Interviewpartner gesucht

28.02.2011

Es werden u.a. noch Interviewpartner gesucht, die bereit sind, sich in den Medien zu äußern.

Betroffene von sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche im Bistum Trier/ehemals Speyer können gern mit uns Kontakt aufnehmen.

Kontaktaufnahme ist möglich unter:

www.missbit.de

2 Kommentare

  1. Helmut Waldorf schreibt am :

    Hallo,
    bin selbst betroffener und habe an der Einladung durch Bischof Ackermann am 11.04.2011 teilgenommen.
    Leider muß ich sagen, die Kirche hat nichts dazu gelernt.
    Wir saßen mit 15 Opfern 8 Kirchenvertretern gegenüber.
    Ich kam mir beim Eintritt in den vom Bischof bereitgestellten Raum wie ein angeklagter vor.
    Es wurden im Prinzip nur die Erfolge der Kirche aufgezeigt.
    Ich habe noch keinen der Oberen Kirchenvertreter gehört der uneingeschränkt gesagt hätte, Ja wir haben Schuld auf uns geladen, zB. Durch jahrelange Vertuschung.
    Es heißt immer nur, Ja wir haben Schuld, aber der Täter hat das zu verantworten. Wir haben uns mit ca15 Personen zum Bündnis Missbit zusammengeschlossen, um über die Medien auf unsere Situation aufmerksam zu machen.
    ich bin auch gerne bereit mit Ihnen über das Thema Missbrauch zu sprechen und lasse mich auch gerne von Ihnen hierzu Interviven.

  2. Hubert schreibt am :

    Zitat:
    „Es heißt immer nur, Ja wir haben Schuld, aber der Täter hat das zu verantworten.“

    Ich kann das nicht immer so sehen, daß ein Täter sowas allein zu verantworten hat.
    Die ganzen Rahmenvoraussetzungen gehören doch dazu, welche sowas ermöglichen. Und die schafft ein Täter sicher nicht allein.

    Dazu gehört auch das Schweigen, welches von den Obersten der Kirche sogar oft noch forciert wurde gegenüber Betroffenen.
    Besser wäre es gewesen, man hätte ein Umfeld geschaffen, indem ein Opfer sich mitteilen kann ohne dabei Nachteile zu riskieren.
    Und so ein Umfeld ist nichtmal zum jetzigen Zeitpunkt ausreichend vorhanden, obwohl das Alles mittlerweile fast jedem bekannt sein dürfte.
    Traurig aber wahr.

    Ich denke, das Schlimmste was einem Opfer passieren kann ist,
    daß diese mitgeteilten Verletzungen heruntergespielt werden, bagatellisiert oder mit anderen Verletzungen verallgemeinert werden.
    So nach dem Motto:
    „Wir alle haben doch irgendwo unsere Päckchen zu tragen“.

    Es geht hier doch um tiefste Verletzungen des innersten Kerns eines menschlichen Daseins, und nicht um irgendwelche Verletzungen, welchen fast jeder mal im Leben ausgesetzt ist.

    Und man sollte sich langsam darüber klar werden, daß die Ursachen im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang zu suchen sind.
    Der Holocaust konnte sich damals auch nur so entwickeln, weil eine große Masse in die selbe Richtung mitging. Und daher kann die Kirche jetzt nicht sagen, die einzelnen Täter hätten das allein zu verantworten.
    Nein, die Kirche hat das, was in ihren Kreisen passiert ist, insgesamt als Institution zu verantworten und auch zu entschädigen,
    genauso wie bei anderen Gemeinschaften auch.
    Nur so kann es moralisch richtig und gut sein.

Artikel kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Artikel aus den Medien

ARD BRISANT ARD Tagesschau Augsburger Allgemeine Badische Zeitung Berliner Morgenpost Berliner Zeitung DER SPIEGEL derStandard.at DER TAGESSPIEGEL derwesten.de DEUTSCHE WELLE Deutschlandfunk Deutschlandradio DiePresse.com diesseits.de DIE WELT DIE ZEIT FOCUS Frankfurter Allgemeine Frankfurter Rundschau Hamburger Abendblatt Hannoversche Allgemeine Humanistischer Pressedienst Kölner Stadt-Anzeiger Leipziger Volkszeitung Lübecker Nachrichten Mitteldeutsche Zeitung n-tv N24 NDR.de NDR Info Neue Zürcher Zeitung nordwestradio Publik-Forum Saarbrücker Zeitung SPIEGEL ONLINE stern.de SÜDWEST PRESSE Süddeutsche Zeitung taz TP Presseagentur Berlin WAZ WELT ONLINE ZDF heute ZEIT ONLINE