Petition – Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben

12.08.2007

Petition: Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben (Initiiert von Norbert Denef)

Über welche Entscheidung/welche Maßnahme/welchen Sachverhalt wollen Sie sich beschweren?

Die Verjährungsfrist von sexuellen Gewaltverbrechen im Zivilrecht schützt die Täter, denn die Opfer können erst viele Jahrzehnte später über die Verbrechen sprechen. Sie müssen mit einer Verleumdungsklage rechnen, wenn sie nach der Verjährung ihr Schweigen brechen. Der Gesetzgeber macht sich mitschuldig an dem leidvollen Schweigen der Opfer. Er verhindert die Aufarbeitung der Verbrechen. Die bisherige Verjährungslogik verstößt gegen die Menschenrechte.

Was möchten Sie mit Ihrer Bitte/Beschwerde erreichen?

Damit Opfer von sexueller Gewalt nicht länger schweigen müssen, wird die Aufhebung der Verjährungsfrist bei Zivilklagen gefordert. Der bisherige Begriff „sexueller Missbrauch“ ist irreführend. Es handelt sich um Gewalt, die schwere psychophysische Beeinträchtigungen nach sich zieht. Darüber muss die Gesellschaft informiert werden. Dass Opfer sich dem Verbrechen und dessen Folgen erst Jahrzehnte später stellen können, werden Fachleute wie Betroffene bestätigen können/müssen. Das gilt es anzuerkennen, sowie die lebenslangen Schäden, die durch sexuelle Gewalt entstehen.

Gegen wen, insbesondere welche Behörde/Institution richtet sich Ihre Beschwerde?

Gegen den Gesetzgeber.

Muss nach Ihrer Vorstellung ein Gesetz/eine Vorschrift geändert/ergänzt werden? Wenn ja, welche(s)?

Die Verjährungsfrist von sexuellen Gewaltverbrechen bei Zivilklagen.

Bitte geben Sie eine kurze Begründung für Ihre Bitte/Beschwerde:

Sexuelle Gewalt ist das Ende der Kindheit und der Beginn lebenslanger Leiden an Körper und Seele. Scham- und Schuldgefühle manifestieren sich durch das gesetzlich verordnete Schweigen. Dadurch wird das Verbrechen in der Gesellschaft tabuisiert. Wenn Opfer dem Leid keine Worte geben dürfen und über den Schmerz nicht frei sprechen können, zerbrechen sie.
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Ja, ich stimme der Petition zu:

Deutschland

International (care2)
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Unterschriften einsehen
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Handzettel herunterladen – Unterschriften sammeln:

www.nationalflaggen.de
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Verjährungsfristen BGB – STGB (Übersicht herunterladen)
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Die Petition wird unterstützt von:

Wildwasser - gegen sexuellen Missbrauch
sowie:

Marlene Buch mit Helfer/innen aus Andernach und Umgebung.

Anonymen Personen, die per Handzettel Unterschriften sammeln.

Ein Stück Hoffnung

www.traumaaufruf.de

www.schotterblume.de

www.wir-sind-kirche.de

www.derlangeweginslicht.de

www.ueberlebenskunst.net

www.weggeschaut.de

www.kinder-sind-tabu-pur.de

www.myspace.com/claudiakindersindtabu

www.blick-nach-vorne.de

www.blick-nach-vorne.org

www.shadow-of-the-darkness.cabanova.de

 

www.schuetzt-unsere-kinder.de

www.cora.o

www.societyssilence.de.vu

www.child-of-the-raunbow.nape.de

www.einstueckhoffnung.npage.de

www.eifelgefluester.de

www.Markus1803.d

www.multiversum.foren-city.d

www.biggi-weber.de

www.missbrauch-opfer.info

www.no-problem.brigitte.de

www.rettungsanker.wordpress.com

www.julien.lu

www.lebensstrom.npage.eu

www.computertechnik-pupkes.de

www.beepworld.de/members35/zauberbaumfee/aktions-pinnwand.htm

www.lebens-splitter.wg.am

www.thuetz.de

www.selbsthilfe-freundeskreis.npage.de

www.tirolertierengel.com

www.onlineworker.eu

www.i-tell.de

www.marya.de

191 Kommentare

  1. Irina Vogt schreibt am :

    Ich schließe mich der Forderung, die Verjährung der Zivilklage bei sexuellem Kindesmissbrauch aufzuheben, an. Hierbei ist der Begriff
    Missbrauch, wie wir alle wissen irreführend, es handelt sich in dem Erleben der Kinder um Gewalt, die schwere psychophysische Beeinträchtigungen nach sich zieht. Wie ist die Verjährungslogik eigentlich zu verstehen?

    Irina Vogt

  2. Helga Eckert schreibt am :

    ÜBERFÄLLIG!!!! Die Regierung schläft, Verjährung in der heutigen Zeit, unfassbar für mich, es wird mehr für die Täter als für die Opfer getan.

    H. Eckert

  3. Julia schreibt am :

    Wie Frau Eckert schreibt: Lange überfällig! Nicht genug, dass man selbst von Zweifeln und Schuldgefühlen zerfressen wird, nein, durch unsere herrschenden Gesetzte muss man sich praktisch auch noch vorwerfen lassen, warum man nach 10 Jahren nicht schon damit abgeschlossen hat. Es ist ja so viel einfacher, sich mit dem Täter auseinanderzusetzen, als von den sich aus diesem schrecklichem Verbrechen ergebenden, oft lebenslangen Problemen des Opfers zu hören.

  4. Rüdiger Brandt schreibt am :

    Ich kann mich im Grunde nur den anderen anschließen. Es ist unglaublich, dass hier eine Verjährungsfrist von nur 10 Jahren angewandt wird. Wir Opfer haben ein Leben lang mit den Folgen klar zu kommen. Die Täter werden vom Gesetz beschützt – die Opfer bestraft. Das ist so nicht haltbar.

  5. Beatrix schreibt am :

    Auch ich bin mehrfach Opfer gewesen, in meiner Kindheit und später.
    Im Moment habe ich zum ersten Mal den Mut gefunden einen Strafantrag zu stellen, wegen sex. Nötigung am Arbeitsplatz. Dieser Täter ist auch Ordensangehöriger. Kinder brauchen jeden Schutz, weil sie sonst weiter Opfer werden. Auch ich finde, dass sex. Gewalt den Opfern lebenslänglich bringt und Täter geschützt werden. Verjährungsfristen müssen abgeschafft werden, damit wir Opfer genügend Zeit haben unsere Scham zu überwinden, damit wir das Schweigen brechen können. Ich hatte fast dreißig Jahre Angst, nun nicht mehr. Ich wünsche allen Opfern viel Kraft und Mut. Nicht wir müssen uns schämen, sondern die Täter und alle die diese decken.

  6. Astrid Mayer schreibt am :

    Dass man sich mit dem Grauen, den entsetzlichen Folgen von sexueller Gewalt, die einem Kind angetan wurde, erst nach Jahrzehnten stellen kann, werden Fachleute wie Betroffene bestätigen können/müssen.
    Die Verjährungsfrist zu verlängern bzw. eine Verjährung dieser Verbrechen abzuschaffen ist also nur logisch.
    Hier damit zu argumentieren, dass nach so langer Zeit das Geschehen nicht mehr nachzuweisen ist, ist falsch. Oft setzt erst eine Klage die Auseinandersetzung von Täter wie Opfer mit dem Geschehenen in Gang. Oft können weitere Opfer (desselben Täters) erst dadurch eine Auseinandersetzung mit dem Geschehenen angehen (und ohne die gibt es keine Heilung).
    Die Schäden, die die Folgen sexuellen Missbrauchs auch in Ehen und Familien anrichten sind enorm und in keiner Form im gesellschaftlichen Bewußtsein. Dadurch zerstören sie weiter verdeckt menschliche Beziehungen.
    Auch um das zu ändern könnte die Abschaffung der Verjährungsfristen gut sein.

  7. Ich schließe mich der Petition an.

    Als Schauspieler hatte ich vor vielen Jahren Kontakt mit Betroffenen und BetreuerInnen. Die Gespräche habe ich bis heute nicht vergessen. Wir entwickelten damals ein Theaterstück zum Thema SEXUELLE GEWALT AN KINDERN UND JUGENDLICHEN. Unser nachfolgendes Theaterstück handelte von Drogen und Suche nach Liebe.
    70% der betroffenen Frauen, werden süchtig.
    Sie sind auf der Suche sich wieder „GANZ zu fühlen“…

    Meine Theaterstücke alle von Identitätssuche, Fremdsein, Ausgrenzung, Liebe, Freundschaft und Sexualität.

    Lieben Gruß Horst Emrich

    Ein Afrikanisches Märchen

    Eine große Trockenheit war über das Land gekommen.
    Zuerst war das Gras braun und grau geworden.
    Dann starben Büsche und kleine Bäume.
    Kein Regen fiel.
    Der Morgen erwacht ohne die Erfrischung des Taus.
    Die Tiere waren in großer Anzahl verdurstet,
    denn nur wenige hatten noch die Kraft gehabt,
    aus dieser Wüste zu fliehen.

    Die Trockenheit dauerte an.
    Selbst die stärksten und ältesten Bäume,
    deren Wurzeln bis tief in die Erde reichten,
    verloren die Blätter.
    Alle Brunnen und Flüsse,
    alle Quellen und Bäche waren vertrocknet.

    Nur eine einzige Blume war am Leben geblieben,
    denn eine ganz kleine Quelle gab noch ein paar Tropfen Wasser.
    Doch die Quelle war am verzweifeln:
    „Alles vertrocknet und verdurstet und stirbt.
    Ich kann doch nichts mehr ändern.
    Wozu soll es noch sinnvoll sein,
    dass ich die paar Tropfen aus der Erde hole und auf den Boden fallen lasse?“

    Ein alter Baum stand in der Nähe.
    Er hörte die Klagen und sagte zu der Quelle,
    „Niemand erwartet von dir,
    die ganze Wüste zum Grünen zu bringen.
    Deine Aufgabe ist es,
    einer Blume Leben zu geben.
    Mehr nicht.“
    Dann starb auch er.

  8. Längst überfällig! Was sind zehn Jahre im Leben eines Opfers? Im Gegensatz zum Täter hat ein Opfer lebenslänglich. Aber, und diese Frage sollte man ganz zu Beginn der Debatte stellen … Ist das denn überhaupt so gewollt? Ein Blick in die Gesetzgebung oder auch Budgets in diesem Bereich (z.B. Prävention, Opferhilfen) sprechen eine mehr als deutliche Sprache, oder nicht? Und ein Blick ins Internet beantwortet die hier vielleicht noch gerade offenen Fragen ganz schnell. Ich denke, die Stimmen der Opfer sind noch viel zu leise …

    Beate Krafft-Schöning

  9. Helga Eckert schreibt am :

    diese Pedition, sollte jedes Opfer unterstützen!! diese Täter!!!! laufen immer noch frei rum !!!
    Politiker fördern diese Täter, sie können weiter sexuell missbrauchen …
    wieviele Opfer wären verschont geblieben? wenn die Regierung endlich mal richtiges tun würde, genau genommen sind sie Mittäter, weil sie nichts für diese Opfer tun!

  10. Helga Eckert schreibt am :

    Hallo, bin sehr froh, dass Sie das tun, vielleicht sollten Sie mal „im heim forum“ über 1000 Mitglieder-oder vom Verein ehemaliger Heimkinder unterstützen lassen.

    Grüsse Helga Eckert

  11. Hallo,
    ich schließe mich allen anderen an. Das ist unmöglich dass die Täter noch geschützt werden. Ich selber bin missbraucht worden und habe dadurch einen behinderten Sohn, soll mir mal jemand sagen, dass ich keine Hilfe brauche? Dadurch werde ich mein Leben lang an das Geschehene erinnert!!!! Opferentschädigung gibt es auch nicht, da zu der damaligen Zeit (1967) eine MDE von mindestens 50 % erforderlich ist! Diese Gesetze sollen heute sich unsere Politiker einmal durchlesen und sich dann damit auseinandersetzen was ein Opfer auszuhalten hat!!! Eine Schande unser Staat!!!! Jeder will doch Gerechtigkeit oder?

    Liebe Grüße Ulrike Rost

  12. "Teddybär" schreibt am :

    Ich bin 36 Jahre alt und kann immer noch nicht richtig über meine Vergangenheit sprechen. Ich bin dabei alles aufzuschreiben. Nur durch die sogenannten „Spätfolgen“ kann ich noch nicht richtig darüber sprechen. Mein „Vater“ war Beamter und ein recht angesehener Mann in seinem Wohnort. Obwohl ich seit meinem 18. Lebensjahr keinen Kontakt zu ihm habe, hatte er mich noch lange im Griff. Nun ist die Zeit der Verjährung rum und ich kann nichts mehr machen. Im Gegenteil ich habe Angst wenn er erfährt das ich das Buch schreibe und er mir dann Steine in den Weg legt. Opfer werden zu Tätern und Täter werden zu Opfern. Es wäre schön wenn sich das ändern würde.
    Noch eine Frage: Ist meine Mutter die zugeschaut hat nicht auch Täterin?
    Das beschäftigt mich sehr lange!!!!!!!!!

    Alles liebe euer Teddybär!!!

  13. Reinhard Wolff schreibt am :

    Werter Herr Denef,
    ich finde es mutig , dass sie nach langer Leidenszeit den Mut fanden, über diesen Missbrauch zu berichten und aus diesem Grund unterschrieb ich auch die Petition an den Bundestag. In meiner näheren Verwandtschaft wurde ein Mädchen vor vielen Jahren von einem „guten“ Freund der Familie missbraucht, was damals leider auf Grund verschiedener Umstände nicht von der Staatsanwaltschaft Delitzsch weiter verfolgt wurde. Damit dieses auch später mit Namen und Anschrift genannt werden darf, ist der zweite Grund für meine Unterschrift.
    Viel Erfolg im weiteren Kampf gegen die Ignoranz der Behörden und Gesellschaft.

    Reinhard Wolff
    (Kreuma, Kreis Delitzsch)

  14. Felix Schumann schreibt am :

    Hallo,
    Ich hab mir mal ihre Kommentare durchgelesen. Ich denk die Argumentation ist schlüssig. Dadurch, dass die Opfer oft auch nach der Tat noch sehr lange unter dem Einfluß der Täter stehen (z.B. durch familiere Bindungen) dauert es einfach schon ewig, bis ein Opfer überhaupt den Mut findet zu sprechen. Wenn es dann auch noch mit einer Klage rechnen muss, sobald es Namen nennt, ist das einer Öffnung und aktiven Aufarbeitung bestimmt nicht dienlich. Diese sehe ich aber ab einer bestimmten Schwere der Tat als unabdingbar an, um in ein „normales“ Leben zurück zu kehren. Dementsprechend bin ich der Meinung sollte der Gesetzgeber hier einer Öffnung nicht im Wege stehen.
    Auf der anderen Seite, muß ich sagen, sollte tatsächlich jemand so bescheuert sein und eine andere Person zu unrecht einer solchen Tat bezichtigen, muss dies entsprechend hart geahndet werden. Dies betrifft besonders das Thema sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Der gesellschaftliche und berufliche Schaden wäre meines Erachtens nach nämlich verheerend, selbst wenn es zu einem Freispruch kommt. Zugegeben, dies hat nur wenig mit der Problematik der Verjährung zu tun, ist aber ein Aspekt, der ebenfalls in die Überlegungen mit einbezogen werden sollte.
    Ähnlich verhält es sich damit, dass die Täter nachweislich oftmals selbst Opfer waren. Sie sind oftmals keine schlechten Menschen, sondern einfach nur selbst psychisch massiv geschädigt. Natürlich entschuldigt dies nichts, sollte aber in der Rechtssprechung Beachtung finden.
    Viel Erfolg weiterhin.

    Felix Schumann

  15. Schluss mit dem Missbrauch in den Kinderheimen.
    In diesen verschleierten Massenanstalten, psychischem Terror, wird der sexuellen Gewalt Tür und Tor geöffnet. Das Jugendamt ist Mittäter und unterstützt dieses System, ohne dafür in Rechenschaft gezogen werden zu können.

    Johann L. Beckers
    Mönchengladbach

  16. Suse schreibt am :

    Hallo,
    ich bin ebenfalls Mitte Vierzig und die Amnesie fing erst mit Anfang Vierzig an zu bröckeln. Jetzt wird der Horror fassbar, jetzt ist er wieder da, unentrinnbar, immer mehr zeigt sich …
    Es ist nicht einzusehen, dass Mord unverjährbar ist, aber Gewalt an Kindern verjährt! Ist das letztere nicht das schlimmere Verbrechen? Denn das ist für das Opfer nicht in ein paar Minuten oder Stunden vorbei … Und wurde so oft begangen, immer wieder und wieder …
    Suse

  17. Judith schreibt am :

    Ich bin Opfer sexueller Gewalt. Lange Jahre hatte ich keinerlei Erinnerungen an das Grauen in meiner Vergangenheit. Als erste Erinnerungen zu mir durchdrangen, stand die Verjährungsfrist schon unmittelbar bevor. Zu diesem Zeitpunkt benötigte ich so viel Hilfe, dass eine Anzeige der an mir verübten Straftaten nicht in Frage kam.
    Auch heute noch – lange nach der Verjährungsfrist – bin ich auf therapeutische Unterstützung angewiesen. Ich bin weit entfernt davon wieder ein ansatzweise „normales“ Leben führen zu können.
    Ich hatte nie die Chance als Gewaltopfer die Justiz des Staates in dem ich lebe für mich in Anspruch zu nehmen.
    Für einen Täter gilt das Motto: Je mehr Gewalt und Einschüchterungen er einem hilflosen Wesen aufzwingt um so sicherer kann er sich sein, dass das Opfer sich nicht schnell genug von den traumatischen Ereignissen erholt und er als Täter keine Konsequenzen befürchten muss.
    Verjährungsfristen in Gesetzen, die im Zusammenhang mit sexueller Gewalt stehen, haben aus meiner Sicht nichts mit Gerechtigkeit zu tun.
    Ich wünsche mir vom Gesetzgeber, dass er die Besonderheiten bei dieser Art von Straftaten berücksichtigt und Verjährungsfristen abschafft. Deshalb habe ich diese Petition unterschrieben.

    Judith

  18. Jürgen Mülller schreibt am :

    Als Partner habe ich gesehen, welche Spätfolgen SMB bei Menschen noch nach Jahrzehnten auslöst. SMB ist Mord (!) an der Seele der Opfer und es ist nicht einzusehen, das diese Taten verjähren, die Täter ungestraft weiterleben dürfen und die Überlebenden aus dieser Hölle ihr Leben lang kaum entrinnen können. Die offiziellen Zahlen gehen davon aus, das zwischen 25 und 30 Prozent aller Frauen Missbrauch erlebt haben und ich sehe nicht, das dieses Thema entsprechend in der gesellschaftlichen Debatte gespiegelt wird. Auch wenn ich selber nicht missbraucht wurde und wahrscheinlich nicht einmal ansatzweise die Dramatik nachfühlen kann, wird mir schlecht, wenn ich sehe, dass die Seelenmörder fröhlich weiter ihr Unwesen treiben können.

  19. Bernd Wohlgethan schreibt am :

    Sexueller Missbrauch ist für mich die mit Abstand schlimmste Tat überhaupt, weil die Opfer – wie man seit langem weiß!!! – den Rest ihres Lebens davon verfolgt werden.
    Leider kommt NICHT ihnen sondern den Tätern jegliche Hilfe zu.
    Ich bin auf jeden Fall zunächst für Resozialisierung von Tätern. NICHT JEDOCH UM JEDEN PREIS!!! Es scheint einfach Menschen zu geben – warum auch immer – die sich FÜR ein kriminelles Leben entscheiden. Und dann sollen sie auch die Verantwortung für ihre Taten übernehmen. Solche Menschen haben in meinen Augen irgendwann Hilfsangebote verwirkt!
    Kümmert euch in diesem Land ENDLICH um die Opfer und ihre Angehörigen – es ist beschämend: was denkt sich der Gesetzgeber?!?!? Ich bin fast täglich entsetzt über Gerichtsurteile in unserem Land!!

  20. Jens Finkhaeuser schreibt am :

    Ich kann mich allen Kommentaren, allen voraus dem von Herrn Juergen Mueller (ich stecke in derselben Situation), nur anschliessen.

  21. P. O. schreibt am :

    Hallo,
    auch ich bin als Kind 5 Jahre von einem katholischen Priester mißbraucht worden. Erst vor 6 Jahren mit 43 habe ich angefangen mich mit dem Thema auseiander zu setzen, nachdem ich seelisch schwer krank geworden bin. Mein Mann und meine beiden Töchter waren erleichtert, als sie den Grund für meine jahrelangen Depressionen und psychosomatischen Erkrankungen erfahren haben. Meine kleine Familie hat mich super unterstützt. Das hätte ich mir damals von meinen Eltern auch gewünscht. Nach meinem Geständnis mit 15 Jahren wurde der Täter zu uns nach Hause eingeladen und hinter verschlossenen Türen wurde beschlossen, dass er mich in Ruhe lässt. Er kam weiterhin Sonntags zum Essen und ich musste auch weiterhin in der ersten Bank sitzen und an den kirchlichen Aktivitäten teilnehmen. Diesen Verrat kann ich meinen Eltern nicht verzeihen. Mein Vater ist vor 30 Jahren gestrorben, der Täter ist auch längst tot und mit meiner Mutter kann ich nicht mehr darüber reden, weil sie vor 17 Jahren einen Schlaganfall erlitten hat und nicht mehr sprechen kann. Mit dem Priester aus der heutigen Gemeinde? Mit dem Papst? Meine Seele ist immer noch zerrissen und ich kämpfe jeden Tag, auch wenn es nach den Therapien schon besser geht. MEHR HILFE FÜR DIE OPFER BRAUCHEN WIR AUF DER WELT!!!

  22. Teddybär (Jörg R.) schreibt am :

    Hallo,
    die Spätfolgen haben mich wieder einmal eingeholt!
    Obwohl ich seit dem 17.08.2007 durch meinen Eintrag zum Thema „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ anders mit diesem Thema umgehe, habe ich auch die letzten Tage wieder mit den „kleineren“ Spätfolgen zu kämpfen!
    Ich hatte mich nach langer Zeit in eine Frau verliebt, diese sagte mir dann nach ein paar Treffen, ich seihe ihr zu weich und zu sensibel! So ein Mist! Diese Spätfolgen kommen vor kein Gericht.
    Aber die Täter werden geschützt und wer macht mich hart und stark?

    Euer Teddybär

  23. admin schreibt am :

    Lieber Herr Denef,

    Ihre Petition habe ich gern unterschrieben, da ich Ihr Anliegen für ausgesprochen wichtig halte.
    Auch ich bin von Missbrauch betroffen, mein Vater hat mich als Kind vielfach vergewaltigt. Als ich einen meiner Brüder um Hilfe bat, hat er mich ebenfalls missbraucht. Mein Vater ist inzwischen verstorben, meinen Bruder habe ich konfrontiert. Er leugnet alles und hat mir rechtliche Schritte angedroht. Ich weiß also sehr gut, wie es sich anfühlt, wenn man trotz aller Wut im Bauch seinen Mund halten muss, so wie man ihn ja schon Jahrzehnte halten musste (mein Bruder hat mir damals mit dem Tod gedroht, so dass ich meinen Missbrauch verdrängt und erst vor zweieinhalb Jahren mit Anfang 40 erinnert habe). Gerade für uns Späterinnernde ist die derzeitige Gesetzeslage eine Katastrophe, aber natürlich auch für all jene, die aus Angst und Scham nicht wag(t)en, sich jemandem anzuvertrauen. Mir ist es noch sehr wichtig, Ihnen mitzuteilen, dass Sie, auch wenn Sie sich heute ausgegrenzt fühlen, nun so etwas wie eine neue Familie bekommen haben. Ihr Engagement macht vielen Menschen Mut, endlich über ihre Missbrauchserfahrungen zu sprechen und dadurch auch die Anerkennung als Unrecht und ein Verstehen der Betroffenen in der Gesellschaft zu vergrößern. Sie sind in Ihrer Offenheit und Ihrer Kampfbereitschaft ein Vorbild für viele Menschen geworden. Auch wenn sich nicht jeder persönlich an Sie wendet, so sind doch viele Männer und Frauen auf Ihrer Seite. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass Sie diese positive Energie spüren und sich von ihr stärken lassen. Und ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg in Ihrem eigenen Heilungsprozess.

    Auch ich möchte, wie so viele, anonym bleiben …

  24. Lieber Herr Denef,

    ich grüsse Sie herzlichst und schliesse mich sehr gerne Ihrer Forderung, die Verjährungsfrist bei sexualisierter Gewalt an Kindern aufzuheben, an.

    Laut dem Bundeskriminalamt sind:

    Ein Drittel der „Missbrauchsopfer“ jünger als 6 Jahre,
    Ein Drittel 6- 12 Jahre
    Ein Drittel 13 – 18 Jahre alt.

    Das bedeutet für viele Kinder, dass, wenn sie so weit sind, sich mit ihren Verletzungen auseinandersetzen zu können und jeder Mensch hat das Recht auf so viel Zeit, wie er oder sie braucht, um sich einem solch schwerwiegenden Trauma zu nähern, hat in vielen Fällen die Verjährung bereits stattgefunden.

    Politiker müssen sich fragen, was diese Verjährungsfrist im Fall von sexualisierter Gewalt an Kindern bedeutet und welche Auswirkungen es hat.

    Ist die Botschaft an TäterInnen, die mit einer Verjährung im Fall von sexualisierter Gewalt an Kindern einhergeht nicht die Folgende?

    Je junger das Kind, um so kleiner das Risiko für dieses Verbrechen belangt zu werden.

    Da die Chance, dass die Tat innerhalb der Verjährungsfrist zur Anklage gebracht wird, bedingt durch das Alter des Kindes verringert wird.

    Ich wünsche Ihnen und allen MitstreiterInnen viel Erfolg.

    Herzlichen Gruss
    Serpil Maglicoglu
    Autorin
    http://www.von-der-seele-schreiben.de

  25. Cornelia B. schreibt am :

    Ich unterstütze diese Petition mit meiner Unterschrift, weil ich finde, dass unsere Gesellschaft ein klares Signal setzen muss. Für den Heilungsprozess eines sexuell missbrauchten Menschen ist es wichtig, dass er angehört und verstanden und als Opfer anerkannt wird. Das schmerzliche Thema muss auf den Tisch. Das Opfer, der Täter und die Gesellschaft brauchen die Gelegenheit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Für mich ist es ganz offensichtlich, dass auch der Täter als Kind einmal Opfer war (nicht zwangsweise Sexual-Opfer). Das entschuldigt nicht seine Tat, erklärt aber, wie wichtig Aufarbeitung für die ganze Gesellschaft ist.

    Lieber Teddybär (Jörg R.),
    werde stark, aber nicht hart! Ich wünsche Dir Heilung Deiner Verletzungen und dass Du Deine große Liebe triffst.

    Cornelia

  26. auch ich habe sofort unterschrieben, als ich heute von dieser Petition erfahren habe.
    Es ist eine bodenlose Sauerei von unserem Staat für solche Taten eine Verjährungsfrist zu setzen.
    Der Staat nimmt vielen die erst sehr viele Jahre später drüber sprechen können, jegliche Chance, den Täter zu verklagen. Dadurch werden meiner Ansicht nach die Täter geschützt und die Opfer bestraft.
    Pfui, die Politiker, die diese Gesetze entworfen haben, sollten sich was schämen.
    So wie so finde ich die ganze Gesetzeslage bezüglich sexueller Gewalt einfach nur lächerlich. Oft heißt es, dass ein Täter durch psychische Erkrankungen, Drogen oder Alkohol nicht schuldfähig ist und wird wieder auf die Menschheit losgelassen.
    Ich finde, kein Mensch hat das Recht, einem anderen so dermaßen zu schaden, egal ob irgendwelche Drogen oder Krankheiten.
    Und noch weniger darf der Staat das Recht haben, die Täter zu schützen und die Opfer zu bestrafen.

    Herzliche Grüße

    Sylvia

  27. Gerhard Heussner schreibt am :

    Ich bin der Meinung, dass es für diese Verbrechen keine Verjährungsfrist gibt.

  28. Anna schreibt am :

    Hallo,

    vielen Dank für diese Petition! Ich habe noch nie eine unterschrieben, aber diese sofort! Gern würde ich Freunde zur Unterschrift auffordern, aber viele würden dann den Zusammenhang zu meiner Person erkennen und ich möchte mich nicht als Opfer zeigen.
    Ich bin 22 und habe mich vor einem Jahr erinnert. Ich habe meinen Erzeuger angezeigt, aber die Anzeige zurückgezogen, weil ich Angst vor Konfrontation mit ihm und seiner riesigen Familie habe und es sein könnte, dass er sich suizidiert.
    Ich brauche sicher noch MEHR als 10 Jahre um ihn wirklich anzuzeigen! Deshalb ist diese Petition so wichtig!
    – und wenn ich mir das so überlege – ich glaube einigen Freunden erzähl ich doch von der Petition!

    Herzliche Grüße

    Anna

  29. Mala schreibt am :

    … ich bin jahrelang sexuell missbraucht worden (bis ich 12 Jahre alt war). Nicht nur ich sondern auch meine Zwillingsschwester und mein kleiner Bruder. Ich kann mich nicht mehr mal daran erinnern wann es angefangen hat, denn es war schon „normal“ für uns. Es war ein Freund von meinem Vater. Ich bin nun 28 Jahre alt und hatte in meiner Jugend viele Probleme damit, heute teilweise immer noch. Ich habe ihn bis heute nicht angezeigt. Ich weiss, dass er jetzt eine Familie hat mit zwei Kindern. Am liebsten würde ich ihn anzeigen … aber ich weiss, dass es nichts bringt, wegen dieser Verjährungsfrist.

  30. Igelchen schreibt am :

    …auch ich bin ein Opfer, allerdings wurde mein Peiniger bestraft. Aber geht es mir deswegen besser, weil ich weiß, dass der „arme“ Mann 2,5 Jahre im Gefängnis war um sein Handeln zu überdenken? Ich frage mich immer wieder, ob seine 2,5 Jahre für mein Lebenslänglich seelisch gestört ausreichen.
    Die Sorge des Staates um mich als Opfer hielt sich stark in Grenzen. Ein bisschen malen beim Psychologen und schon war ich „geheilt“, erfolgreich auf Zeit verdrängt – das war es wohl eher. Ja und um den Täter, da hat man sich auch gesorgt. Dem war es wohl wichtig mich nachdem er wieder raus war noch mal zu sehen. Wie kam er nur an meine Adresse, wenn nicht aus den Gerichtsakten…

    Natürlich bin ich gegen Verjährungsfristen für Straftaten und unterstütze daher gerne diese Petition. In der Hoffnung, dass Kindesmissbrauch und Vergewaltigung in Zukunft nicht mehr als Tabu Thema gehandhabt wird und der Staat ein klares Zeichen setzt.

    Ich fühle mit den verletzten, ob ihr nun schweigt oder anzeigt!

  31. Sabrinschen schreibt am :

    …auch ich bin ein Opfer. Meine Schwester und ich wurden im Kinderheim missbraucht. Das ist viele Jahre her, aber nun werden wir dagegen angehen.

    Natürlich sind auch wir für diese Petition!

  32. Hallo Norbert!

    Da ich aus Österreich bin, habe ich eine so ähnliche Petition in Österreich auf der Homepage
    http://www.gegensexuellegewalt.at/2007/10/petition-2/
    unterschrieben.

    In meiner Kinder- und Jugendzeit bin ich mehrmals von kath. Kirchenleuten sexuell missbraucht worden, dadurch litt ich seit dem 15. Lebensjahr 33 Jahre lang an Bulimie. Drei Gelenke luxieren deswegen auch permanent und ich habe keinen Zahnschmelz mehr. Wegen der vielen Luxationen gab ich nach 30 unfallfreien Fahrjahren freiwillig meinen Führerschein ab. In Berufsunfähigkeitspension bin ich auch schon (plus Pflegestufe 1). Kardinal Schönborn gab mir € 3.700,- Schmerzensgeld. Mein Name ist Michael Tfirst, ich bin fast 52 Jahre alt und ich lebe in Wien. Zurzeit geht es mir gesundheitlich sehr schlecht (öfters Erstickungsanfälle, wegen der langen Zeitdauer der Bulimie), meine Gattin und meine drei Söhne haben Angst um mich, dass ich draufgehe.

    Näheres ist auf meiner Homepage zu lesen:

    http://michaeltfirst.blogspot.com/

    Ich berichte auf meiner Homepage u. a., dass ich bei den Schulbrüdern in der 1. Klasse Volksschule schon den 1. sexuellen Missbrauch erlebte, weitere Missbräuche sollten folgen. Wegen Kardinal Groer machte ich als Kandidat im Benediktinerstift Göttweig zwei Selbstmordversuche.

    Ich berichte aber auch auf meiner Homepage über viele andere sexuelle Missbrauchsopfer durch kath. Kirchenleute und der Schulbrüder. Einen ebenfalls sehr gravierenden Fall von den Schulbrüdern dokumentiere ich mit Zeitungsartikel, Polizeiberichten, Gutachten usw., usf. Es gelang auch in diesem Fall der kath. Kirche mit Verbindung des Konkordates die österreichische Justitia erblinden zu lassen. Die kath. Kirche ist eben zu mächtig. Nach einem fast 15jährigen Kampf der Familie mit der kath. Kirche ist Herr Nowatschek, der Vater des Opfers, am 17.11.2007 verstorben. Die Kirche konnte sich bis jetzt drücken, Schmerzensgeld zu bezahlen.

    MfG
    Michael Tfirst

    P.S. Ich danke Dir von Wien aus, dass Du so unermüdlich in dieser Sache als Mahner, Aufdecker und Aufklärer (über die Spätfolgen) unterwegs bist.

  33. Michael P. schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef,

    ich bin beim gezielten Suchen im Internet auf Sie gestoßen und somit auf Ihre Petition.

    10 Jahre lang wurde ich von einem Priester sexuell missbraucht. Ich weiß bis heute nicht, warum ich das so lange zugelassen habe – meine Persönlichkeit wurde durch die erlebte sexuelle Gewalt zerstört. 18 Jahre lang habe ich geschwiegen. Dennoch bin ich froh, dass ich vor seinem Tod – aus eigener Kraft – den Bruch vollziehen konnte und ihn zu diesem Thema auffordern konnte Stellung zu nehmen.
    Diverse Therapieversuche endeten erfolglos. Weil niemand an dieses Thema ernsthaft heran wollte. Ein christlicher Therapeut sprach davon, dass ich ja auch meinen Spaß dabei hatte. Ein Ordensmann, dem ich mich in größter Not noch vor der Wende anvertraute, meinte: „Wer so stark leiden kann – der muss auch tief liegen können“. Verantwortliche für den Priesterzweig wussten alle davon und schauten weg. Das alles eingebunden in eine geistliche Bewegung – die Maria und die Reinheit sehr in den Vordergrund stellte.

    Der Priester war ein Schulfreund meines Vaters, wurde fast jeden Sonntag zum Essen eingeladen, hatte einen Schlüssel zu unserem Gartengrundstück.

    Am Sterbetag seiner Mutter bat er meine Mutter ob ich die Nacht bei Ihm bleiben dürfte. Da habe ich das erste Mal einen toten Menschen gesehen. Er spendete die Sakramente im Krankenhaus und fuhr nach Hause, stellte eine Flasche Weinbrand auf den Tisch – als Zeichen der Freude und Auferstehung – danach ging es in die Badewanne – den Rest erspare ich Ihnen.

    Er ist zum Glück ein paar Jahre nach der Wende gestorben. Ich trat noch einmal zwei Tage vor seinem Tod an sein Krankenbett und sagte Ihm, wie sehr er mich verletzt hat. Auch die Beziehung zu der Frau, die ich wirklich liebte, viel seiner Eifersucht zum Opfer.

    Er hatte es nicht einmal geschafft sich zu entschuldigen.

    Ich merke jetzt, dass ich nach wie vor in alten Mustern verharre und mich wieder nur durch andere missbrauchen lasse.

    Ich habe zwei Fragen:

    1. Der Täter ist seit ca. 16 Jahre verstorben, ist die Verjährungsfrist versäumt?
    2. Kann man einen Verstorbenen Priester überhaupt anzeigen.

    Ich hab viel probiert, das hat niemand ernst genommen! Ich habe die Zeit mal wieder verpennt, weil ich Rücksicht genommen habe auf die Kirche und erst seit kurzen überhaupt offen darüber reden kann. Auch ich habe mich dafür geschämt. So etwas erzählt man ja nicht gerne seinen Freunden, die teilweise noch heute in der Gemeinde von diesem Priester schwärmen. Ich bin oft weggegangen, weil ich es nicht ausgehalten habe, aber wie weit konnte man in der DDR denn weggehen – er ist mir immer gefolgt. Als ich dennoch eine Frau fand, die ich wirklich liebte, ist er wie ein eifersüchtiger Liebhaber aufgetaucht und hat mir unter dem Deckmantel der so hoch gelobten Reinheit Szenen gemacht. Was denken Sie wie lange das eine Frau mitmacht. Wir waren verlobt und er wusste genau wie er mich moralisch unter Druck setzen konnte. Die Wahrheit konnte ich meiner Verlobten nicht sagen, aus Angst-, Scham- und Schuldgefühlen.

    Ich habe so eine Wut im Bauch, dass ich irgendetwas machen muss, um dieses Schweigen zu brechen – auch wenn es zu spät ist.

    Ich würde gerne die Staatssicherheitsakten von dem Priester öffnen lassen und auch mal schauen ob in meiner Akte Hinweise vermerkt sind.
    Es gab kurz nach der Wende eine Mitteilung eines Mitgliedes vom „Neuen Forum“, der den Pfarrer warnte diese Akte je zu öffnen. Ich glaube der Staatssicherheitsdienst wusste gut bescheid.

    Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihre Mut machende Arbeit.

    Michael P.

  34. Beate W. schreibt am :

    Ich kann eigentlich nur immer wieder fragen: Wann verjährt der Missbrauch in mir…???
    Wann endlich hört das auf?
    Wann verjährt der Mißbrauch endlich in meiner Seele???
    Der Täter hat mit Sicherheit kein Problem… und wieviele Mädchen hat er und wird er noch mißbrauchen…???
    Das es überhaubt eine Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch / sexueller Gewalt gibt, ist ein SKANDAL…!!!

  35. Armin G.B. Schupp schreibt am :

    Längst überfällig! Natürlich bin ich gegen Verjährungsfristen für Straftaten und unterstütze daher gerne diese Petition.

    Ich finde, dass unsere Gesellschaft ein Signal setzen muss und denke, dass es für den Heilungsprozess eines sexuell missbrauchten Menschen wichtig ist, dass er angehört und als Opfer anerkannt wird.

    Dieses noch so schmerzliche Thema muss auf den Tisch. Das Opfer, die Täter und die Gesellschaft brauchen eine Gelegenheit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

    Dass es überhaupt eine Verjährungsfrist gibt, ist ein SKANDAL!

  36. Barbara H. schreibt am :

    Ich schließe mich der Petition an, da eine Verjährungsfrist die Täter praktisch auffordert, ihre Opfer schwerstmöglich zu traumatisieren, um eine Anzeige zu verhindern. Ich selbst weiß nicht einmal, ob ich betroffen bin, ich habe keinerlei Erinnerungen, dafür aber seit der Kindheit eine breite Palette an Trauma-Spätfolgen. Sollte ich mich irgendwann erinnern können, möchte ich, dass der Urheber sich verantworten muss, egal ob in 10, 20, 30 Jahren oder noch später.

  37. h.l. schreibt am :

    Hallo,

    ich finde auch dass die Verjährungsfristen fallen müssen.
    Ich stütze mich hier nicht nur auf die Traumatologie und die Amnesien, die vor allem Opfer frühkindlichen Missbrauches haben, sondern auch auf Forschungsergebnisse und Studien. Ich kenne keine Zahlen, aber ich kann sagen, dass es vor allem die Opfer hart trifft, die ihre Amnesie erst viel später erkennen und erst spät Erinnerungen haben. Es kann in der Tat nicht sein, dass die Gesellschaft weiterhin für die Therapiekosten aufkommen muss. Es muss Opfern erleichtert werden, auch im finanziellen Sinne Gerechtigkeit zu erlangen und finanzielle Entschädigung zu bekommen, um Therapie und Arztkosten decken zu können. Das Gesundheitssystem würde somit um einiges erleichtert werden.

    In dem Sinne hoffe ich, dass die Petition etwas erreichen kann!

  38. Sabine Diel schreibt am :

    Hallo,

    ich habe eine gute Freundin bei mir aufgenommen, die jahrelang im Kindesalter vom eigenen Vater missbraucht wurde. Erst vor einiger Zeit kam es ans Tageslicht, die Traumabewältigung steht noch an. Die Schäden die so ein Mensch ertragen muss sind mit nichts vergleichbar. Immer wieder erlebe ich wie die Täter zu Opfern werden und die eigentlichen Opfer zu Tätern abgestempelt werden! Die Familie hat sich abgewandt, die Menschen stehen alleine in ihrem Trümmerhaufen aus Angst und verlorener Lebenslust. Ich weis was es heißt einen traumatisierten Menschen tagtäglich zu erleben, deshalb unterstütze ich diese Petition!!!

    Es muss ein Ende haben, unsere Gesellschaft darf auch nicht weiter wegschauen!

    Der Staat nimmt diesen Menschen die erst sehr viele Jahre später sich erinnern und darüber sprechen können, jegliche Chance auf Schadensersatz und/oder den Täter zu verklagen. Jeder der so ein Gesetz unterstützt handelt menschenunwürdig! Und noch weniger darf der Staat das Recht haben, die Täter zu schützen und die Opfer zu bestrafen. Vielleicht ist das der Grund warum die Missbrauchsrate in unserem Land so sehr steigt!!!

  39. Hallo,

    ich habe die Täter angezeigt und ich hatte immer im Nacken, seitdem die Verjährung geändert wurde, dass sobald ein Beischlaf vollzogen wird ein schwerer sexueller Missbrauch vorliegt und wenn dieser in der Kindheit war, wird ab dem 18. Lebensjahr 20 Jahre dazugerechnet, sprich, wenn jemand 38 ist hat er Pech gehabt…das finde ich grausam. Ich glaube nicht, dass eine 20 jährige Frau, die grade dem Horror entfloh, fähig ist den Täter anzuzeigen, vor allem in der Gewissheit, ihm gegenübertreten zu müssen.

    Ich finde es längst überfällig, dass zu ändern.

    Als ich in einer Bürokauffrauumschulung war habe ich gelernt, dass jemand der Schulden hat eine längere Verjährungsfrist hat als ein Gewalttäter. Nur weil es um das ‚Heiligste der Wirtschaft geht, – das Geld‘. Ich erlebe dies als beschämend für Deutschland.

    Juliane

  40. fränze schreibt am :

    Hallo,

    wer denkt es sollte eine Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch geben – dem wünsch ich einen Abend in der Gesellschaft von Vergewaltigern mit richtig miesen Fantasien.
    Denn egal wer so einen Vorfall schon mal erlebt hat, sein Leben wird nie mehr wie vorher sein!!!

    ES IST EGAL OB KIND ODER ERWACHSENER – AUF DER SEELE DES MENSCHEN BLEIBEN TIEFE NARBEN ZURÜCK!

  41. Helge Nyncke schreibt am :

    Ich unterstütze die Petition ausdrücklich, möchte aber darauf aufmerksam machen, dass man nicht immer erst dann aktiv werden darf, wenn wieder einmal ein Kind in den Brunnen gefallen ist. Es geht auch nicht nur darum, denjenigen zu belangen, der den Brunnen offen gelassen oder erbaut hat – das Wichtigste ist, ihn ein für alle mal zuzuschütten! Wenn man also erkannt hat, dass sexueller Missbrauch vor Allem dort vorkommt, wo autoritäre und menschenfeindliche Machtstrukturen herrschen, die immer wieder neue Täter produzieren werden, dann gilt es, diese Strukturen zu entlarven und zu bekämpfen, nicht nur ihre Symptome. Es ist kein Zufall, dass gerade unter dem schützenden Dach der Kirche derartige Verbrechen zu Hauf begangen wurden und werden. Es ist eine logische Folge ihrer inneren Strukturen. Religion entmündigt den Menschen und entlässt ihn damit aus der Verantwortung für das, was er tut. Das öffnet allen Spielarten von Machtmissbrauch Tür und Tor. Hier liegen die tiefen Ursachen, und hier hilft kein Reformieren und kein Besserungsversprechen, hier hilft nur abschaffen, und zwar konsequent. Alles Andere ist Augenwischerei, Verrat an allen zukünftigen Opfern und Selbstbetrug. Mein Motto in diesem Sinne heißt: gottlos glücklich!

  42. Margarete Köhler schreibt am :

    Ich beteilige mich mit an der Petition, weil ich Mutter einer sexuell missbrauchten Tochter vom eigenen Vater bin.
    Meine Tochter kann heute nach 12 Jahren noch nicht darüber reden. Ich schließe mich voll und ganz der Meinung von Herrn Beckers an, dass Jugendämter die Wegbereiter sind in dieser Sparte, weil sie an den Heimplätzen verdienen. Es gibt viele Mitarbeiter dort, die sind darauf aus, dass die Kinder möglichst preiswert gehalten werden, einmal weil sie selbst in ihrer Kindheit zu kurz gekommen sind und die Gelder aus dem selben Topf kommen wie die Beamtengehälter. Es sind oft Mitarbeiter, die selbst mit ihrem Einkommen nicht zufrieden sind und da müssen sie verhindern, dass die Opfer auch noch die finanzielle Opferhilfe erhalten.
    Ich habe es so erlebt, als ich die Unterschrift gegeben hatte, dass meine Tochter weg kam vom Vater und danach vom sexuellen Missbrauch nicht mehr die Rede. Den Täter hat man natürlich auch mit in die Unterschrift einbezogen und so konnte man alles drehen…

  43. Jassy schreibt am :

    Ich beteilige mich hier dran, weil ich selbst betroffen bin. Der Täter ist zwar verurteilt worden, „drei Jahre auf Bewährung“, na ja… Wenn es um Geld geht ist das Strafmaß immer größer und länger geahndet… Mich frustriert die ganze Situation. Wo ziehen diese Menschen denn dann Ihre Konsequenz, wo werden sie bestraft, was hab ich letztlich davon???

  44. eirelotos schreibt am :

    Wir müssen um unser Recht kämpfen…

  45. Dornröschen B. schreibt am :

    Ich bin der Meinung, dass ganz besonders eine Straftat an Kindern und Jugendlichen keine Verjährungsfrist(en) braucht.

    Ich selber bin mittlerweile 37 Jahre und Frührentnerin. Meine Erst – Erinnerungen beginnen ab dem 5.ten Lebensjahr. Misshandelt wurde ich über meine ganze Kindheit und Jugend hinweg – 365 Tage im Jahr der blanke Horror. Erst mit 20 Jahren gelang mir der Absprung aus dem „Elternhaus“.
    Heute leide ich an Angststörungen! Zu meinem Unglück bin ich vor einigen Jahren noch an Krebs erkrankt. Den Krebs habe ich besiegt, aber die Nebenfolgen sind gravierend.
    Es gibt keinen Tag, wo Kindheits- und Jugenderinnerungen quälend im Kopf umherkreisen, sei es nachts oder über den Tag.

    Nach Ostern werde ich bei der Polizei Strafanzeige stellen, auch wenn die Verjährung bereits eingetreten ist. Sollte es dennoch zu einem Prozess kommen, so würde meine Zwillingsschwester, als Zeugin für mich aussagen. Meine ein Jahr ältere Schwester mit der ich seid Jahren keinen Kontakt mehr pflege, da sie die Täter (beide Elternteile, Haupttäterin die Mutter) in Schutz nimmt äußerte neulich während meiner Kindheitsrecherche – in unverschämten Worten: „Mir ist doch nichts passiert.“ Unglaublich, aber wahr ! Ich habe vorzeitig das Gespräch beendet.

    Noch zu erwähnen sei – beide Geschwister lebten parallel zu mir in einem angenehmeren Erziehungsstil. Liebe, Wärme und Geborgenheit waren aber auch für sie Fremdwörter.

    Die Täter müssen angezeigt werden – Verjährungsfristen brauchen wir definitiv nicht!!

  46. L. schreibt am :

    Hallo,
    erst seit drei Tagen ist meine Frau in der Lage, zunächst nur teilweise Inhalte Ihrer Leidenszeit “sexueller Missbrauch” an ihr im ungefähren Alter ab ca. 8 Jahren zu reden. In diesem Fall handelt es sich zunächst um einen Onkel George, der in der Familie bekannt war und somit sein Vertrautes Verhältnis ausnutzte bis Sie ca. 13-14 Jahre alt war. Erst da wurde Ihr klar das hier Unrechtes geschieht. Von Aufklärung keine Spur. Selbst der gelähmte Stiefvater vergriff sich, nur da konnte sie sich selbst befreien und entfernen. Die Mutter will nichts bemerkt haben. Der Jahreszeitraum war um 1959 – ca. 1965. Es ist anzunehmen, dass dieser Onkel weitere Mädchen (auch Nichten u. Enkel) aus seinem Freundes-/Bekannten-/Verwandten- und Familienkreis missbraucht hat. Möglicherweise sind Kindschwangerschaften hervorgegangen? Möglichweise sind Kinder deswegen plötzlich verschwunden oder verstorben? Der besagte Onkel begang seinen sexuellen Missbrauch und Geschlechtsverkehr sogar bei Anwesenheit seiner kranken Frau im Nebenzimmer. Heute lebt dieser Mann nicht mehr. Seine Kinder sind teilweise auch schon verstorben. Zwei Enkelsöhne von Ihm sind uns noch bekannt. Wir brauchen mehr Gerechtigkeit, weniger Verjährungsfristen, und was noch wichtiger ist REHABILITATION der Opfer. Söhne und Enkel sind beruflich in sicheren Positionen und haben sicherlich Kenntnis über die Gräueltaten und Schweigen. Das Opfer hat nun fast 45 Jahre geschwiegen, bis es endlich den Mut aufbrachte das Schweigen zu brechen. Dennoch ist noch viel Aufarbeitung angesagt, sowohl für meine Frau als auch für mich. Noch hat kein Gespräch mit unseren Kindern stattgefunden. Hierzu wollen wir uns erst ärztlichen und psychologischen Rat und Hilfe holen. Verjährung in solchen Fällen ist fehl am Platz!!! Hier summieren sich Delikte und Verbrechen von Obhuts- und Fürsorgeplichtverletzungen, Missbrauch Schutzbefohlener, Ausnutzung des Umgangsrechts mit Kindern, Verhaltensmanipulationen an Kindern, Geheimhaltungsdruck und Schweigen zu Tabus, Vorsatz, Nötigung bis hin zu Androhungen gegen Leib und Leben. Und so etwas soll mit einer Verjährungsfrist enden?? Das darf nicht sein!!! Anzeigen, Urteile, Schadensersatz, Schmerzensgeld usw. bis hin zur Rehabilitation für das Opfer muss, solange das Opfer noch lebt und dazu in der Lage ist, immer möglich sein. Hierzu muss sogar die Möglichkeit geschaffen werden, dass die rechtmäßigen Nachkommen und Erben belangt werden können. Denn nur so wäre das Schweigen Mitwissender einzudämmen. Denn diese sind ja die Nutznießer aus den Hinterlassenschaften und tun so als wäre nichts gewesen, leben in saus und braus- ganz unbehelligt aller Schand- Gräueltaten, Vergehen und Verbrechen aus dieser Familie. Sexueller Kindesmissbrauch und aktiver Geschlechtsverkehr mit Kindern in diesem Alter, ist eines der schlimmsten Taten, die ein Erwachsener an Kindern begehen kann und für das das RECHT auf MENSCHENWÜRDE anzuwenden ist. Im weitern schließen wir uns allen die hierzu äußern an.

  47. Carola T. schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef,

    ja ich unterstütze Ihre Petition!

    Ich möchte Ihnen nur einen kleinen Teil von meiner ruinierten Kindheit, dank der Jugendämter, Heime, Gerichte und Staat, erzählen. Ich wurde von meiner damals ledigen Mutter, einfach so weggenommen (geklaut). Ich durfte von Geburt bis zu meinen 7. Lebensjahr in einer Kindergulag verwahrlosen, Misshandlungen jeder Art waren inbegriffen.
    Als ich 7 1/2 Jahre alt war, verschacherten die Jugendämter mich zu „Pflegeeltern“ (90% tun es nur fürs Geld, davon bin ich überzeugt), die schon über 50 Jahre alt waren. Ich wurde von diesem Mann seit meiner Ankunft sexuell genötigt und missbraucht. Ich fing schon von Anfang an, darüber zu sprechen, wofür ich immer Prügel mit Gegenständen bekam. Als ich 8 war, erzählte ich es einer Führsorgerin, sie guckte mich einfach an und sagte: „Über so was spricht man nicht.“ Als sie wegging, kriegte ich Prügel, wurde in meinen Zimmer eingesperrt und bekam nichts zum Essen (genauso wie in der Kindergulag). Ich beschwerte mich beim Jugendamt, Kinderarzt, Freunde und Nachbarn. Ohne Erfolg. Mit 14 kam ich endlich von den Leuten weg, weil ich drohte aus dem 4. Stock des Jugendamtes, wo mein „Fürsorger“ sein Büro hatte, zu springen. Ich wollte lieber sterben, als wieder zurückzugehen. Jedenfalls wurde ein Strafantrag gemacht. Ich wurde von einer Polizeipsychologin untersucht, sonst nichts. Nach 4 Jahren, ich war schon fast 18, bekam ich einen Bescheid vom Jugendgericht, wo ich in einer Woche hingehen musste um auszusagen.
    Herr Denef, in diesen 4 Jahren hatte ich keine psychologische Behandlung, ich konnte nur eins tun, um ebenso zu funktionieren, verdrängen. Ich hatte keine Chance, meine Zeugen vorladen zu lassen, ich hatte keinen Rechtsanwalt, einfach nichts. Ich konnte mich an ganz bestimmte Einzelheiten erinnern, die schlimmsten die mich immer in meinen Alpträumen begleiteten, aber nichts Kleines. Komischerweise fragte dieser Richter immer nach belanglosen Zeug, das mit der Sache überhaupt nichts zu tun hatte. Um ehrlich zu sein, ich war unter den Eindruck, dass man mir sowieso nicht glauben wird, weil ich ja ein „Heimkind“ bin. Das Endresultat war, das Schwein wurde freigesprochen und die Sau kriegte wegen Kindesmisshandlung nur 2 Jahre auf Bewährung. Ich kriegte eine lebenslange Inhaftierung meiner Seele. Er ist schon tot. Als ich das erfuhr war ich so hocherfreut gewesen, dass ich eine Party zur Feier des Tages schmiss. Ich wurde auch in dem Heim schwer misshandelt, aber das ist eine andere Geschichte. Ich frage mich nur, weshalb hat es bis zu diesen Gerichtstermin 4 Jahre lang gedauert? Weshalb hatte man mir nicht die Chance gegeben für einen Anwalt? Weshalb durften „meine“ Zeugen die es zum Gericht schafften (die Psychologin war auch da) nicht gegen dieses Schwein aussagen? Weshalb hatte man noch in den 70ern Jahren zwei verschiedene Jugendgerichte? Eins für die Familienkinder und eins für Kinder wie mich? Weshalb hatte man mich nicht wegen einer sog. Falschausage angezeigt? Weshalb hatte man meine seelischen Schäden, die ich anhand der Kindergulag und der „Pflegeeltern“ erlitten habe und mit Genehmigung des Staates, mir in die Schuhe geschoben? Ja, ich hatte ein Küken getötet, aus reiner ohnmächtiger Wut, ja, ich schaukele hin und her und wetze meinen Kopf, ja ich erbreche mich viel und habe Schwierigkeiten am Gewicht zuzunehmen oder mein Gewicht zuhalten, ja ich habe Wutausbrüche, ja ich habe tägliche Suizidgedanken, ja ich habe Probleme mich zu konzentrieren und damit schlechte schulische Leistungen (IQ 134), ja ich habe Probleme mit Beziehungen, ja ich habe Probleme mit Vertrauen usw. Ich bin jetzt 51 Jahre alt und bis jetzt tue ich wieder verdrängen. Im Heim hatten diese Erzieherinnen uns kleine Kinder an die alliierten Soldaten vermietet. Ich habe so viele Filmrisse, ich weiß nicht ob ich auch schon damals ein sexuelles Opfer war, ich weiß nur, dass ich immer verprügelt wurde und gedemütigt, es war an der Tagesordnung.

    Ich habe seitdem ich 20 bin, fast kein deutsch mehr gesprochen, so habe ich mit der Grammatik ein bisschen Probleme.

    Vielen Dank fürs Zuhören. Ich wünschte, dass ich Ihren Mut und Stärke habe.
    Ich persönlich bin mit 20 Jahren aus Deutschland geflohen, weil ich in einem anderen Land wohnen wollte, das keine Jugendämter hat.

    Viel Glück

    Carola

  48. Mantel des Schweigens schreibt am :

    Es wird Zeit. Höchste Zeit. Ein Thread in einem anderen Forum hat mir noch mehr die Augen geöffnet, wie sehr mich der Missbrauch meines Vaters an meinen Geschwistern im Griff hält, wie sehr ich darunter leide, wie stark mich die Sucht nach Liebe im Griff hält, mir zwei mal den falschen Mann gezeigt hat, bis nun endlich mein Leben in Trümmern liegt. Esssüchtig, Computersüchtig, liebessüchtig und süchtig nach Selbstzerstörung. Und das alles, ohne dass mich ein Mann angefasst hat. Das alles nur, weil ich erfahren musste, dass mein Vater meine drei Schwestern versucht hat, zu zeigen, „wie lieb er sie hat“. Zwei waren stark genug, sich gleich zu Anfang zu wehren, die dritte nicht. Die hat er nun, mit fast 50 Jahren nur nicht mehr im Griff, weil ihr Freund sich davor stellt. Das, was mir am Meisten weht tut, ist das Schweigen. Die Person, die darüber offen redet, wird ausgegrenzt, von der Familie abgeschoben. Es fand ein jahrelanger Missbrauch statt, den eine Mutter und vier Geschwister mitgetragen haben durch die Schuld des Schweigens. Ich wurde mit 14 von meinen Geschwistern zur Verbündeten des Mannes gemacht, der uns alle versuchte, zu missbrauchen, wurde in den Ring des Schweigens mit aufgenommen, um meine Mutter, die das längst alles wusste, zu schützen, um „ihr“, das Überleben zu sichern. Weil sie nicht fähig war, etwas dagegen zu unternehmen, weil es ihr das Herz gebrochen hätte, wenn sie gewusst hätte, dass es weiter ging. Heute, nach 28 Jahren, frage ich mich: Was ist mit unseren Herzen? Meines, das weiß ich heute, ist vor 28 Jahren zerbrochen. Und bis heute ist es nicht mehr heil.

    Es gibt Menschen, die behaupten, dass unsereiner doch in der Lage ist, wieder ein „normales“ Leben zu führen. Ich beantworte das mit einem klaren „Nein“. Man ist vielleicht in der Lage, zu funktionieren, sogar, für die Gesellschaft zu einem wertvollen, aktiven Menschen zu werden. Aber innerlich? Innerlich stirbst du jeden Tag ein Stückchen mehr. Innerlich suchst du immer wieder nach Möglichkeiten, dich selbst zu bestrafen, weil du missbraucht wurdest, geschwiegen hast, weil du es nicht wert bist, ein normales Leben zu führen, geliebt zu werden, geachtet zu werden. So sieht die Wahrheit aus. Dass du eine Therapie wegen Essstörungen machst und den Missbrauch verschweigst, weil du dich schämst, weil du von deiner Familie so abgerichtet wurdest, darüber zu schweigen. Dass du tagelang Kopfschmerzen hast, wenn über solche Themen diskutiert, berichtet wird, und du nicht weißt, woher diese Schmerzen kommen, denn du bist doch fit und ausgeschlafen…. Dass du immer mehr die Motivation am Leben verlierst, dich nie über deinen Körper freust, dich mit ihm wohl fühlst, dass es dir am wichtigsten wird, dass du über deinen Geist, dein Wissen anerkannt fühlst, aber bloß nicht über deinen Charakter, denn der ist schlecht. Der hat den Missbrauch zugelassen. „Der hat geschwiegen. Den Vater eingeladen? Hat der Papa denn nicht Recht? Ich hab es doch gewollt… Die Mutter betrogen. Wenn sie das erfährt, hat sie mich nicht mehr lieb. Mich kann man auch nicht lieb haben. Ich bin ein schlechter Mensch. Die Mutti hat’s gesehen, sie sagt nix, weil sie so enttäuscht von mir ist. Weil ich so böse bin. Weil ich so böse auf sie bin, weil sie mir nicht hilft. Warum hilft sie mir nicht? Warum hilft mir denn keiner? Ich bin es wohl nicht wert, dass man mir hilft…“

    Mit diesen Gedanken schlägt man sich rum. Diese Gefühle treiben dich um. Zerstören deine Seele. Tag um Tag. Immer ein bisschen mehr.

    Danke für diese Petition.

  49. Hallo,

    Auch ich bin eine Betroffene, eine sogenannte Überlebende. Viele Schatten begleiten mich durch mein Leben. Der neueste ist die Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch. Nach vielen Jahren der Angst und Therapie, war ich endlich bereit Anzeige zu erstatten, wobei bereit nicht das richtige Wort ist, ich war in der Lage dazu, beschreibt es besser.
    Ich bin durch die gesamte Tortour gegangen, nur um am Ende gesagt zu bekommen:
    „Tut uns Leid, verjährt, da hätten Sie früher kommen müssen. Fehlende Zeugen und Beweise, sorry. Außerdem zu alt und zu krank und da wo keine Verjährung ist, oh wirklich übel, Schuld und Verhandlungsunfähig.“

    Namen darf man auch nicht nennen, da man ohne Urteil und ohne Beweise zur Verleumdnung und zur üblen Nachrede bezichtigt wird.

    Alle schreien brecht das Schweigen ( auch ich bin dafür), doch bitte erwartet nicht, dass der Staat bzw. die Justiz Euch unterstützt. Während wir, die Opfer, lebenslänglich erhalten, werden die Täter geschont mit Verjährungsfristen.

    Bei den Opfern wird niemals etwas verjähren.

    Es ist schwer, wenn nicht gar unmöglich, eine missbrauchte, geschändete Kinderseele zu reparieren.

    by Angela Moonlight.

  50. A. S. schreibt am :

    Die Erinnerungen an meine traumatische Kindheit wurden durch eine Retraumatisierung 1991 wieder in mein Bewusstsein gerufen. Damals war ich noch lange davon entfernt, es überhaupt auch nur ansatzweise zu begreifen. So war ich dankbar für jeden Moment „des Vergessens“ wo ich es wieder wegdrängen und beiseite schieben konnte. Aber ich war nach diesem Ereignis nicht mehr in Lage mein Leben einigermaßen „glücklich“ zu leben. Ich bin seit dieser Zeit in psychiatrischer Behandlung mit etlichen Klinikaufenthalten hinter mir und lebe mit einer jahrelangen latenten Suizidalität. Opfer haben lebenslänglich – Genau das wünsche ich meinen Tätern auch.

  51. Susanne schreibt am :

    Hallo, angesichts dieses schrecklichen Missbrauchshorrors in Amstetten, in Österreich, und nach Durchlesen all dieser Kommentare:
    auch ich leide noch unter einem einmaligen Missbrauch, mit 12 Jahren. (=Ausrutscher, so Kardinal Lehmann).
    Bei der Konfrontation meines geistlichen Onkels mit der Missbrauchssituation, sagte er, er könne sich an nichts erinnern! Auch meine Eltern meinten, wir (drei Mädchen) müssten „nett und zärtlich sein“ zu den beiden geistlichen Onkel, „die ja keine Frau haben!“ Schrecklich, wann wird endlich das Zölibat auf Freiwilligkeit möglich sein! Das ist für mich die Vorraussetzung für einen gesunden Umgang mit Sexualität bei Pfarrern, Bischöfen u.a.
    Mein Glück war, den Glauben an die Religion, zusammen mit meinem Mann, einem evangelischen Pfarrer, wieder gefunden zu haben. Aber von der katholischen Kirche musste ich mich abwenden! Diese verlogene Männerriege!
    Susanne (pseudonym)

  52. maya schreibt am :

    Auch ich bin Opfer. Meine Mutter hatte den Täter angezeigt, etwas mehr als 10 Jahre später. Wegen zu ungenauer Beweise (ich selbst hatte damals noch keine klaren Erinnerungen an den Missbrauch, alle weiteren Zeugen verhüllten sich in schweigen, der Täter natürlich ebenso), wurde der Fall ad acta gelegt.

    So darf das nicht weiter gehen!
    Das Aufheben der Verjährungsfrist ist ein erster Schritt hin zum Opferschutz, hin zur Gerechtigkeit, wie sie in einem Staate geführt werden sollte.

    maya (pseudonym)

  53. Eva S. schreibt am :

    Ich kann mich da den Kommentaren der anderen nur anschliessen! Die Verjährungsfrist sollte genauso lange andauern wie das bei den Opfern auch der Fall ist, nämlich lebenslang!
    Eva

  54. Monika Mergen schreibt am :

    Auch ich bin Opfer.

    Mit ca. 13 Jahren, durch ein nahes Familienmitglied.

    Meine Amnesie brach recht schnell, damals, nach 7 Jahren selbstzerstörerischem Verhaltens. Das ich ohne „grösseren“ Schaden „raus“ kam, muss ich wohl meiner Sturheit zuschreiben. Doch ist der angerichtete Schaden ausreichend, um auch mir ein „Lebenslänglich“ zu verpassen. Der Schock, als der Flashback kam, können sich nur Betroffene vorstellen.

    Erst jetzt, mit fast 40, löse ich mich Stückchen für Stückchen aus den Fängen, die mich trotz aller Folgen und Massnahmen immer noch halten. Es ist schwer, das einzugestehen. Es ist hart, sich herauszuwinden. Doch mit jedem bisschen werde ich ein bisschen stärker.

    Danke für diese Petition. Ich mache mit.
    Danke für alle, die mitmachen.

    Wer kämpft, kann verlieren.
    Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

    Monika

    P.S.: Und ich muss einem Vorschreiber Recht geben: auch die Mutter, die es toleriert, ist mit Schuld.

  55. Sonja schreibt am :

    Ja auch mich hat es erwischt. 2 Mal sogar. Einmal mit 6 und einmal mit 24. Der 2te Fall wurde gerecht bestraft. Bei dem 1sten kann ich nichts mehr machen. Für eine Anzeige fehlten mir die nötigen Erinnerungen. Da ich mich in psychologische Behandlung begeben musste, wegen der 2ten Sache, bin ich auch in der 1sten Sache an mehr Erinnerungen gekommen. Leider ist es zu spät, um jetzt noch was zu machen. Es wird höchste Zeit, dass etwas geschieht. Dieses Gesetz muss geändert werden, denn es dient mehr dem Täter als dem Opfer.

    Sonja

  56. Trograncic Igor schreibt am :

    Eva S.
    Am 5. Mai 2008 um 20:09 Uhr

    Ich kann mich da den Kommentaren der anderen nur anschliessen! Die Verjährungsfrist sollte genauso lange andauern wie das bei den Opfern auch der Fall ist, nämlich lebenslang!

    ICH KANN MICH DA NUR VOL UND GANZ ANSCHLIESEN………
    Lebenslanges Vergeltungsrecht für solche Opfer….

  57. Frank Gräber schreibt am :

    Habe auch unterschrieben. Bin zwar kein Opfer, habe aber eine kleine Tochter und wahrscheinlich wie jeder Vater einer Tochter Angst davor, dass sie irgendwann Opfer werden könnte. Allerdings denke ich müsste vor allem das Strafmaß erhöht werden (Todesstrafe gibt’s ja leider nicht hier). Auch denke ich, dass nach vielen Jahren die Erinnerung nicht mehr so gut ist und sich einige Opfer in Widersprüche verwickeln könnten, abgesehen davon sind dann auch Spuren (z.B. DNS) nicht mehr nachweisbar. Es wäre doch schade, wenn Täter nach vielen Jahren, auf Grund von zu wenig Beweisen frei gesprochen werden. Deswegen denke ich, dass es viel mehr Anlaufstellen für Kinder und Frauen geben sollte, oder eine Erweiterung der gesetzlich vorgeschriebenen Untersuchungen bei Kindern oder andere Methoden Beweise zu sichern…
    Eine Abschaffung der Verjährungsfrist sollte auf jeden Fall nicht dazu führen, dass sich Opfer denken sie hätten ja noch viel Zeit sich zu melden, denn in der Zwischenzeit könnten andere Opfer des selben Täters werden…
    Man sollte vielmehr in der Gesellschaft eine grössere Akzeptanz für Opfer schaffen, damit die Opfer sich nicht schuldig fühlen….

  58. Dörte B. schreibt am :

    Eine Tat verjährt niemals.
    Opfer werden zu Tätern gemacht, wenn sie nach 30 Jahren sprechen (können)!
    Ich sitze vor dem Bildschirm und lese die Gesetzestexte, beginne zu weinen, mein Körper schüttelt sich.
    Es ist NIE vorbei.
    Im Gegenteil: Täter verhöhnen Opfer, begehen auch nach Jahren Rufmord.
    Man wird ein LEBEN LANG MISSBRAUCHT, GEDEMÜTIGT und GEKRÄNKT.
    Verstehen Politiker das ?
    Ich hoffe.

  59. Jasmine G. schreibt am :

    So etwas dürfte es nicht geben…
    Verjährungsfrist, wo kommen wir denn da hin!!!
    Die Opfer leiden ihr Leben lang!!!
    Deshalb gab ich auch hier meine Unterschrift!!!

  60. Danke für die Petition. Danke für den Mut!!!

    Ich schreibe Gedichte und Texte, die mir helfen meine Gewalterfahrungen zu verarbeiten. Ich hoffe, dass es die, die es angeht, erreicht.

    VERLORENE SEELE

    WORTE, die ungehört verhallen
    FRAGEN, die unbeantwortet bleiben
    WUNDEN, die nicht heilen
    GRENZEN, die verschwimmen
    VERTRAUEN, das für immer zerbrochen
    ANGST, die immer mitgeht
    SICHERHEIT, die nicht mehr existiert
    KOPF, der verdrängt
    KÖRPER, der fremd geworden ist
    GEFÜHLE, im Chaos zuhause
    SCHMERZ, der erinnert
    SEELE, die verletzt bleibt
    SCHULD, mir eigen
    OHNMACHT, die tief in mir steckt
    ICH, das nichts mehr wert ist

    Trotz alledem habe ich ein Recht auf LEBEN
    HOFFNUNG erhält mich am Leben

  61. Anna schreibt am :

    Hallo,
    Ich danke Dir dafür, was du hier machst.
    Auch ich bin betroffen, und habe lange verdrängt, nur meine Therapeutin weiß was, aber auch nicht alles.
    Meine Mutter würde mir nicht glauben, es gab mal eine Situation wo ich nicht schwieg, es war für sie harmlos. Es hat mich jemand in den Schritt gefasst, ein Freund meiner Eltern. Als ich das sagte, meinten sie es wäre eine Lüge und ich musste mich damals bei dem jenigen entschuldigen.
    Das schlimmste verschwieg ich, bis heute, nur den Kontakt mit den Tätern in der Familie brach ich ab.
    Habe Angst um meine Tochter und lasse sie nicht allein, dass keiner die Möglichkeit hat ihr das anzutun, was mir angetan wurde.
    Aber ich kann sie nicht ihr Leben lang kontrollieren und das macht mir Angst.
    Danke noch mal für alles.

  62. Michaela Baumgartner schreibt am :

    Hallo,

    ich kann das nur unterstützen, auch ich bin Opfer und nicht nur einmal sondern von einem „Freund der Familie“ und von meinem eigenen Vater und das jahrelang.

    Und die Krönung ist, dass es meiner eigenen kleinen Tochter auch passiert ist.
    Ob mir noch zu helfen ist…ist fraglich, aber meiner Tochter kann noch geholfen werden.
    Mein Vater hat es vergessen…er kann sich nicht mehr dran erinnern. Doch ich werde es nie mehr vergessen können. Es ist täglich bei mir.

    Der Täter meiner Tochter wurde zwar verurteilt zu einem Jahr…und wie sieht die Seele meiner Tochter aus??? Sie ist verkrüppelt ein Leben lang.

    So was darf nie verjähren…deshalb unterschreibe ich hier

  63. Marion M. schreibt am :

    Ich kann mich in den Worten von M. B. (18.5. 14:24) wiederfinden..

    Die selbe Geschichte…auch ich habe *mehrfach* Gewalt und MB erfahren (müssen)…die ganze geschichte kennt KEINER…
    Bin jahrelang in Therapie, inzwischen sogar deswegen auf Zeit berentet…
    Ob´s was hilft, ob ich jemals wieder ins *normale* Leben zurückfinde…;wer weiß das?
    Mein Sohn hat ebenso MB erfahren…der Täter bekam 500 € Geldstrafe. Mein Sohn, inzw. 18, hat erhebliche Probleme im Umgang mit Menschen, was ihm in der Schule und jetzt auf Lehrstellensuche ERHEBLICH einschränkt…
    Ich hoffe, das meinem Sohn (so wie allen anderen) geholfen werden kann…

    iIh sehe die Verjährung auch als REINEN Täterschutz an…. denn wenn man Opfer schützen wolle, würde es dieses Gesetz nicht mehr geben…

  64. Hallo,

    auch wir können diese Pedition nur unterstützen, denn so wie all jene hier schrieben, haben auch wir es erfahren müssen. Jahrzehnte lang konnte uns unser Peiniger erpressen, da wir unseren Wohnsitz bei ihm hatten.

    Als wir ausgezogen sind, kam eine Vergewaltigung hinzu, aber nur, um uns zu zeigen, was mit Verrätern geschieht.
    Ja, ich schreibe dies hier bewusst wahrheitsgemäss auf, denn als die Polizei vor mir stand, um eine Gegenüberstellung zu machen, stand der wahre Täter nicht hinter der Scheibe, wo er mich nicht hätte sehen können, nein, mein Peiniger stand mir gegenüber.

    Dank der Spaltung meines Körpers, konnte ich ins innere abtauchen und wurde durch einen Nichtwissenden Innie ersetzt. Das Fazit dieser Gegenüberstellung war, dass ein Mörder laufen gelassen werden musste, da ich unfähig war zu reden, da er mir schon an dem besagten Abend genug gedroht hatte und mit jener Vergewaltigung deutlich zu verstehen gab, wie schnell ich gebrochen werden kann, wenn ich denke, ich hätte Mut für eine Anzeige. Später als ich mit meinen Kindern 3 x einer Flammenhölle entkommen bin, da der Täter uns immer wieder fand, das verdanke ich nicht dem Gesetz, nein, das verdanke ich jenen, die genau Opfer wurden wie ich – sie uns aufgenommen haben.

    Wie lange will eine Frau Merkel, eine Frau Zypriss und wie sie alle noch heißen, zuschauen, wie Opfer darum kämpfen müssen, dass zu bekommen, was sie eigentlich verdient hätten. (ein Leben ohne Angst und ohne Mordandrohungen, wenn Opfer ihr Schweigen brechen)

    Oder soll es weiter so gehen, dass die Täter kostenlose Therapieplätze bekommen, wogegen ich (wir) wir z.b. erst einmal 280,00 Euro von unserer Rente aufbringen müssen, um einen erfahrenen Traumatherapeuten aufsuchen zu können. Erst wird die wahre Diagnose 30 Jahre von Seitens der Ärzte unter den Tisch gefegt und man wird einfach als schitzophrener Typ abgestempelt und mit Psychopharmaka mundtot gemacht, doch wenn man trotz allem weiter kämpfte, irgendwann wieder im Außen ist, ist noch lange nicht alles vergessen. Wie auch? Ich fange jetzt wieder dort an, wo ich vor 30 Jahren angefangen habe, als ich meine Aufarbeitung in einer Therapie begonnen habe. Das einzige was sich nur änderte, ich verlor Jahre, meine eigenen Kinder nahm das Gesetz Jahre weg, um mit ihrer Mutter gut leben zu können und vor allem mit dem Wissen, dass die Mutter nicht krank ist, sondern nur einen Überlebensmechanismus entwickeln musste, damit man überhaupt überleben konnte.

    Für mich, sowie für unsere 5 Kinder welche mittler Weile den Haushalt verlassen haben (da sie schneller älter und volljährig wurden, als man mir helfen konnte, diese Straftat aufzuarbeiten), ist die Verjährung wirklich nur ein Schutz für die Täter. Sie machten mich (uns) zu dem was ich heute noch bin. Ich bin gefangen in einem Körper der älter werden durfte, doch mich ließ er zurück, als wir das Jahr 1982/83 schrieben. Würden den Organen unseres Staates tatsächlich etwas an einer Aufklärung vieler Straftaten liegen, würden sie zuerst das abschaffen, was Opfer erst verstummen lässt.

  65. Meine Erinnerungen an meine traumatische Kindheit konnten erst aufgegriffen werden als ich im Jahre 1999 erstmals wieder aus den tiefen meines Körpers aufsteigen konnte, dank einer guten Therapeutin, der der Begriff Multiple Persönlichkeiten kein Fremdwort war. Damals war ich noch lange davon entfernt, es überhaupt auch nur ansatzweise zu begreifen, was tatsächlich mit mir geschehen war. Ja, in jener Nacht als dieser Mord geschah und ich zum Schweigen gebracht wurde, durch den Missbrauch. Während der Retraumatisierung bei meiner Therapeutin war ich einerseits dankbar für jeden Moment “des Vergessens” wo ich es wieder wegdrängen und beiseite schieben konnte, doch Nacht für Nacht ist es wieder da, dass Gesicht des Täters und wie erhaben er vor mir steht, als der Polizist neben ihm stand. Seit der Therapie im besagten Jahr habe ich versucht mein Leben einigermaßen “glücklich” zu leben, doch es ging nicht mehr. Ich (wir) brauchten nicht nur psychologische Hilfe, nein wir brauchten auch noch einen Betreuer, da wir auf Grund unserer Spaltung nicht einmal kontrollieren können, wenn ein unverhoffter Wechsel bei uns stattfindet.

    Opfer haben lebenslänglich – genau das wünsche ich meinen Tätern auch. Ich würde jetzt selbst nicht einmal davor zurück schrecken, dass meinem Täter anzutun, was er mir vor vielen Jahren gab… lebenslänglich, nur für ihn halt unter der Erde, denn anders komme auch ich mir nicht vor. Gestorben 1989… und ein Körper funktionierte für mich, bis ich 1999 wieder da war. Doch wie kann ich jetzt sagen, ich kann leben? Diesen Satz werde ich nie sagen können. Im Gegenteil, ich kann das alles nicht anzeigen, da es nach so vielen Jahren keine Beweise mehr gibt… nur eine Zeitung die an das damlige Verbrechen erinnert, als man per Zeitung den Täter suchte. Dass er bereits von der Polizei festgenommen war, dass wusste keiner……………….. denn ich war verdammt zum schweigen………………..

  66. @ngle schreibt am :

    Hallo,
    ich unterstütze die Petition aus Überzeugung und der Hoffnung, mit meiner Unterschrift, die für einige Herrschaften eine Kleinigkeit und schwindend gering ist, aber EINE MIT TAUSENDEN ANDEREN zu einer GROßARTIGKEIT wird!!!!
    Auch ich habe Missbrauch erfahren müssen. Es ist zwar nicht zum Akt an sich gekommen aber der seelische, psychische Missbrauch, der danach noch Jahre weiter an mir vollzogen wurde, ist mit einer „FRIST“ nicht aus der Welt zu schaffen.
    Oder die Selbstmordgedanken; weil die eigene Mutter einen anklagt, eine kleine Lolita zu sein – ich hätte ihren Mann verführt!!! Ich war 9/10!!!
    Das Leiden nimmt so kein Ende, ganz im Gegenteil, als Kind fühlt man sich doppelt schuldig!!! Habe es „fremden“ Menschen zu verdanken, den Mann meiner Mutter anzuzeigen, leider vergebens, VERJÄHRT! Sind wir jetzt alle MENSCHEN OHNE VERGANGENHEIT?, weil die „FRIST“ abgelaufen ist??????? Welch ein Hohn!!!!!!!

  67. Elke schreibt am :

    Missbrauch ist ein viel zu harmloses Wort für das was dem, der das erlebt angetan und zugefügt wird und lebenslang daran zu tragen hat und was nie verjährt und wo man unendlich viel tun muss, um heilen zu können und es ist Wahnsinn, welch eine Auswirkung das hat und wie weit und groß der Radius dessen ist, welche Bereiche des Lebens dadurch Beeinträchtigungen sind, als wäre man lebendig auf den Müll geworfen und dort liegen gelassen.

  68. @ngle schreibt am :

    Hallo an alle,
    Hallo TEDDYBÄR!
    Bin heute erst dazu gekommen, so ziemlich alle Einträge zu lesen.
    Zu Deinem Eitrag vom 17.08.07, 16.46 Uhr: Ein ganz klares JA!!
    JEDER DER ZUSCHAUT IST MITTÄTER!!!!!!!!!
    Würde mich gerne zu diesem Thema mal mit Dir austauschen
    moonchild71 [at] hotmail.de oder nimm Kontakt über wkw mit mir auf,
    wenn Du darüber reden möchtest und kannst. Anke Link
    LG @ngle

  69. Elfe schreibt am :

    Ich unterschreibe auch. Ich selbst (werde im August 38 Jahre und die Frist läuft somit ab) erinnere erst seit 3 (!!!) Jahren über Körpererinnerungen Teile eines Missbrauchs durch meinen Vater ab dem Alter von 6 Jahren. Seitdem versuche ich die Tatsache für mich selbst klar zu kriegen, geschweige denn, dass meine Seele eine bildhafte Erinnerung zulässt. Zu schlimm sind die Dinge, als dass ich sie jetzt schon komplett erinnern könnte….

    Ich habe eine Persönlichkeitsstörung und meine Kinder hätten eine auch schwierige emotionale Bindung zu mir haben können – hätte ich nicht kurz vor einem Selbstmord begonnen, mich mit meinem Schmerz zu beschäftigen. So ließ meine Seele wenigstens erst einen Hauch von Erinnerung zu.

    Mehrere Generationen leiden unter diesen Mustern, die als Überlebensstrategien als Kind im Missbrauch notwendig waren.

    Ich habe nur noch wenige Wochen und hoffe, dass in einem (weiteren) stationären Aufenthalt (mein 3. in den letzten 4 Jahren!) für mich klären zu können.

  70. Eichert Michael schreibt am :

    Ich machs kurz. Wir hatten in Deutschland bereits die Todesstrafe. Diese sollte wieder eingeführt werden, bei sexuellem Missbrauch, Vergewaltigung und Terrorismuss!

  71. Klaus Klüber schreibt am :

    Selbstverständlich schließe ich mich vorbehaltlos dieser wichtigen Petition an.
    Es ist nun einmal eine unumstößliche Tatsache, dass es besonders Kindesmissbrauchsopfern fast unmöglich ist, ihre zutiefst schambehafteten Erfahrungen anderen Menschen gegenüber zu artikulieren. Gerade weil sie nicht über ihre Erlebnisse sprechen können, entwickeln sehr viel Opfer ersatzweise mannigfaltige psychische Auffälligkeiten.
    Erst diese Sekundärerscheinungen führen diese Menschen häufig erst nach Jahrzehnten in psychologische Behandlung, in der es z.T. wieder jahrelanger Gespräche bedarf, bis diese Menschen über ihre z.T. völlig verdrängten Missbrauchserfahrungen sprechen lernen.

    Da die Folgen von sexuellen Missbrauch, dermaßen gravierende Folgen auf die weitere Lebensgestaltung und Empfinden dieser Menschen bis hin zu Selbstmord haben kann, muss die Ahndung solcher Taten dem verjährunfgsfreien Mord gleichgestellt werden.

    Darüber hinaus möchte ich darauf aufmerksam machen, dass selbst eine erfolgreiche Petition wenig dazu beiträgt, derartige Taten zu vermeiden.
    Daher erlaube ich mir auf meine Initiative zur Einführung eines neuen dreistufigen Schulunterrichtsfaches aufmerksam zu machen, das meiner Ansicht nach in hervorragender Weise jungen Menschen gewaltpräventiv und gesellschaftsdienliche Eigenschaften vermitteln könnte.
    Dazu gehören:
    1. Die frühzeitige und kontinuierliche Aufklärung junger Menschen, um sie dahingehend zu sensibilisieren, was Gewalt eigentlich ist, wie sie sich auf mein Gegenüber auswirkt und wie man selbst gewaltdeeskalierend mit anderen Menschen umgeht.
    2. Die Vermittlung von eigen und sozialer Verantwortungsbereitschaft.
    3. Die fundierte Vorbereitung auf die eigene spätere Elternrolle

    Mehr Informationen zu diesem komplexen Thema ist unter http://www.ex-Heimkinder.de/Ziele.htm zu finden.
    Ich würde mich freuen, wenn auch dieses Projekt von zahlreichen Menschen Unterstützung bekäme.
    Mit freundlichen Grüßen. Klaus Klüber

  72. Hallo,
    ich wusste nicht, dass es so eine Petition gibt.
    Erst durch den Eintrag in mein Gästebuch wurde ich davon informiert…vielen tausend Dank.
    Meine Tochter wurde als 8 jährige von einem Bekannten missbraucht. Die Strafe??? Lächerlich!!! Der Mistkerl bekam 2 Jahre auf Bewährung, obwohl er ein Wiederholungstäter ist. Zwei Jahre und 2000,- € Geldstrafe und 2000,- € Schmerzensgeld, welches er nie bezahlte.
    Es zerreist mich, wenn ich daran denke. Auch ich bin Betroffene und wurde als 12 jährige sexuell missbraucht, nur ich hatte nie den Mut es zu erzählen. Dafür stand ich um somehr für meine Tochter ein, nur leider hat es nicht den Erfolg den ich mir für meine Tochter gewünscht habe.
    Die Mistkerle haben einen Freibrief und lachen sich tot über die laschen Strafen.
    Ich werde so ein Dokument ausdrucken, und im Geschäft bei uns umherreichen.
    Nun habe ich wieder Hoffnung, um weiter zu kämpfen.

    Liebe Grüße

    Birgit Riebel

  73. Anna Maria Radeck schreibt am :

    Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen.
    Mit den Vergewaltigern wird einfach zu gnädig umgegangen. Die Strafen müssten härter sein. Sie dürften niemals mehr am Leben teilhaben…
    Den Opfern sollte besser geholfen werden…

    Lg.

    Anna Maria

  74. Inge Feiersinger schreibt am :

    Ich kann mich dem ganzen nur anschließen.
    Früher gab es nicht, was nicht sein durfte. Aber mein ganzes Leben wird von den Vorfällen beeinflusst. Man kann es nicht aufarbeiten.
    Als ich mich meiner Mutter anvertrauen wollte, bekam ich eine Tracht Prügel. Dann habe ich nie mehr etwas gesagt. Es war ein Freund meines Vaters. An einer meiner Freundinnen hat er sich auch vergriffen. Nun lebt er nicht mehr und kann keinem Kind mehr etwas antun.
    Ich habe selbstverständlich sofort unterschrieben und hoffe, dass die Regierung endlich mal etwas Produktives tut. Eine Verjährung darf es in dieser Straftat nie geben.

  75. Pia schreibt am :

    Ich und meine kleine Tochter, 6 Jahre alt, sind selbst Opfer von Missbrauch und ich kann dies nur unterstützen. Ich habe den Peiniger meiner Tochter angezeigt, es gab immer wieder Vernehmungen des kleinen Kindes in großen Abständen. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren niedergelegt aus Gründen die lachhaft sind, die kleine würde die Zeiten durcheinander bringen ich muss erwähnen, dass Saskia nicht ganz so ist wie andere Kinder und als sie vernommen wurde war sie 5 Jahre alt, Die Tat geschah mit 4 Jahren. Ich ging in Beschwerde, musste es aus eigener Tasche bezahlen, insgesamt über 700 Euro, die ich aufbringen musste als Harz 4 Empfängerin. Und auch diese Beschwerde habe ich verloren. Die kleine leidet heute noch unter dieser Tat und ich habe lange gekämpft, um überhaupt einen Therapieplatz zu bekommen. Irgendwann kommt der Tag wo ich ihr sagen muss der Täter ist frei.
    Gerade darum bin ich gegen eine Verjährungsfrist. So hätte auch die kleine die Möglichkeit, später erneut es zur Anzeige zu bringen.

    Ich hoffe, dass wir was erreichen, denn gemeinsam sind wir stark.

    Lg. Pia Klemm

  76. Karin G. schreibt am :

    Hallo zusammen!

    Ich stimme der Petition in vollem Umfange zu.

    Ich bin zwar keine Betroffene oder Opfer, jedoch kann es in der heutigen Zeit nicht sein, dass Täter vollstes Verständnis bekommen und Opfer ein Leben lang leiden müssen.

    Wer schützt die Opfer? Sie schützt keiner!
    Die unendlich traurigen Kinderaugen, die Ängste und Qualen, die sie durchstehen, vielleicht gar bis zu ihrem Tod. Ich darf gar nicht dran denken.

    Für die Täter heißt es meistens, sie waren nicht zurechnungsfähig.
    Ist dies eine Entschuldigung?

    Es kann nur heißen: keine Verjährung für die Täter! Die Strafen müssen drastisch höher ausfallen und keine Eingliederung mehr ins Leben….
    Darum kann es nur heißen: SCHÜTZT DIE OPFER!

  77. Angela Fuhr schreibt am :

    Es müssen noch viel mehr werden, die mithelfen, denn die Dunkelziffer ist unglaublich hoch!! Solange die Gesetzgeber sich nicht eingehend mit diesen Themen beschäftigen, laufen die Täter unbehelligt herum!!
    Angela Fuhr, Verein „Sicheres Leben e. V.“

  78. Bei sexuellem Missbrauch darf es keine Verjährungszeit geben. Die Leiden der Opfer verjähren ja auch nicht – sie leiden ein Leben lang.
    Sexualtäter dürfen sich nie in Sicherheit wiegen, sie müssen – egal wieviel Zeit verstrichen ist – zur Verantwortung gezogen werden. Denn Missbrauch ist Mord auf Raten und bei Mord gibt es keine Verjährung.
    Deshalb wird unser Verein diese Petition voll unterstützen.
    Theresia Kraft 1. Vorsitzende Verein „Schaut hin“ e.V.

  79. Beate B schreibt am :

    Mein Peiniger ist bereits versorben. Meine Gedanken, Gefühle, der Hass, die Angst nicht!

  80. Kathi schreibt am :

    Nicht nur die Verjährungsfrist bei einer Zivilklage sollte aufgehoben werden, NEIN auch der Täterschutz!!!!!
    Meine Tochter wurde über mehrere Jahre sexuelle missbraucht. Ich habe nichts gemerkt.
    Das Schw… kriegt einen Verteidiger, einen Psychologen, eine Sozialarbeiterin…
    Und wir? Ich habe seitdem nur Rennereien, Anwalt, Staatsanwalt, JVA, u.s.w.
    Irgendwann in 2-4 Jahren kommt er raus, kriegt eine Wohnung und wenn er Glück hat, auch Arbeit.
    Ich habe alles hinschmeißen müssen, um mein Kind sofort aus dieser Hölle zu holen.
    Wer kümmert sich um uns? Niemand!
    Ich wünsche allen Betroffenen, dass da von Gesetzesseite ENDLICH was passiert!

  81. Stephan K schreibt am :

    Auch ich bin für diese Petition. Sexueller Missbrauch wirkt so stark nach und beeinträchtigt das komplette Verhalten des Opfers. Die Verjährung ist erst mal nur dem Gewissen des Täters von nutzen. Und unterstreicht sein Prinzip: „Catch me if you can“ Krieg mich, wenn Du kannst. Nach Ablauf der Frist kann eben keiner! HAHA. Wie lustig!
    Eine Verjährung der Straftat bringt nicht nur den Opfern nichts sondern grade dem Täter oder der Täterin nichts. Denn auch sie müssen in erster Linie vor sich selbst geschützt werden. Und vor weiteren Schandtaten, die ja gar nicht als solche gemacht werden. Unterstell ich denen mal.

    Und da sind deren Verteidiger erstmal nicht so wichtig. Diese Gewaltverbrecher sollten zwar, da hätte ich sicher auch Spaß dran – genau das gleiche erleben, was sie so den Opfern an“TAT“en – Aber um es ins positive zu kehren, ist es wichtig Sozialarbeiter oder andere Menschen die Täter in ihrer positiven Veränderung zu unterstützen. Gleiches mit gleichem wäre genauso Quatsch.

    Noch mal zusammengefasst: Die Leiden der Opfer verjähren ja auch nicht – sie leiden ein Leben lang. Dass sie sich selbst in unserer ach so modernen und sozialen Gesellschaft selbst um die Aufarbeitung kümmern müssen ist mindestens so pervers wie die Tat der Täter.

    Ich erinnere mich in dieser zeit durch Reinkarnationstherapien glücklicherweise an meinen Missbrauch in der Kindheit. So werden mir die Auswirkungen meines Verhaltens, wie: kein Erfolg im Beruf zu haben, mangelndes Selbstwertgefühl, wenig Selbstliebe, etc. verständlich und ich bin so in der Lage an mir was zu ändern. Ich hoffe, dass die Regierung handelt. Gerne setze ich mich detailliert dafür ein. Denn ich bin leider davon betroffen.

  82. Anja schreibt am :

    Ich bin für die Abschaffung der Verjährungsfrist.
    Ich selbst habe es erst nach über 20 Jahren geschafft, das Geschehene anzuzeigen und das Ende vom Lied war, dass das Verfahren wegen VERJÄHRUNG eingestellt wurde!
    Ich aber habe LEBENSLÄNGLICH……

  83. Gisela schreibt am :

    Ich habe nicht gewußt dass so eine Straftat eine Verjährungsfrist von 10 Jahren hat. Ich habe erst nach 22 Jahren den Mut gefunden über den Mißbrauch seit meinem 6. Lebensjahr zu sprechen. Vom eigenen Vater mißbraucht zu werden ist so unvorstellbar und so widerlich. Wie sollte ich Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen wenn ich mich dafür hasse und verabscheue und mein Vertrauen in die Menschen genommen wurde. Der Täter hat sein Leben fröhlich weitergelebt. Und ich bin mit 6 Jahren gestorben. Ich mache gerade eine Therapie und habe endlich den Mut gefunden den Täter anzuzeigen und nun finde ich heraus, ist ja verjährt. Ich muss geheilt sein, ist ja mehr als 10 Jahre her. Ich bekomme da so eine Wut, bin ich denn nichts wert? Ich unterstütze daher die Petition und werde Himmel und Hölle in Bewegung setzen dass das Schweigen endlich gebrochen wird und kein Tabu Thema mehr in der Gesellschaft ist.

  84. … auch ich habe LEBENSLÄNGLICH! Erst jetzt, im Alter von 43 Jahren hat sich das Puzzle all meiner Erinnerungen zusammengesetzt – erst jetzt kann ich darüber reden oder schreiben – erst jetzt bekomme ich psychotherapeutische Hilfe, die ich mir mühsam selber suchte.

    Mein gesamtes Leben ist ein Scheiterhaufen, weil ich nie die Kraft hatte z.B. einen Arbeitsplatz lange zu halten, eine Beziehung aufrechtzuerhalten … immer diese Ängste, Panikattacken – über Jahrzehnte.

    ~ Lebenslänglich – habe ich keine Chance in einem Beruf länger zu verweilen
    ~ Lebenslänglich – immer wieder sozialer Abstieg, Arbeitsplatzverlust durch die Ängste die sich immer wieder entwickeln
    ~ Lebenslänglich – weil ich selbst im Alter dadurch ein Sozialfall sein werde, denn ich schaffe es nicht, mir grundlegende Rentenansprüche zu erwerben
    ~ Lebenslänglich – Depressionen, Borderline, Selbstverletzung
    ~ Lebenslänglich – Einsamkeit und nicht vertrauen können
    ~ Lebenslänglich – das Gefühl „unwert“ zu sein
    ~ Lebenslänglich – EKEL vor diesem Körper der mir niemals gehörte und nie gehören wird, weil sich ein anderer daran bediente
    ~Lebenslänglich – mir Liebe wünschen, die ich dennoch nicht annehmen kann

    ~ LEBENSLÄNGLICH – auch für meine Kinder, die durch meine Verhaltensweisen und Ängste geprägt sind und immer sein werden, die meine Traurigkeit spüren, die statt Lachen nur Tränen sehen…
    ~ Lebenslänglich – für meine Kinder, deren Körperkontakt ich nicht aushalten kann, die eine Mutter haben mit der sie nicht kuscheln können
    ~ Lebenslänglich für sie, da sie für mich im Alter werden aufkommen müssen!!!

    ~ Lebenslänglich … für auch die nächste Generation … eben geprägt!

    Und ist die Verjährungsfrist endlich abgeschafft bleibt noch immer das Problem, es alles BEWEISEN zu können…

    Hoffe, Ihr Politiker bewegt Euch endlich!

  85. Sabine Rusche schreibt am :

    Hallo, auch ich gehöre zu diesem Personenkreis welche Missbrauch erlebt haben und hinterher als Täter behandelt worden.
    Es war mein eigener Bruder, mein Stiefopa und zwei Bekannte meiner Eltern. Ich wurde immer wieder diesen Menschen ausgesetzt und als Lügnerin hingestellt.
    Nach 43 Jahren und nach vier Suizidversuchen habe ich mich in psychologische Behandlung begeben. Ich durfte den Traum einer unbeschwerten Kindheit nur träumen.
    Eine Verjährung finde ich, ist wie ein erneuter Missbrauch. Es kann sich niemand vorstellen, wie es ist, nach allem was man erlebt hatte, ein normales Leben führen zu wollen. Es gibt kein normales Leben mehr, ich wurde zerstört bevor ich leben und lieben durfte.
    Diese Menschen haben es nicht verdient, dass sie geschont werden. Uns hat auch niemand geschont, wir müssen mit diesen Geschehnissen leben. Ich bin das dritte Mal verheiratet, aber eine Ehe stellt man sich anders vor.
    Menschen, welche solche kranken Gedanken haben, sich an Kindern zu vergreifen, dürfen nicht ungestraft davon kommen.
    Ich war beim ersten Mal vier Jahre alt. Wie kann es eine Befriedigung sein, wenn ein Kind bittet man möge es in Ruhe lassen, man möchte dies nicht.
    Mit meinem Bruder und meiner Mutter habe ich gebrochen, ich möchte mit diesen Verbrechern nichts mehr zu tun haben.

    Liebe Politiker, über allen Quatsch wird diskutiert, aber gegen diese Verbrecher wollt Ihr gnädig sein. Wenn Ihr dies zulasst, seid Ihr nicht besser als unsere Lebensschänder.

  86. Bin der Meinung, dass durch die Verjährung die Täter immer weiter machen.
    Schützt endlich die Opfer indem die Verjährung weg fällt.
    Missbrauchsopfer leiden ein Leben lang.
    Keine Strafe auf der Welt kann hoch genug sein für solche Bestien.

  87. Darf es überhaupt in Frage gestellt werden? Ein ganz klares: NEIN!!! Diese Greueltaten haben und dürfen keine Verjährungsfrist haben. Es ist ein erneuter Missbrauch für alle Opfer mit ihren Familien. Im Klartext : Ein Verrat und eine Verantwortungslosigkeit. Wer dem zustimmt, macht sich mitschuldig. Ein erneutes Verbrechen, und eine Verharmlosung eines Gewaltverbrechens.

  88. Stephan schreibt am :

    Wenn ich daran denke, dass Steuerhinterziehung stärker bestraft wird als Kindesmissbrauch, dann platzt mir der Kragen!!!
    Die armen missbrauchten Kinder kommen ihr Leben lang nicht über ein solch schreckliches Erlebnis hinweg, viele können NIEWIEDER ein normales Leben führen!!! Und die Täter werden noch von der Justiz geschützt und nach ein paar Jahren wieder entlassen, werden viel zu oft zu Wiederholungstätern. Wer verantwortet so was???
    Ich frag mich sowieso welcher Schwachsinnsgehilfe festgelegt hat, dass eine solche Gräueltat verjähren darf!
    Lebenslang einsperren ist noch viel zu mild für solche…(als Menschen möchte ich sie nicht bezeichnen!)
    Ich bin selber Vater. Was passiert wenn ich einen erwische, der sich an einem Kind vergreift, vollkommen egal ob meins oder ein fremdes Kind, werd ich hier nicht schildern, da dieser Beitrag sonst gelöscht werden könnte. Aber ich geh mal davon aus, dass man sich so einiges denken kann.

    KEINE GNADE FÜR KINDERSCHÄNDER!!!

  89. Renate Rosenhagen schreibt am :

    Es kann doch nicht angehen, dass so etwas überhaupt verjährt. Jeder kleine Ladendieb, auch wenn er Mundraub begeht, wird härter bestraft als solche Menschen. Sie bekommen auch noch eine psyische Diagnose und waren nicht zurechnungsfähig und sind fein raus.

    Die armen Opfer und ihre Angehörigen werden immer vergessen oder es wird ihnen sogar eine Mitschuld vorgeworfen, weil sie vielleicht ein zu kurzes Röckchen oder Höschen anhatten.

  90. Tanja schreibt am :

    Ich muss hier nun mal was schreiben.
    Ich bin traurig und wütend zu gleich.
    Ich bin selbst Opfer, habe mein Leben mehr oder weniger im Griff.
    Ich selbst habe mir die Handzettel runter geladen und sammle noch fleißig Unterschriften.
    Nun habe ich im Forum von der Zeitschrift Eltern über diese Petition einen Thread eröffnet, bzw. ein und denselben Thread in 3 verschiedenen Forenbereichen. Es gab ein paar wenige positive Kommentare. ABER die meisten Kommentare waren verletzend. Dort hieß es, dass so was in solchen Foren nichts zu suchen hätte, dass wir uns hier für die Täter stark machen würden, was aber das genaue Gegenteil ist. Eine Userin, die nach eigenen Angaben selbst Opfer ist, hat mich sogar persönlich über persönliche Nachrichten angegriffen und wiegelt andere User aus dem Forum auf. Ich verstehe so was einfach nicht. Ich meine, ich habe nur von der Petition erzählt und darum gebeten, sie sich mal anzusehen, mehr nicht und dann wird man so angegriffen. Mich verletzt es einfach, es ist wie ein weiterer Schlag ins Gesicht, zu erleben, wie ignorant und auch dumm einige Menschen wirklich sind.
    Trotzdem mache ich weiter, denn ich weiß, worum es geht und das es wichtig ist.

    Liebe Grüße

    Tanja

  91. Karin schreibt am :

    Es wird wirklich Zeit, dass hier die Verjährungsfrist gekippt wird.

    Sexueller Missbrauch / Gewalt ist kein Kavaliersdelikt.

    Leider geht immer noch Täterschutz vor Opferschutz.

    Als Opfer braucht man Zeugen für die Taten – dem Täter reichts aus zu sagen „Ich war es nicht. Ich hab mein Kind nie missbraucht“

    Auf Grund der Taten meiner Erzeuger bin ich Erwerbsunfähig und lebe mit einer schmalen EU-Rente. Ich bin 33 Jahre alt! und habe mein ganzes Leben noch vor mir (mein neues Leben). Doch dieses Leben ist geprägt von den Einschränkungen der Vergangenheit

    Es heißt „Mord verjährt nicht“ – das stimmt so nicht.

    Seelenmord verjährt. Ich lebe noch, doch mein unbeschwertes Leben wurde mir früh genommen und für immer verwährt.

    Die Wunden können heilen – doch die Narben werden immer bleiben. Und manch eine Wunde verheilt nie und hindert einen an einem ganz normalen Leben.

    Für mich ist es zu spät – meine Täter leben nicht mehr.

    Doch für zukünftige Taten hoffe ich, dass auch Seelenmord behandelt wird wie Mord.

    Auch wenn ich niemanden wünsche, so etwas zu erleben, so geschieht es doch leider tagtäglich.

    @Tanja ich kann so was nicht verstehen. Angegiftet zu werden, „nur“ weil du auf diese Petition aufmerksam gemacht hast. Es ist wichtig, dass was unternommen wird.

    Warum verstehen sie es nicht?

    Karin

  92. Silke Keßler schreibt am :

    Ja, ich gehöre auch zu denen, die man Opfer nennt! Aber ich gehöre nicht mehr zu denen, die sich selbst als ewiges Opfer empfinden! Ich weiß, dass es möglich ist, diesen Druck, die Ängste, die Scham, das Ohnmachtsgefühl und was sonst sich noch alles in uns staut, loszuwerden. Ich habe beinahe dreißig Jahre gebraucht, um diese Möglichkeit zu erkennen und mutig zu nutzen. Fast dreißig Jahre perfekte Schauspielerei ; in meinen verschiedenen Freundeskreisen, in meinen bisherigen Liebesbeziehungen, im ganz normalen Alltag. Vor allem, wenn ich mal wieder (durch Freunde oder wie auch immer) mit diesem Thema, in Berührung kam. Soviel angestaute Selbstlüge überhaupt zu verdauen ist hart und tut noch mal verdammt weh. Beinahe eineinhalb Jahre seit dem ersten Gedanken, endlich reden zu wollen, hab ich hart gelitten, gesoffen und Angst gehabt vollends verrückt zu werden. Ich hab mich immer wieder mutig gegen mein feiges und verletztes Ich gestellt und gewonnen! Ich hab es mit viel geduldigem Zuhören und Verständnis in meiner neuen Familie geschafft, endlich wieder ein vollständiger Mensch zu werden! Mit schlimmen Erfahrungen belastet, aber endlich kann ich mal GANZ ich selbst sein. Und dabei hat mir vor allem eines geholfen: Reden! Reden ist Silber und Schweigen ist Gold! Das ist wohl die gemeinste und häufigste Lüge die ich kenne!!! Überall da, wo geschwiegen werden soll, gibt es etwas zu verbergen, zu vertuschen. Entweder aus Angst oder aus Gemeinheiten heraus oder um Machtpositionen zu festigen. Manchmal schweigen wir auch um zu schützen (uns oder andere), aber hier steht auch wieder Angst, wovor auch immer, im Hintergrund. Wir müssen anfangen, den Mut zu entwickeln, um die Redeverbote, die wir in allen Bereichen unseres Lebens finden, zu beseitigen. Ob in der Familie, im Freundeskreis, im Beruf – überall werden wir ständig aufgefordert zu schweigen. In sozialen Berufen wird sogar vertraglich festgelegt, über die beruflichen Inhalte zu schweigen. Sicherlich nicht nur, um Menschen zu schützen, sondern vor allem um zu sichern, dass die vorherrschenden Missstände nicht aufgedeckt werden. Aber wir hinterfragen nicht mehr – wir akzeptieren. Ich höre Eltern oder andere Autoritäten, die uns auffordern Stillschweigen zu wahren: Wehe, wenn du das jemandem sagst! Wir haben Angst und akzeptieren! Freunde, die uns etwas Unfassbares mitgeteilt haben, bitten: Sag das um Himmels Willen niemandem weiter! Dahinter steht große Angst und mangelndes Vertrauen. Und uns mangelt es dann auch noch an Vertrauen. Also akzeptieren wir – und schweigen. Aber jeder einzelne von uns kennt doch das Gefühl, wenn der riesengroße Stein vor Erleichterung vom Herzen fällt, weil wir endlich über etwas bisher Verschwiegenes reden dürfen. Reden löst nicht gleich jedes Problem, aber es löst zumindest den Druck, den Schmerz, der entsteht, wenn man glaubt, nicht reden zu dürfen. Dadurch wird mindestens mal ein Schritt in die andere Richtung gemacht. Weg von der Angst! Wir haben fast ganz verlernt zu Hinterfragen. Kinder hinterfragen aber noch mit aller Selbstverständlichkeit: Warum soll ich dieses oder jenes tun? Warum machst du das? Warum darf ich das nicht? Meistgehörte Standartantworten, wenn die Fragen so unangenehm direkt gestellt werden sind: Du machst das, weil ich es dir gesagt habe! „Frag nicht! Das geht dich nichts an! Sei nicht so frech! Damit fängt unser aller Übel an. Hier sind die Wurzeln für legitimierte Gewalt, sexuelle Gewalt und vieles andere Elend zu finden. Hier müssen wir dringend anfangen aufzuräumen. Anfangen, z.B. unseren Kindern das Recht einräumen, zu widersprechen, sich zu widersetzen und vor allem, zu hinterfragen! Es ist wichtiger einen anstrengenden und differenzierten Umgang mit diesen Unmengen an Ge – und Verboten zu entwickeln, anstatt mit dem so genannten Machtwort jede Auseinandersetzung zu verhindern! Nur dadurch, dass wir uns gegenseitig ernst nehmen und respektieren (unabhängig von Alter, Status oder sonstigen vorgeschobenen Grenzen zwischen Menschen) können wir selbstbewusst und stark werden und dadurch selbstbewusste, starke Kinder mit uns wachsen lassen. Es ist so nötig, dass wir endlich anfangen uns das Reden wieder zu erlauben. Das ist der wichtigste erste Schritt. Wir müssen uns nur zutrauen, dass wir das, was wir dann hören auch mittragen können. Es ist aber auch möglich, dass wir durch unser Reden auf Verständnislosigkeit, auf Ignoranz und auf Abwehr stoßen. Es ist sogar möglich, dass wir wieder gedemütigt werden. Aber es ist trotzdem auch möglich, alles zum Guten zu wenden. Durch Schweigen verändert sich nichts! Die ersten Frauen, die sich gewagt haben Frauenrechte einzufordern, sind auch bekämpft und gedemütigt worden. Und der Kampf ist heute immer noch nicht vorbei. Aber es hat sich seitdem vieles verändert und entwickelt. Und diese Entwicklung ist seit dem ersten Schritt nicht mehr aus der Welt zu nehmen. Derartige Beispiele können wir in unserer (Welt)-Geschichte endlos finden. Das ist die Entwicklung, die wir unser Leben nennen.
    Zum Abschluss: Vielen Dank, Herr Denef, dass Sie diesen wichtigen Schritt in die große Öffentlichkeit gegangen sind. Und vielen Dank auch dafür, dass Sie auf dieser Seite (mehr oder weniger beabsichtigt) ein Redeforum eingerichtet haben. Auch ein dickes : Großartig! An Alle, die diesen Weg (große oder kleine Öffentlichkeit hin oder her) auch wagen! Und für Alle, die mich Kontakten wollen, werd` ich jetzt auch öffentlich.

    Eure Silke Keßler Break the silence!

    Mail: breakthesilence [at] gmx.net

  93. Melanie W. schreibt am :

    Ich kann mich im Grunde nur den anderen anschließen. Es ist unglaublich, dass hier eine Verjährungsfrist von nur 10 Jahren angewandt wird. Wir Opfer haben ein Leben lang mit den Folgen klar zu kommen. Die Täter werden vom Gesetz beschützt – die Opfer bestraft. Das ist so nicht in Ordnung!!!!

  94. Susann schreibt am :

    Bin mehr als nur dafür, dass diese Ungeheuer für immer und ewig weg kommen!!! Therapie nützt nichts bei denen!!!
    In Hessen steht im Grundgesetzbuch gar noch die Todesstrafe, nur leider wird sie nicht mehr ausgeübt, insbesondere in solchen Fällen!!!
    In mir ist eine geballte Ladung Wut gegen all diese Leute!!! Mich interessiert ihre Vergangenheit nicht, denn für so ein Verhalten gibt es in meinen Augen keinen Grund, sondern nur Ausreden, als Zuspruch für Ihre Krausamkeiten!!!
    Ich wüsste wie ich mit denen umgehen würde und ehrlich gesagt, wäre mir dann meine Bestrafung zu 99% egal – nun bin ich Mama und möchte mein Kind eigentlich nicht im Stich lassen, aber wenn es drauf ankommen sollte, würde ich nicht zögern solche Ungeheuer zur Strecke zu bringen!!! Das würde bestimmt ganz und gar nicht angenehm für die werden!!!

  95. Susann schreibt am :

    Bin selbst auch ein Opfer von denen… Habe mich soweit eigentlich im Griff, da ich mir von – egal, wie schlecht meine Erfahrung waren – allem stets etwas Positives rausziehe! Nur so kommt man in meinen Augen wirklich weiter im Leben! Aber ich merke dennoch manchmal, zu bestimmten Situationen, wie gefangen ich stellenweise in mir selbst bin – dies verärgert mich in dem Moment sehr und deswegen mach ich mich auch immer wieder neu dran, das anders zu machen!
    Bin von Natur aus eine Kämpfernatur, d.h. ich gebe nicht auf, egal wie schwer es ist, ich probier es immer wieder von vorne und jedes Mal etwas anders!!!
    Was mir damals schon sehr geholfen hat und auch heute immer noch hilft, um dagegen anzukämpfen: Er hat es zwar gepackt, sich meinen Körper zu nehmen, aber er hat es nicht gepackt, meine Seele auch noch zu nehmen!!!!!!!!!!!!!

    An alle Betroffenen:

    Verliert niemals den Glauben an Euch selbst, auch wenn´s manchmal schwer fällt, aber ihr könnt es packen aus jeder Situation herauszukommen, egal wie krausam sie ist, und/oder war!!
    Auch an die Eltern der Betroffenen: Glaubt an Eure Kinder, sie werden es schaffen!!!!

  96. Monika Kappenberger schreibt am :

    Ich hatte zum Glück eine sehr, sehr schöne Kindheit. Ich bin jetzt 40 Jahre alt und mir dreht es den Magen um wenn die Medien über so was Abgrundtiefes berichten! Ich weiß, es gibt auf der Welt viele Opfer die schweigen und nicht darüber reden können. Meine Kinder sind jetzt Erwachsen und ich muss immer daran denken was mir im Taufgespräch gesagt worden ist:“ Eurer Kind ist nicht euer eigen, es ist euch nur geliehen“.
    Ich habe mich in diese Gruppe eingeklickt, weil ich es auch nicht für richtig halte das es eine Verjährungsfrist von nur 10 Jahren gibt, denn solche geschändeten Kinder sind lebenslang gebranntmarkt und nicht nur 10 Jahre!!!!

    Eure Monika!

  97. TINA schreibt am :

    Unsere „Auslegung“ der Gesetze kann man kaum verstehen.
    Warum werden Täter mehr geschützt als Opfer????????

    Ich finde es gut das es immer wieder jemanden gibt, der alle aufrüttelt.

    Danke und weiter so.

    Eure Tina

  98. Silke Borisch schreibt am :

    Auch ich wurde missbraucht. Von meinem Bruder, der bis heute jede Verantwortung ablehnt. Originial Kommentar: „Komm von deinem hohen Ross runter, du bist nicht die einzige auf der Welt, die Probleme hat.“ So einfach macht er sich das. Dass er mein Leben zerstört hat, interessiert ihn nicht. Und ich kann ihn nicht mehr anzeigen, weil die Verjährungsfrist vorbei ist! Ich muss lebenslänglich leiden und er kommt einfach so davon. Das ist einfach Irrsinn. Wo bleiben hier die Menschenrechte? Sind wir Opfer weniger wert als die Täter?

  99. ZU IHREM BUCH ÜBER IHREN SEXUELLEN MISSBRAUCH
    VONSEITEN KATHOLISCHER PRIESTER / DER KATHOLISCHEN KIRCHE

    Sehr geehrter Herr Denef,

    von einer meiner (Missbrauchs-) Patientinnen erhielt ich Ihre Mail-Adresse.
    Als Hypnose- und vor allem EMDR Traumatherapeutin habe ich sehr häufig mit der Therapie von früheren Missbrauchsopfern zu tun, denen die Erinnerung an den – oft schamhaft/ schmerzhaft verdrängten Missbrauch – häufig erst viele Jahre später „hochkommt“/ erinnerbar wird, oft auch erst im Zusammenhang mit einem erneuten Traumaerleben/ erfolgender Traumatherapie (typisch für sexuellen Missbrauch bzw. entsprechend schwere Traumatisierungen!).

    Aus meiner langjährigen Erfahrung bzw. therapeutischen Arbeit mit Schwertraumatisierten muss auch ich in diesem Zusammenhang berichten, dass sexueller Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche doch verhältnismäßig häufig ist, dann meist vollzogen an Messdienern vonseiten des zuständigen Priesters. Aber nur wenige Missbrauchsopfer können darüber sprechen, zu hoch ist die Scham, vor allem aber die Angst vor Negativkonsequenzen, vor der Macht der Katholischen Kirche.
    Diese sexuell missbrauchten Menschen sind für ihr Leben gezeichnet, seelisch zerstört („Seelenmord“); leiden meist an traumatischen, immer wiederkehrenden Erinnerungen (PTBS)… an Panik, Ängsten, an schwerer Depression.
    Besonders schlecht geht es dabei den Missbrauchsopfern, die streng katholisch/=eng erzogen – im Zusammenhang mit dieser ersten sexuellen Prägung auch noch homosexuell („sündig“) geworden – sich aufgrund des althergebrachten (unchristlichen/ =ungöttlichen) katholischen Gottesverständnisses (dass Homosexualität sündig sei), auch noch ein Leben lang schuldig fühlen mussten und diese dann erst im Rahmen der Therapie – neben der nachträglichen Verarbeitung der traumatischen Erfahrungen – erkennen können, dass diese Haltung der Katholischen Kirche (Zulassen/Vertuschen von sexuellem Missbrauch…) leider herzlich wenig mit Menschenachtung/ Liebe/ Weisheit…mit Gott zu tun hat.
    Ich bewundere Ihren Mut, an die Öffentlichkeit zu gehen und wünsche Ihnen dabei alles Gute;
    Entsprechend dem heutigen Wissen der oft jahrelangen Verdrängung schwerer Traumata ist Ihr Ansatz der lebenslangen Möglichkeit zur Anzeige sehr wichtig, absolut notwendig.

    Grüße und alles Gute

    Gerta Kröner

  100. Anika Ried schreibt am :

    Ich finde diese Petition war schon lange überfällig. Wenn die Politiker alleine nicht aufwachen, müssen WIR (das Volk) unsere Stimme erheben!!!

  101. Hermine Jakoby schreibt am :

    Hallo,

    bin eine von vielen … von viel zu vielen … beim ersten mal war ich grade 2 Jahre alt … kann mich aber Gott sei dank nicht dran erinnern … meine Mutter erzählte es mir später, als raus kam, dass er ( mein Vater oder besser Erzeuger ) es noch mal getan hatte … hab es knapp 3 Jahre über mich ergehen lassen müssen… danach Anzeige… Urteil: drei Monate Haftstrafe, ausgesetzt auf 2 Jahre Bewährung … die ganzen Morddrohungen und Mordversuche wurden gar nicht mit angerechnet … aber wegen „ungebührlichen Verhaltens im Gerichtssaal“ bekam er drei Tage Knast, die er auch sofort antreten musste … muss man nicht verstehen … das war im April 1978… die Verhandlung war so grausam … kam mir vor wie der letzte Dreck … zwischen Anzeige und Verhandlung waren fünfeinhalb Monate vergangen … ständig maulte mich der Richter an … weil ich nicht im selben Wortlaut antwortete, wie damals bei der Polizei … saß da und fürchtete mich zu Tode … er drohte sogar im Gerichtssaal, mich umzubringen, wenn er mich in die Finger kriegen würde … da soll man noch einen vernünftigen Satz zusammen kriegen … man verzeihe mir nun bitte meine Ausdrucksweise, aber seit dem sch….. ich einen riesengroßen Haufen auf unseren Rechtsstaat … ich bin heute so was von kaputt … kriege mein Leben kaum noch auf die Reihe … keinen Bock mehr auf Therapie … und meine Mutter bezeichne ich auch als Täterin, als sie mir im November 1978 erzählte, sie habe ihn „erwischt“ … als ich zwei Jahre alt war fragte ich sie, wieso sie sich damals nicht gleich von ihm getrennt habe … ihre Antwort: Kind, 1966 konnte man sich wegen „so was“ nicht von seinem Mann trennen … meine Antwort: aber sein Kind weiterhin der Gefahr aussetzen, dass er es wieder tut, war durchaus legal und vertretenswert … für diese Antwort beikam ich eine schallende Ohrfeige … da war ich dreizehneinhalb Jahre alt … heute bin ich 44 Jahre alt … war 22 Jahre verheiratet … habe fünf Kinder … zwei Jungs und drei Mädchen … und lebe mit einer furchtbar grausamen Gewissheit … ich habe alles getan, oder zumindest versucht, um sie zu schützen … habe sie teilweise derart „begluckt“, indem ich sie fast nur noch zu Hause behalten habe, damit ihnen draußen ja nur nichts zustößt … aber ich hab es nicht geschafft … konnte sie nicht genug beschützen … von zweien meiner Mädchen weiß ich es 100prozentig, weil sie mir es vor ein paar Jahren erzählt haben … in beiden Fällen war nichts zu machen … das sagte mir in dem einen Fall sogar das Jugendamt … Täter wäre definitiv zum Opfer geworden … und in dem anderen Fall war es ein Fremder … leider haben sich meine Töchter mir viel zu spät anvertraut … denke, wenn ich es sofort erfahren hätte, wäre es möglich gewesen in irgendeiner weise gegen die Täter vorzugehen … bei der dritten meiner Töchter steht es regelrecht ins Gesicht geschrieben, dass ihr was schlimmes widerfahren ist, aber sie kann sich an nichts erinnern, weiß von nichts … sie ist heute 22 Jahre alt … die beiden anderen sind knapp 24 und 20 Jahre alt … und auch bei meinem 25 jährigen Sohn ist heute davon auszugehen, dass er an einen „lieben Onkel“ geraten war … draußen auf der Straße … beim spielen … aber nichts nachweisbar … ich leide wie ein Tier … weiß nicht mehr, was ich denken soll … was ich tun soll … meine beiden Töchter reden nicht mehr über das Geschehene … verdrängen es … ich wünsche ihnen von ganzem und aus tiefstem Herzen, dass es ihnen nicht mal so geht wie mir … dass ihnen irgendwann die Erinnerung hochkommt und sie daran zerbrechen …

    HOFFE SEHR, DASS DIESE PETITION ETWAS BEI UNSEREN HERREN DA OBEN WACH RUFT!!!

    Wünsche allen betroffenen weiterhin viel Kraft, mit dem Erlebten umgehen zu können!!!

  102. Tanja schreibt am :

    @Hermine Jakoby

    es ist erschreckend zu lesen, was Dir und Deinen Kindern da zugestoßen ist.
    Noch erschreckender ist es, dass Dein Täter eigentlich gar keine richtige Strafe bekommen hat.
    Mir fällt unweigerlich eine Liedzeile ein, die ich hier kurz zitieren möchte:“
    …ist der Schaden groß, doch die Strafe klein, es wird schon nicht so schlimm gewesen sein.“
    Dies ist eine Zeile aus dem Lied Kinder sind tabu.
    Aber genau so funktioniert das, was sich unser Rechtsstaat nennt.
    Und das kann es doch nicht sein.
    Warum haben wir als Opfer keine Rechte?
    Warum werden wir immer zum Täter gemacht und die Täter zum Opfer?
    Ein kleines Kind kann sich nicht wehren, ein junges Mädchen und auch ein Junge haben auch nicht wirklich eine Chance.
    Wir müssen etwas bewegen, es kommt auf uns an, sonst wird sich nie etwas ändern.
    Ich denke dabei gerne daran zurück, als die Behindertenverbände Rollstuhlgerechte Busse und Bahnen gefordert haben, das war in den 80zigern.
    Damals hieß es, dass die Verbände es nie durchkriegen würden.
    Sie mussten lange kämpfen, aber sie haben es geschafft.
    Und daran orientiere ich mich bei dieser Petition.
    Ich höre so oft, das wir damit nichts erreichen werden und noch weit schlimmeres.
    Aber solange wir kämpfen, haben wir eine Chance, es zu schaffen.

    Ich wünsche Dir und Deinen Kindern und auch ALLEN anderen Betroffenen, die Kraft, diesen Kampf nicht aufzugeben.

    Viele Liebe Grüße

    Tanja

  103. Andrea Aksu schreibt am :

    Macht weiter so.
    Es muss endlich was passieren hier bei uns. Weil, so kann und darf es nicht weiter gehen.
    Meine Hochachtung an Dich.

    Liebe Grüsse Andrea

  104. Silvia schreibt am :

    Einer der dieses Gesetz gemacht hat, also, das frage ich mich, hat er in seinen eigenen Reihen selbst so was gemacht, so dass er sich mit diesem Gesetz nur selber schützte???

  105. Moni schreibt am :

    Mord verjährt nie. Doch Kindesmissbrauch, Vergewaltigung ist für mich auch Mord. Auch wenn die Opfer danach weiterleben ist ihr Leben kaputt!!! Deshalb sollte man einen Vergewaltiger/Kinderschänder ein Leben lang belangen können, wie bei Mord!!!

  106. Susanne V. schreibt am :

    Ich wurde in meiner Kindheit von meinem Stiefvater, vom 7. bis zum 13. Lebensjahr, sexuell missbraucht. Meine Mutter wusste, bzw. ahnte, dass er das tat, denn als ich ihr mit 19 Jahren davon erzählte, war sie kein bisschen verwundert oder entsetzt oder oder…
    Meine Mutter hat das unter den Teppich gekehrt, mir gesagt, dass ich selber dran Schult sei und es wurde viele Jahre nicht mehr darüber gesprochen. Als ich ca. 22 Jahre alt war erfuhr meine Omi davon und brachte meine ganze Familie zu einem Familienrat zusammen. Meine Familie erwartete von meiner Mutter, dass sie sich von ihrem Mann trennen sollte, aber meine Mutter ist bis heute mit diesem Mann zusammen. Meine ganze Familie weiß nun seit knapp zwölf Jahren von diesem sexuellen Missbrauch. Niemand hat irgendetwas unternommen, jeder hat sein Leben weiter gelebt. Inzwischen weiß ich, dass das wohl normal sei, denn niemand will so einen sexuellen Missbrauch in der eigenen „tollen“, großen Familie wahr haben.
    Vor über einem Jahr lernte ich meinen jetzigen Freund kennen. Ich erzählte ihm davon, nachdem er sich über meine Verhaltensweisen meiner Mutter und meinem Stiefvater gegenüber doch sehr wunderte und mich darauf hin ansprach.
    Er war entsetzt über das Geschehene.
    Ich fing wieder an, alles zu durchleben, indem ich einen ausführlichen Brief schrieb. In diesem Brief sind fast alle Taten meines Stiefvaters enthalten und beschrieben. Fast alle deshalb, weil mir immer wieder Geschehnisse einfallen, Bilder, Momente, in denen er sich an mir vergriff, mich betatschte, berührte, belästigte.
    Diesen Brief schickte ich an meine Mutter und meinen Stiefvater. Aus meiner Familie haben inzwischen alle Menschen diesen Brief gelesen. Die Resonanz ist, dass ich doch endlich aufhören soll, meine Mutter zu quälen, aufhören soll, auf ihr herumzutrampeln…
    Mir wird von meiner Familie gesagt, ich sollte endlich Frieden machen, Ruhe geben, sie bitten mich um Vergebung…
    Ich kann aber nicht vergeben! Sie zerren an meiner Tochter, sagen, ich würde sie gegen meine Mutter benutzen, sie tun alles dafür, dass sie bei ihrem Vater wohnen soll. Meine Tochter ist inzwischen zehn Jahre alt.
    Ich habe meinen Stiefvater vor ein paar Wochen angezeigt. Ich glaube aber, dass auch mein Fall in der Verjährungsfrist enden wird! Mir wird von Seiten meiner Familie immer wieder vorgeworfen, dass ich voller Wut und Zorn und Ärger sei und dass ich das endlich loswerden müsste.

    Ja, ich bin voller Wut und Zorn und auch Hass und Ärger. Kann mir mal irgendjemand sagen, wie ich so etwas loswerden soll?!

    Ich habe mich inzwischen mit den Verjährungsfristen bekannt gemacht, mit dem LKA gesprochen.
    Ich bin so entsetzt über diese Verjährungsfristen, dass sich meine Wut und Zorn noch mehr und noch mehr verschlimmern.
    5 Jahre, 10 Jahre, soll das ein Scherz sein???
    Es ist doch inzwischen so weit verbreitet, das wird doch auch bei Politikern ankommen, dass Opfer, die sexuelle Gewalt erlebt haben, viele, viele Jahre oder Jahrzehnte nicht darüber reden können, was ihnen schlimmes angetan wurde.

    Susanne

  107. anonym schreibt am :

    Da alles schon in den Stellungnahmen gesagt wurde, im Besonderen Monis Beitrag vom 21.09. – ich wollte meinen Beitrag leisten, weil
    *blick ich zurück in meine Jugend, mir widerfuhr Missbrauch der „leichten“ Art
    *meine Tochter damals etwa 8 Jahre, wäre wahrscheinlich Missbrauchsopfer mit Todesfolge gewurden

    (hatte mich verdrückt) so geschähen in meiner Umgebung
    *mein Sohn damals 12 Jahr, für mich wurde er missbraucht. Der Arzt sprach von Manipulation. Als er sich vermutlich später mal das Leben nehmen wollte, schrieb er mir, Paps du hattest recht. Dazu folgende Verse (Bitte nicht falsch verstehen !!!)
    …kleine Kinder sehr begehrt, nichts blieb ihnen verwehrt, Zigretten Bier und Geld, nehmt was euch gefällt… Als nach Jahren die halbe Wahrheit kam ans Licht, (die Ganze kenn ich nicht) glaubte mir der B…. nicht, Kinder lügen… lasse es sein, er war noch so klein. (ich fühlte mich gelinde gesagt vera….) ….ich balle die Faust und mal mir aus, wenn ja dann lasst ihn nie mehr raus…
    Bestimmt wurde nicht nur ein Leben zerstört mehr möchte ich nicht dazu sagen

  108. Bina schreibt am :

    Auch bei mir ist die Erinnerung erst nach Jahren zurückgekommen. Davon abgesehen, dass er damals schon lange nicht mehr lebte, würde ich alles dafür geben ihn zur Rechenschaft zu ziehen. Allerdings hätte ich auch das Problem wie viele andere Opfer. Es liegt länger als 10 Jahre zurück, auch ich müsste meine Klappe halten, weil ich sonst Gefahr laufen würde eine Anzeige zu kassieren…

    Ich stimme zwar nicht ganz dem Satz zu, „und das Opfer hat lebenslänglich“, oder zumindest gebe ich die Hoffnung NOCH NICHT auf, durch eine Therapie das in den Griff zu bekommen. Aber auch da werden die Opfer zum Teil alleine gelassen. Denn wenn man zu lange braucht, um das erlebte aufzuarbeiten darf man das ganze dann selber zahlen… kein billiger Spaß kann ich Euch sagen…

    Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Wer hilft da den Opfern, wenn nicht sie sich selber?
    Ich kann nur von Glück sagen, dass ich all die Jahre genug verdient habe um das selber tragen zu können. Aber was ist mit all den Opfern, die sich das nicht leisten können? Ich glaube es würde den Opfern helfen, wenn der Täter zur Rechenschaft gezogen würde, egal wann und egal wie lange es her ist. Mit einer angemessenen Strafe. Aber solange Steuerhinterziehung höher bestraft wird wie Kindesmissbrauch und Vergewaltigung, wo bleibt da die Gerechtigkeit???

    Diese Petition ist ein wirklich guter Anfang, aber es muss noch viel mehr getan werden…

  109. Tine F. schreibt am :

    Ich kann mich im Grunde nur den anderen anschließen. Es ist unglaublich, dass hier eine Verjährungsfrist von nur 10 Jahren angewandt wird. Falls es zur Verurteilung kommt, sind die Strafen meiner Meinung nach ohnehin lächerlich. Wir Opfer haben ein Leben lang mit den Folgen klar zu kommen. Die Täter werden vom Gesetz beschützt – die Opfer bestraft.
    Wo bleibt da die Gerechtigkeit?

  110. Morgaine schreibt am :

    Im Zivilrecht ist nach 30 Jahren sexueller Missbrauch verjährt (umso schlimmer), denn das wissen die Kirchen. In der damaligen Zeit wurden die kleinen Menschen daraufhin geprügelt, nie darüber zu reden.
    Am 12.10.08 RTL2, Welt der Wunder, kam ein Bericht über Brainwashing (Gehirnwäsche), über den CIA. Da sind Methoden angewandt worden, so wie die Heimkinder sie erleben mussten.

    Mein Motto, nur die Harten kommen in den Garten…

  111. Stephan Holexa schreibt am :

    Heute Nacht habe ich die Petition unterschrieben!
    Es ist sehr gut, dass es so was gibt, weiter so!
    Ich bin 41 Jahre alt, und früh verrentet! Als Folgeschäden eines sexuellen Missbrauchs als ich 17 Jahre alt war! Mein Ausbilder und gern gesehener Gast in der Familie! Die Folgen aufzuzählen würde den Rahmen sprengen! Ich bin seit 4 Jahren trocken und clean! Letztes Jahr habe ich eine stationäre Traumatherapie gemacht. Nach 3 Monaten fragte mich meine Therapeutin nach Veränderungen!
    Das ÜBERLEBEN entwickelt sich langsam zum LEBEN!!!!!!!
    Wenn ich nachts nicht schlafen kann, dann gehe ich spazieren, denn Stillstand ist der Tod, und Bewegung das Leben!

  112. Edith schreibt am :

    Da kann ich nur zustimmen.
    Es ist unfassbar, das Gesetz muss dringend geändert werden.
    Was wir Opfer mitmachen, kann sich einer der nicht Missbraucht wurde nicht vorstellen.
    Es verfolgt einen das GANZE Leben. Es macht einen kaputt und so ein Mistkerl kommt davon.
    Ich war damals 14 Jahre alt. Ich war immer sehr lebenslustig. Danach war es vorbei. Ich starb jeden Tag ein Stück mehr. Heute bin ich 51 und es verfolgt mich noch immer.
    Es war ein Freund meines Vaters aus dem Nachbardorf.

  113. Monika schreibt am :

    Hallo!

    Meine Kindheit war nicht leicht, ohne Eltern, die hatten anderes zu tun.
    Mein zu Hause war gut. Meine Oma war sehr lieb zu mir. Aber die Nachbarn wollten mehr, zwar nicht alles, aber das was war, reicht um eine Seele zu zerstören!
    Später musste ich zu den Eltern und da erlebte ich eine andere Hölle. Meine Tage waren geprägt von Schlägen und Hass, Alkoholkonsum und etlichen Exzessen!
    Mit Sicherheit habe ich nicht so viel Schlimmes erlebt wie andere, aber darüber reden ist mindestens genau so schwer! Ich wünsche jedem, der so etwas erlebt hat, das er/sie das weitestgehend übersteht. Die Narben werden nach außen weggehen, aber auf der Seele ewig bestehen!

  114. Sabine schreibt am :

    Ich wurde jahrelang von einer Gruppe Extremtäter, Nutten und Drogensüchtigen gefangengehalten und gefoltert und immer wieder beinahe umgebracht, weil die Täter, Akademiker, erreichen wollten, dass ich durch die Folter mein Gedächtnis verliere. (Vor Beginn der Tatserein war ich Jungfrau…) Das hat immer funktioniert, ich verlor nicht nur mein Gedächtnis, sondern auch alle erlernten Fähigkeiten und musste immer wieder alles Mögliche neu lernen. Wenn ich die Möglichkeit hatte, ging ich immer wieder zur Polizei – es wurde nie ermittelt, Verfahren wurden eingestellt und heute ist alles VERJÄHRT, da die Polizei über Jahre (seit 1987) untätig war.
    Zum Glück gibt es Ihre Petition – ob das was bringt, steht in den Sternen – Opfer sind rechtlos in diesen Land.

  115. Sabine schreibt am :

    Es wird nie enden – Ich werde tagtäglich von den Tätern entsetzlich gedemütigt, sie drohen mir, jeden Tag mich umzubringen und keiner will mir glauben. Ich habe sogar „Berufsverbot“, weil ein großer Teil der Täter berufliche Konkurrenten waren, b.z.w. ehemalige Arbeitgeber. Ich lebe in erbärmlicher Armut und bekomme von unserem Staat theoretisch 95,- Euro Erwerbsunfähigkeitsrente, die mir bislang immer verweigert wurde. Es ist Willkür, ob jemand der jahrelang gefoltert wurde, als Opfer anerkannt wird, besonders wenn alle Verfahren eingestellt wurden, weil man versäumt hat die Zeugen zu vernehmen.
    Warum wehren sich die Opfer nicht gemeinsam?
    Was ist das für ein Staat der Täter hofiert und auf den Selbstmord der Opfer hinarbeitet? Mir wurde von Polizisten schon gesagt, ich solle mich umbringen, wenn ich nicht akzeptieren kann, dass ich vor Gericht niemals gewinnen werde. Niemand gibt mir mein Leben zurück – 20 Jahre in Gefangenschaft, unterbrochen von sehr kurzen Phasen in Freiheit, sind in Deutschland nicht gerichtsrelevant.

    Was hat dieser Staat davon, Opfer zu vernichten?
    Welche politischen Hintergründe machen Fälle wie meinen möglich?
    Warum sind die Gesetzgeber immer auf der Seite der Täter?
    Warum haben Opfer vor Gericht keine Chance?
    In welchem Land leben wir eigentlich?
    Grundrechte für Opfer? Fehlanzeige!
    Ich bin doch nur eine von Vielen.

  116. silvia schreibt am :

    Für dieses Verbrechen darf es keine Verjährungsfrist

    geben

  117. Strauss, Greta schreibt am :

    Die Opfer erhalten lebenslänglich: denn das Leiden hört nie auf. Trotz fortgeschrittener Behandlungsmethoden wie EMDR. Psychophaprmaka müssen genommen werden. Karriere und privates Leben gehen in die Brüche. Es gibt und das sei keineswegs zynisch gemeint, einen volkswirtschaftlichen Schaden: diese Frauen werden oft Frührentner, teure stationäre Behandlungen sind regelmäßig nötig, während die Frauen oft in Armut absinken. Und dennoch – – es gibt häufig Selbstmorde. Die Qual der Erinnerung und des Traumas geht nie weg.

  118. Iris schreibt am :

    Ich bin durch die Erzählung einer lieben Kollegin, die selbst Betroffene, Überlebende ist, mit dem Thema konfrontiert worden, wir planen einen Kongress für euch und alle Betroffenen/Envolvierten, Überlebende und Verbündete zu organisieren, und bin beim Lesen eurer Beiträge aus meiner Amnesie erwacht… ich brauch euch nicht zu erklären wie ich mich fühle, meine Seele weint mit euch.
    Iris

  119. Ursel schreibt am :

    solange bis sich die Gesetzeslage ändert, hilft eigentlich nur Andrew Vachss lesen . : ( seufz, schäum, brodel)

  120. Claudia schreibt am :

    Hallo,
    ich befinde mich zurzeit in psychotherapeutischer Behandlung, das zweite Mal bereits.
    Vieles hatte ich verdrängt bzw. hat mein Umfeld mir vorgelebt, dass es besser ist, den Schein zu wahren. Erst jetzt, mit 28 Jahren, fühle ich mich stark genug, um zu reagieren. Doch schnell wurde ich entmutigt, denn für eine Anzeige ist es zu spät, aufgrund der Verjährungsfrist.
    Ich möchte kurz die Geschichte erzählen:
    Mein Opa hat bereits meine Mama und meine Tante im Kindesalter sexuell missbraucht und bei mir, seiner Enkeltochter, hat er es fortgeführt.
    Jetzt ist er aktiv in der katholischen Kirche und erzählt doch tatsächlich, er habe seinen inneren Frieden gefunden!
    Ich fühle mich so hilflos, würde gerne sein Leben zerstören, so wie er auch meins zerstört hat, aber wer glaubt mir schon?

    ——————————
    Hallo Claudia,
    ich glaube Ihnen und bestimmt viele Tausend Menschen auch, die die Petition unterschrieben haben – wir dürfen nicht aufgeben, dann werden wir etwas verändern!

    Herzliche Grüße

    Norbert Denef

  121. Isa schreibt am :

    Eine Änderung muss dringend her. Kein normaler Mensch kann eine Verjährung rechtfertigen. Viel Erfolg mit der Petition! Ich drücke ganz fest die Daumen und bringe meinen gesammten Bekanntenkreis zum unterschreiben.

  122. Tanja schreibt am :

    @Claudia
    ich glaube ihnen.

    Es ist schlimm, wenn man plötzlich merkt, dass man eine Lüge gelebt hat.
    Aber das ist Vergangenheit, sie selbst bestimmen nun, wie sie ihr Leben leben möchten.
    Ich weiß, dass das leicht gesagt ist.
    Auch ich konnte meine Täter nicht mehr zur Rechenschaft ziehen, einerseits, weil sie schon lange nicht mehr leben, andererseits, weil es längst verjährt ist und das macht mich wütend.
    Was ich Ihnen gerade geschrieben habe, ist nur schwer umzusetzen.
    Mir selbst gelingt es nur zum Teil und auch ich habe mit den Folgen des Missbrauchs immer noch zu kämpfen.
    Aber ein annähernd normales Leben ist möglich, zumindest zeitweise.
    Bitte verlieren sie nie den Mut zu kämpfen.
    Mein Vater erzog mich bis zu seinem Tod mit einem sehr weisen Spruch, wie ich finde: „Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
    Ich wünsche allen Überlebenden und deren Vertrauten, dass sie den Mut und die Kraft aufbringen können, zu kämpfen, denn es lohnt sich.

  123. Sabina schreibt am :

    Es ist eine Schande und eine Bankrotterklärung der Verantwortlichen, dass es immer noch eine Verjährungsfrist gibt. Auch mir wurde erst nach Jahrzehnten das in frühester Kindheit abgespaltene Verbrechen – sexuelle Gewalt durch den Vater – bewusst. Durch klare Körpererinnerung und Therapiearbeit kommen Erinnerungen hoch. Der Missbrauch begann schon im Säuglingsalter. Nach 50 Jahren kann sich mein Vater, der Täter, in Sicherheit wiegen, wie schön für ihn: Es kann ihm nichts mehr passieren! Ich aber schlage mich mit schweren Depressionen, mit PTBS und einem schweren, so ziemlich ungelebtem Leben herum. Es ist manchmal die Hölle, ich brauche den Betroffenen hier nichts zu erzählen. Ist das Gerechtigkeit?
    Nie und nimmer. Wir müssen es schaffen, soviel Aufmerksamkeit auf uns (und wir sind eine viel größere Gruppe als manche vielleicht meinen) und unsere Leiden zu ziehen, damit die Politiker Druck bekommen, um endlich zu handeln. Freiwillig geschieht offensichtlich nichts. Warum diese Verjährungsfrist nicht aufgehoben wird, kann ich mir nur damit erklären, dass unter den Verantwortlichen selber Täter/innen oder extrem schambesetzte Opfer sitzen, die aus Angst vor Aufdeckung nur am Täterschutz bzw. am Verdrängen und Verleugnen interessiert sind.
    Ich wünsche Euch allen viel Kraft zum Aufarbeiten – gebt nicht auf, wir sind nicht allein. Es lohnt sich zu kämpfen.

    Herr Denef, danke für diese Seite.

    Eine Überlebende wie Ihr,

    Sabina

  124. Thorsten schreibt am :

    Ich selbst bin nie missbraucht worden, aber ich habe eine Freundin, der es geschehen war. In ihre Welt der Probleme mit einbezogen zu werden, war für mich eine nicht vorstellbare Realität.
    Ich habe sie eine Weile durch ihre unheilbare Borderlinewelt begleitet, bis mir meine Machtlosigkeit bewusst wurde.
    Da hatte jemand ihre Realität der Welt gnadenlos und unheilbar zerbrochen.
    Letztens habe ich einen Dokumentarfilm über Missbrauch, deren Täter und den Tagebucheinträgen des Opfers gesehen.
    Anschliessend war ich nicht mehr in der Lage, dem Festival des Dokumentarfilmes ohne inneren Hass gegen diese Form von Würdelosigkeit gegen den Menschen weiter zu folgen.
    Dies war nur ein zerstörter Tag im Leben eines Film-Rezipienten – ausgelöst durch den Bericht über den Würdelosen/schonungslosen/brutalen Triebdrang des Menschen.
    Der Film übrigens: „Zuletzt befreit mich doch der Tod“ von Beate Middeke.
    In der anschliessenden Diskussion erklärte sie, sie habe extra keine Bilder des Opfers in den Film eingebracht, um auf die allgemein gegenwärtige Gefahr dieser Übergriffe hinzuweisen.
    Auch um die Beaobachtung im Näheren Umfeld zu schärfen. Wie Claudia beschrieben hat, ist es auch in der eigenen Familie ein Thema, das, z.T. aus Scham unter den Teppich gekehrt wird.

    Im Gedanken an meine Ex und noch immer Freundin,
    soll diese Form des Verbrechens niemals mit Verjährung belohnt werden können.

  125. Pingback: Petition zur Änderung der Verjährungsfristen bei Missbrauch - Musiker-Board

  126. Frühling schreibt am :

    Sehr gute Entscheidung, diese Pettition zu stellen. Leider werden die Gesetze bei Sexualstraftätern zu wenig ausgeschöpft oder sie sind zu halbherzig. Harte Gesetzliche Regeln für Sexualstraftäter und insbesondere für Verbrecher, die sich an Kindern vergehen sind überfällig.

  127. Bettina R. schreibt am :

    Ich wurde als 6 Jähriges Kind missbraucht. Das heißt ich hätte mit 16 mein Schweigen brechen müssen.
    Das kann man nicht schaffen. Erst jetzt habe ich den Mut gefunden das aufzuarbeiten. Bin jetzt 24. Das Gesetz muss geändert werden!!
    LG

  128. anonym schreibt am :

    Als Jugendliche wurde ich missbraucht. Ich hatte den Mut den Täter anzuzeigen. Geholfen hat es nichts, denn er bekam nur eine geringe Bewährungsstrafe, weil er geständig war und unter (leichtem) Alkoholeinfluss stand, als er die Tat begangen hat. Das war wie ein Schlag ins Gesicht, denn mir wurde zusätzlich das Gefühl vermittelt, das ich selber Schuld daran war. Ich musste ihn jeden Tag sehen, bis ich alt genug war, von zuhause auszuziehen. Ich leide noch heute unter einer psychischen Störung und Panikattacken und bin nicht fähig eine halbwegs normale Bindung einzugehen, trotz Therapie.

    Die Verjährungsfrist aufzuheben ist dringend notwendig. Genauso notwendig finde ich es aber auch, dass die Strafen drastisch angehoben werden. Denn ein Täter kommt nach ein paar Jährchen wieder frei, aber ein Opfer muss sein Leben lang damit klarkommen.
    Lg

  129. Nadine schreibt am :

    Hallo,
    ich kann nicht über meine Erlebnisse reden. Ich weiß auch nicht wo ich mich da hinwenden muss. War zwei Jahre in Theraphie, aber meine „kleinen“ Probleme im Alltag sind noch da. Ich habe ein mangelndes Selbstbewusstsein, lasse mich schnell einschüchtern. Wo ich eigentlich weiß, ich brauche keine Angst zu haben oder brauch es mir nicht gefallen lasse. Es setzt mich total in Panik, wenn ich an Orte bin wo mehrere Menschen sind. Ich kriege Angst, Panik und werde tierisch nervös. Mein Leben besteht nur aus nervös werden, angst haben und am liebsten abhauen. Mittlerweile ist es so, dass ich mich äußerlich zusammen reißen muss, sonst kriegen meine Kinder vielleicht etwas mit. Ich verdränge die Vergangenheit so gut wie möglich, aber es gelingt mir nicht immer. Ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann, bin total verzweifelt.
    LG

  130. Mone schreibt am :

    An uns Opfer denkt keiner. Die Folgen die wir dadurch haben interessiert keinen…
    Es gibt Menschen, die damit wohl oder übel zu leben gelernt haben, die es jeden Tag mit sich rum tragen, erst recht wenn sie selber Kinder haben und vor Sorge und Angst zerfressen werden…
    In allem und jedem sieht man Gefahr und es zerstört einen wenn man nicht den Gedanken aus dem Kopf bekommt, dass so was, was einem selber passiert ist, seinem eigenem Kind passiert…
    Die Angst ist so groß, dass man eigentlich nie Kinder haben wollte. Doch dann ist es passiert. Man war schwanger und man wollte das Kind und ihm alle Liebe geben und Geborgenheit die man hat. Doch die Angst davor, dass jemand meinen süßen genau das antut wie einem selbst passiert, macht verrückt und krank…
    Man kann gar nicht erklären wie das ist oder wie man das empfindet…
    Ob man schläft oder wach ist, das Geschehene ist immer allgegenwärtig…

  131. Nadine schreibt am :

    So ist das auch bei mir, ich reagier aber auch ohne Kinder schrecklich panisch und ängstlich in der Öffentlichkeit, wenn mehere Menschen auf einen Haufen sind. Das macht einen Verrückt und man kann nix daran ändern. Es ist nicht leicht etwas zu vertuschen was niemand merken soll. Alles dreht sich in irgendeiner hinsicht um dasThema, keiner versteht das. Nicht mal die Familie, die glaubt sowas kann man vergessen, so schlimm wird es wohl nicht gewesen sein oder bist doch selbst schuld oder du lügst, dir glaubt eh keiner. Nur weil ER aus der Familie kommt. Man ist alleine und ich fühl mich auch so; allein und einsam….

  132. Moser Roland schreibt am :

    sehr geehrte Damen und Herren

    im Grunde finde ich es beschämend, dass dieses „Thema“ erst im Jahre 2008! auch einer breiteren „Öffentlichung“ zugänglich gemacht wird. Sicher haben sich schon immer Menschen dafür eingesetzt, „Kraft des Gesetzes“ dem Treiben ein Ende zu setzen.
    „Mühlen des Gesetzes malen langsam“, oder wie geht der „altbewährte“ Satz?
    Ehrenhafte Menschen soll man nicht „beschuldigen“, denn sie sind frei von Schuld und Tadel?
    So darf sich der „Geschützte“ (gesetzlich unantastbar) alles erlauben? Macht, Geld, Schweigegeld bezahlend, war und ist auch heute (2008) immer noch viel möglich. Wo kein Kläger, da kein Schuldiger.

    Kindesmissbrauch ist ein Verbrechen am Menschen selber. Kinder sind und bleiben Opfer ihrer Kindheit. Tiere übrigens auch.
    Es ist ein leichtes, Kinder in den Bann einer Geschichte, eines Märchens, hinein zu ziehen. Sie glauben an die gute Fee, die böse Hexe. Später, viel später sehen sie, was „Märchen“ oder „Wahrheit“ ist.
    Der „gute Onkel“ war nicht ein Zauberer und Prinz. Nein, er war der „Teufel“.

    Märchen werden war. Das stimmt. Aber es ist oft nicht die Hexe, die verbrannt wurde. es ist nicht der Frosch, der zum Prinzen wurde. Der König hat sie alle bestraft, die „unrecht“ taten. Aber, der Mensch, der Geschichten erzählte, der zeigte, was „Belohnung“ ist für das hinhalten, hinhören, hinsehen – hat es für ein paar kleine Süßigkeiten „geschafft“.

    Und wenn das Märchen mal zu Ende ist, gilt der Satz:
    „Wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute“.

    Und hier, 2008, stehe ich dazu, dass man „diese“ Märchen noch einmal, ein letztes Mal, erleben muss und soll. Weil die gute Fee es niemals zulassen würde, das „Unrecht“ unrecht ist.

    Der kleine Junge, nennen wir ihn Hans, 47 Jahre alt, das kleine Mädchen, nennen wir sie Doris, 35 Jahre alt, haben ein Recht, an Märchen glauben zu dürfen. Und sie haben ein Recht, den Glauben an eine Fee, einen guten Zauberer, nie „verloren“ haben zu müssen. Auch wenn sie des Lebens nie mehr froh geworden sind.
    Wenn sie nicht gestorben sind, leben Hans und Doris auch heute noch.

    Und wenn der „liebe Onkel“ auch noch lebt, wünsche ich mir, dass „seine“ Geschichte noch einmal erzählt wird. Vielleicht, wer weiß, kommt plötzlich ein böser Geist aus einem Wald?

    Und zeigt den Weg zum Schloss des Königs?
    Dort, wo Wächter und Ritter mit dem Säbel rasseln?

    Und vielleicht es an einem nebligen Novembertag. Wo keiner gerne aus „seinem“ Haus will.

    Ja, es kann einem schon sehr an den Fingern frieren. Wie kalt muss es erst sein, wenn’s einem an den „Arsch“ friert?

    Möge der König Recht sprechen lassen. Heute und für immer.

    Herzlichst

    oba

  133. marie schreibt am :

    Auch mir ist so etwas in meiner Kindheit passiert und erst jetzt, wo ich 19 Jahre alt bin, kommt alles hoch. Ich bin froh, dass meine Eltern, mein Freund und meine beste Freundin hinter mir stehen und ich nicht von meiner Familie verstoßen werde. Ich bin nun seit einiger Zeit in Behandlung – der Weg wird schwer und ich weiß, dass man nicht vergessen kann…. Meine Therapeutin erzählt mir, dass man ab dem 18. Lebensjahr zehn Jahre Zeit hat, alles zu einer Anzeige zu bringen auch wenn es in der Kindheit geschehen ist. Sie sagte ebenso noch, dass es für die Opfer aber sehr schwer dagegen anzukommen, denn meist schützt einen der Körper und drängt alles ins Unbewusste und vor Gericht wollen sie genaue Beweise, genaue Daten, Orte, etc. Das kann doch nicht sein, dass man von einem Opfer verlangt, so detailiert darüber sprechen zu können. Ich könnte es nicht zur Anzeige bringen, weil ich so große Angst habe dieses Schwein noch einmal sehen zu müssen. Wie kann so ein einziger Mensch die Seele eines anderen Menschen so zerstören? Warum machen Menschen so etwas grauenvolles? =(

  134. Nadine schreibt am :

    Ich kenne das auch. Ich habe mich auch nicht getraut, eine Anzeige zu erstatten. Man quält sich ein Leben lang. Man bekommt keine Hilfe, weil man da alleine durch muss. Manche Tage geht es gut und im anderen Moment ist alles wieder fürchterlich schlimm. War bereits 2 Jahre in Theraphie und komme immer noch nicht klar. Es ist leider so, dass die Täter zu gut davon wegkommen. Und wenn man als Minderjährige noch nicht mal einen Erwachsen als Rückhalt hat, nur weil der Täter der Onkel meiner Mutter ist, steht man schlecht da. Weil es ja heißt, wieso sollte der das machen? Kinder lügen eh, gerade wenn sie in der Pupertät sind. Ich weiss wie das ist, am schlimmsten fand ich das, wenn der beste Freund das ausnutzt und ebenfalls das macht. Welches Opfer traut sich da noch eine Anzeige zu machen? Ich kann es nicht.

  135. Jenny schreibt am :

    Ich stimme der Pedition zu, unter den Voraussetzungen,

    1. dass es Therapeuten untersagt wird, (weiterhin) ihren (erwachsenen) Klienten mittels suggestiver und manipulativer Methoden falsche Missbrauchserinnerungen zu induzieren.
    Mir wurde in der Therapie erklärt, meine Symptome würden auf einen Missbrauch hindeuten, den ich vergessen hätte.Im Rahmen der sogenannten „Erinnerungstherapie“ wurden mir falsche sexuelle und rituelle Missbrauchserinnerungen induziert und mein Vater wurde zu Unrecht des Missbrauchs beschuldigt.
    Heute helfe ich anderen Klienten, die in der Therapie von ihren Therapeuten in die Missbrauchsrichtung manipuliert wurden. Die Zahl der betroffenen Klienten geht in die Hunderte.

    Wer schützt die, die zu Unrecht des Missbrauchs bezichtigt werden, die infolge der Therapie der Tochter/des Enkels unschuldig hinter Gitter landen?

    2. dass klare Kriterien zur Unterscheidung von wahren und falschen Missbrauchserinnerungen entwickelt werden.

    3.dass der (wissenschaftliche (!), nicht ideologische) Nachweis erbracht wird, dass man einen Missbrauch überhaupt vergessen kann. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Gedächtnisforschungen sprechen gegen diese Annahme.

    4. Wenn das Ziel die Bestrafung der Täter ist, dann sollte sich die Aufhebung der Verjährungsfrist auf das Strafrecht beziehen.
    Bei der Forderung nach einer zivilrechtlichen Aufehebung stellt sich mir die Frage, ob es da nicht vielleicht nur ums Geld-Kriegen geht.

  136. @ngel schreibt am :

    OPFER DER UMSTÄNDE…

    Alptraum der Vergangenheit,
    wo ihr Lobbylosen gefangen seid,
    der Justiz als Irrtum zugespielt,
    ein müdes Lächeln haben wir bisher erzielt.

    Wir wurden geschändet, benutzt, gequält,
    viele Jahre zu spät haben wir’s erzählt,
    das Trauma der Umstände ließ die Worte nicht zu,
    VERJÄHRT!, lautet des Richters Spruch im Nu…

    Opfer der Umstände leiden weiter,
    bis ihr da oben es entlich rafft
    und für uns Lobbylosen ein gerechtes Urteil schafft!

    Narben auf der Seele,
    die die im feinen Stöffchen nicht sehen,
    wann siegt die Gerechtigkeit,
    für die wir zu tausenden stehen?

    Schlagzeilen in der Zeitung, welch ein Hohn,
    hier und da kämpft man für mehr Lohn…
    Ein Fahrrad wurde in… geklaut,
    die ganze Welt nur darauf schaut…
    Neue Währung, WELTWICHTIG!, mußte sein,
    abgesegnet von einem Politiker…
    Die Diäten,WELCH‘ WUNDER!, sie steigen,
    wozu die Herren da oben ihr schmieriges Lächeln zeigen…
    GROßAUFNAHME!, wenn die Politik ein Späßchen macht
    und man Zigarrenrauchend, gekünstelt in die Kamera lacht…

    Wer zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht,
    und zerrt die Täter vor Gericht?,
    Wir wollen die Aufhebung der Verjährungsfrist,
    was noch immer eine unüberwundbare Hürde ist!
    Wir leiden doch nicht nur in des Kerker’s Zwang,
    Wir leiden,weinen und quälen uns ein Leben lang!

    Menschenrechte, die wohl für uns nicht existieren,
    immer wieder läßt man uns das Gesicht verlieren…

    Worte brauchen oft Jahrzehnte,
    bis wir sie flüsternd sprechen,
    ZU LEISE, ZU UNDEUTLICH, ZU WAGE…
    so das Urteil,
    die Rechtfertigung um den Stab zu brechen!

    Mit Petitionen haben wir’s versucht,
    Absagen für Funk und Fernseh oft verbucht,
    die breite Gesellschaft möchte „SOWAS“ nicht hören
    und man solle gefälligst Frau Merkel nicht länger stören,
    sie muß schließlich morgen noch nach Dubai fliegen
    und per Aufzug 300 Stockwerke im neuesten Palast besiegen!

    Opfer sind lästige Anhängsel im Weltgeschehen,
    werden Totgeredet ohne wirklich hinzsehen,
    wir erheben die Stimmen, hört doch entlich hin!!!,
    gebt uns eine Lobby mit juristischem Sinn!

    Opfer der Umstände… verbalisieren die Not,
    suchen die Mörder von tausendfachem Seelentod…

  137. Nadine schreibt am :

    Um Geld geht es nicht.
    Ich zumindest wünschte, dass alles nie passiert wäre. Ich wünschte, mir hätte jemand geglaubt und nicht erst dann, wenn es zu spät ist. Ich muss damit klar kommen und nicht die, die mir das angetan haben. Ich muss denen aus dem Weg gehen, weil die im Recht zu stehen glauben. Ich muss mit der Angst leben, dass es wieder passiert. Ob das was mit Geld oder Gerechtigkeit zu tun hat, denke ich, dass ich das wohl unterscheiden kann. Wenn man manipuliert wird ist das ein großer Unterschied, dass ein Therapeut nicht viel helfen kann, dass weiß ich auch. Weil ich bereits bei zwei war und dann, wenn ich bereit war zu reden, hieß es, wir können ihnen nicht helfen, es ist zu hoch und zu heftig. Was soll ich denn machen, wenn da noch nicht mal Hilfe zu bekommen ist?
    Denkt da einer dran? Nein, es interessiert keinen und man steht da alleine. Man bekommt dann zu hören, du willst ja nicht, es ist dein Problem.
    Warum kann da keiner helfen?

  138. Tanja schreibt am :

    Um Geld geht es wohl den wenigsten, denke ich.
    Aber es ist uns Opfern ja nicht mal erlaubt, die Täter zu benennen und offen darüber zu reden, wenn die Taten verjährt sind und wir es nicht geschafft haben, es zur Anzeige zu bringen.
    WIR würden uns dann doch der Verleumdung schuldig machen.
    Ich denke, WIR brauchen endlich eine Lobby, eine REELE Chance.
    Denn erst dann wenn wir ohne Angst, uns selbst schuldig zu machen, auch über das erlebte reden dürfen, kann die Selbstheilung beginnen.
    Therapeuten können das erlebte nicht ungeschehen machen und wenn überhaupt, können sie einem nur Wege zeigen, besser mit der Vergangenheit umzugehen.
    Natürlich gibt es auch unter den Therapeuten „schwarze“Schafe, aber ich denke, darum geht es bei dieser Petition nicht, das ist eine andere Baustelle.
    Wird die Verjährungsfrist aufgehoben, müssten Täter Angst haben, in der Öffentlichkeit benannt zu werden und DAS ist schon ein sehr wichtiger Schritt für die, die so was überlebt haben.
    Darum ist diese Petition und die Arbeit von Herrn Denef so wichtig, wie ich finde.
    Es muss sich was tun.
    Wir leben im 21. Jahrhundert aber zum Teil nach Gesetzen aus dem 19. Jahrhundert.
    Hierfür gibt es verschiedene Beispiele, aber das präsenteste ist wohl, dass erst seit „kurzem“ laut Gesetz JEDES Kind ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung hat.
    Dieses Gesetz konnte auch beinahe problemlos geändert werden.
    Wenn wir nichts tun, wer dann?
    Mein Vater brachte mir einen sehr weisen Spruch bei:
    Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.
    Ich kämpfe bereits mein halbes Leben lang und oft verlässt mich auch die Kraft.
    Trotzdem mache ich weiter, denn Aufgeben wäre feige.
    Wie alle die so was erlebt haben, habe auch ich meine Probleme im ganz normalen Alltag.
    Trotzdem kämpfe ich, egal was mir andere sagen.
    Denn ich weiß wozu ich kämpfe, der beste Grund wird demnächst 2 Jahre alt und es ist unsere Verantwortung, dass es seiner Generation besser geht.
    Wenn uns die kleinen Kinder von heute morgen fragen: „Warum habt IHR nichts getan?“
    Was wollen wir ihnen dann sagen?
    Ich habe die Hoffnung, dass wir gemeinsam was bewirken können und dann werden uns unsere Kinder diese Frage erst gar nicht stellen müssen.
    Denn es geht nicht nur um uns, es geht auch und vor allem um die, die leider bei dieser Thematik nach uns kommen.

  139. Anke schreibt am :

    Die Petition…

    Ich habe Sie unterschrieben, schon vor einigen Monaten!

    Mir nützt Sie nichts mehr, mein Nichts (Täter) darf weiter in seinem Pflegeheim dahin vegetieren. Ich muss lernen mit meinem Leben klar zu kommen. Vor 2 Wochen wurde mir von der Staatsanwaltschaft mitgeteilt: Verjährt.

    Ich kann nichts mehr tun…
    Würde mein Leben gern weg werfen. Doch ich habe 2 Kinder! Sie brauchen mich, aus Ihnen schöpfe ich die Kraft für jeden neuen Tag.

    Und ich habe eine Therapeutin, die an mich glaubt, die mich aufbaut, die für mich da ist! Doch ich werde sie nicht immer haben. Und was ist dann???

    Und doch darf ich etwas stolz sein, denn ich habe geschafft mein Schweigen zu brechen. Ich war bei der Polizei und habe ihn angezeigt, nach 25 Jahren!

    Das tat so gut! Das erste und einzige Mal darüber zu reden! Und ich würde es wieder machen!

    So will ich das hier mal stehen lassen und ich hoffe das noch sehr viele Unterschriften zusammen kommen!
    Denn es geht hier (endlich einmal) um die Opfer, um Menschenleben! Denn viele haben nicht die Kraft täglich neu zu Kämpfen!

  140. Waltraud Heidenthal schreibt am :

    Wie vereinbart sich diese Verjährung mit dem Begriff „Rechtsstaat? Ihre Existenz ist widerlich, abscheulich wie die dieses Verbrechen selbst – SIE BEDEUTET MIT-TÄTERSCHAFT!!!

  141. Sorry, aber WAS soll es an unserer Vergangenheit bzw. der Zukunft der heute in Missbrauchs-Situationen lebenden Kinder ÄNDERN, wenn es UNS um´s Geld gehen würde? Ich z.B. möchte KEINE Opfer-Entschädigungs-Rente vom Weißen Ring, da ich nicht noch zusätzlich durch einen Konto-Auszug DARAN erinnert werden möchte!!! Auch eine Bestrafung des Täters macht NICHTS ungeschehen oder ändert unsere lebenslangen Folgen!!! Mir persönlich geht es nicht um eine Bestrafung … aber wenn eine Gefängnis-Strafe die einzige Chance sein soll, diese „Menschen“, zum Schutz der heutigen und zukünftigen Kinder, von der Straße wegzukriegen, dann ist mir dies recht!!! Eine GERECHTE Strafe, für das, was sie da ZERstören, gibt es eh nicht!!!

    Ich möchte „NUR“, was meinen Täter betrifft, die Unterstützung vom Staat, verhindern zu können/dürfen, dass er sich weitere Kinder „nimmt“ … zumal ich erfahren habe, dass der jüngste Sohn mit seiner Familie dort ins Haus gezogen sind … damals war ich es … seine eigenen Kinder … und nun mit SICHERHEIT seine eigenen Enkelkinder, sofern nicht schon ihre eigenen Väter sich an ihnen vergehen!!! Schließlich sind sie damit „aufgewachsen“ und halten es für „normal“ … DIESE „Familie“ züchtet in meinen Augen die Pädophilen von morgen …

    … und das wird unterstützt, weil mein Missbrauch VERJÄHRT ist!!!

  142. Francesca schreibt am :

    Ich Danke dafür, dass es jemanden auf dieser Welt gibt, wo man an uns Opfer denkt und sich für uns einsetzt.
    Ich selbst musste mir gestern von dem Gericht sagen lassen: Im Hinblick auf den Vorwurf der vorehelichen Vergewaltigung besteht das Verfahrenshindernis der Verjährung, Vergewaltigung in der Ehezeit ist erst seit 05.07.1997 strafbar. Das Verfahren war daher mangels Vorliegens der erforderlichen Verfolgungsvoraussetzungen einzustellen.
    11 Jahre Missbrauch, kein Tag an dem mir nicht etwas angetan wurde. Am schlimmsten war es, es erzählen zu müssen, eine Aussage zu machen, mit der Hoffnung der Täter wird Verurteilt (laut Polizei). Mein Leben ist Zerstörrt. Hab es nie mehr geschafft mich wie ein Mensch zu fühlen, und mein Leben zu ordnen. Habe alles verloren, meine Würde, meine Seele, und fast noch meinen Verstand.
    Und der Täter bekommt sozusagen für seine „Tat“ die „Hand geschüttelt“ und geht mit strahlenden Gesicht als freier Mann.
    Und seine Worte damals: Das ist mein Recht das zu tun, haben sich doch gestern bestätigt.
    Ich Denke es gibt keine Gerechtigkeit auf dieser Welt.
    Denn wenn ich Ihm etwas angetan hätte, dann würde ich wahrscheinlich als Frau lebenslang bekommen.
    Gewallt an Kinder und Frauen darf meiner Meinung niemals verjähren.
    Und die Strafe dafür müsste lebenslänglich sein, bis zum letzten Tag seines Atemzugs, egal wer der Täter ist.
    Weil, im Gefängniss geht es denen doch gut, sie haben alles was sie brauchen, müssen noch nicht einmal Arbeiten, Fernsehen, Radio, Freizeitaktivitäten, komplette Versorgung ohne einen Pfennig dafür bezahlen zu müssen. Spätestens nach 3 Jahren, bei einer Haftstrafe von fünf Jahren, sind Sie wieder draußen und bekommen für jeden Tag den Sie abgesesen haben auch noch Haftgeld. Die Opfer bekommen lebenslänglich, haben ein erschwertes Leben, sind nicht mehr fähig überhaupt noch was zu bewältigen, landen auf der Straße, viele werden Alkoholiker oder nehmen Drogen und sind tablettensüchtig, müssen von Hartz 4 leben und sind Gefangene für den Rest Ihres erbärmlichen Lebens. Und das aller schlimmste, die Opfer geraten immer wieder an den gleichen Typ Mann, der, der Sie nicht gut behandelt. Und wenn Sie doch einen guten Mann haben, sind doch die meisten Opfer so geschädigt, dass es unmöglich ist eine normale Beziehung zu führen. Selbst eine Jahre lange Traumatherapie lässt nicht vergessen und ungeschehen machen was man angetan bekommen hat. Und nein die Zeit heilt keine Wunden, egal wie viele Jahre auch noch vergehn. Es gibt keine Hilfe und Gerächtigkeit für Opfer, denn niemand kann die zerrissene Seele wieder heilen.
    Aus diesem Grund unterstütze ich mit meiner Unterschrift diese Pätition

  143. Katja Möller schreibt am :

    Die Petition ist längst überfällig.
    Das Gesetz ist so unbegreiflich und macht einen immer wieder fassungslos!!!
    Man fragt sich da nur, WER geschützt wird, Opfer oder Täter?!?!

    Die Verjährungsfrist ist für Opfer mindestens genauso schlimm wie die Tat selbst. Nach 10 Jahren kann der Täter tief durchatmen und kommt ungescholten davon, wärend es für die Opfer erst so richtig anfängt…

    Ausserdem verdrängen die Opfer die Tat meist über mehrere Jahre und holen sich erst viel viel später Hilfe von außen (wenn sie im Leben überhaupt nicht mehr zurechtkommen).
    Dann beginnt eine Therapie, die oft über Jahre hinweg geht… und nicht immer erfolgreich endet.

    Ist das Opfer dann in der Lage endlich zu handeln und den Täter anzuzeigen, wird es wieder zum Opfer gemacht, in dem die „Frist“ abgelaufen ist…

    Wieviele Missbrauchsopfer leiden gerade an Spätfolgen wie Depressionen, Selbstmordgedanken, posttraumatische Erkrankungen bis hin zu Borderline…

    Jeder der hier unterschreibt, gibt den Opfern ein Stück Stärke und zeigt Ihnen „Wir halten zu Euch“!

    Gefallener Engel: Es gibt Menschen, die trotz Therapie ihr Leben nicht mehr in den Griff bekommen, die nicht in der Lage sind zu arbeiten, die evtl. Hilfe zum normalen Leben benötigen…
    Wovon sollen diese Menschen leben?!?! Von dem bisschen Harz 4, um womöglich auch noch als Sozialschmarozer bezeichnet zu werden??
    Sorry, aber ich denke die Opferentschädigungsrente ist das Mindeste, was man tun kann!!! Klar kann man die Tat nicht rückgängig machen…und es wird einen das ganze Leben lang begleiten.
    Jeder muß für sich selbst den richtigen Weg finden, damit zurecht zu kommen.

  144. (an Katja Möller)

    Mein Kommentar bezog sich auf den von Jenny (09.12.08, ihr letzter Satz, Zitat: „Bei der Forderung nach einer zivilrechtlichen Aufhebung, stellt sich mir die Frage, ob es da nicht vielleicht nur ums Geld-Kriegen geht.“!

    Natürlich hast Du recht: es steht JEDEM Opfer eine Entschädigung zu – ich habe für MICH beschlossen, eine Opfer-Entschädigungs-Rente NICHT anzunehmen, obwohl ich finanziell darauf angewiesen wäre (!!!): aufgrund meiner psychischen Erkrankung bin auch ich (43) nicht in der Lage arbeiten (seit sechs Jahren!) zu gehen und wurde in RENTE geschickt …

  145. Francesca schreibt am :

    Ja das Stimmt, viele Jahre geben wir uns selber die Schuld, die Schuld dafür, dass wir geboren worden sind, die Schuld dafür, dass wir selbst Schuld sind und die Schuld dafür, dass wir ein nichts und ein Niemand sind und die Schuld dafür, dass wir es wahrscheinlich auch so verdient haben müssen.
    Verlassen von Gott und der Familie, einsam und allein. Durchwandern etliche Therapien und stehen troz dem im Nichts. Wir verlieren unser komplettes Leben, kommen nicht mit unseren Kindern klar und auch nicht mit einem gutem Partner. Leben in dem Trümmerhaufen unseres Lebens ohne ein Lichtblick und werden dann Messis gennant. Werden straffällig, süchtig oder suizidgefärdet. Und zum Schluss sind wir die Schuldigen in allem und tragen die Verantwortung für unser Leben. Werden von den Gerichten härter und schlimmer bestraft als unsere Peiniger. Zahlen unendliche Gelder an den Staat für kleine Delikte oder gehen dafür sogar ins Gefängniss. Können uns nicht aufhalten wo VIELE MENSCHEN SIND; REAGIEREN Aggresiv wenn uns Männer von der Seite Beobachten, und kommen nicht mit unserem Leben Klar, Arbeiten gehen ist nicht machbar, sind bei der kleinsten körperlichen Anstrenung krank und sind nicht fähig die kleinsten Dinge im Leben zu bewältigen.
    Und dann sind wir Staats-Schmarotzer die sich ein schönes Leben auf Kosten anderer machen, komisch ist doch, dass bei dem ganzen schönem Leben nichts lebenswertes und erfreuliches geschieht. Man Lebt wie ein Assi, hat keine schönen Möbel, und kein schönes zu Hause, und oftmals wird man vom Staat gefangen gehalten in der Wohnung wo die ganze Peinigung stattfand.
    So wie ich, 11 Jahre Gewalt und Entwürdigung und ich kann nicht aus der Wohnung raus, weil meine Arbeitsunfähigkeitsrente so klein ist, dass es nicht reicht für meine Kinder und mich, unsere Möbel sind vom Sperrmüll, und unsere Kleider holen wir beim Roten Kreuz. Und Weihnachten fällt dieses Jahr aus weil ich kein Geld habe. Wie hätten wir uns ein schönes zu Hause gewünscht, aber ich hab es nie geschafft, weil mein Peiniger mich infiziert hat und wenn ich noch 10 Jahre zu leben habe kann ich Gott Dankbar dafür sein.
    Hier eine Bootschaft an alle Misshandelten:
    Ich trauer mit euch und fühle mit euch, wünsche euch Kraft aus dem Teufelskreis herauszubrechen und wieder ein Mensch zu sein. Gebt niemals die Hoffnung und den Glaube auf, dass doch der Tag der Vergeltung von Gott unseren Herrn kommt.

  146. Katja Möller schreibt am :

    Jenny:
    Der Grund der Aufhebung sollte vor allem deshalb sein, dass den Opfern endlich geglaubt wird, dass sie endlich die Chance haben, aktiv zu sein und sich aus ihrer Opferrolle herausbewegen.
    Es sollte darum (für mich persönlich) nicht um Rache oder Geld gehen!!! Denn keines davon kann die Vergangenheit rückgängig machen!
    Doch man sollte die Chance haben zu Wort zu kommen und nicht schon bereits im Vorfeld WIEDER einmal zum Schweigen verdonnert zu werden!!!!

  147. Liebe Betroffene/n,
    liebe Nicht-Betroffene/n!

    Ich werde am 23. Dez. 2008 (ab 20.15 Uhr) 1 Kerze für Herrn Norbert Denef entzünden …

    … als zwar KLEINEN, dafür aber unendlichen Dank für ALL DAS, was er für UNS alle vom sex. Missbrauch-Betroffenen leistet!!!

    Wer sich dem anschließen möchte, findet Näheres hier:
    http://gefangener-engel.over-blog.de/article-26059337.html

    „YES we CAN“ … wir dürfen nur NIEMALS AUFgeben!!! Auch wenn so manche von UNS keine Hoffnung mehr spüren … das eigene Leben für sinnLOS halten … GEBT BITTE NICHT AUF … es gibt so unendlich viele Kinder, die heute … morgen … und in Zukunft auf HILFE WARTEN!!!

    Lieben Gruß und ein Gesegnetes Weihnachtsfest!!!
    Claudia

  148. Tanja schreibt am :

    Immer wieder schaue ich mir hier die Kommentare an und immer wieder stelle ich fest, dass ich nicht alleine bin.
    Es ist schwer zu glauben, aber es gibt Kraft, zu wissen, dass man nicht alleine ist.
    Gerade die letzten Kommentare haben mir das gezeigt.
    Ich selbst habe wegen Depressionen vor 3 Wochen meinen Job kündigen müssen, wann und ob ich in meinem Beruf wieder arbeiten kann ist fraglich, mein Mann versteht mich oft nicht, obwohl er sich wirklich Mühe gibt und mein Sohn – gerade 2 geworden – versteht seine Mama auch oft nicht, warum sie so oft so wechselhaft ist, meine Mutter versucht, mich zu verstehen und mir zu helfen, wo sie nur kann, mein Bruder kommt mir oft genug damit, dass er mit meiner Art der Erziehung nicht einverstanden ist, nur, weil der Kleine nicht aufessen muss oder vom Tisch aufstehen darf, wenn er nicht mehr Essen möchte und das waren noch die harmlosesten Sachen.
    Und jedes Mal, wenn ich nicht mehr kann, habe ich Angst um meinen Sohn, dass ihm das selbe passiert, dass man ihn mir wegnehmen könnte, nur, weil ich ihn sehr frei erziehe, denn auch in diese Richtung habe ich schon Drohungen bekommen.
    Ich liebe meinen Jungen und würde alles für ihn tun.
    Er ist ein wildes Kind und hat deswegen öfter blaue Flecken an den Armen oder Beinen.
    Aber wegen so was wird einem dann mit dem Amt gedroht.
    Ich habe jede Vorsorgeuntersuchung wahrgenommen, war wegen jeder Kleinigkeit beim Arzt oder im Krankenhaus, die Kinderärztin hat mir schriftlich gegeben, dass er sehr weit ist und mir Frühförderung nahe gelegt und trotzdem habe ich immer wieder Angst um ihn.
    Wäre nicht der Missbrauch, ich könnte das „perfekte“ Leben haben, aber das ist es nicht, denn die Vergangenheit holt einen immer wieder ein, sie lähmt einen, macht Handlungsunfähig.
    Es ist längst überfällig, dass die Verjährung aufgehoben wird und ich denke, dass es den wenigsten dabei ums Geld oder um Rache geht.
    Die meisten wollen doch nur ein menschenwürdiges Leben und das ihnen geglaubt wird, aber das zu erreichen ist nahezu unmöglich bei unserer derzeitigen Gesetzeslage.
    darum muss die Verjährung aufgehoben werden.
    Die Schweden haben es geschafft, dort gibt es seit kurzem keine Verjährung mehr.
    Hoffen wir, dass sich Deutschland daran ein Beispiel nimmt.

    Herr Norbert Denef hat hier etwas ins Leben gerufen, was für ihn und für uns alle eine wahre Chance darstellt.
    Er hatte den Mut für etwas, wofür den meisten noch der Mut fehlt.
    Herr Denef, ich danke Ihnen dafür und ich sammle noch immer fleißig Unterschriften und mache auf diese Petition aufmerksam, wo ich nur kann.
    Für mich heißt das jedes Mal erklären müssen und auch, dass ich zum Teil Stellung beziehen muss. Das ist jedes Mal verdammt schwer und kostet Kraft.
    Aber ich weiß, warum ich das tue.
    Ein gutes neues Jahr Euch allen.

  149. Manuel schreibt am :

    Egal, wie sehr die Täter auch selber Opfer waren, Vergewaltigung wird niemandem aus dem eigenen Problemleben helfen und eine Verjährung dieser Verbrechen darf in einem Rechtsstaat eigentlich gar nicht erst passieren, denn Missbrauch richtet die größten Schäden in der Seele des Menschen an. Ich habe deshalb die Petition unterschrieben und werde auch dafür sorgen, dass es noch andere tun.
    Manuel

  150. WEN oder WAS „wählen“ wir eigentlich da? Ich kann mich nur wiederholen: „unsere“ Politiker „beklagen“ sich ständig, dass die Geburtenrate zurückgeht … mit WELCHEM Recht? Ihnen scheinen ja die Kinder, die bereits auf der Welt sind, mehr als nur GLEICHGÜLTIG zu sein!

    (Zitat von Erich Kästner)

    An allem Unfug, der passiert,
    sind nicht etwa nur die schuld,
    die ihn tun, sondern auch die,
    die ihn nicht verhindern.

    Es MUSS einen Weg geben, diesen WAHNSINN zu stoppen!!!

  151. Anette Hoge schreibt am :

    Opfer bekommen lebenslänglich,
    Raubkopierer 5 Jahre
    Kinderschänder 2 Jahre.
    Da ist ein Fehler im System.
    Schützt endlich unsere Kinder und sperrt diese Monster für ewig ein.
    Die Politiker sollten vielleicht mal daran denken, dass Überlebende Opfer auch Wähler werden.

  152. Carola Thompson schreibt am :

    Als mich mit 17 Jahren das Gericht und die Media als „unglaubwürdig“ aburteilte (1974), wurde ich als Opfer von der Rheinischen Post und der Westdeutschen Zeitung, mit der dick beschrifteten Überschrift „Jugendliche zeigt aus Rache die Pflegeeltern an“ dargestellt. Das war meiner Meinung nach auch ein Angriff, fast genauso schlimm, wie die Angriffe, die ich in diesen ganzen verfluchten 17 Jahren im so genannten Rechtsstaat, seitens der Kinderheime und Pflegeeltern, mit den Wissen des Jugendamtes Hildesheim und Kempen, erdulden musste. Nicht nur die deutschen Gerichte und Gesetzgeber, verachten Kinderopfer/Sexualopfer, sondern auch die Medien in dem Land. Man könnte mich feige nennen. Aber ich bin so schnell wie möglich aus Deutschland geflohen, um meine eigenen Kinder von den Klauen der Jugendämter/Gerichte/Heime und Profiteltern, zu schützen. Ich nenne meine Peiniger in meinen Bericht:

    http://www.emak.org/geschichten/Carola%20Thompson%20Kindheit.htm

    Schreiben hat mir geholfen, weil ich Therapeuten nicht vertraue.

  153. Silke Eschweiler schreibt am :

    Ich bin ein Missbrauchsopfer und ich fordere, dass die Verjährungsfrist aufgehoben wird.
    Die Täter werden durch das Gesetz geschützt, wir Opfer bekommen lebenslänglich. Ich wollte meine Peiniger anzeigen, hatte endlich den Mut dazu, um dann gesagt zu bekommen,“Tut uns leid, es ist alles verjährt“. Das darf einfach nicht sein. Ich werde in Zukunft genaustens überlegen, welchen Politiker ich wähle.

  154. Waldemar Mitulla schreibt am :

    Hallo,

    eine hervorragende Idee. Endlich mal etwas für die Opfer und nicht für die Täter. Sexueller Missbrauch ist wie Mord und sollte niemals verjähren. Es ist schlimm genug, dass die Strafen oft lächerlich ausfallen – 1 Jahr oder 2 Jahre auf Bewährung – wem soll das denn helfen? Dass es dann auch noch zusätzlich eine Verjährung gibt ist unfassbar.
    Auch wenn ich persönlich nicht missbraucht oder ähnliches wurde, so bedanke ich mich für den Mut und die Stärke, diese Petition anzustreben. Meine Hochachtung!!!

  155. Kristof Kamm schreibt am :

    Hallo,

    ich versuche meine Ablehnung dieser Petition so nachvollziehbar und vorsichtig wie möglich zu formulieren. Im Vorfeld möchte ich allen Opfern und Angehörigen von Opfern sexueller Gewalt mein Mitgefühl aussprechen, und bekunden dass auch mir natürlich an einer konsequenteren, den Opfern gerecht werdenden, Anwendung des Sexualstrafrechts gelegen ist.

    Dazu kann diese Petition jedoch nicht führen, sie ist daher zum strafrechtlichen Opferschutz unnütz.
    Es wird gefordert die Verjährungsfrist _im Zivilrecht_ aufzuheben. Diese beträgt jedoch gem. § 199 II BGB bereits 30 Jahre nach der Tat, bei Opfern die Kinder, Jugendliche oder Heranwachsende sind 30 Jahre nach Vollendung des 21. Lebensjahres (§ 208 BGB). Ggf. sogar länger, wenn es sich um eine Tat handelt die in einer noch fortbestehenden häuslichen Lebensgemeinschaft handelt.

    Ziel einer neuen, rechtlich durchdachten, Petition sollte es m.E. sein anzuregen die Verjährungsfristen für Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zu verlängern oder (was mit dem Grundprinzip des Strafrechts m.E. besser vereinbar ist) eine sinnvolle Anlaufhemmung für die bestehenden Verjährungsfristen (5 bis 20 Jahre) zu finden.

    Ich wünsche Ihnen für Ihre Petition viel Erfolg, möchte jedoch dennoch dazu raten den Fokus Ihrer Bemühungen auf das Strafrecht zu verlegen.

  156. Tanja schreibt am :

    Hallo,

    ich habe den Kommentar von Herrn Kamm gelesen und obwohl er versucht hat, sich recht vorsichtig auszudrücken, war sein Kommentar wie ein erneuter Schlag ins Gesicht.
    Ich kenne mich zwar nicht so Paragraphengenau mit dem BGB aus, aber das, was vielen die hier einen Kommentar hinterlassen haben passiert ist und wogegen sich die Petition von Herrn Denef richtet, fällt im Allgemeinen unter die Paragraphen §176 – §182 und da sehen die Verjährungsfristen leider anders aus.
    Außerdem habe ich im Bekanntenkreis einen Kripobeamten, mit dem ich ebenfalls mal über das Thema sexueller Missbrauch gesprochen habe und er – wie auch die vielen Schreiben der Staatsanwaltschaft, die wohl der eine oder andere von uns zu Hause liegen hat- belegen, dass das, was uns angetan wurde, nach eben 10 und nicht nach 30 Jahren verjährt.
    Ich weiß, dass es im Strafrecht eine Ausnahme gibt und das ist in besonders schweren Fällen der Vergewaltigung, da beträgt die Verjährungsfrist 20 Jahre.
    Aber in allen Fällen ist es schwer, zu beweisen, was den Opfern angetan wurde, gerade, wenn es schon Jahre zurück liegt.
    Herrn Kamm möchte ich eines sagen.
    Das Strafrecht zu ändern wäre mehr wie nur wünschenswert, aber das ist mehr, als nur kompliziert.
    Wenn wir aber auf dem zivilrechtlichen Weg einen Anfang machen können, ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis zum Strafrecht.
    So war es schon immer in unserer Gesellschaft.
    Als Beispiel nehmen wir doch mal die Homosexualität.
    Bis in die 70 Jahre hinein war es strafbar, homosexuell zu sein.
    Die Leute haben sich aber gewehrt, erst im Kleinen, erst soweit, dass sie akzeptiert wurden und nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden konnten.
    Heute, über 30 Jahre später, haben Homosexuelle das Recht „erstritten“, heiraten zu dürfen und – wenn auch unter erschwerten Bedingungen – Kinder adoptieren zu dürfen.
    Es gibt noch zahlreiche andere Beispiele dafür und ich denke, dass die von Herrn Denef ins Leben gerufene Petition der richtige Weg ist, einen Anfang zu machen.
    Irgendwann werden wir dann auch unser veraltetes Strafrecht ändern können.

    In diesem Sinne

    Liebe Grüße

  157. Ingo schreibt am :

    Hallo,

    Ich stimme der Petition zu.

    Ich bin eigentlich sehr erbost über die Ablehnung der Petition. Leider hatte ich noch nie Kenntnis von dieser Aktion erhalten. Leider habe ich weder in der Presse, Rundfunk noch im Internet irgendwelche Infos hierüber erhalten.

    Demokratieverständnis ist nun mal nicht die Stärke unserer „Volksvertreter“, trotzdem nehme ich stets mein Wahlrecht war. Außer „unseren“ Willen bei der Gesetzesgebung und Staatsführung zu verwirklichen sind sie auch Dienstleister in dieser Sache und werden von uns hierfür bezahlt.

    „Formaljuristische“ Ausgestaltung der Gesetze haben nun mal nicht immer den Volkswillen zum Inhalt.

    Deshalb werde ich Ihre Aktion durch Verbreitung unterstützen.

    Ingo

  158. Cerridwen schreibt am :

    ich kann mich dem nur anschließen, dass der Missbrauch an Kindern, oder aber der sexuelle Missbrauch im allgemeinem nicht verjähren darf! Mir geht es wie vielen, welche sich hier geöffnet haben. Als Kind wird man missbraucht, verdrängt das Erlebte und dann, wenn man erwachsen ist kommt irgendwann alles wieder hoch, durch manchmal ganz unscheinbare Schlüsselerlebnisse. Mein Peiniger lebt zwar nicht mehr, aber ich weiß auch nicht, ob ich heute nach über 35 Jahren den Mut hätte ihn anzuzeigen und das Ganze vor Gericht noch mal „erleben“ wollte. Aber denjenigen, die sich aus diesem Teufelskreis befreien und Gerechtigkeit wollen, denen darf kein Stein in den Weg gelegt werden. Kaum einer hat direkt den Mut sofort Anzeige zu erstatten, das braucht viel Zeit, die Kraft dafür zu finden, darum bin ich für diese Petition und stimme ihr zu.

    Liebe Grüße und viel Erfolg

    Cerridwen

  159. karin schreibt am :

    bin selber ein Vergewaltigungsopfer. Ich unterstütze das hier und stimme zu, dass ein Täter lebenslang bekommen sollte.
    lg karin

  160. Frank schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef,

    was in einem hochdemokratischen Land wie der Schweiz umgesetzt werden kann ist auch bei uns
    möglich. Das Argument der schweren Beweisbarkeit kann nicht zählen. Was ist mit neuen technischen Verfahren, die DNA-Analyse nur als ein Beispiel von vielen?

    Machen wir weiter, jetzt nur keine Resignation.

  161. Habe Eure e-Mail bekommen und wünsche mir sehr, dass Ihr dran bleibt in unserem Kampf gegen Missbrauch. Vieles davon hat auch mit den Glaubensrichtungen der Mormonen zu tun. Da diese Sekte eher amerikanisch gerichtet ist, tut sich unser Staat dorthingehend etwas schwerfällig. Einfach auch mal auf meiner Internetseite das Forum lesen.

    Anubis

  162. Ich möchte hier die sog. Mormonen verteidigen, die soeben als Sekte bezeichnet und gar in die Nähe von Kindesmissbrauch gerückt wurden. Das entbehrt jeder Grundlage. Ich bin seit 5 Jahren Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage und habe darin den lebendigen und liebenden Gott kennen gelernt und fast ausnahmslos äußerst liebenswerte und anständige Menschen, die versuche, die Liebe Gottes in ihrem Leben wirksam zu machen und in der selbstverständlich jede Form von Zwang, Gewalt, Unterdrückung und Übertretung aufs strengste verboten ist und genau entgegen der Lehre Christi ist. Ich weiß nicht, mit welcher Grundlage Sie die Kirche Jesu Christi in solch ein Licht rücken und finde das sehr traurig. Das geht mir wirklich einige Schritte zu weit. Diese „Glaubensrichtung“ hat mir und anderen im Leben so sehr geholfen und mein Leben war eine Katastrophe. Jesus Christus hat nichts mit Kindesmissbrauch zu tun und genau darum geht es in der Kirche Jesu Christi. Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Familie und ihre Unversehrtheit, das Wohlergehen der Seele und die Liebe spielen eine sehr wichtige und lebenspraktische rolle in der Kirche Jesu Christi.
    Wenn es da Fälle von Kindesmissbrauch bei Mitgliedern geben sollte, dann hat das rein gar nichts mit der Kirche und ihrer Lehre zu tun. Ich möchte wirklich gern wissen, wie Sie zu diesen Vorwürfen kommen und hoffe, dass ich hier eine Stellungnahme von Ihnen lesen werde können, denn hier steht schließlich auch eine schlimme Behauptung im Raum. Sollten Sie persönlich mit einem Mitglied solche Erfahrungen gemacht haben, dann tut mir das sehr leid für Sie. Aber ich bitte sehr darum, nicht die ganze Kirche und ihre Lehre (die, wohlgemerkt, mein Leben gerettet hat!) nicht in die Nähe von Kindesmissbrauch zu rücken. Ich werde mir das besagte Forum ansehen, aber ich habe in der Kirche NIEMALS etwas beobachtet, gespürt, erfahren oder sonst etwas, was in irgendeiner Form irgendetwas mit Kindesmissbrauch zu tun hat. Seien Sie mir nicht böse, aber die Reputation dieser wunderbaren Gemeinschaft liegt mir am Herzen.

    Sebastian

  163. Tanja schreibt am :

    Heute habe ich die Mail von Herrn Denef bekommen, das der Bundestag die Petiton abgelehnt hat.
    Ein schwerer Schock und Rückschlag.
    Ich möchte hier nun ALLE auffordern und BITTEN, sich weiterhin zu angagieren.
    Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam können wir was bewegen und erreichen und Rückschläge gehören dazu.
    Hätte der Bundestag dieser Petiton zugestimmt, es hätten sicher einige Herren in Hohen Positionen Angst haben müssen, davon bin ich überzeugt.
    Es heißt weiterkämpfen, JETZT ERST RECHT.
    Ich BITTE ALLE, sich Gedanken zu machen, wie wir unser Ziel zusammen mit Herrn Denef verwirklichen können, die Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch aufzuheben.
    Das wird nun sehr viel Arbeit werden und auch finanziell wird es wohl nicht einfach werden.
    Vielleicht gibt es hier jemanden, der in der Kirche oder einer anderen Organisation aktiv ist und zum Beispiel einen Basar oder Flohmarkt organisieren kann, zugunsten der Petition.
    BITTE macht Euch ALLE mal Gedanken, wie wir Herrn Denef unterstützen können.
    Denn Herr Denef KÄMPFT für uns ALLE an vorderster Front und er hat es mehr als nur verdient, das wir nun auch geschlossen hinter ihm stehen und den großen Worten in den vorangegangen Kommentaren auch Taten folgen lassen.
    Bitte helft ALLE mit, das die Petition NICHT stirbt.

    Herlichen Dank.

    Viele liebe Grüße

    Tanja

  164. Martina Papakonstantinou schreibt am :

    WER DEN TÄTER NICHT SIEHT…KANN DAS OPFER NICHT HÖREN!!!
    Ich unterstütze hiermit Herrn Denef, der in meinen Augen ein ausserordentliches Lob verdient hat! Er hat sehr viel Mut und Kraft bewiesen und geht als besstes Beispiel für alle Opfer vorran!
    Mit dieser Gesetzesänderung denke ich an die armen Opfer, die ein Leben lang mit diesem Verbrechen an Leib und Seele zu kämpfen haben. Sie sollen selbst entscheiden, wann es zu einer Klage kommt, ohne vom Gesetz her unter Druck zu geraten. Das ist doch keine Hochzeitsveranstaltung, bei der es heisst: …..oder möge für immer schweigen!!!
    Wünsche allen viel Mut und Kraft

    Martina

  165. Pia Survivor schreibt am :

    Bravo Martina weiter so, megalo.

    Pia Survivor

  166. Dorothea schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef,
    es ist bewundernswert, wie Sie sich dafür einsetzen, dass die Verjährungsfrist für sexualisierte Gewalt abgeschafft wird.
    Ich wurde von meinem Vater sexuell missbraucht. Weitere Straftaten wurden mir durch eine satanische Sekte in Duisburg zugefügt.
    Ich bin arbeitsunfähig und bekomme eine Rente über das OEG (Opferentschädigungsgesetz).
    Meine Bemühungen, die Straftaten durch die satanische Sekte anzuzeigen, waren bisher vergebens-Kürzung der Rente war die Folge.
    Man kann den Druck einer Anzeige gegen organisiertes Verbrechen nicht aushalten, wenn man nicht finanziell abgesichert ist. Die Täter haben immer noch zu viel Macht. Immer wieder versucht man mich zum Schweigen zu bringen.

    Liebe Grüße
    Dorothea

  167. Ich finde es gut, dass sich jemand ernsthaft Gedanken gemacht hat, klasse, große Hochachtung und mein Respeckt.
    lg
    Rainer

  168. Daniela Kozole schreibt am :

    So, was soll ich großartig sagen, mir ging es selber so.
    12 Jahre lang, hatte dadurch Magersucht,.Boarderline und hab auch heute noch immer Rückfälle!
    Hätte ich nicht diesen wundervollen Mann gefunden, der mich immer wieder aus diesen Löchern zieht, würde ich heute nicht mehr Leben,.es ist nicht einfach damit umzugehen, es war eine Erfahrung,.die mich mein ganzes Leben lang begleiten wird und die ich niemandem wünsche, aber leider trifft es viel zu viele!
    Ich danke meinem Mann und Gott dafür, dass ich trotzdem mittlerweile fest im Leben stehe und mich auch wieder daran erfreuen kann, auch wenn es immer mal wieder hochkommt!

  169. Colleen B. schreibt am :

    Ich komme aus der Schweiz und bei uns wurde erst kürzlich die Unverjährbarkeit bei sexuellem Missbrauch angenommen! Auch ich bin Opfer. Mein Vater missbrauchte mich jahrelang. Ich hoffe, dass auch bei euch in Deutschland das Gesetz geändert wird. Denn es darf nicht sein, dass die Täter ungeschoren davon kommen.
    Viel Glück!

  170. Thomas Mosbach schreibt am :

    ich kann mich alldem, was ich hier gelesen habe nur anschließen.
    Um allerdings Menschen wach zu rütteln, die noch nie mit dieser konfrontiert wurden, müssten die Folgen des sexuellen Missbrauchs viel drastischer aufgeführt werden und vor allem viel breiter in der Öffentlichkeit gestreut werden.
    Aus meiner eigenen Erfahrung möchte hier eine Folge des sexuellen Missbrauchs aufzeigen, welche ich als sehr bedenklich empfinde, aber auch irgendwie nachempfinden kann:
    Ich arbeite als Fotograf bei einer kleinen Modelagentur. Unsere interne Statistik ergibt ein erschreckendes Bild.
    Von 10 jungen Frauen, die sich als Aktmodel bewerben, wurden über die Hälfte sexuell missbraucht.
    Insider wissen, dass junge Menschen, die sich vor einer Kamera ausziehen sehr redselig sind und oftmals Dinge preis geben, die sie ansonsten niemals sagen würden, weil sie sehr schnell Vertrauen zu dem Fotografen fassen.
    Nach fast zehnjähriger einschlägiger Berufserfahrung glaube ich behauten zu können, dass die Aktfotografie von den Betroffenen einer der Versuche ist, Sexualität wieder zu finden, oder gar zu leben, denn noch keine einzige dieser Frauen hat es geschafft, bis zur Veröffentlichung ihrer Fotos durchzuhalten, wobei ich dazusagen muss, dass unsere Agentur erst dann Fotos veröffentlicht, wenn wir uns sicher sind, dass die Bewerbung keine Bewerbung aus einer Laune heraus war.

    Die Bewertung meiner Erfahrung überlasse ich gerne Fachleuten und vor allem den Betroffenen. Ich selbst kann nur meine eigenen Rückschlüsse ziehen und mein Handeln danach ausrichten.

  171. Michael Forbes schreibt am :

    Sorry, mir geht es mal wieder schlecht heute.

    Von daher habe ich hier nichts mehr lesen können was so alle geschrieben haben. Ich habe selber eine Gruppe gebildet bei wkw, weil ich ein Opfer war vor über 40 Jahren von Missbrauch, sowohl auch schlimmster Misshandlungen, die nun verjährt sind. Leider habe ich mich erst vor 3,5 Jahren daran erinnert durch professionelle Hilfe. Dann die belastende Zeit seither, die nicht wirklich besser wird. Ich war in der Reha usw., was mir aber nicht hilft das ganze zu verarbeiten. Die Scham und alles andere hängen an mir wie Klebstoff der mich total anwidert. Ich fühle mich so verletzt, dass ich auch kaum jemanden an mich heranlassen kann. Auch kam ich mein Leben lang mit vielen Dingen nicht zurecht. Deswegen war es mir auch nicht möglich, eine gescheite Lehre zu machen, oder eine Familie zu gründen, wie ich es wollte von ganzen herzen. Meine Seele war seit der Kindheit nur am leiden, stelle ich heute fest. Schade, dass ich diese Traumata und den Angstverdrängungsprozess mitmachen habe müssen und die Täter nicht vor Gericht mussten. Wenn man mich fragt, wird die Dunkelziffer dieser Schandtaten enorm hoch sein, dass wir wohl alle einen Schock bekämen, wüssten wir sie. Diese Maßnahme der Petition finde ich eine wirklich gute Sache.
    Das schlimme an solchen Taten ist, dass man sie so spät leider kaum beweisen kann und niemand, sowie die eigene Mutter einem das alles glauben kann. Man leidet also an noch viel mehr Dingen, als nur die Tat. Ja, dies alles belastet einen zusätzlich. Darüber reden will man auch nicht so wirklich, da es einem nur erneut damit belastend konfrontiert. Zwei Vergewaltigungen, eine in Karlsruhe von zwei Türken an die ich mich nur schemenhaft erinnern kann und eine Vergewaltigung in den USA Maryland Bel Air, waren es bei mir. Zwischendrin kam es zu einem absolut schlimmen Überfall mit der Absicht, mich und meinen Bruder zu töten. Diese Leute haben mich als 2,5 jährigen getreten, um ein Wettweitschießen wie beim Fußball abzuhalten. Sie schmissen mich gegen eine Wand und würgten mich am ende bis sie glaubten, ich sei tot. Und nun wohne ich genau in diesem Dorf auf internationalen Umwegen. Dies ist so was von unglaublich, dass ich das damals überlebt habe und vor allem mich nach vielen Jahren des Leidens hier wohnen zu müssen, ist ebenso unglaublich. Die Leute von damals habe ich nur zum teil wieder erkannt. Aber auch da heißt es, es sei verjährt und weil es ja „nur“ ein versuchter Mord war!
    Ach Leute, ich könnte noch so vieles darüber schreiben, aber ich kann nicht mehr, da mir wieder die Tränen der Wut, Verzweiflung usw. in den Augen stehen. Ich hoffe nur es wird sich für alle Kinder der Welt etwas ändern. Ich danke allen die sich hier engagieren.

    Herzlich, Michael Forbes

  172. Peggy Jansen schreibt am :

    Lieber Michael, ich fühle Dir nach und wünsche Dir viel Kraft auf Deinem weiteren Weg… eine Gleichgesinnte… lg.

  173. Phyllis schreibt am :

    Hallo,
    ich finde es einfach total unwürdig und unmenschlich von der Regierung, wie sie die Opfer unterbuttert und die Täter geschützt „mit einem blauen Auge“ wegen der Verjährungsfrist davonkommen. Das ist unter aller Sau und wir Opfer müssen jahrelang unter unserer „Toten Seele“ leiden. Es wird endlich Zeit, dass der Regierung mal klar gemacht wird, das WIR die leidtrageneden sind, denen das Leben weggenommen wurde.

    Daher kann ich das nur unterstützen und habe es in Blogs im Internet weitergegeben, damit sich JEDER auch „Nichtopfer“ daran beteiligt.

    Ich hoffe, wir alle die daran teilgenommen haben mit unserer Unterschrift, können etwas bei der Bundesregierung bewirken.

    Ich drücke uns ganz feste die Daumen.

    Am Ende wird und muss die Gerechtigkeit siegen!!!!

    TOD DER UNGERECHTIGKEIT!!!!

  174. Margot Elisabeth Siebert schreibt am :

    Allein schon der Begriff „Missbrauch“ ist das allerletzte! Damit wird das tatsächliche Geschehen begrifflich entschärft, verniedlicht. – Kinder sind keine Gebrauchsgegenstände, die man miss-brauchen kann.

    Bei Sex mit Kindern handelt es sich IMMER um Vergewaltigung, und die Täter sind Vergewaltiger, die Kinder vergewaltigten!

  175. Birgit Kübler schreibt am :

    Dass wir hierzulande leider Täterschutz statt Opferschutz haben, das ist eine nationale Schande. Es ist das Ergebnis verkehrter, menschenverachtender Politik. Der Seelentod ist schlimmer als der Tod, sagte vor vielen Jahren ein Opfer, was sexuell missbraucht wurde. Diesem Opfer stimme ich zu und unterstütze deshalb mit meiner Unterschrift die Bemühungen von Herrn Norbert Denef. Wer Kindern Schaden zufügt, darf nie ungeschoren davonkommen.

  176. Marianne schreibt am :

    Leider habe ich keine Zeit um alle wunderbaren Kommentare zu lesen.

    @ Norbert
    Ich bewundere deinen Mut und Entschlossenheit!!

    Ich werde die Petition an alle meine Freunde weiterleiten, hätte aber noch einen Vorschlag:

    Viele meiner Bekannten kommen aus dem Ausland und da es eine Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof ist wäre es von Vorteil, wenn die Beschwerde (PDF-Dokument) auch in Englisch vorhanden wäre. Eine meiner Freundinnen aus Spanien wurde von ihrem Stiefvater missbraucht und es wäre sicherlich auch im Sinne aller in Europa missbrauchten Opfer.

    MfG
    (Wenn du Hilfe bei der Übersetzung braucht, kannst du dich gerne an mich wenden.)
    ___________________________________
    Hallo Marianne,

    das mit der Beschwerde in englisch ist eine gute Idee. Wenn Du mir dabei helfen könntest wäre super!

    Herzliche Grüße

    Norbert Denef

  177. Peggy Jansen schreibt am :

    Lieber Herr Denef,

    Ich werde nun am Wochenende einen Aufruf starten, an Eltern und an einfache Menschen, die zur Unterschrift bereit sind. Es kann jeden von uns treffen…
    Wir, die bereits betroffenen sind, wissen wovon wir reden..
    Ich denke, in Deutschland, wie auch überall würden sich Ihnen anschließen.
    Es muß nur mehr Pressearbeit gemacht werden. Ich habe Kontakte, die ich nun ausschöpfen werde.
    Ihre P.J.

  178. Mutter eines missbrauchten Sohnes schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef,
    meine Hochachtung für Ihren Mut! Meiner hat mich spätestens da verlassen als der Peiniger meines Sohnes 2,5 Jahre auf Bewährung bekam für ein 4 – 5 jähriges Martyrium! Begonnen mit 4 Jahren aufgehört mit 8 durch einen dummen Zufall. Neben den Lügen (ich bin nicht die Mutter usw.) die meinem Sohn erzählt wurden, ist unser Leben seit es 2005 ans Licht kam, gelinde gesagt im A…

    Das Leben meines Sohnes ist kaputt, der Täter bekam eine Streichelstrafe! und wir als Eltern müssen zugucken wie unser Sohn zugrunde geht. Keiner kann sich vorstellen wie das ist mit so etwas leben zu müssen- damit umgehen zu müssen, damit klarzukommen- niemand der das alles nicht selbst erlebt hat weiß wie das ist.
    Opferschutz? Finanzielle Unterstützung? Wenn Sie wüssten wo wir gelandet sind. Einfach lachhaft unsere Deutsche Justiz. Wir sind am Ende sowohl Psychisch als auch finanziell, jahrelang gemacht und getan, und das Versorgungsamt hat jegliche Kostenübernahme für Therapeutische Maßnahmen abgelehnt! Den Schaden haben wir. Es gibt zwar Jugendämter etc., aber was nutzt es schon wenn man diesen ganzen Bürokratenkram von hinten bis vorne durchmachen muss jahrelang und doch nichts bewirkt hat? Ich bewundere Ihren Mut wirklich und ich hoffe das Sie mit Ihrer Aktion was bewegen damit sich in unserem ach so kinderfreundlichem Deutschland endlich mal was ändert. Was nutzt es schon, darüber zu sprechen, wenn es doch die Täter sind die hier so dermaßen geschützt werden- Missbrauch verjährt in meinen Augen nie!

  179. Peggy Jansen schreibt am :

    Hey Gleichgesinnte Unbekannte Mama,
    Ich fühle Dir sehr nach, denn ich hab genau dies durch, mit meinem Sohn. Auch ich und meine Tochter sind ebenso vom gleichen Täter Opfer gewesen… Mein Sohn ist nun 13 Jahre, steckt mitten in der Pupertät, und für uns ist es die Hölle… Unser Täter bekam nach ca. 4 jähriger Verurteilung nun Freispruch (im Zweifel für den Angeklagten…), die Dummen sind wir! Aber wir wehren uns! Ich lass es nicht zu, dass wir zugrunde gehen, wo wir doch nicht die Täter sind, aber mein Sohn zerstört wird von unserem Staat!!! Es ist schwer als Mutter damit klar zu kommen, dazu kommt, wenn man selber solche Erfahrung erlitt. Bitte bleibt stark, seid da für ihn, dass ist dies was ich meinem Sohn geben kann. Ich stehe zu ihm, fange ihn auf wenn es auch noch so schwer oft ist. Versteht sein Verhalten, das er anders ist, dass er oft anders reagiert, sich verhält…Wir sind beim Kinderschutzbund und Psychologen, bewußt männl, so lernt er, dass es auch Gute gibt. Ich versteh Eure Wut, den Hass, denn diesen trage ich auch in mir. Bin in Gedanken bei Euch. Lieben Gruß.

  180. Einer der sich rächen wird schreibt am :

    Cool die Unverjährbarkeit in der Schweiz, voll die Lachnummer… Hab vor eineinhalb Jahre insgesamt 6 Täter angezeigt, dann hörte ich nichts mehr von der Staatsanwaltschaft und dann kam vor einer Woche eine Nichteintretensverfügung, alles verjährt heißt es da… Die Unverjährbarkeit in der Schweiz ist eine große Lüge und ich hab nun eineinhalb Jahren gelitten, hatte Angst was nun alles kommen wird, gar nix kam, nix wurde gemacht, außer das ich viele Aussagen gemacht habe und Beweise und so gebracht habe…. Die Täter wurden nicht einmal befragt! Die Staatsanwaltschaft hat rein gar nichts gemacht, es stand, es wurden keine Untersuchungshandlungen gemacht, toll oder?! Ja, deshalb sage ich mir, die Justiz hilft uns nicht, wir müssen selber für Gerechtigkeit sorgen… Und gerade so Fälle wie hier weiter oben beschrieben, mit so satanischen Sekten, da hilft nur eines – sich organisieren, genug Waffen, Munition und Sprengstoff besorgen und diese Drecksbrut eigenhändig ausrotten! Denn ein Staat der den Opfern nicht hilft, der hat auch das Recht auf sein Gewaltmonopol verloren und wünscht sich geradezu Selbstjustiz… Eigentlich sollte man eine Organisation gründen, die Opfern schnell zu ihrer Gerechtigkeit verhilft, unbürokratisch, effizient und dauerhafte Gewissheit verschafft, nie mehr wieder jemals von den Tätern was zu hören… Eine solche Organisation sollte außerhalb des System sein, damit sie bis in die höchsten Kreise Leute liquidieren kann, denn seit dem Fall Dutroux weiß man ja, das der pädokriminelle Filz bis in die höchsten Kreise geht, da hilft auch keine Unverjährbarkeit oder Gesetze, da hilft nur noch Waffengewalt weiter!

  181. Bitte versucht mit einem (ruhig anonymen) http://twitter.com
    -Account, für etwas mehr Aufmerksamkeit zu sorgen!
    mein Norbert Denef Suport-Account http://twitter.com/zuvers !
    lest meine Network-Tipps (oben Link im Namen) – muss nicht gleich so viel sein.
    Es reicht auch, wenn ihr einmal im Monat euern Twitter aktualisiert.
    Es wäre sinnvoll: rund-um-die-Uhr einige Twitterer zu haben, welche Hinweis geben auf: Norbert Denefs HomePage, seine Petition und die zahl der Unterzeichner!

    @einer der sich rächen wird:
    das Ergebnis der Schweiz gilt leider erst für Fälle ab Herbst 2008, alle davor liegenden sind davon unberührt.
    Ein erster Kompromiss.
    Enttabuisieren, d.h. endlich darüber sprechen, denn wenn darüber gesprochen wird, können die die „glauben“, dass dies doch nur fantasiert sei („das Kind hat eben Fantasie!“), jene Traumata zumindest ansatzweise nachvollziehen und könnten Petitionen und Volksbegehren/Volksentscheide unterstützen.
    zTh Selbstjustiz: diese Methode hat eine höhere Fehlerquote, als ich als Söldner hatte – das Informantennetz kann noch so gut sein: http://mister33.wordpress.com (suchen) – empfindlichen Personen empfehle ich zumindest nicht alleine meinen Blog zu studieren (Trigger-Warnung).
    Mit ZUVERSichtlichen freundlichen Grüßen Anselm.

  182. Marco Berg schreibt am :

    Ich habe natürlich unterzeichnet und den Aufruf getwittert. Viel Erfolg!

  183. Michael Forbes schreibt am :

    Hallo Herr Denef,

    Sie waren ja in meiner Gruppe „KEINE GNADE FÜR KINDERSCHÄNDER“ bei wer-kennt-wen.
    Nun man hat mich dort rausgeschmissen wegen Verstoß gegen den Agb´s!
    Zwar habe ich oft versucht die Ursache zu erfahren, jedoch ohne Antworten. Meine Gruppe (mit 3300 Mitgliedern) wurde kurzerhand einfach jemandem übergeben ohne Nachfrage deren Einverständnis!
    Wie sie vielleicht noch aus meiner Lebensgeschichte im Forum dort wissen, war ja ein heutiger Polizist dabei als man mich eigentlich umbrachte (zumindest hielten mich meine Peiniger für tot).
    Vielleicht kommt eben von dieser Seite das zutun mich online überall ins unrechte Licht zu setzen.
    Was mich angeht so habe ich schlimme Zeiten nun erneut durchleben dürfen. Nur eines muss ich ihnen schreiben:
    WAS BIN ICH DOCH ENTTÄUSCHT VON ALL DENEN DIE SICH BEI MIR AUSGEWEINT HABEN AUCH AM TELEFON USW. USW… NICHT EINE PERSON DIE MIR SO TOLL GESCHRIEBEN HAT ALL DIESE MONATE HAT HEUTE NOCH KONTAKT ZU MIR!!!!!!
    Somit bin ich voll der Meinung, dass dies alles nur Profilierereien sind in allen Foren. Man kann mich ja nun steinigen, aber wer mal ehrlich ist weiß, dass ich damit recht habe.
    Es war schon dort ersichtlich wie kurz und knapp persönliche Mails im Gegensatz zu Einträgen in den Foren waren!!!
    Zwar habe ich ihre Petitionen allesamt unterschrieben, aber ich weiß nun wie sehr man gegen die Wand damit rennt Herr Denef und von dem abgesehen, bringt man sich für nichts und wieder nichts ein. Am ende kennt niemand einen von uns Herr Denef. Es wird sich ja sowieso einer dieser verlogenen Politiker die Lorbeeren einheimsen wenn das Gesetz geändert wird, aber mit Sicherheit kein einziger der sich dafür eingesetzt hat wie sie es hier tun. Die werden nur sehen wie groß die Nachfrage ist um die dementsprechende Rede zu halten wenn es sich mal lohnt.
    Und eben aus diesen und vielen anderen Gründen ist mir das alles so was von egal geworden. Man hat mich wie schon damals als Kleinkind vor 43 Jahren getreten, ausgelacht, durch den Dreck gezogen, dreckige Intrigen aufgebracht usw. usw. usw.
    Das Herr Denef war mein Dank für mein tägliches einbringen, um den anderen mit ihren Problemen zu helfen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Michael Forbes

  184. Ich habe alle die Kommentare hier gelesen und bin zu tiefst schockiert!!!
    Ich bin selber betroffen als jüngster von 12 Geschwistern die in einem streng katholischen
    Kinderheim groß geworden sind.
    Meine Geschichte könnt ihr in meiner Homepage nach lesen.
    Das Leid was uns zugefügt wurde, ist nicht mit Worten zu beschreiben. Auch wir wurden missbraucht und das im Namen der Katholischen Kirche.
    All denen die hier ihre Geschichte erzählen mein tiefstes Mitgefühl.
    Kindheit, bedeutet unbeschwert zu leben.
    Darum auch meine Unterschrift in der Petition. Ich will hoffen, dass sie was verändert in unserer Gesellschaft.
    Umdenken ist angesagt und nicht wegschauen.
    Denn die, die da wegschauen sind nicht besser als die Täter.
    In diesem Sinne, unsere Kinder sind die Zukunft.
    Wie soll die Zukunft aussehen wenn die Kindheit zerstört wird.
    Danke für Ihren Mut Herr Denef. Weiter so.
    In Gedanken an eine bessere Welt.

    Fred Schippers

  185. Hallo Michael Forbes!
    versuche doch Deine 3300 Mitglieder zu einer neuen Gruppe umzulenken.
    Zum Beispiel „keine gnade für kinderschänderEI“ oder „jetzt erst recht: keine Gnade für Kinderschänder“
    Vorher probiere doch ein eigenes Netzwerk zu machen auf dem Ning.com Netzwerk!!!
    bei mixxt.de geht es kommerzieller zu. Aber auch gratis.
    bei OpenNetWorX.org ist die Navigation „etwas älter“ – es scheint dort auf den ersten Blick niemand zu sein, aber es gibt dort mindestens 50’000 Deutsche (meine Schätzung)!!
    Tipp für den Anfang: Test-Netzwerk eröffnen, Name „Blumenfeld-Test-Netz“ um die Bedienung dort zu üben – habe es ausprobiert, es ist nicht gleich zu verstehen.
    Ning ist sehr relaxed.
    Was benötigst Du für ein Netzwerk?
    Netzwerk-Sichtbarkeit im Web/Suchmaschinen;
    Diskussionen-Sichtbarkeit oder nicht;
    Alle können Mitglied werden mit oder ohne Moderation der Freischaltung bzw Nur auf Einladung;
    Angebote im Netzwerk:
    Seite des Gründers – Deine spezielle Seite, evtl. Blog;
    Seite der Moderatoren – evtl. Wiki;
    Was sehen die Mitglieder von einander auf dem Profil?;
    erstmal nur bis zu fünf Themen mit je etwa drei Diskussionen starten – noch keine Freigabe für die Mitglieder eigene Themen und Diskussionen zu eröffnen;
    Themen: „Allgemein“: Vorstellen; aktuelle Tipps und Links; Spaß;
    „Hauptthema“: Pranger, öffentliche Täterdaten; Tatberichte; …
    Dann hier, auf Homepage, im Twitter, … den Link einstellen – – – in WKW „werben“ (wenn die kleinere wehrlosere Leute/Themen ausblenden wollen, können sie dies tun – ist schließlich ein privates Unternehmen, wenn ihnen die Nutzer weglaufen, werden sie sich schon ändern; aber 98% der Menschen lieben es seicht!
    Wer-Kennt-Wen ist auch nicht viel besser als Orkut – grausige Navigation.
    mixxt.de wenn man es „gelernt“ hat ist sehr übersichtlich.
    Ning.com ist etwa gleich.
    TOR-Netzwerk kennen lernen!!! denn wenn man anderen an’s Bein pinkeln möchte, kann Anonymität hilfreich sein!!!
    Mit „Google Wave“ soll jetzt alles besser und angenehmer werden.
    Gruß von Anselm.

  186. Michael Forbes schreibt am :

    hallo amselm,
    wie ich schon genau beschrieben habe ist mein interesse vollens in die brüche gegangen. auch habe ich gesundheitlich erheblich schlimme probleme wo mir kaum jemand helfen kann. dieser tage merke ich mehr und mehr die schäden mit denen ichs zu tun hatte mein komplettes leben über. früher war es mir scheinbar leichtgefallen alles zu verdrängen. und heute kann ich aufgrund dessen, dass ich es für so wichtig gehalten habe ein absolut ehrliches leben zu haben, nicht mehr dieses verdrängen. ich bin so leer und kaum mit hoffnung lebend, dass ich zur zeit nicht weiss woher ich überhaupt zum überleben die kraft nehmen soll. scheinbar will man mich auch nicht verstehen. aber auch dem gehe ich am besten aus dem weg.
    glücklich sein, zufrieden sein uvm in der richtung kenne ich nicht mehr oder kaum noch. ich verstehe es nicht wie ich da aus dem ganzen noch kommen soll.
    auch mein vorheriges einbringen in diese gesamte problematik brachte mir nur weitere enttäuschungen und verletzungen. es kommt mir geradewegs so vor als wären diejenigen, welche mir so geschadet haben online, neidisch auf mein schlimmes leben. aber was in wahrheit in den einzelnen menschen so abgeht wissen sie selber glaube ich nichtmal, geschweigedem ein anderer mensch.
    das gesate thema kindesmissbrauch oder misshandlung ist eine sehr sehr schlimme sach die wir niemals ganz aus der welt bekommen werden. die menschen neigen haltmal zur gewalt bis es ganz schlimm kommt. und dann sind sie allesamt für eine weile erstmal besonnener und gewaltfrei. aber auch dies ist nicht von dauer. in den letzten jahren habe ich mich mit diesen themen auseinandergesetzt. ich bin dadurch auf vieles erstmal aufmerksam geworden. und es hat mich weit weit von meinen mitmenschen abgestoßen so manche erkenntnis. wie z.b. , dass in afrika tag täglich kinder entführt werden und man ihnen die organe entfernt. danach schmeisst man diese kinder einfach auf den müll. ach das gibt es sovieles worüber kaum berichtet wird auf der welt. und es erscheint als sei es besser wir alle wissen es nicht. denn sonst fallen die meisten menschen wahrscheinlich vom gesamten glauben ab.
    um diese dinge erkennen zu können muss man innerlich sowas von abgehärtet sein, dass es paradox erscheint da noch menschlich weiterdenken zu können.
    eine tatsächliche gerechtigkeit gab es niemals die allen gerecht wird und wird es auch niemals geben können. denn die menschen müssen sich gegenseitig beneiden, belügen, intriegen gegeneinander in gang bringen, sich gegenseitig ermorden usw usw….
    ich meinerseits muss mich um mich selber kümmern. es gelingt mir seit einer gewissen zeit kaum noch dem nachzukommen, aber ich bemühe mich dahin zu kommen irgendwie. ich muss einfach das alles ausblenden was so geschieht auf der welt und mich auf hier und jetzt konzentrieren. ich brauche in vielen dingen die freiheit träumen zu dürfen um meiner seele was schönes zu zeigen. ich muss auch einiges realisieren dürfen um mir diese träume auch zu erfüllen. denn ich habe erkannt wie wichtig dies für mich ist. es bemerkt ja doch kaum jemand was gerade in mir los ist. und vor allem wer will sich das schon antun alles. ich hoffe für mich, dass ich irgendwann ein frau dich mich so einfach und arm wie ich bin nimmt und liebt. ich hoffe auch auf ein wenig reichtum um meiner seele auch die sonnenseite des lebens zeigen zu dürfen. ich hoffe auf gute zeiten und auf tolle erlebnisse…ich hoffe auf eine geistige ruhe die mir meinen seelenfrieden haben lässt….. ja das sind die dinge die ich tun muss. aber andere menschen auf diese schlimmen dinge immer und immerwieder darauf hinweisen ist nicht nötig. denn sie wissen allesamt, dass es alles schlimm ist. ergo liegt es an allen menschen auf der welt etwas zu ändern.
    so und mehr habe ich dem ganzen thema nicht mehr beizutragen. somit wünsche ich allen guten menschen eine wunderbar gute zeit. auch danke ich vielen menschen die mir gut gesinnt waren und mir auf die eine oder andere art geholfen haben in meinem leben.
    und vielen menschen wünsche ich gerade das gegenteil und vor allem bedanke ich mich speziell bei ihnen niemals geschweigedem würde ich ihnen jemals verzeihen.

    mit freundlichen grüßen,
    michael wayne forbes

  187. Hallo Michael Wayne Forbes,
    ich wünsche Dir viel Kraft!
    hoffentlich hast Du zumindest einige Menschen die Dich zumindest anhören und mit Dir in ihrer Freizeit etwas unternehmen.

    @alle:
    hier zwei Communities und ein Link:
    1) das Forum von Wildwasser e. V. http://www.wildwasser.de in der Mitte unten auf der Seite – einfach kurz Anmelden, mitlesen, einfühlen, mitmachen;
    2) das Forum von Gegen-Missbrauch e. V. http://www.missbrauch.de schaut in die rechte dünne Spalte: Gastebuch; Forum; öffentlicher Chat. Sehr viele Informationen in der linken dünnen Spalte.
    Zu den Schwierigkeiten von Zeugen „im Sumpf der schwachen Reichen“ (Trigger-Gefahr):
    http://www.nuoviso.tv/verschwoerung/dutroux-und-die-toten-zeugen.html
    Gruß
    Anselm.

  188. Ich Habe auch unterschrieben , weil ich auch finde das man als Opfer lange noch befangen ist und erst mal überleben muß .
    Und noch lange nicht richtig gelöst ist von dem Täter .
    Das immer noch die Drohungen und Ängste von dem Täter sehr present sind .
    Und nun ja ,ich hatte Andere vor dem Täter gewarnt ,was war das ergebniß .
    Ich bekom Telefon terror , und mir wurde alle Schuld zu gewiesen .
    Nun die Worte bringe ich hier besser nicht die ich dann zu hören bekam .
    Ich habe das Gesichert ,was auf Dem Anrufbeantworter gesprochen wurde .
    Und Als ich ein Kind schützen wollte was in Gefahr war , von dem Gleichen Täter mißbraucht zu werden , das Sagte der Kinderschutzbund zu mir .
    Da können wir doch auf Verdacht nur einen Hinschicken .
    Die glaubten mir wol nicht , weil ich da ja noch im Krankenhaus war , also nicht glaubwürdig ??
    Nun ja ich schrieb nach dem WDR hin wo da gerade die Sndung Im Land der Kinderfeinde .
    Nun da bekam ich dann wirlich einen Guten Ratschlag.
    Und dann nennt sich der Kinderschutzbund so was gar kein Kinderschutzbund ist !
    Der WDR schrieb mir ich sollte das bei dem Jugendamt melden .
    Ich hatte das gefühl das die das ernst nahmen .
    Nun aber wenn man nicht den Täter nicht mehr anzeigen kann , wenn man das villeicht mal so gerade noch darchstehen könnte????
    Dann ist es ja schon verjährt und man muß sein weiteres Leben wie gehabt schweigen , und aufpassen was man wo sagt .
    Das ist Täterschutz und kein Rechtsfrieden .
    Also ich denke das erwachsene die wissen was Sie Kindern da Antuen , das sowas nie verjähren darf , weil bei dem Opfer verjährt ja auch nichts ,und hat immer Wieder Heftige Auswirkungen im normalem Leben damit .
    MFG
    Larissa

    Nun wenn ich weiter gegangen währe , dann hatte ich wol eine Verläumdungsklage bekommen , der Täter wuste von dem Gestez auch .

  189. larissa schreibt am :

    Nun ich habe probleme alles gleich richtig schreiben zu können

    Also das hier ist falsch geschrieben
    ______________________________________
    Da können wir doch auf Verdacht nur einen Hinschicken .
    ________________________________________

    Die sagten zu mir wir können doch nur auf verdacht da keinen hinschicken .

    Das müßste also nicht heißen das der Täter da das Kind auch Mißbrauchen würde da das Kind ja weiter weg wohnte .

    Nun Er wollte das Kind , was schon verhaltensauffällig war, Adoptieren .
    Und denn mit meiner Hilfe !
    ———–
    Ich durfte da das erste mal ,mit diesem Kind ohne Kritik umgehen .
    Wo ich bei anderen Kindern immer nur runtergemacht wurde wenn wieder mal dem Kind was zu stieß , obwol ich drauf aufpassen sollte , oder ich ausversehen wol nicht richtig umgegangen binn ?????……..
    ————
    Ich war doch seine Tochter ,und nicht seine Frau !
    Nun ja das Jungendamt hat meine Meldung angenommen , das ich da bedenken hatte das das Verstörte Kind gefährdet sein könnte durch Ihn Ich hoffe ,das die das ganze auch wirklich ernst genommen hatten .

    Nun ich denke auch das man die Verjährungsfrist abschaffen sollte .
    Weil einem Später erst , der ganze Umfang erst bewust wird .
    Ich weiß nicht , ob das was ich heute weiß , ich das damals auch mit zu der Anzeige dazugehörig empfunden habe ?
    Ob die Verjährungsfrist dann nicht doch eine Möglichkeit gehabt hätte den Täters zu vervolgen, gereicht hätte ?
    Nun ja der Zug ist aber wol nun doch abgelaufen .

    MFG

    Larissa

  190. „Die Verjährungsfrist von sexuellen Gewaltverbrechen im Zivilrecht schützt die Täter, denn die Opfer können erst viele Jahrzehnte später über die Verbrechen sprechen. Sie müssen mit einer Verleumdungsklage rechnen, wenn sie nach der Verjährung ihr Schweigen brechen. Der Gesetzgeber macht sich mitschuldig an dem leidvollen Schweigen der Opfer. Er verhindert die Aufarbeitung der Verbrechen. Die bisherige Verjährungslogik verstößt gegen die Menschenrechte.“ – es ist gut, dass das Problem bemerkt ist und diese Sache an die große Glocke gehangen wird.

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