Aus Teufels Küche – Experten informierten über Drogen in der Satanisten-Szene

30.10.2009

Arbeitskreis „Rituelle Gewalt“

Von Susanne Linka am 30. Oktober 2009 11:01 Uhr

WITTEN Ganz besondere Kräuter in Essen und Trinken gemischt können berauschen, aber auch gefügig machen. „Biogene Drogen“ – zum Beispiel aus Pilzen gewonnen – sind besonders in der Satanisten-Szene verbreitet, so Silvia Eilhardt, Sektenbeauftragte der Stadt. Mit diesen Substanzen befasste sich nun der Arbeitskreis „Rituelle Gewalt“.

„Ich habe keine Spritze bekommen und keine Tablette genommen, sondern nur Tee getrunken. Trotzdem habe ich nur ganz schwache Erinnerungen an das, was danach geschehen ist.“ Solche Beschreibungen hört Silvia Eilhardt aus dem Jugendamt häufig, wenn sie Opfer ritueller Gewalt berät.

Chemisch kaum nachweisbar

In diesen Fällen sind vermutlich oft „biogene Drogen“ im Spiel. Drogen, die z.B. aus Pilzen gewonnen werden. „Sie können als Gewürzkraut in jede Speise gemischt sein oder als geschmacklose Flüssigkeit in ein Getränk gerührt werden“, hat die Wittener Sektenbeauftragte am Mittwoch von der Oberhausener Polizeikommissarin Claudia Pütz gelernt.

Sie hielt beim Treffen des Arbeitskreises „Rituelle Gewalt“ im Rathaus einen Vortrag über die Substanzen, deren Einsatz im Nachhinein chemisch kaum nachzuweisen ist. „Es ist aber trotzdem wichtig, dass alle, die mit der Szene zu tun haben, über sie Bescheid wissen. Schließlich können entsprechende Hinweise an die Polizei nützlich sein“, betont Eilhardt.

Kinder sexuell gefügig machen

Konfrontiert ist sie damit z.B. in ihrer Arbeit zum Thema Satanismus. Da müsse man zwischen der Jugendszene unterscheiden, die entsprechende Substanzen bewusst als Rauschmittel einnimmt, und dem organisierten Satanismus, der Kinder mit biogenen Drogen sexuell gefügig mache.

„Ich glaube nicht, dass es solche abgeschotteten Zirkel direkt in Witten gibt. Aber es gibt Leute, die Kontakt zu ihnen haben“, fasst die Sektenbeauftragte ihre Erfahrung zusammen. Sie kennt Fälle, in denen vor Jahren Kinder offenbar zu solchen Missbrauchsritualen über die Stadtgrenzen gebracht worden sind. Solche mittlerweile erwachsenen Opfer stellen sich heute mitunter die Frage: „Ich habe früher immer süße Milch bekommen, was könnte da drin gewesen sein?“

Hilfe beim Aufarbeiten der Erfahrungen

Den Opfern vermittelt Silvia Eilhardt z.B. Therapien, in denen sie ihre traumatischen Erfahrungen verarbeiten können. Sie selbst hilft beim Umgang mit Behörden oder dem persönlichen Umfeld: „Zur strafrechtlichen Verfolgung kann man nur raten, wenn die Beweislage sicher ist.“

HINTERGRUND

2003 gründete Silvia Eilhardt den bundesweiten Arbeitskreis „Rituelle Gewalt“, zu dem heute 45 Mitglieder gehören, u.a. Rechtsanwälte, Gerichtsmediziner, Psychologen. Rituelle Gewalt findet in Sekten statt: Die Vermischung extremer sexueller Gewalt mit mystischen Erfahrungen soll das Ego brechen. Jährlich berät die Wittener Sektenbeauftragte im Schnitt drei Opfer ritueller Gewalt, dazu circa 30 Angehörige von Jugendlichen, die in die Satanismus-Szene geraten sind. Die meisten nehmen schnell wieder Abstand, doch es gibt auch wenige „dramatische Fälle.

Quelle:

http://www.ruhrnachrichten.de/lokales/witten/Witten-Aus-Teufels-Kueche-Experten-informierten-ueber-Drogen-in-der-Satanisten-Szene;art939,715607

3 Kommentare

  1. loja schreibt am :

    wie bei deborah brannten kerzen
    ich war gefesselt am pfahl
    andere mädchen auch
    auf einem tisch etwas lebendiges
    es schreit
    ich darf nicht schreien
    wir müssen hinsehen
    danach stellt sich zu jedem mädchen ein schwarzgekleideter mann
    sein ding steht und wir nehmen es in unseren mund
    jetzt habe ich geschrieben
    die wahrheit geschrieben
    jetzt geht es mir schlecht
    ich habe überlebt
    wenn ich weiter rede kann es besser werden
    angst ist da loja

  2. Sarah M. schreibt am :

    Liebe loja,
    jetzt – wo du das erste mal in Deinem Leben ist es verständlich und ganz normal, dass es Dir beim Schreiben schlecht geht und vielleicht auch schlecht wird.
    Mute Dir nur so viel zu, wie es Deine Seele, Deine inneren Kinder verkraften.
    Du wirst sehen, es wird von mal zu mal leichter und befreiender! Du bist hier in einem geschützen Raum! Ein Raum mit Betroffenen, die wissen – wozu Menschen fähig sind! Du hast das Recht, es endlich aus deiner verwundeten Seele zu schreiben! Jeder hier hat das Recht! Jeder!!!

    Bist Du inzwischen frei von dieser Sekte, oder was immer das für eine Gruppierung war (ich nehme an, dass es sich um eine satanisch rituelle Gruppe handelt)?
    Ich hoffe es so sehr für Dich!
    Und ich wünsche Dir ganz viel Kraft, Du bist nicht allein!
    Wir sind viele!
    Sarah M.

  3. loja schreibt am :

    bin frei
    einige täter im gefängnis
    ich muß noch das programm im kopf deinstallieren
    ich gebe mir mühe
    ein mädchen hatte bilder gestohlen
    bilder von uns
    es sind jetzt meine bilder
    ich hebe sie auf
    für menschen die wissen wollen loja

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