Warum sprechen wir von „Seelenmord“?

15.01.2011: netzwerkB

Stand: 15. Januar 2011

Der Begriff „Seelenmord“ wurde von der Autorin Ursula Wirtz geprägt. Wirtz nennt sexualisierte Gewalt an Kindern einen „Angriff auf die menschliche Würde, auf die seelische und körperliche Integrität und damit die Identität des Kindes“. Das wahre Selbst des Kindes, sein Kern, seine Seele, das, mit dem es bereits auf diese Welt kam, werde durch die Übergriffe „ermordet“, so Wirtz. (1)

Die US-amerikanische Psychiaterin Judith L. Herman beschreibt den „Mord an der Seele“ so: „Das sichere Gefühl, mit schützenden und sorgenden Menschen verbunden zu sein, ist die Grundlage der Persönlichkeitsentwicklung. Wird die Verbundenheit zerstört, verliert der Traumatisierte sein fundamentales Selbstgefühl.“ (2)

„Es gibt tatsächlich keine zuverlässigere Methode, einem Menschen die Existenz zu nehmen, als an ihr oder ihm sexualisierte Gewalt auszuüben. Diese Gewaltform ist das wirksamste Vehikel, um einen Menschen zu zerstören“, so die Psychologin Monika Gerstendörfer. (3)

„Sexualisierte körperliche oder psychische Gewalt gegenüber einem Menschen, gleich welchen Alters und welchen Geschlechts, stellt immer einen massiven Verstoß gegen das jedem Individuum selbstverständlich zustehende Recht auf Leben, auf körperliche und psychische Unversehrtheit, Intimsphäre und Würde dar“, bringt es die Medizinerin Ingrid Olbricht auf den Punkt. (4)

Kindheit ist die Zeit, in der der Mensch kognitiv, sozial, emotional und wie wir heute wissen auch neuronal lernt, lernt, lernt. Und zwar von seiner Umgebung. Je nachdem, welche Informationen und noch wichtiger: welche Beziehungsangebote diese Umgebung macht, kann sich ein Kind gut oder weniger gut entwickeln und entsprechend zu einem gesunden oder weniger gesunden Menschen heranreifen. Als Kind ist der Mensch äußerst verletzbar (vulnerabel), abhängig und ausgeliefert.

„Ein Kind braucht all das von seiner Mutter, seinem Vater, seiner Familie und auch von allen anderen Menschen seines Kulturkreises bereitgestellte Wissen, deren Gefühle, Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um aus den in seinem Gehirn bereitgestellten neuronalen Verschaltungsangeboten und synaptischen Verknüpfungsmöglichkeiten ganz bestimmte Verschaltungen und Verbindungen zu stabilisieren und in Form innerer Repräsentanzen zu verankern“, so der Hirnforscher Gerald Hüther (5).

Bekommt ein Kind positive Angebote wie Schutz, Fürsorge, Nahrung, Wärme, Unterstützung, Stabilität, Vertrauen, Bestätigung, etc., findet es die geeigneten Bedingungen vor, um sich altersgemäß zu entwickeln und sich neugierig, mutig, voller Zuversicht und Selbstvertrauen immer wieder neuen Lernaufgaben zu stellen. Werden einem Kind diese für seine Entwicklung dringend benötigten Angebote verweigert, kann es sie nicht von sich aus ersetzen und entsprechend defizitär verläuft die weitere Entwicklung.

Wird ein Kind* mit sexualisierter Gewalt bzw. sexualisiertem Macht-Missbrauch durch einen Erwachsenen konfrontiert, stellt dies nicht nur eine Verweigerung dessen dar, was das Kind von einem Erwachsenen eigentlich lebensnotwendig benötigt, sondern es bedeutet darüber hinaus eine massive Überforderung seiner kognitiven, emotionalen, sozialen und neuronalen Handlungs- und Bewältigungsmöglichkeiten. Sexualisierte Gewalt setzt ein Kind in extremer Weise Hilflosigkeit und Angst aus.

Erfährt ein Kind sexualisierte Gewalt durch einen Erwachsenen – womöglich sogar einer Vertrauensperson –, so löst dies aufgrund der absoluten Abhängigkeitssituation des Kindes ein massives Gefühl der Lebensbedrohung aus. Das, was eigentlich Schutz und Sicherheit bieten sollte, wird zur Gefahr – und für das Kind gibt es keine Möglichkeit, auf eine andere Schutz- oder Sicherheitsquelle auszuweichen. Sexualisierte Gewalt führt zum Zusammenbruch des Grundsicherheitsempfindens des Kindes und zum Verlust des Glaubens an die Welt als guten, vertrauenswürdigen, sicheren Ort.

Sexualisierte Gewalt bzw. sexualisierter Machtmissbrauch eines Erwachsenen gegenüber einem Kind führt zwangsläufig zum Verlust des Vertrauens in Erwachsene, also die Menschen, auf die das Kind für seine weitere Entwicklung absolut angewiesen ist. „Das traumatische Ereignis zerstört den Glauben, dass man in Beziehung zu anderen ein eigenständiges Selbst bewahren kann.“ (2)

Die Erfahrung sexualisierter Gewalt zerstört aber nicht nur das Vertrauen in die Erwachsenen, sondern auch (und das viel nachhaltiger und folgenreicher für das spätere Leben als Erwachsener) in sich selbst. Da ein Kind mit der Verarbeitung von Gewalterfahrungen in der Kindheit zum einen völlig überfordert ist, und zum anderen – zumal wenn die Gewalterfahrung im direkten Umfeld erfahren wurde – sich auch noch damit „arrangieren“ muss, in diesem Umfeld weiterzuleben, verlässt es sich sozusagen selbst und verinnerlicht die Schuld, die eigentlich bei den Erwachsenen liegt. Das kindliche solipsistische Denken verstärkt diese Tendenz, dem eigenen Selbst zu misstrauen und es zu verachten („Böse Dinge passieren nur bösen Kindern“). Somit ist das Selbstvertrauen eines solchen Kindes nachhaltig und tiefgründig erschüttert.

Sexualisierte Gewalt bedeutet den Verlust der Kindheit/Jugend, weil es für das Kind diesen dringend benötigten positiven Entwicklungsraum nach diesem Verrat durch den Erwachsenen nicht mehr gibt. Zumal sich sexualisierte Gewalt in der Familie und im institutionellen Kontext in der Regel nicht auf einmaliges Ereignis beschränkt, sondern sich zumeist über Jahre und mit Steigerungen hinzieht.

Ein Kind ohne Kindheit, ohne Vertrauen in Erwachsene oder die Welt als guten, sicheren Ort, von den Möglichkeiten einer positiven, gesunden Entwicklung abgeschnitten und dabei häufig über Jahre in extremer Weise Hilflosigkeit, (Todes)Angst und Isolation ausgesetzt, ist ein Kind, das eigentlich nicht lebensfähig ist. Es ist ein Kind, das in unreifem Zustand mit Lebensumständen konfrontiert wird, die schon für jeden Erwachsenen eine massive Überforderung darstellen würden. Es ist ein Kind, das ohne das dringend notwendige Lebensrüstzeug, dafür aber mit einer Vielzahl an giftigen, untauglichen, behindernden und selbstschädigenden Informationen und Eindrücken versuchen muss, dem Leben zu begegnen.

Deshalb bezeichnen wir sexualisierte Gewalt an Kindern als Seelenmord.

* Nach Baurmann (6) sind 90 Prozent der Vergewaltigungsopfer Mädchen oder Frauen, zwei Drittel von ihnen im Alter von 5 – 13 Jahren. Trube-Becker (7) verweist darauf, dass gerade im familiären Bereich die sexuelle Ausbeutung sehr häufig bereits im Säuglingsalter beginnt. Heiliger/Engelfried (8) berichten hinsichtlich der geschlechtsspezifischen Aufschlüsselung der Opfer von 76 Prozent Mädchen und 24 Prozent Jungen.

(1) Ursula Wirtz „Seelenmord“, Kreuz-Verlag 1989
(2) Judith L. Herman „Die Narben der Gewalt“, Junfermann 2003
(3) Monika Gerstendörfer „Der verlorene Kampf um die Wörter“, Junfermann 2007
(4) Ingrid Olbricht, „Wege aus der Angst“, C.H.Beck 2004
(5) Gerald Hüther, Ines Krens „Das Geheimnis der ersten neun Monate“, Beltz 2005
(6) Baurmann, M. C., „Sexualität, Gewalt und psychische Folgen“, Bundeskriminalamt 1983
(7) Elisabeth Trube-Becker, „Mißbrauchte Kinder“, Kriminalistik Verlag 1992
(8) Anita Heiliger, Constance Engelfried, „Sexuelle Gewalt“, Campus 1995

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32 Kommentare

  1. Ellen schreibt am :

    Ja, ich habe diesen von Ursula Wirtz geprägten Begriff gelesen, fand Ihn schon immer schrecklich und halte es für unüberlegt, ihn in diesem Zusammenhang anzuwenden.
    Meine Meinung dazu: Bin ich jetzt ein seelenloser Mensch? Nein, ich habe noch eine Seele; sie wurde zwar verletzt – sehr verletzt – aber Gott sei Dank nicht getötet. Für viele Opfer sexueller Gewalt wäre es schlimm zu denken, sie hätten keine Seele mehr, kommen sie sich doch sowieso schon abartig und schmutzig vor.

  2. hildegard schreibt am :

    @ Ellen: Das selbe Problem hatte auch ich mit diesem Begriff – mir aber war die sehr kompetente Zusammenfassung sachkundiger Aussagen eine Hilfe und ich setze voraus, dass jede/r hier und jetzt begreift:

    Eine solche Deutlichkeit ist NOTwendig, um eine bisher desinteressierte Öffentlichkeit auf die Schwere dieses Verbrechens zu stoßen. Das hindert niemanden den „Seelenmord“ in ‚Gänsebeinchen‘ zu setzen. Rechtlich streben wir die Gleichstellung von sexueller Gewalt mit Mord an.

    ‚Man/frau‘ will lieber gar nicht erst hingucken, zuhören, anzeigen – nicht zuletzt dieser herz- und hirnlosen Vertuscher, Verharmloser und Verschweiger wegen macht sich das Netzwerk die Mühe, die Begriffe mit Positions-Papieren zu klären!
    Das erfordert angemessenen Gebrauch der Sprache.
    Ich sehe diese Entwicklung des NetzwerkB auf einem guten Weg, so lange wir bemüht sind auf ZUKUNFT orientiert zu sein.
    Sexualisierter Macht-Missbrauch zerstört dem Kind jegliche Vertrauensbasis sich selbst und anderen gegenüber – je früher, je schlimmer – Kindheit gerät zum Versuch zu überleben – und wie viele verlässt die Lebenskraft …?!

  3. raschida schreibt am :

    @ Ellen

    Sie machen den Fehler und vergleichen den Seelenmord mit dem Mord im stofflichen Bereich…..
    Ich als Überlebende habe selbstverständlich eine Seele, genauso wie ein Mensch sie noch hat, wenn er mit Messerstichen tot im Wald aufgefunden wird…..

    Mir muss keiner etwas erzählen. Ich weiss sehr genau, wie mein Leben hätte sein können. Mit 50 Jahren immer noch Gefühlserinnerungen eines Kleinkindes zu haben, da bedarf es wohl keiner Erklärung mehr….

    Ich hadere nicht mit meinem Schicksal und ich weiss dass wir Überlebenden Dinge auf uns nahmen zum Wohl der Welt, aber das ändert nichts an der zu sühnenden Verantwortlichkeit der Täter.

    Ich akzeptiere, wenn viele Seelen nicht stark genug sind, den Weg der Auseinandersetzung weiter zu verfolgen, was ich aber anklage ist deren Instrumetnalisierung und ihre angenommene Meinung der Täter, es wäre doch alles garnicht so schlimm, oder das hätte es ja immer schon gegeben. Diese „komischen“ Verhandlungen kann ich nicht als „Leben“ bezeichnen, sondern als Fortführung des ursprünglichen Musters der sexualisierten Gewalt.

    Als Überlebende zu erkennen, dass das Maximum in meinem Leben darin besteht, dass ich eventuell eine tragende Beziehung finde, berührt mich sehr……es ist für mich ein Indikator dass ich nicht eigenständig existieren kann.

    Bitte erklären Sie mir, was daran anders sein soll, als eine ermodete Seele?

  4. Also ist die Schuld erst durch Missbrauch welcher Art, gegeben.
    Und fühlen sich die Täter Unschuldig, so ist es die Pflicht der Opfer,diese auf sich zu nehmen?
    Nein!
    Denn sie lernten es nur, dann die Schuld zu akzeptierenoder auf sich zu nehmen.
    Und damit dies entfalle, nahm der Be-Gründer der christl.Kirchen vorsorglich schon, jede Schuld den Tätern ab?
    Oder meinte er evtl. sogar das gleiche, wie es dies Positionspapier aufzeigt?
    Ja vielleicht sogar noch mehr?
    Dass nämlich Gewalt, Missbrauch, und andere Verbrechen, wiederum nur Folgen von früheren Geschehnissen sind, die vermieden werden sollen.
    Und dass alle dess gleichen guten Willens sein sollten, ist ja weniger anzunehmen. Damals wie auch heute.
    Bloß waren damals den Menschen diese heutigen Möglichkeiten im glauben unbekannt. Was sich dann ja zum Glück für so manch einen änderte.
    Wesshalb auch ich meine, lieber offen die Sachen rechtzeitig beim Namen nennen, als die Faust oder das Messer in der Tasche halten. Und erst dann,
    wenn schon allzuviel dess Unrats zusammenkommt es mit einem Amoklauf, Mord, Verleumdung, oder Krieg enden zu lassen.
    Warum sonst hätte Jesus wohl eigenhändig die Tische der Geschäftemacher aus den damaligen Kirchen, die sich Tempel nannten, hinausgeworfen, und besseres gepredigt? Damals. Zu seinen Lebzeiten!

  5. Larissa schreibt am :

    Ich sehe den Seelenmord in der Weise , das man normal , in einer ganz anderen Seelischen Verfassung leben würde .
    Ein gaanz anderer Mensch währe , der auch in der Gesellschaft , dann viel besser da stände , als ich es jetzt binn .
    Klar habe ich eine Seele , aber eine ganz andere feinfühligere Seele als andere Menschen .
    Andere Menschen können sich mit dem Leben draußen weiter
    entwickeln .Wie Beruflich , was für mich zu fiel kraft kosten würde …..
    Ich muß das mit der Vergangenheit erst mal aufarbeiten , die in die Zukunft rein geht .
    Ich denke das ist ein Anderes Leben als man normalerweise gelebt hätte , ohne diese Schlimmen Geschehnissen .
    Seelenmord , das ich nicht der Mensch werden durfte , der ich sonst geworden währe .

    Grüße
    Larissa

  6. Simone schreibt am :

    Ja, so ist es Larissa. Man hätte ein ganz anderer Mensch werden können, sich z.Bsp. auch beruflich besser entwickeln können , hätte man eine normale Kindheit gehabt und gäbe es nicht die Schatten aus der Vergangenheit. Die Täter sollten für das was sie anderen angetan haben büßen, die Mitwisser ebenso.

  7. Larissa schreibt am :

    Zitat (Bekommt ein Kind positive Angebote wie Schutz, Fürsorge, Nahrung, Wärme, Unterstützung, Stabilität, Vertrauen, Bestätigung, etc., findet es die geeigneten Bedingungen vor, um sich altersgemäß zu entwickeln)

    Und deswegen darf es die Altersgrenze nicht geben ( 18 Jahre ) ,weil die Seele sich gar nicht so entwickeln kann , (auch wenn man schon kalendarisch schon 18 ist ) und sich dem Seelischen , Pysichen und Psychichen Mißbrauch gar nicht loßreisen kann .

    wie ich oben geschrieben hatte , und Simone das auch bestätigt , weil man Beruflich kein Fuß fassen kann , und somit weiter Zuhause gefangen ist .

    Für die möglichkeit den Täter offiziell zur rede stellen zu können , das uns dann geglaubt wird .das es Offiziell anerkannt währe .
    Ich sehe es auch so das , man als Kind sehr fiel erleiden mußte , was schon für einen Erwachsenen kaum zu ertragen ist .
    Ich habe eine aufgesucht , die meine Mutter mal mit ins Krankenhaus gehen sehen hat …..
    Die hat auch schon nur das eine mal sehr darunter gelitten und das hat sie auch sehr geprägt , für das weitere Leben .
    Wenn man sowas in der Kinheit erlebt , ohne davon weg kommen zu können …… ist das auch gar nicht zu verkraften als kind .
    Man kann nicht mehr alles als Heile welt sehen , man sieht auch viel , die anderen schlimmen Seiten des Lebens .
    Dies dann noch zu der Vergangenheit , ist das kaum bis gar nicht auszuhalten .
    Klar haben wir noch ne Seele, aber die hat sich sehr empfindlich entwickelt .
    Wenn ich nach ner Therapeutin suche , sagt man mir das ich zu schwirig binn .
    Das da ein Therapeut , noch für gebacken werden müßte .
    Nur ich mußte alles aushalten , damals , binn noch mal gestraft in meinem Leben , wofür ich nichts kann .
    Immer weiter ,wird die Seele gedemütigt , was man doch für ein kaum außzuhaltender Mensch ist .
    Man ist wol so sehr verstört ( die Seele Kaputt gemacht worden ) das man mit mir gar nicht auskommen kann .
    Dann ensteht auch weitere, Selbstverachtung , die Seele leidet .

    Larissa

  8. hildegard schreibt am :

    Wie viele Bewacher gibt es für 1 Täter, der entlassen werden muss?
    Wie viele Begleiter stellt der Staat den Schwächsten an die Seite?
    Da werden die Pferde vor den falschen Karren gespannt!
    Das BÜNDNIS GEGEN GEWALT muss her …

  9. Sascha schreibt am :

    Täterschutz vor Opferschutz auch in meinem Fall.
    Mein Erzeuger bekam von der Gerichtsbarkeit immer wieder die Gelegenheit Kinder zu vergewaltigen.Er sitzt deshalb im Gefängnis ( Sicherungsverwahrung ) Bis das geschah konnte er sich an vielen Kindern vergehen.Ich schäme mich so sehr und halte das kaum aus.Ich musste ein Führungszeugnis erbringen ( für OEG )
    Bei meinem Erzeuger hält man die Hand drauf ( Datenschutz )
    Wer ist Opfer und Täter und dann sagt man noch „es muss doch langsam gut sein“….es ist aber nicht gut…….Sascha

  10. Heike schreibt am :

    Meine Seele schmerzt, ich kann nicht mehr.
    Papa,warum konntest du dich damals nicht beherrschen?
    Es war ja nur einmal, sagtest du auf dein Sterbebett.
    Dieses eine Mal hat gereicht um mein ganzes Leben zu ruinieren.
    Das Schlimmste daran ist, du bist mein Papa und ICH LIEBE DICH.
    Ich hasse dich nicht, du bist doch mein Papa.
    Meine Seele schmerzt,ich weiß nicht wie lange ich sie noch ertragen kann.

  11. Meine Lieben,
    ist euch schon einmal der Gedanke gekommen, dass alles Geschehen auch seine Ursachen hat?
    Wenn ja, dann werdet ihr auch wissen, dass jedes Übel erst einmal im Kleinen anfängt.
    Doch da stört es ja kaum. Was erst, wenn es gar in einem achtbarem Gewand daherkommt?
    Wie lange braucht ein Mensch, der täglich und womöglich sein Leben lang schon Unrechtmäßigkeit, Schläge, und jede Art der Demütigungen hinzunehmen hatte, bis ein Verbrecher aus ihm wird?
    Nein, sie haben Recht. So schlimm muss es garnicht kommen. Einige „gute“ Beispiele tun es auch.
    Wie der so gewöhnliche und normale Machtmissbrauch. Den schon niemand mehr zu bemerken scheint.
    Weil ihn jeder selbst einmal ausprobieren möchte? Natürlicherweise nur in der Rolle des Mächtigen. Denn sonst ist es ja Käse.
    Das muss anscheinend das einzige wirklich störende, und nie zu nehmende Hindernis sein, dass sich keiner zu beseitigen traut.
    Weil – ihm könnte ja auch einmal das Glück winken, er zur Macht kommen, – und dann?
    Ganz dumm dastehen, und seine Macht so ganz OHNE einen einzigen Missbrauch nutzen?
    Ginge dass den überhaupt????

  12. raschida schreibt am :

    @ sonja
    In der USA wurde bereits vor Jahren eine extra Abteilung des FBI geschaffen, ich glaube es nennt sich „work violance“. Da man weiss, dass Unzufriedenheit am Arbeitsplatz zu Amokläufen führen kann, werden dort Unternehmen automatisch sozusagen „beleuchtet“. Ich weiss nicht wie der derzeitige Stand der Entwicklungen ist.

  13. hildegard schreibt am :

    @ Sonja T.
    Ja, das könnte gehen: Werte sind zu überprüfen. Maßstäbe sind zu eichen.

    Falsche Propheten, Profitgeier, machtgeile Egomanen, Heuchler, Lügner, Betrüger, Rechtsverdreher – sie alle hätten null Chance in Religion + Politik.

    Wir kämpfen gerade den Kampf um Gerechtigkeit und Frieden – mit Recht!

  14. hildegard schreibt am :

    @ raschida
    Gut Aiderbichl ist von der Idee her sicher sehr sinnvoll: Leidenden Kreaturen wird angst- und stressfreies Leben geboten, ja bis zum natürlichen Ende garantiert – mustergültig für Mensch wie Tier!
    Wer die Erkenntnis und die Mittel dazu hat, kann bei sich selbst anfangen die Welt zu verändern, kann gewaltlos seine erworbenen Kenntnisse umsetzen und anwenden. Voraussetzung ist: Liebe deinen Nächsten WIE DICH selbst!

    ‚Graswurzelarbeit‘ wäre das Zauberwort für die Verbreitung eines Schutz-Programms für Tiere (wie Menschen). Jedes Schulkind kann im Rahmen eines verpflichtenden Ethikunterrichts bei Exkursionen auf Bauernhöfe dafür sensibilisiert werden. Es wird sich selbst die Frage stellen, ob Schweine in so drangvoller Enge und wie die anderen Nutztiere denn wohl leben möchten …

    Auch andere Menschen in anderen Kulturen züchten ohne Kenntnis von artgerechter Haltung verantwortungslos weiter. Es geht ihnen um ihren eigenen Profit – sei es schlicht der schnöde Mammon, Macht zu zeigen, Schöpfer zu spielen – ohne Rücksicht auf Zuchtschäden, Schmerzen u.a. Verluste – ganz gleich ob Welpen, Fohlen, Ferkel …
    An der URSACHE müssen wir mit dem Denken anfangen – anders wuchert das durch Gedankenlosigkeit und Dummheit von Menschen gemachte Elend in der Welt wild weiter wie ein Krebsgeschwür.

  15. hildegard schreibt am :

    @ raschida
    Wenn Mensch Mensch wird und andere Mensch sein lässt, ist das fast paradiesisch. Aber oft ist der Absturz nicht weit, wo nicht Hirn und Herz zusammen bleiben. Und Geld wächst meist nicht nach …

  16. Sabine schreibt am :

    Der Mensch, das höchstentwickelte Lebewesen, was die Evolution hervorgebracht hat, ist die schlimmste Kreatur unter der Sonne.

  17. Ich auch schreibt am :

    Entgegen aller wissenschafl. Erkenntnisse in der Säuglings- und Traumaforschung wollen Götter
    In Weiß weiterhin und nahezu im Rundumschlag Elektroschocks bei Folgestörungen einsetzen.
    Nehmt die kostengünstigste Variante, missachtet Menschenrechte, aber meidet die Ursachenforschung. Mit Elektroschocktherapie gegen eine herzlose Welt!
    Quelle:
    http://www.dgppn.de/fileadmin/user_upload/_medien/download/pdf/Flyer/psychiatrie_2020plus.pdf
    (Seite 22/ Pkt. 2.3.3.)

  18. Ich auch schreibt am :

    @raschida
    Gut Aiderbichl ist eine Marketingstrategie eines „fähigen“ Managers.
    Tiere werden vermarktet als Produkt, zum anglotzen und natürlich um Spender zu finden.
    Das Projekt hindert den „Macher“ nicht daran Tiere auszubeuten und zu nutzen.

  19. Ich auch schreibt am :

    Bettina Wegner – Kinder (Sind so kleine Hände) (1978)

  20. oram schreibt am :

    der begriff MORD im titel dieses buches ist so endgültig und abzulehnen, da er einfach auch mord assoziert, auch wenn in verbindung mit seele. ansonsten ist das buch gut. es ist möglich ein trauma aufzuarbeiten ohne hilfe von aussen mit einer sogenannten „büchertherapie“. Ich habe 20 bücher über das thema gelesen, genau so wie ich das wollte, mit grossen und kleineren pausen dazwischen, und das hat mir geholfen. ich habe mich für diesen weg entschieden, da ich relativ schnell bemerkte, dass ärzte, psychologen, sozialarbeiter, etc. etc. mit dem thema überfordert waren und mir nicht wirklich helfen konnten. Und das hat gut funktioniert, ich bin sehr zufrieden mit dem resultat und insbesondere besitze ich heute auch eine sensibilisierung allgemein die mir hilf auf dem lebensweg die richtigen entscheidungen zu treffen. Speziell hat mir auch geholfen „leidensprodukte“ bei der ernährung wegzulassen und generell gewalt abzulehnen auch in worten. Da wende ich mich lieber von solchen personen ab.

  21. klaraklara schreibt am :

    Ich hoffe immer noch, dass meine Seele wieder auferstehen wird, in diesem Leben.

  22. NEMO X! VOBIS schreibt am :

    „EIN NEUER TAG“ von NEMO X! VOBIS
    Ein neuer Tag. Ich kämpfe, also bin ich. Die Sonne scheint, und ich versuche nicht mit dem Schicksal zu hadern, an dem in der Kindheit Erlebten zu zerbrechen. Mir ist klar: gebe ich (mich) endgültig auf, dann haben sie es ebenso endgültig geschafft, mich zu besiegen. Ich will nicht mehr ihr Opfer sein, sondern ein stolzer „Überlebender“. Aber das ist nicht so einfach, wie es vielen erscheint. Wohlmeinende empfehlen mir, nur noch nach vorn zu schauen, einfach „positiv“ zu denken, und damit haben sich alle Probleme erledigt.
    Doch niemand, der nicht selber zum Opfer wurde, kann ermessen, wie schwierig der Lebenskampf im Inneren wirklich ist, wie es ist, wenn sich in dem Betroffenen eine Gegenpersönlichkeit entwickelt hat, die alles daran setzt, den Menschen zum Aufgeben zu bewegen, die alles torpediert, was er auch unternimmt, um die Vergangenheit hinter sich zu bringen; eine innere Gegenmacht, die den Gepeinigten auffressen will, ihn vor sich hertreibt bei Tag und auch bei Nacht (in Alpträumen), ihn in den Suizid treiben will, immer wieder, immer wieder, immer wieder. Ich bin einer dieser davon betroffenen Menschen, die um ihr (Über-)Leben kämpfen und tagein tagaus gegen das Gefühl ankämpfen, seelisch tot und sinnlos geworden zu sein.
    Mein Verstand weiß, dass ich nicht Schuld daran bin und ein Recht auf meine Existenz habe, doch der Gegner in mir will mich fertigmachen. „Warum sonst hätten die Tatpersonen mich als Kind zum Opfer bestimmt, wenn ich es nicht verdient gehabt hätte??!“, fragt er mich unbekümmert. Auch eine Sichtweise, aber ich kontere standhaft. Jeden Tag aufs Neue schaue ich ihm ins Gesicht und brülle ihm entgegen, „NEIN! Du schaffst mich nicht!“ Der Kampf ist hart, so hart, dass ich den Gegner zwar ganz klar in Schach zu halten vermag, aber abends mit einer Müdigkeit und brennenden Augen ins Bett falle, als wenn ich den ganzen Tag im Steinbruch geschafft hätte…
    Wieder habe ich mich behauptet und den Tag erfolgreich zu Ende gebracht. Ich bin da, ich existiere. Doch um das „Leben“ auch noch zu leben, dazu fehlt mir die Kraft… Ich empfinde einfach nichts mehr, meine Gefühle sind kalt, mein Herz ist erloschen…
    Ich halte die Stellung weiter. Sie haben in mir soviel zerstört, aber alles von mir sollen sie schließlich nicht bekommen…
    Ich will nicht mehr ihr Opfer sein, sondern ein stolzer „Überlebender“…
    NEMO X! VOBIS
    Überlebender

  23. Sarah Mohn schreibt am :

    Seelenmord
    in mir bricht alles zusammen
    tod ist in mir und um mich herum
    ich friere und meine seele ist gegangen

    Diese Zeilen schrieb ich 1993, und war lange auch der Auffassung, dass die Täter durch die jahrelange sex. Gewalt und Folter, die sie mir in der Kindheit zugefügt hatten, zugleich auch meine Seele ermordeten.

    Heute, nach vielem Reflektieren, lesen und sehr würdevoller Therapiebegleitung, und Schritt für Schritt langsamen, sehr langsamen immer mehr „heil – werden“ stelle ich fest, dass meine Seele nie tot gewesen war, dass die Täter trotz roher Gewalt meine Seele nicht ermorden konnten.
    Hätte ich sonst all die Jahre hindurch seelisch wie ein Hund leiden können, wäre diese bereits tot gewesen?
    Heute denke ich, dass ich – solange ich in der Trauma – Schock – Phase (dazu zähle ich Laie wohlbemerkt!!! die Teilamnesie, die Dissoziationsstörungen – das Funktionierungsschema, das bis zu meinem 30 Lebensjahr hervorragend klappte, bis alles komplett in mir zusammenbrach und die vermeindlich tote Seele sich schmerzhaft rührte) mich befand, die Seele sich tot anfühlte, weil ich bis zu meinem 30 Lebensjahr keinen Zugang zu diesen traumatisierten, verdrängten, abgespaltenen Kindheitserinnerungen hatte. Und als dann die Teilamnesie zerbröckelte, schmerzte meine Seele unerträglich über Jahre hinweg. Kein körperlicher Schmerz kommt diesem Schmerz gleich.

    Tote Seelen könnten nicht schmerzen, wir aber leiden doch immer wieder und tragen unseren Seelenschmerz mal mehr, mal kaum auszuhalten, und mal weniger mit uns.
    Nein, heute bin ich mir gewiss, die Seele kann niemand ermorden, tief, tief verletzen, schwer traumatisieren JA, aber nicht töten, sie bleibt uns immer erhalten und durch sie finden wir den Weg, Stück für Stück zu heilen, wenn wir uns ihrer Wunden und tiefen Verletzungen annehmen und dabei gute WegbegleiterInnen und WeggefährtInnen (Therapeuten, Freunde usw.) an unserer Seite haben.

    Ich kann nur für mich sprechen! Ich weiß, dass meine Seele lebt. Ich spüre sie sehr deutlich und inzwischen immer weniger als einen Schmerzort, sondern vielmehr als meinen Schatz, den mir niemand nehmen, dessen mich keiner berauben kann.

  24. Bärbel schreibt am :

    zu Sarah…..
    ich stimme im Vielen den Zeilen zu,ich glaubte auch ,man hätte mir die Würde genommen usw.—–
    und ich wäre tot,——
    nein die Würde kann uns niemand nehmen,und wenn wir uns sehr grämen sind wir auch nicht tot,
    nur in ganz,ganz ,ganz kleinen Schritten,kann ich wieder Mut fassen,ich werde meine so andere Geschichte zunächst nur für mich schreiben,von der Seele schreiben,als eine ART THERAPIE;
    vor Jahren hörte ich es im Radio,die ERLEBNISSE des Krieges und der Nachkriegeszeit haben wir als Kleinkinder verdrängt,
    wir müssten uns nicht wundern,über unsere oftmals grosse Traurigkeit,und wissen nicht warum.
    Gewalt ist ein Verbrechen und wird es stets bleiben

  25. Eva Phoenix schreibt am :

    @ Baerbel

    Ich nehme an, wir sind ungefaehr gleicher Jahrgang,Krieg oder kurz davor/danach. Ich habe das Gefuehl, meine (unsere?) Generation ist eine verlorene Generation.
    Unsere KIndheit wurde uns durch den Krieg gestohlen
    und was noch uebrig war in den Nahckriegsjahren von der grossen Anamnese erstickt. Meine Mutter hat mir als erzaehlt, dass ein Lehrer einmal zu ihr gesagt hat: „Die Kinder die im Krieg geboren worden sind, haben alle einen weg“. Ich habe auch das Gefhuehl, dass Deutschland das Trauma, das die Zivilbevoelkerung erlitten hat, nie aufgearbeitet hat.
    Es ist verschwiegen worden (genauso wie sexualiserte Gewalt gegen KInder), unter den Teppich gekehrt.Tabuisiert. Es gibt das Trauma nicht, und es gibt uns, die verlorene Generation nicht. Zwischen Krieg und der Gruendung der BRD ist ein Vacuum, in dem wir recht- und anspruchlos verschwinden. Und bald sterben wir ja auch weg, und damit hat sich das Totgeschwiegene auch erledigt. Ich habe auch das Gefuehl , dass jeder der in unserer Generation davon betroffen ist, sich mit seinen Wunden in eine Ecke verkruemelt hat und dort sang und klang los vor sich hinleidet. Das ist noch ein Bist, das keinen Namen hat, genauso wie fruher secualiserte Gewalt gegen KInder.

    Dies zusaetlzlich zu etwaiger sexualisierter Gewalt in der Kindheit, der jemand in dieser Generation zum Opfer gefallen sein mag.

    Ich bin mit 6 Jahren aufgrund der Nachkiegsumstaende (3 Jahre Hungersnot) ins Ausland geschickt worden, zum Erholen vom Verhungern. Dort wurde ich Opfer eines Sexualverbrechens, bei dem mir gleichzeitig die Haende dritten Grades verbrannt wurden (von hinten hat er mich sexuell angegriffen, von vorne hat er mir die Hande 20 min. unter kochendes Wasser gehalten, bis ich ohnmaechitg kollabiert bin; Dann hat er mich in sein Zimmer getragen, wo er mich „zu seiner Frau gemacht“ hat. Im Krankenhaus wurde ich als „Sauschwob“ an den Haaren ueber den Gang geschleift) Das OEG gilt fuer mich nicht, auch der neue FOnds nicht, weil es in dem Vacuum passiert ist. Es war ja auch kein „Kriegsschaden“. Und als Vakuum generation scheine ich auch zu keiner Gruppe zu gehoeren, die irgendwo Anspruch auf Unterstuetzung aufgrund der durch die historischen Umstande (WWII, DDR) erlittenen Verletzungen und Verluste hat. Ich habe das Gefuhl, dass die BRD fuer Verletsungen, die waehrend der Vakuumjahre passiert sind, keine Verantwortung uebernimmt,
    Sie werden hinwegtabuisiert und -definiert. Krieg ja, Post-Grundung der BRD ja, Vakuum nein.

    Ich lebe im Ausland (deshalb die Schreibweise, mein laptop hat kein Trema) und bin sicher nicht so auf dem LAufenden wie DU/Ihr, die Du in Deutschland lebst/lebt. Obiges ist mein Eindruck (ein sehr schmerzhafter). Kannst Du, als eine Daheimgebliebene mir sagen, ob ich mit meinem Eindruck richtig liege? Hast Du das Gefuehl auch, oder irgendwelche Erfahrungen in der Richtung ?

    Ich habe ueber das Internet versucht, im Stadtmuseum meiner Heimatstadt irgenetwas ueber die „Nachkriegszeit“ zu finden – es ist kein Thema. Auch dort ein Vakuum.

    Ich schreib Dir noch eine andere Nachricht, guten Rat betreff der Traumaverarbeitung durch Sich-von-der-Seele-Schreiben. Mache das seit Jahren auch (Arbeitstitel „Seelenmord“, bevor ich diese Wort im netzwerkB entdeckt habe)Es kann helfen aber man muss sehr vorsichtig sein, es kann auchsehr gefahrlichsein.

    Eva

  26. Eva schreibt am :

    Die Kriegsgeneration, die auf der Flucht vergewaltigt wurde, hat auch nie Entschädigungen erhalten. Viele davon haben sich das Leben genommen bzw. sterben langsam aus. Auch der ungewollte „Babyboom“ von Besatzern mit deutschen Frauen wurde verdrängt.Für vieel 80 – 100 Jährige ist dieses Trauma auch nie verarbeitet worden.

  27. hildegard schreibt am :

    Eva Phoenix, dass sich „das Totgeschwiegene auch erledigt“ haben könnte, kann ich nicht bestätigen – dass es sich immer mehr Geltung in der Verdrängungs-Gesellschaft verschafft, das sehen wir an den Auswirkungen, die die Politik sträflich ignoriert, nicht nur in der BRD!

    Europaweit spricht man ganz aktuell von einer verlorenen Generation.

    Martin Schulz wurde von einer jungen Frau gefragt, was denn für die jungen Leute getan werde.
    Er selbst musste es beklagen:
    Angesichts von 700 MRD.€ für die Bankenrettung habe die EU nur ganze 6 MRD.€ gegen die Verelendung von Kindern und Jugendlichen in Europa zu setzen!!!

    Alle wirtschaften in die eigene Tasche, gieren nach immer mehr, die Schächsten kommen unter die Räder – wie damals …

  28. Bärbel schreibt am :

    zu Eva Phönix v.28.05.

    Es ist möglich,das wir etwa dasgleiche Alter haben ??

    Ich habe ein paar dunkle Flecken,als Erinnerung,
    es sind Unfälle und Erkrankungen zum Ende des Krieges und der Nachkriegszeit,
    ich war/wurde ein ängstliches Kind,
    meine eigene Erkrankung,der Verlust von Menschen,aus dem Umfeld und der Familie,
    der Kampf ums Überleben,
    das war der Alltag,familiär habe ich als Kind keine Gewalt erlebt,
    habe aber schon sehr früh gespürt/empfunden,dass Kinder diskriminiert wurden,die einen/beide Eltern/teil verloren hatten
    im Kindergarten und in der Schule,manchmal wurden diese Waisen/Halbwaisen auch geschlagen———————–
    dieses Fehlverhalten ist mir noch nicht lange erneut bewusst geworden————–
    Kinder wissen meistens schon ,WAS UNRECHT IST:
    wo war die Hilfe,für diese Schwächsten????

    Meine Mutter wurde in der Schule viel geschlagen,
    IHR MOTTO;NICHT MIT MEINEN KINDERN—–
    Obwohl meine Eltern krank und behindert waren,
    wir waren sogar überbehütet,
    so wusste ich lange nichts von sexueller Gewalt———,
    es gibt leider soviele Formen der Gewalt an kINDERN,
    aber auch Erwachsene können anderen erwachsenen Menschen,
    die Würde verletzen,sei ES über Gerichte,Fehlentscheidungen,
    oder weil frau /ich sich an die Öffentlichkeit wandte,um Kinder zu schützen???
    Ach es gab und gibt noch viel zu regeln für die Zukunft unserer Kinder,v.l.G.Bärbel

  29. Hannah Benson schreibt am :

    Ich möchte noch einmal auf den Begriff „Seelenmord“ eingehen. Ich habe das Buch schon vor Jahren gelesen und konnte mich zu dieser Zeit absolut mit dem Begriff identifizieren. Heute spreche ich mit Clarissa Pinola Estes und zitiere aus ihrem Buch „Die Wolfsfrau“: Du kannst eine Seele verbiegen und verzerren. Du kannst ihr Wunden schlagen, sie kränken und Narben des Terrors und längeren Siechtums auf ihr hinterlassen. Aber sie stirbt nicht, denn in der Unterwelt (Anm.: ihrem Inneren) wird sie von einer mächtigen Verbündeten beschützt…
    …im eigenen Untergrund wartet etwas Heilsames…“
    Es braucht oft viel Zeit und Kraft, um sich seiner Selbstheilungskräfte bewusst zu werden und auf sie vertrauen zu können.
    Es ist nie zu spät. Viel Mut und die richtigen Menschen an Eurer Seite wünsche ich Euch, Eure Hannah

  30. peter scheerer schreibt am :

    Seelenmord- Die Heimkinder haben den gewaltsamen Verlust ihrer Kinderseele immer schon als Seelenmord bezeichnet.
    Mit den gleichen Worten wie sie jetzt der Autorin Ursula Wirtz
    angeddacht werden.

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