Klinik-Seelsorger wegen Missbrauchs angezeigt

01.11.2010

WESTDEUTSCHE ZEITUNG 30.10.2010

Erzbistum stellt Mitarbeiter bis zum Ende der Ermittlungen frei. Stadtdechant von Unschuld überzeugt.

Wuppertal. Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen einen Mitarbeiter der katholischen Krankenhaus-Seelsorge in Wuppertal wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Das hat ein Behörden-Sprecher am Freitag gegenüber der WZ bestätigt. Demnach laufen die Ermittlungen seit Juli dieses Jahres. Der aus dem Rheinland stammende Mitarbeiter sei dort angezeigt worden. Die bislang nicht bewiesenen Vorwürfe sollen sich auf eine Zeit beziehen, in der weibliche Verwandte des Mannes – die angeblichen Opfer – noch nicht volljährig waren.

Das Erzbistum Köln hat am Freitag bestätigt, am Donnerstag durch ein anonymes Schreiben über die Ermittlungen informiert worden zu sein. Am Freitag wurde der Mitarbeiter nach Köln bestellt. Im gemeinsamen Gespräch sei dort entschieden worden, ihn bis zum Abschluss der Ermittlungen zu beurlauben.

Wuppertals Stadtdechant Bruno Kurth geht von der Unschuld des langjährigen Mitarbeiters aus: „Ich persönlich bin davon überzeugt, dass es zur Klärung der Vorwürfe kommt.“
Die Ermittlungen dauern an. spa

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2 Kommentare

  1. Hubert schreibt am :

    Dass Betroffene nichtmal mehr Seelsorgern vertrauen können, macht deren Ohnmacht nur noch grösser.
    Wo können sich Betroffene noch sicher aufgehoben fühlen?
    Da gibt es Schweigepflicht, welche nicht immer eingehalten wird. Oder es kommt gar zu Übergriffen.
    Zwar sind das Ausnahmefälle, aber es kommt eben vor.
    Wen wundert es dann noch, dass ein Großteil der Betroffenen den Weg in den Rückzug wählt?
    Es scheint eine nicht lösbare Zwickmühle zu sein.
    Jeder Versuch, „Hilfe“ zu suchen, ist nach wie vor mit hohem Risiko verbunden. Man bedenke das unbedingt!

  2. elfi schreibt am :

    Es sind zu viele die ihre Position ausnutzen, obwohl es Ausnahmefälle sind. Man sieht es ihnen nicht an. Aber wenn sie die Straftaten noch decken, oder die Gerichtsverfahren einstellen, ändert sich nichts. Sie wissen, sie können ungestraft weitermachen, ohne Rücksicht auf die Personen, die mit den traumatisierenden Erlebnissen zurecht kommen müssen.
    Da muss sich was ändern!!!

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