5 Kommentare

  1. Lena schreibt am :

    Naja, wenn ich das „Gebet für die Missbrauchsopfer“ lese und da ist im nächsten Satz schon wieder von den Tätern die Rede…bin ich da skeptisch. Vor allem: Kein Wort darüber, dass es auch aktuell vermutlich Kirchenmitarbeiter gibt, die Kinder missbrauchen (rein von der Logik / Statistik her) – da hätte man sich doch eine deutliche Ansage gewünscht an mögliche gegenwärtige Täter sowie die Aufforderung, sich freiwillig zu stellen an alle, deren Taten noch nicht verjährt sind und noch bestraft werden können.

    „Wir rufen die heiligen Nothelfer in dieser Stunde an und bitten um ihre Fürsprache und ihren Beistand für alle, die in kirchlicher Obhut an Leib und Seele verwundet wurden, für alle, die an Kindern und Jugendlichen schuldig geworden sind, weil sie ihnen Böses getan haben und Gutes unterlassen haben“

  2. Angelika Oetken schreibt am :

    Auf der von Sarah M vorgeschlagenen Seite fand ich das hier :

    „Immer mehr Kirchenaustritte in Bayern

    Seit Anfang März treten in einigen Regionen Bayerns immer mehr Menschen aus der katholischen Kirche aus. Nach Informationen des BR haben sich die Austritte hier im Vergleich zum Februar fast verdoppelt. Zu den Gründen ist nichts bekannt, da die Standesämter dies nicht abfragen.“

    Da wird wohl von Einigen nicht mehr darauf gewartet, was der „Heilige Vater“ demnächst gedenkt von sich zu geben, sondern da wird mit den Füßen abgestimmt.

    Ist doch mal was…
    Da haben wir sie doch, die Konsequenz, die zum Handeln zwingt…
    Geld wird knapp – keine Schäfchen, keine Steuergelder.

    Angelika Oetken, Berlin

  3. Sarah M. schreibt am :

    Hallo zusammen,
    mein Fokus auf dieser Seite richtete sich vielmehr auf die positiven Entwicklungen, die wir trotz der vielen Missstände nicht übersehen sollten. Denn wir selbst hier alle im Forum möchten doch erreichen, dass Menschen aufstehen, und für die Opfer, Überlebenden eintreten, und endlich die Wegschaumentalität aufhört. Wenn es dann mal geschieht, sollte dies auch wahrgenommen und positiv gewertet werden. Ich werde mir auch überlegen, ob ich als Betroffene dieser Kirchengemeinde meinen Respekt öffentlich in Form eines Briefes mitteile, den ich anstelle einer Predigt vorgelesen haben möchte. http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/hullermann-bad-toelz-missbrauch-ID1268669058013.xml
    Mir ist schon klar, dass vom Beten alleine keinem geholfen ist. Aber auch kleine Erfolge sind Erfolge (siehe Ettaler Razzia, keine kircheninternen Aufklärungen der Fälle, sondern eine Kommission, die von außen kommt und sich darum kümmert, eine Kirchengemeinde, die während der Predigt mit dem Satz an den Pfarrer gerichtet ; er könne doch jetzt nicht zur Tagesordnung übergehen- aus Protest das Gotteshaus während der Predigt verlassen…) wenn solchen Geschehen mehr Aufmerksamkeit zugesprochen wird, werden diese die Runde machen und bilden Vorbildcharakter. Das sollten wir nicht als nichts abtun!!!
    Die Bevölkerung regt sich zurecht auf, dass die Kirche „ihre“ „Fälle“ eigenmächtig im stillen Kämmerlein aushandeln möchten. Wie lautet die Forderung, die in aller Munde ist: Offenheit, Übergeben der Fälle sofort und unmittelbar, und zwar schon bei Verdacht alleine!!! Und hier spricht der bayrische Erzbischof genau das aus, die wir uns seit ewiger Zeit erhofften.
    „Deshalb empfehlen die bayerischen Bischöfe einstimmig, bei der Überarbeitung der Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz festzuschreiben, dass jeder Verdacht auf sexuellen Missbrauch oder körperliche Misshandlung an die Staatsanwaltschaft gemeldet werden muss. Unabhängig davon solle diese Meldepflicht sofort praktiziert werden, heißt es in der von Marx verlesenen Erklärung der Bischöfe.“ Siehe Quelle : http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/missbrauch-missbrauchsskandal-kindesmissbrauch-ID1268679052570.xml
    Ebenso gebührt den Journalisten Dank, die nicht erst seit der großen Welle seit Jahrzehnten immer wieder die Missbräuche von Seiten der Kirchenmänner veröffentlicht haben. (Siehe Sendung Brisant)
    Wir sollten nicht in das gleiche Kerbholz schlagen wie die, die wir kritisieren, sondern unseren Blick u. a. auch auf die richten, die gegen den Strom des Wegschauens, der Bagatellisierung und des Vertuschens ohne gezogener Konsequenzen kämpfen, um sich auf die Seite der Opfer zu stellen. So zeigen wir auch, wo die wahren Werte liegen, die heute so schwer zu finden sind und sichtbar werden. Mut – sich mit den Opfern zu solidarisieren soll sich lohnen!!! Durch angemessene Anerkennung von unserer Seite, die wir ja gerade das erreichen wollen, würden wir der Gesellschaft ein Zeichen setzen, dass Empathie, Zivilcourage, Klarheit sich wieder lohnen, da eine positive Reaktion folgt!!
    Sarah

  4. Lena schreibt am :

    Liebe Sarah,

    mir fällt es einfach schwer, bei Dingen, die eigentlich selbstverständlich hätten sein sollen und erst nach massivem öffentlichem Druck erfolgen, „Lob“ auszusprechen.

    Oder die Sache mit dem Gebet: Die Kirche nennt es „Gebet für die Missbrauchsopfer“, aber eigentlich ist es genauso ein Gebet für die Täter und die, die weggeschaut und vertuscht haben. Da wird um Vergebung gebeten.

    Ich finde auch, dass man positive Sachen, die man *wirklich* gut und couragiert findet, durch entsprechende Äußerungen unterstützen sollte. Im Moment ist es so, dass ich abwarte, wie sich das insgesamt entwickelt bei der Kirche. Wenn die das in den nächsten Monaten ganz toll machen mit der Aufarbeitung „lobe“ ich sie dann gerne!!

    Liebe Grüße,
    Lena

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