Missbrauchsopfer in der zweiten Generation

16.03.2010

Mein Name ist Tanja Müller. Ich bin 37 Jahre alt, Mutter eines 15 Jährigen Jungen und Missbrauchsopfer in der zweiten Generation.
Ich wurde von 3 Familienmitgliedern und einem Nachbarn sexuell missbraucht und vergewaltigt.

Der Missbrauch zieht sich über mehrere Generationen und ist nun leider auch in der dritten Generation angekommen. Da man aufgrund der Gesetze wenig gegen die Täter tun kann, geht der Missbrauch ungestraft weiter.

Lange kämpfe ich schon gegenn die Verjährungsfristen und hoffe das ich als Autorin etwas dazu beitragen kann, dass der sexuelle Missbrauch kein Tabuthema mehr ist.

Solange sich an den Gesetzen nichts ändert und ein Mensch der Kinder missbraucht eine mildere bis gar keine Strafe erhält, wie ein Mensch der den Staat betrügt, wird sich nichts ändern.

Wir müssen unsere Kinder schützen und dass können wir nur in dem wir aufstehen und unsere Geschichte öffentlich machen.

Wir müssen unser Schweigen brechen, damit die Gesellschaft lernt hin und nicht wegzuschauen.

Tanja Müller alias Angela Moonlight

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15 Kommentare

  1. nicht-die-einzige schreibt am :

    Hej wow, schön Sie kennen zu lernen. Warum kann man den Missbrauch an Ihrem Sohn nicht beenden? Bei uns ist das Auwachsen mit sexueller Gewalt auch Familientradition. . .

  2. missi schreibt am :

    Nur die harten kommen in den Garten

  3. Liebe Tanja,

    vielen Dank für Deinen Beitrag. Dieser generationenübergreifende sexuelle Mißbrauch an Kindern hat auch in meiner Familie stattgefunden: mein Großvater mißbrauchte meine Mutter, meine Mutter mich, ein Fremder meinen zweiten Sohn, ein Fremder meinen Bruder. Ich gebe Ihnen Recht, um diesen Kreislauf der Gewalt zu unterbrechen hilft die Veröffentlichung der Vorfälle. Dies kann uns auch helfen zu verstehen, was da stattfindet. Ich muß sagen, ich verstehe es noch nicht. Schließen wir uns zusammen, um gemeinsam für eine Änderung der Verjährungsfristen zu kämpfen und uns gegenseitig beizustehen. Wir sind ja schon auf dem guten Weg, nicht wahr? Das sollten wir nicht vergessen. Ich glaube, wir sollten dies gemeinsam mit Norbert Denef tun. Jeder nach seinen Möglichkeiten.

  4. Eddie schreibt am :

    Liebe Tanja, liebe Betroffenen, liebe Leser,

    genau dort steckt das Problem – die Täter werden nicht vernünftig bestraft, oder eben gar nicht.
    Und solange es die Täter in den eigenen Reihen der Staatsvertreter gibt, wird sich auch nichts grundlegend ändern. Aber ich gehe davon aus, dass wir nun alle hier etwas bewegen und der Staat handeln muß.
    Ich habe mit 40 Jahren schlimmste sadistische sexuelle Gewalt erfahren. Den Täter, der immer noch im Gesundheitssektor praktiziert und von dort aus weiterhin darauf auf ist, Opfer zu finden (er hat ein spezielles „Beuteschema“) habe ich angezeigt. Die Vorstellung, daß er das mit noch anderen und vielen Frauen macht, fand ich so furchtbar, daß ich all meine Kraft zusammennahm, oder das was noch davon übrig war, um nur irgendetwas zu unternehmen.
    Dann erst begann eine Reihe komischer Umstände, die ich damals überhaupt nicht begreifen konnte.
    Ich wandte mich an den weißen Ring – die wiederum waren zunächst völlig überfordert von der Situation. Dann kam zu mir ein Opferschutzbeauftrager.
    Dieser Opferschutzbeamte, dem ich mich dann endlich geöffnet hatte – mich noch in einem Traumatischen Zustand befindend – hat zu dem Täter gehalten. Er hat u. a. versucht mir einzureden, daß ich diejenige wäre, die aufpassen müßte. Da droht mir der Täter nicht nur privat, nein, da kommt auch noch der Opferschutzbeamte um die Ecke, sitzt an meinem Tisch, hört sich alles an – steht auf und verschwindet mit einer Drohung an mich, damit ich meinen Mund halte. Der weiße Ring hat auch nicht gehandelt – sie haben mich behandelt, als sei ich der Täter. Ich war zu der Zeit sehr entsetzt. Nach und nach bin ich hinter deren aller Machenschaften gekommen. Das war schlicht und ergreifend zu gefährlich für alle, die in irgendeiner Weise involviert waren, sobald etwas in die Öffentlichkeit geraten würde. Aber vor allem für mich. Und da ich Kinder habe, hatte ich natürlich die größte Sorge um sie.
    Der Täter hat sich nicht nur an mir vergangen, er hat insofern meine Kinder miteinbezogen, indem er ihnen gegenüber seine pädophile Ader ins Spiel brachte. Ins Detail gehe ich hier jetzt nicht.
    Der Täter hat ein riesiges Netz gesponnen. Die Polizei, der Opferschutzbeamte, die Staatsanwaltschaft, die Anwälte, der weiße Ring – alle waren/sind irgendwie mit ihm versponnen.
    Und nach diesen ganzen deprimierenden Prozeduren hat der Täter dann mit Drohbriefen versucht, mich einzuschüchtern.

    Ja, meiner Meinung nach sitzen zu viele Täter genau an den Stellen, die uns doch helfen sollen.
    Sie sitzen genau dort, wo schon Opfer zu finden sind – und dann haben sie ein Leichtes weiteren Mißbrauch auszuüben. Immer und immer wieder.
    Ich fordere den Staat auf, das zu stoppen und die Gesetze endlich zu ändern!

    Ich bin mit erst im Alter von 40 Jahren auf widerlichste Art und Weise sexuell gewalttätig Mißbraucht worden, aber wenn das ein Täter einem Kind antut, dann muß ich mich alleine bei dem Gedanken schon übergeben.
    Wir dürfen doch nicht vergessen, dass es den meisten Tätern Spaß macht, das kleine Geschöpf, egal welches Opfer es ist, zu quälen, es zu demütigen usw. Das genau ist doch der Grund, weshalb die Täter so etwas machen. Macht ausüben. Um sich daran zu befriedigen.
    Aber immer wieder heißt es dann, sie seien krank.
    Mag sein, dass bei dem einen oder anderen Täter ein anderes Schema abläuft. Dennoch ist es Mißbauch! Keiner darf das mehr schönreden.
    Für ein nichtbezahltes Knöllchen muß ich bei Nichtbezahlen irgendwann womöglich ins Gefängnis – aber sexuelle Gewalt und Machtmißbrauch, und dann noch an einem Kind, wird hingenommen und geduldet?
    Ein Kind ist ein Wunder, ein Geschenk der Natur. Kein Mensch auf dieser Erde hat das Recht die Würde, die Seele, den Körper dieses wunderbaren Geschöpfes zu verletzen.
    Ja – hier geht es um Macht – Machtmißbrauch. Ich fordere, dass unser Staat und seine Vertreter dies nicht mehr zulassen. Der Staat darf vor allem nicht mehr zulassen, daß Täter in seinen eigenen Reihen zu finden sind und diesen Tätern schützend ihre Hände über dieses brutale Tun halten.

    Das alles hat Gott nicht gewollt. Weder hinter Kirchenmauern, noch auf der Strasse, noch hat er uns die Brutalität in unsere Herzen gepflanzt.

    Ich habe trotz aller Gefährlichkeit einen Stein ins Rollen gebracht, dadurch, dass ich das angezeigt habe. In erster Linie für die, die durch den meinen Täter auch zum Opfer wurden und noch werden (es sind hauptsächlich Frauen) und leiden. Und um ihn Aktenkundig werden zu lassen, damit es alle anderen in Zukunft einfacher haben werden als ich. Ich war 40 Jahre alt, als an mir die sexualisierte Gewalt und der absolute Machtmißbrauch vollzogen wurde.
    Mir wurden bewußtseinsverändernde Mittel verabreicht und er hat versucht, mich systematisch kaputt zu machen.
    Die Vorstellung, mir wäre das als Kind passiert fände ich noch entsetzlicher, als es mit 40 schon war.

    Ja, und wir brauchen, wie Hans – Peter schon schreibt, dringend einen neu organisierten Opferschutz!

    Herr Norbert Denef, immer wieder herzlichen Dank für Ihren Mut und Ihren Einsatz für alle Betroffenen ! Ich wünsche mir für Sie ganz viel Kraft und Energie, auch wenn Sie mal der Mut verläßt – bitte bleiben Sie dran. Sie sehen ja, die Menschen brauchen jemanden wie Sie.
    Danke!

    Eddie

  5. Ursula schreibt am :

    Liebe Betroffene,
    Daß, was sie schreiben ist leider Wirklichkeit. Ich bin vom Kleinkindsalter bis zu meinem 12. Lebensjahr, von meinem älteren Bruder aufs Schlimmste mißbraucht worden. Seit über 15 Jahren leide ich ( heute 55 Jahre) unter schwersten Depressionen. Mein Überlebenswille ist verloschen. Der Beitrag des Herrn Denef hat endlich dazu geführt, daß ich mein Schweigen gebrochen habe. Ich habe mit meinem Mann zum ersten Mal darüber gesprochen und begonnen, alles aufzuschreiben. Dabei sind mir Dinge wieder hochgekommen, die ich bis in die letzte Ecke meiner Seele verbannt habe.Ich hätte mich beim Schreiben übergeben können.
    Endlich habe ich dann das Bedürfnis gehabt, meinem Bruder zu dem ich schon lange keinen Kontakt mehr habe einen Brief zu schreiben, wo ich ihn damit konfrontiere, daß ich nicht mehr schweigen will, daß ich mich wehre und daß ich es meiner restlichen Familie auch erzählen werde. Zudem habe ich ihn als Dreckschwein tituliert.
    Was mich total aus dem Gleichgewicht gebracht hat, war ein sofortiges Schreiben seines Rechtsanwaltes an mich.
    Mir wurde ( wieder einmal) gedroht, daß ich zu schweigen hätte. Mein Bruder würde alles Beschuldigungen aufs Schäfrste zurückweisen und sie würden jeder Grundlage entbehren. Ich hätte mich mit diesem Brief schon strafbar gemacht. Im Wiederholungsfall würde ich strafrechtlich belangt, mit Statsanwaltschaft, Strafanzeige, Übler Nachrede, hohe Strafe und was der Gipel war,mit Schmerzensgeld für
    meinen Bruder, wurde mir gedroht. Ich soll also in der Ecke sitzen, nichts weiter sagen und hoffen, daß mein Brief nicht schon eines der aufgeführten Strafen ausgfelöst hat.
    Die Politiker sind sich gar nicht darüber im klaren, was ihre Verweigerung auslöst.Ich bin eine Privatperson und wurde von einer Privatperson mißbraucht. Ich habe keine Lobby , die mir irgendwie hilft. Ich brauch nicht mit einer Entschädigung zu rechnen oder Hilfe bei einer Therapie. Zudem darf ich meinen Seelenfrieden nicht finden, weil diese Schweine sich sofort unter Gesetzesschutz stellen.
    Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben.
    Ursula

  6. Angelika Oetken schreibt am :

    Hallo Eddie,
    es ist deprimierend, wie leicht es Tätern – gerade wenn sie insgesamt einen guten „Leumund“ bzw. Verbündete haben – gelingt, juristischen Sanktionen zu entkommen.

    Schlimm, daß Sie so wenig Unterstützung erfahren haben und dieser Mann immer noch „praktizieren“ kann.
    Im Gesundheitswesen ist es natürlich für ihn leicht, den Vertrauensvorschuß und die Hilfebedürftigkeit der PatientInnen auszunutzen.

    Ich habe im Laufe der Zeit einige Leute kennen gelernt, die sexuell übergriffig sind oder waren und es war keiner dabei, den ich nicht als psychosozial auffällig einstufen würde. Allerdings gucke ich auch schon von Berufs wegen genau hin und meine Kriterien für „Normalität“ sind evtl. enger gefaßt aus üblich.

    Auch in meinem beruflichen Umfeld gibt es Menschen, z.B. SeminarleiterInnen, die ich als persönlichkeitsgestört und zu sexuellen Übergriffen neigend einschätzen würde. Und mit dieser Meinung stehe ich überhaupt nicht allein da.
    Da bisher aber noch nichts – oder zu wenig – an die Öffentlichkeit gedrungen ist – auch aus Sorge um eine Rufmordklage – bleibt es bei reiner Spekulation.

    Deshalb bin ich bei Ihrer Schilderung besonders hellhörig geworden.

    Juristische Schritte sind nicht die einzige Möglichkeit, um jemanden, der in einem öffentlichen Bereich sein Unwesen treibt zu stoppen.

    Falls Sie vorhaben, diesen Mann aufzuhalten, freue ich mich, wenn Sie Kontakt zu mir aufnehmen – klicken Sie einfach auf „das Team“, da erscheint meine website mit allen Daten.

    Viele Grüße von
    Angelika Oetken, Berlin

  7. Mutter schreibt am :

    hallo,

    ja , sowohl sex. Missbrauch über Generationen als auch das Wegschauen und im Stich lassen wie bei Eddie ist mir sehr bekannt.

    Angelika du schreibst, dass du weisst, wie man solche Männer oder Frauen aufhalten kann, ich bin ja gespannt und bin auch daran interessiert, wie das geht und würde auch gerne Kontakt zu dir aufnehmen.

    Liebe Grüße

  8. Hallo zusammen

    @nicht-die-einzige
    es ist nicht mein Sohn der Betroffen ist. Dass konnte ich Gott sei Dank verhindern. Es sind die Kinder anderer Familienmitglieder. Die Kinder meiner Cousinen usw. Ich kann es nicht stoppen, weil ich es nicht beweisen kann. Die Betroffenen halten zu dem Täter bzw. verdrängen was geschehen ist oder geschieht. Das kennt man ja leider auch all zu häufig. Es ist sehr schwierig diesen Kreislauf zu durchbrechen.
    Wir arbeiten daran, doch wie gesagt die Justiz macht es uns nicht einfach. Wenn mal die Verjährung eingetreten ist, dann erscheint es einem schier aussichtslos. Doch aufgeben werden wir nicht.

    @all

    Ja wir sollten auf jeden Fall etwas unternehmen was hilft die Verjährungsfristen zu kippen.
    Ich bewundere die Schweiz, die haben es geschafft.
    Dieses Land und seinen Mitbürger haben begriffen wie wichtig es ist Kinder zu schützen und den Überlebenden zu helfen.

    Hoffen wir das Deutschland aufwacht bzw. seine Regierung und die Justiz.

    Öffentlich machen ist ein schwerer aber sehr wichtiger Schritt.
    Wir können nur gehört und Teil der Gesellschaft werden, wenn wir sprechen und uns zeigen.

    Wir müssen dafür sorgen das die Gesetze sich verändern, dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Dafür müssen wir manchmal sehr schwere Wege gehen.

    Vieles auf diesem Weg kann verloren gehen. Familie, Freunde, Heim usw. aber ich war und bin bereit dafür zu kämpfen.

    Kinder sind das Licht der Welt und niemand hat das Recht dieses Licht zu zerstören.

    Und für uns selber, die Überlebenden wird es ebenfalls Zeit, dass man aufhört uns als psychisch krank, nicht arbeitswillig oder als Schadfleck der Gesellschaft anzusehen.

    Wir haben uns dies nicht selber angetan. Wir waren nur gezwungen den einzigen Weg zu Überleben zu gehen und dieser war eben , diese grausig Situation zu ertragen.

    Wir schweigen aus Scham und Schuldgefühlen, dabei sollten die Täter diese Gefühle haben.

    Es ist an der Zeit aufzustehen, sich zu zeigen und der Gesellschaft klar zu machen, dass nicht die Täter sondern die Opfer und die Kinder geschützt werden müssen.

    Tanja alias Angela Moonlight

  9. Angelika Oetken schreibt am :

    Hallo Mutter,
    schreibe mir zu dem Thema „Aufhalten“ lieber eine mail oder rufe mich an.
    Bei einem öffentlichen Erfahrungsaustausch zu diesem Thema würden wir womöglich nur Täter unfreiwillig „coachen“.

    Herzliche Grüße von
    Angelika Oetken, Berlin

  10. Angelika Oetken schreibt am :

    Hallo Tanja,
    ich denke, es ist schon sehr sinnvoll, wenn Sie wegen der Kinder, die in Ihrer Verwandtschaft sexuell misshandelt werden weiter präsent bleiben.
    Auch wenn Sie im Moment nicht so viel ausrichten können – die Kinder werden älter, erfahren über Freunde, im Internet oder in der Schule, was „Missbrauch“ eigentlich ist und wenn sie dann mitkriegen, daß Sie, die „böse“ Tante in dieser Hinsicht schon mal nachgehakt haben, ist das für Sie sicherlich eine Bestärkung, sich Hilfe zu holen und zur Wehr zu setzen.

    Ihnen alles Gute,
    Angelika Oetken, Berlin

  11. Hallo Angelika
    Das tue ich auf jeden Fall. Ich werde am Ball bleiben und jede Möglichkeit die sich mir bietet ausschöpfen.

    lg Tanja

  12. Mutter schreibt am :

    Hier wierd dauernd von einer Lobby für Opfer gesprochen.

    Wenn Tanja Bestärkung erfahren würde und mit ihr mehrere Menschen zur Polizei gehen würden, müsste die Polizei reagieren.

    Wo ist die Lobby??? oder diskutierst sie wieder nur, wie die Politiker?????

    Gruß

  13. Sarah M. schreibt am :

    Liebe Tanja,
    da habe ich jetzt mehrere Fragen erst mal an Sie:
    Haben Sie die Information von Ihren Cousinen erhalten, dass deren Kinder missbraucht werden? Wenn ja, halten auch diese Cousinen zu dem Täter? Wenn nicht, warum gehen diese nicht geschlossen zur Polizei und zeigen ihn an, um ihre Kinder zu schützen?
    Falls Sie zum Täter halten, gäbe es immer noch die Möglichkeit, anonym beim ortsansässigem Jugendamt eine Meldung zu machen, um ihre Beobachtungen kundzutun. die müssen das überprüfen und wenn sie es nicht tun, kann man sie wegen unterlassener Hilfeleistung anzeigen! Hilfreich dazu ist auch, wenn Sie Freunde, denen Sie absolut vertrauen können, in Ihr Vorhaben einweihen würden. Die könnten ebenso in einem Abstand von jeweils einigen Tagen und auch anonym beim Jugendamt anrufen, um ihre Vermutungen zu melden. Je mehr das Jugendamt von unterschiedlichen Personen immer auf die ein und dieselbe Sache aufmerksam gemacht wird, desto mehr wächst der Druck!!!
    Was mich etwas verwirrt in Ihrem Schreiben an nicht-die-einzige „Ich kann es nicht stoppen, weil ich es nicht beweisen kann.“….und weiter schreiben Sie: „Wir arbeiten daran, doch wie gesagt die Justiz macht es uns nicht einfach. Wenn mal die Verjährung eingetreten ist, dann erscheint es einem schier aussichtslos“
    Haben Sie bereits eine Anzeige gemacht?? Anzeige erstatten ist auch bei Verdacht möglich. Warum ist die Verjährungsfrist eingetreten? Sie schreiben, dass die Kinder der Cousinen bis zum heutigen Tag missbraucht werden („ich kann es nicht stoppen“). Da wäre noch keine Verjährungsfrist eingetroffen! Jeder MItbürger darf bei Verdacht anzeigen!!!
    Sind Sie alleine mit Ihrem Verdacht oder ist das ein sog. offenes Geheimnis in dem Ort, in dem Sie leben?
    Dann sollten Sie sich Mitstreiter ins Boot holen, zusammen fühlt man sich kraftvoller! Sie könnten gemeinsam im Jugendamt antreten, wenn Sie Leute aus dem Ort kennen, denen dies auch nicht verborgen blieb, was in den Familien Ihrer Cousinen abläuft. Gehen die Kinder noch in den Kindergarten, oder in die Schule? Haben Sie die Möglichkeit, Ihren Cousinen mal anzubieten, die Kinder abzuholen von den Einrichtungen?
    Dann könnten Sie versteckte Hinweise dem Kindergarten oder der Schule geben. Je mehr Aufmerksamkeit auf die Entwicklung dieser betroffenen Kinder gelenkt wird, desto eher verhärten sich die Verdachtsmomente!

    Anonym können Sie immer die Polizei anrufen, auch hier können Sie das mit Ihren Mitstreitern wiederholt machen, sollten diese nichts unternehmen.
    Wie Sie selbst schon schrieben: „doch aufgeben werde ich nicht“, schöpfen Sie alle Möglichkeiten aus, um die betroffenen Kindern aus diesem Elend zu befreien!
    viel Kraft weiterhin
    Sarah M.
    PS: Liebe Mutter: Auch ich fühle in Situationen, wie Tanja sie beschreibt, Ohnmacht! Aber mir ist auch bewusst, dass wir hier eben eine reine, auf das Medium „Internet“ beschrängt Lobby sind, und kein sog. Büro haben, und dadurch begrenzt in unserer Hilfestellung gegenüber Betroffener agieren können. Ja, und es macht mir auch Angst, ob wir uns mit dieser Zielformulierung nicht zu weit aus dem Fenster lehnen!
    Sarah M.

  14. Das Jugendamt, der Kinderschutzdienst und auch die Polizei ist informiert.
    Die Verjährung ist bei mir persönlich eingetreten. Aber es handelt sich hier um den gleichen Täter, nur ein anderes Kind.
    Nein, die Mutter des Kindes leugnet alles auch ihre eigenen Missbrauchserfahrungen. Die Schwester der Mutter und ich wir gehen gemeinsam vor, da wir beide Opfer dieses Mannes sind und seiner Familienangehörigen.

    Das Jugendamt hat sich nun eingeschaltet, da es auch schulische Probleme gibt. Es ist also ein Schritt vorangegangen.

    Das Kind hat ab und an Äußerungen von sich gegeben dass ein MIssbrauch vorliegen könnte. Warum sollte man auch vor diesem Kind halt machen. In der Familie ist das ja Gang und Gebe, dass die Kinder eigentum sind und benutzt werden können nach belieben.

    Selbstverständlich wurden die Kontakte unterbunden als die ersten Anzeigen eingingen.
    Wie gesagt es läuft ja nicht nur Anzeige auf Grund der Verdächdigungen, sondern auch Anzeige auf Grund der Dinge die schon früher geschehen sind.

    Bei meiner Cousine ist die Verjährung noch nicht eingetreten und somit stehen die Chancen gut, dass man hier noch etwas erreichen kann.

    Zusammen schließen???? Sorry aber die meisten Menschen neigen dazu wegzusehen. Sie besitzen nicht die Zivilcourage etwas zu tun. Sie wollen nicht hinsehen.
    Man hat Angst um sich, seinen guten Ruf und sonstwas. Nur nicht um das Kind um dass es geht.

    Es ist schon so wie oben erwähnt wurde. Es wird viel von Opferlobby gesprochen aber wir haben noch lange keine.

    Hoffentlich ändert sich dass eines Tages, denn die Täterlobby ist sehr groß.

  15. Hallo zusammen
    wie ich schon in meinem Artikel:
    Wie kann man denn nur sagen, es ist doch nicht so schlimm !?
    geschrieben habe ..Ich bin Opfer und ich konnte die Übergriffe meines Vaters an meiner Tochter nicht verhindern.
    Das mulmige Bauchgefühl habe ich einfach verdrängt und meine Tochter hat nach dieser Nacht( es war nur eine Übernachtung bei meinen Eltern)
    gesagt sie will nicht mehr zu Oma und Opa : Opa ist immer so komisch. Ich habs mit dem Alkohol in Verbindung gebracht.
    Ich hab jeden anderen Gedanken einfach weggeschoben . Es kann doch nicht sein das er auch an seine Enkeltochter geht. Doch es kann sein!
    Noch heute leide ich darunter , meine Tochter nicht geschützt zu haben.
    Erst jetzt bin ich soweit meinen Täter anzuzeigen, mich nicht mehr zu schämen und auch keine Schuldgefühle mehr zu haben.Erst jetzt nach 40 Jahren kämpfe ich und ich merke wie es mir damit immer besser geht.
    Ich rede öffentlich und ich stehe dazu .
    Ich werde laut, denn ich bin nicht schuld!
    Wir alle müssen uns nicht schämen ! Das sollten die Täter !!
    Jedes Opfer was den Täter anzeigt schützt vielleicht viele andere Opfer , daran sollten wir denken.
    Wenn wir uns alle gegenseitig unterstützen können wir es schaffen stark zu werden. Laut zu werden.
    Wir müssen uns nur alle zusammen schließen, dann können wir auch unsere politischen Ziele erreichen.
    Mit Norbert haben wir einen sehr guten Mentor.
    Auf das wir eine große Opferlobby werden.

    http://starkekinder.npage.de
    http://Susiskinder.npage.de

    Wer nicht kämpft hat schon verloren.WIR KÄMPFEN!!

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