Offener Brief – Ich bin sprachlos

19.05.2010

Ich bin sprachlos.
Fassungslos.
Hilflos.

Ja ich bin groß im bewältigen meiner eigenen Übergriffe.
Wenn ich von denn Übergriffen auf andere Lese ,
ist das für mich schwere AUS ZU HALTEN als meine eigene
Wut und Schmerz

Mein Brief an unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 13.05.2010
bisher ohne eine Antwort.

An Frau Angela Merkel Bundeskanzlerin

Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: +49 (0)30 227 0
Fax: +49 (0)30 227-36655 oder 227 36979
angela.merkel [at] bundestag.de

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel

Folgende Sachlage besteht:

Mehrere Anträge auf Opferentschädigung hatte ich beim Versorgungsamt bereits 2008 eingereicht, bisher leider ohne jeglichen Erfolg auch an die katholische Kirche hatte ich mich bereits vor 2 Jahren gewendet mit der Bitte um Hilfe leider erfolglos. Nun bin ich Ratlos und hoffe Sie sehen vielleicht eine Möglichkeit wie ich etwas voran kommen kann, den mein Gesundheitszustand wird nicht besser werden können. Bereits vor Jahren habe ich mein Geschäft durch sich immer wieder verschlechternde Krankheit. Bei einem Termin im März 2010 beim Amt für Versorgung Ko musste ich erneut 5 und eine halbe Stunde lang erneut über die gesamten grauenvollen Erlebnisse reden. Ich habe das als unmenschlich empfunden über Folter erneut sprechen zu müssen auch das erscheint mir als Folter, wenn doch bereits alles schriftlich vorliegt.

Auch eine erneute Ausbildung danach 2003 Burnout, half mir nicht weiter ich bin erwerbsunfähig auf Grund der Borderline Störung die durch die Übergriffe im frühen Kindesalter entstand, durch sexuelle Übergriffe und Folter in der katholischen Kirche und Grundschule Friedrichssegen heute Lahnstein, durch den damaligen Küster welcher auch Hausmeister an der Friedrichssegener Grundschule war. Auch durch einen Lehrer im 1ten Schuljahr wurde ich mehrfach geschlagen misshandelt und missbraucht. Diese Vorfälle ereigneten sich in den Jahren 1963 bis 1967.

Mit der freundlichen Bitte um eine Stellungnahme.

Hier ein kurzer aktueller Überblick:

Schäfchen zählen Schwarze wie Weise,es rumpelt dieser Tage im Gebälk der katholischen Kirche. Was wir jetzt zu sehen oder zu Lesen bekommen ” Vom Papstliebling zum Paria , Augsburger Bischof Walter Mixa” ist nur Spitze des Eisberges der schwarzen Schäfchen in der katholischen Kirche.

Man sollte vielleicht die Gesinnung oder besser die Orientierung des ein oder anderen Würdenträgers genauer unter die Lupe nehmen! Auch das Umfeld der bereits bekannte Schafe sollte meiner Meinung nach aufmerksam betrachtet werden, denn gleich und gleich gesellt sich gerne:

So geschah es mir das ich anscheinend selbst den Bock zum Gärtner machte.

Unser ortsansässiger mir persönlich sehr sympathische Priester und Bezirksdekan des Rhein Lahn Kreises Peter Weis der früher in Frankfurt tätig war, wurde dieser Tage all seiner Ämter enthoben suspendiert und hat Lahnstein bereits verlassen, es wird von der Staatsanwaltschaft Wiesbaden gegen den nun ehemaligen sehr beliebten Bezirksdekan wegen mehreren Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs ermittelt. Ich beziehe mich hierbei auf einen Artikel der Rhein Lahn Zeitung vom 08.05.2010 und des Wiesbadener Tagesblattes.

http://www.wiesbadener-tagblatt.de/region/wiesbaden/meldungen/8864796.htm

Das ganze ist besonders Pikant , Herr Weis war sowohl mein Beichtvater wie auch mein Begleiter beim Termin in Limburg vor einigen Wochen, beim Bischöfliche Ordinariat Limburg .

Bei diesem Termin meldete ich bei Bischöfliche Ordinariat Limburg , , meinen Wunsch an, das die Taten an mir als Kind Übergriffe, Folter und mehrfacher schwerer sexueller Missbrauch eines ehemaligen Küsters der katholischen Kirche an mir als 4 Jähriger unter in späteren Jahren weiterhin, sollten Aufgezeigt anerkannt und der noch lebende Küster sollte mit meinen Vorwürfen konfrontiert werden.( Mit diesem Ansinnen den ehemaligen Küster zu konfrontieren war ich bereits 2008 an die Herren Grimm und Weis heran getreten jedoch war bis dato nichts geschehen).

Bisher ist gar nichts geschehen in dieser Richtung Herr Grimm hat sein Amt nieder gelegt, wie er sagte, fühlte sich mit dieser Aufgabe überfordert.

Mein Beichtvater und vermeintlicher Verbündeter ist über alle Berge!
Er soll mittlerweile in drei Fällen von Missbrauch geständig sein.

Ich als Geschädigte stehe wieder einmal allein da, von der katholischen Kirche im Stich gelassen. Bei den Behörden sehe ich kein voran kommen.

Zur genaueren Info 3 Links zu Youtube in welchen genauer zusehen ist worum es bei meiner Sache geht:

http://www.youtube.com/user/survivorart#p/a/u/0/19RfSd6TEm0

http://www.youtube.com/watch?v=qhGMw4DF9-s

http://www.youtube.com/watch?v=C87LiOy2PdU

Deshalb sage ich weiterhin zu allen Opfern ” SAGT ES LAUT”

Mit hochachtungsvollen Grüßen

Pia Nachtsheim
Pia Survivor

12 Kommentare

  1. Liebe Pia,

    leider ist es so, dass Sie Ihren Brief zwar an die wohl auch existierende Email-Adresse von Frau Dr. Merkel gesandt haben, nur betrifft diese Adresse deren Bundestagsmandat und dürfte allenfalls archiviert, aber niemals von irgend jemandem gelesen worden sein und schon garnicht von der anzunehmenden Empfängerin. Sie müssten Ihre Mail zunächst an das Bundespresseamt senden (internetpost [at] bundesregierung.de) und um Weiterleitung an das Bundeskanzleramt bitten. Falls Ihnen das Glück wohlgesonnen ist, wird es dort von einem Bearbeiter gelesen und dann ggf. tatsächlich an die Bundeskanzlerin weitergeleitet. Vermutlich wird man Sie derzeit jedoch darauf hinweisen, dass die Sonderbeauftragte der Bundesregierung hierfür zuständig sei. Dazu kann ich Ihnen den Mailverlauf meines gestern übermittelten -offenen Briefes- wie folgt zeigen (bitte von unten nach oben lesen):

    ——– Original-Nachricht ——–
    Betreff: Re: Offener Brief an Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel – BPA-ID: [Jat4d/LsVLk=]
    Datum: Wed, 19 May 2010 15:22:54 +0200
    Von: anno_1968
    An: internetpost [at] bundesregierung.de

    Sehr geehrte Frau Appel,

    herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung.

    Ich hatte mich bereits vor einiger Zeit an Frau Dr.Bergmann gewandt. Ich habe von dort weder eine Antwort, noch eine
    Bestätigung, auch nicht nach nochmaliger Nachfrage, erhalten. Bitte leiten Sie deshalb mein Schreiben an das Bundes-
    kanzleramt weiter. Vielen Dank.

    Mit freundlichen Grüßen
    anno_1968

    Am 19.05.2010 13:02, schrieb internetpost [at] bundesregierung.de:
    > Sehr geehrter Herr anno_1968,
    >
    > vielen Dank für Ihre E-Mail.
    >
    > Seit dem 9. April 2010 können Betroffene sexuellen Missbrauchs über die Geschäftsstelle der Unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a.D., in Kontakt treten.
    >
    > Erreichbar ist die Unabhängige Beauftragte unter folgenden Kontaktdaten:
    >
    > Postalisch:
    > Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung
    > sexuellen Kindesmissbrauchs
    > 11018 Berlin
    >
    > E-Mail:
    > kontakt [at] ubskm.bund.de
    >
    > Fax:
    > 03018/555 4 1555
    >
    > Mit freundlichen Grüßen
    > Im Auftrag
    >
    > Elke Appel
    >
    > ___________________________
    > Bürgerservice
    > Presse- und Informationsamt
    > der Bundesregierung
    >
    >
    >
    >
    > __________________________
    > —- Ursprüngliche Nachricht —-
    > Von: anno_1968
    > Gesendet: Mittwoch, 19. Mai 2010 00:11:30
    >
    >
    >>> Sehr geehrte Damen und Herren,
    >>>
    >>> bitte leiten Sie den angehängten -offenen Brief- an das Bundeskanzleramt weiter.
    >>> Das Schreiben sollte Frau Dr. Merkel unbedingt vorgelegt werden da es sich um ein
    >>> ausserordentlich wichtiges Anliegen handelt, welches m.E. einer baldigen Klärung
    >>> zugeführt werden sollte. Vielen Dank.
    >>>
    >>> Mit freundlichen Grüßen
    >>> anno_1968
    >>>
    >>>
    >>>
    >>>
    >
    >

    Ich hoffe dies ermuntert Sie zu einem neuen Versuch. Sie können sich aber auch an mich wenden, falls Sie glauben Hilfe zu benötigen.

    Herzliche Grüße und nicht aufgeben!

  2. Joachim_X schreibt am :

    anno_1968 ist jetzt Joachim_X um Missverständnissen vorzubeugen 🙂

  3. Joachim_X schreibt am :

    Liebe Sarah,

    leider führt dieser Weg nicht zum Ziel (siehe direktzu.de), Zitat:

    Informationen des Bundespresseamtes

    Das Bundespresseamt beantwortet im Auftrag der Bundeskanzlerin die bestbewerteten Beiträge der Seite „direktzurkanzlerin.de“. Leider nicht beantwortet werden können:

    * Beiträge mit unklarem, verworrenem oder beleidigendem Inhalt,
    * Beiträge, die keine konkrete Frage- bzw. Problemstellung formulieren,
    * Beiträge ohne vollständige Namensnennung,
    * offene Briefe oder Kettenbriefe,

    usw.

    Also auf jeden Fall die Bezeichnung -offener Brief- vermeiden 🙂

    lg Joachim_X

  4. Hallo ihr lieben Survivor

    vielen lieben Dank für die Tipps.

    Pia Survivor

  5. Sarah M. schreibt am :

    Lieber Joachim,
    danke für den wichtigen Hinweis!
    Diese „Hürden“ sind ja leicht zu knacken :-).

    Sarah M.

  6. Uwe Werner schreibt am :

    Hallo pia,
    ich habe einen antrag nach dem Opferentschädigungsgesetz über den Weissen-Ring in Deutschland gestellt. Mein zuständiges Versorgungsamt in Mönchengladbach hat zuvor einen Behindertenausweis (60% v. 100) ausgestellt. Der OEG-Antrag ging an den Landschaftsverband-Rheinland (LVR). Leider ist dieser Antrag mit viel Schreibkram verbunden, Gutachten,Attest,Therapiebericht und den eigentlichen Vorfall am besten handgeschrieben schildern. Bitte denke daran, Du musst den landschaftsverband für Deine Stadt bzw. Region finden und anschreiben.
    Ist dieser Antrag einmal bei dem für DICH zuständigen Versorgungsamt, geht alles seinen Weg.
    Viel Glück, Kraft, Stärke ür Dich!!! L.G. Uwe

  7. Bärbel schreibt am :

    Heute habe habe ich mich nach langer Zeit entschlossen,
    meine Geschichte,——es geht aus meiner Sicht u.a. um Übergriffe an meiner behinderten Tochter,habe vor 2 Wochen eine Anzeige bei der Polizei gestellt,——um Verletzung der Menschenwürde und Persönlichkeitsrechte an
    meiner Tochter und mir ,durch die Betreuungsbehörde,durch die Caritas-Werkstatt f.Behinderte und durch den Richter des Vormundschaftsgerichtes während eines Verfahrens, und um die Leitung
    des Wohnheimes meiner Tochter,———
    an eine Zeitung zu senden,die einen großen Namen trägt.
    Die Kirche hat mir zugehört,an Frau Bergmann habe ich vor 4 Wochen geschrieben,sie ist völlig überfordert und überlastet,das teilte man mir Heute telefonisch mit.
    Durch Euch bin ich mutig geworden ,dass zu schreiben und mir somit hoffentlich Gehör zu verschaffen,ich arbeite mit geistig behinderten Menschen,das hat mich auch in meiner Ausdrucksweise geprägt,
    vielen Dank Bärbel

  8. http://direktzu.de/kanzlerin/messages/24517

    leider gelöscht und nicht veröffentlicht werden Beiträge auch wenn diese dem entsprechen:

    * Beiträge mit unklarem, verworrenem oder beleidigendem Inhalt,
    * Beiträge, die keine konkrete Frage- bzw. Problemstellung formulieren,
    * Beiträge ohne vollständige Namensnennung,
    * offene Briefe oder Kettenbriefe.

    Was nun???

    Pia Nachtsheim

  9. Hallo

    nach langer Zeit bin hierher zurück gekehrt.
    Von der Katholischen Kirche wurde ich bereits im Juni 2011 als Opfer anerkannt. Leider blieb die Anerkennung durch das Versogungsamt aus.
    Bin nun etwas ratlos.

    Piasurvivor

  10. Hubert schreibt am :

    Man sollte derartige Vorfälle bei den Umgangsformen mit Betroffenen solange aktuell halten, bis sich dazu endlich was geändert hat.
    Bisher hat sich nämmlich nach so langer Zeit so gut wie Nichts daran geändert!
    Ein strategisch angelegtes Dilemma, welches wohl den einzigen Sinn und Zweck verfolgt, Geld einzusparen. Geld, welches dann anderswo oft regelrecht verpulvert wird.
    Aber nun ist ja Weihnachtszeit, also:
    Friede, Freude, Eierkuchen!

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