Deutscher Bundestag – Reaktionen ‚Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben‘

29.08.2007

DEUTSCHER BUNDESTAG 24.08.2007
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Pet 4-16-07-4512-027211

Herrn
Norbert Denef
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich

Betr.: Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Bezug: Ihr Schreiben vom 16.08.2007

Anlage:1

Sehr geehrter Herr Denef,

für Ihr Schreiben danke ich Ihnen.

Zu der angesprochenen Thematik hat sich das Bundesministerium im Zusammenhang mit einer anderen Eingabe bereits geäußert. Ich füge eine Ablichtung der Antwort zu Ihrer Kenntnis bei.

Ich gehe davon aus, dass Ihre Eingabe mit den Ausführungen des zuständigen Fachministeriums hinreichend beantwortet ist.

Personenbezogene Daten werden unter Wahrung des Datenschutzes gespeichert und verarbeitet.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
______________________________________

Anlage 1

Bundesministerium
der Justiz

Betr.: Abschaffung der Verfolgungsverjährung bei Sexualdelikten

Der Petent gibt an, im Alter von sieben Jahren Opfer sexueller Gewalt durch seine Mutter geworden zu sein. Er tritt für die Abschaffung der Verfolgungsverjährung hinsichtlich sämtlicher Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung ein.

Die Forderung des Petenten verdient keine Unterstützung. § 78 STGB sieht für sämtliche Straftaten – mit Ausnahme von Mord – die Verfolgungsverjährung vor, welche die Ahndung der Straftaten ausschließt. Hierdurch verzichtet der Staat darauf, nach einer bestimmten Zeit gegen einen Straftäter mit den Mitteln des Strafrechts vorzugehen. Grund hierfür ist zum einen, dass mit fortschreitendem Zeitablauf die Bestrafung kriminalpolitisch immer weniger notwendig erscheint. Zum anderen nehmen der Verlust und die Entwertung von Beweismitteln der Durchführung eines Strafverfahrens häufig ihren Sinn. Die Verjährungsfristen richten sich nach der Höhe der Strafdrohung und orientieren sich damit an der Schwere des Vorwurfs. Die Regelungen zur Verfolgungsverjährung stellen ein geschlossenes System dar, das Ausnahmeregelungen nur aus besonders schwerwiegenden kriminalpolitischen Gründen zulässt.

Solche Gründe haben zum Beispiel zur Regelung über das Ruhen der Verjährung bei Sexualstraftaten gegen Kinder bis zum 18. Lebensjahr des Opfers geführt (§ 78b Abs. 1 Nr. 1 STGB). Gerade kindliche oder jugendliche Opfer von Sexualdelikten brechen manchmal erst sehr spät ihr Schweigen und berichten über ihre Erlebnisse. Das gilt vor allem, wenn die Täter Angehörige der Opfer sind. Die missbrauchten Kinder und Jugendlichen stehen dann oft unter Druck von Verwandten, von denen sie emotional und wirtschaftlich abhängig sind. Aufgrund der Vorschrift des § 78b Abs. 1 Nr. 1 STGB kann beispielsweise ein schwerer sexueller Missbrauch von Kindern gemäß § 176a STGB bis zu zwanzig Jahre nach Vollendung des achtzehnten Lebensjahres des Opfers und somit viele Jahre nach Tatbegehung verfolgt werden.

Außerdem kann die Verjährung durch bestimmte, gegen den Täter gerichtete Ermittlungs- oder Verfolgungsmaßnahmen unterbrochen werde – beispielsweise durch seine erste Vernehmung als Beschuldigter. Eine solche Unterbrechung hat zur Folge, dass die Verjährungsfrist ab dem jeweiligen Ereignis wieder von vorne zu laufen beginnt.

______________________________________

Norbert Denef 31. August 2007
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich

DEUTSCHER BUNDESTAG
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Pet 4-16-07-4512-027211

Bezug: Ihr Schreiben vom 24.08.2007

Sehr geehrte Damen und Herren,

für Ihr Schreiben vom 24. August 2007 danke ich Ihnen.

In meiner Petition wird die Aufhebung der Verjährungsfrist bei Zivilklagen gefordert.
Es geht also nicht um das Strafrecht. Deshalb kann ich die Ausführungen des zuständigen Fachministeriums nicht verstehen und sehe auch keinen Zusammenhang zu meinen Forderungen.

Vielleicht liegt hier eine Verwechslung vor, denn Ihre Antwort auf meine Petition ist aus meiner Sicht nicht nur unzureichend beantwortet, sondern auch sachlich falsch.

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass die Petition „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ im Internet steht:

http://norbert.denef.com/petition

Hier werden nicht nur Unterschriften für die Petition gesammelt. Es besteht auch die Möglichkeit Kommentare dazu abzugeben.

Ich gehe davon aus, dass Sie damit einverstanden sind, dass ich Ihre Ausführungen zur Petition im Internet veröffentlichen kann.

Freundliche Grüße

Norbert Denef

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DEUTSCHER BUNDESTAG 12.09.2007
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Pet 4-16-07-4512-027211

Herrn
Norbert Denef
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich

Betr.: Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Bezug: Ihr Schreiben vom 31.08.2007

Sehr geehrter Herr Denef,

ich bestätige den Eingang Ihres Schreibens.

Sie fordern in Ihrem o. a. Schreibens die Aufhebung der Verjährungsfrist bei Zivilklage in Bezug auf sexuellen Missbrauch. Ergänzend bitte ich um Mitteilung, ob Sie hiermit die Möglichkeit der Geltendmachung von Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche unabhängig vom Ablauf eines Zeitrahmens fordern.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
______________________________________

Norbert Denef 22. September 2007
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich
www.norbert.denef.com

DEUTSCHER BUNDESTAG
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Pet 4-16-07-4512-027211

Bezug: Ihr Schreiben vom 12.09.2007

Sehr geehrte Damen und Herren,

für Ihr Schreiben vom 12. September 2007 danke ich Ihnen.

Unter Betreff schreiben Sie: „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“. Das ist sachlich falsch. „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“, so lautet meine Petition. Um zukünftig Missverständnisse zu vermeiden bitte ich Sie, bei Betreff diesen Titel anzugeben.

In meiner Petition fordere ich nicht nur die Aufhebung der Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch im Zivilrecht, sondern auch die Aufklärung der Gesellschaft darüber:

  1. Dass es sich bei sexuellem Missbrauch um Gewalt handelt, die schwere psychophysische Beeinträchtigungen nach sich zieht.
  2. Dass Opfer sich dem Verbrechen und dessen Folgen erst viele Jahrzehnte später stellen können.
  3. Dass eine Anerkennung der lebenslangen Schäden, die durch sexuelle Gewalt entstehen, für Überlebende lebensnotwendig ist.
  4. Dass per Gesetz schweigen zu müssen, ein Verstoß gegen die Menschenrechte ist.

Überlebende von sexueller Gewalt leiden oft ein Leben lang. Sie haben ein Recht darauf, dass folgender Paragraf des BGB, „unabhängig vom Ablauf eines Zeitrahmens“, angewendet werden kann:

§ 825 Bestimmung zu sexuellen Handlungen

Wer einen anderen durch Hinterlist, Drohung oder Missbrauch eines Abhängigkeitsverhältnisses zur Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen bestimmt, ist ihm zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

Freundliche Grüße

Norbert Denef
______________________________________

DEUTSCHER BUNDESTAG 01.11.2007
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Pet 4-16-07-40-027211

Herrn
Norbert Denef
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich

Betr.: Bürgerliches Recht

Bezug: Ihr Schreiben vom 22.09.2007

Sehr geehrter Herr Denef,

wegen erheblicher Arbeitsbelastung komme ich erst heute dazu, Ihnen zu antworten. Dafür bitte ich um Ihr Verständnis. Im Auftrag der Vorsitzenden des Petitionsausschusses, Frau Kerstin Naumann, MdB, bestätige ich den Eingang Ihres Schreibens.

Nach Prüfung Ihrer Zuschrift erhalten Sie unaufgefordert weitere Nachricht. Angesichts der Fülle der insgesamt hier eingehenden Petition und der in jedem Einzelfall erforderlichen sorgfältigen Prüfung bitte ich um Verständnis, dass die Behandlung Ihrer Eingabe längere Zeit in Anspruch nehmen kann.

Bitte teilen Sie zwischenzeitliche Änderungen des Sachverhaltes oder Ihrer Anschrift dem Petitionsausschuss unter dem angegebenen Aktenzeichen mit.

Personenbezogene Daten werden unter Wahrung des Datenschutzes gespeichert und verarbeitet. Dazu gehört im Regelfall auch, dass Ihre Petition mit allen von Ihnen gemachten – auch personenbezogenen – Angaben dem zuständigen Ressort der Bundesregierung zur Stellungnahme zugeleitet wird.

Auf das geänderte Aktenzeichen weise ich hin.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
______________________________________

DEUTSCHER BUNDESTAG 19.12.2007
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Pet 4-16-07-40-027211

Herrn
Norbert Denef
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich

Betr.: Bürgerliches Recht

Bezug: Mein Schreiben vom 01.11.2007

Sehr geehrter Herr Denef,

das Petitionsverfahren ist so weit fortgeschritten, dass Ihre Petition nunmehr den als Berichterstatter eingesetzten Abgeordneten zugeleitet wird. Nach abschließender Behandlung Ihrer Eingabe werden Sie unterrichtet.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

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Norbert Denef 23. April 2008
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich
www.norbert.denef.com

DEUTSCHER BUNDESTAG
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Pet 4-16-07-40-027211

Bezug: Ihr Schreiben vom 19.12.2007

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 12. August 2007 habe ich meine Petition „Verjährungsfrist für sexuellen
Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ eingereicht.

Nach einer vom Petitionsausschuss am Anfang sachlich falschen Bearbeitung,
ist nun ein Stillstand eingetreten. Die letzte Information habe ich von
Ihnen am 19. Dezember 2007 erhalten.

Ich kann verstehen, dass dieses Thema nicht vorrangig behandelt wird, denn
die Opfer von sexueller Gewalt haben keine Lobby. Dennoch bitte ich Sie
zur Kenntnis zu nehmen, dass zwischenzeitlich 4237 Personen meine Petition
mitgezeichnet haben, s. unter:

http://norbert.denef.com/petition/results.php

Die Kommentare zur Petition entnehmen Sie bitte unter:

http://norbert.denef.com/2007/08/12/taeterschutz-aufheben/#comments

sowie Kommentare zu den Reaktionen unter:

http://norbert.denef.com/2007/08/11/petition-4-16-07-40-027211-reaktionen/

„das Petitionsverfahren ist so weit fortgeschritten, dass Ihre Petition
nunmehr den als Berichterstatter eingesetzten Abgeordneten zugeleitet
wird. Nach abschließender Behandlung Ihrer Eingabe werden Sie
unterrichtet.“

Das waren Ihre letzten Worte vom 19.12.2007.

Bitte teilen Sie mir konkret mit woran es liegt, dass nichts passiert.

Freundliche Grüße

Norbert Denef

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DEUTSCHER BUNDESTAG 29.04.2008
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Pet 4-16-07-40-027211

Herrn
Norbert Denef
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich

Betr.: Bürgerliches Recht

Bezug: Ihre E-Mail vom 23.04.2008

Sehr geehrter Herr Denef,

ich bestätige den Eingang Ihres Schreibens.

Zu Ihrer Anfrage über die Dauer des Verfahrens teile ich Ihnen Folgendes mit:

Sie können sich sicher vorstellen, dass niemand die hier jährlich eingehenden etwa 20 000 Petitionen allein lesen und bearbeiten kann. Deshalb ist dem Petitionsausschuss, in dem Abgeordnete engagiert arbeiten, ein Ausschussdienst mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Seite gestellt, der nach Verfahrensgrundsätzen die vorbereitende Bearbeitung von Petitionen im Deutschen Bundestag zu übernehmen hat.

Die Verfahrensgrundsätze sind Grundlage für eine sehr intensive Prüfung und Bearbeitung, die zum Beispiel die Einholung einer Stellungnahme des zuständigen Fachministeriums vorsieht.

Zum besseren Verständnis möchte ich Ihnen noch den weiteren Verlauf eines Petitionsverfahrens erläutern:

Die Stellungnahme des Bundesministeriums schickt der Ausschussdienst in aller Regel an die Petenten weiter, oft schon mit einer Wertung versehen, zum Beispiel in der Art, dass sich der Ausschussdienst – aus fachlichen Gründen oder weil der Deutsch Bundestag erst kürzlich zu der Problematik mehrheitlich einen Beschluss gefasst hat – die Meinung des Ministeriums teilt und beabsichtigt, die Petition“ als erledigt zu betrachten“, wenn der Petent oder die Petentin nicht innerhalb einer Frist von sechs Wochen widerspricht.

Wenn Petenten einem negativen Bescheid widersprechen, wird das so genante Berichterstattungsverfahren in Gang gesetzt. Das heißt, dass je ein Abgeordneter der Regierungsfraktionen und ein Abgeordneter der Oppositionsfraktionen die ganze Petitionsakte, inklusive Stellungnahme der zuständigen Dienststelle oder Ministerien und eine vom Ausschussdienst gefertigte Beschlussempfehlung zur Bearbeitung übermittelt bekommt. Jeder Abgeordnete hat dann drei Wochen Zeit, die Angelegenheit gründlich zu prüfen und einen Beschlussvorschlag zu machen. Diese können aber von sich aus Kontakt mit den Petenten aufnehmen. Schlagen die Berichterstatter ein sehr hohes Votum vor oder sind sie verschiedener Meinung, wird die Petition als Einzelfall dem Deutschen Bundestag zur Beschlussfassung vorgelegt.

Hierbei kann es vorkommen, dass bei politisch sehr strittigen Sachverhalten die Abgeordneten, die der Regierungsmehrheit angehören, das Anliegen mehrheitlich oft ablehnen. Das passiert weniger bei Individualbeschwerden als bei Bitten zur Gesetzgebung.

Aber selbst in en Fällen, in denen Anliegen der Petenten nicht entsprochen wird, haben Petitionen noch eine wichtige Funktion: Fachministerien sind gezwungen, sich mit den Vorstellungen und Beschwerden der Bevölkerung auseinanderzusetzen, und hier wird oft nachgebessert, wenn man feststellt, dass bestimmte Vorhaben auf massiven Widerstand in der Bevölkerung stoßen. Andererseits werden solche Anliegen über die Abgeordneten im Petitionsausschuss, die ja alle noch in einem oder mehreren Fachausschüssen tätig sind und verschiedenen Fraktionen angehören, von diesen dann in die Arbeit dieser und auch außerparlamentarischen Initiativen, wie Kleine und Große Anfragen, Anträge und Gesetzentwürfe. Sie sind häufig auch Gegenstand von Beratungen in großen Anhörungen.

Es ist mir wichtig, Ihnen das so genau zu erklären, damit Sie die lange Dauer des Petitionsverfahrens besser nachvollziehen können.

Die aufgrund Ihrer Eingabe eingeleitete Prüfung dauert noch an. Sobald es möglich ist, erhalten Sie abschließend Bescheid.

Ich bitte Sie, sich bis dahin zu gedulden.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

______________________________________

Norbert Denef 10. Oktober 2008
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich
www.norbert.denef.com

DEUTSCHER BUNDESTAG
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Pet 4-16-07-40-027211

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 12. August 2007 habe ich meine Petition „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ eingereicht – seit dem ist nichts passiert. Bitte informieren Sie mich ausführlich über den aktuellen Sachstand.

Opfer fangen an Fragen zu stellen und drängen darauf gehört zu werden. Sie wollen sich mit Politikern und den so genannten Experten öffentlich streiten. Sie wollen sich selbst vertreten und nicht mehr getreten werden.

Mehr als 10.000 Menschen haben bereits die Petition „Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben“ unterschrieben und es werden täglich mehr unter:

http://norbert.denef.com/petition

Die Kommentare zur Petition sprechen eine eigene Sprache, bitte nehmen Sie diese zur Kenntnis unter:

http://norbert.denef.com/2007/08/12/taeterschutz-aufheben/#comments

http://norbert.denef.com/2007/08/11/petition-4-16-07-40-027211-reaktionen/#comments

Die Bundesministerin für Justiz Brigitte Zypries hat öffentlich gesagt:

„Mit dem Thema Vergewaltigung habe ich mich schon beschäftigt, mit dem von Ihnen angesprochenen Thema PTBS persönlich bislang noch nicht…
…eine differenzierte Auseinandersetzung mit der posttraumatischen Belastungsstörung ist vorgesehen.“
(Quelle: www.abgeordnetenwatch.de)

Wie lange wollen/können wir uns als Gesellschaft so viel Unwissenheit noch leisten?

Die Täter werden durch unsere Gesetze geschützt und Opfer zum schweigen gebracht und Sie sprechen davon, dass ich mich gedulden soll.
Wie lange noch?

Freundliche Grüße

Norbert Denef

______________________________________

DEUTSCHER BUNDESTAG 16.10.2008
Petitionsausschuss
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Pet 4-16-07-40-027211

Herrn
Norbert Denef
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich

Betr.: Bürgerliches Recht

Bezug: Ihr Schreiben vom 10.10.2008

Sehr geehrter Herr Denef,

für Ihr Schreiben danke ich Ihnen.

Zu Ihrer Anfrage teile ich Ihnen mit, dass in Kürze mit dem Abschluss des Petitionsverfahrens zu rechnen ist.

Ich werde Ihnen das Ergebnis so bald wie möglich mitteilen. Ich bitte Sie, sich bis dahin zu gedulden.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

95 Kommentare

  1. Rosi Weissl schreibt am :

    Eine Freundin wurde als Kind vergewaltigt, ich sehe an ihr, wie lange dies in ihr Leben hineinwirkt. Deshalb möchte ich, dass das Gesetz geändert wird.

  2. Katharina Li schreibt am :

    Ich stimme der Petition zu, denke aber, sie muß im Zusammenhang mit dem Opferentschädigungsgesetz gesehen werden. Dort wird von den Opfern verlangt, den Täter anzuzeigen, es sei denn, die Tat ist verjährt. Wenn eine das nicht tut, wird ihr die Anerkennung als zu unterstützendes Opfer einer Gewalttat verweigert.
    Das muß mitbedacht werden. Jedes Opfer sexualisierter Gewalt, welches keine Anzeige machen will, würde bei Wegfall der Verjährung keine Entschädigung aus dem OEG mehr erhalten. Vielleicht ist das in die Petition als Änderungsantrag fürs OEG hinzuzunehmen (Entschädigung, unabhängig von einer Anzeige gegen den Täter) oder muß extra eingeleitet werden.

  3. Christian Werner schreibt am :

    Hallo Antje,

    als erstes möchte ich mich entschuldigen das ich die Kommentierung als Forum nutze. Nur leider sehe ich hier keine Möglichkeit auf einen Komentar dirket/indirekt zu antworten.

    Zu meinen anliegen. In 1. haben Sie beschrieben das die Opfer belehrt werden sollen. Wer soll das machen? Der Täter? Die Opfer, wie sie selbst, haben doch ersteinmal gar keine Möglichkeit an diese Information herranzutreten. Dazu kommt noch das die Verschleierung inerhalb des Familiären-umfelds dafür sorgen könnte das es erst gar nicht an einer derartigen Information kommt. Was auch im übrigen ein sehr gutes Argument für diese Petition ist. Ein Opfer kann sich erst dann wehren wenn es die Möglichkeit dazu hat. Das an sowas ewig rum diskutiert wird verstehe ich eigentlich auch nicht. Aus meiner Sicht wird versucht die Täter mit Unwissenheit der Opfer zu schützen.

  4. Ich schließe mich ebenfalls an. Ich kämpfe schon seit 7 Jahren darum als Geschädigte anerkannt zu werden. Da ich unter die Härteregelung falle Tatzeit 1967 wird verlangt, dass man mindestens eine MdE von 50 % nachweisen muss.
    Das verstehe ich überhaupt nicht!!!! Geschädigt ist Geschädigt!!!! Ein Leben lang!!!!!
    Das wird sehr oft in späteren Jahren festgestellt, wenn man darüber reden kann, und alles Aufarbeiten versucht. Auffallend ist, dass in den 60-jahren überhaupt keiner darüber gesprochen hat. Und heute muss man Kämpfen und kämpfen!!!

  5. Kiri schreibt am :

    ich kann nicht öffentlich meinen Namen preisgeben

    Wir haben mit einer sofortigen Anzeige die Bestrafung des Täters erreicht.

    Ich möchte aber, das Kinder die erst später ihre Aussagen machen können, da sie vom Täter oft genötigt werden seine Taten nicht zu verraten und er ihnen sogar mit Mord droht. Dass die Straftaten auch noch nach vielen Jahren angezeigt und verfolgt werden kann.
    Bei uns war es das gute Vertauensverhältnis meiner Kinder zu mir, das wir haben schneller handeln können, als doch manch anderes Kind es kann.
    Es darf keine Verjährungsfrist geben die es Kindern als Erwachsenen unmöglich macht, auf eine Strafverfolgung des Täters zu hoffen.
    Leider ist das noch so. Ein Täter wird den Druck auf ein Kind so erhöhen, das dieses solange nichts aussagt, bis er eine Strafverfolgung nicht mehr fürchten muss.

    Dies ist unglaublich schlecht für unser Rechtssystem …

    Jeder Täter sollte wissen, das sexueller Missbrauch Seelenmord ist und ich hoffe, dass unser Strafgesetz eine Strafverfolgung des Täters auch nach Jahren zulässt, solange bis Kinder als Erachsene aussagen können!

    gruss kiri

  6. Uschi Heppenstiel schreibt am :

    Für Betroffene ist sexueller Missbrauch u.U. Seelen-Mord; Mord verjährt nicht!
    Vielleicht lässt sich die Problematik bei der Initiative „Kinderrechte ins Grundgesetz“ optimaler regeln.

  7. Valérie van Nes schreibt am :

    Sehr geehrte Frau Justizministerin Brigitte Zypries,
    liebe Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,
    liebe Frau Familienministerin Ursula v. d. Leyen,
    lieber Herr Bundespräsident Horst Köhler,

    Als ich, eine Mutter dreier kleiner Kinder (5J./2 J./ 6 Mo.), in der gestrigen BILD über die Power-Child-Benifizgala von Veronica Ferres las, war ich entsetzt: in Deutschland gibt es 200.000 sexuell missbrauchte Kinder!
    Aus Opferberichten weiß ich, dass es jahrzehntelang dauernd kann, oft lebenslänglich, bis ein solches Trauma aufgearbeitet werden kann… wenn überhaupt.
    Wenn ein auf diese elementarste Weise in seiner menschlichen Würde Geschädigter nach jahrelangem Leiden endlich den Mut findet, alles zur Sprache zu bringen (nur wenn Schuld benannt ist, ist Versöhnung möglich), dann wird er von diesem Rechtsstaat ein zweites und drittes Mal zum Opfer gemacht: die Taten sind schnell verjährt – und der frühere Täter kann höhnend sein Opfer mit Verleumdungsklagen überziehen.

    Liebe Justizministerin Zypries – was halten Sie persönlich von diesem Sachverhalt?

    Ein Opfer sexuellen Missbrauchs, Norbert Denef, will nun eine Petition an den Bundestag einreichen:
    „Petition an den Deutschen Bundestag – Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht aufheben.“ …

    Unter http://norbert.denef.com/petition/ kann man sich für diese Petition stark machen – wie es schon über 500 gute Seelen getan haben. Bitte unterstützen Sie Herrn Denef und all die zigtausend Missbrauchsopfer!

    Bitte nutzen Sie all Ihre Möglichkeiten!

    Vielen herzlichen Dank für Ihre Bemühungen!

    Ihre Valérie van Nes, eine besorgte Mutter.

  8. Susanne schreibt am :

    Hallo, e-n-d-l-i-c-h!!! kommt dieses Thema, ich hoffe entsprechend seiner entsetzlichen Tragweite, in die öffentliche Diskussion! Danke für den Mut der Betroffenen, die, wie auch ich selbst, oft nach jahrelangem Schweigen, ihr Wort ergreifen.
    Ich habe von einem geistlichen Onkel (kath. Priester) sexuellen Missbrauch erfahren, der meinen Lebensweg so schwer gemacht hat. Nach einer langen Therapie hatte ich ihn, mit Unterstützung meines Mannes, nach 30 Jahren zur Rede gestellt. Er sagte, er könne sich an nichts erinnern, aber, wenn „da was gewesen ist, tut es mir leid!“. Ich war wie ohnmächtig.
    Heute bin ich über 50 Jahre alt und sehe meine Aufgabe darin, die katholische Kirche aufzufordern, sich diesen Missbrauchsdelikten zu verantworten und zwar radikal. Für mich sind das die Fragen: Wieso produziert die katholische Lehre und Praxis Männer mit solchen sexuellen Ambitionen? Warum „schweigen die Hirten“ und äußern sich nicht offensiv zu diesem Thema?
    Ich habe von meiner Anwältin auch gesagt bekommen, dass das Delikt verjährt ist!
    Das war schrecklich, denn endlich hatte ich Mut aufzuschreien! Ich unterstütze voll und ganz diese Petition!
    Den (mittlerweile pensionierten) geistlichen Onkel konfrontiere ich weiterhin. Das Schlimmste war ja, dass es mein Lieblingsonkel war!

    Susanne (den richtigen Namen kann ich nicht sagen.)

  9. Ich betreue als Heilpraktikerin nur für Psychotherapie unter anderem auch Mißbrauchsopfer.
    In Kürze die Geschichte einer heute 43jährigen Frau:

    als Kind von der eigenen Mutter als Sexobjekt an fremde Personen verkauft.
    Vergewaltigt. Über Jahre. Wurde zu sexuellen Handlungen an anderen Kindern gezwungen. Ihr wurde mit dem Tod gedroht wenn sie sich äußern sollte.

    Folgeschäden bis heute: nicht erwerbsfähig, da die Mutter den Schulbesuch verbot. Der Verkauf der Tochter brachte Geld.
    In Frührente, weil so schwer traumatisiert, daß kaum soziale Kontakte möglich waren.
    Durch jahrzehntelange Unterernährung schwere körperliche Schäden (Essen ist aufgrund einer Eßstörung häufig nicht möglich. Die Eßstörungen wurden durch das Traume ausgelöst. Viele Lebensmittel erinnern die Patientin an den Geruch von Kot, Urin, Sperma und deren Geschmack. All das musste sie als Kind zu sich nehmen.

    Die Täter leben bis heute unbehelligt und in Wohlstand. Und niemand weiss, wie viele Kinder weiterhin unter ihnen zu leiden hatten.

    Sexueller Mißbrauch muss ohne Verjährung verfolgbar bleiben.!

  10. Karin Stoklossa schreibt am :

    Ja, ich unterstütze die Petition, um anderen Überlebenden wenigstens die Chance auf eine Entschädigung offen zu halten. Und vielleicht auf mehr als nur „Überleben“.

    Bei mir begann der Missbrauch, als ich noch keine 4 war und endete mit der ersten Beichte – also auch ein katholischer Priester… Und es brauchte über 40 Jahre und professionelle Unterstützung, bis meine Psyche den „heiligen“ Eid brechen konnte und die Erinnerung und das Sprechen über das Verbrechen erlaubte – und dann noch mehrere Jahre der Aufarbeitung. Dass alles verjährt ist, hat mich in meinem Fall nicht überrascht, die Reaktionen einzelner Kirchenfürsten (nicht aller!) haben mich erneut verletzt, doch auch damit bin ich ja nicht alleine.
    Aber ich habe überlebt, beginne zu leben und möchte mich heute auf dem Feld engagieren. Darum würde ich gern mit Herrn Denef und auch mit „Susanne“ in Kontakt treten. Meine EMail-Adresse darf zu diesem Zweck an „Susanne“ weitergegeben werden.

  11. Erawalm schreibt am :

    Mal ganz ehrlich: Dieses Argument mit den Verleumdungsklagen die angeblich drohen ist nicht durchdacht. Im Großen und ganzen ist die Begründung der Petition für die Tonne, kein Wunder, dass das Justizministerium keine Ahnung hatte, was die Petition bewirken soll.

    Verleumdungsklagen drohen unabhängig von der Verjährung. Relevant ist, dass das Opfer den Beweis für die Tat antreten kann. Kann es das nach 10, 20 oder mehr Jahren nicht, kann der Täter das Opfer unabhängig von der Verjährung mit Verleumdungsklagen überziehen. Im Klartext bedeutet das, dass es auch ohne eine Verjährung im Zivilrecht für das Opfer nach Jahren des Schweigens eng wird. Ist die Tat nicht mehr nachzuweisen, bekommt der Täter auch ohne Verjährungsfristen bei einer Verleumdungsklage recht.

    Man muss sich mal klarmachen, was Verjährung bedeutet. Das bedeutet nicht, dass eine Tat nie geschehen ist oder dass man bei Verjährungseintritt nicht mehr behaupten darf, dass es so vorgefallen ist, wie es tatsächlich war. Und die Wahrheit darf ich – sofern sie objektiv verifizierbar ist – in Deutschland immer noch sagen, ohne dass ich bestraft werden kann.

    Aus diesem Grund halte ich die Petition in der jetzigen Form für nicht tragbar. Dadurch dass sich das laut Petition gesetzte Ziel mit der Forderung überhaupt nicht erreichen lässt, bricht die komplette Begründung für eine Abschaffung der Verjährung im Zivilrecht weg.

  12. Astrid Mayer schreibt am :

    Erstaunlich Erawalm,
    wenn Sie die vorigen Kommentare gelesen hätten, hätten Sie etliche Leute gefunden, denen die Aufhebung der Verjährungsfrist im Zivilrecht sehr wohl geholfen hätte: Da nämlich, wo der Tatbestand auf dem Tisch ist und Geständnis oder Nachweis erfolgt sind, aber – so ein Pech! die Möglichkeit, Schadensersatz zu bekommen wegen der Verjährung nicht mehr gegeben ist. . .

  13. Erawalm schreibt am :

    @Astrid Mayer:

    Das mag ja sein, aber diese Leute liefern eine andere Begründung für die Abschaffung der Verjährungsfrist als die Petition selber. Dass man durchaus für eine Aufhebung von Verjährungsfristen argumentieren kann (Wie auch für die Aufhebung der Verjährung anderer Delikte) bestreite ich nicht. Es mag auch sehr gute Gründe geben (Wobei sich darüber durchaus streiten lässt).

    Aber diese Gründe stehen nicht in der Petition. Dort steht, man solle über eine Abschaffung der Verjährung nachdenken, um Verleumdungsklagen zu verhindern bzw. um Opfer nicht zum Schweigen zu zwingen.

    Mal davon ausgehend, dass diese Petition im Endeffekt an den Bundestag geht und Abgeordnete diese auch lesen: Was sollen die sich dabei denken? Wenn sie ein bißchen Ahnung von der Gesetzeslage haben (Im Zweifel haben immerhin die Hausjuristen Ahnung, und die werden sich mit Sicherheit irgendwann zur Umsetzbarkeit äußern müssen, wenn die Petition es denn soweit schafft) werden sie sich die Begründung durchlesen und sich dann fragen, was das Ganze soll. Die Begründung hat nichts mit der Forderung zu tun, wieso sollte man dann auf dieser Grundlage im Bundestag überhaupt diskutieren?

  14. Nicole schreibt am :

    Auch ich bin ein Opfer von Missbauch und Misshandlungen.
    Ich bin heute 35 Jahre alt und seit 6 Jahren in Therapie.
    Bin voll Erwerbsunfähig und habe körperliche und seelische Erkrankungen.

    Ich finde es für mich und auch anderen Opfer unzumutbar, dass wir nicht die Möglichkeit haben Anklage oder Anzeige zu erstatten, oder gar fallen gelassen werden, weil die Verbrechen verjährt sind.

    Ich brauche für meine Therapie noch einige Jahre,
    aber geheilt bin ich dann nicht…

    Nicole

  15. „Wegen erheblicher Arbeitsbelastung …“ können wir die Rechte der misshandelten Kinder nicht … blablabla … unglaublich!!!

    Ich kann und konnte eh nie nachvollziehen wie eine solche Straftat verjähren kann. Seelische Schäden an Kinderseelen können niemals verjähren. Ich fordere, diese Verjährungsfristen aufzuheben und solche Täter erheblich strenger zu bestrafen.

    Unglaublich, wenn man bedenkt, dass die Steuern betroffener Eltern u.a. mit dazu beitragen, die Strafen dieser Täter zu finanzieren. Hier muss auch eine Lösung gefunden werden!

  16. Alexander Wapenhans schreibt am :

    Die Gründe für die Verjährung sind nachvollziehbar, dennoch rechtfertigen sie nicht, dass der Straftatsbestand des sexuellen Mißbrauchs durch eine mögliche Verjährung quasi subventioniert wird. Ich bin der Auffassung das die Aussicht auf harte Strafen, welche nicht der Verjährung unterliegen auch präventiv Kinder schützen. Allein der Gerechtigkeit willen muss hier eine Strafverfolgung bestehen bleiben.

  17. Angelika schreibt am :

    Hallo Alle zusammen,
    meine Tochter wurde 1988 im Alter von 8 Jahren sexuell vom Cousin Missbraucht. Sie hat erhebliche psychische Schäden davongetragen. Bis vor kurzen war Sie austherapiert und auf ein Körpergewicht von 53 kg bei einer Größe von 178cm abgemagert. Erst jetzt brach Sie Ihr Schweigen, weil Sie die Familie schützen wollte. Ihr Vater ist nämlich für den Vater vom Cousin beruflich tätig. Jetzt haben Sie ihm sogar gekündigt. Da die Sache verjährt ist sind wir jetzt noch mal Opfer. Ich hoffe, dass die Verjährungsfristen im Strafrecht u. Zivilrecht aufgehoben werden, dass die Täter bestraft werden können.

  18. Werner Reif schreibt am :

    Hallo Angelika,

    wenn die von Ihnen angegeben Jahreszahlen so stimmen, ist ihre Tochter 27 Jahre alt.
    Nach meinem Wissenstand ist die Straftat damit noch nicht verjährt. Die Verjährungsfrist für diese Delikte beträgt 10 Jahre und beginnt mit der Volljährigkeit zu laufen. Nach dieser Berechnung wäre die Frist erst im nächsten Jahr vorbei.
    Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich alles gute auf dem weiteren Lebensweg.

  19. Hallo Herr Reif,

    die Verjährungsfristen des STGB Strafgesetzbuch sind abhängig von dem Höchstmaß der Freiheitsstrafe. Hier ein Auszug:

    § 78 Verjährungsfrist

    (3) Soweit die Verfolgung verjährt, beträgt die Verjährungsfrist

    1. dreißig Jahre bei Taten, die mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedroht sind,
    2. zwanzig Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als zehn Jahren bedroht sind,
    3. zehn Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als fünf Jahren bis zu zehn Jahren bedroht sind,
    4. fünf Jahre bei Taten, die im Höchstmaß mit Freiheitsstrafen von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren bedroht sind,
    5. drei Jahre bei den übrigen Taten.

    Einen gesamten Überblick zu den Verjährungsfristen des BGB und STGB finden Sie unter:

    http://norbert.denef.com/wp-content/uploads/2007/09/bgb_stgb.pdf

  20. Nico Albrecht schreibt am :

    Dass Verjährung überhaupt je eingeführt wurde, ist ein Skandal, und dass die Geschädigten jetzt immer noch dagegen ankämpfen müssen, noch einmal. Die Bestrafung dieser Verbrecher (an Babies, Kleinkindern, Frauen) ist viel zu niedrig, sie erhalten Freigang und vorzeitige Entlassung, „damit sie ausbrechen und weitermachen können“. Beispiele gibt es genug. Was für eine perverse Gesetzlichkeit. Solche Leute gehören lebenslänglich weggesperrt, die Gesellschaft muss vor ihnen geschützt werden. Es sei denn, man kastriert diese Perverslinge. Gleiches gilt für die Sexualverbrecher, die sich an den wehrlosen Tieren vergreifen und die Tiere in den meisten Fällen zusätzlich schwer verletzen. Hier hat man den Straftatbestand der Sodomie sogar aus der Gesetzgebung entfernt! Das ist ein ungeheuerlicher Vorgang. Die Täter sind mit der gleichen Härte wie die normalen Straftäter zu bestrafen. Es hat keinen Unterschied zwischen Menschen- und Tieropfern zu geben, denn die Verbrechen sind die gleichen, die Tiere leiden genauso wie die Menschen, noch schlimmer, weil ihnen niemals jemand zur Seite steht und viele auch an den zusätzlichen Verletzungen elend sterben. Wie primitiv muss einer sein, Huhn oder Katze, Hund, Pferd, Schaf, Ziege, Esel für seinen perversen Trieb zu missbrauchen und dabei noch zusätzlich mit einem Messer zu zermetzeln. Diese Leute sind eine Gefahr für Mensch und Tier und haben kein Recht auf Freiheit, Achtung und Integration in der menschlichen Gesellschaft.

  21. Erawalm schreibt am :

    Werner Reif hat recht. Zwar richtet sich die Verjährungsfrist nach der Höhe der angedrohten Strafe, allerdings ruht die Verjährung bei Kindesmissbrauch gemäß § 78b StGB bis zur Vollendung des 18. Lebenjahres. Eine Verfolgung ist also aus strafrechtlicher Sicht bis zur Vollendung des 28. Lebensjahres möglich. Wobei fraglich ist, inwiefern man nach so langer Zeit überhaupt noch hieb- und stichfest beweisen kann, dass der Vorfall so tatsächlich stattgefunden hat.

  22. Hallo Erawalm,

    durch sexuellen Missbrauch, besser wäre der Begriff sexuelle Gewalt, denn es handelt sich dabei immer um ein gewaltvolles Verbrechen, entstehen lebenslange Schäden bei den Opfern – dem werden Sie sicherlich zustimmen.
    „Hieb- und stichfest“ dem Täter das Verbrechen nachzuweisen, wird immer schwierig bleiben. Daran wird die Aufhebung der Verjährungsfrist für sexuellen Missbrauch im Zivilrecht auch nichts ändern. Was sich aber ändern wird ist, dass in den Fällen, wo der Nachweis der Tat möglich ist, der Verbrecher mit einer Anklage rechnen muss. Opfer brauchen also keine Angst vor der Aufhebung der Verjährungsfrist zu haben, sondern nur die Täter.

    Norbert Denef

  23. Hallo,
    ich unterstütze das vorher Gesagte voll und ganz. In vielen Fällen wird das Geschehene erst nach vielen Jahren durchsichtig, Posttraumatische Belastungsstörungen sind dann die Folgen. Zunächst muss man jemanden finden, der einen therapeutisch betreut, das allein ist schon ein Spießrutenlauf. Denn erst einmal geht es darum, dass einem die Tat geglaubt wird, gerade dann schwierig, wenn man nur wenige Erinnerungen hat, der Körper aber rebelliert. Dann brauchen die Menschen Mut für die Anzeige und weitere Procedere, die Jahre dauern. Wen das betrifft, der weiß wovon die Rede ist. Betroffene leiden ein Leben lang. Es ist ein Unding, dass sie dann auch noch soviel Kraft für unendliche Kämpfe auf sich nehmen müssen.
    Was für Gesetze sind das eigentlich?
    Natürlich muss sich hier vieles noch ändern, ich trete selbst dafür ein.
    Die Wahrheit sieht erschreckend aus!!!
    Ich unterstütze deshalb diese Aktion voll und ganz!!!

    MFG Christina Rößler

    Aufruf:
    http://www.christina1.npage.de/aufruf_20712341.html

    (Anmerkung von Norbert Denef: Auch für Männer gibt es in Deutschland zu wenig Hilfe für erlebte sexuelle Gewalt!)

  24. Renate schreibt am :

    Mein angegebener Name ist nicht richtig.
    Als Betroffene unterstütze ich die Petition.
    Falls sexueller Missbrauch klar nachweisbar ist darf er nicht verjähren.

    Ich bin eine spirituelle Frau, praktizierende Buddhistin. Im Zuge meiner Praxis habe ich mein „Leben“ komplett aufgearbeitet, unter anderem diesen sexuellen Missbrauch.

    Im Alter von ca. 45 Jahren, hatte ich plötzlich während meiner haushaltlichen Tätigkeiten, die Erkenntnis, dass ich im Alter von 2 Jahren bei einem Aufenthalt bei meiner Tante missbraucht wurde. Es ist mir sofort so schlecht gegangen, dass ich unverzüglich ins Bett musste, zum Glück hatte ich in Reichweite „Notfalltropfen“ stehen, welche mir einigermaßen die Schmerzen nahmen.

    Ich erinnere mich noch an die schrecklichen folgenden Tage, als ich ernsthaft an meinem Verstand zweifelte und eigentlich das Gefühl hatte komplett „übergeschnappt“ zu sein, hatte aber damals das übergroße Glück einen Vertrauensarzt zu haben, der diesen Missbrauch und mich sehr ernst genommen hat.

    Etwas 2 Wochen später ist der nächste „Schub“ gekommen, ich hatte im Genitalbereich blaue Flecken und Schmerzen als wäre ich gerade eben missbraucht geworden. Es gab keinen Zweifel mehr!

    Ich überlegte nun wer der Täter war. Und einige Zeit später drängten sich 2 Namen in mein Bewusstsein, von denen in unserer Familie nie gesprochen wurde. Aber meine Mutter bestätigte, die Richtigkeit dieser Namen! Meine Mutter hatte offensichtlich von diesem Missbrauch gewusst, ihre erste Reaktion war: „Warum muss das jetzt alles heraus, das ist doch längst vergessen!“ Leider konnte ich mit meiner Mutter nie ein Gespräch darüber führen, was aber heute für mich nicht mehr wichtig ist.

    Erst einige Wochen später holten mich die Emotionen ein, ich habe die ganze Nacht auf mein Bett eingeschlagen, und mein Arzt musste mich krank schreiben, da ich arbeitsunfähig war.

    Im Nachhinein ist mir vieles in meinem Leben klar geworden, warum ich z.B. als Kind jahrelang unter Albträumen litt (ich hatte niemanden mit dem ich als Kind darüber reden konnte), und warum ich nie zu einer echten Partnerschaft fähig war und eben heute alleine bin.

    Trotz alledem habe ich es geschafft und meine verletzte „Seele“ ist geheilt. Gerne würde ich andere bei der Bewältigung ihrer Schmerzen helfen. Welche Möglichkeiten gäbe es da?

    Ich weiß, es gibt sehr viele Betroffene, ich habe sogar einmal einen 80jährigen Mann weinen gesehen über den Missbrauch den er als Jugendlicher erdulden musste.

    Das schlimme ist, dass man sich als Opfer auch noch schuldig und beschmutzt fühlt!
    Ein Arzt hat mir erklärt, solch schlimme Erlebnisse im Kindesalter müssen verdrängt werden, damit man überleben kann!

    Missbrauch darf nicht verjähren und sollte verfolgt werden sofern er klar nachweisbar ist.

  25. Susanne schreibt am :

    Hallo Welt,
    das Schlimmste ist, dass ich mich nicht pünktlich genug erinnern konnte. Ich war 1,2,3, 4, Jahre alt. 15, als mein „geschiedener Vater“ mir bei einem Besuch die Zunge in den Mund gesteckt hat. Immer wieder platzte er bei den Zwangsbesuchen ins Gästezimmer, wenn ich mich gerade aus- oder anzog. Ich wusste nicht, was das bedeutete, fand es unangenehm. Das erste Mal als die Erinnerung kam, war ich 30. Aber ich hab sie ignoriert. Hab mir selbst nicht vertraut. Wieso auch. Albträume bis zur Schlafwandlerei, Ausflüchte und Lügen auf Nachfragen bei den Eltern. Meine Mutter sagte, ihre Frauenärztin hätte den Verdacht geäußert, dass ich missbraucht worden wäre. Warum hat sie sich im Schlafzimmer eingeschlossen und ist erst rausgekommen, wenn ich gebrüllt habe, weil er mich „gequält“ hat? So ihre Version der Geschichte.
    Susanne war sehr verträumt, stand in meinem Zeugnis. 2. Klasse. Verträumt. Weggebeamt. Ich war Schuld. In jedem Fall. Auch innerhalb der Familie. Immer noch. Mit 11 Jahren einen schweren Unfall, an dem ich fast gestorben wäre. Meinen Bauch zieren riesige Operationsnarben. Später Drogen, Alkohol. Wegbeamen. Mit 22 eine Abtreibung, später noch eine. Hab mich durchgeboxt, allein erziehend. Arbeiten wie ein Pferd, das kann ich. Ja nicht nachdenken. Das hab ich im Griff. Brauche aber immer noch mindestens ne halbe Flasche Wein zum einschlafen. Mit 35 eine plötzliche innere Blutung beim Eisprung. 2 ½ Liter laufen in mich rein. Dass ich auf dem Flur auf den kalten Fliesen umkippe rettet mir wohl das Leben. Mit 45 der psychische Zusammenbruch. Firma gegen die Wand gefahren. Pleite. Stand 1 Jahr neben mir, war unfähig zu handeln, Depressionen, Burnout. Dann hab ich mich berappelt, wieder gearbeitet wie ein Pferd, raus aus den Schulden. Meine Altersvorsorge gehört jetzt der Bank. Weil ich nicht noch mal arm werden will, gönnte ich mir einen Karrierecoach diesen Sommer.
    Der, selber Vater von zwei Töchtern, brachte es an den Tag. Ich habe ihn gehasst dafür, dass er mich zwang, mich mit der Beziehung zu meinem Vater auseinander zu setzen. Dass die Art, wie dieser Mann mit mir verfährt, wie penetrant er in mein Leben eindringt und mich nicht in Ruhe lässt, wenn ich ihn bitte, wie er mich immer noch kontrolliert, nicht normal ist. Wieso nicht normal? Das war doch immer so, geht das zwischen Vätern und Töchtern auch anders? Dass ich klare Grenzen ziehen sollte. Klar, wie soll man im Beruf erfolgreich sein, wenn man keine Grenzen setzen kann? Aber jetzt habe ich auch keinen Vater mehr. Ich bin elternlos geworden. Aber irgendwie gehöre ich mir wieder mehr selbst. Oder überhaupt das erste Mal in meinem Leben.
    Mir wird schlecht, wenn ich an die kleinen fragenden Gesichter meiner Stiefnichten und den Sohn meiner Halbschwester denke. Ich weiß nicht, was die erlebt haben. Kann sie nicht fragen. Ich wäre diejenige, die den „Familienfrieden“ zerstört. Wie immer, ich war ja schon immer ein schwieriges Kind. Hab Angst um meinen Sohn. Er auch? Ich weiß es nicht. Hab Angst vor der Wahrheit. Angst davor, die kuschelige Decke der bürgerlichen Gemütlichkeit zu lüften. Mein Vater, der Musikus, bei allen so beliebt. Aber er hat keine wirklichen Freunde, immer nur Kinder um ihn rum. Warum heiratet er eine Frau mit zwei fast erwachsenen Kindern? Beschaffungskriminalität? Um später die Enkel (inzwischen 6 im Alter zwischen 3 und 9) ….
    Ein Teil von mir hat meinen Körper verlassen, als ich noch in der Krippe lag. Zweigeteilt vom Anfang an meines Lebens. Bevor ich überhaupt laufen konnte. Dieser Teil hält langsam bei mir Einzug. Ich werde endlich eine Frau in einem Frauenkörper. War immer ein Kleinkind darin, irgendwie. Hab wenig auf meinen Körper geachtet, das Leben einer Fremden geführt. Funktioniert. Irgendwie. Mal ging’s, mal nicht. Dabei ein Kind groß gezogen. Mein armes Kind, ich hätte ihm eine bessere Mutter sein können, wenn ich näher bei mir gewesen wäre.
    Verurteilen, heute noch? Was hilft es? Wem hilft es? Wer bestraft einen 77-jährigen? Kriegt wohl nur Bewährung. Und ich bekomme lebenslang. Habe ich Beweise? Nein, nur meine Zerrissenheit, meine „komischen“ Körpersensationen, Fragmente aus Erinnerungen und schweren Träumen, aus denen ich voller Angst und schweißgebadet aufwache. Helfen würde mir eine Entschuldigung, ein Zugeständnis. Ehrlichkeit statt Verlogenheit des Vaters und die Decke von „kaltem Schnee“, die meine Mutter darüber gebreitet hat. Sie hat seit über 40 Jahren den Kontakt zu meinem Vater vermieden. Langsam verstehe ich, warum. Als ich Ihr vor 8 Jahren anfing Fragen zu stellen und sie beschuldigte, mich im Stich gelassen zu haben, hat sie auch den Kontakt zu mir abgebrochen. Ich hatte dann nur noch meinen Vater und seine dritte Frau.
    Ich habe schon so viel Geld für Therapien ausgegeben, mein Vater rechnet jeden Pfennig, den er mir gibt als Anzahlung auf mein „zu erwartendes Erbe“ ab.

    „Wer einen anderen durch Hinterlist, Drohung oder Missbrauch eines Abhängigkeitsverhältnisses zur Vornahme oder Duldung sexueller Handlungen bestimmt, ist ihm zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“

    Ein Leben lang mit der Konfrontation seiner Taten leben zu müssen und deren Folgen zu beheben helfen – das würde mir helfen.

    Ja, ich unterstütze diese Petition von ganzem Herzen.

  26. Werner Reif schreibt am :

    Hallo Herr oder Frau Erawalm,

    danke für Ihre am 18.11.2007 gegebene Rückmeldung. Es geht mir nicht ums Rechthaben oder Rechtbekommen, sondern einfach darum, die Menschen zu unterstützen, den Weg ans Licht der Wahrheit zu wagen. Auch wenn das Geschehene nach weltlichem Recht verjährt scheint. Es gibt im Moment viele Anzeichen, dass auf der Erde ein gewaltiger geistiger Reinigungsprozess im Gange ist. Die sich häufenden Naturkatastrophen sind das äußere Zeichen, das mächtige Hochgespültwerden verborgener Verbrechen bestätigt den geistigen Hintergrund. Viele Taten, die jahrzehntelang im Dunkel waren, kommen plötzlich ans Licht, Dopingsumpf, Korruptionsaffären (VW,Siemens) sind Beispiele. Das Böse verliert die Macht, schön auch beim “Obersten Kriegsherrn” dieser Welt zu beobachten, wie dessen Entmachtung (Dollarverfall, verlorener Irakkrieg usw.) fortschreitet. Das kommende Jahr wird die endgültige Zerstörung der Bu(s)ch-Krieger-Ära einläuten, die sich abzeichnende Geld- und Finanzkrise wird ihn wegfegen. Diese Reinigungsprozesse wirken auch schon mächtig in die Familien hinein, auch die Institution Kirche wird heftig betroffen sein. So ist zu verstehen, dass mittlerweile Tausende, ja Hunderttausende Opfer sexueller Gewalt weltweit plötzlich aufstehen und ihr Recht fordern (Wirkung des morphoge-netischen Feldes ). Zu beobachten im kirchlichen Bereich in den USA, Irland, Österreich und vielen anderen Ländern, die Entschädigungszahlungen der kath. Kirchen allein in den USA übersteigen mittlerweile die gigantische Summe von 2 Milliarden Euro. Aber auch hierzulande organisieren sich die Betroffenen, wie es das Beispiel der Heimkinder zeigt, die von katholischen Nonnen und Priestern in “christlichen” Internaten von 1950 bis weit in die 70ger Jahre misshandelt und sexuell ausgebeutet wurden. Ihr Auftreten vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages Ende 2006 war ein großer Schritt. Aus den vielen Berichten Missbrauchsbetroffener auch auf dieser Internetseite spricht erschütterndes Leid und Hoffnungslosigkeit. Auch die Ohnmacht, wegen der weltlichen Verjährungsfrist Gerechtigkeit nicht mehr zu bekommen. Ich will die Opfer trotzdem ermuntern aufzustehen und die Wahrheit zu suchen, nur dies kann die Seele heilen. Man weiß, dass gerade pädophile Täter oft lebenslang ihren kinderzerstörenden Neigungen nachgehen. Viele dieser Menschen befriedigen ihre sexuelle Machtsucht auch über das Internet mittels Kinderpornographie. Mittlerweile hat die Justiz in Deutschland Tausende Täter ausgeforscht, wenn man die Fahndungszahlen der letzten Jahre betrachtet. Unbegreifbar allerdings, das diese Mitverursacher von sexuellen Kinderfolterungen nach wie vor im Dunkel bleiben und damit weiter Kinder in ihrem sozialen Umfeld gefährden. Eine geheim gehaltene US-Studie an 155 wegen Kinderpornographiebesitzes Inhaftierten zeigt die Dynamik. Nahm man bisher an, dass sich etwa 20 % der Pornonutzer auch real an Kindern vergreifen, ergab diese Erhebung ein erschütterndes Ergebnis. Bei 26 % dieser verurteilten Männer waren bis dato Übergriffe bekannt, die anonyme Befragung drückte die Quote auf 85 %! 75 offiziell in der Kriminalstatistik vermerkten Opfern stand die unglaubliche Zahl von 1777 missbrauchten Kindern gegenüber. Man sieht. welch unfassbare Dunkelziffer dahintersteckt. Aber auch, welche kinderschädigende Vertuschungspraxis der Staat mit der Nichtbekanntgabe dieser Internettäter betreibt. Anzunehmen ist, dass es hier eine mächtige Täterlobby aus Politik, Kirche und den eigenen Reihen der Justiz gibt, die dies verhindern will. Vor diesem Hintergrund ist es aber im Dienst der Sache für die Opfer wichtig aufzustehen und trotz Verjährung zur Kripo zu gehen. Denn ganz sicher sind viele Täter dort wegen Ihrer Internetaktivitäten schon registriert, so dass auch ihr Umfeld und ihr realer Missbrauch bekannt werden. Und ganz bestimmt kann die eine oder andere Anzeige helfen, einen solchen Täter auszuforschen. Das Beispiel und der Mut von Herrn Denef zeigen, welch große Welle ein Aufstehen und Verkünden der Wahrheit auslösen kann. Es sollte den Betroffenen Mut machen und Stärkung geben. Einen riesigen Schub wird auch der Lichtfindungsprozess auslösen, der die Erde erfasst hat, zurzeit aber wie ein riesiges Chaos wahrgenommen wird. Dieser Prozess wird auch die “Eine-Leben-Lehre” der kath. Kirche hinwegfegen und den Menschen zeigen, dass gerade sexueller Missbrauch und Inzest uralte Karmarechnungen sind, die jetzt beglichen werden. Vor diesem Hintergrund ist es auch für das Seelenheil der Missbrauchsopfer sehr wichtig, den Focus nicht nur auf den Täter zu richten. Hass, Rache und Vergeltungssucht sind für die Seele reines Gift, sie verstärken nur das Triggern, die Retraumatisierung und als Folge die körperlichen Beschwerden. Wir sind nach Gottes Ebenbild erschaffen, Gott ist reine Liebe. Auch wenn viele Missbrauchsopfer dies nicht mehr fühlen können, spüren sie doch die Sehnsucht danach. Und nur mit dieser Liebe, auch zu sich selbst und dem geschunden Körper, kann die Seele heilen. Die Wegfindung ist sehr schwer, weil der Materialismus in Deutschland und die religiöse Weltanschauung den Blick auf geistige Vorgänge versperrt und sich vieles noch in fast steinzeitlichen Bahnen bewegt. So sind die schulmedizinischen Therapien oft noch mittelalterliches Gedankengut und können die Traumatisierung verschlimmern. Nur wenn ich erkenne, dass ich nicht nur Körper sondern auch Seele bin, die sich zu einem bestimmten Weg entschlossen hat, kann ich die Lösung finden.
    Aus der Erfahrung meines eigenen langen Irr- und Heilungsweges weiß ich, dass nur die “alternativen” Heilungsformen wie Familienstellen, Psycho-Kinesiologie, Reisen zum Inneren Kind, Rückführungen in letzte Leben, Beschäftigung mit Kabbala und ähnliche Wege letztendlich Seelenfrieden bringen. Aus dieser Sicht wünsche ich allen Opfern, dass sie den schmalen Pfad aus dem Dunkel ans Licht finden und diesen auch mutig gehen.

    Werner Reif

  27. Momo schreibt am :

    Hallo Herr Reif,

    ich bin beeindruckt. Aus Ihrem Kommentar lese ich, dass Sie schon einen langen Weg hinter sich haben. Toll, welche Übersicht Sie haben. Ich bin auch schon ein Stück gegangen. Ich weiß zwar noch nicht, wie wir gehört werden können, da „große“ Machtmenschen über uns Gerechtigkeit ausüben, die selbst Täter sind. Ich denke, da muss man ganz neue Wege gehen. Jedenfalls bin ich bereit, diese zu gehen.

    Der schmale Pfad

  28. Feenstaeubchen schreibt am :

    Es ist doch immer wieder das gleiche – ein Mensch setzt sich ein und wird zu Boden geschmettert. Wo soll das noch hinführen? Aktivismus wird im Keim erstickt! Das ist grausam!
    Zuerst werden schreiben nicht richtig gelesen, es scheint, als würden diese mit Textbausteinen abgehandelt und zu allem übel werden auch noch die falschen Textbausteine genutzt!!!

    Eine Verjährungsfrist im Zivilrecht bei sexueller Gewalt sollte generell abgeschafft werden, denn wir haben lebenslänglich! Lebenslänglich gibt es für Mord und was wird für uns getan? Es ist Mord der eigenen Seele, des eigenen ich’s.

    Wer von uns weiß noch genaues Datum oder Jahreszeit, wann es geschah … und das ist der Punkt! Es gibt genug Tortouren im ganzen Verfahren, die meisten Opfer trauen sich aufgrund der Rechtsprechung eh nicht, Anzeige zu erstatten.

    Es geht nicht nur um finanzielle Entschädigung! Eher, um etwas Seelenfrieden zu bekommen, zu wissen, dass das Gegenüber schuld und verantwortlich war. Letztendlich wird dies keine Lösung sein, aber ein Anfang!

  29. Henriette schreibt am :

    Hallo Herr Werner Reif,

    bei eigenen jahrzehntelangen Heilungsversuchen wurde mir auch bewusst, dass sexueller Missbrauch und Inzest nicht nur uralte Karmarechnungen sein können. Oder wie erklären Sie mir, dass ein Vergewaltiger mich von seiner jenseitigen Ebene aus unter Tränen um Verzeihung gebeten hat für das, was er mir auf dieser Ebene als Kind angetan hat? Als Priester hatte er die Vergewaltigung des Kindes abgestritten und mich als Lügnerin hingestellt. Dieses Gespräch mit meiner Mutter vor über 5o Jahren muss auf meiner Kirchen-Karteikarte vermerkt worden sein. Denn wie sonst konnte ein Priester aus dem Bistum des Tatortes mir den Namen des Vergewaltigers nennen, den ich selbst nur nach der Vergewaltigung vor über 5o Jahren meiner Mutter genannt hatte? Womit will andererseits ein Priester aus dem Bistum meines derzeitigen Wohnortes heute vor Dritten begründen, dass ich als Kind n i c h t von einem Priester vergewaltigt worden sei, wie mir mehrmals zugetragen wurde? Dass Kindesmissbrauch durch Priester kein so seltenes Delikt ist, wie in einem Bistumsschreiben behauptet wird, zeigen Reaktionen auf die Petition von Norbert Denef im Internet und auf seine Fernsehauftritte, aber auch eigene Erfahrungen in Gesprächen mit Betroffenen.
    Diese Stimmen sind nur die Spitze des Eisberges!
    Dessen Spitze sich ständig weiter aus dem Meer des Verdrängens und Verschweigens erhebt. Dazu gehört viel Mut der Betroffenen. Doch dieser Mut wächst dank der Pionierarbeit von Norbert Denef und dank der Berichterstattung in den Medien. Der von Ihnen angesprochene Skandal in den USA von 1992 ist ausführlich beschrieben in:

    „Das Buch der Schande – Kinder und sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche“ (von Elinor Burkett und Frank Bruni)

    Dieses Buch ist dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages wärmstens zu empfehlen. Denn die dort beschriebene Taktik des Verdrängens, Vertuschens, Verschweigens nach sexuellem Kindesmissbrauch durch Priester ist hierzulande noch heute ebenso üblich wie die Versetzung von Priestern in andere Pfarreien bzw. Bistümer, wie unlängst der Fall im Bistum Regensburg aufgezeigt hat. Das dokumentiert auch Norbert Denef in seinem Buch:

    „Ich wurde sexuell missbraucht“

    Die noch vor 5o Jahren vorhandene Macht der Amtskirche schwindet zusehends durch gewaltfreie Abstimmung mit Füßen durch Kirchenaustritte. Ich fiel aus allen Wolken, als sich bei mir Nebel der Verdrängung lichteten und ich mich an die Vergewaltigung durch einen Priester erinnerte… Da ich ja bereits nach der Vergewaltigung als Lügnerin hingestellt worden war, was mit einem ohnmächtigen Kind möglich war, zog ich die einzige mir als Erwachsene mögliche Konsequenz des Kirchenaustrittes. Die Vergewaltigung war nach Rechtslage ja bereits verjährt.
    Der „Paulinus“ Nr. 1 von 2oo8 belehrt auf Seite 6, dass nach einer Erklärung vom 24. April 2oo6 der deutschen Bischöfe ein Kirchenaustritt automatisch eine Exkommunikation zur Folge hat. Die Amtskirche verurteilt einseitig. Ursachen eines Kirchenaustrittes interessieren nicht. Von einer solchen Drohbotschaft lasse ich mich heute nicht mehr beirren. Von einem Gott, der nach Papst Benedikt XVI die Liebe ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er Opfer sexueller Gewalt durch Priester einseitig exkommuniziert und Priester, die Kinder schänden und obendrein leugnen, solange sie auf Erden leben, einen Heiligenschein tragen dürfen, weil sie Geweihte sind!?
    Solche und andere Widersprüche und Ungereimtheiten innerhalb der Institution Kirche leeren z.B. Gottesdienste und führen auch zu Kirchenaustritten mit den so häufig beklagten finanziellen Einbußen.
    Ich unterstütze die Petition von Norbert Denef, weil ich aus eigener leidvoller Erfahrung die Spätfolgen von sexueller Gewalt an Kindern kenne.
    Sexuelle Gewalt an Kindern ist S e e l e n m o r d.
    Urvertrauen, bzw. GOTTvertrauen geht durch Seelenmord verloren, ganz besonders, wenn Opfern nicht geglaubt wird oder sie als Lügner gegenüber Dritten hingestellt werden. Solche Zusammenhänge scheinen die Institution Kirche nicht zu interessieren. Solche Zusammenhänge wird der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages einsehen und eine Verjährungsfrist für Seelenmord aufheben, will er sich selbst nicht in vielfacher Hinsicht an den gravierenden Spätfolgen von sexuellem Kindesmissbrauch mitschuldig machen. Denn wer nichts gegen eine Verjährung von Seelenmord unternimmt, unterstützt einseitig Täter, unterstützt Seelenmord.
    Ich vertraue auf die Wirkung des morphogenetischen Feldes auch bei der gesetzgebenden Gewalt in Deutschland und vorab auf deren Einsichtsfähigkeit.

    Henriette

  30. Carsten schreibt am :

    Mein Name ist Carsten – ein Name von vielen. Wenn sie diesem Körper vor ein paar Stunden begegnet wären, würde ihnen vermutlich jemand anders seinen oder ihren Namen gesagt haben.
    Dieser Körper ist jetzt 42 Jahre alt. Weiblich. Paradox? Ja! Dennoch bin ich männlichen Geschlechts. Ich lebe damit, bin gezwungen damit zu leben. Die Person deren Name im Personalausweis steht ist tot. Gestorben vor mehr als 41 Jahren. An ihre Stelle sind im Laufe der Jahre viele andere getreten. Kinder, Jugendliche, Erwachsene – Mädchen und Jungen, Männer und Frauen.
    Mit 26 Jahren konnten wir uns das erste Mal von der Gewalt die uns umgab entfernen. 26 Jahre, die aus uns ein Puzzle gemacht haben, das heute noch nicht wieder zusammengesetzt ist. Und in dem immer ein paar Teile fehlen werden, nämlich jene, die gestorben sind.
    Seit 6 Jahren haben wir es geschafft, die Gewalttäter ganz aus unserem Leben zu werfen. Sie sind mittlerweile alle wieder auf freiem Fuß, obwohl die Anklagen bis hin zu versuchtem Mord gingen.
    Den Tätern wird Therapie angeboten – anstatt sie lebenslang wegzusperren, damit sie niemandem mehr etwas antun können. Wir müssen um jede Stunde Therapie kämpfen, uns begutachten lassen und immer wieder neuen Menschen unsere Vergangenheit offenbaren.
    Es wird Zeit, dass der Opferschutz vor den Täterschutz gestellt wird. Es wird Zeit, dass die Täter sich nicht mehr hinter Verjährungsfristen verstecken können und es wird Zeit, dass unsere Politiker begreifen, dass gerade sexuelle Gewalt an Kindern mit Mord gleichzusetzen ist.
    Daher unterstützen wir die Petition von Herrn Denef von ganzem Herzen und fordern zudem die Politiker auf, sexuelle Gewalt an Kindern mit Mord gleichzusetzen und auch im Strafrecht die Verjährungsfristen abzuschaffen.

    Carsten

  31. An die, die hier immer von 10 Jahren reden!

    Das mag zwar stimmen für Taten, die nach einem bestimmten Datum begangen wurden (weiß jetzt nicht genau, welches Jahr) aber eben nicht für Taten die davor erfolgten. Ich hab selbst meinen Vater angezeigt, der mich als Kind sexuell missbrauchte. Und bei mir betrug die Verjährung ganze 5 Jahre. Ich hätte auch gedacht, dass es 10 wären, aber leider war dem nicht so. Und somit war ich ein paar Jahre zu spät dran.

  32. Guten Morgen zusammen,

    ich bin gestern auf diese Seite gestoßen und habe mich über die Bemühungen sehr gefreut, und sie auch sogleich an meinen gesamten Email-Verteiler weitergeleitet.

    Es ist nur richtig, die Verjährungsfrist aufzuheben, denn bei vielen Überlebenden, die Missbrauch erfahren haben, dauert es einfach wirklich bis zu Jahren, ehe das Erlebte wieder hoch kommt. Abneigung, komisches Verhalten etc. mag schon vorher da sein, aber das richtige Bewusst werden kann bis zu vielen Jahren der Unsicherheit andauern.

    Leider ist es ja dann so – ich erlebe es derzeit, dass einem oft nicht geglaubt wird, wenn die Erlebnisse wie beim Schälen einer Zwiebel langsam und schrittweise hochkommen, und Aussage gegen Aussage steht. Aber dennoch ist es sinnvoll und erforderlich, die Fristen auf zu heben, denn sonst kann man sich vielleicht selbst irgendwann vorwerfen, ich habe nicht alles versucht.
    Und das Rechtssystem sieht hier ja dann nur die Unterstützung der Straftäter vor, ohne aber die Würde der Menschen und das Selbstbestimmungsgesetz mit einzubeziehen. Meiner Meinung nach ist es nicht rechtens, den Überlebenden – ohne selbst Schuld daran zu tragen, die Möglichkeit zu verwehren, auch nach Jahren noch Anzeige zu erstatten. Viele brauchen das sicher für ihr Seelenheil und zur Aufarbeitung dieser schlimmen, furchtbaren Erlebnisse.

  33. catkin schreibt am :

    Hallo,

    die Abschaffung der Verjährung ist mehr wie nur Überfällig.
    Ich wurde als Jugendliche im Alter von 14 Jahren über 2 Jahre von einer Vertrauensperson missbraucht. Danach immer wieder, sobald ich versucht habe, mich jemanden anzuvertrauen. Die Folgen kommen erst jetzt Stück für Stück. Ich kann nicht vertrauen, bin depressiv, habe Panikattacken, leide unter SVV, habe eine Essstörung, bin aggressiv und suche in allem was passiert die Schuld allein bei mir. Ich habe einen kleinen Sohn und Angst, dass ihm etwas in der Art passieren könnte, lässt mich fast durchdrehen. Außer mit meiner besten Freundin, die ein ähnliches Schicksal hat wie ich und mit einem guten Freund, kann ich mit niemanden darüber reden, da es längst verjährt ist und ich selbst rechtliche Folgen zu fürchten hätte, würde ich darüber reden, wer es war. Das zwingt mich doch zum Schweigen, zwingt mich doch erst recht in die Isolation. Ich habe kaum Freunde, weil ich mich nicht mal auf so was einlassen kann, weil jeder mich für komisch und seltsam hält. In der Gesellschaft wird doch vor so was weggeschaut, niemand will es sehen, niemand will es wissen. Die Opfer haben lebenslänglich, die Täter gehen viel zu oft straffrei aus.
    Mord verjährt nicht, also darf auch sexueller Missbrauch NICHT verjähren, denn das ist MORD an einer Kinderseele.

  34. Pit Van Calvin II schreibt am :

    Ich wusste bisher nicht, dass Mord an der Menschenwürde, die Verdammung zum langsamen, inneren Sterben überhaupt verjähren könnte. So etwas klingt an der Menschachtung vorbei justiert und aus exaltierten Köpfen besegnet, wenn ich es mir erlauben darf, dies als Meinung niederzusetzen.
    Mir ist klar, dass Justitia mit verbundenen Augen richten soll, aber ich frage mich, ob sie nicht oft auch völlig gefühlskalt bzw. entmenschlicht richtet…
    Ich bin heute 37 Jahre alt und wurde im Alter von 7 Jahren durch die Vergewaltigung von einem Lehrer in diese Art Schicksal geschickt, lange Zeit glaubte ich jedoch, dass Gewalt an sich etwas völlig Normales wäre, was man während der schwächeren Jahre ertragen muss, und davon unterschied ich die perverse Gewalt, welche ich immer falsch fand. Ich wurde unter fortwährender Angst groß, die bis heute trotz vieler Therapien und Verarbeitungsversuche zu einer extremen Vorsicht vor Menschen geführt hat. Dieselbe lange Zeit glaubte ich, es ist meine Verschuldung gewesen, so behandelt worden zu sein. Ich hielt es für eine Art Bestrafung dafür, anders zu sein, unerwünschte Merkmale zu tragen, zu viel zu hinterfragen und es brachte mit sich, keinem Menschen je mehr vertrauen zu können.
    Bei einem Versuch, das, was mir passiert war und wieder passierte, bei Eltern und einem anderen Lehrer anzudeuten, wurde mir Strafe angedroht, wenn ich solchen “Unsinn” noch einmal erzählen wurde. Ich würde mir alles einbilden und hätte eine reiche Fantasie, das wurde mir vorgeworfen. Keine Unterstützung. Keine Hilfe. Von da an schwieg ich, auch weil mich der Täter einschüchterte, mir mit “tot machen” drohte falls je etwas herauskäme. Trotz der ganzen Therapien über die Auswirkungen der Traumafolgen in der Jugend, wo sich das über andauernde Alpträume, Selbstmordgedanken, Depressionen und sozialen Phobien äußerte,
    ( die wurden behandelt, von dem Missbrauch wagte ich mich nicht mehr zu sprechen ) kann ich auch heute nicht davon loskommen. Die Alpträume sind wie ein immerwährender Schatten, die Angst geht jeden Schritt mit, Menschen vertraue ich nicht, ein sozusagen “gewöhnliches” Leben ist mir fremd, wie es ist, Freunde zu kennen, oder sozial integriert zu sein, das lerne ich erst ganz langsam.
    Opferentschädigung? Ich habe davon einmal gehört, aber alles Geld der Welt könnte mir kein “gewöhnliches” Erlebnis des Lebens kaufen, und kein Dutzend Therapien könnte wiederbringen, was mir dadurch genommen wurde.
    Ich weiß sehr wohl, dass diese Art Schicksal oder zwangsgerichtet herbeigeführter Lebensform in der juristischen Hermeneutik nicht mitzählt.
    Wo sich der Mensch scheinbar seiner urinnersten Natur enthoben glaubt, und versucht, wie eine abstrakte Maschine zu urteilen, da kann man nur vom mageren Brot der Hoffnung zehren, dass der Verstand dieser Maschine auch mit der Präzision eines Uhrwerks tickt. Jedoch muss man solche Maschinen zuweilen daran erinnern, dass Vernunft sich nicht nur aus gesammelten Daten und klar überschaulicher Information zusammensetzt. EQ x IQ = SQ² ( Emotionaler Quotient mal Intellekt = Sozialer Quotient ) Ich hoffe, Sie urteilen im Zeichen der Vernunftbegabung des Menschen, indem Sie diese anwenden, und diese menschlich recht merkwürdige Verjährungsmöglichkeit aufheben.
    Uneinsichtigkeit kann nur ein weiterer Schlag ins Gesicht all der Opfer sein.

  35. Sebastian schreibt am :

    Ich wurde, als ich 12 war, von meiner damaligen Klassenlehrerin missbraucht. Ich habe sie nie angezeigt und ich sehe sie heute ab und zu noch in der Stadt und sie ist glaube ich noch Lehrerin an der Schule. Ich bin mittlerweile fast 26 und habe dadurch erhebliche Probleme, in einer Beziehung mit Frauen klar zu kommen. Aber das schlimmste ist der Gedanke, dass sie vielleicht immer noch anderen Schülern das tut was sie mir getan hat. Allein aus diesem Grunde müsste ich sie schon anzeigen, aber wie soll ich das beweisen nach über 10 Jahren, Aussage gegen Aussage, darauf will ich mich nicht einlassen. Am Ende heißt es noch ich habe ne Falschaussage gemacht. Um Schadenersatz geht es mir nicht. Ich bin zum Glück einigermaßen arbeitsfähig. Es gibt aber Menschen die nie mehr vernünftig arbeiten gehen können und immer Angst haben aus dem Haus zu gehen. Für solche muss es auch noch nach Jahren die Möglichkeit geben, Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

  36. Ich möchte hier mal eine Frage wiederholen, die in einem Forum gestellt wurde:

    WER hat ein Interesse an der Verjährung?

    Wenn man nachdenkt, gibt es nur eine einzige Antwort: Die Täter.

    Warum also schützt unser Land die Täter?

    Der Täterschutz funktioniert bei uns weit besser als der Opferschutz. Man fragt sich unweigerlich WARUM?

  37. Sebastian schreibt am :

    Was besonders schlimm in unserer Gesellschaft ist, dass die menschliche Seele, ja sogar das menschliche Leben so gut wie keinen Wert hat.

    Bespiel: In Berlin wurde ein 6 jähriges Mädchen vergewaltigt, es wurde eine Belohnung von ein paar tausend Euro für Hinweise zum Täter versprochen.

    Wie pervers!! Für die Daten von Steuersündern hat der Bund mal eben 5 Millionen Euro locker gemacht. Da sieht man doch wie wenig ein Meschenleben wert ist im Gegensatz zum Geld…ekelhaft

  38. kubu schreibt am :

    Vor 25 Jahren habe ich mich von meinem Sportlehrer so manipulieren lassen, dass ich mir einbildete, in ihn verliebt zu sein. Erst nach der Lektüre von Alice Miller „Das vebannte Wissen“ wurde mir bewusst, was damals wirklich passiert ist. Ganz plötzlich verstand ich, warum mein Leben immer wieder in solchen Katastrophen endet. Auch ich bin auf einem spirituellen Weg, der mir die Auseinandersetzung mit dieser Thematik überhaupt erst ermöglicht. Ich bin mir bewusst, dass ich durch mein eigenes Verdrängen auch meine drei Kinder geschädigt habe. Vor über zehn Jahren war ich bereits in Therapie, kam damals aber nicht an die wahren Ursachen heran. Seit drei Monaten (!) bemühe ich mich für mich und meine beiden kleinen Töchter um eine Klinikeinweisung in eine Klinik, die bereits 2005 für spirituell orientierte Unternehmensführung ausgezeichnet wurde.
    Ich glaube fest daran, dass wir nach der Wut, den Schmerzen… nur über Vergebung gesund werden können. Ja, die Verjährungsfrist soll aufgehoben werden, aber wir sollten auch versuchen, unser Schicksal für die Präventionsarbeit nutzen, um die nachfolgenden Generationen besser zu schützen. Ich bekam heute gute Anregungen von NINA, einem Beratungsbüro in Köln. Ja, lasst uns über alle Formen des Missbrauchs sprechen, nur durch ein Bewusstwerden in der Öffentlichkeit werden wir künftig Kinder und Jugendliche besser schützen können!!!

  39. Angelika schreibt am :

    Auch ich bin überzeugt, das auf der Erde nichts verloren geht u. das ein gewaltiger, geistiger Reinigungsweg im Gange ist, so wie Werner Reif das schildert. Meine Tochter ist jetzt auch in Behandlung mit Psycho-Kinesiologie u. diese Therapie hat ihr sehr geholfen. Sie betrachtet ihren Missbrauch im Alter von 8 Jahren jetzt mit einem anderen Auge.
    Auch ich bin in Behandlung u. denke auch, dass alles im Leben was uns widerfährt, die Seele sich diese Situationen ausgesucht hat, u. es uralte Karmarechnungen sind. Ich bin auch immer bemüht keinen Hass, Rache oder Vergeltungssucht aufkommen zu lassen, aber immer klappt dies nicht.

    Ich finde es ist schon ein großer Schritt vorwärts, dass sich jetzt so viele Opfer melden. Und ich denke, dass mit zunehmenden Opfermeldungen die Verjährungsfristen aufgehoben werden.

    Allen Opfern wünsche ich von ganzem Herzen, dass sie ihren Seelenfrieden finden mögen, gleich welche Therapie diesen letztendlich bringen möge.

  40. Werner Reif schreibt am :

    Hallo Angelika,

    herzlichen Dank für Ihre Selbsterfahrungsbestätigung meiner Meldung vom 26.11.2007. Ich freue mich sehr, daß Ihre Seelenfamilie sich offenbar auf den Weg gemacht hat und den schmalen Pfad und die Gnade der Heilung per Kinesiologie, die auch Ursachen aus letzten Leben mit einbezieht, erfahren darf. Es gibt keine Zufälle und so ist es ein ganz tiefer und bewegender Vorgang, daß Sie diese Botschaft für interessierte Menschen ausgerechnet am Ostersonntagmorgen in Internet gestellt haben. Denn gerade das höchste christliche Kirchenfest mit seinen Leidaussagen der Kreuzigungs- und Erlösungstheorie ist oft ein Grund, daß den Menschen unseres Kulturkreises und gerade den Opfern von Gewalt der Blick auf die wahren Ursachen ihres Leids oder ihrer Traumatisierung verstellt wird. Es ist ja auch sehr bequem, eigenes Fehlverhalten dem „Elöser“ am Kreuz überantworten zu können und sich mit ein paar Beichtfloskeln oder Ablaßzahlungen von Schuld und Sünde freizukaufen. Oder das eigene Leid Christus zu opfern, er hat ja „auch gelitten“. Und da die kath. Kirche die Wiedergeburtslehre im Jahre 553. n. Chr. aus ihrem Glaubenskatalog gestrichen hat , jahrhundertelang deren Befürworter mit Folter und Totschlag aus dem Wege räumte, wird natürlich auch die Sicht, daß Krankheit und Trauma auch Ursachen und Karmafolgen letzter Leben sein können, den westlichen Menschen als Lüge und fauler Zauber verkauft. Nur die Wahrheit ist eine andere, auch die so erfolgreiche ganzheitliche Heilungsform der Kinesiologie schließt das Wissen um die Gottesgesetze von „Ursache“ und „Wirkung“ also Karma und Wiedergeburt mit ein. Und diese Wahrheit wird sich durchsetzen, die Menschheit befindet sich bereits mitten in einem Tranformations- und Lichtfindungs- prozess, von vielen als vermeintliches Chaos wahrgenommen. Dollar, Bank- und Finanzsystem stehen mitten in einer Phase des Zusammenbruchs, die Wahrheit über die Hintermänner des 11. September 2001, den Irakkrieg, über Haarp und Chemtrails (siehe Internet) läßt sich nicht mehr aufhalten. Bereits jetzt informieren sich weltweit täglich ca. 70 000 Menschen (!) mittels der Film-DVD „Zeitgeist“ (siehe Internetforen Nuoviso/
    Infokrieg / secret.tv ) über die Manipulationen der Mächtigen aus Politik, Religion und Geld. Der Bevölkerung auch hierzulande wird eine riesige Terrorgefahr aus dem islamischen Lager vorgegaukelt um sie mit Überwachungsinstrumenten überziehen zu können, während hunderttausende von Kindern jährlich in Deutschland emotional und körperlich mißhandelt, sexuell ausgebeutet oder totgeschlagen werden. Terror ist nicht in Aghanistan sondern hier. Aber auch diesem Terror an den Kindern mit ihren Hintermännern, Duldern und Wegschauern aus Politik, Justiz und Kirche wird der Paradigmenwechsel und die Höherschwingung ein Ende bereiten. So ist es wichtig, Menschen wie Herrn Denef, der bereits mächtige Lichtarbeit leistet, mit Achtung zu begegnen und sie mit aller Kraft zu unterstützen. Auch die Riesenkrake der sexuellen Gewalt an Kindern wird in den nächsten Monaten aus der Dunkelheit ans Licht gezerrt werden, er leistet bereits einen Riesenbeitrag hierzu.
    Ihnen, liebe Angelika, Ihrer Tochter, und Ihrer ganzen Familie wünsche viel Kraft und Gottes Segen auf dem Weg ans Licht.

  41. Holger schreibt am :

    Die Fragen von Patricia vom 14. Feb. werden wohl noch lange bestehen bleiben.
    Worauf baut die Macht unserer Regierung?
    Wie schwach sind eigentlich unsere Familien- und Gesundheitsministerinnen?

    Erstaunlich wie weit sich die Regierenden von der Realität und der Wahrheit entfernt haben und sie bedenken dabei nicht, dass die Bevölkerung sehr genau um die Wahrheit weiß.

    Es kann nur darum gehen die Täter zu entlarfen, Ihnen die Masken der Niedertracht zu entreißen um sie Handlungsunfähig zu machen.

    Für einen aktiven Opferschutz, eine lebenswerte Zukunft, Heilungsmöglichkeiten.

    ! Korintherbrief: Die Liebe hört nimmer auf.

  42. Anna schreibt am :

    Auch ich wurde sexuell missbraucht durch meinen Stiefvater und das über 10 Jahre lang. Er bekam NUR 2 Jahre auf Bewährung!!! Wo ist hier die Gerechtigkeit? Bei mir als Opfer ging alles schief, von der Rechtsanwaltsuche bis zum Gericht. Nun kann ich nichts mehr machen weil alles verjährt ist sagte man mir… Ich finde das eine Sauerei. Sexueller Missbrauch wird nie verjähren bei Opfern, denn Sie müssen leiden ein Leben lang, in Beziehungen, im Alltag…. Das muss endlich aufhören …

  43. Susanne Heinrichs schreibt am :

    Auch ich stimme der Petition zu, und bin der gleichen Meinung wie Norbert Denef. Es sollte niemand ungeschoren davon kommen, nur weil die Opfer aus Angst, oder aus was für Gründen auch immer schweigen. Sexueller Missbrauch ist ein Verbrechen, wie Mord auch. Zumal die Narben dieser Kinder niemals heilen. Die Strafen sind viel zu human und sollten drastisch verschärft werden. Es ist doch schon ein Hohn, das immer wieder, mehrfach vorbestrafte Täter freigelassen werden, um sich an unschuldigen Kindern zu vergreifen. Oder unter dem Deckmantel der Kirche ungeschoren davon kommen.
    Solange das Gesetz so bleibt ist jeder Politiker mit Schuld am LEIDEN dieser Kinder.

  44. Petra schreibt am :

    Gerne stimme ich dieser Petition zu und gebe meine Unterschrift.
    Und ich hoffe, es werden noch viele Menschen – nicht nur Opfer – folgen.
    Ich persönlich empfinde schon alleine die Möglichkeit, dass einem Opfer dieses Verbrechens an der Menschenseele, nur begrenzte Zeit zur Verfügung steht vom Täter eine Form der Entschädigung zu fordern, als Hohn. Man weiß heute so viel über die Brutalität dieser Täter. Erpressung, Gewalt, Misshandlung, bewusst eingeleiteter Vertrauensmissbrauch – und das an Menschen, die sich für ihr Leben noch formen müssen – Kinder. Sie brauchen so viel Zeit, um sich überhaupt mitteilen zu können. Und so viel Kraft und Mut, um sich aus solch einer Situation zu befreien. Viele scheitern schon an den Anfängen. Das alles weiß man heute.

    WER IST AUF DIE IDEE GEKOMMEN, HIER ÜBERHAUPT EINE FRIST ZU SETZEN?

    Es können nur Menschen sein, die im Sinne der Täter handeln. Wer als Kind missbraucht wird, muss schweigen. Wer als Jugendlicher den Mund aufmacht, muss sich Misstrauen und Verleumdungen aussetzen – können. Man weiß doch, dass Verdrängung eines der beliebtesten Bewältigungsstrategien ist. Wird der junge Mensch erwachsen, wird er gefährlich. Er könnte selbständig werden, er könnte anfangen zu denken, Fragen stellen und sich erinnern. Unbequem und gefährlich. Da kommt die Verjährung gerade recht.
    Ich bin persönlich nicht betroffen – oder doch? Ich habe vor einigen Wochen erfahren, dass mein früherer Schwiegervater meine beiden Kinder jahrelang missbraucht hat. Unter unser aller Augen. Keiner hat es gemerkt. Ein Machtmensch, Despot, angesehener Bürger einer kleinen Gemeinde. Meine Kinder sind erwachsen und haben nie gewagt, sich mitzuteilen. Der Druck war groß, die Unsicherheit und Scham auch. Immer lagen die Möglichkeiten auf der Seite des Täters. Jetzt, nach fast 2 Monaten, ist alles ins „rechte Licht gerückt“.

    Aber für die Gerichtsbarkeit – ist die Frist abgelaufen.

  45. Ruby schreibt am :

    Hallo!
    Ich habe im http://www.studivz.net von dieser Seite erfahren und das Herr Denef Unterschriften für eine Gesetzesänderung sammelt, und möchte diese hiermit leisten und der Petition zustimmen.

  46. Opfer schreibt am :

    Ich stimme der Petition voll und ganz zu!
    Ich möchte meinen echten Namen nicht preisgeben, da es mir durchaus unangenehm ist…
    Auch ich bin ein Opfer sexueller Gewalt…. -.-
    Es geschah bis zu meinem 12. Lebensjahr.
    Jetzt bin ich 13 und es ist vorbei.
    Täter gab es zwei.
    Beim ersten endete es als ich 9 war.
    Anzeige zu erstellen trau ich mich nicht.
    Mir würde keiner glauben…. -.-
    Dann würde es Aussage gegen Aussage stehen und da habe ich keine Lust darauf…
    Außerdem kann ich meinen Onkel nicht verraten….
    Ich werde warten bis ich darüber sprechen kann, habe aber Angst, dass ich dann älter als 29 sein werde….
    Der erste Missbrauch ist dann nämlich verjährt….
    Jetzt habe ich zu viel von mir geschrieben….sry…..
    Ich hoffe, die Verjährung wird bald abgeschafft…. -.-
    Sie schützt nämlich wirklich nur die Täter!
    LG

  47. Denise schreibt am :

    Auch ich bin Opfer von sexualisierter Gewalt. Der Täter hat sich genau 1 Monat nach Vollendung meines 28. Geburtstag gemeldet. Warum wohl?! Anzeigen geht nicht mehr. Und OEG ist trotz mehrfachen Widerspruchs (Gutachten etc liegen vor) immer noch abgelehnt (Klage läuft), trotz schriftlichem Schuldgeständnis des Täters! Diese Verjährungsfristen müssen weg. Missbrauch ist Seelenmord und Mord verjährt nicht! Klingt hart, ist aber so, weiss es aus eigener Erfahrung!

  48. Natalie schreibt am :

    Hallo.. auch ICH stimmt der Petition zu… weil kein Täter einfach so davon kommen darf. Finde auch, dass Missbrauch genau so bestraft werden soll die MORD. Kein Opfer kann mit so einem Verbrechen leben, dann auch KEIN TÄTER und dieser SOLL nicht mit einem reinen Gewissen davon kommen… Deswegen gebe ich meine Unterschrift zu dieser Petition… keinem Opfer ist damit geholfen, dass die Verjährungsfrist durchgesetzt wird… Schweinerei sowas… sorry für diesen Ausdruck, aber leider ist es so.

  49. Claudia schreibt am :

    Ich stimme der Petition zu… und kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, weil einfach kein Täter so davon kommen darf. Warum werden alle anderen Straftaten viel härter bestraft als sexueller Missbrauch? Und dann noch die Verjährungsfrist, die dient nur dem Täter und nicht den Opfern und darum unterstütze ich diese Petition…

  50. Hallo,
    natürlich stimme ich zu.
    Damals fehlte mir der Mut, irgend etwas gegen meinen Peiniger zu unternehmen und als ich es konnte, war es verjährt und das darf nicht so weitergehen!

  51. Die Welt sieht derzeit nach Amstetten…

    Alleine schon dieser Fall macht grausam deutlich, daß die TÄTER nicht aufhören Täter zu sein.

    Warum also stopft man den Opfern den Mund?

  52. Matze schreibt am :

    Hallo,
    ich unterstütze diese Petition. Aber auch in Summe bin ich der Auffassung, dass die Option der „Verjährung“ abgeschafft werden sollte – überall wo sie existiert. Ein Staat, der sich „Rechtsstaat“ schimpft, kann es sich nicht erlauben, nur weil die Gerichte ohnehin bereits mit Prozessen überhäuft sind, Straftaten verjähren zu lassen und sich damit Arbeit spart. Das geht so nicht. Aber ich bin auch der Meinung, dass das Thema Sexualität in den Medien und Gesellschaft facettenreicher dargestellt werden sollte. Unsere Gesellschaft bietet Menschen mit unkonformen Neigungen kein Ventil. Und wenn Menschen merken, dass sie ihre Triebe nicht kontrollieren können oder krankhafte Neigungen haben, sollte es in der Gesellschaft irgendeine Anlaufstelle geben – um eben genau zu verhindern, dass sie eines Tages zu Tätern werden. Prävention ist besser – denn ist ein Schaden erst einmal entstanden, bleiben Narben die nie ganz verheilen werden.

  53. Bianka Klein schreibt am :

    „Recht haben und Recht kriegen, dass sind zwei Paar Schuh!“
    Dieser Satz hat für mich immer wieder eine schmerzliche Relativierung an sich. Denn ich habe meinen Täter gebissen als Kind und könnte es mit viel Glück heute Beweisen. Doch das Gesetz verbietet es mir per Verjährung. Der vermeindliche Täter lebt heute auf freihen Fuß und ich gehe bereits das 11. Jahr in psychosomatische Therapie, um zu heilen. Stellt sich jetzt für mich der Gedanke, wenn ich alleine schon so lange benötige, um aus meiner Opferrolle zu kommen, dass mit prof. Hilfe, wie bitte sollen das dann die Täter schaffen – die laut Therapeuten sogar die Behandlung verweigern. Ich hingegen arbeite an mir und will da raus aus diesem Teufelskreis. Es ist doch so, man kann nur einem Menschen helfen und ändern wenn er das will. Doch ein Täter hat 1. kein Rechtsempfinden und will auch gar nicht geheilt werden. Wenn er kein Rechtsempfinden hat, wie bitte soll dann eine Strafe für ihn eine Überschreitung einer Grenze darstellen?????? Weiter kommt, dass diese Täter weder innere noch äußere Grenzen kennen. Doch erst mit inneren Grenzen kann ich die äußeren für mich festlegen und einhalten. Bitte wie soll das aber geschehen, wenn nicht freihwillig durch eine Therapie. Jetzt mache ich aber schon 11 Jahre stationäre Therapie, um zu heilen. Freiwillig und eifrig, um niemals einem Menschen zu schaden, so wie man mir geschadet hat. Doch diese Grundeinstellung haben die meisten Täter nicht einmal. Wie bitte sollen die dann durch ein Gesetz belehrt werden, wo ihnen Bewährung sagt, dass war nicht so schlimm. Niedrige Strafen signalisieren den Tätern nur eins- wieder durchgekommen.
    Aber mir signalisert dieses Gesetz noch etwas sehr enttäuschendes. Werde niemals Opfer in diesem Land.

    Bianka Klein

  54. Lydi schreibt am :

    Ich bin absolut der Meinung, dass es keine Verjährung geben darf bei sexuellem Missbrauch, egal in welche Richtung. Es ist doch schon traurig genug, dass es so vielen Kindern so ergeht und dann wird diesen Kindern jahrelang ein Schuldgefühl eingeredet von den jeweiligen Tätern, sodass sie erst einmal bei sich selbst Klarheit verschaffen müssen, dass sie keinerlei Schuld haben, sondern ganz alleine die Täter.
    Ich hoffe sehr, dass es unseren Politikern endlich einmal wieder um die Menschen geht und nicht um ihre Posten und ihr Machtgehabe.
    Ich hoffe, dass es bald ein Einsehen geben wird bei den Politikern und diese Verjährung abgeschafft wird.

  55. Kerstin Schertel schreibt am :

    Schließe mich den Vorrednern an

  56. Andreas Pichlmeier schreibt am :

    Es kann doch nicht angehen, dass der Täterschutz höher gestellt ist als der Opferschutz. Das Gesetz gehört geändert, dass die Verjährungsfrist abgeschafft wird. Punkt, fertig, aus.
    Wenn ein Politiker unmittelbar betroffen wäre, wäre die Verjährungsfrist längst abgeschafft. Eine Frechheit eigentlich, dass man da noch drum kämpfen muss.

  57. Beate Kessler schreibt am :

    Ich unterstütze diese Petition. Selbst betroffen von sexuellem Missbrauch ab meinem
    8. Lebensjahr durch den wesentlich älteren Bruder glaube ich, dass nur wenn das Stillschweigen endlich unterbrochen wird und die von sexueller Gewalt Betroffenen dann gehört werden, wenn sie die Kraft gefunden haben zu sprechen, sich das Bewußtsein für die Opfer wandeln wird. Diese Homepage und der offene Austausch von Betroffenen, Interessierten und Unterstützern ist ermutigend und wird positiv wirken. Ich hoffe darauf, dass Initiativen wie diese hier viele weitere Menschen ermutigen, das Stillschweigen zu brechen. Ich bete für mich und alle, die betroffen sind, dass wir uns alle den Respekt und die Würde wieder holen, auf die wir als Menschen und Kinder ein Recht haben und immer schon hatten – ein ganzes Leben lang.

    Dass in einer Antwort des Bundesministeriums auf diese Petition davon gesprochen wird, „dass mit fortschreitendem Zeitablauf die Bestrafung kriminalpolitisch immer weniger notwendig erscheint“ ignoriert die Tatsache, dass die meisten sexuellen Gewalttäter Wiederholungstäter sind und in der Regel ein Leben lang aktiv sind. Die Details und die Opfer mögen sich im Laufe des Lebens verändern, aber die sexuelle Gewalt oder das Gewaltpotenzial für die Begehung weiterer sexueller Gewaltverbrechen bleiben bestehen. Gesetzgeber, Kirchenvertreter, Strafverfolgungsbehörden, Politiker und alle Bürger trifft hier nicht nur die Pflicht, die Strafverfolgung ohne Vorbehalte zu unterstützen, sondern auch geeignete Prävention zu praktizieren – an jedem Tag. Dazu gehört neben Aufklärung und flächendeckender, tabubrechender Öffentlichkeitsarbeit auch eine wirksame Abschreckung durch eine Aufhebung der Verjährung und ein Umdenken in der Strafverfolgung. Überspitzt gesagt: ein Mordopfer wird auch nicht aufgefordert zu beweisen, dass es tot ist. Opfer sexueller Gewalt aber werden immer wieder damit konfrontiert, dass Beweise gefordert werden, die aufgrund der spezifischen Systematik des sexuellen Mißbrauchs von Kindern im Kreise der Familie meist gar nicht vorliegen können, denn genau darin besteht ja die perfide Logik sexueller Gewalt an Kindern: dass die Täter vom ersten Mißbrauch an fatales Stillschweigen bei Opfern und Mitwissern planmäßig herstellen und so systematisch die Vernichtung von Beweisen gleich mit in ihre greuliche Tat integrieren. Das sollte bei der Schwere der Strafe und der Abschaffung der Verjährung endlich Berücksichtigung finden: dass die meisten sexuellen Gewalttäter planvoll und absichtlich vorgehen und die Mehrzahl der Täter unbelehrbare Wiederholungstäter sind – über Jahre oder auch Jahrzehnte.

  58. Ich stimme der Petition aus vollem Herzen zu. Leider weiß ich genau, wie sehr die
    Missbrauchsopfer leiden. Sexueller Mißbrauch ist Seelenmord und Mord verjährt nie.
    Verjährung hilft n u r den Tätern.

  59. Andreas Heuberger schreibt am :

    Ich kann nicht verstehen, wie hier Menschen noch glauben, dass Deutschland noch ein Rechtsstaat sei. Der aufgeblähte Staatsapparat dient dazu, Leute zu ver-ge-walten, zu gängeln, ihnen das Rauchen an öffentlichen Orten zu verbieten und Strafzettel an die Windschutzscheibe zu heften. Das ist unser sog. Rechtsstaat.

    „Recht zu haben führt noch lange nicht zu Gerechtigkeit.“ (Th. Müller)

    Trotzdem wünsche ich allen Opfern, dass sie zumindest ihren Seelenfrieden wieder finden können und dass ein kosmisches Gesetz, welches unbestechlich ist, die Täter richten mag – denn es kennt keine Verjährungsfrist.

  60. Nicole schreibt am :

    Hallo zusammen !

    Ich habe mir alles durchgelesen und ich kann nur sagen, wieso verjährt MORD nicht und MISSBRAUCH schon, ich kann das nicht begreifen.
    Ich bin vom 6. bis zu meinem 18. Lebensjahr vergewaltigt worden und kann heute, nachdem ich endlich den MUT fasse, meinen Täter nicht mehr belangen, da es verjährt ist.
    Meine seelischen Narben bleiben ewig.
    Wieso bekommen wir lebenslänglich und die Täter den Schutz der Verjährung?
    Ich finde, sowas darf keine Verjährung haben, denn die Opfer haben die Narben ewig, ein Leben lang!

  61. Die Unzulänglichkeit der sogenannten Experten ist seit Jahren mein größtes Problem. Dazu kommt, dass die Opfer selbst hilflos sind, da sie selbst das Ausmaß ihres Traumas nicht kennen und deshalb die Schnuller Theorie der „Fachleute“ als beste Lösung akzeptieren.

    Dass Opfer von Kindesmisshandlungen ebenfalls in einem unsichtbaren Keller der Scham und Angst über Jahrzehnte eingesperrt waren, interessiert niemand. Diese Ignoranz ist der Grund warum Opfer noch heute unmenschlichen „PsychoExperten“ ausgesetzt sind, die von unwissenden Regierungsmitgliedern gestützt werden. Von der Presse aber werden Opfer der Vergangenheit als Nebensache bezeichnet, da diese heute keine blutige Schlagzeilen mehr liefern und deshalb die Leser/Einschaltzahlen nicht erhöhen.

    Täter hingegen liefern frische Schlagzeilen; bilden eine Mass hysteria und somit eine willkommene Angriffsfläche für alle die jemand brauchen auf den sie den eigenen tiefliegenden Schmerz projizieren und den aufgestauten Hass abladen können. Das sind die Grundlagen von Leser und Einschaltzahlen. Die überwältigende Mehrheit der Medien arbeiten nicht auf der Ebene der ethischen Gesetze, die Respekt vor dem Individuum verlangen.

    Es wird noch Jahre dauern bis emotionale Ehrlichkeit und Menschlichkeit in den diktatorischen Gehirnen der Deutschen Platz findet. Ignoranz, Macht und Erfolgs/Geldgier ist der Grund warum die Täter-Lobby größer ist als eine Opfer-Lobby.

    Die Frage ist, was können wir gegen diese enorme Macht von Unwissenden tun?

    Meine Antwort ist – immer wieder den Spiegel begangener Fehler hochhalten und alle Scheinwerfer darauf richten.

    Herzlichen Gruß, Sieglinde Alexander

  62. Peter Schmidt schreibt am :

    Herr Denef ist natürlich auf dem richtigen, aber sehr steinigen und langem Weg.
    Es gibt gar nicht so viel Espresso auf der Welt, um unsere Politiker aufzuwecken. Die haben selbstverständlich andere Sorgen.
    Ich bin jetzt 55 Jahre alt und wurde mit ca. 5 und 6 Jahren zweimal von Männern sexuell attackiert. Diese Fratzen sehe ich heute noch vor mir, sie gehen mir nicht aus dem Sinn. Auch diese genauen Details habe ich noch im Hinterkopf und ich habe das erste Mal vor kurzem mit meiner Frau sowie meiner 75 jährigen Mutter darüber gesprochen.
    Eines weiß ich, diese Beiden wohnen weit weg von mir, aber sollte ich je einen davon einmal begegnen, benötige ich keine Justiz.

    Freundliche Grüße an alle Betroffenen und den Rest der Welt, Peter

  63. Sissy V. schreibt am :

    Ich vertraue auf die Gerechtigkeit aus dem Universum. Mein Bruder ist insolvent und lebt jetzt allein mit seiner Frau und mein Vater bekommt eine schmerzhafte Krankheit nach der anderen.
    Das ist für mich ein kleines Stückchen Wiedergutmachung. Trotz all dem, was ich erlebt habe, bin ich alles in allem ein positiver Mensch geblieben, der das Leben liebt. Dieses unendliche Leid hat mich gleichzeitig sehr stark gemacht. Hin und wieder rutsche ich wieder mal ab in das schwarze Loch, aber ich komme immer wieder raus.
    Wenn ich all diese schrecklichen Dinge nicht erlebt hätte, wäre ich heute nicht so wie ich bin. Ich helfe anderen Menschen mit meinem Herzen und meinem Verständnis und damit helfe ich gleichzeitig mir selbst. Ich unterstütze diese Petition von ganzem Herzen.

  64. Dirk schreibt am :

    Guten Tag Herr Denef

    Auch ich stimme dieser Petition zu.

    Ich selber wurde u.a. sexuell Missbraucht, über Jahre.
    Ich möchte vor allem Ihnen, Herr Denef für Ihr persönliches Aragement bedanken.

    Im Bezug der Gesundheitsfürsorge, der Eigenverantwortung, was immer wieder aktuell in den Medien und der Politik (im Bezug vor allem der Gesundheit und Familie) herbei gezogen wird, würde ich mit einbeziehen.

    Eine ausreichende Bestrafung der Täter wird es meiner Meinung nach nie geben, da Missbrauchsopfer zum größten Teil das ganze Leben damit zu kämpfen haben, was ihnen angetan worden ist.
    Daher ist diese Petition ein weiterer, wichtiger Schritt eine strafrechtliche Weiterverfolgung durch zu setzen. Eine Verjährung solcher Straftaten ist ein Unding und schützt die Täter.

    Zumindest wäre es “ moralisch “ gesehen die Verantwortung der Gesetzgebung konsequent Gesetze zu verabreichen die Opfern von jeglichem Missbrauch mehr Unterstützung gibt.

    Was offensichtlich immer wieder nur beurteilt wird ist, dass ein sexueller Missbrauch nur auf körperlicher Ebene stattfindet. Viel mehr ist es aber doch so, dass die psychische und seelische Auseinandersetzung mehr im Vordergrund stehen sollte, also, welche Schwierigkeiten das Opfer bekommt, wenn ein sexueller Missbrauch stattfindet. Eine Aufklärung und ein offener Umgang dieser Thematik (ohne einen sensations- Jorlanismus) muss im Fordergrund mit dazu gehören und im praktischen um zu setzen sein. Also z.B. im Bezug der Schulen, Kindergärten, Familien, sozialem Umfeld usw…

    Das die Opfer solcher Straftaten um finanzielle Hilfe kämpfen müssen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Speziell meine ich Therapien, Lebensunterhalt…
    Dass Opfer immer wieder erzählen müssen über Taten des Täters im Bezug eines OEG’s z.B. (also Anträge) finde ich persönlich auch schwer, es geht schlicht und einfach an die Substanz

  65. Tine schreibt am :

    ich unterstütze die petition doch auch wenn sich etwas ändert werde ich den Täter nie anzeigen denn das schamgefühl ist zu groß.

    die täter werden weiter geschützt und die opfer führen ihr leben lang ein schattendasein und meist ist es eine lebensaufgabe, in die normalität zurückzukehren. doch „einzelschicksale“ halten nur auf.
    auch wenn es viele sind denen so etwas widerfährt.

  66. hammer sonja schreibt am :

    Ich unterstütze die Petition.
    Ich wurde als Kind von meinem Vater missbraucht. Wir haben ihn angezeigt. Er bekam dreieinhalb Jahre und war nach 2 Jahren wegen guter Führung wieder draußen. Ich habe sehr lange gebraucht bis ich ein einigermaßen normales sexuelles Leben führen konnte und auch heute nach 22 Jahren ist Sex für mich eine Nebensache. Mein Mann mit dem ich seit 13 Jahren zusammen bin akzeptiert das.
    DOCH ICH HABE GROßE ANGST UM UNSERE KNAPP VIER JÄHRIGE TOCHTER. BEI UNSEREN GESETZEN, WO DEN TÄTERN MEHR BEACHTUNG GESCHENCKT WIRD ALS DEN OPFERN UND DIESE NACH EIN PAAR JAHREN WIEDER FREI SIND UND DANN ERNEUT KINDER WEH TUEN UND BEIM NÄCHSTEN MAL VERMUTLICH EINES TÖTEN – WO SOLL DAS ENDEN???

  67. Christine Metz schreibt am :

    Ich unterstütze die Pedition ebenfalls. Sexueller Mißbrauch darf nicht verjähren. Niemals. Es muß endlich mehr Rechte FÜR die Opfer geben und nicht mehr für die TÄTER!

  68. Iris schreibt am :

    Hallo,
    mein Vater hat mir seine Zunge in den Mund gesteckt, als ich ca. 13 war.
    DAS hat mir schon gereicht, ich bin „lediglich“ Ehefrau eines Opfers.

    Ich bin schlicht und einfach erschüttert und betrachte „den Zungenkuss“ meines Vaters als „Peanuts“, wenn ich all das lese!!!
    Iris

  69. Susanne schreibt am :

    Hallo, mein Cousin hat mich wöchentlich befummelt und ich musste ihn anfassen, als ich 6 oder 7 war. Sein Vater, mein Onkel also, hat mir bei seinen wöchentlichen Besuchen die Zunge in den Mund gesteckt. Ich könnte heute noch kotzen, wenn ich nur dran denke…aber wie fühlt sich ein Opfer, nach noch viel schlimmeren Verletzungen an Körper und Seele???????????????????
    Das Wort Verjährung in diesem Zusammenhang ist so absurd, dass ich nur staunen kann…………………!!
    Susanne

  70. Ich unterstütze die Petition,

    Wie heißt es doch, Mord Verjährt nicht, dann darf Missbrauch auch nicht verjähren.

  71. Petra schreibt am :

    Ich unterstütze die Petition.
    Der Vater meiner kleinsten Tochter sitzt wegen Missbrauch im Gefängnis (nicht an meinem Kind).
    Die Kinder die betroffen sind leiden ihr Leben lang darunter, da verjährt nichts.
    Man muss anfangen, die Opfer zu unterstützen und zu schützen – nicht die Täter!

  72. Markus schreibt am :

    Ich unterstütze die Petition.

    Nur eins muss ich hier mal los lassen.
    Die Politiker sollten endlich mal Ihre Augen auf machen. Wo gibt es denn so was, dass Mord nie verjährt, aber Missbrauch schon? Hallo!!!!!!!!!!!!! Wie sollen denn Kinder, die missbraucht werden im Alter von Geburt bis zum achten Lebensjahr, Anzeige erstatten? Von wem werden die Kinder denn missbraucht??? Meistens doch aus dem engen Familienkreis.
    Wenn ich das lese, dass es für Mord keine Verjährungsfrist gibt, aber für Missbrauch, dann könnte ich einfach nur kotzen, kotzen, kotzen.
    Die Menschen, denen es passiert ist, werden es ihr Leben lang nicht vergessen und fallen meistens in einen tiefen Sumpf, wo sie nie wieder alleine rauskommen.
    Wie viele Opfer gibt es, die nach den Taten anfangen zu ritzen oder nehmen Drogen. Sie werden es nie vergessen und bekommen viel zu wenig Aufmerksamkeit und Hilfe, denn es wird immer wieder die Augen zugemacht. Warum? Ich denke mal, dass viele denken, was habe ich damit zu tun. Solange es meinem Kind nicht passiert, ist es mir egal, sollen die Eltern doch besser auf ihre Kinder aufpassen.
    Leute, ich kann nur eins sagen dazu. Die Täter werden mehr geschützt als die Opfer und das kann nicht sein. Die Täter sollten genau so behandelt werden wie Mörder und für immer weggesperrt werden. Und wenn ich dann das lese, der Täter hatte eine schlechte Kindheit hinter sich, dann frage ich mich, wo sind die Ämter die dafür Verantwortlich sind, Woooooooooo???????.

    MFG Markus

  73. Ralf schreibt am :

    Auch ich möchte mich beteiligen und kann nur sagen die, die meinen sowas darf verjähren, was da kleinen Kindern angetan wird, der ist in meinen Augen mitschuld daran, auf jeden Fall nicht besser.

  74. Aggi schreibt am :

    Gibt es denn nach einem Jahr immer noch keine Antwort des Bundestages und der Verantwortlichen?
    _____________________________

    Hallo Aggi,
    Nein, es gibt noch keine Antwort.
    In diesem Zusammenhang verweise ich nachfolgend auf einen offenen Brief von Frau Brigitte Zypries. Vielleicht bewegt sich etwas, wenn sich das Ministerium für Justiz mit der Posttraumatischen Belastungsstörung (Folgeerscheinung sexueller Gewalt), auseinander gesetzt hat.

    Freundliche Grüße

    Norbert Denef

    13.07.2008
    Frage von

    Sehr geehrte Frau Zypries,
    Warum haben Sie sich nicht über die Posttraumatische Belastungsstörung informiert?
    Wenn Sie sich angeblich mit Kindesmißbrauch und Vergewaltigungen auseinandergesetzt haben, gehört das doch unbedingt mit zum Thema.

    20.08.2008
    Antwort von
    Brigitte Zypries

    Sehr geehrte Frau Koller,
    eine differenzierte Auseinandersetzung mit der posttraumatischen Belastungsstörung ist vorgesehen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Brigitte Zypries

    Quelle: http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-650-5639–f120275.html#frage120275

  75. Aggi schreibt am :

    Hallo, Herr Denef, ich bewundere Ihre Geduld!
    Warum tut sich nichts? Was könnte noch getan werden?
    LG
    Aggi
    _____________________________

    Hallo Aggi,

    warum sich nichts tut liegt aus meiner Sicht daran, dass die Verjährungsfrist mehr Gründe hat,
    – die Gerichte wären mit Fällen überfordert,
    – es gäbe nicht genug Gefängniszellen alle Sexualverbrecher unterzubringen,
    – und wie viele „Ehrenbürger“ würde man in diesen Zellen finden, die sich hinter der Verjährungsfrist seit Jahren verstecken?

    Auf die Straße gehen und Unterschriften für die Petition sammeln und mit den Menschen reden, warum sich nichts tut, das wäre eine Möglichkeit etwas zu tun. Die Handzettel dafür können ausgedruckt werden unter:

    http://norbert.denef.com/wp-content/uploads/2007/08/petition-unterschriftenliste-deutsch.pdf

    Je mehr Unterschriften gesammelt werden, um so größer wird der Druck auf die PolitikerInnen, etwas zu verändern – und wenn wir nicht aufgeben, wird man lernen die Opfer zu akzeptieren!

    Herzliche Grüße

    Norbert Denef

  76. Auch ich möchte mich beteiligen, da ich vor 3 Monaten erleben musste, wie es ist wenn Opfer nach Jahren (in diesem Fall Männer) sich erst trauen bzw. erst wahrnehmen, dass sie sexuell missbraucht wurden. Es handelt sich bei dem Täter hier um einen Dirigenten, der jahrelang Jugendarbeit in einem Musikverein durchführte und dafür auch einen Jugendpreis erhielt. Da es ja schon verjährt wäre entschloss sich eine Person des Vereinsvorstandes sogar dazu ein Opfer abzumahnen, er solle aufhören darüber zu erzählen. Hinzu kam, dass der Verein, obwohl der Täter gestanden hatte, ihn anschließend bei einem Konzert für seine Arbeit ehrte und sich hier auch eine renommierte Person dafür zur Verfügung stellte. Die Opfer wurden hier wiederum missachtet. In dem Ort, in dem dies geschah gab es Irritationen und viele denken: „Es kann doch nichts gewesen sein, sonst würde der doch nicht geehrt.“ Dabei waren mehrere Jungen betroffen. Der Täter äußerte im Beisein des Vorstandes, er hätte seit damals nichts mehr gemacht und habe an einem Jungen, in den er sich in den vergangen Jahren verliebt hätte, geübt es nicht noch mal zu tun. Aus meiner Sicht besteht hier allgemein die Möglichkeit, wenn sich die Gesetzesregelung nicht ändert, dass hier auch weiterhin Jugendliche, vor allem auf Vereinsebene, gefährdet werden können. Somit bin ich auf jeden Fall für eine schnelle Gesetzesänderung zum Schutz der Jugendlichen in Vereinen.

    Grüße Stefanie Finkler-Krennrich

  77. Pauline schreibt am :

    Auch ich möchte meinen wahren Namen nicht nennen, denn leider wird Mann/Frau immer noch!! schief angeschaut wenn man sich „outet“. Würde ich sagen ich bin Alkoholiker, okay Du bist krank, aber Missbrauch, Spinnerei etc. Es wird auch seitens der eigenen Familie totgeschwiegen, wenn ich, mittlerweile 50 Jahre alt, nur meine regelmäßigen Besuche beim Psychologen erwähne, ertönt immer die gleiche Frage: Was machst Du beim Psychofritzen?
    Wieso fällt man eigentlich nach dem Erlebten/Ausgehaltenen nicht einfach tot um?
    Denn Mord verjährt ja lt. Gesetzgebung nie, wie ist das beim Ermorden einer Seele?
    Die kranken Dr…………. namentlich Täter genannt erhalten auf Kosten der Steuerzahler (auch Opfer zahlen Steuern) Therapien, Behandlungen, Taschengeld im Gefängnis…………………und was ist mit UNS????????????? Um jede weitere Therapie muss man kämpfen, sorry, die Kassen bezahlen nur eine bestimmte Anzahl von Stunden, die Medikamente wer zahlt die – wir, ich könnte ewig aufzählen. Apropos zahlen, wann bezahlen endlich die Täter, egal wie, von mir aus mit dem Leben.

  78. Ute (gaja) schreibt am :

    Auch ich stimme der Petition zu. Ich selbst bin ein Opfer. Als 4 Jährige wurde ich im Kinderheim vergewaltigt. Das Jugendamt hat alles getan, um meinen Fall zu vertuschen. Zwischenzeitlich hatte ich die Taten in meinem Kopf verdrängt. In den vergangenen zwei Jahren Therapie, kommen all die Erinnerungen wieder. Ich habe versucht die Straftaten anzuzeigen, aber nach 26 Jahren ist die Verjährungsfrist eingetreten. Ich will, dass die Beamten vom Jugendamt für ihr stilles Schweigen und zuschauen bestraf werden. Hier zeigt der Gesetzgeber wieder Macht. Meine Meinung ist, dass eine Straftat solange bestand hat, bis derjenige dafür zur Rechenschaft gezogen worden ist.
    Wie lange soll es so weiter gehen, dass Täter einen Freifahrtschein bekommen und die Opfer kaum noch eine Lebensqualität haben?

  79. Silvia schreibt am :

    Also ehrlich, wenn ich dass alles so lese, ich selbst bin jahrelanges Opfer, frage ich mich, wer das Gesetz mit der Verjährungsfrist in Kraft gesetzt hat. Waren das selber Täter??? Ich begreife gar nicht, warum darüber auch noch solange nachgedacht werden muss. Der Verstand sagt doch eindeutig, dass Unrecht im höchsten Maße geschehen ist. Ich muss mich mal wieder übergeben. Es ist schon so lange überfällig.

  80. Ingrid Jennert schreibt am :

    Missbrauchsopfer wollen Verjährung kippen

    Kritik: Bestehende Regelung im Zivilrecht schützt Täter vor Regress

    Dreieich (epd). Opfer von sexueller Gewalt tragen lebenslang an ihren seelischen Verletzungen. Aber Missbrauchsdelikte verjähren nach Ansicht von Experten zu schnell, während die meisten Opfer jahrzehntelang nicht über ihre Erlebnisse sprechen können. “Missbrauch ist Seelenmord”, sagen die Betroffenen, und dürfe, wie Mord, überhaupt nicht verjähren. Norbert Denef (59), als Ministrant selbst jahrelang missbraucht, fordert in einer Petition an den Bundestag, die Verjährung von Sexualdelikten im Zivilrecht aufzuheben… mehr

    19. September 2008

    epd sozial (Evangelischer Pressedienst)

  81. martina naumann schreibt am :

    hallo,
    ich wurde mit 16/17 Jahren vom Vater meiner Mutter ständig an sämtlichen Körperstellen begrapscht und ich musste mich um ihn kümmern weil er alt war. Meiner Mutter sagte ich dies dann mal, aber sie sagte nur, dass mache er auch mit seinen Töchtern und ich soll dies nicht bagatellisieren. Ich zog irgendwann dann mit 17 aus. Genau kann ich mich nicht erinnern. Aber mit 4 Jahren muss etwas vorgefallen sein. Bei den Großeltern, da ich mitten in der Nacht mit meinem kleinen roten Koffer abgehauen. Bin zur Bushaltestelle am Friedhof vorbei und wollte nach Hause zu meinen Eltern. Meine Oma hat mich wieder zurück gebracht zu sich und ich habe nur noch geweint, Tage lang bis meine Eltern mich abholten. Sie waren im Urlaub mit meiner Schwester. Seit dieser Nacht hat mich meine Oma dann in der Stube extra schlafen lassen.

  82. Angelika schreibt am :

    Hallo,
    ich habe mir heute die Liste “ Petition an den Deutschen Bundestag“ ausgedruckt, und sammle in meinen Bekanntenkreis Unterschriften. Jede Unterschrift zählt!! Auch von nicht Betroffenen.

  83. Steffi H. schreibt am :

    Ich bin selbst Opfer sexuellen Missbrauchs und habe 24 Jahre lang geschwiegen. Seit geraumer Zeit setze ich mich in verschiedenen Internetforen (keine Fachforen sondern „normale“ comunitys) für Aufklärung über Pädophilie und die Folgen sexuellen Missbrauchs ein. Wie nötig dieses ist, wie unwissend unsere Gesellschaft leider immer noch ist, wird mir dort jeden Tag aufs neue klar.
    Ich gebe den „Kampf“ gegen die beliebte „3 Affentaktik“ jedoch nicht auf und habe in Foren dazu aufgerufen, die Petition von Herrn Denef zu unterstützen, mit mäßigem Erfolg. Mir ist es wichtig den Kampf gegen bestehendes Unrecht und die Unwissenheit aufzunehmen. Wir alle müssen „anpacken“ und unseren kleinen aber stetigen Beitrag für eine gerechtere Zukunft leisten.

    Mit lieben herzlichen Grüßen

    Steffi

  84. Mary schreibt am :

    Für mich ist es vor allem ein Skandal, dass die Bevölkerung nicht aufgekärt wird, dass die Täter über-
    wiegend schon selbst Opfer sind und sich nicht dagegen behandeln ließen.
    Missbrauchstäter bekommen sogar das Sorgerecht für ihre Opfer, wie Marc Hoffmann, weil viele Opfer zum Zeitpunkt der Scheidung noch nicht reden können.

    Mary

  85. Christiane schreibt am :

    Ich frage mich, wie angesichts der hohen Rate von sexueller Gewalt an Kindern in Deutschland der Deutsche Bundestag nicht in der Lage ist, eine Petition zu bearbeiten die bereits am 12. August 2007 eingegangen ist.
    Die Unterschriftenliste spricht doch für sich, sie steht bei 12649 !
    Wie viele sollen denn noch Opfer werden, bevor im armen(reichen) Deutschland die Verjährung dieser Verbrechen abgeschafft wird.

    Unsere Seelen haben schon genug gelitten, wir wollen endlich Gerechtigkeit für das was man uns angetan hat!

    Christiane

  86. …gewisse Sachen verjähren nie und sollten auch so behandelt werden!
    Weiter so! Danke den Menschen, die sich für solche Angelegenheiten einsetzen!!!

  87. Peggy Jansen schreibt am :

    HEUTE GENAU VOR 1 JAHR WAR UNSER PROZESSTAG, WO DER TÄTER MEINER KINDER FREISPRUCH IN 2. INSTANZ BEKAM. ABER ES WIRD NICHT ZU ENDE SEIN! WIR KÄMPFEN WEITER FÜR UNSER RECHT. LIEBEN GRUSS AN NORBERT DENEF, ICH SAMMEL IMMER MEHR IN MEINER GRUPPE IM VZ, HOFFE, ES BEWEIST SICH HIER AUCH. LG.

  88. Reinhard Grewe schreibt am :

    Eine Verjährung für Missbrauch jeder Art darf es nicht geben, und Richter sollten die Konseqeunz ziehen und nie wieder als Jurist arbeiten dürfen.
    Ich wurde ein halbes Jahr eingesperrt, durch einen Hilfsarzt (Assitent) und einen Richter der dem alles glaubte. Erst drei Gutachten und zwei Anwälte später durfte die Stattlichedrogenverodnung verlassen.
    Ich arbeite an leitender Stelle und jeder fragt sich was is mit dem, das ist Vergewaltigung ein Leben lang.
    Meine Meinung ist, dass die Jutiz haftbar gemacht werden muss. Der einzelne Richter und Gutachter am eigenem Leib erfahren müßen wie das so ist. Dann wär diese Petion unnötig!!!! Denn egal, eine Misshandlung kann man, frau vergeben aber nie vergessen, und egal welcher Art die Misshandlung is!!!

  89. Hallo!
    wer da oben auf meinen Namen klickt, liest mein Autobiographie-Skript nur 8000 Wörter und ich will es noch ausführlicher und bequemer lesbar machen. Trigger-Gefahr.
    @Patricia vom 14.Feb.:
    es stand in der Ablehnung an Norbert Denef (nicht wörtlich/ in meinen eigenen Worten):
    die Gefahr, dass die soziale Integrität der Einwohner der Bundesrepublik Deutschland ins Wanken kommen KÖNNTE – insbesondere durch die Vielzahl von unterschiedlichsten Klagen.
    Zu deutsch, der Staat hat Angst vor Bürgerkrieg, der Mafia und er weiß wie er in die gesamte Sache verstrickt ist.
    Die nicht-kinderfreundliche Indianerkommune/Nürnberg (mein Eindruck 1986) meinte, dass die Schulpflicht dazu da sei, die Kinder der Einwohner, Handwerker, Bürger und Adeligen gleichartig gefügig zu machen – angeblich wurde extra 1938 ein noch nicht in einem Arbeitslager vernichteter Pädophiler zum Berater gemacht und damit rehabilitiert (1986).
    Bei Bürokraten und Sachverständigen ist es immer noch ein geringer Sachschaden, welcher i.R. nur aus Stolzkränkungs-Ambitionen zu einer Schmerzensgeldklage führe (Quelle unbekannt – aber in ähnlicher Weise auch selbst schon gehört).

    Hier mal ein Gedicht – gefunden auf
    http://www.support-freeiran.com oder .de:

    „Wer schweigt, der macht sich schuldig“

    Jemanden entmündigen,
    heißt, ihm den Stolz wegzunehmen.

    Jemanden vergewaltigen,
    heißt, ihm die Seele zu töten.

    Jemanden foltern,
    heißt, ihm die Würde zu rauben.

    Jemanden die Freiheit entsagen,
    heißt, ihm die Luft zum Atmen zu verweigern.

    Wie soll ein Mensch ohne Stolz, Seele, Würde
    Und Luft leben?

    So leben die meisten Menschen z.Z. im Iran;
    Deshalb, jeder der zu diesen Verbrechen
    Schweigt, macht sich schuldig!

    Massoud Atai
    Komponist u. Dichter

    Dies sollte doch für alle Menschen gelten – auch für Kinder!

  90. Zitat
    ___________________________________________
    # Angelika
    Am 9. November 2008 um 14:58 Uhr

    Hallo,
    ich habe mir heute die Liste ” Petition an den Deutschen Bundestag” ausgedruckt, und sammle in meinen Bekanntenkreis Unterschriften. Jede Unterschrift zählt!! Auch von nicht Betroffenen.
    _____________________________________

    Nun ja wollte ich auch , aber auf meiner Arbeit dürfen die sowas nicht auslegen oder so, und selber einsammeln ( die Leute persöhnlich ansprechen !), dann offenbare ich mich ja allen !?.
    Wie kann denn sowas gehen ??
    Und an anderer Stelle hätte ich es auch vor gehabt ,da dort alle Internett haben , die Internettadresse als Abrißzetteln aufzuhängen , an einem ruhigen Ort ?
    Aber ob das da genehmigt wird , weiß ich auch noch nicht !
    Aber an ersterer Stelle da haben kaum jemand Internett .
    Da gehen nur Unterschriften , und wer gibt gerne an fremde Personen seine Unterschrift ab.
    Also ich denke wenn ich unterschriften abfragen würde , würde ich mich dort auch öffentlich offenbaren ???
    Was meint Ihr dazu ?
    Oder soll ich das Vorhaben lassen leider .

    Liebe Grüße Larissa

  91. Sarah M. schreibt am :

    Hallo Larissa,
    das ist richtig, an der Arbeitstelle ist es verboten, für eine nicht – arbeits – relevante Aktion zu werben.

    Alternativen sind:
    – Ärzte zu bitten, diese Zettel in Ihrer Praxis auszulegen, vor allem Kinderärztpraxen, Frauenarztpraxen, die sich selten dagegen sprerren (so meine Erfahrung)!
    – generell Freunde zu bitten, dies in ihrem Freundeskreis weiter zu verteilen
    – outen muss man sich deshalb nicht unweigerlich, da dieses Thema derzeit in aller Munde ist, und man darauf hinweisen kann, dass man auf diese Petition dadurch aufmerksam geworden ist, und gerne dies unterstützen wolle…
    – Freunde, die in einem soz. Sektor arbeiten, ne Email zukommen lassen mit dem Link zur Petition (habe ich allen meinen Freunden zukommen lassen,die einen Posten als Geschäftsführer einer soz. Trägerschaft haben. Diesbezüglich ist es erlaubt, weil es Thema der Vereinsphilosophie ist, alles für eine soz. Gerechtigkeit und im Sinne der Menschenwürde zu unternehmen :-))
    – in Kinderspielwarengeschäfte, Kinderbekleidungsgeschäfte, Kindergärten usw.

    eigentlich ist da der Phantasie kaum Einhalt zu gewähren!!!
    Man sollte sogar so frech sein, und bei der Polizei anfragen, ob man die Zetteln auslegen darf (ich habe immer eine kurze Zusammenfassung zur Begründung dieser Unterschriftensammlung hinzugefügt mit einen Hinweis auf den Link hierher, damit es auch für Ahnungslose nachvollziehbar ist, warum diese geltendenen Verjährungsfristen ein Unding sind)

    Sarah M.

  92. Nun ich war bei ner frauenärztin die wollte keine unterschriften sammeln .
    Sie sagte das ist eben so die verjährungsfrist .
    Ich war richtig entteucht , das Die eigenlich nette Ärztin , so denkt .
    Kopf in den Sand .
    Bei einem Kindergarten , die wollten es erst besprechen ob ja oder nein .
    Aber , sie war offen dafür und war nett .
    Kann man nur hoffen , das da was draus wird .
    Polizei war ich auch .
    Wo ich vergeblich die Anzeige machte , weil es ja alles schon verjährt war .
    obwohl ich erst mit 27 das erste mal von zuhause raus war .( ne eigene Wohnung das erste mal hatte ).
    Ich hatte gar keine Chance auf ner Anzeige .
    Es war alles verjährt .
    Aber ich habe einige Leute , angesprochen ich denke die haben wol alle unterschrieben , freu .
    Ich hoffedas diese Unterschriftensammlung nun was bewirkt .
    Aber ich habe eine Frage , bis wann müssten Unterschriftenzettel herren Dennef zugesendet worden sein ?
    Was ich aber feststelle ist ,das die meisten lieber im Internett unterschreiben als auf einem Unterschriften Zettel .

    Liebe Grüße

    Larissa

  93. Mutter schreibt am :

    Hallo,

    ich habe auf den Seiten von Hrn. Denef, die Unterschriftzettel ausgedruckt und weitere Infos die hier bereitgelegt worden und habe diese bei allen Bekannten zur Unterschrift vorgelegt.

    Bei mir im Büro, Bäckereien, Reisebüros und überall wo ich hingehe nehme ich die Listen mit und bitte um Unterstützung der Petition.

    Bis auf wirklich ganz wenige haben sehr viele unterschrieben und waren auch sofort dabei, die Infos weiter zu verteilen.

    Die Infozettel sind auch sehr gut und zu empfehlen, Hr. Denef hat hier zusammengefasst, um was es bei der Unterschriftunterstützung geht und hat auch die Webseite angegeben.

    Ich habe sehr viel Erfolg und werde die vollendeten Unterschriftzettel bald an Hrn. Denef weitersenden.

    Scheut euch nicht, redet alle die ihr kennt auf die Unterstützung an.

    Ob diese dann unterschreiben oder nicht, bleibt die Entscheidung jedes Einzelnen.

    Liebe Grüße

  94. Larissa schreibt am :

    Hallo Mutter

    Ich habe nicht so viel Glück
    Aber ich habe einige Unterschriften nun bekommen , am freitag bekomme ich noch welche .
    Eine Liste habe ich abgegeben die wollen die mir dann zurückgeben .
    Mal gespannt wiefile ich zusammen bekomme .
    Bei einem Offentlichen verker Büro habe ich nichts erreicht .
    Nun bei den Kindergärten die Leute die da arbeiten , die sagen die breuchten eine Genehmigung dafür bei der Stadt und das könnten die Selber nicht machen .
    dann müßte ich das auch machen ?
    Ich habe eine Private Lehrerin einen Zettel gegeben .
    Leider ist bald Ferien .
    Mal sehen was mir noch einfällt wo man noch Interschriften bekommen kann .
    Und ansonsten Leute die Online unterschreiben , geben den Link oft auch weiter .
    Aber man glaubt gar nicht welche Ignoranz sogar Mütter mit Kindern haben .
    Nun dann tuen wir das was möglich ist .
    Mit Bäckerein kann ich nicht dienen da ich da gar nicht hingehe .
    Nun ja jeder soll ja auch nur unterschreiben wenn er auch will .
    Wer nicht unterschreibt ist filleicht im Nachinein villeicht doch mal froh
    Das andere das Angefochten haben .

    Manche sagen auch andere verjährungsfristen währen zu kurz .
    Nun ja villeicht sollte man diese dann für den Anfang der Änderungen sehen ?
    Das man auch andere Verjährungen mal unter die Lupe nimmt.
    Aber das müßten dann wol wieder andere Leute in die Hand nehmen ?

    Liebe Grüße

    Larissa

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