#8220;Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?&#8221;<br />
Mit dieser Aussage wird für das Projekt „Dunkelfeld“ der Berliner Charité geworben.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p></o:p>Die Charité und nun auch der Deutsche Bundestag vergleichen Liebe mit sexuellem Kindesmissbrauch! Das ist aus meiner Sicht eine Verhöhnung der Opfer.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p></o:p>Das Bundesjustizministerium stellt mit Unterstützung des Deutschen Bundestages laut <a href="http://www.bmj.bund.de/enid/17962e6628097ea73092bd1af66cc909,3beed2706d635f6964092d0934383337093a0979656172092d0932303037093a096d6f6e7468092d093131093a095f7472636964092d0934383337/Pressestelle/Pressemitteilungen_58.html" title="Bundesministerium der Justiz - Pressemitteilung" target="_blank">Pressemeldung des Bundesministeriums der Justiz vom 30. November 2007</a> bis zum Jahr 2010 insgesamt 750.000,- Euro für Täter zur Verfügung.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p></o:p>Warum werden diese Steuergelder nicht dafür verwendet, Opfern zu helfen?<br />
Sie müssen in der Regel ein bis zwei Jahre auf einen geeigneten Therapieplatz warten. Das finde ich unmenschlich!<br />
<o:p><br />
</o:p>Freundliche Grüße</p>
<p class="MsoNormal"><o:p></o:p>Norbert Denef</p>
<p class="MsoNormal">&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;</p>
<p><em>Hier können Sie sich als Interessierte eintragen und werden<br />
<span class="txt_small">benachrichtigt, wenn eine Antwort zu dieser Frage vorliegt:</span></em></p>
<p class="MsoNormal"> <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/dr_angela_merkel-650-5897-4.html#fragen" title="www.abgeordentenwatch.de" target="_blank">www.abgeordnetenwatch.de </a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief &#8211; Bundesministerin für Justiz Brigitte Zypries &#8211; Verjährungsfrist aufheben</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2007/12/06/offener-brief-bundesjustizministerin-brigitte-zypries/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2007/12/06/offener-brief-bundesjustizministerin-brigitte-zypries/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 06 Dec 2007 06:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/2007/12/06/offener-brief-bundesjustizministerin-brigitte-zypries/</guid>
		<description><![CDATA[6.12.2007
Frage von
Norbert Denef
Sehr geehrte Frau Zypries,
Der bisherige Begriff &#8220;sexueller Missbrauch” ist irreführend. Es handelt sich um Gewalt, die schwere psychophysische Beeinträchtigungen nach sich zieht. Darüber muss die Gesellschaft informiert werden. Dass Opfer sich dem Verbrechen und dessen Folgen erst Jahrzehnte später stellen können, werden Fachleute wie Betroffene bestätigen können/müssen. Das gilt es anzuerkennen, sowie die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><em>6.12.2007</em><br />
Frage von<br />
Norbert Denef</p>
<p class="MsoNormal">Sehr geehrte Frau Zypries,</p>
<p>Der bisherige Begriff &#8220;sexueller Missbrauch” ist irreführend. Es handelt sich um Gewalt, die schwere psychophysische Beeinträchtigungen nach sich zieht. Darüber muss die Gesellschaft informiert werden. Dass Opfer sich dem Verbrechen und dessen Folgen erst Jahrzehnte später stellen können, werden Fachleute wie Betroffene bestätigen können/müssen. Das gilt es anzuerkennen, sowie die lebenslangen Schäden, die durch sexuelle Gewalt entstehen.</p>
<p>Der Gesetzgeber macht sich mitschuldig an dem leidvollen Schweigen der Opfer. Er verhindert die Aufarbeitung der Verbrechen. Die bisherige Verjährungslogik verstößt gegen die Menschenrechte.</p>
<p>Warum wird die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht nicht aufgehoben?</p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p class="MsoNormal">
<p>Norbert Denef<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
<em>14.12.2007</em><br />
Antwort von<br />
Brigitte Zypries</p>
<p>Sehr geehrter Herr Denef,</p>
<p>zivilrechtliche Ansprüche unterliegen grundsätzlich der Verjährung. Ziel ist es, klare Verhältnisse für den Rechtsverkehr zu schaffen. Denn im Lauf der Zeit wird es immer schwieriger, in einem gerichtlichen Verfahren zu klären, ob ein bestimmter Anspruch besteht oder nicht &#8211; Zeugen erinnern sich nur mehr ungenau oder sind nicht mehr erreichbar, Dokumente werden weggeworfen oder gehen verloren. Die Verjährung dient daher dem Rechtsfrieden und der Rechtssicherheit.</p>
<p>Das gilt im Grunde auch für Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche von Opfern eines sexuellen Missbrauchs. Allerdings ist dabei zu berücksichtigen, dass Kinder und Jugendliche, die sexuell missbraucht wurden, erst eine bestimmte Reife benötigen, um die Folgen dieser Tat verarbeiten zu können. Häufig müssen sie zuvor auch erst die häusliche Umgebung verlassen, wenn dort der Missbrauch stattgefunden hat.</p>
<p>Aus diesem Grund gibt es eine besondere Regelung für die Verjährung von Ansprüchen, die auf einer Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung beruhen: Die Zeit bis zum 21. Lebensjahr des Opfers wird in die Verjährungsfrist nicht eingerechnet. Gleiches gilt für die Zeit, in der das Opfer mit dem Täter in einer häuslichen Gemeinschaft lebt. Das Gesetz spricht dabei von einer &#8220;Hemmung&#8221; der Verjährung. Hierdurch gewinnt das Opfer zusätzliche Zeit, um in Ruhe entscheiden zu können, ob es seine Ansprüche verfolgen will oder nicht.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Brigitte Zypries<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
<em>15.12.2007</em><br />
Frage von<br />
Norbert Denef</p>
<p>Sehr geehrte Frau Zypries,</p>
<p>Rechtsfrieden und Rechtssicherheit haben aus meiner Sicht die Täter, denn ihre Verbrechen verjähren – Opfer finden weder Frieden noch Sicherheit, wenn sie per Gesetz schweigen müssen!</p>
<p>Warum sollten bei sexueller Gewalt Dokumente weggeworfen werden oder verloren gehen? Es geht um Mord, um Seelenmord, das schlimmste Verbrechen was man einem Menschen antun kann. Die Verjährungsfrist ist Täterschutz und fügt den Opfern erneuten seelischen Schaden zu.</p>
<p>&#8220;Eine bestimmte Reife, um die Folgen dieser Tat verarbeiten zu können,&#8221; dafür legt der Gesetzgeber eine Zeit fest. Das empfinde ich als unmenschlich. Denn Opfer können in der Regel erst viele Jahrzehnte nach der Tat darüber sprechen, wenn die Verjährungsfrist bereits eingetreten ist.</p>
<p>Die &#8220;besondere Regelung für die Verjährung von Ansprüchen&#8221; hilft aus meiner Sicht den Tätern. Denn bevor die Opfer sprechen können, ist das Verbrechen verjährt.</p>
<p>Mord verjährt nicht. Warum Seelenmord?</p>
<p>&#8220;Ich wurde sexuell missbraucht&#8221; ist der Titel meines Buches, in dem ich das lange Schweigen über meine erlebte sexuelle Gewalt beschreibe.<br />
Nach dem ich mein Schweigen gebrochen hatte, wollte die katholische Kirche mich mit 25.000 Euro wieder zum schweigen bringen.<br />
Zeugen sind in meinem Fall erreichbar und erinnern sich sehr genau. Durch die Verjährungsfrist verhindert der Gesetzgeber die Aufarbeitung dieser Verbrechen, warum?</p>
<p>Eine opferfeindliche Sprache bei sexualisierter Gewalt ist leider immer noch in unserer Gesellschaft die Regel.</p>
<p>Ich empfehle dringend die Lektüre:</p>
<p>&#8220;Der verlorene Kampf um die Wörter&#8221; (Monika Gerstendörfer)<br />
Ein Plädoyer für eine angemessenere Sprachführung.</p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p>Norbert Denef<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
<em>16.01.2008</em><br />
Antwort von<br />
Brigitte Zypries</p>
<p>Sehr geehrter Herr Denef,</p>
<p>zur Frage der Verjährung habe ich Ihnen bereits auf Ihre Frage vom 6.12.2007 ausführlich geantwortet. Eine völlige Aufhebung der Verjährungsfrist halte ich aus den genannten Gründen für falsch.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Brigitte Zypries<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
<em>19.12.2007</em><br />
Frage von<br />
Susanne Lorenz</p>
<p>Sehr geehrte Frau Zypries,</p>
<p>mit großem Interesse habe ich Ihre Antwort auf die Anfrage von Herrn Norbert Denef vom 6.12.07 zum Thema Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht gelesen. Die &#8220;Hemmung&#8221; der Verjährung, um den Opfern Zeit zu geben, hört sich gut an, geht aber völlig an der Realität vorbei. Gerade Überlebende von schwerem Missbrauch haben kaum eine Entscheidungsfreiheit. Die schweren Schuld- und Schamgefühle vieler Traumatisierter verhindern, überhaupt ein Gefühl für eigene Rechte zu entwickeln; oft bedarf es vieler Jahre Therapie, um stabil genug zu werden, Ansprüche gegenüber den Tätern zu verfolgen. Völlig unter den Tisch fallen die Späterinnernden. Viele Menschen quälen sich durch ein Leben voller Depressionen, Ängste und Schmerzen, bis sie sich erst in einem Alter an den sexuellen Missbrauch erinnern, in dem ihnen jegliche Rechte auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld verweigert werden. Die Wahrung des sogenannten &#8220;Rechtsfriedens&#8221; bedeutet somit einen weiteren Schlag ins Gesicht der Opfer.</p>
<p>Ist das nicht Grund genug, die Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufzuheben?</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Susanne Lorenz<br />
Heilpraktikerin für Psychotherapie<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<em><br />
30.01.2008</em></p>
<p>Antwort von<br />
Brigitte Zypries</p>
<p>Sehr geehrte Frau Lorenz,</p>
<p>ich bleibe bei der Auffassung, die ich auch in der von Ihnen zitierten Antwort an Herrn Denef vertreten habe: Verjährungsfristen sind notwendig, weil sie dem Rechtsfrieden und der Rechtssicherheit dienen. Es erscheint mir schwer vorstellbar, dass es nach den langen Zeiträumen, von denen Sie sprechen, noch genügend objektive Beweismittel vorhanden wären, um Schadensersatzansprüche zu belegen.</p>
<p>Das Gesetz berücksichtigt die schwierige Situation von Opfern sexueller Gewalt durch die Hemmung der Verjährung. Auch das steht schon in meiner Antwort an Herrn Denef.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen<br />
Ihre Brigitte Zypries<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
<em>31.01.2008</em><br />
Frage von<br />
Norbert Denef</p>
<p>Sehr geehrte Frau Zypries,</p>
<p>Ihre Antwort in www.abgeordnetenwatch.de vom 16. Januar 2008, auf meine Frage vom 15.12.2007 (von Norbert Denef), kann ich nicht nachvollziehen. Deshalb gestatten Sie mir bitte, weitere Fragen zu stellen, um zu verstehen, warum für Sie die völlige Aufhebung der Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht falsch sei.</p>
<p>So lange die Rechtsgemeinschaft, an den langfristigen Schäden die durch sexuelle Gewalt entstehen, ein untergeordnetes Interesse hat, werden Strafverfolgungsorgane mit deren Ahndung sich nicht befassen müssen.</p>
<p>Warum wird das Interesse der Opfer untergeordnet?</p>
<p>Warum gibt es in Deutschland keine Studie zu den ökonomischen Kosten von Gewalt?</p>
<p>Die Studien anderer Länder zeigen ALLEIN für die sog. häusliche Gewalt Beträge in Milliardenhöhe!<br />
Quelle: <a href="http://norbert.denef.com/wp-content/uploads/2008/01/studie_gewalt_kosten.pdf" title="Studie Gewalt Kosten" target="_blank">norbert.denef.com</a><br />
Und was wäre, wenn man sexualisierte Kindesmisshandlung noch in solche Studien aufnehmen würde? Beträge, die alle zahlen müssen…<br />
Wie hoch wären die kurz-, mittel- und langfristigen Kosten?</p>
<p>Warum gibt es in Deutschland keine Studie zu den psychologischen und gesellschaftlichen &#8220;Kosten&#8221; von Gewalt?</p>
<p>Was bedeutet Gewalterleben/Traumatisierung denn wirklich: für die Opfer, für die gesamte Gesellschaft?</p>
<p>Können und wollen wir uns das wirklich leisten?</p>
<p>Müsste eine Gesellschaft hier nicht werten und sagen: &#8220;Moment mal! Die Betroffenen von Gewalt sind uns wichtiger. Sie brauchen&#8230;&#8221;?</p>
<p>Die Aufmerksamkeit gegenüber den Tätern ist hoch! Vom Schicksal, den abgebrochenen Lebensläufen der Überlebenden, mag man weniger hören. Es &#8220;belastet&#8221;, ist nicht so &#8220;spannend&#8221;. Wenn die Waage der Justitia austariert ist für die Vielzahl aller Partnerschaften eines größeren Verbundes von Rechtsinhabern, erst dann kann von Rechtsfrieden gesprochen werden. Wenn sich Opfer unterordnen müssen, verstößt das aus meiner Sicht gegen die Menschenrechte!</p>
<p>Freundliche Grüße</p>
<p>Norbert Denef<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
<em> 8.02.2008</em><br />
Antwort von<br />
Brigitte Zypries</p>
<p>Sehr geehrter Herr Denef,</p>
<p>ich habe Ihnen bereits ausführlich auf Ihre Fragen zum Thema  &#8220;Verjährung&#8221; geantwortet &#8211; dem ist nichts hinzuzufügen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Brigitte Zypries<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
<em>02.02.2008</em><br />
Frage von<br />
Sabrina Eckert</p>
<p>Sehr geehrte Frau Zypries,</p>
<p>ich würde gerne von Ihnen wissen, ob Sie sich bereits einmal mit den Themen Vergewaltigung und PTBS (posttraumatische Belastungsstörung) näher auseinander gesetzt haben.</p>
<p>Mit freundlichem Gruß</p>
<p>Sabrina Eckert<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
<em>13.02.2008</em><br />
Antwort von<br />
Brigitte Zypries</p>
<p>Sehr geehrte Frau Eckert,</p>
<p>mit dem Thema Vergewaltigung habe ich mich schon beschäftigt, mit dem von Ihnen angesprochenen Thema PTBS persönlich bislang noch nicht.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen</p>
<p>Brigitte Zypries<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
<em>10.02.2008</em><br />
Frage von<br />
Sabrina Eckert</p>
<p>Sehr geehrte Frau Zypries,</p>
<p>ich würde gerne von Ihnen wissen, warum Sie so arrogant und ignorant gegenüber Missbrauchsopfern sind.<br />
In Ihrer Antwort zu der Frage von Herrn Denef [Frage vom 6.12., Anm. d. Red.] erzählen Sie etwas von &#8220;innerer Reife&#8221; &#8211; meinen Sie etwa, wir (die Betroffenen) sind zu blöde, um einzuschätzen, ob eine Vergewaltigung &#8220;wirklich schlimm&#8221; ist?<br />
Kann sein, dass Sie nicht selbst betroffen sind &#8211; darüber können Sie unglaublich dankbar sein. Dennoch finde ich, Sie sollten den Betroffenen sehr viel mehr Verständnis und Einfühlungsvermögen entgegen bringen.</p>
<p>Hochachtungsvoll</p>
<p>Sabrina Eckert</p>
<p><em>Nach wenigen Tagen der Freischaltung dieser Frage in www.abgeordetenwatch.de, wurde sie wieder entfernt mit der Begründung: &#8220;&#8230;dass wir Ihre Nachricht in der uns  vorliegenden Version nicht freischalten, da sie gegen den  Moderations-Codex verstößt&#8221;, es sei &#8220;keine konstruktive Frageabsicht&#8221;&#8230;<span class="txt_small"></span></em></p>
<p><a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/index.php?cmd=650&amp;id=5639&amp;fragen=p489" title="www.abgeordentenwatch.de" target="_blank"><br />
</a></p>
<p class="MsoNormal">&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://netzwerkb.org/2007/12/06/offener-brief-bundesjustizministerin-brigitte-zypries/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief – Kongress KörperPotenziale</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2007/06/02/offener-brief-koerperpotenziale/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2007/06/02/offener-brief-koerperpotenziale/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Jun 2007 17:55:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

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		<description><![CDATA[KörperPotenziale
in der Psychotherapie
29.5. – 31.5.2007 in Leipzig
Offener Brief von Norbert Denef, 2. Juni 2007
– Wie ich mich als Ehrengast auf dem Kongress fühlte –
Seit 18 Jahren versuche ich mich nicht mehr hinter meinen „Masken“ zu verstecken, einen Weg zu finden, auf dem ich mich lebendiger fühle. In meinem Buch „Ich wurde sexuell missbraucht“ habe ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.koerperpotenziale.de/archiv07.html" title="Körperpotenziale.de" target="_blank">KörperPotenziale<br />
in der Psychotherapie<br />
29.5. – 31.5.2007 in Leipzig</a></p>
<p>Offener Brief von Norbert Denef, 2. Juni 2007</p>
<p>– Wie ich mich als Ehrengast auf dem Kongress fühlte –</p>
<p>Seit 18 Jahren versuche ich mich nicht mehr hinter meinen „Masken“ zu verstecken, einen Weg zu finden, auf dem ich mich lebendiger fühle. In meinem Buch „Ich wurde sexuell missbraucht“ habe ich den Versuch unternommen, diesen Weg zu beschreiben. Leider war es nicht möglich, es auf dem Kongress käuflich zu erwerben. Obwohl der Bücherstand Exemplare meines Buches erhalten hatte, wurde es nicht zum Verkauf angeboten. Auch auf Nachfrage, bereits schon am ersten Tag, war es nicht möglich, zwei Tage später das Buch zu bekommen. Das finde ich unverständlich, denn in jeder Buchhandlung bekommt man es spätestens am nächsten Tag nach der Bestellung.<br />
Meiner Bitte,  die Teilnehmer des Kongresses darauf hinzuweisen, wurde nicht entsprochen. Dieser Zustand fühlte sich für mich nicht gut an. Ich setzte eine Maske auf, um mich gegen Ignoranz zu schützen – habe mich angepasst und gelächelt.</p>
<p>Am 30. Mai wurde ich im Plenum als Ehrengast vorgestellt. Für Kongressteilnehmer, die nicht im Internet nachgelesen hatten, dass ich daran teilnahm,  war das eine Überraschung, denn in den Kongressunterlagen fehlte jegliche Information.<br />
Für alle Teilnehmer im Plenum war ein Platz mit Namensschild vorgesehen – mein Schild fehlte. Ein Versehen, dachte ich, was bei der sonst so guten Organisation des Kongresses auch mal vorkommen kann. Obwohl ich kurz vor dem letzten Plenum auf diesen Fehler aufmerksam machte, fehlte es auch in dieser Runde. Daraufhin setzte ich mich demonstrativ in den Hörsaal – ich fühlte mich ausgegrenzt und gemieden. Irina Vogt nahm das wahr und reagierte darauf, indem sie mich bat, in der Runde Platz zu nehmen. Ralf Vogt forderte aus Solidarität die anderen Plenumsteilnehmer auf, ihre Namensschilder zu entfernen. Als Ehrengast fühlte ich mich dennoch nicht, sondern nur als bedauernswertes Opfer behandelt – über das man zwar im Kongress redete, aber es als Diskussionsteilnehmer nicht wirklich wahrnahm.</p>
<p>Im Vortrag von Michaela Huber stellte ich die Frage, wie sie damit umginge, wenn im Verlauf der Therapie Bilder auftauchen, in denen der Klient auf dem Bauch der Mutter liegt und mit seinem Mund an deren Schamlippen gedrückt wird. Meine Absicht war es, anhand dieses Fallbeispieles, ihren Umgang mit einer solchen Situation zu erfahren. Ich äußerte Zweifel an dem Erfolg des von ihr geschilderten Therapieverlaufes. Frau Huber reagierte mit einer Gegenfrage; ob ich der Betroffene sei. Ich empfand das als eine Demonstration von Macht, mich in die Rolle des Opfers zu drängen.<br />
Es muss wohl noch sehr viel Zeit vergehen, bis es möglich sein wird, über Macht und Ohnmacht auf gleicher Stufe zu sprechen.</p>
<p>Norbert Denef</p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/wp-content/uploads/2007/06/korperpotenziale_offener-brief.pdf" title="offener Brief 2.6.07" target="_blank">hier als pdf herunter laden</a><code></code><code></code></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Offener Brief – katholische Gemeinde Delitzsch</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2006/12/21/offener-brief-katholische-gemeinde-st-maria-in-delitzsch/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2006/12/21/offener-brief-katholische-gemeinde-st-maria-in-delitzsch/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 Dec 2006 10:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Offene Briefe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://norbert.denef.com/2006/12/21/offener-brief-katholische-gemeinde-st-maria-in-delitzsch/</guid>
		<description><![CDATA[An die katholische Gemeinde St. Maria in Delitzsch
 
 
 Liebe Kinder und Jugendliche, sehr geehrte Damen und  Herren,
 
Als Kind und Jugendlicher wurde ich durch den ehemaligen Vikar der Gemeinde Alfons Kamphusmann und einen weiteren Kirchenangestellten jahrelang sexuell missbraucht – mit schrecklichen Folgen für mich und mein Leben.
 Als ich es 1993 endlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">An die katholische Gemeinde St. Maria in Delitzsch</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"> Liebe Kinder und Jugendliche, sehr geehrte Damen und<span>  </span>Herren,</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Als Kind und Jugendlicher wurde ich durch den ehemaligen Vikar der Gemeinde Alfons Kamphusmann und einen weiteren Kirchenangestellten jahrelang sexuell missbraucht – mit schrecklichen Folgen für mich und mein Leben.</p>
<p class="MsoNormal"> Als ich es 1993 endlich wagte, meine 35 jährige Schweigemauer im Familienkreis und im Beisein der<span>  </span>beiden Täter zu zerbrechen, wurde ich von meinen Geschwistern als „Nestbeschmutzer“ ausgegrenzt.<span>  </span></p>
<p class="MsoNormal"> In meiner Not habe ich mich an Pfarrer Armin Kensbock in Delitzsch gewandt und ihn um Hilfe und Unterstützung gebeten. Obwohl der sexuelle Missbrauch vor seiner Zeit stattgefunden hatte, wendete ich mich dennoch vertrauensvoll an ihn, da ich in ihm einen offiziellen Vertreter der katholischen Kirche sah, um die Verbrechen von Pfarrer Kamphusmann und des Kirchenangestellten anzuzeigen. In einem längeren Gespräch erzählte ich ihm meine ganze Geschichte. Ich bat ihm um Hilfe, mich bei der Aufarbeitung dieser Verbrechen zu unterstützen. Ohne jegliche Stellungnahme hörte er nur schweigend zu und sagte, dass er darüber nachdenken muss und sich bei mir melden wird.</p>
<p class="MsoNormal">Ende April 1994, also 4 Monate nach dem ich ihn um Hilfe gebeten hatte, teilte er mir schriftlich mit: „Ich kann und will Sie dabei nicht unterstützen, da ich es nicht verantworten kann, schlimmstenfalls müsste ich die Folgen mit erleiden und mit ertragen.“<br />
Danach war wie ich wie gelähmt und fühlte mich ohnmächtig.</p>
<p class="MsoNormal">Durch diese unterlassene Hilfeleistung haben die traumatischen Erlebnisse des sexuellen Missbrauchs verstärkt mein Leben beeinflusst. Erst einige Jahre später war ich dazu in der Lage, mich deshalb an den Bischof von Magdeburg und an den Papst zu wenden, um dieses Vorgehen aufzuklären. Leider musste ich feststellen, dass sich an der institutionellen Geheimhaltungs- und Schweigepraxis von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche, mit den verheerenden Folgen für die Opfer, nach wie vor nichts geändert hatte. Die von mir angezeigten sexuellen Verbrechen bei Pfarrer Kensbock, wurden verschwiegen, verleugnet und vertuscht.</p>
<p class="MsoNormal"> Warum arbeitet die Kirchenführung die Vergangenheit nicht auf und versetzt stattdessen Pfarrer Kensbock nach Köthen? Damit wird wieder nur alles verschwiegen und unter den Teppich gekehrt!</p>
<p class="MsoNormal">Schließlich liegt von beiden Tätern ein schriftliches Tateingeständnis vom Bistum Limburg vor, es geht also nicht mehr darum, ob die Verbrechen stattgefunden haben, oder ob ich wirklich dadurch Schaden genommen habe, denn dass konnte ich durch Gutachten nachweisen.</p>
<p class="MsoNormal"> Als Opfer fühle ich mich sehr verletzt, wenn Mitglieder ihrer Gemeinde öffentlich sagen: “Ich möchte mich nicht äußern dazu. Weil mich das gar nichts angeht. Das Thema wollen wir nicht berühren. Ja den Quatsch, den können sie sich an den Hut stecken.”</p>
<p class="MsoNormal">Diesen „Quatsch“ habe ich 35 Jahre lang versucht mir an den Hut zu stecken. Es hat nicht funktioniert, mein Körper reagierte mit Krankheiten.<br />
Ich bitte Sie um eine öffentliche Stellungnahme zu den Äußerungen Ihrer Gemeindemitglieder, sowie um eine Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse – geben Sie den Opfern eine Möglichkeit ihre schreckliche Vergangenheit aufzuarbeiten.</p>
<p class="MsoNormal">Schaffen Sie eine vertrauensvolle Basis und nehmen Sie eindeutig Stellung zu diesen Verbrechen, damit die Opfer keine Angst mehr vor Repressalien haben müssen, wenn sie ihr Schweigen brechen.</p>
<p class="MsoNormal"> Opfer von beiden Tätern erzählten mir, dass sie ihren Namen nicht öffentlich nennen könnten, weil sie dadurch berufliche Nachteile befürchten. Andere wiederum vermuten, von der Kirchengemeinde ausgegrenzt zu werden, wenn sie ihr Schweigen brechen.</p>
<p class="MsoNormal">Übernehmen Sie Verantwortung und verändern Sie etwas an diesen Zustand, sorgen Sie dafür, dass die Opfer „ungestraft“ über ihre schrecklichen Erlebnisse frei reden können.</p>
<p class="MsoNormal">Es kann doch nicht weiter einfach so getan werden, als habe es die Verbrechen von Kamphusmann und dem Kirchenangestellten in dieser Gemeinde nie gegeben.</p>
<p class="MsoNormal">Noch einmal: Kamphusmann und der Kirchenangestellte haben die Verbrechen gestanden, und das wurde schriftlich festgehalten. Ihre Opfer leben weiter hier und in dieser Kirchengemeinde und sind durch solche Äußerungen, wie sie öffentlich und vor Fernsehkameras gemacht wurden, tief verletzt, ganz abgesehen davon, dass solche Kälte und Gefühllosigkeit ein schreckliches Licht auf die ganze Gemeinde wirft, das weiß ich von Menschen, die die Sendung im MDR gesehen haben und zutiefst schockiert waren.</p>
<p class="MsoNormal"> Um aus der bestehenden Sprachlosigkeit herauszufinden, schlage ich folgendes vor:</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<ol>
<li>Unter hinzuziehen eines unabhängigen, beiderseits akzeptierten Konflikthelfer (Ombudsmann), in einer öffentlichen Veranstaltung gemeinsam mit den Opfern und Gemeindevertretern, einen Weg zur Aufarbeitung festlegen.</li>
<li>Die <a href="http://www.ikvu.de/html/archiv/ikvu/missbrauch/dbk-leitlinien-missbrauch.html" target="_blank">Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz</a> in die Tat umsetzen, dort heißt es nach V, 10: „Im Umfeld von Täter und Opfer werden Maßnahmen zur Überwindung von Irritationen, Sprachlosigkeit und Trauer getroffen. Im Einzelfall wird, wenn nötig, ein Netzwerk angeboten, dass einer Isolation des Opfers und seiner Familie entgegenwirkt.“</li>
<li>Von den Verantwortlichen des Bistums Magdeburg ein klares Bekenntnis und Übernahme von Verantwortung einfordern &#8211; da sich der fortgesetzte sexuelle Missbrauch durch Angehörige des damaligen erzbischöflichen Kommissariats Magdeburg letztendlich nur deshalb ereignen konnte, weil die Verantwortlichen nicht frühzeitig wirksam eingeschritten sind, sondern durch die damals übliche Strafversetzungs-, Geheimhaltungs- und Schweigepraxis die Täter gedeckt und damit weiteren Missbrauch ermöglicht haben.</li>
</ol>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Freundliche Grüße</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Norbert Denef</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Der Kirchenvorstand hat dieses Schreiben am 26. Juni 2006 nur „zur Kenntnis genommen“. Mit mir gesprochen hat er kein einziges Mal.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Schweigen ist der Tod – bitte reden Sie mit mir!</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: center" align="center"><strong><span style="font-size: 14pt"><o:p></o:p></span></strong></p>
]]></content:encoded>
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