Pädophile Vergangenheit des Daniel Cohn-Bendit
 – Der Kinderschänder

08.03.2010

Von Thomas Meier, Zürich, 23.02.2001

Erschreckende Tatsachen treten zutage, wenn man frühere Veröffentlichungen Daniel Cohn- Bendits genauer studiert. Der damalige militante Achtundsechziger, Wortführer der anti- autoritären Studentenbewegung in Frankreich und Deutschland und heutige prominente Grünen-Abgeordnete im Europa-Parlament, beschrieb in seinem Memoiren-Band «Der grosse Basar» ausführlich seine sexuellen Erlebnisse mit fünfjährigen Kindern.

Der als einer der Führer der Studentenbewegung Ende der sechziger und der siebziger Jahre berühmt gewordene Politiker Daniel Cohn-Bendit, heute Europa-Abgeordneter der Grünen, hat im Jahre 1975 unter dem Titel «Der grosse Basar» ein heute in Vergessenheit geratenes Buch veröffentlicht, mit dem er nach eigenen Worten seine «Bestandsaufnahmen und Schlussfolgerungen aus der Geschichte der letzten zehn Jahre» zu Papier brachte. Es ist der «Schweizerzeit» gelungen, ein Exemplar des längst vergriffenen Memoirenbands aufzutreiben. Was Cohn-Bendit darin niedergeschrieben hat, lässt jedem auch nur mit einer Spur von moralischem Anstand und sittlichem Empfinden ausgestatteten Leser den Atem stocken. Nachstehend einige Ausschnitte aus dem Kapitel «Little Big Men», veröffentlicht auf Seite 139 bis 147 des genannten Buchs, im unveränderten Originalwortlaut:

«Ich hatte schon lange Lust gehabt, in einem Kindergarten zu arbeiten. Die deutsche Studentenbewe- gung hat ihre eigenen antiautoritären Kindergärten hervorgebracht, die von den Stadtverwaltungen mehr oder weniger unterstützt wurden. Ich habe mich dann 1972 beim Kindergarten der Frankfurter Universität beworben, der in Selbstverwaltung der Eltern ist und vom Studentenwerk und der Stadt unterstützt wird. (…)

Die Eltern haben mich als Bezugsperson akzeptiert. Ich habe in diesem Kindergarten zwei Jahrelang gearbeitet. Dort waren Kinder zwischen zwei und fünf Jahren – eine fantastische Erfahrung. Wenn wir ein bisschen offen sind, können uns die Kinder sehr helfen, unsere eigenen Reaktionen zu verstehen. Sie haben eine grosse Fähigkeit zu erfassen, was bei den Grossen vor sich geht. (…)

Mein ständiger Flirt mit allen Kindern nahm bald erotische Züge an. Ich konnte richtig fühlen, wie die kleinen Mädchen von fünf Jahren schon gelernt hatten, mich anzumachen. Es ist kaum zu glauben. Meist war ich ziemlich entwaffnet. (…)

Es ist mir mehrmals passiert, dass einige Kinder meinen Hosenlatz geöffnet und angefangen haben, mich zu streicheln. Ich habe je nach den Umständen unterschiedlich reagiert, aber ihr Wunsch stellte mich vor Probleme. Ich habe sie gefragt: „Warum spielt ihr nicht untereinander, warum habt ihr mich ausgewählt und nicht andere Kinder?“ Aber wenn sie darauf bestanden, habe ich sie dennoch gestrei- chelt.»

Zu den ersten, die auf die pädophile Vergangenheit des Europa-Parlamentariers Cohn-Bendit aufmerk- sam geworden sind, gehörte der frühere deutsche Aussenminister Klaus Kinkel. Der Schwabe kämpft seit Jahren gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern.

In einem am 31. Januar 2001 in der Berliner Tageszeitung «B.Z.» publizierten offenen Brief an Cohn- Bendit verlangte Kinkel «eine deutliche Klarstellung, dass es in Kontakt mit den Kindern nie zu unsitt- lichen Berührungen bei Ihnen oder durch Sie gekommen ist». Die Art und Weise, wie sich Cohn-Bendit mit dem so sensiblen Thema, bei dem es um eine zentrale Frage der Moral geht, auseinandersetzt, lasse sich, so Kinkel, «weder mit der damaligen Situation der antiautoritären Kindererziehung noch mit Naivität erklären». Wer Kronzeuge für die Achtundsechziger Generation sein wolle, müsse «schon ernstzunehmende Massstäbe an sich selbst anlegen und anlegen lassen».

In seinem ebenfalls in der genannten Berliner Zeitung veröffentlichten Antwortbrief erklärte Cohn-Bendit, dass ihm damals «das Problem nicht bewusst» gewesen sei. Man habe versucht, «in einem kollektiven Diskurs eine neue Sexualmoral zu definieren». Bei den geschilderten Sexszenen habe es sich um eine «ich-bezogene Selbstreflexion» gehandelt, mit der er habe «zuspitzen und provozieren» wollen. Dabei wolle er sich «als Tabubrecher profilieren».

Mit dieser Antwort hat Cohn-Bendit die von ihm verlangte Klarstellung, dass es nicht zu sexuellen Kontakten mit Kindern gekommen ist, offensichtlich nicht abgegeben. Dass es sich bei den Schilderun- gen seiner Sex-Erlebnisse mit fünfjährigen Kindern nicht um Fiktion, um Phantasie oder um blosse Provokation handelte, zeigen die Inhaltsangaben auf dem Umschlag des Buches: Darin wird erklärt, dass Cohn-Bendits «Erzählungen und Reflexionen aus dem „Basar“ gleichzeitig Bestandesaufnahmen und Schlussfolgerungen aus der Geschichte der letzten zehn Jahre» sind, «lebendig geschriebene und spannende Berichte und Selbstdarstellungen von denen, die der Gesellschaft Widerstand entgegen- gesetzt haben».

Cohn-Bendits Stellungnahme tönt nach Rechtfertigung. Treffend hält Klaus Kinkel am 1. Februar 2001 in der Zeitung «B.Z.» in einer Replik zu Cohn-Bendits Reaktion fest, dass, wer nur einen kleinen Funken Verantwortung habe, in einer so ungeheuerlichen Sache nicht nach Rechtfertigung suchen dürfe. Der selbsterklärte grosse Moralisierer der Achtundsechziger habe sich mit seiner Reaktion jetzt entlarvt. Die schrecklichen, unter keinem Titel zu rechtfertigenden sexuellen Missbräuche von anvertrauten fünf- jährigen Kindern sind eines. Das andere ist das grosse Schweigen, das sich heute über diese furcht- baren Ereignisse ausbreitet. Bei der Beurteilung der Vergangenheit von linken Politikern werden beide Augen zugedrückt. Und diejenigen Tatsachen, deren Durchsickern an die Öffentlichkeit nicht verhindert werden kann, werden heroisch verniedlicht und mit den damaligen Zeitumständen erklärt. Die Geschich- te der Achtundsechziger wird noch geschrieben werden müssen.

Weiter lesen…

Quelle:

http://www.schweizerzeit.ch

62 Kommentare

  1. astrid schreibt am :

    Tja, da wird sich Mixa freuen. . .War übrigens nicht Cohn-Bendit auf besagter Odenwaldschule, wo Gewalt und sexueller Missbrauch an der Tagesordnung waren? Ich kenne die diesbezügliche deutsche Geschichte nicht, aber in Frankreich hat in den siebziger Jahren eine Gruppe von berühmten Kinderärzten, Philosophen, Psycho-Analytikern und anderen Intellektuellen die Abschaffung der Strafbarkeit von sexueller Gewalt gegen Kinder gefordert (die im Sinne sämtlicher Pädos der Welt als freiwillige Angelegenheit deklariert wurde). Unter ihnen war auch die Schriftstellerin Christiane Rochefort, die selbst Inzest-Opfer war und später – als sie wie üblich Jahrzehnte später erst begriff – entsetzt war über sich selbst. Ja, die Betonköpfigkeit der damaligen Zeit war verheerend – da möchte ich Büchner zitieren, der angesichts der Vorgänge während der französischen Revolution erkannt hatte: „Da klatschen die Galerien, aber sie hören nicht, dass jedes dieser Worte das Röcheln eines Opfer ist. (. . . )Geht einmal Euren Phrasen nach bis zu dem Punkt, wo sie verkörpert werden“.

  2. Norbert schreibt am :

    Man Beachte wo Herr Cohn-Bendit lt. Wikipedia.de zur Schule ging als er nach Deutschland kam.

    Zitat:

    Kindheit und Jugend

    ….. 1952 kehrte sein Vater nach Deutschland zurück und ließ sich als Anwalt in Frankfurt nieder, 1958 folgte ihm seine Frau mit Daniel. In Deutschland besuchte Cohn-Bendit ein Internat, die Odenwaldschule im hessischen Ober-Hambach bei Heppenheim, wo er 1965 Abitur machte……..

    Quelle Wikipedia.de

  3. Sarah M. schreibt am :

    Diese Informationen sollte man einer großen Zeitung und in Zeitschriften wie Spiegel… zustellen. Das gehört in die ganz breite Öffentlichkeit. Allein der Gedanke, dass hier jemand im Europaparlament teuer von Steuergeld bezahlt sitzt, der sich an Kindern vergriffen hat und dies als Experiment und Selbserfahrung, – reflexion verniedlicht und beschönt, ist unfassbar.
    Auch sollte man Fr. Schavan und Fr. L. Schnarrenberger den Artikel zuspielen, da sie sich ja in der Öffentlichkeit derzeit dafür ausgesprochen haben, alles erdenkliche zu unternehmen, um jegliche Präventionen gegen sex. Missbrauch einzuleiten. Da ist von einem Runden Tisch die Rede. Das kennen wir doch schon! Der Runde Tisch ehemaliger Heimkinder macht im Moment nicht wirklich ein gutes Bild. 2 Rechtsanwälte aus dieser Reihe scheinen ihre Arbeit nicht ernst zu nehmen, die Unzufriedenheit gegeüber Fr. Vollmer nimmt Ausmaße an…, der Prävention dient dies sicherlich nicht…
    Da können dann Fr. Schavan und Fr. L. Schnarrenberger erst mal dafür sorgen, dass in den eigenen Etage (nämlich bei den amtierenden Politiker, Staatsanwälte…im Europaparlament) aufräumen 🙂

    Hr. Kinkle sollten wir ins Boot holen für zukünftige Projekte. Es ist immer gut, einen namenhaften Mitstreiter in der Runde zu haben 🙂
    Sarah

  4. Sarah M. schreibt am :

    Hallo Astrid :-),
    nicht nur in Frankreich und nicht nur in den siebziger Jahren gabs diesen Wunsch der Abschaffung der Strafbarkeit von sexueller Gewalt gegen Kinder gefordert (die im Sinne sämtlicher Pädos der Welt als freiwillige Angelegenheit deklariert wurde).
    Auch in unserer Zeit z. b. in der Niederlande strebt eine Partei dieses Ziel an. Und darf sogar lt. Richterbeschluss weiter probagieren. Daran kann man wirklich erkennen, wie krank unsere Gesellschaft ist.
    http://www.focus.de/politik/ausland/niederlande_aid_112061.html

  5. astrid schreibt am :

    Vorsicht vor Instrumentalisierung, Leute: Cohn-Bendit ist natürlich eine beliebte Zielscheibe von erz-konservativen Politikern und Journalisten, denen es wahrscheinlich herzlich wenig um die Aufklärung in Sachen sexueller Gewalt gegen Kinder geht und vielmehr um Agitprop gegen einen agilen, grünen Politiker. Mir scheint nicht, dass da ein Pädosexueller schreibt; aber ich kann mich natürlich auch täuschen. Von „schrecklichen Missbräuchen“ hat Cohn-Bendit nicht berichtet; ich würde sagen, er hat sich neugierigen Kindern genähert mit den ganzen Verformungen, die er aus Odenwald und seiner Sucht nach Tabubrüchen mitgebracht hat – na ja, er wird sich wohl äußern müssen, und ich bin gespannt.

  6. Norbert schreibt am :

    Hauptsache die Odenwaldschule berücksichtigt dieses auch. Herr Cohn-Bendit wird dort auf der Home Page als prominenter Absolvent geführt.

    Norbert

  7. Lena schreibt am :

    Dass Daniel Cohn-Bendit sexuelle Kontakte mit Kindern hatte, war in Frankreich ein großes Thema in allen Medien kurz vor der Wahl zum Europa-Parlament im vergangenen Jahr. Cohn-Bendit ist in Frankreich sehr beliebt, weil er in der 68er Bewegung in Frankreich eine führende Rolle gespielt hat.

    Die GRÜNEN mit Cohn-Bendit als Spitzenkandidaten (er lässt sich wechselnd von den frz. und den dt. GRÜNEN als Spitzenkandidat aufstellen) haben 15% bei der Wahl bekommen, trotz der Vorwürfe, die Cohn-Bendit als schmutzige Schlammschlacht abgetan hat, um ihn kurz vor der Wahl in Verruf zu bringen.

    Was ich besonders beschämend finde: Er hat in diversen Interviews immer nur stumpf in ärgerlichem Tonfall wiederholt: „ich bin kein Pädophiler, ich bin kein Pädophiler“ und auf die damalige „libertären Zeitumstände“ verwiesen.

    Während Volker Beck von den deutschen GRÜNEN, der früher auch die Freigabe von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und älteren Kindern propagiert hatte, sich glaubwürdig damit auseinandergesetzt hat, mit Opfergruppen zusammengearbeitet hat und sich dann auch vor Jahren für die jetzt gültige Regelung eigesetzt hat, dass die Verjährung von Missbrauchsverbrechen erst mit dem 18./21. Lebensjahr der Opfer beginnt.

    So etwas hätte man auch von Cohn-Bendit erwarten sollen. Seine beleidigten Abwehrreaktionen (bin kein Pädophiler/so lange her/war halt die Zeit damals) sind einfach nur beschämend und es ist ein Skandal, dass er der Sprecher der GRÜNEN-Fraktion im Europa-Parlament ist.

  8. Lena schreibt am :

    P.S.: Die Passagen in den Erinnerungen sind auch in Deutschland vielen bekannt. Gute Ansprechpartner für Proteste wären die deutschen GRÜNEN-Vertreter, die im Europaparlament sitzen (schließlich ist Cohn-Bendit ihr Fraktionssprecher) und der Präsident des EU-Parlaments.

    Mailadressen einfach googeln….

  9. Bernd Schulz schreibt am :

    Das Leben im Katholischen Kinderheim

    Das kleine Buch soll Mut machen und aufzeigen, dass es Wege aus jeder noch so verfahrenen und unglücklichen Situation gibt. Es schildert mein Lebensweg des ich als kleiner Junge, und verunsicherten Jugendlicher und der schwer depressiven als Kind ausgesetzt wahr. Da es hier nicht nur um sexuellen Missbrauch, sondern auch um Gewalt und Machtausübung durch Ordensbrüder und Schwestern im Kloster geht, möchte ich gern meine Geschichte erzählen.

    Ich wurde 1944 in Berlin-Buch geboren. Meine Mutter ist bei der Geburt
    Gestorben und mein Vater ist im Krieg umgekommen und wurde als
    Findelkind gefunden und wurde in ein Weisenhaus im Eisfeld bei Heiligenstadt in ein Katholischen Weisenhaus eingeliefert da alle Staatlichen Einrichtungen voll wahren. Als Kleinkind wurde ich behutsam Betreut und Behutsam aufgezogen. Mit 6 Jahre bin ich in die Schule gekommen, ich ging gerne in die Schule das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wir Kinder wurden von den Kloster Schwestern unterrichtet, sie wahren sehr streng mit uns. Wir hatten auch ein Kloster Pater der uns Relions Unterrichtete. Der wahr nicht gut mit uns er schlug uns wenn wir den Stoff (Latein) nicht richtig ausgesprochen hatten, da ich gut wahr hat er zu mir gesagt ob ich ein Messdiener werden möchte ich wahr begeistert über diesen Vorschlag ich wahr 7 Jahre alt. Der Pater bevorzugte mich und ich durfte öfter zu ihn nach Hause in der Willa die im Kloster wahr. Eines nachmittags bin ich wieder hin er bat mich ein und machte mir ein Tee und hatten uns unterhalten ,auf einmal von einer Sekunde auf die andere eiskalt ich hatte ihr nichts getan er kam aber immer näher an mich rann und streichelte mich es wahr unangenehm hatte aber keine Wahl und angst vor ihm und lies es mir gefallen, es wurde immer schlimmer er machte seine Hose auf und ich musste ihn anfassen und daran spielen, dann Zog er mich aus ich fing an zu Weinen er sagte das ist doch nicht so schlimm und machte immer weiter, bist seine Haushälterin kam er Sagte das sei unser Geheimnis und Trotte mich mit den Worten sollte ich irgend jemanden davon erzählen würde er mich in ein dunklen Keller spähen. Ich versprach ihn das ich es nicht sagen werde, da ich so eine angst vor ihm hatte.

    Ich wollte kein Messdiener mehr sein und ging ihm aus dem Weg das wahr nicht immer möglich er holte mich drei mal zu sich nach hause
    und diese Handlungen wurden immer schlimmer und Gewalttätiger. Ich konnte nicht mehr und kam nicht gegen ihn an und konnte es keinen erzählen da sie mir sowieso nicht geklaubt hätte. Wir mussten einmal in Monat zu Beichte. Ich hatte angst davor. Ich konnte keine Nacht mehr Schlafen da mir die Bilder immer wieder vor Äugen wahren und fing zu schaukeln und zu Singen an bis die Nachtschwester kam und mir einen Eimer Wasser ins Bett schüttete am anderen Morgen wurde mir die nasse Wäsche über meinen Körper gelegt zum Trocknen. Meine schulischen Leistungen wurden immer schlechter ad ich übermüdet wahr. Da ich diese Vorfälle meinen besten Freund erzähle lachte er mich aus und erzählte es allen. Ich musste zu Oberin das ist die Leiterin des Heimes. Sie sagte ich möchte wissen was los ist, ich schämte mich und dann habe ich ihr alles gesagt was der Pater mit mir gemacht hat, sie Beschimpfe mich ich sie ein Lügner und warf mich raus. Ich hatte nichts mehr zu Lachen und wurde nur noch gehänselt. Die ältern Jungs sind jede Nacht gekommen und
    haben mich geknebelt und sxsuelle Handlungen vorgenommen und da war ich erst 8 Jahre. Ich musste die Dreckarbeiten machen die keiner machen wollte z.B. wir hatten im Kloster eine große Landwirtschaft und da musste ich die Schweine ausmisten den Misthaufen auf die andere Seite Schaufeln und den scharfen Hund füttern. Mit dem Hund hatte ich mich angefreundet hatte erst angst vor ihm, bis er gemerkte das ich immer traurig wahr. Der Hund wurde durch eine klappe gefüttert das er niemanden beißen konnte der nur nachts raus kam. Ich hatte Vertrauen zu dem Hund und versuchte ihn zu Streicheln er kam ganz dicht am Zwinger und lies sich streicheln da hatte ich einen besten Freud gewonnen. Ich fürchtete mich vor jede Nacht ich hatte so eine Wut auf den Pater wir mussten ihn jeden Morgen von der Willa abholen es war Januar morgens noch dunkel ich nahm den Abträtet vor seiner Treppe raus, und klingelte. er kam raus und sagte” grüß Gott Kinder,, und ging die Treppe runter, und fiel ins Loch rein. Ich sprang gleich hin um zu helfen er konnte nicht mehr stehen und holte unseren Docktor wir hatten eine Krankenstation er kam gleich mit und stellte fest das er ein Bein gebrochen hatte ich verspürte kein mitleid mit ihm. Da er mich immer wieder missbrauchte und jetzt acht Wochen vor ihm ruhe hatte. Es wahr so schlimm das ich mich das Leben nehmen wollte, bin auf einen hohen Baum geklettert und von oben herunter Gesprungen. Ich wollte nicht mehr Leben. Leider hatte ich nur Rippenbrüche zu verzeichnen. Nach so einer Re-Traumatisierung sind die Ohnmachtsgefühle kaum in Worte zu fassen, die einen überwältigen. Es ist kaum auszuhalten, weil man auch panische Angst hat, dass ich bei diesem Machtgefälle nicht mehr geglaubt wurde. Mein leben wurde mit Hass und Gewallt Geprägt der einzige Freund Wahr der Hund den ich betreute und pflegte. Eines Nachmittags wo ich vom Feld gekommen bin wollte ich meinen Hund begrüßen der wahr aber nicht da wo ich auf meiner Station gekommen bin hörte ich ein Bellen und Geschrei von Kinder da ist der Bauer mit dem Hund auf die Station gekommen ich wusste nicht warum der hetze den den Hund auf die Kinder die Schrieen um Hilfe ich bin rein der Bauer hetzte den Hund auf mich, der aber kam zu mir und wedelte mit dem Schwanz. Der Bauer schlug den Hund so das er jaulte, da nahm ein Stuhl, und zog ihn über sein kopf, er ging zu Boden ich nahm den Hund und brachte ihn in seiner Hütte zurück, daraufhin musste ich drei Tage in Nassen Sachen wurden nicht gewechselt und hab gestunken bis Freitag zum Wäschetaueinen Dunklen Keller ohne was zu Essen und zu Trinken . Nach drei Tagen wurde ich aus dem Keller geholt. mein körperlich wahr geschwächt, und wog nur noch 28 kg mit 9 Jahren. Nach der Schule wollte ich mein Hund besuchen und Füttern, der Hundezwinger war leer. Ich fragte: wo der Hund ist? Mann sagte mir der Hund wurde erschossen, da er wertlos sei. Ich Weinte und wurde immer Aggressiver. Meine Mitschüler bewunderten mich das ich so mutig wahr. Die Schwestern und der Pater hasten mich und Bestrafungen und Schläge wahren an der Tagesordnung . Ich aß keine Kraupen Suppe es gab mal wieder welche ich habe sie nicht gegessen darauf hin wurde sie mir immer wieder hingestellt und es gab nichts anderes ich habe sie nicht angerührt. Nach vier Tagen hat die Schwester mir die Nase zugehalten das ich die Suppe schlucken musste daraufhin spuckte ich die Suppe ihr ins Gesicht darauf wurde Sie böse und musste den ganze Tag in einer Ecke stehen mit ausgestreckten Armen acht Stunden ohne essen und Trinken, und durfte nicht auf die Toilette. Ich machte in die Hose und brach zusammen die sch. Ich wahr nicht der einzige der so behagelt wurde. Der Facher wurde dann versetzt da er sich noch an

  10. Sabine F. schreibt am :

    Es ist nicht zu fassen, dass solche feigen Täter nicht bereit sind, ihr Unrecht einzugestehen. An anderer Stelle von Herrn Cohn-Bendit gefordert, nimmt er sich selbst von Schuld aus. Das ist einfach nicht ok und man sieht mal wieder, wie selbstverliebt manche Politikerkarierren entstehen, und wohin sie führen. Unter dem gütigen Landesvater Filbinger geschehene Verbrechen kann man gut verurteilen, selbst im Glashaus sitzend.

    Es muss alles ans Licht, und die Täter müssen verurteilt werden. Missbrauch darf nicht verjähren.

  11. Hubert schreibt am :

    Wie sich Täterkreise in höher gestellten beruflichen Positionen gegenseitig absichern können, konnte man deutlich erkennen, wie es damals mit dem Fall „Dutroux“ in Belgien gelaufen ist.

    Fast alle Zeugen wurden wie durch eine Reihe von „Zufällen“ in Unfälle gekleidet „beseitigt“.
    Bis heute konnte der Fall nicht endgültig geklärt werden.
    Es gab für die Angeklagten nur milde Strafen bis hin zu Freisprüchen, mangels Beweisen.
    Da kann einem schon Angst und Bange werden.
    Insbesondere, weil die Täterkreise höchstwahrscheinlich bis zu den Gerichten reichten!

    Aber wessen Leben im Grunde sowieso schon zerstört wurde, wird auch diesen Schritt der Aufklärung wagen!
    Es darf nicht sein, daß sich ein Täter eines solchen Verbrechens nach 15 Jahren so richtig straffrei fühlen kann.
    Die noch freien Täter sollen sich dann wenigstens ihr Leben lang verfolgt fühlen.
    Dazu würde auch ganz gut die Aufhebung der Verjährungsfrist beitragen!

  12. Es ist läääääängst bekannt, das genannter Politiker Kinder sexuell missbrauchte! Schon vor Jahren! Was passierte? Nichts!

    Wer zeigt den Mann an?

  13. Petra schreibt am :

    Wer glaubt, dass Daniel Cohn-Benditt der einzige Politiker ist, der Kinder sexuell misshandelt, hebt die Hand.

  14. Sarah M. schreibt am :

    hallo Petra,
    da müsste das Forum schon eine Video – konferenz einberaumen, um die Anzahl der erhobenen Hände sichtbar werden zu lassen.
    Nein, aber jetzt mal im Ernst. Wichtig ist doch, wie wir mit diesen Informationen weiter verfahren sollten. Gäbe es irgendeine Möglichkeit, wie Lena schon anfügte, gute Ansprechpartner für Proteste bei den deutschen GRÜNEN-Vertreter zu finden?

  15. Hans schreibt am :

    Ich hatte für „Herrn“ Cohn-Bendit noch nie viel übrig, aber seit ich das hier gelesen habe, empfinde ich nur noch Ekel.

    Bin mal gespannt, was Claudia Roth dazu von sich geben wird – wenn überhaupt.

  16. marga schreibt am :

    Ach, Cohn- Bendit.
    Wie erbärmlich.
    Und wie hat er sich immer aufgeplustert wie ein Gockelhahn und hochnäsig seine Gegner heruntergeputzt.
    Er hat genausowenig Format wie sein Mitstreiter im Geiste Joschka Fischer.

  17. Angelika Oetken schreibt am :

    So schlimm das Thema ist – ich bin immer mehr fasziniert, wie sich aus vielen, einzelnen, auf den ersten Blick völlig unterschiedlichen Puzzleteilchen nach und nach schlüssige Bilder ergeben.

    Die „Wirklichkeit“ der Vergangenheit werden wir nie 1 : 1 rekonstruieren können, aber wir komplettieren unsere Vorstellung durch die Art Informationssammlung, -auswertung und -kommentierung, wie es derzeit hier geschieht und erkennen Zusammenhänge, wo es – scheinbar – bislang keine gab.

    Bettina Röhl, die Tochter von Ulrike Meinhof hat vor 9 Jahren erstmals auf die Passagen aus dem Buch von Daniel Cohn-Bendit aufmerksam gemacht und damit eine große Kontroverse ausgelöst.
    Ihr erinnert euch – vom steinewerfenden Joschka Fischer, langjähriger WG-Genosse von Daniel Cohn-Bendit, war in ihrem Buch auch die Rede.

    Mit dem, was wir mittlerweile wissen, drängt sich natürlich ein Verdacht auf.

    In Kaderschmieden, wie „Eliteschulen“ sie nun einmal sind, gibt es so gut wie immer, mehr oder weniger grausame Initiationsriten für die Schüler, die fast immer auch sexuell-gewalttätig gefärbt sind.
    Dazu gibt es sicherlich auch wissenschaftliche Untersuchungen – vielleicht hat ja jemand von euch schon welche gefunden.

    Ein solcher Ritus hat die Funktion, daß ein „Neuer“ beweist, daß er er der Gruppe würdig ist, indem er z.B. Demütigungen erträgt. Und daß „alte Hasen“ den Frust und die Angst, die sie damals verdrängen mußten, ihrerseits an jemandem auslassen dürfen.

    Also das alte, in unserer Gesellschaft so gut bewährte Prinzip „Oben buckeln, unten treten“. Das „Mantra“ der Führungskräfte.
    Ziel : so weit nach oben kommen, daß man nur noch treten kann. Da muß man schon was aushalten und so einiges schlucken – aber zum Glück gibt es ja bei jeder Stufe, die man auf der Karriereleiter erklommen hat, genug „Schwache“, denen man was verpassen kann. Ganz wichtig ist es, die menschliche Regung „Mitgefühl“ dabei zu unterdrücken.

    So etwas muß man natürlich als Erwachsener weiter üben, denn „Mitgefühl“ ist in fast allen von uns angelegt.
    Allerdings gilt „Mitgefühl“ auch als vorwiegend weibliche und damit „unterlegene“ Tugend.
    Das macht es natürlich für „echte“ Männer zu einem Drahtseilakt, Mitgefühl zu zeigen.
    Diejenigen Menschen, die allerdings gar kein Mitgefühl haben, gelten allgemein als krank.

    Daß auch hochrangige Politiker die sexuellen Demütigungen und Instrumentalisierungen von Kindern weiter betreiben, wird so erklärlich, finde ich. Eigentlich hätten sie das doch nicht nötig, würde man erstmal annehmen. Wenn man der Vorstellung folgt, bei sexuellen Übergriffen an Kindern handele es sich um eine Gelegenheit, Macht zu demonstrieren.

    Ich glaube dagegen, sexuelle Übergriffigkeit ist ein Zeichen von Verrohung, ein eklatanter Mangel an Empathie.
    Das Ganze beweist mal wieder, daß Intelligenz, Status und die Neigung, Kinder sexuell zu mißbrauchen sich überhaupt nicht ausschließen.

    Im Falle von Daniel Cohn-Bendit kann ich mir durchaus vorstellen, daß es u.a. die Freude an der moralischen Grenzüberschreitung war, die ihn antrieb. Auf Kosten der Kinder, aber das scheint dem damals schon längst erwachsenen Mann relativ egal gewesen zu sein.

    Was mich am meisten schockiert: Das Ganze ist so offensichtlich.
    Was wäre so schlimm daran, wenn Herr Cohn-Bendit einfach ehrlich ist, sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt und reflektiert – was er doch eigentlich gut kann.

    Er würde doch damit an Glaubwürdigkeit gewinnen. Wenn er jetzt nicht sofort redet, dann ist die Gelegenheit ein für alle mal vorbei.Zumal sich so viele seiner ehemaligen Mitschüler zu den Mißbrauchsfällen an der Odenwaldschule gemeldet haben.

    Alles, was Herr Cohn-Bendit dann noch sagen würde, hätte den Charakter einer billigen Rechtfertigung auf Druck von außen.

    Angelika Oetken, Berlin

  18. astrid schreibt am :

    Ich zitiere jetzt mal Reaktionen von Cohn-Bendit auf die Vorwürfe (schon 2001 hochgekocht): „Pädophilie ist ein Verbrechen. Sexueller Missbrauch ist etwas, was bekämpft werden muss“. Und: „Es tut mir leid, dass ich diesen schlecht geschriebenen Text verfasst haben. Es ist ein schlechter Text“. Ich könnte mir vorstellen, dass es sinnvoller ist, sich auf andere Gegner zu konzentrieren; bzw. was interessant ist an C.B. ist – für mich – eben die Verquickung Odenwald und „libertäre“ Sexualideologie. Klar könnte er das mal etwas ausführlicher reflektieren – das wäre gut für ihn und gut für die Öffentlichkeit. Ansonsten nochmal: Vorsicht vor Instrumentalisierung.

  19. konfessor schreibt am :

    Also meine persönliche Meinung ist die, um glaubwürdig zu sein, was diese Opfer sagt, hat er zu lange geschwiegen. Ich bestreite ja den Mißbrauch als solchen nicht, nur habe ich nach so vielen Jahren eher den Eindruck, es ging ihm nur um Geld. Oder will mir einer sagen, er hatte noch vor 10 oder 15 Jahren Scham gehabt und jetzt plötzlich nicht mehr? Glaubwürdig wäre gewesen er hätte das mit 25 – 30 Jahren gesagt, aber jetzt? Und er sieht auch garnicht so aus als wäre er immer noch tief betroffen. Hier soll nur noch mehr Geld rausgeholt werden und das ganze Volk macht unbesehen mit. Aber das ist nur mein persönlicher Eindruck von Herrn Denef.

  20. Petra schreibt am :

    @ Astrid: Was meinst du mit „Vorsicht vor Instrumentalisierung“?

    Und: Ich warne ebenfalls davor, zu einseitig zu werden: NICHT NUR IN KIRCHLICHEN INSTITUTIONEN UND/ODER SCHULEN GESCHIEHT SEXUALISIERTE KINDESMISSHANDLUNG.

  21. Lena schreibt am :

    Hallo Astrid,

    mein Problem mit Cohn-Bendit ist: „Es tut mir leid, dass ich diesen schlecht geschriebenen Text verfasst haben. Es ist ein schlechter Text“ Es ist völlig wurscht, ob der Text „schlecht geschrieben war“.

    Er gibt doch wieder, wie der Autor gehandelt hat und was er gedacht hat. Was mir immer den Magen umdreht, ist die Bemerkung mit den fünfjährigen Mädchen, die sich mit erotischer Verve an ihn „herangeschmissen“ haben.

    Kein normaler Erwachsener sieht in einer 5jährigen eine erotische Person.

    “Pädophilie ist ein Verbrechen. Sexueller Missbrauch ist etwas, was bekämpft werden muss”

    Ja, das ist nett. Das kann jeder in zwei Sekunden ohne Anstrenung über die Lippen bringen, siehe aktuell Katholische Kirche etc.

    Was ich von Cohn-Bendit noch NIE gehört habe – und ich würde mich über Belege freuen, die mir Unrecht geben! ist etwa Folgendes:

    „Es tut mir sehr leid, dass ich die Intimsphäre von Kindern verletzt habe, indem ich ihre Genitalien berührte und manipulierte und meine Genitalien von ihnen berühren und manipulieren ließ. Das war ein schwerer Fehler, das hätte nicht passieren dürfen, egal, wie die Zeitumstände damals waren.

    Rückblickend bin ich entsetzt darüber, dass ich Kinder im Alter von 5 Jahren als erotische Objekte angesehen habe. Das, was ich damals als „fortgesetzes Flirten“ angesehen habe, war, wie ich heute weiss, die Kinder meiner sexuelle Erregung auszusetzen.

    Dies hat ebenso die für eine unbeschadete Entwicklung notwendigen Grenzen der Kinder schwer verletzt. Ich bitte nachdrücklich um Entschuldigung dafür. Ich habe mich intensiv damit auseinandergesetzt, warum ich als Erwachsener so eine unreife Sexualität hatte.

    Ich bin jederzeit bereit, mit den heute erwachsenen Kindern von damals Gespräche zu führen, oder mit ihren Eltern, und ihnen zuzuhören, ohne mich zu rechtfertigen.

    Ich möchte vor allem die Betroffenen von damals bitten, mir zu sagen, ob und was ich konkret für die Einzelnen tun kann, um diese Grenzüberschreitungen wieder gut zu machen. Ich werde mich in Zukunft konkret für das Projekt XY und die Gesetzesinitiative XZ einsetzen, um dazu beizutragen, dass Kinder besser geschützt sind.“

    Und sage bitte niemand, etwas Betatschen / Penis und Klitoris manipulieren hier und etwas sexuelle Erregung dort sei nicht so schlimm. Für 5jährige.

  22. Petra schreibt am :

    Liebe Lena,

    JA, GENAU SO müssten sich diejenigen, die schwere Schuld auf sich geladen haben, äußern. Und es natürlich auch so meinen.

    Alles andere – insbesondere die leicht über die Lippen kommenden lapidaren „Entschuldigungen“ (mal abgesehen davon, dass sich niemand selbst ent-schuldigen kann!!!) – ist heiße Luft, Lippenbekenntnis, „political correctness“.

    Jedenfalls nicht ernst gemeint – und damit das Opfer und dessen „lebenslänglich“ nicht ernst genommen.

    Sondern wieder nur sich-selbst-geschützt, sich-selbst-rausgeredet, wieder nur gerade-soviel-zugeben-wie-mir-nachgewiesen-werden-kann.

    Noch etwas zu DCB:

    DCB ist nicht „pädophil“ („kinderlieb“), wie er offenbar in der Zeitung genannt wurde. DCB ist pädokriminell. Denn egal, wie libertinär, anti-autoritär oder pseudofreiheitlich die Zeiten damals gewesen sein sollen: Auch damals handelte es sich dabei um STRAFTATEN!! DCB kann sich nur deshalb so freimütig damit brüsten (oder sich jetzt hinter „Ich wars nicht“ verstecken), weil ihn eine täterfreundlichen Rechtssprechung (Verjährungsfrist) schützt.

  23. Antworten auf verschiedene vorausgegangene Kommentare:

    1. Der Spiegel hat selbst Dreck am Stecken, DCB ist einer von ihnen
    http://www.kreuz.net/print-article.10716.html
    Warum der Spiegel über N. Denefs Geschichte berichtet hat, ist eine andere Frage, da geht es nämlich gegen die Kirche.

    2. Zu der immer wieder aufkommenden Frage, warum Herr Denef und andere Opfer so lange schweigen und warum manche dann auch noch die Stirn haben, finanziellen Schadensersatz zu fordern:

    – Scham, Schuld, Verdrängen und der Versuch, einfach normal zu leben kosten unendlich viel Kraft. Viele Opfer schaffen es nie zu sprechen. Niemand will das wahrhaben, auch nicht die Opfer. Aber je älter man wird, um so schwieriger wird oft das Verdrängen und Funktionieren.

    – den wenigen Opfern, die es egal wann doch schaffen zu sprechen und zu kämpfen ist die Gesellschaft zu großem Dank verpflichtet. Denn nur über die Opfer können die Täter belangt werden, kann sexueller Missbrauch bekämpft, können Kinder geschützt werden

    – Finanzielle Entschädigung wäre das Mindeste. Aber so viel Geld gibt es überhaupt nicht, dass es ein durch sexuellen Missbrauch zerstörtes Leben, ein Leiden, das man seinem ärgsten Feind nicht wünschen würde, die Unfähigkeit, Freude zu empfinden, die Leiden der Kinder und Familie der Opfer usw. usf. damit „wieder gut“ machen könnte.
    Martha Schalleck

  24. Hubert schreibt am :

    Zum Kommentar von „konfessor“ – am 9.März 13:06Uhr

    „…Oder will mir einer sagen, er hatte noch vor 10 oder 15 Jahren Scham gehabt und jetzt plötzlich nicht mehr? Glaubwürdig wäre gewesen er hätte das mit 25 – 30 Jahren gesagt, aber jetzt? Und er sieht auch garnicht so aus als wäre er immer noch tief betroffen….“

    So kann natürlich nur jemand daherreden, der von der ganzen Materie so gut wie keine Ahnung hat.
    Herr Konfesser, lesen sie erstmal Fachlektüre mit neuen konkreten Forschungsergebnissen, bevor sie so etwas unqualifiziertes von sich geben.
    Es ist ihre Meinung dazu, ok. Diese ist aber leider weitab der Realität und ignoriert bzw. verharmlost den tatsächlichen Zustand der Betroffenen!
    Weitere Erklärungen und Richtigstellungen spare ich mir jetzt an dieser Stelle.

    Hubert

  25. Sarah M. schreibt am :

    An „konfessor“
    zu Ihrem Zitat: „Also meine persönliche Meinung ist die, um glaubwürdig zu sein, was diese Opfer sagt, hat er zu lange geschwiegen.“ …
    Hätten Sie sich umfangreicher informiert, wüßten Sie, dass Hr. Denef nicht erst jetzt sein Schweigen gebrochen hat, sondern bereits vor schon vor Jahren… Sie schreiben weiter: Ich bestreite ja den Mißbrauch als solchen nicht, nur habe ich nach so vielen Jahren eher den Eindruck, es ging ihm nur um Geld…“
    Auch hier fehlt Ihnen jegliche Hintergrundsinformation!
    Hr. Denef hatte allein für seine Therapien, Klinikaufenthalte usw. emens viel Geld ausgegeben, um den daraus resultierenden Totalzusammenbruch behandeln zu lassen. In dieser Zeit ergeben sich unter anderem erhebliche „Kosten“, durch den Wegfall des Arbeits – Entgeltes! Und eine Bemerkung am Rande: Hr. Denef setzt sich seit Jahren für Opfer ein, kämpft auf eigene Kosten unentgeltlich für die Abschaffung der Verjährungsfristen im Zivilrecht. Wäre er, wie Sie so unreflektiert behaupten, geldgierig – würde er nicht das ganze „Geld“ in dieses Projekt stecken, sondern sich ein schönes Leben machen, wie so manche, die andere schamlos abzocken!!!… weiteres Zitat: „Oder will mir einer sagen, er hatte noch vor 10 oder 15 Jahren Scham gehabt und jetzt plötzlich nicht mehr?“…
    Die Scham eines sex. Missbrauchten wird nie verjähren, aber davon können Sie keine Ahnung habe, da Sie diese Erfahrung glücklicherweise nie machen mussten. Freuen Sie sich darüber, aber urteilen Sie nicht über Menschen, die Sie nicht kennen. Und wenn Sie sich mal mindestens genau so viel Zeit genommen hätten, hier im Forum mal die Berichte von Betroffenen lesen, wie Sie für Ihre haltlose Meinungsbildung investiert haben, würden Sie verstehen, warum es für einen Betroffenen immer noch schambesetzt ist auch nach vielen, vielen Jahren. Gerade weil Nichtbetroffene glauben, sich ein Urteil über Betroffen erlauben zu können, und abfällig
    das Ganze als „Schauspielerei“ abtun. Das haben die meisten Betroffenen nachdem Sie im Kindesalter sex. missbraucht wurden, sich anhören müssen – als Sie sich in der Hoffnung, Schutz und Hilfe zu bekommen, an Eltern, Erwachsene usw. wendeten. Es wurde Ihnen nicht geglaubt, es wurde bagatellisiert.
    …“Und er sieht auch garnicht so aus als wäre er immer noch tief betroffen.“… Wie muss den Ihrer Meinung nach ein tief Betroffener aussehen??? Nachdem Ihnen jegliche fachliche Information über traumatisierte Menschen und der daraus resultierenden Langzeitfolgen, und Langzeitschäden fehlt, steht es Ihnen ein Urteil auf gar keinen Fall zu. Nur eins noch!!! Gerade weil es immer noch Menschen gibt wie Sie, die sich anmaßen – ohne gründliche Recherche bzgl. Fachwissen, Fakten von „Fällen“ angeeignet zu haben, über Betroffene haltlose Unterstellungen zu verbreiten, hat es sich Hr. Denef zur Aufgabe gemacht, in die Öffentlichkeit zu gehen, um endlich AUFKLÄRUNG zu betreiben. Und wie es scheint, ist es auch dringend nötig!!!
    Erst denken, dann schreiben (reden, urteilen).
    So, und das war jetzt meine ganz persönliche Meinung!!!
    (Aber mit fundiertem Hintergrundswissen)

  26. Lena schreibt am :

    Da mich das Thema jetzt doch noch den Tag über verfolgt hat, hier noch eine kleine Ergänzung.

    Das Video ist auf französisch (die Übersetzung ist aus einem Internet-Blog, soweit meine Französisch-Kenntnisse reichen, aber korrekt).

    Es lohnt sich, das Video anzuschauen (die entsprechende Passage beginnt ab 0:30), auch wenn man kein Französisch kann, Körpersprache, Tonfall und Mimik sagen wirklich auch schon alles.

    http://blip.tv/file/2214952

    „Ich arbeite mit kleinen Kindern (alternativer Kindergarten)… Ich gehe um 9 Uhr morgens hin und finde dort meine acht kleinen Knirpse zwischen 16 Monaten und zwei Jahren. Ich wasche ihnen den Popo ab. Ich kitzle sie, sie kitzeln mich. Wir tätscheln uns. … Zuviel Tätscheln? Das ist lächerlich! Ich setze ihnen keine Ideen in den Kopf. Wissen sie, die Sexualität eines kleinen Kindes ist etwas absolut Fanatisches. Mann muss aufrichtig sein, seriös. … Bei den ganz Kleinen ist es was anderes, aber bei den Vier- bis Sechsjährigen. Wissen Sie, wenn ein kleines fünf-fünfeinhalbjähriges Mädchen beginnt, sie auszuziehen, ist das fantastisch. Es ist fantastisch, weil es ein Spiel ist, ein wahnsinnig erotisches Spiel.”

  27. Sarah M. schreibt am :

    und da wundert sich blib.tv, dass dieses video noch von niemanden kommentiert wurde.
    Mir kommt gleich das k….
    der ist es echt nicht wert, auch nur einen Kommentar zu bekommen. Diese Aufmerksamkeit hat er nicht verdient. Das einzige, was er verdient hat, dass man ihn gnadenlos durch die Presse zieht, solange bis er selbst das Amt niederlegt.

  28. Ich muss mal was ganz deutlich sagen: Selbst die sogenanntn „Opfer“ sind selbst untereinander zuweilen tiefst zerstritten und zerstören/fetzen sich gegenseitig: Insbesondere wenn es darum geht, die Schuld der Täter (gleich welche) als schuldhaft und verbrecherisch dazulegen und zu postulieren: „Ihr seid schuld daran, dass es mir heute dreckig geht“ – dann baut sich bei vielen Opfern und Therapeuten eine dubiose Mauer auf, die da heißt: VERGEBUNG.

    Nimmt man klar Stellung gegen die Vergebung, weil sie – worüber man sich hier ist – das ehemalige Opfer verhöhnt und betrügt, sind manche nicht selten urplötzlich auf den Seiten der Täter und VERGEBER.

    Ich selber bin schon dutzende Male bei meinen Buch-Rezensionen und Äußerungen in dem Zusammanhang auf teils harsche und beleidigende bis verleumderische Reaktionen von sogenannten Opfern und ihren Verbündeten gestoßen; da werde ich als „Stolker“ betitelt, – und jüngst als „kranker Mann“ und „Hasskampagne“ schürender. Als Opfer darf ich selbstvertständlich NICHT gegen die Täter argumentieren – vor allem, wenn es die Eltern sind! Oh wie böse bin ich!!

    Egal, ob die Verjährung fällt – die Verbortheit, dass das Kind dennoch Schuld ist an seinen erlebten Taten ist und dass man den Tätern vergeben m u s s – die bleibt in den Köpfen eingemeißelt – und selbst in 20 Jahren noch.

    Und die Masse derer, die diesen fanatioschen Fundamentalismus in sich tragen, ist erheblich größer als sich hier Leser aufhalten. Ich mag behaupten, dass Sie im Denef-Forum, die absolute Minderheit sind.

    Die Abschaffung der Verjährung kann nur EIN Brocken im Lügen-Geröll sein, welches verschwinden muss. Es müssen noch viel viel mehr Brocken weggeräumt werden, so dass sich die Situation für die Opfer GRUNDLEGEND bessert.

    Ich, der sich kritisch mit dubiosen, fanatischen Pseudo-Therapien, Quarksalber-Therapeuten und zweifelhaften Publikationen auseinandersetzt und klar GEGEN DIE VERGEBUNG der Täter kämpft, kriege oft Schläge verpasst. Und das nur, weil ich mich klipp und klar FÜR DIE RECHTE DER OPFER EINSETZE. Die Frage ist: Ob und wie lange kann ich das noch mitmachen und ertragen?

    Wer mir nicht glaubt, dem kann ich gerne Quellen und Links nennen.

  29. Petra schreibt am :

    Buchtipp für Norbert:

    Jeffrey M. Masson „Die Abschaffung der Psychotherapie“, Bertelsmann-Verlag, 1988, ISBN: 3-570-02731-7.

    Ich teile Ihre Meinung zu 100 Prozent!

  30. Lieber Herr Dennef,
    ich danke Ihnen für Ihren Mut, Ihre Stärke.
    Leider erfahren Opfer immer wieder auch weitere Tritte, denn wer wagt es schon, z.B. auch gegen missbrauchende Psychologen vorzugehen.
    Ich kann ein Lied davon singen, wie viel Kraft es kostet, erst einmal Staatsanwälte zum Aufwachen zu bringen.
    Ich hoffe, das wir es immer wieder schaffen, Menschen darauf aufmerksam zu machen, gut hinzuschauen und zu hören.
    Manches bleibt eben für die Augen unsichtbar.
    Ihnen alles erdenkliche Gute, immer wieder Kraft zum Aufstehen.
    Licht und Liebe sendet Christina mit Ihren Seelchen

  31. Angelika Oetken schreibt am :

    Lieber Willi Schewski,
    der Urheber der „Vergebungsmasche“ ist Herr Bert Hellinger.
    Herr Hellinger hat vor etwa 20 Jahren einige bekannte systemische Familientherapeuten kennen gelernt, darunter Gunthard Weber und aus einem ursprünglich sehr seriösen Therapieansatz ein „Psychoentertainment“ gemacht.
    Ich nenne es „Onkel Berts Verzeih-mir-Show“.

    Er stellt sich selbst gern als Erfinder der systemischen Familientherapie dar. Das ist er aber mitnichten. Zu den Entwicklern gehören in Wirklichkeit unter anderem die von mir hoch geschätzte Virginia Satir, Tom Andersen, die sogenannte „Mailänder Gruppe“ und in Deutschland unter anderem Helm Stierlin.
    Bert Hellinger hat sich die Idee der Familienskulptur von Virginia Satir abgeschaut und sie so lange vereinfacht und mit afrikanischen Ritualen angereichert, bis sein „Familienstellen“ entstanden war.
    Frau Satir hat schon sehr frühzeitig vor ihm gewarnt, ebenso wie vor dem immer noch sehr populären „NLP“.

    Bert Hellinger propagiert ein einfaches, geschlossenes Weltbild, zu dem unter anderem Unterwerfungsrituale und eben diese Sache mit der „Vergebung“ und „Loslösung aus Verstrickung“ gehören, ohne die „Heilung“ nicht möglich sei.
    Genauso wie der Wunsch nach „Reinigung“ bedient das einfach nur typisch europäische Neurosen.

    Die seriösen familientherapeutischen Vereinigungen haben sich mittlerweile von Bert Hellinger distanziert.

    Spät aber immerhin.

    Herr Hellinger hat folgende Vita :
    (Zitat aus einer Werbung zu einem seiner Bücher)

    „Bert Hellinger, Jahrgang 1925, studierte Philosophie, Theologie und Pädagogik. Er war katholischer Ordenspriester und Schulleiter in Südafrika. Hellinger studierte alle bedeutsamen Therapiesysteme wie das von Perls, Janov oder Berne, um seinen eigenen Ansatz zu entwickeln. Seine Einsichten in die Gesetzmäßigkeiten, nach denen Familienmitglieder miteinander verbunden sind und sich verstricken, führten in den 80er Jahren zur Entwicklung der systemischen Familientherapie und leiteten damit den Beginn des wirksamsten und populärsten Therapiesystems der letzten zwei Jahrzehnte ein.“

    Über die Zeit, die Bert Hellinger in Südafrika verbracht hat, ist leider wenig in Erfahrung zu bringen. Ich bedaure es, daß ich keine Kontakte nach Südafrika habe und deshalb auch niemanden von dort um Unterstützung bitten kann.

    Egal, wie man zu Bert Hellingers „Familienstellen“ steht :
    Er ist ein genialer Geschäftsmann und hat eine in ihren kulturellen Kontext eingebundene Heilmethode aus Südafrika nach Europa transferiert, um sie hier erfolgreich zu vermarkten.
    Die sehr kognitiv geprägten, sprachlastigen europäischen Therapeuten haben seinerzeit zum Teil begeistert seine „authentischen“ Ansätze aufgenommen und verbreitet.
    Auch sein Patientenklientel – sehr viele traumatisierte, auch sexuell mißhandelte Menschen – schätzt Herr Hellinger hervorragend ein.
    Leider nutzt er sein Wissen nicht verantwortungsvoll, um diesen Menschen zu helfen, sondern er bedient ambivalente, destruktive Bedürfnisse. Und betreibt Machtmißbrauch.

    Bert Hellinger polarisiert schnell : es gibt viele begeisterte Anhänger, die mit fast religiösem Eifer seine Thesen verteidigen – die haben Sie offenbar auf den Veranstaltungen erleben dürfen.
    Und ebenso leidenschaftliche Kritiker und Gegner. Die zum Teil aber schon mit der „Geldmaschine“ Hellinger unangenehme Erfahrungen machen mußten, u.a. in Bezug auf Unterlassungsklagen.

    Es ist gut, in diesen sehr emotional und irrational geführten „Diskussionen“ mit Hellinger-Anhängern zu versuchen, sachlich zu bleiben und echt zu sein. Also von sich und seinen eigenen Empfindungen zu sprechen und zu versuchen, eine präzise Sprache zu benutzen. „Hellinger-Jünger“ verwenden Archetypen und Allgemeinplätze.

    Bert Hellinger und seine Anhänger arbeiten selbst mit Methoden, die an Gehirnwäsche erinnern (emotional-direktiv, non-verbal und auch mit Ausgrenzung).

    Seriöse Therapeuten tun das definitiv nicht.

    Angelika Oetken, Berlin

  32. Sarah M. schreibt am :

    Zu Hellingers Methoden:
    Vor allem seine Familienaufstellungen in Massenabfertigung bei Riesenveranstaltungen sind unverantwortlich jedem Teilnehmer gegenüber. Ich habe des öfteren erlebt, wie verstört Willige von solch einem Seminar zurückkamen. In Familienaufstellungen kann es durchaus sein, dass Extremerfahrungen und auch Traumen zu Tage kommen. Diese aber werden nicht bearbeitet, was in den 2 – 3 Tagen, die höchstens dafür angesetzt sind, gar nicht möglich ist. Der Eindruck, dass hier nur um schnelles Geldverdienen geht, bleibt nicht aus, denn so unverantwortlich zu agieren, einen Patienten in einem Zustand wieder heimfahren zu lassen, und ihn sich selbst zu überlassen, ist keineswegs therapeutisch, sondern im hohen Grade schädigend.
    Intuitiv habe ich mich davon immer fern gehalten!

  33. Lena schreibt am :

    Hallo Angelika,

    “Onkel Berts Verzeih-mir-Show” ist wirklich nett *grins*. 🙂

  34. nicht-die-einzige schreibt am :

    Hier lernt man doch jeden Tag etwas; dass es einen Onkel gibt, der die verdammte Vergeberei propagierte (mit der man als unreif abgestempelt wird, wenn man nicht endlich Ruhe geben will) und die Diskussionen um den Zusammenhang von Initiationsriten, Machterhalt und Ausübung von sexueller Gewalt: Das ist alles sehr anregend; ich komme hier morgens gerne nach dem Mailschecken vorbei. Danke an alle und einen schönen Tag!

  35. Elvira schreibt am :

    Selbst wenn man in der Lage sein sollte zu vergeben, heißt das noch lange, lange nicht, dass der TÄTER die Verantwortung nicht zu tragen hätte. Jesus wurde als Opfer ans Kreuz geschlagen. Wir Opfer haben bisher das Kreuz getragen. Damit ist jetzt Schluß!
    Die Täter sind jetzt an der Reihe. Alle TÄTER sollen die VERANTWORTUNG (ihr KREUZ) ab sofort selber tragen.
    Mir klingt noch folgender Satz aus meiner Kindheit in den Ohren: „Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Hoffnung.“
    Ich fordere HEIL und HOFFNUNG für alle TÄTER!
    Wir Opfer haben genug getragen – die Täter sind jetzt dran!
    ELVIRA!

  36. Angelika Oetken schreibt am :

    Hallo,
    ja Frau Miller hat das sehr schön klar gestellt.

    Darüber hinaus bin ich der Meinung, daß das „Vergeben“ vor allem dazu dient, den Therapeuten emotional zu entlasten, da er innerhalb einer authentischen Therapie die ambivalenten Gefühle und Reaktionen des Patienten mit voller Wucht abbekommt. Und mit der Erfahrung der eigenen Hilflosigkeit leben muß.
    Der „Job“ des Therapeuten ist zwar, so etwas zu reflektieren und trotzdem eine Möglichkeit zu finden, den Patienten zu begleiten auf seinem Weg irgendwie damit klar zu kommen – aber nicht jeder Therapeut schafft das.
    Die Verführung eine „Lösung“ anzubieten, z.B. die „Vergebung“ ist dann wohl groß…

    Angelika Oetken, Berlin

  37. Lena schreibt am :

    Warum Therapeuten von den Patienten oder Psycholgen von Seminarteilnehmern Vergebung fordern (fordern!), hat meiner Meinung nach auch damit zu tun, dass sie so Macht ausüben können. Normalerweise ist der Ansatz ja heute: zuhören, warten, was vom Patienten kommt und ihn oder sie selbst bestimmen lassen, wie er bzw. sie handeln möchte.

    Indem man Traumatisierten „Vergebung“ aufzwingt, hat man nicht nur (endlich mal?) die Möglichkeit, Patienten konkret sagen zu können, was sie tun sollen, sondern auch Macht über die furchtbaren Dinge, die man zu hören bekommt.

    Wenn man so tut, als ob man immer vergeben müsste, legt man den Deckel wieder auf den Topf des Schreckens. Dann ist das auch für die Therapeuten nicht mehr so beunruhigend. „Alles kann vergeben werden“ macht die Welt zu einem scheinbar sichereren Ort.

    Es ist wesentlich schwieriger, das eigene Sein in der Welt auch als Therapeut/in auszuhalten, wenn Vergebung nur *eine* mögliche Option ist und zwar nach einem langen Prozess, nachdem das Opfer evtl. Bedingungen dafür an den Täter gestellt hat (intensive Auseinandersetzung mit der Tat, Aushalten der Wut, Verzeiflung und Trauer des Opfers, Forderungen nach Wiedergutmachung).

    Die „nichts ist so fürchterlich, dass es nicht vergeben werden kann“-Haltung ist also auch ein Beruhigungsmittel für Therapeuten. Insofern schließe ich mich an Angelikas Argument an, dass durch eine Vergebung die Hilflosigkeitsgefühle der Therapeuten unterdrückt werden sollen.

  38. Elvira schreibt am :

    Liebe Sarah M., liebe Angelika,
    danke für Euren Beitrag von A. Miller. Finde ich sehr gut und auch den Beitrag über die „TherapeutInnen“ spricht mir total aus dem Herzen.
    L.G. Elvira

  39. Elvira schreibt am :

    Entschuldigung an Lena!
    Auch dein Beitrag spricht mit total aus dem Herzen. Ich bin heute etwas müde und habe nicht alles gelesen.
    Elvira

  40. Angelika Oetken schreibt am :

    Hallo,
    das mit der „Vergebung“ hat mich dann doch noch beschäftigt. Habe ein wenig im Internet geforscht und bin entsetzt, wie stark dieses Gedankengut „Vergeben und Verzeihen“ schon in der Therapeutenszene verbreitet ist.

    Macht euch doch selbst ein Bild, gebt mal in der Suchmaschine „Psychotherapie/Vergebung“ ein. Unter anderem wird auf einen Kongreß verwiesen, der 2009 in Wien statt fand und unter diesem Motto stand.

    Ich bin besonders besorgt, weil auf einigen Symposien und in manchen Kliniken offenbar spirituelle (christliche) und therapeutische Ansätze vermischt werden. Ob das auf den Einfluß der „Hellinger-Bewegung“ zurückzuführen ist, kann ich nicht beurteilen.

    Auf jeden Fall würde ich mich freuen, wenn wir hier über dieses Forum einige Betroffene finden, die sich mit dem Thema „Therapie“ auch professionell auskennen und bereit sind, solche Veranstaltungen gezielt zu besuchen, dort kritisch mit den Referenten und Besuchern zu diskutieren und hier von ihren Erfahrungen berichten.

    Es ist offenbar bitter nötig. „Nicht-Betroffene“ Therapeuten muß man leider oftmals als „Laien“ ansehen.
    Das muß nicht heißen, daß sie schlechtere Therapeuten sind als „Betroffene“, aber sie sollten in der Lage sein, diese Besonderheit zu thematisieren und zu reflektieren. Und nicht automatisch von ihren Empfindungen und Einstellungen auf die ihrer Patienten schließen.
    So etwas ist nicht professionell – dann könnte ich gleich meiner Friseurin 30 Euro mehr in die Hand drücken und ihr 50 Minuten zusätzliche was aus meinem Leben erzählen.

    Einige Psychotherapeuten scheinen nicht in der Lage zu sein, das Thema „Schuld und Vergebung“ innerhalb der Therapie ausreichend zu vertiefen, sondern verfallen in oberflächliche Betrachtungs- und Verfahrensweisen.

    So etwas kann den Erfolg der gesamten Therapie zunichte machen. Es ist also schon aus fachlichen und finanziellen Gründen höchst fragwürdig – Psychotherapien sind meist langwierig und teuer.

    Das sollte eigentlich die Kostenträger interessieren und so, wie es in den Beiträgen zu den Symposien dargestellt wird, kommt solches Vorgehen einem „Kunstfehler“ gleich, weil ein Therapeut die Interessen des Patienten zu vertreten hat und nicht die des Täters.
    Es ist eigentlich eine „therapeutische Veruntreuung“. Ein Therapeut wird dafür bezahlt, daß er solche ambivalenten Gefühle wie sie bei „Schuld und Vergebung“ auftreten, aushält und professionell bearbeitet.

    Wer das nicht lernt oder lernen will, sollte seinen Beruf aufgeben.

    Angelika Oetken, Berlin

  41. ana h. schreibt am :

    …ich habe den zeitungsartikel über diesen herrn cohn bendit auf facebook veröffentlicht. da kann ihn die ganze welt sehen…..
    ana

  42. ana h. schreibt am :

    hallo angelika oetken,

    ich war auch in therapie wg. sex. missbrauch in d. kindheit, extra bei einer therapeutin um sicher zu sein,+ sie redete auch immer wieder von „verzeihen“ . ich war damals sehr krank/psychotisch etc….und das schlimme daran ist, dass ich bei dieser therapeutin einen erneuten, schweren sex. missbrauch erlebte…..

  43. Angelika Oetken schreibt am :

    Hallo ana h.,
    der Missbrauch durch die Therapeutin ist sicherlich noch nicht verjährt oder ?
    Allerdings wahrscheinlich schwer zu beweisen.

    Eigentlich kann man es als Qualitätsmangel und Warnhinweis ansehen, wenn Therapeuten mit diesem „Verzeihungsthema“ ankommen.
    Es sagt viel über die Bedürfnisse und das Menschenbild des Therapeuten aus. Bringt den Betroffenen aber nichts.
    Ebenso verhält es sich mit der Therapiefloskel „Loslassen“. Ein Patient der ein für den Therapeuten unbequemes Thema „losläßt“ tut vor allem diesem einen Gefallen, sich selbst nicht.

    In einigen Beiträgen klang ja schon an, daß Betroffene sich diese Entscheidung selbst vorbehalten und das „Vergeben“ auch dann nur sinnvoll ist – für den Betroffenen.

    Falls Du die Kraft dazu hast – hast Du schon mal mit Leuten in einer spezialisierten Beratungsstelle darüber gesprochen, daß Du von einer Therapeutin nochmals mißbraucht wurdest ?

    Selbst wenn die juristisch oder standesrechtlich auch nichts unternehmen können – sie können Ihre Zuweisungspraxis ändern, d.h. diese Therapeutin nicht mehr empfehlen, bzw. sie genau im Auge behalten und falls mehrere solcher Fälle vorkommen dann auch als Zeugen aussagen.

    Alles Gute wünscht
    Angelika Oetken, Berlin

  44. Hans-Peter schreibt am :

    neuer Opferschutzverein als scharfe Waffe gegen SMB
    Hallo ana h.
    am 15. März 2010 um 00:39 Uhr, schrieben Sie von dem erneuten Missbrauch durch eine Sie behandelnde Psychterapheutin.Es muss für Sie die Hölle gewesen sein. Aber genau diese Personen müssen auf eine Indexliste, wenn noch kein Berufsverbot ausgesprochen
    wurde. Natürlich braucht das Opfer einen Schutzschirm in solch einem schweren Fall und das geht nur mit einem starken Vereinsanwalt,einem Informantenschutzprogramm,
    Es muss möglich sein, einen sicheren“ Beichtraum “ für Opfer von SMB,zu schaffen. Es muss sich in D herumsprechen, da gibt es einen starken Mann,einen Herrn Denef,mit einem Verein, der klare Ziele formuliert, damit konkreter Opferschutz entsteht, da kann ich mich vertrauensvoll hinwenden, da bekomme eine Antwort. Opferschutzbürokratie wird angeprangert u.a.m.

    Auch die geringe Resonanz auf den offenen Brief vom 9.3.2010 der Petra Forberger an die etablierten Vereine, sagen doch eindeutig, hier muss eine andere Plattform geschaffen werden.
    In den Medien muss klar und deutlich gesagt werden, es ist eine EUGH- Beschwerde des Herrn Denef mit z.Z. über 11350 Unterschriften zu dem Negativbeschluss der Bundesregierung anhängig. Leider habe ich nichts derartiges vernommen, außer eben auf diesem Forum und das kann nicht sein, deshalb werbe ich noch ein mal für einen starken Verein.

    Herzlichst
    Ihr
    Hans Peter

  45. Hallo Angelika Oetken,
    als ich das Wort Vergebung gelesen habe, war ich sofort wie elektrisiert. Jahrelang habe ich es von gutmeinenden, wohlwollenden Menschen gehört. Und ich denke wirklich, von den meisten war es gut gemeint, nur nicht richtig verstanden, worum es eigentlich geht.
    Ich begann nämlich an mir zu zweifeln (wieder), ob nicht vielleicht doch ich es bin, die etwas falsch macht. Nach Jahrzehnten der Demütigung, des Alleingelassenwerdens, des Nichtverstandenseins, war das nur eine weitere Kerbe im „Schuldholz“ des Täters.
    Da ich selbst sehr lange gebraucht habe, und immer noch daran arbeite, zu verstehen was geschehen ist, kann ich (glaube ich) ganz gut nachvollziehen, wie schwer es für Außenstehende teilweise ist, den Schmerz, die Wut, die Trauer und die Ohnmacht der Opfer zu begreifen.
    Doch ich entschuldige damit nicht die Ignoranz, Gleichgültigkeit oder lapidar geäußerte Sätze wie:“Jetzt ist auf einmal fast jeder mal missbraucht worden!“
    Ich hoffe, dass das Thema Missbrauch endlich die Öffentlichkeit bekommt, die es braucht. Ich bin aber weit entfernt davon, zu glauben, dass ich mich in naher Zukunft als Opfer öffentlich outen kann, ohne ein Stigma davon zu tragen.
    Liebe Grüße
    Barbara S.

  46. Angelika Oetken schreibt am :

    Hallo Barbara S.,
    diese auf den ersten Blick „wohlmeinenden“ Ratschläge von anderen, zu vergeben, zu vergessen, nach vorne zu schauen, sich den schönen Dingen des Lebens zuzuwenden… sind nichts weiter als Verdrängungstaktiken mit dem Mittel der Bagatellisierung.

    Ich kann mich in Ihrer Schilderung gut wiederfinden – sehr lange Zeit war ich der Ansicht, daß ich mich nur nicht genug angepaßt habe, sonst würde ich ja in bestimmten Bereichen „normal“ reagieren können.

    Erst im Laufe der Zeit – u.a. durch meine therapeutische Arbeit – ist mir aufgegangen, daß diese angebliche positive „Normalität“ gar nicht existiert.

    Sie ist ein Ideal, ein Mythos. In Wirklichkeit gibt es sehr viele mit wesentlichen Aspekten ihres Daseins unglückliche Menschen. Manche betäuben sich (Alkohol, Essen, Konsum, „Liebe“…), andere werden krank, leugnen aber die Zusammenhänge. Und es gibt viele Menschen, die sich mit sehr wenig psychosozialer Lebensqualität zufrieden geben und dann z.B. von ihren Kindern eine Kompensation einfordern und die unter Druck setzen – ein Klassiker!

    Es gibt sehr viele Menschen die regelmäßig sexuelle Demütigung, Frustration und Ignoranz erleben, das aber nicht wahrhaben wollen und deshalb nicht an diese Tatsache erinnert werden möchten.

    Die alltägliche kleine sexuelle Grenzüberschreitung.

    Im Grunde ist es ein Zeichen von mentaler Gesundheit, wenn man zugibt, daß es einem damit nicht gut geht und sich um Hilfe bemüht.

    Im ersten Moment hatte ich beim Gedanken an ein „Outing“ große Angst, von anderen diffamiert zu werden. Mich dann aber überwunden und festgestellt, daß diese Befürchtung gar nicht eingetreten ist.
    Sie stammte aus einer vergangenen, sehr oberflächlichen und ignoranten Zeit – meiner Kindheit und Jugend.

    Ich bin sehr froh, daß sie überwunden ist. Viele Menschen haben ihre Einstellung, was „Opfer“ betrifft inzwischen geändert.

    Ich fühle mich auch gar nicht mehr stigmatisiert – nur benachteiligt. Aber das ist eben Schicksal – es hätten mich auch andere Schicksalsschläge treffen können, die zu einer Benachteiligung führen, wie Armut oder Krankheit.

    Sich zu offenbaren kann etwas sehr Befreiendes haben. Es ist anzuraten, dabei Schritt für Schritt vorzugehen, so wie Norbert Denef es in seinem Buch beschrieben hat.

    Zuerst mal es sich selbst eingestehen, dann enge Angehörige und Freunde einweihen, Bekannte, Arbeitskollegen…

    Dann behält man gut die Kontrolle darüber, wo mit der Offenbarung Schluß sein soll.

    Herzliche Grüße von
    Angelika Oetken, Berlin

  47. Hallo Angelika Oetken,
    und vielen Dank für Ihre Reaktion.
    Zum Outing: Ich habe mich meiner Familie gegenüber vor ca. 9 Jahren offenbart. Meinen Kindern gegenüber – auf Anraten meiner damaligen Therapeutin – nur teilweise, weil es zu belastend für sie wäre. Meine Kinder sind inzwischen 27, 26, und 15 Jahre alt. Ich denke, dass zumindest die beiden Älteren inzwischen selbst entscheiden können, wieviel sie verkraften können und wollen. Mir ist bewusst, dass mit den Erzählungen auch die menschlichen Beziehungen im nahen Umfeld evtl. in ein anderes Licht gerückt werden. Z. B. zu meinen Eltern, Geschwistern, nahen Freunden usw., was Konflikte für meine Kinder hervorbringen kann. Augenmaß und Einfühlung sind vonnöten.
    Letzteres bringt mich wiederum darauf, dass ich mich in meinem Leben viel zu oft in die falschen Menschen eingefühlt habe – eben die Täter. Ich schreibe bewusst „die“ Täter, weil es neben dem Haupttäter auch einige Nebentäter gibt, die durch ihr Wegschauen, Bagatellisieren usw. den Schaden erheblich vergrößerten.
    Früher bin ich verstummt, wenn ich mich ungerecht behandelt gefühlt habe, heute schreie ich laut (manchmal vielleicht zu laut) und erschrecke damit mein Umfeld, aber ich weiß, dass ich nicht mehr stumm sein kann, sonst zerbreche ich.
    Mein Mann steht vor der schier unlösbaren Aufgabe, mir immer wieder zu bestätigen, dass ich „wer bin“. Wir haben öfter Streit, weil ich mich unverstanden und „kleingemacht“ fühle. Die Sprachlosigkeit ist immer noch zu groß angesichts dessen, was passiert ist. Das liegt wohl zum Teil auch daran, dass ich nicht weiß, wann es genug ist. Vielleicht ist es dann genug, wenn ich mich wirklich verstanden fühle. Wird das je sein?…
    Mit vorsichtiger Hoffnung
    Barbara S.

  48. Zum Kommentar von Lena vom 9. März: Videoaufzeichnung mit Herrn Cohn Bendit der Literatursendung Apostrophes im 2. französischen Fernsehen vom 24.04.1982:

    Ich lebe seit 1980 in Frankreich, spreche und verstehe gut Französisch. Apostrophes war eine etwa 25 jahre andauernde Literatursendung von sehr hohem Niveau. Herr Cohn Bendit, war 1982 schon ca. 40 Jahre alt, als diese Sendung stattfand. Er produziert sich hier in einer aufreizenden Weise und ist ganz eindeutig stolz auf seine Gedankengänge die Sexualität besonders kleiner Mädchen betreffend und seine Taten.

    Nachdem ich dieses Video gesehen habe, steht für mich fest, dass der Mann lügt, wenn er jetzt sagt, er habe die Geschichten nur erfunden, es handele sich um Fiktion. Es handelt sich bei diesem Mann eindeutig um einen „falschen Fuffziger“ ohne jedes Mitgefühl, allein von seinem Narzissmus beherrscht. Für mich besteht jetzt kein Zweifel mehr.

  49. Ann C. schreibt am :

    Das gibt einem schon zu denken, denn …

    1. … so wie D. C.-B. das schildert, scheint er diese körperlichen Berührungen mit Kindern im Zuge der damaligen pädagogischen Erwägungen als unvermeidbar und ohne jeglichen, echten sexuellen Hintergrund erlebt zu haben. Der Gedanke, Kinder in irgendeiner Form einzuschränken und etwas, egal was, zu tabuisieren, widersprach ja jeglichen antiautoritären Erziehungsprinzipien.

    2…. es ist auch gut möglich, daß es während D.C.-B.s Schulaufenthalt im Odenwald-Internat zu sexuellen Erfahrungen als Kind+Opfer gekommen ist.
    Das könnte dem jungen Daniel damals den Eindruck vermittelt haben, „solche“ Berührungen zwischen Kindern und Erwachsenen seien normal. Und wer hätte ihn da schon berichtigen können?
    Man sprach doch damals überhaupt nicht über „so etwas“ .

    Ausgehend von den gerade genannten Überlegungen kommt es mir nicht so vor, daß bei den „Erlebnissen mit den Kindern“ pädophile Absichten vorhanden waren.
    Warum ? Weil: …

    a) … D.C.-B. wohl kaum mit solcher Offenheit und Naivität darüber geschrieben hätte, wenn er in jenem Kindergarten tatsächlich irgendwelche dunklen (sprich pädophilen) Triebe ausgelebt hätte.
    b)… besagter Herr das damalige Geschehen nicht leugnet; verständlicherweise versucht er, seinen Gesprächspartnern die damalige Lebenweise und Denkart zu vermitteln, was natürlich nicht als Entschuldigung gelten kann und es wohl auch nicht sein soll. Die Schilderungen des damaligen Zeitgeistes sind trotzdem notwendig, denn die Weltanschauung der 70er Jahre, war doch radikal anders als heute.
    c) …D.C.-B. wiederholt aussagte: „Ich bin kein Pädophiler“, und ansonsten zu keinen PR-Strategien Zuflucht sucht, wie z.B. Entschuldigungen an die Kinder von damals.
    Die Kinder von einst um Vergebung zu bitten, kam ihm vielleicht auch deshalb nicht in den Sinn, da er aus seiner Sicht nichts Böses getan, bzw. gewollt hat.
    Trotz der Missbrauchs-Tendenzen der Geschehnisse von damals (und obwohl mir -ganz nebenbei bemerkt- D.C.-B. nie sympathisch war) glaube ich seiner Aussage. Er ist nicht pädophil.

    Aber ganz egal, was die antiautoritäre Erziehung mit ihren damals propagierten Prinzipien der tabufreien geistigen, seelischen und körperlichen Selbsterfahrung besagten oder verlangten,… hätte D.C.-B. als denkfähiger Erwachsener den Kleinen an einem gewissen Punkt unmissverständlich Grenzen setzen müssen. Das hat er nicht getan.
    Er mag keinen Kindesmissbrauch im Sinn gehabt haben, wollte kein Kind schänden,… und doch ist das, was er in dem Kindergarten getan und zugelassen hat, entsetzlich falsch.

    Wenn jemand den Tod eines anderen Menschen verursacht, dann gibt es sowohl für den bewußt handelnden Mörder, als auch für den unabsichtlichen, unglücklichen Todesverursacher gerichtlich festgelegte Strafen, denn das Opfer hat sein Leben verloren, gleichgültig, ob das gezielt oder unabsichtlich geschah.

    Dasselbe sollte auch hier gelten.
    D.C.-B. mag sich unabsichtlich und ohne böse Absicht an den Kindern vergriffen haben,… dennoch ist es Missbrauch. Bewußt oder unabsichtlich – dem betroffenen Kind ist das herzlich egal , …
    … denn ein missbrauchtes Kind verliert sein ursprüngliches Leben !
    Ein gänzlich anderer Weg geht von da an weiter, der beeinflusst und beeinträchtigt ist durch emotionale Verletzungsfolgen.

    Fast immer werden Traumata und/oder psychische Blockaden ausgelöst, wenn die unschuldige Sexualität eines Kindes plötzlich konfrontiert wird mit der geschlechtlichen Lust eines Erwachsenen, selbst wenn dabei keine Gewalt ausgeübt wurde.
    Wer einem Kind auf solche oder schlimmere Weise sowohl die Kindheit zerstört , als auch (fast) alle Chancen , später einmal Freude am eigenen Körper und der Sinnenlust erleben zu können, für den kann die gesetzliche Strafe nicht hart genug sein.

    Und last but not least:
    „Herr“ Cohn-Bendit stellt sich eventuell vordringlich die ängstliche Frage ums Image: „Ich suchte nur Nähe, aber ich bin kein Pädophiler !“
    Einem missbrauchten Kind liegt definitiv die fragende Eindringlichkeit der Angst auf der Seele: „Wieviele Pädophile sind gerade in meiner Nähe ?“

  50. http://blip.tv/file/2214952
    Dieses Video einer Talkshow von 1982 mit Herrn Cohn-Bendit ist bei Youtube für deutsche Betrachter zensiert (dort ist es mit deutschen Untertiteln). Um das zu überprüfen, geben Sie bitte bei google „Daniel Cohn-Bendit Kinderschänder“ ein und klicken auf „Videos“. Wenn Sie dem Link folgen, erhalten Sie die Zensurmeldung.

  51. Larissa schreibt am :

    Ich habe mir das Video angeschaut , das mit den Untertiteln .
    Echt heftig das so zu lesen .
    Und ihn dabei so zu sehen , wie freudig der das so berichtet .
    Mfg
    Larissa

  52. Pingback: Die Helden der Grünen » Joschka, Politiker, Fischer, Dieser, Vergangenheit, Partei »

  53. Ich frage mich tatsächlich, warum mir diese Seite von C.B. zum ersten Mal begegnet. Ohnehin fragte ich mich immer, warum dieser Mann überhaupt gewählt wird. Seine Argumentationsweise war immer klar destruktiv und ich dachte mir immer, dass er gleich losprügeln würde. Gut nun kann ich das eine nicht direkt mit dem anderen in Verbindung bringen. Aber die Äußerungen, die er dort von sich gibt, sind einfach skandalös. Welches Mädchen bitte schön, sollte freiwillig den Hosenschlitz eines Mannes öffnen und ihn dann streicheln wollen? Allein schon beim Schreiben dieser Zeilen komme ich mir selbst absurd vor. Eher passt Bendit damit in ein Täterprofil, da er sich gegenüber 5 Jährigen Mädchen emotional unterlegen fühlt. Schließlich gibt er an, dass wir in diesen Belangen viel von den Mädchen lernen würden können. Wie kann jemand allen Ernstes so etwas behaupten?

    Tut mir leid, ich kann hier nicht mehr dazu schreiben, weil ich das Ganze einfach absurd finde. Ich finde vor allem absurd und skandalös, dass eine solche Niederschrift einem Politiker in Deutschland nicht zum Verhängnis wird!

  54. Simone schreibt am :

    Dieser Cohn-Bendit ist so krank, der brauch dringend eine psychiatrische Behandlung, am besten eine stationäre Langzeittherapie. Statt dessen sitzt er als Grünen – Politiker unbehelligt im Europa-Parlament und hält provokante Reden.Warum ziehen die „Grünen“ keine Konsequenzen u. schliessen den Kinderschänder von der Partei aus ? Tummeln sich vielleicht noch mehr Pädophile bei den „Grünen“, die den perversen Cohn-Bendit schützen?
    Herr Thilo Sarrazin wurde wegen einer banalen Bemerkung von der SPD ausgeschlossen und die „Grünen“ schicken einen Kinderschänder als Fraktionsvorsitzenden ins Europaparlament. Warum tut niemand was dagegen?

  55. Annette Zmyj schreibt am :

    azy
    Kriegsbedingt war ich von 1943 – 1946 in 2 Kinderheimen und einer Pflegestelle. In den Heimen und in der Schule wurde geschlagen, das war damals völlig normal. Sexuellen Mißbrauch habe ich nicht erlebt, vielleicht weil es private Heime waren und sie von FRAUEN geleitet wurden.

    Daniel Cohn-Bendit kenne ich persönlich aus der Zeit von 1972 an, als ich in Frankfurt Erzeihungswissenschaft studierte und an der Gründung der Grünen Liste Hessen und der GRÜNEN aktiv mitarbeitete.
    Im Gegensatz zu vielen anderen verhielt er sich wirklich ehrlich basisdemokratisch, d.h. nicht machtgierig und hatte sehr gute strategische Einfälle, zum Beispiel einen Aufruf zu einem Einkaufs-spaziergang auf der Zeil, statt einer Demonstration.

    Ich war alleinerziehende Mutter von 3 Kindern und wurde von der antiautoritären Revolution total verunsichert, was als Erziehung jetzt
    richtig wäre, die sexuelle Enthemmung war die Lösung für alle Probleme,
    dem wurde nichts Überzeugendes entgegengesetzt. Kommunen, WGs,
    Partnerwechsel, Drogen, alles war Befreiung von Konventionen und Zwängen.
    Ich kam mir hoffnungslos ruckständig vor, obwohl ich mir selbst so ein
    Leben nicht vorstellen konnte, ich war zu bürgerlich, was damals ein
    Schimpfwort war.
    Deshalb kann ich mir gut vorstellen, daß DCB damals wirklich in Verlegenheit war, wie er sich verhalten sollte gegenüber Kindern, die
    vielleicht sogar von ihren Eltern zu sexueller Freiheit ermuntert wurden.
    Sie bekamen damals schon in den Kitas die Begriffe Vagina und Penis
    erklärt und wohl auch in der Praxis gezeigt .
    Auf der Gründungsversammlung der GRÜNEN in Karlsruhe erschien
    damals eine Kinderkommune aus Nürnberg und hielt für Stunden alles
    auf mit der Forderung, Sexualität von und mit Kindern als straffrei in das
    Programm aufzunehmen ! Was dann per Abstimmung abgelehnt wurde.
    Pädophil ist DC Bbestimmt nicht und sicher ist ihm sein damaliges Verhalten auch peinlich, aber damals konnte er sich kaum anders verhalten.
    Ein Mißbrauch war das nicht, sondern eine von vielen falschen Erziehungsideologien, die besonders begeistert aufgenommen wurde und natürlich auch von Pädophilen, sogar Pädagogen, die es besser wissen mußten, wie an der Odenwaldschule, für ihre Zwecke mißbraucht wurde.
    Heimkinder sind dem besonders hilflos ausgeliefert, besonders wenn es auch noch gerade in Mode ist.
    Daß maßgebende Pädagogen und vielzitierte Wissenschaftler jahrelang
    dazu geschwiegen oder sogar mitgemacht haben, ist die eigentliche
    Schande !
    Anstatt auf DCB herumzuhacken muß das gesamte wissenschaftliche
    Schrifttum aus dieser Zeit gründlich durchsucht werden auf sexual-ideologische Inhalte und außerdem ist eine gründliche Eignungsprüfung für alle pädagogischen und psychologischen Berufe unbedingt notwendig.

  56. klaraklara schreibt am :

    Jedenfalls muss man den Grünen lassen, dass sie sich für die Strafbarkerit von Vergewaltigung in der Ehe einsetzten. Ich glaube nicht ,dass in diesem Land irgendeine Partei frei ist von Täterloyalität, Blindheit den Gewaltverbrechen gegenüber oder allgemein zwischenmenschlicher Kälte.

  57. Simone schreibt am :

    @ azy, wenn sie einen Pädophilen verteidigen, dann sind sie hier eindeutig auf der falschen Seite

  58. Eva schreibt am :

    Paul Schäfer (* 4. Dezember 1921 in Troisdorf; † 24. April 2010 in Santiago de Chile) war der Gründer der ehemaligen Colonia Dignidad in Chile. Am 24. Mai 2006 wurde Schäfer von einem chilenischen Gericht des Missbrauchs von Kindern in 25 Fällen für schuldig befunden und zu einer Haftstrafe von 20 Jahren und Zahlungen von insgesamt $ 1,5 Millionen an elf Jugendliche verurteilt.

    Auch deutsche Politiker – darunter der damalige bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß, als er zur Pinochetzeit den Ehrendoktortitel der Universidad de Chile erhielt – besuchten Schäfers Kolonie. Sie genoss die Unterstützung der deutschen Botschaft in Santiago; unter anderem renovierten Handwerker aus der Colonia Dignidad im Inneren der Botschaft. Frühere Sektenmitglieder klagen, dass sie von der deutschen Botschaft nach Fluchtversuchen wieder in die Colonia zurückgeschickt wurden.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Sch%C3%A4fer_(Colonia_Dignidad)

  59. Die Grünen und die Vergangenheit einiger anderer Pateimitglieder sind auch nicht das Gelbe vom Ei.

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