16 Kommentare

  1. Sarah M. schreibt am :

    Zitat aus dem v. Ralf Gehrig geposteten Link
    …“Jahr 2001: Pater Gabriele Amorther … Einführung einer neuen Version des Exorzismus Ritus … Der Vatikan sagte später, dass er und andere Exorzisten weiterhin die alten rituellen Bräuche einsetzen dürfen…Gabriele Amorther ist der Präsident der Ehre der Vereinigung der Exorzisten.“
    Glaubt der Vatikan wirklich, dass mit Exorzismus die Pädokriminalität einzelnen Glaubensbrüder ausgetrieben werden kann. Und wann wird die Inquisation wieder eingeführt, wie wärs mit Hexenverbrennungen? Gehts noch??? Da muss man sich wirklich wundern, dass der Vatikan noch eine Existenzberechtigung hat. Jeder normale Bürger, der mit solchen hahnebuchenen Vorschlägen käme, würde in der geschlossenen Psychiatrie für immer ruhig gestellt werden. Mein Gott, wo führt das noch alles hin. Und das alles, weil die kath. Kirche zu feige ist, zu ihren Taten zu stehen. Da kommt so ein Hokuspokus gerade recht! So kann man alles auf Besessenheit des Satans schieben. Gilt das dann als unzurechnungsfähig? Wenn das die braven Katholiken wüssten, dass die Kirche auf unzurechnungsfähig plädiert.
    Nur weiter so, dann minimiert sich die Mitgliederzahl dieser Institution aus eigener Hand.

  2. von B. schreibt am :

    Ich stelle heute eine Klage an den Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg fertig in meiner Eigenschaft als Trauma/Borderline-Therapeutin und Initiatorin der Aktion „Therapeuten für eine Welt der Kinder mit – Grenzen – Achtung – Achtsamkeit“. Ich arbeite mit Missbrauchsopfern. Ich fordere Trauma-Therapie für jedes Opfer, ganz gleich wie weit der sexuelle Missbrauch und die körperliche Misshandlung zurückliegt. Dem Ganzen habe ich den Namen „Guàntanamo der Kinder“ gegeben. Ich habe Verbindung bis zu den höchsten Stellen der Regierung aufgenommen, Rückmeldung bekommen und bleibe weiter dran.
    Ursula v.B.

  3. “Therapeuten für eine Welt der Kinder mit – Grenzen – Achtung – Achtsamkeit … “

    Sehr geehrte Frau von Benckendorff, leider finde ich im Internet keine weiteren Informationen über Ihre Klage, ebenso keine Webseite noch Weiteres über Ihre Aktion.

    Ich wäre an dem Thema interessiert und würde drüber berichten. Wäre es Ihnen möglich, mir weitere Infos zukommen zu lassen? Meine E-Mail: schewski [at] t-online.de

    Besten Dank!
    Willi Schewski

  4. Sarah M. schreibt am :

    Sehr geehrte Fr. von Benckendorff,
    Guántanamo der Kinder trifft es auf den Nagel!!!
    Wie lautete die Rückmeldung, die Sie oben in Ihrem Schreiben erwähnen?
    Leider haben hier nicht wenige sehr negative Erfahrungen mit Therapeuten erleiden müssen, da viele Therapeuten das nötige Rüstzeug einer fundierten Ausbildung, adäquate Empathie und den Willen – dem Opfer Glauben über das Erlebte zu schenken fehlt.
    Vielleicht müsste dies in der Forderung miteinfließen?
    Denn ein Opfer, das nach Jahrelangem Schweigen endlich es wagt, sich Hilfe mittels Therapie zu holen, darf nicht erneut durch diese traumatisiert werden. Das ist aber leider häufig der Fall, wie Sie in diesem Forum zu hauf lesen können. Ich selbst hatte das Glück (ja – ich nenne es bewußt Glück), an eine hervoragende Psychotherapeutin zu geraten, die Trauma-, Hypno-, Verhaltenstherapie gepaart mit der dafür nötigen Empathie anwandte und mir ein wertvoller, heilsamer begleitender Zeuge meiner Traumata wurde.
    Möge es davon mehr geben, damit Heilung für viele Betroffene nicht nur ein Wort bleibt.
    Sarah

  5. Wilma schreibt am :

    Sehr geehrte Frau von Benckendorff,
    ihr Eintrag hat in mir ein äußerst unangenehmes Gefühl ausgelöst. Sie verwenden in Ihrer Berufsbezeichnung eine Diagnose. Ich halte dies für sehr unqualifiziert und habe Zweifel, ob Sie eine gute Therapeutin sind. Die Diagnosenlehre ist auch in Fachkreisen sehr umstritten. Mit Diagnosen kann man Menschen stigmatisieren, brutale Macht ausüben und erheblich neu traumatisieren.
    Hier ein wichtiger Beitrag zu diesem Thema:
    http://www.alice-miller.com/readersmail_en.php?lang=en&nid=1434&grp=0807

  6. Hans-Peter schreibt am :

    Vereinsgründung

    Sehr geehrter Herr Denef,
    ich würde Ihnen vorschlagen einen gemeinnützigen Verein
    für alle deutschen Opfer von sexuellen Missbrauch und auch deren Angehörige bundesweit zu gründen, da Sie als Missbrauchsopfer die notwendige Schärfe, Kompetenz und Glaubwürdigkeit der Öffentlichkeit vermitteln.
    Spender könnten auch eine Quittung erhalten.

    Bei der ARD Sendung Hart aber Fair, zuckte der Moderator Plasberg zusammen, als Sie androhten die Sendung zu verlassen, nur weil wie immer nur über die Täter gesprochen wurde.
    Ihre medienwirksamen Auftritte haben Gewicht bekommen. Leider habe ich nirgends einen Hinweis auf den offenen Brief und die anhängige EUGH-Beschwerde und die Bitte um Teilnahme (ohne Kosten) an der Petition lesen können.

    Mit freundlichen Grüssen

    Ihr Hans Peter
    ___________________________________________

    Hallo Hans Peter,

    hier finden sie alles über die Beschwerde:

    http://norbert.denef.com/2009/02/24/515/

    Einen solchen Verein wie von Ihnen vorgeschlagen wird es bald geben – WIR bereiten die Gründungsversammlung vor!

    Hoffnungsvoll Grüße

    Norbert Denef

  7. Sarah M. schreibt am :

    Ausgezeichnete Idee 😉

  8. Wilma schreibt am :

    Jujuuu! Ich mach mit.

  9. v. B. schreibt am :

    Hallo Wilma,
    Ihre Meinung „schlechte“ Therapeutin darf sein. Meine Meinung ist eine andere, auch die meiner Patienten meines Borderline-Projekts (Modell Prof. Otto Kernberg), sowie meiner 130 Kollegen unseres Instituts -Ärzte, Psychiater, Psychologen, Soz.Päd. – in München. Wir sind alle zusätzlich Familientherapeuten und haben Spezialgebiete mit Zusatzausbildung. Übrigens fanden es alle Patienten mit Borderline-Syndrom/Posttraumatischer Belastungsstörung sehr hilfreich, wie sie sagten, mich nach der Klinik im Branchenbuch/Internet unter dieser Bezeichnung aufzufinden. So verschieden sind nun mal Menschen in ihren Ansichten und das ist o.k.
    Viele Grüße
    U.v.B.

  10. v. B schreibt am :

    Hallo Willi Schweski und hallo Sarah M.,
    auf das Feedback vom Europäischen Gericht für Menschenrechte muss man mit gut vier bis sechs Wochen rechnen, also etwa Ende April. Die Aktion „Therapeuten für…“ ist im Flyer mit allen anvisierten Themen „Kindertagesstätten, speziell Krippen, Schulen, Kinderarmut, Pädophilie“ thematisiert und zum Teil an Ministerien verschickt. Die größte Schwierigkeit ist die Suche nach Kollegen in München, die wie ich, auch kostenlos Stunden zur Verfügung stellen – auch für politische und Medienarbeit. Einige Absagen habe ich schon eingesteckt, aber trotzdem heißt es: Weitermachen! Eine Website werde ich erst erstellen, wenn das Ganze läuft und ich noch mehr von Erfahrungen meiner Untersuchungen (Aufdecken) berichten kann, bzw. sie alle dokumentiert habe. – Dem obigen Kommentar über Erfahrungen mit Trauma-Therapien kann ich nur zustimmen. Man muss wirklich – wie oben – eine fundierte und breite Ausbildung als Psychologe/Therapeut haben, Empathie und zusätzlich lange (Trauma)Therapieerfahrung, um solch eine Arbeit auszuführen. Eine Retraumatisierung darf in keinem Fall vorkommen.
    Viele Grüße
    U.v. B

  11. Lena schreibt am :

    Hallo Wilma,

    ich habe gerade den Link http://www.oedipus-online.de/kernberg.htm angeschaut und mir standen die Haare zu Berge. Vor allem: Das Zeug ist ja vor nicht allzu langer Zeit verfasst worden und Kernberg ist sehr einflussreich (Präsident der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung bis 2001).

    Hier ein Zitat, um allen Mitlesenden einen Eindruck zu geben:

    „Eine Grundschülerin von noch nicht zehn Jahren erlebe den sexuellen Missbrauch durch ihren Vater „in typischer Weise … als einen sexuell erregenden Triumph über ihre Mutter“. Die erwachsene Frau, die wegen dieses Ereignisses unter schweren Depressionen leidet, müsse „ihre Schuld tolerieren“ (Kernberg 1999).“

    Langsam wird deutlich, *wieso* die Überlebenden von sexuellem Missbrauch so lange ausgegrenzt, zum Schweigen gebracht und für nicht glaubwürdig gehalten wurden. Und in Therapien totalen Murks erlebt haben.

    Wenn man das dann noch in Verbindung damit bringt, dass „führende“ Rechts- und Sexualwissenschaftler von ihren Professorenposten aus ungehindert ihre pro-Pädokriminalität-Schriften verbreiten bzw. Rechtsgutachten und Bücher schreiben konnten, die die öffentliche Meinung stark beeinflusst haben, wird das langsam ein konkretes Bild.

    Ich habe immer gedacht, mit meinen gesammelt negativen Therapieerfahrungen stünde ich alleine da und es läge irgendwie an mir, dass ich immer an die falschen TherapeutInnen geraten bin, die immer vorher sagten, sie hätten tolle Behandlungserfolge mit Trauma-PatientInnen, mich dann aber bereits am Anfang der
    Therapie zwingen wollten, über schlimmste Dinge zu sprechen. Oder gar nicht Bescheid wussten über die Posttraumatische Belastungsstörung.

    Ich fände es gut, wenn wir im neuen Verein mal die ganzen Trauma-Therapieangebote und die Leute, die da hinterstehen, genauer unter die Lupe nehmen (so wie Du es ja hier bereits tust). Dann hätten unsere negativen Erfahrungen wenigstens den Sinn, andere vielleicht vor Ähnlichem zu bewahren.

    Auch Deinen Vorschlag, nur selbst Betroffene sollten Mitglied werden, finde ich gut. Mir graust davor, dass irgendwelche „ExpertInnen“ den Verein für ihre Zwecke instrumentalisieren könnten.

    Und sei es nur, um ihre „supertolle Traumatherapie-Methode“ in der Öffentlichkeit bekannter zu machen.

    Liebe Grüße,
    Lena

  12. Eike schreibt am :

    Hallo Wilma,

    vielen Dank für Deine Linkhinweise über O.F. Kernberg.
    Es ist unglaublich, dass heute tatsächlich solche menschenverachtenden Theorien von O.F. Kernberg von Ärzte, Psychiater, Psychologen, Soz.Päd. geglaubt werden.
    Mich persönlich beeindruckt die Meinung von 130 Kollegen
    überhaupt nicht. Ich glaube auch nicht, dass sich irgendjemand auf dieser Internetseiten von solchen Zahlen beeindrucken läßt.

  13. Bine schreibt am :

    Hallo Wilma,
    leider hatte ich bisher nur deinen Kommentar zur „Einladung zur Gründerversammlung“ gelesen. Nachdem ich nun einiges mehr von dir gelesen habe, kann ich deine Befürchtungen, bezüglich einer eventuellen Fremdbestimmung jetzt besser verstehen. Scheinbar haben wir ganz ähnlich schlechte Erfahrungen mit „Therapeuten“ gemacht! Ich kann mich Lenas Vorschlag, das „Therapeutentum“ mal genauer unter die Lupe zu nehmen, wirklich nur anschließen. Da läuft einfach viel zu viel schief! LG Bine

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