Deutscher Bundestag – Opfer sollen schweigen

29.12.2008

Deutscher Bundestag

Petitionsausschuss
Die Vorsitzende

Herrn                                                    11011 Berlin, 10.12.2008
Norbert Denef                                       Platz der Republik 1
Schlagfeldstr. 8
63303 Dreieich

Pet 4-16-07-40-027211

Sehr geehrter Herr Denef,

der Deutsche Bundestag hat Ihre Petition beraten und am 04.12.2008 beschlossen:

Das Petitionsverfahren abzuschließen.

Er folgt damit der Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses (BT-Drucksache 16/11092), dessen Begründung beigefügt ist.

Mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages ist das Petitionsverfahren beendet.

Mit freundlichen Grüßen

Kersten Naumann

Anlage:        – 1 –

______________________________________________

Die Ablehnung der Petition durch den Deutschen Bundestag verstößt aus meiner Sicht gegen die Menschenrechte, weshalb ich beabsichtige, eine Beschwerde beim Europäischem Gerichtshof für Menschenrechte einzureichen auf der Grundlage des Grundgesetztes für die BRD. An erster Stelle des Grundgesetztes stehen die Grundrechte, von denen Artikel 1, (1) und Artikel 2, (2) für die Petition und die Beschwerde von besonderer Bedeutung sind.

I. Die Grundrechte

Artikel 1
Die Würde des Menschen ist unantastbar
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Artikel 2
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

http://www.bundestag.de/parlament/funktion/gesetze/grundgesetz/gg_01.html

Die hier zitierten Grundrechte schließen nicht aus, dass die Verjährungsfrist für Straftaten in Bezug auf sexualisierte Gewalt aufgehoben werden kann.
Dagegen ist die bestehende Verjährungsfrist angesichts der desolaten und desaströsen Lebenslage der Opfer ein Versagen des Gesetzgebers gegenüber den Grundrechten, sie ist ein gesellschaftlicher Skandal, dem die Gesellschaft durch ihr Aufbegehren entgegenwirken kann. Das Versprechen, das den Menschen durch die Grundrechte gegeben wird, ist eine Aufforderung an den Gesetzgeber, die gegenwärtige Gesetzeslage  zu korrigieren und die Verjährungsfrist bei sexualisierter Gewalt abzuschaffen.

Ich fühle mich verpflichtet an diesem Ziel weiter zu arbeiten, denn es hängt für unzählige Opfer und deren Umfeld alles von der Abschaffung der Verjährungsfrist ab. Deshalb halte ich es auch für sinnvoll, die Sammlung der Unterschriften fortzusetzen, um die Politiker von der Notwendigkeit und Richtigkeit der Aufhebung der Verjährungsfrist im Sinne der Verwirklichung einer menschlichen Gemeinschaft zu überzeugen.

Für die Vorbereitungen meiner Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bedarf es juristischer Unterstützung – dafür benötige ich die notwendigen Fördermittel!

Ich möchte Sie in diesem Zusammenhang um Ihre Vorschläge oder ihre konkrete Beteiligung bitten und ich würde mich freuen, wenn Sie mit mir Kontakt aufnehmen.

Kontaktadresse: norbert [at] denef.com

Freundliche Grüße

Norbert Denef

Nachfolgend die „Begründungen“ des Bundestages, mit Kommentaren von Monika Gerstendörfer (Lobby für Menschenrechte e.V.)

Anl. 1 z. Prot. 16/70

Pet 4-16-07-40-027211                                63303 Dreieich

Bürgerliches Recht

Beschlussempfehlung

Das Petitionsverfahren abzuschließen.

Begründung

Mit der Petition wird die Abschaffung der Verjährungsfrist für sexuelle Gewaltverbrechen im Zivilrecht gefordert.

Der Petent fordert, dass für zivilrechtliche Ansprüche wegen der Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung die Verjährungsfristen aufgehoben werden, d.h. die Ansprüche nicht mehr verjähren können. Die derzeitigen Verjährungsregelungen schützen den Täter und benachteiligen die Opfer, die ihr Schweigen aufgrund der Schwere der erlittenen körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen häufig erst lange Zeit nach der Tat brechen und rechtliche Schritte ergreifen könnten. Der Gesetzgeber mache sich mitschuldig an dem leidvollen Schweigen der Opfer. Er verhindere die Aufarbeitung der Verbrechen. Die derzeitigen Verjährungsregelungen verstießen gegen die Menschenrechte.

Hinsichtlich der weiteren Einzelheiten der Petition wird auf den Akteninhalt Bezug genommen.

Zu der Thematik liegen weitere sachgleiche Petitionen vor, die wegen des Sachzusammenhangs gemeinsam beraten werden.

Der Petitionsausschuss hat zu der Petition eine Stellungnahme des Bundesministeriums der Justiz eingeholt. Unter Einbeziehung der Stellungnahme lässt sich das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung wie folgt zusammenfassen:

Das Opfer sexuellen Missbrauchs hat gegen den Täter Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche nach § 825 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) (Bestimmungen zu sexuellen Handlungen), § 823 Abs. 1. BGB (Schadensersatzpflicht bei Verletzungen des sexuellem Selbstbestimmungsrecht

MG: gleich zu Anfang erkennt man, dass hier eine völlig falsche Sache behandelt wird! Sexualisierte Misshandlungen haben mit einem „sexuellen Selbstbestimmungsrecht“ nichts zu tun. Das ist zynisch. Es handelt sich vielmehr um schwere Verbrechen mit verheerenden Auswirkungen. Niemand würde für Opfer sexualisierter Folter – verbrochen von ausgebildeten Folterern – ein sexuelles  Selbstbestimmungsrecht einfordern. Das wäre offensichtlich infam. Warum also hier? Das Erleben ist für die Opfer gleich… Und warum nur der Begriff der „Verletzung“? Sie begreifen es einfach nicht!)

und § 823 Abs. 2 BGB (Schadensersatzpflicht wegen Verstoßes gegen §§ 174 ff. StGB). Diese Ansprüche verjähren innerhalb der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren (§ 195 BGB). Diese Verjährungsfrist beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste (§ 199 Abs. 1 BGB). In den Fällen sexuellen Missbrauchs werden diese beiden Voraussetzungen im Regelfall unmittelbar mit der Tathandlung erfüllt sein. Sollte dies ausnahmsweise nicht der Fall sein, gilt § 199 Abs. 3 BGB: Ohne Rücksicht auf die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis verjähren die Schadensersatzansprüche in zehn Jahren von ihrer Entstehung an und ohne Rücksicht auf ihre Entstehung und die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis in 30 Jahren von der Begehung der Handlung oder dem sonstigen, den Schaden auslösenden Ereignis an.

MG: an der Sprachführung wird erneut deutlich, wie weit entfernt man von der Lebenswirklichkeit der Opfer sexualisierter Gewalt herumbastelt. Beim Lesen dachte ich unwillkürlich immer an einen Autounfall…

Darüber hinaus findet sich in § 208 BGB eine besondere Hemmungsvorschrift für die Verjährung von Ansprüchen wegen der Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung: Die Verjährung ist bis zur Vollendung des 21. Lebensjahrs des Gläubigers des  Schadensersatzanspruchs gehemmt. Lebt der Gläubiger bei Beginn der Verjährung mit dem Schuldner in häuslicher Gemeinschaft, so ist die Verjährung auch bis zur Beendigung der häuslichen Gemeinschaft gehemmt. Der Zeitraum, während dessen die Verjährung gehemmt ist, wird in die Verjährungsfrist nicht eingerechnet. Dies führt zu einer faktischen Verlängerung der regelmäßigen Dreijahresfrist.

MG: nochmals wird deutlich, wie fatal diese sexualisierende Sprache ist. Memo! Die Reihenfolge ist: aus Sexualisierung folgt Bagatellisierung, aus ihr folgt Entkriminalisierung… Genau das ist hier der Fall! Ich lese nichts von schweren Gewaltverbrechen…

Die Aufnahme sowohl des § 825 BGB als auch des § 208 BGB in das Bürgerliche Gesetzbuch in den letzten Jahren zeigen, nach Ansicht des Petitionsausschusses, dass sich der Gesetzgeber der speziellen
Thematik sexuellen Missbrauchs durchaus bewusst ist und Regelungsbedarf gesehen hat.

MG: Das ist eine glatte Lüge. Im Übrigen wäre Aufklärungsbedarf für die Gesetzgeber/innen ein Bedarf, den die Psychologin hier sieht. Dies dringend!

Die die Verjährungsfrage betreffende Vorschrift des § 208 BGB schützt die Entscheidungsfreiheit des Schadensersatzanspruchgläubigers, der ohne fremde Einflussnahme darüber entscheiden können soll, ob er seinen Anspruch durchsetzt oder nicht. Insbesondere im Fall des Missbrauchs Minderjähriger wurde darüber hinaus die Notwendigkeit erkannt, dem Geschädigten die Möglichkeit emotionaler Verarbeitung zu belassen.

MG: ob man diesen Satz noch kommentieren muss? Es klingt so gnädig borniert und gleichzeitig gnadenlos naiv; als könne man solche Verbrechen eben mal „reparieren“. So nach dem Motto: „Wir, die pflichtbewussten Gesetzgeber,  schenken Euch ein paar Jahre der Verarbeitung, aber dann muss auch gut sein!“ Zudem brauchen erwachsene Opfer nicht weniger Zeit der „emotionalen Verarbeitung“. Diese „Notwendigkeit“ wurde nicht erkannt…Wieso nicht? Was ist mit PTBS usw.?

Aus diesem Grund wurde die Altersgrenze nicht bei Erreichen der Volljährigkeit angesiedelt, sondern auf die Vollendung des 21. Lebensjahrs abgestellt, so dass das volljährig gewordene Opfer eine längere Bedenkzeit hat.

MG: allein das Wort Bedenkzeit spricht Bände!

Die Hemmung in den Fällen einer häuslichen Gemeinschaft zwischen Täter und Opfer trägt der Erkenntnis Rechnung, dass durch die häusliche Gemeinschaft häufig eine Nähebeziehung begründet wird, die die Entschließungsfreiheit des Opfers häufig in vergleichbarer Weise beeinträchtigt, wie die Minderjährigkeit.

Auch lässt sich nach Ansicht des Ausschusses mit Blick auf für vergleichbare Schadensersatzansprüche geltende Verjährungsfristen nicht rechtfertigten, bestimmte Schadensersatzansprüche ganz von der Verjährung auszunehmen oder die Verjährungsfristen für diese Ansprüche zu verlängern. Für Ansprüche wegen der Verletzung anderer absoluter Rechte wie Körper, Gesundheit oder Freiheit, gilt die regelmäßige Verjährungsfrist. Auch bei diesen Ansprüchen gibt es Fallgruppen, bei denen es nicht untypisch ist, dass die Opfer die erlittenen Verletzungen zunächst verschweigen, z.B. bei Kindern und auch Erwachsenen, die ohne sexuellen Bezug

MG: wann begreifen die Verantwortlichen dieser Gesellschaft endlich, dass sexualisierte Gewalt nichts mit Sexualität zu tun hat?

von Familienangehörigen oder anderen Personen, von denen sie abhängig sind, gequält und misshandelt wurden. Die daraus entstandenen Verletzungen können je nach Einzelfall auch ebenso schwer oder schwerer wiegen als in den Fällen sexuellen Missbrauchs. Bei der Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung trägt die besondere Verjährungshemmung für Ansprüche verletzter Minderjähriger einer solchen Situation dieser Geschädigten besonders Rechnung.

MG: was für eine Chaos-Argumentation. Ich habe ja schon viel Unsinn in den letzten 20 Jahren gelesen, aber das ist nicht zu toppen. Jeder einzelne Satz, fast jedes verwendete Wort schreit nach einem Zitat von Schopenhauer: „Um diese geschwätzige Klappermühle in Gang zu halten, wird von den Schreibern ein ganz eigner Kunstgriff angewandt. Ich meine den verschmitzten Kniff, dunkel, d.h. unverständlich zu schreiben; wobei die eigentliche Finesse ist, sein Wortwirrwarr so einzurichten, dass der Leser glauben muss, es liege an ihm, wenn es denselben nicht versteht; während der Schreiber sehr wohl die wahre Ursache weiß. Ja, er scheint dem Leser noch neckend zuzurufen: > Gelt, du kannst nicht raten, was ich mir dabei denke! <“.

Auch bei den Ansprüchen wegen der Bestimmung zu sexuellen Handlungen kann nach Ansicht des Ausschusses nicht auf Verjährungsregelungen verzichtet werden. Verjährungsregelungen sind vielmehr zur Aufrechterhaltung des Rechtsfriedens und der Rechtssicherheit unabdingbar. Der Rechtsverkehr benötigt klare Verhältnisse und soll deshalb vor einer Verdunkelung der Rechtslage bewahrt werden,

MG: So etwas Zynisches habe ich selten gelesen.

wie sie bei später Geltendmachung von Rechtsansprüchen auf Grund längst vergangener Tatsachen

MG: „längst vergangene Tatsachen“? Das ist Tätersprache. Tatsache ist vielmehr, dass Opfer sexualisierter Gewalt lebenslänglich haben! Ob diesen Verantwortlichen für unsere Gesellschaft bekannt ist, dass beispielsweise Vergewaltigungsopfer aus dem II.WK manchesmal erst auf dem Totenbett oder kurz davor reden können? Dass sie dies dann aber wollen!? Genau diesen Anspruch müssen sie haben und bekommen! Das Zauberwort heißt RESPEKT.

zu befürchten wäre.

MG: ich fürchte mich vor solchen Feiglingen, denen der sog. Rechtsfrieden über das Wohl und die Rechte von Gewaltopfern geht.

Auch ist es im Interesse von Rechtssicherheit und Rechtsklarheit zu befürworten, möglichst einheitliche Verjährungsfristen zu schaffen. Deshalb gelten für die Verjährung von Ansprüchen wegen der Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung dieselben Regelungen wie für Schadensersatzansprüche wegen der Verletzung vergleichbarer Rechtsgüter.

MG: wieder diese alles verschleiernde, sexualisierende Sprache…

Der Petitionsausschuss ist der Ansicht, dass die geltenden Verjährungsvorschriften für zivilrechtliche Ansprüche von Opfern sexueller Misshandlungen bereits in ausreichendem Maße den besonderen Schutzbedürfnissen der Opfer Rechnung tragen. Sie geben den Opfern ausreichend Zeit, ihre Schadensersatzansprüche geltend zu machen.

MG: darum geht es doch gar nicht nur! Und außerdem kann dieser Ausschuss überhaupt nicht beurteilen, wie viel Zeit Gewaltüberlebende benötigen. Das ist eine Anmaßung von oben herab – also Täterverhalten – und genau das „kennen“ Opfer sexualisierter Gewalt in- und auswendig.

Er kann deshalb das mit der Petition begehrte Anliegen nicht unterstützen. Er empfiehlt, das Petitionsverfahren abzuschließen.

Schlussbemerkung MG:
Dieses ganze Pamphlet halte ich aus menschenrechtlicher und gesellschaftspolitischer Sicht für einen Skandal par excellence.
Und es ist auch eine Frechheit! Eine Frechheit, weil von uns bezahlte Gesellschaftsverantwortliche auf der Basis völligen Unwissens argumentieren und über das Schicksal von Menschen entscheiden.
Da mir – was eher ungewöhnlich ist – momentan weitere Worte fehlen, möchte ich nochmals Schopenhauer zu Wort kommen lassen:

„Sie haben wohl einen Vorrat an Gedanken aufgespeichert. Aber diese Gedanken sind weder von ihnen selbst, noch vollkommen verstanden und stets flach aufgefasst. Außerdem laufen diese Gedanken Gefahr, in solchen Köpfen sich in bloße Phrasen und Worte zu verflüchtigen. Allenfalls schieben sie mit ihnen hin und her, passen sie wie Dominosteine aneinander und tappen mit diesen erlernten Gedanken und Ansichten wie im Nebel umher.“

Besser wäre es gewesen, wenn unsere Volksvertreter/innen die Worte von Heraklit beherzigt hätten, weil sie sich dann nämlich mit der Problematik hätten auseinandersetzen müssen:

„Nur dann kannst du das Wesen der Dinge verstehen, wenn du ihre Entwicklung und ihren Ursprung kennst.“

In diesem Sinne…
Monika Gerstendörfer (Januar 2009)
www.lobby-fuer-menschenrechte.de
www.gerstendoerfer.de

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Zum Thema Menschrechte hier eine PRESSE MITTEILUNG  von Lobby für Menschenrechte e.V. vom 10. Dezember 2008:

„Tag der Menschenrechte“ Vor der eigenen Haustüre kehren!

Menschenrechtsverletzungen im eigenen Land müssen an diesem Tag genauso laut angeprangert werden wie die in anderen Ländern. Man kann nicht mit dem Finger auf andere zeigen, wenn man nicht „vor der eigenen Haustüre kehrt“.

Wir prangern die sexualisierte Gewalt in diesem Land an!

Hier gilt:

Jedwede Form sexualisierter Gewalt ist ein Verbrechen gegen einen Menschen. Sexualisierte Gewalt ist das Schlimmste, was man einem Menschen antun kann. Dies muss von allen Mitgliedern der Gesellschaft dringend akzeptiert und ernst genommen werden. Denn die Auswirkungen auf die Betroffenen sind dramatisch, oftmals verheerend. Ein Leben lang.

Die Lobby für Menschenrechte e.V. fordert 9 dringend umzusetzende Maßnahmen:

Gut informierte Politiker/innen (Gesetzgebung). Sie sollen auf Anhörungen und Fortbildungsveranstaltungen nicht nur ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen senden, sondern selbst hingehen.

Es kann nicht sein, dass eine Bundesjustizministerin nicht weiß, was PTBS (post-traumatische Belastungsstörungen) sind; und lediglich verspricht, dass man sich demnächst damit beschäftigen wird. Die Basis für eine vernünftige Gesetzgebung und für verantwortungsvolles Handeln ist fundiertes Wissen und nicht eine leise Ahnung von etwas.

Verpflichtende Fortbildung von Richter/innen und Staatsanwält/innen (Rechtsprechung). Richter/innen sind frei (Gewaltenteilung). Frei kann man jedoch nur sein und urteilen, wenn man tief greifende Kenntnisse in einem Problembereich hat.

Es kann nicht sein, dass Opfer eben Glück haben, wenn sie an einen Richter geraten, der sich freiwillig fortbildet – und Pech, wenn dem nicht so ist.

Urteile, in denen Richter/innen die sexualisierte Gewalt gegen Babys und Kleinkinder als „nicht so schlimm“ beurteilen, da sie sich in dem jungen Alter irgendwann ohnehin nicht mehr erinnern würden – und dann den Täter freisprechen, müssen der Vergangenheit angehören. Aus psychologischer Sicht sind das regelrechte Wahnsinnsurteile, geprägt von völliger Ahnungslosigkeit, mit furchtbaren Auswirkungen auf die Betroffenen und die gesamte Gesellschaft.

Fortbildung von Mitarbeiter/innen der Jugendämter. Hier liegt noch Vieles im Argen. So ist die Zahl der Mitarbeiter/innen viel zu gering. Burnouts und keine Zeit für Fortbildungen sind u.a. die Folge. Diese Politik ist verantwortungslos. Jugendamtsmitarbeiter/innen müssen sorgfältiger ausgewählt werden, in genügender Zahl vorhanden sein, Fortbildungen machen dürfen/müssen und in Kontakt mit Strafverfolgungsbehörden, Frauenhäusern, Notrufen, Kinderschutzvereinen und ähnlichen Einrichtungen stehen.

Sicherung der Helfer/innen-Netzwerks. Erfahrene Vereine und Initiativen der letzten Jahrzehnte dürfen nicht länger „zusammengestrichen“ oder komplett abgeschafft werden. Sie waren und sind lebendige, gewachsene Mitglieder einer Struktur, die unendlich viel bewirkt  hat – und dies doch nie honoriert bekamen. Insbesondere NGOs und weitere autonome Projekte (z.B. autonome Frauenhäuser; Frauen- und Kindernotrufe, Männerberatungsstellen) müssen ohne jedwede staatliche Gängelung finanziell endlich abgesichert werden. Genau hier liegt einer der zentralen Punkte für ein vitales und effektives Helfer/innen-Netzwerk.

Anhörungen und Auswahl der Sachverständigen: Bei Anhörungen (Bundes- Landes- und Partei-Ebene) dürfen nicht länger nur die „üblichen Verdächtigen“ als Expert/innen geladen werden. Auch das partei-politische Kalkül hat hier nicht als Kriterium zu gelten. Ebenso nicht ein akademischer Titel. Das Wissen in Theorie und alltäglicher Praxis haben v.a. diejenigen, die seit Jahren an den „grassroots“ und mit realen Opfern oder realen Tätern arbeiten. Dazu gehören auch engagierte und spezialisierte Kriminalbeamte, deren Erfahrungen man dringend ernster nehmen sollte.

„It’s time to speak!“ Aufhebung der Verjährungsfristen im Zivilrecht. Es gibt keine logische Begründung, im Zivilrecht eine Verjährungsfrist aufrechtzuerhalten. Dass Überlebende sexualisierter Gewalt meist erst nach Jahrzehnten reden können oder wollen, ist eine Tatsache. Auch die Frauen, die gegen Ende des II. Weltkrieges vergewaltigt wurden, fangen jetzt erst mit dem Reden an. Nach über 60 Jahren! Manche sogar erst auf dem Sterbebett. Das ist erschütternd und liegt daran, dass Opfer sexualisierter Gewalt kaum Rechte haben/hatten und Scham und Schuld auf sich laden (sollen). So funktionieren dieses gewalttätige System und die dazu kompatible Gesellschaft, und damit muss Schluss sein. „It’s time to speak!“ – aber dazu muss man reden können und dürfen. Alles andere ist immer wieder eine Ohrfeige an die Adresse der Betroffenen.

Die sog. Sammler von Kinderfolterdokumentationen (Kinder“pornografie“) im Internet müssen stärker ins Visier genommen und härter bestraft werden.

Es ist ein Irrglaube, dass solche Täter „nur“ sammeln und weniger harmlos sind. Vielmehr tragen sie in erheblichem Maße dazu bei, den „Markt“ zu fördern. Bei Kinderfolter geht es um viel Geld! Insofern ist auch die OK (organisierte Kriminalität) viel stärker in den Fokus zu rücken.

Vergessen wird zudem, dass solche Pädokriminellen die Bilder und Videos oftmals dazu verwenden, um reale Kinder gefügig zu machen, um sie dann zu misshandeln oder misshandeln zu lassen. Eine Art „brainwash“; verbrochen an der Kleinsten unter uns; Motto: „Sieh mal, im Fernsehen zeigen sie das auch. Es ist also ganz normal.“ Normal ist hier jedoch gar nichts. Das Internet verursacht/e eine raum-zeitliche Verlängerung von Gewalt. Dies mittlerweile seit Jahrzehnten.

Generell muss bei den Maßnahmen zur Prävention zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Präventionsmaßnahmen unterschieden werden.

Dabei sind ALLE – also kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen – erforderlich! Ziel: Nachhaltigkeit schaffen.

Opferschutz muss endlich vor Täterschutz gehen. Denn die Nachhaltigkeit der Auswirkungen sexualisierter Gewalt ist extrem. Für viele Generationen. Die simpel gedachten Ansätze, einige wenige potenziell Pädokriminelle dann eben zu „behandeln“, um damit angeblich grundsätzlich und nachhaltig vorzubeugen, sind gnadenlos naiv. Die Verbrechen zahlloser früherer und gegenwärtiger Täter/innen werden hier ausgeblendet; ebenso wie die Auswirkungen auf frühere und aktuelle Opfer. Die investierten Summen in entsprechende Projekte und die parallel stattfindenden ständigen Kürzungen für Frauenhäuser, Notrufe, Kinderschutzvereine, erfahrene Männerberatungsstellen und und und … stehen in keinem Verhältnis dazu.

Die Lobby für Menschenrechte e.V. fordert mehr Herz und Hirn im Einsatz für die Opfer.

Jetzt!

102 Kommentare

  1. Es tut mir leid, dass das so gekommen ist mit dieser Petition und zeigt mir mal wieder, in was für einem Land ich wirklich lebe: Im Land des Geschwafels und der Verschleierung! Ich habe es richtig satt, dieses Gerede, dieses hochherrschaftliche ins-Volk-schreiben und Reden halten!!!
    Ich habe bereits die Ablehung einer Veröffentlichung von zwei Petitionen kassiert, mit den Begründungen, „man würde auf dem Gebiet schon genug machen“ ( betrifft den Jugendschutz, im besondern den Schutz vor Gewalt-, Sex- und Drogenpropaganda in den Medien ) und „es gibt schon ähnliche Eingaben“ ( die sich von meiner unterschieden haben)Bei der letzten Petition habe ich aber Widerspruch eingelegt. Ich muss aber sagen, dass mein Resumeé von dieser ganzen Sache mit den Petitionen, besonders der hier von Herrn Denef, ist, dass man dieses Mittel der politischen Einflussnahme getrost in die Tonne kloppen kann, denn wenn bei so einer eindeutigen Angelegenheit noch nicht mal im Bundestag debattiert wird, sondern der Ausschuss die Petition abschließt, dann ist das ein Verbrechen am Volk und ich muss diesem Ausschuss bescheinigen, dass er MICH nicht vertritt, was ihm wahrscheinlich herzlich egal sein wird.
    Ich wünsche Ihnen, Herr Denef, alles Gute und dass diese Sache noch weiter Früchte trägt, denn es gibt viele, die wie Sie gelitten haben und denen Ihr Mut selber Mut macht! Alles Gute Ihnen! Sebastian Nobile

  2. Christiane schreibt am :

    Wollen hier Menschen ihre eigenen Verbrechen schützen?
    Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn man liest das in Deutschland angeblich „schon genug getan wird“.
    Wer soll das denn glauben, das ist doch hämisch.
    Jeden Tag und jeden Tag gibt es neue Opfer und jedes ist eins zuviel.
    Verjährung von Gewalt ist ein Freibrief für jeden Täter.
    Deutschland hat eine Tätermentalität, ist das ein Trauerspiel !

    Wir müssen weiterkämpfen
    Christiane

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  4. Man hat doch gesehen, wie das in Belgien gelaufen ist mit dem Dutroux-Fall. Warum sollte es hier in Deutschland anders sein? Dass einige hohe Politiker, Gerichtspräsidenten usw. in solche widerwärtigen Dinge verwickelt sind, dürfte jeder wissen, der journalistisch auf dem laufenden ist, was die Hintergründe von Kinderhandel und -pornografie in Deutschland angeht. Ich kann nur die neueren Bücher des Herrn Jürgen Roth empfehlen ( juergen-roth.com ), vor allem „Ermitteln verboten“ und „Anklage unerwünscht“. Aber ich weiß, dass es noch mehr Berichte gibt, die aus dem Inneren der geheimen Verbindungen berichten, die für dieses Leid der Kinder verantwortlich ist. Hier zeigt sich, was die wahren Gründe dafür sind, warum hier so wenig getan wird! Es steht schon in der Bibel, dass eine Gesellschaft, die das Böse nicht aus ihrer Mitte entfernt, zum scheitern verurteilt ist. Und genauso ist es mit unserem Land, in dem wir VIELE Verbrechen gesellschaftsfähig gemacht haben, sie sind Tradition und wenn sich dann etwa die Elfjährigen ins Koma saufen, wird immer noch nichts Effektives unternommen gegen den Gesellschaftsalkoholismus!!!
    Ich wundere mich auch sehr über die geringe Resonanz dieser Dinge in den Medien: Es wird zwar gegackert und mit den Flügeln geschlagen, aber aufgeklärt wird nur von wenigen Mutigen! Aber Ihr, die Ihr Eure Verbrechen verschleiert und im Verborgenen mordet, Ihr werdet noch Euer blaues Wunder erleben!

  5. Sabina schreibt am :

    Ich bin erschüttert und kann mich den brillanten Kommentaren von Frau Gerstendörfer nur anschließen. Sie entlarvt und dokumentiert den Zynismus und den unfassbaren Verdrängungswillen des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages.
    Was für eine Niederlage für die Opfer, was für ein Triumph für Sexualstraftäter! Was für eine erneute Verhöhnung der Opfer, was für eine Bagatellisierung von schwersten Verbrechen an Körper und Psyche! Die Folgen sexuellen Missbrauchs VERJÄHREN EBEN NICHT, sondern überschatten und zerstören das ganze Leben des Opfers. Sexueller Missbrauch ist anhaltender Seelenmord.
    Die Möglichkeit, die Täter zu jeder Zeit zur Verantwortung zu ziehen, ist doch eine Selbstverständlichkeit und ohnehin das Mindeste, was für die Opfer getan werden muss, aber nicht einmal das wird nun möglich.

    Ich bin eine Betroffene, die auch erst nach Jahrzehnten die als Kind abgespaltenen sexuellen Gewaltverbrechen durch den Vater erinnern und darüber sprechen kann und an PTBS leidet. Pech gehabt: Ein paar Jährchen zu spät gekommen! Mein Peiniger freut sich drüber und dankt grinsend.
    Worum geht es hier? Um Verjährungsregelungen für Sachbeschädigung? Sind sich diese Leute im Ausschuss überhaupt bewusst, worüber sie reden und was sie hier anrichten? Ich fühle mich erneut erniedrigt und verletzt durch diese sog. „Volksvertreter“, die doch nur Tätervertreter sind. Die Begründung ist ebenso fadenscheinig wie zynisch: „Verjährungsregelungen sind vielmehr zur Aufrechterhaltung des Rechtsfriedens und der Rechtssicherheit unabdingbar.“ Als ob Rechtsfrieden und Rechtssicherheit ausgerechnet durch Täterschutz gewährleistet werden könnte!
    „Der Rechtsverkehr benötigt klare Verhältnisse und soll deshalb vor einer Verdunkelung der Rechtslage bewahrt werden“
    Verdunkelt und vermauschelt wird hier kräftig, und zwar auf Täterseite!

    Vieles, was uns heute selbstverständlich erscheint, musste gegen schlimmste Borniertheit in zähen und langen Prozessen erkämpft werden. Und so wird auch eines Tages, wenn endlich verantwortungsbewusste, mutige und empathische Menschen den Deutschen Bundestag erreicht haben, die Verjährungsfrist für sexuelle Gewaltverbrechen im Zivilrecht fallen.
    Wir bleiben dran.

    Sabina

  6. Sylvia schreibt am :

    Als die Schweiz vor ein paar Wochen erst, die Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch aufgehoben hat…dachte ich, oh genial….jetzt tut sich vielleicht bei uns in Deutschland, dem direkten Nachbarn der Schweiz, auch was…..
    Doch in dieser Vorstellung wurde ich bitter enttäuscht! Die Petition zur Aufhebung der Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch wurde vom deutschen Bundestag gekippt….
    Und ich frage mich, warum die Abgeordneten in der Schweiz die Aufhebung der Verjährung bei sexuellem Missbrauch hinbekommen und die Deutschen nicht.
    Ich bin selber Betroffene und arbeite auch therapeutisch…..war auch viel in der Schweiz und habe viele Freunde in der Schweiz…..kenne daher die Mentalität der Schweizer ein wenig….
    Schon länger hatte ich festgestellt, dass die Schweizer in vielen Punkten liberaler und offener sind…..daher hatte es mich auch nicht gewundert, dass sie die Gesetzesänderung hinbekommen…..viele Schweizer zeigen sich verbindlicher….und sind auch bereit tiefer in die Themen, die das Leben mit sich bringt, einzusteigen….
    In Deutschland gibt es diese Menschen auch….das ist keine Frage….aber in der Schweiz, scheint diese Eigenschaft, tiefer in deren Mentalität und in deren Werte und Normensystem verankert….
    Auch scheint die Mehrheit der Schweizer nicht so egozentrisch…..und zeigen auch mehr Bereitschaft sich selber zu reflektieren und sich im Gesamtzusammenhang zu sehen….
    Da ich viel mit Menschen, auch beruflich, zusammen komme und diese in dem therapeutischen geschützten Rahmen intensiv kennen lerne und auch die gesellschaftspolitischen Strukturen näher untersucht habe für mich…..stelle ich fest, dass einige hier in Deutschland lebende sehr egozentrisch sind…..
    Häufig fehlt die Bereitschaft, sich selber zu reflektieren und über den eigenen Horizont zu schauen, um zu sehen, dass in deren Umfeld noch andere Menschen leben…und dass das einzelne Individuum nur ein Teil von der ganzen Gesellschaft ist.
    Erschreckend stelle ich manchmal fest, dass diese Menschen nur sich selber sehen und nur darauf bedacht sind, Vorteile für sich selber raus zu schlagen…da sie nur nach ihrem eigenen Vorteil schauen, verhalten sie sich häufig ziemlich respektlos und schädigend ihren Mitmenschen gegenüber…und sie sehen gar nicht….dass es ihre Situation auch verbessern würde, wenn sie nicht immer nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht wären und sich am allgemeinen Wohl beteiligen würden….denn sie würden ja auch in dieser besseren Umgebung leben und sich in ihr wohler fühlen und müssten nicht so alleine und egoistisch vor sich hin kämpfen.
    Und sobald diese egoistischen Menschen in Berührung kommen, bei sich selbst Eingeständnisse machen zu müssen und bei sich selber hin zu schauen….ist es diesen zu unangenehm und zu anstrengend. Deshalb schießen diese häufig lieber um sich….
    Sie wollen in ihrem bequemen Kaninchenfell sitzen bleiben….und schießen lieber um sich, wenn jemand die Haare des Fells entfernen möchte.
    Und so kommen mir auch die Abgeordneten des deutschen Bundestages vor…..die sich in ihren bequemen Kaninchenfell einbilden, dass doch schon genug für uns Opfer getan wird!
    Und mir kam die Botschaft aus der Ablehnung der Petition so vor, dass wir Opfer die armen Abgeordneten des Bundestages doch bitte nicht weiter belästigen sollen und auch nicht dazu nötigen und missbrauchen, sich mit so schlimmen Themen auseinander setzen zu müssen…..
    Dass scheint vielen Menschen zu viel, Hauptsache ihnen geht es gut….und daher sehen sie es auch als Zumutung sich mit Thematiken der Opfer konfrontiert zu sehen.
    Wenn sie mal über ihr Fell rausschauen würden….und Opfer wirklich zuhören würden….würden sie vielleicht feststellen, dass Opfer zerbrechen, wenn sie nicht sprechen können und permanent nur um Anerkennung kämpfen müssen…..
    Und die Demütigungen von Abweisung, das Juristische Rechtsystem Deutschlands, dass die Täter schützt und nicht die Opfer….und die gesellschaftlich bestehenden Strukturen hinnehmen müssen…..
    Doch Opfer sind häufig, trotz ihrer Folgen des sexuellen Missbrauchs und ihrer Erkrankungen stark genug, um sich Hilfe zu holen und zu kämpfen….und das ist auch gut so!
    Aber die, die in ihrem Kaninchenfell sitzen, sehen gar nicht, was für Kosten dadurch entstehen…..
    Bei ca. 60% der Patienten, die in Psychiatrien behandelt werden, vermutet man als Ursache einen sexuellen Missbrauch!
    Und wenn wir Opfer freier sprechen könnten und nicht nur unentwegt um Anerkennung kämpfen müssten und mehr Gerechtigkeit erfahren würden….würden solche Behandlungskosten drastisch gesenkt!
    Und das wäre ja auch im Sinne deren, die so schön warm in ihrem Kaninchenfell sitzen….denn auch sie zahlen in dieses Solidarsystem des Gesundheitswesen ein…..und wenn sie bereit wären, sich mehr auf die Thematik der Opfer einzulassen….und ihre Rechte anerkennen, wäre unser Leiden geringer……
    Deshalb plädiere ich auch dafür weiter zu kämpfen…..dass wir Opfer irgendwann nicht mehr so um Anerkennung kämpfen müssen, weil vielleicht die kranken Gesellschaftsstrukturen hier bei uns in Deutschland heilen und gesunder werden.
    Deshalb werde ich auch alles in meinen Möglichkeiten stehende tun, um die Petition zur Aufhebung der Verjährungsfrist von sexuellem Missbrauch, weiter zu unterstützen!
    Und alle die dazu in der Lage sind aufrufen auch weiter zu kämpfen und nicht auf zu geben….
    Denn kämpfen ist besser als Leiden!
    In dem Sinne wünsche ich einen guten Rutsch und ein gutes und erfolgreiches frohes Jahr 2009!

  7. Marius Piohsek schreibt am :

    Mein Beitrag ist meine Unterschrift und ich hoffe, dass diese Petition etwas bewirkt !

  8. Anette Hoge schreibt am :

    Das beweist doch mal wieder, dass die Oberen Damen und Herren nicht im Sinne des Volkes arbeiten.
    Täter werden geschützt und Opfer leiden lebenslänglich.
    Ich bin entsetzt und enttäuscht über die Ablehnung und unsere Politiker.

  9. Jürgen Hoffmann schreibt am :

    Wenn ich mir so § 199 Absatz 2 BGB anschaue, verjähren Schadenersatzansprüche wegen Verletzung des Lebens und Verletzung der Gesundheit erst nach 30 Jahren.
    Dass ein sexueller Missbrauch wohl fast immer eine Verletzung der Gesundheit darstellt (auch psychische Verletzungen sind Verletzungen der Gesundheit) wird wohl niemand bestreiten wollen.
    Das heißt, alle diejenigen welche z.B. in Psychatrien behandelt werden mussten oder müssen, sind von der Regelung mit der kurzen Verjährungsfrist doch gar nicht betroffen.

  10. Gregor Bresser schreibt am :

    Interessant ist dann der Vergleich mit der Tatsache, dass man 30 Jahre dafür haftet wenn man sein Auto als Unfallfrei verkauft obwohl es einen Unfall hatte.
    Da frage ich mich nach der Wertigkeit eines Menschen im Vergleich zum Auto.

  11. 30 Jahre Verjährungsfrist sind einfach zu wenig. Mit meinen fast 50 Jahren, habe ich fast 40 Jahre nach dem 1.(?) Missbrauch gebraucht, um überhaupt reden zu können. Die Täter haben es sich in dieser Zeit gut gehen lassen, wogegen ich heute eine winzige Erwerbsunfähigkeitsrente bekomme, von der ich weder leben noch sterben kann. Die Kosten für Medikamente, Fahrten zu den Therapiestunden und die durch die volle Erwerbsunfähigkeit verminderte Rente trage ich allein. Von den Tätern bekomme ich nicht einen Cent. Und das OEG (Opferentschädigungsgestz) erfüllt für mich eher den Straftatsbestand der Folterung als einer Hilfe für die Opfer. Wer „nur“ überfallen wurde, bekommt die volle Hilfe. Aber Missbrauchsopfer? Sie „dürfen“ dann auch noch genau erzählen was ihnen passiert ist. Ich in meinem Fall verzichte lieber auf die paar Kröten, als das alles noch einmal durchzumachen.

  12. Tina M. schreibt am :

    Es ist erschütternd, wie in Deutschland mit Missbrauchsopfern umgegangen wird, mit welcher Infamie den Opfern die (oft) lebenslange Schädigung abgesprochen wird!

    Einem „normalen“ Gewaltopfer, das „nur“ eine KV erlebte oder einen Bandenkrieg zwischen verfeindeten Gangs welcher Genese auch immer, wird die seelische Schädigung anstandslos zuerkannt (von Ausnahmen abgesehen, die zwielichtig genug sind).

    Einem Kriegsopfer, dass „nur“ erlebte, wie das eigene Haus zerschossen wurde, ebenfalls.
    Bitte nicht falsch verstehen- natürlich haben diese Menschen ein Recht auf Betreuung.

    Warum wir nicht?

    Wieviele Jahrzehnte, oder Jahrhunderte wird unser Land noch brauchen, um vom Sachenrecht auf Personenrecht umzusteigen?
    Wir befinden uns juristisch betrachtet immer noch auf dem Level des „Römischen Rechtes“, welches sämtliche Demokratien der Wert längst als überkommen hinter sich gelassen haben. Die erste vor 900 Jahren (GB).

    Wenn ein Opfer in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aussagte, wurde es sofort weiter misshandelt:
    Durch die untersuchenden Mediziner, Justizbehörden, durch das Gericht, durch die Gesellschaft.
    Damals wurden Sexualdelikte noch in der Öffentlichkeit verhandelt.

    Insbesondere, wenn es sich um ein sogenanntes „Gang-Bang“ handelte, was schon damals üblich war:
    Drei sagen aus gegen eine- was hat die Frau zu gewinnen?

    Das Elend, in der Öffentlichkeit bloßgestellt zu werden als jemand, der „darauf steht“ (!!).
    Das zusammengeschlagene Gesicht des Opfers, die Knochenbrüche wurden als „Liebesspiel“ interpretiert- die Frau braucht das…

    Später:
    Von jedem im Bekanntenkreis süffisant auf einen „Dreier“ angesprochen zu werden, bis sich der Bekanntenkreis auflöst und Frau immer wieder allein steht, mit ihrem Zorn, ihrem Haß, ihrer Wut, ihrer Ohnmacht.
    Überall allein gelassen, in der Familie sowieso- nee, das kanns nicht sein.

    Ist es heute so viel anders?
    Ich glaube nicht.
    Daher habe ich unterzeichnet.
    Ich bin ein Opfer.

  13. Tina M. schreibt am :

    Es wird Zeit, dass den Opfern sexuellen Missbrauchs geholfen wird.
    Nicht mit dummen Sprüchen und Psychotherapie, sondern effektiv.
    Viele Opfer werden arbeitsunfähig in relativ jungen Jahren; viele Opfer auf Dauer.
    Dem Umstand kann abgeholfen werden.
    Finanziell.

    Geld ist nicht alles, aber ein Trostpflaster für diejenigen, die sich nicht mehr aus der eigenen Wohnung trauen – es kann auch helfen, das eigene Leben wieder oder erstmalig überhaupt, auch mit ü30, in den Griff zu bekommen.

  14. Oswin Rößler schreibt am :

    Ich habe mal eine Frage zu diesem Thema, vielleicht versteh ich das ganze auch nur falsch, darum stell ich die Frage einfach mal. Es handelt sich hier um den Wunsch einer Änderung für das Zivilrecht. Aber es wird die ganze Zeit von Opfern von Vergewaltigung und Einschüchterung, die zu Störung der Opfer führen, gesprochen. Meiner Auffassung nach befasst sich aber das Zivilrecht nur mit geringen sexuellen Übergriffen. Sobald eine Solche Tat in Richtung Vergewaltigung geht, oder das Opfer vom Übergriff so stark seelisch verletzt wird, dass Folgeschäden entstehen, fällt die Sache doch sowieso ins Strafrecht, wo dann ganz anders mit den Tätern umgegangen wird. Ich bitte um Aufklärung meiner Unwissenheit und möchte keinesfalls die Schwere eines jeden sexuellen Übergriffes leugnen, es geht mir nur um die rechtliche Betrachtungsweise. Danke

  15. Ich bin so entsetzt über die Ablehnung im Bundestag,
    wütend und enttäuscht. Was sind wir für ein Staat, einer
    der die Täter schützt und nicht die Opfer.

  16. Meli schreibt am :

    Mir geht eigentlich die Forderung nicht weit genug. Die Verjährungsfrist für Straftaten wie sexuellen Missbrauch sollten strafrechtlich aufgehoben werden, nicht zivilrechtlich… erst dann kann man z.B. auch OEG-Ansprüche durchsetzen für Fälle, die derzeit als „verjährt“ gelten. Die Antwort auf die Petition zeigt tatsächlich menschenverachtende und zynische Züge, die daher resultieren, dass anscheinend keiner der bei der Abfassung des Textes Beteiligten sich je intensiver mit den Folgen von sexuellem Missbrauch für die Opfer beschäftigt hat. Dass das zulässig ist, dass Menschen über etwas urteilen, von dem sie keine Ahnung haben, das ist wirklich erschreckend!!!

  17. Daniel Hackius schreibt am :

    Also, es ist wie immer in Deutschland, hat man nichts von der Sache, wird sie abgelehnt.
    Sollte diese Beschwerde vor der EU eine Unterschrift brauchen bin ich wieder dabei.

  18. Steffi schreibt am :

    Sehe ich das richtig? Für sexuellen Missbrauch gilt in der Regel eine Verjährungsfrist von 3 Jahren? Ich wusste, dass es wenig ist, aber so wenig…. das ist einfach nur ein Witz!

    Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand von diesen Beratern groß Gedanken darüber gemacht hat wie es den Opfern von sexuellen Missbrauchs ergeht. Immerhin haben die Opfer diese Grausamkeit ein Leben lang mit sich zu tragen. Die meisten von ihnen können fast kein normales Leben mehr führen.

    Ich finde es erschreckend, dass der seelische Zustand eines Menschen so wenig zählt. Wobei gerade die Seele des Menschen ihn zu dem macht was er ist. Armes Deutschland…

  19. Melanie Korth schreibt am :

    Solange die Täter wissen, dass die Bestrafung gering ausfällt und solche Verbrechen auch noch verjähren, werden sie munter so weiter machen wie bisher.
    Da bleibt mir einfach nur die Spucke weg!!!
    In Deutschland werden die Täter doch besser unterstützt und geschützt, als die armen OPFER! *Grass*

  20. Maike schreibt am :

    Ich bin selber eine Überlebende. Ich konnte mit 42 Jahren zum ersten Mal in meinen Leben wirklich darüber reden, was mir in meiner Kindheit und Jugend widerfahren ist.
    Nun ja, mein erster Peiniger (sprich mein Erzeuger) ist bereits gestorben. Ich denke, ich hätte sehr wahrscheinlich auch nie anfangen können zu reden, so lange er noch am leben war…
    Im Alter von 12 bis 14 bin ich von einen Schulkameraden und seinen Freunden immer wieder misshandelt und missbraucht worden. Ich kann, ganz ehrlich gesagt, heute nicht sagen ob ich je den Mut aufbringen würde, ihn und seine Freunde dafür anzuzeigen und vor das Gericht zu bringen. Aber ich fände es, für mich ganz persönlich, ganz einfach beruhigend zu wissen, dass ich es könnte wenn ich wollte.

    Mir kommt es oft so vor, wenn ich über mein Erlebtes rede, dass viele Menschen nicht wirklich wissen was es heißt eine Überlebende zu sein und am liebsten erst gar nicht mit den Thema auseinander setzen möchten. Und auch eine Reaktion wie: „Stell dich doch nicht so an. Du hast es doch schließlich überlebt.“ ist mir nicht fremd.
    Es scheint mir so, dass die Damen und Herrn vom Deutschen Bundestag genau so denken.
    All diesen Menschen möchte ich mal den Text von „Kindesmissbrauch – Du glaubst, Du bist nicht betroffen?“ unter: http://www.aktiv-gegen-sexuelle-gewalt.de/texte/betroffen.htm ans Herz legen.

  21. Bianka schreibt am :

    Die Ablehnung der Petition ist ein Hohn und für alle Betroffenen ein sprichwörtlicher „Schlag ins Gesicht“!
    Ich weiss selber, aus Erfahrung, wieviele Jahre es oft dauert, bis das Schweigen gebrochen wird. Scham und Angst hindern viele Opfer, über Jahre hinweg, den einzig richtigen Schritt zu tun, nämlich ihre Peiniger an zu zeigen. Was dann in den folgenden Verhören und Verhandlungen folgt, gleicht oftmals einem weiteren seelischen Missbrauch. Sich rechtfertigen zu müssen, zu falscher Zeit am falschen Ort gewesen zu sein oder das „Pech“ gehabt zu haben in der falschen Familie geboren zu sein, dass ist alles schon schlimm genug. Aber kann man denn nicht wenigstens den Opfern das Recht auf Selbstbestimmung lassen? Nämlich selbst zu bestimmen, wann sie ihr Schweigen brechen!

    Meine Unterschrift ist meine Stimme!
    Viel Erfolg wünsche ich!

  22. Heike Gers schreibt am :

    Für mich unbegreiflich, hat unser Staat kein Intresse an seinen Opfern?
    In unseren Forum „Der lange Weg ins Licht“ sind so viele Betroffene Frauen und Männer, sie brauchen Hilfe und der Staat hat nichts besseres zu tun, als seine Opfer Mundtot zu machen?
    Trauriges Deutschland !!!!

  23. Sheyla schreibt am :

    Ich habe grade die Begründung zur Ablehnung gelesen. Habe zu so viel Ignoranz keine Worte! In den letzten 10 Jahren meines Heilungverlaufes bin ich an so manchem verzweifelt. Doch nun denke ich nur „ARME FEIGLINGE“. Sie verstecken sich hinter irgendwelchen Paragraphen und sind nicht in der Lage sich in einen Menschen reinzuversetzen, der solch eine Narbe auf der Seele hat.
    Sie können einem nur leid tun. Und für uns ALLE HEISST ES JETZT ERST RECHT.
    WIR WERDEN UNS DEN Mund nicht verbieten lassen, schon gar nicht von irgendwelchen PARAGRAPHEN REITERN.
    LASST UNS ZUSAMMEN SCHLIEßEN UND DEN MENSCHEN DA DRAUSEN KLAR MACHEN – JEDER DER SCHWEIGT UND WEGSCHAUT MACHT SICH MITSCHULDIG.

  24. Ich habe GEWUSST, dass Sie NICHT aufgeben!!! Ich danke Ihnen, Herr Denef!!!

    Grüße, ganz tief aus meinem Herzen!
    Claudia

  25. Tanja Mehr schreibt am :

    Ich finde es einfach nur schade, alle schauen auf das Ausland, dass dort die Menschenrechte gewahrt werden (Beispiel Irak, Afghanistan, Afrika usw.), diese Länder gehen uns überhaupt nichts an, die meißten dort wollen gar keine Hilfe und die politischen Staaten zwingen sich regelrecht auf (wenn es sein muß sogar mit Krieg) „zum wohle der Bevölkerung“!!!
    Während vor der eigenen Haustüre nur Ignoranz herrscht!!!

  26. Tatjana Kroes schreibt am :

    Das ist jawohl eine Frechheit, was die da als Begründung angeführt haben. Ich werde Dich auch weiterhin unterstützen!

  27. Carmen Schremmer schreibt am :

    Ich bin entsetzt darüber, dass der Staat außer Psychotherapie und finazielle Unterstützung nichts für die Opfer tun will, sondern eher die Täter unterstützt.
    Sollte meine Unterschrift nochmals vor für den Europäischen Gerichtshof nötig sein, bin ich dabei.

  28. Christine schreibt am :

    vielleicht würde manchen „da oben“ der Nachschub ausgehen, wenn dergleichen Verbrechen künftig stärker geahndet werden könnten … Die wissen das zu verhindern. DIS-Leute sind sehr praktisch für Täter, da erstgenannte ja quasi wie von selber wieder „gesunden“ …! Von wegen. Aber ich habe wohl keine Chance.

  29. Rainer schreibt am :

    es passiert erst etwas wenn sowas in den Reihen der Politiker passiert!

  30. Guten Tag,

    es ist ein Skandal.
    Ich weiss, dass weiterkämpfen sich lohnt. Das Aufwachen allerdings muss bei den Politikern geschehen, denn mit Brillen die verschleiert sind, sieht man schlecht. In allen Bereichen muss es zu erheblichen Veränderungen kommen.
    Wo leben wir, in was für einem Jahrhundert?
    Ich dachte in der Postmodernen?
    Dieses Land lebt jedoch, was dieses Thema betrifft, in der Steinzeit.
    Neue Politiker braucht das Land….

    Alles Gute und viel Erfolg

    Christina Rößler

    Eine kämpfende Überlebende (die versucht zu leben)

  31. Monika Bier schreibt am :

    Ich bin selbst Überlebende und habe soeben die Petition unterschrieben. Vor ca. 3 Monaten habe ich zufällig erfahren, dass das, was ich seit einem Jahr vermutete und weswegen ich von meiner Ursprungsfamilie ausgeschlossen wurde, doch wahr ist: Meine Jüngste Schwester ist meine Tochter. Wir wurden beide voneinander isoliert, so dass ich keinen Kontakt zu ihr kriege, damit sie es nie erfährt. Es scheint so, als ob sich alle gegen mich verschworen haben. Auch glaube ich, dass solche Opferhilfsorganisationen, wie Missmut.eV /Stendal/Altm., nur dazu da sind, Betroffene zu beruhigen, um alles unterm Deckel, unter Kontrolle zu halten. Ich bin 56 Jahre alt, meine Tochter ist 45. Ich möchte einen Bluttest machen, damit meine Kinder nicht noch mehr Anfeindungen ausgesetzt sind, weil man mich für verrückt erklärt, weil ja alles Spinnerei sein soll, denn das so genannte Ansehen der Familie steht auf dem Spiel. Ich brauche momentan auch dringend Hilfe und Unterstützung, deshalb möchte ich Ihre Petition unterschreiben, weil m.E. nur Solidarität, Zusammenschluss der Betroffenen und vor allem mediale Öffentlichkeitsarbeit etwas nützen.

    Monika Bier, Diplomlehrerin- eine Einzelkämpferin auf der Suche nach Verbündeten

  32. Maxi schreibt am :

    Ich kann nicht verstehen, wie stur man sein kann, bzw. wie die Leute die etwas ändern KÖNNTEN, etwas ablehnen nur weil es vielleicht einerseits Arbeit wäre und andererseits ein Thema ist was man gern unter den Teppich kehrt.
    Ich kenne viel zu viele Opfer die jetzt dasitzen, jetzt gern Anzeige erstatten würden, aber WIE? Die Verjährungsfrist war schon vor einigen Jahren. Jetzt quälen sie sich mit der Schuld herum, dass der Täter nie bestraft wird und dass sie ihr „Mund nicht eher auf gemacht“ haben.

    Es ist Zeit, dass man allen die Augen öffnet!

    Am Ende noch eine „Frage“, bzw. ein Gedankenspiel von mir;
    Diese Petition und alles was dran hängt kennen nur die, die Internet haben und den Link bekommen haben. Was ist mit den Menschen ohne Internet oder denen, die den Link nicht kennen? Was wäre mit einem Zeitungsartikel? Zeitung liest eigentlich jeder, vielleicht würden dadurch mehr Leute aufstehen und sich mit einsetzen.

    Liebe Grüße

    Maxi
    ______________________

    Hallo Maxi,

    seit dem ich die Petition eingereicht habe, versuche ich die Medien dazu zu bewegen darüber zu berichten, bisher vergebens – auch da dürfen wir nicht aufgeben.

    Freundliche Grüße

    Norbert Denef

  33. Maria schreibt am :

    Hallo
    meine Tochter ist 2002 Opfer einer sexuellen Gewalttat geworden. Bis heute ist nicht geklärt ob sie nach dem Opferentschädigungsgesetz finanzielle Unterstützung bekommt. Erschwerend kommt hinzu, dass sie gegen ihren Willen gesetzlich Betreut wird und der gezliche Betreuer wollte, als ablehnender Bescheid kam, die Angelegenheit auf sich beruhen lassen. Ich habe dann einen Anwalt eingeschaltet und der weiße Ring zahlt die Kosten. Leider läuft dieses Verfahren nun schon wieder fast 2 Jahre. Es darf keine Verjährungsfrist geben. Es müßte mehr über die Medien berichtet werden.
    Gruß M. Kalberlah

  34. Peggy Jansen schreibt am :

    Man liest überall so viel, der Staat wäre kinderfreundlich, handle zum Wohl und Schutz der Bürger!
    Nun, mein Leben klingt wie ein Krimi. Ich selber war mein Leben lang immer wieder Opfer sexueller Gewalt. Ob es von der eignen Mutter, Stiefvätern, oder selbst der eigne Bruder war… jeder wusste es, niemand machte groß was. Da ich ein typisches Heimkind war, schaute man lieber einfach drüber hinweg!!!
    Nun wurden selbst meine Kinder von diesem Bruder Opfer, der sich stets Zugriff suchte. Es ist für eine Selbstbetroffene die Hölle, das erleben und durchleben zu müssen!!
    Aber die Justiz stellt dich als psychisch krank hin. Bestraft dich lieber und lässt den Täter laufen. Keine U-Haft, keine Haftstrafe, und nach Wiederholungstat Freispruch im Zweifel für den Angeklagten.
    Keine Hilfe seitens des Staats. Wir fühlen uns nun als Täter behandelt… mein Sohn ist nun fast 13; er sprach selbst vor Gericht drüber und trotz Gutachten, entließ man meinen Bruder per roten Teppich!!!
    Hast du nix in diesem Statt, bist du auch nix! Außer vegetierende Opfer, die schwere psychische Krankheiten und ich Krebskrank, psychosomatischem Ursprungs wurden.
    Nicht mal finanzielle Entlastung; trotz Anträge, Rehaantrag etc. warten wir anscheinend noch Jahre, bis der Staat aus dem Pott kommt! Wie es uns als Opfer geht, interessiert keinen. Es sollten dort oben Opfer sitzen, so wären solche Belastungen und Wartezeiten nicht so!
    Unser Fall ging in Leipzig Ende Mai 2008 durch die Presse; aber lieber Steuergelder sparen und solche freilassen, damit Fälle wie Michelle etc dann um die Welt getragen werden muss… armes Deutschland…zum Wohl der Kinder!!!!!!!!

  35. Peggy Jansen schreibt am :

    Ich möchte noch hinzufügen, dass es stets heißt, Täter hätten eine scheiß Kindheit gehabt… ich bin aus einer kinderreichen Familie. Wir hatten es nicht leicht! Aber dieser Bruder war nie Opfer gewesen!!! Sein Erzeuger aber selber Täter!!!
    Und ich war X mal Opfer. Werde deshalb doch aber nicht zum Täter!!!
    Man steckt solche zu Therapien!
    Fragt mal jemand nach, ob es uns hilft zu vergessen oder ungeschehen zu bekommen, wenn wir zur Therapie rennen???
    Man vergisst es niemals. Es verheilt niemals!! Nur Opfer wissen dies!

  36. Unglaublich das die Petition abgelehnt wurde.
    Ich bin entsetzt, aber aufgeben kommt nicht in frage!
    Wir werden weiter Kämpfen!

    Liebe Grüße Tobias Goltz von ESH

  37. Claudia Eisenrauch-Hammel schreibt am :

    Ich kann es nicht fassen!
    Ich bin schockiert über diese Entscheidung!
    Fragt jemand die Opfer wie es Ihnen geht? Sie sind Ihr lebenlang gezeichnet und werden nie vergessen.
    Kinder werden immerwieder konfrontiert mit Ihrem Täter. Dadurch findet immer wieder eine Retraumatisierung statt.
    Es interessiert niemand, was ein kleines Kind zu sagen hat, es interessiert nur die Rechte des Täters. Das er wenn der der Vater ist, das Recht hat die Kinder zu sehen.
    Damit man sich als Jugendamt nicht damit auseinandersetzen muss, glaubt man dem Vater auch noch wenn er sagt das die Mutter es den Kindern einreden und einsuggerieren würde.
    Es ist traurig das die Opfer so wenig Rechte haben und Ihnen nicht geglaubt wird!

  38. … ich bin völlig fassungslos und mir ist schlecht …

    Sitze aktuell mal wieder (seit 9 Wochen) in einer Trauma-Klinik, um an meiner Thematik zu arbeiten.

    Diese Ablehnung ist ein Faustschlag für alle Betroffenen!

    Wen schützen die da eigentlich? Wahrscheinlich haben sie selber Schiss wegen irgendwelcher selbst begangener Delikte …

    Traurige Grüße, A.

  39. Wenn wir auch nur wenig tun können, so sollten wir dennoch das tun, was uns möglich ist:

    JEDER von uns kann, wenn auch „nur“ einen kleinen Teil, dazu beitragen, Herrn Denef im Kampf GEGEN KindesMISSbrauch zu unterstützen!!! Ein Beispiel findet Ihr hier:

    http://augenblicke2009.over-blog.com/article-27431536.html

    Sollte jemand noch weitere Ideen haben, so wäre ich dankbar, wenn er mir diese mitteilen könnte!!!

    Lieben Gruß
    Claudia

  40. Ulla schreibt am :

    Hallo !
    Mir gruselt, wenn ich an die Dunkelziffer denke und daran denke, dass der Grund der Ablehnung etwas mit der Dunkelziffer zu tun haben könnte !!!
    Wie kann man all diese Menschen, denen man im Alltag nichts anmerkt, nur von diesen erbärmlichen Tagen abhalten ???
    Danke !!! – den Menschen, die dagegen etwas tun !!!
    Gruß
    Ulla

  41. Jacqueline schreibt am :

    Ich schäme mich für unser menschenfeindliches Land.
    Wenn man Täter wird, wird man besser behandelt und hat mehr Möglichkeiten Hilfe zu bekommen, als wir Überlebende. Das spricht doch für sich.
    Man sieht immer wieder was für „Menschen“ im Bundestag sitzen. Einfach unmenschlich.

  42. ANGELIKA schreibt am :

    Ich finde man sollte wirklich was unternehmen, man ist aber irgendwie völlig hilflos weil niemand von der Öffentlichkeit sich davon annimmt. Ich selbst bin Mutter eines missbrauchten Kindes, damals 6 Jahre alt. Jetzt Ende 2008 ist das Verfahren eingestellt. Der TÄTER noch völlig unbestraft. Man teilte mir dann mit, die Einstellung des Verfahrens ist ja kein Freispruch. Die Gutachterin für das Familiengericht hat eindeutig einen mehrfachen sexuellen Missbrauch raus gefunden. Die Gutachterin im Strafverfaren, was ca. 2 Jahre später stattgefunden hat, hat völlig unkompetent das Kind befragt. Wie z.B HAST DU MAL GESAGT LASS DAS ODER ICH WILL DAS NICHT; “ ODER HAST DU EINFACH MITGEMACHT?“ ist das nicht völlig frech, einem 8 Jahre altem Kind so etwas zu fragen? Ihr wurden bei der Begutachtung die Antworten in den Mund gelegt. Und was macht unsere JUSTIZ? WEGSCHAUEN; VERFAHREN EINSTELLEN; ich frage mich wirklich, haben die auch etwa ein Geheimnis mit sich zu tragen, keine Lust oder liegt es am finanziellen, da über Kosten gestritten wurde? Der Gutachterin sollte die Arbeit mit Kindern entzogen werden. Hat noch jemand so schlechte Erfahrungen gemacht ?
    Lieben Gruss Angelika

  43. broken_heart schreibt am :

    Tritt ins Gesicht ,

    mir fehlen die Worte, wieso schreiben sie uns nicht gleich auf die Stirn *selber schuld*.
    Ich bin selbst ein jahrelanges Opfer von Missbrauch, ich verstehe es einfach nicht.
    Aber auch ich werde nicht aufgeben, denn wenn ich aufgebe, haben andere Opfer keine Chance auf Gerechtigkeit, andere Opfer sollen ermutigt werden es raus zu schreien, und wenn sie keine Stimme haben, dann sind wir die Stimme der Opfer.

    **MUT ZUR WAHRHEIT**

    Hört in Euch hinein, ihr Politiker, seit ihr euch im klaren was diese Ablehnung anrichtet?
    Ich hoffe ihr könnt noch ruhigen Gewissens Menschen in die Augen sehen, und ihr schlaft Nachts gut !!!!

  44. Mardas schreibt am :

    Diese Petitionsabsage reicht meiner Meinung nach aus, dass diese Art der Gesetzabstimmung längst nicht mehr genügend ist. Frau Gerstendörfer kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Herren Gesetzgeber sich nicht wirklich mit sexuellem Missbrauch beschäftigt haben und es letztendlich als gewöhnliche „Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung“ abtun. Aber das kann in so einem Staat nicht genug sein, es ist schließlich zu erwarten, dass Missbrauchsopfer keine Abgeordnete werden, sodass es doch wirklich unmöglich ist, sie dann als Repräsentanten zu bezeichnen. Da ist die Grenze des Möglichen, die Grenze des Menschen erreicht. Deswegen, um eben solche Verletzungen der Menschenrechte besser aus der Welt schaffen zu können, kann ich die Schweiz als Vorbild anführen, die eben ein direkteres, in meinen Augen auch gerechteres Wahlrecht haben und so dieses Thema zu einem vernünftigen Gesetz gemacht haben. Vielleicht würde man repräsentativer in solchen wichtigen Entscheidungen beurteilen können, wenn die Bürger selbst darüber entscheiden könnten.
    Auch wenn ich glücklicherweise kein Missbrauchsopfer bin, kenne ich eben diese und werde die Klage vor den Internationalen Gerichtshof unterstützen.
    Schließlich reicht das nicht, wenn wir sexuelle Gewalt in anderen Ländern anprangern und es selbst nicht besser tun.

    Gruß
    Mardas

  45. Pia Survivor schreibt am :

    Hiermit zeige ich an, eine Straftat gegen die Sittlichkeit, nämlich:
    Die von dem unten genannten Küster begangene Straftaten mit zwei noch nicht 18 jährigen minderjährigen Menschen in den Jahren 1963 bis 1970 im Ort 5420 Friedrichssegen jetzt 56112 Lahnstein. In der dortigen katholischen Kirche der Schule und deren Räumen. Vor und nach dem Kommunionsunterricht und den Übungen zur Fronleichnamsprozession, welche zum Teil von Ihm angekündigt wurden ( wobei der damals zuständige Geistliche möglicherweise keine Kenntnis hatte von dem sogenannten Unterricht). Wobei der Täter und Küster sich teilweise erdreistete, nackt Messgewänder zu tragen und uns Kindern die Beichte ab zu nehmen, mit der immer wieder nicht enden wollenden Frage nach Schamhaftigkeit und was Mama und Papa des nachts im Bett im Schlafzimmer treiben? Ich werfe dem damaligen Küster vor, mehrfache Oral- und Analvergewaltigungen, Folter mit Strom unter Anbringung von Metallklammern an Weich- und Geschlechtsteilen. Mehrfache Wiederholung der Taten über mehrere Jahre – Androhung von Folter und Todesdrohung, wenn wir darüber jemals mit jemandem sprechen sollten, besonders in der Beichte.

    Alle diese Taten wurden an mir, Pia Survivor und meinem 2 Jahre jüngeren Bruder von dem oben genannten Küster mehrfach verübt. Wobei ich mich bereits vor 16 Jahren an diese Übergriffe und Traumata zu erinnern begann. Mein Bruder zog den Freitod einer Therapie vor, nachdem er begonnen hatte sich zu erinnern. Der Tod meines Bruders jährt sich am nächsten Sonntag nun zum zweiten mal und darf nicht ungesühnt bleiben. Meine Anzeige in der Sache liegt der Kripo und dem Staatsanwalt vor.

    Gott ist mein Zeuge.

    Nun mein Wunsch an die katholische Kirche. Ich möchte, dass der Täter mit seinen Taten konfrontiert wird.

    Ich suche nach weiteren Opfern aus den Jahrgängen 1965 bis 1969 der Grundschule Friedrichssegen, die bereit sind zu sprechen.

    Ich bete für den Erfolg der Petition 4-16-07-40-027211

    Pia Survivor

  46. Kay-Thorsten Flottemesch schreibt am :

    Ich finde es eine Frechheit, dass über so etwas überhaupt erst beraten werden muss. Ich habe des öfters mit Missbrauchsopfern zu tun und finde es eine Schweinerei, was diese alles erdulden müssen und die Täter ungestraft davon kommen.

    LG

    Kay

  47. Opfer schreibt am :

    Ich erlebe seit Jahren am eigenen Leib, dass die Grundrechte für Opfer nicht gelten. Meine Vergewaltiger versuchen momentan mich in der geschlossenen Psychiatrie verschwinden zu lassen, da ich die Vergewaltigungen nicht beweisen kann und mir die Täter nun eine „Psychose“ angehängt haben. Der Psychiater hat das in einem Gutachten Tätergerecht aufbereitet und ich soll weggesperrt werden.
    GRUNDRECHTE? Lachhaft!

  48. Roswitha schreibt am :

    Es ist schrecklich. Ich denke an die vielen Kindern die leider nicht zu selten die Drohung bekommen das man es noch mal macht sollten sie etwas sagen. Ich bin selber Mutter und habe Angst um meine beiden. Es ist einfach nicht zu fassen.

    LG Roswitha

  49. Kristin schreibt am :

    Die Entscheidung gegen die Petition verhöhnt alle Opfer sexueller Gewalt. Die Politiker sollten sich im Klaren sein, dass das Folgen haben wird. Wir lassen uns nicht so einfach abwatschen. Es wird weiter gekämpft!
    Die Idee, an die Medien zu gehen find ich gut. Heutzutage kann doch jeder Depp ins Fernsehen. Wir sollten es echt mal bei Formaten wie „Akte 09“, „Unter Uns“ (Talk), „Ein Fall für Escher“, „sternTV“,… usw. versuchen. Wenn die sich auch nicht dafür interessieren, gehen wir auf die Barrikaden! Dann wird lautstark demonstriert!

    P.S.: Das mit der Verjährungsfrist hab ich noch nich so ganz verstanden. Es wird mal von 3 Jahren, mal von 10 Jahren gesprochen. Beides ist natürlich zu wenig. Aber an sich beginnt die Verjährung erst mit dem 21. Lebensjahr des Opfers?

  50. Victoria schreibt am :

    ich finde das eine Frechheit, dass immer nur die Täter beschützt werden! Was ist mit den Opfern? um die wird sich kaum bis gar nciht gekümmert. Wir leben wirklich in einer traurigen Gesellschaft wo Unrecht siegt und Recht untergeht.

  51. mir ist schlecht…das ist wie ein Schlag ins Gesicht, die haben wohl noch nie etwas von Verdrängung und ähnlichem gehört…

    man wo leben wir?

  52. Jennifer Boltze schreibt am :

    Wenn schon hier, bei diesem eindeutigen Sachverhalt, der Vergewaltigung, so sehr auf Menschenrechte „geschissen“ wird, ist es nicht verwunderlich, dass diese in Beziehungen zwischen Staaten und Unternehmen eine marginale Rolle spielen und das Geld und Macht immer das wichtigere von beiden ist. Ein Staat, der auf solcher Gewalt aufbaut, wird immer den Vergewaltigern näher stehen als den Vergewaltigten.

    Auf zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte! Daraus sollte sich doch eine breite, öffentlichkeitswirksame Kampagne machen lassen (in Kooperation mit anderen NGOs wie terre de femme, AI).
    😉

  53. Doris Schmittlein schreibt am :

    In unserem Staat, werden Steuerhinterzieher härter bestraft, als solche Subjekte die Kindern soetwas antun! Warum eine Verjährungsfrist??? Wäre so manch ein Politiker selbst betroffen, was meinen Sie wie schnell, das Gesetz geändert würde! Ich bin total traurig und wütend!

  54. Rike schreibt am :

    Mich packt die Wut wenn ich diese Ungerechtigkeit sehe. Die haben keine Ahnung die Dummschwetzer dort oben. Ich habe den Eindruck, dass die sich hinter dem ganzen vor der Realität verstecken!!

  55. Benjamin Berndt schreibt am :

    Ein Mensch hat auch eine Seele und Seelenschmerz ist schlimmer als körperlicher Schmerz.

    Körperlicher Schmerz heilt irgendwann, seelicher Schmerz heilt vielleicht nie.

  56. Jenny schreibt am :

    Ich finde es einfach nur grausam!!!!

  57. susi schreibt am :

    guten Abend,
    ich wurde von meinem drogenabhängigen Stiefvater missbbraucht, der selbst gewalterfahrungen in der Kindheit sammelte. Meine Mutter hat mich für ihren Drogenkonsum verkauft und die Folge war, dass ich vor Gericht alles in kleinsten Details erzählen musste. Die beiden mussten nur sagen, sie konnten nicht anders und bekamen eine stationäre Therapie, keine Verurteilung – meine Therapien und Kuren werden von der gesetzlichen Krankenkasse und LVA abgelehnt… zum Glück habe ich schon die hälfte meiner Strafe/Folge hinter mir, lebenslänglich und nirgends sicher verwahrt… das einzige was ich getan habe war, zur Welt zu kommen und als ich laufen konnte, nicht weg zu laufen.

  58. Dirk schreibt am :

    In der ganzen Kommunikation um diese Petition wird mir eins deutlich: Hier argumentieren Betroffene gegen Juristen und Politiker. Wenn in dieser Sache was erreicht werden soll, dann müssen Profi’s ran, die ohne Emotionen einen juristisch und politisch gangbaren Weg finden.

    Herr Norbert Denef, mal ehrlich: „Sachlich“ gesehen gehören Ihre Kommentare zur Ablehnung der Petition in den Bereich Polemik. Verstehen Sie mich nicht falsch, in der Sache stehen wir auf der gleichen Seite. Ich sehe sehr wohl gute Argumente in der Begründung des Bundestages. Ein Jurist, der sachlich entscheiden muss, kann sehr wohl auf Ihrer Seite stehen und Ihren Standpunkt dennoch ablehnen.

    Aus juristischer Sicht gesehen wird eine Petition einer GRUNDLEGENDEN Gesetzesänderung gestellt. De-Facto gibt es für alle Verbrechen außer den Kapitalverbrechen Verjährungsfristen. Da gelten an eine Petition höhere Anforderungen – und das ist richtig so.

    Ich sehe die große Gefahr, dass eine ganze Reihe Juristen die Argumentationskette hier ablehnen werden – sogar eher noch auf europäischer Ebene. Es soll sich keiner täuschen: Auch hier wird JURISTISCH entschieden, nicht emotional.

    Ähm, ok, meistens…

    Was wäre, Vergewaltigungen als Kapitalverbrechen anerkennen zu lassen – 30 statt 3 Jahre Verjährungsfrist (ohne Einschränkungen) und vielleicht sogar automatische Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft. Das wäre doch schon was…

  59. Jan Lütje schreibt am :

    Es ist wirklich unglaublich!!!
    Wie sieht es denn aus, wenn man mit dem Ergebnis dieser Eingabe an Zeitungen geht und versucht es auf diesem Wege öffentlich zu machen.
    Das wäre für die Zeitungen bestimmt ein heißer Aufmacher und für die Sache an sich förderlich!!!
    Gruß
    Jan
    ______________________
    Hallo Jan,
    über die Schäden der Opfer, die sexuelle Gewalt erlebt haben, wird nur sehr wenig berichtet, in der Regel geht es immer nur um die Täter – die Berichte der Opfer machen Angst, sie will man nicht wahrhaben.
    Es ist sehr schwer, die Medien dazu zu bewegen, darüber zu berichten.
    Vielleicht starten Sie mal einen Versuch, auf die Petition aufmerksam zu machen, dann werden Sie es selbst feststellen. Jedoch glaube ich, je mehr es versuchen, um so öfter werden die Medien reagieren. Wir dürfen nicht aufgeben!

    Freundliche Grüße

    Norbert Denef

  60. Mathias schreibt am :

    Ich finde die ganze Diskussion unwürdig, abscheulich und im höchsten Maße ignorant.
    Kinder sollen unsere Zukunft sichern und wir lassen zu, dass man ihnen den Glaube an die Zukunft nimmt. Zu allem Übel müssen sie alles mehrmals durchleben. Ich finde, wieso soll Unrecht eigentlich verjähren? Der Seelenschmerz verjährt ja auch nicht. Wer Hilflosen so etwas antut, hat kein Recht auf Verjährung, Gnade oder Mitleid.

  61. Peggy Jansen schreibt am :

    An alle Opfer,
    wisst ihr, dass Täter hier auch lesen, sich über uns lustig machen, unsere Meinungen an andere verbreiten, um sich gut zu stellen?
    Fühle Dich ruhig angesprochen, mein Bruder…
    Es ist mir egal, ob Du hier liest. Sende meine Texte ruhig an unsere Bekannten, andere Geschwister, etc!
    Auch wenn Du froh bist, dass Du aus Mangel an Beweisen davon gekommen bist!
    Berufe Dich nicht darauf, dass Timon und Cherine je vergessen, was Du ihnen angetan hast. Sie erreichen ihr Alter, wo sie selber gegen Dich gehen; sei froh, dass Deine Schwester nie eine Anzeige gegen Dich in unserer Sache machte!
    Halte Dich fern, mir nachzuspionieren, ebenso nach Deinem Neffen und Nichte!
    Ich nenne hier bewusst Deinen Namen nicht, aber sei auf der Hut, ok!
    Ich erhielt heute die Absage meiner und von Ärzten erforderlich gestellten medizinischen Rehamaßnahme zur Traumatherapie, die im Oktober gestellt wurde!
    Wir mussten fast 4 Jahre auf diesem Scheiß Prozess warten. Nun wieder mit Widerspruch weiter 4 Jahre auf eine Zusage für eine Therapie???!!!
    Täter bekommen stets Therapien, um geheilt zu werden…
    Ich habe zu lange geschwiegen. Ich kämpfe nun weiter. Halte meinen Mund nicht mehr! Lass mich auch nicht einschüchtern…Es reicht! Dies bin ich meinen Kindern und jedem einzelnen Opfer schuldig!
    Hierbei möchte ich mit Unterstützung Bekannter, andere die ich bewusst hier nicht benenne, in Raum Landkreis Leipzig-Muldenthal, eine Selbsthilfegruppe für Gleichgesinnte gründen. Bei Interesse meldet Euch bei Herrn Denef.

    LG. Peggy Jansen

  62. Stefanie Chmelik schreibt am :

    Anklage erfordert Mut. Und Mut erfordert viel Zeit! Besonders wenn es um die engsten Verwandten geht! Das MUSS berücksichtigt werden!!! Ich habe es jetzt im Alter von 29 Jahren geschafft, meinen Vater anzuzeigen. Das Ganze liegt derzeit bei der Stattsanwaltschaft. Doch aufgrund von Mangel an Beweisen werde ich wohl keine Gerechtigkeit vom Gesetz erwarten können. Doch ich frage Euch: Wie soll ein 4-Jähriges Mädchen Beweise sammeln, wenn selbst die eigene Mutter sich von einem abwendet???????????????????

  63. Hallo Stefanie Chmelik

    Du bist nicht allein. Mir geht es auch nicht anders. Der Küster war ein erwachsener Mann und ich 4 Jahre alt. Ob Verjährung oder Mangel an Beweisen, unsere Rechsprechung schützt die Täter noch immer.

    Pia Survivor

  64. Peggy Jansen schreibt am :

    Hey Stefanie Ch.,

    …Wenn ich all meine Peiniger nun anzeigen könnte…Ich weiß nicht, ob du hier meine Beiträge gelesen hast, aber durch die Geschehnisse, die meinen Kindern selber passierten, kamen viele traumatisierende Erlebnisse meiner Kindheit hoch. Ich erinnere mich wieder als ich 4 Jahre war. ich weiß den Namen des Täters wieder, als ich 7 Jahre war…
    Meine eigene Mutter vergriff sich oft an mir…sämtliche Männer von der ebenso!!
    Es ist krass wenn es in der Familie passiert, wo Kinder, auch Erwachsene sich doch nah stehen, vertrauen und beschützen sollten.
    Schlimmer wie ich dies auch erlebte ist, wenn dies noch gedeckt wird, man Kindern einredet, sie wollten es auch oder drohen ihnen, es würde schlimmes passieren, wenn man das Schweigen bricht..
    Ich schwieg auch ewig, zu lange! Als es meinen Kindern geschah, brach ich mein Schweigen! Es hat viel Überwindung gekostet. Wir kämpfen am Ende nicht nur gegen die Täter, sondern gegen uns selber. Oft wünschte ich mir, es würde eine verschriebene Hirnamnesie geben, man vergisst dieses! Aber, wie auch der Rest bleibt dies nur ein Wunschdenken, man lernt zu überleben, da Leben sicher anders sein kann. Wenn man Menschen im Umfeld hat, die zu dir stehen, dir beistehen, egal, welche Macke man daraus trägt, schöpft man Kraft. Ich habe solche Menschen gefunden, die es nie nachfühlen (außer meine Kinder und Gleichgesinnte), aber sie sind da.
    Ich wünsche Dir einen besseren Urteilsausgang als bei uns, viel Kraft, denn die braucht man.
    LG. Peggy Jansen

  65. Moser Roland, Schweiz schreibt am :

    Es ist in der heutigen, modernen Zeit, fast kein Thema mehr „Unausgesprochen“. Es gehört aber vom kleinen Kinde bis zum erwachsenen Menschen ein Ventil eines Selbstschutzes in Anwendung. Es nennt sich „Lüge“. Mit einer Lüge kann man sich schützen, kann man von einer Tatsache ablenken. Sich damit sogar selber belügen um einer weiteren Kosequenz nicht entgegen stehen zu müssen.
    Als Beispiel nenne ich eine Vergewaltigung. Hier wurde Unrecht begangen. Das „Opfer“ wird aus Scham oder „unangenehmen Fragen“ schweigen. Vielleicht ein ganzes Leben lang. Verjährt ist diese Tat weder für ein Opfer noch für einen Täter. Zum Selbstschutz belügt sich das Opfer und der Täter.
    Die Folgen sind für alle ersichtlich. Ein Opfer wird oft nicht mehr vertrauensvoll, frei und offen ein Leben führen. Kommt ein Opfer in die Situation, sich zu entfallten, sich einem anderen Menschen zu nähern, wird es sich „unnormal“ verhalten. Auch da wird sich ein Opfer nicht auf ein Gespräch einlassen, um ein klärendes Gespräch über dieses „unnormale“ Verhalten herbei zu führen. Ein solches Verhalten verjährt nie.

    Beim Täter verhält es sich ähnlich. Er wird sich einerseits Bewusst, dass er Unrecht gehandelt hat. Wird sich vielleicht kein weiteres mal auf so eine Tat einlassen. Weil ihm das Unrecht gezeigt hat, was „es“ an Emotionen auslösen kann – besonders eben danach.
    Die Gefahr der Lüge und des Schweigens aber kann einen Täter erneut zu so einer Tat ermutigen, es wieder machen zu können. Weil auch ein Opfer „geschwiegen“ hat.

    Gerade, weil sich Menschen zu gerne „belügen“, „schweigen“, braucht es die ganze Unterstützung der Menschheit, hier mit aller Kraft durchzusetzen, was weder Opfer noch Täter tun würden.

    Eine Verjährungsfrist von Straftaten, besonders im „sexuellen Bereich“ würden unterstützen, „es“ eines Tages zu vergessen. Hier täuschen sich, belügen sich Menschen erneut. Es ist weder Verjährt noch je Vergessen.

    Diese Tatsache wird ein ganzes Leben lang bestehen. Für ein Opfer, wie für einen Täter.

    In einem „Märchen“ wird gerne gesagt: „Wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute“.

    Menschen leben aber nicht in Märchen. Sie leben hier, heute und jetzt. Und deshalb „müssen“ wir Menschen darauf hinweisen, dass es weder für ein Opfer, noch für einen Täter je eine Verjährungsfrist geben wird noch kann.

    Sonst würden wir Menschen uns nur einfach belügen, am ende sogar an „Märchen“ glauben, wo das „Gute“ das „Böse“ immer besiegen wird.

    Tatsachen sind und bleiben keine Märchen.

    Erst schon gar nicht für den Menschen selber.

    Grüsse Moser Roland

  66. Hubert schreibt am :

    Ein Argument zur Bewahrung der Verjährungsfrist wurde einnmal in einer TV-Sendung wie folgt vorgetragen (der Verfasser ist mir leider nicht mehr bekannt):
    „Wenn man die Verjährungsfrist aufheben würde, so ergäbe sich eine Klageflut, welche nicht zu bewältigen wäre. Um einen Klagekollaps zu verhindern, hält man an der Verjährungsfrist fest, zumal die Kosten aufgrund der Fülle nicht zu tragen wären.“
    Allen Ernstes wurde das so gesagt. Also geht es auch um den Aspekt der Kosteneinsparung – auf dem Rücken der Opfer!!
    Ich bin der Meinung, wenn die Allgemeinheit für diese Schäden der Opfer „fristlos“ aufkommen würde, dann wäre die Allgemeinheit auch insgesamt viel aktiver bei solchen Vorfällen und ein Opfer müsste nicht selbst um sein Recht kämpfen, wobei viele dieser dazu ja garnicht in der Lage sind!

    Wie groß die Einsatzbereitschaft der Allgemeinheit ist, sich für Opfer ´wirkungsvoll´ einzusetzen, erkennt man schon allein daran, wer hier um diese Sache kämpfen muß!
    Schweigen macht nur dann Sinn, wenn die ganze Sache nach einem Zeitpunkt X verjährt ist. Ich verstehe nicht, weshalb die Regierung durch die Verjährungsregelung dieses Schweigen fördert! Die Verjährung hat doch den Effekt, daß sich ein Täter nach X Jahren so richtig frei fühlt!

    Also Verjährung = Täterschutz! Ich verstehe nicht, warum das hier in dem Land bis jetzt so geregelt ist.
    Allein aus wirtschaftlichen Gründen lässt man das so laufen und belastet damit massivst die Opfer??
    Ich verstehs wirklich nicht.

    Hubert

  67. Sonja schreibt am :

    Die Verjährungsfrist für gewerbliche Steuerhinterziehung ist von 5 auf 10 Jahre hoch gesetzt worden. Ist ja ganz wichtig, dass dem Staat kein Geld durch die Lappen geht. Steht also auf einer Stufe mit sexuellem Missbrauch?

    Und was ist mit den Opfern??? 80-100 Therapiestunden sind das einzige, was übrig bleibt, wenn die Frist verstrichen ist. Und wer mehr braucht, hat halt Pech gehabt, der kann dann selbst zahlen.

    OEG Ansprüche??? Das nächste staatliche Verbrechen, was an Opfer begangen wird. Nicht glauben, verhöhnen, abweisen, weil kein Geld dafür da ist.

    Und was sagen wir dazu?

    DANKE Bundesrepublik Deutschland, dass Du so sorgfältig bist und es manch einem, der es nicht verdient, so einfach machst, mit Nichtmahl einem blauen Auge davon zu kommen!

    Und ein ECHTES DANKE an Norbert, der hier so engagiert für die Opfer kämpft!!!

  68. Hubert schreibt am :

    Frage zur Ablehnung der Petition durch den Bundestag:

    Ich wüßte gern mal, welche Personen an dieser
    Entscheidungsdiskussion beteiligt waren.
    Wieviele Personen haben darüber abgestimmt und wer?
    Vielleicht gibt es dazu ja eine Namensliste.
    _____________________________________________

    Hallo Hubert,

    Welche und wie viele Personen bei der Entscheidungsdiskussion beteiligt waren, ist nicht bekannt, sondern nur folgendes:

    „…Der Petitionsausschuss hat zu der Petition eine Stellungnahme des Bundesministeriums der Justiz eingeholt. Unter Einbeziehung der Stellungnahme lässt sich das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung wie folgt zusammenfassen…“

    Die gesamte Ablehnung der Petition unter:

    http://norbert.denef.com/2008/12/29/deutscher-bundestag-opfer-sollen-schweigen/#more-506

    Auf Deine Fragen Antworten zu bekommen, wäre Aufgabe der Medien. Diese aber verweigern sich, bisher darüber zu berichten, weder über die Ablehnung der Petition, noch über meine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof. Redakteure die darüber berichten wollen, werden von „ganz oben“ gebremst – die Täterlobby ist nach wie vor stärker – eine Opferlobby gibt es „noch“ nicht.

    Herzliche Grüße

    Norbert Denef

  69. Hubert schreibt am :

    @Norbert Denef
    Danke für die Antwort.

    Da bringt ein Opfer für so einen Schritt all seine restliche Kaft auf, und wird dann auch noch von Gesetzesgebern ausgebremst.
    Warum zum Kuckuck verweigert die Regierung die Bekanntgabe der Namen aller an dieser Entscheidung beteiligten Personen? Ich finde, jeder einzelne dieser Personen sollte zu der Entscheidung `öffentlich´ Stellung nehmen.

    Eine widerstandsfähige Opferlobby seitens der Opfer wird es kaum geben, da die meisten derer sowieso restlos entkräftet sind.

    Ich find das alles unglaublich!
    Wo leben wir eigentlich?
    Ich bin darüber restlos entsetzt!

    Hubert

  70. Hubert schreibt am :

    Norbert Denef
    eine Frage hätte ich da noch.
    Wieviele Stimmen werden eigentlich für die
    Beschwerde beim Europäischen Gerichthof benötigt?

    Hubert
    ______________________________________
    Hallo Hubert,

    darüber gibt es keinerlei Angaben – ich denke, je mehr Unterschriften, um so größer wird der Druck auf die Politik!

    Freundliche Grüße

    Norbert Denef

  71. Peggy Jansen schreibt am :

    Lieber Herr Denef,
    ich las eben diese Zeilen und bin der Ansicht, dann sollte eine Opferlobby eingerichtet werden. Wenn Sie Unterstützung brauchen, ich würde sehr gern helfen. Ich werde mich nächste Woche mal schlau machen, was die Vorraussetzungen dazu sind, sogenannte Klienten/innen gibt es ja leider zu viele und ich glaube, dies ist eine gute Idee. In meiner gegründeten Gruppe, die ich Ihnen mitteilte, sammeln sich nun immer mehr Mitglieder, ich hoffe sehr, dass diese auch fleißig unterschreiben.
    Ganz lieben Gruß, P.Jansen

  72. Hubert schreibt am :

    100.000 Stimmen für die Petition nötig?

    habe mal gegoogelt.
    Demnach würden 100.000 Stimmen für eine Teilrevision der Bundesverfassung innerhalb 18 Monaten benötigt.
    Frage wäre noch, ob nur Deutsche, oder alle Europäer abstimmen dürfen.

    Quellenangaben:

    http://www.vernunft-schweiz.ch/glossar/316/Teilrevision+.html

    http://www.admin.ch/ch/d/sr/101/a139.html
    _____________________________________
    Hallo Hubert,

    ein Volksentscheid ist in der Schweiz möglich, jedoch nicht in Deutschland. Da hat die Menge der Unterschriften für eine Petition keinen direkten Einfluss. Erst wenn die Menschen auf die Straße gehen und das z.B. jeden Montag, viele Tausend, besteht die Möglichkeit die Politik zum Handeln zu bewegen. Weil das so ist, habe ich mich beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte über die Bundesrepublik Deutschland beschwert – dabei können mich europaweit die Menschen mit ihrer Unterschrift unterstützen.

    Freundliche Grüße

    Norbert Denef

  73. Peggy Jansen schreibt am :

    Dann sollte international ein Aufruf gemacht werden, denn es gibt doch überall Opfer. Siehe Österreich, Schweiz, Italien… Es wird nur runtergespielt, wenige Fälle bekannt, die vielleicht mal durch die Medien gehen, aber sind wir mal realistisch, die Dunkelziffer ist selbst uns nicht bekannt! Man sollte sehen, ob es im Ausland auch sowas wie Wildwasser; M.E.L.I.N.A. oder den Weisen Ring gibt, die sich mit uns vereinigen, um etwas zu bewegen hier in unserem Staat?!!!!
    ______________________________
    Hallo Frau Jansen,

    da stellt sich für mich die Frage: Warum schweigen bisher die Opferschutzverbände in Deutschland zum Thema Verjährung sexualisierter Gewalt? Ich habe sie alle angeschrieben und sie darum gebeten meine Petition, so wie meine Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof zu unterstützen – geantwortet hat niemand.

    Freundliche Grüße

    Norbert Denef

  74. Peggy Jansen schreibt am :

    Hallo Herr Denef,
    sicher weil keiner von all denen jemals wirklich selber Opfer war. Die studieren, sitzen uns gegenüber und erzählen uns, sie würden uns verstehen.
    Aber wer versteht uns denn wirklich? NUR die, die selber dieses Leid erlitten, den gleichen Qualen ausgesetzt waren bzw. sind.
    Wir sind doch früher auch auf die Straße gegangen, wenn ich an die Mo Demos in Leipzig denke…Aber wir haben was bewegt, wo die ganze Welt drauf sah! Es dauert seine Zeit, bis Wir unser Schweigen brechen. Ich weiß wie hilflos man sich fühlt, aber ich kenne auch dies verdammt gute Gefühl, wenn alles raus ist, wenn man wieder Vertrauen in und zu sich selber zurück erhält, man sein eigner Herr wird. Ich kann es nur jedem Opfer empfehlen, egal wie lange es dauert, aber dies ist der beste Anfang zur Selbstheilung. Wenn man auf ne Reha wartet, erhält man doch vom Staat hier weitere 10 Jahre…
    In meiner Gruppe ist enormer Zulauf. Ich bin froh dies gestartet zu haben! Es war ein kleiner Anfang, aber es bewegt etwas. Und so werde ich weiter am Ball bleiben, nur so kommt man offensichtlich weiter! Unsere Kinder werden´s uns sicher einmal Danken.
    Ich nehme mir morgen Zeit für Nachforschung… Ich kam mal aus der Musikbranche, habe noch etwas Kontakte. Vielleicht kann Prominenz weiterhelfen.

    Ihre Frau Jansen

  75. Hubert schreibt am :

    beliebte Aussagen seitens der Abwehrer von Opferansprüchen sind:

    – „das können wir uns nicht vorstellen, dass das so schlimm sein soll.“

    – „sowas lässt sich doch heute gut therapieren. Da gibt es doch viele Möglichkeiten verschiedenster Therapien und Medikamente. Erst wenn dies alles versucht wurde, können wir darüber weiterreden.“
    Ein Betroffener wird dadurch nicht selten zum Versuchskaninchen, zum Forschungsobjekt – und das bei dieser sensiblen Thematik.

    – „viele andere müssen damit ja auch zurechtkommen und schaffen das auch.“

    – „eine Dauerhaftigkeit von Schädigungen muss erstmal bewiesen werden.“

    Anhand dieser Aussagebeispiele erkennt man, wie Betroffene unter Druck gesetzt werden und durch bestimmte Forderungen erneut massivst belastet werden.
    All dies geschieht aus Unwissenheit und fehlende Erfahrungen seitens dieser Abwehrer – aus welchen Bereichen diese auch immer kommen mögen.
    Meistens sind es nichts weiter als Geschäftspartner.

  76. Peggy Jansen schreibt am :

    Lieber Moser Roland,
    ich teile nur einen Teil Ihrer Ansicht…
    Was anders ist, so lange Täter stets davonkommen, es keine oder nur eine geringe Verurteilung gibt, werden sie rückfällig! Sie machen ihre Taten dann nur gerissener, achten mehr drauf, nicht “ erwischt“ zu werden…
    Aber wenn der Staat solche eben nicht verurteilt, wird er nie drauß lernen, sich sicherer und bestärkt in seinem Verbrechen fühlen… Es geht hier meist um Machtgefühl, nicht um den sogenannten Akt selber. Wenn die Justitz Tätern diese Macht gewährt und bestärkt, wird dieser Teufelskreis nicht enden…
    In meinem Fall spreche ich aus Erfahrung. Es kommt auf die Opfer selber an, wie stark sie sind bzw. werden! Ich bin stärker geworden, auch wenn es sehr sehr lange gedauert hatte!!!!
    LG P.Jansen

  77. Pia Survivor schreibt am :

    Täter Täter Täter?

    Was ist eigentlich mit mir und den Folgen aus den Uebergriffen wer informiert wen, was mit den Opfern geschiet ein Leben lang, wer hat Verständnis, wer kümmert sich um die Opfer deren Seelen noch blutend in den Ecken liegen, wer hilft eigentlich den Opfern, durch all den Dreck, Eckel und ein geschundenes Leben weiter? Wer? Ausser einem Opfer im dem Fall Norbert Denef der hier solche Seiten auf die Beine stellt. Die mir Kraft und Hoffnung geben.

    Manchmal geht es tagelang gut ich habe keine Symptome, dann kommt irgendwoher ein Visueller Eindruck der etwas noch nicht erinnertes wach ruft. Bautz da ist der naechste Trigger das naechste Freeze und ich schisse mich einfach so weg, abgespalten stehe ich ganz allein in meinem Trauma- Universum. ” Hast du schon mal versucht deinem Gegenüber zu erklären hallo… ich bin zur Zeit in diesem Körper garnicht oder nur zum Teil anwesend. Wurde soeben massiv erinnert befinde mich mitten im Flashback einer Attake. ” Das kann Minuten Tage Sekunden Ewigkeiten dauern das Erinnern das wieder Durchleben bis ich wieder auftauche einatme und wieder in der Warnehmung bin, wieder bei mir bin mich fühle.

    O Gott stülp jetzt blos nicht den Dreck der mir hoch kommt meiner Umwelt über, das alles ist Jahre her, ist es das wirklich. Nein ist es nicht, nach 16 Jahren erfolgreicher Genesung ist mir wieder passiert im erwachsenen Alter im August 2007. Das ist diesmal nix verschüttet nix verborgen der Horror ist präsent jeden Tag wieder. Oft bin ich davon ganz Nuts “durchgeknallt”.

    Was da mit mir geschah, nun den Tätern geht es immer nur um die Macht, weshalb sich Täter oft in machtvollen Positionen befinden, deshalb Norbert bewundere ich deinen Mut immer wieder und wieder.

    Chapeau

    Pia Survivor

  78. Öffentlichkeitsarbeit ist mühevoll – aber die Unterzeichnerzahl steigt erfreulicherweise.
    Außer dem (oben durch klicken meines Namens erreichbaren) chaotischen Twitter habe ich noch weitere (nicht minder-chaotische): @Xe_inc ; @Sekten und teste Öffentlichkeitsarbeitsverbesserungen u. a. Suchmaschinen-Reizung und/oder andere Traffikverbesserungen, denn ohne dass man vielen Leuten etwas vor die Nase setzt, wird es kaum mehr Leute geben die das Grauen bekämpfen wollen.

    Ich bin Überlebender. Meine Nachkommen sind Überlebende (bis auf jene welche schon verstarben, Suizid begingen oder verstorben wurden.
    Ich bin Zeuge. Meine Gene sind Zeugen. Wenn mir attestiert wird, dass ich nicht richtig ticke, wird kein Richter/Staatsanwalt ermitteln oder komplexe Inzeßt-Vorwürfen (insbesondere denen des Vorsätzlich-Züchterischen und Kommerzialistischen) nach gehen und Verfahren eröffnen oder Untersuchungen bestellen/anordnen!

    Nun will man mit Hilfe der Agentur für Arbeit / des JobCenters, sowie deren Amtsärzten mich entmündigen, in dem man mir NACH AKTENLAGE eine „seelische Störung“ und mit einem zehnminütigen Gespräch mit einer Psychiaterin dies als eine „schwere chronifizierte psychiatrische Erkrankung“ darstellt – der JobCenter will eine hübsche Statistik, ich hätte den Vorteil mich nicht mehr bewerben zu müssen.
    Mein Nachteil: bin ich ob mit oder ohne Betreuer ein Defacto-Betreuungsfall, ist meinem Verständnis nach meine Aussagekraft vermindert.
    Wünsche Allen Mut, Kraft und Hoffnung!

  79. Uta schreibt am :

    Hallo Herr Denef,

    ich habe mit meinem Mann unterschrieben, denn auch ich bin ein Opfer sexuellen Missbrauchs. Erst kürzlich hatte ich ein Vorgespräch in einer Klinik für Psychatrie und Psychotherapie, Schwerpunkt Hypnotherapie. Der Therapeut war der festen Überzeugung, dass es für sexuellen Missbrauch keine Verjährung gibt, da wir in einem Rechtsstaat leben in dem der einzelne Mensch zählt und nicht wie in manch anderen Ländern, die Gruppe. Ich wusste, dass es die Verjährung gibt und deshalb war ich danach so verwirrt, dass ich im Internet aufs Neue recherchierte und dabei auf Ihre Seite gestoßen bin, ich musste feststellen, dass ich doch recht hatte.

    Wissen Sie, ich schäme mich immer mehr ein Mensch zu sein, denn es gibt kein anderes Lebewesen auf der Erde, das so Pervers ist wie der Mensch!

    Es ist nicht verwunderlich, dass sich die Politiker aus ihrer Verantwortung ziehen, denn wie wir alle aus den Medien wissen, sind unter ihnen genügend Perverse Täter. Wie erst kürzlich einer von ihnen wegen Kinder Pornografie fest genommen wurde, ich weiß leider den Namen nicht mehr, aber er hatte in dieser Sache selbst recherchiert, wahrscheinlich um von sich abzulenken.

    Also, was können wir unter diesen Umständen denn von unserer Regierung erwarten, wenn dort auch Täter zu finden sind.

    Genauso ist es mit der Kirche, wie Sie Herr Denef, bedauernswerter Weise selber erfahren mussten. Wie soll man da noch auf Gott vertrauen?

    Für mich leben einfach zu viele Heuchler und Perverse auf diesem wundervollen Planeten. Es müsste so etwas wie ein Unkrautvernichtungsmittel für solches Ungeziefer geben, um es ein für alle male auszurotten.

    Herr Denef, es wurde hier schon mal über Promotion geschrieben z.B. auf LKW, vielleicht kann ich da helfen. Ich habe zwar keinen LKW aber ich bin Mediendesignerin und könnte so etwas gestalten, evt. auch produzieren. Das einzige was wir dazu bräuchten wäre der LKW und finanzielle Mittel für das Material. Die Ausführung könnte ich übernehmen. Vielleicht würde der Spiegel sich als Sponsor bereit erklären, Sie haben doch darüber Ihren Fall bekannt gemacht. Sollten Sie daran interessiert sein, schreiben Sie mir direkt und wir können uns mal genauer darüber unterhalten.

    Lieben Gruß
    Uta

  80. Karin G. schreibt am :

    Hallo!

    Meine Anfrage richtet sich an Betroffene von ritueller Gewalt.
    Gibt es darunter Menschen, bei denen die Täterguppe eine Freimaurerloge war?
    Falls jemand da von eigenen Erfahrungen berichten kann, meldet euch doch bitte zwecks Austausch!
    Über Norbert Denef könnt Ihr Kontakt zu mir aufnehmen.

    Freundliche Grüße!

  81. @Uta
    Du kannst einen Twitter.com (anonym) eröffnen, gelegentlich in verschiedenen Textformulierungen
    (identisch schreiben wird als Spam gewertet):
    diese Seite, die Petition, Dein Angebot, Deine Frage nach mutigen Sponsoren, Speditionen oder selbständigen LKW-Besitzern
    schreiben!
    Schaue Dir diese Möglichkeit in Ruhe an.
    MfG anselm.
    PS: bei Xing herrscht Echtname – bei Anonymitätswunsch beachten!

  82. Amazone schreibt am :

    Ich bin schockiert über die Aussagen des Petitionsausschusses. Gleichen die Begründungen doch einer erneuten Erniedrigung für uns Betroffene. Das Gefühl nicht ernst genommen zu werden und diese Erlebnisse als Bagatell- oder gar Kavaliertselikte herunterzuspielen, wandelt sich nach diesem Bericht in Realität um. Es scheint, dass die Menschlichkeit entgültig verloren geht und materielle Dinge der Wertigkeit des Menschen weit überlegen sind.
    Herr Denef, bitte kämpfen Sie weiter. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und den längeren Atem.

    viele Grüße
    Amazone

  83. Hubert schreibt am :

    @Amazone
    Ja, Du sagst es.
    Jeder weiß, dass so ein Verbrechen sehr schlimm ist.
    Wenn nicht sogar eines der schlimmsten überhaupt, was einem Menschen widerfahren kann.
    Aber darauf kommt es den zu entscheidenden Personen gar nicht an, denn sie wissen das bereits sehr wohl.
    Es geht um die Vielzahl der Betroffenen.
    Eine Vielzahl, welche in der Lobby sehr schwach ist.
    Das erkennt man allein schon daran, wie wenig derer die Kraft und den Mut aufbringen, dagegen etwas durchzusetzen.
    Das aktuellste und allerbeste Beispiel ist doch genau diese Sache hier. Vom Deutschen Bundestag abgelehnt, und für den Europäischen Gerichtshof wahrscheionlich zuwenig Unterschriften, weil viele der Betroffenen sich aus Scham gar nicht trauen, an die Öffentlichkeit zu gehen und dafür zu werben.
    Dabei ist die Anzahl der Betroffenen extrem hoch – so hoch, dass die Regierung offensichtlich Angst vor der großen Klageflut hat. Nur aus diesem Grund könnte eine Ablehnung begründet sein.
    Das ist die Krux an der Sache.
    Ich möchte mal gern wissen, wie man in 20-30 Jahren über die jetzige Regierung diesbezüglich urteilen wird.
    Entsetzlich!

  84. Marion Hennig schreibt am :

    Auch mir fehlen die Worte, ein Fall für Herrn Jauch???
    Wie sonst werden die Leute wach?

    Auch ich wurde als Kind missbraucht von
    meinem Vater und auch von meinem Opa.
    Das eigenartige daran ist, dass ich es
    irgendwie geschafft habe es zu
    verdrängen……… aber plötzlich nach knapp
    40 Jahren hat mich meine Kindheit eingeholt,
    ganz plötzlich und ohne Vorwarnung.
    Das einzige was mich immer gewundert hatte,
    war dass ich nie so richtig lieben konnte,
    ich meine nicht sexuell sondern vom Herzen.
    Anfangs habe ich geliebt und je länger ich
    mit einem Mann zusammen war, umso mehr Hass
    habe ich gegen ihm empfunden. Warum, wieso,
    weshalb…… ich wusste es nicht.

    Meine Kinder und ich haben seitdem einen
    langen Leidensweg hinter uns gebracht. Ich
    habe in den letzten Jahren mehrere
    Selbstmordversuche überlebt, tja der liebe
    Gott wollte mich einfach noch nicht haben.
    Ich wurde zur Borderlinerin, fügte mir
    ständig Verletzungen zu. Aufgrunddessen dass
    ich alleinerziehend bin, für mich keine
    Verantwortung mehr übernehmen konnte und auch
    nicht wollte.
    War es sinnvoll meine Kinder anderweitig
    betreuen zu lassen. Es ist ein sehr steiniger
    Weg, Freunde die ich meinte zu haben, haben
    sich alle von mir distanziert, haben meine
    Kinder und mich fallen lassen, denn ich gelte
    nun als Verrückte und mit solchen Kindern,
    sollten die Kinder meines Freundeskreises
    nichts mehr zu tun haben. Kinder einer
    Verrückten.
    Nun gut… wie gesagt es war und es ist immer
    noch ein steiniger Weg, zum Glück habe ich es
    geschafft, in der Zeit wo ich noch
    „normal“ war, meine Kinder zu
    starken Persönlichkeiten zu erziehen. Ich
    weiss nicht ob sie mit meiner Erkrankung klar
    kommen, aber in letzter Zeit hab ich riesen
    Fortschritte gemacht und meine Kinder sehen
    das ich an mir hart arbeite, ich habe jede
    Hilfe angenommen, die mir angeboten wurde,
    anfangs habe ich mich dagegen mit Händen und
    Füssen gewehrt, aber heute bin ich froh
    darüber.
    Ich besuche regelmäßig meine Ärztin, meine
    Therapeutin und eine
    Borderlinegruppe………………. es ist
    natürlich nicht schön zu wissen, das es viele
    Erwachsene gibt, die diesen krankhaften Trieb
    haben, aber aufgrund der Gruppe, weiss ich
    das ich nicht alleine dastehe, irgendwie tut
    das gut.
    Ich kann nur jedem Opfer raten, lasst Euch
    helfen, nehmt die Hände, die Euch gereicht
    werden. Ihr müsst Euch nicht schämen, ganz
    sicher nicht, denn Ihr seid die Opfer und
    nicht die Täter!

  85. Marion Hennig schreibt am :

    Es ist nur eine, von vielen Geschichten, aber wie lange will die Politik hier noch die Augen verschließen?

    Es wird endlich Zeit das etwas geschieht, den Tätern muss Furcht und Bange sein, bevor sie sich an unschuldigen Menschen vergreifen.
    Vielleicht werden diese durch härtere Maßnahmen und Strafen zum Nachdenken gebracht, bevor sie ihren Trieb umsetzen.
    Ich kann nur sagen, ich bin schon lange gestorben, obwohl ich lebe, seit meiner Kindheit, bin ich tod, dank meiner schlimmen Geschichte.

  86. Amazone schreibt am :

    …..solange Mißbrauch und Vergewaltigung bei uns nur ein Vergehen ist und kein Verbrechen, solange werden die Täter weitermachen, der Staat schaut weg. Unter Menschlichkeit verstehe ich was anderes…..

    Amazone

  87. Hubert schreibt am :

    Entsetzt bin ich, wenn ich hier so lese, was einigen widerfahren ist – insbesondere der Beitrag von Anselm.

    Aber restlos entsetzt bin ich über die mir völlig unverständliche Entscheidungen seitens Behörden und der Gesetzgebeber bezüglich dieser Angelegenheiten in den geschilderten Einzelfällen.
    Ich finde es sogar beschämend.
    Was sind das nur für Personen, welche das so entscheiden?
    Ich verstehe das nicht, genausowenig wie ich den Holocaust und das Nazi-Regime verstehe.
    Das eine ist Vergangenheit und nicht mehr rückgängig zu machen, aber das andere aber liegt im Jetzt und ist Gegenwart. Warum muß oder soll das so bleiben?
    Warum???
    Ich jedenfalls finde keinen hinreichenden Grund, warum das so bleiben muß.

  88. Hallo Hubert

    man sollte die Krankenkassen darauf aufmerksam machen, welche Kosten durch solche sexuellen Übergriffe enstehen. Vielleicht moegen die sich vor den Karren der Opfer spannen lassen, wenn sie wittern was da an € zu sparen bzw. bei den Tätern zu holen wäre, wenn es nicht verjährte und ein Verbrechen wäre.

    Der Seelmord!

    Mann oder Frau muss sich wehren,
    besser spät als nie,
    und der Weg bleibt das Ziel,
    sagt es laut immer wieder!

    Norber ich bewundere deinen Mut immer wieder und wieder, diese Seiten hier auf die Beine zu stellen.

    Chapeau

    Pia Survivor

  89. Elke Haertel schreibt am :

    Auch ich war ein Opfer, in meiner Kindheit (von 4-16 ) !
    Es waren die Nachbarjungen. Der, der damit angefangen hat, war damals selber noch ein Kind von 11 Jahren.
    Mit 18 Jahren habe ich angefangen darüber zureden, aber keiner stand wirklich zu mir.
    Seid meinem Auszug von zuhause kam dann alles hoch, durch Migräne, Juckreiz, wo ich heute noch teilweise darunter leide.
    Heute bin ich soweit, dass ich sage, es ist passiert und kanns nicht mehr ändern.
    Aber ich weiß was es heißt, dass durch machen zu müssen, als Kind.
    Und deshalb finde ich, es wird Zeit, dass die Verjährung abgeschafft wird.
    Gruß, Haertel

  90. nicole weber schreibt am :

    Guten Morgen,
    ich habe gerade dies gelesen und bin entsetzt. Ich selber habe Gewalt erleben müssen. Sowohl in der Kindheit als auch in meinen Beziehungen. Habe dagegen vorgehen wollen und habe auch das Problem der Verjährung… es besteht für die Täter eine Lobby in der sie „geschohnt“ werden. Und wo bleibt die Hilfe für Opfer? Wieder mal stehen sie allein da… sind ja noch nicht genug geschädigt… also ich werde alles dran setzten, um Herrn Denef und auch alle anderen Opfer zu unterstützen.
    Gruß Nicole

  91. Yvonne Gerlach schreibt am :

    Ich bin dabei, ich wünsche, dass die Verjährung abgeschafft wird und vielleicht noch viele endlich ihre gerechte Strafe erhalten und den Opfern Gerechtigkeit widerfährt. Gruß Yvonne G.

  92. Hallo,
    ich habe Gewalt von jeder Situation in meiner Kindheit erfahren. Das sich später auf mein Lebe wieder spiegelte. Ich habe etliche Therapien anfangen müssen. Bin nie richtig geheilt worden. Dann kam vor einem halben Jahr eine versuchte Vergewaltigung dazu und ich kann noch nicht mal die Täter anzeigen, weil ich keine Zeugen habe und, weil es in deren Wohnung passiert ist (Freund von meinem Mann und dessen Frau).
    Heute bin ich wieder in Therapie und kann das erlebte versuchen zu bearbeiten. Als Kind konnte ich das nicht gleich. Man hätte mir ja nicht geglaubt, bzw. wo hätte ich denn hingehen sollen. Meine Peiniger von damals sind verstorben. Ich unterstütze mit all meiner Kraft, dass die Verjährungsfrist aufgehoben wird. Dass Opfer die den Mut haben sich zu wehren, auch noch nach Jahren sich wehren können. Mit dieser Gesetzesänderung würde den Opfern mehr Gerechtigkeit wieder fahren.

    Korb Manuela / Stelzenberg

  93. Sibylle Keller schreibt am :

    Hallo
    Ich bin Mutter einer Tochter die zw. 9-12 Jahren missbraucht wurde vom zweiten Mann meiner Mutter. Ich kann allen nachfühlen wenn man seine Gerechtigkeit nicht bekommt. Ich selber musste erfahren in der Schweiz, dass meine Tochter bald zum Täter, statt als Opfer angesehen wurde. Ich bin seit dem in psychiatrischer Behandlung und werde bis heute nicht damit fertig. Ich habe den Glauben an die Gerechtigkeit schon lange verloren, wenn ich die Medien und anderes mitbekomme von Gewaltopfern, vor allem an Kindern. Ich weiß nicht wie es in Deutschland hergeht, aber in der Schweiz hieß es in der Verhandlung meiner Tochter, dies sagte ein Richter: „Wenn dass Mädchen darüber sprechen kann wird es wohl nicht so schlimm gewesen sein“. Mir kommt heute nach bald 10 Jahren immer noch die Galle hoch. Ich Unterschreibe und hoffe, Euch allen ein wenig zu helfen. Ich finde es eine Schande, dass man als Opfer noch selber tätig sein muss.
    „Schande denjenigen die eine Kinderseele zerstören“

    Sibylle Keller / Zuzgen (Schweiz)

  94. Hubert schreibt am :

    @Sibylle Keller

    ja, es ist ganz entsetzlich, was du da berichtest.
    Und eine Schande ist es nachhaltig um so mehr, wenn durch
    die Gesetzesgebung eine ausgleichende Gerechtigkeit verhindert wird.
    Was für eine entsetzliche Regelung diese Verjährung hierbei doch ist. Und die Regierung will diesen Miss-Stand nichtmal beheben.

    Ist es nicht sogar vorsätzlich, wenn man weiß, wie schlimm das ist und trotzdem nichts daran ändern will, obwohl man es könnte?

  95. Sehr geehrter Herr Denef,

    Ihr Engagement macht hoffentlich vielen betroffenen Menschen Mut, die sich aus Schamgefühl bisher zurück gehalten haben, sich jetzt zu wehren. Ich wünsche Ihnen weiterhin die nötige Kraft!

    Herzliche Grüße

    Christa Schudeja

  96. Heike Stern schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Denef,

    Danke, dass Sie sich für uns Opfer und die es werden einsetzen. Auch ich habe meine Unterschrift gegeben.
    Ich war vom sechsten, bis zu meinem 29. Lebensjahr Missbrauchsopfer meines Onkels und niemand glaubte mir.
    Meine heute 14 Jahre alte Tochter wurde mit sechs Jahren missbraucht – ich fand sie am Dachboden gefesselt.
    Und nun wieder glaubt einem niemand!!!

  97. Lieber Herr Denef,
    Danke.
    Ich weiß nicht was passieren würde wenn alle Opfer mit ihnen aufstehen.
    Es wird oft geredet aber nicht gehandelt, Ärzte, Erzieher, Lehrer, Jugendamt, Polizei…
    Sie alle stehen den Tatsachen hilflos gegenüber. Die Angst dem Täter Unrecht zu tun ist schwerwiegender als dem/der Geschädigten zu glauben und diese zu unterstützen. Schnell vom Tisch ist die Devise.

    Der Weiße Ring startet im November die Kampagne gegen Kindesmissbrauch.
    Ich möchte alle Betroffenen bitten die neue kostenlose Hilfenummer zu nutzen 0800 0800 343
    https://www.weisser-ring.de/internet/verwaltung/kontakt/index.html

    Wir konnten schon viele Gesetze auf den Weg bringen die den Opfer helfen.

    Ich wünsche allen Betroffenen Kraft auf Ihren Weg.

  98. Sven schreibt am :

    Endlich einmal ein aussagefähiger Text und Jemand der sich dieser Problematik annimmt.
    Ich bin nur ein kleiner unbedeutender Mann ohne großes Vermögen. Es soll heißen, wenn ich vermögend wäre, meine Mittel würden Sie bis an den Europäischen Gerichtshof bringen.
    Ich darf so denken entschuldigt bitte, aber ich hatte mein Los zu tragen und erst spät das Gefühl, eine Mutter zu haben. Sie hat einfach Ihre Zeit gebraucht.
    Denn wenn einer Frau im Fünften Monat vom Richter gesagt wird, Sie will doch wohl nicht das Leben dieses Mannes zerstören, wo sein bester Freund einen Meineid vor Gericht geleistet hat.
    Das sagt wohl alles. Es war 1968, wo sich meine Geschichte zugetragen hat im hohen Norden.
    Der zwei Jahre später folgende Blutest wegen der Vaterschaft, hätte eigentlich das Gericht aus meiner Sicht in Zweifel versetzten müssen.
    Nun, es ist viel Zeit seit damals vergangen und ich bin mittlerweile Vierzig Jahre alt.
    Und die letzten Zehn Jahre habe ich dafür eine Mama die ich nicht mehr hergeben würde.

    Wenn’s Ihr Weg ist kämpfen Sie,
    für alle seelischen Tränen die niemand sieht.
    Ich wünsche Ihnen viel Glück.

    Mit freundlichem Gruß aus Lübeck.
    S. Klockmann

  99. Ally schreibt am :

    Verfehlungen im Werler Knabenkonvikt „Collegium Aloysianum“

    Ein Angebot zum Gespräch bietet die Gewaltopferhilfe DIREKT Kreis Soest e. V. für ehemalige Bewohner des Werler Knabenkonvikts an denen Verfehlungen verübt wurden, von wem auch immer.

    Da man theoretisch von mehreren Verfehlungen ausgehen kann, hat sich DIREKT e. V. zu diesen Angebot entschieden.

    Kontakt zu uns über den üblichen Weg: Siehe Impressum

    Reden hilft! Die Erfahrung zeigt: durch unseren offenen Umgang mit dem Thema wird das Schweigen zunehmend gebrochen. Die Opfer tragen nicht die Schuld – also kein Grund, es für sich zu behalten.

    Darum fordern wir auf:

    !!! BRECHT DAS SCHWEIGEN – ES GIBT VIEL ZU TUN – PACKEN WIR ES AN !!!

  100. Kay-Thorsten Flottemesch schreibt am :

    Sehr geehrter Herr Dennef,

    wie auch bei der einreichung ihrer Petition stehe ich auch jetzt auf ihrer Seite habe ich doch leider selbst mit erleben müssen was Sexuellermissbrauch für Schaden anrichtet. Zwar bin ich nicht selbst Missbraucht worden jedoch meine jetzige Exverlobte vor knappen 2 Jahren es tat mir weh als ich es von ihr erfuhr und ich hätte mir diesen Kerl am liebsten geschnappt und ihm den Sch… abgeschnitten jedoch war und ist sie was dieses VERBRECHEN an ihr angeht verschlossen was ich auch verstehen kann weil wer will schon an soetwas erinnert werden!

    Leider befürchte ich das auch diesesmal eine ablehnung kommen wird da in Deutschland wie in fast ganz Europa und im rest der Welt das Menschenrecht mit Füßen getreten wird alles für die Reichen und die Wirtschaftsbossen aber der kleine Bürger wird ganz vergessen obwohl ohne ihn nichts läuft ich drücke ihnen dennoch beide Daumen und gerne können sie meinen Kommentar gleich mit einreichen!

    Ich wünsche ihnen Gottessegen und Gotteshilfe bei ihren Bemühungen!

    Mit lieben Grüßen

    Kay-Thorsten Flottemesch

  101. Marcel-Pascal Flottemesch schreibt am :

    Hallo Kai kennst du mich noch? Ich bin dein Sohn

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