11 Kommentare

  1. Auf http://www.spiegel.de findet zur Zeit eine lebhafte Diskussion im Forum über das Thema Verjährung von Sexualdelikten statt. Wer sich dort beteiligt, kann sich großer Aufmerksamkeit sicher sein, denn das Forum ist ein sehr gut besuchtes Forum und Stimmen, die sich mit dem Thema auskennen, wären dort sicher eine Bereicherung! Meine Homepage lohnt übrigens auch einen Besuch 🙂

  2. Ich möchte etwas über Gott schreiben hier. Es tut mir nämlich sehr leid, dass die Menschen, die sich selbst den Namen Gottes nehmen und ihn durch ihr Handeln in Verbindung bringen mit Taten, wie hier beschrieben. Ich habe einen liebenden Gott kennen gelernt, der mich in einem verzweifelten Abschnitt meines Lebens gerettet hat. Ich habe einen lebendigen Gott kennen gelertn, trotz all der Täuschungen, die die Menschen verüben, indem sie die Botschaft und das Wesen Gottes verzerren. Ich möchte auch denen, die verzweifelt sind, Mut zusprechen und ich bete dafür, dass sie getröstet werden können und Gerechtigkeit bekommen und verstehen, was der Sinn des Ganzen ist. Gott hat einen Sinn in alles gelegt und ich hoffe, dass jetzt kein/e Betroffene/r denkt, ich würde sie verspotten, aber es gibt etwas Positives zu lernen, selbst aus dem Schlimmsten, was unsere Welt zu bieten hat. Ich möchte den Betroffenen auch sagen, dass Gott sie sehr liebt und einen wunderbaren Plan für alle Menschen hat. Er kennt jeden Menschen persönlich und liebt ihn/sie so sehr, dass ich heute meinen Lebensmut allein aus dieser Tatsache schöpfe. Lesen Sie doch einmal meine Geschichte auf meiner Homepage (einfach auf den Namen klicken) und lesen Sie über Jesus Christus und den Plan, den Gott für uns Menschen hat. Ich wünsche allen ein gesegnetes neues Jahr 2009!

  3. Maggie schreibt am :

    hallo Sebastian,
    Du scheinst von der Tragweite des sexuellen Missbrauchs nur wenig Ahnung zu haben, sonst könntest Du das was Du schreibst so nicht schreiben…ich selbst bin überzeugter Christ und lebe das auch…aber ich wehre mich gegen fromme Schlagwörter wie Du sie verwendest, „Sinn des Ganzen“ und so weiter…außerdem lohnt es sich nicht Deine Seite anzuschauen….ich bin sauer über das was Du schreibst…du hast echt keine Ahnung…

    Herr Denef, ich finde die Arbeit die sie machen hervorragend. All der Einsatz, die Mühe, vielen Dank, denn sie tun das für uns alle.
    Ich bin der Meinung, wir Betroffenen sollten nicht mehr schweigen und immer darüber reden, wenn sich die Gelegenheit bietet…ich weiß, dass ist schwer, aber ich will das versuchen.
    Ich wünsche allen Betroffenen viel Mut.

    Maggie

  4. Hallo Katharina,

    mir geht es darum zu zeigen, dass Gott überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was Herrn Denef passiert ist. Ich möchte eine Lanze brechen für Gott und nicht für den Priester, der sich an Herrn Denef vergangen hat. Ich möchte den Gott verherrlichen, der mein Leben gerettet hat und kann es nicht ertragen, dass Menschen von ihm ferngehalten werden wegen der Untaten von anderen Menschen, die sich Gott auf die Fahne schreiben. Wenn ich hier missionarische Botschaften lasse, dann nur aus dem Grund, weil es mir in meiner schweren psychischen Erkrankung so geholfen hat und ich hoffe, dass es mehr Menschen erreicht, die davon so profitieren können! Wenn Du meine Botschaften so sehr missverstehst, dann tut es mir leid, aber Du siehst nicht, was ich meine. Priester ist nicht gleich Gott und ich habe höchsten Respekt und höchste Achtung vor dem, was Herr Denef tut und bitte Dich, meine Motive nicht als unlauter zu karikieren, denn das sind sie nicht.

    Grüße, Sebastian

  5. piasurvivor schreibt am :

    Lieber Sebastian,

    das Thema dieser Seiten ist so TODERNST das profilneurotische Streiterein und Rechthaberein hier nichts zu suchen haben. Für Gott muss Niemand eine Lanze brechen!
    DU solltest den hier geschaffenen Raum denen überlassen die ihn benötigen und Dich in ein religiöses Forum begeben. Mit verlaub, JEMAND der glaubt Gott schützen zu müssen, seiner eigen Eitelkeit Willen, sollte sich zuerst einmal in Demut üben, nicht aber selbstgefälligen Predigten als selbsternannter Gottes Anwalt, die heiligen Kriege wurden bereits vor ein paar hundert Jahren beendet. Also das Thema dieser Seiten ist soweit ich das verstanden habe, sexueller Missbrauch. Es geht hier nicht um Dich, es geht hier um eine Petition für Opfer- Menschenopfer. Denen nur sehr schwer zu helfen ist, also komm mir nicht mit deinem persönlichen Weg, jeder Mensch hat seinen eigenen Weg und wenn Du so starke Ambitionen hast, anderenen den richtigen Weg zu zeigen, solltest Du vielleicht zuerst überprüfen, ob Du nicht selbst ein Opfer von sexuellem Missbrauch wurdest. Es ist bezeichnend, dass unter den Opfern die meisten hilflosen Helfer sind, die häufig besser wissen was für andere gut sei, nur für sich selbst keine Linie finden können. Also nochmal auf deutsch, sich an die eigene Nase greifen ist das beste, in den Spiegel sehen.

    Ich suche hier Hoffnung in der Petition und nicht Streit. Nein komm mir nicht Gott, Du hast Ihn nicht für Dich gepachtet und Religion etwas so privates, dass man damit nicht unbedingt hausieren geht.

    piasurvivor

  6. piasurvivor schreibt am :

    Hallo Katharina,

    Du hast meiner Meinung nach Recht. Es geht hier nicht um Aufmerksamkeit und selbstherliche Themen. Es geht hier um uns alle und noch viel wichtiger, um die Petiton die Norbert zu erstreiten versucht, für uns und kommenden Generation.

    piasurvivor

  7. Am ärgsten fällt der Größenwahn
    die kleinen Kreaturen ein.

    Größenwahn (Megalomanie)
    Die betroffene Person hält sich für eine wichtige politische oder religiöse Persönlichkeit, die Reinkarnation großer Persönlichkeiten, für einen Gott oder einen Propheten, obgleich ihre Mitmenschen sie für einen gewöhnlichen Menschen halten. Ähnlich ist z. B. der sogenannte Sendungswahn („ich muss die Menschheit erlösen“).
    Als Sonderform gilt:
    * religiöser Wahn (mit Heilsauftrag)
    * wahnhafte Erhöhung der eigenen Person
    * Heilswahn
    * Weltverbesserungs- bzw. Welterneuerungwahn

    Zu lesen bei:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wahn

    Der Sendungsbewusste hat den Anspruch und das Gefühl der Verpflichtung, das von ihm selbst Erreichte den anderen mitzuteilen. Mit Sendungsbewusstsein ausgestattet glaubt man, eine geschichtliche Aufgabe erfüllen zu müssen, die über den eigenen Umkreis und die Gegenwart hinausgeht. Das auch Messianismus genannte Sendungsbewusstsein hat meist die Erfüllung von politisch-sozialen Hoffnungen, oder eine Missionierung zum Ziel: die Überzeugung anderer Menschen von der Richtigkeit der eigenen Auffassung, aus einer superioren (als überlegen gedachten), nicht infrage gestellten und nicht zur Diskussion zugelassenen Position.

    Zu lesen bei:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sendungsbewu%C3%9Ftsein

    piasurvivor

  8. Hallo Piasurvivor,

    sorry, diese Unterstellungen und Angriffe sind zu heftig. Es geht mir darum, etwas von dem Guten weiterzugeben, was ich erfahren habe. Wer mir anderes unterstellt, sollte sich fragen, was das für einen Sinn macht und ob das so in Ordnung ist, mich hier als wahnhaft und größenwahnsinnig darzustellen. Und dieses Gute, was ich erfahren habe und was mir seelische Heilung gegeben hat, soll gerade nicht privat bleiben, es liegt Heilung und Erlösung in der Botschaft des Evangeliums, Heilung von den Folgen des Missbrauchs und auch von Gewalt und von Depressionen, wie ich es selber erlebt habe. Ich werde mich zu weiteren Angriffen nicht mehr äußern, jeder soll sich selber seine Meinung bilden.

    Sebastian

  9. Mathias schreibt am :

    Hallo

    Ich hoffe, dass noch viel mehr die Petition unterschreiben und vor allem auch dahinter stehen. Das hoff ich vor allem bei den Leuten, denen sie vorgelegt wird, den Budestagsabgeordneten. Es wäre wirklich ein großes und tolles Ergebnis wenn der Petition Taten folgen.

    Hoffe auch darauf, dass diese Sexualisierungen und unterschwelligen Straftaten genauer benannt werden. Ich wird es mir wünschen.

    @sebastian

    Mir fehlen die Worte bei so einer Unverschämtheit und Missbrauch dieser Seite. Glaub es hat sich jeder hier nen Bild von dir gemacht. Find du bist gefährlich.

  10. sabine schreibt am :

    Hallo,
    es ist schön, wenn jemand seinen Weg zur Heilung gefunden hat.
    Trotzdem verbitte ich mir dieses Sendungsbewusstsein, dem jegliche Autonomie, Wahrnehmung des Anderen und Empathie fehlt.
    Ich gehe meinen eigenen Weg !
    Und damit möchte ich nun zu dem eigentlichen Anliegen dieser Seite zurückkehren.
    Ich bin selbst Opfer jahrelangen sexuellen Missbrauchs in der Familie, und habe erst spät darüber sprechen gelernt. Ich danke Norbert Denef für seine Arbeit, die meine volle Unterstützung findet, und allen anderen die das Schweigen gebrochen haben.
    Ich hatte nie die Kraft, damals, als Opfer den Täter zu verklagen.
    Bei dem Missbrauch leiblicher Kinder beträgt die Verjährungsfrist auch nur 5(!) Jahre, was auch bei der ruhenden Verjährung (18. Lebensjahr) ein Witz ist.

    Verjährungsfristen ignorieren komplett die Erkenntnis, dass viele Opfer den Missbrauch in ihrem Bewusstsein zum eigenen Überleben sehr stark verdrängt haben, und diese traumatischen Erlebnisse oft erst viel später zugelassen werden können. Sie ignorieren darüber hinaus die langjährigen, lebenslangen psychsomatischen Folgen, die Zerstörung eines gesunden Ichs.
    Wir Betroffenen benötigen unsere Kraft zunächst für die eigene Heilung und nicht für die Verfolgung des Täters.
    Fernab von themenbezogenen Gruppen und Organisationen wird das im „normalen“ Leben kaum thematisiert, weil wir uns oftmals heute noch schämen Opfer gewesen zu sein, obwohl es so viele Betroffene gibt. Ich finde Maggies Gedanken daher genau richtig, unser Schweigen mehr zu brechen.
    Die Petition findet hoffentlich eine große Unterstützung, und so liegt es auch an uns allen, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren.

    Sabine

  11. Maria schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef,

    ich habe die Fernsehsendungen, in denen Sie dabei waren und sprachen, über youtube gesehen, sehen können, und bin sehr froh, dass ich sie sehen konnte, das klang SEHR an… Und im kommenden Monat tritt für mich nun diese Verjährungsfrist ein, gegen die Sie votieren.
    Als ich Sie über jene Inszenierung dieser Familienfeier sprechen hörte, mußte ich aufgrund verschiedener Parallelen immer wieder an einen bestimmten Film denken, an Thomas Vinterbergs ‚Das Fest‘. Den wollte ich Ihnen gern nennen, vielleicht sehen Sie ihn irgendwann oder Sie kennen ihn sogar schon.
    Es ist sehr bewegend, jemanden ganz Fremden im Fernsehen über diese Erfahrungen sprechen zu sehen/hören und man versteht im Grunde alles: Aufregung, eine Rede die beinahe stürzen kann, eine große Klarheit, eher ein Lachen auf dem Gesicht wenn das doch nicht zum Geschilderten passt. Die Reaktion der Anderen, alles auch erlebt.
    Ich habe mich gefragt, ob Sie mir Literatur empfehlen können? Zum Thema, dass das Gewaltopfer erneut zum Außenseiter gemacht, erneut geopfert, weggeworfen wird, kann man sagen, wenn diese die Botschaft rausbringen und endlich konfrontieren.
    Ich wünsche Ihnen viel Kraft und förderliche Unterstützung Anderer! Ich war sehr froh, dass Sie sagen konnten, dass Frau und Kinder diesen besseren Weg mit Ihnen gehen. Ich denke, es gibt sehr viele Menschen, die dann wirklich allein sind.

    Mit dankbaren Grüßen.
    _____________________________
    Hallo Maria,
    1993 hatte ich meine Schweigemauer im Familienkreis zerbrochen und 1998 kam der Film „Das Fest“ heraus. Zunächst dachte ich, da hat jemand meine Geschichte gestohlen. Ich war nicht dazu in der Lage mir diesen Film anzusehen – 2006 hatte ich die Kraft dazu. Nein, sie hatten meine Geschichte nicht gestohlen, mein „Fest“ war besser „inszeniert“. Der Schluss des Filmes entspricht aus meiner Sicht nicht der Realität, denn ein Opfer hat lebenslänglich und das wurde ausgeblendet.
    Mein Buch „Ich wurde sexuell missbraucht“ schrieb ich nach dem SPIEGEL Artikel 2005, eine Pariser Journalisten drängte mich dazu, zu schildern, was passiert, wenn ein Gewaltopfer das Schweigen bricht, weil sie darüber in der Literatur bisher nichts gefunden hatte. Ich wollte mir die Arbeit des Schreibens ersparen und ging selbst auf die Suche, wurde nicht fündig, so entstand mein Buch.
    Hier auf meiner Homepage gibt es zwischenzeitlich viele Kommentare die meine Geschichte bestätigen, weil sie das gleiche erlebt haben wie ich – die Stimmen der Opfer werden lauter.

    Herzliche Grüße

    Norbert Denef

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