Verjährungsfristen ein „schwerwiegender Makel des deutschen Rechts“


netzwerkB 17.05.2012

Deutsche Verjährungsvorschriften stammen aus römischen Recht

Der britische Kronanwalt Geoffrey Robertson ist Gründer und Leiter der größten britischen Kanzlei für Menschenrechte. Er war in zahlreichen Ländern als Anwalt in bedeutenden verfassungs-, straf- und völkerrechtlichen Fällen tätig. Er leitete Missionen für Amnesty International und vertrat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Robertson ist Mitglied der angesehenen Anwaltsvereinigung Middle Temple. 2008 wurde er als herausragender Jurist zum Mitglied des Internal Justice Council der UNO ernannt.

In seinem Buch „Angeklagt: Der Papst“ (2011) nennt Robertson die deutschen Verjährungsfristen bei sexuellem Kindesmissbrauch „einen schwerwiegenden Makel des deutschen Rechts“.

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Unten rum: Die Scham ist nicht vorbei


Unten rum: Die Scham ist nicht vorbei

Auszug aus ‘Unten rum …’
Das ist der Waschlappen für oben – und der ist für unten rum!“ Aha, für ‚unten rum’. Ohne, dass ich meine Mutter fragen muss, weiß ich bereits mit vier Jahren: ‚Unten rum’ ist eine besondere Zone. Aber ab wo fängt das ‚Unten rum’ an? Ab dem Bauchnabel? Oder noch tiefer? Ich habe keine Ahnung, und fragen mag ich nicht. Normalerweise fängt bei mir ‚unten rum’ ab den Knien an, die sind immer dreckig und haben meist eine dicke Kruste zum Knibbeln. Auf jeden Fall ist ‚unten rum’ so schmutzig, dass es für oben rum gefährlich ist. Ich darf also die Waschlappen auf keinen Fall verwechseln. Das ist mir klar, auch ohne dass meine Mutter es sagt. Die Erwachsenen beschäftigt das Thema schwer: „Hast du dich auch ‚unten rum’ gewaschen?“ „Jaa-aa!“

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Denk daran


“Wenn Du mal groß bist, Kleiner, denk daran: Leg dich abends niemals schlafen, wenn du es tagsüber unterlassen hast, dich gegen eine Ungerechtigkeit zur Wehr zu setzen.” (Harry Belafonte – My Song)


Angeklagt: Der Papst


Angeklagt: Der Papst
Die Verantwortlichkeit des Vatikans für Menschenrechtsverletzungen
von Geoffrey Robertson


Das Scheißleben meines Vaters…


netzwerkB 21.02.2012

von Norbert Denef

Am 3. Dezember 2011 schrieb mir Andreas Altmann, dass er mein Interview in DIE ZEIT vom 24. November 2011 gelesen hatte und kommentierte mit “bravo”. Er teilte mir mit, dass vor zwei Monaten DIE ZEIT an der gleichen Stelle ein Bericht über sein Buch gebracht hatte und bot mir an, ein Exemplar zu schicken. Ja, bitte schicken Sie mir Ihr Buch, schrieb ich zurück. Als ich es bekam, legte ich es zu den vielen anderen Büchern die noch immer darauf warten, von mir gelesen zu werden.

Vor wenigen Tagen ist mir sein Buch wieder in die Hände gefallen und ich fing an darin zu lesen. Ich konnte es nicht mehr weglegen. Es hat mich sehr bewegt. Danke!

 

 


Vergewaltigt – wie eine Psychologin zum Opfer wurde


WELT ONLINE 13.09.2011

Die Gefängnispsychologin Susanne Preusker wollte helfen. Doch dann wurde sie von einem Häftling als Geisel genommen und vergewaltigt. Seitdem kämpft sie dagegen, Opfer zu sein.

Es gibt Wörter, die gehören einfach zusammen, das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Täter und Opfer zum Beispiel. In Susanne Preuskers Leben, dem alten wie dem neuen, geht es viel um diese beiden Wörter. Und darum, dass sich das eine so viel leichter als das andere aussprechen lässt.

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Schlagt keine Kinder mehr


Schlagt keine Kinder mehr

Wenn der Papst heute öffentlich sagen würde: ‚Schlagt keine Kinder mehr, tut ihnen keine Gewalt mehr an!‘, dann würde eine Kraft entstehen, nicht nur in der katholischen Kirche, sondern vielleicht in der ganzen Welt, dass ein Umdenken stattfinden könnte, Kindern keine Gewalt mehr anzutun. Und wenn der Papst öffentlich sagen würde, dass eine Schweigeklausel für ein Opfer ein Verbrechen sei, dann würde es sie zukünftig nicht mehr geben. Warum sagt er das nicht?

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Hörbuch Alice Miller Dein gerettetes Leben (Trailer)


Trailer zu dem Hörbuch von Alice Millers “Dein gerettetes Leben – Wege zur Befreiung” (Suhrkamp 2007).
Die Bilder stammen von der Autorin Alice Miller.

Hier können Sie das Hörbuch bestellen:
http://www.firevoice.de/Hoerbuecher/Hoerbuecher.htm
Es kostet 24,95 Euro und ist ausschließlich im mp3-Format per download zu haben.


WIE LAUT SOLL ICH DENN NOCH SCHREIEN?


netzwerkB 18.12.2011

Danke, Jürgen Dehmers, dass Du laut schreist!

Norbert Denef

Mehr Informationen zum Buch finden Sie auf rowohlt.de

 


Schlagt keine Kinder mehr


netzwerkB 12.11.2011

Auszug aus dem Buch “Ich wurde sexuell missbraucht” von Norbert Denef

Schlagt keine Kinder mehr

Wenn der Papst heute öffentlich sagen würde: ‚Schlagt keine Kinder mehr, tut ihnen keine Gewalt mehr an!‘, dann würde eine Kraft entstehen, nicht nur in der katholischen Kirche, sondern vielleicht in der ganzen Welt, dass ein Umdenken stattfinden könnte, Kindern keine Gewalt mehr anzutun. Und wenn der Papst öffentlich sagen würde, dass eine Schweigeklausel für ein Opfer ein Verbrechen sei, dann würde es sie zukünftig nicht mehr geben.

Warum sagt er das nicht?

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Papst Eduard I.


“Papst Eduard I.” von Erwin Hilbert

Pressestimmen
»Manche Erscheinungen in der Katholischen Kirche sind heute nur noch mit Humor zu ertragen. Man lese und lache!« Prof. Dr. Hans Küng, Theologe und Kirchenkritiker

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Wie laut soll ich denn noch schreien?


taz.de 7.09.2011

Triathlon der sexuellen Gewalt

VERGEWALTIGUNG, VERDRÄNGEN, ÜBERLEBEN Jürgen Dehmers kämpfte 25 Jahre um sich und seine Integrität. Nun hat er ein Buch über seine Erlebnisse an der Odenwaldschule geschrieben – und gewonnen. Gegen den edlen Reformpädagogen, der ein Kinderschänder war

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Die Abschaffung der Psychotherapie


Die Abschaffung der Psychotherapie. Ein Plädoyer

Jeffrey Masson (Autor)

(ISBN: 3570027317 / 3-570-02731-7 )

“…Die Psychiatrie hat sich nicht gerade dadurch ausgezeichnet, dass sie an vorderster Front für soziale Gerechtigkeit gegen menschliche Unterdrückung kämpft. Es wird Zeit, dass dies erkannt wird und dass Konsequenzen gezogen werden….”

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Was hat man dir, du armes Kind, getan?


Was hat man dir, du armes Kind, getan?

Jeffrey Masson (Autor)

ISBN-10: 3499180871
ISBN-13: 978-3499180873



Skandalbuch enthüllt sexuelle Beziehungen


SPIEGEL ONLINE 21.04.2011

Kinder mit Geliebten, Sex mit Prostituierten, homosexuelle Handlungen: Die Details eines neuen Buches über sexuelle Beziehungen in der katholischen Kirche sind pikant. Der Vatikan schweigt – und Italiens Bischofskonferenz sagt, man “könne nicht jedes Buch kommentieren”.

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Kirchenfinanzen – Zahlen und Hintergründe



Rituelle Gewalt: Sadismus der Täter, Leiden der Opfer und Desinteresse der Gesellschaft


Psychologie-Aktuell.com 7.01.2011

Rituelle Gewalt: Verbrechen in “Sekten”, “Satans-Gruppen” und anderen pseudoreligiösen Untergrundstrukturen lassen sich nur in seltensten Ausnahmefällen gerichtsfest nachweisen. Doch in den einschlägigen Beratungsstellen und therapeutischen Einrichtungen für Traumapatienten berichten Tausende Opfer über ihre Leiden und deren lebenslange Folgen. Claudia Fliss und Claudia Igney, als Therapeutinnen in Bremen engagiert, haben in einem Sachbuch das bislang bruchstückhafte Wissen zur Rituellen Gewalt zusammengestellt.

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Pater B.– Eine Dokumentation



Blaichinger Norbert

Pater B. – Eine Dokumentation

Softcover, ca 130 Seiten, ISBN 978-3-902616-43-2;
 Ranshofen 2010,
Preis EUR 18,70

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Violettbuch Kirchenfinanzen


Carsten Frerk

Violettbuch Kirchenfinanzen
Wie der Staat die Kirchen finanziert


270 Seiten, kartoniert, Euro 16.-
ISBN 978-3-86569-039-5
erschienen 2010

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Buchtipp: “Die Revolte des Körpers”


von Alice Miller

“Die Revolte des Körpers” – eine Herausforderung

Samstag 01 Januar 2005

Fast alle meine Bücher haben gegensätzliche Reaktionen bewirkt, doch bei diesem Buch fällt gerade die emotionale Intensität auf, mit der dessen Ausführungen bestätigt oder abgelehnt werden. Ich habe den Eindruck, dass diese Intensität indirekt zum Ausdruck bringt, wie nahe, oder wie fern, der Leser sich selbst gegenüber befindet.



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Buchrezension: Norbert Denef: „Ich wurde sexuell missbraucht“


Der Autor dieses Buches „Ich wurde sexuell missbraucht“ wurde im Alter von 10 bis 18 Jahren in den Jahren 1958 – 1964 von einem katholischen Pfarrer und danach bis 1967 von einem Kirchenangestellten regelmäßig missbraucht. Schwer traumatisiert schaffte er es erst 35 Jahre später, erstmals darüber zu sprechen. Heute betreibt er Öffentlichkeitsarbeit und gründet ein Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt: http://netzwerkb.org

Wie konnte es zu diesem Missbrauch kommen?

1.    Der erste Täter, Pfarrer Kamphusmann, war zum damaligen Zeitpunkt in Kirchenkreisen bereits wegen sexueller Delikte mit Kindern bekannt. Statt ihn vom Dienst zu suspendieren, hat man ihn aber immer wieder an andere Orte versetzt: von Halle nach Droyßig, Delitzsch, Nordhausen, Langenweddingen, Hecklingen, Wittenberg Peisteritz und Niedertiefenbach. Dies war und ist gängige Praxis innerhalb der Kirchen, sich eines Problems zu entledigen. Es kommt für die Kirchen nicht darauf an, ob jemand eine Straftat oder auch eine von den Kirchen verbotene Tat begangen hat, es kommt darauf an, ob diese Tat auch öffentlich bekannt wurde. Erst dann wird der Täter sein Amt verlieren. So lange seine Tat nur im engen Kirchenkreis bekannt bleibt, wird – außer Versetzungen – nichts unternommen. Dazu passt auch die ablehnende Aussage eines Pfarrers aus Delitzsch, den Herr Denef um Hilfe bat. Dieser Pfarrer antwortete ihm, er sei verpflichtet, Schaden von seiner Gemeinde fernzuhalten. „Ich will und kann Sie dabei nicht unterstützen.“

2.    Die Täter haben, bis auf eine Versetzung, kaum etwas zu befürchten. Die Straftat wird aufgrund des Kirchenrechtes nicht beim Staat angezeigt. Somit können die Täter unbekümmert an einem anderen Ort weitere Kinder missbrauchen. Die Opfer trauen sich nicht, darüber zu reden und eine Anzeige ist kaum zu befürchten.

3.    Die Kirchen setzen alles daran, diese Taten nach außen zu vertuschen. Ein idealer Nährboden für Straftaten! In dem vorliegenden Fall versuchte das Bistum Magdeburg, das Opfer mit einem Betrag von 25.000 € zum Schweigen zu bringen. Der Betrag sollte zurück gezahlt werden müssen, falls das Opfer die Schweigeklausel bricht.

4.    Kirchenhörige in der Gemeinde, die auf einen Missbrauchsfall aufmerksam werden, geben dem Opfer keine Unterstützung, da sie der Meinung sind, das würde ihrer Gemeinde schaden. Selbst Familienangehörige sind dann, wenn ihnen die kirchlichen Dogmen erfolgreich verinnerlicht wurden, nicht unbedingt bereit, zu helfen. So musste Norbert Denef die Erfahrung machen, dass sich seine Familie nach seinem Outing von ihm abwendete. Er musste sich anhören: “Du hast nun so lange geschwiegen, da hättest du für den Rest deines Lebens auch noch dein Maul halten können.”

5.    Insbesondere Kinder aus nicht so behüteten Elternhäusern scheinen ein leichtes Opfer für kirchliche Vertrauenspersonen zu sein. Zuneigung, die sie zu Hause nicht bekommen, erhalten sie von Personen in ihrer Kirchengemeinde. Insbesondere Priester / Pfarrer wissen schon durch die Beichte viel über die Lebensumstände dieser Kinder, über ihre Sehnsüchte und Wünsche, über die sie sich dann Zugang zu ihnen verschaffen. So schreibt auch der Autor des vorliegenden Buches: „Ich war 10 Jahre alt und stolz darauf, nun endlich Messdiener zu sein, … Am Morgen eines sonnigen Wochentages zelebrierte Pfarrer K. die heilige Messe. Nach dem Gottesdienst nahm er mich mit in seine Wohnung. …“ – Zum Kirchenangestellten: „Als begeisterter Chorsänger wurde ich freundschaftlich in den Kreis der Jugendlichen aufgenommen, die immer beim Kirchenangestellten ein- und ausgingen. Ich fühlte mich sehr wohl und glaubte ihm, zum ersten Mal in meinem Leben, in ihm einen richtigen Freund gefunden zu haben. Da er dafür gesorgt hatte, dass Pfarrer K. versetzt wurde, hatte ich volles Vertrauen zu ihm. …“

6.    Staatliches und öffentliches Desinteresse, Verjährungsfrist: Ein Kriminalbeamter, mit dem der Geschädigte nach der Verjährungsfrist über die sexuellen Übergriffe sprach, antwortete, der könne die Täter zwar anzeigen, aber viel Zweck würde das nicht haben. Norbert Denef wollte, nachdem er den sexuellen Missbrauch in seiner Familie bekannt gegeben hatte, auch öffentlich darüber sprechen können. Resigniert musste er aber feststellen: „Niemand hatte ein Interesse daran, dass ich mein Schweigen brach.“

7.    Trotz der traumatisierenden Erfahrungen können die Opfer auch langfristig von ihren Peiniger psychisch abhängig bleiben. Menschen neigen dazu, „in Zwangs- oder Abhängigkeitssituationen  ethisch bedenkliche Handlungsweisen von Autoritäten zu relativieren und eine Schutzhaltung für sich zu entwickeln. Dies gilt insbesondere für Familien“ – oder eben auch Kirchenkreise – „… in denen auch gewalttätiges Verhalten von den eigenen Angehörigen oft toleriert oder im Nachhinein abgestritten wird, um sich selbst nicht weiter in Gefahr zu bringen oder den eigenen Selbstwert nicht zu verlieren. … Die emotionale Nähe zum jeweils emotional stärksten Mitglied einer sozialen Gemeinschaft hängt eng mit dem Überlebenstrieb des Menschen zusammen und wird häufig auch nach dem  Ende einer solchen Beziehung unbewusst verdrängt.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom  So ist es zu erklären, dass sich Herr Denef noch Jahre später von seinem Peiniger hat trauen lassen.

Das Buch „Ich wurde sexuell missbraucht“ hat jetzt in einer Zeit, in der noch viele andere Missbrauchsfälle in kirchlichen Einrichtungen bekannt geworden sind, eine besondere Bedeutung bekommen. Nach jahrzehntelanger Maulkorbpolitik sind nun auch mal die Medien bereit, über diese Problematik zu berichten und damit das Schein-Image der Kirchen als Moralapostel Nr. 1 in diesem Land bröckeln zu lassen.

Wie können die Kirchen heute noch so viel Gewalt ausüben, in der Zeit des Internets, wo wir alle doch so viele Informationen bekommen und hinreichend aufgeklärt sein sollten?

1.     Deshalb, weil sie einfach noch zu viel Unterstützung bekommen. Auch viele Geschädigte unterstützen die Kirchen noch mit ihren Steuern und mit ihrer Mitgliedschaft, die für unsere Politik ein Gradmesser dafür ist, dass es noch genug Menschen gibt, die wohl den Willen der Kirchen teilen und bei den nächsten Wahlen für die Partei stimmen, die am meisten Hand in Hand mit den Kirchen geht.

2.     Nach wie vor darf offenbar nicht über Sachverhalte gesprochen werden, die die Kirche in irgendeiner Weise in Frage stellen. Die drei großen „V“ – Verschweigen – Verleugnen – Vertuschen spielen dabei eine große Rolle.

Das ist das Einzige, wovor sich die Täter fürchten: Dass darüber gesprochen wird.

Alle Betroffenengruppen von kirchlicher Gewalt und Bevormundung sollten jetzt die Chance öffentlicher Aufmerksamkeit gemeinsam nutzen  – die Opfer von jahrelang vertuschter direkter Gewalt von Kirchenfunktionären innerhalb und außerhalb von Heimen, Priesterkindern und auch  andere Opfern der viel zu engen Staat-Kirche Politik, wie z.B. homosexuelle und transsexuelle Menschen, ungewollt kinderlose Paare, die sich wegen des so genannten deutschen Embryonenschutzgesetzes ihren Kinderwunsch im Ausland erfüllen müssen und auch Menschen, die in diesem Land trotz ihres starken Leidens keine Sterbehilfe bekommen.

Eine erste Gelegenheit zur Solidarität gibt es am 15. April 2010 in Berlin auf der Demonstration der Heimkinder aus kirchlichen Kinderheimen: „Jetzt reden wir“   http://jetzt-reden-wir.org/

Beate Turner


Buchtipp: Warum ich Pater Pierre getötet habe


Wer hat denn nun wirklich Recht? Die Hippies oder die Kirche?

Immer wieder dringen Berichte von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen durch Geistliche der katholischen Kirche an die Öffentlichkeit. Letztes Jahr zahlte sogar die Diözese Kaliforniens Unmengen als „Abfindung“, um einer Sammelklage zu entgehen. Bei all diesen erschütternden Fällen mag man sich immer wieder fragen, wie es im Einzelnen dazu kommen konnte. Warum Eltern und andere Erwachsene nichts bemerkt haben, nichts bemerken konnten. Der Autor Olivier Ka wurde im Alter von zwölf Jahren von seinem „Freund und Kumpel“ Pater Pierre missbraucht. Bei Carlsen liegt sein letztes Jahr in Angoulême ausgezeichnete autobiographische Comic über diesen Vorfall nun auf Deutsch vor.

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Quelle:

http://www.satt.org



Buchtipp: Verlorene Kindheit-Jungen als Opfer sexueller Gewalt


Verlorene Kindheit. Jungen als Opfer sexueller Gewalt. (Broschiert)

von Nele Glöer (Autor), Irmgard Schmiedekamp-Böhler (Autor), Irmgard Schmiedekamp- Böhler (Autor)

Verlag: Kunstmann
ISBN-10: 3888970377
ISBN-13: 978-3888970375


Buchtip – “Dunkle Triebe”


“Dunkle Triebe” – Wie Sexualtäter denken und ihre Taten planen

von Anna Salter

Die Kriminalpsychologin Anna Salter ist eine gefragte Expertin und Beraterin für Sexualstraftaten bei amerikanischen Gerichten. Über zwei Jahrzehnte studierte sie das Verhalten von Sexualstraftätern. Was sie denken, wie sie ihre Opfer täuschen und wie sie sich strafrechtlicher Verfolgung entziehen. Ihr Buch ist eine erschütternde Dokumentation über die Abgründe der Seele und die Bestie im Menschen.

Taschenbuch, Broschur, 384 Seiten, 12,5 x 18,3 cm

ISBN: 978-3-442-15384-8

Verlag: Goldmann

Leseprobe


Buchtipp – „Rette mich – manche Kinder werden ohne Schutzengel geboren“


“Rette mich – manche Kinder werden ohne Schutzengel geboren”
Autobiografie
ISBN-10: 3940868183
ISBN-13: 978-3940868183

von Angela Moonlight

Angela Moonlight wurde am 19.12.1972 in Neustadt an der Weinstraße geboren und lebt heute im idyllischen Lambrecht in der Pfalz. Als pädagogisch und psychologisch ausgebildete Kinderpflegerin hat sie über 12 Jahre im Kindergarten gearbeitet. Aufgrund ihrer Missbrauchserlebnisse in der Kindheit entschloss sie sich, als Autorin zu arbeiten und ihre Autobiografie „Rette mich – manche Kinder werden ohne Schutzengel geboren“ zu schreiben, die im Frühjahr 2007 erschienen ist. Bedingt durch ihre vielfältigen Erfahrungen, die sie im Leben machte, entstanden auch verschiedene Kinderbücher zum Thema “Aufklärung, Schutz, Glauben, Freundschaft”, die sie auch selbst illustriert.
Ihre Kinderbücher, sowie der zweite Teil ihrer Biographie „Sie nannten es Heilung im Namen des Herrn“, worin es um eine Sektenerfahrung geht, erschienen ebenfalls noch im Jahr 2007.

Für all jene, die sich zu diesem wichtigen Thema austauschen wollen- egal ob Betroffene, Angehörige oder Interessierte- hat sie ein Forum eröffnet! Es wird von ihr persönlich unter dem Nicknamen Mondschein geführt. Man kann also auch auf diesem Weg mit ihr in Kontakt treten, oder über Ihre Homapage unter: www.angela-moonlight.de


“Ich mach’ dich tot!”


“Ich mach’ dich tot!”

ist die Geschichte eines kleinen Mädchens, das zum ersten Mal im Alter von sechs Jahren mehrfach missbraucht wird. Der Täter stirbt einige Monate später, was dem Kind aber nur drei Jahre Ruhe beschert. Mit neun Jahren wird es erneut missbraucht, diesmal von einem nahen Verwandten.

Die Missbräuche bleiben nicht ohne Auswirkungen auf das weitere Leben des Kindes, der Jugendlichen und der erwachsenen Frau. Vierzig Jahre lang schweigt sie, dann kommt es zum physischen und psychischen Zusammenbruch, aus dem sie sich nur mühevoll und in kleinen Schritten wieder befreien kann. Jahrelange Therapien sind notwendig, um das Leben wieder lebenswert werden zu lassen.

Das kleine Buch soll Mut machen und aufzeigen, dass es Wege aus jeder noch so verfahrenen und unglücklichen Situation gibt. Es schildert behutsam den Lebensweg des kleinen Mädchens, der verunsicherten Jugendlichen und der schwer depressiven Frau bis hin zur Therapie und deren Erfolge.

Jetzt kaufen:

http://www.mutmachen.com/infos.html


Peter Wensierski – “Schläge im Namen des Herrn”


Buchcover SchlägeDas verdrängte Schicksal der Heimkinder in der Bundesrepublik


Monika Gerstendörfer “Der verlorene Kampf um die Wörter”


Opferfeindliche Sprache bei sexualisierter Gewalt – Ein Plädoyer für eine angemessenere Sprachführung

“Der verlorene Kampf um die Wörter”

Kinderschänder gibt es nicht.” Was für eine provokant klingende und irritierende Aussage! Doch die wahren Provokateure sind wir. Denn wir alle benutzen solche Unwörter wie “Kinderschänder“, “Sextouristen“, “Triebtäter“, “Sexgangster” und damit eine im wahrsten Sinne des Wortes gewalttätige Sprache…


Leuchtkäfer


leuchtkaefer.jpgNein!!! Ich werde es nicht mehr verstecken,
nicht mehr meine Scham,
die eigentlich die Scham der Täter sein müßte …

Leuchtkaefer


Cora – “Es war ein Mann Gottes”


Coraspanner

Es war ein Mann Gottes”
Karin Jäckel erzählt die dramatische Lebens-Geschichte einer jungen Frau, die als 13jährige Messdienerin zum ersten Mal von einem katholischen Priester missbraucht wurde.

SWR1 Leute am 07.02.2008
www.mp3.swr.de


Buchtipp – “TRAUMA Opfer von Gewaltverbrechen”


Wenn Opfer dem Leid Worte geben dürfen und über den Schmerz frei sprechen können, müssen sie nicht mehr zerbrechen. Der Autorin ist es gelungen, einen “Krimi” besonderer Art zu schreiben. Sie gab Opfern eine Stimme – das ist neu! Ich war beim lesen an einigen Stellen sehr traurig und über die Schilderungen, was man mit “Psychoexperten” alles so erleben kann, musste ich viel lachen. Sollte den Opfern das nicht erlaubt sein? Ich finde es ist an der Zeit, dass ihre Stimmen lauter werden, viel zu lange haben sie geschwiegen. (Norbert Denef)

TRAUMA
Opfer von Gewaltverbrechen
ISBN-13: 9783837040623
von Venus Vivat