Mutige Interviewpartnerin gesucht

26.09.2010

Mutige Interviewpartnerin / weibliche Überlebende gesucht, die als Kind von einer Frau missbraucht wurde

Hallo,

ich bin TV-Journalistin und möchte bald eine öffentlich-rechtliche Dokumentation über „Sexuellen Missbrauch durch Frauen an Kindern“ drehen. In diesem Film geht es um die Sensibilisierung unserer Gesellschaft für dieses Problem, den Schutz zukünftiger Opfer, sowie das Verständnis für Überlebende.

Der Realisation dieses Films stehen leider viele Hürden im Wege. Eines der größten Hindernisse scheint zu sein, dass dieses Tabu-Thema zu sehr am Mythos Mutter kratzt.

So ist es mir erst nach langen Bemühungen gelungen, eine Produktionsfirma von meinem Vorhaben zu überzeugen. Produzent wird das a&o büro in Köln sein, www.a-o-buero.de

Seit einigen Monaten suche ich männliche & weibliche Überlebende, welche seelisch stabil genug sind, um vor der Kamera ihre Geschichte zu erzählen. Der Schritt an die Öffentlichkeit soll keine Re-Traumatisierung auslösen!

Viele MÄNNER, die als Kind das Opfer einer Frau wurden, hatten schon den Mut, mich zu kontaktieren. Damit meine Doku produziert werden kann, braucht es aber auch DRINGEND zwei WEIBLICHE ÜBERLEBENDE. Finde ich diese nicht, dann ist der ganze Film gefährdet.

Bisher haben sich einige Frauen gemeldet. Aber alle – bis auf eine – haben leider einen Rückzieher gemacht. Seit April 2010 recherchiere ich dieses Thema, nun geht mir langsam die Luft aus. Denn meine journalistische Arbeit ist nichts wert, ohne ProtagonistInnen, die sich vor die Kamera wagen.

Vielleicht hat die mangelnde weibliche Resonanz etwas mit Scham zu tun? Der „Schande“, als MÄDCHEN von einer FRAU sexuelle Gewalt erfahren zu haben?! Das Tabu scheint noch unantastbarer als bei männlichen Opfern. Keine betroffene Frau spricht darüber. Reaktionen der Öffentlichkeit reichen von Ungläubigkeit über Verharmlosung bis hin zum bewussten Wegsehen.

Genau darum braucht das Thema „Missbrauch durch Frauen an Mädchen“ Aufmerksamkeit. Ein Tabu wird nur gebrochen, indem es öffentlich gemacht wird. Wie soll sich gesellschaftlich etwas ändern, wenn niemand den Mut hat, aufzustehen und darüber zu reden? Meine Erfahrung ist: Von alleine bewegt sich leider nichts!

Mir ist klar, wie schwer ein „Outing“ vor der Kamera fällt, erst recht, wenn man die ERSTE ist. Dafür braucht es viel Stärke. Jeder, die nicht seelisch stabil ist, rate ich davon ab.

Aber vielleicht gibt es da draußen irgendwo in Deutschland EINE Überlebende, die stark genug ist, ihre Geschichte zu erzählen und diesen immens wichtigen Film gemeinsam mit mir zu drehen?! Eine Frau, die nicht länger schweigen will. Denn genau das wollen die TäterInnen: dass ihre Opfer den Mund halten!

Darum: Trau Dich! Melde Dich ganz unverbindlich. Ich sichere Dir 100%ige Diskretion zu. Natürlich hast Du bei dem Film ein Mitspracherecht. Du entscheidest, wie viel Du preisgeben willst, was wir drehen und was wir doch lieber weglassen. Lass uns einfach darüber reden!

Stephanie (subsigillo [at] aol.com)

12 Kommentare

  1. astrid schreibt am :

    Hallo Stephanie ?,
    vielleicht würde es helfen, wenn Sie Ihren ganzen Namen nennen und eine Auswahl Ihrer bisherigen Arbeiten zugänglich machen würden.

  2. Stephanie schreibt am :

    Liebe Astrid,

    schauen Sie unter http://www.a-o-buero.de! Dann sehen Sie, um welches Genre es sich handelt.

    Meine Filme kann ich nur per DVD zur Verfügung stellen, da sie nicht im Internet einsehbar sind.

    Für meinen vollen Namen und meine Telefonnummer bitte ich Sie, mir eine kurze Mail zukommen zu lassen!

    Bei sehr brisanten Themen können gerade Internet-Recherchen auch für Journalisten gefährlich sein. Darum müssen auch wir gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen. Ich bitte hierfür um Verständnis!

    In jedem Fall ist Herrn Norbert Denef meine Identität (voller Name, Rufnummer etc) bekannt

    Mit herzlichen Grüßen,
    Stephanie

  3. PeggyJansen7673 schreibt am :

    Hallo Stephanie,
    ich bin nicht nur Landesbeauftragte Sachsen hier im Netzwerkb,habe selber auch einen Verein.Ebenso bin auch ich eine Betroffene Mutter,ich war auch eine Betroffene.Ich machte nach Jahren des Schweigen´s und Leiden´s eine erflogreiche Traumatherapie.Ihr Konzept und Idee klingt sehr Interessant für mich,würde mich freuen wenn wir gemeinsam kommunisieren könnten..?Norbert hat meine Daten..;O).

  4. astrid schreibt am :

    „Bei sehr brisanten Themen können gerade Internet-Recherchen auch für Journalisten gefährlich sein.“ Versteh ich nicht. Hier geht es ja nicht um die Mafia. . . Wer ist gefährlich, für wen und warum?

  5. Gabriele Müller schreibt am :

    Wer es mal wagt, genauer hinzuschauen auf einzelne Machenschaften, wird erkennen, dass es in Wahrheit überall stinkt, und Verantwortliche alles tun, sich möglichen Offenlegungen zu entziehen.Sie schrecken vor nichts zurück, das sagt mir meine Erfahrung mit staatlichen Institutionen.
    Die politische Brisanz mancher Themen ist extrem hoch. Wir sollen schweigen und glauben. Hinter der Fassade unserer Demokratie stinkt es gewaltig!

  6. Sarah M. schreibt am :

    …weil gerade dieses Thema (sex. Gewalt durch Mütter) sehr häufig mit Sektenkult und rituellem Missbrauch, mit organisierten kriminellen Zirkeln und Netzen verknüpft ist, wie auch in meinem Fall!
    Deshalb gefährlich!!!
    Aber bitte jetzt nicht auf die Idee schlussfolgern, dass ich Interesse hätte, an diesem Film mitzuwirken. Denn:

    Zitat: „….Aber vielleicht gibt es da draußen irgendwo in Deutschland EINE Überlebende, die stark genug ist, ihre Geschichte zu erzählen und diesen immens wichtigen Film gemeinsam mit mir zu drehen?! Eine Frau, die nicht länger schweigen will. Denn genau das wollen die TäterInnen: dass ihre Opfer den Mund halten!…“

    obwohl ich mich als starke Frau und Überlebende sehe, die schon lange nicht mehr schweigt, würde ich mich auf gar keinen Fall der Öffentlichkeit mit meiner Geschichte ohne Schutz ausliefern!

    Denn:

    wofür???
    Warum fragen Sie nicht die Täterinnen und rufen Sie denen zu:

    “ Trau Dich! Melde Dich ganz unverbindlich. Ich sichere Dir 100%ige Diskretion zu. Natürlich hast Du bei dem Film ein Mitspracherecht. Du entscheidest, wie viel Du preisgeben willst, was wir drehen und was wir doch lieber weglassen. Lass uns einfach darüber reden“

    Ich fühle mich nicht in eine Schmuddelecke zurück gedrängt. Ich verarbeite meine Geschichte in einer Traumatherapie, und in einem Buch, bei dem mir all das möglich ist, was Sie hier so großzügig versprechen! Ich steuere es selbst, ich habe es selbst in der Hand, was ich preisgebe, unter welchen Bedingungen usw.
    Als Opfer von organisiertem Verbrechen sage ich Ihnen, Sie werden sich schwer tun, jemanden zu finden, der sich erneut ausliefert, indem er wiederholt sich einem „Puplikum“ ausliefert, das unüberschaubar ist, nicht bekannt ist und unberechenbar reagiert! Dies alles hat man schon überleben müssen als Betroffene eines Zirkels, dem man ausgeliefert war, der unüberschaubar war, nicht bekannt – jedesmal neue Täter, die hinzukamen… und unberechbar!
    Ich sage NEIN DANKE! Nicht noch einmal in einer anderen Form! Denn auch das nenne ich Missbrauch, jemanden opfern für einen „scheinbar guten Zweck“!
    Sarah Mohn

  7. Sarah M. schreibt am :

    Das wäre generell mal eine Überlegung wert!

    Der Aufruf, Apell in der Öffentlichkeit für Aufklärung muss umgedreht werden und an die Täter/innen gerichter werden!

    Denn wer bereit ist seine Kinder zu verkaufen, Kinder zu missbrauchen, der ist auch bereit für Geld anonym an die Öffentlichkeit zu gehen!!!! und bei einem Film mitwirken!

    Unter Zusicherung der Anonymität und dem Wecken der Geldgier. Das sollte klappen!

    Darüber sollte mal nachgedacht werden.

    Lasst Täter sprechen!!!

    Sollen sie ihre ganze Perversität zeigen.
    Die gesamte Menschheit wird sich derart abgestoßen fühlen, dass wir vielleicht nie wieder in die Bedrängnis kommen, dass man uns nicht glaubt. Oder dass wir uns als Betroffene andauernd erklären müssen.

    Das wäre mal ein ganz neuer Ansatzpunkt!!!
    Und diesen wäre auch ein neuer Dreh für den nächsten Werbespot. Nicht die Betroffen sollten erneut gezwungen werden, zu agieren, sondern die Täter/innen!!!

    Genau so stelle ich mir das vor, dass nicht weiterhin Betroffene geopfert werden, sondern mal die Verursacher!!!!
    Hier liegt die Kehrwende der Betrachtung, die Bewusstseinsänderung, die damit in der Öffentlichkeit geschaffen werden könnte.
    Deshalb stößt mich auch dieser Werbespot von Fr. Dr. Bergmann mit „Hilfe“ von Herrn Wenders so auf, denn trotz der Intension von Fr. Bergmann die die Verantwortung der Gesellschaft für die Tabuisierung, für das jahrelange Vertuschen und Wegschauen zurückspiegeln wollte und diese durchbrechen wollte, wurde wieder ganz geschickt die Sache in die Richtung gelenkt, so dass Betroffene agieren müssen (sprechen), und nicht die Gesellschaft, nicht die Täter!!!
    Und die meisten fallen leider darauf herein.
    Sarah Mohn

  8. Justina Scherr schreibt am :

    Liebe Sarah M,

    ich freue mich sehr wieder von Ihnen zu lesen.
    Und Sie sprechen mir sowas von aus dem Herzen.

    Ich hatte mal eine verzweifelte, wütende Phase, in der ich dachte, die Geschichte meines Mannes müsste die ganze Welt wissen…. mittlerweile weiß ich, dass keiner dieses Grauenhafte wissen will, und die Gefahr die Sie oben beschreiben nicht zu unterschätzen ist.
    Und Hilfe bekommen? Das ist für uns ein Fremdwort.

    Es grüßt Sie herzlichst,
    Justina

  9. andrea schreibt am :

    hallo

    stephanie

    ich bin so entäuscht von dir….warum hab ich dir nur geglaubt….
    hätte ich das alles nur nicht gemacht,auch das mit dehm vertrag fand ,ich scheisse,einen moment abwarten,zum unterschreiben,wenn es einem nicht gut geht…..ich wurde regelrecht,ver….von dir,ihr verkauft dehn film überalhin und ich bin die die drunter leiden muss,niemahls mehr werde ich niemahls mehr irgendjemand vertrauen,der mit mir sowas macht,ich vertraue überhaupt niemand mehr….danke für deine hilfe dazu,das muss mahl,gesagt werden,denn ich fühl mich ausgenuzt,wenn ich sehe das der film,verkauft wird an sender und ich bleibe der depp

    andrea

    ANDREA

  10. andrea schreibt am :

    ich habe kein geld bekommen…..

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