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	<title>netzwerkB</title>
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	<description>netzwerkB ist eine unabhängige Interessenvertretung in der sich Betroffene von sexualisierter Gewalt für die Rechte Betroffener einsetzen.</description>
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		<title>Was ist beim Thema Verjährung zu Bedenken?</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 20:04:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
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		<description><![CDATA[netzwerkB 07.02.2012 Frage: Was ist beim Thema Verjährung zu Bedenken? Habe ich es richtig verstanden, dass eine Verjährung nach z.B. 30 Jahren auch im Interesse eines ehemaligen Opfers für Rechtsfrieden sorgt und dass eine mögliche nachträgliche Verfolgung auf Antrag des Betroffenen wünschenswert wäre? Antwort: Über diese Frage könnte man sowohl eine philosophische als auch eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 07.02.2012</p>
<p><em>Frage:</em></p>
<p><em>Was ist beim Thema Verjährung zu Bedenken?</em></p>
<p><em>Habe ich es richtig verstanden, dass eine Verjährung nach z.B. 30 Jahren auch im Interesse eines ehemaligen Opfers für Rechtsfrieden sorgt und dass eine mögliche nachträgliche Verfolgung auf Antrag des Betroffenen wünschenswert wäre?</em></p>
<p>Antwort:<span id="more-12170"></span></p>
<p>Über diese Frage könnte man sowohl eine philosophische als auch eine juristische Dissertation schreiben.</p>
<p>Durch den deutschen Gesetzgeber und teilweise auch durch einige Betroffenen- und Opfervereine und &#8211; verbände wird immer wieder das Argument vorgebracht, es sei auch im Interesse der Betroffenen von Straftaten, wenn die Taten zu einem bestimmten Zeitpunkt verjähren und somit Rechtsfrieden einkehrt.</p>
<p>Das Argument des Rechtsfriedens überzeugt jedoch allenfalls aus Sicht eines Straftäters, welcher sich nach Auffassung des Gesetzgebers darauf verlassen können soll, dass nach Verstreichen einer bestimmten zeitlichen Frist, in welcher keine strafrechtlichen Maßnahmen gegen ihn eingeleitet wurden, eine Strafverfolgung nunmehr definitiv ausgeschlossen ist.</p>
<p>Im Hinblick auf Betroffene von Straftaten, insbesondere von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, mag es in einzelnen Fällen durchaus zutreffen, dass die Einkehr von &#8220;Rechtsfrieden&#8221; für den Betroffenen eine Erleichterung, ein gewisses Abschließen mit dem Tatgeschehen, darstellt.</p>
<p>Die pauschale Behauptung, die Einkehr des Rechtsfriedens nach Ablauf einer bestimmten Verjährungsfrist sei auch im Interesse von Opfern derartiger Straftaten erscheint jedoch verfehlt und lässt sich zudem in keiner Weise empirisch belegen.</p>
<p>Schließlich tritt gerade im Bereich von Straftaten, welche sich gegen die sexuelle Selbstbestimmung richten, häufig das Problem auf, dass sich die Betroffenen erst viele Jahre oder gar Jahrzehnte nach der Tat aufgrund eines bestimmten Ereignisses bzw. Auslösers an die Tat erinnern und beginnen (können), diese zu verarbeiten.</p>
<p>In diesen Fällen besteht jedoch angesichts des Ablaufs von Verjährungsfristen keine Möglichkeit mehr, gegen den täter zivil- oder strafrechtlich vorzugehen. Der Täter kann also nicht mehr belangt werden, während das Opfer, der Betroffene, ohne Aussicht auf eine Entschädigung weiter unter den Tatfolgen leidet und nicht selten gerade angesichts dieser Tatsache retraumatisiert wird.</p>
<p>Insofern wäre es mehr äußerst wünschenswert, wenn eine Möglichkeit der nachträglichen Verfolgung auf Antrag des Betroffenen geschaffen werden würde.</p>
<p>Konsequent und effizient erscheint diesbzüglich allerdings ausschließlich eine Aufhebung der Verjährungsfristen, da die Instrumentarien der strafrechtlichen und zivilrechtlichen Ahndung von Straftaten durchaus bereits vorhanden sind, die Durchsetzung von Strafverfolgungs- und Entschädigungsansprüchen nach Ablauf der bestehenden Verjährungsfristen jedoch durch ebendiese häufig verhindert wird.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wie verhält es sich mit einem Aussageverweigerungsrecht?</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/07/wie-verhalt-es-sich-mit-einem-aussageverweigerungsrecht/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 20:04:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Fragen/Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 07.02.2012 Frage: Wie verhält es sich mit einem Aussageverweigerungsrecht eines Täters Opfers oder  Zeugen? Habe ich es richtig verstanden, dass Opfer in einem Strafverfahren aussagen müssen, während Täter die Wahl haben? Antwort: Das ist in der Tat zutreffend. Ein Täter bzw. ein Beschuldigter ist nicht verpflichtet, vor der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder vor Gericht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 07.02.2012</p>
<p><em>Frage:</em></p>
<p><em>Wie verhält es sich mit einem Aussageverweigerungsrecht eines</em></p>
<ul>
<li><em>Täters</em></li>
<li><em>Opfers oder </em></li>
<li><em>Zeugen?</em></li>
</ul>
<p><em>Habe ich es richtig verstanden, dass Opfer in einem Strafverfahren aussagen müssen, während Täter die Wahl haben?</em></p>
<p>Antwort:<span id="more-12167"></span></p>
<p>Das ist in der Tat zutreffend.</p>
<p>Ein Täter bzw. ein Beschuldigter ist nicht verpflichtet, vor der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder vor Gericht auszusagen. Dies ergibt sich aus dem Grundsatz, dass niemand an seiner Überführung mitwirken muss (&#8220;Selbstbelastungsfreiheit&#8221;: &#8220;nemo tenetur se ipsum accussare&#8221;) bzw. aus der Unschuldsvermutung (Artikel 6 Abs. 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention), welche bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt.</p>
<p>Ein Zeuge oder auch geschädigter Zeuge ist dagegen verpflichtet, zumindest vor der Staatsanwaltschaft und vor Gericht auszusagen, sofern ihm kein Zeugnisverweigerungsrecht aus persönlichen Gründen gemäß § 52 StPO (nahes Verwandtschaftsverhältnis zu dem Beschuldigten), aus beruflichen Gründen gemäß § 53 StPO (Berufsgeheimnisträger wie z.B. Geistliche, Ärzte, Rechtsanwälte) oder ein Auskunftsverweigerungsrecht gemäß § 55 StPO (soweit der Zeuge sich selbst oder einen nahen Angehörigen mit seiner Aussage belasten könnte).</p>
<p>Die gleichwohl erfolgende Verweigerung der Aussage kann letzendlich sogar zur Anwendung des Zwangsmittels der Beugehaft führen, soweit dies zur Aufklärung des Sachverhaltes notwendig und verhältnismäßig erscheint.</p>
<p>Allerdings ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass &#8211; insbesondere bei Bedrohungen vor der Verhandlung oder Panik- und Angstzuständen bei Erblicken des Beschuldigten &#8211; die Möglichkeit besteht, einen Zeugenbeistand in Anspruch zu nehmen oder in akuten Fällen sich mittels Vorlage eines ärztlichen Attestes über die eigene Verhandlungsunfähigkeit von der Verpflichtung zur Teilnahme an der Hauptverhandlung vor Gericht entbinden zu lassen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Birgt die Anzeigepflicht schwerere Risiken?</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 20:04:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Fragen/Antworten]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
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		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 07.02.2012 Frage: Birgt die Anzeigepflicht z.B. eines Lehrers, Priesters mehr und schwerere Risiken, als der vermeintliche Vorteil einer baldmöglichen Strafverfolgung? Antwort: Eine pauschale Antwort wäre diesbezüglich fehl am Platz. Fakt ist jedoch, dass jeder Lehrer oder Priester die gebotene Hilfe rechtswidrig unterlässt, sofern er ihm bekannt gewordene Straftaten nicht zur Anzeige bringt. Dem gegenüber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 07.02.2012</p>
<p><em>Frage:</em></p>
<p><em>Birgt die Anzeigepflicht z.B. eines Lehrers, Priesters mehr und schwerere Risiken, als der vermeintliche Vorteil einer baldmöglichen Strafverfolgung?</em></p>
<p>Antwort:<span id="more-12165"></span></p>
<p>Eine pauschale Antwort wäre diesbezüglich fehl am Platz. Fakt ist jedoch, dass jeder Lehrer oder Priester die gebotene Hilfe rechtswidrig unterlässt, sofern er ihm bekannt gewordene Straftaten nicht zur Anzeige bringt.</p>
<p>Dem gegenüber besteht das Risiko, dass der angezeigte Täter seinerseits Strafanzeige wegen Verleumdung erstattet und / oder auf dem Zivilrechtsweg eine Unterlassungsklage einleitet.</p>
<p>Hierzu ist allerdings auszuführen, dass Strafanzeigen wegen Beleidigung und Verleumdung im Regelfall durch die Staatsanwaltschaften auf den Privatklageweg verwiesen werden und somit meist im Sande verlaufen. Das Risiko, sich einer zivilrechtlichen Klage ausgesetzt zu sehen, ist darüber hinaus dem allgemeinen Lebensrisiko zuzuordnen. In diesem Zusammenhang ist zudem zu berücksichtigen, dass der KLÄGER, in diesem Fall folglich der Täter &#8211; die Beweislast für das tatsächliche Bestehen des von ihm behaupteten Unterlassungsanspruchs trägt.</p>
<p>Im Hinblick auf Priester oder sonstige Geistliche besteht allerdings die Besonderheit, dass diese gemäß § 53 Abs. 1 Nr. 1 StPO von dem ihnen gesetzlich eingeräumten Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen können, sofern ihnen Straftaten in ihrer Eigenschaft als Seelsorger anvertraut oder bekannt geworden sind.</p>
<p>Wie jeder Berufsgeheimnisträger kann jedoch auch ein Geistlicher von seiner Verschwiegenheitspflicht entbunden werden, was jedoch nur im seltensten Fall vorkommt, sofern ein Täter sich dem Geistlichen anvertraut hat.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neuss: Gruppe von Angehörigen sexuell missbrauchter Kinder</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/07/neuss-gruppe-von-angehorigen-sexuell-missbrauchter-kinder/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 07:19:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Suchanzeige]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

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		<description><![CDATA[In Neuss trifft sich regelmäßig eine Gruppe von Angehörigen sexuell missbrauchter Kinder. Wer daran Interesse hat wendet sich bitte an: Paritätischer Wohlfahrtsverband Neuss, Tel.: 02131-27098]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Neuss trifft sich regelmäßig eine Gruppe von Angehörigen sexuell missbrauchter Kinder.</p>
<p>Wer daran Interesse hat wendet sich bitte an:</p>
<p>Paritätischer Wohlfahrtsverband Neuss, Tel.: 02131-27098</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Ulmer Wissenschaftler und die katholische Kirche</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/07/ulmer-wissenschaftler-und-die-katholische-kirche/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 06:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB Pressemitteilung: Ulmer Wissenschaftler und die katholische Kirche (in der Anlage als PDF) Die Täterorganisation katholische Kirche beruft einen internationalen Kongress in Rom ein, um die Risiken ihrer Verbrechen erkennen zu lernen &#8211; Ulmer Wissenschaftler beteiligen sich mit einem E-Learning-Konzept. Der Vatikan ist nach wie vor nicht bereit, seine geheimen Akten über die Verbrechen sexualisierter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB Pressemitteilung: Ulmer Wissenschaftler und die katholische Kirche (<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/02/netzwerkB_Pressemitteilung_7.02.2012.pdf" target="_blank">in der Anlage als PDF</a>)</p>
<p>Die Täterorganisation katholische Kirche beruft einen internationalen Kongress in Rom ein, um die Risiken ihrer Verbrechen erkennen zu lernen &#8211; Ulmer Wissenschaftler beteiligen sich mit einem E-Learning-Konzept.</p>
<p>Der Vatikan ist nach wie vor nicht bereit, seine geheimen Akten über die Verbrechen sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche zu öffnen.</p>
<p>Indem sich der Vatikan gegen die Aufhebung der Verjährungsfristen für sexualisierte Gewalt ausspricht, verhindert er die Aufarbeitung seiner Verbrechen.<span id="more-12150"></span></p>
<p>netzwerkB ist der Auffassung, so lange sich an dieser Haltung der katholischen Kirche nichts ändert, ist ein solcher Kongress in Rom, vom 6. – 9. Februar 2012, nichts weiter als die Fortführung eines scheinheiligen Lügentheaters.</p>
<p>NetzwerkB erachtet das von der Regierung finanzierte Forschungsprojekt Professor Fegerts „Risiken des sexuellen Missbrauchs erkennen lernen“ als unglaubwürdig und zynisch:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/2012/02/03/risiken-des-sexuellen-misbrauchs-erkennen-lernen/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2012/02/03/risiken-des-sexuellen-misbrauchs-erkennen-lernen/</a></p>
<p>Unnötige Zertifikatforschung, wofür der Staat drei Jahre lang Millionen an Steuergeldern ausgibt, dient nur dazu, dass Professoren in den Amtsstuben alte Zertifikate von der Wand nehmen und durch neue, nutzlose Zertifikate ersetzen. Die alten Strukturen aber und die hoffnungslose Lage Betroffener ändern sich damit nicht.</p>
<p>Stattdessen muss daher die Regierung die unumgängliche Aufhebung der Verjährungsfristen angehen und darf sich nicht hinter angeblich großartiger Forschung, die jedoch nicht mehr als Gerede<br />
erzeugt, verstecken.</p>
<p>Die Regierung muss verstehen: Solange die Verjährungsfristen nicht aufgehoben worden sind und damit ein Hauptinstrument des Täterschutzes beseitigt ist, bleibt alle andere finanzierte Forschung unglaubwürdig.</p>
<p>Allein jedoch die zynische Formulierung des Forschungsprojektes „Risiken des sexuellen Missbrauchs erkennen“ weist darauf, dass nicht das substantielle Leid Betroffener für die Regierung im Mittelpunkt steht, sondern dass Täterorganisationen eine Kosten-Nutzen-Kalkulation für ein eventuelles Eingreifen aufstellen.</p>
<p>Ganz im Gegenteil hat die SPD bereits der Aufhebung der Verjährungsfristen auf ihrem Parteitag zugestimmt, s. unter:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/</a></p>
<p>&#8211;<br />
netzwerkB.org (Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt) ist eine unabhängige Interessenvertretung. Wir setzen uns für die Rechte Betroffener ein, indem wir das gesellschaftliche Schweigen brechen, über Ursachen und Auswirkungen sexualisierter Misshandlung informieren, beraten und uns für konkrete Veränderungen stark machen.</p>
<p>netzwerkB bittet darum an Betroffene die netzwerkB-Kontaktdaten weiterzugeben sowie die Kontakt-Email (info@netzwerkb.org) und Website (www.netzwerkB.org) zu veröffentlichen.<br />
&#8211;<br />
Für Journalisten-Rückfragen:<br />
netzwerkB &#8211; Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.<br />
Norbert Denef, Vorsitzender<br />
Telefon: +49 (0)4503 892782<br />
Mobil: +49 (0)163 1625091</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Umarme das Mädchen in dir</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/06/umarme-das-madchen-in-dir/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/02/06/umarme-das-madchen-in-dir/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 21:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[- Bündnis gegen Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="374"><param name="movie" value="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf"></param><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always"/><param name="wmode" value="transparent"></param><param name="bgColor" value="#ffffff"></param><param name="flashvars" value="vu=http://video.ted.com/talk/stream/2009I/Blank/EveEnsler_2009I-320k.mp4&#038;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/EveEnsler-2009I.embed_thumbnail.jpg&#038;vw=512&#038;vh=288&#038;ap=0&#038;ti=751&#038;lang=de&#038;introDuration=15330&#038;adDuration=4000&#038;postAdDuration=830&#038;adKeys=talk=eve_ensler_embrace_your_inner_girl;year=2009;theme=the_creative_spark;theme=unconventional_explanations;theme=master_storytellers;theme=bold_predictions_stern_warnings;theme=rethinking_poverty;event=TEDIndia+2009;tag=culture;tag=gender;tag=self;tag=social+change;tag=women;&#038;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;" /><embed src="http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf" pluginspace="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" bgColor="#ffffff" width="480" height="374" allowFullScreen="true" allowScriptAccess="always" flashvars="vu=http://video.ted.com/talk/stream/2009I/Blank/EveEnsler_2009I-320k.mp4&#038;su=http://images.ted.com/images/ted/tedindex/embed-posters/EveEnsler-2009I.embed_thumbnail.jpg&#038;vw=512&#038;vh=288&#038;ap=0&#038;ti=751&#038;lang=de&#038;introDuration=15330&#038;adDuration=4000&#038;postAdDuration=830&#038;adKeys=talk=eve_ensler_embrace_your_inner_girl;year=2009;theme=the_creative_spark;theme=unconventional_explanations;theme=master_storytellers;theme=bold_predictions_stern_warnings;theme=rethinking_poverty;event=TEDIndia+2009;tag=culture;tag=gender;tag=self;tag=social+change;tag=women;&#038;preAdTag=tconf.ted/embed;tile=1;sz=512x288;"></embed></object></p>
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		</item>
		<item>
		<title>netzwerkB Einladung Jahreshauptversammlung 2012</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/06/netzwerkb-einladung-jahreshauptversammlung-2012/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 16:40:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Newsletter]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Mitglieder und Freunde von netzwerkB, hiermit laden wir Euch herzlich zur Jahreshauptversammlung von netzwerkB ein. Ort: Kurparkhaus, Strandallee 134, 23683 Scharbeutz Zeit: Samstag, der 14. April 2012, um 17:00 Uhr Die Tagesordnung entnehmt Ihr bitte der Anlage als PDF. Nach dem Ende unserer Jahreshauptversammlung beginnt der gemütliche Teil &#8211; Essen, Trinken und einfach nur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Mitglieder und Freunde von netzwerkB,</p>
<p>hiermit laden wir Euch herzlich zur Jahreshauptversammlung von netzwerkB ein.</p>
<p><strong>Ort: Kurparkhaus, Strandallee 134, 23683 Scharbeutz</strong></p>
<p><strong>Zeit: Samstag, der 14. April 2012, um 17:00 Uhr</strong></p>
<p>Die Tagesordnung entnehmt Ihr bitte der <a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/02/Tagesordnung_14.04.2012.pdf" target="_blank">Anlage als PDF</a>.<span id="more-12130"></span></p>
<p>Nach dem Ende unserer Jahreshauptversammlung beginnt der gemütliche Teil &#8211; Essen, Trinken und einfach nur miteinander reden über das, was uns am meisten am Herzen liegt.</p>
<p>Wir werden dabei, wie auch im letzten Jahr schon, den Blick auf die Ostsee genießen können.</p>
<p>Am nächsten Tag, am Sonntag den 15.04.2012, ist um 9:00 Uhr ein gemeinsamer Strandspaziergang angesagt.</p>
<p>Falls Ihr eine Übernachtungsmöglichkeit benötigt, bzw. unser Treffen mit ein paar Tagen Urlaub verbinden wollt, findet Ihr Angebote unter:<br />
<a href="http://www.scharbeutz.de" target="_blank">http://www.scharbeutz.de</a></p>
<p>Bitte teilt uns bis zum 17. März 2012 mit, ob Ihr an der Versammlung teilnehmt.</p>
<p>Für die, die letztes Jahr nicht dabei waren, hier ein kleiner Rückblick:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/2011/04/10/fotostrecke-ein-jahr-netzwerkb/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2011/04/10/fotostrecke-ein-jahr-netzwerkb/</a></p>
<p>Ob alleine oder auch mit Anhang &#8211; Ihr seid alle herzlich gern willkommen.</p>
<p>Wir freuen uns auf Euch am 14. April 2012 im Kurbad Scharbeutz!</p>
<p>Herzliche Grüße</p>
<p>Dr. Marcella Becker, Norbert Denef, Susanne Schröder<br />
&#8211;<br />
<a href="http://netzwerkb.org/mitmachen-mitglied-werden/" target="_blank">netzwerkB jetzt unterstützen …</a><br />
&#8211;<br />
netzwerkB &#8211; Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.<br />
Norbert Denef, Vorsitzender</p>
<p>Postanschrift:<br />
Schulstr. 2 B<br />
23683 Scharbeutz</p>
<p>Telefon: +49 (0)4503 892782<br />
Mobil: +49 (0)163 1625091<br />
Fax: +49 (0)4503 892783<br />
norbert.denef@netzwerkb.org<br />
www.netzwerkB.org</p>
<p>http://twitter.com/#!/NorbertDenef</p>
<p>Bankverbindung:<br />
Sparkasse Holstein<br />
Girokonto-Nr.: 135855153<br />
Bankleitzahl: 21352240<br />
IBAN: DE97 2135 2240 0135 8551 53<br />
SWIFT-BIC: NOLADE21HOL</p>
<p>Vereinsregisternummer:<br />
AG Lübeck Nr. VR3272HL</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Risiken des sexuellen Mißbrauchs erkennen lernen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/03/risiken-des-sexuellen-misbrauchs-erkennen-lernen/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 15:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[Informationsdienst Wissenschaft 3.02.2012 Universitätsklinikum Ulm Ulmer Wissenschaftler stellen auf internationalem Kongress der katholischen Kirche E-Learning-Konzept für kirchliche Mitarbeiter vor Ulmer Wissenschaftler der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie stellen auf einem internationalen Kongress der katholischen Kirche zum Thema des sexuellen Missbrauchs in Rom (6. – 9. Februar 2012) die Arbeit des kürzlich gemeinsam gegründeten „Zentrums für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Informationsdienst Wissenschaft 3.02.2012</p>
<p><a href="http://idw-online.de/pages/de/institution1093" target="_blank">Universitätsklinikum Ulm</a></p>
<p>Ulmer Wissenschaftler stellen auf internationalem Kongress der katholischen Kirche E-Learning-Konzept für kirchliche Mitarbeiter vor</p>
<p>Ulmer Wissenschaftler der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie stellen auf einem internationalen Kongress der katholischen Kirche zum Thema des sexuellen Missbrauchs in Rom (6. – 9. Februar 2012) die Arbeit des kürzlich gemeinsam gegründeten „Zentrums für Kinderschutz“ vor. Das von der Päpstlichen Universität Gregoriana an der Erzdiözese München-Freising zusammen mit der Ulmer Arbeitsgruppe geführte Zentrum erarbeitet ein multimediales E-Learning-Konzept, das kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern helfen soll, in ihren Einrichtungen sexuellem Missbrauch vorzubeugen.</p>
<p><a href="http://idw-online.de/pages/de/news462086" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
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		<title>Reif für die Insel?</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 13:22:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[- Gutschein]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Nehmen Sie an der netzwerkB-Verlosung teil! Einer unserer Spender hat uns einen Gutschein für eine Ferienwohnung für 4 Personen in Petersdorf auf der Insel Fehmarn im Zeitraum vom 15.04. bis 22.04.2012 zur Verfügung gestellt. netzwerkB verlost diesen Gutschein &#8211; jedes Los kostet 50,- Euro. Sie unterstützen mit jedem Kauf eines Loses die Arbeit von netzwerkB! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nehmen Sie an der netzwerkB-Verlosung teil!</strong></p>
<p><strong><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/02/scharbeutz_2011.jpg" target="_blank"><img title="scharbeutz_2011" src="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/02/scharbeutz_2011-480x359.jpg" alt="" width="480" height="359" /></a></strong></p>
<p>Einer unserer Spender hat uns einen <strong>Gutschein </strong>für eine<strong> Ferienwohnung</strong> für 4 Personen in Petersdorf auf der<strong> Insel Fehmarn</strong> im Zeitraum vom 15.04. bis 22.04.2012 zur Verfügung gestellt.<img title="Weiterlesen..." src="http://netzwerkb.org/wp-includes/js/tinymce/plugins/wordpress/img/trans.gif" alt="" /><span id="more-12104"></span></p>
<p>netzwerkB verlost diesen Gutschein &#8211; jedes Los kostet 50,- Euro.</p>
<p>Sie unterstützen mit jedem Kauf eines Loses die Arbeit von netzwerkB!</p>
<p>Wenn Sie an der Verlosung teilnehmen möchten, senden Sie uns bitte Ihre Kontaktdaten per e-Mail unter: info@netzwerkb.org</p>
<p>Die <strong>Teilnahme</strong> an der Verlosung erfolgt erst dann, wenn der Betrag von 50,- Euro, mit dem Hinweis &#8220;netzwerkB-Gutschein&#8221;, auf folgendes Konto <strong>bis zum 17. März 2012</strong> überwiesen wurde:</p>
<p>Sparkasse Holstein<br />
Girokonto-Nr.: 135855153<br />
Bankleitzahl: 21352240<br />
IBAN: DE97 2135 2240 0135 8551 53<br />
SWIFT-BIC: NOLADE21HOL</p>
<p>Sobald Ihr Betrag eingegangen ist, erhalten Sie von uns eine Bestätigung mit Ihrer Losnummer.</p>
<p>Der glückliche Gewinner wird am 20. März 2012 benachrichtigt.</p>
<p>In dieser Ferienwohnung kann der glückliche Gewinner eine Woche Urlaub machen:<br />
<em></em></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/12/Fehmarn_Petersdorf.jpg" target="_blank"><img title="Fehmarn_Petersdorf" src="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/12/Fehmarn_Petersdorf-480x253.jpg" alt="" width="480" height="253" /></a></p>
<p><em>(Endreinigung von 50,- Euro, sowie Nebenkosten je nach Verbrauch sind im Gutschein nicht enthalten)</em></p>
<p>Ein herzliches Dankeschön an den Spender für den Gutschein dieser Ferienwohnung. Er möchte unsere Arbeit damit unterstützen.</p>
<p><em>(Der Rechtsweg ist ausgeschlossen)</em></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Stift Admont: Weiterer Betroffener meldet sich</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 12:51:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[Humanistischer Pressedienst 3.02.2012 WIEN. (hpd) Die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt berichtet über &#8220;Rituelle Vergewaltigungen von Buben“ &#8211; Kardinal Schönborn, Bischof Kapellari und Missbrauchsbeauftragte Klasnic als Mitwisser durch Sachverhaltsdarstellung schwer belastet. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Humanistischer Pressedienst 3.02.2012</p>
<p>WIEN. (hpd) Die Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt berichtet über &#8220;Rituelle Vergewaltigungen von Buben“ &#8211; Kardinal Schönborn, Bischof Kapellari und Missbrauchsbeauftragte Klasnic als Mitwisser durch Sachverhaltsdarstellung schwer belastet.</p>
<p><a href="http://hpd.de/node/12840" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Geschützt wird das System, nicht das Kindeswohl</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 19:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[- Bündnis gegen Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[DER TAGESSIEGEL 03.02.2012 Hätte eine Terrorzelle drei Kinder pro Woche auf dem Gewissen, stünde der Staat Kopf. Familien aber, die für Kinder Orte des Terrors sind, lässt man weitermachen. Das System der Jugendhilfen muss reformiert werden. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DER TAGESSIEGEL 03.02.2012</p>
<p>Hätte eine Terrorzelle drei Kinder pro Woche auf dem Gewissen, stünde der Staat Kopf. Familien aber, die für Kinder Orte des Terrors sind, lässt man weitermachen. Das System der Jugendhilfen muss reformiert werden.</p>
<p><a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/kontrapunkt-geschuetzt-wird-das-system-nicht-das-kindeswohl/6144018.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
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		<title>Höllenleben &#8211; Eine Multiple Persönlichkeit auf Spurensuche</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/02/hollenleben-eine-multiple-personlichkeit-auf-spurensuche/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 15:50:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Rituelle Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="480" height="340" src="http://www.youtube.com/embed/zCFXRNanSvQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Mister Obama singt!</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 13:43:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Lied]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/YlEn4youojY" frameborder="0" width="480" height="340"></iframe></p>
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		<title>Kein kirchenrechtliches Verfahren gegen Salzburger Ex-Domprediger</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 11:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[SALZBURG 24  02 02.2012 Nach den von einer Salzburgerin erhobenen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs wird kein kanonisches Strafverfahren gegen den ehemaligen Salzburger Domprediger Peter Hofer eingeleitet. Zu diesem Ergebnis ist jetzt die Glaubenskongregation im Vatikan in Rom gekommen. Die Vorwürfe seien nach geltendem kirchlichen Recht ausführlich untersucht worden, informierte am Donnerstag die Erzdiözese Salzburg. Hofer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SALZBURG 24  02 02.2012</p>
<p>Nach den von einer Salzburgerin erhobenen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs wird kein kanonisches Strafverfahren gegen den ehemaligen Salzburger Domprediger Peter Hofer eingeleitet.</p>
<p>Zu diesem Ergebnis ist jetzt die Glaubenskongregation im Vatikan in Rom gekommen. Die Vorwürfe seien nach geltendem kirchlichen Recht ausführlich untersucht worden, informierte am Donnerstag die Erzdiözese Salzburg.</p>
<p><strong>Hofer kann als Domprediger zurückkehren</strong></p>
<p><a href="http://www.salzburg24.at/kein-kirchenrechtliches-verfahren-gegen-salzburger-ex-domprediger/3158451" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
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		<item>
		<title>Priester missbraucht Sohn der Haushälterin</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/01/priester-missbraucht-sohn-der-haushalterin/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 14:30:10 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
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		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[Augsburger Allgemeine 1.02.2012 Er hielt sein schlechtes Gewissen nicht weiter aus und gestand: Ein Priester hat offenbar jahrelang den kleinen Sohn seiner Haushälterin missbraucht. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Augsburger Allgemeine 1.02.2012</p>
<p>Er hielt sein schlechtes Gewissen nicht weiter aus und gestand: Ein Priester hat offenbar jahrelang den kleinen Sohn seiner Haushälterin missbraucht.</p>
<p><a href="http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Priester-missbraucht-Sohn-der-Haushaelterin-id18557631.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
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		<title>Eliteschule Collegium Josephinum</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/01/eliteschule-collegium-josephinum/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 14:03:10 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

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		<description><![CDATA[SPIEGEL ONLINE 1.02.2012 Anzeige gegen Pater Pädo Das Collegium Josephinum, eine katholische Jungenschule in Bonn, gilt als Eliteschmiede. Nun haben Eltern Anzeige erstattet wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen. Die Schulleitung wiegelt ab &#8211; und suspendiert einen Pater. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SPIEGEL ONLINE 1.02.2012</p>
<p>Anzeige gegen Pater Pädo</p>
<p>Das Collegium Josephinum, eine katholische Jungenschule in Bonn, gilt als Eliteschmiede. Nun haben Eltern Anzeige erstattet wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen. Die Schulleitung wiegelt ab &#8211; und suspendiert einen Pater.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,812392,00.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Sparen auf Kosten der Frauen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/02/01/sparen-auf-kosten-der-frauen/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 11:39:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[- Bündnis gegen Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[taz.de 31.12.2012 In Lübeck werden die Frauenhaus-Plätze knapp, nachdem eines der beiden Häuser schließen musste. Die schwarz-gelbe Landesregierung will die Frauen über ganz Schleswig-Holstein verteilen. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>taz.de 31.12.2012</p>
<p>In Lübeck werden die Frauenhaus-Plätze knapp, nachdem eines der beiden Häuser schließen musste. Die schwarz-gelbe Landesregierung will die Frauen über ganz Schleswig-Holstein verteilen.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/Geschlossenes-Frauenhaus-in-Luebeck/!86792/" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>„Instrument der Vertuschung“</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/31/%e2%80%9einstrument-der-vertuschung%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 11:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[ORF.at 31.01.2012 Die Klasnic-Kommission, die im Auftrag von Kardinal Christoph Schönborn den sexuellen Missbrauch und die Gewalt an Kindern durch Priester und Ordensleute untersucht, steht nun in einem besonders dramatischen Fall schwer in der Kritik. Weiter lesen&#8230; Weitere Meldungen: oe1.ORF. Kritik an Klasnic-Kommission Kein Geld trotz bestätigter Vorwürfe &#8220;Wusste nichts von Gaskammer in Mauthausen&#8221; &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ORF.at 31.01.2012</p>
<p>Die Klasnic-Kommission, die im Auftrag von Kardinal Christoph Schönborn den sexuellen Missbrauch und die Gewalt an Kindern durch Priester und Ordensleute untersucht, steht nun in einem besonders dramatischen Fall schwer in der Kritik.</p>
<p><a href="http://orf.at/stories/2102264/2102262/" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a><span id="more-12050"></span></p>
<p>Weitere Meldungen:</p>
<p><a href="http://oe1.orf.at/artikel/296675" target="_blank">oe1.ORF. Kritik an Klasnic-Kommission Kein Geld trotz bestätigter Vorwürfe</a><br />
<a href="http://derstandard.at/1269449209926/Admonter-Abt-Bruno-Hubl-Wusste-nichts-von-Gaskammer-in-Mauthausen" target="_blank">&#8220;Wusste nichts von Gaskammer in Mauthausen&#8221; &#8211; Missbrauch &#8211; derStandard.at › Panorama</a><br />
<a href="http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120130_OTS0054/fp-gudenus-kommission-fuer-alle-missbrauchsfaelle-in-oesterreich" target="_blank">FP-Gudenus: Kommission für alle Missbrauchsfälle in Österreich! | FPÖ Wien | ots.at</a><br />
<a href="http://kurier.at/nachrichten/4483061-missbrauch-kirche-droht-jetzt-klagsserie.php" target="_blank">Missbrauch: Kirche droht jetzt Klagsserie &#8211; Nachrichten &#8211; KURIER.at</a><br />
<a href="http://diepresse.com/home/panorama/religion/727987/Missbrauch-in-Admont_Kritik-an-untaetigem-Schoenborn" target="_blank">Missbrauch in Admont: Kritik an &#8220;untätigem&#8221; Schönborn « DiePresse.com</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>The Myth of Forgiveness</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/31/the-myth-of-forgiveness/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 06:51:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Positionspapiere]]></category>

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		<description><![CDATA[The Myth of Forgiveness translation of &#8220;Mythos der Vergebung&#8221; by netzwerkB Again and again, the keyword &#8220;forgive the perpetrator&#8221; appears in connection with the processing and healing of traumatic childhood experiences. It is time to put away with different myths, which are entwined around it. 1. Myth Forgiveness/reconciliation with the perpetrator would have a healing [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="center">The Myth of Forgiveness translation of <a href="http://netzwerkb.org/2012/01/24/mythos-der-vergebung/" target="_blank">&#8220;Mythos der Vergebung&#8221; by netzwerkB</a></p>
<p align="justify">Again and again, the keyword &#8220;forgive the perpetrator&#8221; appears in connection with the processing and healing of traumatic childhood experiences. It is time to put away with different myths, which are entwined around it.<span id="more-12038"></span></p>
<p align="justify"><strong>1. Myth<br />
Forgiveness/reconciliation with the perpetrator would have a healing effect for the adult aggrieved party</strong></p>
<p align="justify">Many psychotherapy trends, and unfortunately also some trauma therapy movements, consider the victim&#8217;s forgiveness of the perpetrator the crowing conclusion of a successful therapy. Often, people also talk about &#8220;making peace.&#8221; But what does this forgiveness mean for the victim?</p>
<p align="justify">From the perspective of the abused child in the adult, it means that the child, who just began to communicate, must be silent again. This is particularly devastating concerning violence within the family because following forgiveness, contact with the perpetrator takes place again, or continues to take place, which traumatizes the victims all over again.</p>
<p align="justify">From the perspective of the adult victims, forgiveness may at first bring some relief because they no longer have to feel guilty for their alleged &#8220;inability&#8221; to forgive towards the perpetrators and, sadly, also towards the majority of society. The &#8220;ability&#8221; to forgive is presented as a virtue. And maybe, it&#8217;s just the opposite: maybe it&#8217;s about lacking courage and the ability to resist the pressure of the perpetrator and the environment.</p>
<p align="justify">But forgiveness stands in the way of a profound healing because it implies a recurrence of the trauma as forgiveness restores the power structures that existed during the traumatizing deed: a perpetrator that is not prosecuted and that does not have to have to feel a bad conscience – and a powerless, silent victim.</p>
<p align="justify">This re-traumatization will be aggravated even more if the perpetrator is unreasonable and does not show remorse. Victims who forgive such a perpetrator suffer enormous damage. They have to shoulder all the blame. And as most child abusers are unreasonable, unwilling to face and admit their crimes and, least of all, show any remorse, it is irresponsible to recommend the &#8220;remedy&#8221; of forgiveness to victims who endured violent crimes in their childhood.</p>
<p align="justify"><strong>2. Myth<br />
Forgiveness/reconciliation would make our world better</strong></p>
<p align="justify">The background of the myth of forgiveness are religious traditions (not only of Christianity) that idealize masochism. Despite the enlightenment, attitudes like &#8220;vale of tears,&#8221; or &#8220;If someone hits you on your cheek, you offer him the other one, too,&#8221; or the admiration of masochistic martyrs have survived all the way into our time.</p>
<p align="justify">The myth of forgiveness can also be found in spiritual/esoteric worldviews; it is even an essential element of these worldviews because through forgiveness – especially towards violent parents – the old world order and the existing power structures are restored, respectively sustained. Thus the believers and followers stick with them.</p>
<p align="justify">Such religious/spiritual/esoteric worldviews originated at a time when the individual did not yet have the chance to lead a self-contained, self-designed and independent life. Although this has changed dramatically, but there are of course still people in our time who have an interest to use forgiveness in order to keep other people constrained as victims. It is useful for politicians greedy for power, if people remain victims throughout their lives. Victims can be exploited and don&#8217;t rebel. In this way, religion benefits politics and vice versa.</p>
<p align="justify">In other words:</p>
<ul>
<li>forgiveness supports oppressive, exploitative power structures</li>
<li>forgiveness only benefits the child abusers and damages the victims</li>
</ul>
<p align="justify">This is not an improvement for the world. On the contrary.</p>
<p align="justify"><strong>Myth 3<br />
forgiveness would lessen rage, hatred and vengeance</strong></p>
<p align="justify">Child victims of violence, who are forced to forgive and thus to remain silent, cannot process the feelings that go along with the abuse, feelings like rage, hatred, vengeance; they split them off. Forgiveness is a synonym for repression.</p>
<p align="justify">The victims retain these feelings until they have the possibility as adults to inflict violence on children and to thus avenge themselves for the violence of their perpetrators.</p>
<p align="justify">Hence, rage, hatred and vengeance are not lessened by forgiveness but only displaced onto the next generation. Thus violence and traumatization are reproduced anew in each generation through forgiveness.</p>
<p align="justify">The best example for this are the pedo-criminal priests, who, due to their profession, had to forgive everyone who ever has hurt them. They forgave their perpetrators, and for this, they retaliate upon the children entrusted to them and their care.</p>
<p align="justify">Naturally, the transfer of violence from generation to generation happens first and foremost in the family, where it is facilitated by a dense net of cover-ups, hierarchical structures, the lack of empathy towards children and of course with the help of religious myths like the one of forgiveness. So, forgiveness increases all rage, hatred and vengeance after all.</p>
<p align="justify">Also this is not an improvement for the world, just as as the reproduction of trauma victims in each generation is not an improvement for our world.</p>
<p align="justify">-</p>
<p align="justify">Quelle: Barbara Rogers<br />
<a href="http://www.screamsfromchildhood.com/myth_of_forgiveness" target="_blank">http://www.screamsfromchildhood.com/myth_of_forgiveness</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>MOGIS e.V. gegen Aufhebung der Verjährungsfristen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/26/mogis-e-v-gegen-aufhebung-der-verjahrungsfristen/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/01/26/mogis-e-v-gegen-aufhebung-der-verjahrungsfristen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 16:30:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Sonstige]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 26.01.2012 Der Verein MOGIS e.V. hat uns um unsere Meinung gebeten, was wir von der nachfolgenden Stellungnahme halten: Zitat: Betreffs: Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexuellem Kindesmissbrauch Es wird sie vielleicht überraschen, aber, MOGiS e.V. ist, obwohl ein Verein von Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs, gegen die generelle Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexuellem Kindesmissbrauch. Die Vorstellung auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 26.01.2012</p>
<p>Der Verein <a href="http://mogis-verein.de/" target="_blank">MOGIS e.V.</a> hat uns um unsere Meinung gebeten, was wir von der nachfolgenden Stellungnahme halten:</p>
<p><em>Zitat:</em></p>
<p><strong>Betreffs: Abschaffung der Verjährungsfristen bei sexuellem Kindesmissbrauch</strong></p>
<p>Es wird sie vielleicht überraschen, aber, MOGiS e.V. ist, obwohl ein Verein von Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs, gegen die generelle Aufhebung der Verjährungsfristen bei sexuellem Kindesmissbrauch.<span id="more-12017"></span></p>
<p>Die Vorstellung auch noch nach Jahrzehnten in einem Hauptverfahren zum erlebten Missbrauch aussagen zu müssen1 schmerzt. Auch wir wollen irgendwann einmal mit dem Missbrauch abschließen, den Blick nach vorne richten und schauen, wie wir unser Leben so einrichten, dass es für uns einfacher zu bewältigen wird.</p>
<p>Zudem erscheinen uns die Forderungen nach verlängerten Verjährungsfristen oder deren Aufhebung ein symbolischer Akt, der sich von der Politik viel zu leicht instrumentalisieren lässt, um mit geringen monetären und politischen Kosten etwas positive Publicity zu bekommen, anstatt Betroffenen tatsächlich und wirksam zu helfen.</p>
<p>Wir verstehen natürlich jede(n) Betroffene(n) der oder die sich nach so langer Zeit eine Wiedergutmachung wünscht – Wir glauben nur nicht daran, dass Rache dabei langfristig hilft. Denn selbst wenn das Hauptverfahren mit einer Verurteilung endet (was nach mehreren Jahrzehnten eher unwahrscheinlich erscheint), so muss man doch trotzdem einen Weg finden mit der eigenen Betroffenheit ein halbwegs würdevolles Leben zu führen.</p>
<p>Wir denken man muss an dieser Stelle auch aufpassen nicht unerfüllbare Erwartungen bei Betroffenen zu wecken, möchten aber als Kompromiss anregen, in Betracht zu ziehen, die Straftat nach Ende der regulären Verjährungsfrist auf Antrag des oder der Betroffenen zu verfolgen. Zusätzlich fordern wir eine Angleichung der Ruhensfristen (§78b StGB) an die Hemmungsfristen aus dem Zivilrecht (§207/§208 BGB) und eine Verlängerung der zivilrechtlichen Verjährungsfristen in Anpassung an die strafrechtlichen Verjährungsfristen.</p>
<p>Ein weiteres Anliegen ist uns die regelmäßige Anbindung zivilrechtlicher Entschädigungs-Verfahren an die strafrechtlichen Hauptverfahren. Zudem setzen wir viel mehr auf direkte Hilfen zur Lebensbewältigung für Betroffene &#8211; wobei wir eine Deckelung bei 10.000 Euro ablehnen.</p>
<p>Was die tatsächlichen Verbesserungen der Situation für Betroffene angeht, sind wir inzwischen leider ein wenig skeptisch geworden. Nicht nur ist es so, dass sich zum Beispiel bei der Unterstützung von Beratungsstellen (wie z.B. Tauwetter) nicht viel bewegt, so ist es inzwischen sogar so, dass sich die Situation von Betroffenen durch die geplanten Kürzungen bei der Finanzierung von Psychotherapien noch zusätzlich verschlechtern wird.</p>
<p>Zusätzlich muss unseres Erachtens die Arbeit der Beratungsstellen vollumfänglich und flächendeckend gesichert werden. Eine zusätzliche Stärkung der Beratungsnetzwerke war zudem auch eine Empfehlung der Sonderbeauftragten Frau Dr. Bergmann und der Arbeitsgruppen des Runden Tisches.</p>
<p>Bezüglich der Hilfen für Betroffene hat Ministerin Frau Dr. Schröder am 30. 11 2011 die Einrichtung eines Fonds für Hilfen für Betroffene verkündet &#8211; der Bund wolle wenigstens 50 Millionen Euro bereitstellen &#8211; Wir fragen uns: Wo bleibt dieser Fond? Wo sind die 50 Millionen, die in diesen eingestellt werden sollten?</p>
<p>Zudem fragen wir uns: Was ist eigentlich aus der Einrichtung einer Clearingstelle zur Bearbeitung der berechtigten Ansprüche von Betroffenen geworden? Diese wurde sowohl von der Unabhängigen Beauftragten Frau Dr. Bergmann als auch von den Arbeitsgruppen des Runden Tisches angeregt.</p>
<p>Lassen Sie mich zum Schluss folgende Frage stellen:</p>
<p>Das Leid der Betroffenen sexuellen Kindesmissbrauchs ist ungedeckelt, warum sind es die Hilfen, die man ihnen zugesteht?</p>
<p><em>Zitatende</em></p>
<p>netzwerkB verweist in diesem Zusammenhang auf die Rede des Vorstandsvorsitzenden von netzwerkB, Norbert Denef, der mit einem Beitrag als Gastredner auf dem Bundesparteitag der SPD, am 6. Dezember 2011, die Delegierten des Parteitages davon überzeugen konnte, die Verjährungsfristen für sexualisierte Gewalt aufzuheben.</p>
<p><strong>Der Antrag wurde einstimmig ohne Gegenstimme angenommen!</strong></p>
<p>Die gesamte Rede von Norbert Denef unter:<a href="http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/" target="_blank"><br />
Antrag zur Aufhebung der Verjährungsfristen einstimmig angenommen</a></p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/12/23/der-verein-dunkelziffer-e-v-unterstutzt-die-forderung-nach-aufhebung-der-straf-und-zivilrechtlichen-verjahrungsfristen/" target="_blank">Dunkelziffer e.V. unterstützt Aufhebung der Verjahrungsfristen</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/12/17/netzwerkb-positionspapier-ruckwirkungsverbot/" target="_blank">Rückwirkungsverbot</a></p>
<p><a href="../2011/11/21/netzwerkb-gesetzentwurf-verjahrungsfristen/" target="_blank">netzwerkb Gesetzentwurf Verjährungsfristen</a></p>
<p><a href="../2011/12/07/beteiligen-sie-sich-an-der-sammelklage-gegen-den-deutschen-staat%e2%80%a8/" target="_blank">Sammelklage gegen den deutschen Staat</a></p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/Beschwerde_12805_09.pdf" target="_blank">Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Missbrauchsopfer klagt Mehrerau</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/26/missbrauchsopfer-klagt-mehrerau/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 06:11:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[VORARLBERG ONLINE 26.01.2012 Bregenz – Ehemaliger Internats­schüler zieht vors Zivilgericht und fordert 200.000 Euro. Mehr als 40 Jahre ist es her, als Christian C.* im Internat des Zisterzienserklosters Mehrer­au von einem Pater sexuell missbraucht wurde. Jetzt will er das Kloster zur Verantwortung ziehen und fordert 150.000 Euro Schmerzengeld sowie 50.000 Euro wegen Verdienstentgangs. Vergangene Woche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>VORARLBERG ONLINE 26.01.2012</p>
<p>Bregenz – Ehemaliger Internats­schüler zieht vors Zivilgericht und fordert 200.000 Euro.</p>
<p>Mehr als 40 Jahre ist es her, als Christian C.* im Internat des Zisterzienserklosters Mehrer­au von einem Pater sexuell missbraucht wurde. Jetzt will er das Kloster zur Verantwortung ziehen und fordert 150.000 Euro Schmerzengeld sowie 50.000 Euro wegen Verdienstentgangs. Vergangene Woche brachte er seine Klage beim Landesgericht Feldkirch ein. Es ist die erste und bislang einzige Klage im Zusammenhang mit den 2010 publik gewordenen Missbrauchsfällen an der Bregenzer Klosterschule. Christian C.s Martyrium beginnt im Jahr 1968, er ist damals 14 Jahre alt. Es ist die Zeit, von der er heute sagt, sie habe seine Seele kaputt gemacht. „Der Pater ging mit unermesslich hoher pädokrimineller Energie vor. Unzählige Male hat er mich in seinem Zimmer vergewaltigt, drei Jahre lang“, schildert C. im Gespräch mit den VN.</p>
<p><a href="http://www.vol.at/missbrauchsopfer-klagt-mehrerau/3152081" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
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		<title>BOTSCHAFTER_IN DER BI</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/25/botschafter_in-der-bi/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 19:29:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Sonstige]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 25.01.2012 Am 25.01.2012 hatte die &#8220;BundesInitiative der Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Kindesalter e.V.&#8221; Informationen zu ihrem Botschafter, Dawid Lee Brewer, veröffentlicht. Daraufhin hat netzwerkB am 25.01.2012 das nachfolgende Video &#8220;David Lee Brewer &#8211; at BIG FISH litlle fish&#8221; veröffentlicht. Seit dem 26.01.2012 funktioniert der Link zu der Seite der &#8220;BundesInitiative&#8221;, zu ihrem Botschafter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 25.01.2012</p>
<p>Am 25.01.2012 hatte die &#8220;<a href="http://www.neu.die-bundesinitiative.de//pages/botschafter_in-der-bi.php" target="_blank">BundesInitiative der Betroffenen von sexualisierter Gewalt im Kindesalter e.V.</a>&#8221; Informationen zu ihrem Botschafter, Dawid Lee Brewer, veröffentlicht.</p>
<p>Daraufhin hat netzwerkB am 25.01.2012 das nachfolgende Video &#8220;David Lee Brewer &#8211; at BIG FISH litlle fish&#8221; veröffentlicht.</p>
<p>Seit dem 26.01.2012 funktioniert der Link zu der Seite der &#8220;BundesInitiative&#8221;, zu ihrem Botschafter David Lee Brewer, nicht mehr.</p>
<p>Der Botschafter der &#8220;BundesInitiative&#8221;:<br />
<strong>Achtung Triggergefahr!</strong></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/7qrcb2FcFOY" frameborder="0" width="480" height="340"></iframe></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jour Fixe mit Betroffeneninitiativen &#8211; Verjährungsfristen machen Staat zum Mittäter</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/25/verjahrungsfristen-machen-staat-zum-mittater/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/01/25/verjahrungsfristen-machen-staat-zum-mittater/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 07:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB Pressemitteilung 25.01.2012 (als PDF herunter laden) netzwerkB fordert die Bundesregierung auf, den Verrat der Betroffenen von sexualisierter Gewalt nicht weiter fortzusetzen. Herr Rörig, als ehemaliger Unterabteilungsleiter in der Abteilung Kinder und Jugend und neuer Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, ist von der Bundesregierung dazu beauftragt, den Verrat der Betroffenen durch den Runden Tisch zu verwalten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB Pressemitteilung 25.01.2012 (<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/01/netzwerkB-Pressemitteilung_25.01.2012.pdf" target="_blank">als PDF herunter laden</a>)</p>
<p>netzwerkB fordert die Bundesregierung auf, den Verrat der Betroffenen von sexualisierter Gewalt nicht weiter fortzusetzen.</p>
<p>Herr Rörig, als ehemaliger Unterabteilungsleiter in der Abteilung Kinder und Jugend und neuer Beauftragter für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, ist von der Bundesregierung dazu beauftragt, den Verrat der Betroffenen durch den Runden Tisch zu verwalten.</p>
<p>Einen der schwerwiegenden Gründe, warum die Beteiligung sich für netzwerkB als schwierig gestaltet, stellt die Handhabe der Verjährungsfristen dar. Auch wenn hier eine Verlängerung durch den Runden Tisch erwirkt worden ist, halten wir das Ergebnis insgesamt für verfehlt, da viele Betroffene immer noch nicht klagen können und mit ihrem Leid allein gelassen werden. Betroffene fühlen sich durch die Bundesregierung verraten.</p>
<p>netzwerkB fordert alle Politiker auf, den Täterschutz zu beenden und sich dem einstimmigem Votum der Delegierten des Bundesparteitages der SPD, vom 6. Dezember 2011, anzuschließen, die Verjährungsfristen für sexualisierte Gewalt aufzuheben, s. unter:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/</a></p>
<p>In der Hoffnung, dass Herr Rörig wider Erwarten sich mit uns verbünden will und ebenfalls die Aufhebung der Verjährungsfristen fordert, haben wir ihn zu einem Treffen eingeladen.</p>
<p>Nachfolgend entnehmen Sie bitte diesbezüglich unsere Aktivitäten:<span id="more-11977"></span></p>
<p><strong>Briefwechsel zwischen netzwerkB und Johannes-Wilhelm Rörig</strong></p>
<p>Am 13.12.2011 hat netzwerkB in einer Pressemitteilung seine Position zum Ministerialdirigenten im Bundesfamilienministerium Rörig als Nachfolger der Missbrauchsbeauftragten Bergmann dargelegt. Vor allem machten wir deutlich, dass Johannes-Wilhelm Rörig ein Amt übernimmt, das dazu dient, Täter zu schützen, da keine Aufhebung der Verjährungsfristen mit dem Amt verfolgt wurde und wird. Eine deutliche Position zur Aufhebung bezog auch Herr Rörig mit der Übernahme dieses Amtes nicht. Auf dieser Grundlage zeigte sich somit bereits eine grundlegende Differenz in den Auffassungen, die eine mögliche Zusammenarbeit als äußerst problematisch gestaltet.</p>
<p>Da netzwerkB dann nahezu zeitgleich eine Einladung zu dem Gesprächskreis Betroffener von Herrn Rörig ereichte, legte netzwerkB in einem Antwortschreiben nochmals detailliert seine Positionen am 28.12.2011 dar. Wir verwiesen auf die verschiedenen Gründe einer Aufhebung der Verjährungsfristen, auf unsere umfassenden Arbeiten in verschiedenen, wissenschaftlichen Bereichen dazu und auf das überzeugende Ergebnis des SPD-Parteitags, wo wir eine Zustimmung zur Aufhebung von 100 Prozent erreichen konnten. Wir teilten Herr Rörig mit, dass so lange er sich gegen die Aufhebung der Verjährungsfristen ausspreche, eine Zusammenarbeit keine Grundlage habe. Gleichzeitig aber machten wir ein Gesprächsangebot für den Fall, dass er sich mit uns verbünden wolle und für eine Aufhebung der Verjährungsfristen eintreten wollen. Wir luden ihn in unserer Geschäftsstelle in Scharbeutz am 19. Januar ein.</p>
<p>Diesen Vorschlag lehnte Herr Rörig am 16. Januar 2012 ab, da er an diesem Tag verhindert sei und enthielt sich einer abschließenden Meinung zu den Verjährungsfristen. Da nun immer noch für netzwerkB eine entscheidende Frage nicht geklärt war, baten wir sogleich am 17. Januar um einen Gegenvorschlag für einen gemeinsamen Gesprächstermin. Dieses Gespräch verschob Herr Rörig in einem weiteren Schreiben am 18. Januar auf die Zeit nach dem anstehenden Treffen der Betroffenenverbände. Zugleich erläuterte er uns die Aufgaben für das erste gemeinsame Treffen der Betroffenenvertreter.</p>
<p>Da nun netzwerkB nach wie vor eine grundlegend andere Position zu den Verjährungsfristen vertritt und sich Herr Rörig hierzu nicht abschließend äußerte, so können wir nicht an der anstehenden Verwaltung der Ergebnisse des Runden Tisches teilnehmen. Eine Meinung, die seitens Herr Rörig im Vagen belassen wird, hat für uns wenig mit der angekündigten Transparenzoffensive zu tun, sondern entspricht eher parteipolitischem Kalkül im Hinblick auf die Wahlen im nächsten Jahr. Die Einschätzung ist nicht ganz unrealistisch, dass mit dem Votum der SPD auf dem Parteitag für eine Aufhebung der Verjährungsfristen diese Frage auch im Wahlkampf eine große Rolle spielen wird.</p>
<p>&#8211;<br />
netzwerkB.org (Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt) ist eine unabhängige Interessenvertretung. Wir setzen uns für die Rechte Betroffener ein, indem wir das gesellschaftliche Schweigen brechen, über Ursachen und Auswirkungen sexualisierter Misshandlung informieren, beraten und uns für konkrete Veränderungen stark machen.</p>
<p>netzwerkB bittet darum an Betroffene die netzwerkB-Kontaktdaten weiterzugeben sowie die Kontakt-Email (info@netzwerkb.org) und Website (www.netzwerkB.org) zu veröffentlichen.<br />
&#8211;<br />
Für Journalisten-Rückfragen:<br />
netzwerkB &#8211; Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.<br />
Norbert Denef, Vorsitzender<br />
Telefon: +49 (0)4503 892782<br />
Mobil: +49 (0)163 1625091</p>
<p>-<br />
Wenn Sie uns unterstützen wollen, so teilen Sie bitte den Artikel auf Facebook und twittern Sie ihn weiter.</p>
<p><strong><a href="http://netzwerkb.org/mitmachen-mitglied-werden/" target="_blank">netzwerkB jetzt unterstützen …</a></strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vergewaltigt – wie eine Psychologin zum Opfer wurde</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/24/vergewaltigt-%e2%80%93-wie-eine-psychologin-zum-opfer-wurde/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 14:11:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[WELT ONLINE 13.09.2011 Die Gefängnispsychologin Susanne Preusker wollte helfen. Doch dann wurde sie von einem Häftling als Geisel genommen und vergewaltigt. Seitdem kämpft sie dagegen, Opfer zu sein. Es gibt Wörter, die gehören einfach zusammen, das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Täter und Opfer zum Beispiel. In Susanne Preuskers Leben, dem alten wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WELT ONLINE 13.09.2011</p>
<p>Die Gefängnispsychologin Susanne Preusker wollte helfen. Doch dann wurde sie von einem Häftling als Geisel genommen und vergewaltigt. Seitdem kämpft sie dagegen, Opfer zu sein.</p>
<p>Es gibt Wörter, die gehören einfach zusammen, das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Täter und Opfer zum Beispiel. In Susanne Preuskers Leben, dem alten wie dem neuen, geht es viel um diese beiden Wörter. Und darum, dass sich das eine so viel leichter als das andere aussprechen lässt.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13600589/Vergewaltigt-wie-eine-Psychologin-zum-Opfer-wurde.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Mythos der Vergebung</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/24/mythos-der-vergebung/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/01/24/mythos-der-vergebung/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 11:22:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Positionspapiere]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=11951</guid>
		<description><![CDATA[netzwerkB – Positionspapier Stand: 24. Januar 2012 (als PDF herunter laden) Mythos der Vergebung Immer wieder taucht im Zusammenhang mit der Aufarbeitung und Heilung von traumatischen Kindheitserlebnissen das Stichwort „dem Täter vergeben“ auf. Es ist Zeit, mit verschiedenen Mythen aufzuräumen, die sich darum ranken. Mythos 1 Vergebung/Verzeihung/Versöhnung gegenüber dem/der Täter_in bewirke eine Heilung bei erwachsenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB – Positionspapier</p>
<p>Stand: 24. Januar 2012 (<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/01/netzwerkB_Positionspapier_Vergebung_24.01.2012.pdf" target="_blank">als PDF herunter laden</a>)</p>
<p><strong>Mythos der Vergebung</strong></p>
<p>Immer wieder taucht im Zusammenhang mit der Aufarbeitung und Heilung von traumatischen Kindheitserlebnissen das Stichwort „dem Täter vergeben“ auf.<br />
Es ist Zeit, mit verschiedenen Mythen aufzuräumen, die sich darum ranken.<span id="more-11951"></span></p>
<p><strong>Mythos 1</strong></p>
<p><strong>Vergebung/Verzeihung/Versöhnung gegenüber dem/der Täter_in bewirke eine Heilung bei erwachsenen Betroffenen von Gewalt in der Kindheit.</strong></p>
<p>Viele Psychotherapierichtungen und leider auch einige Traumatherapierichtungen sehen es als krönenden Abschluss einer gelungenen Therapie an, wenn der/die Betroffene dem/der Täter_in vergibt. Oft wird auch von „Frieden schließen“ gesprochen. Doch was bedeutet diese Vergebung für die Betroffenen?</p>
<p>Aus Sicht des misshandelten Kindes im Erwachsenen bedeutet es, dass das Kind, das gerade zu reden begonnen hat wieder schweigen soll. Das ist besonders bei innerfamiliärer Gewalt verheerend, da nach Vergebung oft wieder, bzw. weiterhin Täterkontakt stattfindet, der erneut traumatisiert.</p>
<p>Aus Sicht der erwachsenen Betroffenen kann eine Vergebung zunächst eine gewisse Erleichterung verschaffen. Weil er/sie sich gegenüber dem/der Täter_in und leider auch gegenüber der Mehrheit der Gesellschaft nicht mehr schuldig dafür fühlen muss, dass er/sie nicht verzeihen “kann“. Die „Fähigkeit“ des Verzeihens wird als Tugend dargestellt. Und vielleicht ist es genau das Gegenteil: mangelnder Mut bzw. Fähigkeit, dem Druck des/der Täter_in und des Umfelds zu widerstehen. Einer tiefgreifenden Heilung aber steht die Vergebung im Wege, denn sie bedeutet eine Wiederholung des Traumas, weil durch die Vergebung genau die Machtverhältnisse wiederhergestellt werden, die während der Tat gegeben waren: ein/e Täter_in, der/die nicht belangt wird und kein schlechtes Gewissen haben muss und ein ohnmächtiges, schweigendes Opfer.</p>
<p>Diese Retraumatisierung wird dann noch verstärkt, wenn der/die Täter_in uneinsichtig ist und keine Reue zeigt. Das Opfer, das einem/r solchen Täter_in vergibt, erleidet enormen Schaden. Es muss alle Schuld auf sich nehmen. Und da die meisten Kindesmisshandler_innen uneinsichtig sind und schon gar keine Reue zeigen, ist es unverantwortlich, das „Heilmittel“ der Vergebung Opfern von Gewalt in der Kindheit zu empfehlen.</p>
<p><strong>Mythos 2</strong></p>
<p><strong>Vergebung/Verzeihung/Versöhnung mache unsere Welt besser.</strong></p>
<p>Hintergrund des Vergebungsmythos sind religiöse Traditionen (nicht nur des Christentums), die Masochismus idealisieren. Haltungen wie „die Welt ist ein Jammertal“, „Schlägt dir jemand auf die eine Wange, so halte ihm auch die andere hin“ oder die Verehrung von masochistischen Märtyrern haben sich trotz der Aufklärung in unsere Zeit hinübergerettet.</p>
<p>Der Mythos der Vergebung findet sich auch in allen spirituell/esoterischen Weltanschauungen, ist sogar ein wesentlicher Bestandteil derselben, weil durch Vergeben &#8211; vor allem den gewalttätigen Eltern -  die alte Weltordnung und die bestehenden Machtverhältnisse wiederhergestellt, bzw. aufrecht erhalten werden. So bleiben die Gläubigen und Jünger bei der Stange.</p>
<p>Derartige religiöse/spirituelle/esoterische Weltanschauungen sind zu einer Zeit entstanden, als das Individuum noch nicht die Chance hatte, ein eigenständiges, selbstgestaltetes und  unabhängiges Leben zu führen.</p>
<p>Das hat sich zwar grundlegend geändert, doch es gibt natürlich auch in der heutigen Zeit noch Menschen, die ein Interesse daran haben, dass andere Menschen durch Vergebung Opfer bleiben. Es ist nützlich für machtgierige Politiker_innen, wenn Menschen ihr Leben lang Opfer bleiben. Opfer lassen sich ausbeuten und begehren nicht auf. So nützt die Religion der Politik und umgekehrt.</p>
<p>Mit anderen Worten:</p>
<ul>
<li>Vergebung unterstützt unterdrückende, ausbeuterische Machtverhältnisse</li>
<li>Vergebung nützt nur den Kindesmisshandler_innen und schadet den Opfern</li>
</ul>
<p>Das ist keine Verbesserung für die Welt. Im Gegenteil.</p>
<p><strong>Mythos 3</strong></p>
<p><strong>Vergebung vermindere Wut, Hass und Rache.</strong></p>
<p>Das kindliche Gewaltopfer, das zur Vergebung und damit zum Schweigen gezwungen wird, kann die zur Misshandlung gehörigen Gefühle wie Wut, Hass und Rache nicht verarbeiten, es spaltet sie ab. Vergebung ist hier also gleichbedeutend mit Verdrängung.</p>
<p>Das Opfer speichert sie so lange in sich, bis er/sie dann als Erwachsene/r die Möglichkeit hat, Kindern Gewalt zuzufügen und sich somit an ihnen für die Gewalt seiner/ihrer Täter_innen zu rächen.</p>
<p>Folglich werden Wut, Hass und Rache durch Vergebung nicht vermindert, sondern nur auf die nächste Generation verschoben. So wird durch Vergebung die Gewalt und die Traumatisierungen in jeder Generation neu produziert.</p>
<p>Bestes Beispiel hierfür sind die pädokriminellen Priester, die schon aufgrund ihres Berufs allen vergeben mussten, die ihnen jemals Leid zugefügt haben. Sie haben ihren Täter_innen vergeben und rächen sich dafür an ihnen anvertrauten Kindern.</p>
<p>Natürlich findet die Weitergabe der Gewalt von Generation zu Generation vor allen Dingen in der Familie statt. Dort wird sie durch ein dichtes Netz von Vertuschung, hierarchischen Strukturen, Empathielosigkeit gegenüber Kindern und natürlich mit Hilfe religiöser Mythen wie dem der Vergebung ermöglicht.</p>
<p>Vergebung vermehrt also Wut, Hass und Rache.</p>
<p>Auch das ist keine Verbesserung der Welt. Genauso wenig wie die Neuproduktion von Traumaopfern in jeder Generation.</p>
<p>-</p>
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		<title>Schmerzengeld für Doktorspiele</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/22/schmerzengeld-fur-doktorspiele/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 18:24:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Presse.com 22.01.2012 Privatsphäre. Ein Mann wurde strafrechtlich freigesprochen, obwohl er die Intimsphäre eines siebenjährigen Mädchen verletzt hatte. Zivilrechtlich hat er aber Schadenersatz zu leisten. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Presse.com 22.01.2012</p>
<p>Privatsphäre. Ein Mann wurde strafrechtlich freigesprochen, obwohl er die Intimsphäre eines siebenjährigen Mädchen verletzt hatte. Zivilrechtlich hat er aber Schadenersatz zu leisten.</p>
<p><a href="http://diepresse.com/home/recht/rechtallgemein/725918/Schmerzengeld-fuer-Doktorspiele?_vl_backlink=/home/recht/rechtwirtschaft/index.do" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
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		<title>netzwerkB will sich abschaffen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/20/netzwerkb-will-sich-abschaffen/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 15:41:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Positionspapiere]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB &#8211; Positionspapier Stand: 20.01.2012 (als PDF herunter laden) Bundeskinderschutzgesetz Stellungnahme zum neuen Bundeskinderschutzgesetz und zur Anzeigenpflicht Das neue Bundeskinderschutzgesetz hat lange auf sich warten lassen. Was letztlich nun nach jahrelanger Debatte herausgekommen ist, weist immer noch den mangelnden Willen zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt bei Kindern auf. Als Beispiel hierfür können die Resultate des Gesetzes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB &#8211; Positionspapier</p>
<p>Stand: 20.01.2012 (<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/01/netzwerkB_Positionspapier_Bundeskinderschutzgesetz_20.01.2012.pdf" target="_blank">als PDF herunter laden</a>)</p>
<p><strong>Bundeskinderschutzgesetz</strong></p>
<p><strong>Stellungnahme zum neuen Bundeskinderschutzgesetz und zur Anzeigenpflicht</strong></p>
<p>Das neue Bundeskinderschutzgesetz hat lange auf sich warten lassen. Was letztlich nun nach jahrelanger Debatte herausgekommen ist, weist immer noch den mangelnden Willen zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt bei Kindern auf. Als Beispiel hierfür können die Resultate des Gesetzes für behinderte Kinder betrachtet werden. Statt einer ursprünglich angedachten Meldepflicht bei Verdachtsfällen auf Kindesgefährdung gibt es nun eine Art Empfehlung, Beratung bei einer unabhängigen Fachkraft des Jugendamtes anzunehmen. Die Paragraphen, die eine Verpflichtung zum Handeln vorsahen, sind nach endlosen Beratungen und Überarbeitungen schlicht weggelassen und zu einer unverbindlichen Gesetzesformel aufgeweicht worden. <span id="more-11924"></span>Grundsätzliche Probleme beim Kinderschutz geht der Gesetzgeber mit dem pompös klingenden Bundeskinderschutzgesetz nicht an. Vielmehr bleibt die notwendige Verantwortungsübernahme des Staates, seiner Institutionen und Mitarbeiter aus. Jeder, der daher von Straftaten in Institutionen weiß, ist nicht gleichzeitig verpflichtet, Verdachtsfälle zu melden. Dies begünstigt By-Stander-Effekte, dem tatenlosen Zusehen, da jeder hofft, ein anderer greift ein. Das neue Gesetz entpuppt sich somit nicht nur als zahnloser Tiger, sondern erweist sich als Täterschutz, welches Sozialstrukturen, die sexualisierte Gewalt ermöglichen, weiterhin begünstigt.</p>
<p><strong>Opferverbände sprechen sich am Runden Tisch gegen eine Meldepflicht aus</strong></p>
<p>Unserer Ansicht sind diese untragbare Nachlässigkeiten auch auf ungünstige, soziale Prozesse zurückzuführen. Auffällig ist so zum Beispiel, dass vor allem Opferverbände sich gegen eine Meldepflicht bei sexualisierter Gewalt aussprechen. Nach ihrer Argumentation würde das abzusehende Chaos einer Meldepflicht das Vertrauen in viele Institutionen beschädigen und letztlich für Kinder die Situation zunächst verschlimmern. Wie hingegen glauben: Das bevorstehende Chaos ist ein notwendiges Chaos, um eingewachsene und falsche Strukturen zu beseitigen. Dieses betrifft auch die Restrukturierung gegenwärtiger Opferverbände. Hierin aber zeigt sich sogleich das soziale Dilemma: Opferschutzorganisation können ab einem gewissen Punkt ihrer Integration in politische Prozesse nicht mehr das Richtige fordern, da sie so gezwungen wären gegen sich selbst zu arbeiten. So wäre beispielsweise eine zentrale Organisation von Nöten (dies könnte ein reformiertes Jugendamt sein), das bevorstehende Chaos in den Griff zu bekommen. Damit jedoch müssten regionale Strukturen aufgebrochen werden und es würden schließlich Aufgabenbereiche regionaler Opfervereine in Frage gestellt werden. Unglücklicherweise geht es auch hier um Geld. Zusammenarbeit zwischen den Behörden, wie es bei anderen Vergehen und Verbrechen Gang und Gäbe ist, wird hier also verhindert, obwohl diese unumgänglich ist, so darf beispielsweise ein Betroffener nicht vom Glück einer guten Institutionenstruktur in seiner Stadt oder seinem Bundesland abhängig sein. Dies bedeutet aber schmerzhafte Umstrukturierungen für Opferschutzverbände.</p>
<p><strong>Gefährdung der Betroffenenvereine</strong></p>
<p>Ein radikales Umdenken gefährdet also die sozialen Vereine in ihrem Bestand und ihrer Legitimation. Zusammenarbeit müsste vereinbart werden, Menschen müssten sich in erster Linie verstehen wollen und auch bereit sein, aufgrund der Neuaufteilung von Arbeitsbereichen ihren Arbeitsplatz für die Sache aufzugeben. Dieses soziale Dilemma ist sicher ein Grund, warum wirtschaftlich abhängige Vereine für radikales Denken nicht eintreten können. Die Gründe dafür, dass eine Meldepflicht nicht in Angriff genommen wird, sind daher auch immer in ungünstigen Sozialstrukturen zu suchen.</p>
<p><strong>netzwerkB will mehr als nur eine Meldepflicht</strong></p>
<p>Kann das zu erwartende Chaos also zentrales Argument sein, warum eine Meldepflicht in Deutschland nicht existieren darf? Wenn klar ist, dass zehntausende Kinder in Deutschland unter unhaltbaren Bedingungen groß werden, dann muss sich etwas ändern. Bei netzwerkB als wirtschaftlich ungebunden Verein ist die Position daher eindeutig: Wenn nicht heute radikale Korrekturen stattfinden, so werden wir die Situation noch in 100 Jahren vor uns herschieben. Nicht das Chaos einer Restrukturierung der Verantwortungsbereiche ist das Problem, sondern die gegenwärtigen nebulösen Verantwortungsbereiche und das Fortbestehen der Katastrophe. Um diese Strukturen zu beseitigen und Kriminalität zu verhindern, brauchen wir daher nicht nur eine Meldepflicht, sondern müssen mit der bisherigen Politik der Verschlimmbesserung noch radikaler brechen. Das heißt: <strong>Wir brauchen eine Anzeigenpflicht.</strong> Institutionen und Arbeitgeber würden folglich in die Pflicht genommen werden und müssten sich eindeutige Strategien für ihr Handeln überlegen, denn andernfalls machen sie sich strafbar. Weil sexualisierte Gewalt nicht allein im Verborgenen stattfindet, sondern oftmals viele Mitwisser hat, besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich mit einer Anzeigenpflicht grundsätzlich Änderung einstellt. Anstatt also das Problem noch Jahrhunderte vor uns herzuschieben, müssen wir das entstehende Chaos zunächst in Kauf nehmen, um klar einzusehen, was in Deutschland tatsächlich der Fall ist. Unsere Kinder sind vielfach sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Die entstehenden Mehrkosten für die Umwälzung muss ein Sozialstaat, der für das Gerechte eintritt, in Kauf nehmen, denn allein so bekommen gerade die Mitglieder unserer Gesellschaft, die sich selbst nicht wehren können, eine  Chance auf freie Entwicklung der Persönlichkeit. Alternativen zu diesem Anspruch gibt es nicht.</p>
<ul>
<li><strong>Versicherungspflicht der Institutionen</strong><br />
An dieser Stelle denken wir bei netzwerkB darüber hinaus auch eine Versicherungspflicht derartiger Institutionen an, um die Sicherheit der Kinder auch monetär verpflichtend und messbar zu machen. Diese Versicherungspflicht besteht bereits in den USA, hat es aber wegen der vielen Versäumnisse im Umgang mit sexualisierter Gewalt in Deutschland noch nicht gegeben.</li>
</ul>
<p><strong>Konsequenzen der Anzeigenpflicht</strong></p>
<p>Mit der Einführung einer Anzeigenpflicht sind verschiedene Konsequenzen verbunden. Viele Formen der Vertuschung, wie wir es über viele Jahrzehnte erlebt haben, werden der Vergangenheit angehören. Letztlich aber würde eine derart grundlegende und fortwährende Restrukturierung auch bedeuten, dass mittelfristig Opferschutzorganisationen ihre Aufgabenbereiche verlieren, was zugleich ihre Legitimation gefährdet. Wenn Betroffene sogleich von den Tätern befreit werden und somit Therapien schnell greifen können, wird es auch nach und nach weniger Tätigkeitsfelder für diese Vereine geben.</p>
<p><strong>netzwerkB will sich abschaffen</strong></p>
<p>Es ist ein soziales Dilemma, dass sobald Opferschutzorgansiationen entstehen, diese im Kampf um Gelder ihre Positionen oftmals kontraproduktiv verteidigen müssen. So bedingen soziale Strukturen, dass grundlegende Strukturreformen ausbleiben. Der eigentliche Skandal aber ist nicht, dass eine fortwährende Debatte um die Opferschutzorganisationen besteht, sondern dass es Opferschutzorganisationen überhaupt geben muss. Ziel einer Opferschutzorganisation kann daher nicht ihr Bestand sein, sondern ursprüngliches Ziel einer Opferschutzorganisation muss sein, dass es sie irgendwann nicht mehr gibt. Die Probleme müssen nicht symptomatisch behandelt werden, wie es nach gegenwärtiger Gesetzeslage geschehen soll, sondern müssen ihrem Grund nach gelöst werden. Jene Herangehensweise verlangt aber auch radikal nicht allein den eigenen Posten zu verteidigen. Aus diesem Grund bewahrt sich netzwerkB seine finanzielle Unabhängigkeit und tritt vor allem dafür ein, dass es uns in 50 Jahren nicht mehr gibt. Die Abschaffung der Verjährungsfristen und die Einführung einer Anzeigenpflicht sind die ersten Schritte dorthin.</p>
<p>Helfen Sie mit bei der Abschaffung von netzwerkB, treten Sie unserem Verein bei oder bewerben Sie sich bei uns als ehrenamtlicher Mitarbeiter. E-Mail hierzu bitte an info@netzwerkB.org</p>
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		<title>Schlagt keine Kinder mehr</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/20/schlagt-keine-kinder-mehr-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 07:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[- Bündnis gegen Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[– Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Schlagt keine Kinder mehr Wenn der Papst heute öffentlich sagen würde: ‚Schlagt keine Kinder mehr, tut ihnen keine Gewalt mehr an!‘, dann würde eine Kraft entstehen, nicht nur in der katholischen Kirche, sondern vielleicht in der ganzen Welt, dass ein Umdenken stattfinden könnte, Kindern keine Gewalt mehr anzutun. Und wenn der Papst öffentlich sagen würde, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/FPjWfx1q698" frameborder="0" width="480" height="340"></iframe></p>
<p><strong>Schlagt keine Kinder mehr</strong></p>
<p>Wenn der Papst heute öffentlich sagen würde: ‚Schlagt keine Kinder mehr, tut ihnen keine Gewalt mehr an!‘, dann würde eine Kraft entstehen, nicht nur in der katholischen Kirche, sondern vielleicht in der ganzen Welt, dass ein Umdenken stattfinden könnte, Kindern keine Gewalt mehr anzutun. Und wenn der Papst öffentlich sagen würde, dass eine Schweigeklausel für ein Opfer ein Verbrechen sei, dann würde es sie zukünftig nicht mehr geben. Warum sagt er das nicht?<span id="more-11919"></span><br />
Als ich 1993 im Familienkreis meine Schweigemauer zerbrach, zitierte ich Johannes 8/1-12: „Gibt es einen unter euch, der keine Fehler gemacht hat? Der soll als erster einen Stein auf sie werfen.“<br />
Auf meinem Weg geht es mir nicht darum, die Welt in Gut und Böse zu spalten, sondern den Teufelskreis Opfer-Täter-Opfer-Täter zu unterbrechen.<br />
Ich gehe und predige nicht Hass und sage „Du bist schuld!“, sondern ich versuche die verborgenen Leichen von unten nach oben zu bringen, um anschließend die Ärmel hochzukrempeln und zu sagen: „Kommt, lasst uns einen Neuanfang wagen!“<br />
Mein Bruder rief mich nach der Sendung ‚Menschen bei Maischberger‘ (10. Oktober 2006) an und fragte mich vorwurfsvoll: „Ja, willst du das denn ewig machen, willst du überhaupt nicht aufhören, willst du überhaupt keine Ruhe geben?“<br />
Nein, ich werde nicht mehr schweigen!<br />
Nachdem ich festgestellt hatte, welche Schäden entstehen, wenn man sich hinter einer Schweigemauer verstecken muss, hatte ich den Entschluss gefasst, meine Geschichte beispielhaft an die Öffentlichkeit zu bringen. Nach Erscheinen des SPIEGEL-Artikels bekam die Schweigemauer einen Riss – weitere Opfer haben mit mir Kontakt aufgenommen oder haben sich direkt mit der Presse in Verbindung gesetzt, um ihr Schweigen zu brechen.<br />
Bei den Dreharbeiten einer Dokumentation über meine Geschichte vom Mitteldeutschen Rundfunk, vor der katholischen Kirche in Delitzsch, hat H., ein weiteres Opfer von Pfarrer K., nach 47 Jahren vor laufender Kamera sein Schweigen gebrochen. Seit 20 Jahren ist er nicht mehr arbeitsfähig wegen der Schäden, die bei ihm durch den sexuellen Missbrauch entstanden sind. Drei Jahre verbrachte er in psychosomatischen Kliniken. Dort bekam er so viele Medikamente, dass er nicht mehr in der Lage war, seinen eigenen Namen zu schreiben. Angeregt durch die Sendung ‚Unter uns‘ am 17. Februar 2006 im Mitteldeutschen Rundfunk, in der ich über mein Schicksal berichtete, konnte H. den Mut finden, seine Schweigemauer zu zerbrechen. „Es geht mir seitdem besser“, sagte er dem Filmteam vor dem Haus des Pfarrer K., wo wir beide sexuelle Gewalt erfahren haben.<br />
Als ich den ‚Steppenwolf‘ kennen lernte und nach seinem Abschied liebevolle Gefühle, die ich bis dahin nicht kannte, in mir hochkamen, wurde mir das Ausmaß meiner Abspaltung bewusst – ich erkannte die Schäden, die ich durch den sexuellen Missbrauch davongetragen hatte.<br />
Zu spüren, dass man um sein Leben betrogen wurde, ist unerträglich. Aus diesem Grund möchte ich mich dafür einsetzen, dass es andere leichter haben, sie nicht so lange brauchen wie ich, ihre Schweigemauer zu zerbrechen, um sich zu spüren und lebendiger zu werden.<br />
Nach dem Bruch der Schweigemauer beim Familientreffen 1993 gab ich die Macht über meine Kinder demonstrativ ab. Hass und Wut wollte ich nicht mehr bei ihnen abladen. Tat ich es dennoch, war meinen Kindern klar, dass ich die Verantwortung dafür übernehmen musste. Seit dieser Zeit habe ich von ihnen gelernt, wie man liebevoll miteinander umgeht. Ich hatte Angst Fehler zu machen – sie gaben mir Sicherheit und korrigierten mich mit Ausdauer und ohne Strafen. Heute kann ich frei und ohne Scham mit anderen kommunizieren, kann Briefe schreiben und sogar dieses Buch hier, das habe ich ihnen zu verdanken.<br />
34 Jahre hat mich meine Frau begleitet und durch tiefe Depressionen getragen. Ihr und meinen beiden Kindern habe ich es zu verdanken, dass ich überleben konnte – ihre Liebe hat mich getragen.</p>
<p>(Auszug aus dem Buch <a href="http://netzwerkb.org/aktuell/ich-wurde-sexuell-missbraucht/" target="_blank">&#8220;Ich wurde sexuell missbraucht&#8221;</a> von Norbert Denef)</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Missbrauchsopfer werden belehrt</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/18/missbrauchsopfer-werden-belehrt/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 20:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 18.01.2012 Offener Brief &#8211; Missbrauchsopfer werden belehrt Die Forschung verkündet sexueller Missbrauch geht zurück und die Politik lässt sich feiern. Betroffenenverbände üben scharfe Kritik und werden mit Schulbuchplagiaten abgespeist. Gegen Ende des letzten Jahres präsentierte Professor Pfeiffer seine umstrittene Studie zum sexuellen Kindesmissbrauch. Ein erfreulicher Rückgang der Betroffenenzahlen wurde darin festgestellt. Dennoch erntete dieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 18.01.2012</p>
<p><strong>Offener Brief &#8211; Missbrauchsopfer werden belehrt</strong></p>
<p><strong>Die Forschung verkündet sexueller Missbrauch geht zurück und die Politik lässt sich feiern. Betroffenenverbände üben scharfe Kritik und werden mit Schulbuchplagiaten abgespeist.</strong><span id="more-11912"></span></p>
<p>Gegen Ende des letzten Jahres präsentierte Professor Pfeiffer seine umstrittene Studie zum sexuellen Kindesmissbrauch. Ein erfreulicher Rückgang der Betroffenenzahlen wurde darin festgestellt. Dennoch erntete dieses Ergebnis von vielen Betroffenenverbänden scharfe Kritik. So wählte das Team um Pfeiffer ein Studiendesign von 1992, das zwar Vergleichbarkeit zu einer früheren Studie gewährleistete, aber gerade im Hinblick auf die Fortschritte in der Traumaforschung hoffnungslos veraltet war. Zum Verständnis: Betroffene können die Gewalt, die ihnen widerfahren ist, oftmals nicht einmal vor sich selbst eingestehen und so machen sie ihr Kreuz auch nicht im Geheimen. Der berechtigte Verdacht, dass viele Betroffene sich bei den invasiven Fragen des Fragebogens nicht zu melden getrauten, diskutierte Pfeiffer jedoch nicht. Statt also über die Erhebungsmethode überhaupt nachzudenken, wurde mit den Ergebnissen der Befragung eine Kohortenuntersuchung durchgeführt. Das heißt: Verschiedene Geburtsjahrgänge wurden miteinander verglichen und ein Rückgang festgestellt. Dieser Vergleich bedeutet jedoch nicht zwingend, dass es sich bei unterschiedlichen Angaben zur sexualisierten Gewalt, dann auch tatsächlich um einen Rückgang handelt. Dass Betroffene unter den 16-Jährigen seltener sind als bei 40-Jährigen kann so zum Beispiel daran liegen, dass 40-Jährige aufgrund von langjähriger Traumatherapie eher über sexualisierte Gewalt reden können. Was die Pfeiffer-Studie daher als Erfolg aufzeigte, hätte auch ebenso ein biografischer Effekt sein können.</p>
<p>Zu diesen Kritikpunkten hätte das Team um Professor Pfeiffer Stellung beziehen müssen. Dies ist nicht geschehen. Politisch musste eine Erhebung reichen, um stolz zu verkünden, dass die sexualisierte Gewalt zurückgegangen sei. Die Studie stützte so das Ansehen des Runden Tisches und wurde sogleich von der Politik medial als Erfolg verbucht. Es ist jedoch klar, dass eine einzige Studie ein zu dünnes Eis ist, um den Schluss zu ziehen, dass die Fallzahlen dramatisch zurückgegangen wären. Vielmehr besteht nun mit einem unangemessenen Diskurs darüber die Gefahr, dass weitere Erhebungen zu dem Thema als politisch abgeschlossen gelten, obwohl dies ein Anfang für weitere Forschung hätte sein müssen.</p>
<p>Deswegen reagierte netzwerkB sehr skeptisch als Ende Oktober 2011 eine Anfrage von Professor Pfeiffer um Mitarbeit eintraf. Da wir nach wie vor glaubten, dass unsere Zweifel berechtigt sind, erstellten wir ein Schreiben, in dem wir diese Gründe darlegten und leiteten dieses auch an das Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, an Dr. Kristina Schröder weiter.</p>
<p>Die Antwort, die uns nun vor einigen Tagen aus dem Ministerium erreichte, zeigt, dass an einem Diskurs um die Studie wenig gelegen ist. Im Auftrag von Dr. Kristina Schröder und vollkommen verspätet wurde uns erläutert, dass das Design von 1992 übernommen worden ist, um Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Frau Dr. Schröder lässt uns erklären, was uns bereits klar war. Anstatt dann auf unsere anderen Argumente einzugehen, werden unseren Mitarbeitern wissenschaftliche Grundlagen wie Schulkindern erklärt. Zentrales Argument, insofern überhaupt von Argumentation gesprochen werden kann, lautet dann:</p>
<ul>
<li>„Die Veränderung der Stichprobengrösse im Rahmen der aktuellen Untersuchung lässt sich wie folgt begründen: Da die Stichprobengroße Einfluss auf die statistische Signifikanz eines Zusammenhangs nimmt, stellt die Erhöhung der Stichprobe ein gängiges Verfahren zur Absicherung der statistischen Signifikanzprüfung bei erwartet niedrigen Grundwahrscheinlichkeiten dar.“</li>
</ul>
<p>Diese Darstellung, die eher an ein Schulbuchplagiat erinnert (wären die Schreibfehler nicht enthalten), wurde noch höflich ergänzt:</p>
<ul>
<li>„Wie groß im Einzelfall eine untersuchte Stichprobe mindestens sein muss, um gesicherte Ergebnisse zu erhalten, kann über spezielle Formeln bestimmt werden.“</li>
</ul>
<p>Für die kostenlose Nachhilfe in Sachen Statistik der Sozialwissenschaften bedanken wir uns beim Ministerium von Frau Dr. Schröder natürlich, allerdings fragen wir uns nun, was der Frontalunterricht zu einem Diskurs zwischen zuständigen Politikern und Bürgern beitragen soll. Auch wenn das Ministerium uns vielleicht nicht vollends ignoriert hat, so hat doch niemand tatsächlich auf unsere Fragen geantwortet. Eine derart am Thema vorbeischießende Antwort verwandelt alle Erwartungen, die Betroffene an die Politik haben, in ein Nichts. Glaubt das Ministerium tatsächlich auf diese Art mit den Betroffenenverbänden zu kommunizieren?</p>
<p>Angesichts einer solchen Antwort wissen wir von netzwerkB nun nicht nur, dass Betroffene im Rahmen wissenschaftlicher Diskurse nicht ernst genommen werden, sondern wir wissen auch, dass wir die zuständigen Ministerien im Hinblick auf den wissenschaftlichen Diskurs nicht ernst nehmen müssen. Die Antwort aus dem Ministerium, so belehrend sie ausfällt, wird nicht mal den Ansprüchen gerecht, die Lehrer an Schüler der 7. Klasse stellen. Thema verfehlt, liebe Frau Dr. Schröder.</p>
<p>Norbert Denef ist Sprecher von netzwerkB, dem Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.</p>
<p>(<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/01/Missbrauchsopfer-werden-belehrt_16.01.12.pdf" target="_blank">als PDF herunter laden</a>)<br />
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]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gericht wehrt sich gegen Kritik an Lehrer-Freispruch</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/18/gericht-wehrt-sich-gegen-kritik-an-lehrer-freispruch/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 07:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=11904</guid>
		<description><![CDATA[DIE RHEINPFALZ 18.01.2012 OLG: Kein &#8220;Obhutsverhältnis&#8221; zwischen 32-Jährigem und 14-Jähriger &#8211; Besseren Schutz vor sexuellem Missbrauch gefordert KOBLENZ (nob). Das Oberlandesgericht Koblenz (OLG) fordert von der Politik eine Überprüfung, wie der gesetzliche Schutz für Schülerinnen und Schüler vor sexuellem Missbrauch durch Lehrkräfte verbessert werden kann. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>DIE RHEINPFALZ 18.01.2012</p>
<p>OLG: Kein &#8220;Obhutsverhältnis&#8221; zwischen 32-Jährigem und 14-Jähriger &#8211; Besseren Schutz vor sexuellem Missbrauch gefordert</p>
<p>KOBLENZ (nob). Das Oberlandesgericht Koblenz (OLG) fordert von der Politik eine Überprüfung, wie der gesetzliche Schutz für Schülerinnen und Schüler vor sexuellem Missbrauch durch Lehrkräfte verbessert werden kann.</p>
<p><a href="http://www.rheinpfalz.de/cgi-bin/cms2/cms.pl?cmd=showMsg&amp;tpl=rhpMsg_thickbox.html&amp;path=/rhp/lokal&amp;id=8569431" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hörbuch Alice Miller Dein gerettetes Leben (Trailer)</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/17/horbuch-alice-miller-dein-gerettetes-leben-trailer/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 20:22:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Trailer zu dem Hörbuch von Alice Millers &#8220;Dein gerettetes Leben &#8211; Wege zur Befreiung&#8221; (Suhrkamp 2007). Die Bilder stammen von der Autorin Alice Miller. Hier können Sie das Hörbuch bestellen: http://www.firevoice.de/Hoerbuecher/Hoerbuecher.htm Es kostet 24,95 Euro und ist ausschließlich im mp3-Format per download zu haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Trailer zu dem Hörbuch von Alice Millers &#8220;Dein gerettetes Leben &#8211; Wege zur Befreiung&#8221; (Suhrkamp 2007).<br />
Die Bilder stammen von der Autorin Alice Miller.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/0f1og-B-J2E" frameborder="0" width="480" height="340"></iframe></p>
<p>Hier können Sie das Hörbuch bestellen:<br />
<a href="http://www.firevoice.de/Hoerbuecher/Hoerbuecher.htm" target="_blank">http://www.firevoice.de/Hoerbuecher/Hoerbuecher.htm</a><br />
Es kostet 24,95 Euro und ist ausschließlich im mp3-Format per download zu haben.</p>
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		<title>Kampf der Opfer gegen die Verjährungsfristen</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/17/kampf-der-opfer-gegen-die-verja%cc%88hrungsfristen/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 23:35:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[- Bündnis gegen Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– TV]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[Sat 1 Wissenschaftsmagazin PLANETOPIA 16.01.2012 Die Sendung beschäftigt sich mit einem der dringendsten Anliegen Norbert Denefs: der Aufhebung der Verjährungsfristen bei Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung. Norbert Denef ist der Sprecher von netzwerkB, dem Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V. (www.netzwerkb.org) Mehr auf netzwerkB: Antrag zur Aufhebung der Verjährungsfristen einstimmig angenommen netzwerkb Gesetzentwurf Verjährungsfristen Sammelklage gegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sat 1 Wissenschaftsmagazin PLANETOPIA 16.01.2012<br />
<iframe src="http://www.youtube.com/embed/VGJcgXkIaag" frameborder="0" width="480" height="340"></iframe><span id="more-11892"></span></p>
<p>Die Sendung beschäftigt sich mit einem der dringendsten Anliegen Norbert Denefs: der Aufhebung der Verjährungsfristen bei Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung. Norbert Denef ist der Sprecher von netzwerkB, dem Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V. (www.netzwerkb.org)</p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/" target="_blank">Antrag zur Aufhebung der Verjährungsfristen einstimmig angenommen</a></p>
<p><a href="../2011/12/06/2011/11/21/netzwerkb-gesetzentwurf-verjahrungsfristen/" target="_blank">netzwerkb Gesetzentwurf Verjährungsfristen</a></p>
<p><a href="../2011/12/06/2011/12/07/beteiligen-sie-sich-an-der-sammelklage-gegen-den-deutschen-staat%e2%80%a8/" target="_blank">Sammelklage gegen den deutschen Staat</a></p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/Beschwerde_12805_09.pdf" target="_blank">Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland</a></p>
<p><a href="../2011/12/17/netzwerkb-positionspapier-ruckwirkungsverbot/" target="_blank">Rückwirkungsverbot</a></p>
<p><a href="../2011/12/23/der-verein-dunkelziffer-e-v-unterstutzt-die-forderung-nach-aufhebung-der-straf-und-zivilrechtlichen-verjahrungsfristen/" target="_blank">Dunkelziffer e.V. unterstützt Aufhebung der Verjahrungsfristen</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ackermanns Verhalten unentschuldbar&#8221;</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/15/ackermanns-verhalten-unentschuldbar/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/01/15/ackermanns-verhalten-unentschuldbar/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 08:20:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Presse]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[Saarbrücker Zeitung 12.01.2012 Lübeck/Trier. Das Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt (netzwerkB) hat den Rücktritt von Bischof Stephan Ackermann gefordert. Grund seien Fehler Ackermanns im Umgang mit einem Missbrauchsfall, der im vergangenen Dezember öffentlich wurde. Ein mittlerweile pensionierter Saarbrücker Pfarrer hatte sich in den 1980er-Jahren an zwei minderjährigen Messdienerinnen vergangen. Der Fall war im Bistum seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Saarbrücker Zeitung 12.01.2012</p>
<p>Lübeck/Trier. Das Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt (netzwerkB) hat den Rücktritt von Bischof Stephan Ackermann gefordert. Grund seien Fehler Ackermanns im Umgang mit einem Missbrauchsfall, der im vergangenen Dezember öffentlich wurde. Ein mittlerweile pensionierter Saarbrücker Pfarrer hatte sich in den 1980er-Jahren an zwei minderjährigen Messdienerinnen vergangen. Der Fall war im Bistum seit Anfang 2011 bekannt, die Beurlaubung des Pfarrers erfolgte jedoch erst nach kritischen Medienberichten Ende des Jahres.<span id="more-11881"></span></p>
<p>&#8220;Das Verhalten von Bischof Ackermann ist aus unserer Sicht nicht zu entschuldigen&#8221;, heißt es in einer Mitteilung des Netzwerks. Wie es in der katholischen Kirche in der Vergangenheit üblich gewesen sei, habe auch Ackermann Täter geschützt und damit Betroffene sexualisierter Gewalt verhöhnt. &#8220;Hinter einem System stecken immer auch Menschen&#8221;, sagte Vorsitzende des Netzwerks, Norbert Denef, gegenüber der SZ. &#8220;Herr Ackermann trägt Verantwortung und erhält dafür viel Steuergeld&#8221;. Der Bischof habe einen groben Fehler begangen und solle nun die Konsequenzen ziehen.</p>
<p><a href="http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Trierer-Bischof-raeumt-gravierende-Fehler-einAckermanns-Verhalten-unentschuldbar;art2814,4129527#.TxKKYyOlvdo" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2012/01/13/missbrauchsbeauftragter-bischof-ackermann-unter-druck/" target="_blank">Missbrauchsbeauftragter Bischof Ackermann unter Druck</a></p>
<p><a href="../2011/12/05/er-mag-es-wenn-man-um-hilfe-schreit/" target="_blank">Er mag es wenn man um Hilfe schreit</a></p>
<p><a href="../2011/12/22/pressemitteilung-netzwerkb-fordert-rucktritt-von-bischof-ackermann/" target="_blank">netzwerkB fordert Rücktritt von Bischof Ackermann</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>SAT1 &#8220;Aufhebung der Verjährungsfristen&#8221; am 16.01.2012 um 22:15 Uhr</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/14/sat1-aufhebung-der-verjahrungsfristen-am-16-01-2012-um-2215-uhr/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 19:05:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[– Presse]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>

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		<description><![CDATA[Leipziger Volkszeitung 14.01.2012 Rückkehr an den Ort der Angst – für eineinhalb Stunden Ex-Delitzscher Norbert Denef spricht vor Fernsehkamera über Missbrauchsfälle und kämpft für Aufhebung der Verjährungsfristen von Kay Würker Delitzsch. Mehr als vier Jahre nach seinem letzten Besuch ist Norbert Denef am Donnerstag erneut nach Delitzsch gekommen. Doch es war eine kurze Begegnung mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leipziger Volkszeitung 14.01.2012</p>
<p>Rückkehr an den Ort der Angst – für eineinhalb Stunden</p>
<p>Ex-Delitzscher Norbert Denef spricht vor Fernsehkamera über Missbrauchsfälle und kämpft für Aufhebung der Verjährungsfristen</p>
<p>von Kay Würker</p>
<p>Delitzsch. Mehr als vier Jahre nach seinem letzten Besuch ist Norbert Denef am Donnerstag erneut nach Delitzsch gekommen. Doch es war eine kurze Begegnung mit der Stadt, mit der ihn so viel und doch so wenig verbindet: keine Übernachtung, kein Gassenbummel, nur eineinhalb Stunden Drehtermin vor der Kulisse der katholischen Kirche. Die Macher des SAT1-Wissenschaftsmagazins Planetopia hatten ihn darum gebeten. Denn für die Sendung, die am Montag um 22.15 Uhr ausgestrahlt wird, ist der 62-Jährige ein wichtiger Gesprächspartner. Sie beschäftigt sich mit einem der dringendsten Anliegen Norbert Denefs: der Aufhebung der Verjährungsfristen bei Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung.<span id="more-11876"></span></p>
<p>„Es tat unglaublich weh&#8221;, sagt Denef über seinen Delitzsch-Besuch. Denn nichts habe sich über die Jahre verändert. Noch immer sei er ein Ausgegrenzter, gelte als „Nestbeschmutzer&#8221;. 1993 hatte er Erlebnisse aus seiner Kindheit und Jugend offenbart, berichtete von über Jahre währendem Missbrauch in Delitzschs katholischer Pfarrgemeinde durch den damaligen Pfarrer Alfons Kamphusmann sowie einen zweiten Täter. „Eine Aufarbeitung hat in der Stadt nach wie vor nicht stattgefunden. Stattdessen habe ich auch während der Dreharbeiten wieder erlebt, wie man mir aus dem Weg geht und aus Angst schweigt.&#8221;</p>
<p>Auch viele Opfer schweigen, weiß Denef. Er selbst tat es 35 Jahre lang. Doch wenn Kraft und Abstand schließlich ausreichen, um zu reden, sind die Täter oft nicht mehr zivil- oder strafrechtlich zu belangen. „Während Vergewaltigung und sexuelle Nötigung im Strafrecht erst nach 20 Jahren verjähren, sind es beim sexuellen Missbrauch nur zehn Jahre und im Falle von minderjährigen Schutzbefohlenen fünf Jahre&#8221;, schildert Denef. „Im Zivilrecht verjähren die  Ansprüche Betroffener sogar inner-halb von nur drei Jahren, wobei die Frist spätestens mit Vollendung des  21. Lebensjahres zu laufen beginnt.&#8221;</p>
<p>Der Ex-Delitzscher kämpft deshalb für die Aufhebung dieser Fristen. In unzähligen Zeitungs-, Radio- und Fernsehbeiträgen hat er sich inzwischen zu Wort gemeldet, gestärkt durch das von ihm gegründete netzwerkB – ein Verein von Betroffenen sexualisierter Gewalt. Sein bisher wichtigster Meilenstein: Als Gastredner vor dem SPD-Bundesparteitag im Dezember hielt er eine emotionale Rede zur Bekräftigung eines Antrags, der sein Anliegen unterstützte. Das Ergebnis: ein einstimmiger Beschluss. „Die Bundes-SPD wird ihren Gesetzentwurf zum Thema nun noch einmal überarbeiten&#8221;, so Denef.</p>
<p>Auch das Planetopia-Team wurde durch diesen Parteitags-Auftritt auf Norbert Denef aufmerksam. „Wir beleuchten das Thema Verjährungsfristen mit ihm und einem Opferanwalt&#8221;, kündigte Redakteur Christian Stracke an. Denef selbst, der inzwischen an der Ostsee lebt, bezeichnet sich als Beispiel für einen klassischen Missbrauchsfall mit all seinen Folgen. Und auch Delitzsch sei nur ein Beispiel für all die anderen Schauplätze.</p>
<p>Für den 62-Jährigen freilich ist der Ort mehr. „Die Ereignisse von damals haben mir die Seele gebrochen, bis heute. Und die verbreitete Furcht vor dem Thema ist das Schlimmste.&#8221; Eigentlich sollte am Donnerstag ein weiteres Opfer von Kamphusmann vor der Kamera sprechen. Kurz vor dem Dreh sagte der Mann ab. Aus Angst.</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/01/LVZ-Delitzsch-14.01.2012-Seite-19.jpg" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
<p>&#8211;</p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/" target="_blank">Antrag zur Aufhebung der Verjährungsfristen einstimmig angenommen</a></p>
<p><a href="../2011/12/17/netzwerkb-positionspapier-ruckwirkungsverbot/" target="_blank">Rückwirkungsverbot</a></p>
<p><a href="../2011/12/06/2011/11/21/netzwerkb-gesetzentwurf-verjahrungsfristen/" target="_blank">netzwerkb Gesetzentwurf Verjährungsfristen</a></p>
<p><a href="../2011/12/06/2011/12/07/beteiligen-sie-sich-an-der-sammelklage-gegen-den-deutschen-staat%e2%80%a8/" target="_blank">Sammelklage gegen den deutschen Staat</a></p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/Beschwerde_12805_09.pdf" target="_blank">Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Missbrauchsbeauftragter Bischof Ackermann unter Druck</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/13/missbrauchsbeauftragter-bischof-ackermann-unter-druck/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/01/13/missbrauchsbeauftragter-bischof-ackermann-unter-druck/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 15:14:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[SWR.de 13.01.2012 Es war vor einem Jahr als der Priester der saarländischen Pfarrei Burbach gegenüber dem Trierer Bistum &#8220;sexuelle Kontakte zu einer Schutzbefohlenen&#8221; einräumte. Polizeiliche Ermittlungen hatten zuvor konkrete Hinweise auf intime Beziehungen zu minderjährigen Messdienerinnen ans Licht gebracht. An einem dieser Mädchen soll sich der Priester über einen Zeitraum von 10 Jahren vergangen haben. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>SWR.de 13.01.2012</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/YrhveANiZL0" frameborder="0" width="480" height="340"></iframe><span id="more-11863"></span></p>
<p>Es war vor einem Jahr als der Priester der saarländischen Pfarrei Burbach gegenüber dem Trierer Bistum &#8220;sexuelle Kontakte zu einer Schutzbefohlenen&#8221; einräumte. Polizeiliche Ermittlungen hatten zuvor konkrete Hinweise auf intime Beziehungen zu minderjährigen Messdienerinnen ans Licht gebracht. An einem dieser Mädchen soll sich der Priester über einen Zeitraum von 10 Jahren vergangen haben.</p>
<p>Doch das Bistum ließ den heute 70jährigen Priester erst einmal im Amt. Auch die Öffentlichkeit erfuhr zunächst nichts.</p>
<p><a href="http://www.swr.de/zur-sache-rheinland-pfalz/-/id=7446566/vv=teaser-12/nid=7446566/did=8966088/1g0nz2l/index.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
<p>Mehr auf netzwerkB:</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2012/01/15/ackermanns-verhalten-unentschuldbar/" target="_blank">Ackermanns Verhalten unentschuldbar</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/12/05/er-mag-es-wenn-man-um-hilfe-schreit/" target="_blank">Er mag es wenn man um Hilfe schreit</a></p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/2011/12/22/pressemitteilung-netzwerkb-fordert-rucktritt-von-bischof-ackermann/" target="_blank">netzwerkB fordert Rücktritt von Bischof Ackermann</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Missbrauchsprozess: Ministerium hält OLG-Entscheidung für realitätsfern</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/11/missbrauchsprozess-ministerium-halt-olg-entscheidung-fur-realitatsfern/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/01/11/missbrauchsprozess-ministerium-halt-olg-entscheidung-fur-realitatsfern/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 19:18:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Rhein-Zeitung 11.01.2012 Mainz/Koblenz &#8211; Scharf kritisiert hat das Bildungsministerium in Mainz den Freispruch des Lehrers aus dem Kreis Neuwied. Dieser war wegen sexuellen Missbrauchs einer 14-jährigen Schülerin angeklagt. Dass das OLG hier kein dauerhaftes Obhutsverhältnis sieht, &#8220;werde der schulischen Realität nicht gerecht&#8221;, so das Ministerium. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rhein-Zeitung 11.01.2012</p>
<p>Mainz/Koblenz &#8211; Scharf kritisiert hat das Bildungsministerium in Mainz den Freispruch des Lehrers aus dem Kreis Neuwied. Dieser war wegen sexuellen Missbrauchs einer 14-jährigen Schülerin angeklagt. Dass das OLG hier kein dauerhaftes Obhutsverhältnis sieht, &#8220;werde der schulischen Realität nicht gerecht&#8221;, so das Ministerium.</p>
<p><a href="http://www.rhein-zeitung.de/regionales_artikel,-Kritik-an-Freispruch-fuer-Neuwieder-Lehrer-_arid,364049.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Athen: Aufregung um Pädophilen-Beihilfe</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/10/athen-aufregung-um-padophilen-beihilfe/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/01/10/athen-aufregung-um-padophilen-beihilfe/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 14:56:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[KURIER 10.01.2012 Griechische Behinderten-Vereine laufen gegen die Entscheidung der Regierung Sturm, Pädophilie als Behinderung anzuerkennen. Große Aufregung herrscht in Griechenland über den Umgang mit Pädophilen. Laut der Nachrichtenagentur AP soll Pädophilie demnach als staatlich anerkannte Behinderung aufscheinen. Die Regierung hat in diesem Sinne eine erweiterte Liste mit allen staatlich anerkannten Behinderungen beschlossen. Die neue Liste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>KURIER 10.01.2012</p>
<p>Griechische Behinderten-Vereine laufen gegen die Entscheidung der Regierung Sturm, Pädophilie als Behinderung anzuerkennen.<br />
Große Aufregung herrscht in Griechenland über den Umgang mit Pädophilen. Laut der Nachrichtenagentur AP soll Pädophilie demnach als staatlich anerkannte Behinderung aufscheinen. Die Regierung hat in diesem Sinne eine erweiterte Liste mit allen staatlich anerkannten Behinderungen beschlossen. Die neue Liste umfasst neben Pädophilen auch Exhibitionisten und Kleptomanen.</p>
<p><a href="http://kurier.at/nachrichten/4480571-athen-aufregung-um-paedophilen-beihilfe.php" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Beichtgeheimnis hat Vorrang vor Kinderschutz</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/10/beichtgeheimnis-hat-vorrang-vor-kinderschutz/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/01/10/beichtgeheimnis-hat-vorrang-vor-kinderschutz/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 14:51:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[ksml.fi 10.01.2012 Seit Jahresbeginn müssen in Finnland Lehrer, Ärzte und kirchliche Mitarbeiter aufgrund eines in Kraft getreten Kinderschutzgesetzes jeden Verdacht des sexuellen Missbrauch von Kindern an die Polizei melden. Aus dieser Anzeigepflicht ist wiederum das Beichtgeheimnis ausgenommen worden, was die Tageszeitung Keskisiomalainen kritisiert. Die Darstellung der Kirche, sei unangemessen, dass „ein reuiger Mensch in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ksml.fi 10.01.2012</p>
<p>Seit Jahresbeginn müssen in Finnland Lehrer, Ärzte und kirchliche Mitarbeiter aufgrund eines in Kraft getreten Kinderschutzgesetzes jeden Verdacht des sexuellen Missbrauch von Kindern an die Polizei melden. Aus dieser Anzeigepflicht ist wiederum das Beichtgeheimnis ausgenommen worden, was die Tageszeitung <em>Keskisiomalainen</em> kritisiert.</p>
<p>Die Darstellung der Kirche, sei unangemessen, dass „ein reuiger Mensch in der Beichte auch über schwierige Dinge sprechen kann. So kann man sich mit Hilfe des Pfarrers von seiner Last befreien. Die strafrechtliche Verantwortung liegt dann beim Menschen selbst.“</p>
<p>Wenn es die Kirche als Aufgabe verstehe, sich um die Schwächsten zu kümmern, dann brauchten diese Kinder ihre Hilfe. Missbrauchte Kinder seien die Schwächsten unter den Schwachen.</p>
<p><a href="http://www.ksml.fi/mielipide/paakirjoitukset/lapsen-hyvaksikaytosta-ei-saa-vaieta/985802" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>1.000 Euro pauschal für Opfer der Odenwaldschule</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/06/1-000-euro-pauschal-fur-opfer-der-odenwaldschule/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2012/01/06/1-000-euro-pauschal-fur-opfer-der-odenwaldschule/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 15:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Odenwaldschule]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[ZEIT ONLINE 6.01.2012 Die Odenwaldschule gefährdet die Aussöhnung mit den Opfern In der Vorweihnachtszeit ging die Nachricht weitgehend unter: 1.000 Euro pauschal sollen ehemalige Schüler der Odenwaldschule erhalten, die dort Opfer sexuellen Missbrauchs wurden. Im Einzelfall kann sich der Betrag auf bis zu 10.000 Euro erhöhen. Mehr aber soll es nicht geben, ganz gleich, wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ZEIT ONLINE 6.01.2012</p>
<p>Die Odenwaldschule gefährdet die Aussöhnung mit den Opfern</p>
<p>In der Vorweihnachtszeit ging die Nachricht weitgehend unter: 1.000 Euro pauschal sollen ehemalige Schüler der Odenwaldschule erhalten, die dort Opfer sexuellen Missbrauchs wurden. Im Einzelfall kann sich der Betrag auf bis zu 10.000 Euro erhöhen. Mehr aber soll es nicht geben, ganz gleich, wie viel der Einzelne über die Jahre und Jahrzehnte bereits in Therapien investiert hat. Wer Geld haben möchte, muss einen Antrag bei der schuleigenen Stiftung »Brücken bauen« stellen.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2012/02/C-Seitenhieb" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Keine Entschädigungszahlungen</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 00:34:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Religion]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[Verein ehemaliger Heimkinder e.V. 4.01.2011 aus Rundbrief 4/2011 Keine Entschädigungszahlungen Egal wie oft von Bund, Ländern und Kirchen betont wird, egal wie oft es in den Medien wiederholt wird, dass es Entschädigungszahlungen gäbe &#8211; es gibt sie nicht. Eine Entschädigung ist eine Leistung, die darauf ab- zielt, den Verlust an Lebensqualität, Lebenseinkom- men, physischer und/oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verein ehemaliger Heimkinder e.V. 4.01.2011</p>
<p>aus Rundbrief 4/2011</p>
<p><strong>Keine Entschädigungszahlungen</strong></p>
<p>Egal wie oft von Bund, Ländern und Kirchen betont wird, egal wie oft es in den Medien wiederholt wird, dass es Entschädigungszahlungen gäbe &#8211; es gibt sie nicht.<span id="more-11829"></span><br />
Eine Entschädigung ist eine Leistung, die darauf ab- zielt, den Verlust an Lebensqualität, Lebenseinkom- men, physischer und/oder psychischer Gesundheit finanziell auszugleichen.<br />
Im Fall der ehemaligen Heimkinder aber handelt es sich nach dem Willen der Politiker und der Kirchen lediglich um Hilfsleistungen.<br />
Genauer gesagt wird es gehen um: Rentennachzahlungen, Sachleistungen, Therapien.<br />
Alle diese Leistungen wird es geben, wenn</p>
<ul>
<li>sie beantragt werden,</li>
<li>die Hilfsbedürftigkeit des Antragsstellers nachgewiesen werden kann,</li>
<li>die Hilfsbedürftigkeit in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Heimaufenthalt zu sehen ist.</li>
</ul>
<p>Hierzu sollen sogenannte Anlaufstellen eingerichtet werden in den einzelnen Bundesländern.<br />
Was bei diesem &#8220;Angebot&#8221; für die Überlebenden noch hinzukommt, ist eine<br />
<strong>Sicherstellung von Zahlungen gegen Verzicht auf ein weiteres Verfahren, die sogenannte „Befriedungsfunktion“</strong><br />
Und das ist dann an Verlogenheit und Dreistigkeit kaum noch zu überbieten. Denn normalerweise werden Schäden, bei denen es sich eben nicht um den Schaden an einer Person handelt, in Großverfahren verhandelt. Und dabei wird in der Regel zu einer Koppelung von Regeln und/oder gegriffen &#8211; will sa- gen, es werden Dinge zusammengeführt, von denen gesagt wird, dass das eine ohne das andere nicht in Frage kommt.<br />
<strong>Beispiel:</strong><br />
Die Kirchen erklären sich bereit eine Summe zu zahlen, die den entstandenen Schaden ausgleicht.<br />
Die Forderer (also ehemalige Heimkinder) erklären sich mit ihrer Unterschrift bereit, nicht weiter zu klagen, wenn die Summe akzeptabel ist.<br />
Das wird dann solange verhandelt, bis beide Seiten sich mit der zu zahlenden Summe zufrieden zeigen.<br />
Was aber gar nicht geht, ist das, was in unserem Falle geschehen soll:</p>
<ul>
<li>Die Schadensverursacher erklären einseitig eine Summe zahlen zu wollen!</li>
<li>Wir, die ehemaligen Heimkinder also, sollen einen Verzicht auf weitere Klagen unterschreiben!</li>
</ul>
<p>Und zwar egal, wie die Hilfeleistung aussieht, die jemand bekommt – das kann sich genauso um eine Brille wie um ein paar Stützstrümpfe handeln, um eine Therapie oder eine Hilfe bei der Suche nach einer neuen Unterkunft.<br />
Es soll – so deutet es sich zur Zeit an – keinerlei Zahlungen geben, sondern lediglich Sachleistungen. Wenn überhaupt. Denn die Hilfen können nur dann in Anspruch genommen werden, wenn eine nachgewiesene Hilfsbedürftigkeit besteht und diese im ursächlichen Zusammenhang mit der Heimzeit steht.<br />
Wie gesagt: Von Entschädigung kann keine Rede sein &#8211; eher von einem wahren Schnäppchen für die Schadensverursacher!<br />
Überlegen Sie also gut,</p>
<ul>
<li>was Sie unterschreiben!</li>
<li>Ob Sie überhaupt unterschreiben!</li>
</ul>
<p>Wir — als Verein — werden auf jeden Fall auf unseren gerechtfertigten Forderungen bestehen:</p>
<ul>
<li>300 €/Monat Opferrente, bzw. 54.000 € Einmalzahlung</li>
<li>Für Überlebende mit Behinderung 400 €/Monat Opferrente, bzw. 72.000 € Einmalzahlung</li>
<li>Einbeziehung aller Opfergruppen (Säuglingsheime, DDR-Heime)</li>
<li>Weitergehende Klagemöglichkeiten für besonders schwer geschädigte Opfer!</li>
</ul>
<p>In diesem Sinne</p>
<p>Heidi Dettinger</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2012/01/AuszugRundbrief-4-2011-Dezember-netzwerkB.pdf" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
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		<title>Ehemalige Heimkinder ziehen vor Gericht</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2012/01/05/ehemalige-heimkinder-ziehen-vor-gericht/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 00:22:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[Frankfurter Rundschau 4.01.2012 Zwischen 1945 und 1975 lebten rund 800.000 Kinder und Jugendliche in westdeutschen Heimen. Viele wurden in den kirchlichen oder staatlichen Einrichtungen über Jahre misshandelt, zur Arbeit gezwungen und sexuell missbraucht. Deshalb wollen Hunderte ehemalige Heimkinder vor Gericht ziehen. Sie fordern Entschädigung in Millionenhöhe. Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frankfurter Rundschau 4.01.2012</p>
<p>Zwischen 1945 und 1975 lebten rund 800.000 Kinder und Jugendliche in westdeutschen Heimen. Viele wurden in den kirchlichen oder staatlichen Einrichtungen über Jahre misshandelt, zur Arbeit gezwungen und sexuell missbraucht. Deshalb wollen Hunderte ehemalige Heimkinder vor Gericht ziehen. Sie fordern Entschädigung in Millionenhöhe.</p>
<p><a href="http://www.fr-online.de/panorama/sexueller-missbrauch-ehemalige-heimkinder-ziehen-vor-gericht,1472782,11392358.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
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		<title>Traumafolgestörungen</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jan 2012 12:08:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

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		<description><![CDATA[ARD Tagesthemen 02.01.2011 &#8220;&#8230;Psychologen der Uni Leipzig haben jetzt nachgewiesen wie stark die Nachkommen bis heute unter der Haft und der Stasiüberwachung ihrer Eltern leiden. Überraschend viele sind psychisch krank, selbst wenn Sie erst später geboren wurden&#8230;.&#8221;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ARD Tagesthemen 02.01.2011</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/tbvJdZTUac4" frameborder="0" width="480" height="340"></iframe></p>
<p>&#8220;&#8230;Psychologen der Uni Leipzig haben jetzt nachgewiesen wie stark die Nachkommen bis heute unter der Haft und der Stasiüberwachung ihrer Eltern leiden. Überraschend viele sind psychisch krank, selbst wenn Sie erst später geboren wurden&#8230;.&#8221;</p>
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		<title>Neue Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/12/31/neue-beratungsstelle-fur-ehemalige-heimkinder/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 10:49:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Hamburg.de 30.12.2011 Am 2. Januar 2012 wird im Versorgungsamt eine zentrale Anlaufstelle geöffnet Ehemalige Heimkinder mit Hamburger Wohnsitz, die von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland in einer stationären Erziehungseinrichtung untergebracht waren und dort misshandelt wurden, können sich ab dem kommenden Jahr im Hamburger Versorgungsamt beraten und entschädigen lassen. Weiter lesen&#8230; &#8211; Kommentar von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hamburg.de 30.12.2011</p>
<p>Am 2. Januar 2012 wird im Versorgungsamt eine zentrale Anlaufstelle geöffnet</p>
<p>Ehemalige Heimkinder mit Hamburger Wohnsitz, die von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland in einer stationären Erziehungseinrichtung untergebracht waren und dort misshandelt wurden, können sich ab dem kommenden Jahr im Hamburger Versorgungsamt beraten und entschädigen lassen.</p>
<p><a href="http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/3222568/2011-12-30-basfi-heimkinder-entschaedigung.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
<p>&#8211;</p>
<p>Kommentar von Heidi Dettinger<span id="more-11799"></span></p>
<p>Ich fasse es nicht! Jetzt wird auch auf dieser Seite der Unsinn von der angeblichen Entschädigung für ehemalige Heimkinder kolportiert – und zwar ohne kritisches Hinterfragen!</p>
<p>Ich hoffe nur, es wird irgendwann in die Köpfe gehen:<br />
Es gibt keine Entschädigung für Überlebende deutscher Heimkinderhöllen! Entschädigungen sind ein finanzieller Ausgleich für erlittene Pein und die daraus resultierende Minderung der Lebensqualität. Sie stehen einem Opfer zu – egal, ob heute arm oder reich, gesund oder krank.</p>
<p>Diese Almosen, die uns wie Brocken an räudige Hunde zugeworfen werden sollen, gehen NUR an Bedürftige!</p>
<p>Sie sind KEIN finanzielle Ausgleich!</p>
<p>Sie sind auf jeden Fall NACHRANGIG – also nur dann, wenn das Sozialsystem nicht greift!</p>
<p>Bedürftige, geschädigte, traumatisierte Überlebende müssen ihre Hosen runterlassen und Konten und Portemonnaie öffnen, ehe sie überhaupt etwas erwarten können!</p>
<p>ALLE müssen eine Verzichtserklärung unterschreiben um zu unterbinden, dass sie je weiter etwas beantragen (inkl. Rentenausgleich) oder klagen.</p>
<p>Entschädigung? Für mich hört sich das eher nach einem Betrug an! Einem Betrug an ehemaligen Heimkindern, die für einen Stützstrumpf in die Wüste geschickt werden sollen!</p>
<p>Ich kann nur JEDEM raten: Schließt euch dem Boykott des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. an!<br />
Macht klar, dass ihr euch nicht noch einmal und noch einmal und noch einmal über den Tisch ziehen lasst!<br />
Sagt, es ist GENUG!<br />
<a href="http://www.veh-ev.info//pages/homepage-des-vereins-ehemaliger-heimkinder-e.v.-veh-e.v/boykott-fondsverteilung-ehemalige-heimkinder.php" rel="nofollow">http://www.veh-ev.info//pages/homepage-des-vereins-ehemaliger-heimkinder-e.v.-veh-e.v/boykott-fondsverteilung-ehemalige-heimkinder.php</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Missbrauchsopfer? – Selbst Schuld! </title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/12/30/missbrauchsopfer-%e2%80%93-selbst-schuld%e2%80%a8/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 19:20:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Wissenschaft/Forschung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=11793</guid>
		<description><![CDATA[Aus: Sexuologie, 18 (2011) 3-4 (S. 193-200) (ISSN 0944-7105) Missbrauchsopfer? – Selbst Schuld!  Zu Risiken und Nebenwirkungen von Psychotherapie von Klaus Schlagmann Victim of abuse? – It’s your fault!  Om risks and side effects of psychotherapy Abstract: Some therapies for those who have experienced sexualized violence in childhood or youth lead to a sort of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus: Sexuologie, 18 (2011) 3-4 (S. 193-200) (ISSN 0944-7105)</p>
<p><strong>Missbrauchsopfer? – Selbst Schuld! </strong></p>
<p><strong>Zu Risiken und Nebenwirkungen von Psychotherapie</strong></p>
<p>von Klaus Schlagmann<strong><span id="more-11793"></span></strong></p>
<p><strong>Victim of abuse? – It’s your fault!</strong><br />
<strong> Om risks and side effects of psychotherapy</strong></p>
<p><strong>Abstract:</strong><br />
Some therapies for those who have experienced sexualized violence in childhood or youth lead to a sort of accusation of the victims. On the basis of case studies the suspicionb shall be formulated that this approach has deleterious effects. The origin of this approach is analyzed. It is shown that it exists still today. I want to campaign for a debate on this approach and for its firm repudiation.<br />
<strong><br />
Keywords:</strong> Accusation of victims, sexualized violence, theory of trauma, theory of drive, Oedipus complex</p>
<p><strong>Zusammenfassung:</strong><br />
Manche Therapie für diejenigen, die in Kindheit oder Jugend sexualisierte Gewalt erlebt haben, mündet in eine Art Opfer-Beschuldigung. Anhand von Fallbeispielen soll der Verdacht formuliert werden, dass dieses Herangehen schädliche Wirkung entfaltet. Der Ursprung dieses Ansatzes wird erläutert. Hinweise auf sein Überleben bis in heutige Tage sollen belegt werden. Es wird für eine gründliche Auseinandersetzung mit diesem Ansatz und eine dezidierte Zurückweisung geworben.<br />
<strong><br />
Schlüsselwörter:</strong> Opferbeschuldigung, Sexualisierte Gewalt, Trauma-Theorie, Trieb-Theorie, Ödipuskomplex</p>
<p><strong>Fallbeispiele</strong></p>
<p><strong>Fallbeispiel 1</strong></p>
<p>Eine 13-Jährige wird von 3 Mitschülern vergewaltigt. In der Familie wird ihr zwar das Geschehen geglaubt, es wird aber von der Mutter kommentiert mit: „Mit dir hat man ja nichts als Ärger!“ Sie spürt, dass die Mutter keine Unannehmlichkeit auf sich nehmen wird, um sie zu schützen. In der Kleinstadt gibt es nur ein Gymnasium; ein Schulwechsel würde Aufwand bedeuten. So nimmt sie die Sache selbst in die Hand. Sie wird so aufsässig, dass sie der Schule verwiesen wird – ein markanter Meilenstein in der Lebensgeschichte. Sie schützt sich auf diese Weise zwar vor dem weiteren Kontakt mit den Tätern. Aber die Erinnerung an die erlebte Gewalt begleitet sie noch über Jahre hinweg bis in ihre Träume hinein. Dann entschließt sie sich 2004 zu einer Therapie.</p>
<p>Der Therapeut erklärt ihr, dass er für das zeitaufwendige Erstellen des Antrags mehrere nicht gehaltene Therapie-Sitzungen auf die Private Rechnung setzen wird. (Der für die Antragstellung zu liquidierende Betrag sei nicht angemessen vergütet.) Nach dieser Vorarbeit erzählt sie von der Vergewaltigung. Seine Rückfrage: „Und? Warum haben Sie das nicht verhindert?“ Sie: „Wie meinen Sie das?“ Er: „Sie wissen schon, wie ich das meine!“</p>
<p>Sie geht kein weiteres Mal zu diesem „Therapeuten“, traut sich aber zunächst auch nicht, ihr Problem andernorts anzusprechen, leidet weiter unter Schlafstörungen, entwickelt Medikamentenmissbrauch, gerät – durch die illegale Beschaffung – am Ende in die Privatinsolvenz, aus der sie sich im Moment wieder herausarbeitet.</p>
<p><strong>Fallbeispiel 2</strong></p>
<p>Eine 13-jährige wird von einem 27-jährigen Mann an sich gepresst und in seinem ansonsten menschenleeren Büro gegen ihren Willen auf den Mund geküsst. Sie spürt den Druck des erigierten Penis an ihrem Körper. Da reißt sie sich los und rennt weg. Weil die Ehefrau des Mannes ein offensichtliches Verhältnis mit dem Vater des Mädchens unterhält, wird der fortgesetzte Übergriff durch die umstehenden Erwachsenen ignoriert. So auch, als der Mann zwei Jahre später der 15-Jährigen einen „Liebesantrag“ macht, den sie mit einer Ohrfeige quittiert. Sie erzählt es ein paar Tage später ihrer Mutter. Die Eltern stellen den Mann zur Rede, der alles abstreitet. Die Eltern glauben ihm. Im weiteren Verlauf wird die Jugendliche immer wieder sich selbst überlassen, gerät dabei in ihrer Verzweiflung an den Rand eines Suizids.</p>
<p>Mit 18 Jahren beginnt sie eine Therapie. Dort fühlt sie sich zunächst wohl, weil ihr geglaubt wird. Der Therapeut lässt sich detailliert die Übergriffe schildern und hört aufmerksam zu. Aber seine Bewertungen der Situationen wirken auf die Klientin – wie auch auf mich – äußerst seltsam. In seinem Therapiebericht heißt es: Dass sie als 13-Jährige sich aus der stürmischen Umarmung des Freundes ihres Vaters losreiße, zeige, dass sie hier bereits „ganz und voll hysterisch“ sei. „Anstatt einer genitalen Erregung, die bei einem gesunden Mädchen unter solchen Umständen gewiß nicht gefehlt hätte, stellte sich bei ihr … der Ekel [ein]“. Der Therapeut kennt zufällig den Freund des Vaters, den er – fast entschuldigend – so beschreibt: „ein noch jugendlicher Mann von einnehmendem Äußeren“. Als dürfe es keinen Grund geben, dass eine 13-Jährige vor den ungebetenen Küssen eines 27-jährigen verheirateten Mannes von „einnehmendem Äußeren“ Reißaus nimmt. Zu der Reaktion der 15-Jährigen auf den Liebesantrag heißt es: „Dass sie von dem Vorfall ihre Eltern in Kenntnis gesetzt hatte, legte ich so aus, dass sie dabei unter dem Einfluss krankhafter Rachsucht stand. Ein normales Mädchen wird, so meine ich, allein mit solchen Angelegenheiten fertig.“</p>
<p>Der Therapeut erkennt also „gesunde Mädchen“ daran, dass sie in der Situation eines sexualisierten Übergriffs ihre sexuelle Erregung genießen und die Situation vor ihren Eltern geheim halten. Der Therapeut sieht die eigentliche Ursache der psychischen Probleme der jungen Frau, wie er aus ihren Erzählungen und Träumen deutet, in einem starken Drang zu Homosexualität und Selbstbefriedigung, vor allem in inzestuösen Wünschen gegenüber ihrem Vater. Schließlich sei sie (unbewusst) auch in den Freund ihres Vaters verliebt, den sie – so die Unterstellung – ja doch am liebsten geheiratet hätte. Dass die Betroffene all diesen Unterstellungen widerspricht, zeige ihren Widerstand, womit sie beweise, dass der Therapeut genau ins Schwarze getroffen habe. Nach knapp 10 Wochen beendet die Betroffene von heute auf morgen – völlig zu Recht! – diese „Therapie“ – und ist wieder ganz sich selbst überlassen.</p>
<p><strong>Fallbeispiel 3</strong></p>
<p>Eine Grundschülerin von unter 10 Jahren wird von ihrem Vaters sexualisierter Gewalt ausgesetzt. In dem Therapiebericht heißt es, sie habe diese Situation „in typischer Weise … als einen sexuell erregenden Triumph über ihre Mutter“ erlebt; sie müsse „ihre Schuld tolerieren“. Der „Erfolg“ der Behandlung: „Sie erlangte so die Fähigkeit, sich mit dem Täter zu identifizieren, nämlich mit der sexuellen Erregung des sadistischen, inzestuösen Vaters, und so wurde es ihr auch möglich, den Haß gegen den Vater mit dem Verstehen seines sexuellen und ihres sexuellen Verhaltens zu verbinden. Zum ersten Man in ihrem Leben war sie fähig, einen Orgasmus im sexuellen Verkehr mit ihrem sadistischen Freund zu erleben.“</p>
<p>Der Autor dieser Thesen erwartet auch ganz prinzipiell, dass Gewaltopfer – um Heilung zu erlangen – sich mit ihren Peinigern „identifizieren“ können. Um dies zu erleichtern, müssten auch Therapeuten in der Lage sein, sich „mit dem Kommandanten des Konzentrationslagers, mit dem Folterer  in der Diktatur, mit dem inzestuösen Vater, mit der sadistischen Mutter identifizieren können. Wir müssen so auch die Lust verspüren am Zerstören, die Lust eine Brandbombe zu werfen, die Lust, sadistische Aggressionen zu verspüren, denn die Bereitschaft dafür haben wir alle in unserem Unbewussten.“ Dagegen ist „Mitleid [mit den Klienten; K.S.] eine sublimierte Aggression“. Deshalb die Empfehlung für die Therapie: „Wir [Psychotherapeuten; K.S.] müssen daher versuchen … den Patienten, die uns fragen ‚Glauben Sie mir nicht? Sind Sie nicht meiner Meinung? War das nicht entsetzlich?’ zu erwidern: ‚Warum brauchen Sie meine Meinung, anstatt eine eigene zu haben?’“ In der (bis heute erhältlichen) Audio-Aufnahme des Vortrags mit diesen Thesen heißt es in Bezug auf die Patienten: „Wenn alles gut geht, dann gibt es Momente, in denen wir sie [die Patienten; K.S.] am liebsten aus dem Fenster werfen würden, besonders wenn unser Büro im 80. Stock liegt, und dann langsam und freudevoll lauschen, bis wir unten ein leises ‚Plopp’ hören.“ – Gelächter im Publikum – „Ich meine das ganz ernst!“ Das fürchte ich auch.</p>
<p><strong>Fallbeispiel 4</strong></p>
<p>Eine als Kind sexuell missbrauchte Frau mit Depressionen wird während der Behandlung in einer Klinik von ihrem Therapeuten sexuell missbraucht. Daraufhin bringt sie sich um. Ein Tagebuch, in dem sie den Missbrauch festgehalten hatte, gerät in die Hände einer Freundin. Diese zeigt daraufhin den Therapeuten und die Klinik an. Der Chef der Klinik äußert sich in einer späteren Publikation zu diesem Fall – nicht etwa unter der Rubrik „Schwere Therapeutenfehler“, sondern unter der Überschrift: „Transformation des Opfers in einen Täter“. Es wird dabei geschildert, wie die Patientin den Therapeuten verführte, der selbst an einer Störung gelitten habe. Dass sie in ihrer Verzweiflung über den erneuten Missbrauch sich umgebracht hatte, was dann – ohne, dass dies in ihrer Hand gelegen hätte, aber zweifellos völlig zu Recht! – zu einer Anklage geführt hatte, das wird als Aufhänger genommen, ihr die „Transformation in einen Täter“ anzudichten. Der abgedruckte Text wurde ursprünglich bei einer großen Psychotherapiefortbildung vorgetragen. (Auch hier ist die Audio-Aufnahme noch erhältlich.) Dort geht die Geschmacklosigkeit noch weiter: „Sie sehen, wie sie im Tode sich noch rr…[ächte?], wie sie Opfer und Täter zugleich wurde.“ Schamlos wird dem Opfer einer völlig verfehlten „Behandlung“ die Schuld in die Schuhe geschoben. Bei der Schilderung des Falles bringt der Referent sein Publikum zweimal zu heiterem Gelächter und am Ende – natürlich – zu begeistertem Applaus.</p>
<p><strong>Opferbeschuldigung als Psychotherapiestrategie?</strong></p>
<p>Um es in einem Vergleich zu sagen: Der Ansatz der vier geschilderten Fallbeispiele – bei den Opfern von Gewalt sich auf die Frage nach dem „eigenen Anteil“ zu konzentrieren – klingt für mich so, als ob die Polizei bei einem Verbrechen die Ermittlungen darauf konzentrieren würde herauszufinden, warum und mit welcher Absicht das Opfer am Tatort aufgetaucht war, darin den letzten Ursprung der Tathandlung zu sehen – und deshalb auch allein Anklage gegen das Opfer zu erheben.</p>
<p><strong>Fallbeispiel 1</strong> habe ich in meiner Praxis kennengelernt. <strong>Fallbeispiel 2</strong> ist eine der Ursprungsgeschichten, aus der diese Art von Therapie insgesamt erwachsen ist: Die Analyse von Ida Bauer, die Sigmund Freud im Jahr 1900 vollzogen, 1905 als das „Bruchstück einer Hysterieanalyse“ publiziert hat. [2005 – zum 100-jährigen Bestehen der Abhandlung – wurde das ganze Heft des „Psychoanalytic Inquiry“ mit Beiträgen gefüllt, die allesamt – mit milde kritisierenden Anmerkungen – den großen Wert von Freuds Analyse betonen und sie inhaltlich bestätigen (Freud and Dora, 2005)]. <strong>Fallbeispiel 3</strong> und <strong>Fallbeispiel 4</strong> stammen vom Nachfolger auf Freuds Thron, dem Präsidenten der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPA) für die Amtsperiode von 1997-2001, Otto F. Kernberg (Kernberg, 1997 &amp; 1999). Den Vortrag hat er 1997 bei einer der größten Psychotherapie-Fortbildungen im deutschsprachigen Raum vorgetragen, den Lindauer Psychotherapiewochen. Zwei Jahre später wurde er in einer von ihm mit herausgegebenen Zeitschrift (ganz leicht verändert) publiziert.</p>
<p>Wenn man diese – m.E. bizarren – Therapieansätze begreifen will, dann macht es Sinn, im wahrsten Sinne des Wortes „analytisch“ vorzugehen: „ana“ = u.a. „zurück, rückwärts“ und „lyein“ = „lösen“. Rückwärts gewandt möchte ich also versuchen, dieses Phänomen der Opferbeschuldigungs-Therapie – gerade in Fällen sexualisierter Gewalt – aufzulösen.</p>
<p><strong>Die Psychoanalyse Josef Breuers</strong></p>
<p><strong>Biografisches zu Bertha Pappenheim (= „Anna O.“)</strong></p>
<p>Bertha Pappenheim (Angaben hier nach Hirschmüller, 1978) wurde am 27.02.1859 als Kind sehr wohlhabender Eltern geboren. Die Eltern hatten 1848 geheiratet. Von den drei Geschwistern – Henriette (+10), Flora (+7) und Wilhelm (-1) – stirbt Flora bereits im Alter von zwei Jahren, fünf Jahre vor Berthas Geburt. Henriette stirbt mit achtzehn Jahren an der „galoppierenden Schwindsucht“ (Hirschmüller, 136) – als Bertha acht Jahre alt ist. Der einzige Sohn des Hauses hat eine bevorzugte Sonderstellung inne.</p>
<p>Berthas Vater (+35) ist ein sehr religiöser Mensch. Dem Vater zuliebe hält sich Bertha streng an die religiösen Vorschriften, denen sie selbst befremdet gegenübersteht. Die jüdische Religion verlangt beispielsweise die Unterweisung der Mädchen in genauen Küchenvorschriften (Speisegesetze, entsprechende Rezepte), ebenso die besondere Beachtung der Menstruationshygiene. Die Mutter (+29) wird als „tyrannisch“ und „sehr ernst“ geschildert; die Lustigkeit ihrer Tochter habe ihr nicht behagt.</p>
<p>Ab ihrem sechzehnten Lebensjahr wird Berthas Tätigkeit im Wesentlichen auf häusliche Dienste und stupide Geselligkeiten eingeengt. In späteren Jahren bedauert sie, dass sie an einem Mangel an „realistischer Bildung“ leide, und polemisiert heftig gegen das Leben einer Tochter aus höherem Stande (Hirschmüller, 137). Während sie selbst in ihrer geistigen Entwicklung gebremst wird, stehen ihrem um ein Jahr jüngeren Bruder alle Wege offen. Dieser darf sich auch der Schwester gegenüber ungestraft tyrannisch und gewalttätig verhalten. Eigene Aggressionen, wie auch erotische Wünsche, muss Bertha als junge Frau generell unterdrücken. Zeitweilig ist ihre Tätigkeit in starkem Maß auf die Pflege ihres schwer erkrankten Vaters beschränkt. Vor allem in dieser Zeit wird ihr die Lust an Theater, Tanz und Spaß systematisch verdorben. Schließlich wird sie sogar von der Mutter über den drastisch verschlechterten Gesundheitszustand des Vaters belogen und um den Abschied von ihm am Totenbett regelrecht betrogen.</p>
<p>Vorweggenommen sei, dass Bertha Pappenheim in ihrem späteren Leben – sicherlich aufgrund der einfühlsamen Therapie von Josef Breuer – eine herausragend engagierte Kämpferin für die Rechte von Frauen und mutige Beschützerin von Opfern des Mädchenhandels gewesen ist.</p>
<p><strong>Berthas Symptome und ihre Ätiologie</strong></p>
<p>Die permanente Einengung, Unterdrückung, Missachtung und Entwertung führen bei Bertha zu einer Fülle psychosomatischer Reaktionen – die im damaligen Sprachgebrauch „Hysterie“ genannt werden. Der 1880 erstmals hinzugerufene Arzt Josef Breuer beschäftigt sich intensiv und einfühlsam mit der 21-jährigen Frau. Für ihn haben die genannten Lebensbedingungen „traumatischen“ Charakter. Sie überfordern Bertha, führen bei ihr zu nachhaltiger Verwirrung und innerer Anspannung. Sie wird hin und her gerissen zwischen den einerseits in sich verspürten gesunden Impulsen nach Bildung, Selbstbehauptung, Lebensfreude und Offenheit beziehungsweise Gegenwehr gegen ihre Unterdrückung und Entwertung, und den andererseits an sie gerichteten Erwartungen, sich wie eine wohl erzogene junge Frau jüdischen Glaubens zu benehmen. In diesen Momenten unerträglichen inneren Zwiespalts gewöhnt sie sich an, Tagträume zu entwickeln, ihr „Privattheater“ aufzusuchen, wie sie es nennt – also gewissermaßen geistig die Flucht anzutreten. Es ist eine Art Trance-Zustand, von Breuer auch Hypnoid-Zustand genannt, weil mit der Situation einer hypnotisierten Person vergleichbar. In Trance lassen sich die realen, kränkenden Szenen ausblenden – so, wie sich unter Hypnose zum Beispiel Schmerzen bei einer Zahnbehandlung kontrollieren lassen.</p>
<p>Allerdings ergibt sich aus dieser Trance eventuell auch ein Problem: Seelische oder körperliche Symptome, die in solchen Situationen vorhanden sind, können mit einzelnen Elementen der Situation hartnäckig verbunden bleiben. Berühmt ist das Beispiel, dass Bertha in der Nachtwache bei ihrem Vater eingeschlafen ist, sie im Halbschlaf in einem Schatten eine Schlange imaginiert, die den Vater bedroht, und als sie diese abzuwehren versucht, den Arm nicht bewegen kann, der durch eine Drucklähmung unbeweglich geworden war. Seither lösen schlangenähnliche Gegenstände wie z.B. Schnüre (konditionierter Reiz) eine Lähmung des Armes (konditionierte Reaktion) aus.</p>
<p>Wenn Bertha also durch entsprechende Hinweisreize an eine problematische Situation erinnert wird, treten dann auch automatisch – wie im Reflex – die mit der Situation verbundenen Symptome wieder auf. Die Symptome schaffen eine Möglichkeit, die Spannung abzuführen, die in der Ursprungssituation entstanden ist. Entstanden ist diese Spannung, weil die für die Situation eigentlich angemessenen Gefühle nicht ausgedrückt werden konnten. (In der Situation der Nachtwache war sie im Zustand des Halbschlafes nicht fähig, irgendein Wort hervorzubringen, um ihrer Angst Ausdruck zu geben.) albschlafes HaHBei einem Hinweisreiz auf die Ursprungssituation wird – statt des eigentlich angemessenen Gefühls, das weiter unausgelebt bleibt – die konditionierte psychische bzw. psychosomatische (= „hysterische“) Reaktion ausgelöst. Breuer beschreibt hier einen Mechanismus, den später Pawlow an Hunden beobachtet und als ‚klassisches Konditionieren’ bekannt gemacht hat.</p>
<p><strong>Breuers Therapie – und „König Ödipus“</strong></p>
<p>Breuer hilft seiner Patientin, sich unter Hypnose die einzelnen traumatisch erlebten Situationen erneut bewusst zu machen. Ihre Empfindungen bringt sie zunächst in Trance, beim Erzählen von selbst erfundenen Geschichten zum Ausdruck, benennt dabei offen die mit den traumatischen Situationen verbundenen Gefühle. „Katharsis“ – ein von Aristoteles in die Theorie über die Wirkung der Tragödie eingeführtzes Konzept, das den erleichternden Ausdruck von Gefühlen meint – ist der von Breuer gewählte Begriff für diesen Ansatz.</p>
<p>Es ist auch Breuer selbst, der dieses Verfahren „Psychoanalyse“ nennt – unter Rückgriff auf die o.g. Wortbedeutung von „analysieren“ = „rückwärts gewandt auflösen“. Er lehnt sich dabei an das Drama „König Ödipus“ von Sophokles an: Schiller bezeichnet das Stück ca. 100 Jahre zuvor in einem Brief an Goethe als „tragische Analysis“. Das Stück bietet tatsächlich ein Musterbeispiel für eine rückschauende Auflösung: Um die rätselhafte Pest in Theben zu überwinden, muss Ödipus die Wahrheit über den Tod seines Vorgängers ans Licht bringen. Er entdeckt dabei am Ende des Stückes letztlich sein eigenes Trauma, seine brutale Aussetzung mit durchstochenen Fersen. Der Clou der Geschichte: Ödipus ist zuvor über den Urheber der Tat belogen worden. Seine Gattin (die auch seine Mutter ist) hatte zuerst davon gesprochen, dass ihr erster Mann ein Kind – nämlich Ödipus – auf diese Weise hatte weggeben lassen. Am Ende – als Ödipus zu seinem Entsetzen aufgeklärt ist, dass er selbst dieses misshandelte und ausgesetzte Kind ist – berichtet ein neutraler Kronzeuge, dass Iokaste selbst für die Misshandlung und Aussetzung des Kindes verantwortlich war (in Kurzform: Schlagmann, 2010; ausführlich: Schlagmann, 2005). Damit enträtselt Ödipus zugleich die Verantwortung seiner Mutter (und Gattin) Iokaste für den Tod seines Vaters: Weil sie durch die Aussetzung Sohn und Vater einander entfremdet hatte, konnte es überhaupt erst zu dem späteren tödlichen Vater-Sohn-Konflikt kommen, bei dem sich Ödipus in Notwehr geschützt hatte. Iokaste entzieht sich der Todesstrafe, die das Orakel gefordert hatte, durch Suizid. Ödipus hätte seine Mutter eigenhändig umgebracht, wäre sie ihm nicht zuvorgekommen. Er gerät nun in einen (vorübergehenden) Zustand von Verwirrung und beschuldigt sich (zu Unrecht) selbst der Tat.</p>
<p>Die Schilderung der sensiblen und klugen Behandlung Bertha Pappenheims (unter dem Pseudonym „Anna O.“), bei der Breuer gemeinsam mit seiner Patientin – wie Ödipus – aus der Rückschau die Wahrheitsfindung betreibt und damit die Heilung der Patientin bewirkt. bildet den Mittelpunkt der mit Freud publizierten „Studien über Hysterie“ (1895).</p>
<p><strong>Freuds Betrug</strong></p>
<p><strong>Die Freundschaft mit Wilhelm Fließ</strong></p>
<p>Der Professor für Psychoanalytische Studien am California Institute of Technology bzw. der Gründungs-Präsident des Institute of Contemporary Psychoanalysis, Louis Breger (2009), legt dar, dass Sigmund Freud seinen Mentor Josef Breuer betrügt. Dieser Betrug werde offensichtlich in der gemeinsamen Publikation der „Studien über Hysterie“ von 1895, er beginnt jedoch schon zwei bis drei Jahre zuvor. Freud ist zunächst noch ganz an Breuers Modell angelehnt und spürt bei seinen Klienten Traumatisierungen auf. Unter Einbezug aller Fall-Skizzen in den „Studien“ ist bei den insgesamt sechzehn Fällen durchaus sexualisierte Gewalt beschrieben, jedoch liegt in keinem Fall ein Konflikt zwischen einem sexuellen Bedürfnis und dessen Bewusst-Werden vor. Stattdessen treten jeweils Erfahrungen von Traumatisierung, Unterdrückung, Überforderung und Verlust überdeutlich zu Tage. Trotzdem konzentriert sich Freud auf einen sexuellen Konflikt und dessen angeblicher Verdrängung.</p>
<p>Breger sucht die Erklärung für diese Entwicklung bei Wilhelm Fließ, der sich mit kurzlebigen, abenteuerlichen Theorien zu Wort gemeldet hat. Fließ behauptet z.B. einen engen Zusammenhang zwischen Nase und Geschlechtsorgan. Und er postuliert weibliche und männliche Perioden (von 28 bzw. 23 Tagen) als Erklärung für diverse Lebensereignisse. Fließ sei einer der typischen medizinischen Quacksalber, die – aus Bedürfnis nach Ruhm – totalistische Theorien und Behandlungsmethoden kreieren. Freud nimmt den Verfasser des „mysthischen Unsinns“ gegen Kritik in Schutz. Fließ ist der zentrale Partner, mit dem Freud sich brieflich zur Entwicklung seiner „Psychoanalyse“ austauscht; der „theoretischen Imperialismus“ von Fließ habe ihn wohl mehr angesprochen, als der bescheidene Breuer, habe seine Hoffnungen auf grandiose Leistungen beflügelt. Mit Fließ, der sehr fixiert scheint auf sexuelle Themen, intensiviert Freud ab 1892 seinen Austausch, geht zu einem vertrauten „Du“ über, und entwickelt zusammen mit ihm zunehmend seltsame Vorstellungen vom Wirken sexueller Impulse (Masson, 1986). Beide Kollegen betreiben über Jahre hinweg eine Kokainisierung der Nase, was ihnen jeweils zu ganz besonderer Leistungsfähigkeit verhilft.</p>
<p><strong>Sexualität – die Ursache allen Übels</strong></p>
<p>Freud plädiert in dem von ihm verfassten Schlusskapitel der „Studien“ (1895) – grob verallgemeinernd – einzig und allein die Erfahrung sexualisierter Gewalt in der Kindheit als Auslöser der sog. „Hysterie“ an. Einige Monate lang – von Ende 1896 bis September 1897 – konzentriert er sich sogar einzig und allein auf eine väterliche Vergewaltigung als Ursprung jeder „Hysterie“. Man stelle sich vor: Jeden psychosomatischen Kopf- oder Magenschmerz, jeden Anfall von Herzrasen führt Freud – auch bei sich selbst und bei seinen Geschwistern – pauschal auf eine Vergewaltigung durch den Vater im Alter von 2-8 Jahren zurück, sofern sie verdrängt ist. („Leider ist mein eigener Vater einer von den Perversen gewesen[…]“ – textet er in einem Brief an Fließ am 8. Februar 1897, ca. 4 Monate nach dem Tod des Vaters; vgl. Masson, 1986, 245.) Seine „Therapie“ läuft darauf hinaus, die Betroffenen zum Bekennen dieser Vorgänge zu drängen.</p>
<p>Dann beschleichen ihn aber selbst Zweifel, auch manche Patienten machen diese Prozedur nicht mit, und er behauptet – was m.E. natürlich noch viel weniger der Wahrheit entspricht – ab September 1897 geradezu das Gegenteil (Schlagmann, 2005, 466 ff): Verdrängte „Perversionskeime“ seien (bei seinen Patienten, wie bei ihm selbst) für hysterische Symptome verantwortlich. An vorderster Stelle der angebliche Inzestwunsch gegenüber den Eltern, der berühmte Ödipuskomplex.<br />
Eigentlich müsste er ab dieser Zeit seiner eigenen früheren Position vehement widersprechen. Tut er aber nicht. Im „Bruchstück einer Hysterieanalyse“ (1905) behauptet er eine Kontinuität seiner Gedankengänge über die Jahre hinweg. Ja, es geht immer um Sexualität. Ja, es geht immer um Vorgänge aus der Zeit zwischen dem 2. und dem 8. Lebensjahr. Ja es geht immer um inzestuöse Szenen. Ja, es kommt nur zu psychosomatischen Reaktionen, sofern diese Ereignisse sich im Zustand der Verdrängung befinden. Nur eine kleine, winzige Änderung: Nein, die Szenen haben nicht real stattgefunden, sondern nur in der Phantasie der Betroffenen.  Ab diesem Zeitpunkt will Freud in seiner Therapie nicht mehr die Erfahrung von sexualisierter Gewalt geschildert bekommen, sondern er drängt die Betroffenen – wie bei Ida Bauer (Fallbeispiel 2) – ihre sexuellen „Perversionen“ zu bekennen. Neben den inzestuösen bzw. mörderischen Strebungen gegenüber den Eltern zählen zu den erwarteten Standard-Perversionen die Homosexualität und die Masturbation.</p>
<p>Anstatt, wie Breuer, Verständnis für die reale Not seiner Patienten zu haben, beschuldigt Freud sie von nun an frühkindlicher, angeblich „unbewusster“ Triebe. Den Begriff „Psychoanalyse“ behält er für diese Prozedur bei. Den zuvor noch als „Trauma“ gewerteten sexuellen Missbrauch verharmlost er fortan als „Verführung“. (Die angeborene Perversionsneigung bedarf ja nur einer kleinen „Verführung“, u,m manifest zu werden.)</p>
<p>Die „sexuelle Ätiologie“ dehnt Freud auf alle Neurosen aus (1898/1952, 491): „Durch eingehende Untersuchungen bin ich in den letzten Jahren zur Erkenntnis gelangt, dass Momente aus dem Sexualleben die nächsten und praktisch bedeutsamsten Ursachen eines jeden Falles von neurotischer Erkrankung darstellen.“ Eventuell werden die Standard-Deutungen von Homosexualität, Masturbation und Inzest erweitert durch Verweise auf Sadismus und Masochismus, Exhibitionismus und Voyeurismus, Analität oder enuretische Kondition, Coitus interrruptus oder Ejaculatio praecox. Selbst das Benützen von Kondomen scheint nach Freud (im Jahr 1893) Neurosen zu fördern (Masson, 1986, 29 f). Und es wird „von stark [zur Neurasthenie; K.S.] Disponierten oder fortdauernd Neurasthenischen […] bereits der normale Koitus nicht vertragen.“ Also führt Sex in jeder Form zu irgendeiner Störung. Am 01. Juni 1910 gibt Freud in einer Debatte der Mittwoch-Gesellschaft (Nunberg u.a., 1977, 519) zum Besten: Sexualität gehöre „zu den gefährlichsten Betätigungen des Individuums“.</p>
<p><strong>Eine Kette von Wirklichkeitsverkennungen</strong></p>
<p>Diese Position reiht sich ein in eine ganze Reihe merkwürdiger Realitätsverkennungen bei Freud. Nicht nur Neurosen, sondern auch Verbrecher oder bestimmte BErufe, Künstler und Kunstwerke werden – ziemlich pauschal und wenig tiefgehend – jeweils mit (unterstellten) sexuellen Besonderheiten in Verbindung gebracht. Das ausführlichste Beispiel Freuds in Bezug auf Literatur: In drei Briefen an Wilhelm Jensen bittet Freud – nach Publikation seiner Abhandlung über dessen Novelle „Gradiva“ (Freud, 1907/1912) – den Dichter um die Gnade, Auskünfte über den Hintergrund seines Schreibens und sein Privatleben zu bekommen. Freuds Briefe wurden erst kürzlich von den Erben entdeckt und mir zur Publikation anvertraut (Schlagmann, i.V.). Jensen gibt bereitwillig Auskunft. Freuds Hirngespinst, der Dichter sei wohl in eine Schwester verliebt gewesen, die mit einem Spitzfuß körperlich behindert gewesen sei, sackt in sich zusammen: Der uneheliche, als 3-Jähriger an eine kinderlose, unverheiratete Pflegemutter übergebene Jensen hatte keine Blutsverwandte um sich. Über deren mutmaßliche Gehbehinderung lässt er sich also nicht weiter aus. Freud ist daraufhin beleidigt. In einem Brief an C.G. Jung klagt er, dass Jensen nichts zur Hauptfrage – der Gehbehinderung – gesagt habe (McGuire u.a., 1974, 116). Und er unterstellt dem Dichter – ein Jahr nach seinem Tod – in der zweiten Auflage seiner Abhandlung, er habe die Mitwirkung an der psychoanalytischen Deutung seiner Novelle versagt (Freud, 1912, 86). In meinem o.g. Beitrag (i.V.) habe ich eine ganze Kette weiterer Wirklichkeitsverkennungen Freuds skizziert.</p>
<p><strong>Emma Eckstein</strong></p>
<p>Ein weiteres Beispiel sei hier kurz angeführt: Freud weiß (Freud, 1905/1993, 78): „Es ist bekannt, wie häufig Magenschmerzen gerade bei Masturbanten auftreten.“ So sieht es auch sein Freund Wilhelm Fließ (Fließ 1902, zit. n. Masson, 1995, 117 f): „Von den Schmerzen ex onanismo möchte ich einen wegen seiner Wichtigkeit besonders hervorheben: den neuralgischen Magenschmerz.“ Nach Fließ hängt die Nase eng mit dem Geschlechtsorgan zusammen; Masturbation habe „eine sehr charakteristische Schwellung und neuralgische Empfindlichkeit der nasalen Genitalstelle“ zur Folge. Sein Rezept bei Magenschmerzen: „Exstirpiert man gründlich diese Partie der linken mittleren [Nasen‑]Muschel, was leicht mit einer geeigneten Knochenzange ausgeführt wird, so schafft man den Magenschmerz dauernd fort.“ Bei Emma Eckstein, die Freud als Patientin mit Magenschmerzen im Jahr 1895 an Fließ vermittelt, verletzt Fließ bei seiner „Operation“ ein größeres Gefäß. Wohl aus Schreck über das angerichtete Unheil, verstopft er die Wunde notdürftig mit Gaze und reist nach Berlin ab. Emma Eckstein steht für Wochen auf der Kippe zwischen Leben und Tod, als ein Arzt die zunächst unentdeckte Gaze aus der eiternden Wunde entfernt und die Blutung immer wieder aufbricht. Ihr muss am Ende ein Teil des Gesichtsknochens weggemeißelt werden, um die Blutung stoppen zu können (Masson, 1995, 111). Freud dagegen: „Eine Entstellung bleibt ihr natürlich erspart.“ (Masson, 1986, 122) Freud beruhigt über fast zwei Jahre hinweg seinen Freund, die Blutungen seien „hysterische“ gewesen, „wahrscheinlich zu Sexualterminen“ (ebd., 193). „[D]aß es Wunschblutungen waren, ist unzweifelhaft“ (ebd., 202) (4. Juni 1896). Freud lernt in diesem Fall, wie leicht es ist, der Phantasie eines Betroffenen die Verantwortung für ein verletzendes Geschehen zuzuschreiben.</p>
<p><strong>Unwahre Phantasie vs. verdrängte Wahrheit</strong></p>
<p>In Freuds Vorstellung geht es reichlich paradox zu. Sofern Menschen ihm nach dem September 1897 Erinnerungen an reale Gewalterfahrungen schildern, geht er davon aus, dass die Erinnerungen eigentlich nur der Phantasie, dem Wunsch der Betroffenen entsprungen sein können. Wenn die Betroffenen dann jedoch bestreiten, dass sie die eine oder andere „perverse“ Phantasie in sich verspürt haben, dann wird argumentiert, hier werde etwas verdrängt. Die erinnerte Realität ist also unwahre Phantasie, die nicht erinnerte Phantasie ist verdrängte Realität. Dieses merkwürdige Verwirrspiel setzt sich fort bis in die heutigen Tage.</p>
<p><strong>Eine Studie aus neuerer Zeit</strong></p>
<p>Im Jahr 1999 hatte ich an einer Delphi-Studie der Universität Saarbrücken zum Thema „Trauma und Erinnerung“ teilgenommen, ein DFG-Projekt unter der Leitung von Prof. Krause; Anke Kirsch hat mit der Durchführung der Studie ihre Dissertation abgelegt. „Experten“ (91 überwiegend psychologische oder ärztliche Psychotherapeuten der unterschiedlichsten Therapierichtungen) sollten berichten, wie sie die Erzählung Betroffener von (angeblichem) sexuellen Missbrauch als Phantasie erkennen. Hier einige Ergebnisse (Kirsch, 1999 a, 31):</p>
<p>„Die folgenden Statements beziehen sich auf Kriterien, die von Ther. als Hinweise für retrospektive Phantasien angesehen werden. Die Statements waren nach dem Ausmaß der Zustimmung zu gewichten.  …</p>
<p>20.4: Die Schuldfrage wird eher externalisiert und bei dem/der Täter/in gesucht.</p>
<p>04,7 % stimme gar nicht zu   29,7% stimme überwiegend nicht zu   51,6% stimme im wesentlichen zu 14,1% stimme völlig zu</p>
<p>20.5 Die Pat. gehen mit einer größeren Überzeugung und Sicherheit davon aus, dass eine sexuelle Traumatisierung stattgefunden haben müßte.</p>
<p>04,9 % stimme gar nicht zu   31,1% stimme überwiegend nicht zu   50,8% stimme im wesentlichen zu    13,1% stimme völlig zu“</p>
<p>65,7 % bzw. 63,9 % der 91 „Experten“ ordnen die ihnen geschilderten Traumatisierungen eher einer „retrospektiven Phantasie“ zu, weil die Betroffenen dies ohne eigenes Schuldbewusstsein und mit sicherer Erinnerung berichten. Nur winzige 4,7 % bzw. 4,9 % lehnen eine solche Schussfolgerung deutlich und entschieden ab.</p>
<p>Zu einigen der zweigeteilten Statements konnte ich keine eindeutige Antwort ankreuzen, z.B. zu Frage 2.5 (a.a.O., 13): „Aufgabe der Psychotherapie ist nicht nur zu schauen, wie ist das erlebt worden und was haben die Pat. für Phantasien dazu, sondern auch zu schauen, was hat das für einen Realitätsgehalt.“ Es ist m.E. für die Therapie von Opfern sexualisierter Gewalt ziemlich irrelevant, wenn nicht gar schädlich, Betroffene zu fragen, was für „Phantasien“ ihnen zu dieser Situation durch den Kopf gingen. Diesem Teil des Statements stimme ich überhaupt nicht zu. Dem anderen Teil dagegen, „zu schauen, was hat das für einen Realitätsgehalt“, stimme ich vollkommen zu, denn es zeugt von einem Interesse an der Wirklichkeit der Betroffenen. Oder bei Frage 2.7 (ebd.): „Zwar spielen in der Psychotherapie die Phantasien eine ganz wichtige Rolle, aber für das Gelingen einer Therapie ist auch die Rekonstruktion der Wahrheit wichtig.“ Dass „die Phantasien“ (offenbar im Sinne von Einbildungen) in der Psychotherapie von Opfern sexualisierter Gewalt eine wichtige Rolle spielen, dem stimme ich überhaupt nicht zu. Dass die Rekonstruktion der Wahrheit wichtig ist, halte ich dagegen für ein zentrales Moment der Therapie.</p>
<p>Bei der Studie wurden drei Antworten ausgeschlossen. Meine Antwort gehörte offenbar dazu, denn kein einziges Statement der Studie wird zu weniger als 100% beantwortet. Auf meine Anfrage, was mit meinem Beitrag zur „Studie“ geschehen sei, bekam ich von Anke Kirsch nur eine ausweichende Antwort.</p>
<p>Es wird durch die „Studie“ also mit manipulativen Fragen das Bild einer Wirklichkeit zurechtgezwängt, das dem alten Vorurteil Freuds weiter Rechnung trägt. Wenn Gewaltopfer nicht bei sich selbst die Schuld suchen, dann machen sie sich verdächtig zu phantasieren. Ebenso, wenn sie sich klar ihrer Geschichte erinnern.</p>
<p>Kirsch steuert übrigens für dasselbe Heft, in dem Herr Kernberg 1999 seine Thesen publiziert, einen Artikel bei (1999 b). Ebenso getan hat das ihr Doktorvater Krause, der Kernberg als seinen Freund bezeichnet, und der – umgekehrt – von Kernberg in der Audio-Fassung seines Vortrags namentlich begrüßt wird. Die beiden Saarbrücker Autoren lassen ihre Zweifel an dem Wert der Erinnerungen Betroffener zum Ausdruck kommen.</p>
<p>Damit feiert die Freudsche Haltung eine Bekräftigung: Zunächst einmal werden berichtete Traumatisierungen bezweifelt. Dann, wenn sie nicht mehr von der Hand zu weisen sind, wird behauptet, die Betroffenen hätten vor allem deswegen eine Störung davon getragen, weil ihre eigenen perversen Impulse wachgerufen worden seien.</p>
<p>An verschiedenen Stellen habe ich innerhalb meiner Fachgruppe versucht, eine Diskussion über z.B. Kernbergs Thesen zu initiieren (Schlagmann, 2007, 2009; Webseite http://www.oedipus-online.de). Die Heftigkeit und die starke Emotionalität, mit der dieses Ansinnen z.T. zurückgewiesen wird, sind wohl bezeichnend.</p>
<p><strong>Missbrauchsopfer sind Lügner</strong></p>
<p>Noch in jüngster Zeit gibt es fatale Aussagen zur Lügenhaftigkeit von Opfern sexualisierter Gewalt. So antwortet Jörg Fegert in einem Interview (für die Jugendseite der Südwest Presse,  Ausgabe vom 02.11.2010) auf die Frage: „Wann wird Lügen krankhaft?“: „Es gibt Menschen, die fast in jeder Lebenssituation lügen. Sie haben häufig jahrelange Misshandlung oder sexuellen Missbrauch erlebt und mussten lügen und vertuschen. Wenn wir solche Kinder oder Jugendliche auf Station haben, erwecken sie erst ein enormes Mitleid in der Gruppe, dann spaltet sich die Stimmung aber und am Schluss mag sie keiner. Hinzu kommt, dass man ihnen auch tatsächliche Erlebnisse nicht mehr glaubt.“ Auf den heftigen Protest von Betroffenen revidierte Fegert seine Aussage und entschuldigte sich damit, dass er ursprünglich an das „seltene Krankheitsbild der Pseudologia Phantastica“ gedacht habe; „Patientinnen und Patienten mit dieser Störung … [sind] eben nicht primär narzisstische Aufschneider, sondern in den Fällen, die ich behandelt habe, Kinder, welche reale Misshandlungs- und Missbrauchserfahrungen über Jahre hatten, aber auch von ihrem Umfeld immer wieder zu Ausreden und Lügen angehalten wurden, und die dann eine solche Störung entwickelt hatten, die dazu führte, dass niemand ihnen Glauben schenkt. Da dieses Krankheitsbild eine spezielle Störung ist, die nur sehr wenige Menschen aufweisen, steht sie mit der Vielzahl der Missbrauchsopfer nicht in Zusammenhang.“</p>
<p>Ein Spezialist für „Pseudologia Phantastica“ bin ich nicht. Bei einem kurzen Stöbern im Internet habe ich jedoch bei diversen Fachbeiträgen immer nur eines gefunden: Die Ätiologie dieser Störung sei völlig unklar. Insofern hat Fegert also entweder eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, oder aber das Ausweichen auf ein sehr spezielles Gebiet soll dazu dienen, den argumentativen Skandal abzubiegen und die Verfolger abzuschütteln. Mir scheint das Letztere der Fall zu sein.</p>
<p>Gerade weil es – wie hier dargestellt – eine unrühmliche Tradition in der Psychotherapie-Szene gibt, die Opfer von sexualisierter Gewalt nicht ernst zu nehmen, sondern sie selbst wiederum zu Tätern zu erklären, ist m.E. Fegerts Darstellung völlig unakzeptabel. Er hat sich damit in meinen Augen unglaubwürdig gemacht. Da er als „Experte“ auch dem „runden Tisch – sexueller Kindesmissbrauch“ angehört, hat er m.E. auch der Glaubwürdigkeit dieses ganzen Gremiums geschadet.</p>
<p>Aus Fehlern wird man klug. Manchmal dauert es (leider) etwas länger, bis sich die problematischen Auswirkungen von bestimmten Gepflogenheiten deutlich zeigen. Erst dann besteht die Chance, sie ausgiebig zu diskutieren und zu bearbeiten. Im Zuge der jüngeren Missbrauchsdebatte kamen Kirchen und Reformpädagogik im Hinblick auf den Schutz Jugendlicher vor sexualisierter Gewalt auf den Prüfstand. Im Umkreis dieser Debatte ist es m.E. wünschenswert, dass sich auch die Psychotherapie-Szene an eine längst überfällige Aufarbeitung ihrer Schattenseiten macht, die sich gerade im Umgang mit den Opfern sexualisierter Gewalt zeigen.<br />
Bisweilen passieren auf dieser Welt Dinge, bei denen man sich kaum vorstellen mag, dass sie sich tatsächlich so zugetragen haben. Und leider ist es oft dazu noch allzu schwer, selbst im Nachhinein offen darüber zu diskutieren. Vielleicht vermag ja dieses Heft der Sexuologie einen weiteren Anstoß zu einer konstruktiven Auseinadersetzung zu leisten.</p>
<p>Literatur:<br />
Breger, Louis (2009): A dream of undying fame. How Freud betrayed his mentor an invented psychoanalysis. Basic Books, New York<br />
Breuer, Josef &amp; Sigmund Freud (1895/1991): Studien über Hysterie. Fischer TB, Frankfurt a.M.<br />
Freud, Sigmund (1898/1952): Die Sexualität in der Ätiologie der Neurosen. In: GW, Bd. 1, 491-516<br />
Freud, Sigmund (1905/1993). Bruchstück eine Hysterieanalyse. Fischer TB, Frankfurt a.M.<br />
Freud, Sigmund (1907/19122): Der Wahn und die Träume in W. Jensens ‚Gradiva’. Franz Deuticke, Leipzig u.a.<br />
Hirschmüller, Albrecht (1978): Physiologie und Psychoanalyse in Leben und Werk Josef Breuers. Dissertation. Jahrbuch der Psychoanalyse, Beiheft 4, Verlag Hans Huber, Bern u.a.<br />
Israëls, Haen (1999): Der Fall Freud. Die Geburt der Psychoanalyse aus der Lüge. Europäische Verlagsanstalt/Rotbuch Verlag, Hamburg<br />
Kernberg, OF (1997). Persönlichkeitsentwicklung und Trauma. Audio-Aufzeichnugn des Vortrags, gehalten bei den Lindauer Psychotherapiewochen, Auditorium Netzwerk, Müllheim<br />
Kernberg, OF (1999). Persönlichkeitsentwicklung und Trauma. In: Persönlichkeitsstörungen – Theorie und Therapie. Jg. 3, 1: 5-15<br />
Kirsch, Anke (1999 a): Arbeiten der Fachrichtung Psychologie des Saarlandes: Nr. 190. Erste Ergebnisse eines Expertendelphis zum Thema „Trauma und Erinnerung“. Saarbrücken<br />
Kirsch, Anke (1999 b): Trauma und Wirklichkeits(re)konstruktion: Theoretische Überlegungen zu dem Phänomen wiederauftauchender Erinnerungen“ in: In: Persönlichkeitsstörungen – Theorie und Therapie. Jg. 3, 1: 45-54<br />
Masson, Jeffrey Moussaieff (Hg.) (1986): Sigmund Freud. Briefe an Wilhelm Fließ 1887–1904. S. Fischer, Frankfurt a. M.<br />
Masson, Jeffrey Moussaieff (1995): Was hat man dir, du armes Kind getan? Oder: Was Freud nicht wahrhaben wollte. Kore Verlag, Freiburg<br />
McGuire, William &amp; Wolfgang Sauerländer (Hg.) (1974): Sigmund Freud – C. G. Jung. Briefwechsel. S. Fischer, Frankfurt a. M.<br />
Nunberg, Hermann &amp; Federn, Ernst (Hg.) (1977): Protokolle der Wiener Psychoanaltischen Vereinigung. Band III (1910-1911). S. Fischer, Frankfurt a.M.<br />
Psychoanalytic Inquiry (2005): Freud and Dora – 100 years later. Sonderheft mit diversen Beiträgen zu Freuds Abhandlung “Bruchstück einer Hysterieanalyse”, 1905.<br />
Schlagmann, Klaus (2005): Ödipus – komplex betrachtet. Männliche Unterdrückung und ihre Vergeltung durch weibliche Intrige als zentraler Menschheitskonflikt. Saarbrücken, Verlag Der Stammbaum und die 7 Zweige, 2005<br />
Schlagmann, Klaus (2007): Sexueller Missbrauch. Opferbeschuldigung als Psychotherapiestrategie? In: psychoneuro, 9/2007, S. 361-365<br />
Schlagmann, Klaus (2009): Ein markanter Freudscher Flüchtigkeitsfehler. Plädoyer für die Revision von Freuds Verwerfung der Trauma-Perspektive. In: Psychodynamische Psychotherapie (PDP), 8/2009, 67-77.<br />
Schlagmann, Klaus (2010): Ödipus – komplex betrachtet. In: Programmheft zu Bodo Wartkes Solo-Kabarett „König Ödipus“, 33-54. Reimkultur, Musikverlag<br />
Schlagmann, Klaus (i.V.): Die Deutung des Wahns oder der Wahn der Deutung? Sigmund Freuds bislang unveröffentlichte Briefe an Wilhelm Jensen und die Lebenswirklichkeit des Autors der ‚Gradiva’. Zum 100. Todestag von Wilhelm Jensen (24.11.1911). In: Integrative Therapie IV, 2011.</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/12/schlagmann2.pdf" target="_blank">Als PDF herunter laden</a></p>
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		<title>Weihnachten bringt mir all dies nahe</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 17:38:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Coming-Out der Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist der zweite Weihnachtstag, 2011, und ich habe gestern die Texte zu Weihnachten auf der Webseite von netzwerkB gelesen. Und es hat wieder heftig an meinen Erinnerungen gerührt. Also habe ich beschlossen, jetzt zu schreiben. Ich wurde von meinem Großvater missbraucht, als ich noch sehr klein war, so etwa 3 oder 4 Jahre, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist der zweite Weihnachtstag, 2011, und ich habe gestern die Texte zu Weihnachten auf der Webseite von netzwerkB gelesen. Und es hat wieder heftig an meinen Erinnerungen gerührt. Also habe ich beschlossen, jetzt zu schreiben.<span id="more-11786"></span></p>
<p>Ich wurde von meinem Großvater missbraucht, als ich noch sehr klein war, so etwa 3 oder 4 Jahre, und es hat sich wiederholt bis ich 6 oder 7 war. Das Schlimmste für mich, das worunter ich auch heute noch am meisten leide, war, dass er die „beste“ Bezugsperson war, die ich hatte, und ich meine Liebe und Zuneigung zu ihm immer noch nicht ganz einordnen kann.<br />
Meine Mutter war mit mir überfordert, sie ist ungewollt schwanger geworden und wollte damals weder die Hochzeit mit meinem Vater noch ein Kind. Sie war 24 als ich geboren wurde. Also waren ihre Pflege und ihre Zuneigung immer etwas ambivalent, vor allem auch, da ich ein „schwieriges Kind“ war, sehr lebhaft z.B.<br />
Mein Vater wollte zwar sowohl die Hochzeit als auch mich, also ein Kind, konnte aber nichts mit mir anfangen, da er selbst ohne Vater aufgewachsen war, und hat sich sehr wenig mit mir beschäftigt. Außerdem studierte er in meinen ersten Lebensjahren noch und musste gleichzeitig das Geld für die neue Familie irgendwie aufbringen.</p>
<p>Mein Großvater war die liebevolle und lustige männliche Bezugsperson in meinen ersten Jahren. Meine Mutter war in der Woche sehr viel bei ihren Eltern, da sie ihnen auch im Geschäft aushalf bis 2einhalb Jahre später meine Schwester geboren wurde. Mein Großvater hat mich durch die Luft gewirbelt, mit mir gespielt und Spaß gemacht und mich später mitgenommen, zu seinen Arbeitsstellen (er war Maler und Tapezierer), zu Besorgungen und auf den Spielplatz.</p>
<p>Dort erinnere ich auch einen Missbrauch, ich weiß allerdings nicht, ob es der erste war. Ich musste pinkeln, und mein Großvater ist mit mir ins Gebüsch gegangen und hat mir „geholfen“ und mich dabei an der Scheide berührt. Damals oder auch später hat er mir auch Finger in die Scheide und in den After geschoben, ich erinnere das furchtbare Gefühl und den Schmerz! An eine Penetration mit dem Penis kann ich mich nicht erinnern.</p>
<p>Er hat mir erzählt, dass ich darüber nichts sagen dürfe, und zwar, weil sie (die anderen in der Familie, nehme ich an) ihn dann nicht mehr lieb haben würden! Er hat mir also außerdem eine enorme Verantwortung aufgedrückt! Das, woran ich mich weiter erinnere, sind Berührungen, wenn ich in der Badewanne saß´, denn ich habe, nachdem meine Schwester geboren war, viele Wochenenden bei meinen Großeltern verbracht. Es gab ein Ritual am Samstagabend, das sagte, erst Baden und dann durfte ich fernsehen, Daktari meistens. Das fand ich ganz toll, denn zuhause hatten wir zu der Zeit noch gar keinen Fernseher. Am Sonntagmorgen gab es ein weiteres Ritual, ein „Bettfrühstück“ mit einem Nest aus Decken und Kissen für mich am Fußende des Bettes (in dem ich auch die Nacht verbracht hatte, meist auf der Besuchsritze, und wo ich mich nicht an Übergriffe erinnere), Kakao und Kuchen. Später gab es dann noch ein „richtiges“ Frühstück mit Brötchen und Eiern. Das alles waren Höhepunkte in meinem sonst an Ritualen und Besonderem armen Leben, ich kann mich z.B. nicht daran erinnern, eine Nacht im Bett meiner Eltern verbracht zu haben, oder dort zu frühstücken.<br />
Außerdem ist mein Großvater weiterhin mit mir auf den Spielplatz gegangen, meist am Sonntagvormittag, während meine Oma Hühnersuppe kochte.</p>
<p>Wie und wieso alles endete, daran kann ich mich auch nicht erinnern, ich habe auch nachdem ich 7 und älter war noch Nächte bei meinen Großeltern verbracht, aber nicht mehr so häufig und dann auf dem Sofa im Wohnzimmer. Eine Zeitlang, ich glaube, nachdem ich zur Schule kam, wollte ich dort nicht mehr hingehen, und das wurde auch akzeptiert. Vor allem wollte ich – und habe es, soweit ich weiß, auch – verhindern, dass meine kleine Schwester dort allein übernachtet und das Gleiche erlebt wie ich. Doch sie war lange Zeit eifersüchtig auf mich wegen meines speziellen Verhältnisses zu den Großeltern!!</p>
<p>Weihnachten bringt mir all dies nahe, weil es eben ein Familienfest ist und wir immer mindestens einen Feiertag mit den Großeltern verbracht haben, meist mehr. Ich konnte all das, was mir passiert ist, erst „erinnern“, nachdem mein Großvater gestorben war. In mehreren Therapien habe ich die Erlebnisse aus der Kindheit und ihre Auswirkungen bis heute aufgearbeitet.</p>
<p>Heike S.</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/12/heike_s.jpg" target="_blank">Mein Foto&#8230;</a></p>
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		<title>Nürnberg: Frauen protestieren gegen Inzest-Urteil</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/12/28/nurnberg-frauen-protestieren-gegen-inzest-urteil/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 17:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[- Demo]]></category>
		<category><![CDATA[– Bagatellisierung]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[innsalzach24.de 28.12.2011 Nürnberg &#8211; Mit einer Mahnwache haben am Mittwoch in Nürnberg SPD-Frauen und Mitglieder einer Selbsthilfeinitiative gegen das Urteil im Nürnberger Inzest-Prozess protestiert. Mit der Aktion wollten die zwei Dutzend Teilnehmer zugleich “allen Betroffenen von sexualisierter Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung“ gedenken, wie es auf einem Flugblatt hieß. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte Mitte Dezember einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>innsalzach24.de 28.12.2011</p>
<p>Nürnberg &#8211; Mit einer Mahnwache haben am Mittwoch in Nürnberg SPD-Frauen und Mitglieder einer Selbsthilfeinitiative gegen das Urteil im Nürnberger Inzest-Prozess protestiert.<span id="more-11778"></span></p>
<p>Mit der Aktion wollten die zwei Dutzend Teilnehmer zugleich “allen Betroffenen von sexualisierter Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung“ gedenken, wie es auf einem Flugblatt hieß. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte Mitte Dezember einen 69 Jahre alten Rentner wegen Beischlafs mit seiner Tochter zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt, obwohl die Frau ihrem Vater fast 500-fache Vergewaltigung vorgeworfen hatte. Das Urteil wurde vielfach als zu milde kritisiert.<br />
Die Vorsitzende der Selbsthilfeinitiative Lela, Rosemarie Gebhardt, forderte eine Ende der Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch. “Das wäre ein Zeichen für die Opfer, dass man sie ernst nimmt.“ Zugleich sollten damit potenzielle Täter stärker abgeschreckt werden. “Das Opfer leidet lebenslang unter der Tat, die Taten sind dagegen verjährt. Das Gleichgewicht stimmt nicht“, kritisierte Gebhardt.</p>
<p><a href="http://www.innsalzach24.de/nachrichten/bayern-lby/nuernberg-frauen-protestieren-gegen-inzest-urteil-1544995.html" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>netzwerkB Positionspapier: Engagement</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/12/28/netzwerkb-positionspapier-engagement/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 17:34:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Positionspapiere]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

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		<description><![CDATA[netzwerkB 28.12.2011 Positionspapier (als PDF herunter laden) Engagement Wofür setzen wir uns ein? netzwerkB ist eine Vereinigung, die sich für die Rechte und Belange von Betroffenen von sexualisierter Gewalt einsetzt. Dazu zählen auch die Bereiche des jahrelangen systematischen Missbrauchs, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, durch Angehörige der Familie oder von Institutionen. Die Initiative ist aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>netzwerkB 28.12.2011</p>
<p>Positionspapier (<a href="http://netzwerkb.org/wp-content/uploads/2011/12/netzwerkB_Positionspapier_Engagement_28.12.2011.pdf" target="_blank">als PDF herunter laden</a>)</p>
<p><strong>Engagement</strong></p>
<p><em>Wofür setzen wir uns ein?</em></p>
<p>netzwerkB ist eine Vereinigung, die sich für die Rechte und Belange von Betroffenen von sexualisierter Gewalt einsetzt. Dazu zählen auch die Bereiche des jahrelangen systematischen Missbrauchs, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, durch Angehörige der Familie oder von Institutionen. Die Initiative ist aus den Reihen der Opfer und ihrer Angehörigen entstanden. netzwerkB informiert über die Ursachen und gravierenden Auswirkungen von sexualisierter Gewalt und den Hilfebedarf für die Opfer und macht sich für konkrete Änderungen stark. Wir setzen uns für mehr intensivere Hilfen für die Opfer sexualisierter Gewalt, für die gesellschaftliche Aufklärung und die Verhinderung sexualisierter Gewalt ein. Dazu koordinieren wir uns mit anderen Opfergruppen im Land und internationalen Opferorganisationen. Insbesondere stellt das Forum netzwerkb.org für Betroffene eine Möglichkeit dar, sich zu informieren, aktuelle Meldungen zu lesen und mit anderen besprechen zu können, die rege genutzt wird. Wir wollen den Opfern in der Gesellschaft ein Gehör verschaffen.<span id="more-11746"></span></p>
<p><em>Was ist die größte Herausforderung/Schwachstelle in unserem Projekt?</em></p>
<p>In den Medien und der Politik finden wir zwar endlich für ein lange verdrängtes gesellschaftliches Problem Aufmerksamkeit, aber für die Betroffenen hat sich bislang noch nichts getan. Die meisten von ihnen stehen weiter allein. Hundertausende bleiben wehrlos, sprachlos und hilflos. Sie leiden oft psychisch, gesundheitlich, sozial und materiell lebenslang unter den Folgen.<br />
Das öffentliche Bewusstsein und die Gesetzgebung müssen sich weiterentwickeln. Fristen, die Rahmenbedingungen für Opfer in Gerichtsverfahren, Opferhilfen und Präventionsmaßnahmen müssen überdacht werden. In den gestaltenden Gremien fehlen den Opfern Sitz und Stimme.<br />
Wir brauchen mehr Mitglieder und Mittel, um unsere Arbeit sicherzustellen. Auch wir selbst geraten wegen unserer Öffentlichkeitsarbeit ständig unter massiven Druck durch Drohungen und Abmahnungen durch einzelne Täter und dahinterstehende Institutionen.</p>
<p><em>Welche Ziele verfolgen wir mit unserem Engagement?</em></p>
<p>Unsere Ziele sind:</p>
<ol>
<li>die Beratung und Unterstützung von Opfern sexualisierte Gewalt.</li>
<li>die Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Aufklärung und</li>
<li>Opferhilfe, um die psychische, gesundheitliche, soziale und rechtliche Situation von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu verbessern.</li>
<li>die Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Prävention für das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit, für physische als auch psychische Gesundheit eines Menschen, und zur Beendigung sexualisierter Gewalt in jeder Form.</li>
<li>die Förderung der Information und Aufklärung von Berufsgruppen, die mit sexualisierter Gewalt an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen regelmäßig konfrontiert sind</li>
<li>der Einsatz für die Verbesserung der zivilrechtlichen und strafrechtlichen Bestimmungen und Gesetze insbesondere im Bereich sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Sinne des Opferschutzes und der Opferrehabilitation.</li>
</ol>
<p><em>Seit wann besteht unser Projekt und was haben wir bisher erreicht?</em></p>
<p>Unser Netzwerk Betroffener war über mehr als 15 Jahre hinweg entstanden. Das &#8220;Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt&#8221; wurde im April 2010 rechtsfähig und ist eine unabhängige bundesweite Interessenvertretung von Betroffenen für Betroffene. Wir gehen nach innen und nach außen mit den Menschen offen und verantwortlich um.</p>
<p>netzwerkB war für die Betroffenen in folgendem Umfang da:</p>
<ul>
<li>6.569 Kommentare für netzwerkb.org redaktionell gesichtet</li>
<li>4.410 Telefonanrufe von Betroffenen entgegengenommen</li>
<li>2.798 Leserbriefe von Betroffenen bearbeitet</li>
<li>2.349 Anfragen von Mitgliedern bearbeitet</li>
<li>Gründung von landesweiten Gruppen</li>
</ul>
<p>Unser Informationsforum im Internet wurde gut besucht:</p>
<ul>
<li>264.857 Besucher von 136 Ländern nahmen unsere Internetplattform bisher in Anspruch, im Durchschnitt waren es 425 Besucher/Tag.</li>
<li>16.126 Betroffene haben uns insgesamt per e-Mail, bzw. telefonisch kontaktiert und dadurch wesentlich unser Engagement bestätigt und nachhaltig verstärkt.</li>
</ul>
<p>Folgende Zusammenarbeit mit der Presse und der Öffentlichkeit wurde bisher erreicht:</p>
<ul>
<li>28 Radiointerviews, siehe unter:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/category/offentlichkeitsarbeit/radio/" target="_blank"> http://netzwerkb.org/category/offentlichkeitsarbeit/radio</a></li>
<li>64 Interviews in Fernsehsendungen, s. unter:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/category/offentlichkeitsarbeit/tv" target="_blank">http://netzwerkb.org/category/offentlichkeitsarbeit/tv</a></li>
<li>256 Presseartikel in Printmedien und/oder als Fassung im Internet, s. unter:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/category/offentlichkeitsarbeit/presse" target="_blank">http://netzwerkb.org/category/offentlichkeitsarbeit/presse</a></li>
<li>Teilnahme an Podiumsdiskussionen, s. unter:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/category/offentlichkeitsarbeit/%E2%80%93%C2%A0podiumsdiskussion/" target="_blank">http://netzwerkb.org/category/offentlichkeitsarbeit/%E2%80%93%C2%A0podiumsdiskussion/</a></li>
<li>Durchführung von Theaterstücken („Alles muss raus“), s. unter:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/aktuell/%E2%80%9Calles-muss-raus%E2%80%9D/" target="_blank">http://netzwerkb.org/aktuell/%E2%80%9Calles-muss-raus%E2%80%9D/</a></li>
</ul>
<p><em>Wie kommunizieren wir unsere Erfolge?</em></p>
<p>netzwerkB kommuniziert die Ergebnisse der Arbeit nach innen und nach außen:</p>
<ul>
<li>netzwerkB informiert die Vereinsbasis mit etwa 50 Rundbriefen pro Jahr</li>
<li>nach außen hin haben wir einen Verteiler mit mehreren tausend Mailadressen</li>
<li>netzwerkB hat 64 Pressemitteilungen herausgegeben, s. unter:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/category/meldungen/pressemitteilung/" target="_blank">http://netzwerkb.org/category/meldungen/pressemitteilung/</a></li>
<li>Einen Einblick in die Ergebnisse unserer eigenen Öffentlichkeitsarbeit finden Sie unter:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/category/offentlichkeitsarbeit" target="_blank">http://netzwerkb.org/category/offentlichkeitsarbeit</a></li>
</ul>
<p><em>Welche Zukunftspläne haben wir für das Engagement?</em></p>
<p>Wir möchten die Beratungsmöglichkeiten und die Öffentlichkeitsarbeit weiter intensivieren. Dazu brauchen wir langfristig auch die Möglichkeit, Teilzeitstellen zu schaffen.</p>
<p>Insbesondere haben wir angefangen, eine Stiftung aufzubauen. Die Stiftung soll einen Preis ausschreiben, der an Personen vergeben wird, die Außergewöhnliches leisten, um Opfern von sexualisierter Gewalt zu helfen, die Schweigemauer zu durchbrechen, um Gehör und Hilfe zu finden. Das erfordert Mut, den die Stiftung unterstützen soll. Die Stiftung möchte Transparenz fördern und fordern, insbesondere bei Berufsgruppen, die viel mit Kindern und Schutzbefohlenen zu tun haben (Erzieher, Lehrer, Geistliche, Ärzte und Psychotherapeuten, Anwälte und Richter) und in deren Umfeld die Gefahr des Wegsehens, Verharmlosung oder Vertuschung besteht. Letzteres führt derzeit dazu, dass Opfer in akuter Situation keine Hilfe finden und bei der Aufarbeitung ihrer Verletzungen massiv behindert werden.</p>
<p>Wir halten es für sinnvoll, die Belange von Opfern von Missbrauch und Misshandlung im familiären und im institutionellen Bereich unter ein Dach zu bringen. Physische, psychische und sexualisierte Gewalt treten oft gemeinsam auf, sie haben ähnliche Ursachen, ähnlich schwere Folgen, und für die Opfer entsteht ähnlicher Hilfebedarf. Wir arbeiten seit Jahresbeginn an einem offenen Bündnis gegen Gewalt, in dem alle Betroffenen der verschiedenen Formen von Gewalt zusammenkommen können.</p>
<p><em>Gesellschaftlicher Bedarf des Engagements</em></p>
<p>Wenn Sie die Statistik des Bundeskriminalamtes hochrechnen, sprechen wir von Millionen von Opfern, allein in Deutschland. Wir sprechen über ein Massenverbrechen.</p>
<p><em>Vorbildwirkung / Übertragbarkeit</em></p>
<p>Auf dem ökumenischen Kirchentag am 14. Mai 2010 und anderen Veranstaltungen konnte netzwerkB in aller Offenheit deutlich machen, dass Opfer nicht nur Gesprächsthema sind, sondern Menschen sind, die beteiligt werden müssen, s. unter: <a href=" http://netzwerkb.org/2010/05/16/ard-brisant-14-05-2010" target="_blank"> http://netzwerkb.org/2010/05/16/ard-brisant-14-05-2010</a></p>
<p><em>Nachhaltigkeit des Engagements (Wirkung/Kontinuität)</em></p>
<p>Weil wir gegen ein verschwiegenes Verbrechen kämpfen, ist die Nachhaltigkeit unserer Arbeit besonders notwendig. Es ist wichtig, kontiniuerlich auf die Problematik hinzuweisen, damit Hilfe für Menschen mit Traumata oder in aktueller Notlage geschaffen werden kann. Wir wollen den Betroffenen auch Mut machen.</p>
<p>Aus den vielen Rückmeldungen die uns täglich erreichen, per e-Mail, telefonisch oder per Kommentar, schließen wir, dass unsere Arbeit kontinuierlich Wirkung bei den Betroffenen hinterlässt. Nachfolgend dazu eine Reaktion in netzwerkb.org:</p>
<p>„Ich kann es gar nicht in Worte fassen, wie sehr mich Herr Denef mit seiner Plattform und mit seinem öffentlichen Brechen des Tabu-Thema „sexualisierte Gewalt” gerettet hat. Ich weiss nicht, wo ich heute wäre, wenn ich nicht einen Hinweis zu dieser Plattform gelesen hätte. Auf dieser Plattform wurden mir die Augen geöffnet und ich wußte, dass ich nicht die einzige Person bin, der so großes Unrecht angetan wurde&#8230;“</p>
<p><em>Innovativer Problemlösungsansatz</em></p>
<p>Wir Betroffene sind selbst aktiv. Wir gehen offen mit dem Erlebten und dessen Folgen an die Öffentlichkeit (Presse, Politik, Internet und Veranstaltungen) – trotz aller inneren Ängste und äußeren Widerstände – um eine gesellschaftliche Veränderung zu erreichen. Wir kämpfen mit dem Mittel der Offenheit gegen die Mauer des Schweigens.</p>
<p><em>Aufhebung der Verjährungsfristen</em></p>
<p>Als Netzwerk Betroffener sexualisierter Gewalt (netzwerkB) ist eines unserer vordergründigen Ziele die Aufhebung der Verjährungsfristen. Wir glauben, dass im besonderen Falle der sexualisierten Gewalt eine Zurückstellung der formalen Anwendung von Verjährungsfristen geboten ist, da es sich hier vor allem um berechtigte Klageinteressen bei Betroffenen handelt. Wir sind daher sehr froh, dass nach und nach die Politik ein Einsehen in die Vielzahl unserer Argumente zeigt. So möchte ich beispielsweise auf den Bundesparteitag der SPD verweisen, wo ein Antrag zur Aufhebung der Verjährungsfristen erfolgreich war. Da ich, Norbert Denef, als Vorsitzender netzwerkB’s dort die Argumente Betroffener aufzeigen konnte, stimmte der Parteitag zu 100 Prozent der Aufhebung der Verjährungsfristen zu. Einen Mitschnitt der Abstimmung können Sie unter folgendem Link aufrufen:<br />
<a href="http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/" target="_blank">http://netzwerkb.org/2011/12/06/antrag-zur-aufhebung-der-verjahrungsfristen-einstimmig-angenommen/</a></p>
<p>Die vehemente Verteidigung von Verjährungsfristen bei sexueller Gewalt durch alle Fraktionen hinweg (was in den Vorschlägen zur Gesetzestextänderung dokumentiert ist) hat uns gezeigt, dass beim politischen Diskurs zu wenige Informationen über Betroffene und deren Anliegen vorlagen. Für Betroffene bestehen beispielsweise Ungerechtigkeiten in der formalen Anwendung der Verjährungsfristen bei sexualisierter Gewalt. Eine Koppelung der Verjährungsfristen an die jeweilige Hafthöchststrafe ergibt zwar Sinn bei Taten, wo der Gesetzgeber davon ausgehen kann, dass nach hinreichend vergangener Zeit kein Bedarf zur Klage mehr besteht. In diesem Falle stellt der Gesetzgeber mit Verjährungsfristen den Rechtsfrieden wieder her. Bei Betroffenen sexualisierter Gewalt aber verhält es sich grundlegend anders. Der gegenwärtige Ansatz, Verjährungsfristen zu verlängern, bedeutet hierbei für Betroffene noch immer den Druck, im geforderten Zeitrahmen zu klagen und vernachlässigt Betroffene, die erst spät die Komplexität ihrer Traumata durchdrungen haben und dann erst zu einer Klage bereit sind. Meint der Gesetzgeber hier den Rechtsfrieden wieder herzustellen, so doch zu Ungunsten berechtigter Klageinteressen.</p>
<p>Das überwältigende Ergebnis von 500 Abgeordneten des SPD-Parteitags kann nun jedoch nicht allein durch Ideologie begründet sein, sondern ist im Gegenzug vor allem den gewichtigen Gründen geschuldet, die netzwerkB in einem umfassenden Diskurs bisher hervorbringen konnte. Es sind vor allem die Argumente, die unserer Ansicht überparteiliche Anerkennung einer Aufhebung der Verjährungsfristen bewirken können. Wir hoffen daher, dass in Zukunft eine stärkere Einbindung unserer Argumente stattfindet, denn solange über die Verjährungsfristen nur nach Gesichtspunkten eines formalen Rechtssystems und deren Aufhebung als unmöglich diskutiert wird, so wird dabei das berechtigte Klageinteresse Betroffener übergangen. Gerade hier kann nur durch die Einbindung der Teilnehmerperspektive Menschlichkeit ihren Platz im politischen Diskurs finden.</p>
<p>Dieses Schreiben gilt daher einerseits dazu unseren herzlichen Dank auszusprechen an diejenigen, die unsere Belange als erstes erkannt haben und damit zeigten, dass Menschlichkeit neben allen formalen Bestimmungen immer noch einen hohen Wert im politischen Diskurs besitzt. Andererseits möchten wir auch mit Nachdruck darum bitten, dass netzwerkB bei dem weiteren Diskurs zu dem Thema der Verjährungsfristen im Bundestag Stellung beziehen kann, um aus genannten Gründen einen vollständigen Diskurs der auch die Teilnehmerperspektive berücksichtigt zu gewährleisten.</p>
<p>&#8211;</p>
<p>An dieser Stelle möchten wir uns nicht nur bei unseren Mitgliedern für ihr Vertrauen ganz herzlich bedanken, sondern im Besonderen auch bei denen, die uns in unserer Arbeit mit viel Zeitaufwand eherenamtlich unterstützen.</p>
<p>Ohne unsere SpenderInnen könnten wir nicht so viele Aktivitäten starten wie das in der Vergangenheit möglich war &#8211; Danke!</p>
<p>Mit Ihrer Hilfe wird es möglich sein, dass wir auch weiterhin aktiv bleiben:</p>
<p><strong><a href="http://netzwerkb.org/mitmachen-mitglied-werden/" target="_blank">Jetzt unterstützen …</a></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Herzliche Grüße</p>
<p>Norbert Denef<br />
(Vorsitzender)</p>
<p><a href="http://netzwerkb.org/netzwerkb%e2%80%93positionspapiere/" target="_blank"><em>Weitere Positionspapiere von netzwerkB&#8230;</em></a></p>
<div id="header"><strong><br />
</strong></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Autor St. Aubyn wurde vom Vater missbraucht</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/12/28/autor-st-aubyn-wurde-vom-vater-missbraucht/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 16:46:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Promi-Opfer]]></category>

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		<description><![CDATA[relevant.at 28.12.2011 Der britische Schriftsteller Edward St. Aubyn (51) hat mit Hilfe seiner Bücher das Trauma überwunden, als Kind von seinem Vater sexuell missbraucht worden zu sein. &#8220;Ich hatte das Glück, dass mein Vater starb, als ich 25 war&#8221;, sagte der aus einer wohlhabenden englischen Adelsfamilie stammende Autor in einem Interview des &#8220;Zeit&#8221;-Magazins. Erst danach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>relevant.at 28.12.2011</p>
<p>Der britische Schriftsteller Edward St. Aubyn (51) hat mit Hilfe seiner Bücher das Trauma überwunden, als Kind von seinem Vater sexuell missbraucht worden zu sein. &#8220;Ich hatte das Glück, dass mein Vater starb, als ich 25 war&#8221;, sagte der aus einer wohlhabenden englischen Adelsfamilie stammende Autor in einem Interview des &#8220;Zeit&#8221;-Magazins.</p>
<p>Erst danach habe er mit seinem Roman &#8220;Schöne Verhältnisse&#8221; beginnen können. &#8220;Ich begann mit den Melrose-Romanen in einer persönlichen Notsituation, die ich über zwanzig Jahre und fünf Romane langsam aufgelöst habe, indem ich versuchte, durch Kommunikation die Isolation aus Scham, Horror, Tabu, Geheimnis, Depression und Selbstmordgedanken aufzulösen.&#8221; Damals habe er gedacht: &#8220;Das bringt dich um, wenn du es nur berührst.&#8221;</p>
<p><a href="http://relevant.at/kultur/literatur/381312/autor-st-aubyn-wurde-vom-vater-missbraucht.story" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schafsbrief &#8211; Veränderung braucht Öffentlichkeit</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/12/28/schafsbrief-veranderung-braucht-offentlichkeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 10:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Religion]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=11737</guid>
		<description><![CDATA[schafsbrief.de 27.12.2011 Wir sind derzeit zwei Schafe, bei denen sprichwörtlich die Schafsgeduld zu Ende ist. Auslöser, sich jetzt zu engagieren, war der jüngste Artikel in der Berliner Zeitung (04.12.2011) bzw. in der Frankfurter Rundschau (08.12.2011) über den Umgang der katholischen Amtskirche mit dem Mißbrauchsfall im Saarbrücker Stadtteil Burbach (Saarland). Weiter lesen&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>schafsbrief.de 27.12.2011</p>
<p>Wir sind derzeit zwei Schafe, bei denen sprichwörtlich die Schafsgeduld zu Ende ist. Auslöser, sich jetzt zu engagieren, war der jüngste Artikel in der Berliner Zeitung (04.12.2011) bzw. in der <a href="http://www.fr-online.de/panorama/sexueller-missbrauch-er-mag-es--wenn-man-um-hilfe-schreit,1472782,11276340.html" target="_blank">Frankfurter Rundschau (08.12.2011)</a> über den Umgang der katholischen Amtskirche mit dem Mißbrauchsfall im Saarbrücker Stadtteil Burbach (Saarland).</p>
<p><a href="http://www.schafsbrief.de/" target="_blank">Weiter lesen&#8230;</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>“Opferschutz darf nicht an der Verjährung scheitern!”</title>
		<link>http://netzwerkb.org/2011/12/28/%e2%80%9copferschutz-darf-nicht-an-der-verjahrung-scheitern%e2%80%9d/</link>
		<comments>http://netzwerkb.org/2011/12/28/%e2%80%9copferschutz-darf-nicht-an-der-verjahrung-scheitern%e2%80%9d/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Dec 2011 09:54:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[– Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[– Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[– Politik]]></category>
		<category><![CDATA[– Verjährungsfrist]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://netzwerkb.org/?p=11733</guid>
		<description><![CDATA[Hessen Tageblatt  28.12.2011 München – Verjährung sexueller Missbrauch – Dr. Beate Merk fordert Verlängerung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch: “Opferschutz darf nicht an der Verjährung scheitern!”&#8230; &#8230;Merk: “Wir dürfen es nicht länger hinnehmen, dass die Opfer ihr Leben lang leiden, während die Täter in vielen Fällen bereits nach zehn Jahren vor jeder Strafverfolgung sicher sind. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hessen Tageblatt  28.12.2011</p>
<p>München – Verjährung sexueller Missbrauch – Dr. Beate Merk fordert Verlängerung der Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch: “Opferschutz darf nicht an der Verjährung scheitern!”&#8230;</p>
<p>&#8230;Merk: “Wir dürfen es nicht länger hinnehmen, dass die Opfer ihr Leben lang leiden, während die Täter in vielen Fällen bereits nach zehn Jahren vor jeder Strafverfolgung sicher sind. Ein Täter, der ein Kind sexuell missbraucht, begeht ein abscheuliches Delikt. Das gehört konsequent verfolgt und hart bestraft. Scheitert die Strafverfolgung an dem Ablauf von Fristen, verhöhnen wir die Gerechtigkeit!”&#8230;.</p>
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