Wer war zwischen 1954 und 1964 im Internat der Redemptoristen in Glanerbrug/Niederlande?

07.12.2010

Wer war zwischen 1954 und 1964 im Internat der Redemptoristen in Glanerbrug/Niederlande?

Dieses Internat war ein Zubringer-Juvenat für das Collegium Josefinum in Bonn und hatte den Namen St. Josef Kolleg Gronau-Glanerbrück.

In dieser Zeit war Pater Franz Sch. (geb. 05.07.1905, gest. 31.10.1986), der schon vorher am Bonner Internat schwere Vergewaltigungen von Schülern sich hatte zu Schulden kommen lassen, nach Glanerbrück “abkommandiert”. Er war dort ein berüchtigter Lateinlehrer. Ob er auch hier Verbrechen beging ist noch nicht bekannt.

In der gleichen Zeit war der inzwischen bekannte Pädophile Pater Willibald D. (geb. 26.12.1925, gest. 20.10.1998) am St. Josef Kolleg Glanerbrück als Präfekt bis 1959 tätig. Anschliessend wurde er sogar zum Direktor von Schule und Internat ernannt. Ende 1963 bat er seinen Ordensoberen um sofortige Versetzung. Alle Dokumente, die die Missbrauchsvorgänge und die Vertuschung in seinem und in anderen Fällen belegen, sind im Ordensarchiv nicht mehr auffindbar. Da Willibald D. nach seiner Zeit in Glanerbrück längere Zeit u.a. auch für das Ordensarchiv zuständig war, kann man sich vorstellen, wer die Dokumente vernichtet hat (wahrscheinlich mit Zustimmung seiner Vorgesetzten).

Wer mit Erinnerungen oder sogar mit Dokumenten (Briefe etc.) zur Aufklärung beitragen kann, sollte sich an den Missbrauchsbeauftragten der Redemptoristen wenden: hermann-josef.merzbach [at] ag-leverkusen.nrw.de.

11 Kommentare

  1. marga 2 schreibt am :

    An den Mißbrauchsbeauftragten der Redemptoristen??

    Seit wann bringt denn dieser Weg zu der Täterorganisation weiter?
    Man erkennt doch schon aus dem Artikel selbst, wie es den Briefen und Anzeigen ergeht, die man dorthin sendet? Sie verschwinden in einem Archiv, das, bei späterer Sichtung, wieder auf geheimnisvolle Weise merkwürdige Leere aufweist.

    Die Herren sollten sich nicht wundern über das Mißtrauen, das ihnen jetzt (e r s t jetzt!) entgegenschlägt. Es ist wahrhaftig begründet!

    So ergeht es auch Briefen und Klagen, die man direkt an Zollitsch schreibt. Sie verschwinden, Telefonate haben nie stattgefunden, man kann sich nicht erinnern..l. (S. Oberharmersbach)

    Opfer: wendet Euch an staatliche Stellen, oder an die Presse.
    Dieser Weg ist der einzig wirkungsvolle.

  2. Eva schreibt am :

    Briefe als Einschreiben mit Rückantwort abschicken,
    wenn man daran glaubt, dass man eine hilfsreiche Antwort bekommt.

    Bei ca. 25 Mio Gläubigen sind ein paar, die den Mund aufmachen fast unwichtig.

  3. raschida schreibt am :

    Ja also ich bin auch echt platt….
    Wie kann ein Richter denn einen solchen Aufruf machen, wenn er in seinem eigenen Jugendamt noch nicht aufgeräumt hat????

    Ein Skandal, ich weiss nicht wielange ich da noch hinterm Berg halten kann…..

  4. Michael Lehmann schreibt am :

    Das sind nicht 25 Mio Gläubige, das sind 2 Mio Egoisten, Egomanen und Weggucker und 23 Mio Leute die nicht wissen wie man aus der Kirche austritt…
    Glauben findet wenn dann im Herzen statt und ganz bestimmt nicht in der Kirche!

  5. hermanthegerman schreibt am :

    Hallo raschida,

    zur Klarstellung: dieser Aufruf stammt nicht vom Missbrauchsbeauftragten Merzbach sondern von einem Betroffenen. Wenn du über kritische Informationen über diesen Beauftragten verfügst, die die Betroffenen interessieren sollten, teile mir das bitte mit, wir – die Betroffenen – haben Mitte Dezember eine dritte Zusammenkunft mit den Redemptoristen und ihrem Missbrauchsbeauftragten. Wenn ich bis dahin Informationen hätte wäre das gut. Über den Kommunikationsweg sollten wir uns kurz verständigen.

  6. astrid schreibt am :

    @H.Thegerman: Auch ich kann nur warnen vor „Missbrauchs“-Beauftragten der Kirche. Siehe Raue (Canisius-Kolleg), siehe eckiger Tisch eben dieses Kollegs, wo sich die Betroffenen nach langen, vergeblichen Versuchen eines fairen Dialogs nunmehr unter Ausschluss der Kirche und damit der Täterinstitution treffen. Meine eigenen Erfahrungen mit einer „Missbrauchs“-Kommission waren katastrophal – als Lügnerin hingestellt werden, das Ganze als „von Anfang an entkräftet“ in den Archiven führen – als Beweis dafür, dass man ja Anklagen annimmt und „Untersuchungen“ macht (in Form einer Anhörung von ein paar Entlastungszeugen, die sagen, das können sie sich bei dem Pfarrer aber nicht vorstellen), und jetzt Diffamierung mit übelsten Mitteln.
    Es mag ein paar wirklich Gutwillige Menschen in der Institution geben – sehr wenige, und die werden ganz schnell kaltgestellt, wenn sie sich wirklich und tatkräftig auf Seite der Betroffenen stellen sollten.
    Sucht Euch eine andere Anlaufstelle – es gibt welche.

  7. Michael Lehmann schreibt am :

    Briefing eines ´Missbrauchsbeauftragten´ kurz und knapp:

    ´Sieh zu, dass

    1.dieser `Skandal´ nicht uns zugeschrieben wird,

    vielleicht kannst Du

    2. ja noch was für uns rausholen

    und

    3. pass auf, dass es uns bloss nichts kostet!´

    Kriterium bei der Auswahl: Dackelblick!
    Vorsicht mit solchen Leuten!

  8. raschida schreibt am :

    @ michael

    jau,…wenns nicht so traurig wäre, könnte ich mal wieder lachen , wie jetzt über den Erlöser mit dem Dackelblick….

  9. Michael Lehmann schreibt am :

    Ach, raschida, die gerechte, warte nur ein weilchen, dann wirst du noch soviel lachen können. Ich weiss nicht wann, in ein, in zwei oder in fünf jahren wird es in deutschland ein theaterstück geben, dass die strassen räumen wird und das ganze Land wird sich schütteln vor Lachen über diese gesamte Bande.. mehr verrate ich nicht!

  10. marga 2 schreibt am :

    @ michael lehmann

    Ja, so ist es.
    Und auf das Theaterstück freue ich mich jetzt schon.

  11. raschida schreibt am :

    endlich mal ne frohe botschaft…..gg*

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