Das Leben im Katholischen Kinderheim

13.03.2010

Ich wurde 1944 in Berlin-Buch geboren. Meine Mutter ist bei der Geburt gestorben und mein Vater ist im Krieg umgekommen. Ich wurde als Findelkind gefunden und in ein Weisenhaus im Eisfeld bei Heiligenstadt, in ein katholisches Weisenhaus eingeliefert da alle Staatlichen Einrichtungen voll wahren.
Als Kleinkind wurde ich behutsam betreut und behutsam aufgezogen. Mit sechs Jahren bin ich in die Schule gekommen. Ich ging gerne in die Schule, das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wir Kinder wurden von den Kloster Schwestern unterrichtet. Sie wahren sehr streng mit uns. Wir hatten auch ein Kloster Pater der uns Religion unterrichtete. Der wahr nicht gut mit uns er schlug uns wenn wir den Stoff (Latein) nicht richtig ausgesprochen hatten. Da ich gut war hat er zu mir gesagt, ob ich ein Messdiener werden möchte ich war begeistert über diesen Vorschlag.
Ich war sieben Jahre alt.
Der Pater bevorzugte mich und ich durfte öfter zu ihm nach Hause, in die Villa, die im Kloster war. Eines Nachmittags bin ich wieder hin. Er bat mich rein und machte mir ein Tee und wir hatten uns unterhalten. Auf einmal, von einer Sekunde auf die andere, eiskalt, ich hatte nichts getan, er kam aber immer näher an mich rann und streichelte mich. Es war unangenehm. Ich hatte aber keine Wahl, hatte Angst vor ihm und lies es geschehen. Es wurde immer schlimmer. Er machte seine Hose auf und ich musste ihn anfassen und daran spielen. Dann zog er mich aus. Ich fing an zu weinen. Er sagte, das ist doch nicht so schlimm und machte immer weiter, bist seine Haushälterin kam. Er sagte, das sei unser Geheimnis und drohte mich mit den Worten: Sollte ich irgendjemanden davon erzählen, würde er mich in ein dunklen Keller sperren. Ich versprach ihn, das ich es nicht sagen werde, da ich so eine Angst vor ihm hatte. Ich wollte kein Messdiener mehr sein und ging ihm aus dem Weg. Das war nicht immer möglich. Er holte mich dreimal zu sich nach Hause und diese Handlungen wurden immer schlimmer und gewalttätiger. Ich konnte nicht mehr und kam nicht gegen ihn an und konnte es keinem erzählen, da sie mir sowieso nicht geklaubt hätte. Wir mussten einmal im Monat zur Beichte. Ich hatte Angst davor. Ich konnte keine Nacht mehr schlafen, da mir die Bilder immer wieder vor Augen waren und fing zu schaukeln an und zu singen, bis die Nachtschwester kam und mir einen Eimer Wasser ins Bett schüttete. Am anderen Morgen wurde mir die nasse Wäsche über meinen Körper gelegt zum trocknen.
Meine schulischen Leistungen wurden immer schlechter. Ich war übermüdet. Da ich diese Vorfälle meinem besten Freund erzählte, lachte er mich aus und erzählte es allen. Ich musste zur Oberin, das ist die Leiterin des Heimes. Sie sagte, ich möchte wissen was los ist. Ich schämte mich und dann habe ich ihr alles gesagt was der Pater mit mir gemacht hat. Sie beschimpfte mich. Ich sei ein Lügner und warf mich raus. Ich hatte nichts mehr zu lachen und wurde nur noch gehänselt. Die älteren Jungs sind jede Nacht gekommen und haben mich geknebelt und sexuelle Handlungen vorgenommen und da war ich erst acht Jahre.
Ich musste die Dreckarbeiten machen die keiner machen wollte z.B., wir hatten im Kloster eine große Landwirtschaft und da musste ich die Schweine ausmisten, den Misthaufen auf die andere Seite Schaufeln und den scharfen Hund füttern. Mit dem Hund hatte ich mich angefreundet. Hatte erst Angst vor ihm, bis er bemerkte, dass ich immer traurig war. Der Hund wurde durch eine Klappe gefüttert, dass er niemanden beißen konnte. Ich hatte Vertrauen zu dem Hund und versuchte ihn zu streicheln. Er kam ganz dicht an den Zwinger und lies sich streicheln. Da hatte ich meinen besten Freud gewonnen. Ich fürchtete mich vor jeder Nacht. Ich hatte so eine Wut auf den Pater. Wir mussten ihn jeden Morgen von der Willa abholen. Es war im Januar morgens noch dunkel. Ich nahm den Abträtet vor seiner Treppe raus und klingelte. Er kam raus und sagte „Grüß Gott Kinder“ und ging die Treppe runter und fiel ins Loch rein. Ich sprang gleich hin, um zu helfen. Er konnte nicht mehr stehen und holte unseren Docktor. Wir hatten eine Krankenstation. Er kam gleich mit und stellte fest, dass er ein Bein gebrochen hatte. Ich verspürte kein Mitleid mit ihm, da er mich immer wieder missbrauchte und jetzt acht Wochen vor ihm Ruhe hatte. Es war so schlimm, dass ich mir das Leben nehmen wollte. Ich bin auf einen hohen Baum geklettert und von oben herunter gesprungen. Ich wollte nicht mehr Leben.
Leider hatte ich nur Rippenbrüche zu verzeichnen. Nach so einer Re-Traumatisierung sind die Ohnmachtgefühle kaum in Worte zu fassen, die einen überwältigen. Es ist kaum auszuhalten, weil man auch panische Angst hat, dass mir bei diesem Machtgefälle nicht mehr geglaubt wurde. Mein leben wurde mit Hass und Gewallt geprägt. Der einzige Freund war der Hund, den ich betreute und pflegte.
Eines Nachmittags, wo ich vom Feld gekommen bin, ich wollte ich meinen Hund begrüßen. Der war aber nicht da. Als ich auf meine Station gekommen bin hörte ich ein Bellen und Schreie von Kinder. Da ist der Bauer mit dem Hund auf die Station gekommen. Ich wusste nicht warum. Der hetzte den Hund auf die Kinder. Die schrien um Hilfe. Ich bin rein. Der Bauer hetzte den Hund auf mich. Der aber kam zu mir und wedelte mit dem Schwanz. Der Bauer schlug den Hund so, dass er jaulte. Da nahm er ein Stuhl und zog ihn über seinen Kopf. Er ging zu Boden. Ich nahm den Hund und brachte ihn in seine Hütte zurück. Daraufhin musste ich drei Tage in nasse Sachen, die nicht gewechselt wurden. Ich hab gestunken bis Freitag zum Wäschetauschen, in einem dunklen Keller, ohne was zu Essen und zu Trinken. Nach drei Tagen wurde ich aus dem Keller geholt. Mein Körper war geschwächt. Ich wog nur noch 28 kg mit neun Jahren.
Nach der Schule wollte ich meinen Hund besuchen und Füttern. Der Hundezwinger war leer. Ich fragte: Wo der Hund ist? Mann sagte mir, der Hund wurde erschossen, da er wertlos sei. Ich weinte und wurde immer aggressiver. Meine Mitschüler bewunderten mich, dass ich so mutig war. Die Schwestern und der Pater hassten mich. Bestrafungen und Schläge wahren an der Tagesordnung.
Ich aß keine Graupensuppe. Es gab mal wieder welche und ich habe sie nicht gegessen. Daraufhin wurde sie mir immer wieder hingestellt und es gab nichts anderes. Ich habe sie nicht angerührt. Nach vier Tagen hat die Schwester mir die Nase zugehalten, dass ich die Suppe schlucken musste. Daraufhin spuckte ich die Suppe ihr ins Gesicht. Sie wurde böse und ich musste den ganze Tag in einer Ecke stehen mit ausgestreckten Armen, acht Stunden ohne Essen und Trinken und durfte nicht auf die Toilette. Ich machte in die Hose und brach zusammen. Ich war nicht der Einzige der so behandelt wurde.
Der Pfarrer wurde dann versetzt da er sich noch anderen…

Bernd Schulz


13 Kommentare

  1. Angelika Oetken schreibt am :

    Beachtenswert, daß Sie trotz so einer menschenverachtenden, grausamen Behandlung noch so viel Kraft und Mut gehabt haben, sich zu wehren und schon als Kind viel mehr Menschlichkeit bewiesen haben (z.B. durch Ihren Einsatz für Ihren Hund) als die vollkommen unfähigen Erwachsenen, denen Sie ausgeliefert waren.

    Wie heißt denn Ihr Buch und wo kann man es bekommen ?

    Herzliche Grüße von
    Angelika Oetken, Berlin

  2. Lena schreibt am :

    Es ist immer wieder unvorstellbar, was Menschen anderen Menschen antun.

    Dass man Ihren Hund getötet hat, der in all den Grausamkeiten Ihr einziger Halt war, muss ganz, ganz schlimm gewesen sein.

    Meine Katze war in den letzten Jahren ein großer Trost, ich weiss nicht, wie ich das ausgehalten hätte, wenn ihr jemand weh getan hätte. Und Sie waren noch klein!

    Ich wüsste auch gerne, wo ich das Buch bekommen kann.

    Viele Grüße,
    Lena

  3. Eike schreibt am :

    Unfassbar wie grausam Menschen sein können!
    Anstatt mit einem Kind besonders liebevoll, achtsam und sanft umzugehen, weil es als Findelkind aufgefunden wurde und nicht in einem geborgenem Elternhaus aufwachsen darf, wird es auf hinterlistigste Art sexuell missbraucht, als Lügner stigmatisiert und bestraft.
    Und das von Menschen von denen man als erstes erwartet, dass man von ihnen seelische Hilfe und Nächstenliebe bekommt.
    Es tut mir sehr Leid, was Ihnen in ihrem so jungen Leben angetan wurde!
    Ich wünsche Ihnen alles erdenkliche Gute und viel Liebe!

  4. Wilma schreibt am :

    Ich bewundere den kleinen Jungen, der es schon kräftig verstanden hat, sich zu wehren und den Pfarrer in ein Loch hat fallen lassen. So klein und schon so stark. Wenn der liebste Gefährte, ein Hund, erschossen wird, dann ist das kaum noch zu ertragen. Wie ist denn die Geschichte weitergegangen?

  5. Bernd Schulz schreibt am :

    Nachschlag

    Der Pfarrer wurde dann versetzt da er sich noch an
    anderen Kinder vergangen hatte. Das Leben im Kloster wahr die Hölle.

    Ich war 16 Jahre und kam in einer anderen Abteilung wo ältere Jungs (18-20)
    Jahre wahren. Am anfangs war alles in Ordnung bis ein Pfleger der immer Nachtdienst hatte und mich immer aus dem Bett holte, und stopfte mir einer Unterhose in meinen Mund und mein Nachthemd auszog um mich zu vergewaltigen. Es kam alles wieder zurück das was ich schon erlebt hatte und noch nicht verarbeitet hatte. So werden Menschen vernichtet, bevor sie auch nur einen Schritt ins Leben machen können, und die mich an den Rand der Selbsttötung gebracht haben. Ich wollte nicht mehr Leben und versuchte mich wieder mein Leben zu nehmen mit einer Glasscheibe mein Puls aufzuschneiden. Es war vergeblich man hat mich gefunden und auf die Krankenstation gebracht der Doktor fragte mich warum ich das gemacht habe ich schwieg vor Angst und sagte er solle mir eine Spritze geben das ich nicht wieder aufwache und Weinte. Die Schwestern im Kloster wollen es nicht wahr haben, und gaben mir die Schuld. Der Doktor erkannte die Situation und befragte mich nochmals ich wollte nichts sagen da mir sowieso keiner glaubte. Der Doktor nahm mich ernst, darauf erzählte ich Ihn alles und sagte warum ich das getan habe und bat Ihn noch mal mein Leben zu beenden. Er sagte das darf ich nicht werde aber dafür sorgen das das ein ende hat. Ich schöpfte wieder Hoffnung sie hielt nicht lange an. Ich wurde erneut missbraucht und erniedrigt. Das Kloster wollte davon nichts wissen und billigte weiter diese Handlungen um das es nicht nach außen Getragen wurde, wurde unser Doktor in Altes Ruhestand geschickt und durch eine Ärztin ersetzt .Der Missbrauch ging über mehr als 10 Jahre, er war systematisch, ein Teil des Systems. Von der Klosterleitung gewollt. Das Kloster wurde zum Täter ,spätestens nachdem das erste Kind nach Schlägen zum Arzt bracht wurde und dann in die Hände des Schlägers zurückbrachte.

    Ich möchte alles raus lassen, damit es mir etwas besser geht. Meine Kindheit und meine Jugend ist dahin, ich habe daran keine schöne Erinnerung. Ich habe immer noch Angst und Depressionen . Ich glaube nicht, dass man sich dafür entschuldigen kann, für das Leid, das man mir und auch den anderen angetan hat, es ist nie wieder gut zu machen.

    Ich muss immer mal eine Pause machen da ich meine Tränen nicht unter Kontrolle habe verzeiht mir bitte

  6. Angelika Oetken schreibt am :

    Lieber Bernd Schulz,
    ich kann mir vorstellen, daß es für Sie sehr traurig ist uns von Ihren Erinnerungen zu berichten.
    Daß Sie es trotzdem tun, finde ich toll.

    Sie berichten sehr echt und ganz klar.

    Die realistischen Schilderungen von Betroffenen sind absolut wichtig, um den „gefühlten“ Informationen, auf deren Grundlage so mancher Verantwortliche und viele Würdenträger ihre Entscheidungen treffen, etwas entgegen zu setzen.

    Ein Beispiel :
    Heute habe ich im Radio gehört, daß der Katholikenpräsident Herr Glück öffentlich über eine Aufhebung des Zölibats nachdenkt – im Zusammenhang mit dem Problem sexueller Übergriffe innerhalb der katholischen Kirche.

    Ich zitiere aus der Meldung (FR-online):

    „Katholiken-Präsident
    Glück plädiert für Zölibat-Aufhebung

    Angesichts der sich häufenden Meldungen über Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche plädiert ZdK-Präsident Alois Glück für eine Aufhebung des Zölibats für Priester. Die Kirche müsse Konsequenzen struktureller Art ziehen und dabei auch überlegen, ob es kirchenspezifische Bedingungen für den Missbrauch gebe, sagte der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) der „Süddeutschen Zeitung“.

    „Dazu gehört zweifellos eine Auseinandersetzung mit dem ganzen Thema Sexualität, angefangen vom Umgang damit bis hin zur Auswahl des kirchlichen Personals.“ Die Lockerung des Pflichtzölibats sei ein Weg, sagte der CSU-Politiker. Allerdings sei das Problem damit allein nicht gelöst.“

    Die notwendigen und wirksamen Konsequenzen struktureller Art hat Herr Prof. Schneider in seinem Interview, das Norbert Denef gestern hier eingestellt hat (13.03.2010 Psychiater: An Missbrauchsdiskussion dran bleiben) schon aufgeführt.

    Ich zitiere aus seinem Beitrag :
    „«Ausschlaggebend sind geschlossene Einheiten, wenn der Kontakt zur Außenwelt fehlt», sagte der 52-Jährige. ….«Dass es bei den Katholiken angefangen hat, ist Zufall. Missbrauch wird durch Abhängigkeit gefördert.»
    …..
    «Kinder und Jugendliche brauchen Informationen. Sie müssen wissen, wie und woher sie Hilfe bekommen können», umschrieb der Psychiater einen offenen Umgang mit dem Thema.
    …..
    Bleibe Missbrauch als Thema aktuell, bremse dies auch mögliche Täter. «Dann wissen sie, dass sie unter Beobachtung stehen», sagte Schneider. «Das wirkt wie eine Radarfalle.»
    …..“

    Die Stichworte von Prof. Schneider „geschlossene Einheiten, Abhängigkeit, Mangel an Informationen, Mangel an Kontrolle…“ geben Hinweise auf genau
    die Baustellen, an denen die katholische Kirche, genauso wie alle anderen ähnlich strukturierten Institutionen arbeiten sollte.

    Wie speziell die katholische Kirche jetzt mit dem Thema umgeht, wird über ihre Zukunft entscheiden.

    Mein persönlicher Eindruck ist : der Zug ist längst abgefahren. Jedenfalls in Europa.
    In Ländern, in denen antidemokratische Strukturen der katholischen Kirche ermöglichen, weiterhin strukturellen Machtmissbrauch zu betreiben, mag das anders aussehen. Aber auch da schlägt die Stimmung um.

    Die Strukturen der katholischen Kirche haben so viele Schwächen, daß es Jahrzehnte dauern würde, etwas zu ändern.
    Die ganze Unfähigkeit und die extremen menschlichen Schwächen der Verantwortlichen treten ungewohnt offen zu Tage.
    „Gott sei Dank“ kann man nur sagen.

    Wäre „KK“ ein Wirtschaftsbetrieb hätte er längst einen Insolvenzverwalter und die Geschäftsführer wären im Gefängnis u.a. wegen Veruntreuung, Vertuschung von Straftaten und Mißhandlung von Schutzbefohlenen.

    Insofern sind es gerade Berichte wie der von Ihnen die angesichts des ganzen öffentlichen „Blablas“ den Menschen die Augen öffnen für das, was wirklich passierte und auch heute noch passiert.

    Im selben Radiobeitrag sagte der Präsident des Kinderschutzbundes, daß wir davon ausgehen müssen, daß sich die Menschen, die derzeit sexuell misshandelt werden erst in den nächsten Jahren melden werden. Und das das Thema brandaktuell sei – sexuelle Gewalt finde derzeit meist innerhalb der Familien statt.

    Ich danke Ihnen für Ihren Mut und Ihr Durchhaltevermögen, das Ihnen ermöglicht, hier Ihre Beiträge zu veröffentlichen.

    Angelika Oetken, Berlin

  7. H. Verhees schreibt am :

    In 150 Ländern dieser Welt zählt man 1.000.000.000 Menschen zur KK. Die von innen und außen geforderte Wende ist eine letzte Chance vielleicht, gerade noch rechtzeitig kranke, kriminelle, diskriminierende Strukturen aufzubrechen und zur Botschaft des Urhebers zurück zu finden. Das Potential menschlichen Mitfühlens liegt in jedem Mann, in jeder Frau. Das wird Frau dem Mann zugestehen, der sich zu seinen Fehlern bekennt und sich auf sein Menschsein besinnt.
    Frauen werden mit Männern wieder auf Augenhöhe kooperieren wollen – zunächst aber braucht’s leider noch die „Radarfalle“ und in den Kirchen den Abstieg vom Sockel der Hierarchen/Patriarchen …

  8. Lieber Bernd Schulz,

    sie sind ein sehr mutiger, sehr starker Mensch, dies schon als Kind. Mit der Veröffentlichung Ihrer Folter mit Ihren von Leben erfüllten Worten wird helfen, dass diese Praktiken veröffentlicht und geahndet werden, und nicht zu vergessen, Folteropfer wie Sie es eines sind, zumindest geldlichen Schadensersatz bekommen.

    Danke

    Frank Linnhoff

  9. Bernd Schulz schreibt am :

    Ich möchte mich bedanken bei all den Menschen, dir mir in der letzten Tagen hilfreiche zu Seite gestanden haben ; sei es durch Liebe Worte oder durch Briefe hier auf dieser Seite. Entschuldigt bitte, dass ich mich erst jetzt dazu zu Wort melde; ich brauchte Zeit zu verarbeiten. Und ich bin Wütend von dem, was derzeit alles ;ans Tageslicht kommt was aufgedeckt, bekannt, endlich ausgesprochen wird. Welche Kraft, welche Macht wird plötzlich frei, welche Solidarität.

    Ich muss immer mal eine Pause machen wenn ich meine Geschichte weiter darlege da ich meine Tränen nicht unter Kontrolle habe verzeiht mir bitte und Danke

  10. Sarah M. schreibt am :

    Lieber Bernd,
    es ist gut, wenn Sie Ihren Tränen freien Lauf lassen können. Das mussten Sie in Ihrer Kindheit dank der gefühlskalten Erwachsenen um Sie herum lange genug unter Kontrolle halten! Das kann Ihnen heute Gott sei Dank niemand mehr verbieten.
    Ich kann mich noch sehr gut an meine Therapie erinnern, und ich dachte anfangs, ich ertrinke in einem Tränensee, Tränen, die man mir in meiner Kindheit nicht erlaubte, ohne erneute Gewalt zu riskieren. Aber mit der Zeit spürte ich, dass die inneren verletzten misshandelten Kinder in mir dankbar waren, endlich weinen zu dürfen. All die Gefühle, die man als Kind unterdrücken musste, konnte ich nun zulassen. Das muss sein, und es darf sein. Es ist ein Stück Weg zum Heil – Werden der Wunden, die uns Erwachsene in unserer Kindheit zugefügt haben.
    Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft, um Ihre Gefühle zuzulassen.
    Im Gedanken Ihnen nahe
    Sarah M.

  11. Bernd Schulz Mülhausen

    Liebe Leser

    Ich habe eine Anzeige gegen das damalige Kloster in Ershausen gemacht. Leider wurde es eingestellt auf Grund der Verjährung .

    Danach habe ich den Bischof Dr. Wanke eine E-Mail gesendet er
    bedankte sich, und versicherte mein Schicksal in keinster Weise
    unberührt zu lässt. Aus diesem Grunde möchte er mit mir ein Gespräch,
    auch wenn das Thema “Endschädigung” vorerst nicht im Vordergrund
    stehen sollte und von ihm derzeit auch nicht beeinflusst werden kann.

    Dr. Bischof Wanke schickte mir ein Dr. Rudolf Arnrich ein Arzt zum Gespräch bei mir zu Hause es verlief so als ob ich bei meinen Hausarzt
    bin und mein Gefühl wahr als ob er mir einen Therapeuten zur Seite stellen wollte und von der Kirche bezahlt würde.

    Jetzt haben sie mich vergessen und glauben das sie Ihre Flicht getan hätten von den Bischof Dr. Wanke ist bis heute keine Entschuldigung gekommen.

    Bernd Schulz

  12. hildegard schreibt am :

    Hallo Bernd Schulz,
    bleiben Sie dran! und erinnern Sie Herrn Wanke so lange an seine Worte, bis er Ihnen „GUTE GESPRÄCHE BEI EINEM GUTEN THERAPEUTEN“ bewilligt. W e r für Sie ein guter Therapeut ist, das können nur Sie selber sagen!! Sie haben lange genug gelitten!
    Und wenn Sie Ihre Schreckens-Geschichte an den Runden Tisch schicken wollen, dann teilen Sie Ihrem Bischof auch das mit!

    an alle:
    soeben bekam ich die Eingangsbestätigung über alle meine bisherigen Schreiben an den Runden Tisch – wir werden wahr-genommen …!…?

  13. Wild, Sabine schreibt am :

    Wo kann man das Buch kaufen?

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