WARNUNG vor Kirchen-Hotline

31.03.2010: netzwerkB Pressemitteilung

Datum: 31.März 2010
WARNUNG vor Kirchen-Hotline ˆ Opfer von sexuellem Missbrauch sollten der deutschen Kirche nicht trauen

Statement von Barbara Blaine, Präsidentin von SNAP – Netzwerk der Überlebenden von Missbrauch durch Priester (www.snapnetwork.org):

≥Wir fordern die Opfer auf diese Telefon-Hotline NICHT zu nutzen, zum eigenen Wohlbefinden und dem anderer.

Unserer Erfahrung nach versucht die Kirche mit diesem Mechanismus die Verbrechen intern zu handhaben und geheim zu halten, anstatt wirklich Kinder zu schützen und die Missbrauchten zu heilen.

Die Opfer sollten ihren Angehörigen, Therapeuten, Polizisten, Staatsanwälten und Selbsthilfegruppen von ihren Leiden zuerst erzählen, und sich nur an die kirchliche Hierarchie oder ihre Stellvertreter als letzten Ausweg wenden.

Oft, auch in diesen Tagen, wenn Amtsträger der Kirche von Sexualverbrechen durch Geistliche und der Vertuschung erfahren, fangen sie an, Beweise zu vernichten, drohen oder schüchtern Zeugen ein, erfinden Ausreden erfinden und versetzen Missbrauchs-Täter. Missbrauch sollte bei unabhängigen Fachleute in der Strafverfolgung angezeigt werden, nicht bei voreingenommen, ihren eigenen Interessen dienenden Kirchen-Mitarbeitern.

Ehrlich gesagt, es ist albern zu glauben, dass die gleichen geheimnisvollen, gefühllosen und rücksichtslosen Menschen (Bischöfe, Erzbischöfe, Kardinäle und der Papst), die schreckliche Verbrechen jahrzehntelang verheimlicht und ignoriert haben, wie magisch eine komplette Kehrtwende machen und sich nun aufrichtig interessieren für die Veröffentlichung dieser Verbrechen und den Opfern helfen wollen.

Warum wir uns da so sicher sind?
<www.bishop-accountability.org/news3/2002_07_09_Korber_HotlineSuit_Edward_Boyle_1.htm>

Wir appellieren an die Opfer zu reden, die Täter zu entlarven, Kinder zu schützen, die Übeltäter anzuzeigen und mit der eigenen Heilung zu beginnen …  aber wir appellieren an sie, vorsichtig zu sein und sich unabhängige Hilfe zu suchen, KEINE Amtsträger der Kirche.„

SNAP  ist seit 1988 die Stimme der Opfer von sexualisierter Gewalt und Missbrauch
SNAP (Survivors Network of those Abused by Priests) ist das Netzwerk der Überlebenden von Missbrauch durch Priester (www.snapnetwork.org) und hat 9000 + Mitgliedern in den USA und der ganzen Welt.
SNAP ist die größte und aktivste Unterstützungsgruppe von Menschen, die von religiösen Autoritätsfiguren (Priestern, Bischöfen, Diakonen, Nonnen und anderen) verletzt wurden. SNAP ist unabhängig und ist nicht mit der Kirche oder Kirchenautoritäten verbunden. SNAP ist für die Opfer eine Selbsthilfegruppe um einander zu heilen und zu helfen.

SNAP sitzt in Chicago. Bei SNAP vertreten die Opfer von sexuellem Missbrauch die Interessen der Opfer. Barbara Blaine, eine Sozialarbeiterin, ist SNAP-Gründerin und Präsidentin der Organisation.

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